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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 22.Aug 2006 12:40 Titel: Thailändische Kinder testen 100-Dollar-Laptops |
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Im Oktober startet das Projekt One Laptop per Child (OLPC), das Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Computern versorgen will. In einer Testphase werden 500 der preisgünstigen Laptops an thailändische Kinder verteilt, schon 2007 plant die Initiative in anderen Größenordnungen.
„Jedes Kind einen Laptop“, lautet das Ziel, das OLPC-Initiator Nicholas Negroponte im Januar 2005 verkündete. Das Unternehmen entwickelt seitdem einen robusten und leistungsfähigen Laptop für höchstens 100 US-Dollar, der Kindern in Schwellen- und Entwicklungsländern Zugang zu Computern zu ermöglichen soll.
Der Informatiker Negroponte will damit die Bildungschancen für diese Kinder verbessern und die digitale Kluft zwischen Entwicklungs- und Industrieländern abschwächen. Darin sieht er einen Ansatz, „den großen Weltproblemen“ zu Leibe zu rücken.
Das gemeinnützige Unternehmen OLPC plant, schon im kommenden Jahr fünf bis sieben Millionen Laptops an Kinder in Thailand, Nigeria, Brasilien und Argentinien zu verteilen. Finanziert werden die Computer durch Regierungsinitiativen der jeweiligen Länder. Negroponte schätzt, dass die Rechner anfangs etwas über 100 $ kosten werden, später etwas weniger.
Thailand als Vorreiter
In Thailand sollen die Billig-Laptops jetzt erstmals von Kindern auf Herz und Nieren getestet werden, um eventuelle Fehler zu finden. Der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra kündigte an, dass langfristig jedes Kind in der Grundschule mit einem PC versorgt werden soll.
Im ersten Jahr will die Regierung eine Millionen Rechner kaufen. Auch China und Ägypten haben Interesse bekundet, Indien wird in der ersten Runde wahrscheinlich nicht dabei sein.
Entwickelt wurde der 100-Dollar-Laptop im Medienlabor des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der günstige Preis ist unter anderem möglich, weil der Laptop mit dem kostenfreien Betriebssystem Linux läuft. Betrieben wird der Rechner über eine Handkurbel und kann damit auch an Orten ohne Stromversorgung benutzt werden.
Ausgestattet ist der Laptop mit einem AMD-Prozessor mit 500 MHz und einem W-LAN-Anschluss. Mit AMD und Google hat das OLPC-Projekt namhafte Kooperationspartner. Microsoft ist hingegen nicht beteiligt. Nachdem der Computerriese eine Abfuhr als möglicher Zulieferer erhielt, plant das amerikanische Unternehmen jetzt einen eigenen billigen „Mobiltelefon-Computer“.
(FTD) |
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