Betrüger verhaftet - irgendwann kriegen sie dich ...
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Seine sechsstelligen Steuerschulden sind nach eigenen Angaben der Grund dafür, dass sich ein 66 Jahre alter Anlageberater aus Meckenheim zu einer Serie von Betrügereien hinreißen ließ. In dem Prozess vor dem Bonner Landgericht legte der Angeklagte jetzt ein umfassendes Geständnis ab.Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen Dezember 2003 und September 2009 bei 25 Kunden einen Schaden in Höhe von 670.000 Euro verursacht zu haben. Die Masche: In der von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung räumte der gelernte Steuerfachwirt ein, von seinen Kunden persönliche Darlehen bekommen zu haben. Neben der Rückzahlung habe er den Anlegern hohe Zinsen versprochen.
Offenbar hatte der Angeklagte bereits 2003 einen Schuldenberg von mehr als zwei Millionen Euro angehäuft. Diese Fälle sind jedoch bereits verjährt. Den Angaben des 66-Jährigen zufolge hatte er sich Mitte der 90er Jahre Steuernachforderungen von mehr als 300.000 Mark gegenübergesehen. Diese resultierten anscheinend aus der Vermittlung und Finanzierung von Immobilien.
Als das Geschäft nicht mehr gut gelaufen sei, habe er begonnen, das von den Kunden geliehene Geld anzulegen - zunächst angeblich mit Erfolg. Dann hätten sich die hochspekulativen Anlageformen jedoch nicht mehr rentiert. Mit der Zeit habe er mit dem neu besorgten Geld nur seine laufenden Kosten decken können. Zumindest teilweise ausgezahlt habe er Kunden, die besonders großen Druck gemacht hätten.
Der Angeklagte betonte, dass es ihm leid tue, "das Vertrauen meiner Darlehensgeber missbraucht" zu haben. Nur wenige Kunden hätten von seiner desolaten finanziellen Situation gewusst. Doch auch diese hätten ihm weiter vertraut, da er stets beteuert hatte, dass die Probleme nur vorübergehend seien und die Anleger sich auf ihn verlassen könnten. Der Prozess wird fortgesetzt
* General-Anzeiger
Offenbar hatte der Angeklagte bereits 2003 einen Schuldenberg von mehr als zwei Millionen Euro angehäuft. Diese Fälle sind jedoch bereits verjährt. Den Angaben des 66-Jährigen zufolge hatte er sich Mitte der 90er Jahre Steuernachforderungen von mehr als 300.000 Mark gegenübergesehen. Diese resultierten anscheinend aus der Vermittlung und Finanzierung von Immobilien.
Als das Geschäft nicht mehr gut gelaufen sei, habe er begonnen, das von den Kunden geliehene Geld anzulegen - zunächst angeblich mit Erfolg. Dann hätten sich die hochspekulativen Anlageformen jedoch nicht mehr rentiert. Mit der Zeit habe er mit dem neu besorgten Geld nur seine laufenden Kosten decken können. Zumindest teilweise ausgezahlt habe er Kunden, die besonders großen Druck gemacht hätten.
Der Angeklagte betonte, dass es ihm leid tue, "das Vertrauen meiner Darlehensgeber missbraucht" zu haben. Nur wenige Kunden hätten von seiner desolaten finanziellen Situation gewusst. Doch auch diese hätten ihm weiter vertraut, da er stets beteuert hatte, dass die Probleme nur vorübergehend seien und die Anleger sich auf ihn verlassen könnten. Der Prozess wird fortgesetzt
* General-Anzeiger
Die Rostocker Polizei hat einen mutmaßlichen Internetbetrüger verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25jährigen Täter vor im großen Stil Abofallen betrieben zu haben und auf diese Weise 400.000 Euro ergaunert zu haben.
Der Angeklagte hat laut Anklage mindestens vier Internetplattformen betrieben auf denen frei erhältliche Software, sogenannte Open-Source-Software, gegen Bezahlung vertrieben wurde. Die Hinweise auf ein kostenpflichtiges Angebot wurden versteckt, die arglosen Opfer im Anschluss mit Mahnungen und Inkasso-Schreiben genötigt. Die Polizei durchsuchte im Laufe der Ermittlungen mehrere Wohnungen im Gebiet um Rostock, in Thüringen, Berlin und Brandenburg.
Der mutmaßliche Haupttäter wurde bereits wegen ähnlicher Delikte zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt, jetzt sitzt er in Haft. Gegen ihn lägen etwa 2000 Anzeigen von Geschädigten aus ganz Deutschland und Österreich vor. "Täglich kommen neue hinzu“, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Gärtner mit.
*T-Online
Der Angeklagte hat laut Anklage mindestens vier Internetplattformen betrieben auf denen frei erhältliche Software, sogenannte Open-Source-Software, gegen Bezahlung vertrieben wurde. Die Hinweise auf ein kostenpflichtiges Angebot wurden versteckt, die arglosen Opfer im Anschluss mit Mahnungen und Inkasso-Schreiben genötigt. Die Polizei durchsuchte im Laufe der Ermittlungen mehrere Wohnungen im Gebiet um Rostock, in Thüringen, Berlin und Brandenburg.
Der mutmaßliche Haupttäter wurde bereits wegen ähnlicher Delikte zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt, jetzt sitzt er in Haft. Gegen ihn lägen etwa 2000 Anzeigen von Geschädigten aus ganz Deutschland und Österreich vor. "Täglich kommen neue hinzu“, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Gärtner mit.
*T-Online
Manchmal mahlen die Mühlen der Justiz wahrlich langsam. Aber am Ende schlug die Falle dann doch zu. Nach 25 Jahren auf der Flucht wurde ein ehemaliger Bankkassierer verhaftet.
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*Ausriss: Südkurier
Quelle: Südkurier
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*Ausriss: Südkurier
Zitat
Die Suche nach einem 21-jährigen Waldshuter Bankkassierer zwischen Februar und Mai 1987 hatte zunächst einem Vermissten gegolten. Weil der junge Mann Ende Januar nicht aus dem mehrwöchigen Urlaub zurückgekehrt war, hatte der besorgte Vater die Polizei eingeschaltet.
Die fahndete umgehend mit Vermisstmeldung in den Zeitungen. Doch dann stellte sich heraus, weshalb der in Bad Säckingen wohnende Waldshuter Kassierer sich verkrümelt hatte: Auf dem Guthaben einer Schweizerin fehlten 60.000 Mark.
Mit diesem Geld hatte der 21-Jährige das Loch im Sortenbestand des Waldshuter Geldinstituts gestopft, aus dem er sich seit Herbst 1986 bedient hatte. Als dieser Griff in die Kasse der eigenen Bank aufzufliegen drohte, glich er den Fehlbestand durch Umbuchung vom Guthaben der Schweizer Kundin aus. Die jetzt zu Lasten der Schweizerin gehende Veruntreuung kam Ende Januar 1987 ans Licht, als die Frau Geld zum Kauf eines Autos abheben wollte. Die Bank schickte ihrem untreuen Kassierer die fristlose Kündigung. Doch der war gar nicht zu erreichen, sondern nach seinem in Boston/USA verbrachten Urlaub in Erwartung der Enthüllungen untergetaucht. Jetzt suchte die Polizei nicht mehr einen Vermissten, sondern mit Haftbefehl einen Betrüger. Die Fahnder waren ihm auf den Fersen, als er nach dem Urlaub für kurze Zeit wieder am Hochrhein auftauchte, allerdings nicht in seiner Wohnung. Doch als der Gesuchte sich erneut nach Boston zu einer Bekannten absetzte, verlor sich seine Spur für einige Wochen. Doch schließlich geriet sein Kontakt zur Bekannten in den USA ins Visier der Ermittler, die ihm das FBI auf den Hals schickten. Jetzt war der 21-Jährige zur Rückkehr bereit.
Allerdings nicht auf direktem Wege, sondern erst nach einem mehrtägigen Urlaubs-Zwischenstopp an der Côte d'Azur. Erst danach stellte er sich im Mai vor 25 Jahren der deutschen Polizei. Da keine Fluchtgefahr bestand, blieb er bis zum Prozess auf freiem Fuß. Von den veruntreuten 60.000 DM war nichts mehr übrig. Sie waren für Anschaffungen wie Auto, Stereoanlage und Möbel sowie die ausgedehnten Urlaubsaufenthalte drauf gegangen.
Quelle: Südkurier
Hessischen Fahndern ist ein Millionenbetrüger ins Netz gegangen. Der mit Haftbefehl gesuchte 47-Jährige sei unweit der niederländischen Grenze in Goch am Niederrhein festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen mit. Der Mann aus Wolfhagen bei Kassel hatte seine mehr als vierjährige Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Kassel am 1. Februar nicht angetreten und war seither auf der Flucht
Am Montagnachmittag haben Beamte des Fahndungskommissariates ZK 43 des PP Nordhessen einen mit Haftbefehlen gesuchten Millionenbetrüger in Goch am Niederrhein, unweit der holländischen Grenze, festgenommen. Gegen den Gesuchten bestanden zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Kassel wegen Steuerhinterziehung, Betrug und veruntreuender Unterschlagung in Millionenhöhe.
Der im Juni 2011 zu über vier Jahren Freiheitsstrafe Verurteilte war am 1. Februar dieses Jahres nicht zum Strafantritt in der Justizvollzugsanstalt Kassel erschienen und seit dieser Zeit flüchtig. Umfangreiche Ermittlungen des Zentralkommissariats ZK 20 und der Kasseler Staatsanwaltschaft hatten zur Anklage vor dem Landgericht geführt. Nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden hat der Verurteilte einen Schaden von ca. 3 Mio. Euro angerichtet. Unter anderem hat er bei seinen Geschäften nicht existierende Lastwagen für sechsstellige Beträge verkauft und gleich zurückgeleast.
Umfangreiche Ermittlungen und zielgerichtete Fahndungsmaßnahmen führten die Beamten des Fahndungskommissariats am Montag schließlich zu einem Firmengelände in Goch, wo der Gesuchte am Nachmittag gegen 15:20 Uhr auftauchte und einen geschäftlichen Termin wahrnehmen wollte. Dabei konnte er von den Kasseler Fahndern widerstandslos festgenommen werden. Wie sich herausstelle war der 47-Jährige mit einem Mietwagen unterwegs, obwohl er derzeit keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Im Fahrzeug wurden ein gepackter Koffer sowie weitere Reiseutensilien aufgefunden. Der zuletzt im Altkreis Wolfhagen wohnende Mann, der seit Wochen auf der Flucht war, wurde zunächst in die Justizvollzugsanstalt in Kleve eingeliefert
Polizeipräsidium Nordhessen
Am Montagnachmittag haben Beamte des Fahndungskommissariates ZK 43 des PP Nordhessen einen mit Haftbefehlen gesuchten Millionenbetrüger in Goch am Niederrhein, unweit der holländischen Grenze, festgenommen. Gegen den Gesuchten bestanden zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Kassel wegen Steuerhinterziehung, Betrug und veruntreuender Unterschlagung in Millionenhöhe.
Der im Juni 2011 zu über vier Jahren Freiheitsstrafe Verurteilte war am 1. Februar dieses Jahres nicht zum Strafantritt in der Justizvollzugsanstalt Kassel erschienen und seit dieser Zeit flüchtig. Umfangreiche Ermittlungen des Zentralkommissariats ZK 20 und der Kasseler Staatsanwaltschaft hatten zur Anklage vor dem Landgericht geführt. Nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden hat der Verurteilte einen Schaden von ca. 3 Mio. Euro angerichtet. Unter anderem hat er bei seinen Geschäften nicht existierende Lastwagen für sechsstellige Beträge verkauft und gleich zurückgeleast.
Umfangreiche Ermittlungen und zielgerichtete Fahndungsmaßnahmen führten die Beamten des Fahndungskommissariats am Montag schließlich zu einem Firmengelände in Goch, wo der Gesuchte am Nachmittag gegen 15:20 Uhr auftauchte und einen geschäftlichen Termin wahrnehmen wollte. Dabei konnte er von den Kasseler Fahndern widerstandslos festgenommen werden. Wie sich herausstelle war der 47-Jährige mit einem Mietwagen unterwegs, obwohl er derzeit keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Im Fahrzeug wurden ein gepackter Koffer sowie weitere Reiseutensilien aufgefunden. Der zuletzt im Altkreis Wolfhagen wohnende Mann, der seit Wochen auf der Flucht war, wurde zunächst in die Justizvollzugsanstalt in Kleve eingeliefert
Polizeipräsidium Nordhessen
Mutmaßliche Geldwäscher vor Gericht
Das Landgericht Erfurt verhandelt seit Montag gegen sechs mutmaßliche Anlagebetrüger. Mit einer bundesweit agierenden Gesellschaft sollen die Angeklagten fast 30 Anleger um insgesamt mehr als 660.000 Euro geprellt haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Betrug und Geldwäsche. Die 41 bis 67 Jahre alten Angeklagten, darunter drei Juristen und ein Finanzwirt, stehen im Verdacht, Anlegern zwischen 2002 und 2004 lukrative Kapitalanlage- und Kreditgeschäfte vorgegaukelt und deren Geld anschließend für private Zwecke genutzt zu haben.
Die Fälle kommen erst jetzt vor Gericht, da die Aktenlage sehr umfangreich ist. Die Ermittlungkartei macht der Staatsanwaltschaft zufolge 90 Aktenordner aus. Selbst die fertige Anklageschrift umfasst 200 Seiten.
Bereits kurz nach Prozessbeginn wurde das Verfahren am Montag unterbrochen. Grund war ein sogenanntes Rechtsgespräch mit allen Beteiligten. Einer der angeklagten Juristen hatte sich selbst verteidigen wollen Das lehnte das Gericht jedoch ab. Anschließend wurde der Prozess mit einem zusätzlichen Verteidiger weiter geführt. Nach Verlesung der Anklageschrift gaben die sechs Beschuldigten an, sich erst am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Dieser findet bereits am Dienstag statt
Das Landgericht Erfurt verhandelt seit Montag gegen sechs mutmaßliche Anlagebetrüger. Mit einer bundesweit agierenden Gesellschaft sollen die Angeklagten fast 30 Anleger um insgesamt mehr als 660.000 Euro geprellt haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Betrug und Geldwäsche. Die 41 bis 67 Jahre alten Angeklagten, darunter drei Juristen und ein Finanzwirt, stehen im Verdacht, Anlegern zwischen 2002 und 2004 lukrative Kapitalanlage- und Kreditgeschäfte vorgegaukelt und deren Geld anschließend für private Zwecke genutzt zu haben.
Die Fälle kommen erst jetzt vor Gericht, da die Aktenlage sehr umfangreich ist. Die Ermittlungkartei macht der Staatsanwaltschaft zufolge 90 Aktenordner aus. Selbst die fertige Anklageschrift umfasst 200 Seiten.
Bereits kurz nach Prozessbeginn wurde das Verfahren am Montag unterbrochen. Grund war ein sogenanntes Rechtsgespräch mit allen Beteiligten. Einer der angeklagten Juristen hatte sich selbst verteidigen wollen Das lehnte das Gericht jedoch ab. Anschließend wurde der Prozess mit einem zusätzlichen Verteidiger weiter geführt. Nach Verlesung der Anklageschrift gaben die sechs Beschuldigten an, sich erst am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Dieser findet bereits am Dienstag statt
Über Jahre hinweg soll eine Gruppe - unter ihnen auch Justizbedienstete und eine Richterin - in Vorarlberg Testamente gefälscht haben. Am Landesgericht Salzburg wurde in der Causa Mittwochabend ein weiteres Urteil gefällt.
Der mittlerweile 50-jährige, geständige Angehörige des Hauptbeschuldigten Jürgen H. (48) wurde wegen Beteiligung zum teils versuchten, teils vollendeten Amtsmissbrauch zu 20 Monaten Haft auf Bewährung unter einer Probezeit von drei Jahren nicht rechtskräftig verurteilt.
Urteil nicht rechtskräftig
Erschwerend wertete der Schöffensenat das Zusammentreffen von zwei Verbrechen, mildernd den ordentlichen Lebenswandel und die Schadenswiedergutmachung sowie die untergeordnete Tatbeteiligung des Angeklagten. Der Strafrahmen reichte von einem Jahr bis zu zehn Jahren Haft. Der Angeklagte wie auch der Staatsanwalt verzichteten auf Rechtsmittel. Die Privatbeteiligten-Vertreter gaben keine Erklärung ab. Deshalb ist das Urteil nicht rechtskräftig.
Scheinerben organisiert
Der Angehörige hat in zwei Fällen Scheinerben für gefälschte Verlassenschaften organisiert. "Ich bin mir dessen sehr bewusst, was ich getan habe, und ich bin selber verantwortlich dafür", betonte der angeklagte Vorarlberger in seinem Schlusswort. Sein Bruder habe ihn zu der Tat überredet.
Auch Richterin vor Gericht
Am Mittwochvormittag wurde die angeklagte Richterin Kornelia Ratz, suspendierte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch, nochmals zur Testamentsfälschung "Wilhelm M." einvernommen.
Auf die Frage von Ersatzrichterin Bettina Maxones-Kurkowski, was der Grund dafür sein könnte, dass Jürgen H. sie so massiv belaste, antwortete die Beschuldigte: Möglicherweise habe er damit von sich ablenken wollen, damit sich dann alles auf sie fokussiere.
Und so sei es dann auch tatsächlich gewesen, plötzlich hätten die Ermittler von der "Causa Ratz" gesprochen und nicht von der Testamentsaffäre. Mit einer Testaments-Bestellung hätte sie sich doch total dem Jürgen H. ausgeliefert, in Richtung Erpressbarkeit, gab Ratz zu bedenken und beteuerte erneut ihre Unschuld.
Zehn Angeklagte
Im "Testamentsfälscher"-Prozess sind insgesamt zehn Personen angeklagt, darunter fünf Justizbedienstete. Sie sollen von 2001 bis 2008 in 18 Verlassenschaftsverfahren 16 Testamente und zwei Schenkungsverträge manipuliert oder dazu beigetragen haben, um sich und Angehörige zu bereichern.
Der inkriminierte Gesamtschaden beträgt zehn Millionen Euro, 158 Geschädigte sind bekannt. Drei geständige Angehörige von Jürgen H. sind bereits am sechsten Verhandlungstag am 25. April schuldig gesprochen worden, zwei Urteile sind bereits rechtskräftig.
* heute.at
Der mittlerweile 50-jährige, geständige Angehörige des Hauptbeschuldigten Jürgen H. (48) wurde wegen Beteiligung zum teils versuchten, teils vollendeten Amtsmissbrauch zu 20 Monaten Haft auf Bewährung unter einer Probezeit von drei Jahren nicht rechtskräftig verurteilt.
Urteil nicht rechtskräftig
Erschwerend wertete der Schöffensenat das Zusammentreffen von zwei Verbrechen, mildernd den ordentlichen Lebenswandel und die Schadenswiedergutmachung sowie die untergeordnete Tatbeteiligung des Angeklagten. Der Strafrahmen reichte von einem Jahr bis zu zehn Jahren Haft. Der Angeklagte wie auch der Staatsanwalt verzichteten auf Rechtsmittel. Die Privatbeteiligten-Vertreter gaben keine Erklärung ab. Deshalb ist das Urteil nicht rechtskräftig.
Scheinerben organisiert
Der Angehörige hat in zwei Fällen Scheinerben für gefälschte Verlassenschaften organisiert. "Ich bin mir dessen sehr bewusst, was ich getan habe, und ich bin selber verantwortlich dafür", betonte der angeklagte Vorarlberger in seinem Schlusswort. Sein Bruder habe ihn zu der Tat überredet.
Auch Richterin vor Gericht
Am Mittwochvormittag wurde die angeklagte Richterin Kornelia Ratz, suspendierte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch, nochmals zur Testamentsfälschung "Wilhelm M." einvernommen.
Auf die Frage von Ersatzrichterin Bettina Maxones-Kurkowski, was der Grund dafür sein könnte, dass Jürgen H. sie so massiv belaste, antwortete die Beschuldigte: Möglicherweise habe er damit von sich ablenken wollen, damit sich dann alles auf sie fokussiere.
Und so sei es dann auch tatsächlich gewesen, plötzlich hätten die Ermittler von der "Causa Ratz" gesprochen und nicht von der Testamentsaffäre. Mit einer Testaments-Bestellung hätte sie sich doch total dem Jürgen H. ausgeliefert, in Richtung Erpressbarkeit, gab Ratz zu bedenken und beteuerte erneut ihre Unschuld.
Zehn Angeklagte
Im "Testamentsfälscher"-Prozess sind insgesamt zehn Personen angeklagt, darunter fünf Justizbedienstete. Sie sollen von 2001 bis 2008 in 18 Verlassenschaftsverfahren 16 Testamente und zwei Schenkungsverträge manipuliert oder dazu beigetragen haben, um sich und Angehörige zu bereichern.
Der inkriminierte Gesamtschaden beträgt zehn Millionen Euro, 158 Geschädigte sind bekannt. Drei geständige Angehörige von Jürgen H. sind bereits am sechsten Verhandlungstag am 25. April schuldig gesprochen worden, zwei Urteile sind bereits rechtskräftig.
* heute.at
Angeklagter ließ Opfer Schuldscheine unterzeichnen, zahlte das versprochene Geld aber nie
Wegen Betrugs, Fälschung und Vertrauensmissbrauchs wurde diese Woche ein 65-jähriger Mann zu fünf Jahren Gefängnis, davon zweieinhalb Jahre auf Bewährung, verurteilt. Der Beschuldigte hatte insgesamt elf Personen Kredite versprochen, das Geld allerdings nie gezahlt und stattdessen die Opfer zur Kasse gebeten.
Der Mann versprach den Menschen – die in finanziellen Schwierigkeiten steckten, zwischen 15 000 und 175 000 Euro. Damit aber alles seine Ordnung hatte, ließ er sie einen Schuldschein (reconnaissance de dette) unterzeichnen – dies allerdings, ehe sie auch nur einen Cent erhalten hatten. Die versprochenen Geldsummen sahen die Menschen nie in ihrer Gänze. Stattdessen forderte der Beschuldigte von ihnen sogar Anzahlungen zur Abdeckung der Verwaltungskosten, manche der Geldleihen knüpfte er zudem an horrende Zinssätze. Als die betroffenen Personen dann nach dem Geld verlangten, wollte der Angeklagte sie nicht nur davon überzeugen, dass sie dieses bereits erhalten hatten, auch zog er gar vor Gericht um sein verliehenes Geld samt Zinsen einzuklagen. Mit Erfolg, da er von seinen Opfern unterzeichnete Schuldscheine vorlegen konnte.
Als allerdings ab 2008 immer mehr Menschen Klage bei der Polizei einreichten und der „Modus operandi“ des Beschuldigten deutlich wurde, schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein und der Mann musste sich Mitte April vor dem Zuchtpolizeigericht Luxemburg verantworten. Seinen Opfern muss der Verurteilte nun insgesamt 51400 Euro Schadenersatz zahlen.
* Wort.lu
Der Mann versprach den Menschen – die in finanziellen Schwierigkeiten steckten, zwischen 15 000 und 175 000 Euro. Damit aber alles seine Ordnung hatte, ließ er sie einen Schuldschein (reconnaissance de dette) unterzeichnen – dies allerdings, ehe sie auch nur einen Cent erhalten hatten. Die versprochenen Geldsummen sahen die Menschen nie in ihrer Gänze. Stattdessen forderte der Beschuldigte von ihnen sogar Anzahlungen zur Abdeckung der Verwaltungskosten, manche der Geldleihen knüpfte er zudem an horrende Zinssätze. Als die betroffenen Personen dann nach dem Geld verlangten, wollte der Angeklagte sie nicht nur davon überzeugen, dass sie dieses bereits erhalten hatten, auch zog er gar vor Gericht um sein verliehenes Geld samt Zinsen einzuklagen. Mit Erfolg, da er von seinen Opfern unterzeichnete Schuldscheine vorlegen konnte.
Als allerdings ab 2008 immer mehr Menschen Klage bei der Polizei einreichten und der „Modus operandi“ des Beschuldigten deutlich wurde, schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein und der Mann musste sich Mitte April vor dem Zuchtpolizeigericht Luxemburg verantworten. Seinen Opfern muss der Verurteilte nun insgesamt 51400 Euro Schadenersatz zahlen.
* Wort.lu
Kanadische Behörden haben mehr als eine Million Dollar in gefälschten amerikanischen Banknoten sichergestellt. Der mutmassliche Fälscherring habe Blüten hergestellt, die nahezu nicht von echten Banknoten zu unterscheiden seien, teilte die kanadische Polizei mit.
Bei den Razzien in sechs Objekten in Trois-Rivieres und Drummondville in der Provinz Quebec seien am Mittwoch vier Personen festgenommen worden, hiess es.
An den Ermittlungen war auch der amerikanische Geheimdienst Secret Service beteiligt. Ob die Festgenommenen in Kanada oder den USA wegen Herstellung, Besitz und Vertrieb von gefälschten Banknoten vor Gericht gestellt werden, ist noch unklar.
**********
Die britische Polizei hat bei einer Razzia falsche Münzen und Rohlinge im Rekordwert von 4,1 Millionen Pfund sichergestellt. Das entspricht etwa 5,1 Millionen Euro. Es handle sich um den größten Fund von falschem Münzgeld, der jemals in Großbritannien gemacht wurde, teilte Scotland Yard am Donnerstag mit. Drei Männer wurden festgenommen"Dies ist ein beachtlicher Schlag gegen das kriminelle Netzwerk, das dahintersteckt", sagte Bruce South, von der Anti- Falschgeld- Einheit bei Scotland Yard. Die Kriminellen versuchten, das britische Währungssystem zu unterhöhlen, indem sie Falschgeld in "industriellem Ausmaß" herstellten, so der Beamte.
Die Münzen seien in drei Anwesen in Enfield, Herts und Essex sowie in zwei Fahrzeugen im Raum Essex gefunden worden, hieß es. Bei der Razzia seien drei Männer im Alter von 52, 43 und 27 Jahren festgenommen worden. Ihnen wird die Herstellung von Falschgeld sowie Geldwäsche und Betrug vorgeworfen.
Die Polizei geht davon aus, dass sich Falschgeld aus den Händen der gleichen Verdächtigen bereits in Umlauf befindet. Wo die Münzen geprägt wurden, konnte die Polizei jedoch bislang nicht herausfinden
Bei den Razzien in sechs Objekten in Trois-Rivieres und Drummondville in der Provinz Quebec seien am Mittwoch vier Personen festgenommen worden, hiess es.
An den Ermittlungen war auch der amerikanische Geheimdienst Secret Service beteiligt. Ob die Festgenommenen in Kanada oder den USA wegen Herstellung, Besitz und Vertrieb von gefälschten Banknoten vor Gericht gestellt werden, ist noch unklar.
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Die britische Polizei hat bei einer Razzia falsche Münzen und Rohlinge im Rekordwert von 4,1 Millionen Pfund sichergestellt. Das entspricht etwa 5,1 Millionen Euro. Es handle sich um den größten Fund von falschem Münzgeld, der jemals in Großbritannien gemacht wurde, teilte Scotland Yard am Donnerstag mit. Drei Männer wurden festgenommen"Dies ist ein beachtlicher Schlag gegen das kriminelle Netzwerk, das dahintersteckt", sagte Bruce South, von der Anti- Falschgeld- Einheit bei Scotland Yard. Die Kriminellen versuchten, das britische Währungssystem zu unterhöhlen, indem sie Falschgeld in "industriellem Ausmaß" herstellten, so der Beamte.
Die Münzen seien in drei Anwesen in Enfield, Herts und Essex sowie in zwei Fahrzeugen im Raum Essex gefunden worden, hieß es. Bei der Razzia seien drei Männer im Alter von 52, 43 und 27 Jahren festgenommen worden. Ihnen wird die Herstellung von Falschgeld sowie Geldwäsche und Betrug vorgeworfen.
Die Polizei geht davon aus, dass sich Falschgeld aus den Händen der gleichen Verdächtigen bereits in Umlauf befindet. Wo die Münzen geprägt wurden, konnte die Polizei jedoch bislang nicht herausfinden
Drahtzieher eines Schneeballsystems vor Gericht
Dieses Schneeballsystem lief dieses Mal etwa 18 Monate in der Nähe der polnischen Stadt Bydgoszcz gut. Dem Angeklagten wird die Erschleichung von ca. 9 Millionen PLN von 200 Personen vorgeworfen, ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Dem 46jȁhrigen Polen wird desweiteren die Fälschung von mehr als 950 Dokumenten, die Verschleierung des Vermögens und Betrug vorgeworfen. Zu Gunsten des Angeklagten spricht lediglich, dass er sich freiwillig stellte und viel und gerne über seine Machenschaften erzählte
polnisches-recht.eu
polnisches-recht.eu
Marketing-Berater prellt Monica Ferres
Es ging um stolze 75.000 Euro, die ein Marketing-Berater sich in die eigene Tasche gesteckt hatte. Eigentlich war das Geld für die Schauspielerin Veronica Ferres gedacht, als sie einen Werbevertrag mit einer Modehauskette erhielt.
Die Modehauskette "Adler" aus Unterfranken wollte Anfang 2008 Ferres als neues Werbegesicht. Sie sollte die Nachfolgerin der TV-Moderatorin Birgit Schrowange werden. Den Werbevertrag handelte der Geschäftsmann im Auftrag der Schauspielerin aus Solingen aus. Das Unternehmen war bereit, eine Gage in Höhe von 875.000 Euro zu zahlen. Der Berater erhielt ein Honorar von 70.000 Euro.
Ferres erhielt gefälschten Vertrag
Das war ihm scheinbar nicht genug. Denn Veronica Ferres erhielt von ihm einen gefälschten Vertrag, in dem eine Gage von 800.000 Euro ausgezeichnet war. Die anderen 75.000 Euro verbuchte der Geschäftsmann als Umsatz seiner Firma.
Als das Adler-Management wechselte, sollte der Werbevertrag aufgelöst werden. Die Begründung: Veronica Ferres lebe in "ehebrecherischen Verhältnissen". Die Schauspielerin trennte sich damals von ihrem Gatten. Der Lebenswandel missfiel der Modehauskette.
Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Berater
Eine Überprüfung sämtlicher Verträge ließ den Betrug auffliegen. Es wurde Anzeige gegen den Marketing-Berater erstattet. Laut dem Kölner "Express" wurde die Schauspielerin während des Prozesses vor dem Kölner Amtsgericht als Zeugin genannt, musste jedoch nicht erscheinen. Am Mittwoch verkündete das Amtsgericht Köln das Urteil: zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen schweren Betrugs.
Die Modehauskette "Adler" aus Unterfranken wollte Anfang 2008 Ferres als neues Werbegesicht. Sie sollte die Nachfolgerin der TV-Moderatorin Birgit Schrowange werden. Den Werbevertrag handelte der Geschäftsmann im Auftrag der Schauspielerin aus Solingen aus. Das Unternehmen war bereit, eine Gage in Höhe von 875.000 Euro zu zahlen. Der Berater erhielt ein Honorar von 70.000 Euro.
Ferres erhielt gefälschten Vertrag
Das war ihm scheinbar nicht genug. Denn Veronica Ferres erhielt von ihm einen gefälschten Vertrag, in dem eine Gage von 800.000 Euro ausgezeichnet war. Die anderen 75.000 Euro verbuchte der Geschäftsmann als Umsatz seiner Firma.
Als das Adler-Management wechselte, sollte der Werbevertrag aufgelöst werden. Die Begründung: Veronica Ferres lebe in "ehebrecherischen Verhältnissen". Die Schauspielerin trennte sich damals von ihrem Gatten. Der Lebenswandel missfiel der Modehauskette.
Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Berater
Eine Überprüfung sämtlicher Verträge ließ den Betrug auffliegen. Es wurde Anzeige gegen den Marketing-Berater erstattet. Laut dem Kölner "Express" wurde die Schauspielerin während des Prozesses vor dem Kölner Amtsgericht als Zeugin genannt, musste jedoch nicht erscheinen. Am Mittwoch verkündete das Amtsgericht Köln das Urteil: zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen schweren Betrugs.
Betrug im ganz großen Stil
Ein 49-jähriger Angeklagter und seine Geschäftspartner aus dem Landkreis Lichtenfels sollen Leasing- und Factoringfirmen um insgesamt rund 1,2 Millionen Euro geprellt haben.
Um Wirtschaftskriminalität von erheblicher Tragweite geht es seit Montag bei einem Prozess am Coburger Landgericht. Der 49-jährige Angeklagte und seine Geschäftspartner aus dem Landkreis Lichtenfels sollen Leasing- und Factoringfirmen um rund 1,2 Millionen Euro geprellt haben.
Laut Staatsanwalt Johannes Berg begannen die betrügerischen Geschäfte im März 2010. Mit einem Geschäftspartner hatte er eine Handels GmbH sowie ein Import- und Exportunternehmen gegründet. Bald darauf soll der Angeklagte mit einer Leasinggesellschaft ein Geschäft abgeschlossen haben. Eines seiner Unternehmen sollte vom anderen Regale im Wert von 100 000 Euro leasen. Die Leasingfirma stellte den Betrag für den Kauf der Regale, nachdem der Leasingnehmer, das Import-Export-Unternehmen, den Erhalt der Regale bestätigt hatte. Die Ware, so die Staatsanwaltschaft, habe es jedoch nie gegeben. Das Geld der Leasingfirma hätten der Angeklagte und seine Geschäftspartner eingestrichen, ohne Raten zurückzuzahlen.
Den "Regal-Trick" habe der Angeklagte bei einer anderen Leasingfirma noch einmal angewandt. Dieses Mal sei ein Schaden von rund 60 000 Euro entstanden, nachdem zumindest einige Monate Leasingraten zurückgeflossen seien.
Noch eine ganze Reihe solcher "Luftnummern" wirft die Anklage dem 49-Jährigen vor. In einem Fall ging es um das Leasing eines professionellen Kopiergeräts, Kostenpunkt rund 12 000 Euro. Bei einer anderen Gelegenheit sollen die Täter einen Leasingvertrag für Büromöbel abgeschlossen haben. Die Leasingfirma zahlte rund 17 000 Euro. Geleast sei in beiden Fällen schlichtweg nichts von niemandem geworden, so der Staatsanwalt.
Deutlich höhere Summen waren laut Anklage bei den Factoring-Geschäften im Spiel. 24 Rechnungen seines Handelsunternehmens soll der Angeklagte zur sofortigen Liquidierung bei einer Factoring-Gesellschaft eingereicht haben. So seien über 100 000 Euro auf das Konto der Betrüger gewandert. Das Factoring-Unternehmen habe das vorgestreckte Geld jedoch nie wieder gesehen, da es sich bei den 24 Forderungen wiederum um "Luftnummern" gehandelt haben soll.
Eine andere Factoring-Gesellschaft habe sogar Rechnungen in Höhe von über 610 000 Euro angekauft. Die Anklage listet Rechnungen des Handelsunternehmens aus dem Landkreis Lichtenfels an Firmen in ganz Deutschland, von Hamburg über Berlin bis Frankfurt. Genannt sind auch ein polnisches Unternehmen sowie Handelspartner in der Region.
Schließlich soll der Angeklagte auch noch den Geschäftsführer einer Kindertagesstätte in Hamburg übers Ohr gehauen haben. Der 49-Jährige soll für die Kita ein Leasinggeschäft für Spielgeräte eingefädelt haben. Der Einrichtung sollte so Kapital verschafft werden. Die Zahlung der Leasinggesellschaft in Höhe von rund 167 000 Euro habe der Angeklagte jedoch für sich behalten.
Die beiden Firmen, die der Angeklagte leitete, haben mittlerweile Konkurs angemeldet. Die Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Gerhard Amend muss sich durch in den Unternehmen sichergestellte Aktenberge arbeiten. Drei weitere Verhandlungstage sind zunächst geplant. Fortgesetzt wird das Verfahren am Mittwoch
* NP Coburg
Ein 49-jähriger Angeklagter und seine Geschäftspartner aus dem Landkreis Lichtenfels sollen Leasing- und Factoringfirmen um insgesamt rund 1,2 Millionen Euro geprellt haben.
Um Wirtschaftskriminalität von erheblicher Tragweite geht es seit Montag bei einem Prozess am Coburger Landgericht. Der 49-jährige Angeklagte und seine Geschäftspartner aus dem Landkreis Lichtenfels sollen Leasing- und Factoringfirmen um rund 1,2 Millionen Euro geprellt haben.
Laut Staatsanwalt Johannes Berg begannen die betrügerischen Geschäfte im März 2010. Mit einem Geschäftspartner hatte er eine Handels GmbH sowie ein Import- und Exportunternehmen gegründet. Bald darauf soll der Angeklagte mit einer Leasinggesellschaft ein Geschäft abgeschlossen haben. Eines seiner Unternehmen sollte vom anderen Regale im Wert von 100 000 Euro leasen. Die Leasingfirma stellte den Betrag für den Kauf der Regale, nachdem der Leasingnehmer, das Import-Export-Unternehmen, den Erhalt der Regale bestätigt hatte. Die Ware, so die Staatsanwaltschaft, habe es jedoch nie gegeben. Das Geld der Leasingfirma hätten der Angeklagte und seine Geschäftspartner eingestrichen, ohne Raten zurückzuzahlen.
Den "Regal-Trick" habe der Angeklagte bei einer anderen Leasingfirma noch einmal angewandt. Dieses Mal sei ein Schaden von rund 60 000 Euro entstanden, nachdem zumindest einige Monate Leasingraten zurückgeflossen seien.
Noch eine ganze Reihe solcher "Luftnummern" wirft die Anklage dem 49-Jährigen vor. In einem Fall ging es um das Leasing eines professionellen Kopiergeräts, Kostenpunkt rund 12 000 Euro. Bei einer anderen Gelegenheit sollen die Täter einen Leasingvertrag für Büromöbel abgeschlossen haben. Die Leasingfirma zahlte rund 17 000 Euro. Geleast sei in beiden Fällen schlichtweg nichts von niemandem geworden, so der Staatsanwalt.
Deutlich höhere Summen waren laut Anklage bei den Factoring-Geschäften im Spiel. 24 Rechnungen seines Handelsunternehmens soll der Angeklagte zur sofortigen Liquidierung bei einer Factoring-Gesellschaft eingereicht haben. So seien über 100 000 Euro auf das Konto der Betrüger gewandert. Das Factoring-Unternehmen habe das vorgestreckte Geld jedoch nie wieder gesehen, da es sich bei den 24 Forderungen wiederum um "Luftnummern" gehandelt haben soll.
Eine andere Factoring-Gesellschaft habe sogar Rechnungen in Höhe von über 610 000 Euro angekauft. Die Anklage listet Rechnungen des Handelsunternehmens aus dem Landkreis Lichtenfels an Firmen in ganz Deutschland, von Hamburg über Berlin bis Frankfurt. Genannt sind auch ein polnisches Unternehmen sowie Handelspartner in der Region.
Schließlich soll der Angeklagte auch noch den Geschäftsführer einer Kindertagesstätte in Hamburg übers Ohr gehauen haben. Der 49-Jährige soll für die Kita ein Leasinggeschäft für Spielgeräte eingefädelt haben. Der Einrichtung sollte so Kapital verschafft werden. Die Zahlung der Leasinggesellschaft in Höhe von rund 167 000 Euro habe der Angeklagte jedoch für sich behalten.
Die beiden Firmen, die der Angeklagte leitete, haben mittlerweile Konkurs angemeldet. Die Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Gerhard Amend muss sich durch in den Unternehmen sichergestellte Aktenberge arbeiten. Drei weitere Verhandlungstage sind zunächst geplant. Fortgesetzt wird das Verfahren am Mittwoch
* NP Coburg
Benedetto C.* ist der Justiz schon seit 15 Jahren als Betrüger bekannt. Aber auch nach mehreren einschlägigen Vorstrafen ging er weiter unverdrossen seinem unlauteren Nebenerwerb nach. So verkaufte er seiner Nachbarin zum Beispiel für 8000 Franken ein Auto, das gar nicht existierte.
Vertrauen der Opfer ausgenützt
Ein Opfer lernte er zufällig an einer Tankstelle in Grenchen kennen. Benedetto C. gab sich als Computerhändler aus. Mit Briefen von frei erfundenen Geschäftspartnern und gefälschten Zollpapieren fingierte er eine «Jahrhundertgeschäft» und konnte sich so von diesem Opfer rund 68 000 Franken ergaunern.
«Er hat jede sich bietende Gelegenheit gepackt und das Vertrauen seiner Opfer, die sich teilweise selber in einer desolaten finanziellen Situation befanden, skrupellos und schamlos ausgenützt», hiess es denn auch in der Urteilsbegründung.
Ein Berufsbetrüger
In zwanzig Anklagepunkten befand das Amtsgericht, dass es sich um Betrug handelte. «Benedetto C. hat seine Opfer mit frei erfundenen Geschichten arglistig getäuscht und und sie danach immer wieder in ihrem Irrtum bestärkt», begründete Gerichtspräsident François Scheidegger das Urteil. «Der Aufwand an Zeit und Mitteln hat einen Umfang erreicht, dass es einer quasi beruflichen Tätigkeit glich.»
Negativ angerechnet wurde Benedetto C., dass bis heute völlig ungeklärt blieb, was mit den ertrogenen Vermögenswerten wirklich passiert ist. Zudem wurde bei zwei bedingt ausgesprochenen Strafen aus früheren Urteilen vom Amtsgericht nun der Vollzug angeordnet. So kam es unter dem Strich zu einer neuen, gesamthaften Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten.
Schulden von einer Million
Finanziell wird Benedetto C. wohl nie mehr auf einen grünen Zweig kommen. Es existieren Schuldscheine aus einem Privatkonkurs und neue Betreibungen von zusammen rund einer Million Franken gegen ihn. Im Urteil wird er nun darauf behaftet, allen zwanzig Opfern Schadenersatz zu zahlen. Alle Genugtuungsforderungen wurden aber abgewiesen.
Schutz von Ehefrau und Tochter
Auch die ganzen Verfahrenskosten muss Benedetto C. zahlen. Aber die vom Staatsanwalt geforderte Massnahme, das Urteil mit Namensnennung zu veröffentlichen, wurde abgewiesen. Der Nutzen einer Publikation wäre minim und das Interesse, die Ehefrau und die Tochter zu schützen, wiegt schwerer, meint das Amtsgericht Solothurn-Lebern.
*Name von der Redaktion geändert.
Vertrauen der Opfer ausgenützt
Ein Opfer lernte er zufällig an einer Tankstelle in Grenchen kennen. Benedetto C. gab sich als Computerhändler aus. Mit Briefen von frei erfundenen Geschäftspartnern und gefälschten Zollpapieren fingierte er eine «Jahrhundertgeschäft» und konnte sich so von diesem Opfer rund 68 000 Franken ergaunern.
«Er hat jede sich bietende Gelegenheit gepackt und das Vertrauen seiner Opfer, die sich teilweise selber in einer desolaten finanziellen Situation befanden, skrupellos und schamlos ausgenützt», hiess es denn auch in der Urteilsbegründung.
Ein Berufsbetrüger
In zwanzig Anklagepunkten befand das Amtsgericht, dass es sich um Betrug handelte. «Benedetto C. hat seine Opfer mit frei erfundenen Geschichten arglistig getäuscht und und sie danach immer wieder in ihrem Irrtum bestärkt», begründete Gerichtspräsident François Scheidegger das Urteil. «Der Aufwand an Zeit und Mitteln hat einen Umfang erreicht, dass es einer quasi beruflichen Tätigkeit glich.»
Negativ angerechnet wurde Benedetto C., dass bis heute völlig ungeklärt blieb, was mit den ertrogenen Vermögenswerten wirklich passiert ist. Zudem wurde bei zwei bedingt ausgesprochenen Strafen aus früheren Urteilen vom Amtsgericht nun der Vollzug angeordnet. So kam es unter dem Strich zu einer neuen, gesamthaften Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten.
Schulden von einer Million
Finanziell wird Benedetto C. wohl nie mehr auf einen grünen Zweig kommen. Es existieren Schuldscheine aus einem Privatkonkurs und neue Betreibungen von zusammen rund einer Million Franken gegen ihn. Im Urteil wird er nun darauf behaftet, allen zwanzig Opfern Schadenersatz zu zahlen. Alle Genugtuungsforderungen wurden aber abgewiesen.
Schutz von Ehefrau und Tochter
Auch die ganzen Verfahrenskosten muss Benedetto C. zahlen. Aber die vom Staatsanwalt geforderte Massnahme, das Urteil mit Namensnennung zu veröffentlichen, wurde abgewiesen. Der Nutzen einer Publikation wäre minim und das Interesse, die Ehefrau und die Tochter zu schützen, wiegt schwerer, meint das Amtsgericht Solothurn-Lebern.
*Name von der Redaktion geändert.
Als Gegenleistung hat er den Geldgebern hohe Gewinne versprochen
Den Beamten der Polizei Feldbach gelang es, einem 43-jährigen Betrüger das Handwerk zu legen, der Investoren um Hunderttausende Euro betrog. Der seit Jahren mit seiner Familie im Bezirk Feldbach wohnhafte Slowene hatte zuletzt drei Oststeirer dazu überredet, insgesamt 700.000 Euro in die Errichtung von Appartements samt Tennis- und Sportanlagen in Slowenien zu investieren. Auch für den Kauf und die Sanierung eines ehemaligen Gasthauses, das "viel wert" sei, konnte er den Investoren Geld entlocken.
"Als Gegenleistung hat er den Geldgebern hohe Gewinne versprochen", so ein Polizist. Das Versprechen konnte der "Anlageberater" aber nie einlösen. Tatsächlich wurde keines der beworbenen Projekte je umgesetzt. Weil die drei Investoren auch das eingesetzte Geld nicht zurückbekamen, erstatteten sie Anzeige.
Seit zehn Jahren aktiv
Nun klickten für den 43-Jährigen die Handschellen. Er wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Laut Polizei soll der slowenische Staatsbürger schon öfters mit ähnlicher Vorgangsweise nach Geldgebern gesucht haben. Einige Fälle sollen bereits mehr als zehn Jahre zurückliegen.
Der mutmaßliche Anlagebetrüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern nicht kooperativ. Mit dem herausgelockten Geld soll sich der 43-Jährige seinen Lebensunterhalt finanziert haben.
Die Kriminalisten vermuten, dass es noch weitere Geschädigte geben könnte und sich auch die Schadenssumme erhöht
Den Beamten der Polizei Feldbach gelang es, einem 43-jährigen Betrüger das Handwerk zu legen, der Investoren um Hunderttausende Euro betrog. Der seit Jahren mit seiner Familie im Bezirk Feldbach wohnhafte Slowene hatte zuletzt drei Oststeirer dazu überredet, insgesamt 700.000 Euro in die Errichtung von Appartements samt Tennis- und Sportanlagen in Slowenien zu investieren. Auch für den Kauf und die Sanierung eines ehemaligen Gasthauses, das "viel wert" sei, konnte er den Investoren Geld entlocken.
"Als Gegenleistung hat er den Geldgebern hohe Gewinne versprochen", so ein Polizist. Das Versprechen konnte der "Anlageberater" aber nie einlösen. Tatsächlich wurde keines der beworbenen Projekte je umgesetzt. Weil die drei Investoren auch das eingesetzte Geld nicht zurückbekamen, erstatteten sie Anzeige.
Seit zehn Jahren aktiv
Nun klickten für den 43-Jährigen die Handschellen. Er wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Laut Polizei soll der slowenische Staatsbürger schon öfters mit ähnlicher Vorgangsweise nach Geldgebern gesucht haben. Einige Fälle sollen bereits mehr als zehn Jahre zurückliegen.
Der mutmaßliche Anlagebetrüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern nicht kooperativ. Mit dem herausgelockten Geld soll sich der 43-Jährige seinen Lebensunterhalt finanziert haben.
Die Kriminalisten vermuten, dass es noch weitere Geschädigte geben könnte und sich auch die Schadenssumme erhöht
Opa Waldemar T.
Berlins miesester Betrüger saß bereits 28 Jahre hinter Gitter. Doch wieder brachte er ältere Damen um ihr Erspartes. Waldemar T. (62) gab sich nur sechs Tage nach seiner letzten Entlassung wieder als Polizist oder Rentenbearbeiter aus. Die Beute verzockte der Kerl.
Seine Stimme ist tief und angenehm, sein Blick freundlich und offen. Waldemar T., der Heuchler: „Ich half mal am Bordstein oder versprach eine kräftige Rentennachzahlung.“ So nimmt er seit Jahrzehnten Rentnerinnen aus. Vor Gericht nickte er seinen Opfern lächelnd zu: „Es tut mir so leid.“ Sechs Frauen nahm er bei der letzten Serie aus, kassierte 12.000 Euro. Die Opfer sind bis heute fassungslos.
Annemarie M. (76) ist fast blind. T. hatte sie am Strausberger Platz (Friedrichshain) angesprochen. Er gab sich verständnisvoll: „Mein Vater ist auch blind.“ Er fragte nach ihrem Pflegegeld, meinte: „Das ist viel zu wenig. Für höhere Leistungen müssen Sie ihr Konto leeren.“
Er ging mit ihr zur Bank – als „Beschützer“. Er verschwand mit ihrem Geld: 3.000 Euro! Der fiese Betrüger aber hatte noch nicht genug. Eine Woche später tauchte er als Polizist auf: „Wir klären den Klau auf.“ Sie erkannte ihn nicht. Er ließ sich ihre EC-Karte geben: „Spuren sichern!“ Er holte sich weitere 3.900 Euro.
Der Schwindler stürzte seine Opfer in Angst und Unsicherheit. Annemarie M.: „Man schämt sich, weil man reingefallen ist.“ Ida G. (83): „Man wird noch misstrauischer.“ Christel K. (83): „Ich musste mir Geld für die Miete borgen.“
T. verzockte alles beim Pokern. Achtmal saß er bereits als Betrüger. Die Justiz wollte ihn mit Sicherungsverwahrung (SV) stoppen. Doch nur gefährliche Gewalt- und Sextäter darf man für immer wegsperren. Urteil Nummer 9: Fünf Jahre und fünf Monate Gefängnis
Seine Stimme ist tief und angenehm, sein Blick freundlich und offen. Waldemar T., der Heuchler: „Ich half mal am Bordstein oder versprach eine kräftige Rentennachzahlung.“ So nimmt er seit Jahrzehnten Rentnerinnen aus. Vor Gericht nickte er seinen Opfern lächelnd zu: „Es tut mir so leid.“ Sechs Frauen nahm er bei der letzten Serie aus, kassierte 12.000 Euro. Die Opfer sind bis heute fassungslos.
Annemarie M. (76) ist fast blind. T. hatte sie am Strausberger Platz (Friedrichshain) angesprochen. Er gab sich verständnisvoll: „Mein Vater ist auch blind.“ Er fragte nach ihrem Pflegegeld, meinte: „Das ist viel zu wenig. Für höhere Leistungen müssen Sie ihr Konto leeren.“
Er ging mit ihr zur Bank – als „Beschützer“. Er verschwand mit ihrem Geld: 3.000 Euro! Der fiese Betrüger aber hatte noch nicht genug. Eine Woche später tauchte er als Polizist auf: „Wir klären den Klau auf.“ Sie erkannte ihn nicht. Er ließ sich ihre EC-Karte geben: „Spuren sichern!“ Er holte sich weitere 3.900 Euro.
Der Schwindler stürzte seine Opfer in Angst und Unsicherheit. Annemarie M.: „Man schämt sich, weil man reingefallen ist.“ Ida G. (83): „Man wird noch misstrauischer.“ Christel K. (83): „Ich musste mir Geld für die Miete borgen.“
T. verzockte alles beim Pokern. Achtmal saß er bereits als Betrüger. Die Justiz wollte ihn mit Sicherungsverwahrung (SV) stoppen. Doch nur gefährliche Gewalt- und Sextäter darf man für immer wegsperren. Urteil Nummer 9: Fünf Jahre und fünf Monate Gefängnis
Ein Burglengenfelder Geschäftsmann soll, zusammen mit anderen, Anleger um Millionen gebracht haben. Der Prozess beginnt am Dienstag in München
Ein Prozess wegen Anlagebetrugs gegen einen Burglengenfelder Geschäftsmann beginnt am Dienstag um 9.30 Uhr vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II. Der 49-jährige Versicherungsvertreter sitzt seit Ende August 2011 in Untersuchungshaft. Ihm und vier weiteren Mitangeklagten wird vorgeworfen, Anleger um Beträge in Millionenhöhe gebracht zu haben.
Den Geschädigten wurden Versprechungen für hohe Renditen gemacht, diese konnten aber nicht erzielt werden. Die anvertrauten Gelder wurden, laut Erkenntnissen der Ermittler, nicht so angelegt, wie versprochen.
Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind zwei Firmen aus Oberbayern und Liechtenstein in die Betrügereien involviert. Der Angeklagte aus Burglengenfeld soll durch einen Kooperationsvertrag mit einer der Firmen an den Straftaten beteiligt gewesen sein. Insgesamt geht es um mehrere hundert Einzelfälle. Die Staatsanwaltschaft schätzt die Sachlage als „relativ kompliziert“ ein, es wird mit einer mehrtägigen Prozessdauer gerechnet.
Der jetzt angeklagte Burglengenfelder Geschäftsmann machte 2004 auch als „Millionenmann“ im Zusammenhang mit der Rettung des finanziell angeschlagenen SSV Jahn Regensburg Schlagzeilen. Der Jahn brauchte dringend Geld und wartete auf einen Sponsor, der eine Million Euro bereitstellen sollte. Der Versicherungskaufmann trat als Vermittler zwischen dem Sportverein und einer Anlagengesellschaft aus Berlin auf, die mit einem Millionenbetrag „in Vorleistung“ treten wollte. Aus dem Millionengeschäft wurde jedoch nichts. Der Jahn schrammte dann knapp an der Insolvenz vorbei.
Für den Prozess in München ist eine lange Zeugenliste vorgesehen, der Strafrahmen für die angeklagten Betrugsdelikte beträgt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe
**** und noch einer
Slowenischer Anlagebetrüger festgenommen
Beamte der Polizeiinspektion Feldbach konnten einen 43-jährigen Anlagenbetrüger aus Slowenien festnehmen. Der Mann wurde wegen gewerbsmäßigen Betruges in die Justizanstalt Graz Jakomini überstellt
Den Beamten der Polizei Feldbach gelang es, einem 43-jährigen Betrüger das Handwerk zu legen, der Investoren um Hunderttausende Euro betrog. Der seit Jahren mit seiner Familie im Bezirk Feldbach wohnhafte Slowene hatte zuletzt drei Oststeirer dazu überredet, insgesamt 700.000 Euro in die Errichtung von Appartements samt Tennis- und Sportanlagen in Slowenien zu investieren. Auch für den Kauf und die Sanierung eines ehemaligen Gasthauses, das "viel wert" sei, konnte er den Investoren Geld entlocken
"Als Gegenleistung hat er den Geldgebern hohe Gewinne versprochen", so ein Polizist. Das Versprechen konnte der "Anlageberater" aber nie einlösen. Tatsächlich wurde keines der beworbenen Projekte je umgesetzt. Weil die drei Investoren auch das eingesetzte Geld nicht zurückbekamen, erstatteten sie Anzeige.
Seit zehn Jahren aktiv
Nun klickten für den 43-Jährigen die Handschellen. Er wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Laut Polizei soll der slowenische Staatsbürger schon öfters mit ähnlicher Vorgangsweise nach Geldgebern gesucht haben. Einige Fälle sollen bereits mehr als zehn Jahre zurückliegen.
Der mutmaßliche Anlagebetrüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern nicht kooperativ. Mit dem herausgelockten Geld soll sich der 43-Jährige seinen Lebensunterhalt finanziert haben.
Die Kriminalisten vermuten, dass es noch weitere Geschädigte geben könnte und sich auch die Schadenssumme erhöht.
Ein Prozess wegen Anlagebetrugs gegen einen Burglengenfelder Geschäftsmann beginnt am Dienstag um 9.30 Uhr vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II. Der 49-jährige Versicherungsvertreter sitzt seit Ende August 2011 in Untersuchungshaft. Ihm und vier weiteren Mitangeklagten wird vorgeworfen, Anleger um Beträge in Millionenhöhe gebracht zu haben.
Den Geschädigten wurden Versprechungen für hohe Renditen gemacht, diese konnten aber nicht erzielt werden. Die anvertrauten Gelder wurden, laut Erkenntnissen der Ermittler, nicht so angelegt, wie versprochen.
Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind zwei Firmen aus Oberbayern und Liechtenstein in die Betrügereien involviert. Der Angeklagte aus Burglengenfeld soll durch einen Kooperationsvertrag mit einer der Firmen an den Straftaten beteiligt gewesen sein. Insgesamt geht es um mehrere hundert Einzelfälle. Die Staatsanwaltschaft schätzt die Sachlage als „relativ kompliziert“ ein, es wird mit einer mehrtägigen Prozessdauer gerechnet.
Der jetzt angeklagte Burglengenfelder Geschäftsmann machte 2004 auch als „Millionenmann“ im Zusammenhang mit der Rettung des finanziell angeschlagenen SSV Jahn Regensburg Schlagzeilen. Der Jahn brauchte dringend Geld und wartete auf einen Sponsor, der eine Million Euro bereitstellen sollte. Der Versicherungskaufmann trat als Vermittler zwischen dem Sportverein und einer Anlagengesellschaft aus Berlin auf, die mit einem Millionenbetrag „in Vorleistung“ treten wollte. Aus dem Millionengeschäft wurde jedoch nichts. Der Jahn schrammte dann knapp an der Insolvenz vorbei.
Für den Prozess in München ist eine lange Zeugenliste vorgesehen, der Strafrahmen für die angeklagten Betrugsdelikte beträgt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe
**** und noch einer
Slowenischer Anlagebetrüger festgenommen
Beamte der Polizeiinspektion Feldbach konnten einen 43-jährigen Anlagenbetrüger aus Slowenien festnehmen. Der Mann wurde wegen gewerbsmäßigen Betruges in die Justizanstalt Graz Jakomini überstellt
Den Beamten der Polizei Feldbach gelang es, einem 43-jährigen Betrüger das Handwerk zu legen, der Investoren um Hunderttausende Euro betrog. Der seit Jahren mit seiner Familie im Bezirk Feldbach wohnhafte Slowene hatte zuletzt drei Oststeirer dazu überredet, insgesamt 700.000 Euro in die Errichtung von Appartements samt Tennis- und Sportanlagen in Slowenien zu investieren. Auch für den Kauf und die Sanierung eines ehemaligen Gasthauses, das "viel wert" sei, konnte er den Investoren Geld entlocken
"Als Gegenleistung hat er den Geldgebern hohe Gewinne versprochen", so ein Polizist. Das Versprechen konnte der "Anlageberater" aber nie einlösen. Tatsächlich wurde keines der beworbenen Projekte je umgesetzt. Weil die drei Investoren auch das eingesetzte Geld nicht zurückbekamen, erstatteten sie Anzeige.
Seit zehn Jahren aktiv
Nun klickten für den 43-Jährigen die Handschellen. Er wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Laut Polizei soll der slowenische Staatsbürger schon öfters mit ähnlicher Vorgangsweise nach Geldgebern gesucht haben. Einige Fälle sollen bereits mehr als zehn Jahre zurückliegen.
Der mutmaßliche Anlagebetrüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern nicht kooperativ. Mit dem herausgelockten Geld soll sich der 43-Jährige seinen Lebensunterhalt finanziert haben.
Die Kriminalisten vermuten, dass es noch weitere Geschädigte geben könnte und sich auch die Schadenssumme erhöht.
Seit Dienstag läuft am Landesgericht Feldkirch der Prozess gegen einen mutmaßlichen Anlagebetrüger. Der 52-jährige Vorarlberger ist wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Er soll hunderte Anleger um ihr Erspartes gebracht haben.
>> Video
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten, er habe in den Jahren 2006 bis 2009 unzählige Anleger getäuscht. Er habe ihnen unter anderem vorgegaukelt, mit Devisenspekulationen Geld zu verdienen, und: er habe für das bei ihm veranlagte Geld Gewinne zwischen 40 und 75 Prozent im Jahr in Aussicht gestellt.
In Wirklichkeit habe der Angeklagte mit seiner Firma keinen Cent verdient. Laut Staatsanwaltschat handelte es sich beim Geschäftsmodell des Angeklagten um ein klassisches Schneeballsystem. Erst als viele Anleger vorsichtiger geworden seien und ihr Geld zurückgefordert hätten, sei der Schwindel aufgeflogen.
Angeklagter bekannte sich nicht schuldig
Der Angeklagte, ein 52 Jahre alter Unterländer, bekannte sich nicht schuldig. Er habe niemanden wissentlich getäuscht. Vielmehr versuchte er darzulegen, dass er seinerseits von seinen Geschäftspartnern getäuscht worden sei. Er habe ihnen vertraut. Dass diese immer wieder mit großen Bargeldbeträen aufgetaucht seien, habe er nicht näher hinterfragt, auch nicht, was genau mit diesen Beträgen passiert sei.
Der Gesamtschaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf rund drei Millionen Euro. Mindestens 350 Anleger zählen zu den Geschädigten, ein Großteil davon aus Vorarlberg. Der Prozess ist bis einschließlich Donnerstagnachmittag anberaumt.
>> Video
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten, er habe in den Jahren 2006 bis 2009 unzählige Anleger getäuscht. Er habe ihnen unter anderem vorgegaukelt, mit Devisenspekulationen Geld zu verdienen, und: er habe für das bei ihm veranlagte Geld Gewinne zwischen 40 und 75 Prozent im Jahr in Aussicht gestellt.
In Wirklichkeit habe der Angeklagte mit seiner Firma keinen Cent verdient. Laut Staatsanwaltschat handelte es sich beim Geschäftsmodell des Angeklagten um ein klassisches Schneeballsystem. Erst als viele Anleger vorsichtiger geworden seien und ihr Geld zurückgefordert hätten, sei der Schwindel aufgeflogen.
Angeklagter bekannte sich nicht schuldig
Der Angeklagte, ein 52 Jahre alter Unterländer, bekannte sich nicht schuldig. Er habe niemanden wissentlich getäuscht. Vielmehr versuchte er darzulegen, dass er seinerseits von seinen Geschäftspartnern getäuscht worden sei. Er habe ihnen vertraut. Dass diese immer wieder mit großen Bargeldbeträen aufgetaucht seien, habe er nicht näher hinterfragt, auch nicht, was genau mit diesen Beträgen passiert sei.
Der Gesamtschaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf rund drei Millionen Euro. Mindestens 350 Anleger zählen zu den Geschädigten, ein Großteil davon aus Vorarlberg. Der Prozess ist bis einschließlich Donnerstagnachmittag anberaumt.
Ein 52-jähriger Vorarlberger .. siehe oben
Fünf Jahre Haft wegen Anlagebetrug
Ein 52-jähriger Vorarlberger ist am Donnerstagabend am Landesgericht Feldkirch wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah es nach zweitägiger Verhandlung als erwiesen an, dass der Angeklagte zwischen 2006 und 2009 mehr als 300 Anleger um über drei Millionen Euro vorsätzlich betrogen hat. Den Opfern wurden zwei Millionen Euro an Entschädigung zugesprochen. Staatsanwalt Markus Fußenegger meldete Strafberufung an.
Wegen Fluchtgefahr festgenommen
Der 52-Jährige wurde noch im Gerichtssaal aufgrund von Fluchtgefahr festgenommen, sehr zum Missfallen von Verteidiger Martin Mennel. Der Rechtsanwalt verwies auf die geordneten Verhältnisse seines Mandanten und auch darauf, dass er bisher zu jedem Termin erschienen sei. Richterin Christine Gstrein sah aufgrund des Umstands, dass sich durch Fußeneggers Einspruch die Strafe noch erhöhen könnte, jedoch die Gefahr einer Flucht des 52-Jährigen gegeben.
Verweis auf manisch-depressiven Geschäftsfreund
Der Mann hatte sich in dem Verfahren von allem Anfang an nicht schuldig bekannt. „Ich habe meine Kontrollpflichten grob vernachlässigt und eine Menge Menschen um ihr Geld gebracht. Aber ich bin kein Betrüger“, stellte der Vorarlberger fest. Er sei selbst seinem Geschäftsfreund auf den Leim gegangen - wie sich herausstellte, litt dieser im Tatzeitraum unter einer manisch-depressiven Erkrankung und wurde deshalb - da schuldunfähig - nicht angeklagt.
„In einer manischen Phase glaubt man, man sei unsterblich und ist von allem begeistert“, sagte der Mann als Zeuge. Projekte, die die beiden Männer umsetzen wollten, betrafen etwa zwei Hotels, Spezialimprägnierungen oder Unterfangen im Bereich Photovoltaik.
„Klassisches Schneeballsystem“
Der Angeklagte gab vor Gericht allerdings zu, Bilanzen manipuliert und Fremd- als Eigenkapital ausgegeben zu haben, um die Überschuldung des Unternehmens zu vertuschen. Er habe an die Projekte geglaubt. Staatsanwalt Fußenegger sprach seinerseits von einem klassischen Schneeballsystem.
Der Senat kam schließlich zu der Überzeugung, dass der Angeklagte die Anleger getäuscht hat. Der Unbescholtenheit des Mannes als Milderungsgrund standen erschwerend die hohe Schadenssumme sowie der lange Tatzeitraum gegenüber. Mit der fünfjährigen Haftstrafe wurde der Strafrahmen zur Hälfte ausgeschöpft. Verteidiger Mennel erbat Bedenkzeit.
orf.at
Ein 52-jähriger Vorarlberger ist am Donnerstagabend am Landesgericht Feldkirch wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah es nach zweitägiger Verhandlung als erwiesen an, dass der Angeklagte zwischen 2006 und 2009 mehr als 300 Anleger um über drei Millionen Euro vorsätzlich betrogen hat. Den Opfern wurden zwei Millionen Euro an Entschädigung zugesprochen. Staatsanwalt Markus Fußenegger meldete Strafberufung an.
Wegen Fluchtgefahr festgenommen
Der 52-Jährige wurde noch im Gerichtssaal aufgrund von Fluchtgefahr festgenommen, sehr zum Missfallen von Verteidiger Martin Mennel. Der Rechtsanwalt verwies auf die geordneten Verhältnisse seines Mandanten und auch darauf, dass er bisher zu jedem Termin erschienen sei. Richterin Christine Gstrein sah aufgrund des Umstands, dass sich durch Fußeneggers Einspruch die Strafe noch erhöhen könnte, jedoch die Gefahr einer Flucht des 52-Jährigen gegeben.
Verweis auf manisch-depressiven Geschäftsfreund
Der Mann hatte sich in dem Verfahren von allem Anfang an nicht schuldig bekannt. „Ich habe meine Kontrollpflichten grob vernachlässigt und eine Menge Menschen um ihr Geld gebracht. Aber ich bin kein Betrüger“, stellte der Vorarlberger fest. Er sei selbst seinem Geschäftsfreund auf den Leim gegangen - wie sich herausstellte, litt dieser im Tatzeitraum unter einer manisch-depressiven Erkrankung und wurde deshalb - da schuldunfähig - nicht angeklagt.
„In einer manischen Phase glaubt man, man sei unsterblich und ist von allem begeistert“, sagte der Mann als Zeuge. Projekte, die die beiden Männer umsetzen wollten, betrafen etwa zwei Hotels, Spezialimprägnierungen oder Unterfangen im Bereich Photovoltaik.
„Klassisches Schneeballsystem“
Der Angeklagte gab vor Gericht allerdings zu, Bilanzen manipuliert und Fremd- als Eigenkapital ausgegeben zu haben, um die Überschuldung des Unternehmens zu vertuschen. Er habe an die Projekte geglaubt. Staatsanwalt Fußenegger sprach seinerseits von einem klassischen Schneeballsystem.
Der Senat kam schließlich zu der Überzeugung, dass der Angeklagte die Anleger getäuscht hat. Der Unbescholtenheit des Mannes als Milderungsgrund standen erschwerend die hohe Schadenssumme sowie der lange Tatzeitraum gegenüber. Mit der fünfjährigen Haftstrafe wurde der Strafrahmen zur Hälfte ausgeschöpft. Verteidiger Mennel erbat Bedenkzeit.
orf.at
Die spanische Polizei hat einen Ring von Kunstfälschern zerschlagen und neun Verdächtige festgenommen. Sie sollen die Werke berühmter Maler kopiert haben. In Madrid, Córdoba und Albacete beschlagnahmte die Polizei 60 Gemälde, darunter Fälschungen von Werken Francisco Goyas, Pablo Picassos und Joaquin Sorollas. Die Bilder waren mit gefälschten Zertifikaten versehen. Sie sollten über eine bekannte Galerie in Madrid verkauft werden. Die Polizei stellte auch Elefantenstoßzähne, Elfenbeinschnitzereien, Goldbarren und eine Handfeuerwaffe sicher
Hans-Peter C. - Beteiligungen an Photovoltaikanlagen
Mit der Festnahme auf einem Parkplatz bei Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf endete am Dienstagnachmittag die jahrelange Flucht des 53-jährigen Hans-Peter C. Letzte Woche war er einer Kontrolle in Fürth entkommen, nachdem er mehrere Dienstfahrzeuge gerammt und drei Polizisten verletzt hatte.
Die Festnahme des Mannes teilten am Mittwoch das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth in einem gemeinsamen Schreiben mit.
Hans-Peter C. war wegen Betrugsdelikten ins Visier der Ermittler geraten. Seit September 2009 soll der 53-Jährige Beteiligungen an Photovoltaikanlagen als gewinnträchtige Kapitalanlagen verkauft und dafür beträchtliche Anzahlungen kassiert haben. Die versprochenen Gegenleistungen für seine Kunden blieben aber bis heute aus.
Festnahme und Flucht
Auf Grund der Ermittlungen der Kriminalpolizei Bayreuth und der Staatsanwaltschaft Bayreuth erging gegen den vermeintlichen Betrüger 2010 Haftbefehl. Hans-Peter C. hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Fahndungsspezialisten der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben (KPI/Z) Oberfranken waren ihm aber auf den Fersen und konnten ihn in Österreich festnehmen. Dort kam er dann in Auslieferungshaft. Einen Krankenhausbesuch Anfang August 2010 in Salzburg nutzte der 53-Jährige und tauchte erneut ab.
Auftrag an Zielfahnder
Ende 2010 beauftragte die Staatsanwaltschaft Bayreuth die Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts mit der Suche nach dem Untergetauchten. Schritt für Schritt kamen die Spezialisten dem Flüchtigen näher und konnten seinen Bewegungsraum einkreisen. Schließlich gelang es am Dienstagnachmittag, den 53-Jährigen auf einem Parkplatz bei Burglengenfeld festzunehmen. Der Flüchtige war von der Aktion dermaßen überrascht, dass er keinerlei Widerstand leistete.
Bereits eine Woche zuvor war ihm in Fürth nochmals die Flucht vor einer Kontrolle gelungen, als er mit einem VW Golf auf Beamte der Fürther Polizei zugefahren war. Hierbei hatte er drei Polizisten verletzt und die Dienstfahrzeuge beschädigt.
Beschuldigter in Untersuchungshaft
Dem Beschuldigten liegt im Haftbefehl vom 15. September 2010 achtfacher Betrug jeweils im besonders schweren Fall zur Last. Der nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen verursachte Vermögensschaden liegt bei rund 1,1 Millionen Euro.
Nach seiner Festnahme am Dienstag wurde der Beschuldigte am Mittwoch dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt und anschießend in eine Justizvollzugsanstalt zum Vollzug der Untersuchungshaft eingeliefert.
In wenigen Monaten wird nach Abschluss der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth Anklage zum Landgericht erhoben werden
Die Festnahme des Mannes teilten am Mittwoch das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth in einem gemeinsamen Schreiben mit.
Hans-Peter C. war wegen Betrugsdelikten ins Visier der Ermittler geraten. Seit September 2009 soll der 53-Jährige Beteiligungen an Photovoltaikanlagen als gewinnträchtige Kapitalanlagen verkauft und dafür beträchtliche Anzahlungen kassiert haben. Die versprochenen Gegenleistungen für seine Kunden blieben aber bis heute aus.
Festnahme und Flucht
Auf Grund der Ermittlungen der Kriminalpolizei Bayreuth und der Staatsanwaltschaft Bayreuth erging gegen den vermeintlichen Betrüger 2010 Haftbefehl. Hans-Peter C. hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Fahndungsspezialisten der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben (KPI/Z) Oberfranken waren ihm aber auf den Fersen und konnten ihn in Österreich festnehmen. Dort kam er dann in Auslieferungshaft. Einen Krankenhausbesuch Anfang August 2010 in Salzburg nutzte der 53-Jährige und tauchte erneut ab.
Auftrag an Zielfahnder
Ende 2010 beauftragte die Staatsanwaltschaft Bayreuth die Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts mit der Suche nach dem Untergetauchten. Schritt für Schritt kamen die Spezialisten dem Flüchtigen näher und konnten seinen Bewegungsraum einkreisen. Schließlich gelang es am Dienstagnachmittag, den 53-Jährigen auf einem Parkplatz bei Burglengenfeld festzunehmen. Der Flüchtige war von der Aktion dermaßen überrascht, dass er keinerlei Widerstand leistete.
Bereits eine Woche zuvor war ihm in Fürth nochmals die Flucht vor einer Kontrolle gelungen, als er mit einem VW Golf auf Beamte der Fürther Polizei zugefahren war. Hierbei hatte er drei Polizisten verletzt und die Dienstfahrzeuge beschädigt.
Beschuldigter in Untersuchungshaft
Dem Beschuldigten liegt im Haftbefehl vom 15. September 2010 achtfacher Betrug jeweils im besonders schweren Fall zur Last. Der nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen verursachte Vermögensschaden liegt bei rund 1,1 Millionen Euro.
Nach seiner Festnahme am Dienstag wurde der Beschuldigte am Mittwoch dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt und anschießend in eine Justizvollzugsanstalt zum Vollzug der Untersuchungshaft eingeliefert.
In wenigen Monaten wird nach Abschluss der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth Anklage zum Landgericht erhoben werden
Betrügerbande soll mindestens 250.000 Euro erschwindelt haben
Bei einer Razzia in Hessen und Nordrhein-Westfalen sind vier Männer und eine Frau wegen Betrugs und Geldwäsche festgenommen worden. Gegen einen 57-jährigen Mann wurde Haftbefehl erlassen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Durchsuchungen in Hessen fanden bereits am Montag im Schwalm-Eder-Kreis und in Stadt und Kreis Kassel statt. Dabei wurden Schriftverkehr, gefälschte Verträge, Datenträger und Computer sichergestellt.
Den Beschuldigten im Alter von 26 bis 68 Jahren wird vorgeworfen, betrügerisch Konten eingerichtet und Kredite erschwindelt haben. Die zu Unrecht erlangten Summen sollen sie so angelegt haben, dass deren Herkunft verschleiert wurde. Inzwischen sind 37 Straftaten mit einem Gesamtschaden in Höhe von 250.000 Euro bekannt. Diese Zahl könne sich aufgrund der jetzt sichergestellten Materialien noch erhöhen, sagte ein Polizeisprecher
Den Beschuldigten im Alter von 26 bis 68 Jahren wird vorgeworfen, betrügerisch Konten eingerichtet und Kredite erschwindelt haben. Die zu Unrecht erlangten Summen sollen sie so angelegt haben, dass deren Herkunft verschleiert wurde. Inzwischen sind 37 Straftaten mit einem Gesamtschaden in Höhe von 250.000 Euro bekannt. Diese Zahl könne sich aufgrund der jetzt sichergestellten Materialien noch erhöhen, sagte ein Polizeisprecher

