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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6844
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Verfasst am: 29.Okt 2007 14:56 Titel: Preis für schlechte Produkte |
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Es ist eine Auszeichnung, die sich kein Unternehmen wünscht: Der Verbraucherschützer-Weltverband hat die schlechtesten Produkte des Jahres gewählt. Unter den Preisträgern sind die US-Konzerne Coca-Cola, Mattel und Kellogg's, aber auch ein japanischer Pharmahersteller.
Schlaftabletten für Kinder, gefährliches Spielzeug oder in Flaschen abgefülltes Leitungswasser sind von Verbraucherschützern zu den schlechtesten Produkten des Jahres gewählt worden. So erhielt Coca-Cola einen der jährlich vergebenen Negativ-Preise des Verbraucherschützer-Weltverbands Consumer International, den die Organisation heute bei ihrem Treffen in Sydney in Australien verlieh.
Der Getränke-Konzern hatte in den USA und Lateinamerika ein Mineralwasser namens Dasani aufwändig beworben, obwohl das Wasser aus denselben Quellen stammt wie das örtliche Leitungswasser.
Der japanische Pharma-Konzern Takeda erhielt einen Preis, weil er ein Schlafmittel für Kinder beworben hatte. Bei den Fernsehspots für das Präparat Rozerem wurde in keiner Weise auf die Gesundheitsgefahren aufmerksam gemacht, urteilte die Jury. "Dieser Fall zeigt, wie weit einige Pharma-Unternehmen zu gehen bereit sind, um ihren Absatz zu steigern", erklärte Consumer International.
Der US-Lebensmittelkonzern Kellogg's erhielt den Preis für den Verkauf von besonders schlechtem Essen. Das Unternehmen verdiene Geld, indem es Produkte mit viel Fett und Zucker oder Salz verkaufe, hieß es. Zwar habe Kellogg's nach der Androhung juristischer Schritte in den USA seine Firmenpolitik geändert, der Konzern tue aber zu wenig und es komme zu spät.
Auch der Spielzeug-Riese Mattel wurde ausgezeichnet für den Rückruf von rund 19 Millionen in China gefertigten Artikeln wegen bleihaltiger Farbe und sich ablösender, verschluckbarer Teile.
Die Jury lässt in ihrer Bewertung von schlechten Produkten auch die Größe des Unternehmens sowie die Absatzzahlen einfließen. Für die Preise wählt Consumer International aus Vorschlägen ihrer 220 Mitgliedsorganisationen aus. Aus Deutschland sind der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Verbraucher Initiative und die Stiftung Warentest bei Consumer International organisiert.
Quelle: kaz/AFP |
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