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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6456
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Verfasst am: 10.Dez 2007 23:02 Titel: Medienmagnat Conrad Black muss ins Gefängnis |
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Er war der drittgrößte Zeitungsverleger der Welt, feierte teure Partys, ließ sich zum Lord adeln - künftig muss Conrad Black sich mit einer Gefängniszelle begnügen. Ein US-Gericht verurteilte ihn zu sechseinhalb Jahren Haft - Black soll viele Millionen Dollar veruntreut haben.
Der tiefe Sturz des britischen Medienmagnaten Conrad Black endet aller Voraussicht nach hinter schwedischen Gardinen: Eine Richterin in den USA verurteilte den früheren Presseunternehmer wegen Betrugs und Behinderung der Justiz zu sechseinhalb Jahren Haft. Außerdem muss Black 125.000 Dollar (85.000 Euro) Strafe zahlen, außerdem werden aus seinem Besitz 6,1 Millionen Dollar beschlagnahmt. Bereits im Juli hatte das Geschworenengericht in Chicago den gebürtigen Kanadier für schuldig befunden, Millionensummen aus seinem früheren Konzern in die eigenen Taschen abgezweigt zu haben.
Seine Gegner porträtierten Black als den Prototypen des gierigen gewissenlosen Unternehmers. Black selbst beteuerte seine Unschuld. Richterin Amy St. Eve sagte bei der Strafmaßverkündung am Montag: "Mister Black, Sie haben ein schweres Verbrechen begangen." Sie äußerte Unverständnis für das Vorgehen des Angeklagten: "Ich kann einfach nicht begreifen, wie ein Mann von Ihrer Statur sich so verhalten konnte, wie Sie sich verhalten haben." Black selbst äußerte sich nach dem Richterspruch nicht. Immer wieder hatte er zuletzt die Absicht bekundet, nach dem Verfahren ins Geschäftsleben zurückzukehren.
Der kanadischstämmige Unternehmer war schuldig befunden worden, zusammen mit drei seiner ehemaligen Manager Dutzende Millionen Dollar aus dem im Jahr 2000 erfolgten Verkauf seines früheren Medienkonzerns Hollinger International an die kanadische Gruppe Canvest in die eigenen Taschen abgezweigt zu haben. Danach soll er versucht haben, belastende Dokumente zu vernichten. Der inzwischen 63 Jahre alte Unternehmer zählte zu den Mitgliedern des internationalen Jet-Sets, seinen Reichtum versteckte er nicht. Legendär waren seine aufwändigen Partys.
Black war zeitweise der drittgrößte Zeitungsherausgeber der Welt. Zu seinem Imperium gehörten Zeitungen wie der Londoner "Daily Telegraph", die kanadische "National Post", die "Jerusalem Post" und die "Chicago Sun-Times". Mit 23 Jahren hatte er seine erste Zeitung aufgekauft und dann weltweit expandiert. Im Jahr 2000 gab er seine kanadische Staatsangehörigkeit auf, um in Großbritannien zum Lord geadelt zu werden.
Seitdem trägt er den Titel Lord Black of Crossharbour.
Quelle: Spiegel |
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