K1 Invest - X1 Global - K1 Group - Milliardär Helmut Kiener verurteilt
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K1 Invest - X1 Global - K1 Group - Milliardär Helmut Kiener verurteilt
Nachdem es bei den Hedgfondsprodukten der Aschaffenburger K1-Group bereits seit Anfang des Jahres zu einer befristeten Aussetzung der Rücknahme gekommen war – betroffen waren die Produkte K1 Global und K1 Invest als auch das Barclys X1 Global Index Zertifikat (Abwicklungsschwierigkeiten bei X1 Global Index Zertifikat) – wurde nun bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Würzburg Ermittlungen gegen die Fondsgesellschaft und deren Gründer, dem Diplom-Psychologen Helmut Kiener, eingeleitet hat. Laut Bloomberg nahm die Polizei am Nachmittag eine Hausdurchsuchung bei Kiener vor. Wie der Nachrichtendienst weiter berichtet, ermittelt die US-Bundespolizei FBI sogar schon mehr als ein halbes Jahr in dem Fall.
Nun müssen Anleger mit dem Schlimmsten rechnen, aktuell gehen die Berichte davon aus, dass der Dachhedgefondsanbieter internationalen Banken wie Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas offenbar mit Hilfe eines internationalen Firmengeflechts vorgaukelte, über mehr Kundengelder zu verfügen als dies tatsächlich der Fall war. Da dieses Vermögen als Grundlage für Kredite diente, mit deren Hilfe die Gesellschaft das verwaltete Vermögen hebelte, stellt sich nun die Frage, wie viel Kapital noch da ist. Schon seit Monaten hatte man laut eigener Aussage keine Rücknahmen mehr durchführen können, weil einerseits eine große Anzahl asiatischer Investoren ausgestiegen war und andererseits die kreditgebenden Banken restriktiver geworden waren. Zitat: "Die K1 Geschäftsführung sah sich auf Grund der gleichzeitigen Reduzierung der Banken Kredite und der seit Januar 2009 überwiegend aus dem asiatischen Raum eingetretenen Kündigungen in der Pflicht, aus Liquiditätsgründen die befristete Aussetzung der Rücknahme mitzuteilen. In der Mehrzahl waren es Anleger aus dem asiatischen Raum, welche diesen Liquiditätsengpass verursacht haben. Noch vor einem Jahr wurde ganz massiv in den K1 investiert und seit Januar 2009 nach nur kurzer Anlagedauer wieder massiv gekündigt."
Weder bei K1 noch bei X1 konnte FONDS professionell jemanden für eine Stellungnahme erreichen. Auch bei Barclays, die Bank ist Emittentin des X1-Zertifikates, konnte FONDS professionell niemanden für eine Stellungnahme erreichen.
Kurios ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die deutsche Finanzmarktaufsicht BaFin in den Jahren 2003 und 2004 mehrfach versucht hatte, der K1 Invest Ltd. den Geschäftsbetrieb in Deutschland zu untersagen. K1 setzte sich zur Wehr und bekam mit Urteil vom 08.11.2007 vom Verwaltungsgericht Frankfurt am Main REcht, der Bescheid der BaFin vom 17.06.2004 wurde aufgehoben.
Laut eigenen Angaben hat die K1-Group insgesamt 850 Millionen US-Dollar verwaltet, angesichts der aktuellen Berichte muss allerdings davon ausgegangen werden, dass das tatsächliche Volumen weitaus geringer ist. Betroffen sind Anleger aus Deutschland, der Schweiz, Österreich sowie aus asiatischen Ländern. (gp)
Quelle: FONDS professionell
Nun müssen Anleger mit dem Schlimmsten rechnen, aktuell gehen die Berichte davon aus, dass der Dachhedgefondsanbieter internationalen Banken wie Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas offenbar mit Hilfe eines internationalen Firmengeflechts vorgaukelte, über mehr Kundengelder zu verfügen als dies tatsächlich der Fall war. Da dieses Vermögen als Grundlage für Kredite diente, mit deren Hilfe die Gesellschaft das verwaltete Vermögen hebelte, stellt sich nun die Frage, wie viel Kapital noch da ist. Schon seit Monaten hatte man laut eigener Aussage keine Rücknahmen mehr durchführen können, weil einerseits eine große Anzahl asiatischer Investoren ausgestiegen war und andererseits die kreditgebenden Banken restriktiver geworden waren. Zitat: "Die K1 Geschäftsführung sah sich auf Grund der gleichzeitigen Reduzierung der Banken Kredite und der seit Januar 2009 überwiegend aus dem asiatischen Raum eingetretenen Kündigungen in der Pflicht, aus Liquiditätsgründen die befristete Aussetzung der Rücknahme mitzuteilen. In der Mehrzahl waren es Anleger aus dem asiatischen Raum, welche diesen Liquiditätsengpass verursacht haben. Noch vor einem Jahr wurde ganz massiv in den K1 investiert und seit Januar 2009 nach nur kurzer Anlagedauer wieder massiv gekündigt."
Weder bei K1 noch bei X1 konnte FONDS professionell jemanden für eine Stellungnahme erreichen. Auch bei Barclays, die Bank ist Emittentin des X1-Zertifikates, konnte FONDS professionell niemanden für eine Stellungnahme erreichen.
Kurios ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die deutsche Finanzmarktaufsicht BaFin in den Jahren 2003 und 2004 mehrfach versucht hatte, der K1 Invest Ltd. den Geschäftsbetrieb in Deutschland zu untersagen. K1 setzte sich zur Wehr und bekam mit Urteil vom 08.11.2007 vom Verwaltungsgericht Frankfurt am Main REcht, der Bescheid der BaFin vom 17.06.2004 wurde aufgehoben.
Laut eigenen Angaben hat die K1-Group insgesamt 850 Millionen US-Dollar verwaltet, angesichts der aktuellen Berichte muss allerdings davon ausgegangen werden, dass das tatsächliche Volumen weitaus geringer ist. Betroffen sind Anleger aus Deutschland, der Schweiz, Österreich sowie aus asiatischen Ländern. (gp)
Quelle: FONDS professionell
Deutscher Hedge-Fonds im Visier des FBI
Die Skandale rund um Hedge-Fonds-Unternehmen wollen nicht abreißen. Nach zahlreichen Betrugsfällen bei Investmentfirmen ist jetzt auch ein Hedge-Fonds in Deutschland ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.
Der deutsche Hedge-Fonds K1 ist ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, wurden am Mittwoch Büros und Privatwohnungen durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte zwar, dass sie gegen den Gründer des Fonds, den 50-jährigen Helmut Kiener, wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges ermittelt, Einzelheiten wollte Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen aber nicht preisgeben.
K1 ist auf den British Virgin Islands registriert. Nach eigenen Angaben verwaltet der Fonds rund eine Mrd. Dollar. K1 war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Mitarbeiter von Kieners Vertriebsfirma sagte der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, es habe eine Anzeige gegen K1 gegeben. Die Ermittler hätten die Wohn- und Geschäftsräume Kieners durchsucht und Akten sowie Computer mitgenommen. Barclays erklärte gegenüber der Reuters, mit den zuständigen Behörden zu kooperieren.
Kiener und der von ihm gegründete Fonds stehen im Verdacht, mehrere Banken, darunter Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas um rund 400 Mio. Dollar geprellt zu haben.
Amerikanische und europäische Strafverfolger prüfen, ob K1 sich bei Banken Kredite erschlichen hat, um das Volumen seiner Fonds aufzublähen. Dazu soll Geld über ein Netzwerk verschiedener Firmen in Großbritannien, den USA und anderen Ländern geflossen sein. Kiener verwaltet für seine Investoren einen sogenannten Dachfonds, der in unterschiedliche Hedge-Fonds investiert. Im Internet wirbt K1 mit dem Argument für sich, dass die hauseigenen Fonds bis auf das Krisenjahr 2008 13 Jahre lang positive Renditen erwirtschaftet hätten. Für dieses Jahr weisen Kieners Fonds eine Performance von rund zwölf Prozent aus.
Die Deutsche Finanzaufsicht BaFin versucht bereits seit 2001, Kiener daran zu hindern, seine Fonds an deutsche Investoren zu vertreiben. Die Aufseher strengten mehrere Verfahren gegen den Gründer selbst und eine Reihe seiner Tochtergesellschaften an. Einige dieser Verfahren gewannen die Regulierer, andere sind noch anhängig. Zwei Gesellschaften K1 Global Ltd und K1 Invest ltd. gelang es allerdings, vor Gericht eine Aufhebung der BaFin-Verbote durchzusetzen.
Nach dem Skandal um den Milliardenbetrüger Bernhard Madoff und den Verdacht auf Insiderhandel in großem Stil beim US-Hedge-Fonds Galleon sind die spekulativen Fonds zunehmend ins Gerede gekommen. Strafverfolger rund um den Globus versuchen nach der Finanzkrise verstärkt, dubiosen Investoren und Anlagebetrügern auf die Schliche zu kommen.
Quelle: Handelsblatt
Der deutsche Hedge-Fonds K1 ist ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, wurden am Mittwoch Büros und Privatwohnungen durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte zwar, dass sie gegen den Gründer des Fonds, den 50-jährigen Helmut Kiener, wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges ermittelt, Einzelheiten wollte Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen aber nicht preisgeben.
K1 ist auf den British Virgin Islands registriert. Nach eigenen Angaben verwaltet der Fonds rund eine Mrd. Dollar. K1 war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Mitarbeiter von Kieners Vertriebsfirma sagte der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, es habe eine Anzeige gegen K1 gegeben. Die Ermittler hätten die Wohn- und Geschäftsräume Kieners durchsucht und Akten sowie Computer mitgenommen. Barclays erklärte gegenüber der Reuters, mit den zuständigen Behörden zu kooperieren.
Kiener und der von ihm gegründete Fonds stehen im Verdacht, mehrere Banken, darunter Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas um rund 400 Mio. Dollar geprellt zu haben.
Amerikanische und europäische Strafverfolger prüfen, ob K1 sich bei Banken Kredite erschlichen hat, um das Volumen seiner Fonds aufzublähen. Dazu soll Geld über ein Netzwerk verschiedener Firmen in Großbritannien, den USA und anderen Ländern geflossen sein. Kiener verwaltet für seine Investoren einen sogenannten Dachfonds, der in unterschiedliche Hedge-Fonds investiert. Im Internet wirbt K1 mit dem Argument für sich, dass die hauseigenen Fonds bis auf das Krisenjahr 2008 13 Jahre lang positive Renditen erwirtschaftet hätten. Für dieses Jahr weisen Kieners Fonds eine Performance von rund zwölf Prozent aus.
Die Deutsche Finanzaufsicht BaFin versucht bereits seit 2001, Kiener daran zu hindern, seine Fonds an deutsche Investoren zu vertreiben. Die Aufseher strengten mehrere Verfahren gegen den Gründer selbst und eine Reihe seiner Tochtergesellschaften an. Einige dieser Verfahren gewannen die Regulierer, andere sind noch anhängig. Zwei Gesellschaften K1 Global Ltd und K1 Invest ltd. gelang es allerdings, vor Gericht eine Aufhebung der BaFin-Verbote durchzusetzen.
Nach dem Skandal um den Milliardenbetrüger Bernhard Madoff und den Verdacht auf Insiderhandel in großem Stil beim US-Hedge-Fonds Galleon sind die spekulativen Fonds zunehmend ins Gerede gekommen. Strafverfolger rund um den Globus versuchen nach der Finanzkrise verstärkt, dubiosen Investoren und Anlagebetrügern auf die Schliche zu kommen.
Quelle: Handelsblatt
K1 Fonds! Wieder ein Fonds Pleite? Wieder 1.000de Anleger betrogen?
Gier frisst Hirn
Manchmal fragt man sich bei solchen Nachrichten wirklich ob denn bei vielen Menschen wirklich nur der alte Spruch „Gier frisst Hirn“ gilt? Liest man Gestern und Heute die Zeitungen, so hat man genau diesen Eindruck. Fragen muss man sich nur, wo ist das Geld geblieben, irgendeiner muss es ja haben.
Ich denke viele Menschen die in solche Produkte investieren wissen gar nicht worin sie investieren, sind auch auf der Suche nach dem schnellen Geld und vertrauen ihrem Finanzberater. Unverständlich ist trotzdem, dass seit Jahren vor dem Produkt gewarnt wird, trotzdem haben dann noch 1000ende ihr Geld dort angelegt.
Solche Nachrichten zeigen aber auch, dass es immer wichtiger wird in sichere Anlagen zu investieren um im Alter auch was von dem zurück gelegten Geld zu haben. Hier bieten sich insbesondere Immobilien und Gold an.
Die Immobilie bietet Ihnen neben hoher Investitionssicherheit auch die Sicherheit im Grundbuch.
Quelle: Firmenpresse
Manchmal fragt man sich bei solchen Nachrichten wirklich ob denn bei vielen Menschen wirklich nur der alte Spruch „Gier frisst Hirn“ gilt? Liest man Gestern und Heute die Zeitungen, so hat man genau diesen Eindruck. Fragen muss man sich nur, wo ist das Geld geblieben, irgendeiner muss es ja haben.
Ich denke viele Menschen die in solche Produkte investieren wissen gar nicht worin sie investieren, sind auch auf der Suche nach dem schnellen Geld und vertrauen ihrem Finanzberater. Unverständlich ist trotzdem, dass seit Jahren vor dem Produkt gewarnt wird, trotzdem haben dann noch 1000ende ihr Geld dort angelegt.
Solche Nachrichten zeigen aber auch, dass es immer wichtiger wird in sichere Anlagen zu investieren um im Alter auch was von dem zurück gelegten Geld zu haben. Hier bieten sich insbesondere Immobilien und Gold an.
Die Immobilie bietet Ihnen neben hoher Investitionssicherheit auch die Sicherheit im Grundbuch.
Quelle: Firmenpresse
Branche mit Imageproblem
FBI jagt deutschen Hedge-Fonds
Noch vor Kurzem brüstete sich Helmut Kiener, als Manager des Hedge-Fonds K1 kein Geld beim Milliardenbetrüger Madoff angelegt zu haben. Jetzt steht er selbst am Pranger: Er soll Banken um mehrere hundert Millionen Dollar betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die deutsche Fondsgesellschaft K1 Group ist ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen geraten. Mehrere US-Behörden sowie die Staatsanwaltschaft Würzburg gehen dem Vorwurf nach, dass der Fonds Großbanken in aller Welt um insgesamt 400 Mio. $ geprellt haben soll. "Es geht um die Vorwürfe der Untreue und des Betrugs", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft FTD.de. "Er richtet sich gegen die Verantwortlichen des Fonds, darunter auch Kiener." In den nächsten Tagen könnte es Details geben, hieß es weiter.
Hinter der K1 Group steht Helmut Kiener, ein in Aschaffenburg wohnhafter Diplom-Psychologe. Nach FTD.de-Informationen verwaltete die K1 Group zuletzt gut 600 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um zwei Dach-Hedge-Fonds, die ihrerseits in insgesamt rund 70 Einzel-Hedge-Fonds investieren. Die Rendite der beiden K1-Fonds soll 2008 je bei etwa minus neun Prozent gelegen haben und seit Anfang 2009 bei rund plus 14 Prozent. Die Gesellschaft soll 8000 bis 10.000 Anleger haben.
Kiener soll internationalen Banken wie Barclays , JP Morgan Chase und BNP Paribas Verluste in Höhe von 400 Mio. Euro eingebrockt haben. Dabei soll der 50-jährige durch ein Netzwerk an Tochterfirmen sein Vermögen größer dargestellt haben, als es tatsächlich war, um von Banken mehr Kredit zu bekommen. Für JP Morgan Chase handelt es sich um eine Altlast von Bear Stearns. Das Brokerhaus flüchtete sich im März 2008 zu JP Morgan Chase, um einem Kollaps zu entgehen. Kiener und Mittendorf waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die amerikanische Steuerbehörde IRS und das FBI verweigerten einen Kommentar.
Ein Problem folgt auf das nächste
Die gesamte Hedge-Fonds-Branche kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Erst kam der milliardenschwere Betrug von Bernard Madoff ans Licht, der über Jahrzehnte ein Schnellballsystem betrieben hatte und jüngst zu 150 Jahren Haft verurteilt wurde. Aktuell steht Galleon-Gründer Raj Rajaratnam im Fokus der Öffentlichkeit. Ihm wird vorgeworfen, sich mit Insiderinformationen Handelsvorteile verschafft zu haben. Mehrere Mitarbeiter von Silcon-Valley-Firmen sind angeblich involviert. Selbst der frühere AMD-Chef Hector Ruiz soll laut US-Medienberichten in den Skandal verwickelt sein. Ruiz wird nicht beschuldigt.
Der Fall ist nicht nur aus deutscher Sicht eine Besonderheit. So gilt es als ausgesprochen ungewöhnlich, dass ein Hedge-Fonds die Banken, die ihm als Prime Broker Geld leihen, betrügt. "Das ist eine absolute Ausnahme", sagte Werner Goricki, Managing Director beim Investmentberater Prime Capital. "Die Banken - genauso wie die Investoren - prüfen Hedge-Fonds vor Ort, auch die Unterlagen." Normalerweise dürfe so etwas nicht passieren.
Deutsche, schweizerische und österreichische Anleger betroffen
Genaue Rechenschaft über die Strategie und die Zielfonds blieb K1 indes mit dem Verweis auf Wettbewerbsgründe schuldig. In der Hedge-Fonds-Branche stößt K1 wegen der mangelnden Transparenz der Ergebnisse schon seit Jahren auf Misstrauen. Anleger berichteten zudem bereits in der Vergangenheit von Verzögerungen bei Rückzahlungen.
Geld von Anlegern wirbt K1 sowohl über Genusscheine als auch über ein Zertifikat der Barclays-Bank ein. Laut einem K1-Insider stammen die Anlegergelder aus Deutschland, aber unter anderem auch aus Österreich, der Schweiz sowie asiatischen Ländern. Sowohl private als auch professionelle Investoren haben demnach angelegt.
Dem K1-Insider zufolge hätten Banken Anfang dieses Jahres ihre Kredite gekündigt und das Geld zurückverlangt. Die Gesellschaft habe daraufhin keine neuen Kreditgeber gefunden. K1 kann durch die Kredite mit deutlich mehr Geld operieren, als der Fonds eigentlich von seinen Anlegern eingesammelt hat. Viele Hedge-Fonds erhöhen ihren Einsatz durch solche Kredithebel, allerdings tun das in der Regel Einzel-Hedge-Fonds, weniger aber Dach-Hedge-Fonds wie K1. Was ihm negativ auffalle sei, dass K1 zumindest einen Fonds auf den schwach regulierten British Virgin Islands aufgelegt hat, sagte ein deutscher Branchenkenner. Die Aufsicht auf den British Virgin Islands gilt als lax. "Da können Sie und ich auch einfach einen Fonds starten."
Für die deutsche Finanzaufsicht ist die K1 Group kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2001 hatte sie Kiener vorgeworfen, unerlaubt eine Finanzportfolio-Verwaltung geführt zu haben. Sie versuchte seitdem, K1-Gründer Kiener daran zu hindern, Geld bei deutschen Investoren einzutreiben, weil ihm die entsprechende Lizenz fehle. In den folgenden juristischen Auseinandersetzungen konnte Kiener allerdings mehrfach Teilerfolge verbuchen. Zeitweise fungierte er nicht als Fondsmanager, sondern nur noch als Berater. Zudem legten der K1 Group nahestehende Firmen Investmentvehikel auf, welche die Strategie abbildeten, darunter ein Indexzertifikat, einen Genussschein, ein Garantiezertifikat und Fondspolicen.
Quelle: FTD
Noch vor Kurzem brüstete sich Helmut Kiener, als Manager des Hedge-Fonds K1 kein Geld beim Milliardenbetrüger Madoff angelegt zu haben. Jetzt steht er selbst am Pranger: Er soll Banken um mehrere hundert Millionen Dollar betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die deutsche Fondsgesellschaft K1 Group ist ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen geraten. Mehrere US-Behörden sowie die Staatsanwaltschaft Würzburg gehen dem Vorwurf nach, dass der Fonds Großbanken in aller Welt um insgesamt 400 Mio. $ geprellt haben soll. "Es geht um die Vorwürfe der Untreue und des Betrugs", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft FTD.de. "Er richtet sich gegen die Verantwortlichen des Fonds, darunter auch Kiener." In den nächsten Tagen könnte es Details geben, hieß es weiter.
Hinter der K1 Group steht Helmut Kiener, ein in Aschaffenburg wohnhafter Diplom-Psychologe. Nach FTD.de-Informationen verwaltete die K1 Group zuletzt gut 600 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um zwei Dach-Hedge-Fonds, die ihrerseits in insgesamt rund 70 Einzel-Hedge-Fonds investieren. Die Rendite der beiden K1-Fonds soll 2008 je bei etwa minus neun Prozent gelegen haben und seit Anfang 2009 bei rund plus 14 Prozent. Die Gesellschaft soll 8000 bis 10.000 Anleger haben.
Kiener soll internationalen Banken wie Barclays , JP Morgan Chase und BNP Paribas Verluste in Höhe von 400 Mio. Euro eingebrockt haben. Dabei soll der 50-jährige durch ein Netzwerk an Tochterfirmen sein Vermögen größer dargestellt haben, als es tatsächlich war, um von Banken mehr Kredit zu bekommen. Für JP Morgan Chase handelt es sich um eine Altlast von Bear Stearns. Das Brokerhaus flüchtete sich im März 2008 zu JP Morgan Chase, um einem Kollaps zu entgehen. Kiener und Mittendorf waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die amerikanische Steuerbehörde IRS und das FBI verweigerten einen Kommentar.
Ein Problem folgt auf das nächste
Die gesamte Hedge-Fonds-Branche kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Erst kam der milliardenschwere Betrug von Bernard Madoff ans Licht, der über Jahrzehnte ein Schnellballsystem betrieben hatte und jüngst zu 150 Jahren Haft verurteilt wurde. Aktuell steht Galleon-Gründer Raj Rajaratnam im Fokus der Öffentlichkeit. Ihm wird vorgeworfen, sich mit Insiderinformationen Handelsvorteile verschafft zu haben. Mehrere Mitarbeiter von Silcon-Valley-Firmen sind angeblich involviert. Selbst der frühere AMD-Chef Hector Ruiz soll laut US-Medienberichten in den Skandal verwickelt sein. Ruiz wird nicht beschuldigt.
Der Fall ist nicht nur aus deutscher Sicht eine Besonderheit. So gilt es als ausgesprochen ungewöhnlich, dass ein Hedge-Fonds die Banken, die ihm als Prime Broker Geld leihen, betrügt. "Das ist eine absolute Ausnahme", sagte Werner Goricki, Managing Director beim Investmentberater Prime Capital. "Die Banken - genauso wie die Investoren - prüfen Hedge-Fonds vor Ort, auch die Unterlagen." Normalerweise dürfe so etwas nicht passieren.
Deutsche, schweizerische und österreichische Anleger betroffen
Genaue Rechenschaft über die Strategie und die Zielfonds blieb K1 indes mit dem Verweis auf Wettbewerbsgründe schuldig. In der Hedge-Fonds-Branche stößt K1 wegen der mangelnden Transparenz der Ergebnisse schon seit Jahren auf Misstrauen. Anleger berichteten zudem bereits in der Vergangenheit von Verzögerungen bei Rückzahlungen.
Geld von Anlegern wirbt K1 sowohl über Genusscheine als auch über ein Zertifikat der Barclays-Bank ein. Laut einem K1-Insider stammen die Anlegergelder aus Deutschland, aber unter anderem auch aus Österreich, der Schweiz sowie asiatischen Ländern. Sowohl private als auch professionelle Investoren haben demnach angelegt.
Dem K1-Insider zufolge hätten Banken Anfang dieses Jahres ihre Kredite gekündigt und das Geld zurückverlangt. Die Gesellschaft habe daraufhin keine neuen Kreditgeber gefunden. K1 kann durch die Kredite mit deutlich mehr Geld operieren, als der Fonds eigentlich von seinen Anlegern eingesammelt hat. Viele Hedge-Fonds erhöhen ihren Einsatz durch solche Kredithebel, allerdings tun das in der Regel Einzel-Hedge-Fonds, weniger aber Dach-Hedge-Fonds wie K1. Was ihm negativ auffalle sei, dass K1 zumindest einen Fonds auf den schwach regulierten British Virgin Islands aufgelegt hat, sagte ein deutscher Branchenkenner. Die Aufsicht auf den British Virgin Islands gilt als lax. "Da können Sie und ich auch einfach einen Fonds starten."
Für die deutsche Finanzaufsicht ist die K1 Group kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2001 hatte sie Kiener vorgeworfen, unerlaubt eine Finanzportfolio-Verwaltung geführt zu haben. Sie versuchte seitdem, K1-Gründer Kiener daran zu hindern, Geld bei deutschen Investoren einzutreiben, weil ihm die entsprechende Lizenz fehle. In den folgenden juristischen Auseinandersetzungen konnte Kiener allerdings mehrfach Teilerfolge verbuchen. Zeitweise fungierte er nicht als Fondsmanager, sondern nur noch als Berater. Zudem legten der K1 Group nahestehende Firmen Investmentvehikel auf, welche die Strategie abbildeten, darunter ein Indexzertifikat, einen Genussschein, ein Garantiezertifikat und Fondspolicen.
Quelle: FTD
Milliardär Helmut Kiener aus Aschaffenburg in Haft
Ein Milliardär aus Aschaffenburg soll mit einem Anlagefonds einen Schaden von 200 Millionen Euro angerichtet haben.
Der 50-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg am Mittwoch festgenommen. Der Hedgefonds-Manager sitzt seither wegen Untreue- und Betrugsverdachts in Untersuchungshaft.
Der Tatverdächtige soll sich nicht an Anlagerichtlinien gehalten haben, die unter anderem mit einer britischen und einer französischen Bank vereinbart waren. Die Anwälte des 50-Jährigen von der Münchner Kanzlei Lutz Libbertz kündigten am Donnerstag Haftbeschwerde an.
*** Er soll mehreren Banken Verluste von rund 270 Millionen Euro beschert haben
Helmut Kiener sitzt in Untersuchungshaft. Im Haftbefehl werden nach Informationen des Bayerischen Rundfunks internationale Finanztransaktionen beanstandet. Unter anderem soll Helmut Kiener hohe Summen auf die Cayman Islands, die Seychellen, nach Monaco, Liechtenstein, die Schweiz sowie nach Spanien und in die USA transferiert haben. "Es zieht sich über den ganzen Erdball", sagte eine Sprecherin der Kanzlei Lutz Libbertz, die den studierten Diplom-Psychologen vertritt.
Bei Finanzaufsicht bekannt
Bereits mehrfach war Helmut Kiener der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgefallen, zuletzt 2001. Damals hatte er ohne Erlaubnis Geld von Kunden gesammelt, verwaltet und angelegt. Eine solche Finanzportfolio-Verwaltung wurde ihm daraufhin für die Zukunft untersagt. Einem Sprecher der BaFin zufolge ist auch aktuell ein Verfahren gegen den Hedgefonds-Manager anhängig.
"Er hatte schon eine Audienz beim Papst"
Die Verteidigung des Managers kündigte Haftbeschwerde an. "Dem Haftbefehl fehlt das Mindestmaß an Begründung", sagte die Sprecherin der Kanzlei. "Er ist ein bedeutender Mann und hatte schon eine Audienz beim Papst." Eigentlich habe Helmut Kiener Mitte November an einem Promi-Golfturnier teilnehmen wollen, bei dem auch Franz Beckenbauer, Guido Westerwelle und Oliver Kahn ihr Kommen zugesagt hätten. Die im Haftbefehl aufgeführte Fluchtgefahr sei unbegründet, schließlich habe Helmut Kiener Frau und zwei Kinder. Die werde er ja wohl nicht ohne weiteres im Stich lassen, so die Sprecherin weiter.
Hausdurchsuchung im Villenviertel
Im Haus des Beschuldigten in Godelsberg, dem Prominentenviertel von Aschaffenburg, soll nach Angaben seiner Verteidiger am Mittwoch (28.10.09) eine Hausdurchsuchung von Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung stattgefunden haben.
Fonds unter Palmen
Auf seiner Internetseite brüstet sich Helmut Kiener damit, den Ertrag eines seiner Fonds seit 1996 um 800 Prozent gesteigert zu haben, und wirbt mit 100-prozentiger Transparenz. Die Ermittler dürften es nicht leicht haben, denn genauso verschachtelt wie die Anlageprodukte ist das Firmengeflecht des Hedgefonds-Managers. So sind einige seiner Firmen in Großbritannien, Österreich und auf den Britischen Jungferninseln registriert.
Bis zu 10.000 Anleger betroffen
Medienberichten zufolge ermitteln auch US-Behörden gegen Helmut Kiener. Er soll mehrere Großbanken betrogen haben, indem er sie mit falschen Bilanzkennzahlen seiner Fonds belieferte. Dadurch habe er sich Kredite erschlichen, so der Vorwurf. Dass Banken Opfer von Wirtschaftsbetrügern werden, ist äußerst selten. Wie Helmut Kiener es offenbar geschafft hat, die Prüfer der Kreditinstitute zu täuschen, ist noch völlig unklar. Angeblich haben zwischen 8.000 und 10.000 private und professionelle Anleger Geld in die Hedgefonds von Helmut Kiener investiert. Ob auch deutsche Anleger von den angeblichen Machenschaften des Managers betroffen sind, ist bislang unklar.
Quelle: BR-Online
Ein Milliardär aus Aschaffenburg soll mit einem Anlagefonds einen Schaden von 200 Millionen Euro angerichtet haben.
Der 50-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg am Mittwoch festgenommen. Der Hedgefonds-Manager sitzt seither wegen Untreue- und Betrugsverdachts in Untersuchungshaft.
Der Tatverdächtige soll sich nicht an Anlagerichtlinien gehalten haben, die unter anderem mit einer britischen und einer französischen Bank vereinbart waren. Die Anwälte des 50-Jährigen von der Münchner Kanzlei Lutz Libbertz kündigten am Donnerstag Haftbeschwerde an.
*** Er soll mehreren Banken Verluste von rund 270 Millionen Euro beschert haben
Helmut Kiener sitzt in Untersuchungshaft. Im Haftbefehl werden nach Informationen des Bayerischen Rundfunks internationale Finanztransaktionen beanstandet. Unter anderem soll Helmut Kiener hohe Summen auf die Cayman Islands, die Seychellen, nach Monaco, Liechtenstein, die Schweiz sowie nach Spanien und in die USA transferiert haben. "Es zieht sich über den ganzen Erdball", sagte eine Sprecherin der Kanzlei Lutz Libbertz, die den studierten Diplom-Psychologen vertritt.
Bei Finanzaufsicht bekannt
Bereits mehrfach war Helmut Kiener der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgefallen, zuletzt 2001. Damals hatte er ohne Erlaubnis Geld von Kunden gesammelt, verwaltet und angelegt. Eine solche Finanzportfolio-Verwaltung wurde ihm daraufhin für die Zukunft untersagt. Einem Sprecher der BaFin zufolge ist auch aktuell ein Verfahren gegen den Hedgefonds-Manager anhängig.
"Er hatte schon eine Audienz beim Papst"
Die Verteidigung des Managers kündigte Haftbeschwerde an. "Dem Haftbefehl fehlt das Mindestmaß an Begründung", sagte die Sprecherin der Kanzlei. "Er ist ein bedeutender Mann und hatte schon eine Audienz beim Papst." Eigentlich habe Helmut Kiener Mitte November an einem Promi-Golfturnier teilnehmen wollen, bei dem auch Franz Beckenbauer, Guido Westerwelle und Oliver Kahn ihr Kommen zugesagt hätten. Die im Haftbefehl aufgeführte Fluchtgefahr sei unbegründet, schließlich habe Helmut Kiener Frau und zwei Kinder. Die werde er ja wohl nicht ohne weiteres im Stich lassen, so die Sprecherin weiter.
Hausdurchsuchung im Villenviertel
Im Haus des Beschuldigten in Godelsberg, dem Prominentenviertel von Aschaffenburg, soll nach Angaben seiner Verteidiger am Mittwoch (28.10.09) eine Hausdurchsuchung von Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung stattgefunden haben.
Fonds unter Palmen
Auf seiner Internetseite brüstet sich Helmut Kiener damit, den Ertrag eines seiner Fonds seit 1996 um 800 Prozent gesteigert zu haben, und wirbt mit 100-prozentiger Transparenz. Die Ermittler dürften es nicht leicht haben, denn genauso verschachtelt wie die Anlageprodukte ist das Firmengeflecht des Hedgefonds-Managers. So sind einige seiner Firmen in Großbritannien, Österreich und auf den Britischen Jungferninseln registriert.
Bis zu 10.000 Anleger betroffen
Medienberichten zufolge ermitteln auch US-Behörden gegen Helmut Kiener. Er soll mehrere Großbanken betrogen haben, indem er sie mit falschen Bilanzkennzahlen seiner Fonds belieferte. Dadurch habe er sich Kredite erschlichen, so der Vorwurf. Dass Banken Opfer von Wirtschaftsbetrügern werden, ist äußerst selten. Wie Helmut Kiener es offenbar geschafft hat, die Prüfer der Kreditinstitute zu täuschen, ist noch völlig unklar. Angeblich haben zwischen 8.000 und 10.000 private und professionelle Anleger Geld in die Hedgefonds von Helmut Kiener investiert. Ob auch deutsche Anleger von den angeblichen Machenschaften des Managers betroffen sind, ist bislang unklar.
Quelle: BR-Online
Skandal auf Skandal
Noch ist der Skandal um die andauernde Schließung einiger Immobilienfonds nicht verdaut. Da schieben die Verwalter des Morgan Stanley P2 Value schon die nächste Hiobsbotschaft hinterher: Sie nehmen auch weiterhin keine Anteile von Anlegern zurück. Eine Maßnahme, die bis Ende Oktober 2010 dauern könnte. Allerdings beteuert man, möglichst schon früher wieder öffnen zu wollen. Zur Erinnerung: Am 23. Juli dieses Jahres wurde das Immobilienvermögen des P2-Fonds um 10,4 Prozent bzw. 231 Millionen Euro herabgesetzt.
Für die Anleger brachte das im laufenden Jahr einen Wertverlust von 12,6 Prozent – ohne darauf reagieren zu können. Morgan Stanley nahm zum Zeitpunkt der Abwertung bereits seit neun Monaten keine Anteile mehr zurück.
Und nun also die Verlängerung, die enttäuschte Kunden weitere zwölf Monate an den ungeliebten Fonds binden könnte. Und wenngleich von weiteren Abwertungen derzeit keine Rede ist, muss doch festgestellt werden, dass die betroffenen Anleger zumindest von den derzeitigen Chancen an den Immobilienmärkten abgeschnitten sind.
Der neueste Skandal ereignete sich indes im Bereich Anlagebetrug: Hedgefondsmanager Helmut Kiener soll mit seinem K1-Fonds Banken und möglicherweise auch Anleger um Geld geprellt und damit sein ausschweifendes Leben um Flugzeuge und Luxusimmobilien bereichert haben. Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl und ermittelt.
Quelle: Fundresearch
Für die Anleger brachte das im laufenden Jahr einen Wertverlust von 12,6 Prozent – ohne darauf reagieren zu können. Morgan Stanley nahm zum Zeitpunkt der Abwertung bereits seit neun Monaten keine Anteile mehr zurück.
Und nun also die Verlängerung, die enttäuschte Kunden weitere zwölf Monate an den ungeliebten Fonds binden könnte. Und wenngleich von weiteren Abwertungen derzeit keine Rede ist, muss doch festgestellt werden, dass die betroffenen Anleger zumindest von den derzeitigen Chancen an den Immobilienmärkten abgeschnitten sind.
Der neueste Skandal ereignete sich indes im Bereich Anlagebetrug: Hedgefondsmanager Helmut Kiener soll mit seinem K1-Fonds Banken und möglicherweise auch Anleger um Geld geprellt und damit sein ausschweifendes Leben um Flugzeuge und Luxusimmobilien bereichert haben. Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl und ermittelt.
Quelle: Fundresearch
Wenn es um richtig viel Geld geht, greifen Investmentbanker, Vermögensberater, aber auch kleine Betrüger gern zu einem Trick: Sie laden zu sich nach Hause ein. Kein Konferenzraum, kein Restaurant kann so viel Vertrauen signalisieren wie das eigene Heim. Spielende Kinder vor der Tür, der Essensduft, der durch die gute Stube wabert - zu sich nach Hause einladen heißt: Ich habe nichts zu verbergen.
Auch Helmut Kiener musste das gewusst haben. "Kiener ist einer der ehrlichsten Menschen dieser Erde", sagt Johann P. Er wohnt in der Ostalb, in seinen E-Mails steht "K1-Vertriebs- und Kundenkoordination". Seit neun Jahren vertreibt er die K1-Investmentprodukte des diplomierten Psychologen. 50 Mio. Euro habe er eingesammelt, von "ganz normalen Leuten. Ich habe mir sein Haus, seine Frau und die Kinder angeguckt", sagt er. Und Kieners Investmentstrategie? "Nur grob. Der Mensch ist entscheidend."
Die Konstruktion aus einem Fonds in der Karibik und Anlageprodukten und Konten in Deutschland ist daher so einfach wie genial. Weder prüft die BaFin die Geldanlage im Ausland, noch kann sie es einem deutschen Autodidakten verbieten, einen Fonds in der Karibik zu verwalten. Bis heute können Anleger laut einem der FTD vorliegenden Kontoauszug und Aussagen von Vertriebspartnern Gelder in Kieners Karibikfonds - Kontonummer 0.327.226.838, Bankleitzahl RABONL2U - einzahlen.
* Auszug - Wissen
Auch Helmut Kiener musste das gewusst haben. "Kiener ist einer der ehrlichsten Menschen dieser Erde", sagt Johann P. Er wohnt in der Ostalb, in seinen E-Mails steht "K1-Vertriebs- und Kundenkoordination". Seit neun Jahren vertreibt er die K1-Investmentprodukte des diplomierten Psychologen. 50 Mio. Euro habe er eingesammelt, von "ganz normalen Leuten. Ich habe mir sein Haus, seine Frau und die Kinder angeguckt", sagt er. Und Kieners Investmentstrategie? "Nur grob. Der Mensch ist entscheidend."
Die Konstruktion aus einem Fonds in der Karibik und Anlageprodukten und Konten in Deutschland ist daher so einfach wie genial. Weder prüft die BaFin die Geldanlage im Ausland, noch kann sie es einem deutschen Autodidakten verbieten, einen Fonds in der Karibik zu verwalten. Bis heute können Anleger laut einem der FTD vorliegenden Kontoauszug und Aussagen von Vertriebspartnern Gelder in Kieners Karibikfonds - Kontonummer 0.327.226.838, Bankleitzahl RABONL2U - einzahlen.
* Auszug - Wissen
Der inhaftierte Hedgefondsmanager Helmut Kiener hofft nach übereinstimmenden Medienberichten offenbar auf Diplomatenstatus.
Der Aschaffenburger Gründer der K1-Fonds besitzt einen Diplomatenpass des afrikanischen Staates Guinea-Bissau, wie "Spiegel" und "Focus" am Samstag vorab berichteten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem "Spiegel" allerdings: "Wir gehen nicht davon aus, dass er Diplomatenstatus genießt."
Laut "Spiegel" wird Kiener auf der Internetseite des niederländischen Außenministeriums gar als Attaché der Brüsseler Botschaft von Guinea-Bissau geführt.
Der "Focus" zitiert aus der Haftbeschwerde von Kieners Münchner Anwalt Lutz Libbertz: "Mein Mandant ist Attaché der Republik Guinea-Bissau und in den Niederlanden als Diplomat akkreditiert." Damit genieße Kiener "vollständige Immunität von der Strafgerichtsbarkeit".
Der Botschafter des Landes, Henrique da Silva, sei über die Verhaftung seines Diplomaten so verärgert gewesen, dass er sich in einem Brief bei der zuständigen Landgerichtspräsidentin beschwert habe.
Der Aschaffenburger Gründer der K1-Fonds besitzt einen Diplomatenpass des afrikanischen Staates Guinea-Bissau, wie "Spiegel" und "Focus" am Samstag vorab berichteten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem "Spiegel" allerdings: "Wir gehen nicht davon aus, dass er Diplomatenstatus genießt."
Laut "Spiegel" wird Kiener auf der Internetseite des niederländischen Außenministeriums gar als Attaché der Brüsseler Botschaft von Guinea-Bissau geführt.
Der "Focus" zitiert aus der Haftbeschwerde von Kieners Münchner Anwalt Lutz Libbertz: "Mein Mandant ist Attaché der Republik Guinea-Bissau und in den Niederlanden als Diplomat akkreditiert." Damit genieße Kiener "vollständige Immunität von der Strafgerichtsbarkeit".
Der Botschafter des Landes, Henrique da Silva, sei über die Verhaftung seines Diplomaten so verärgert gewesen, dass er sich in einem Brief bei der zuständigen Landgerichtspräsidentin beschwert habe.
K1-Fonds soll liquidiert werden
Nach der Verhaftung des K1-Fonds-Initiators Helmut Kiener (50) steht der Fonds K1 Invest nun vor dem Aus, wie Reuters berichtet. In einem Schreiben an die Vertriebspartner des Fonds, habe die K1 Invest Ltd Geschäftsführung diesen mitgeteilt, dass der Direktor der Gesellschaft die Wirtschaftsprüfungsfirma Grand Thornton für die Auflösung von K1 Invest Ltd bestellt habe. Dies sei "zum Wohl der Gesellschaft und der Investoren" die beste Entscheidung.
Im Zuge der Verhaftung und des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gegen ihren Firmengründer Kiener, ist die K1 Invest Ltd schwer in die Bredouille geraten. Die Firmengelder wurden eingefroren und das Angebot an emittierten Genussrechten umgehend eingestellt, was dazu führte, dass die Gesellschaft derzeit nicht mehr in der Lage ist, fällige Forderungen zu bezahlen.
Kiener selbst sitzt seit Ende Oktober wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue in mehreren Fällen in Untersuchungshaft, nachdem das Amtsgericht Würzburg eine Haftbeschwerde abgelehnt hatte. Er soll allein die Großbanken Barclays und BNP Paribas um bis zu 280 Millionen Dollar betrogen haben.
Quelle: FONDS professionell
Nach der Verhaftung des K1-Fonds-Initiators Helmut Kiener (50) steht der Fonds K1 Invest nun vor dem Aus, wie Reuters berichtet. In einem Schreiben an die Vertriebspartner des Fonds, habe die K1 Invest Ltd Geschäftsführung diesen mitgeteilt, dass der Direktor der Gesellschaft die Wirtschaftsprüfungsfirma Grand Thornton für die Auflösung von K1 Invest Ltd bestellt habe. Dies sei "zum Wohl der Gesellschaft und der Investoren" die beste Entscheidung.
Im Zuge der Verhaftung und des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gegen ihren Firmengründer Kiener, ist die K1 Invest Ltd schwer in die Bredouille geraten. Die Firmengelder wurden eingefroren und das Angebot an emittierten Genussrechten umgehend eingestellt, was dazu führte, dass die Gesellschaft derzeit nicht mehr in der Lage ist, fällige Forderungen zu bezahlen.
Kiener selbst sitzt seit Ende Oktober wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue in mehreren Fällen in Untersuchungshaft, nachdem das Amtsgericht Würzburg eine Haftbeschwerde abgelehnt hatte. Er soll allein die Großbanken Barclays und BNP Paribas um bis zu 280 Millionen Dollar betrogen haben.
Quelle: FONDS professionell
Liechtensteinische Ministerin war für Skandal-Hedgefonds K1 tätig
Die amtierende Justiz- und Außenministerin Aurelia Frick war für den Skandal-Hedgefonds K1 tätig.
Aurelia Frick habe vom 6. August bis 29. Dezember 2008 dem Board of Directors der K1-Vertriebsfirma K1 Fund Distribution in London angehört, wie ein Regierungssprecher des Fürstenstaates bestätigte. Zwar habe das Gremium während der Amtszeit von Frick nie getagt, trotzdem habe die 34 Jahre alte Juristin den Jahresabschluss 2007 mit zu verantworten, räumte er ein. Der recht rasche Rücktritt nach nur vier Monaten sei erfolgt, weil Fricks Forderung nach mehr Informationen über die Tätigkeiten von K1 nicht genügend erfüllt worden sei. „Frau Frick sieht sich in diesem Fall als Geschädigte wie viele andere auch“, sagte ein Liechtensteiner Sprecher gegenüber der FTD.
Der K1-Manager Helmut Kiener wurde im Zuge der Ermittlungen im ersten deutschen Hedgefonds-Skandal verhaftet. Das FBI, die US-Steuerbehörde IRS sowie die Staatsanwaltschaft Würzburg ermitteln gegen die Verantwortlichen der in Aschaffenburg ansässigen Fondsgesellschaft K1 wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug. Den Managern zweier Dach-Hedgefonds wird vorgeworfen, Großbanken um insgesamt 400 Millionen Dollar gebracht zu haben.
Quelle: FONDS professionell
Justizministerin Aurelia Frick ist am Dienstag im Zusammenhang mit der Affäre um den mutmasslichen deutschen Anlagebetrüger Helmut Kiener in die internationalen Schlagzeilen geraten. Gegen sie wird jedoch weder in Deutschland noch in Liechtenstein ermittelt.
* Auszug / Quelle: Vaterland
GoMoPa wird in Kürze noch weitere interessante Exclusiv-Informationen an dieser Stelle veröffentlichen - bleiben sie dran ..
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Die amtierende Justiz- und Außenministerin Aurelia Frick war für den Skandal-Hedgefonds K1 tätig.
Aurelia Frick habe vom 6. August bis 29. Dezember 2008 dem Board of Directors der K1-Vertriebsfirma K1 Fund Distribution in London angehört, wie ein Regierungssprecher des Fürstenstaates bestätigte. Zwar habe das Gremium während der Amtszeit von Frick nie getagt, trotzdem habe die 34 Jahre alte Juristin den Jahresabschluss 2007 mit zu verantworten, räumte er ein. Der recht rasche Rücktritt nach nur vier Monaten sei erfolgt, weil Fricks Forderung nach mehr Informationen über die Tätigkeiten von K1 nicht genügend erfüllt worden sei. „Frau Frick sieht sich in diesem Fall als Geschädigte wie viele andere auch“, sagte ein Liechtensteiner Sprecher gegenüber der FTD.
Der K1-Manager Helmut Kiener wurde im Zuge der Ermittlungen im ersten deutschen Hedgefonds-Skandal verhaftet. Das FBI, die US-Steuerbehörde IRS sowie die Staatsanwaltschaft Würzburg ermitteln gegen die Verantwortlichen der in Aschaffenburg ansässigen Fondsgesellschaft K1 wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug. Den Managern zweier Dach-Hedgefonds wird vorgeworfen, Großbanken um insgesamt 400 Millionen Dollar gebracht zu haben.
Quelle: FONDS professionell
Justizministerin Aurelia Frick ist am Dienstag im Zusammenhang mit der Affäre um den mutmasslichen deutschen Anlagebetrüger Helmut Kiener in die internationalen Schlagzeilen geraten. Gegen sie wird jedoch weder in Deutschland noch in Liechtenstein ermittelt.
* Auszug / Quelle: Vaterland
GoMoPa wird in Kürze noch weitere interessante Exclusiv-Informationen an dieser Stelle veröffentlichen - bleiben sie dran ..
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Helmut Kiener, der irgendwann vor 13 Jahren wie aus dem Nichts auf dem deutschen Geldanlagemarkt auftauchte, der ein Vertriebssystem mit immerhin 800 Maklern aufbaute und 8400 Kunden anwarb. Der mit seinem "semiautomatischen Programm" (O-Ton Kiener), dem "K1 Allocation System", angeblich die perfekte Gewinnmaschine entwickelt hatte, sichere Renditen, und das dauerhaft.
* Auszug: Markenpost
Zitat
Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtet, zeigte sich bei den eigenen Recherchen, dass die BaFin trotz jahrelanger von ihr mit Kiener geführter Gerichtsprozesse nie bei der Financial Service Commission (FSC) auf Tortola (BVI), dem örtlichen Pendant zur BaFin, nachgefragt hat, welche Bewilligungen für die Anlagetätigkeit vorliegen. Die Beamten der FSC machten gegenüber "Capital" deutlich, dass ausländische Aufsichtsbehörden auf der Basis eines "robusten Arsenals" von Rechtshilferegeln in solchen Fällen umfassend unterstützt werden, wenn sie anfragen. Auf die "Capital"-Anfrage erklärte die Bonner Behörde: "Erkenntnisse über mögliche Erlaubnisse aus anderen Jurisdiktionen hat die BaFin nicht."
* Auszug: Markenpost
Ein Fachmann des britischen Spezialversicherers Lloyd's kommt im Jahr 2000 nach Deutschland, um die Buchhaltung von Helmut Kiener zu prüfen. Kiener, Geschäftsführer der K1 Fonds GbR, will den Vertrieb seiner Produkte ankurbeln, denn viele potentielle Privatkunden sind skeptisch. Der Hedgefondsmanager aus Aschaffenburg weist unfassbar hohe Gewinne aus, doch niemand weiß so richtig, wie er es anstellt. Die Vorbehalte bei den Anlegern sind groß.
Lloyd's soll das Misstrauen der Sparer aushebeln, und zwar durch eine Vertrauensschadenversicherung.
Die Police kostete den Sparer pro Jahr 1,2 Prozent der Anlagesumme. "Versichert sind Verluste, die durch unehrliche Handlungen seitens Helmut Kiener verursacht werden", heißt es in dem Vertrag.
Ein deutscher Versicherungsmakler hat die Lloyd's-Police damals verkauft. Er erinnert sich, dass Kiener und dessen damaliger Partner großes Interesse an der Vertrauensschadenversicherung gehabt hätten - als eine Art Gütesiegel für ihre Fonds. Die Haftungssumme betrug 40 Millionen D-Mark, schreibt die SZ.
Die Episode zeigt, wie raffiniert Finanzvertriebe aus dem Graumarktbereich vorgehen, um Kundenbedenken zu zerstreuen.
Zwar schließen viele Firmen Vertrauensschadenversicherungen ab, um Schäden zu versichern, die unehrliche Mitarbeiter verursachen, etwa wenn Angestellte systematisch Lagervorräte entwenden. Auch bei Hedgefonds sind solche Absicherungen üblich. Allerdings geht kein Unternehmen damit hausieren - ganz anders die K1-Vertriebsleute. "Ich hatte keine Zweifel an K1 mehr, als ich sah, dass Lloyd's einen möglichen Betrugsschaden versichert", berichtet ein K1-Anleger rückblickend.
Allerdings hatte Lloyd's die Versicherung bereits 2001 wieder gekündigt, nachdem die deutsche Finanzaufsicht eine Untersuchung gegen Kiener eingeleitet hatte. Der 50-Jährige wickelte seine K1-Fonds fortan über die britischen Jungferninseln ab. Viele Kunden merkten von dem Ortswechsel nichts, ihr Kapital wurde einfach umgebucht. Jetzt ist K1 bankrott, wie der Insolvenzverwalter den Sparern mitgeteilt hat.
Am 1. Februar findet auf den Jungferninseln die Gläubigerversammlung statt.
Eine solche Versammlung ist üblich in Insolvenzverfahren. Die Teilnahme bringt den Sparern jedoch wenig. "Die Investoren haben kein Stimmrecht, weil den Beteiligungen derzeit kein Wert zugeordnet werden kann", heißt in dem Schreiben an die Gläubiger.
Betroffene Sparer müssen sich derzeit auch mit gezielt gestreuten Gerüchten beschäftigen. Jüngst berichtete ein K1-Vermittler seiner Kundschaft, der Insolvenzverwalter habe bestätigt, dass die 480 Millionen Euro wieder aufgetaucht seien.
Beobachter vermuten, durch diese Gerüchte sollen Anleger davon abgehalten werden, gegen die Finanzvermittler zu klagen.
(M.Zydra)
Nur für Private-User
? Geldinstitute betrügen - leichter als gedacht
? Vermögen absichern - Risiken vermeiden - Finanzwissen für Anleger und Berater
.
Lloyd's soll das Misstrauen der Sparer aushebeln, und zwar durch eine Vertrauensschadenversicherung.
Die Police kostete den Sparer pro Jahr 1,2 Prozent der Anlagesumme. "Versichert sind Verluste, die durch unehrliche Handlungen seitens Helmut Kiener verursacht werden", heißt es in dem Vertrag.
Ein deutscher Versicherungsmakler hat die Lloyd's-Police damals verkauft. Er erinnert sich, dass Kiener und dessen damaliger Partner großes Interesse an der Vertrauensschadenversicherung gehabt hätten - als eine Art Gütesiegel für ihre Fonds. Die Haftungssumme betrug 40 Millionen D-Mark, schreibt die SZ.
Die Episode zeigt, wie raffiniert Finanzvertriebe aus dem Graumarktbereich vorgehen, um Kundenbedenken zu zerstreuen.
Zwar schließen viele Firmen Vertrauensschadenversicherungen ab, um Schäden zu versichern, die unehrliche Mitarbeiter verursachen, etwa wenn Angestellte systematisch Lagervorräte entwenden. Auch bei Hedgefonds sind solche Absicherungen üblich. Allerdings geht kein Unternehmen damit hausieren - ganz anders die K1-Vertriebsleute. "Ich hatte keine Zweifel an K1 mehr, als ich sah, dass Lloyd's einen möglichen Betrugsschaden versichert", berichtet ein K1-Anleger rückblickend.
Allerdings hatte Lloyd's die Versicherung bereits 2001 wieder gekündigt, nachdem die deutsche Finanzaufsicht eine Untersuchung gegen Kiener eingeleitet hatte. Der 50-Jährige wickelte seine K1-Fonds fortan über die britischen Jungferninseln ab. Viele Kunden merkten von dem Ortswechsel nichts, ihr Kapital wurde einfach umgebucht. Jetzt ist K1 bankrott, wie der Insolvenzverwalter den Sparern mitgeteilt hat.
Am 1. Februar findet auf den Jungferninseln die Gläubigerversammlung statt.
Eine solche Versammlung ist üblich in Insolvenzverfahren. Die Teilnahme bringt den Sparern jedoch wenig. "Die Investoren haben kein Stimmrecht, weil den Beteiligungen derzeit kein Wert zugeordnet werden kann", heißt in dem Schreiben an die Gläubiger.
Betroffene Sparer müssen sich derzeit auch mit gezielt gestreuten Gerüchten beschäftigen. Jüngst berichtete ein K1-Vermittler seiner Kundschaft, der Insolvenzverwalter habe bestätigt, dass die 480 Millionen Euro wieder aufgetaucht seien.
Beobachter vermuten, durch diese Gerüchte sollen Anleger davon abgehalten werden, gegen die Finanzvermittler zu klagen.
(M.Zydra)
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Kiener-Opfern drohen Nachforderungen
Die Opfer des mutmaßlichen Anlagebetrügers Helmut Kiener werden wahrscheinlich vom Wirtschaftsprüfer Grant Thornton zur Kasse gebeten. In den Protokollen der Gläubigerversammlungen, die am Dienstag veröffentlicht wurden, macht der Wirtschaftsprüfer deutlich, nur dann weiter zu recherchieren, wenn er auch dafür bezahlt wird - mutmaßlich von den geprellten Anlegern. Grant Thornton wickelt die Kiener-Fonds K1 Invest und K1 Global auf den britischen Jungferninseln ab.
Grund der Forderung dürfte sein, dass Grant Thornton bisher zwar Geld gefunden hat - 360.000 $ auf einem K1-Global-Konto in Liechtenstein, 260.000 Euro auf einem niederländischen K1-Invest-Konto -, auf die Summen aber keinen Zugriff hat.
* Auszug: FTD
Die Opfer des mutmaßlichen Anlagebetrügers Helmut Kiener werden wahrscheinlich vom Wirtschaftsprüfer Grant Thornton zur Kasse gebeten. In den Protokollen der Gläubigerversammlungen, die am Dienstag veröffentlicht wurden, macht der Wirtschaftsprüfer deutlich, nur dann weiter zu recherchieren, wenn er auch dafür bezahlt wird - mutmaßlich von den geprellten Anlegern. Grant Thornton wickelt die Kiener-Fonds K1 Invest und K1 Global auf den britischen Jungferninseln ab.
Grund der Forderung dürfte sein, dass Grant Thornton bisher zwar Geld gefunden hat - 360.000 $ auf einem K1-Global-Konto in Liechtenstein, 260.000 Euro auf einem niederländischen K1-Invest-Konto -, auf die Summen aber keinen Zugriff hat.
* Auszug: FTD
Der Aschaffenburger Hedgefonds-Manager Helmut Kiener, der seit Oktober in Würzburg in Untersuchungshaft sitzt, verwahrt sich dagegen, »mutmaßlicher Anlagebetrüger« genannt zu werden. In einem Brief an die Zeitung Main-Netz bestreitet der 50-Jährige, die Anleger seiner K1-Fonds und Großbanken um bis zu 600 Millionen Dollar geprellt zu haben, und bietet gleichzeitig Informationen zu seinem Fall an.
In seinem Brief, dessen Echtheit ein Sprecher der Würzburger Staatsanwaltschaft gestern bestätigt hat, offeriert Kiener der Zeitung Main-Netz die »Alleinrechte« an seinem Fall. Er spricht von einem Geschäft. Seine Frage: »Was bieten Sie?«
In seinem Brief, dessen Echtheit ein Sprecher der Würzburger Staatsanwaltschaft gestern bestätigt hat, offeriert Kiener der Zeitung Main-Netz die »Alleinrechte« an seinem Fall. Er spricht von einem Geschäft. Seine Frage: »Was bieten Sie?«
S+plus
inaktiv
RE: K1 Fonds! Wieder ein Fonds Pleite? Wieder 1.000de Anleger betrogen?
Gier frisst Hirn
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht! Nur das Problem ist diese Herren welche K1 verkauft haben lernen nichts dazu! die machen einfach munter weiter mit etwas neuem: NLP!!! Und nennen sich dann auch noch wieder; Fondsgesellschaft nur war das bei K1 schon nicht der Fall!! und schon wieder: wie dieser komische Pertschy schon vor der Presse sagte; es gibt 15% ausgewiesene Kosten; ich wette das geht in den Vertrieb, welcher dieser Pertschy, sein Schwiegersohn Thomas Bühler und dieser verurteilte Betrüger Schmid und ach ja den vorgeschobenen Hr. Vitt nicht vergessen, das geht sicher in deren Tasche! Die wollten mich voll abzocken und ich soll nachdem ich bei K1 schon geld verloren habe nun da investieren! warum legt niemand denen das Handwerk!
lg Fritz aus Darmstadt!
Am Donnerstag teilte die Würzburger Staatsanwaltschaft mit, dass zwei weitere Haftbefehle erfolgt sind, die sich gegen den Geschäftsführer der Anlagegesellschaften K1 Global Limited sowie K1 Invest Limited und gegen den Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft richten würden, wobei der Verdacht bestehe, „dass Anleger in einer Größenordnung von über 90 Millionen Euro geschädigt wurden", wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt. Bei dem ins Visier geratenen Duo handele es sich laut FTD-Informationen um Dieter Frerichs, der Geschäftsführer der K1-Anlagegeschaften auf den Jungferninseln war, sowie um David Zündorf, ehemaliger Leiter des Schweizer K1-Administrators Treukapital.
* Auszug: Fondsprofessionell
* Auszug: Fondsprofessionell
Auftakt im Betrugsprozess
Am 2. März beginnt vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Würzburg der Strafprozess gegen Helmut Kiener und weitere Beschuldigten in voraussichtlich einem der größten Kapitalanlagebetrugsfälle der deutschen Wirtschaftsgeschichte, wie das Kanzleien-Duo Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Tilp Rechtsanwälte in einer Aussendung schreibt.
Die Staatsanwaltschaft legt dem 52-jährigen in ihrer 164 Seiten starken Anklageschrift Betrug in 35 Fällen, Urkundenfälschung in 86 Fällen und Steuerhinterziehung in 5 Fällen zur Last. Mit einem gigantischen Schneeballsystem soll Kiener knapp 5000 Anleger um ihr Geld geprellt haben. Insgesamt soll sich der so verursachte Schaden auf mehr als 300 Millionen Euro belaufen.
Ziel der Beschuldigten war es laut Staatsanwaltschaft, durch vorgetäuschte Kapitalanlagen erhebliche Geldbeträge für sich zu vereinnahmen. Allein über Management- und Direktionsgebühren soll Kiener im Zeitraum zwischen 2006 und 2009 etwa 23,6 Millionen Euro erhalten haben. Durch das Geld der Anleger leistete sich Kiener Luxusgüter wie etwa Villen in Deutschland und Florida oder sogar Großraum-Geschäftsflugzeuge.
.. System Kiener funktionierte erst durch Beteiligung großer Banken
Um sein System überhaupt so lange aufrechterhalten zu können, bediente sich Kiener mehrerer großer Banken, die im Markt als seriös galten. So fungierte etwa die niederländische Rabobank als Zahlstelle für die Einzahlungen der Anleger in die Fonds, die englische Barclays Bank emittierte auf Basis dieser Produkte Zertifikate, durch deren Erwerb weitere Anleger geschädigt wurden.
„Nach Auswertung diverser Unterlagen, die der PIA vorliegen, sind wir fest davon überzeugt, dass sowohl die Rabobank als auch Barclays Rechtsverstöße begangen haben, durch die das System Kiener erst funktionierte", stellt Rechtsanwalt Andreas Tilp fest. „Die Rabobank fungierte als Zahlstelle unter Bereitstellung eines in formeller Hinsicht bedenklichen Treuhandkontos, Barclays emittierte Zertifikate auf der Basis der Kiener-Produkte, was wir als Verstoß gegen ordnungsgemäße Due-Diligence-Regeln bewerten“, erläutert Rechtsanwalt Klaus Nieding.
Effektiver Schadensersatz nur durch Verfolgung von Ansprüchen gegenüber Banken
Nach den bisherigen Informationen der Liquidatoren scheint es unwahrscheinlich, dass im Rahmen des Liquidationsverfahrens der Fonds noch Geldrückflüsse an die Geschädigten erfolgen werden, schreiben die Knazleien in ihrer Aussendung. Deshalb ist PIA fest davon überzeugt, dass die erlittenen Schäden effektiv nur im Rahmen der Verfolgung von Ansprüchen gegenüber den mitbeteiligten Banken ersetzt werden können.
* Auszüge
Quelle: FONDS professionell
Am 2. März beginnt vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Würzburg der Strafprozess gegen Helmut Kiener und weitere Beschuldigten in voraussichtlich einem der größten Kapitalanlagebetrugsfälle der deutschen Wirtschaftsgeschichte, wie das Kanzleien-Duo Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und Tilp Rechtsanwälte in einer Aussendung schreibt.
Die Staatsanwaltschaft legt dem 52-jährigen in ihrer 164 Seiten starken Anklageschrift Betrug in 35 Fällen, Urkundenfälschung in 86 Fällen und Steuerhinterziehung in 5 Fällen zur Last. Mit einem gigantischen Schneeballsystem soll Kiener knapp 5000 Anleger um ihr Geld geprellt haben. Insgesamt soll sich der so verursachte Schaden auf mehr als 300 Millionen Euro belaufen.
Ziel der Beschuldigten war es laut Staatsanwaltschaft, durch vorgetäuschte Kapitalanlagen erhebliche Geldbeträge für sich zu vereinnahmen. Allein über Management- und Direktionsgebühren soll Kiener im Zeitraum zwischen 2006 und 2009 etwa 23,6 Millionen Euro erhalten haben. Durch das Geld der Anleger leistete sich Kiener Luxusgüter wie etwa Villen in Deutschland und Florida oder sogar Großraum-Geschäftsflugzeuge.
.. System Kiener funktionierte erst durch Beteiligung großer Banken
Um sein System überhaupt so lange aufrechterhalten zu können, bediente sich Kiener mehrerer großer Banken, die im Markt als seriös galten. So fungierte etwa die niederländische Rabobank als Zahlstelle für die Einzahlungen der Anleger in die Fonds, die englische Barclays Bank emittierte auf Basis dieser Produkte Zertifikate, durch deren Erwerb weitere Anleger geschädigt wurden.
„Nach Auswertung diverser Unterlagen, die der PIA vorliegen, sind wir fest davon überzeugt, dass sowohl die Rabobank als auch Barclays Rechtsverstöße begangen haben, durch die das System Kiener erst funktionierte", stellt Rechtsanwalt Andreas Tilp fest. „Die Rabobank fungierte als Zahlstelle unter Bereitstellung eines in formeller Hinsicht bedenklichen Treuhandkontos, Barclays emittierte Zertifikate auf der Basis der Kiener-Produkte, was wir als Verstoß gegen ordnungsgemäße Due-Diligence-Regeln bewerten“, erläutert Rechtsanwalt Klaus Nieding.
Effektiver Schadensersatz nur durch Verfolgung von Ansprüchen gegenüber Banken
Nach den bisherigen Informationen der Liquidatoren scheint es unwahrscheinlich, dass im Rahmen des Liquidationsverfahrens der Fonds noch Geldrückflüsse an die Geschädigten erfolgen werden, schreiben die Knazleien in ihrer Aussendung. Deshalb ist PIA fest davon überzeugt, dass die erlittenen Schäden effektiv nur im Rahmen der Verfolgung von Ansprüchen gegenüber den mitbeteiligten Banken ersetzt werden können.
* Auszüge
Quelle: FONDS professionell
Frankens "Mini-Madoff"
WÜRZBURG Die Anklageschrift in einem der größten Fälle von Anlagebetrug in Deutschland umfasst 630 Seiten. Nach monatelangen Ermittlungen steht der mutmaßliche Millionenbetrüger Helmut Kiener ab Mittwoch in Würzburg vor Gericht.
Als „Mini-Madoff” wurde der Aschaffenburger Manager Helmut Kiener im Herbst 2009 deutschlandweit bekannt. Jahrelang soll der studierte Psychologe auf Kosten seiner Opfer in Saus und Braus gelebt haben. Nach diversen Anzeigen kamen Finanzermittler dem 51-Jährigen auf die Schliche und durchschauten sein kompliziertes Firmengeflecht, mit dem er etwa 5000 Privatanleger und internationale Großbanken um rund 345 Millionen Euro geprellt haben soll.
Sollte Kiener ähnlich wie der New Yorker Ex-Broker Bernard Madoff mit einem sogenannten Schneeballsystem seine Kunden absichtlich geschädigt haben, dürfte er zu einer jahrelangen Freiheitsstrafe verurteilt werden. Madoff ergaunerte 46 Milliarden Euro – derzeit verbüßt er eine Haftstrafe von 150 Jahren.
Kiener wird Betrug in 35 Fällen, Urkundenfälschung in 86 Fällen sowie Steuerhinterziehung in fünf Fällen zur Last gelegt. Ein Komplize steht wegen Beihilfe zum Betrug vor der Wirtschaftskammer, drei weitere sitzen in U-Haft, einer nahm sich das Leben, als er verhaftet werden sollte.
Nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft hat Kiener den Anlegern, darunter sind auch Banken, enorm hohe Renditen versprochen. Eine Auszahlung des angeblichen Gewinns soll nur durch das Geld neuer Kunden möglich gewesen sein. so funktioniert das Schneeballsystem. Den Banken fiel nicht auf, wohin ihr Geld wanderte, den Privatanlegern erst recht nicht. Zweifelnden Fragern habe er Sand in die Augen gestreut, so die Staatsanwaltschaft.
Luxus ohne Grenzen
Für die Ermittler stellt sich die Sache so dar: Mit den Millionen der Kunden finanzierte der Hedgefonds-Manager aus der fränkischen Provinz wahrscheinlich jahrelang sein kostspieliges Leben: Zwei Flugzeuge, einen Hubschrauber, Häuser in Florida und ein großes Grundstück in Aschaffenburg – das Luxusstreben des gebürtigen Oberpfälzers kannte dem Haftbefehl nach zu urteilen keine Grenzen.
Wie viel Geld noch übrig ist, ist bisher unklar. Einige geschädigte Anleger haben erfolgreich zivilrechtliche Arrestbefehle beantragt und sich damit Zugriff auf das Privatvermögen des Geschäftsmannes verschafft. Gepfändet wurden unter anderem Grundstücke von Kiener und Geld, das als Spareinlagen seiner beiden Kinder bei einer Bank angelegt worden war. Die Fonds hingegen sollen fast mittellos sein – die Investitionen der Anleger sind vermutlich weg.
Das nun anstehende Mammutverfahren vor dem Landgericht Würzburg könnte sich bis ins nächste Jahr hinziehen, es sei denn, Kiener gesteht alles. Das ist aber unwahrscheinlich.
Quelle: Abendzeitung

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