| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7235
|
Verfasst am: 6.Apr 2007 7:58 Titel: Wo Österreich in Zukunft spielt |
|
|
Eine Richtungsentscheidung steht an, in welcher Liga Österreich im kommenden Jahrzehnt spielen will. Viele Alternativen für die Zukunft stehen nicht offen. Das Land braucht einen weiteren Modernisierungsschub. Vorbilder für den Veränderungsprozess sind insbesondere die Länder Nordeuropas.
Hannes Leo vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) fand anlässlich der Diskussion im "Club Research" in Wien klare Worte. Vor der versammelten Wissenschaftscommunity bekräftigte er, dass sich Österreichs Politiker entscheiden müssten, ob man künftig ökonomisch wie bisher im internationalen Wettbewerb nur mitspiele, womit Wachstum und Wohlstand auf dem Spiel stünden. "Das derzeitige Wachstum kann Österreich dann nicht halten", erklärte Leo. Die Alternative sei ein radikaler Strukturwandel, an dem Österreich eigentlich gar nicht vorbeikomme.
"Viele Wahlmöglichkeiten haben wir nicht", unterstrich Leo seinen Standpunkt. Einschneidende Änderungen fordert der Wifo-Forscher im Fördersystem, in der Forschung und der Bildung sowie in der technologischen Entwicklung. "HighTech ist wichtig. Länder, die den Umstieg geschafft haben, konnten ihr Wachstum sogar steigern", hob Leo den auch im Wifo-Weißbuch festgehaltenen Standpunkt hervor. In dem 200 Seiten dicken Werk wurden in 22 Kapiteln Empfehlungen abgegeben, mit denen künftig mehr Beschäftigung durch Wachstum auf der Basis von Innovation und Qualifikation erzielt werden soll.
Eine Gegenposition dazu nahm Andreas Schibany von Joanneum Research ein, der vor einer zu großen High-Tech-Euphorie und massiven Förderungen warnte. "Wenn wir radikal Innovationen fördern, fallen 99 Prozent der möglichen Fördernehmer durch den Rost", erklärte Schibany. Er plädiert für eine Deckelung der Forschungsgelder sowie für eine präzisere Evaluierung im Einzelfall. Was wirklich zu High-Tech zähle, sei im Übrigen auch nicht genau definiert. Klassische High-Tech-Branchen wie Informations- und Telekommunikationstechnologie, Luft- und Raumfahrt benötigen außerdem einen hohen Forschungs- und Entwicklungseinsatz.
Vehementer Widerspruch gegenüber Schibany kam von Knut Consemüller, Chef des Rats für Forschung und Technologieentwicklung (RFT). Er zeigte sich entsetzt über den schmalen Blickwinkel Schibanys: "Wer gegen Förderungen in der Forschung ist, schadet der Republik Österreich." Viele Unternehmen hätten ihren Forschungsstandort hierher verlegt, weil sie hier die optimalen Förderbedingungen vorfinden. Consemüller vereinfacht seine Erfolgsformel für die Zukunft: "Je besser der Beste, umso besser der Schlechteste." Und das gelte im Übrigen für jede Forschungsdisziplin. Je breiter die Basis sei, desto besser die Exzellenz an der Spitze.
Quelle: economy |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|
| |