Poker - geblufft - gezockt - und abkassiert
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Poker - geblufft - gezockt - und abkassiert
Zitat
Grösstes Pokerturnier geplatzt - Betrug?
1193 Zocker haben sich für das grösste Pokerturnier der Schweiz in St. Gallen angemeldet. Stattfinden wird der Event aber nicht. Der Organisator sitzt in Untersuchungshaft - wegen Betrug und Urkundenfälschung.
Der Traum zahlreicher Pokerspieler ist geplatzt: An 120 Tischen sollten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um dreimal 20 000 Franken bluffen und zocken. Über 1000 Gambler meldeten sich für das «grösste Pokerturnier der Schweiz» an. Sie bezahlten wie verlangt 225 Franken Einsatz und Spielgebühren. Nun ist aber klar: Ausser Spesen nix gewesen. Ihr Geld ist wohl für immer weg. Sie sind einem langjährigen Betrüger auf den Leim gegangen.
«Der Organisator sitzt in U-Haft»
Der Geschäftsführer und Eigentümer der Veranstalterfirma «Euro Live Poker», ein gewisser Remo Garone, wurde vor zwei Wochen verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft, wie es in einem Info-Mail von «buy-in.ch» heisst. Die Infoplattform für Pokerspieler bezieht sich darin auf die Kantonspolizei Aargau. Diese bestätigte die Festnahme gegenüber 20 Minuten Online, wollte sich aber zu den Gründen nicht näher äussern.
Gemäss «buy-in.ch» soll Remo Garone nicht wegen der Organisation des Turniers festgenommen worden sein, sondern aufgrund früherer Aktivitäten. Garone sei sechs Jahre lang wegen «umfangreichen Betrugs» polizeilich gesucht worden. Er soll dabei immer wieder Pseudonyme wie verwendet haben. Selbst Remo Garone sei ein Deckname. Der mutmassliche Betrüger entzog sich damit immer wieder äusserst geschickt dem polizeilichen Zugriff, schreibt «buy-in.ch» weiter und bezieht sich dabei auf Informationen des Treuhänders von Garone.
Grösstes Pokerturnier oder Riesenschwindel?
Unklar ist, ob auch das Pokerturnier ein Schwindel war. Zwar hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen, sicher ist aber noch nichts. Gegen einen Betrug spricht, dass Garone den Veranstaltungsort bereits bezahlt hat, wie Ralf Engel, Eventchef der Olma Messen, gegenüber 20 Minuten Online bestätigte. Selbst die Security sei bereits organisiert gewesen, so Engel weiter. Und auch bei der Gewerbepolizei scheint alles klar gewesen zu sein. «Die Bewilligung für die Durchführung wurde erteilt», so Sprecher Benjamin Lütolf. Dem Event habe nichts im Wege gestanden. Es hätte einfach noch jemand die Bewilligung abholen müssen.
Für einen Schwindel spricht, dass Garone wohl seinen Abgang vorausgeplant hatte: Die Webseiten von «Euro Live Poker» und von RGA Concept & Event GmbH sind vom Netz genommen worden. Die Geschäftsnummer wurde auf das Mobiltelefon umgeleitet und dort meldet sich nur die automatische Combox.
Schon im Vorfeld misstrauisch geworden ist der Turnierdirektor, die Pokergrösse Thomas Lamatsch. Er hat sich bereits vor Wochen vom Event zurückgezogen. Garone habe nicht die nötigen Sicherheiten für die Finanzierung des 60-köpfigen Teams gebracht, erklärte Lamatsch auf Anfrage von 20 Minuten Online. Daraufhin habe er Garone abgesagt. «Ich habe einen Ruf zu verlieren», sagt er. Von Garone selbst habe er bereits geraume Zeit vorher nichts mehr gehört. Mit der Info von «buy-in.ch» sei ihm klar geworden warum.
«Wir haben uns blenden lassen»
Bei der Infoplattform «Buy-in.ch» ist man nicht überrascht vom Ausgang. «Wir waren von Anfang skeptisch gegenüber diesem Turnier», so Sprecher Sascha Crescionini. Grösse und Finanzierung seien auffällig knapp berechnet gewesen. Letztlich habe man Garone aber geglaubt. «Wir haben uns blenden lassen von Prominenten wie Thomas Lamatsch, der Fernsehübertragung und wahrscheinlich auch von der Hoffnung auf den grössten Event der Schweiz», so Crescionini. Dieses Ereignis sei aber ein Aufrüttler für die Szene. Es werde kaum jemand wieder leichtfertig seinen Einsatz im Voraus bezahlen.
Zitat
Rückerstattung des Einsatzes
Ob und in welcher Höhe die einbezahlten Gelder veruntreut worden sind, ist Teil der laufenden Ermittlungen. Nach Abschluss wird geprüft, ob wenigstens Teilbeträge an die Pokerspieler zurückbezahlt werden können. Gegenwärtig kann niemand über die einbezahlten Gelder verfügen, da Remo Garone der einzige war, der Zugriff zu den Konten hatte.
Laut «buy-in.ch» sollen sich geschädigte Spieler nicht bei den Untersuchungsbehörden melden. Sie würden zu einem späteren Zeitpunkt über das weitere Vorgehen informiert.
Quelle: 20min / Amir Mustedanagic
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- Pokern ohne Chance
- Die deutsche Pokershow
- Volkssport Pokern legal?
Ein Deutscher soll in Österreich und anderen Ländern zahlreiche Poker-Profis um sehr hohe Summen erleichtert haben. Laut Medienberichten schaffte es eine Bande von Falschspielern offenbar innerhalb weniger Monate, in halb Europa groß abzukassieren
Der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Alexander Marakovits, konnte die Vorfälle nicht bestätigen. Schlüsselfigur soll laut den Berichten Ali T. sein, der im Frühjahr als Shootingstar in der Profiszene auftauchte und heuer allein bei Turnieren Hunderttausende Euro gewonnen haben soll.
T. und ein Komplize wurden laut "Kurier" und "Krone" in der Nacht auf Freitag in Cannes in Frankreich enttarnt. Sie sollen den vermutlichen Betrug vor laufenden Kameras am Finaltisch weiter durchgezogen haben - als Sieger hätte T. an diesem Abend 1,3 Millionen Euro kassiert. Die französische Staatsanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet, berichtet die Internetseite
http://www.hochgepokert.de
Der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Alexander Marakovits, konnte die Vorfälle nicht bestätigen. Schlüsselfigur soll laut den Berichten Ali T. sein, der im Frühjahr als Shootingstar in der Profiszene auftauchte und heuer allein bei Turnieren Hunderttausende Euro gewonnen haben soll.
T. und ein Komplize wurden laut "Kurier" und "Krone" in der Nacht auf Freitag in Cannes in Frankreich enttarnt. Sie sollen den vermutlichen Betrug vor laufenden Kameras am Finaltisch weiter durchgezogen haben - als Sieger hätte T. an diesem Abend 1,3 Millionen Euro kassiert. Die französische Staatsanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet, berichtet die Internetseite
http://www.hochgepokert.de
In Basel führte die Polizei am Mittwoch eine Poker-Razzia durch. Weil sie dabei Firmen-Server beschlagnahmt hat, ist das Poker-Angebot des Casinos beeinträchtigt
Nach knapp drei Monaten Pause sind am Mittwochabend Polizei und Spielbankenkommission erneut gegen ein Poker-Turnier vorgegangen: An der Reinacherstrasse in Basel führten sie wegen Verdachts auf illegales Glücksspiel eine Razzia durch. Die Polizei Basel bestätigt gegenüber 20 Minuten Online den Einsatz, der unter Federführung der Spielbankenkommission stattfand. Spielutensilien, mehrere Computer sowie der Turniereinsatz in Bargeld wurden beschlagnahmt. Festnahmen hat es laut Polizeiangaben keine gegeben.
Die Razzia, die von 19 bis 23.30 Uhr dauerte, konnte auf dem Internet live mitverfolgt werden - jedoch nur von registrierten Mitgliedern, wie Veranstalter Deniz Esen betont. Für sie werden die Poker-Turniere jeweils online übertragen. Laut Augenzeugen verlief der Polizeieinsatz mit gut 40 Polizisten ruhig. Die Pokerspieler wurden durchsucht und zumindest teilweise befragt. Laut Spielbankenkommission wurden rund 50 Personen kontrolliert.
Das Poker-Turnier habe in einem geschlossenen Kreis stattgefunden und sei nicht öffentlich ausgeschrieben gewesen, wie Esen sagt. Die Teilnehmer hätten 100 Franken Einsatz bezahlt. Sie müssen nicht mit einer Strafverfolgung rechnen, da die Teilnahme nicht illegal ist. Hingegen ist die Organisation von Turnieren strafbar, nachdem das Bundesgericht im letzten Sommer Poker als Glücksspiel eingestuft hatte. Diese sind nur im Freundes- oder Familienkreis erlaubt.
* 20min
Nach knapp drei Monaten Pause sind am Mittwochabend Polizei und Spielbankenkommission erneut gegen ein Poker-Turnier vorgegangen: An der Reinacherstrasse in Basel führten sie wegen Verdachts auf illegales Glücksspiel eine Razzia durch. Die Polizei Basel bestätigt gegenüber 20 Minuten Online den Einsatz, der unter Federführung der Spielbankenkommission stattfand. Spielutensilien, mehrere Computer sowie der Turniereinsatz in Bargeld wurden beschlagnahmt. Festnahmen hat es laut Polizeiangaben keine gegeben.
Die Razzia, die von 19 bis 23.30 Uhr dauerte, konnte auf dem Internet live mitverfolgt werden - jedoch nur von registrierten Mitgliedern, wie Veranstalter Deniz Esen betont. Für sie werden die Poker-Turniere jeweils online übertragen. Laut Augenzeugen verlief der Polizeieinsatz mit gut 40 Polizisten ruhig. Die Pokerspieler wurden durchsucht und zumindest teilweise befragt. Laut Spielbankenkommission wurden rund 50 Personen kontrolliert.
Das Poker-Turnier habe in einem geschlossenen Kreis stattgefunden und sei nicht öffentlich ausgeschrieben gewesen, wie Esen sagt. Die Teilnehmer hätten 100 Franken Einsatz bezahlt. Sie müssen nicht mit einer Strafverfolgung rechnen, da die Teilnahme nicht illegal ist. Hingegen ist die Organisation von Turnieren strafbar, nachdem das Bundesgericht im letzten Sommer Poker als Glücksspiel eingestuft hatte. Diese sind nur im Freundes- oder Familienkreis erlaubt.
* 20min
Full Tilt Poker verklagt Intabill auf $43 Millionen
Dies ist Folge eines Berichts der Australian Courier Mail von letztem Mai, demzufolge Intabill Pokerräumen wie PokerStars und Full Tilt Poker insgesamt $30 Millionen schuldete.
Kolyma, eine der größten Firmen die mit Intabill zusammenarbeiteten, verlangt nun die volle Rückzahlung einer $US 43 Millionen Schuld. Dies natürlich in Verbindung mit angelaufenen Zinsen, die sich ihren Angaben zufolge auf $US 13.532 pro Tag, seit Anklageerhebung am 25. Mai, summieren.
Laut dem letzten Bericht der Australian Courier Mail wurden Intabill, BT Projects (ein anderes australisches Unternehmen), Tzvetkoff und sein Partner Sam Sciacca als Beschuldigte in der, kurz nach der ursprünglichen Veröffentlichung vom Mai eingereichten, Klage benannt.
Tzvetkoff und Sciacca wurden in der Klageschrift genannt, da sie, wie gemeldet wird, persönlich für eine Rückzahlung der von Intabill geschuldeten Summe an Kolyma bürgten.
Der Absturz deutete sich an
Intabill sah sich bereits seit Anfang 2009 einer ganzen Reihe von Problemen ausgesetzt. Im April diesen Jahres wurden 96 ihrer Mitarbeiter entlassen, wodurch die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf gerade mal 20 reduziert wurde. Außerdem zogen sie sich aus einem Multi-Millionen Dollar Sponsorenvertrag mit einem V8 Supercar Team, dem „Team IntaRacing“, zurück. Das alles steht in krassem Gegensatz dazu, dass Intabill mit seinen 5.000 Kunden aus 70 Ländern angeblich bis zu $1 Millionen am Tag einstrich und allein von einem einzigen Online Gambling Unternehmen $150.000 kassierte.
Das alles bedeutet einen massiven Absturz für Tzvetkoff und Sciacca, die beide in der letztjährigen Top 100 Liste der reichsten Menschen Australiens in der "Australian Sunday Mail" erschienen. Während dieser guten Zeiten leistete sich Tzvetkoff einen schwarzen Lamborghini Gallardo und war außerdem stolzer Besitzer eines Ferrari 599.
Der 25 Jahre alte Unternehmer kaufte des weiteren das teuerste Haus, das in Queensland je verkauft wurde. Das noch unvollendete, am Strand gelegene Gold Coast Objekt wechselte für satte $27 Millionen den Besitzer. Im Gegensatz dazu blieb sein 38-jähriger Partner Sam Sciacca in dieser Hinsicht eher unauffällig.
Weitere Neuigkeiten werden mit Sicherheit im Verlauf des Prozesses folgen und wir werden Euch über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten
Dies ist Folge eines Berichts der Australian Courier Mail von letztem Mai, demzufolge Intabill Pokerräumen wie PokerStars und Full Tilt Poker insgesamt $30 Millionen schuldete.
Kolyma, eine der größten Firmen die mit Intabill zusammenarbeiteten, verlangt nun die volle Rückzahlung einer $US 43 Millionen Schuld. Dies natürlich in Verbindung mit angelaufenen Zinsen, die sich ihren Angaben zufolge auf $US 13.532 pro Tag, seit Anklageerhebung am 25. Mai, summieren.
Laut dem letzten Bericht der Australian Courier Mail wurden Intabill, BT Projects (ein anderes australisches Unternehmen), Tzvetkoff und sein Partner Sam Sciacca als Beschuldigte in der, kurz nach der ursprünglichen Veröffentlichung vom Mai eingereichten, Klage benannt.
Tzvetkoff und Sciacca wurden in der Klageschrift genannt, da sie, wie gemeldet wird, persönlich für eine Rückzahlung der von Intabill geschuldeten Summe an Kolyma bürgten.
Der Absturz deutete sich an
Intabill sah sich bereits seit Anfang 2009 einer ganzen Reihe von Problemen ausgesetzt. Im April diesen Jahres wurden 96 ihrer Mitarbeiter entlassen, wodurch die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf gerade mal 20 reduziert wurde. Außerdem zogen sie sich aus einem Multi-Millionen Dollar Sponsorenvertrag mit einem V8 Supercar Team, dem „Team IntaRacing“, zurück. Das alles steht in krassem Gegensatz dazu, dass Intabill mit seinen 5.000 Kunden aus 70 Ländern angeblich bis zu $1 Millionen am Tag einstrich und allein von einem einzigen Online Gambling Unternehmen $150.000 kassierte.
Das alles bedeutet einen massiven Absturz für Tzvetkoff und Sciacca, die beide in der letztjährigen Top 100 Liste der reichsten Menschen Australiens in der "Australian Sunday Mail" erschienen. Während dieser guten Zeiten leistete sich Tzvetkoff einen schwarzen Lamborghini Gallardo und war außerdem stolzer Besitzer eines Ferrari 599.
Der 25 Jahre alte Unternehmer kaufte des weiteren das teuerste Haus, das in Queensland je verkauft wurde. Das noch unvollendete, am Strand gelegene Gold Coast Objekt wechselte für satte $27 Millionen den Besitzer. Im Gegensatz dazu blieb sein 38-jähriger Partner Sam Sciacca in dieser Hinsicht eher unauffällig.
Weitere Neuigkeiten werden mit Sicherheit im Verlauf des Prozesses folgen und wir werden Euch über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten
Schock für Internet-Poker-Spieler: Eine britische Glücksspielaufsicht hat die Lizenz für die Internetseite „Full Tilt Poker“ ausgesetzt. Hunderttausende Spieler bangen jetzt um ihr Geld, auch viele Deutsche – denn alle Konten der Website wurden eingefroren.
Full Tilt Poker“ gehörte zu den weltweit größten Anbietern von Internet-Poker, war auch in Deutschland beliebt. Bislang durften die Betreiber das Online-Glücksspiel weltweit anbieten, auch in den USA.
Doch im April wurden mehrere Mitglieder von drei großen US-Poker-Internetseiten nach einer Razzia durch das US-Justizministerium festgenommen, berichtet das „Wall Street Journal“.
Die Websites wurden geschlossen, darunter auch „Full Tilt Poker“.
Alle Konten in Zusammenhang mit den Unternehmen und die Wetteinsätze der US-Spieler wurden eingefroren – Auszahlung verboten!
Das US-Justizministerium wirft den Betreibern der Internetseiten illegales Glücksspiel, Geldwäsche und Betrug vor.
„Full Tilt Poker“ betrieb das Online-Glücksspiel jedoch auch von Großbritannien aus – dort ist es legal.
Die Razzia in den USA und die Ermittlungen waren dennoch ausschlaggebend dafür, dass auch die britische „Alderney Gambling Control Commission“ die Lizenz für „Full Tilt Poker“ vorerst aussetzte. Zudem wurde verlangt, den Betrieb der Seite einzustellen.
Game over für die europäischen Glücksspieler. Jetzt müssen auch die deutschen Zocker um ihre Einsätze fürchten.
Denn die Internetseite ist von Deutschland aus nicht mehr erreichbar. In einer Mitteilung auf der Homepage wird der Shutdown mit Wartungsarbeiten begründet. Doch ohne Lizenz ist es den Betreibern nicht erlaubt, neue Wetteinsätze anzunehmen – und auch keine auszuzahlen.
Es geht um viel Geld, sehr viel Geld.
Mitteilung der Gambling Control Commission (GCC)
Laut Branchenkennern hat jeder angemeldete Online-Spieler etwa 500 Dollar (ca. 350 Euro) auf seinem Konto. Der Umsatz von „Full Tilt Poker“ soll etwa vier bis fünf Milliarden Dollar (ca. 2,8 bis 3,5 Mrd. Euro) betragen, berichtet „sueddeutsche.de“.
Am 26. Juli soll über die Zukunft der Website entschieden werden, berichtet „news.cnet.com“. Dann sollen Betreiber und Aufsichtsbehörde zu einer Anhörung zusammenkommen.
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Full Tilt Poker“ gehörte zu den weltweit größten Anbietern von Internet-Poker, war auch in Deutschland beliebt. Bislang durften die Betreiber das Online-Glücksspiel weltweit anbieten, auch in den USA.
Doch im April wurden mehrere Mitglieder von drei großen US-Poker-Internetseiten nach einer Razzia durch das US-Justizministerium festgenommen, berichtet das „Wall Street Journal“.
Die Websites wurden geschlossen, darunter auch „Full Tilt Poker“.
Alle Konten in Zusammenhang mit den Unternehmen und die Wetteinsätze der US-Spieler wurden eingefroren – Auszahlung verboten!
Das US-Justizministerium wirft den Betreibern der Internetseiten illegales Glücksspiel, Geldwäsche und Betrug vor.
„Full Tilt Poker“ betrieb das Online-Glücksspiel jedoch auch von Großbritannien aus – dort ist es legal.
Die Razzia in den USA und die Ermittlungen waren dennoch ausschlaggebend dafür, dass auch die britische „Alderney Gambling Control Commission“ die Lizenz für „Full Tilt Poker“ vorerst aussetzte. Zudem wurde verlangt, den Betrieb der Seite einzustellen.
Game over für die europäischen Glücksspieler. Jetzt müssen auch die deutschen Zocker um ihre Einsätze fürchten.
Denn die Internetseite ist von Deutschland aus nicht mehr erreichbar. In einer Mitteilung auf der Homepage wird der Shutdown mit Wartungsarbeiten begründet. Doch ohne Lizenz ist es den Betreibern nicht erlaubt, neue Wetteinsätze anzunehmen – und auch keine auszuzahlen.
Es geht um viel Geld, sehr viel Geld.
Mitteilung der Gambling Control Commission (GCC)
Laut Branchenkennern hat jeder angemeldete Online-Spieler etwa 500 Dollar (ca. 350 Euro) auf seinem Konto. Der Umsatz von „Full Tilt Poker“ soll etwa vier bis fünf Milliarden Dollar (ca. 2,8 bis 3,5 Mrd. Euro) betragen, berichtet „sueddeutsche.de“.
Am 26. Juli soll über die Zukunft der Website entschieden werden, berichtet „news.cnet.com“. Dann sollen Betreiber und Aufsichtsbehörde zu einer Anhörung zusammenkommen.
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Ringen um Full Tilt Poker geht weiter
Das Tauziehen um Full Tilt Poker (FTP) geht in eine neue Runde. Im ehrwürdigen Park Plaza Viktoria in London fanden am 26.7.2011 die langersehnten Verhandlungen zwischen dem Onlinepokerraum und der Alderney Gaming Commission (AGCC) statt. Tausende Pokerspieler weltweit hofften auf eine schnelle Einigung über die Lizensierung der Plattfom, die am 29.6.2011 ausgesetzt wurde. Der Verhandlungssaal war von Anfang gut gefüllt mit Journalisten und interessierten Pokerspielern. Zur Enttäuschung der Zuschauer wurde die Öffentlichkeit bereits nach der Vorverhandlung ausgeschlossen. Dies änderte sich auch im Laufe des Tages nicht mehr. Zum Ende des Abends bestätigten sich die Gerüchte, dass Full Tilt Poker auf eine Verschiebung der Verhandlung auf unbestimmte Zeit hinarbeite. Letztendlich wurde der nächste Verhandlungstermin für den 15.9.2011 angekündigt.
Hoffnungsschimmer für Pokerspieler
Für die betroffenen Pokerspieler, die um ihr Geld bangen, besteht dennoch Hoffnung. Obwohl die Hauptlizenz der AGCC in Alderney ausgesetzt wurde, scheint Full Tilt Poker weiterhin eine gültige Lizenz zu besitzen. Die Kahnawake Gaming Commission teilte in einer Mitteilung mit, dass die zweite Lizenz von Fullt Tilt Poker, die sogenannte "Secondary Client Provider Authorization" (CPA) für zwei Jahre verlängert wird.
Die Kommission rechtfertigte ihre Entscheidung damit, dass Full Tilt Poker immer noch eine gültige Lizenz besitze und diese nur ausgesetzt sei. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Full Tilt Poker den Betrieb unter den Bedingungen von Kahnawake wieder aufnehmen kann. Alderney hatte dem Pokerraum ausdrücklich untersagt neue Spieler anzunehmen, Ein- oder Auszahlungen zu tätigen oder in irgendeiner Weise eine Plattform für Glücksspiele anzubieten.
Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist die Mitteilung, dass Full Tilt Poker seine Schulden bei der AGCC beglichen hat. Anfang August berichteten verschiedene Medien, dass FTP $410.000 an ausstehenden Lizenzgebühren nach Alderney überwiesen hat. Damit ist die Basis gelegt, um Verhandlungen mit potentiellen Investoren zu Ende führen zu können und eine Wiederaufnahme der Lizenz möglich zu machen.
Scheinbar gibt es ernsthafte Interessenten am europäischen Geschäft des Pokerraums. Ein Engagement auf dem US-Markt ist derzeit nicht möglich, solange die Folgen der Ermittlungen durch die Behörden und das Strafmaß nicht feststehen, welches FTP zu tragen hat. Zudem bleibt das Anbieten von Onlinepoker und die Abwicklung von Finanztransaktionen im Zusammenhang mit Onlineglücksspielen in den USA verboten. Für den Komplettausstieg aus dem US-Geschäft spricht auch, dass FTP seine Mitarbeiter in den USA entlassen hat.
Phil Ivey - Klagen, Schulden und PR
Eine besonders dubiose Rolle im Ringen um die Zukunft von Full Tilt Poker spielt Phil Ivey, der als bester Pokerspieler der Welt gilt und jahrelang das Aushängeschild des Pokerraums war. Vor kurzem wurde bekannt, dass Ivey seinem alten Arbeitgeber noch über $6 Millionen schuldet. Dies ergab eine Auswertung der Zahlungsflüsse auf Full Tilt Poker durch subject:Poker. Von Juni 2009 bis April 2011 hatte sich Ivey demnach $10.715 Millionen in mehr als 18 Transaktionen von Full Tilt Poker geliehen und zusätzlich $1,2 Millionen an Marketingzahlungen erhalten. In fünf Fällen hatte Ivey mehr als $5 Millionen zurückgezahlt - die Differenz sei aber noch offen. Full Tilt Poker bestätigte Schulden des Pokerprofis nannte allerdings keine konkreten Zahlen.
Nach Bekanntwerden der Zahlungsschwierigkeiten seines Arbeitgebers reichte Ivey Klage ein und verlangte über $150 Millionen wegen Imageschäden. Ähnlich öffentlichkeitswirksam wie die Klageerhebung wurde die Klage zurückgezogen. Ivey begründete seinen Schritt mit dem ernsthaften Interesse von Full Tilt Poker Investoren zu finden, um den Pokerraum zu refinanzieren und die Spieler auszahlen zu können.
Sammelklage gegen Full Tilt Poker
Zeitgleich mit der Rücknahme von Iveys Klage haben am 2. Juli 2011 die Pokerspieler Steve Segal, Nick Hammer, Robin Hougdahl und Todd Terry eine Sammelklage gegen eine Reihe von zu Full Tilt Poker gehörenden Einzelpersonen eingereicht. Dadurch sollen ungefähr $150 Millionen an ausstehenden Geldern von amerikanischen Full Tilt Spielern eingeklagt werden. Zu den Beschuldigten gehören: Raymond Bitar, Nelson Burtnick, Full Tilt Poker LTD, Tiltware LLC, Vantage LTD, Filco LTD, Kolyma Corp. AVV, Pocket Kings LTD, Pocket Kings Consulting LTD, Randston LTD, Mail Media LTD und John Does 1-100.
Die Zukunft von Full Tilt Poker bleibt bis auf weiteres ungewiss. Sicher ist nur, dass ein zäher Verhandlungspoker und jahrelange juristische Auseinandersetzungen bevorstehen und die Spieler weiter auf ihr Geld warten müssen.
Full Tilt Poker - Verhandlungsstand
Nach monatelangem Schweigen gibt Pocket Kings Ltd., das Unternehmen hinter Full Tilt Poker, erstmals ein Statement zum Stand der Verhandlungen ab. In einer Presseerklärung, die exklusiv der Onlineplattform "Poker News" zugespielt wurde, kommentiert die Firma den aktuellen Verhandlungsstand mit Investoren.
Demnach sind die exklusiven Verhandlungen mit dem Investorenkonsortium um Phil Ivey am 16.8.2011 ausgelaufen. Full Tilt Poker habe die Verhandlungen nicht abgebrochen, führe aber zusätzlich Gespräche mit anderen potentiellen Investoren. Oberste Priorität habe die Suche nah einem potenten Partner, der eine Finanzspritze gewähren muss, damit Full Tilt Poker seine Schulden bei den Spielern begleichen und sich auf rechtliche Risiken in den USA vorbereiten kann.
Originaltext der Pressemitteilung:
Quelle: Poker News
Demnach sind die exklusiven Verhandlungen mit dem Investorenkonsortium um Phil Ivey am 16.8.2011 ausgelaufen. Full Tilt Poker habe die Verhandlungen nicht abgebrochen, führe aber zusätzlich Gespräche mit anderen potentiellen Investoren. Oberste Priorität habe die Suche nah einem potenten Partner, der eine Finanzspritze gewähren muss, damit Full Tilt Poker seine Schulden bei den Spielern begleichen und sich auf rechtliche Risiken in den USA vorbereiten kann.
Originaltext der Pressemitteilung:
Zitat
Dublin, Ireland (22. August, 2011) - Am 16. August hat Pocket Kings Ltd., das Unternehmen hinter Full Tilt Poker seine exklusiven Verhandlungen mit seinen potientiellen Investoren beendet. Pocket Kings Ltd. plant diese fortzuführen, wird aber auch Gespräche mit anderen Investoren aufnehmen, um einen Verkauf der Marke Full Tilt und deren Unternehmen zu initieren.
Full Tilt Poker entschuldigt sich für die mangelhafte Kommunikation mit seinen Kunden in den letzten Monaten, doch das Unternehmen musste sich nach dem Black Friday mit komplexen rechtlichen und finanziellen Problemen herumschlagen. Darüber hinaus waren wir zu vertraulichen Gesprächen mit Investoren gezwungen.
Full Tilt wird, ohne die Gespräche zu gefährend, zukünftig eine offenere Kommunikation mit seinen Kunden suchen. Unsere Prioritäten sind nach wie vor die Gleichen: Sicherstellung einer Kapitalzufuhr, um die Spielerguthaben weltweit zurückzahlen zu können.
Quelle: Poker News
US-Staatsanwalt" - Full Tilt Poker war ein globales Betrugssystem"
Die Pokerstars, die Full Tilt Poker betrieben haben, sollen Einsätze der Spieler in Höhe von 390 Millionen US-Dollar auf die eigenen Konten transferiert haben.
Die Betreiber von Full Tilt Poker sollen Gelder der Spieler auf ihre eigenen Konten überwiesen haben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Ermittler. Die Bundesanwaltschaft hat dazu am 20. September 2011 eine Zivilklage eingereicht. Den Onlinepokerspielern hatte das Unternehmen versichert, dass das Geld auf sicheren Konten angelegt und jederzeit abrufbar sei. Full Tilt Poker gilt als der zweitgrößte virtuelle Pokerraum der Welt.
"Full Tilt war kein legitimes Poker-Unternehmen, sondern ein globaler Ponzi-Trick", sagte Staatsanwalt Preet S. Bharara aus Manhattan. Charles Ponzi war einer der größten Betrüger der US-amerikanischen Geschichte. Ein Ponzi-Trick ist im englischen Sprachraum eine Bezeichnung für Pyramidenspiele und Schneeballbetrugssysteme.
Die Strafverfolger stießen im Frühjahr 2011 auf die Unregelmäßigkeiten, als sie andere Probleme bei Full Tilt Poker und den zwei weiteren Pokerplattformen Poker Stars und Absolute Poker untersuchten. Alle drei Unternehmen sind außerhalb der USA angesiedelt und seit April 2011 wegen Betrugs und Geldwäsche für US-Bürger gesperrt.
Spieler bei Full Tilt Poker waren in der Vergangenheit sicher gewesen, dass sie ihr eingezahltes Spielgeld und ihre Gewinne jederzeit einziehen könnten. Hier hatte sich die Plattform eine gute Reputation erarbeitet. Nach der Schließung von Full Tilt Poker wurden zusammen mit US-Ermittlern Pläne ausgearbeitet, um allen Spielern die Einsätze zurückzugeben. Doch die vorhandene Deckung der Konten erwies sich als unzureichend. Die Rückzahlungen verlangsamten sich und blieben schließlich ganz aus.
Der zum Management von Full Tilt gehörende Pokerstar Howard Lederer soll sich 42 Millionen US-Dollar überwiesen haben. Chris Ferguson erhielt 25 Millionen US-Dollar und schuldet dem Unternehmen weitere 60 Millionen US-Dollar, so die New York Times.
Die Pokerstars, die Full Tilt Poker betrieben haben, sollen Einsätze der Spieler in Höhe von 390 Millionen US-Dollar auf die eigenen Konten transferiert haben.
Die Betreiber von Full Tilt Poker sollen Gelder der Spieler auf ihre eigenen Konten überwiesen haben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Ermittler. Die Bundesanwaltschaft hat dazu am 20. September 2011 eine Zivilklage eingereicht. Den Onlinepokerspielern hatte das Unternehmen versichert, dass das Geld auf sicheren Konten angelegt und jederzeit abrufbar sei. Full Tilt Poker gilt als der zweitgrößte virtuelle Pokerraum der Welt.
"Full Tilt war kein legitimes Poker-Unternehmen, sondern ein globaler Ponzi-Trick", sagte Staatsanwalt Preet S. Bharara aus Manhattan. Charles Ponzi war einer der größten Betrüger der US-amerikanischen Geschichte. Ein Ponzi-Trick ist im englischen Sprachraum eine Bezeichnung für Pyramidenspiele und Schneeballbetrugssysteme.
Die Strafverfolger stießen im Frühjahr 2011 auf die Unregelmäßigkeiten, als sie andere Probleme bei Full Tilt Poker und den zwei weiteren Pokerplattformen Poker Stars und Absolute Poker untersuchten. Alle drei Unternehmen sind außerhalb der USA angesiedelt und seit April 2011 wegen Betrugs und Geldwäsche für US-Bürger gesperrt.
Spieler bei Full Tilt Poker waren in der Vergangenheit sicher gewesen, dass sie ihr eingezahltes Spielgeld und ihre Gewinne jederzeit einziehen könnten. Hier hatte sich die Plattform eine gute Reputation erarbeitet. Nach der Schließung von Full Tilt Poker wurden zusammen mit US-Ermittlern Pläne ausgearbeitet, um allen Spielern die Einsätze zurückzugeben. Doch die vorhandene Deckung der Konten erwies sich als unzureichend. Die Rückzahlungen verlangsamten sich und blieben schließlich ganz aus.
Der zum Management von Full Tilt gehörende Pokerstar Howard Lederer soll sich 42 Millionen US-Dollar überwiesen haben. Chris Ferguson erhielt 25 Millionen US-Dollar und schuldet dem Unternehmen weitere 60 Millionen US-Dollar, so die New York Times.
Zocker, Pleiten und Betrüger
Zitat
The Prosecutors, the Bankers, and the Suicide Business" - Der Black Friday war wohl einer der schlimmsten Tage für die Online Poker Industrie. Es wird noch lange dauern, bis sich die Lage beruhigt hat und der Rechtsstreit dauert immer noch an. Das US-Justizministerium hat die Fristen für die Verantwortlichen bei den Poker Rooms einmal mehr verlängert und bisher sind Chad Elie und John Campos die Einzigen der Angeklagten, die Stellung bezogen haben.
Die beiden US-Amerikaner gelten als mutmaßliche Drahtzieher und werden verantwortlich gemacht, den US-Spielern ermöglicht zu haben, bei Poker Rooms ein- und auszuzahlen. John Campos und Chad Elie gingen jedoch in die Offensive und reichten Ende September eine Klageabweisung ein.
Eines ihrer Argumente ist die 'Tatsache', dass Poker überhaupt kein Glücksspiel ist und sie somit nicht gegen den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) oder den Illegal Gambling Business Act (IGBA) verstoßen haben.
„PokerStars und Full Tilt Poker sind keine 'illegalen Glücksspiel Betriebe' im Sinne des IGBA, weil sie überhaupt kein Glücksspiel anbieten“, so die Stellungnahme, die die beiden Bankiers beim Department of Justice einreichten.
Die Staatsanwälte („federal prosecutors“ ) beim DoJ haben sich nun zur Klageabweisung gemeldet und widersprechen den Finanzdienstleistern in allen Punkten. Ob Poker nun ein Geschicklichkeitsspiel ist oder nicht, sei nicht von Belang, denn der UIGEA wurde dahingehen abgeändert. Anstelle von „hauptsächlich eine Sache des Zufalls“ ist nur noch die Rede von „eine Sache das Zufalls“. Des weiteren halten die Staatsanwälte an den Anklagepunkten wie Geldwäsche und Finanzbetrug fest.
Chad Elie und John Campos waren die Verantwortlichen bei der SunFirst Bank in St. George (US-Bundesstaat Utah). Über diese Bank liefen viele Transaktionen zwischen Spielern und Poker Rooms. Insgesamt sollen es über $200 Millionen für PokerStars und Full Tilt Poker gewesen sein. Doch das Finanzinstitut entwickelte sich zu einem Desaster, vergleichbar mit einem 'finanziellen Selbstmord'.
Wie nun bekannt wurde, bereicherte sich Chad Elie persönlich und soll mehrere Millionen für sich abgezwackt haben. PokerStars Gründer Isai Scheinberg zog ihn zur Verantwortung und konnte ihn dazu bringen, einen Anteil wieder zurückzugeben.
Die Rechnung ging dennoch nicht auf, denn die Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) meldete sich im November 2010 zu Wort und stoppte das Business. Elie versuchte noch zwei neue Banken im US-Bundesstaat Illinois zu gründen, doch das FDIC griff auch dort ein.
Für Full Tilt Poker war es besonders hart. Um die Kunden nicht zu verlieren, gewährte man den Spielern einen Kredit, der zu den rund $128 Millionen an Phantomgeld führte. Kombiniert mit den Zahlungen an die Anteilseigner, war dies letztendlich der finanzieller Todesstoß für FTP.
Für die SunFirst Bank folgte das Ende im Übrigen gerade erst letzte Woche. Das Utah Department of Financial Institutions (Anm. unter der Aufsicht des FDIC) meldete am Freitag den Konkurs der Bank an. Kurios ist auch, dass die SunFirst nicht nur wegen Chad Elie und John Campos Verbindungen zur Pokerwelt hatte und für negative Schlagzeilen sorgte.
Im Februar 2011 wurde bekannt, dass Millionenbetrüger Jeremy Johnson reichlich erschwindelte Gelder über die SunFirst fließen ließ. Johnson soll über $275 Millionen ergaunert haben und einige Millionen an den High Stakes Tischen der Online Rooms verzockt haben.
Der Rechtsstreit zwischen dem US-Justizministerium und den Angeklagten wird sich noch in die Länge ziehen. Während John Campos und Chad Elie recht aktiv sind, scheinen sich die anderen erst warm zu machen. Unter anderem hat Chris Ferguson nun erst einen Rechtsvertreter ernannt.
Am Rande sei noch erwähnt, dass das DoJ die Fristen für die Poker Rooms, ihre Ansprüche sowie Antworten auf die Beschlagnahmungen im Rahmen des Black Friday geltend zu machen einmal mehr verlängert hat. So soll sich unter anderem Full Tilt Poker bis zum 14. November melden und wir dürfen gespannt sein, ob bis dahin auch der Deal mit der Groupe Bernard Tapie über die Bühne gegangen ist. Laurent Tapie hatte zumindest Anfang November angekündigt, dass es maximal 15 Tage dauern soll.
hochgepokert
Kann Bernard Tapie das Zockerportal Full Tilt Poker retten?
Lesen Sie bitte auch unseren Bericht
Kann Bernard Tapie das Zockerportal Full Tilt Poker retten?
Kann Bernard Tapie das Zockerportal Full Tilt Poker retten?
Zitat
Die Groupe Bernard Tapie hat endgültig einen Deal mit dem US-Department of Justice hinsichtlich der Übernahme Full Tilt Pokers unterschrieben. Dies stellt einen äußerst wichtigen Schritt hin zu einer erfolgreichen Übernahme des Unternehmens dar. Hier erfahrt ihr die Details.
Der lang erwartete Deal, der die Übernahme Full Tilt Pokers durch die Groupe Bernard Tapie (GBT) regelt, wurde unterschrieben. Der Deal wurde zwischen der GBT und dem US-Department of Justice (DOJ) ausgehandelt und regelt auch die Rückzahlung sämtlichen Kapitals, das ehemaligen Full Tilt-Spielern geschuldet wird. Die GBT hat sich bereit erklärt, insgesamt $80 Millionen für die Vermögenswerte von Full Tilt Poker zu bezahlen, sobald der Anbieter der Aberkennung dieser seitens des DOJ zustimmt.
Pokerstrategy.de
Die folgende Stellungnahme hat PokerStrategy.com von Full Tilt Poker erhalten:
Zitat
Inoffizielle Übersetzung:
"Full Tilt Poker freut es, dass die Modalitäten einer Einigung zwischen der Groupe Bernard Tapie und dem Department of Justice vollständig geklärt wurden, und dass diese Einigung vorsieht, dass die GBT die Rückerstattung oder Kompensation des Kapitals von Nicht-US-Spielern übernehmen wird, und dass das Department of Justice im Gegenzug US-Spielern erlauben wird, eine Rückerstattung ihres Kapitals aus den beschlagnahmten Geldern zu beantragen. Seit dem Black Friday hat die vollständige Rückzahlung des Spielerkapitals für Full Tilt Poker oberste Priorität.
Ray Bitar, Mitgründer Full Tilt Pokers, sagte: "Ich bin äußerst zufrieden mit den Bemühungen des Department of Justice und der Groupe Bernard Tapie, und danke ihnen für ihren anhaltenden Einsatz, um eine für beide Seiten vorteilhafte Einigung zu erzielen, die die Rückzahlung des Spielerkapitals ermöglicht."
Da man nun eine vollständige Übereinkunft mit dem DOJ erreicht hat, werden die GBT und Full Tilt Poker die endgültigen Konditionen ihrer Einigung festlegen, um diese Angelegenheit so schnell wie möglich komplett abzuschließen.
Full Tilt Poker möchte die Gelegenheit nutzen und sich bei all seinen Kunden für ihre anhaltende Geduld seit dem Black Friday und während der Verhandlungen bedanken."
Originalink zur Stellungnahme
Zitat
Es ist gerade erst wenige Tage her, dass der Übernahme-Deal zwischen Full Tilt und der Groupe Bernard Tapie in trockenen Tüchern ist, schon tauchen die ersten „Phishing“-Mails in den Postfächern von Spielern auf.
Die Tinte unter dem Vertrag zwischen der GBT und Full Tilt ist kaum getrocknet und laut 2+2-Mitglied „SGT RJ“ machen sich die ersten Betrüger bereits auf, unwissenden Usern die Login-Daten, zu ihren bereits bestehenden Full Tilt Accounts, zu entlocken.
Die Masche: Der User erhält eine E-Mail, die ihm mitteilt, er habe auf Full Tilt eine neue Privatnachricht erhalten. Klickt der User auf den mit gesendeten Link, landet er auf einer angeblichen Full Tilt Seite und hat nun ausschließlich die Möglichkeit, seine Login-Daten einzugeben.
Keine anderen Links oder Navigationsfenster auf der Seite funktionieren, was ein klares Zeichen dafür ist, dass es dem Urheber der Seite einzig darum geht, Login-Daten zu sammeln.
hochgepokert
Es mehren sich die gute Nachrichten für die leidgeprüften Zocker der Pokerplattform Full Tilt Poker, die seit über einem Jahr keinen Zugriff mehr auf ihre Accounts und die darauf liegenden Gelder haben. Derzeit sprechen eine Reihe von Hinweisen dafür, dass demnächst die Übernahmeverhandlungen beendet werden könnten und Full Tilt Poker den Geschäftsbetrieb wieder aufnehmen wird. Als Bedingung wurden von staatlichen Stellen die Rückzahlung aller Spielergelder gefordert.
Quelle: Pokerstrategy.com
Zitat
Jobs bei Pocket Kings
Es gibt zwei neue Entwicklungen zu einer Nachricht, über die wir zu Beginn des Monats bereits berichteten - nämlich, dass Pocket Kings neue Mitarbeiter einstellt:
In den vergangenen beiden Tagen wurden der von Pocket Kings bei der irischen Jobvermittlung jobs.ie eingestellten Liste mehrere neue Angebote hinzugefügt. Das aktuellste Jobangebot betrifft eine Stelle als 'Creative Junior Graphic Designer', welche seit dem 17. April angeboten wird.
In unserem portugiesischen Forum schrieb ein portugiesischer PokerStratege, dass er am 30. April einen Job bei Pocket Kings erhalten werde. Hier ist die Email, die er dazu erhielt:
Hi Antonio,
Congratulations on your appointment to the Pocket Kings team. I am delighted to confirm your role as Customer Service Representative.
The details of your start date are as follows:
Start date: Monday 30th April
Time: 9 AM
Salary: €xx,xxx
Dress Code: Casual
We look forward to seeing you on the 30th.
Kind regards,
xxxxxx xxxxx
Neue Firmen in Malta und Irland
Wie bekannt wurde ist Laurent Tapie Geschäftsführer mindestens eines von mehreren neuen Unternehmen, die alle den Namen 'Full Tilt' führen.
Ein Nutzer von TwoPlusTwo erfuhr durch solocheck.ie, dass Tapie Geschäftsführer eines erst am 4. Februar in Irland gegründeten Unternehmens ist. Am 11. April änderte dieses Unternehmen seinen Namen in 'NEW FULL TILT LIMITED'. Weitere Informationen dazu findet ihr in dem ursprünglichen Post dieses Users.
Zwei andere Firmen wurden in Malta registriert - die 'FULL TILT HOLDING LTD' und 'NEW FULL TILT LTD'. Diese Informationen stammen von der Homepage der Malta Financial Services Authority (die allerdings aktuell offline zu sein scheint) und wurden erstmalig ebenfalls in einem Post bei TwoPlusTwo veröffentlicht.
Server-Tests?
Zu guter Letzt wurden in den letzten beiden Tagen bei FullTiltPoker.eu als Status "betriebsbereit" und 411 verbundene Spieler angezeigt.
Trotzdem müssen wir betonen, dass der folgende Screenshot nicht bedeutet, dass Full Tilt tatsächlich online oder funktionsfähig ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Server des Unternehmens zur Zeit getestet werden. Nichtsdestotrotz ist es unwahrscheinlich, dass dies für die Zukunft ein schlechtes Zeichen ist.
Quelle: Pokerstrategy.com
Ray Bitar - Geschäftsführer des Internet-Poker-Casinos Full Tilt Poker festgenommen
Mit Internet-Poker insgesamt 350 Millionen Dollar ergaunert: Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, nahm das FBI den Geschäftsführer des Internet-Poker-Casinos Full Tilt Poker auf dem New Yorker Flughafen JFK in Gewahrsam. Dem Verdächtigen Ray Bitar werden gleich mehrere Vergehen vorgeworfen, unter anderem Bankenbetrug, Internet-Betrug, Geldwäsche und illegales Glücksspiel.
Full Tilt Poker war das weltweit zweitgrößte Internet-Casino. Bitar soll bei über diese Plattform Spieler weltweit systematisch um ihre Einsätze betrogen haben. Er hatte sich offenbar selbst gestellt. "Ich weiß, dass eine Menge Leute sehr sauer auf mich sind. Ich verstehe, warum. Full Tilt Poker hätte niemals in die Situation kommen dürfen, die Einsätze seiner Spieler nicht mehr auszahlen zu können", gab der Anwalt Bitars zu Protokoll. Er plädierte auf Unschuldig.
Full Tilt Poker über Schneeballsystem finanziert
Der Moment, an dem das Casino die Spieleinsätze nicht mehr auszahlen konnte, musste unweigerlich kommen. Denn die Plattform basierte auf einem Schneeballsystem, dass sich über immer stärker steigende Kundenzahlen finanzierte. Als das System zusammenbrach, bekamen die Spieler ihr Geld nicht zurück.
Lizenz von den Kanalinseln
Das Geschäftskonstrukt der Poker-Plattform ließ sich auch lizenzrechtlich als wacklig bezeichnen. Full Tilt Poker wurde mit einer Lizenz der britischen Kanalinsel Alderney betrieben, die Server stehen auf der Nachbarinsel Guernsey. Die Inseln gelten als Steueroase. Zudem ist es aufgrund eines US-Gesetzes von 2006 Internet-Casinos verboten, ihre Dienste auch für Kunden in den USA zugänglich zu machen. Full Tilt Poker setzte sich über das Verbot hinweg, da nach ihrer Darstellung Poker nicht als Glücksspiel zu betrachten ist. Bereits 2011 wurde Full Tilt Poker weltweit die Lizenz entzogen und abgeschaltet.
Full Tilt Poker war das weltweit zweitgrößte Internet-Casino. Bitar soll bei über diese Plattform Spieler weltweit systematisch um ihre Einsätze betrogen haben. Er hatte sich offenbar selbst gestellt. "Ich weiß, dass eine Menge Leute sehr sauer auf mich sind. Ich verstehe, warum. Full Tilt Poker hätte niemals in die Situation kommen dürfen, die Einsätze seiner Spieler nicht mehr auszahlen zu können", gab der Anwalt Bitars zu Protokoll. Er plädierte auf Unschuldig.
Full Tilt Poker über Schneeballsystem finanziert
Der Moment, an dem das Casino die Spieleinsätze nicht mehr auszahlen konnte, musste unweigerlich kommen. Denn die Plattform basierte auf einem Schneeballsystem, dass sich über immer stärker steigende Kundenzahlen finanzierte. Als das System zusammenbrach, bekamen die Spieler ihr Geld nicht zurück.
Lizenz von den Kanalinseln
Das Geschäftskonstrukt der Poker-Plattform ließ sich auch lizenzrechtlich als wacklig bezeichnen. Full Tilt Poker wurde mit einer Lizenz der britischen Kanalinsel Alderney betrieben, die Server stehen auf der Nachbarinsel Guernsey. Die Inseln gelten als Steueroase. Zudem ist es aufgrund eines US-Gesetzes von 2006 Internet-Casinos verboten, ihre Dienste auch für Kunden in den USA zugänglich zu machen. Full Tilt Poker setzte sich über das Verbot hinweg, da nach ihrer Darstellung Poker nicht als Glücksspiel zu betrachten ist. Bereits 2011 wurde Full Tilt Poker weltweit die Lizenz entzogen und abgeschaltet.
Ray Bitar, CEO von Full Tilt Poker, ist laut dem EGR Magazine aus Irland in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt, um sich dort den Ermittlungen des Staatsanwalts des Southern District of New York zu stellen.
Diese Nachricht wurde zuerst in einem Post bei 2+2 von dem selben anonymen User veröffentlicht, der auch die Gerüchte über dieFull Tilt-Übernahme durch PokerStars bekannt machte.
Die veröffentlichte, angeblich von Bitar stammende, Email liest sich wie folgt:
Update - 3. Juli: Neue Anklage eingereicht
Die ursprüngliche Anklage vom Black Friday gegen Bitar umfasste insgesamt fünf Anklagepunkte. Zwei bezogen sich auf Verletzungen des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act, darüber hinaus wurde Bitar das Betreiben eines illegalen Glücksspielunternehmens, Verschwörung zum Bankenbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche vorgeworfen.
Die neue Anklage gegen Bitar beinhaltet nun insgesamt neun Anklagepunkte. Die fünf ursprünglichen Vorwürfe und vier neue Anklagepunkte, die sich auf die fehlenden Gelder beziehen, die Full Tilt-Spielern nach wie vor geschuldet werden. Drei der vier neuen Anklagepunkte stehen in Zusammenhang mit Überweisungsbetrug, hinzu kommt ein weiterer Geldwäschevorwurf.
Die neue Anklageschrift gegen Bitar im [attach=837]Original[/attach]
Zu der neu eingereichten Anklage äußerte sich Bitar gegenüber den Medien wie folgt:
Nachdem er sich zuvor nie wirklich eindeutig zu der Anklage im Zusammenhang mit dem Black Friday geäußert hatte, schrieb er den Mitarbeitern der Firma nun eine Abschiedsmail.
Darin bedankte er sich bei ihnen nicht nur für ihre harte Arbeit in der Vergangenheit, sondern sicherte ihnen auch zu, dass ihre Juli-Gehälter von PokerStars gezahlt würden.
Damit liefern seine Aussagen den Gerüchten weitere Nahrung, dass Full Tilt von seinem größten Wettbewerber übernommen werden könnte.
Das Schicksal von Bitar wird nun vom Rechtssystem der USA entschieden, wo er insgesamt neun Anklagepunkte zu erwarten hat. Diese reichen von Verstößen gegen den UIGEA über diverse Finanzdelikte bis hin zur Geldwäsche.
Zuletzt hatte Bitar sich für nicht schuldig bekannt. Seine Kaution wurde auf $2,4 Millionen festgelegt, von der $1 Million in bar hinterlegt werden muss. Meldungen zufolge war Bitar bislang nicht in der Lage, diese Summe aufzubringen und befindet sich nach wie vor im Gefängnis.
Quellen:
Pokerstrategy
Pokerstrategy
Diese Nachricht wurde zuerst in einem Post bei 2+2 von dem selben anonymen User veröffentlicht, der auch die Gerüchte über dieFull Tilt-Übernahme durch PokerStars bekannt machte.
Die veröffentlichte, angeblich von Bitar stammende, Email liest sich wie folgt:
Zitat
"An alle Mitarbeiter in Dublin,
Sie haben wahrscheinlich schon gehört, dass ich in die USA zurückgekehrt bin, um mich dort in New York dem mich erwartenden Zivil- und Strafprozess zu stellen. Wir alle haben in den vergangenen 15 Monaten hart daran gearbeitet, die Vermögenswerte und das Potential von Full Tilt Poker zu erhalten, um so eine Rückzahlung aller Spielerguthaben zu ermöglichen. Dieses Ziel hat auch weiterhin höchste Priorität. Es ist wichtig wie nie, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dieses Ziel zu erreichen und hoffentlich gelingt uns dies schon bald durch einen erfolgreichen Vertragsabschluss mit PokerStars. Meine Rückkehr in die USA ist ein Teil dieses Prozesses.
Ich bin Ihnen allen hier in Dublin in besonderem Maße für Ihre harte Arbeit, Ihre Geduld und Ihr Verständnis in dieser schweren Zeit dankbar. Ich bin der Meinung, dass Ihre Anstrengung und Hingabe nicht unerwähnt bleiben sollen und so haben wir bereits mit PokerStars eine Vereinbarung bezüglich der Gehälter für den Monat Juli getroffen. Sie sollten sich daher in diesem Zeitraum keine Sorgen über Ihren Arbeitsplatz machen. Im Anschluss daran gehen wir im Moment davon aus, dass der Käufer der Vermögenswerte des Unternehmens Ihre Arbeitsverträge übernehmen wird.
Falls sie mich persönlich erreichen wollen werde ich ab Montag Abend New Yorker Zeit weiterhin per Email oder telefonisch erreichbar sein.
Vielen Dank.
Beste Grüße,
Raymond J Bitar"
Update - 3. Juli: Neue Anklage eingereicht
Die ursprüngliche Anklage vom Black Friday gegen Bitar umfasste insgesamt fünf Anklagepunkte. Zwei bezogen sich auf Verletzungen des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act, darüber hinaus wurde Bitar das Betreiben eines illegalen Glücksspielunternehmens, Verschwörung zum Bankenbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche vorgeworfen.
Die neue Anklage gegen Bitar beinhaltet nun insgesamt neun Anklagepunkte. Die fünf ursprünglichen Vorwürfe und vier neue Anklagepunkte, die sich auf die fehlenden Gelder beziehen, die Full Tilt-Spielern nach wie vor geschuldet werden. Drei der vier neuen Anklagepunkte stehen in Zusammenhang mit Überweisungsbetrug, hinzu kommt ein weiterer Geldwäschevorwurf.
Die neue Anklageschrift gegen Bitar im [attach=837]Original[/attach]
Zu der neu eingereichten Anklage äußerte sich Bitar gegenüber den Medien wie folgt:
Zitat
"Heute bin ich freiwillig aus dem Full Tilt-Headquarter in Irland in die USA zurückgekehrt, um den Anklagen gegen meine Person entgegenzutreten. Ich weiß, dass viele Leute äußerst sauer auf mich sind. Ich verstehe warum. Full Tilt hätte niemals in eine Position kommen dürfen, in der man nicht in der Lage war, die Spielergelder auszuzahlen. Innerhalb der letzten 15 Monate habe ich mit vollem Einsatz an möglichen Lösungen gearbeitet, damit die Spieler ihr Geld wiederbekommen. Meine heutige Rückkehr in die USA ist Teil dieses Prozesses. Ich denke, dass wir uns dem Ende einer sehr langen Straße nähern - und ich werde weiterhin alles Notwendige tun, damit die Spielergelder zurückgezahlt werden. Ich hoffe, dass es bald dazu kommen wird."
Nachdem er sich zuvor nie wirklich eindeutig zu der Anklage im Zusammenhang mit dem Black Friday geäußert hatte, schrieb er den Mitarbeitern der Firma nun eine Abschiedsmail.
Darin bedankte er sich bei ihnen nicht nur für ihre harte Arbeit in der Vergangenheit, sondern sicherte ihnen auch zu, dass ihre Juli-Gehälter von PokerStars gezahlt würden.
Damit liefern seine Aussagen den Gerüchten weitere Nahrung, dass Full Tilt von seinem größten Wettbewerber übernommen werden könnte.
Das Schicksal von Bitar wird nun vom Rechtssystem der USA entschieden, wo er insgesamt neun Anklagepunkte zu erwarten hat. Diese reichen von Verstößen gegen den UIGEA über diverse Finanzdelikte bis hin zur Geldwäsche.
Zuletzt hatte Bitar sich für nicht schuldig bekannt. Seine Kaution wurde auf $2,4 Millionen festgelegt, von der $1 Million in bar hinterlegt werden muss. Meldungen zufolge war Bitar bislang nicht in der Lage, diese Summe aufzubringen und befindet sich nach wie vor im Gefängnis.
Quellen:
Pokerstrategy
Pokerstrategy
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat - unter Anordnung des Sofortvollzugs - einem in Malta ansässigen Internetanbieter mit Verfügung vom 31.08.2011 untersagt, im Internet Glücksspiel in Form von Casino- und Pokerspielen anzubieten und hierfür zu werben. Den hiergegen gerichteten Antrag auf vorläufigen Rechtschutz hat das Verwaltungsgericht abgelehnt. Die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hatte Erfolg. Der für Glücksspielrecht zuständige 6. Senat des VGH sieht in seinem Beschluss vom 10.12.2012 mit Blick auf das Recht der Europäischen Union den Ausgang des Hauptsacheverfahrens sowohl in tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht als offen an und hat deshalb dem privaten Interesse an der Nichtbefolgung der Untersagungsverfügung den Vorrang eingeräumt.
Eilantrag nach der VwGO - Untersagungsverfügung - Offener Ausgang des Hauptsacheverfahrens
In seiner Begründung führte der 6. Senat aus, zwar verstoße das im Internet angebotene Glücksspiel gegen den Wortlaut des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) in seiner ab 01.07.2012 gültigen Fassung, wonach das Veranstalten und Vermitteln öffentlicher Glücksspiele und die Werbung hierfür im Internet verboten sind. Ob diese Internetverbote, die einen Eingriff in die europarechtlich garantierte Dienstleistungsfreiheit darstellten, unionsrechtlich Bestand haben werden, müsse dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben. Hinreichend gewichtige Zweifel ergäben sich daraus, dass nach dem Glücksspielgesetz des Landes Schleswig-Holstein seit dem 01.01.2012 unter bestimmten Voraussetzungen auch Internetglücksspiel sowie die Werbung dafür erlaubt werden könnten. Damit könne ein Verstoß gegen das unionsrechtliche Kohärenzgebot vorliegen, dem im Einzelnen noch nachgegangen werden müsse. Hinzu komme, dass die Länder unter bestimmten Voraussetzungen nach neuem Glücksspielrecht Werbung für Lotterien, Sport- und Pferdewetten zulassen können und damit bestimmte Glücksspielarten vom Internetwerbeverbot ausnehmen können. Zwar besäße die Antragstellerin keine glücksspielrechtliche Erlaubnis nach dem GlüStV. Die Untersagungsverfügung sei jedoch nur beim Fehlen der Erlaubnisfähigkeit gerechtfertigt. Angesichts der Zweifel an der unionsrechtlichen Wirksamkeit des Verbots des Casino- und Pokerspiels im Internet, könne der Antragstellerin derzeit das Fehlen der glücksspielrechtlichen Erlaubnis nicht entgegengehalten werden.
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 10.12.2012, Aktenzeichen: 6 S 3335/11
Eilantrag nach der VwGO - Untersagungsverfügung - Offener Ausgang des Hauptsacheverfahrens
In seiner Begründung führte der 6. Senat aus, zwar verstoße das im Internet angebotene Glücksspiel gegen den Wortlaut des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) in seiner ab 01.07.2012 gültigen Fassung, wonach das Veranstalten und Vermitteln öffentlicher Glücksspiele und die Werbung hierfür im Internet verboten sind. Ob diese Internetverbote, die einen Eingriff in die europarechtlich garantierte Dienstleistungsfreiheit darstellten, unionsrechtlich Bestand haben werden, müsse dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben. Hinreichend gewichtige Zweifel ergäben sich daraus, dass nach dem Glücksspielgesetz des Landes Schleswig-Holstein seit dem 01.01.2012 unter bestimmten Voraussetzungen auch Internetglücksspiel sowie die Werbung dafür erlaubt werden könnten. Damit könne ein Verstoß gegen das unionsrechtliche Kohärenzgebot vorliegen, dem im Einzelnen noch nachgegangen werden müsse. Hinzu komme, dass die Länder unter bestimmten Voraussetzungen nach neuem Glücksspielrecht Werbung für Lotterien, Sport- und Pferdewetten zulassen können und damit bestimmte Glücksspielarten vom Internetwerbeverbot ausnehmen können. Zwar besäße die Antragstellerin keine glücksspielrechtliche Erlaubnis nach dem GlüStV. Die Untersagungsverfügung sei jedoch nur beim Fehlen der Erlaubnisfähigkeit gerechtfertigt. Angesichts der Zweifel an der unionsrechtlichen Wirksamkeit des Verbots des Casino- und Pokerspiels im Internet, könne der Antragstellerin derzeit das Fehlen der glücksspielrechtlichen Erlaubnis nicht entgegengehalten werden.
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 10.12.2012, Aktenzeichen: 6 S 3335/11
Zitat
Ray Bitar, CEO von Full Tilt Poker, ist laut dem EGR Magazine aus Irland in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt, um sich dort den Ermittlungen des Staatsanwalts des Southern District of New York zu stellen.
... Wir alle haben in den vergangenen 15 Monaten hart daran gearbeitet, die Vermögenswerte und das Potential von Full Tilt Poker zu erhalten, um so eine Rückzahlung aller Spielerguthaben zu ermöglichen. Dieses Ziel hat auch weiterhin höchste Priorität
Mit neuer Werbung und dem Hinweis "erinnern Sie sich an uns .." ist Full Tilt Poker zurück
Zitat
Wir beginnen mit dem neuen Team Full Tilt Poker.
Zitat
Das letzte Quartal des Jahres war geprägt vom lang erwarteten Neustart von Full Tilt. Das Geld war noch da und alle waren glücklich. Die anfängliche Euphorie löste sich jedoch schnell in Wohlgefallen auf, denn mittlerweile leidet der Pokerraum unter starkem Spielerschwund.

