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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 5.Aug 2007 6:34 Titel: The New Chrysler |
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Pentastar statt Mercedes-Stern: Nach der Trennung der Autokonzerne Daimler und Chrysler wird sich das amerikanische Unternehmen ab Montag als „The New Chrysler“ präsentieren. Die amerikanische Auto-Ikone soll in neuem Glanz erstrahlen, der Beobachtung durch die weltweiten Finanzmärkte wird sich Chrysler allerdings entziehen.
Statt des Mercedes-Sterns wird der traditionsreiche amerikanische Autokonzern wieder auf seinen fünfzackigen Stern, den „Pentastar“ als Firmensymbol zurückgreifen. Dies hat Chrysler am Freitag in Auburn Hills bei Detroit bekannt gegeben. Der dritte US-Autohersteller hatte sich nach fast einem Jahrzehnt unter Kontrolle von Daimler-Chrysler getrennt. Die Übernahme von 80,1 Prozent der Anteile für 7,4 Mrd. Dollar durch die US- Investmentfirma Cerberus Capital Management LP war am Freitag endgültig besiegelt worden. Die Stuttgarter, die sich in Daimler AG umbenennen wollen, behalten die Restbeteiligung von 19,1 Prozent.
Chrysler wird als Cerberus-Tochter nicht an der Börse notiert. Das Unternehmen wird sich damit auch nicht ständig unter der Wall-Street- und Aktionärs-Lupe befinden. Das Unternehmen kann so längerfristig handeln, um das notleidende nordamerikanische Geschäft zu sanieren und um das bisher bescheidene Auslandsgeschäft auszubauen.
Der neue Chrysler-Besitzer Cerberus ist einer der weltgrößten Privatinvestoren. Die 1992 gegründete Investmentfirma mit Sitz in New York verwaltet rund 25 Mrd. Dollar Vermögenswerte. „Die heimische Autoindustrie ist seit Generationen das Rückgrat unserer Nation gewesen, und heute ist das nicht anders“, erklärte der Cerberus-Verwaltungsratsvorsitzende John Snow. Cerberus wolle die amerikanische Auto-Ikone wieder auf den Weg in die Gewinnzone bringen und ihr zum langfristigen Erfolg verhelfen, betonte Snow.
Bisher hat Cerberus noch nicht bekanntgegeben, ob der ehemalige Daimler-, Chrysler- und Volkswagen-Manager Wolfgang Bernhard Verwaltungsratsvorsitzender von Chrysler wird. Bernhard hatte als Cerberus-Berater bei der Chrysler-Übernahme aktiv mitgewirkt. „Mit Abschluss der Transaktion können wir jetzt alle unsere Anstrengungen auf das Tagesgeschäft konzentrieren“, erklärte Chrysler-Präsident und Unternehmenschef Tom LaSorda. Chrysler könne jetzt schnell auf die Kundenbedürfnisse reagieren.
„Wir haben die Unterstützung von zwei soliden Partnern, Cerberus und Daimler“, betonte er. Dies gebe Chrysler den starken finanziellen Rückhalt und die Mittel, die für den langfristigen Erfolg des Unternehmens benötigt würden. Die Gemeinschaftsprojekte zwischen beiden Unternehmen würden fortgesetzt, betonte Chrysler. Chrysler hatte im vergangenen Jahr rund 2,6 Mill. Autos verkauft.
Quelle: HB |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6269
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Verfasst am: 7.Aug 2007 6:54 Titel: |
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Nur einen Arbeitstag nachdem Cerberus den US-Autobauer von Daimler offiziell übernommen hat, stellt der neue Eigentümer die Führungsspitze des angeschlagenen Unternehmens weitgehend kalt.
Der Ex-Chef der US-Baumarktkette Home Depot, Robert Nardelli, löst Tom LaSorda auf dem Chefsessel ab, Vizechef Eric Ridenour verlässt das Unternehmen und Cerbe-rus-Berater Wolfgang Bernhard zieht wider Erwarten nicht in den Verwaltungsrat des Autobauers ein – „aus persönlichen Gründen“, wie es offiziell heißt.
Der Paukenschlag des Finanzinvestors bestätigt einen Trend in der US-Autoindustrie: An die Spitze der angeschlagenen US-Giganten kehren zusehends Branchenfremde, die die verkrusteten Strukturen aufbrechen sollen. Ford hatte bereits im Vorjahr den langjährigen Boeing-Manager Alan Mulally berufen.
Mit Nardelli holt sich Chrysler einen Mann ins Haus, dessen Ruf in der US-Wirtschaft höchst umstritten ist. Die Teilhaber der weltgrößten Baumarktkette Home Depot haben den 59-Jährigen in schlechter Erinnerung: Als der Konzernchef zu Jahresbeginn auf Druck der Anteilseigner abtreten musste, ging er mit einer der höchsten Abfindungen aller Zeiten – mit 210 Millionen Dollar.
Auf Kritik an seinem hohen Salär reagierte er mit der Einfühlsamkeit einer Heckenschere. Auf der Hauptversammlung kam es im vergangenen Jahr zum Eklat. Nardelli sollte rechtfertigen, wieso er sich ein Gehalt von 124 Millionen Dollar genehmigt, während der Home-Depot-Aktienkurs vor sich hindümpelt. Nardelli schaltete jedem Aktionär nach einer Minute das Mikrofon ab und beendete die Sitzung eigenmächtig nach einer halben Stunde. Die „New York Times“ erinnerte die Versammlung an einen „sowjetischen Gulag“.
Bei Chrysler soll Nardelli eine Vergütung erhalten, die sich an der Entwicklung des Unternehmenswertes orientiert. Eine Cerberus nahestehende Person spricht davon, dass er für dieses Jahr nur ein Grundgehalt von einem Dollar bekomme. Offensichtlich ist der Finanzinvestor bemüht, Nardellis Image als Raffzahn zu korrigieren.
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