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Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel P

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7268

BeitragVerfasst am: 21.Nov 2007 18:47    Titel: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel P Antworten mit Zitat

Nahverkehr:
Millionen Nutzer von Bussen und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) müssen sich zum Jahreswechsel auf Preiserhöhungen von teilweise bis zu 4,5 Prozent einstellen. ÖPNV-Kunden bezahlen nach Informationen der "Bild-Zeitung" von Januar an unter anderem in Bremen sowie in den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg, Rhein-Neckar und Neckar-Alb-Donau mehr.

Sekt:
Die Sektkellerei Schloss Wachenheim, nach eigenen Angaben weltgrößter Hersteller von Sekt und Schaumwein, hat am Dienstag (20. November) wegen gestiegener Rohstoffpreise «deutliche Preisanhebungen» angekündigt. Der Preisanstieg bei Grundwein, Glasverpackungen und Kartonagen führe je Flasche Sekt zu Mehrkosten zwischen 23 bis 33 Cent.

Bier:
Die deutschen Markenbrauereien haben begonnen, ihre Preise für Flaschenbier auf breiter Front anzuheben. Der Marktführer, die Krombacher Brauerei, will dem Handel ihr Flaschenbier vom 4. Februar 2008 an um rund 60 Cent teurer verkaufen, dies bestätigte ein Sprecher der Siegerländer Brauerei.
Auch Fassbier soll im nächsten Jahr um sieben Euro pro Hektoliter zulegen.

Nach Informationen des Bundesverbandes des Deutschen Geträkefachgroßhandels (GFGH) haben bereits weitere Brauereien, darunter Veltins, Holsten und Erdinger, Preiserhöhungen ab dem nächsten Frühjahr angekündigt. Nach den Vorstellungen der Brauereien soll der 20er-Kasten im Getränkeabholmarkt rund ein Euro teurer werden.

Strom:
Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon will die Preise für Strom und Gas für Privatkunden zum Jahreswechsel um bis zu rund zehn Prozent zu erhöhen.
Auch der Essener Konkurrent RWE hat Strompreiserhöhungen für das neue Jahr angekündigt. Deutschlands fünftgrößter Energieversorger EWE will den Strompreis für seine Kunden ab dem 1. November um mehr als 14 Prozent anheben.

Käse:
Anfang September werde Käse teurer, kündigte der Milchindustrieverband am 28. August an. Bis Anfang 2008 werde es immer wieder Preisanstiege bei Milchprodukten geben, zum Teil um die 50 Prozent, sagte der MIV-Geschäftsführer Michael Brandl.
Einen festen Stichtag für den Preisanstieg gebe es aber nicht. Die Preise für Gouda und Edamer dürften laut Hamburger Abendblatt an der Käsetheke pro 100 Gramm bis zu 15 Cent auf 1,14 Euro steigen.

Milch:
Schon seit Ende Juli steigen die Milchpreise flächendeckend. Die Gründe: Die Bauern bekommen inzwischen ein paar Cent mehr für ihre Rohmilch - und die Nachfrage vor allem aus Asien ist massiv gestiegen. Die einstigen "Milchseen" als Synonym für Überproduktion gehören der Vergangenheit an.

Logisch, dass auch Milchprodukte teurer geworden sind. Für ein Päckchen Butter muss der deutsche Verbraucher mittlerweile 50 Prozent mehr bezahlen als bisher.

Quark:
Da wird der ein oder andere wohl weniger oft ins Kühlregal greifen: Die Packung Quark soll laut MIV um bis zu 53 Prozent teurer werden. Eine Sprecherin des Bundeskartellamtes sagte Ende August, es gebe keine konkreten Hinweise auf mögliche wettbewerbswidrige Absprachen in der Branche. Das Amt hatte Mitte August eine entsprechende Prüfung begonnen.

Backwaren:
Angesichts gestiegener Rohstoffkosten befürchtete Ende August auch der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks eine Teuerungswelle. "Das kann man nicht ausschließen. Einige Betriebe haben die Preise auch schon erhöht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Eberhard Groebel. Allein der Mehlpreis sei in den vergangenen 14 Monaten um 40 Prozent gestiegen. Hinzu kämen ebenfalls höhere Strom- und Personalkosten.

Schokolade:
Die süße Nascherei steckt voller Kakao und Milchpulver und häufig auch voller Nüsse - und diese Rohstoffe sind deutlich teurer geworden. Kein Wunder, dass auch Schokolade im Preis anzieht. Als Erstes erwischen dürfte es die Schoko-Weihnachtsmänner, meint der weltgrößte Hersteller Barry Callebaut. Um wie viel, ließ der Konzern offen.

Margarine:
Pro Becher dürfte der Preis um 20 Cent anziehen - allerdings nach Ansicht des Branchenriesen Walter Rau erst 2008. Grund sei unter anderem, dass der wichtige Rohstoff Rapsöl viel mehr kostet als früher, weil die Rapsbauern ihre Ernte vermehrt an die Biodieselbranche verkaufen.

Fleisch und Wurst:
Der Deutsche Verband Tiernahrung geht davon aus, dass Mischfutter 30 bis 40 Prozent teurer wird. Hintergrund seien vor allem steigende Getreidepreise wegen hoher Nachfrage unter anderem aus der Bioenergie-Branche.
Es sei damit zu rechnen, dass der Handel die steigenden Erzeugerpreise für die Fleischproduzenten nicht wie in früheren Jahren auffange, sondern an die Kunden weitergebe.

Benzin:
Jahrelang konnten sich Autofahrer darauf verlassen, dass Normal- an der Tankstelle zwei Cent weniger kostet als Superbenzin. Seit Ende Juli/Anfang August ist der Preisvorteil auf einen Cent geschmolzen; die Mineralölwirtschaft hat den Normal-Preis um einen Cent pro Liter angehoben.
Begründung: Die hohe Nachfrage auf dem Weltmarkt. Vor allem in China und den USA führen viele Autos, deren Motoren auch mit Normalbenzin rund laufen. Generell sind die Kraftstoffpreise derzeit auf Rekordhöhe.

Parkett:
Weil die Holzpreise angezogen sind, hat die Parkettindustrie Preiserhöhungen von fünf bis sieben Prozent angekündigt. So koste Eichenholz in Nordrhein-Westfalen mittlerweile 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aldi:
Der Discounter hat wegen seiner Marktmacht eine Leitfunktion im Handel - die anderen Ketten orientieren sich an den Aldi-Preisen für ihre Waren im Einstiegssegment. Aldi Süd hat inzwischen die Preise für 25 Artikel angehoben und weitere Verteuerungen als "unvermeidbar" bezeichnet.

Christstollen:
Die Hersteller des traditionsreichen Dresdner Christstollens haben ihre Kundschaft auf steigende Preise in der bevorstehenden Weihnachtszeit eingestimmt, weil die Zutaten Mehl und Butter teurer geworden sind.
Bei dem kalorienreichen Weihnachtsgebäck kommen auf zwei Pfund Mehl ein Pfund Butter.

Ach ja, Schuhe - die werden auch teurer.
Quelle: HB
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7268

BeitragVerfasst am: 18.Apr 2008 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Der Discounter Aldi Nord senkt den Milchpreis von Montag an um bis zu 10 Cent je Liter. Aldi gilt als Vorreiter für die Preise bei Milchprodukten im deutschen Lebensmittelhandel. Zudem verlautete in Branchenkreisen, dass es bereits vor Aldi einen Abschluss zwischen einer großen deutschen Molkerei und einer Handelskette gegeben habe, der ebenfalls einen zweistelligen prozentualen Preisabschlag bei Milch vorsehe.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) spricht von Erpressung und Provokation. Der größte Discounter Deutschlands setze die Molkereien bei den aktuellen Liefervertragsabschlüssen heftig unter Druck.

Der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW, Reinhard Pauw, erklärt die Situation mit den schlichten Worten: "Der Markt ist voll mit Milch." Die EU habe die Milchquoten, die eine Obergrenze in der Produktion darstellten, aufgestockt. Damit sei das Angebot gewachsen. Hinzu komme, dass der Export in andere Länder durch den starken Euro erschwert werde. "Europa ist durch das Wechselkursverhältnis derzeit nicht konkurrenzfähig."

Nach seiner Einschätzung wird die nun zu erwartende Preissenkung im deutschen Handel den größten Teil des Preisanstiegs aus der zweiten Jahreshälfte 2007 wieder zurücknehmen. Die Milchpreise würden nach der Senkung noch leicht über dem Ausgangsniveau des ersten Halbjahres 2007 liegen.

Bereits am Donnerstag hatte der DBV-Präsident Gerd Sonnleitner die Molkereien aufgefordert, bei den Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel über die Preise für Milch "keinen Millimeter zurückzuweichen". Es gehe um die Existenz von 100.000 Milchbauern und ihrer Betriebe. Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann, sagte, die Forderung der Bauern nach kostendeckenden Preisen für Milch sei mehr als berechtigt. Es gebe keine Rechtfertigung des Lebensmitteleinzelhandels für ein "Roll-back" der 2007 erhöhten Milchpreise.

Derweil deutet sich auf dem Getreidemarkt eine Stabilisierung der Preise an. Die Preiskurve zeige nach einer langen Phase der Steigung wieder deutlich nach unten, teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) mit. Für die Lebensmittelmärkte gingen vom Getreidemarkt derzeit keine weiteren preistreibenden Impulse aus. Neben den Getreidepreisen hätten aber viele weitere Faktoren Auswirkungen auf die Brotpreise, etwa Energie-, Lager-, Transport- und Personalkosten, Mieten und auch Steuern. Gerade diese Einflussfaktoren seien oft maßgeblicher als die Veränderungen der Agrarrohstoffpreise.
Quelle: ase/ddp/dpa
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7268

BeitragVerfasst am: 3.Jun 2008 8:41    Titel: Antworten mit Zitat

In zwölf Jahren stiegen die Preise für Lebensmittel um 31 Prozent.

Trotz des drastischen Anstiegs der Lebensmittelpreise in den vergangenen 12 Monaten haben sich Nahrungsmittel in der EU in den vergangenen 12 Jahren nicht sehr viel stärker verändert als das gesamte Preisniveau.

Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte, stiegen die Nahrungsmittelpreise in der EU zwischen 1996 und 2008 um 31 Prozent, während die Verbraucherpreise insgesamt um 27 Prozent kletterten. Die gestiegenen Lebensmittelpreise werden auch den EU-Gipfel am 19. und 20. Juni in Brüssel beschäftigen.

In den vergangenen zwölf Monaten gingen die Nahrungsmittelpreise jedoch teils dramatisch nach oben, ähnlich wie 2001. Lebensmittel verteuerten sich in der EU zwischen April 2007 und April 2008 um 7,1 Prozent, während die EU-Gesamtinflation (gemessen am harmonisierte Verbrauchpreisindex HVPI) bei 3,6 Prozent lag.

So verteuerten sich Lebensmittel laut Eurostat im Jahresabstand ähnlich wie im EU-Schnitt um 7,6 Prozent bei einer generellen Inflationsrate von von 3,4 Prozent. Brotpreise stiegen seit April 2007 um rund 11 Prozent, Milchprodukte und Eier um 16,1 Prozent, Speiseöle um 14,4 Prozent.

Mit 3,2 Prozent ist die Inflation im April wieder auf ein normales Niveau gesunken. Im März waren es noch 3,5 Prozent.

Eine Aufstellung der größten Preistreiber und Preisdrücker:

Nahrung gesamt wurde um 7,4 Prozent teurer. Den größten Preisanstieg gab es bei Molkereiprodukten und Eiern: + 16 Prozent. Besonders herausstechend ist Gouda mit +22 Prozent.

Obst wurde um durschnittlich sechs Prozent teurer. Besonders sauer werden Zitronenkäufer sein: Die gelben Faltenmacher wurden um 43 Prozent teurer als im Apri 2007.

Rechtzeitig zur Milchshake-Saison wurden Bananen um rund zehn Prozent billiger. Erdbeeren jedoch um 32 Prozent teurer.

Die Preisentwicklung bei den Treibstoffen spiegelt am schnellsten den höheren Ölpreis wider. So wurde Normalbenzin um 20, Superbenzin um 30 Prozent teurer. Diesel stieg sogar um 30 Prozent.

Die Preise für andere Produkte wie Gas, Strom oder Baustoffe ziehen erst zeitverzögert nach.

Der Ölpreis steigt nach wie vor. Gute Nachricht für geplagte Autofahrer: Der Dollar gibt zum Euro weiterhin kräftig nach. Das dürfte den Preisauftrieb bei Treibstoffen in der Eurozone mildern.

Die höheren Materialkosten haben Bauen kräftig verteuert. Ziegelsteine kosteten zuletzt um sechs Prozent mehr als vor einem Jahr, Zement um neun Prozent, Holzverkleidung um sieben Prozent. Hauptgrund dafür ist wiederum die teurere Energie. Vor allem die Herstellung von Zement ist sehr energieintensiv.

Steigen die Baukosten, steigen in weiterer Folge auch die Baupreise (das sind jene Preise, die die Baufirmen ihren Kunden verrechnen). Wer in den nächsten Monaten ein Haus bauen will, muss mit deutlich höheren Preisen rechnen.

Wer im jetzt seinen Heizöltank auffüllen will, wird wenig Freude haben. Denn pro Liter sind derzeit um 27 Prozent mehr zu bezahlen als im April 2007.

Wer mit Freunden über die Inflation diskutieren möchte, der kann das jetzt um zwei Prozent billiger tun als im Vorjahr. Wenn das Handy davon kaputt geht ist es auch nicht weiter schlimm: Neugeräte wurden im Schnitt um 45 Prozent billiger.

Die Preiserhöhungen bei Brot und Getreide liegen mit elf Prozent noch immer deutlich über dem Schnitt anderer Nahrungsmittel (7,4 Prozent). Ein Grund ist der Basiseffekt: Die Verteuerungen im Vorjahr wirken noch nach. Ausgelöst wurden sie durch Missernten, etwa in Australien, aber auch durch eine weltweit erhöhte Nachfrage nach Getreide.

Weil der Bedarf an Fleisch und Milchprodukten wächst, benötigt man mehr Getreide. Auch die Beimischung von Biotreibstoffen hält das Angebot niedrig und die Preise hoch.
Quelle: diepresse
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