BARRICK GOLD CORP.
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BARRICK GOLD CORP.
Dem kanadischen Goldproduzenten Barrick Gold ist in der 28-jährigen Firmenhistorie ein kometenhafter Aufstieg an die Spitze der Branche gelungen. Eine entscheidende Rolle hat dabei die Strategie gespielt, bestehende Minen zu kaufen und deren Effektivität zu steigern, anstatt schwerpunktmäßig auf langwierige Explorationen zu setzen.
Im Rahmen dessen wurden auch große Akquisitionen durchgeführt, wie etwa die des Konkurrenten Placer Dome im Jahre 2006, mit der auf einen Schlag 12 weitere Minen hinzugewonnen werden konnten. Heute steht die Firma mit 27 aktiven Abbaustätten und einer Jahresförderleistung von 8,06 Mio. Unzen Gold (Stand 2007) international an der Spitze.
Danben verfügt die Gesellschaft nach weiteren Übernahmen und erfolgreichen Explorationen mittlerweile über die größten nachgewiesenen förderbaren Goldreserven der Welt, die auf 124,6 Mio. Unzen taxiert werden.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 30,90 EUR (14.07.08 )
Mitte Februar hat Barrick Gold seine Geschäftszahlen für 2007 vorgelegt. Demgemäß hat das Unternehmen das Produktionsziel von 8 Mio. Unzen Gold (Vorjahr: 8,64 Mio. Unzen) knapp erreicht, zudem wurden 402 Mio. Pfund Kupfer abgebaut.
Dank des stark gestiegenen Goldpreises konnte der Umsatz trotz des Produktionsrückgangs binnen Jahresfrist um 12,5 Prozent auf 6,33 Mrd. USD gesteigert werden. Durch die Eliminierung von Hedgepositionen ist der Gewinn hingegen um 14,6 Prozent auf 1,12 Mrd. USD gesunken - eine Politik, die sich vor allem bei einem weiter steigenden Goldpreis auszahlt. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Gewinn schon 2007 um 11 Prozent gestiegen.
Im ersten Quartal der aktuellen Finanzperiode hat sich dieser Strategiewechsel bereits ausgezahlt. Zwar ist auch hier die abgebaute Goldmenge um rund 0,3 Mio. Unzen auf 1,74 Mio. Unzen zurückgegangen, jedoch wurde dies durch den weiter gestiegenen Absatzpreis mehr als kompensiert. So erhöhte sich der durchschnittliche Erlös pro Unze nach dem Verzicht auf Absicherungsgeschäfte um 140 Prozent auf 925 US-Dollar, während die Cash-Kosten der Förderung nur bei durchschnittlich 393 US-Dollar lagen (Jahresmittel 2007: 345 US-Dollar).
Auf dieser Basis konnten nicht nur die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal auf rund 2 Mrd. US-Dollar fast verdoppelt werden, sondern auch der Quartalsüberschuss drehte von einem Verlust von 159 Mio. US-Dollar (durch den Abbau des Hedgings) auf einen Gewinn von 514 Mio. US - entsprechend einer Nettomarge von 26,3 Prozent.
Fazit
Durch den Verzicht auf Hedgingaktivitäten ist Barrick Gold nun der aktuellen Entwicklung des Spotmarktpreises deutlich stärker ausgesetzt als in der Vergangenheit, was zu einer höheren Volatilität der Aktie führt. Gerade die letzten Monate seit haben dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nichtsdestotrotz werden aufgrund der weltweit stark steigenden Inflation und der Dollar-Schwäche für die weitere Goldpreisentwicklung attraktive Perspektiven gesehen, wovon Barrick nun eins zu eins profitieren würde. Ohnehin ist die Gesellschaft zurzeit in einer hervorragenden wirtschaftlichen Verfassung und bleibt mit den größten nachgewiesenen Reserven der Platzhirsch im Sektor.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" raten, sich die Barrick Gold-Aktie ins Depot zu holen. Der Goldförderer verdiene derzeit an jeder geförderten Unze Gold rund 500 USD. Dieses Jahr dürfte der Konzern ein Fördervolumen von vermutlich 7,8 Mio. Unzen erreichen, woraus sich ein Bruttogewinn von 3,9 Mrd. USD ableiten lasse. Rechne man noch die 180.000 Tonnen Kupfer hinzu, komme noch einmal 1 Mrd. USD obendrauf.
Ohne Gewähr! Quelle: financial
Aktien aktuell
Im Rahmen dessen wurden auch große Akquisitionen durchgeführt, wie etwa die des Konkurrenten Placer Dome im Jahre 2006, mit der auf einen Schlag 12 weitere Minen hinzugewonnen werden konnten. Heute steht die Firma mit 27 aktiven Abbaustätten und einer Jahresförderleistung von 8,06 Mio. Unzen Gold (Stand 2007) international an der Spitze.
Danben verfügt die Gesellschaft nach weiteren Übernahmen und erfolgreichen Explorationen mittlerweile über die größten nachgewiesenen förderbaren Goldreserven der Welt, die auf 124,6 Mio. Unzen taxiert werden.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 30,90 EUR (14.07.08 )
Mitte Februar hat Barrick Gold seine Geschäftszahlen für 2007 vorgelegt. Demgemäß hat das Unternehmen das Produktionsziel von 8 Mio. Unzen Gold (Vorjahr: 8,64 Mio. Unzen) knapp erreicht, zudem wurden 402 Mio. Pfund Kupfer abgebaut.
Dank des stark gestiegenen Goldpreises konnte der Umsatz trotz des Produktionsrückgangs binnen Jahresfrist um 12,5 Prozent auf 6,33 Mrd. USD gesteigert werden. Durch die Eliminierung von Hedgepositionen ist der Gewinn hingegen um 14,6 Prozent auf 1,12 Mrd. USD gesunken - eine Politik, die sich vor allem bei einem weiter steigenden Goldpreis auszahlt. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Gewinn schon 2007 um 11 Prozent gestiegen.
Im ersten Quartal der aktuellen Finanzperiode hat sich dieser Strategiewechsel bereits ausgezahlt. Zwar ist auch hier die abgebaute Goldmenge um rund 0,3 Mio. Unzen auf 1,74 Mio. Unzen zurückgegangen, jedoch wurde dies durch den weiter gestiegenen Absatzpreis mehr als kompensiert. So erhöhte sich der durchschnittliche Erlös pro Unze nach dem Verzicht auf Absicherungsgeschäfte um 140 Prozent auf 925 US-Dollar, während die Cash-Kosten der Förderung nur bei durchschnittlich 393 US-Dollar lagen (Jahresmittel 2007: 345 US-Dollar).
Auf dieser Basis konnten nicht nur die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal auf rund 2 Mrd. US-Dollar fast verdoppelt werden, sondern auch der Quartalsüberschuss drehte von einem Verlust von 159 Mio. US-Dollar (durch den Abbau des Hedgings) auf einen Gewinn von 514 Mio. US - entsprechend einer Nettomarge von 26,3 Prozent.
Fazit
Durch den Verzicht auf Hedgingaktivitäten ist Barrick Gold nun der aktuellen Entwicklung des Spotmarktpreises deutlich stärker ausgesetzt als in der Vergangenheit, was zu einer höheren Volatilität der Aktie führt. Gerade die letzten Monate seit haben dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nichtsdestotrotz werden aufgrund der weltweit stark steigenden Inflation und der Dollar-Schwäche für die weitere Goldpreisentwicklung attraktive Perspektiven gesehen, wovon Barrick nun eins zu eins profitieren würde. Ohnehin ist die Gesellschaft zurzeit in einer hervorragenden wirtschaftlichen Verfassung und bleibt mit den größten nachgewiesenen Reserven der Platzhirsch im Sektor.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" raten, sich die Barrick Gold-Aktie ins Depot zu holen. Der Goldförderer verdiene derzeit an jeder geförderten Unze Gold rund 500 USD. Dieses Jahr dürfte der Konzern ein Fördervolumen von vermutlich 7,8 Mio. Unzen erreichen, woraus sich ein Bruttogewinn von 3,9 Mrd. USD ableiten lasse. Rechne man noch die 180.000 Tonnen Kupfer hinzu, komme noch einmal 1 Mrd. USD obendrauf.
Ohne Gewähr! Quelle: financial
Aktien aktuell
Der weltgrößte Goldkonzern Barrick Gold Corp. konnte im 2. Quartal 2008 den Nettogewinn um 22% auf 485 Mio. USD (Vorjahr: 396 Mio. USD) steigern.
Je Aktie entspricht dies 0,56 USD (Vorjahr 0,39 USD). Dabei steigerte der Konzern den operativen Cashflow um 58% auf 531 Mio. USD.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 28,35 EUR (02.08.08 )
Im 2. Quartal wurden 1,86 Mio. Unzen Gold bei Kosten von 417 USD je Unze Gold produziert. Die Kupferproduktion betrug 87 Mio. Pfund bei Kosten von 1,08 USD je Pfund Kupfer Das Management betonte, dass der höhere Goldpreis die gestiegenen Kosten aufgrund der höheren Energiepreise auf Jahresbasis eindeutig mehr als ausgeglichen hat.
Im Vergleich zum Vorjahr steigerte Barrick den Umsatz um 20% auf 1,97 Mrd. USD. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 894 USD (Vorjahr 624 USD) je Unze Gold Die guten Zahlen könnten nach der jüngsten Korrektur dem gesamten Goldsektor wieder auf die Beine helfen.
Die Analysten der UBS stufen die Aktie von Barrick Gold unverändert mit "buy" ein. Das Kursziel werde von 57 auf 54 USD gesenkt.
Ohne Gewähr! Analyst: UBS
Aktien aktuell
Je Aktie entspricht dies 0,56 USD (Vorjahr 0,39 USD). Dabei steigerte der Konzern den operativen Cashflow um 58% auf 531 Mio. USD.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 28,35 EUR (02.08.08 )
Im 2. Quartal wurden 1,86 Mio. Unzen Gold bei Kosten von 417 USD je Unze Gold produziert. Die Kupferproduktion betrug 87 Mio. Pfund bei Kosten von 1,08 USD je Pfund Kupfer Das Management betonte, dass der höhere Goldpreis die gestiegenen Kosten aufgrund der höheren Energiepreise auf Jahresbasis eindeutig mehr als ausgeglichen hat.
Im Vergleich zum Vorjahr steigerte Barrick den Umsatz um 20% auf 1,97 Mrd. USD. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 894 USD (Vorjahr 624 USD) je Unze Gold Die guten Zahlen könnten nach der jüngsten Korrektur dem gesamten Goldsektor wieder auf die Beine helfen.
Die Analysten der UBS stufen die Aktie von Barrick Gold unverändert mit "buy" ein. Das Kursziel werde von 57 auf 54 USD gesenkt.
Ohne Gewähr! Analyst: UBS
Aktien aktuell
Brian MacArthur und Dan Rollins, Analysten der UBS, stufen die Aktie von Barrick Gold unverändert mit "buy" ein.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 24,27 EUR (14.06.09)
Im Rahmen einer Branchenstudie zum Metall- und Minensektor sei das Kursziel für Barrick Gold von 44 auf 47 USD heraufgesetzt worden.
Die Basis-Goldmultiple sei auf Grund starker operativer Entwicklungen von 1,30 auf 1,45 angehoben worden. Zudem seien in den Bewertungsmodellen auch Währungseffekte berücksichtigt worden.
Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der UBS die Aktie von Barrick Gold weiterhin zu kaufen.
(Ohne Gewähr!) Analyst: UBS
Aktien: ? Kompakt und aktueller Kurs
Lesen Sie auch:
? Crescent Gold Ltd.
.
Stichworte: Aktienclub , Aktiengewinne , Aktienanalyse
.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 24,27 EUR (14.06.09)
Im Rahmen einer Branchenstudie zum Metall- und Minensektor sei das Kursziel für Barrick Gold von 44 auf 47 USD heraufgesetzt worden.
Die Basis-Goldmultiple sei auf Grund starker operativer Entwicklungen von 1,30 auf 1,45 angehoben worden. Zudem seien in den Bewertungsmodellen auch Währungseffekte berücksichtigt worden.
Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der UBS die Aktie von Barrick Gold weiterhin zu kaufen.
(Ohne Gewähr!) Analyst: UBS
Aktien: ? Kompakt und aktueller Kurs
Lesen Sie auch:
? Crescent Gold Ltd.
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Stichworte: Aktienclub , Aktiengewinne , Aktienanalyse
.
Nach Ansicht der Analysten von TD Newcrest ist die Aktie des weltweit größten Goldproduzenten Barrick Gold aktuell sehr günstig zu haben.
Nach soliden Zahlen zum dritten Quartal 2009, mit denen das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen und einen Großteil seiner Gold-Hedges abgewickelt habe, stufte TD Newcrest die Papiere von "buy" auf die "action list buy" herauf. Das Kursziel der Experten von 52 US-Dollar impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 28,23 EUR (07.11.09)
Die Analysten wiesen auf einige Kennzahlen hin, die deutlich machen würden, dass Barrick derzeit unterbewertet sei. So betrage das Kurs-Net Asset Value-Verhältnis des Unternehmens nur 1,49 und das Kurs-Cashflow-Verhältnis lediglich 8,9. Im Vergleich dazu läge der Durchschnittswert der anderen großen Goldproduzenten bei 1,55 und 12,7, führen die Experten weiter aus.
Sie erklärten zudem, dass 2009 wahrscheinlich ein Tiefpunkt in der Produktionsentwicklung bei Barrick sei. Das Unternehmen prognostiziere eine Goldproduktion zwischen 7,2 und 7,6 Millionen Unzen im laufenden Jahr und TD Newcrest geht davon aus, dass dieser Wert 2010 auf 8,1 Millionen Unzen steigen wird, wenn die Cortez Hill-Minen den Betrieb aufnimmt. 2013 rechnet man mit einer Produktion von 8,6 Millionen Unzen, da weitere Projekte den betrieb aufnehmen sollten.
Zudem schlossen sich auch die Analysten von TD Newcrest der weit verbreiteten Ansicht an, dass Barrick eine mit niedrigem Risiko behaftete Möglichkeit biete, in den Goldmarkt einzusteigen und zudem mehr Aufmerksamkeit von Fondsmanagern erhalten sollte, nun da man die Gold-Hedges abwickle.
Kleinere Unternehmen mit stärkeren Wachstumsaussichten würden sich oft Herausforderungen bei der Projektentwicklung gegenüber sehen, so die Analysten weiter, während Barricks hohe Produktionsbasis und die große geografische Ausbreitung das Risiko breiter verteilen und den Einfluss einer schlechter als gedachten Produktionsentwicklung bei einzelnen Minen besser abfangen würden. Zudem fügten die Experten an, dass Barrick seit dem vierten Quartal 2007 die Konsensschätzungen der Analystengemeinde immer erreicht oder übertroffen habe.
Ohne Gewähr! Quelle: financial
Aktien: ? Kompakt und aktueller Kurs
Nach soliden Zahlen zum dritten Quartal 2009, mit denen das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen und einen Großteil seiner Gold-Hedges abgewickelt habe, stufte TD Newcrest die Papiere von "buy" auf die "action list buy" herauf. Das Kursziel der Experten von 52 US-Dollar impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent.
Name: BARRICK GOLD CORP.
Land / Branche: Kanada / Edelmetalle
WKN / ISIN: 870450 / CA0679011084
Handelsplatz: Frankfurt
Aktueller Kurs: 28,23 EUR (07.11.09)
Die Analysten wiesen auf einige Kennzahlen hin, die deutlich machen würden, dass Barrick derzeit unterbewertet sei. So betrage das Kurs-Net Asset Value-Verhältnis des Unternehmens nur 1,49 und das Kurs-Cashflow-Verhältnis lediglich 8,9. Im Vergleich dazu läge der Durchschnittswert der anderen großen Goldproduzenten bei 1,55 und 12,7, führen die Experten weiter aus.
Sie erklärten zudem, dass 2009 wahrscheinlich ein Tiefpunkt in der Produktionsentwicklung bei Barrick sei. Das Unternehmen prognostiziere eine Goldproduktion zwischen 7,2 und 7,6 Millionen Unzen im laufenden Jahr und TD Newcrest geht davon aus, dass dieser Wert 2010 auf 8,1 Millionen Unzen steigen wird, wenn die Cortez Hill-Minen den Betrieb aufnimmt. 2013 rechnet man mit einer Produktion von 8,6 Millionen Unzen, da weitere Projekte den betrieb aufnehmen sollten.
Zudem schlossen sich auch die Analysten von TD Newcrest der weit verbreiteten Ansicht an, dass Barrick eine mit niedrigem Risiko behaftete Möglichkeit biete, in den Goldmarkt einzusteigen und zudem mehr Aufmerksamkeit von Fondsmanagern erhalten sollte, nun da man die Gold-Hedges abwickle.
Kleinere Unternehmen mit stärkeren Wachstumsaussichten würden sich oft Herausforderungen bei der Projektentwicklung gegenüber sehen, so die Analysten weiter, während Barricks hohe Produktionsbasis und die große geografische Ausbreitung das Risiko breiter verteilen und den Einfluss einer schlechter als gedachten Produktionsentwicklung bei einzelnen Minen besser abfangen würden. Zudem fügten die Experten an, dass Barrick seit dem vierten Quartal 2007 die Konsensschätzungen der Analystengemeinde immer erreicht oder übertroffen habe.
Ohne Gewähr! Quelle: financial
Aktien: ? Kompakt und aktueller Kurs
Der Klassenprimus unter den Goldminen ist Barrick Gold
Das gelbe Metall konnte sich in den letzten drei Monaten stabilisieren und in den letzten Wochen aus einem 'Dreieck' nach oben ausbrechen. Der mittelfristige Abwärtstrend konnte nach oben verlassen werden und eröffnet nun wieder ein Potenzial bis zu 1800 US-Dollar pro Unze.
Gold gilt als Sachwert und als Schutz vor Inflation und hat somit im aktuellen „Eurokrisenszenario“ durchaus Chancen, als Anlage in den nächsten Monaten wieder verstärkt in den Fokus zu rücken. So meldete der World Gold Council in seinem jüngsten Quartalsbericht, dass die Zentralbanken im zweiten Quartal 2012 ihre Goldkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 100 Prozent gesteigert hätten. Dem Bericht zufolge haben Notenbanken und andere offizielle Institutionen im zweiten Quartal 157,5 Tonnen Gold gekauft. Der Klassenprimus unter den Goldminen ist Barrick Gold. Die Kanadier können eine solide Geschäftsentwicklung vorweisen, wenn auch der Gewinn im letzten Quartal auf Grund von gestiegenen Kosten etwas geringer ausfiel. Die Umsatzerlöse konnten in den letzten fünf Jahren auf 14 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt werden, der Gewinn erreichte zudem im Jahr 2011 den Rekordwert von 4,5 Milliarden Dollar. Die Analysten von Scotia Capital Markets erneuerten erst kürzlich ihre Kaufempfehlung für Barrick Gold und gaben ein Kursziel von 52,50 US-Dollar an. HSBC ist sogar noch optimistischer und nennt ein Kursziel von 77,00 US-Dollar.
Barrick Gold hat im Juli die mittelfristige Produktionsplanung von neun auf acht Millionen Unzen reduziert und will mehr Wert auf die Profitabilität legen. Im Jahr 2012 soll allerdings die Goldproduktion planmäßig verlaufen, wobei mit etwas höheren Kosten zu rechnen ist als eingeplant. Unterm Strich bleibt der Goldriese ein hochprofitables Unternehmen und würde sofort an jedem Anstieg des Goldpreises überproportional profitieren. Es sind zwar keine spektakulären Kurssprünge zu erwarten, aber solide Kurssteigerungen sind vom aktuellen Niveau allemal möglich.
Kurs Barrick Gold: 37,03 USD
* Derivate Magazin
Gold gilt als Sachwert und als Schutz vor Inflation und hat somit im aktuellen „Eurokrisenszenario“ durchaus Chancen, als Anlage in den nächsten Monaten wieder verstärkt in den Fokus zu rücken. So meldete der World Gold Council in seinem jüngsten Quartalsbericht, dass die Zentralbanken im zweiten Quartal 2012 ihre Goldkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 100 Prozent gesteigert hätten. Dem Bericht zufolge haben Notenbanken und andere offizielle Institutionen im zweiten Quartal 157,5 Tonnen Gold gekauft. Der Klassenprimus unter den Goldminen ist Barrick Gold. Die Kanadier können eine solide Geschäftsentwicklung vorweisen, wenn auch der Gewinn im letzten Quartal auf Grund von gestiegenen Kosten etwas geringer ausfiel. Die Umsatzerlöse konnten in den letzten fünf Jahren auf 14 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt werden, der Gewinn erreichte zudem im Jahr 2011 den Rekordwert von 4,5 Milliarden Dollar. Die Analysten von Scotia Capital Markets erneuerten erst kürzlich ihre Kaufempfehlung für Barrick Gold und gaben ein Kursziel von 52,50 US-Dollar an. HSBC ist sogar noch optimistischer und nennt ein Kursziel von 77,00 US-Dollar.
Barrick Gold hat im Juli die mittelfristige Produktionsplanung von neun auf acht Millionen Unzen reduziert und will mehr Wert auf die Profitabilität legen. Im Jahr 2012 soll allerdings die Goldproduktion planmäßig verlaufen, wobei mit etwas höheren Kosten zu rechnen ist als eingeplant. Unterm Strich bleibt der Goldriese ein hochprofitables Unternehmen und würde sofort an jedem Anstieg des Goldpreises überproportional profitieren. Es sind zwar keine spektakulären Kurssprünge zu erwarten, aber solide Kurssteigerungen sind vom aktuellen Niveau allemal möglich.
Kurs Barrick Gold: 37,03 USD
* Derivate Magazin
Weltgrößtem Goldkonzern droht Debakel mit Vorzeigemine
Barrick Gold hat einen berüchtigten US-Diplomaten engagiert, um seinen wichtigsten Trumpf zu sichern: eine neue Mine in der Karibik. Doch der Streit um sie eskaliert. Dem krisengeschüttelten Marktführer - und mit ihm der ganzen Goldbranche - droht der Absturz.
Unter den zahlreichen Neuzugängen der jüngsten Zeit in der Führung von Barrick Gold ragt einer heraus. Er ist kein Bergbauspezialist. Über die Managementqualitäten des neuen Spitzenmanns beim weltgrößten Goldproduzenten ist wenig bekannt. Überhaupt: Vieles von dem, was er getan hat, ist Verschlusssache.
In den 80er Jahren taucht er in Honduras auf, ein Schreibtischjob in der US-Botschaft. Dann in der Dominkanischen Republik und zurück in Honduras - diesmal als Militärattaché der USA, die von dort aus den Krieg der Contras gegen die Sandinisten in Nicaragua steuern. Er sei in den diplomatischen Dienst gegangen, "um gegen Kommunisten zu kämpfen", sagt er einmal. Später wird er Interims-Botschafter in Argentinien, wo er die Regierung öffentlich warnt, es sei ein "Kriegsgrund", Patente von US-Firmen zu unterlaufen. Zuletzt führt ihn das für Lateinamerika zuständige Südliche Kommando der US-Streitkräfte als Sonderberater.
Manuel Rocha: Welches Problem könnte er bei Barrick lösen? Ein entscheidendes. Er soll dafür sorgen, dass der einzige neue Ertragsbringer des von Missmanagement erschütterten Konzerns den versprochenen Gewinn von 800 Millionen Dollar pro Jahr tatsächlich liefert. Das gewaltige Goldbergwerk Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik wird derzeit hochgefahren - gerade noch rechtzeitig, um den Aktienkurs zu stützen, der sich seit Juli erholt und sogar die jüngste Goldpreishausse überrannte.
Doch einen Mann wie Rocha als Landeschef in die Dominikanische Republik zu schicken, kommt einem Geständnis gleich: Dem Vorstand musste klar gewesen sein, dass ein Debakel droht, das ein normaler Branchenspezialist nicht verhindern kann.
Auf den Straßen wächst der Widerstand
Gerade begann im dominikanischen Parlament eine Debatte über Barricks Steuerbefreiungen, denn die neue Regierung muss sparen. Sie plant drastische Steuererhöhungen zulasten der Bevölkerung und heimischer Unternehmen, um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Auf den Straßen wächst der Widerstand gegen Barrick zu einer Volksbewegung heran. Die einen fordern die vom Konzern versprochen Arbeitsplätze; Demonstrationen häufen sich, zuletzt wurden dabei Dutzende verletzt. Andere wollen die Goldmine ganz schließen lassen.
Ein Ex-General kündigte an, dafür eine Million Unterschriften zu sammeln; das wären 10 Prozent der Dominikaner. Die Nationale Umweltversammlung will gar den gesamten Bergbau stoppen und "im ganzen Land die Beweise dafür verbreiten, dass die Megaminen und der Einsatz von Zyanid für unsere Insel der ökologische und ökonomische Tod sind, auch wenn wir mit einem neuen Vertrag mehr einlösen".
"Wir müssen unsere Anstrengungen vervielfachen, Barrick und die anderen Minenkonzerne aus dem Land zu jagen und den Rocha dazu", sagt Domingo Abréu Collado, Koordinator der Organisation im Gespräch mit manager magazin online. "Unser Ziel ist, dass sich die gesamte Bevölkerung friedlich, aber entschlossen erhebt." Die Gegner meinen es ernst und sind nicht hilflos: Eine Mine von Xstrata , nicht weit von Barricks Standort im Bau, wurde vor wenigen Tagen aus Umweltschutzgründen erstinstanzlich von einem dominikanischen Gericht gestoppt.
Missmanagement - Barrick geht über Leichen
Höhere Abgaben oder Produktionsstopps würden Barrick hunderte Millionen Dollar kosten. Und Aktionäre müssten sich fragen, wie andere Projekte laufen, wenn nicht einmal die nach Plan gestartete Vorzeigemine ihre Versprechen einlöst. Die Geschichte von Pueblo Viejo zeigt, dass die wegen des steigenden Goldpreises scheinbar risikolose Rendite der Goldproduzenten ein Bluff ist.
Barricks Verwaltungsrat wechselte in den vergangenen Monaten das halbe Management aus, den CEO, Finanzvorstand, Landeschefs und Werksleiter, denn die Kostensteigerungen gerieten außer Kontrolle. Die neue Führung stellte die afrikanischen Minen zum Verkauf, stoppte renditeschwächere Projekte - und konzentriert sich voll auf das größte, die Mine Pascua Lama in den Anden, auf den ersten Blick ein ökonomisches Perpetuum Mobile: Da Barrick dort nebenbei auch Silber gewinnen könnte, wären die Kosten der Goldförderung rechnerisch negativ, der Betriebsgewinn pro Unze läge gut 225 Dollar über dem Goldpreis. Doch der Kapitalaufwand steigt und steigt, Mitte des Jahres setzte Barrick die Investitionsschätzung mit einem Schlag um 50 bis 60 Prozent auf gut acht Milliarden Dollar hoch. Produktionsstart ist nun frühestens 2014. Die Lücke muss Pueblo Viejo schließen.
Die Ursache des Desasters: Missmanagement. Barrick wollte die Mine ohne externe Hilfe anlegen. Und scheiterte. Nun soll der US-Dienstleister Flour die Kosten drücken, doch Lieferanten in Argentinien beschweren sich schon heute darüber, bei ihnen bleibe zu wenig Geld hängen. Das Projekt ist in jeder Hinsicht riskant: Die Witterungsbedingungen auf 5000 Metern Höhe forderten unter den Arbeitern dutzende Todesopfer, deren genaue Zahl Barrick auf Anfrage von manager magazin online nicht nannte. Verhandlungen muss Barrick gleich mit zwei Regierungen führen, Argentiniens und Chiles, in deren Grenzgebiet die Mine liegt; wegen eines Steuerstreits ist das binationale Sonderabkommen mit Barrick suspendiert.
Sagenhafte Eigenkapitalrendite
In beiden Ländern wehren sich Anwohner gegen Umweltschäden. In Argentinien stehen Gletscher unter Schutz, und eine Ausnahmeregelung der Provinz, in der Pascua Lama liegt, erklärte der Oberste Gerichtshof im Juli für nichtig. Barrick betont, das Urteil sei folgenlos für die Mine. Mehrere Gletscher auf den Claims verschwanden jedoch während der Bauarbeiten nahezu. Möglich, dass sich die Studien über den Gletscherbestands solange hinauszögern, bis Barrick durch den Produktionsstart vollends Tatsachen geschaffen hat. Sicher ist es nicht. Deshalb muss Pueblo Viejo liefern.
Danach sah es auch lange Zeit aus. Barrick hält an der Mine 60 Prozent und betreibt sie; den Rest hält Goldcorp . Bis zu 3,8 Milliarden Dollar an Investitionen sind geplant, eine Milliarde davon ist durch günstige Kredite, unter anderem der Deutschen Bank , finanziert. Derzeit liegt der Goldpreis bei knapp 1800 Dollar. Vorsichtig mit 1600 Dollar pro Unze kalkuliert liegt der Wert der Mine bei 40,5 Milliarden Dollar.
Die Jahresförderung von gut eine Million Unzen liefert den Eignern bei den im branchenvergleich sehr niedrigen Produktionskosten von jeweils rund 300 Dollar einen operativen Gewinn von mehr als 1,3 Milliarden Dollar und vor allem: eine sagenhafte Eigenkapitalrendite von knapp 50 Prozent. Allerdings vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern.
Barricks Polit-Lobby - die fragwürdigen Methoden in der Dominikanischen Republik
Und nun der Clou: Barrick schnappte sich die Mine 2006 durch die Übernahme des Rivalen Placer Dome. Damals waren Abgaben progressiv an den Goldpreis gekoppelt. Als er durch die Decke schoss, nutzte Barrick seine politischen Beziehungen; im Verwaltungsrat sitzen Ex-Ministerpräsidenten wie der Kanadier Brian Mulroney, sowie der eng mit Washington vernetzte venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros; US-Fonds sind die Hauptaktionäre.
Der damalige dominikanische Präsident Leonel Fernandez paukte im Eilverfahren eine Vertragsänderung für Barrick durch. Das Unternehmen betont, der parlamentarische Prozess sei transparent gewesen. Es gibt allerdings Abgeordnete, die sich öffentlich schämen, der Änderung zugestimmt zu haben, ohne sie zu lesen.
Fernandez, der gerade aus Amt schied, wurde vor wenigen Tagen vom Canadian Council for the Americas als "Staatsmann des Jahres" ausgezeichnet. Barrick mit Sitz in Toronto ist Hauptsponsor des Council. "Der Preis ist auf Ekel erregende Weise unmoralisch", sagt Abréu, "aber auch normal für Politiker, die bereit sind, unser Land zu verramschen."
Dem geänderten Vertrag zufolge muss Barrick 28,75 Prozent seines Minengewinns erst zahlen, wenn die Investitionen zuzüglich einer Rendite von zehn Prozent erwirtschaftet sind. Barrick schreibt die Investitionen beschleunigt ab, so dass zunächst keine Einkommenssteuer fällig ist. Der Vertrag differenziert nicht zwischen Eigenkapital und Kredit, von dem Hebel profitiert der Staat nicht.
Abgeordneter Garcia: "Erniedrigung des dominikanischen Volkes"
Die Konsequenz: In den ersten drei bis vier Jahren muss Barrick nur eine Lizenzgebühr von 3,2 Prozent der Goldproduktion abgeben und kassiert 25 mal mehr als der Staat, dem das Gold gehört und in der Zeit sein Schuldenproblem in den Griff bekommen will.
Der Ertrag aus gefördertem Kupfer , Zink und dem ebenfalls vorhandenen Platin ist im Vertrag teils gar nicht berücksichtigt. Abgeordnete und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Barrick darüber hinaus Investitionen aufgebläht hat, um Steuern zu vermeiden. Vorbesitzer Placer Dome hatte neun Prozent der aktuellen Investitionen veranschlagt, allerdings auch nur 40 Prozent des heute geschätzten Goldvorkommens; Barrick verweist auf gestiegene Löhne.
Der neue Konzernchef Jamie Sokalsky nennt das "schöne" Projekt ein "gutes Beispiel für eine erfolgreiche Low-Cost-Produktion, die einen bedeutenden Beitrag zu unserem Cash-Flow liefern wird". Möglich. Aber nicht ausgemacht. Denn statt im Stillen zu verhandeln, verschärfte Ex-Diplomat Rocha den Konflikt.
Kurz nach seinem Amtsantritt im September bezichtigte die Landesgesellschaft in einer Mitteilung die Parlamentarier, sie würden mit ihrer Absicht, den Vertrag zu revidieren, "ihr Unverständnis in Steuersachen" beweisen; andere Regierungen würden ihn als Modellvertrag loben. Namen dieser Regierungen nannte Barrick auf Anfrage von manager magazin online nicht; Anfragen dieses "Detail-Niveaus" seien unüblich.
Der Abgeordnete Carlos Gabriel Garcia, der den Antrag zur Vertragsrevision im Parlament einbrachte, nennt Barricks Verhalten "präpotent und arrogant" und die Vereinbarung "eine Erniedrigung des dominikanischen Volkes". Die Anfrage von Manager Magazin Online, wie stark eine Revision den Konzern belasten würde, beantwortete Barrick nicht. Sollte, wie nun gefordert, von Beginn an die Hälfte des Gewinns an den Staat gehen, wären das 400 Millionen Dollar pro Jahr allein von Barrick. Die Fiskalreform zulasten der Dominikaner wäre hinfällig, Barricks Erfolgsstory ebenfalls.
Anwohner und Umweltschützer gehen gegen Pueblo Viejo auf die Barrikaden
Für viele Dominikaner ist Barricks Auftritt unter Rocha eine Provokation und für einige noch weit mehr. Abréu nennt Rocha einen "Saboteur, Unruhestifter und Anti-Lateinamerikaner". Woher kommt der Hass? Seit Jahren protestieren Anwohner und Umweltschützer gegen Pueblo Viejo.
Die Mine nutzt 24 Tonnen Zyanid pro Tag, verdünnt mit Unmengen Wasser um im großflächigen Tagebaubetrieb 1,76 Gramm Gold aus jeweils einer Tonne Gestein zu waschen. Eine in den 90er Jahren aufgegebenen Vorgängermine kontaminierte auf ähnliche Weise mehrere Flüsse, das Grundwasser und weite Ländereien im zentralen Gebirgszug, dem Wasserreservoir der Insel.
Barrick entsorgte die Hinterlassenschaften nach eigenen Angaben, doch während des Aufbaus von Pueblo Viejo hagelte es neue Beschwerden: Risse wurden im Staudamm eines riesigen Auffangbeckens der giftigen Restflüssigkeit entdeckt; Anwohner meldeten irreguläre Abholzungen und neue Kontaminierungen von Flüssen, die Barrick abstreitet; 2010 wurden hunderte Arbeiter vergiftet. Barrick sagte, Hygieneprobleme in der Kantine seien schuld gewesen. Eine Kommission der Universität von Santo Domingo ermittelte jedoch, die Arbeiter seien auf chemische Vergiftung und nicht bakterielle Infektion behandelt worden. Barrick habe die Untersuchung behindert.
Seit die Miene Mitte August ihren Probebetrieb aufnahm, nimmt der Protest zu. "Nach drei Jahren Bauzeit hat das Unternehmen einen großen Teil der Leute entlassen, denen sie dauerhafte Beschäftigung versprochen hatte", sagt Abréu. Barrick betont, 88 Prozent der Mitarbeiter seien Dominikaner, nennt aber nicht deren Anzahl. Sie liegt Minengegnern zufolge nach mehreren Tausend in der Bauphase bei heute nur noch 850.
Verantwortung für das Landproblem abgelehnt
Schon im Jahr 2010 gab es Ärger, als 80 Arbeiter entlassen wurden, nachdem sie sich gewerkschaftlich organisiert hatten. Und die Bewohner eines Bauerndorfs, das der Mine weichen musste, freuen sich zwar über neue Häuser - aber sie klagen, sie wüssten nicht, wovon sie leben sollten, da Barrick das Versprechen neuer Anbauflächen schuldig geblieben sei; Arbeit in der Mine gebe es auch nicht. Barrick lehnt die Verantwortung für das Landproblem ab.
Ende September eskalierte der Protest. Durch einen harten Polizeieinsatz gegen Demonstranten, die Jobs in der Mine forderten, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein 17-jähriger Schüler schwebte nach einem Kopfschuss in Lebensgefahr. Die Demonstration in der Kleinstadt Cotuí, in der Nachbarschaft des Bergwerks habe friedlich begonnen, berichten Augenzeugen, darunter Reporter, die zu den Verletzten gehörten. Nachdem die Polizei das Feuer eröffnet hatte, war Cótui zwei Tage lang im Belagerungszustand. Weitere Protestmärsche folgten.
Barrick teilte mit, Ortsfremde hätten die Bewohner der Kleinstadt aufgewiegelt und die öffentliche Ordnung gefährdet. Umweltschützer Abréu sagt, Ex-Militärattaché Rocha sei geschickt worden, "um die wachsende Widerstandsbewegung gegen Barrick und alle Bergbaukonzerne mit allen Mitteln niederzuschlagen, auch mit militärischer Gewalt".
Die Bevölkerung sei vom harten Vorgehen der Polizei überrascht gewesen, "und ich fühle Schmerz und Angst. Bis dahin gab es keine Attacken gegen Märsche, Straßenblockaden und Demonstrationen gegen Barrick." Die Umweltversammlung habe die Eskalation vorausgesehen und suche das Gespräch mit der Polizeiführung, "um ihr klarzumachen, dass sich die Proteste steigern, und sie sich nicht in den Dienst der Unternehmen stellen darf".
Militärattaché Rocha: Seine größte Tat ist eine Rede
Barrick beantwortete die Anfrage von manager magazin online nicht, ob Rocha vor dominikanischen Funktionären Sicherheitsfragen zur Sprache brachte. Zuvor hatte sich Barrick beklagt, Minengegner würden die Sicherheit der Arbeiter gefährden. Augenzeugen des jüngsten blutigen Protests berichten, die Polizei habe das Feuer erst eröffnet, als sich die Demonstranten weigerten, die Zugangsstraße der Mine freizugeben.
Der Vorwurf gegen Barrick, politisch über Bande zu spielen, ist nicht neu. Der Bürgermeister der Kleinstadt berichtete vor einem Jahr, ein Staatssekretär habe ihn aufgefordert, er solle den Widerstand der Bewohner brechen: "Lösen Sie das Problem", die Regierung stehe unter "großem internationalen Druck".
Und Rocha hat seinen Ruf als Saboteur genüsslich produziert. Seine größte Tat ist eine Rede. Sie dauert nur gut eine Minute. Er liest sie vom Blatt ab. Er trägt ein blaues Jeanshemd. Die Sonnenbrille im rundlichen Gesicht wirkt verwegen. Erregung? Ist nur zu ahnen. Seine Stimme vibriert kaum merklich. Scharf klingt sie, aber das mag der Qualität der Aufnahme vom 26. Juni 2002 geschuldet sein, vier Tage später wählt Bolivien einen neuen Präsidenten. Die Kamera zeigt die Halle einer Militärschule in einer bolivianischen Provinzstadt. Hunderte hocken auf dem Boden und hören zu, wie Rocha Wahlkampf macht, obwohl er gar nicht zur Wahl steht: Er ist dort damals US-Botschafter.
Lateinamerikas Zwei-Klassen-Gesellschaft
Zwei der drei aussichtsreichsten Kandidaten haben beste Beziehungen zu Washington, einer nicht: Evo Morales, der Gewerkschaftsführer der Kokabauern. Rocha blickt vom Blatt auf, und es ist die Regungslosigkeit seines Gesichts, die seine Worte hart macht: "Bürger Boliviens, öffnet die Augen. Die Zukunft Eurer Kinder und Familien liegt in Euren Händen." Er suggeriert, Morales sei ein Sympathisant Osama bin Ladens; er warnt die Bolivianer, die USA würden mit ihnen nur Geschäfte machen, "wenn Bolivien nicht in den Kokain-Handel verwickelt ist".
Rocha scheitert. Die Attacke bestätigt die Ängste vieler Bolivianer, ihr Land werde heimlich von Washington aus regiert. Morales hat zuvor ausrichten lassen, er wolle nur noch mit Rocha und nicht mit "seinen Angestellten", den anderen Kandidaten, reden. Die Ansprache des Botschafters mehrt seine Stimmen, er verliert die Wahl knapp, die nächste jedoch gewinnt er.
Rocha verließ kurz nach der Rede den diplomatischen Dienst. Später erklärte er in einem Vortrag, die Länder Lateinamerikas teilten sich in zwei Klassen: In denen einen würden die Menschen auf der Straße den Namen des US-Botschafters kennen, in den anderen nicht.
Daran gemessen hat er in der Dominikanischen Republik schon gewonnen. So wie damals in Bolivien.
Epilog: Zwei Welten.
Auf die Frage, was ihn antreibe, sagt Abréu, der Umweltschützer und international anerkannter Höhlenforscher: "Ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit der Erde, dem Wasser, den Höhlen und mit allem, was auf der Erde und in ihr lebt. Ich bin ein Mann der Wissenschaften, aber auch der Spiritualität und ein Bruder aller Menschen.
Ich weiß um unsere alten Kulturen auf der Insel und um den Schmerz, bis zum gemeinsamen Selbstmord gehen zu müssen, um frei zu sterben und nicht als Sklave. Und ich sehe, wie sich heute die Geschichte zu wiederholen droht: Entweder wir unterwerfen uns, oder wir begehen Selbstmord. Ich ziehe es vor zu kämpfen, um sie aus dem Land zu vertreiben und einen Weg zu einer Kultur der Natur einzuschlagen."
Auf der Hauptversammlung 2010 sagte Peter Munk, der Gründer und Präsident von Barrick: "Wenn wir in diese Länder gehen, bringen wir Geld. Alle Präsidenten, in der Dominkanischen Republik, in Argentinien, in Chile sagen: Bitte, bitte kommen Sie, wir brauchen Ihr Geld. Aber wir bringen mehr: menschliche Würde. Wir geben den Menschen die Möglichkeit, Geld zu verdienen und nicht mehr abhängig zu sein von Almosen.
Ja, wir werden attackiert. Ich meine nicht die Nichtregierungsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, aber es gibt da ein wachsendes rohes Element. Sie wollen nicht mit uns reden. Sie wollen, dass wir gehen. Sie lieben die Natur. Aber was können sie bieten? Können sie Arbeit bieten? Können sie den Menschen Würde bieten?"
Unter den zahlreichen Neuzugängen der jüngsten Zeit in der Führung von Barrick Gold ragt einer heraus. Er ist kein Bergbauspezialist. Über die Managementqualitäten des neuen Spitzenmanns beim weltgrößten Goldproduzenten ist wenig bekannt. Überhaupt: Vieles von dem, was er getan hat, ist Verschlusssache.
In den 80er Jahren taucht er in Honduras auf, ein Schreibtischjob in der US-Botschaft. Dann in der Dominkanischen Republik und zurück in Honduras - diesmal als Militärattaché der USA, die von dort aus den Krieg der Contras gegen die Sandinisten in Nicaragua steuern. Er sei in den diplomatischen Dienst gegangen, "um gegen Kommunisten zu kämpfen", sagt er einmal. Später wird er Interims-Botschafter in Argentinien, wo er die Regierung öffentlich warnt, es sei ein "Kriegsgrund", Patente von US-Firmen zu unterlaufen. Zuletzt führt ihn das für Lateinamerika zuständige Südliche Kommando der US-Streitkräfte als Sonderberater.
Manuel Rocha: Welches Problem könnte er bei Barrick lösen? Ein entscheidendes. Er soll dafür sorgen, dass der einzige neue Ertragsbringer des von Missmanagement erschütterten Konzerns den versprochenen Gewinn von 800 Millionen Dollar pro Jahr tatsächlich liefert. Das gewaltige Goldbergwerk Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik wird derzeit hochgefahren - gerade noch rechtzeitig, um den Aktienkurs zu stützen, der sich seit Juli erholt und sogar die jüngste Goldpreishausse überrannte.
Doch einen Mann wie Rocha als Landeschef in die Dominikanische Republik zu schicken, kommt einem Geständnis gleich: Dem Vorstand musste klar gewesen sein, dass ein Debakel droht, das ein normaler Branchenspezialist nicht verhindern kann.
Auf den Straßen wächst der Widerstand
Gerade begann im dominikanischen Parlament eine Debatte über Barricks Steuerbefreiungen, denn die neue Regierung muss sparen. Sie plant drastische Steuererhöhungen zulasten der Bevölkerung und heimischer Unternehmen, um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Auf den Straßen wächst der Widerstand gegen Barrick zu einer Volksbewegung heran. Die einen fordern die vom Konzern versprochen Arbeitsplätze; Demonstrationen häufen sich, zuletzt wurden dabei Dutzende verletzt. Andere wollen die Goldmine ganz schließen lassen.
Ein Ex-General kündigte an, dafür eine Million Unterschriften zu sammeln; das wären 10 Prozent der Dominikaner. Die Nationale Umweltversammlung will gar den gesamten Bergbau stoppen und "im ganzen Land die Beweise dafür verbreiten, dass die Megaminen und der Einsatz von Zyanid für unsere Insel der ökologische und ökonomische Tod sind, auch wenn wir mit einem neuen Vertrag mehr einlösen".
"Wir müssen unsere Anstrengungen vervielfachen, Barrick und die anderen Minenkonzerne aus dem Land zu jagen und den Rocha dazu", sagt Domingo Abréu Collado, Koordinator der Organisation im Gespräch mit manager magazin online. "Unser Ziel ist, dass sich die gesamte Bevölkerung friedlich, aber entschlossen erhebt." Die Gegner meinen es ernst und sind nicht hilflos: Eine Mine von Xstrata , nicht weit von Barricks Standort im Bau, wurde vor wenigen Tagen aus Umweltschutzgründen erstinstanzlich von einem dominikanischen Gericht gestoppt.
Missmanagement - Barrick geht über Leichen
Höhere Abgaben oder Produktionsstopps würden Barrick hunderte Millionen Dollar kosten. Und Aktionäre müssten sich fragen, wie andere Projekte laufen, wenn nicht einmal die nach Plan gestartete Vorzeigemine ihre Versprechen einlöst. Die Geschichte von Pueblo Viejo zeigt, dass die wegen des steigenden Goldpreises scheinbar risikolose Rendite der Goldproduzenten ein Bluff ist.
Barricks Verwaltungsrat wechselte in den vergangenen Monaten das halbe Management aus, den CEO, Finanzvorstand, Landeschefs und Werksleiter, denn die Kostensteigerungen gerieten außer Kontrolle. Die neue Führung stellte die afrikanischen Minen zum Verkauf, stoppte renditeschwächere Projekte - und konzentriert sich voll auf das größte, die Mine Pascua Lama in den Anden, auf den ersten Blick ein ökonomisches Perpetuum Mobile: Da Barrick dort nebenbei auch Silber gewinnen könnte, wären die Kosten der Goldförderung rechnerisch negativ, der Betriebsgewinn pro Unze läge gut 225 Dollar über dem Goldpreis. Doch der Kapitalaufwand steigt und steigt, Mitte des Jahres setzte Barrick die Investitionsschätzung mit einem Schlag um 50 bis 60 Prozent auf gut acht Milliarden Dollar hoch. Produktionsstart ist nun frühestens 2014. Die Lücke muss Pueblo Viejo schließen.
Die Ursache des Desasters: Missmanagement. Barrick wollte die Mine ohne externe Hilfe anlegen. Und scheiterte. Nun soll der US-Dienstleister Flour die Kosten drücken, doch Lieferanten in Argentinien beschweren sich schon heute darüber, bei ihnen bleibe zu wenig Geld hängen. Das Projekt ist in jeder Hinsicht riskant: Die Witterungsbedingungen auf 5000 Metern Höhe forderten unter den Arbeitern dutzende Todesopfer, deren genaue Zahl Barrick auf Anfrage von manager magazin online nicht nannte. Verhandlungen muss Barrick gleich mit zwei Regierungen führen, Argentiniens und Chiles, in deren Grenzgebiet die Mine liegt; wegen eines Steuerstreits ist das binationale Sonderabkommen mit Barrick suspendiert.
Sagenhafte Eigenkapitalrendite
In beiden Ländern wehren sich Anwohner gegen Umweltschäden. In Argentinien stehen Gletscher unter Schutz, und eine Ausnahmeregelung der Provinz, in der Pascua Lama liegt, erklärte der Oberste Gerichtshof im Juli für nichtig. Barrick betont, das Urteil sei folgenlos für die Mine. Mehrere Gletscher auf den Claims verschwanden jedoch während der Bauarbeiten nahezu. Möglich, dass sich die Studien über den Gletscherbestands solange hinauszögern, bis Barrick durch den Produktionsstart vollends Tatsachen geschaffen hat. Sicher ist es nicht. Deshalb muss Pueblo Viejo liefern.
Danach sah es auch lange Zeit aus. Barrick hält an der Mine 60 Prozent und betreibt sie; den Rest hält Goldcorp . Bis zu 3,8 Milliarden Dollar an Investitionen sind geplant, eine Milliarde davon ist durch günstige Kredite, unter anderem der Deutschen Bank , finanziert. Derzeit liegt der Goldpreis bei knapp 1800 Dollar. Vorsichtig mit 1600 Dollar pro Unze kalkuliert liegt der Wert der Mine bei 40,5 Milliarden Dollar.
Die Jahresförderung von gut eine Million Unzen liefert den Eignern bei den im branchenvergleich sehr niedrigen Produktionskosten von jeweils rund 300 Dollar einen operativen Gewinn von mehr als 1,3 Milliarden Dollar und vor allem: eine sagenhafte Eigenkapitalrendite von knapp 50 Prozent. Allerdings vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern.
Barricks Polit-Lobby - die fragwürdigen Methoden in der Dominikanischen Republik
Und nun der Clou: Barrick schnappte sich die Mine 2006 durch die Übernahme des Rivalen Placer Dome. Damals waren Abgaben progressiv an den Goldpreis gekoppelt. Als er durch die Decke schoss, nutzte Barrick seine politischen Beziehungen; im Verwaltungsrat sitzen Ex-Ministerpräsidenten wie der Kanadier Brian Mulroney, sowie der eng mit Washington vernetzte venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros; US-Fonds sind die Hauptaktionäre.
Der damalige dominikanische Präsident Leonel Fernandez paukte im Eilverfahren eine Vertragsänderung für Barrick durch. Das Unternehmen betont, der parlamentarische Prozess sei transparent gewesen. Es gibt allerdings Abgeordnete, die sich öffentlich schämen, der Änderung zugestimmt zu haben, ohne sie zu lesen.
Fernandez, der gerade aus Amt schied, wurde vor wenigen Tagen vom Canadian Council for the Americas als "Staatsmann des Jahres" ausgezeichnet. Barrick mit Sitz in Toronto ist Hauptsponsor des Council. "Der Preis ist auf Ekel erregende Weise unmoralisch", sagt Abréu, "aber auch normal für Politiker, die bereit sind, unser Land zu verramschen."
Dem geänderten Vertrag zufolge muss Barrick 28,75 Prozent seines Minengewinns erst zahlen, wenn die Investitionen zuzüglich einer Rendite von zehn Prozent erwirtschaftet sind. Barrick schreibt die Investitionen beschleunigt ab, so dass zunächst keine Einkommenssteuer fällig ist. Der Vertrag differenziert nicht zwischen Eigenkapital und Kredit, von dem Hebel profitiert der Staat nicht.
Abgeordneter Garcia: "Erniedrigung des dominikanischen Volkes"
Die Konsequenz: In den ersten drei bis vier Jahren muss Barrick nur eine Lizenzgebühr von 3,2 Prozent der Goldproduktion abgeben und kassiert 25 mal mehr als der Staat, dem das Gold gehört und in der Zeit sein Schuldenproblem in den Griff bekommen will.
Der Ertrag aus gefördertem Kupfer , Zink und dem ebenfalls vorhandenen Platin ist im Vertrag teils gar nicht berücksichtigt. Abgeordnete und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Barrick darüber hinaus Investitionen aufgebläht hat, um Steuern zu vermeiden. Vorbesitzer Placer Dome hatte neun Prozent der aktuellen Investitionen veranschlagt, allerdings auch nur 40 Prozent des heute geschätzten Goldvorkommens; Barrick verweist auf gestiegene Löhne.
Der neue Konzernchef Jamie Sokalsky nennt das "schöne" Projekt ein "gutes Beispiel für eine erfolgreiche Low-Cost-Produktion, die einen bedeutenden Beitrag zu unserem Cash-Flow liefern wird". Möglich. Aber nicht ausgemacht. Denn statt im Stillen zu verhandeln, verschärfte Ex-Diplomat Rocha den Konflikt.
Kurz nach seinem Amtsantritt im September bezichtigte die Landesgesellschaft in einer Mitteilung die Parlamentarier, sie würden mit ihrer Absicht, den Vertrag zu revidieren, "ihr Unverständnis in Steuersachen" beweisen; andere Regierungen würden ihn als Modellvertrag loben. Namen dieser Regierungen nannte Barrick auf Anfrage von manager magazin online nicht; Anfragen dieses "Detail-Niveaus" seien unüblich.
Der Abgeordnete Carlos Gabriel Garcia, der den Antrag zur Vertragsrevision im Parlament einbrachte, nennt Barricks Verhalten "präpotent und arrogant" und die Vereinbarung "eine Erniedrigung des dominikanischen Volkes". Die Anfrage von Manager Magazin Online, wie stark eine Revision den Konzern belasten würde, beantwortete Barrick nicht. Sollte, wie nun gefordert, von Beginn an die Hälfte des Gewinns an den Staat gehen, wären das 400 Millionen Dollar pro Jahr allein von Barrick. Die Fiskalreform zulasten der Dominikaner wäre hinfällig, Barricks Erfolgsstory ebenfalls.
Anwohner und Umweltschützer gehen gegen Pueblo Viejo auf die Barrikaden
Für viele Dominikaner ist Barricks Auftritt unter Rocha eine Provokation und für einige noch weit mehr. Abréu nennt Rocha einen "Saboteur, Unruhestifter und Anti-Lateinamerikaner". Woher kommt der Hass? Seit Jahren protestieren Anwohner und Umweltschützer gegen Pueblo Viejo.
Die Mine nutzt 24 Tonnen Zyanid pro Tag, verdünnt mit Unmengen Wasser um im großflächigen Tagebaubetrieb 1,76 Gramm Gold aus jeweils einer Tonne Gestein zu waschen. Eine in den 90er Jahren aufgegebenen Vorgängermine kontaminierte auf ähnliche Weise mehrere Flüsse, das Grundwasser und weite Ländereien im zentralen Gebirgszug, dem Wasserreservoir der Insel.
Barrick entsorgte die Hinterlassenschaften nach eigenen Angaben, doch während des Aufbaus von Pueblo Viejo hagelte es neue Beschwerden: Risse wurden im Staudamm eines riesigen Auffangbeckens der giftigen Restflüssigkeit entdeckt; Anwohner meldeten irreguläre Abholzungen und neue Kontaminierungen von Flüssen, die Barrick abstreitet; 2010 wurden hunderte Arbeiter vergiftet. Barrick sagte, Hygieneprobleme in der Kantine seien schuld gewesen. Eine Kommission der Universität von Santo Domingo ermittelte jedoch, die Arbeiter seien auf chemische Vergiftung und nicht bakterielle Infektion behandelt worden. Barrick habe die Untersuchung behindert.
Seit die Miene Mitte August ihren Probebetrieb aufnahm, nimmt der Protest zu. "Nach drei Jahren Bauzeit hat das Unternehmen einen großen Teil der Leute entlassen, denen sie dauerhafte Beschäftigung versprochen hatte", sagt Abréu. Barrick betont, 88 Prozent der Mitarbeiter seien Dominikaner, nennt aber nicht deren Anzahl. Sie liegt Minengegnern zufolge nach mehreren Tausend in der Bauphase bei heute nur noch 850.
Verantwortung für das Landproblem abgelehnt
Schon im Jahr 2010 gab es Ärger, als 80 Arbeiter entlassen wurden, nachdem sie sich gewerkschaftlich organisiert hatten. Und die Bewohner eines Bauerndorfs, das der Mine weichen musste, freuen sich zwar über neue Häuser - aber sie klagen, sie wüssten nicht, wovon sie leben sollten, da Barrick das Versprechen neuer Anbauflächen schuldig geblieben sei; Arbeit in der Mine gebe es auch nicht. Barrick lehnt die Verantwortung für das Landproblem ab.
Ende September eskalierte der Protest. Durch einen harten Polizeieinsatz gegen Demonstranten, die Jobs in der Mine forderten, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein 17-jähriger Schüler schwebte nach einem Kopfschuss in Lebensgefahr. Die Demonstration in der Kleinstadt Cotuí, in der Nachbarschaft des Bergwerks habe friedlich begonnen, berichten Augenzeugen, darunter Reporter, die zu den Verletzten gehörten. Nachdem die Polizei das Feuer eröffnet hatte, war Cótui zwei Tage lang im Belagerungszustand. Weitere Protestmärsche folgten.
Barrick teilte mit, Ortsfremde hätten die Bewohner der Kleinstadt aufgewiegelt und die öffentliche Ordnung gefährdet. Umweltschützer Abréu sagt, Ex-Militärattaché Rocha sei geschickt worden, "um die wachsende Widerstandsbewegung gegen Barrick und alle Bergbaukonzerne mit allen Mitteln niederzuschlagen, auch mit militärischer Gewalt".
Die Bevölkerung sei vom harten Vorgehen der Polizei überrascht gewesen, "und ich fühle Schmerz und Angst. Bis dahin gab es keine Attacken gegen Märsche, Straßenblockaden und Demonstrationen gegen Barrick." Die Umweltversammlung habe die Eskalation vorausgesehen und suche das Gespräch mit der Polizeiführung, "um ihr klarzumachen, dass sich die Proteste steigern, und sie sich nicht in den Dienst der Unternehmen stellen darf".
Militärattaché Rocha: Seine größte Tat ist eine Rede
Barrick beantwortete die Anfrage von manager magazin online nicht, ob Rocha vor dominikanischen Funktionären Sicherheitsfragen zur Sprache brachte. Zuvor hatte sich Barrick beklagt, Minengegner würden die Sicherheit der Arbeiter gefährden. Augenzeugen des jüngsten blutigen Protests berichten, die Polizei habe das Feuer erst eröffnet, als sich die Demonstranten weigerten, die Zugangsstraße der Mine freizugeben.
Der Vorwurf gegen Barrick, politisch über Bande zu spielen, ist nicht neu. Der Bürgermeister der Kleinstadt berichtete vor einem Jahr, ein Staatssekretär habe ihn aufgefordert, er solle den Widerstand der Bewohner brechen: "Lösen Sie das Problem", die Regierung stehe unter "großem internationalen Druck".
Und Rocha hat seinen Ruf als Saboteur genüsslich produziert. Seine größte Tat ist eine Rede. Sie dauert nur gut eine Minute. Er liest sie vom Blatt ab. Er trägt ein blaues Jeanshemd. Die Sonnenbrille im rundlichen Gesicht wirkt verwegen. Erregung? Ist nur zu ahnen. Seine Stimme vibriert kaum merklich. Scharf klingt sie, aber das mag der Qualität der Aufnahme vom 26. Juni 2002 geschuldet sein, vier Tage später wählt Bolivien einen neuen Präsidenten. Die Kamera zeigt die Halle einer Militärschule in einer bolivianischen Provinzstadt. Hunderte hocken auf dem Boden und hören zu, wie Rocha Wahlkampf macht, obwohl er gar nicht zur Wahl steht: Er ist dort damals US-Botschafter.
Lateinamerikas Zwei-Klassen-Gesellschaft
Zwei der drei aussichtsreichsten Kandidaten haben beste Beziehungen zu Washington, einer nicht: Evo Morales, der Gewerkschaftsführer der Kokabauern. Rocha blickt vom Blatt auf, und es ist die Regungslosigkeit seines Gesichts, die seine Worte hart macht: "Bürger Boliviens, öffnet die Augen. Die Zukunft Eurer Kinder und Familien liegt in Euren Händen." Er suggeriert, Morales sei ein Sympathisant Osama bin Ladens; er warnt die Bolivianer, die USA würden mit ihnen nur Geschäfte machen, "wenn Bolivien nicht in den Kokain-Handel verwickelt ist".
Rocha scheitert. Die Attacke bestätigt die Ängste vieler Bolivianer, ihr Land werde heimlich von Washington aus regiert. Morales hat zuvor ausrichten lassen, er wolle nur noch mit Rocha und nicht mit "seinen Angestellten", den anderen Kandidaten, reden. Die Ansprache des Botschafters mehrt seine Stimmen, er verliert die Wahl knapp, die nächste jedoch gewinnt er.
Rocha verließ kurz nach der Rede den diplomatischen Dienst. Später erklärte er in einem Vortrag, die Länder Lateinamerikas teilten sich in zwei Klassen: In denen einen würden die Menschen auf der Straße den Namen des US-Botschafters kennen, in den anderen nicht.
Daran gemessen hat er in der Dominikanischen Republik schon gewonnen. So wie damals in Bolivien.
Epilog: Zwei Welten.
Auf die Frage, was ihn antreibe, sagt Abréu, der Umweltschützer und international anerkannter Höhlenforscher: "Ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit der Erde, dem Wasser, den Höhlen und mit allem, was auf der Erde und in ihr lebt. Ich bin ein Mann der Wissenschaften, aber auch der Spiritualität und ein Bruder aller Menschen.
Ich weiß um unsere alten Kulturen auf der Insel und um den Schmerz, bis zum gemeinsamen Selbstmord gehen zu müssen, um frei zu sterben und nicht als Sklave. Und ich sehe, wie sich heute die Geschichte zu wiederholen droht: Entweder wir unterwerfen uns, oder wir begehen Selbstmord. Ich ziehe es vor zu kämpfen, um sie aus dem Land zu vertreiben und einen Weg zu einer Kultur der Natur einzuschlagen."
Auf der Hauptversammlung 2010 sagte Peter Munk, der Gründer und Präsident von Barrick: "Wenn wir in diese Länder gehen, bringen wir Geld. Alle Präsidenten, in der Dominkanischen Republik, in Argentinien, in Chile sagen: Bitte, bitte kommen Sie, wir brauchen Ihr Geld. Aber wir bringen mehr: menschliche Würde. Wir geben den Menschen die Möglichkeit, Geld zu verdienen und nicht mehr abhängig zu sein von Almosen.
Ja, wir werden attackiert. Ich meine nicht die Nichtregierungsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, aber es gibt da ein wachsendes rohes Element. Sie wollen nicht mit uns reden. Sie wollen, dass wir gehen. Sie lieben die Natur. Aber was können sie bieten? Können sie Arbeit bieten? Können sie den Menschen Würde bieten?"
Barrick Gold: Aktie stürzt ab
Ganz aktuell hat es mit Barrick Gold die globale Nummer eins erwischt: So hat jetzt ein chilenisches Gericht die Bauarbeiten auf dem chilenischen Teil der 8,5 Mrd. Dollar teuren Pascua Lama Gold- und Silbermine gestoppt.
Auf der argentinischen Seite gehen die Arbeiten bei der Mine jedoch weiter. Nach Bekanntgabe dieser Entscheidung war die Barrick Gold Aktie nahezu im freien Fall und sackt um mehr als 9% auf ein Vierjahrestief von knapp unter 25 Dollar.
Das ist nicht nur schlecht für Barrick. Solche Entscheidungen sind auch ein Warnsignal für die Branche und andere Branchenriesen, die ebenfalls Großprojekte in Südamerika vorantreiben.
Der Faktor des politischen Risikos erhält derzeit eine immer größere Bedeutung. Und die aktuelle Entscheidung ist nur ein weiterer Beleg dafür.
Aber dennoch darf man jetzt die negativen Aspekte beim Gold nicht überbewerten. Vor allem bei den Minenaktien haben die Abschläge auf den Wert der Reserven schon fast historische Ausmaße erreicht.
Hier lauern viele Chancen, auf die ich Sie an dieser Stelle auch weiterhin hinweisen werde, denn ich erkenne auf dem aktuellen Kursniveau bei vielen Minenaktien große Chancen.
*Heiko Böhmer
Redaktion „Rohstoff-Giganten“
Auf der argentinischen Seite gehen die Arbeiten bei der Mine jedoch weiter. Nach Bekanntgabe dieser Entscheidung war die Barrick Gold Aktie nahezu im freien Fall und sackt um mehr als 9% auf ein Vierjahrestief von knapp unter 25 Dollar.
Das ist nicht nur schlecht für Barrick. Solche Entscheidungen sind auch ein Warnsignal für die Branche und andere Branchenriesen, die ebenfalls Großprojekte in Südamerika vorantreiben.
Der Faktor des politischen Risikos erhält derzeit eine immer größere Bedeutung. Und die aktuelle Entscheidung ist nur ein weiterer Beleg dafür.
Aber dennoch darf man jetzt die negativen Aspekte beim Gold nicht überbewerten. Vor allem bei den Minenaktien haben die Abschläge auf den Wert der Reserven schon fast historische Ausmaße erreicht.
Hier lauern viele Chancen, auf die ich Sie an dieser Stelle auch weiterhin hinweisen werde, denn ich erkenne auf dem aktuellen Kursniveau bei vielen Minenaktien große Chancen.
*Heiko Böhmer
Redaktion „Rohstoff-Giganten“
Kurs-Kollaps eröffnet Einstiegschance
Die bereits seit einiger Zeit anhaltende Schwäche-Phase beim Goldpreis hat vor allem die Aktien der Produzenten des gelben Metalls belastet. Teilweise rauschten diese in ungeahnte Tiefen und selbst ein Schwergewicht wie Barrick Gold kollabierte. Mittlerweile ist das Papier der Kandier jedoch auf einem Bewertungsniveau angekommen, dass eigentlich jeder Beschreibung spottet, so dass man an einem Investment kaum vorbeikommt – zumindest wenn man an halbwegs stabile Goldpreise glaubt.
Milliarden-Abschreibungen belasten
Der Kursrutsch Mitte Februar von 31,50 auf im Tief nur noch gut 26,50 US-Dollar dürfte seine Ursache vor allem im Zahlenwerk für das Schlussquartal 2012 gehabt haben. Denn dieses wirkte auf den ersten Blick beinahe schon wie ein Offenbarungseid. Trotz eines Umsatz-Anstiegs um elf Prozent auf 4,19 Milliarden US-Dollar musste Barrick Gold für das vierte Quartal des abgelaufenen Jahres einen Netto-Verlust von sage und schreibe 3,06 Milliarden US-Dollar ausweisen.
Hierzu muss allerdings angemerkt werden, dass die Ertragslage durch einmalige Sonderabschreibungen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar auf die Lumwana-Kupfermine im afrikanischen Sambia belastet wurde. Da die gestiegenen Betriebskosten die Rentabilität gefährden, hat man sich dazu entschlossen, die Laufzeit nicht zu verlängern. Ohne diese Sonder-Belastungen lag der Gewinn bei 1,1 Milliarden US-Dollar nach 959 Millionen US-Dollar im Vergleich-Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt sind die Zahlen also bei Weitem nicht so schlecht, wie es den Anschein hatte. Bedenkt man nämlich, dass der Goldpreis im Schlussquartal 2012 nicht der höchste war, zeigt das Zahlenwerk genau genommen, wie solide die Kanadier selbst in schwierigen Markt-Phasen aufgestellt sind.
* Pressemitteilung von: DMG Derivate Magazin GmbH
Milliarden-Abschreibungen belasten
Der Kursrutsch Mitte Februar von 31,50 auf im Tief nur noch gut 26,50 US-Dollar dürfte seine Ursache vor allem im Zahlenwerk für das Schlussquartal 2012 gehabt haben. Denn dieses wirkte auf den ersten Blick beinahe schon wie ein Offenbarungseid. Trotz eines Umsatz-Anstiegs um elf Prozent auf 4,19 Milliarden US-Dollar musste Barrick Gold für das vierte Quartal des abgelaufenen Jahres einen Netto-Verlust von sage und schreibe 3,06 Milliarden US-Dollar ausweisen.
Hierzu muss allerdings angemerkt werden, dass die Ertragslage durch einmalige Sonderabschreibungen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar auf die Lumwana-Kupfermine im afrikanischen Sambia belastet wurde. Da die gestiegenen Betriebskosten die Rentabilität gefährden, hat man sich dazu entschlossen, die Laufzeit nicht zu verlängern. Ohne diese Sonder-Belastungen lag der Gewinn bei 1,1 Milliarden US-Dollar nach 959 Millionen US-Dollar im Vergleich-Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt sind die Zahlen also bei Weitem nicht so schlecht, wie es den Anschein hatte. Bedenkt man nämlich, dass der Goldpreis im Schlussquartal 2012 nicht der höchste war, zeigt das Zahlenwerk genau genommen, wie solide die Kanadier selbst in schwierigen Markt-Phasen aufgestellt sind.
* Pressemitteilung von: DMG Derivate Magazin GmbH
Weltgrößter Goldproduzent zum Angebotspreis
.. das hat sich Barrick Gold auch anders vorgestellt: Gestern erschien die Bilanz zum ersten Quartal und die Aktie notiert nur ganz knapp über einem 5-Jahres-Tief. Das Unternehmen steht gleich mehrfach unter Druck.
So erklärt sich der massive Kursverlust. Aber die Zahlen geben doch wieder Anlass zur Hoffnung – daher loht sich jetzt der genaue Blick auf die Aktie. Das sieht auch die Börse heute so und Barrick Gold legt um mehr als 5% zu.
Fakt ist: Barrick Gold erwartet auch weiterhin eine Goldproduktion zwischen 7 und 7,4 Mio. Unzen. Gleichzeitig hat das Management aber die Prognose für die Kosten klar gesenkt.
Ein weiterer Vorteil bei Barrick Gold: Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt der weltgrößte Goldproduzet alle Kosten der Produktion an und nicht nur die reinen Produktionskosten.
Das macht es den Investoren sehr viel leichter die Ertragskraft nachzuvollziehen.
Und bei den gesamten Produktionskosten hat das Barrick Gold Management nun die Prognose für das laufende Geschäftsjahr von 1.000 bis 1.100 Dollar auf 950 bis maximal 1.050 Dollar pro Unze gesenkt.
Derzeit liegt Barrick Gold sogar deutlich unterhalb der niedrigen Prognose: Laut eigener Angaben wurden im ersten Quartal 2013 1,8 Mio. Unzen Gold zu durchschnittlichen Kosten von 919 Dollar gefördert.
Vor einem Jahr lagen die Kosten bei 909 Dollar und die Produktion etwas höher bei 1,88 Mio. Unzen.
Sorgen um das Pascua Lama Projekt nehmen zu – Was bleibt davon übrig?
Aber die aktuelle Produktionsentwicklung ist bei einem so großen Rohstoffunternehmen wie Barrick Gold nur eine Seite der Medaille. Sehr wichtig sind auch die zukünftigen Aussichten.
Und hier hat Barrick Gold mit einigen großen Problemen zu kämpfen. Negative Schlagzeilen machte hier vor allem zuletzt das Pascua Lama Projekt in Chile und Argentinien.
Erst vor wenigen Tagen hat ein chilenisches Gericht die Arbeiten an der Minen wegen möglicher Verstöße von Barrick Gold gegen geltende Umweltauflagen gestoppt.
Laut Angaben von Barrick Gold Vorstandschef Jamie Sokalsky prüft das Unternehmen verschiedene Möglichkeiten, um den Baustopp beim Projekt zu überbrücken.
So ist es wohl denkbar zunächst eine kleinere Mine nur auf dem argentinischen Teil des Projekts aufzubauen, die dann auch schon für einen begrenzten Zeitraum die Produktion aufnehmen kann.
Vom Erfolg des Milliardenprojekts Pascua Lama hängt für Barrick Gold viel ab. Immerhin liegt das gesamte Investitionsvolumen bei dem Vorkommen bei fast 8 Mrd. Dollar. Das sind 5 Mrd. Dollar mehr als 2009 zunächst geplant worden waren.
Allein schon diese massive Kostensteigerung hatte Barrick Gold unter Druck gesetzt. Der aktuelle Baustopp hat die Lage noch weiter verschlechtert.
Dennoch ist der Kursabsturz bei Barrick Gold übertrieben. Stellen Sie sich vor: Der weltgrößte Goldproduzent verliert in vier Wochen 40% an Wert und sackt auf ein 5-Jahres-Tief.
Wenn Sie vorher von der Qualität der Aktie überzeugt waren, dann ist es jetzt ein Geschenk, diese Aktie so preiswert kaufen zu können. Aber wie so oft bei Rohstoffaktien bleibt das Risiko weiterhin hoch.
* Heiko Böhmer - Redaktion „Rohstoff-Giganten“
So erklärt sich der massive Kursverlust. Aber die Zahlen geben doch wieder Anlass zur Hoffnung – daher loht sich jetzt der genaue Blick auf die Aktie. Das sieht auch die Börse heute so und Barrick Gold legt um mehr als 5% zu.
Fakt ist: Barrick Gold erwartet auch weiterhin eine Goldproduktion zwischen 7 und 7,4 Mio. Unzen. Gleichzeitig hat das Management aber die Prognose für die Kosten klar gesenkt.
Ein weiterer Vorteil bei Barrick Gold: Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt der weltgrößte Goldproduzet alle Kosten der Produktion an und nicht nur die reinen Produktionskosten.
Das macht es den Investoren sehr viel leichter die Ertragskraft nachzuvollziehen.
Und bei den gesamten Produktionskosten hat das Barrick Gold Management nun die Prognose für das laufende Geschäftsjahr von 1.000 bis 1.100 Dollar auf 950 bis maximal 1.050 Dollar pro Unze gesenkt.
Derzeit liegt Barrick Gold sogar deutlich unterhalb der niedrigen Prognose: Laut eigener Angaben wurden im ersten Quartal 2013 1,8 Mio. Unzen Gold zu durchschnittlichen Kosten von 919 Dollar gefördert.
Vor einem Jahr lagen die Kosten bei 909 Dollar und die Produktion etwas höher bei 1,88 Mio. Unzen.
Sorgen um das Pascua Lama Projekt nehmen zu – Was bleibt davon übrig?
Aber die aktuelle Produktionsentwicklung ist bei einem so großen Rohstoffunternehmen wie Barrick Gold nur eine Seite der Medaille. Sehr wichtig sind auch die zukünftigen Aussichten.
Und hier hat Barrick Gold mit einigen großen Problemen zu kämpfen. Negative Schlagzeilen machte hier vor allem zuletzt das Pascua Lama Projekt in Chile und Argentinien.
Erst vor wenigen Tagen hat ein chilenisches Gericht die Arbeiten an der Minen wegen möglicher Verstöße von Barrick Gold gegen geltende Umweltauflagen gestoppt.
Laut Angaben von Barrick Gold Vorstandschef Jamie Sokalsky prüft das Unternehmen verschiedene Möglichkeiten, um den Baustopp beim Projekt zu überbrücken.
So ist es wohl denkbar zunächst eine kleinere Mine nur auf dem argentinischen Teil des Projekts aufzubauen, die dann auch schon für einen begrenzten Zeitraum die Produktion aufnehmen kann.
Vom Erfolg des Milliardenprojekts Pascua Lama hängt für Barrick Gold viel ab. Immerhin liegt das gesamte Investitionsvolumen bei dem Vorkommen bei fast 8 Mrd. Dollar. Das sind 5 Mrd. Dollar mehr als 2009 zunächst geplant worden waren.
Allein schon diese massive Kostensteigerung hatte Barrick Gold unter Druck gesetzt. Der aktuelle Baustopp hat die Lage noch weiter verschlechtert.
Dennoch ist der Kursabsturz bei Barrick Gold übertrieben. Stellen Sie sich vor: Der weltgrößte Goldproduzent verliert in vier Wochen 40% an Wert und sackt auf ein 5-Jahres-Tief.
Wenn Sie vorher von der Qualität der Aktie überzeugt waren, dann ist es jetzt ein Geschenk, diese Aktie so preiswert kaufen zu können. Aber wie so oft bei Rohstoffaktien bleibt das Risiko weiterhin hoch.
* Heiko Böhmer - Redaktion „Rohstoff-Giganten“


