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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 22.Aug 2006 7:50 Titel: Private Zahlungsmoral weiter auf schlechtem Niveau |
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509.740 Eidesstattliche Versicherungen (EV) und 287.814
Haftanordnungen zur Vollstreckungen der EV - das ist die Bilanz der
gerichtlichen Maßnahmen zur Eintreibung offener Forderungen gegen
Privatpersonen im ersten Halbjahr 2006 in Deutschland.
Insgesamt
ergab sich damit im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 3,5 Prozent
auf 797.554; dabei im Westen um 2,0 Prozent auf 656.679 und im Osten
sogar um 9,6 Prozent auf 140.875. Insbesondere die Zahl der
Eidesstattlichen Versicherungen (früher "Offenbarungseid") sank in
den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem
Vergleichszeitraum 2005 um 5,2 Prozent auf 509.740.
Bei den
Haftanordnungen ergab sich bundesweit nur ein minimaler Rückgang um
minus 0,3 Prozent. Die Entwicklung der gerichtlichen Zwangsmaßnahmen
hängt einerseits zusammen mit dem rückläufigen Konsumverhalten,
andererseits mit der Kreditzurückhaltung in den vergangenen Jahren.
Denn: Hinter jeder der Zwangsmaßnahmen steht ein Konsument, ein
Selbstständiger oder auch der Inhaber eines Kleingewerbes, der die
Flut der Rechnungen und damit die Finanzen nicht mehr im Griff hat.
Das Entstehen der Forderungen und damit der Schulden liegt zum
Zeitpunkt des Erlasses der Vollstreckungsmaßnahme meist schon ein bis
zwei Jahre zurück.
Im Konsumentenbereich sind Not leidende Ratenkredite bei Banken,
Versendern oder Leasingunternehmen der Grund für hohe Schulden. Im
geschäftlichen Bereich führen vor allem Managementfehler, mangelndes
wirtschaftliches Know-how und schlechtes Kredit- und
Forderungsmanagement zu hohen Außenständen und Liquiditätsengpässen.
Der Erlass einer Zwangsmaßnahme ist daher häufig der Beginn einer
Schuldenkarriere, die nur schwer aufzuhalten ist. Oftmals sind
mehrfache Zwangsmaßnahmen erste Anzeichen für die drohende
Zahlungsunfähigkeit.
"Privatpersonen, die im Schuldnerregister bereits mit mehreren
Eidesstattlichen Versicherungen belastet sind, treffen wir nicht
selten einige Zeit später im privaten Insolvenzverfahren wieder", so
Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer Bürgel Wirtschaftsinformationen. |
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