Glencore International AG - glencore.com
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Glencore International AG - glencore.com
Im kleinen Nachbarstaat, der Schweiz, sind riesige Konzerne beheimatet, die weltweit erfolgreich und bekannt sind. Nennen wir hier Beispiele wie Nestle, die Großbank UBS oder den Pharmariesen Novartis.
Obwohl diese Unternehmen eine beachtliche Größe haben, ist keines von ihnen das größte der Schweiz. Das ist nämlich eine ziemlich unbekannte Firma in Baar, mit dem Namen Glencore.
Glencore ist die weltweit größte, im Rohstoffhandel tätige Unternehmensgruppe, und hat ihren Hauptsitz in Baar. Mit einem Jahresumsatz von 145 Milliarden Dollar ist diese Firma der umsatzstärkste Konzern der Schweiz. Der Konzern befindet sich vollständig im Privatbesitz des Managements und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Er beschäftigt direkt und indirekt 62.000 Mitarbeiter. Die Marketingaktivitäten werden von den weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern ausgeführt, die industriellen Aktivitäten von den weltweit mehr als 60.000 Mitarbeitern in den auf 12 Länder verteilten 19 Anlagen.
Das Unternehmen wurde 1974 von Marc Rich gegründet und konzentrierte sich vorerst auf den physischen Handel mit Eisen und Nichteisenmetallen, Mineralien und Erdöl. Danach expandierte das Unternehmen mit Öl- und Kohleprodukten in den Energiebereich. Mit der Akquise einer niederländischen Getreide Vertriebsgesellschaft im Jahr 1982, stieg Glencore auch in die Agrarwirtschaft ein.
Heute zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Rohstoffkonzernen.
Im Jahr 2010 wurden 3,8 Milliarden Dollar Nettogewinn erwirtschaftet und es geht noch weiter bergauf. Für das Jahr 1012 sind 8,8 Milliarden Gewinn geplant. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung. Der Wert des Unternehmens wird von Fachleuten auf 69 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Privatbesitz soll sich nun dadurch ändern, dass 15 bis 20 Prozent der Anteile in London und in Honkong an die Börse gebracht werden. Der Börsegang ist für Mai heurigen Jahres geplant und soll dem Unternehmen rund 12 Milliarden an Kapital bringen.
Obwohl diese Unternehmen eine beachtliche Größe haben, ist keines von ihnen das größte der Schweiz. Das ist nämlich eine ziemlich unbekannte Firma in Baar, mit dem Namen Glencore.
Glencore ist die weltweit größte, im Rohstoffhandel tätige Unternehmensgruppe, und hat ihren Hauptsitz in Baar. Mit einem Jahresumsatz von 145 Milliarden Dollar ist diese Firma der umsatzstärkste Konzern der Schweiz. Der Konzern befindet sich vollständig im Privatbesitz des Managements und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Er beschäftigt direkt und indirekt 62.000 Mitarbeiter. Die Marketingaktivitäten werden von den weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern ausgeführt, die industriellen Aktivitäten von den weltweit mehr als 60.000 Mitarbeitern in den auf 12 Länder verteilten 19 Anlagen.
Das Unternehmen wurde 1974 von Marc Rich gegründet und konzentrierte sich vorerst auf den physischen Handel mit Eisen und Nichteisenmetallen, Mineralien und Erdöl. Danach expandierte das Unternehmen mit Öl- und Kohleprodukten in den Energiebereich. Mit der Akquise einer niederländischen Getreide Vertriebsgesellschaft im Jahr 1982, stieg Glencore auch in die Agrarwirtschaft ein.
Heute zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Rohstoffkonzernen.
Im Jahr 2010 wurden 3,8 Milliarden Dollar Nettogewinn erwirtschaftet und es geht noch weiter bergauf. Für das Jahr 1012 sind 8,8 Milliarden Gewinn geplant. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung. Der Wert des Unternehmens wird von Fachleuten auf 69 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Privatbesitz soll sich nun dadurch ändern, dass 15 bis 20 Prozent der Anteile in London und in Honkong an die Börse gebracht werden. Der Börsegang ist für Mai heurigen Jahres geplant und soll dem Unternehmen rund 12 Milliarden an Kapital bringen.
Danke an das GoMoPa Team für diesem Beitrag.
Sieht nach dem grössten Börsengang des Jahres in London wie auch in Honkong aus.
Aufgrund der relativ moderaten Ausgabepreisspanne könnte es in den ersten Handelstagen sehr spannend werden. Diesesmal scheint es mir interessant, die Aktie zu zeichen. Anbei noch 2 Links dazu.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/neuemissionen/wi…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,760517,0…
Grüsse
Sieht nach dem grössten Börsengang des Jahres in London wie auch in Honkong aus.
Aufgrund der relativ moderaten Ausgabepreisspanne könnte es in den ersten Handelstagen sehr spannend werden. Diesesmal scheint es mir interessant, die Aktie zu zeichen. Anbei noch 2 Links dazu.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/neuemissionen/wi…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,760517,0…
Grüsse
Es wäre unter Umständen ratsam, die Aktie mit einem Kauflimit erst nach der Zeichnung zu kaufen und die ersten Tage nur zuzusehen. Oft stürzen sich Daytrader auf schnelle Gewinnmitnahmen, um dann nach den Verkäufen wieder günstig (diesmal jedoch längerfristig) wieder "einzusteigen.
Dies ist KEINE Empfehlung, sondern eine rein subjektive Meinung !!!
Dies ist KEINE Empfehlung, sondern eine rein subjektive Meinung !!!
Abu Dhabi bekennt sich zu Glencore - "Wir suchen nicht das schnelle Geld."
Zürich (ots) - Der künftig grösste aussenstehende Aktionär von Glencore macht eine Woche vor dem Börsengang des Rohstoff-Giganten ein Langzeit-Versprechen. "Wir suchen nicht das schnelle Geld, um uns schon nach sechs Monaten zu verabschieden", sagt Aabar-CEO Mohamed Badawy Al-Husseiny im Interview mit der "Handelszeitung". "Geplant ist ein langfristiges Engagement." Der Staatsfonds aus Abu Dhabi steigt beim Rohstoff-Giganten mit bis zu einer Milliarde Dollar ein.
Al-Husseiny unterstreicht seine Haltung mit Plänen für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Aabar und dem Rohstoff-Konzern. "Alle Sektoren, in denen Glencore operiert, sind für uns wichtig. Wir suchen in allen nach möglichen Kooperationen", so Al-Husseiny. Obschon noch keine spruchreifen Projekte auf dem Tisch lägen, skizziert der Aabar-Chef mögliche Kooperationen auch im Bereich Landwirtschaft. "Wir wollen in den Nahrungsmittelsektor, vor allem bei Getreide, investieren. Wir könnten beispielsweise zusammen mit Glencore in eine Farm in Australien investieren." Abu Dhabi hat in den letzten Jahren seine Bemühungen verstärkt, die Nahrungsmittelversorgung des Emirats zu sichern.
Aabar nimmt am IPO von Glencore mit bis zu einer Milliarde Dollar teil, schliesst aber ein weiteres Engagement nicht aus. "Vorderhand bleibt es bei unserem Engagement von maximal einer Milliarde Dollar in Glencore. Aber wenn sich die Umstände ändern, schauen wir uns unsere Position vielleicht nochmals an", so Al-Husseiny.
Zürich (ots) - Der künftig grösste aussenstehende Aktionär von Glencore macht eine Woche vor dem Börsengang des Rohstoff-Giganten ein Langzeit-Versprechen. "Wir suchen nicht das schnelle Geld, um uns schon nach sechs Monaten zu verabschieden", sagt Aabar-CEO Mohamed Badawy Al-Husseiny im Interview mit der "Handelszeitung". "Geplant ist ein langfristiges Engagement." Der Staatsfonds aus Abu Dhabi steigt beim Rohstoff-Giganten mit bis zu einer Milliarde Dollar ein.
Al-Husseiny unterstreicht seine Haltung mit Plänen für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Aabar und dem Rohstoff-Konzern. "Alle Sektoren, in denen Glencore operiert, sind für uns wichtig. Wir suchen in allen nach möglichen Kooperationen", so Al-Husseiny. Obschon noch keine spruchreifen Projekte auf dem Tisch lägen, skizziert der Aabar-Chef mögliche Kooperationen auch im Bereich Landwirtschaft. "Wir wollen in den Nahrungsmittelsektor, vor allem bei Getreide, investieren. Wir könnten beispielsweise zusammen mit Glencore in eine Farm in Australien investieren." Abu Dhabi hat in den letzten Jahren seine Bemühungen verstärkt, die Nahrungsmittelversorgung des Emirats zu sichern.
Aabar nimmt am IPO von Glencore mit bis zu einer Milliarde Dollar teil, schliesst aber ein weiteres Engagement nicht aus. "Vorderhand bleibt es bei unserem Engagement von maximal einer Milliarde Dollar in Glencore. Aber wenn sich die Umstände ändern, schauen wir uns unsere Position vielleicht nochmals an", so Al-Husseiny.
Die bereits positionierten Anfragen ergeben mittlerweile eine doppelte Überzeichnung der Aktien.
Highbridge Capital Management LLC will ebenfalls mi 500 Millionen Dollar investieren, wurde gegenüber Bloomberg News erklärt. Ein weiterer wichtiger Investor wird die Beteiligungsgesellschaft Black Rock sein.
Der genaue Ausgabepreis wird am 19.Mai bekanntgegeben. Man darf also gespannt sein.
Highbridge Capital Management LLC will ebenfalls mi 500 Millionen Dollar investieren, wurde gegenüber Bloomberg News erklärt. Ein weiterer wichtiger Investor wird die Beteiligungsgesellschaft Black Rock sein.
Der genaue Ausgabepreis wird am 19.Mai bekanntgegeben. Man darf also gespannt sein.
Guten Tag
Hier noch zur Ergänzung
Es bleibt spannend.
http://derstandard.at/1304552006479/Rohstoffhaendler-Glencore-engt-Preisspanne-ein
Grüsse
Hier noch zur Ergänzung
Es bleibt spannend.
http://derstandard.at/1304552006479/Rohstoffhaendler-Glencore-engt-Preisspanne-ein
Grüsse
Das umsatzstärkste Unternehmen der Schweiz hat eine neue Heimat. Im Zuge der Vorbereitungen auf den Börsengang hat Glencore in St. Helier eine Holding gegründet. Sie ist künftig Muttergesellschaft aller weltweiten Aktivitäten des Rohstoffgiganten, wie Recherchen der "Handelszeitung" ergaben. Die Schweizer Glencore-Gesellschaften sind neu Töchter der neuen Dachgesellschaft auf Jersey. Damit verschiebt sich der juristische Sitz von Baar ZG auf die Insel im Ärmelkanal, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht: «Das Unternehmen wurde eingetragen und registriert in Jersey am 14. März 2011.»
Aus dem Umfeld von Glencore heisst es, die Sitzverschiebung sei wegen der Kotierung in London und Hongkong nötig geworden. So unterwirft sich der Konzern im Falle von Übernahmen und Fusionen britischen Regeln. Daneben gilt für Glencore neu das als sehr liberal und flexibel geltende Unternehmensrecht von Jersey. Beispielsweise gibt es für Verwaltungsräte keine Pflicht, die Interessen der Angestellten oder die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt zu berücksichtigen - dies kann besonders in der Rohstoffbranche von Vorteil sein
Operativ und damit auch steuertechnisch bleibt Glencores Hauptsitz in der Schweiz. Letztes Jahr lieferte das Unternehmen bei einer effektiven Steuerrate von 9,3 Prozent 234 Millionen Dollar an Gewinnsteuern ab.
Aus dem Umfeld von Glencore heisst es, die Sitzverschiebung sei wegen der Kotierung in London und Hongkong nötig geworden. So unterwirft sich der Konzern im Falle von Übernahmen und Fusionen britischen Regeln. Daneben gilt für Glencore neu das als sehr liberal und flexibel geltende Unternehmensrecht von Jersey. Beispielsweise gibt es für Verwaltungsräte keine Pflicht, die Interessen der Angestellten oder die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt zu berücksichtigen - dies kann besonders in der Rohstoffbranche von Vorteil sein
Operativ und damit auch steuertechnisch bleibt Glencores Hauptsitz in der Schweiz. Letztes Jahr lieferte das Unternehmen bei einer effektiven Steuerrate von 9,3 Prozent 234 Millionen Dollar an Gewinnsteuern ab.
Die Aktien des Rohstoffhändlers Glencore starteten am 24. Mai in London unter Ausgabepreis
Seit vergangener Woche wurde die Aktie bereits am inoffiziellen Graumarkt gehandelt, am 24. Mai hat der offizielle Handel an der Londoner Börse begonnen.
Hoffnungen auf einen Kurssprung der Glencore-Aktie wurden zu Beginn des offiziellen Handels jedoch enttäuscht. Die Aktie wurde am Vormittag in London bei 524 Pence gehandelt und befand sich damit rund 2 Prozent im Plus gegenüber der Graumarkt-Notierung vom Vortag. Der offizielle Ausgabepreis der Aktie lag jedoch bei 530 Pence. In Hongkong werden die Papiere ab 25. Mai gehandelt.
Die Preise an den Rohstoffmärkten waren in den vergangenen Tagen nach unten gerauscht - dies hatte auch die Glencore-Aktie im Graumarkt belastet
* Auszug MM
Seit vergangener Woche wurde die Aktie bereits am inoffiziellen Graumarkt gehandelt, am 24. Mai hat der offizielle Handel an der Londoner Börse begonnen.
Hoffnungen auf einen Kurssprung der Glencore-Aktie wurden zu Beginn des offiziellen Handels jedoch enttäuscht. Die Aktie wurde am Vormittag in London bei 524 Pence gehandelt und befand sich damit rund 2 Prozent im Plus gegenüber der Graumarkt-Notierung vom Vortag. Der offizielle Ausgabepreis der Aktie lag jedoch bei 530 Pence. In Hongkong werden die Papiere ab 25. Mai gehandelt.
Die Preise an den Rohstoffmärkten waren in den vergangenen Tagen nach unten gerauscht - dies hatte auch die Glencore-Aktie im Graumarkt belastet
* Auszug MM
Geschäftspraktiken von Glencore am Pranger
Zwei Wochen nach dem Börsengang des Rohstoffkonzerns gibt es Ärger: Die Europäische Investitionsbank kündigt dem Unternehmen die Zusammenarbeit auf. Sie prüft Vorwürfe bezüglich eines Bergbauprojekts in Sambia. von Barbara Schäder Frankfurt
Die Europäische Investitionsbank (EZB) legt die Zusammenarbeit mit dem Rohstoffkonzern Glencore auf Eis. Die von den EU-Staaten getragene Bank geht dem Vorwurf nach, das Unternehmen habe bei einem von der EIB kofinanzierten Bergbauprojekt in Sambia Steuern hinterzogen. Bis zum Abschluss der Untersuchung könnten weder Glencore noch seine Tochtergesellschaften Kredite erhalten, teilte die EIB auf ihrer Website mit. Grund für diese Entscheidung seien "Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung", die weit über das Projekt in Sambia hinausgingen. Die Glencore-Aktie fiel um 1,5 Prozent.
Das Schweizer Unternehmen war erst im Mai an die Börse gegangen. Der verschwiegene Traditionskonzern hatte die mit einem solchen Schritt verbundenen Berichtspflichten lange gescheut.
Nun bereitet die mit dem Listing verbundene öffentliche Aufmerksamkeit Glencore tatsächlich Probleme: Anlässlich des IPO unterzeichneten 50 Europaabgeordnete einen offenen Brief an EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy, in dem sie auf die Steuervorwürfe gegen die Glencore-Tochter Mopani in Sambia hinwiesen. Die Abgeordneten forderten gleichzeitig, die EU solle die Finanzierung von Bergbauprojekten auf Eis legen.
Glencore gibt sich gelassen
Glencore wies die Vorwürfe zurück. „Wir sind froh, dass die EIB sich die Vorgänge in Mopani jetzt genauer anschaut. Denn wir sind zuversichtlich, dass wir vollständig entlastet werden“, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Vorwürfe stützen sich auf einen unvollständigen Entwurf einer Untersuchung, die vor Monaten in Sambia bekannt wurde.“
Tatsächlich berufen sich sowohl die EU-Abgeordneten als auch die EIB auf einen Bericht, der im Auftrag der sambischen Finanzbehörden von internationalen Experten erstellt wurde. Die sambische Finanzbehörde habe das Dokument nach dessen Bekanntwerden als einen „vertraulichen, vorläufigen und unvollständigen Entwurf“ bezeichnet, teilte die EIB mit. Sollten sich die darin erhobenen Vorwürfe in der jetzt von der Bank selbst angestrengten Untersuchung bestätigen, müsste der Kredit an Mopani möglicherweise zurückgefordert werden.
* Auszug FTD
Zwei Wochen nach dem Börsengang des Rohstoffkonzerns gibt es Ärger: Die Europäische Investitionsbank kündigt dem Unternehmen die Zusammenarbeit auf. Sie prüft Vorwürfe bezüglich eines Bergbauprojekts in Sambia. von Barbara Schäder Frankfurt
Die Europäische Investitionsbank (EZB) legt die Zusammenarbeit mit dem Rohstoffkonzern Glencore auf Eis. Die von den EU-Staaten getragene Bank geht dem Vorwurf nach, das Unternehmen habe bei einem von der EIB kofinanzierten Bergbauprojekt in Sambia Steuern hinterzogen. Bis zum Abschluss der Untersuchung könnten weder Glencore noch seine Tochtergesellschaften Kredite erhalten, teilte die EIB auf ihrer Website mit. Grund für diese Entscheidung seien "Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung", die weit über das Projekt in Sambia hinausgingen. Die Glencore-Aktie fiel um 1,5 Prozent.
Das Schweizer Unternehmen war erst im Mai an die Börse gegangen. Der verschwiegene Traditionskonzern hatte die mit einem solchen Schritt verbundenen Berichtspflichten lange gescheut.
Nun bereitet die mit dem Listing verbundene öffentliche Aufmerksamkeit Glencore tatsächlich Probleme: Anlässlich des IPO unterzeichneten 50 Europaabgeordnete einen offenen Brief an EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy, in dem sie auf die Steuervorwürfe gegen die Glencore-Tochter Mopani in Sambia hinwiesen. Die Abgeordneten forderten gleichzeitig, die EU solle die Finanzierung von Bergbauprojekten auf Eis legen.
Glencore gibt sich gelassen
Glencore wies die Vorwürfe zurück. „Wir sind froh, dass die EIB sich die Vorgänge in Mopani jetzt genauer anschaut. Denn wir sind zuversichtlich, dass wir vollständig entlastet werden“, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Vorwürfe stützen sich auf einen unvollständigen Entwurf einer Untersuchung, die vor Monaten in Sambia bekannt wurde.“
Tatsächlich berufen sich sowohl die EU-Abgeordneten als auch die EIB auf einen Bericht, der im Auftrag der sambischen Finanzbehörden von internationalen Experten erstellt wurde. Die sambische Finanzbehörde habe das Dokument nach dessen Bekanntwerden als einen „vertraulichen, vorläufigen und unvollständigen Entwurf“ bezeichnet, teilte die EIB mit. Sollten sich die darin erhobenen Vorwürfe in der jetzt von der Bank selbst angestrengten Untersuchung bestätigen, müsste der Kredit an Mopani möglicherweise zurückgefordert werden.
* Auszug FTD
Glencore offenbar vor Erweiterung seines Rohstoffportfolios
Es wäre der nächste Milliardendeal im Rohstoffgeschäft: Der in der Schweiz ansässige Rohstoffriese Glencore will einem Medienbericht zufolge groß in Kasachstan einsteigen. Glencore wolle für 13,6 Milliarden Euro den kasachischen Bergbaukonkurrenten ENRC übernehmen.
Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore erwägt einem Pressebericht zufolge eine Übernahmeofferte über zwölf Milliarden Pfund (rund 13,6 Milliarden Euro) für den kasachischen Metallproduzenten ENRC. Wie die "Sunday Times" berichtete, führte Glencore-Chef Ivan Glasenberg in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit drei Investoren, die rund 45 Prozent der ENRC-Anteile kontrollieren.
"Beide Seiten wollen es machen", zitierte das Blatt eine mit den Verhandlungen vertraute Person. "Sie beschlossen, die Gespräche bis zum Glencore-Börsengang auszusetzen und sie wiederaufzunehmen, um über Zahlen zu reden. Sie werden sich in den nächsten Wochen wieder treffen." Auch mit der Regierung Kasachstans habe es Gespräche gegeben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen weiteren Insider. Kasachstan ist mit 12 Prozent an ENRC beteiligt.
Eine ENRC-Sprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Von Glencore war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Es wäre der nächste Milliardendeal im Rohstoffgeschäft: Der in der Schweiz ansässige Rohstoffriese Glencore will einem Medienbericht zufolge groß in Kasachstan einsteigen. Glencore wolle für 13,6 Milliarden Euro den kasachischen Bergbaukonkurrenten ENRC übernehmen.
Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore erwägt einem Pressebericht zufolge eine Übernahmeofferte über zwölf Milliarden Pfund (rund 13,6 Milliarden Euro) für den kasachischen Metallproduzenten ENRC. Wie die "Sunday Times" berichtete, führte Glencore-Chef Ivan Glasenberg in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit drei Investoren, die rund 45 Prozent der ENRC-Anteile kontrollieren.
"Beide Seiten wollen es machen", zitierte das Blatt eine mit den Verhandlungen vertraute Person. "Sie beschlossen, die Gespräche bis zum Glencore-Börsengang auszusetzen und sie wiederaufzunehmen, um über Zahlen zu reden. Sie werden sich in den nächsten Wochen wieder treffen." Auch mit der Regierung Kasachstans habe es Gespräche gegeben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen weiteren Insider. Kasachstan ist mit 12 Prozent an ENRC beteiligt.
Eine ENRC-Sprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Von Glencore war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Gefahren fürs Geschäftsmodell
Werden die Minen wichtiger als der Handel, verliert der Rohstoffvermarkter Glencore sein Erfolgsrezept
Kein Zweifel: Wenn aus einer Ein-Mann-Metallhandelsbude innerhalb von 37 Jahren ein multinationaler Konzern mit 57.500 Mitarbeitern, 145 Mrd. Dollar Umsatz und einer Kapitalisierung von 34 Mrd. Pfund wird, dann hat die Führungsspitze vieles richtig gemacht. So viel, dass sich beim Börsengang Mitte Mai einige fragten, ob der Vorstand nicht auch bei diesem Geschäft wieder richtig lag - also seine Anteile zum optimalen Zeitpunkt versilbert hat
Denn klar ist, dass Glencores Manager das eigene Firmengeflecht am besten kennen. Als da sind: Handel und Logistik sowie die Förderung von Rohstoffen in über 40 Ländern, aufgeteilt in die drei Geschäftsfelder Metalle, Energie und agrarische Produkte.
Dazu kommen 19 börsennotierte strategische Beteiligungen. Aber auch in Bezug auf die Rohstoffmärkte selbst, ihre Zyklen, Chancen und Risiken, macht ihnen so schnell keiner was vor. Das propagieren die Emissionsbanken schließlich auch als Stärke.
Viele sahen diese These dadurch gestützt, dass Glencore gleich im ersten Quartalsbericht, nur drei Wochen nach dem Börsengang, vor einer Abschwächung des Marktes warnte, da insbesondere Chinas Rohstoffhunger nachließe. Passend dazu hat sich die Aktie seit Erstnotiz schlechter entwickelt als der Sektor und der Markt.
Gegen die These spricht jedoch, dass Vorstand und Mitarbeiter sich nur von wenigen Aktien getrennt und sich teilweise lange Sperrfristen auferlegt haben. Zudem gibt es Bedarf an Barem: Glencore will seine Einkaufstour fortsetzen - als Nächstes steht eine kasachische Goldmine auf dem Programm. Und nach den Liquiditätsschocks, die auch die Minengesellschaften 2008 erlitten, lebt es sich mit einer etwas solideren Bilanz ruhiger.
Glencore macht ein großes Bohei um die Einzigartigkeit seines Geschäftsmodells, das Handel (auch den Eigenhandel) und Logistik von Rohstoffen mit eigenen Minen verbindet. Dass die Emissionsbanken das ebenso bejubeln, will wenig heißen, denn gleichzeitig loben sie andere Firmen für ihren hohen Spezialisierungsgrad.
Es sei denn, man vergleicht Glencore nicht mit anderen Minengesellschaften und Händlern, sondern mit Goldman Sachs. Beide Firmen sind deshalb überdurchschnittlich erfolgreich - Glencores Eigenkapitalrendite über die vergangenen zehn Jahre beträgt 38 Prozent -, weil sie das Sammeln und Auswerten von Marktdaten, die sie über ihre diversen Aktivitäten erhalten, institutionalisiert haben. Also ist es kein Zufall, dass Glencores Aktie mehr im Einklang mit Goldman als mit dem Sektor läuft? Allerdings wird das Handelsgeschäft bald weniger als ein Drittel des Ertrags ausmachen
Das verbleibende Minengeschäft hingegen müssen die optimistischen Banken dann jedoch teurer bewerten als das der Rivalen, um ein Kurspotenzial abzuleiten. Dass dies gerechtfertigt ist, bleibt fraglich, schließlich forciert Glencore das Wachstum durch Minenkäufe in politisch problematischen Ländern
* FTD
Werden die Minen wichtiger als der Handel, verliert der Rohstoffvermarkter Glencore sein Erfolgsrezept
Kein Zweifel: Wenn aus einer Ein-Mann-Metallhandelsbude innerhalb von 37 Jahren ein multinationaler Konzern mit 57.500 Mitarbeitern, 145 Mrd. Dollar Umsatz und einer Kapitalisierung von 34 Mrd. Pfund wird, dann hat die Führungsspitze vieles richtig gemacht. So viel, dass sich beim Börsengang Mitte Mai einige fragten, ob der Vorstand nicht auch bei diesem Geschäft wieder richtig lag - also seine Anteile zum optimalen Zeitpunkt versilbert hat
Denn klar ist, dass Glencores Manager das eigene Firmengeflecht am besten kennen. Als da sind: Handel und Logistik sowie die Förderung von Rohstoffen in über 40 Ländern, aufgeteilt in die drei Geschäftsfelder Metalle, Energie und agrarische Produkte.
Dazu kommen 19 börsennotierte strategische Beteiligungen. Aber auch in Bezug auf die Rohstoffmärkte selbst, ihre Zyklen, Chancen und Risiken, macht ihnen so schnell keiner was vor. Das propagieren die Emissionsbanken schließlich auch als Stärke.
Viele sahen diese These dadurch gestützt, dass Glencore gleich im ersten Quartalsbericht, nur drei Wochen nach dem Börsengang, vor einer Abschwächung des Marktes warnte, da insbesondere Chinas Rohstoffhunger nachließe. Passend dazu hat sich die Aktie seit Erstnotiz schlechter entwickelt als der Sektor und der Markt.
Gegen die These spricht jedoch, dass Vorstand und Mitarbeiter sich nur von wenigen Aktien getrennt und sich teilweise lange Sperrfristen auferlegt haben. Zudem gibt es Bedarf an Barem: Glencore will seine Einkaufstour fortsetzen - als Nächstes steht eine kasachische Goldmine auf dem Programm. Und nach den Liquiditätsschocks, die auch die Minengesellschaften 2008 erlitten, lebt es sich mit einer etwas solideren Bilanz ruhiger.
Glencore macht ein großes Bohei um die Einzigartigkeit seines Geschäftsmodells, das Handel (auch den Eigenhandel) und Logistik von Rohstoffen mit eigenen Minen verbindet. Dass die Emissionsbanken das ebenso bejubeln, will wenig heißen, denn gleichzeitig loben sie andere Firmen für ihren hohen Spezialisierungsgrad.
Es sei denn, man vergleicht Glencore nicht mit anderen Minengesellschaften und Händlern, sondern mit Goldman Sachs. Beide Firmen sind deshalb überdurchschnittlich erfolgreich - Glencores Eigenkapitalrendite über die vergangenen zehn Jahre beträgt 38 Prozent -, weil sie das Sammeln und Auswerten von Marktdaten, die sie über ihre diversen Aktivitäten erhalten, institutionalisiert haben. Also ist es kein Zufall, dass Glencores Aktie mehr im Einklang mit Goldman als mit dem Sektor läuft? Allerdings wird das Handelsgeschäft bald weniger als ein Drittel des Ertrags ausmachen
Das verbleibende Minengeschäft hingegen müssen die optimistischen Banken dann jedoch teurer bewerten als das der Rivalen, um ein Kurspotenzial abzuleiten. Dass dies gerechtfertigt ist, bleibt fraglich, schließlich forciert Glencore das Wachstum durch Minenkäufe in politisch problematischen Ländern
* FTD
Milliarden Fusion geplant
Der weltweit größte Rohstoffhändler Glencore und der Bergbaukonzern Xstrata streben eine milliardenschwere Fusion an. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen einen Schnittmengen bereinigten Marktwert von rund 52 Milliarden Pfund (62 Milliarden Euro). Eine Übernahme von Xstrata durch Glencore zum aktuellen Marktwert würde 25 Milliarden Euro schwer sein.
Quelle: Manager Magazin
Zitat
Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und der Minenbetreiber Xstrata sprechen über einen Zusammenschluss, wie beide Unternehmen mitteilten. Es sei jedoch noch offen, ob es zu einer Offerte komme. Beide Unternehmen sind an der Londoner Börse notiert und haben ihren Firmensitz unter anderem aus steuerlichen Gründen in der Schweiz.
Glencore kommt derzeit auf einen Marktwert von knapp 30 Milliarden Pfund, während Xstrata an der Börse derzeit rund 33 Milliarden Pfund wert ist. Rechnet man den Anteil von 34 Prozent, den Glencore bereits an Xstrata hält, aus der Bewertung heraus, kommen die beiden Unternehmen auf einen Wert von rund 52 Milliarden Pfund (rund 62 Milliarden Euro).
Wenn Glencore alle restlichen Xstrata-Aktien zum aktuellen Marktpreis kaufen würde, müsste der Konzern mehr als 25 Milliarden Euro hinlegen. Es wäre damit die größte Transaktion in der Branche, seit Rio Tinto den Aluminiumproduzenten Alcan im Jahr 2007 kaufte.
Quelle: Manager Magazin
Die Megafusion des Rohstoffhändlers Glencore mit dem britisch-schweizerische Bergbaukonzern Xstrata ist beschlossene Sache. Die Unternehmen gaben offiziel eine Einigung bekannt in der sie von einem "Zusammenschluss unter Gleichen" reden. Nach der Fusion dürften die beiden Unternehmen gemeinsam einen Marktwert von rund 90 Milliarden US-Dollar haben und die gesamte Rohstoffkette vom Abbau bis hin zum Verkauf abdecken.
Quelle: 20 Minuten
Zitat
Die beiden Konzerne sind bereits miteinander verbunden: Glencore, selbst erst seit vergangenem Jahr an der Börse, hält heute schon rund 30 Prozent am in London kotierten Bergbaukonzern. Die beiden Fusionspartner bezeichnen ihr Zusammengehen als «logischen nächsten Schritt» in einem sich verändernden Branchenumfeld.
2,8 Glencore-Aktien pro Xstrata-Anteil
Der Zusammenschluss soll bis zum dritten Quartal 2012 vollzogen sein. Laut der Abmachung sollen Xstrata-Aktionäre 2,8 Glencore-Aktien pro Anteil bekommen. Die Xstrata-Aktie wird auf 1,2901 Pence pro Titel bewertet.
Konzernchef der «Glencore Xstrata International plc» wird der bisherige Xstrata-Chef Mick Davis. Ivan Glasenberg, bisheriger Chef von Glencore, soll als Vize-Konzernchef amten. «Unsere Firmen arbeiten schon seit zehn Jahren gut zusammen. Ich freue mich darauf, Mick zu unterstützen», liess Glasenberg im Communiqué mitteilen. Den neuen Verwaltungsrat leiten soll Xstrata-Präsident Sir John Bond.
Quelle: 20 Minuten
Xstrata Aktionäre wollen Fusion verhindern
Kurz nach Bekanntgabe der erfolgreichen Fusuinsverhandlungen opponieren Akionäre des Bergbaukonzerns Xstarta gegen die Pläne. Sie wollen die Fusion ablehnen, da sie das Kaufangebot als zu niedrig empfinden. Und die Chancen für die Rebellen stehen nicht schlecht, dass sie weitere Mitstreiter finden.
Quelle: NZZ
Zitat
Zwei der Xstrata-Aktionäre stellen sich gegen die Fusion mit Glencore. Wie sie am Dienstag mitteilten, würden sie der Transaktion nicht zustimmen und damit den branchenweit grössten Deal seit der Übernahme des Aluminiumproduzenten Alcan durch Rio Tinto im Jahr 2007 gefährden. Standard Life Investments, der viertgrösste Anteilseigener, sowie die Vermögensverwaltungsgesellschaf Schroders kritisierten den Ankauf der verbleibenden 66 Prozent für einen Betrag in Höhe von 37 Mrd. Franken als unterbewertet. Nach Angaben von Thomson Reuters gehören den Unternehmen jeweils 3,6 Prozent an Xstrata.
Andere Aktionäre könnten ihrem Beispiel folgen und sich gegen die Fusion mittels Aktientausch entscheiden. Richard Burton, Leiter der britischen Equity-Sparte von Schroders, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, man sei sich mit Standard Life Investments einig und würde am gleichen Strang ziehen. Denn die Fusion sei «ein fabelhaftes Geschäft für Glencore, ist es sehr wahrscheinlich auch für die Unternehmensleitung von Xstrata, aber nicht für die Mehrheitsaktionäre von Xstrata.» Denn Xstrata allein werden die besseren Wachstumschancen prognostiziert. Die zukünftige Konzernspitze nennt dagegen jährliche Synergien von rund einer halben Milliarde Dollar als möglich.
Quelle: NZZ
Katar gefährdet Fusion der Rohstoff-Riesen
Katar ist zweitgrößter Aktionär beim Rohstoff-Giganten Xstrata - nach Glencore. Bei der Fusion beider Unternehmen hat der Golfstaat jetzt überraschend seine Forderungen erhöht. Glencore muss sein Angebot aufstocken
Der Golfstaat Katar gefährdet mit einer überraschenden Preis-Nachforderung in letzter Sekunde den Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten Glencore und Xstrata im Volumen von 26 Milliarden Dollar. Katar erklärte in der Nacht zum Mittwoch, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8
Damit wird es für den weltgrößten Rohstoffhändler schwer, den in der Schweiz ansässigen Bergbaukonzern Xstrata wie geplant zu schlucken, wie mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Glencore müsse sein Angebot entweder bis Donnerstagabend aufstocken oder für Mitte Juli angesetzte Aktionärsversammlungen verschieben, hieß es.
Katar ist nach Glencore der zweitgrößte Aktionär von Xstrata und spielt daher bei dem Zusammenschluss eine wichtige Rolle. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen für den Zusammenschluss aufstocken wird. "Wir glauben, dass wohl eine Erhöhung notwendig ist, um Katar und andere Xstrata-Aktionäre zu gewinnen - vermutlich von 2,8 auf 3,0 Glencore Aktien pro Xstrata Papier", teilten die Analysten von Jefferies mit.
Eine Aufstockung bis auf 3,25 eigene Aktien hielten sie dagegen für unwahrscheinlich. "Ohne Änderungen ist der Deal gestorben", betonte ein weiterer Analyst. Denkbar seien nun Verzögerungen von bis zu einem Jahr. Katars Staatsfonds betonte, noch immer den Sinn des Zusammenschlusses anzuerkennen. Er wolle jedoch günstigere Bedingungen erreichen. Bereits nach der Fusionsankündigung zu Jahresanfang war wegen des im Branchenvergleich geringen Aufschlags eine Aufstockung des Angebots erwartet worden.
Ein Banker vermutete hinter der Nachforderung nun eine koordinierte Aktion mehrerer Aktionäre. Glencore-Papiere fielen an der Londoner Börse zum Handelsauftakt um rund drei Prozent, Xstrata-Aktien lagen 1,4 Prozent im Minus.
Glencore prüft Manager-Bezüge
Glencore unternahm am Mittwoch bereits die ersten Schritte, um das Großvorhaben doch noch über die Ziellinie zu führen. Möglicherweise werde die Manager-Vergütung für das Xstrata-Geschäft geändert, kündigte der Konzern in einer Mitteilung an - jedoch ohne auf die Preisforderungen einzugehen. Entsprechende Vorschläge vom Xstrata-Vorstand würden geprüft. Die großzügigen Zahlungen an Manager waren ein Teil der Fusionsabmachungen und hatten bei Aktionären für Verärgerung gesorgt.
Der Staatsfonds von Katar hat seinen Anteil an Xstrata seit Februar auf rund elf Prozent erhöht und ist nun nach Glencore der zweitgrößte Anteilseigner. "Die Aufstockung des Anteils scheint rückblickend Teil einer klaren Strategie", sagte ein Banken-Insider zu Reuters. "Die Strategie, den Anteil zu erhöhen und dann zu Glencore zu gehen und zu sagen 'gib uns bessere Konditionen oder der Merger ist tot'." Damit habe sich auch die Rolle von Katar geändert, das bislang meist als stiller Teilhaber aufgetreten sei und sich nun zum ernstzunehmenden Investor gewandelt habe, sagte ein weiterer Bankmanager.
Der Fonds hält weltweit Konzernbeteiligungen etwa an Porsche und dem Luxuskonzern LVMH. Die Fusion zwischen dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und dem viertgrößten Bergbaukonzern der Welt wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte. Die Konzerne versprechen sich von der Fusion milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.
Quelle: Handelsblatt Online
Der Golfstaat Katar gefährdet mit einer überraschenden Preis-Nachforderung in letzter Sekunde den Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten Glencore und Xstrata im Volumen von 26 Milliarden Dollar. Katar erklärte in der Nacht zum Mittwoch, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8
Damit wird es für den weltgrößten Rohstoffhändler schwer, den in der Schweiz ansässigen Bergbaukonzern Xstrata wie geplant zu schlucken, wie mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Glencore müsse sein Angebot entweder bis Donnerstagabend aufstocken oder für Mitte Juli angesetzte Aktionärsversammlungen verschieben, hieß es.
Katar ist nach Glencore der zweitgrößte Aktionär von Xstrata und spielt daher bei dem Zusammenschluss eine wichtige Rolle. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen für den Zusammenschluss aufstocken wird. "Wir glauben, dass wohl eine Erhöhung notwendig ist, um Katar und andere Xstrata-Aktionäre zu gewinnen - vermutlich von 2,8 auf 3,0 Glencore Aktien pro Xstrata Papier", teilten die Analysten von Jefferies mit.
Eine Aufstockung bis auf 3,25 eigene Aktien hielten sie dagegen für unwahrscheinlich. "Ohne Änderungen ist der Deal gestorben", betonte ein weiterer Analyst. Denkbar seien nun Verzögerungen von bis zu einem Jahr. Katars Staatsfonds betonte, noch immer den Sinn des Zusammenschlusses anzuerkennen. Er wolle jedoch günstigere Bedingungen erreichen. Bereits nach der Fusionsankündigung zu Jahresanfang war wegen des im Branchenvergleich geringen Aufschlags eine Aufstockung des Angebots erwartet worden.
Ein Banker vermutete hinter der Nachforderung nun eine koordinierte Aktion mehrerer Aktionäre. Glencore-Papiere fielen an der Londoner Börse zum Handelsauftakt um rund drei Prozent, Xstrata-Aktien lagen 1,4 Prozent im Minus.
Glencore prüft Manager-Bezüge
Glencore unternahm am Mittwoch bereits die ersten Schritte, um das Großvorhaben doch noch über die Ziellinie zu führen. Möglicherweise werde die Manager-Vergütung für das Xstrata-Geschäft geändert, kündigte der Konzern in einer Mitteilung an - jedoch ohne auf die Preisforderungen einzugehen. Entsprechende Vorschläge vom Xstrata-Vorstand würden geprüft. Die großzügigen Zahlungen an Manager waren ein Teil der Fusionsabmachungen und hatten bei Aktionären für Verärgerung gesorgt.
Der Staatsfonds von Katar hat seinen Anteil an Xstrata seit Februar auf rund elf Prozent erhöht und ist nun nach Glencore der zweitgrößte Anteilseigner. "Die Aufstockung des Anteils scheint rückblickend Teil einer klaren Strategie", sagte ein Banken-Insider zu Reuters. "Die Strategie, den Anteil zu erhöhen und dann zu Glencore zu gehen und zu sagen 'gib uns bessere Konditionen oder der Merger ist tot'." Damit habe sich auch die Rolle von Katar geändert, das bislang meist als stiller Teilhaber aufgetreten sei und sich nun zum ernstzunehmenden Investor gewandelt habe, sagte ein weiterer Bankmanager.
Der Fonds hält weltweit Konzernbeteiligungen etwa an Porsche und dem Luxuskonzern LVMH. Die Fusion zwischen dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und dem viertgrößten Bergbaukonzern der Welt wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte. Die Konzerne versprechen sich von der Fusion milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.
Quelle: Handelsblatt Online
Die kanadischen Regulierungsbehörden haben grünes Licht gegeben: Der Schweizer Rohstoff-Gigant Glencore darf den Getreidekonzerns Viterra übernehmen. Das dürfte die Rohstoffmärkte nicht unberührt lassen
Die Milliardenübernahme des kanadischem Getreidekonzerns Viterra durch den Schweizer Rohstoff-Giganten Glencore steht kurz vor dem Abschluss. Am Sonntag stimmte das kanadische Industrieministerium dem Vorhaben zu. Nötig ist nun noch grünes Licht der chinesischen Regierung. Der weltgrößte Rohstoffhändler zahlt gemeinsam mit der kanadischen Agrium sowie Richardson International rund 6,1 Milliarden kanadische Dollar (4,9 Milliarden Euro). Viterra ist vor allem wegen seiner Getreidespeicher in Kanada ein attraktives Übernahmeziel, das einen begehrten Zugriff auf die kanadischen Vorräte an Raps, Sommerweizen, Hafer und Hartweizen bietet. Zudem verfügt das Unternehmen über enorme Lagerkapazitäten in den Häfen Südaustraliens.
Die Aktionäre des kanadischen Getreidekonzerns haben der Übernahme durch den weltgrößten Rohstoffhändler Glencore mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. 99,8 Prozent der Viterra-Aktionäre votierten für das Angebot von Glencore. Die Schweizer wollen einen Großteil der Viterra-Geschäftsteile in Kanada abspalten und umgehend an ihre Partner Atrium und Richardson weiterreichen. Der Düngemittelbereich soll für rund 1,8 Milliarden Kanadische Dollar an Agrium gehen und das Segment Verarbeitung für 0,8 Milliarden an Richardson. Glencore selbst werde das Getreidehandels-Geschäft übernehmen.
Glencore hat wegen umstrittener Geschäftspraktiken immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt. Anfang des Jahres gab der Schweizer Konzern die Fusion mit dem Minenbetreiber Xstrata bekannt, zusammen kommen die Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 210 Milliarden Dollar
Jetzt steht noch die Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata an. Diese erwartet den ins Stocken geratenen Milliardendeal mit dem Rohstoff-Giganten Glencore bis zum Jahresende. Als neuen Termin für die Abstimmung der Aktionäre über die Fusion nannte Xstrata am Mittwoch den 07. September. Mit dem neuen Termin erhält Glencore, der bereits größter Anteilseigner bei Xstrata ist, nun mehrere Wochen Zeit, sich mit Katar über die Konditionen für das Geschäft zu einigen. Auch die Glencore-Anteilseigner sollen am 07. September über die Fusion abstimmen
Die Prüfung der Kartellbehörden macht Xstrata zufolge Fortschritte. Vor wenigen Tagen gaben bereits die Behörden in Australien für die 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Xstrata durch Glencore grünes Licht. In China und Südafrika schreite der Prozess voran. Mit der Europäischen Union gebe es „konstruktive Diskussionen“. Eine Zustimmung werde in den kommenden Wochen erwartet
Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können. Der Golfstaat Katar hatte Ende Juni gefordert, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8 Papiere. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen aufstocken wird
* WIWO
Die Milliardenübernahme des kanadischem Getreidekonzerns Viterra durch den Schweizer Rohstoff-Giganten Glencore steht kurz vor dem Abschluss. Am Sonntag stimmte das kanadische Industrieministerium dem Vorhaben zu. Nötig ist nun noch grünes Licht der chinesischen Regierung. Der weltgrößte Rohstoffhändler zahlt gemeinsam mit der kanadischen Agrium sowie Richardson International rund 6,1 Milliarden kanadische Dollar (4,9 Milliarden Euro). Viterra ist vor allem wegen seiner Getreidespeicher in Kanada ein attraktives Übernahmeziel, das einen begehrten Zugriff auf die kanadischen Vorräte an Raps, Sommerweizen, Hafer und Hartweizen bietet. Zudem verfügt das Unternehmen über enorme Lagerkapazitäten in den Häfen Südaustraliens.
Die Aktionäre des kanadischen Getreidekonzerns haben der Übernahme durch den weltgrößten Rohstoffhändler Glencore mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. 99,8 Prozent der Viterra-Aktionäre votierten für das Angebot von Glencore. Die Schweizer wollen einen Großteil der Viterra-Geschäftsteile in Kanada abspalten und umgehend an ihre Partner Atrium und Richardson weiterreichen. Der Düngemittelbereich soll für rund 1,8 Milliarden Kanadische Dollar an Agrium gehen und das Segment Verarbeitung für 0,8 Milliarden an Richardson. Glencore selbst werde das Getreidehandels-Geschäft übernehmen.
Glencore hat wegen umstrittener Geschäftspraktiken immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt. Anfang des Jahres gab der Schweizer Konzern die Fusion mit dem Minenbetreiber Xstrata bekannt, zusammen kommen die Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 210 Milliarden Dollar
Jetzt steht noch die Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata an. Diese erwartet den ins Stocken geratenen Milliardendeal mit dem Rohstoff-Giganten Glencore bis zum Jahresende. Als neuen Termin für die Abstimmung der Aktionäre über die Fusion nannte Xstrata am Mittwoch den 07. September. Mit dem neuen Termin erhält Glencore, der bereits größter Anteilseigner bei Xstrata ist, nun mehrere Wochen Zeit, sich mit Katar über die Konditionen für das Geschäft zu einigen. Auch die Glencore-Anteilseigner sollen am 07. September über die Fusion abstimmen
Die Prüfung der Kartellbehörden macht Xstrata zufolge Fortschritte. Vor wenigen Tagen gaben bereits die Behörden in Australien für die 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Xstrata durch Glencore grünes Licht. In China und Südafrika schreite der Prozess voran. Mit der Europäischen Union gebe es „konstruktive Diskussionen“. Eine Zustimmung werde in den kommenden Wochen erwartet
Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können. Der Golfstaat Katar hatte Ende Juni gefordert, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8 Papiere. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen aufstocken wird
* WIWO
Bei der Minengesellschaft Xstrata fällt der Gewinn - aber trotz hoher Rohstoffpreise weniger als erwartet. Das Ergebnis bietet den Gegnern einer Fusion mit Glencore eine Steilvorlage für neue Verhandlungen - fanden sie doch den bisherigen Übernahmepreis zu billig
Xstrata-Zahlen gefährden Fusion mit Glencore
Die Minengesellschaft Xstrata stemmt sich gegen fallende Rohstoffpreise und die Kosteninflation in der Branche - und macht ihren Aktionären damit Mut, bei einem möglichen Zusammenschluss mit Glencore bessere Konditionen herauszuholen. In den ersten sechs Monaten 2012 fiel der Nettogewinn um 33 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar und damit weniger als erwartet. Einige Analysten hatten mit einem Einbruch um rund die Hälfte gerechnet.
Um die Ertragskraft zu halten, verschiebt Xstrata-Vorstandschef Mick Davis 1 Mrd. Dollar an Investitionen in neue Projekte und kürzt die Ausgaben dieses Jahr um 390 Mio. Dollar. An der geplanten Fusion mit Glencore hält er fest: "Das bietet uns die Chance, als Teil einer größeren Gruppe schneller zu wachsen. Wir würden mit einem einzigartigen Geschäftsmodell die gesamte Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Endkunden abdecken", sagte Davis am Dienstag anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse.
Xstrata, einer der weltweit größten Anbieter von Kraftwerkskohle und Kupfer, möchte mit dem Rohstoffhändler Glencore zusammengehen, der bereits mit 33,6 Prozent größter Anteilseigner ist. Doch gegen die Milliardenfusion regt sich Widerstand. Qatar Holdings - mit elf Prozent an Xstrata beteiligt - ist unzufrieden mit der Offerte von Glencore-Vorstandschef Ivan Glasenberg. Statt 2,8 Glencore-Aktien je Xstrata-Anteilschein, wie es Glasenberg vorschlägt, fordert der Staatsfonds aus Katar eine Quote von 3,25. Rückendeckung hat er von den Fondsgesellschaften Standard Life und Schroders. Insgesamt entfallen auf die Gegner des Zusammenschlusses derzeit rund 14 Prozent. Da Glencore bei der Abstimmung am 7. September selbst nicht votieren darf und ein Quorum von 75 Prozent erreicht werden muss, reichen 16,5 Prozent an Neinstimmen, um die Fusion platzen zu lassen.
Die Zahlen von Xstrata geben Qatar-Holdings-Chef Ahmed Mohammed al-Sajid gute Argumente bei dem Tauziehen mit Glencore in die Hand. Xstrata gelingt es besser als den meisten Rivalen, mit dem schwierigen Marktumfeld zurechtzukommen. Nach Jahren des Booms fallen die Rohstoffnotierungen, die Rede ist von einem "zyklischen Abschwung". Die Preise für Nickel, Zink und Kupfer brachen in der ersten Jahreshälfte um jeweils 28 Prozent, 15 Prozent und 14 Prozent ein. Gleichzeitig wird die Erschließung neuer Vorkommen immer kostspieliger
Xstrata hat eine gute Bilanz, was die Kostenkontrolle betrifft. Seit 2002 setzte das Unternehmen 23 große Projekte um und hielt die Ausgaben dabei in Schach. Derzeit beziffert das Unternehmen die Kosteninflation auf 6,5 Prozent. Das Kupferprojekt Las Bambas in Peru verteuere sich um sieben Prozent auf 5,2 Mrd. Dollar, teilte Xstrata mit. Das sind inzwischen schon 23 Prozent mehr als bei der ersten Schätzung vor zwei Jahren. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das jedoch noch immer moderat: Barrick Gold aus Südafrika teilte Ende Juli mit, dass sich das Pascua-Lama-Projekt in Südamerika um rund 50 bis 60 Prozent verteuert. Die Barrick-Aktie fiel nach dieser Nachricht um acht Prozent.
Beobachter halten es dennoch für unwahrscheinlich, dass Glencore-Chef Glasenberg sein Angebot aufstocken wird. Der gebürtige Südafrikaner gilt als harter Verhandler, der in seiner Karriere selten zu viel bezahlt hat. Als eine der wenigen Ausnahmen gilt der Kauf des kanadischen Getreidehändlers Viterra, für den Glencore Anfang des Jahres mehr locker machte als erwartet. Dort gab es aber mit Archer Daniels Midland einen Nebenbuhler. Im Fall von Xstrata ist solch ein Bieterkampf nicht in Sicht, nicht zuletzt deshalb, weil Glasenberg mit seinem 33,6-Prozent-Anteil alles blockieren kann.
Xstrata-Zahlen gefährden Fusion mit Glencore
Die Minengesellschaft Xstrata stemmt sich gegen fallende Rohstoffpreise und die Kosteninflation in der Branche - und macht ihren Aktionären damit Mut, bei einem möglichen Zusammenschluss mit Glencore bessere Konditionen herauszuholen. In den ersten sechs Monaten 2012 fiel der Nettogewinn um 33 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar und damit weniger als erwartet. Einige Analysten hatten mit einem Einbruch um rund die Hälfte gerechnet.
Um die Ertragskraft zu halten, verschiebt Xstrata-Vorstandschef Mick Davis 1 Mrd. Dollar an Investitionen in neue Projekte und kürzt die Ausgaben dieses Jahr um 390 Mio. Dollar. An der geplanten Fusion mit Glencore hält er fest: "Das bietet uns die Chance, als Teil einer größeren Gruppe schneller zu wachsen. Wir würden mit einem einzigartigen Geschäftsmodell die gesamte Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Endkunden abdecken", sagte Davis am Dienstag anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse.
Xstrata, einer der weltweit größten Anbieter von Kraftwerkskohle und Kupfer, möchte mit dem Rohstoffhändler Glencore zusammengehen, der bereits mit 33,6 Prozent größter Anteilseigner ist. Doch gegen die Milliardenfusion regt sich Widerstand. Qatar Holdings - mit elf Prozent an Xstrata beteiligt - ist unzufrieden mit der Offerte von Glencore-Vorstandschef Ivan Glasenberg. Statt 2,8 Glencore-Aktien je Xstrata-Anteilschein, wie es Glasenberg vorschlägt, fordert der Staatsfonds aus Katar eine Quote von 3,25. Rückendeckung hat er von den Fondsgesellschaften Standard Life und Schroders. Insgesamt entfallen auf die Gegner des Zusammenschlusses derzeit rund 14 Prozent. Da Glencore bei der Abstimmung am 7. September selbst nicht votieren darf und ein Quorum von 75 Prozent erreicht werden muss, reichen 16,5 Prozent an Neinstimmen, um die Fusion platzen zu lassen.
Die Zahlen von Xstrata geben Qatar-Holdings-Chef Ahmed Mohammed al-Sajid gute Argumente bei dem Tauziehen mit Glencore in die Hand. Xstrata gelingt es besser als den meisten Rivalen, mit dem schwierigen Marktumfeld zurechtzukommen. Nach Jahren des Booms fallen die Rohstoffnotierungen, die Rede ist von einem "zyklischen Abschwung". Die Preise für Nickel, Zink und Kupfer brachen in der ersten Jahreshälfte um jeweils 28 Prozent, 15 Prozent und 14 Prozent ein. Gleichzeitig wird die Erschließung neuer Vorkommen immer kostspieliger
Xstrata hat eine gute Bilanz, was die Kostenkontrolle betrifft. Seit 2002 setzte das Unternehmen 23 große Projekte um und hielt die Ausgaben dabei in Schach. Derzeit beziffert das Unternehmen die Kosteninflation auf 6,5 Prozent. Das Kupferprojekt Las Bambas in Peru verteuere sich um sieben Prozent auf 5,2 Mrd. Dollar, teilte Xstrata mit. Das sind inzwischen schon 23 Prozent mehr als bei der ersten Schätzung vor zwei Jahren. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das jedoch noch immer moderat: Barrick Gold aus Südafrika teilte Ende Juli mit, dass sich das Pascua-Lama-Projekt in Südamerika um rund 50 bis 60 Prozent verteuert. Die Barrick-Aktie fiel nach dieser Nachricht um acht Prozent.
Beobachter halten es dennoch für unwahrscheinlich, dass Glencore-Chef Glasenberg sein Angebot aufstocken wird. Der gebürtige Südafrikaner gilt als harter Verhandler, der in seiner Karriere selten zu viel bezahlt hat. Als eine der wenigen Ausnahmen gilt der Kauf des kanadischen Getreidehändlers Viterra, für den Glencore Anfang des Jahres mehr locker machte als erwartet. Dort gab es aber mit Archer Daniels Midland einen Nebenbuhler. Im Fall von Xstrata ist solch ein Bieterkampf nicht in Sicht, nicht zuletzt deshalb, weil Glasenberg mit seinem 33,6-Prozent-Anteil alles blockieren kann.

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