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US-Autoindustrie am Boden

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 1.Jan 2008 0:00    Titel: US-Autoindustrie am Boden Antworten mit Zitat

Die jüngste Statistik von Autodata unterstreicht mit einem Schlag zwei Trends, die katastrophale Wirkung haben für das marode Automekka Detroit.

Erstens:
Spritschluckende Geländewagen und Kleinlaster bleiben auf den Höfen der Händler stehen, seit die Hausneubauten zurückgehen und Benzin an der Tankstelle mehr als drei Dollar pro Gallone kostet.

Zweitens:
Der Durchmarsch japanischer Autohersteller, die inzwischen bald 40 Prozent des US-Marktes erobert haben, hält wegen der deutlich besseren Position im Kleinwagensegment unvermindert an.

Ob die Talsohle damit erreicht ist und danach bessere Zeiten anbrechen, ist nicht ausgemacht. Hinter vorgehaltener Hand gibt es unter den gleichfalls notleidenden Zulieferern skeptische Stimmen, die für das Gesamtjahr 2008 einen Markteinbruch auf bis zu 14,5 Mill. verkaufte Fahrzeuge für möglich halten. ... [mehr]
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 3.Jan 2008 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Land Rover - der Geländewagen der früheren britischen Kolonialherren - soll nach Indien verkauft werden. Der Mischkonzern Tata wird aller Voraussicht nach von Ford den Zuschlag für Land Rover erhalten - und die einst stolze Luxusmarke Jaguar noch dazu.

Der indische Autokonzern Tata Motors hat Medienberichten zufolge Ford gut zwei Milliarden Dollar für die Nobelmarken Jaguar und Land Rover geboten.

Die Bedeutung des Deals geht allerdings weit über das Symbolische hinaus. Neben den inzwischen zahlreichen chinesischen Herstellern baut sich nun auch Tata als Herausforderer der großen westlichen Autokonzerne auf.

Zwar ist Jaguar inzwischen heruntergewirtschaftet; die Übernahme durch Tata wird von Ford zur Bedingung für den Kauf für Land Rover gemacht. Das Geschäft lohnt sich aber für die Inder auf jeden Fall: Mit der profitablen SUV-Sparte erhalten sie nicht nur eine wertvolle Marke, die sowohl im Westen als auch bei der wachsenden indischen Oberschicht beliebt ist. Tata erwirbt zugleich das Know-how und die technischen Voraussetzungen, die Qualität der eigenen Billigautos zu verbessern. Als Nächstes kann der Konzern den Angriff auf die großen Massenhersteller wagen.

Die Entwicklung, die schon viele Branchen - das Stahlgeschäft, die IT-Industrie, zuletzt die Großbanken - erfasst hat, schlägt jetzt auch in der Autoindustrie durch: Finanziell potente asiatische Konzerne und Investoren nutzen geschickt die Schieflage amerikanischer und europäischer Unternehmen aus. Denn für Ford ist das Geschäft mit den Indern zweifellos ein Notverkauf.

Peinlich wird es für westliche Autobauer, wenn Tata nach der Übernahme der beiden britischen Traditionsmarken das gelingen sollte, woran Daimler bei Chrysler und auch Ford bei Jaguar gescheitert ist: die Verbindung von Massengeschäft und teuren Marken. Spätestens dann beginnt in der Autobranche eine neue Zeitrechnung.
Quelle: FTD
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 3.Jun 2008 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

General Motors schließt SUV-Werke in den USA, Kanada und Mexiko

Von der Schließung betroffen sind insgesamt vier Werke, in denen neben SUVs auch LKWs produziert werden.

GM-CEO Rick Wagoner, der die Pläne heute auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Automobilhersteller in Delaware bekannt gab, führte als Grund den drastischen Nachfragerückgang bei SUVs an, die extrem viel Treibstoff verbrauchen.

Wagoner wollte nicht ausschließen, dass im Zuge der Umstrukturierungen auch die Hummer-Marke, die zu einem Symbol für Spritverbrauch wurde, nicht mehr weitergebaut wird. Weiterhin kündigte er an, dass in Ohio eine neue Automobilfabrik gebaut wird, in der ab 2010 das Elektro-Auto "Chevrolet Volt" vom Band rollen soll.
Quelle: P.Muehlbauer
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