Diamanten als Anlageobjekt
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Diamanten als Anlageobjekt
Diamanten haben unter den Edelsteinen einen einzigartigen Stellenwert, doch als Kapitalanlage ist bei den glitzernden Steinen eine gewisse Vorsicht geboten: Experten raten von kurzfristigen, spekulativen Käufen ab – für eine langfristige Wertsicherung ist die Anlage jedoch zu empfehlen.
Obwohl die Preise für bestimmte Steinklassen angesichts der starken Nachfrage zuletzt zum Teil sogar prozentual zweistellig gestiegen sind, wird ein Privatanleger Gewinne in ... [mehr]
Obwohl die Preise für bestimmte Steinklassen angesichts der starken Nachfrage zuletzt zum Teil sogar prozentual zweistellig gestiegen sind, wird ein Privatanleger Gewinne in ... [mehr]
Diamantenimporte aus dem Kongo
Betrug mit Diamanten: Anklage gegen Wirtschaftsingenieur =
Augsburg (dpa/lby) - Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen einen 46-jährigen Wirtschaftsingenieur aus Rottweil Anklage wegen mehrfachen gewerbsmäßigen Betrugs mit Diamanten erhoben. Der Angeklagte soll nach Angaben vom Montag im Jahr 2005 eine Firma mit Sitz in Berlin gegründet haben, um Investoren für angebliche Diamantenimporte aus dem Kongo zu gewinnen. Zusammen mit einem 47-jährigen Mittäter, der flüchtig ist, soll er Investoren hohe Bonuszahlungen auf ihre Einlage für Rohdiamanten versprochen haben, die nie geliefert wurden. Insgesamt soll das Duo mehr als 630.000 Euro betrügerisch veruntreut haben.
Augsburg (dpa/lby) - Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen einen 46-jährigen Wirtschaftsingenieur aus Rottweil Anklage wegen mehrfachen gewerbsmäßigen Betrugs mit Diamanten erhoben. Der Angeklagte soll nach Angaben vom Montag im Jahr 2005 eine Firma mit Sitz in Berlin gegründet haben, um Investoren für angebliche Diamantenimporte aus dem Kongo zu gewinnen. Zusammen mit einem 47-jährigen Mittäter, der flüchtig ist, soll er Investoren hohe Bonuszahlungen auf ihre Einlage für Rohdiamanten versprochen haben, die nie geliefert wurden. Insgesamt soll das Duo mehr als 630.000 Euro betrügerisch veruntreut haben.
Diamant ist das härteste Material der Welt - und für einige sind Diamanten auch die härteste Währung: In der Finanzkrise werden deshalb immer mehr Anleger auf die Steine aufmerksam. Aber nicht jeder Diamant ist eine gute Anlage. Das Geschäft an der Diamantenbörse in Antwerpen hat seine eigenen Regeln.
Unter dem Schild "Lost and Found" prangt die Anzeige: "Gesucht - Diamant, nur kleine Einschlüsse, hochfeines Weiß, 4.01 Karat, guter Schliff." Dann ein Kontakt. Das verlorene Steinchen - es wiegt nicht mal ein Gramm - ist um die 100.000 Dollar wert. Die Anzeige hängt im Schaukasten an der Beurs voor Diamanthandel, einer von vier Diamantenbörsen in Antwerpen.
Kaum zu glauben, aber sein Besitzer hat tatsächlich gute Chancen den Stein wieder zu bekommen. Er hatte ihn vermutlich lose in der Tasche - durchaus üblich - und der Diamant ist irgendwie herausgekullert. Jetzt wartet er auf den Finder. Dass der den Diamanten einfach am Empfang abgeben wird ist ziemlich wahrscheinlich - obwohl der Stein 2011 immer wertvoller geworden ist:
In der Krise suchen Anleger nach sicheren Investitionsmöglichkeiten. Der Goldpreis erreicht seit 2007 immer neue Spitzenwerte - rasselt zwischendurch aber auch mal wieder in den Keller. Die Zahl der Immobiliengeschäfte stieg in Deutschland um mehr als 20 Prozent seit Jahresbeginn. Einige Experten fürchten bereits eine Blase. Und die Schweizer Zentralbank musste intervenieren, weil der Franken stark aufgewertet hatte.
Derzeit interessieren sich viele Anleger für einen Markt, der vorher keinerlei Beachtung fand: Diamanten. Um satte 30 bis 35 Prozent ist deren Wert dieses Jahr gestiegen. Allerdings nur in den Spitzenkategorien.
Ulrich Freiesleben hat also genau den richtigen Moment erwischt um sein Portal für Diamanten-Investments zu eröffnen. Es heißt Diamondax. Das Geschäft sei seit dem Launch Ende August sehr gut angelaufen, erzählt der Diamantenhändler und Schleifer. "Wir haben schon Steine im Wert von mehreren 100.000 Euro verkauft. Und es gibt Anfragen für Investments im siebenstelligen Bereich."
"Carat, Clarity, Colour, Cut"
Aber: Nicht jeder Diamant ist eine gute Investition. So gut die Beschreibung im Aushang auch klingt, perfekt ist der Stein nicht und damit nur schwer verkäuflich. Entscheidend für den Wert eines Diamanten sind vier Kriterien, erklärt Freiesleben. "Das sind die sogenannten vier c - carat, clarity, colour und cut." Nur Steine, die überall Top-Bewertungen haben, werden in exklusive Schmuckstücke eingebaut und nur sie sind auch als Geldanlage geeignet.
Damit bleibt circa ein Prozent aller Diamanten als mögliches Investment übrig. Aber wo soll man die Steine herbekommen? Banken handeln nicht damit und in einer Diamantenbörse hat man nur als zugelassener Händler Zutritt. Für Privatpersonen bleibt die Möglichkeit, bereits in Schmuckstücken verarbeitete Steine beim Juwelier zu kaufen. Hinzu kommen einige Webseiten - meistens aus den USA. In Deutschland betreibt Ulrich Freiesleben das einzige Portal für Diamanten-Investments.
Freiesleben ist Mitglied der World Federation of Diamond Bourses. Seit 30 Jahren ist er im Handel aktiv und hat sich in der Branche Vertrauen erarbeitet. Im Internet und erst recht am Telefon ist allgemein jedoch extreme Vorsicht geboten. Zu oft war der teuere Diamant dann nur eine Fälschung. Und für den Laien ist dieser Unterschied kaum zu erkennen. Gute Fälschungen funkeln auch recht schön. Nur im direkten Vergleich mit einem echten Diamanten sieht man einen Unterschied.
Ulrich Henn von der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft empfiehlt darum, immer eine zweite Meinung einzuholen. "Qualifizierte Auskunft über die Echtheit eines Steines kann ihnen am besten ein Juwelier oder ein Goldschmied geben", sagt er. Die Industrie und Handelskammern haben eine Liste mit möglichen Ansprechpartnern vor Ort.
Auf jeden Fall sollte jedem Diamanten außerdem ein Zertifikat beiliegen. Am besten eines des Gemological Institute of America - kurz GIA. Die haben in der Branche das höchste Ansehen. Das Zertifikat garantiert die Echtheit des Diamanten und gibt Auskunft über seine Qualität. Alle vier c's sind darauf abzulesen. Confidence - also Vertrauen - gilt im Diamantenhandel zwar als das fünfte c, doch Kontrolle ist eben besser.
Aber selbst in echte Diamanten in Spitzenqualität würde Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, kein Geld investieren. "Diamanten sind Luxusgüter. Das heißt: In der Krise verlieren sie an Wert." Somit wären Diamanten als Wertsicherung für schlechte Zeiten keine gute Wahl. Weinberg erwartet aktuell einen Wertverlust.
Nur in guten Zeiten könne man etwas Geld in Diamanten stecken. Dann sollte man aber nicht auf schnelle Gewinne aus sein. Auch weil beim Kauf von Diamanten - anders als bei Gold - 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. Diese 19 Prozent Wertsteigerung müssen dann erst mal wieder eingespielt werden. Hinzu kommen die oft stolzen Margen der Händler.
Weinberg hat noch mehr Gründe skeptisch zu bleiben: "Der Markt ist illiquide. Es ist unmöglich mit kleinen Summen einzusteigen und die Preisunterschiede können von Händler zu Händler enorm sein." Außerdem sei die Preisgestaltung intransparent.
Die Kritik der externen Beobachter ist nachvollziehbar: Immerhin sind ein Händedruck und die Worte "Mazal u Bracha" (Glück und Segen) alles, was traditionell einen Handel besiegelt. Inzwischen gibt es immerhin meistens noch eine Rechnung dazu.
Ein sehr persönliches Geschäft
Man darf sich den Alltag an einer Diamantenbörse also nicht vorstellen wie auf dem Börsenparkett in Frankfurt. Auch auf dem Aktienparkett sind nur noch wenige Menschen anzutreffen - aber Aktien werden über den Computer gehandelt, während es an der Diamantenbörse ein persönliches Geschäft zweier Händler ist.
Die Händler treffen sich - meistens zu zweit - zum vertraulichen Gespräch im Büro, um die Ware in Ruhe zu begutachten. Ob ein Geschäft abgeschlossen wird, hängt zum großen Teil davon ab, ob sich beide vertrauen. Einsteiger habe es schwer.
Wer trotzdem Diamanten kaufen will, sollte darauf achten, dass sie - zusammen mit anderen physischen Anlagen wie Gold, Immobilien, Kunst oder Antiquitäten - nicht mehr als 20 Prozent des Portfolios ausmachen. Und wer sie in der Tasche mit sich herumträgt, sollte gut darauf achtgeben. Außerhalb einer Diamantenbörse werden selbst minderwertige Steine wahrscheinlich nicht wieder im Fundbüro auftauchen.
*MM
Unter dem Schild "Lost and Found" prangt die Anzeige: "Gesucht - Diamant, nur kleine Einschlüsse, hochfeines Weiß, 4.01 Karat, guter Schliff." Dann ein Kontakt. Das verlorene Steinchen - es wiegt nicht mal ein Gramm - ist um die 100.000 Dollar wert. Die Anzeige hängt im Schaukasten an der Beurs voor Diamanthandel, einer von vier Diamantenbörsen in Antwerpen.
Kaum zu glauben, aber sein Besitzer hat tatsächlich gute Chancen den Stein wieder zu bekommen. Er hatte ihn vermutlich lose in der Tasche - durchaus üblich - und der Diamant ist irgendwie herausgekullert. Jetzt wartet er auf den Finder. Dass der den Diamanten einfach am Empfang abgeben wird ist ziemlich wahrscheinlich - obwohl der Stein 2011 immer wertvoller geworden ist:
In der Krise suchen Anleger nach sicheren Investitionsmöglichkeiten. Der Goldpreis erreicht seit 2007 immer neue Spitzenwerte - rasselt zwischendurch aber auch mal wieder in den Keller. Die Zahl der Immobiliengeschäfte stieg in Deutschland um mehr als 20 Prozent seit Jahresbeginn. Einige Experten fürchten bereits eine Blase. Und die Schweizer Zentralbank musste intervenieren, weil der Franken stark aufgewertet hatte.
Derzeit interessieren sich viele Anleger für einen Markt, der vorher keinerlei Beachtung fand: Diamanten. Um satte 30 bis 35 Prozent ist deren Wert dieses Jahr gestiegen. Allerdings nur in den Spitzenkategorien.
Ulrich Freiesleben hat also genau den richtigen Moment erwischt um sein Portal für Diamanten-Investments zu eröffnen. Es heißt Diamondax. Das Geschäft sei seit dem Launch Ende August sehr gut angelaufen, erzählt der Diamantenhändler und Schleifer. "Wir haben schon Steine im Wert von mehreren 100.000 Euro verkauft. Und es gibt Anfragen für Investments im siebenstelligen Bereich."
"Carat, Clarity, Colour, Cut"
Aber: Nicht jeder Diamant ist eine gute Investition. So gut die Beschreibung im Aushang auch klingt, perfekt ist der Stein nicht und damit nur schwer verkäuflich. Entscheidend für den Wert eines Diamanten sind vier Kriterien, erklärt Freiesleben. "Das sind die sogenannten vier c - carat, clarity, colour und cut." Nur Steine, die überall Top-Bewertungen haben, werden in exklusive Schmuckstücke eingebaut und nur sie sind auch als Geldanlage geeignet.
Damit bleibt circa ein Prozent aller Diamanten als mögliches Investment übrig. Aber wo soll man die Steine herbekommen? Banken handeln nicht damit und in einer Diamantenbörse hat man nur als zugelassener Händler Zutritt. Für Privatpersonen bleibt die Möglichkeit, bereits in Schmuckstücken verarbeitete Steine beim Juwelier zu kaufen. Hinzu kommen einige Webseiten - meistens aus den USA. In Deutschland betreibt Ulrich Freiesleben das einzige Portal für Diamanten-Investments.
Freiesleben ist Mitglied der World Federation of Diamond Bourses. Seit 30 Jahren ist er im Handel aktiv und hat sich in der Branche Vertrauen erarbeitet. Im Internet und erst recht am Telefon ist allgemein jedoch extreme Vorsicht geboten. Zu oft war der teuere Diamant dann nur eine Fälschung. Und für den Laien ist dieser Unterschied kaum zu erkennen. Gute Fälschungen funkeln auch recht schön. Nur im direkten Vergleich mit einem echten Diamanten sieht man einen Unterschied.
Ulrich Henn von der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft empfiehlt darum, immer eine zweite Meinung einzuholen. "Qualifizierte Auskunft über die Echtheit eines Steines kann ihnen am besten ein Juwelier oder ein Goldschmied geben", sagt er. Die Industrie und Handelskammern haben eine Liste mit möglichen Ansprechpartnern vor Ort.
Auf jeden Fall sollte jedem Diamanten außerdem ein Zertifikat beiliegen. Am besten eines des Gemological Institute of America - kurz GIA. Die haben in der Branche das höchste Ansehen. Das Zertifikat garantiert die Echtheit des Diamanten und gibt Auskunft über seine Qualität. Alle vier c's sind darauf abzulesen. Confidence - also Vertrauen - gilt im Diamantenhandel zwar als das fünfte c, doch Kontrolle ist eben besser.
Aber selbst in echte Diamanten in Spitzenqualität würde Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, kein Geld investieren. "Diamanten sind Luxusgüter. Das heißt: In der Krise verlieren sie an Wert." Somit wären Diamanten als Wertsicherung für schlechte Zeiten keine gute Wahl. Weinberg erwartet aktuell einen Wertverlust.
Nur in guten Zeiten könne man etwas Geld in Diamanten stecken. Dann sollte man aber nicht auf schnelle Gewinne aus sein. Auch weil beim Kauf von Diamanten - anders als bei Gold - 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. Diese 19 Prozent Wertsteigerung müssen dann erst mal wieder eingespielt werden. Hinzu kommen die oft stolzen Margen der Händler.
Weinberg hat noch mehr Gründe skeptisch zu bleiben: "Der Markt ist illiquide. Es ist unmöglich mit kleinen Summen einzusteigen und die Preisunterschiede können von Händler zu Händler enorm sein." Außerdem sei die Preisgestaltung intransparent.
Die Kritik der externen Beobachter ist nachvollziehbar: Immerhin sind ein Händedruck und die Worte "Mazal u Bracha" (Glück und Segen) alles, was traditionell einen Handel besiegelt. Inzwischen gibt es immerhin meistens noch eine Rechnung dazu.
Ein sehr persönliches Geschäft
Man darf sich den Alltag an einer Diamantenbörse also nicht vorstellen wie auf dem Börsenparkett in Frankfurt. Auch auf dem Aktienparkett sind nur noch wenige Menschen anzutreffen - aber Aktien werden über den Computer gehandelt, während es an der Diamantenbörse ein persönliches Geschäft zweier Händler ist.
Die Händler treffen sich - meistens zu zweit - zum vertraulichen Gespräch im Büro, um die Ware in Ruhe zu begutachten. Ob ein Geschäft abgeschlossen wird, hängt zum großen Teil davon ab, ob sich beide vertrauen. Einsteiger habe es schwer.
Wer trotzdem Diamanten kaufen will, sollte darauf achten, dass sie - zusammen mit anderen physischen Anlagen wie Gold, Immobilien, Kunst oder Antiquitäten - nicht mehr als 20 Prozent des Portfolios ausmachen. Und wer sie in der Tasche mit sich herumträgt, sollte gut darauf achtgeben. Außerhalb einer Diamantenbörse werden selbst minderwertige Steine wahrscheinlich nicht wieder im Fundbüro auftauchen.
*MM
Diamantenfieber: "Aussichten euphorisch"
Nach Wertsteigerungen von 75 Prozent in den letzten fünf Jahren sollen die funkelnden Steine noch teurer werden.
"Diamonds are a girl's best friend“, trällerte einst Marilyn Monroe – inzwischen können auch immer mehr Investoren diesem Grundsatz etwas abgewinnen. Kein Wunder, denn während der jüngsten Rohstoff-Hausse verbuchten die glitzernden Edelsteine eindrucksvolle Wertsteigerungen.
So stieg allein im vergangenen Jahr der Preis je Karat um rund 40 Prozent auf 564 Dollar.
Der weltweit größte Diamantenproduzent und -händler, die südafrikanische De Beers Group, erzielte im ersten Halbjahr 2011 ein EBIDTA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,18 Mrd. US-Dollar – plus 55 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. Der Umsatz kletterte um 30 Prozent auf 3,88 Mrd. Dollar. Gepusht wird die Nachfrage vor allem von China und Indien, auch wenn derzeit auf die USA noch die Hälfte des Absatzes entfällt. „Immer mehr Menschen in den Schwellenländern wollen Diamantenschmuck“, bestätigt Dieter Hahn, Firmeninhaber von „Ph. Hahn Söhne“, der ältesten Diamantschleiferei Deutschlands. Er spricht von einem regelrechten Boom, weil „ein begrenztes Angebot auf eine wachsende Nachfrage trifft“. Vor allem bei kleinen Diamanten gab es eine Preisexplosion.
„Die Marktaussichten in den kommenden fünf Jahren sind gut bis euphorisch“, prognostiziert auch Ulrich Freiesleben, Händler aus Antwerpen. Die Hafenstadt im belgischen Flandern gilt mit mehr als 1500 Diamantenfirmen und vier von insgesamt 25 Börsen weltweit als Edelsteinmekka. Die historische Wertentwicklung lässt sich etwa anhand des Diamond-Prices-Index ablesen, in den die weltweiten Preise tausender Händler einfließen. Er notierte am 3.November um 75 Prozent über dem Niveau von Jänner 2006.
Ein Preistreiber ist die stagnierende Produktion. Während der Krise 2009 wurden viele Minen geschlossen, für die kommenden Jahren erwarten Experten keine großen, neuen Funde. Auch der geringe Platzbedarf lockt: „Gold im Wert von 350.000 Euro würde einem Gewicht von rund zehn Kilogramm entsprechen, der gleiche Wert in Diamanten wiegt lediglich 0,8 Gramm“, erläutert Freiesleben.
Josef Stefan, Hauptschätzmeister und Leiter des Juwelenlabors des Dorotheums, empfiehlt Investoren, fünf bis maximal 15 Prozent ihres Portfolios in Diamanten oder Gold zu halten. Wie sollte nun ein Anlagediamant beschaffen sein? Stefan rät zu eher kleinen Steinen von guter Qualität und Reinheit mit einem klassischen Brillantschliff, denn diese lassen sich leichter und schneller verkaufen.
Viele Bewertungskriterien
Der Preis eines Diamanten orientiert sich an den vier Cs:
Carat, Cut, Clarity, Colour. Ein Karat wiegt 0,2Gramm.
Unter Cut versteht man den Schliff oder die Form des Steines. Die optimale Reflexion des Lichts bietet der Brillantschliff mit seinen 57 Facetten. Ebenfalls bekannt: der Herz-, Tropfen-, Smaragd-, Navette- oder Princessschliff. Clarity steht für Reinheit, also das Fehlen von Einschlüssen. Und bei dem Kriterium Colour gilt: Je farbloser ein Stein ist, umso wertvoller ist er. Die Farbscala reicht von D (hochfeines Weiß – River) bis Z (yellow, getönt). Eine eigene Kategorie sind die „fancy diamonds“. Sie erstrahlen in kräftigen Farben – von Pink über Grün zu Rot – und sind ebenfalls teuer.
Als Klassiker gelten jedoch lupenreine weiße Steine in den Farben D bis H im Brillantschliff. Die Schliffausführung sollte mindestens mit „very good“ bis „good“ bewertet sein. Für Anleger eignen sich Standardgrößen, also Viertel-, Drittel-, Halb- oder Einkaräter. „Für Einsteiger empfehle ich zum Beispiel Steine von einem ct. in der Farbe H mit kleinen Einschlüssen um 13.000 bis 15.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Detailhandel“, so Stefan. Lupenreine Einkaräter der Farbe D könne man um 40.000 bis 42.000 Euro erwerben.
Finger weg von Blutdiamanten
International anerkannte Zertifikate werden beispielsweise vom Antwerpener Hoge Raad voor Diamant (HDR), vom International Gemmological Institute (IGI) oder vom Gem Trade Laboratory (GIA) ausgestellt. Zertifizierte Diamanten werden üblicherweise in einer verschweißten Plastikbox ausgeliefert. Hände weg heißt es hingegen von künstlichen Diamanten, die im Labor erzeugt werden. Von ihnen sind aufgrund ihrer unbegrenzten Verfügbarkeit keine Wertsteigerungen zu erwarten.
Ein heikles Thema sind die Blutdiamanten. Darunter versteht man Edelsteine, deren Verkaufserlöse für die Finanzierung von bewaffneten Auseinandersetzungen – etwa in Angola oder Sierra Leone – verwendet werden. In den 1990er-Jahren stammten rund vier Prozent der weltweit geförderten Steine aus solchen Regionen. 2003 wurde das Kimberly-Abkommen verabschiedet. Fast 75 Länder, darunter die EU, verständigten sich auf Zertifizierungen, Einfuhrkontrollen und Verpackungsstandards. Freiesleben: „Jede Diamantenrechnung sollte den Vermerk tragen, dass es sich um Steine in Übereinstimmung mit den UN-Resolutionen handelt.“
* Die Presse
"Diamonds are a girl's best friend“, trällerte einst Marilyn Monroe – inzwischen können auch immer mehr Investoren diesem Grundsatz etwas abgewinnen. Kein Wunder, denn während der jüngsten Rohstoff-Hausse verbuchten die glitzernden Edelsteine eindrucksvolle Wertsteigerungen.
So stieg allein im vergangenen Jahr der Preis je Karat um rund 40 Prozent auf 564 Dollar.
Der weltweit größte Diamantenproduzent und -händler, die südafrikanische De Beers Group, erzielte im ersten Halbjahr 2011 ein EBIDTA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 1,18 Mrd. US-Dollar – plus 55 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. Der Umsatz kletterte um 30 Prozent auf 3,88 Mrd. Dollar. Gepusht wird die Nachfrage vor allem von China und Indien, auch wenn derzeit auf die USA noch die Hälfte des Absatzes entfällt. „Immer mehr Menschen in den Schwellenländern wollen Diamantenschmuck“, bestätigt Dieter Hahn, Firmeninhaber von „Ph. Hahn Söhne“, der ältesten Diamantschleiferei Deutschlands. Er spricht von einem regelrechten Boom, weil „ein begrenztes Angebot auf eine wachsende Nachfrage trifft“. Vor allem bei kleinen Diamanten gab es eine Preisexplosion.
„Die Marktaussichten in den kommenden fünf Jahren sind gut bis euphorisch“, prognostiziert auch Ulrich Freiesleben, Händler aus Antwerpen. Die Hafenstadt im belgischen Flandern gilt mit mehr als 1500 Diamantenfirmen und vier von insgesamt 25 Börsen weltweit als Edelsteinmekka. Die historische Wertentwicklung lässt sich etwa anhand des Diamond-Prices-Index ablesen, in den die weltweiten Preise tausender Händler einfließen. Er notierte am 3.November um 75 Prozent über dem Niveau von Jänner 2006.
Ein Preistreiber ist die stagnierende Produktion. Während der Krise 2009 wurden viele Minen geschlossen, für die kommenden Jahren erwarten Experten keine großen, neuen Funde. Auch der geringe Platzbedarf lockt: „Gold im Wert von 350.000 Euro würde einem Gewicht von rund zehn Kilogramm entsprechen, der gleiche Wert in Diamanten wiegt lediglich 0,8 Gramm“, erläutert Freiesleben.
Josef Stefan, Hauptschätzmeister und Leiter des Juwelenlabors des Dorotheums, empfiehlt Investoren, fünf bis maximal 15 Prozent ihres Portfolios in Diamanten oder Gold zu halten. Wie sollte nun ein Anlagediamant beschaffen sein? Stefan rät zu eher kleinen Steinen von guter Qualität und Reinheit mit einem klassischen Brillantschliff, denn diese lassen sich leichter und schneller verkaufen.
Viele Bewertungskriterien
Der Preis eines Diamanten orientiert sich an den vier Cs:
Carat, Cut, Clarity, Colour. Ein Karat wiegt 0,2Gramm.
Unter Cut versteht man den Schliff oder die Form des Steines. Die optimale Reflexion des Lichts bietet der Brillantschliff mit seinen 57 Facetten. Ebenfalls bekannt: der Herz-, Tropfen-, Smaragd-, Navette- oder Princessschliff. Clarity steht für Reinheit, also das Fehlen von Einschlüssen. Und bei dem Kriterium Colour gilt: Je farbloser ein Stein ist, umso wertvoller ist er. Die Farbscala reicht von D (hochfeines Weiß – River) bis Z (yellow, getönt). Eine eigene Kategorie sind die „fancy diamonds“. Sie erstrahlen in kräftigen Farben – von Pink über Grün zu Rot – und sind ebenfalls teuer.
Als Klassiker gelten jedoch lupenreine weiße Steine in den Farben D bis H im Brillantschliff. Die Schliffausführung sollte mindestens mit „very good“ bis „good“ bewertet sein. Für Anleger eignen sich Standardgrößen, also Viertel-, Drittel-, Halb- oder Einkaräter. „Für Einsteiger empfehle ich zum Beispiel Steine von einem ct. in der Farbe H mit kleinen Einschlüssen um 13.000 bis 15.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Detailhandel“, so Stefan. Lupenreine Einkaräter der Farbe D könne man um 40.000 bis 42.000 Euro erwerben.
Finger weg von Blutdiamanten
International anerkannte Zertifikate werden beispielsweise vom Antwerpener Hoge Raad voor Diamant (HDR), vom International Gemmological Institute (IGI) oder vom Gem Trade Laboratory (GIA) ausgestellt. Zertifizierte Diamanten werden üblicherweise in einer verschweißten Plastikbox ausgeliefert. Hände weg heißt es hingegen von künstlichen Diamanten, die im Labor erzeugt werden. Von ihnen sind aufgrund ihrer unbegrenzten Verfügbarkeit keine Wertsteigerungen zu erwarten.
Ein heikles Thema sind die Blutdiamanten. Darunter versteht man Edelsteine, deren Verkaufserlöse für die Finanzierung von bewaffneten Auseinandersetzungen – etwa in Angola oder Sierra Leone – verwendet werden. In den 1990er-Jahren stammten rund vier Prozent der weltweit geförderten Steine aus solchen Regionen. 2003 wurde das Kimberly-Abkommen verabschiedet. Fast 75 Länder, darunter die EU, verständigten sich auf Zertifizierungen, Einfuhrkontrollen und Verpackungsstandards. Freiesleben: „Jede Diamantenrechnung sollte den Vermerk tragen, dass es sich um Steine in Übereinstimmung mit den UN-Resolutionen handelt.“
* Die Presse
Sind Diamanten --- eine Investmentalternative?
Die Zeiten für Kapitalanleger sind und bleiben nicht einfach. Begonnen mit der Bankenkrise 2008 sorgen nun die derzeitigen Länderrisiken für Besorgnis und lassen die Anleger nach neuen Anlagealternativen suchen. Dabei sind vor allem Anlagen in Sachwerte in den Vordergrund gerückt, wie die Experten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachtet haben. Und zwar jene, die zwar nicht neu sind, aber insbesondere in den letzten Jahren einen hohen Werterhalt gewähren. "Gefragt sind in diesem Zusammenhang vor allem Immobilien, Diamanten, Oldtimer und zeitgenössische Kunst", erklärt Arnim Kogge, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.
Bei diesen unterschiedlichen Alternativen müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden:
...
Diamanten sind als Sachwerte und als harte Währung wieder in das Zentrum des Interesses gerückt. Entscheidend für die Auswahl sind hierbei das Gewicht, der Schliff, die Reinheit und die Farbe. Ein Tipp des Experten: "Außerdem sollte man unter allen Umständen ein Zertifikat eines renommierten Institutes aufweisen können, da dies als eine Art Pass für den späteren Wiederverkauf von großer Bedeutung ist."
Die Zeiten für Kapitalanleger sind und bleiben nicht einfach. Begonnen mit der Bankenkrise 2008 sorgen nun die derzeitigen Länderrisiken für Besorgnis und lassen die Anleger nach neuen Anlagealternativen suchen. Dabei sind vor allem Anlagen in Sachwerte in den Vordergrund gerückt, wie die Experten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachtet haben. Und zwar jene, die zwar nicht neu sind, aber insbesondere in den letzten Jahren einen hohen Werterhalt gewähren. "Gefragt sind in diesem Zusammenhang vor allem Immobilien, Diamanten, Oldtimer und zeitgenössische Kunst", erklärt Arnim Kogge, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.
Bei diesen unterschiedlichen Alternativen müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden:
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Diamanten sind als Sachwerte und als harte Währung wieder in das Zentrum des Interesses gerückt. Entscheidend für die Auswahl sind hierbei das Gewicht, der Schliff, die Reinheit und die Farbe. Ein Tipp des Experten: "Außerdem sollte man unter allen Umständen ein Zertifikat eines renommierten Institutes aufweisen können, da dies als eine Art Pass für den späteren Wiederverkauf von großer Bedeutung ist."
Diamantennachfrage verdoppelt sich bis 2020
Diamanten legten im vergangenen Jahr mit einem Plus von 26 Prozent eine sechs Mal höhere Wertsteigerung hin als Gold. Nun besagt eine neue Studie dass die Preise für Diamanten weiter ansteigen werden.
Die weltweite Nachfrage nach Diamanten wird sich bis 2020 verdoppeln. Dies bedeutet einen jährlichen Anstieg der Nachfrage um etwa sechs Prozent. Im Vergleich dazu wird das Angebot lediglich um 2,8 Prozent pro Jahr steigen, was zu einer Knappheit führt, die auch die Preise weiter ansteigen lässt. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Kanzlei Bain & Company für das Antwerpener Welt-Diamanten-Zentrum (AWDC) hervor. Der Preisanstieg könnte noch dadurch verstärkt werden, dass Edelsteine als Vermögensanlage an Bedeutung gewinnen könnten.
Die Nachfrage nach Diamanten als Schmuckstücke und Luxusgüter werde vor allem aus Indien und China kommen, wo die Mittelschicht bis 2020 deutlich anwachsen werde, heißt es in der Studie. Absatzmarkt Nummer eins würden vorerst aber die USA bleiben. Im Jahr 2020 würden die Marktanteile für Indien und China bei rund 30 Prozent liegen und damit in etwa gleichauf mit den USA.
Für Investment fehlt Diamant Schutzfunktion
Experten raten davon ab direkt in Diamanten zu investieren. Zu sehr ist der Preis vor allem von der konjunkturellen Entwicklung abhängig, die ihrerseits die Wohlstandsnachfrage bestimmt. Auch der Umstand, dass es schwierig ist Diamanten zu verkaufen, außer vielleicht beim Juwelier, spricht gegen eine Schutzfunktion, wie sie zum Beispiel Gold aufweist. Daher bleiben die Faktoren für die Preisbestimmung undurchsichtig, was wiederum gegen die Schutzfunktion spricht.
Falls man in Diamanten investieren will so sollte man das allenfalls in einem Fonds tun. Wie zum Beispiel über den börsenotierten Diamond Circle Capital (ISIN: IM00B1Y64R53). Allerdings ist dessen Performance auch eher dürftig. So konnte der Fonds in seiner Dreijahresperformance keinen Kursgewinn erzielen
Die weltweite Nachfrage nach Diamanten wird sich bis 2020 verdoppeln. Dies bedeutet einen jährlichen Anstieg der Nachfrage um etwa sechs Prozent. Im Vergleich dazu wird das Angebot lediglich um 2,8 Prozent pro Jahr steigen, was zu einer Knappheit führt, die auch die Preise weiter ansteigen lässt. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Kanzlei Bain & Company für das Antwerpener Welt-Diamanten-Zentrum (AWDC) hervor. Der Preisanstieg könnte noch dadurch verstärkt werden, dass Edelsteine als Vermögensanlage an Bedeutung gewinnen könnten.
Die Nachfrage nach Diamanten als Schmuckstücke und Luxusgüter werde vor allem aus Indien und China kommen, wo die Mittelschicht bis 2020 deutlich anwachsen werde, heißt es in der Studie. Absatzmarkt Nummer eins würden vorerst aber die USA bleiben. Im Jahr 2020 würden die Marktanteile für Indien und China bei rund 30 Prozent liegen und damit in etwa gleichauf mit den USA.
Für Investment fehlt Diamant Schutzfunktion
Experten raten davon ab direkt in Diamanten zu investieren. Zu sehr ist der Preis vor allem von der konjunkturellen Entwicklung abhängig, die ihrerseits die Wohlstandsnachfrage bestimmt. Auch der Umstand, dass es schwierig ist Diamanten zu verkaufen, außer vielleicht beim Juwelier, spricht gegen eine Schutzfunktion, wie sie zum Beispiel Gold aufweist. Daher bleiben die Faktoren für die Preisbestimmung undurchsichtig, was wiederum gegen die Schutzfunktion spricht.
Falls man in Diamanten investieren will so sollte man das allenfalls in einem Fonds tun. Wie zum Beispiel über den börsenotierten Diamond Circle Capital (ISIN: IM00B1Y64R53). Allerdings ist dessen Performance auch eher dürftig. So konnte der Fonds in seiner Dreijahresperformance keinen Kursgewinn erzielen
Sie sind klein, wertvoll und lassen sich einfach transportieren. Edelsteine erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit. De Beers spricht bereits jetzt von der "Diamanten-Dekade".
Wohin nur mit dem Geld? Auf dem Sparbuch frisst die Inflation die Mini-Zinsen, erschwingliche Immobilien in den Großstädten sind kaum noch verfügbar und Aktien vielen Anlegern zu riskant. Auf der Suche nach Alternativen entscheiden sich viele Vermögende für die kleinstmögliche Form der Kapitalanlage - und legen sich Edelsteine in den Tresor. Die Nachfrage nach Diamanten, Rubinen oder Saphiren hat nach Angaben von Experten deutlich zugenommen. "Insbesondere bei den hochwertigen Steinen gibt es ein starkes Interesse", sagte der Geschäftsführer der deutschen Stiftung Edelsteinforschung, Claudio Milisenda, vor dem Beginn der Mineralientage München.
Auf der größten europäischen Messe für Edelsteine zeigen von Freitag (26.10.) an mehr als 1200 Aussteller ihre Schätze. Längst nicht alle Steine werden zu Ketten, Ohrschmuck oder Ringen verarbeitet. "Wir verzeichnen in Gesprächen mit unseren Ausstellern und Besuchern, dass immer mehr Besucher Edelsteine als alternative, zusätzliche Wertanlage nutzen wollen", sagt Messesprecher Daniel Ravasz. In den vergangenen Jahren ist allein die Nachfrage nach Diamanten nach Angaben des Online-Händlers Dimaxs um 20 Prozent gestiegen. Das Angebot hingegen nehme ab. "Bis 2005 konnte die Weltproduktion kontinuierlich gesteigert werden. Seit 2006 sinkt sie jährlich um zirka fünf Prozent."
Auch bei anderen Steinen wird das Angebot geringer. Gefragt sind nach Angaben von Edelstein-Experte Milisenda vor allem hochwertige, gänzlich unbehandelte Rubine, Saphire oder Smaragde. "Da ist das Angebot an wirklich guten Steinen begrenzt." Für einen seltenen Saphir aus Kaschmir zahlten Liebhaber Preise von 20.000 bis 40.000 Euro pro Karat (0,2 Gramm). Wer es noch exklusiver möchte, legt sich einen farbwechselnden Alexandrit in den Panzerschrank: "Das ist einer der seltensten Steine überhaupt", sagt Milisenda. Kostenpunkt je nach Qualität: Rund 100.000 Euro pro Karat.
Das geringe Gewicht der Edelsteine im Vergleich zu Gold ist für die Händler ein beliebtes Werbeargument. "Diamanten im Wert von einer Million Euro passen bequem in eine Streichholzschachtel und können problemlos an jeden beliebigen Ort der Welt transportiert werden", wirbt Dimaxs unter dem Schlagwort "Mobilität". "Edelsteine sind echtes Fluchtkapital", sagt Messesprecher Ravasz. "Mit einem Goldbarren kann man schwer flüchten. Diamanten in der Tasche wiegen nichts."
Der Diamanten-Konzern De Beers hat das Jahrzehnt wegen des wachsenden Interesses an den Edelsteinen bereits zur "Diamanten-Dekade" ernannt. Der Löwenanteil der Kundschaft kauft die Steine nach Einschätzung des Unternehmens aber gerade nicht, um zu flüchten: Als Schmuckstück oder Ehering. "Diamanten bleiben das ultimative Geschenk der Liebe", sagt eine Sprecherin - und bei der richtigen Auswahl könnten sie eben auch ein gutes Investment sein.
Wohin nur mit dem Geld? Auf dem Sparbuch frisst die Inflation die Mini-Zinsen, erschwingliche Immobilien in den Großstädten sind kaum noch verfügbar und Aktien vielen Anlegern zu riskant. Auf der Suche nach Alternativen entscheiden sich viele Vermögende für die kleinstmögliche Form der Kapitalanlage - und legen sich Edelsteine in den Tresor. Die Nachfrage nach Diamanten, Rubinen oder Saphiren hat nach Angaben von Experten deutlich zugenommen. "Insbesondere bei den hochwertigen Steinen gibt es ein starkes Interesse", sagte der Geschäftsführer der deutschen Stiftung Edelsteinforschung, Claudio Milisenda, vor dem Beginn der Mineralientage München.
Auf der größten europäischen Messe für Edelsteine zeigen von Freitag (26.10.) an mehr als 1200 Aussteller ihre Schätze. Längst nicht alle Steine werden zu Ketten, Ohrschmuck oder Ringen verarbeitet. "Wir verzeichnen in Gesprächen mit unseren Ausstellern und Besuchern, dass immer mehr Besucher Edelsteine als alternative, zusätzliche Wertanlage nutzen wollen", sagt Messesprecher Daniel Ravasz. In den vergangenen Jahren ist allein die Nachfrage nach Diamanten nach Angaben des Online-Händlers Dimaxs um 20 Prozent gestiegen. Das Angebot hingegen nehme ab. "Bis 2005 konnte die Weltproduktion kontinuierlich gesteigert werden. Seit 2006 sinkt sie jährlich um zirka fünf Prozent."
Auch bei anderen Steinen wird das Angebot geringer. Gefragt sind nach Angaben von Edelstein-Experte Milisenda vor allem hochwertige, gänzlich unbehandelte Rubine, Saphire oder Smaragde. "Da ist das Angebot an wirklich guten Steinen begrenzt." Für einen seltenen Saphir aus Kaschmir zahlten Liebhaber Preise von 20.000 bis 40.000 Euro pro Karat (0,2 Gramm). Wer es noch exklusiver möchte, legt sich einen farbwechselnden Alexandrit in den Panzerschrank: "Das ist einer der seltensten Steine überhaupt", sagt Milisenda. Kostenpunkt je nach Qualität: Rund 100.000 Euro pro Karat.
Das geringe Gewicht der Edelsteine im Vergleich zu Gold ist für die Händler ein beliebtes Werbeargument. "Diamanten im Wert von einer Million Euro passen bequem in eine Streichholzschachtel und können problemlos an jeden beliebigen Ort der Welt transportiert werden", wirbt Dimaxs unter dem Schlagwort "Mobilität". "Edelsteine sind echtes Fluchtkapital", sagt Messesprecher Ravasz. "Mit einem Goldbarren kann man schwer flüchten. Diamanten in der Tasche wiegen nichts."
Der Diamanten-Konzern De Beers hat das Jahrzehnt wegen des wachsenden Interesses an den Edelsteinen bereits zur "Diamanten-Dekade" ernannt. Der Löwenanteil der Kundschaft kauft die Steine nach Einschätzung des Unternehmens aber gerade nicht, um zu flüchten: Als Schmuckstück oder Ehering. "Diamanten bleiben das ultimative Geschenk der Liebe", sagt eine Sprecherin - und bei der richtigen Auswahl könnten sie eben auch ein gutes Investment sein.
In Edelsteine investieren
Neben Edelmetallen wie etwa Gold, Silber oder Platin sind in wirtschaftlich unsicheren Perioden insbesondere Edelsteine seit geraumer Zeit etabliert.
Die Nachfrage bei den edlen Steinen steigt und steigt, was vor allem mit dem zunehmenden Wohlstand bevölkerungsreicher Entwicklungsländer, wie etwa China oder Brasilien liegt, welche diesen auch zum Ausdruck bringen wollen.
Neue Vorkommen hingegen werden nur noch selten erschlossen, weswegen seit 2006 die Weltproduktion der Edelsteine sinkt.
Führt man sich die Preisentwicklung der bekanntesten Edelminerale vor Augen, ist der klare Aufwärtstrend nicht zu übersehen. Der Tansanit verbuchte zwischen 2007 und 2008 sogar einen Preisanstieg von mehr als 50 %, was zwar zu einer absoluten Ausnahme gehört, jedoch die Möglichkeiten und Gewinnmargen klar aufzeigt.
Jedes Mal wenn eine ehemals ergiebige Miene erlischt, explodieren die Preise für die Edelsteine.
Ein großer Vorteil gegenüber Gold ist beispielsweise die hohe Mobilität der teuren Steine. Ein unermesslicher Wert lässt sich so in einem kleinen Tresor unterbringen.
Für ein Karat (0,2 Gramm) werden für besonders seltene Steine, wie etwa einem farbwechselndem Alexandrit, Spitzenpreise von bis zu 100000 Euro gezahlt.
Bei hochwertigen Steinen können einige Gramm den Gegenwert eines Goldbarrens mit einem Gewicht von 1 Kilo repräsentieren. Außerdem lassen sich immens hohe Werte leicht von A nach B schaffen, weshalb Edelsteine auch als Fluchtwährung sehr beliebt sind. Bei einer hohen Inflation verlässt man sich oft auf die Preisstabilität der Edelsteine, welche sich in den letzten Jahrhunderten wohl bewährt hat.Neben den sogenannten "Steinen der Liebe", den Diamanten, sind auch Rubine, Saphire und Tansanite oft gefragt.
Der blau-violette Tansanit steht wegen seiner unvergleichlichen Farbe vor allem für Schmuckstücke hoch im Kurs. Der Edelstein ist extrem selten, da er nur an einer Miene in Afrika in abbauwürdiger Form vorkommt, was seine Verfügbarkeit sehr stark begrenzt.
Auf der Website von "tanzanitefoundation" wird sogar davon gesprochen, dass der Tansanit 1000-mal seltener als der Diamant ist. Diese Tatsache macht den Tansanit als Investment sehr attraktiv.
Besonders in der Weihnachtszeit wird die Nachfrage nach Diamanten, Tansaniten und anderen Edelsteinen wieder enorm steigen, da diese immer wieder einen besonderen Wert als Geschenk haben.
Ein kleiner Nachteil beim Edelsteininvestment könnte der vergleichsweise hohe Einstiegspreis sein. Um einen interessanten Stein zu erwerben, sollte man 1000 Euro aufwärts kalkulieren. Jedoch lassen sich teilweise auch unterhalb dieser Marke hochkarätige Steine finden. Auf jeden Fall sollten Sie, insbesondere wenn es um höhere Summen geht, stets sicher gegen, dass der Stein echt ist, und dies möglicherweise durch einen Fachmann oder unabhängigen Gutachter bestätigen lassen.
Pressemitteilung von: E-review.de
Neben Edelmetallen wie etwa Gold, Silber oder Platin sind in wirtschaftlich unsicheren Perioden insbesondere Edelsteine seit geraumer Zeit etabliert.
Die Nachfrage bei den edlen Steinen steigt und steigt, was vor allem mit dem zunehmenden Wohlstand bevölkerungsreicher Entwicklungsländer, wie etwa China oder Brasilien liegt, welche diesen auch zum Ausdruck bringen wollen.
Neue Vorkommen hingegen werden nur noch selten erschlossen, weswegen seit 2006 die Weltproduktion der Edelsteine sinkt.
Führt man sich die Preisentwicklung der bekanntesten Edelminerale vor Augen, ist der klare Aufwärtstrend nicht zu übersehen. Der Tansanit verbuchte zwischen 2007 und 2008 sogar einen Preisanstieg von mehr als 50 %, was zwar zu einer absoluten Ausnahme gehört, jedoch die Möglichkeiten und Gewinnmargen klar aufzeigt.
Jedes Mal wenn eine ehemals ergiebige Miene erlischt, explodieren die Preise für die Edelsteine.
Ein großer Vorteil gegenüber Gold ist beispielsweise die hohe Mobilität der teuren Steine. Ein unermesslicher Wert lässt sich so in einem kleinen Tresor unterbringen.
Für ein Karat (0,2 Gramm) werden für besonders seltene Steine, wie etwa einem farbwechselndem Alexandrit, Spitzenpreise von bis zu 100000 Euro gezahlt.
Bei hochwertigen Steinen können einige Gramm den Gegenwert eines Goldbarrens mit einem Gewicht von 1 Kilo repräsentieren. Außerdem lassen sich immens hohe Werte leicht von A nach B schaffen, weshalb Edelsteine auch als Fluchtwährung sehr beliebt sind. Bei einer hohen Inflation verlässt man sich oft auf die Preisstabilität der Edelsteine, welche sich in den letzten Jahrhunderten wohl bewährt hat.Neben den sogenannten "Steinen der Liebe", den Diamanten, sind auch Rubine, Saphire und Tansanite oft gefragt.
Der blau-violette Tansanit steht wegen seiner unvergleichlichen Farbe vor allem für Schmuckstücke hoch im Kurs. Der Edelstein ist extrem selten, da er nur an einer Miene in Afrika in abbauwürdiger Form vorkommt, was seine Verfügbarkeit sehr stark begrenzt.
Auf der Website von "tanzanitefoundation" wird sogar davon gesprochen, dass der Tansanit 1000-mal seltener als der Diamant ist. Diese Tatsache macht den Tansanit als Investment sehr attraktiv.
Besonders in der Weihnachtszeit wird die Nachfrage nach Diamanten, Tansaniten und anderen Edelsteinen wieder enorm steigen, da diese immer wieder einen besonderen Wert als Geschenk haben.
Ein kleiner Nachteil beim Edelsteininvestment könnte der vergleichsweise hohe Einstiegspreis sein. Um einen interessanten Stein zu erwerben, sollte man 1000 Euro aufwärts kalkulieren. Jedoch lassen sich teilweise auch unterhalb dieser Marke hochkarätige Steine finden. Auf jeden Fall sollten Sie, insbesondere wenn es um höhere Summen geht, stets sicher gegen, dass der Stein echt ist, und dies möglicherweise durch einen Fachmann oder unabhängigen Gutachter bestätigen lassen.
Pressemitteilung von: E-review.de
Diamanten erfuhren in den vergangenen Jahren auch schöne Wertsteigerungen. Vor allem dann, wenn es sich um Edelsteine höchster Qualität handelte
Es war Mitte Februar und es dauerte bloß fünf Minuten. Einige Männer, schwer bewaffnet und in Polizeiuniform verkleidet, hatten einen der größten Diamantenraubzüge der Geschichte im Sinn. Sie überfielen auf dem Rollfeld des Brüsseler Flughafens einen Werttransporter des Sicherheitsdienstleisters Brink's. Diesem entnahmen sie Päckchen – im Wert von 50Mio. Dollar(39Mio. Euro).
Nicht nur Kriminelle, auch professionelle Händler wie Juweliere wissen um den Wert der zumeist kleinen Edelsteine. Ein Grund, warum auch Anleger einen näheren Blick wagen sollten. Denn der Kohlenstoff hat sich als ziemlich wertbeständig erwiesen. „Man kann sagen, dass Diamanten den Dow Jones in den vergangenen 20Jahren knapp geschlagen haben“, sagt Juwelier und Gemmologe Anton Heldwein.
Für einen lupenreinen Einkaräter (0,2 Gramm) in feinster Farbe müsse man heute zwischen 27.000 bis 30.000 Euro bezahlen.
Besonders kleine Steine von guter Qualität, zwischen einem hundertstel und einem vierhundertstel Karat, hätten in der jüngeren Vergangenheit preislich stark zugelegt, fügt Juwelier Hermann Gmeiner-Wagner hinzu. Der Grund: Die Industrie hat mehr Steine nachgefragt, als auf dem Markt angeboten wurden. Und dass das Angebot zurückgeht, kann durchaus passieren: Zwar wird jährlich eine halbe Lkw-Ladung an Diamanten gefördert, sagt Heldwein. Aber erst wenn die Diamantenpreise entsprechende Höhen erreichen, rentieren sich neue Minen. Bis aus diesen dann Diamanten geborgen werden, vergeht wiederum enorm viel Zeit.
Zweikaräter stärker nachgefragt
Wer Diamanten als Geldanlage oder Rücklage begreifen will, dem empfiehlt Gmeiner-Wagner den Kauf größerer Steine (von zumindest einem halben Karat). Ein Rat, dem bereits viele nachgekommen sein dürften. Denn laut Astrid Fialka-Herics vom Auktionshaus Dorotheum habe sich die Nachfrage vor allem für Steine ab zwei Karat erhöht. Wer Diamanten kauft, sollte sie nicht als kurz-, sondern als mittelfristige Investitionen betrachten, die über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren gehen, sagt Fialka-Herics. Steine von vier oder fünf Karat hätten in den vergangenen 15 Jahren eine Wertsteigerung von zehn bis 15 Prozent erfahren. Freilich, wer in diesem Zeitraum an der Börse ein geschicktes Händchen bewiesen hat, konnte schönere Gewinne einfahren.
Der Preis eines Diamanten steigt jedoch nicht linear mit seiner Größe. Ein Diamant mit einem Karat kostet nicht das Doppelte eines Halbkaräters, sagt Gmeiner-Wagner: „Er kostet das Fünffache.“
Diamanten werden über Diamantenbörsen gehandelt. Dort wird jeder Stein in Augenschein genommen und bewertet, sagt Heldwein. Bestand vor Jahren noch öfter die Möglichkeit, Inhaber eines Blutdiamanten zu werden, so hat sich das seit der Einführung des sogenannten Kimberley-Prozesses verbessert. Denn Rohdiamanten müssen heute zertifiziert werden, bevor sie in die USA oder nach Europa eingeführt werden dürfen.
Wer Diamanten kauft, muss sich auf die Einschätzung eines Experten verlassen. Für eine Begutachtung im Dorotheum zahlt man entweder nach Schätz- oder Zeitwert. Wird der Schätzwert herangezogen, ist ein Prozent dessen an das Auktionshaus abzuführen. Ist der Zeitaufwand in Relation zum Schätzwert zu hoch, wird ein Pauschalbetrag eingehoben. Darüber hinausgehende Dienstleistungen werden extra verrechnet.
Internationales Zertifikat wichtig
Ist man beispielsweise Kunde von Gmeiner-Wagner, bekommt man ein internationales Zertifikat gleich mitgeliefert – allerdings erst dann, wenn die Steine mehr als ein halbes Karat haben. Internationale Zertifikate, wie sie beispielsweise das Gemological Institute of America (GIA) ausstellt, sind nicht nur beim Kauf eines Edelsteins hilfreich, sondern vor allem auch dann, wenn Diamanten zu Geld gemacht werden sollen. Genau das ist aber gar nicht so einfach: Denn entweder tritt man den Gang zum Auktionshaus an oder versucht sein Glück bei einzelnen Juwelieren. Ob diese die Steine auch ankaufen, hängt aber nicht nur von ihrem Bedarf, sondern auch von ihrem Willen ab.
Ein Zertifikat beschreibt einen Stein anhand mehrerer Kriterien (4C), die die Qualität eines Diamanten erkennbar machen. Sie lauten: Schliff (Cut), Färbung (Colour), Reinheit (Clarity) – und natürlich Karat (Carat). Lupenrein, von höchstem Reinheitsgrad, ist ein Diamant dann, wenn auch unter zehnfacher Vergrößerung keine Einschlüsse sichtbar sind.
Auch die Farbskala der Edelsteine spielt eine gewichtige Rolle. Sie reicht vom Buchstaben D (hochfeines Weiß) bis O (getönt). Je reiner das Weiß, desto teuer wird der Stein. Aber: Es gibt auch Diamanten natürlicher Färbung. „Da muss man sich genau ansehen, ob es sich um einen sogenannten Fancy-Diamanten oder um einen Stein schlechter Farbqualität handelt“, sagt Fialka-Herics. Am häufigsten kämen Diamanten in braunen Schattierungen vor. Gelbe Steine sind wiederum um 25Prozent teurer als ihre weißen Pendants. Am 18. April gelangt beispielsweise ein knapp 27-karätiger Stein in „fancy yellow“ in eine Dorotheums-Auktion. Der stolze Schätzwert: 380.000 bis 500.000 Euro.
Schmuck oder Aktie?
Doch was kauft man im Zweifelsfall lieber? Ein schönes Schmuckstück oder einen Diamanten? „Wenn man einen schönen Solitär-Ring hat, hat man nicht nur täglich Freude daran, sondern gleichzeitig eine gute Geldrücklage“, sagt Gmeiner-Wagner. Fialka-Herics schlägt in die gleiche Kerbe: „Das Schöne an einem Diamanten ist, dass man ihn verarbeiten kann.“
Wer weder mit Schmuck noch Edelsteinen etwas anfängt, kann sein Glück an der Börse suchen. Minenaktien sind hier eine interessante Option. Unterscheiden muss man aber zwischen reinen Diamantenunternehmen oder großen Rohstoffkonzernen.
* Die Presse
Es war Mitte Februar und es dauerte bloß fünf Minuten. Einige Männer, schwer bewaffnet und in Polizeiuniform verkleidet, hatten einen der größten Diamantenraubzüge der Geschichte im Sinn. Sie überfielen auf dem Rollfeld des Brüsseler Flughafens einen Werttransporter des Sicherheitsdienstleisters Brink's. Diesem entnahmen sie Päckchen – im Wert von 50Mio. Dollar(39Mio. Euro).
Nicht nur Kriminelle, auch professionelle Händler wie Juweliere wissen um den Wert der zumeist kleinen Edelsteine. Ein Grund, warum auch Anleger einen näheren Blick wagen sollten. Denn der Kohlenstoff hat sich als ziemlich wertbeständig erwiesen. „Man kann sagen, dass Diamanten den Dow Jones in den vergangenen 20Jahren knapp geschlagen haben“, sagt Juwelier und Gemmologe Anton Heldwein.
Für einen lupenreinen Einkaräter (0,2 Gramm) in feinster Farbe müsse man heute zwischen 27.000 bis 30.000 Euro bezahlen.
Besonders kleine Steine von guter Qualität, zwischen einem hundertstel und einem vierhundertstel Karat, hätten in der jüngeren Vergangenheit preislich stark zugelegt, fügt Juwelier Hermann Gmeiner-Wagner hinzu. Der Grund: Die Industrie hat mehr Steine nachgefragt, als auf dem Markt angeboten wurden. Und dass das Angebot zurückgeht, kann durchaus passieren: Zwar wird jährlich eine halbe Lkw-Ladung an Diamanten gefördert, sagt Heldwein. Aber erst wenn die Diamantenpreise entsprechende Höhen erreichen, rentieren sich neue Minen. Bis aus diesen dann Diamanten geborgen werden, vergeht wiederum enorm viel Zeit.
Zweikaräter stärker nachgefragt
Wer Diamanten als Geldanlage oder Rücklage begreifen will, dem empfiehlt Gmeiner-Wagner den Kauf größerer Steine (von zumindest einem halben Karat). Ein Rat, dem bereits viele nachgekommen sein dürften. Denn laut Astrid Fialka-Herics vom Auktionshaus Dorotheum habe sich die Nachfrage vor allem für Steine ab zwei Karat erhöht. Wer Diamanten kauft, sollte sie nicht als kurz-, sondern als mittelfristige Investitionen betrachten, die über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren gehen, sagt Fialka-Herics. Steine von vier oder fünf Karat hätten in den vergangenen 15 Jahren eine Wertsteigerung von zehn bis 15 Prozent erfahren. Freilich, wer in diesem Zeitraum an der Börse ein geschicktes Händchen bewiesen hat, konnte schönere Gewinne einfahren.
Der Preis eines Diamanten steigt jedoch nicht linear mit seiner Größe. Ein Diamant mit einem Karat kostet nicht das Doppelte eines Halbkaräters, sagt Gmeiner-Wagner: „Er kostet das Fünffache.“
Diamanten werden über Diamantenbörsen gehandelt. Dort wird jeder Stein in Augenschein genommen und bewertet, sagt Heldwein. Bestand vor Jahren noch öfter die Möglichkeit, Inhaber eines Blutdiamanten zu werden, so hat sich das seit der Einführung des sogenannten Kimberley-Prozesses verbessert. Denn Rohdiamanten müssen heute zertifiziert werden, bevor sie in die USA oder nach Europa eingeführt werden dürfen.
Wer Diamanten kauft, muss sich auf die Einschätzung eines Experten verlassen. Für eine Begutachtung im Dorotheum zahlt man entweder nach Schätz- oder Zeitwert. Wird der Schätzwert herangezogen, ist ein Prozent dessen an das Auktionshaus abzuführen. Ist der Zeitaufwand in Relation zum Schätzwert zu hoch, wird ein Pauschalbetrag eingehoben. Darüber hinausgehende Dienstleistungen werden extra verrechnet.
Internationales Zertifikat wichtig
Ist man beispielsweise Kunde von Gmeiner-Wagner, bekommt man ein internationales Zertifikat gleich mitgeliefert – allerdings erst dann, wenn die Steine mehr als ein halbes Karat haben. Internationale Zertifikate, wie sie beispielsweise das Gemological Institute of America (GIA) ausstellt, sind nicht nur beim Kauf eines Edelsteins hilfreich, sondern vor allem auch dann, wenn Diamanten zu Geld gemacht werden sollen. Genau das ist aber gar nicht so einfach: Denn entweder tritt man den Gang zum Auktionshaus an oder versucht sein Glück bei einzelnen Juwelieren. Ob diese die Steine auch ankaufen, hängt aber nicht nur von ihrem Bedarf, sondern auch von ihrem Willen ab.
Ein Zertifikat beschreibt einen Stein anhand mehrerer Kriterien (4C), die die Qualität eines Diamanten erkennbar machen. Sie lauten: Schliff (Cut), Färbung (Colour), Reinheit (Clarity) – und natürlich Karat (Carat). Lupenrein, von höchstem Reinheitsgrad, ist ein Diamant dann, wenn auch unter zehnfacher Vergrößerung keine Einschlüsse sichtbar sind.
Auch die Farbskala der Edelsteine spielt eine gewichtige Rolle. Sie reicht vom Buchstaben D (hochfeines Weiß) bis O (getönt). Je reiner das Weiß, desto teuer wird der Stein. Aber: Es gibt auch Diamanten natürlicher Färbung. „Da muss man sich genau ansehen, ob es sich um einen sogenannten Fancy-Diamanten oder um einen Stein schlechter Farbqualität handelt“, sagt Fialka-Herics. Am häufigsten kämen Diamanten in braunen Schattierungen vor. Gelbe Steine sind wiederum um 25Prozent teurer als ihre weißen Pendants. Am 18. April gelangt beispielsweise ein knapp 27-karätiger Stein in „fancy yellow“ in eine Dorotheums-Auktion. Der stolze Schätzwert: 380.000 bis 500.000 Euro.
Schmuck oder Aktie?
Doch was kauft man im Zweifelsfall lieber? Ein schönes Schmuckstück oder einen Diamanten? „Wenn man einen schönen Solitär-Ring hat, hat man nicht nur täglich Freude daran, sondern gleichzeitig eine gute Geldrücklage“, sagt Gmeiner-Wagner. Fialka-Herics schlägt in die gleiche Kerbe: „Das Schöne an einem Diamanten ist, dass man ihn verarbeiten kann.“
Wer weder mit Schmuck noch Edelsteinen etwas anfängt, kann sein Glück an der Börse suchen. Minenaktien sind hier eine interessante Option. Unterscheiden muss man aber zwischen reinen Diamantenunternehmen oder großen Rohstoffkonzernen.
* Die Presse
Die Nachfrage nach Diamanten als Wertanlage steigt weiter stark an
Jahrhundertelang wurde der Diamant in Form des geschliffenen Brillanten vor allem als Schmuckstück und zur Verschönerung der Damenwelt genutzt. Jetzt im Zeichen von Währungskrise und Bankencrash erkennen mehr und mehr Anleger den Wert des Diamanten als mobilen Sachwert. Neben den Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin bietet der Diamant die höchste Wertkonzentration in kleinster Form. Noch nie wurde auch im Rahmen von Weltwirtschaftskrisen ein staatlicher Zugriff auf Diamanten ausgeübt.
Diamanten kaufen ist bei Google eine ständig steigende Suchoption. Mehr und mehr Anleger versuchen dabei auch privat ihre Nachfrage nach dieser härtesten Währung der Welt zu befriedigen. Dabei spielt die Sicherheit beim Qualitätskauf Diamanten eine große Rolle. Wer in Krisenzeiten Diamanten kauft, muss darauf achten, dass er Edelsteine mit Zertifikaten und Expertisen der anerkannten Fachinstitute erhält. Nur dann wird sich sein Diamant auch als währungsunabhängige Kapitalanlage mit Schutz vor Inflationsverlusten und steuerfreiem Wertzuwachs beweisen.
Das Geschäft an Diamantenbörsen wird von einer kleinen Anzahl an Fachhändlern bestimmt. Auch der Kauf über den Schmuckhandel, wo Diamanten überwiegend in ihrer geschliffenen Form als Brillanten im Rahmen von Schmuckstücken angeboten werden, trifft nicht die Kerninteressen sicherheitssuchender Anleger.
Neu im Angebot sind jetzt An- und Verkaufsplattformen für Diamanten im Internet. Hier entsteht ein neuer Markt ohne die unnötig hohen Aufschläge des Fachhandels. Hier werden Diamanten und ihre Expertisen professionell überprüft, damit diese harte Ersatzwährung schnell und sicher ihren Weg von privaten Käufern oder Verkäufern findet.
* topdiamanten.de
Diamanten kaufen ist bei Google eine ständig steigende Suchoption. Mehr und mehr Anleger versuchen dabei auch privat ihre Nachfrage nach dieser härtesten Währung der Welt zu befriedigen. Dabei spielt die Sicherheit beim Qualitätskauf Diamanten eine große Rolle. Wer in Krisenzeiten Diamanten kauft, muss darauf achten, dass er Edelsteine mit Zertifikaten und Expertisen der anerkannten Fachinstitute erhält. Nur dann wird sich sein Diamant auch als währungsunabhängige Kapitalanlage mit Schutz vor Inflationsverlusten und steuerfreiem Wertzuwachs beweisen.
Das Geschäft an Diamantenbörsen wird von einer kleinen Anzahl an Fachhändlern bestimmt. Auch der Kauf über den Schmuckhandel, wo Diamanten überwiegend in ihrer geschliffenen Form als Brillanten im Rahmen von Schmuckstücken angeboten werden, trifft nicht die Kerninteressen sicherheitssuchender Anleger.
Neu im Angebot sind jetzt An- und Verkaufsplattformen für Diamanten im Internet. Hier entsteht ein neuer Markt ohne die unnötig hohen Aufschläge des Fachhandels. Hier werden Diamanten und ihre Expertisen professionell überprüft, damit diese harte Ersatzwährung schnell und sicher ihren Weg von privaten Käufern oder Verkäufern findet.
* topdiamanten.de



