| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2947
|
Verfasst am: 16.Jan 2008 9:03 Titel: eine anonyme eMail - und ihre Folgen |
|
|
| Zitat: |
Geht einem Branchenprimus die Puste aus?
Am 23. Oktober um 12.16 Uhr wurde eine anonyme eMail verschickt. Adressaten waren Kunden und Lieferanten des Wäscheherstellers Schiesser. In neun Punkten listete der unbekannte Absender auf, wo das Unternehmen angeblich Probleme habe. Das elektronische Pamphlet war überschrieben mit der Unheil kündenden Frage: "Wird Schiesser AG Insolvenz gehen?" Helle Aufregung bei Deutschlands bekanntester Unterhosenfirma: Wer will uns schaden? Wer ist dieser mailende Schmierfink, der sich hinter der Adresse [E-Mail anzeigen] versteckt?
Die in Radolfzell am Bodensee ansässige Firma schaltete die Behörden ein. "Wir ermitteln wegen Verleumdung", bestätigt Egon Kiefer von der Staatsanwaltschaft Konstanz. Gleichzeitig lässt Schiesser-Marketingleiterin Rebekka Kröger verlauten: "Die Vorwürfe in der E-Mail sind aus der Luft gegriffen."
Wirklich pure Erfindung?
Zwar mag einiges übertrieben sein, Tatsache aber ist: Schiesser befindet sich in einer misslichen Lage. Die Firma machte zuletzt Verluste, zwar nicht - wie in der E-Mail behauptet - 20, aber immerhin 6 Millionen Euro im Jahr 2006; Schiesser hat Boni und Gehälter seiner 660 Mitarbeiter gekürzt; dem Unternehmen wurden einige wichtige Lizenzverträge gekündigt; und der Wäschefabrikant hat seit Jahren gravierende Lieferprobleme, die er einfach nicht in den Griff bekommt.
So verwunderte kaum, dass das Unternehmen kurze Zeit nach dem Versand der Schmäh-Mail die Trennung von Vorstandssprecher Winfried Daltrop (45) mitteilte. Der ehemalige Reebok-Manager ging zum Jahresende. Er war seit 2001 in diesem Amt und verantwortete Marketing und Vertrieb.
Daltrop hatte vor Jahren durchgesetzt, dass ein neues Betriebssystem für die gesamte Wertschöpfungskette eingeführt wurde. Gegen den Willen der Fachleute im Hause, die den Lieferanten SAP favorisiert hatten, entschied er sich für das Konkurrenzprodukt Movex von Lawson Software.
Doch das neue System führte nicht zu Verbesserungen. Vielmehr stockte häufig der Warenfluss von den diversen Fabriken in China, der Slowakei und Tschechien ins Radolfzeller Zentrallager und von dort zum Einzelhandel. Die Waren kamen oft zu spät oder gar nicht in den Läden an. Das verprellte vor allem die Lizenzgeber, also Bekleidungsfirmen, in deren Auftrag Schiesser Bodywear - wie Unterwäsche inzwischen im Branchenjargon heißt - fertigte. Hugo Boss, Jacques Britt, Levi's, Mexx, Polo Ralph Lauren, Puma, Strellson, Tommy Hilfiger - für alle diese bekannten Marken stellte Schiesser Wäsche her.
Gerade vom Lizenzgeschäft erwartete das Unternehmen sehr viel für die Zukunft. Es sollte einen immer größeren Teil des seit Jahren stagnierenden Umsatzes von rund 200 Millionen Euro ausmachen. Denn die eigene Marke Schiesser leidet trotz diverser Relaunches in den vergangenen Jahren immer noch unter dem spießigen Feinripp-Image.
Doch von den Lizenzgebern steigt einer nach dem anderen aus. Boss und Hilfiger produzieren ihre Wäsche bereits selbst, und Levi's, Mexx sowie Puma springen Ende 2008 ab. Aus einem dieser Unternehmen ist zu hören: "Die Produkte waren gut, die Lieferperformance dagegen überhaupt nicht."
Die Logistikmisere kostete Daltrop den Job. Nun soll es der neue Schiesser-Chef richten: Rudolf Bündgen (52), seit Juli 2003 Leiter des problembeladenen Vertriebs.
Kein leichter Job. Bündgen steht unter Beobachtung des Alleineigentümers Thomas Bechtler (5 . Die entscheidende Frage lautet: Wie lange ist der Schweizer Industrielle noch bereit, jedes Jahr Millionen zuzuschießen?
Pressemitteilung von: OHB Thalheim |
|
|
| Nach oben |
|

|
Schwabenpower * Consulter *
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1336 Wohnort: im wilden Süden
|
Verfasst am: 17.Jan 2008 3:06 Titel: nun |
|
|
leider ist es so:
Wo Rauch ist, ist auch ein Feuer! Und daß die Schiesser-Leute unfähig sind, ihre Logistik in den GRiff zu kriegen - und das seit Jahren - ist furchtabr, denn hier stirbt mal wieder langsam , aber sicher eine deutsche Traditionsfirma! Diesmal aber wegen Inkompetenz der hohen Herren...... |
|
| Nach oben |
|
|
Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
|
Verfasst am: 19.Jan 2008 9:08 Titel: Re: nun |
|
|
Lieber Schwabenpower,
ist es nicht sehr oft in den Traditionsfirmen so, dass die Inkompetenz der hohen Herren ein Unternehmen in die Knie zwingt? Würde die Firmenleitung einer Firma sich besser um seine Mitarbeiter und deren Weiterbildung kümmern, würden viel Betriebe nicht rückwärts laufen.
Liebe Grüsee
Heinrich |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|