Eine EC-Karte für ganz Europa
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Eine EC-Karte für ganz Europa
In zwei Jahren sollen Bürger im Urlaub in einem EU-Land ihre Rechnung überall mit ihrer deutschen EC-Karte bezahlen können. Das sieht eine Initiative der Europäischen Kommission vor. Doch für manche Banken und Händler ist das zu früh.
Die europäischen Finanzminister haben sich auf einem Treffen in Luxemburg dafür ausgesprochen, einen einheitlichen Zahlungsraum, die so genannte Sepa-Initiative (Single Europe Payments Area), zu unterstützen. Ziel der Initiative ist es ,"grenzüberschreitende Zahlungen so einfach, billig und sicher zu machen wie Zahlungen innerhalb eines Mitgliedstaats".
Schon ab dem 1. Januar 2008 sollen Banken neben den nationalen Bankkarten auch grenzüberschreitende Karten anbieten. Denn bislang kommen deutsche Urlauber oft nicht weit, wenn sie im Ausland mit einer deutschen Bankkarte bezahlen wollen. Selbst in den direkten Nachbarländern akzeptieren viele Einzelhändler und Restaurants die deutschen EC-Karten nicht. Auch EU-weite Überweisungen und Lastschriftverfahren sollen bis 2010 einheitlich werden.
Umsetzungsprobleme in manchen EU-Ländern
Deutschland ist bereits dazu fähig, das Zahlungssystem umzustellen. Fieberhaft bastelt die Branche an einer Umstellung. "Die deutsche Kreditwirtschaft wird die neuen Sepa-Zahlungsinstrumente fristgerecht implementieren und diese ihren Kunden ab 2008 zusätzlich zu den bestehenden Zahlungsinstrumenten anbieten", sagte eine Sprecherin des Zentralen Kreditausschusses, ein Zusammenschluss der fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft.
Doch die Frist und die Umstellung auf das neue System sind für andere Banken und Unternehmen in manchen EU-Ländern noch zu früh. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Capgemini herrscht in Ländern wie Frankreich oder Italien noch Nachholbedarf. "Frankreich muss seinen Bürger erstmal beibringen, dass sie nicht mehr nur mit einem Scheck bezahlen, sondern mit einer Karte oder per Überweisung", sagte Lars Schwabe, Sepa-Experte bei Capgemini. Rund 30 Prozent der Rechnungen werden noch mit einem Scheck beglichen. "Bis spätestens 2015 werden alle alten Zahlungssysteme in den Mitgliedstaaten abgeschaltet sein", schätzt Schwabe.
Insgesamt müssten alle EU-Länder die Einwohner motivieren, die neuen Produkte zu verwenden, damit sich das System für die Kreditinstitute lohne. Denn die europäischen Banken könnten mit den neuen Zahlungsmitteln bis 2010 rund die Hälfte ihrer Zahlungsverkehrsumsätze einbüßen. Im günstigsten Fall werde nach der Studie die für 2010 prognostizierten Zahlungsverkehrsumsätze von 18 Mrd. Euro auf 29 Mrd. Euro zusammenschrumpfen.
Zusätzlich kommen auf die Banken Investitionen in Millionen-Höhe zu, damit sie ihr System umstellen können, sagte Schwabe. "Zugleich wird der Wettbewerb unter den Banken härter." Eine deutsche Bank konkurriere dann plötzlich mit einer spanischen Bank, denn die Karten funktionierten schließlich in allen Mitgliedstaaten. Nur über neue Preisstrategien könnten die Banken ihre Kunden zu sich locken. "Es ist denkbar, dass die Preise für nationale Karten minimal erhöht werden und die EU-weiten Karten dann zum normalen Tarif angeboten werden."
Große Probleme bei Lastschriftverfahren
Wenn Deutsche in einem anderen EU-Land leben, sollen in Zukunft Unternehmen wie Stromanbieter oder Telefonkonzerne per Lastschriftverfahren von dem deutschen Konto ihre Gebühren einziehen können. Bisher ist das nur schwer möglich. In den Mitgliedstaaten existieren unterschiedliche Lastschrift-Verfahren und das Konzept ist sehr kompliziert. Fraglich ist nun, wie ein einheitliches System aufgebaut werden soll und wo vor allem die so genannten Kundenmandate, die Erlaubnis zum Lastschriftverfahren, verwaltet werden sollen.
Fortschritte sind schon bei einer europäischen Überweisung erkennbar. Schon seit zwei Jahren können Verbraucher mit einer EU-Standardüberweisung bis zu 50.000 Euro auf ein Konto in einem anderen EU-Land überweisen. Dafür gibt der Kunde nicht mehr die Bankleitzahl und die Kontonummer des Empfängers an, sondern eine internationale Bankkontonummer (IBAN) und einen Bankcode. Die Überweisung darf maximal drei Tage dauern. Dieses System soll weiterentwickelt werden und auf Sepa-Überweisungen umgestellt werden.
(FTD)
Die europäischen Finanzminister haben sich auf einem Treffen in Luxemburg dafür ausgesprochen, einen einheitlichen Zahlungsraum, die so genannte Sepa-Initiative (Single Europe Payments Area), zu unterstützen. Ziel der Initiative ist es ,"grenzüberschreitende Zahlungen so einfach, billig und sicher zu machen wie Zahlungen innerhalb eines Mitgliedstaats".
Schon ab dem 1. Januar 2008 sollen Banken neben den nationalen Bankkarten auch grenzüberschreitende Karten anbieten. Denn bislang kommen deutsche Urlauber oft nicht weit, wenn sie im Ausland mit einer deutschen Bankkarte bezahlen wollen. Selbst in den direkten Nachbarländern akzeptieren viele Einzelhändler und Restaurants die deutschen EC-Karten nicht. Auch EU-weite Überweisungen und Lastschriftverfahren sollen bis 2010 einheitlich werden.
Umsetzungsprobleme in manchen EU-Ländern
Deutschland ist bereits dazu fähig, das Zahlungssystem umzustellen. Fieberhaft bastelt die Branche an einer Umstellung. "Die deutsche Kreditwirtschaft wird die neuen Sepa-Zahlungsinstrumente fristgerecht implementieren und diese ihren Kunden ab 2008 zusätzlich zu den bestehenden Zahlungsinstrumenten anbieten", sagte eine Sprecherin des Zentralen Kreditausschusses, ein Zusammenschluss der fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft.
Doch die Frist und die Umstellung auf das neue System sind für andere Banken und Unternehmen in manchen EU-Ländern noch zu früh. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Capgemini herrscht in Ländern wie Frankreich oder Italien noch Nachholbedarf. "Frankreich muss seinen Bürger erstmal beibringen, dass sie nicht mehr nur mit einem Scheck bezahlen, sondern mit einer Karte oder per Überweisung", sagte Lars Schwabe, Sepa-Experte bei Capgemini. Rund 30 Prozent der Rechnungen werden noch mit einem Scheck beglichen. "Bis spätestens 2015 werden alle alten Zahlungssysteme in den Mitgliedstaaten abgeschaltet sein", schätzt Schwabe.
Insgesamt müssten alle EU-Länder die Einwohner motivieren, die neuen Produkte zu verwenden, damit sich das System für die Kreditinstitute lohne. Denn die europäischen Banken könnten mit den neuen Zahlungsmitteln bis 2010 rund die Hälfte ihrer Zahlungsverkehrsumsätze einbüßen. Im günstigsten Fall werde nach der Studie die für 2010 prognostizierten Zahlungsverkehrsumsätze von 18 Mrd. Euro auf 29 Mrd. Euro zusammenschrumpfen.
Zusätzlich kommen auf die Banken Investitionen in Millionen-Höhe zu, damit sie ihr System umstellen können, sagte Schwabe. "Zugleich wird der Wettbewerb unter den Banken härter." Eine deutsche Bank konkurriere dann plötzlich mit einer spanischen Bank, denn die Karten funktionierten schließlich in allen Mitgliedstaaten. Nur über neue Preisstrategien könnten die Banken ihre Kunden zu sich locken. "Es ist denkbar, dass die Preise für nationale Karten minimal erhöht werden und die EU-weiten Karten dann zum normalen Tarif angeboten werden."
Große Probleme bei Lastschriftverfahren
Wenn Deutsche in einem anderen EU-Land leben, sollen in Zukunft Unternehmen wie Stromanbieter oder Telefonkonzerne per Lastschriftverfahren von dem deutschen Konto ihre Gebühren einziehen können. Bisher ist das nur schwer möglich. In den Mitgliedstaaten existieren unterschiedliche Lastschrift-Verfahren und das Konzept ist sehr kompliziert. Fraglich ist nun, wie ein einheitliches System aufgebaut werden soll und wo vor allem die so genannten Kundenmandate, die Erlaubnis zum Lastschriftverfahren, verwaltet werden sollen.
Fortschritte sind schon bei einer europäischen Überweisung erkennbar. Schon seit zwei Jahren können Verbraucher mit einer EU-Standardüberweisung bis zu 50.000 Euro auf ein Konto in einem anderen EU-Land überweisen. Dafür gibt der Kunde nicht mehr die Bankleitzahl und die Kontonummer des Empfängers an, sondern eine internationale Bankkontonummer (IBAN) und einen Bankcode. Die Überweisung darf maximal drei Tage dauern. Dieses System soll weiterentwickelt werden und auf Sepa-Überweisungen umgestellt werden.
(FTD)
Eine EC Karte für ganz Europa
Hallo Mod. von GoMoPa
und andere interessierte User,
das ist ja nun mal etwas erfreuliches, kann mir jedoch vorstellen, dass es nicht so schnell gehen wird wie geplant, zum Teil weil einige Banken in den EU- Ländern dies nicht so schnell umsetzen können, oder von den Preisstrukturen her nicht wollen.
Seit etwa 2,5 Jahren habe ich in Rumänien eine Firma und bin dort KUnde mit meiner Firma beim österr. Raiffeisen, bei der franz. BRD, sowie privat bei -- Banca Transsilvanya.
Alle diese Banken geben z.B. hochgeprägte VISA.- und Mastercard Karten aus auf Debitbasis. Die Banken machen sich keinen Stress mit Firmen oder Privatpersonen die irgendwann evtl.nicht mehr zahlungsfähgig sind. Übrigens habe ich für interessierte Personen, diese Karten vor etwa 1 Jahr mal angeboten ( wie sauer Bier ) aber da waren viele der Meinung , mein Giott Rumänien, irgendwo da hinten hinterm Wald. Nun ist Rumänien EU- Land und man kann diese Karten immer noch ohne Probleme und ohne Auskunft bekommen.
Aber nun weiter zum eigentl. Thema.
Natürlich haben die Konten hier auchalle die IBAN und BIC- Nr. und man kann z.B. von Deutschland aus für ca. € 1,50 Geld nach RUM überweisen.
Umgekehrt jedoch, verlangt der Raiffeisen hier in Sibiu ( österr. RAIBA) füreine Überw. in die restl. EU immer noch € 45.- !!!!
So habe ich auch z.B. an deutschen Autobahnen gesehen, dass dort nur deutsche EC- Karten akzeptiert werden, hier jedoch in RUM habe ich keine Probleme mit der Akteptanz von deutschen Karten.
Da ich in ca. 3 Wochen mit einem Onlineshop in Deutschland an den Start gehe welchen ich in versch,. Ländern bewerben werde, habe ich als Service für meine zuk., Kunden in den versch. Ländern Firmenkonten eröffnet. Dies ging alles hier von RUM aus per PC und auch Fax.
Trotz anderslautender INfos von vielen Usern hattee ich keine Probleme von hier aus Konten zu eröffnen bei einer Kantonalbank in der Schweiz, bei der Postbank in Österreich, der AXA- Bank in Belgien sowie bei der Tatra- Bank in der Slowakei ( Raiba- AUstria ).
Natürlich musste ich hin und wieder meinen Ausweis beim hier ansäissigen deutschen Generalkonsulat beglaubigen lassen und diesen per POst versenden, aber es ging alles ohne Bankbesuche.
Warum tut sich Deutschland dan ur so schwer ? Wie früher, ist in Deutschland alles bis auf das i- Tüfelchen geplant, aber es funktioniert nichts. Weil immer im Vordergrund steht wie man am besten die Leute kontrollieren kann.
Fazit:
Eine EC- Karte für ganz Europa ? Wem bringt diese etwas ? Dem Kunden ? Oder einigen Organisationen welche dann ein Preismonopol haben ? Oder den staalichen Schnüfflern ? Dies wird wohl eher der Fall sein.
Zum Schluss noch eine Anmerkung:
Als ich vor etwa 2,5 Jaheren mit meiner Firma hier anfing habe ich mich natürlich über so manche Gepflogenheit gewundert, warum dies so ist, wenn man als plfichbewusster Deutscher csa. 50 Jahre in Deutschland gelebt hat ist eben manches umnverstädnlich:
so z.B.
1. Wenn man hier einen MIetvertrag mit einem Vermieter abschliesst muss man diesen beim Finanzamt unterechreiben, dann weiss das FA dass dieser Mieteinkommen hat und diese mit 16% versteuern muss.
Ohne diesen Mietvertrag bekommt man keinen: Tel.anschluss, Stromanschluss, Gasanschluss.
2. Wenn man bei einer Zeitung ein INserat aufgibt muss man den Ausweis vorlegen, denn es könnte ja evtl. etwas unseriöses sein, sowie auch im voraus zu zahlen, also nichts auf Rechnung.
3. Wenn manin einem Katalog etwas bestellt wird die Ware nur gegen Nachnahme geliefert, also nichts drin mit Überschuldungen.
4. Der bargeldlose Zahlungsverkehr per Karten kommt nun erst so lngsam in Schwung und die Banken stellen den KUnden Visa .- und Mastercards aus ( geprägt auf Debit ) für ca. € 5.-, die Lohnkoten ( Salarii ) sind fürdie Karten fast ohne KOsten, auch bei Abhebung im AUsland.
Gruss
franciulici
und andere interessierte User,
das ist ja nun mal etwas erfreuliches, kann mir jedoch vorstellen, dass es nicht so schnell gehen wird wie geplant, zum Teil weil einige Banken in den EU- Ländern dies nicht so schnell umsetzen können, oder von den Preisstrukturen her nicht wollen.
Seit etwa 2,5 Jahren habe ich in Rumänien eine Firma und bin dort KUnde mit meiner Firma beim österr. Raiffeisen, bei der franz. BRD, sowie privat bei -- Banca Transsilvanya.
Alle diese Banken geben z.B. hochgeprägte VISA.- und Mastercard Karten aus auf Debitbasis. Die Banken machen sich keinen Stress mit Firmen oder Privatpersonen die irgendwann evtl.nicht mehr zahlungsfähgig sind. Übrigens habe ich für interessierte Personen, diese Karten vor etwa 1 Jahr mal angeboten ( wie sauer Bier ) aber da waren viele der Meinung , mein Giott Rumänien, irgendwo da hinten hinterm Wald. Nun ist Rumänien EU- Land und man kann diese Karten immer noch ohne Probleme und ohne Auskunft bekommen.
Aber nun weiter zum eigentl. Thema.
Natürlich haben die Konten hier auchalle die IBAN und BIC- Nr. und man kann z.B. von Deutschland aus für ca. € 1,50 Geld nach RUM überweisen.
Umgekehrt jedoch, verlangt der Raiffeisen hier in Sibiu ( österr. RAIBA) füreine Überw. in die restl. EU immer noch € 45.- !!!!
So habe ich auch z.B. an deutschen Autobahnen gesehen, dass dort nur deutsche EC- Karten akzeptiert werden, hier jedoch in RUM habe ich keine Probleme mit der Akteptanz von deutschen Karten.
Da ich in ca. 3 Wochen mit einem Onlineshop in Deutschland an den Start gehe welchen ich in versch,. Ländern bewerben werde, habe ich als Service für meine zuk., Kunden in den versch. Ländern Firmenkonten eröffnet. Dies ging alles hier von RUM aus per PC und auch Fax.
Trotz anderslautender INfos von vielen Usern hattee ich keine Probleme von hier aus Konten zu eröffnen bei einer Kantonalbank in der Schweiz, bei der Postbank in Österreich, der AXA- Bank in Belgien sowie bei der Tatra- Bank in der Slowakei ( Raiba- AUstria ).
Natürlich musste ich hin und wieder meinen Ausweis beim hier ansäissigen deutschen Generalkonsulat beglaubigen lassen und diesen per POst versenden, aber es ging alles ohne Bankbesuche.
Warum tut sich Deutschland dan ur so schwer ? Wie früher, ist in Deutschland alles bis auf das i- Tüfelchen geplant, aber es funktioniert nichts. Weil immer im Vordergrund steht wie man am besten die Leute kontrollieren kann.
Fazit:
Eine EC- Karte für ganz Europa ? Wem bringt diese etwas ? Dem Kunden ? Oder einigen Organisationen welche dann ein Preismonopol haben ? Oder den staalichen Schnüfflern ? Dies wird wohl eher der Fall sein.
Zum Schluss noch eine Anmerkung:
Als ich vor etwa 2,5 Jaheren mit meiner Firma hier anfing habe ich mich natürlich über so manche Gepflogenheit gewundert, warum dies so ist, wenn man als plfichbewusster Deutscher csa. 50 Jahre in Deutschland gelebt hat ist eben manches umnverstädnlich:
so z.B.
1. Wenn man hier einen MIetvertrag mit einem Vermieter abschliesst muss man diesen beim Finanzamt unterechreiben, dann weiss das FA dass dieser Mieteinkommen hat und diese mit 16% versteuern muss.
Ohne diesen Mietvertrag bekommt man keinen: Tel.anschluss, Stromanschluss, Gasanschluss.
2. Wenn man bei einer Zeitung ein INserat aufgibt muss man den Ausweis vorlegen, denn es könnte ja evtl. etwas unseriöses sein, sowie auch im voraus zu zahlen, also nichts auf Rechnung.
3. Wenn manin einem Katalog etwas bestellt wird die Ware nur gegen Nachnahme geliefert, also nichts drin mit Überschuldungen.
4. Der bargeldlose Zahlungsverkehr per Karten kommt nun erst so lngsam in Schwung und die Banken stellen den KUnden Visa .- und Mastercards aus ( geprägt auf Debit ) für ca. € 5.-, die Lohnkoten ( Salarii ) sind fürdie Karten fast ohne KOsten, auch bei Abhebung im AUsland.
Gruss
franciulici
Das Europa-Parlament gab am Dienstag grünes Licht für eine Richtlinie zur Errichtung eines Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes. Dadurch sollen bargeldloses Einkaufen und grenzüberschreitende Zahlungen in Europa künftig einfacher, billiger und schneller werden. Das bringt für die Bankkunden in Deutschland allerdings einige Änderungen mit sich.
Das Parlament habe mit deutlicher Mehrheit für den Rechtsrahmen zur Errichtung eines Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (Sepa) gestimmt, sagte ein Parlamentssprecher am Dienstag. Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) bezeichneten die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zur Realisierung von Sepa. Nach der endgültigen Zustimmung des EU-Ministerrates könnten die Mitgliedsstaaten die Richtlinie bis November 2009 umsetzen. Vor einem Monat hatten bereits die EU-Finanzminister ihre Zustimmung zu den Regeln gegeben, auf deren Basis die Banken bald europaweite neue Zahlungsprodukte anbieten können.
Die nationalen Zahlungsmärkte seien zu zersplittert und Zahlungen oft langsam und teuer, sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy im Parlament. „Die Kosten für Zahlungen sollten reduziert werden.“ Die Kreditwirtschaft hat sich freiwillig dazu verpflichtet, Sepa ab 2008 einzuführen. EU-Kommission und EZB haben die Branche lange Zeit zu dem Projekt gedrängt, das ähnlich wie bei der Euro-Einführung Investitionen in Milliardenhöhe erfordert. Die Bundesbank begrüßte das Votum des Parlaments. Die Banken könnten mit der Umsetzung jetzt zügig vorankommen.
Mit Sepa sollen grenzüberschreitende Zahlungen per Karte oder Überweisung so einfach und günstig werden wie im Inland. Auch alle Inlandszahlungen sollen umgestellt werden. Neu eingeführt wird die europäische Lastschrift, mit der ein Kunde Rechnungen per Bankeinzug bezahlen kann. Ein Bankkunde bräuchte für Zahlungstransfers innerhalb der EU nur noch ein Konto.
Durch die Vereinheitlichung der bisher national unterschiedlichen Systeme könnten die Gebühren für Zahlungen sinken, hofft die EU-Kommission. Sie rechnet mit 50 bis 100 Milliarden Euro niedrigeren Kosten für die Verbraucher pro Jahr.
Die Richtlinie ermöglicht neuen, auf Zahlungen spezialisierten Anbietern den Marktzugang. Dadurch würden der Wettbewerb gestärkt und Innovationen vorangetrieben, erklärten EZB und Kommission. Auch der Verbraucherschutz würde gestärkt.
Die alten nationalen Zahlungswege sollen zunächst parallel zu den neuen weiterlaufen. Vor allem kleinere regionale Banken mit wenigen Auslandszahlungen werden nach Einschätzung von Experten nur langsam in Sepa einsteigen. Bis 2012 soll der überwiegende Teil des Massenzahlungsverkehrs umgestellt sein, sodass die Zahlungsmittel in der bisherigen Form irgendwann ganz verschwinden. Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans Georg Fabritius forderte die öffentliche Verwaltung in Deutschland auf, die neuen Produkte zu nutzen und das gemeinsame europäische Projekt damit zu unterstützen.
Bereits ab 1. Januar 2008 dürfte es schon eine Vereinheitlichung grenzüberschreitender Überweisungen geben. Das plant jedenfalls der Europäische Bankenverband (EBF). In allen 27 EU-Staaten sowie in der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island werden dann einheitliche Formulare dafür angeboten, die zwei Jahre lang parallel zu den bekannten Vordrucken existieren sollen. In dieser Zeit sollen sich die Bankkunden an die neuen Vorgaben gewöhnen. Denn ab 2010 müssen auch bei Überweisungen in Deutschland die internationale Bankkontonummer (IBAN) und die internationale Bankleitzahl (BIC) des Empfängers angegeben werden.
Gerade diese Regelung stößt bei Verbraucherschützern auf Kritik: „Aus deutscher Sicht ist das sehr ärgerlich. Denn künftig werden sich Verbraucher sehr lange Nummern merken müssen“, erklärt Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). So bestehe die internationale Kontonummer aus bis zu 27 Ziffern. „Sich das zu merken ist eine wahre Tortur“, findet Pauli.
Spätestens am Ende des folgenden Arbeitstags sollen Überweisungen innerhalb der EU ab 2012 auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein, bei denen keine Währungsumrechnung erforderlich ist. Pauli hält diese geplante Neuerung für längst überfällig. In manchen Mitgliedstaaten seien die Laufzeiten derzeit noch viel zu lang.
Mit In-Kraft-Treten der Richtlinie sollen Ende 2009 grenzüberschreitende Lastschriftverfahren EU-weit eingeführt werden. Dann könnten zum Beispiel deutsche Besitzer eines französischen Ferienhauses die Stromrechnung vom heimischen Konto abbuchen lassen.
Gerade hier müssen sich nach Paulis Einschätzung deutsche Kunden auf gravierende Änderungen einstellen. Während im deutschen Zahlungsverkehr Lastschriften relativ problemlos in Gang zu setzen und auch wieder zu stoppen seien, gebe es in anderen EU-Staaten viel längere Fristen und Gepflogenheiten. „Das europäische Lastschriftverfahren hinkt dem, was wir in Deutschland haben, eindeutig hinterher“, betont der Finanzfachmann.
Auch die Aussicht auf sinkende Gebühren im Zuge der Vereinheitlichung beurteilt Pauli skeptisch. „Wir sehen diesen Automatismus nicht.“ Es sei schließlich die Frage, wie effektiv der Zahlungsverkehr im einzelnen schon organisiert sei und wie viel der anfallenden Kosten an die Verbraucher weitergegeben würden. Schließlich soll noch die Haftung von Bankkunden bei Missbrauch ihrer EC-Karte begrenzt werden. Sofern sie einen Verlust oder Diebstahl rechtzeitig melden, haften sie EU-weit höchstens für 150 Euro. Allerdings ist hier laut Pauli abzuwarten, wie diese Regelung in der Realität umgesetzt wird.
Quelle: HB
Das Parlament habe mit deutlicher Mehrheit für den Rechtsrahmen zur Errichtung eines Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (Sepa) gestimmt, sagte ein Parlamentssprecher am Dienstag. Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) bezeichneten die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zur Realisierung von Sepa. Nach der endgültigen Zustimmung des EU-Ministerrates könnten die Mitgliedsstaaten die Richtlinie bis November 2009 umsetzen. Vor einem Monat hatten bereits die EU-Finanzminister ihre Zustimmung zu den Regeln gegeben, auf deren Basis die Banken bald europaweite neue Zahlungsprodukte anbieten können.
Die nationalen Zahlungsmärkte seien zu zersplittert und Zahlungen oft langsam und teuer, sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy im Parlament. „Die Kosten für Zahlungen sollten reduziert werden.“ Die Kreditwirtschaft hat sich freiwillig dazu verpflichtet, Sepa ab 2008 einzuführen. EU-Kommission und EZB haben die Branche lange Zeit zu dem Projekt gedrängt, das ähnlich wie bei der Euro-Einführung Investitionen in Milliardenhöhe erfordert. Die Bundesbank begrüßte das Votum des Parlaments. Die Banken könnten mit der Umsetzung jetzt zügig vorankommen.
Mit Sepa sollen grenzüberschreitende Zahlungen per Karte oder Überweisung so einfach und günstig werden wie im Inland. Auch alle Inlandszahlungen sollen umgestellt werden. Neu eingeführt wird die europäische Lastschrift, mit der ein Kunde Rechnungen per Bankeinzug bezahlen kann. Ein Bankkunde bräuchte für Zahlungstransfers innerhalb der EU nur noch ein Konto.
Durch die Vereinheitlichung der bisher national unterschiedlichen Systeme könnten die Gebühren für Zahlungen sinken, hofft die EU-Kommission. Sie rechnet mit 50 bis 100 Milliarden Euro niedrigeren Kosten für die Verbraucher pro Jahr.
Die Richtlinie ermöglicht neuen, auf Zahlungen spezialisierten Anbietern den Marktzugang. Dadurch würden der Wettbewerb gestärkt und Innovationen vorangetrieben, erklärten EZB und Kommission. Auch der Verbraucherschutz würde gestärkt.
Die alten nationalen Zahlungswege sollen zunächst parallel zu den neuen weiterlaufen. Vor allem kleinere regionale Banken mit wenigen Auslandszahlungen werden nach Einschätzung von Experten nur langsam in Sepa einsteigen. Bis 2012 soll der überwiegende Teil des Massenzahlungsverkehrs umgestellt sein, sodass die Zahlungsmittel in der bisherigen Form irgendwann ganz verschwinden. Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans Georg Fabritius forderte die öffentliche Verwaltung in Deutschland auf, die neuen Produkte zu nutzen und das gemeinsame europäische Projekt damit zu unterstützen.
Bereits ab 1. Januar 2008 dürfte es schon eine Vereinheitlichung grenzüberschreitender Überweisungen geben. Das plant jedenfalls der Europäische Bankenverband (EBF). In allen 27 EU-Staaten sowie in der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island werden dann einheitliche Formulare dafür angeboten, die zwei Jahre lang parallel zu den bekannten Vordrucken existieren sollen. In dieser Zeit sollen sich die Bankkunden an die neuen Vorgaben gewöhnen. Denn ab 2010 müssen auch bei Überweisungen in Deutschland die internationale Bankkontonummer (IBAN) und die internationale Bankleitzahl (BIC) des Empfängers angegeben werden.
Gerade diese Regelung stößt bei Verbraucherschützern auf Kritik: „Aus deutscher Sicht ist das sehr ärgerlich. Denn künftig werden sich Verbraucher sehr lange Nummern merken müssen“, erklärt Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). So bestehe die internationale Kontonummer aus bis zu 27 Ziffern. „Sich das zu merken ist eine wahre Tortur“, findet Pauli.
Spätestens am Ende des folgenden Arbeitstags sollen Überweisungen innerhalb der EU ab 2012 auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein, bei denen keine Währungsumrechnung erforderlich ist. Pauli hält diese geplante Neuerung für längst überfällig. In manchen Mitgliedstaaten seien die Laufzeiten derzeit noch viel zu lang.
Mit In-Kraft-Treten der Richtlinie sollen Ende 2009 grenzüberschreitende Lastschriftverfahren EU-weit eingeführt werden. Dann könnten zum Beispiel deutsche Besitzer eines französischen Ferienhauses die Stromrechnung vom heimischen Konto abbuchen lassen.
Gerade hier müssen sich nach Paulis Einschätzung deutsche Kunden auf gravierende Änderungen einstellen. Während im deutschen Zahlungsverkehr Lastschriften relativ problemlos in Gang zu setzen und auch wieder zu stoppen seien, gebe es in anderen EU-Staaten viel längere Fristen und Gepflogenheiten. „Das europäische Lastschriftverfahren hinkt dem, was wir in Deutschland haben, eindeutig hinterher“, betont der Finanzfachmann.
Auch die Aussicht auf sinkende Gebühren im Zuge der Vereinheitlichung beurteilt Pauli skeptisch. „Wir sehen diesen Automatismus nicht.“ Es sei schließlich die Frage, wie effektiv der Zahlungsverkehr im einzelnen schon organisiert sei und wie viel der anfallenden Kosten an die Verbraucher weitergegeben würden. Schließlich soll noch die Haftung von Bankkunden bei Missbrauch ihrer EC-Karte begrenzt werden. Sofern sie einen Verlust oder Diebstahl rechtzeitig melden, haften sie EU-weit höchstens für 150 Euro. Allerdings ist hier laut Pauli abzuwarten, wie diese Regelung in der Realität umgesetzt wird.
Quelle: HB

