MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG
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MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG
Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage.
Schadenersatz für Schiffsfonds Anleger
Bei dem MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Kühlschiffe investiert hat. Anleger haben sich an dem Fonds mit rund 145 Mio. € beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2006 platziert.
Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage. Die Einnahmen bleiben hinter den prospektierten Annahmen zurück, die Schiffsbetriebskosten liegen deutlich über den prospektierten Ansätzen und die Darlehensrückführung ist ins Stocken gekommen. Ausschüttungen sind nicht möglich. Anlegern droht angesichts der fehlenden Aussichten für einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicher Weise der Totalverlust ihrer Einlage.
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Im Auftrag von Mandanten, die an dem Fonds beteiligt sind, haben wir den Prospekt des MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG geprüft und dabei nach unserer Auffassung sowohl Prospektmängel, als auch fehlerhafte Anlageberatungen festgestellt. Beides begründet Schadenersatzansprüche.
Nur 73,6 % der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition
Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.
Der Prospekt enthält solche Aussage nicht. Erst durch die Addition der auf der Ebene des Dachfonds, als auch auf der Ebene der Einschiffsgesellschaften anfallenden Kosten lässt sich dies ermitteln. Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 26,4 % des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 73,6 % flossen in den Kauf der Schiffe.
24 % der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen
Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen die Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen dies ab einem Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital von über 15 % tun. Vorliegend belief sich die für die Beschaffung des Kommanditkapitals, also für den Vertrieb des Fonds gezahlte Provision auf 24,2 % des von den Anlegern investierten Geldes. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen
Da ein Teil der vom Fonds aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen.
Die mit der finanzierenden Bbank vereinbarte 105%-Klausel wurde den uns bekannten Anlegern des Fonds im Rahmen der Beratung nicht erläutert.
Der Prospekt weist darüber hinaus einige weitere Mängel auf, über die der Berater hätte aufklären müssen.
Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird.
Der Prospekt weist die für die Kapitalbeschaffung vorgesehenen Kosten zu niedrig aus, da das Agio einfach in einer Fußnote als zusätzliche Kosten „versteckt“ wird. Zutreffend wäre es gewesen, die Kosten für die Eigenkapitalbeschaffung in voller Höhe auszuweisen. Dies ist nicht geschehen.
Der Prospekt stellt die aus der Finanzierung eines wesentlichen Teils der Schiffshypothekendarlehen in JPY nur als Prognosegefährdendes Risiko dar, das eine Reduzierung der Ausschüttung zur Folge haben könnte. Er übersieht, dass eine Wechselkursverschiebung auch zur Folge haben kann, dass die Kapitaldienstfähigkeit insgesamt nicht mehr gegeben ist, was zu einer Anlagegefährdung führt (Kreditkündigung, Verwertung, gemeinsame Haftung aller Schiffe).
Der Prospekt enthält keinen Hinweis darauf, dass der Kommanditist für eine wieder aufgelebte Einlageverpflichtung auch dann noch haftet, wenn er die Beteiligung veräußert oder sonst wie übertragen hat (Nachhaftung).
Anleger des MPC Reefer-Flottenfonds haben daher grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds durchzusetzen.
Pressemitteilung
Mathias Nittel
Rechtsanwalt & Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Schadenersatz für Schiffsfonds Anleger
Bei dem MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Kühlschiffe investiert hat. Anleger haben sich an dem Fonds mit rund 145 Mio. € beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2006 platziert.
Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage. Die Einnahmen bleiben hinter den prospektierten Annahmen zurück, die Schiffsbetriebskosten liegen deutlich über den prospektierten Ansätzen und die Darlehensrückführung ist ins Stocken gekommen. Ausschüttungen sind nicht möglich. Anlegern droht angesichts der fehlenden Aussichten für einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicher Weise der Totalverlust ihrer Einlage.
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Im Auftrag von Mandanten, die an dem Fonds beteiligt sind, haben wir den Prospekt des MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG geprüft und dabei nach unserer Auffassung sowohl Prospektmängel, als auch fehlerhafte Anlageberatungen festgestellt. Beides begründet Schadenersatzansprüche.
Nur 73,6 % der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition
Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.
Der Prospekt enthält solche Aussage nicht. Erst durch die Addition der auf der Ebene des Dachfonds, als auch auf der Ebene der Einschiffsgesellschaften anfallenden Kosten lässt sich dies ermitteln. Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 26,4 % des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 73,6 % flossen in den Kauf der Schiffe.
24 % der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen
Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen die Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen dies ab einem Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital von über 15 % tun. Vorliegend belief sich die für die Beschaffung des Kommanditkapitals, also für den Vertrieb des Fonds gezahlte Provision auf 24,2 % des von den Anlegern investierten Geldes. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen
Da ein Teil der vom Fonds aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen.
Die mit der finanzierenden Bbank vereinbarte 105%-Klausel wurde den uns bekannten Anlegern des Fonds im Rahmen der Beratung nicht erläutert.
Der Prospekt weist darüber hinaus einige weitere Mängel auf, über die der Berater hätte aufklären müssen.
Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird.
Der Prospekt weist die für die Kapitalbeschaffung vorgesehenen Kosten zu niedrig aus, da das Agio einfach in einer Fußnote als zusätzliche Kosten „versteckt“ wird. Zutreffend wäre es gewesen, die Kosten für die Eigenkapitalbeschaffung in voller Höhe auszuweisen. Dies ist nicht geschehen.
Der Prospekt stellt die aus der Finanzierung eines wesentlichen Teils der Schiffshypothekendarlehen in JPY nur als Prognosegefährdendes Risiko dar, das eine Reduzierung der Ausschüttung zur Folge haben könnte. Er übersieht, dass eine Wechselkursverschiebung auch zur Folge haben kann, dass die Kapitaldienstfähigkeit insgesamt nicht mehr gegeben ist, was zu einer Anlagegefährdung führt (Kreditkündigung, Verwertung, gemeinsame Haftung aller Schiffe).
Der Prospekt enthält keinen Hinweis darauf, dass der Kommanditist für eine wieder aufgelebte Einlageverpflichtung auch dann noch haftet, wenn er die Beteiligung veräußert oder sonst wie übertragen hat (Nachhaftung).
Anleger des MPC Reefer-Flottenfonds haben daher grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds durchzusetzen.
Pressemitteilung
Mathias Nittel
Rechtsanwalt & Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Formulierungstricks von MPC ..
Der Berliner Anlegeranwalt Wolfgang Schirp wies die Investoren des MPC "Reefer Flottenfonds 1" daher auf die im Geschäftsbericht dargestellte Abtretung und den möglichen Interessenkonflikt hin - und stieß damit auf Gegenwehr bei der MPC-Treuhand. Schriftlich widersprach die TVP Schirps Darstellung und behauptete ihrerseits, die Gesellschaftsanteile seien nicht an finanzierende Banken abgetreten worden.
Und was stimmt? Die Antwort gibt das Emissionshaus auf Anfrage: Die Angaben der TVP seien formell korrekt, so MPC Capital. Die Anteile an der TVP wurden nicht abgetreten, sondern zur Darlehensbesicherung verpfändet.
Den Unterschied können allerdings wohl nur Vollblutjuristen erkennen: Es sei zuzugestehen, dass - wirtschaftlich betrachtet - die Grenzen zwischen einer Abtretung von Gesellschaftsanteilen im Zusammenhang mit einer Besicherung eines Darlehens einerseits und einer Verpfändung dieser Anteile andererseits fließend seien, so MPC. In beiden Fällen dienten die Gesellschaftsanteile als Sicherheit für ein Darlehen.
Deshalb sei die Darstellung im Geschäftsbericht nicht zu beanstanden, so das Emissionshaus. Aber gilt das - im Sinne einer offenen Kommunikation - auch für die Darstellung der TVP gegenüber den Anlegern?
Banken fordern Verkaufsbeschlüsse
Immerhin handelt es sich beim Reefer Flottenfonds mit einem Investitionsvolumen von mehr als 400 Millionen Euro und rund 5.700 Anlegern um einen der größten Schiffsfonds, die MPC bisher am Markt untergebracht hat
Der Berliner Anlegeranwalt Wolfgang Schirp wies die Investoren des MPC "Reefer Flottenfonds 1" daher auf die im Geschäftsbericht dargestellte Abtretung und den möglichen Interessenkonflikt hin - und stieß damit auf Gegenwehr bei der MPC-Treuhand. Schriftlich widersprach die TVP Schirps Darstellung und behauptete ihrerseits, die Gesellschaftsanteile seien nicht an finanzierende Banken abgetreten worden.
Und was stimmt? Die Antwort gibt das Emissionshaus auf Anfrage: Die Angaben der TVP seien formell korrekt, so MPC Capital. Die Anteile an der TVP wurden nicht abgetreten, sondern zur Darlehensbesicherung verpfändet.
Den Unterschied können allerdings wohl nur Vollblutjuristen erkennen: Es sei zuzugestehen, dass - wirtschaftlich betrachtet - die Grenzen zwischen einer Abtretung von Gesellschaftsanteilen im Zusammenhang mit einer Besicherung eines Darlehens einerseits und einer Verpfändung dieser Anteile andererseits fließend seien, so MPC. In beiden Fällen dienten die Gesellschaftsanteile als Sicherheit für ein Darlehen.
Deshalb sei die Darstellung im Geschäftsbericht nicht zu beanstanden, so das Emissionshaus. Aber gilt das - im Sinne einer offenen Kommunikation - auch für die Darstellung der TVP gegenüber den Anlegern?
Banken fordern Verkaufsbeschlüsse
Immerhin handelt es sich beim Reefer Flottenfonds mit einem Investitionsvolumen von mehr als 400 Millionen Euro und rund 5.700 Anlegern um einen der größten Schiffsfonds, die MPC bisher am Markt untergebracht hat
Reefer-Flotte von MPC braucht Kapitalspritze
Die Kühlschiffe (Reefer) von zwei Fonds des Emissionshauses MPC Capital müssen in eine Sanierung und einmal mehr werden die Anleger zur Kasse gebeten. Denn die Reefer-Flottenfonds 1 und 2, die Deutschland und Österreich verkauft wurden, benötigen frisches Eigenkapital. MPC teilte den Anlegern in einem vorige Woche versendeten Schreiben mit, dass derzeit an einem Restrukturierungskonzept gearbeitet werde und deshalb das Ausmaß der Kapitalerhöhung noch nicht feststehe. "Die Erhöhung wird auf freiwilliger Basis erfolgen", lässt der Initiator wissen.
Die beiden Fonds wollen die Tilgungen für die Schiffsdarlehen für die Jahre 2012 und 2013 aussetzen. Daraufhin haben die finanzierenden Banken (u.a. HSH Nordbank) offenbar die Sanierung der Fonds gefordert. An der misslichen Lage der Schiffe ist laut MPC das "leider nochmals verschlechterte Marktumfeld" für Reefer. In der Tat steht es um die Einnahmen der Kühlschiffe schlecht. Die Sportmarkt-Raten lagen laut MPC im ersten Quartal nur bei 0,38 US-Dollar pro Kubikfuß und Monat. Prospektiert sind kalkulierte Einnahmen zwischen 0,78 und 0,83 US-Dollar.
Die Fonds haben aber mehr Probleme als die schlechten Einnahmen. Zum Beispiel hat die Reefer-Flotte 1 einen Teil der langfristigen Schiffskredite in Yen aufgenommen. Außerdem überschreiten die Schiffsbetriebskosten regelmäßig die Planwerte. Deshalb liegen schließlich die Auszahlungen an die Anleger deutlich unter der Prognose. Bis Ende 2010 hat Fonds 1 nur 14 statt der geplanten 40 Prozent des Eigenkapitals ausgeschüttet; bei Fonds 2 sind es zehn statt 32 Prozent. An weitere Auszahlungen ist bis auf weiteres nicht zu denken
Die beiden Fonds wollen die Tilgungen für die Schiffsdarlehen für die Jahre 2012 und 2013 aussetzen. Daraufhin haben die finanzierenden Banken (u.a. HSH Nordbank) offenbar die Sanierung der Fonds gefordert. An der misslichen Lage der Schiffe ist laut MPC das "leider nochmals verschlechterte Marktumfeld" für Reefer. In der Tat steht es um die Einnahmen der Kühlschiffe schlecht. Die Sportmarkt-Raten lagen laut MPC im ersten Quartal nur bei 0,38 US-Dollar pro Kubikfuß und Monat. Prospektiert sind kalkulierte Einnahmen zwischen 0,78 und 0,83 US-Dollar.
Die Fonds haben aber mehr Probleme als die schlechten Einnahmen. Zum Beispiel hat die Reefer-Flotte 1 einen Teil der langfristigen Schiffskredite in Yen aufgenommen. Außerdem überschreiten die Schiffsbetriebskosten regelmäßig die Planwerte. Deshalb liegen schließlich die Auszahlungen an die Anleger deutlich unter der Prognose. Bis Ende 2010 hat Fonds 1 nur 14 statt der geplanten 40 Prozent des Eigenkapitals ausgeschüttet; bei Fonds 2 sind es zehn statt 32 Prozent. An weitere Auszahlungen ist bis auf weiteres nicht zu denken
MPC Schiffsfonds Anleger sollen nachschießen
Wie die Fondszeitung in deren aktuellen Ausgabe berichtet, sollen nun die Anleger mittels „freiwillig“ deklarierter Nachschusszahlungen zur Sanierung der beiden MPC Capital Schiffsfonds herangezogen werden. Die ohnehin schon von Hiobsbotschaften geplagten Schiffsfondsanleger der beiden in wirtschaftlich unsicherem Fahrwasser manövrierenden MPC Reefer Flottenfonds 1 und MPC Reefer Flottenfonds 2 müsssen nun mit empfindlichen Kapitaleinschnitten rechnen.
MPC Reefer Flottenfonds 1 wird zum Sanierungsfall
2006 hatte MPC Capital den in 14 Kühlschiffe (reefer) investierenden Dachfonds aufgelegt. Zu dem seinerzeit mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 404.333.000,00 € initiierten MPC Reefer Flottenfonds 1 zählen die nachfolgenden Kühlschiffe: Lombok Strait, Luzon Strait, Comoros Stream, Polarstream, Polarlight, Elsebeth, Emerald, Elvira, Esmeralda, Timor Stream, Southern Bay, Eastern Bay, Santa Maria und Santa Lucia.
Wie das Fondstelegramm weiter berichtet, machen den unter der Flagge des Reeders Seatrade fahrenden MPC Fondsschiffen vor allem der schwächende Reefer Markt und die damit einhergehenden sinkenden Einnahmen zu schaffen. Darüber hinaus leidet auch der MPC Reefer Flottenfonds 1 unter zum Teil in Japanischen Yen aufgenommenen Fremdwährungsdarlehen sowie den damit einhergehenden Wechselkursschwankungen sowie hohen Reparatur- und Instandhaltungskosten.
Gläubigerbank HSH Nordbank erhöht Druck auf MPC Reefer Flottenfonds 1
Laut Angaben der Fondszeitung erhöhte nun die den maroden MPC Schiffsfonds bis dato mittels Krediten über Wasser haltende HSH Nordbank den Druck auf MPC Capital, die Schiffsfondsanleger mittels einer Kapitalerhöhung an der unausweichlich gewordenen Sanierung des MPC Reefer Flottenfonds 1 zu beteiligen.
Wie die Fondszeitung weiter berichtet, werden die Schiffsfondsanleger des MPC Capital Reefer Flottenfonds 1 im August erfahren, in welcher Höhe sie sich an den als „freiweillig“ deklarierten Nachschusszahlungen beteiligen sollen.
Auch MPC Reefer Flottenfonds 2 benötigt zur Rettung dringend frisches Kapital
Nicht besser steht auch der dessen Anlegern Sorgen bereitende und 2006 seitens MPC Capital aufgelegte Dachfonds MPC Reefer Flottenfonds 2 dar. Zu dem seinerzeit mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 248.090.000,00 € initiierten MPC Schiffsfonds zählen die nachfolgend aufgeführten und ebenfalls unter der Flagge des Reeders Seatrade fahrenden Kühlschiffe: Mexian Mermaid, Atlantic Mermaid, Buzzard Bay, Coral Mermaid, Caribbean Mermaid, Eagle Bay, Falcon Bay, Fortuna Bay, Hawk Bay, Pacific Mermaid, Prince of Seas, Prince of Tides, Prince of Waves sowie Tasman Mermaid.
Wie die Fondszeitung berichtet, ist auch der unter dem Einbruch auf dem Reefer Markt sowie unter hohen Verbindlichkeiten und Instandhaltungskosten leidende MPC Reefer Flottenfonds 2 zum Sanierungsfall geworden. Laut Fondszeitung werden die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 2 im Laufe dieses Monats erfahren, wie hoch der auch hier als „freiwillig“ bezeichnete Sanierungsbeitrag im Einzelfall ausfallen wird.
MPC Reefer Flottenfonds 1 und 2: Ernüchternde Bilanz für Schiffsfonds Anleger
Unabhängig davon, ob die seitens MPC Capital vorgestellten Sanierungskonzepte die mehrheitliche Zustimmung der Schiffsfonds Anleger finden werden, fällt die bisherige Bilanz für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 1 und des MPC Reefer Flottenfonds 2 bislang verheerend aus: So warten die MPC Reefer Flottenfonds 1 Anleger bereits seit 2008 auf vermeintlich sicher gewähnte Ausschüttungen.
Nicht viel besser stellt sich die Situation für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 2 dar. Zwar erhielten die MPC Reefer Flottenfonds 2 Anleger im Jahr 2008 noch 3 %. Doch seit 2009 warten auch die Zeichner dieses MPC Schiffsfonds vergebens auf Ausschüttungen.
MPC Reefer Flottenfonds 1 und 2: Bei Scheitern des Sanierungskonzeptes droht Anlegern Totalverlust
Doch sowohl für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 1 als auch für die Zeichner des MPC Reefer Flottenfonds 2 könnte es noch schlimmer kommen: Gelingt des den MPC Capital Schiffsfonds Initiatoren nämlich nicht, die MPC Reefer Flottenfonds 1 und MPC Reefer Flottenfonds 2 Anleger mehrheitlich an der geplanten Kapitalerhöhung zu beteiligen, droht auch dem MPC Reefer Flottenfonds 1 und dem MPC Reefer Flottenfonds 2 der Gang vor das zuständige Insolvenzgericht. Für die Anleger der betroffenen MPC Reefer Flottenfonds würde dies dann zwangsläufig den Totalverlust der ihrerseits gezeichneten Einlage bedeuten.
Schiffsfonds-Krise: Nachschusszahlungen für Schiffsfonds-Anleger keine Seltenheit
Um die in finanziell unruhigem Fahrwasser manövrierenden Fondsschiffe überhaupt noch retten zu können, verständigen sich zahlreiche Schiffsfonds Initiatoren bzw. Reedereien mit den Gläubigerbanken auf Sanierungskonzepte. Den Preis für die vermeintliche Rettung der in Schräglage geratenen Fondsschiffe zahlen dabei stets die unzähligen Schiffsfondsanleger: Neben Ausschüttungsstopps oder sogar Ausschüttungsrückforderungen werden sie dabei oftmals mittels Nachschussforderungen zur Kasse gebeten. Nicht selten werden die ohnehin schon Leid geprüften Schiffsfonds-Anleger dabei vor die „Wahl“ gestellt: Entweder die Schiffsfondsanleger stimmen den oftmals als „freiwillig“ deklarierten Nachschussforderungen zu oder sie verweigern sich dem seitens Schiffsfonds Initiatoren nicht selten als letzten Ausweg zur Rettung der maroden Fondsschiffe propagierten Sanierungskonzept. Schiffsfonds-Anlegern, die den Nachschussforderungen kritisch oder ablehnend gegenüberstehen, werden in diesem Zusammenhang die Konsequenzen einer solchen Haltung unmissverständlich dargelegt: Erteilen die Schiffsfonds-Anleger nämlich der geplanten auf Nachschuss- oder Ausschüttungsrückforderungen basierenden Sanierung der Fondsschiffe keine Zustimmung, müssen sie – so der meist unverhohlene Tenor der Schiffsfonds Initiatoren Rundschreiben – mit der naheliegenden Insolvenz der Schiffsgesellschaften und dem damit für die Anleger oftmals einhergehenden Verlust der kompletten Einlage rechnen.
Schiffsfonds-Krise: Nachschusszahlungen sowie Ausschüttungsrückforderungen nicht unumkehrbar
Schiffsfondsanleger, die seitens des Insolvenzverwalters oder der Schiffsfonds Initiatoren bzw. der Fondsgesellschaft Ausschüttungsrückforderungen erhalten haben, sind in rechtlicher Hinsichtlich nicht schutzlos gestellt. Gleiches gilt in den Fällen, in denen Schiffsfondsanleger zur Sanierung der in wirtschaftliche Schräglage geratenen Fondsschiffe zu Nachschusszahlungen aufgefordert worden sind.
Schiffsfondsanleger, die von Ausschüttungsrückforderungen oder Nachschussaufforderungen betroffen sind, sollten umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalts in Anspruch nehmen und mögliche in Betracht kommende Abwehrmaßnahmen umfassend überprüfen zu lassen.
MPC Capital Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt
Betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene MPC Capital - Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
Vertrieb von Schiffsfonds oftmals über Banken und Sparkassen
Recherchen unserer Kanzlei zufolge wurden viele der derzeit notleidend gewordenen geschlossenen Schiffsfonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
Was können betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?
Geschädigte Anleger problematischer MPC Capital Schiffsfonds sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.
MPC Reefer Flottenfonds 1 wird zum Sanierungsfall
2006 hatte MPC Capital den in 14 Kühlschiffe (reefer) investierenden Dachfonds aufgelegt. Zu dem seinerzeit mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 404.333.000,00 € initiierten MPC Reefer Flottenfonds 1 zählen die nachfolgenden Kühlschiffe: Lombok Strait, Luzon Strait, Comoros Stream, Polarstream, Polarlight, Elsebeth, Emerald, Elvira, Esmeralda, Timor Stream, Southern Bay, Eastern Bay, Santa Maria und Santa Lucia.
Wie das Fondstelegramm weiter berichtet, machen den unter der Flagge des Reeders Seatrade fahrenden MPC Fondsschiffen vor allem der schwächende Reefer Markt und die damit einhergehenden sinkenden Einnahmen zu schaffen. Darüber hinaus leidet auch der MPC Reefer Flottenfonds 1 unter zum Teil in Japanischen Yen aufgenommenen Fremdwährungsdarlehen sowie den damit einhergehenden Wechselkursschwankungen sowie hohen Reparatur- und Instandhaltungskosten.
Gläubigerbank HSH Nordbank erhöht Druck auf MPC Reefer Flottenfonds 1
Laut Angaben der Fondszeitung erhöhte nun die den maroden MPC Schiffsfonds bis dato mittels Krediten über Wasser haltende HSH Nordbank den Druck auf MPC Capital, die Schiffsfondsanleger mittels einer Kapitalerhöhung an der unausweichlich gewordenen Sanierung des MPC Reefer Flottenfonds 1 zu beteiligen.
Wie die Fondszeitung weiter berichtet, werden die Schiffsfondsanleger des MPC Capital Reefer Flottenfonds 1 im August erfahren, in welcher Höhe sie sich an den als „freiweillig“ deklarierten Nachschusszahlungen beteiligen sollen.
Auch MPC Reefer Flottenfonds 2 benötigt zur Rettung dringend frisches Kapital
Nicht besser steht auch der dessen Anlegern Sorgen bereitende und 2006 seitens MPC Capital aufgelegte Dachfonds MPC Reefer Flottenfonds 2 dar. Zu dem seinerzeit mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 248.090.000,00 € initiierten MPC Schiffsfonds zählen die nachfolgend aufgeführten und ebenfalls unter der Flagge des Reeders Seatrade fahrenden Kühlschiffe: Mexian Mermaid, Atlantic Mermaid, Buzzard Bay, Coral Mermaid, Caribbean Mermaid, Eagle Bay, Falcon Bay, Fortuna Bay, Hawk Bay, Pacific Mermaid, Prince of Seas, Prince of Tides, Prince of Waves sowie Tasman Mermaid.
Wie die Fondszeitung berichtet, ist auch der unter dem Einbruch auf dem Reefer Markt sowie unter hohen Verbindlichkeiten und Instandhaltungskosten leidende MPC Reefer Flottenfonds 2 zum Sanierungsfall geworden. Laut Fondszeitung werden die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 2 im Laufe dieses Monats erfahren, wie hoch der auch hier als „freiwillig“ bezeichnete Sanierungsbeitrag im Einzelfall ausfallen wird.
MPC Reefer Flottenfonds 1 und 2: Ernüchternde Bilanz für Schiffsfonds Anleger
Unabhängig davon, ob die seitens MPC Capital vorgestellten Sanierungskonzepte die mehrheitliche Zustimmung der Schiffsfonds Anleger finden werden, fällt die bisherige Bilanz für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 1 und des MPC Reefer Flottenfonds 2 bislang verheerend aus: So warten die MPC Reefer Flottenfonds 1 Anleger bereits seit 2008 auf vermeintlich sicher gewähnte Ausschüttungen.
Nicht viel besser stellt sich die Situation für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 2 dar. Zwar erhielten die MPC Reefer Flottenfonds 2 Anleger im Jahr 2008 noch 3 %. Doch seit 2009 warten auch die Zeichner dieses MPC Schiffsfonds vergebens auf Ausschüttungen.
MPC Reefer Flottenfonds 1 und 2: Bei Scheitern des Sanierungskonzeptes droht Anlegern Totalverlust
Doch sowohl für die Anleger des MPC Reefer Flottenfonds 1 als auch für die Zeichner des MPC Reefer Flottenfonds 2 könnte es noch schlimmer kommen: Gelingt des den MPC Capital Schiffsfonds Initiatoren nämlich nicht, die MPC Reefer Flottenfonds 1 und MPC Reefer Flottenfonds 2 Anleger mehrheitlich an der geplanten Kapitalerhöhung zu beteiligen, droht auch dem MPC Reefer Flottenfonds 1 und dem MPC Reefer Flottenfonds 2 der Gang vor das zuständige Insolvenzgericht. Für die Anleger der betroffenen MPC Reefer Flottenfonds würde dies dann zwangsläufig den Totalverlust der ihrerseits gezeichneten Einlage bedeuten.
Schiffsfonds-Krise: Nachschusszahlungen für Schiffsfonds-Anleger keine Seltenheit
Um die in finanziell unruhigem Fahrwasser manövrierenden Fondsschiffe überhaupt noch retten zu können, verständigen sich zahlreiche Schiffsfonds Initiatoren bzw. Reedereien mit den Gläubigerbanken auf Sanierungskonzepte. Den Preis für die vermeintliche Rettung der in Schräglage geratenen Fondsschiffe zahlen dabei stets die unzähligen Schiffsfondsanleger: Neben Ausschüttungsstopps oder sogar Ausschüttungsrückforderungen werden sie dabei oftmals mittels Nachschussforderungen zur Kasse gebeten. Nicht selten werden die ohnehin schon Leid geprüften Schiffsfonds-Anleger dabei vor die „Wahl“ gestellt: Entweder die Schiffsfondsanleger stimmen den oftmals als „freiwillig“ deklarierten Nachschussforderungen zu oder sie verweigern sich dem seitens Schiffsfonds Initiatoren nicht selten als letzten Ausweg zur Rettung der maroden Fondsschiffe propagierten Sanierungskonzept. Schiffsfonds-Anlegern, die den Nachschussforderungen kritisch oder ablehnend gegenüberstehen, werden in diesem Zusammenhang die Konsequenzen einer solchen Haltung unmissverständlich dargelegt: Erteilen die Schiffsfonds-Anleger nämlich der geplanten auf Nachschuss- oder Ausschüttungsrückforderungen basierenden Sanierung der Fondsschiffe keine Zustimmung, müssen sie – so der meist unverhohlene Tenor der Schiffsfonds Initiatoren Rundschreiben – mit der naheliegenden Insolvenz der Schiffsgesellschaften und dem damit für die Anleger oftmals einhergehenden Verlust der kompletten Einlage rechnen.
Schiffsfonds-Krise: Nachschusszahlungen sowie Ausschüttungsrückforderungen nicht unumkehrbar
Schiffsfondsanleger, die seitens des Insolvenzverwalters oder der Schiffsfonds Initiatoren bzw. der Fondsgesellschaft Ausschüttungsrückforderungen erhalten haben, sind in rechtlicher Hinsichtlich nicht schutzlos gestellt. Gleiches gilt in den Fällen, in denen Schiffsfondsanleger zur Sanierung der in wirtschaftliche Schräglage geratenen Fondsschiffe zu Nachschusszahlungen aufgefordert worden sind.
Schiffsfondsanleger, die von Ausschüttungsrückforderungen oder Nachschussaufforderungen betroffen sind, sollten umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalts in Anspruch nehmen und mögliche in Betracht kommende Abwehrmaßnahmen umfassend überprüfen zu lassen.
MPC Capital Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt
Betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene MPC Capital - Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
Vertrieb von Schiffsfonds oftmals über Banken und Sparkassen
Recherchen unserer Kanzlei zufolge wurden viele der derzeit notleidend gewordenen geschlossenen Schiffsfonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
Was können betroffene MPC Capital Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?
Geschädigte Anleger problematischer MPC Capital Schiffsfonds sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.
MPC Schiffsfonds möglicherweise von Krise bedroht
Die beiden MPC Capital Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1 sowie MPC Reefer Flottenfonds 2 sehen schwierigen Zeiten entgegen. Möglicherweise sollen nun die Schiffsfondsanleger der beiden in Seenot geratenen Flottenfonds zu deren Sanierung mit Hilfe von "freiwilligen" Nachschusszahlungen beitragen.
Die Anleger der beiden Flottenfonds sollen durch Nachschusszahlungen zur Sanierung beitragen. Der MPC Reefer Flottenfonds 1, zu welchem zahlreiche Kühlschiffe zählen, sollen insbesondere mit den aufkommenden Wechselkursschwankungen sowie hohen Reparatur- und Instandhaltungskosten zu kämpfen haben. Am Ende des Sommers 2012 sollen die Anleger des MPC Capital Reefer Flottenfonds 1 darüber in Kenntnis gesetzt werden, in welcher Höhe sie die als "freiwillig" bezeichneten Nachschusszahlungen leisten sollen hieß es.
Ebenso schlecht soll es auch um den MPC Reefer Flottenfonds 2 stehen. Aufgrund hoher Instandhaltungskosten sei dieser Fonds möglicherweise mittlerweile ebenfalls sanierungsbedürftig.
Ob die von MPC Capital geplanten Sanierungskonzepte von Erfolg gekrönt sein werden, lässt sich bislang nicht prognostizieren. Zu befürchten ist, dass den beiden Flottenfonds die Insolvenz drohen könnte, wenn die Anleger von der Kapitalerhöhung nicht überzeugt werden können. Der Gang vor das Insolvenzgericht könnte für die Anleger der beiden betroffenen Flottenfonds der MPC Capital einen Totalverlust ihrer gezeichneten Einlagen zur Folge haben.
Die Initiatoren der Schiffsfonds vereinbaren mit den Gläubigerbanken im Falle einer Schieflage regelmäßig Sanierungskonzepte, welche die Anleger letztlich finanziell noch weiter belasten. Ausschüttungen finden in der Regel nicht mehr statt oder werden unter Umständen sogar zurückgefordert. Im Rahmen von Sanierungskonzepten werden die Anleger oftmals mit der Entscheidung konfrontiert, ob sie den Nachschussforderungen zustimmen oder nicht. Nicht selten wird die Zahlung von Nachschüssen durch die Anleger von den Schiffsfonds- Initiatoren als letzte Möglichkeit zur Rettung der sich in Not befindlichen Schiffe dargestellt.
Für Schiffsfondsanleger, die Ausschüttungsrückforderungen erhalten haben oder von Nachschussaufforderungen betroffen sind, ist es zu empfehlen, einen auf dem Gebiet des Kapitalmarkrechts tätigen und erfahrenen Rechtsanwalt zur Rate zu ziehen und die rechtlichen Möglichkeiten überprüfen zu lassen. Sollten Sie nicht über die mit der Beteiligung an einem Schiffsfonds verbundenen Risiken unterrichtet worden sein, kommen möglicherweise auch Schadenersatzansprüche gegen das jeweils beratende Institut in Betracht.
Lassen Sie daher Ihre Schiffsfonds-Beteiligung durch einen im Bank- und Kapitalmarktrecht tätigen Rechtsanwalt prüfen, um einen endgültigen Verlust Ihres investierten Geldes zu vermeiden. Neben der Überprüfung des Anlegervertrages wird ein kompetenter Anwalt umfangreich und einzelfallbezogen prüfen, ob und gegen wen Ihnen möglicherweise Ansprüche zustehen. Insbesondere wird geprüft, ob Sie über die Risiken einer solchen Beteiligung umfassend aufgeklärt worden sind.
Pressemitteilung GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater
Die Anleger der beiden Flottenfonds sollen durch Nachschusszahlungen zur Sanierung beitragen. Der MPC Reefer Flottenfonds 1, zu welchem zahlreiche Kühlschiffe zählen, sollen insbesondere mit den aufkommenden Wechselkursschwankungen sowie hohen Reparatur- und Instandhaltungskosten zu kämpfen haben. Am Ende des Sommers 2012 sollen die Anleger des MPC Capital Reefer Flottenfonds 1 darüber in Kenntnis gesetzt werden, in welcher Höhe sie die als "freiwillig" bezeichneten Nachschusszahlungen leisten sollen hieß es.
Ebenso schlecht soll es auch um den MPC Reefer Flottenfonds 2 stehen. Aufgrund hoher Instandhaltungskosten sei dieser Fonds möglicherweise mittlerweile ebenfalls sanierungsbedürftig.
Ob die von MPC Capital geplanten Sanierungskonzepte von Erfolg gekrönt sein werden, lässt sich bislang nicht prognostizieren. Zu befürchten ist, dass den beiden Flottenfonds die Insolvenz drohen könnte, wenn die Anleger von der Kapitalerhöhung nicht überzeugt werden können. Der Gang vor das Insolvenzgericht könnte für die Anleger der beiden betroffenen Flottenfonds der MPC Capital einen Totalverlust ihrer gezeichneten Einlagen zur Folge haben.
Die Initiatoren der Schiffsfonds vereinbaren mit den Gläubigerbanken im Falle einer Schieflage regelmäßig Sanierungskonzepte, welche die Anleger letztlich finanziell noch weiter belasten. Ausschüttungen finden in der Regel nicht mehr statt oder werden unter Umständen sogar zurückgefordert. Im Rahmen von Sanierungskonzepten werden die Anleger oftmals mit der Entscheidung konfrontiert, ob sie den Nachschussforderungen zustimmen oder nicht. Nicht selten wird die Zahlung von Nachschüssen durch die Anleger von den Schiffsfonds- Initiatoren als letzte Möglichkeit zur Rettung der sich in Not befindlichen Schiffe dargestellt.
Für Schiffsfondsanleger, die Ausschüttungsrückforderungen erhalten haben oder von Nachschussaufforderungen betroffen sind, ist es zu empfehlen, einen auf dem Gebiet des Kapitalmarkrechts tätigen und erfahrenen Rechtsanwalt zur Rate zu ziehen und die rechtlichen Möglichkeiten überprüfen zu lassen. Sollten Sie nicht über die mit der Beteiligung an einem Schiffsfonds verbundenen Risiken unterrichtet worden sein, kommen möglicherweise auch Schadenersatzansprüche gegen das jeweils beratende Institut in Betracht.
Lassen Sie daher Ihre Schiffsfonds-Beteiligung durch einen im Bank- und Kapitalmarktrecht tätigen Rechtsanwalt prüfen, um einen endgültigen Verlust Ihres investierten Geldes zu vermeiden. Neben der Überprüfung des Anlegervertrages wird ein kompetenter Anwalt umfangreich und einzelfallbezogen prüfen, ob und gegen wen Ihnen möglicherweise Ansprüche zustehen. Insbesondere wird geprüft, ob Sie über die Risiken einer solchen Beteiligung umfassend aufgeklärt worden sind.
Pressemitteilung GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater
Schadenersatz für Anleger
Bei dem MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Kühlschiffe investiert hat. Anleger haben sich an dem Fonds mit rund 145 Mio. € beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2006 platziert. Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage. Die Einnahmen bleiben hinter den prospektierten Annahmen zurück, die Schiffsbetriebskosten liegen deutlich über den prospektierten Ansätzen und die Darlehensrückführung ist ins Stocken gekommen. Ausschüttungen sind nicht möglich. Anlegern droht angesichts der fehlenden Aussichten für einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicher Weise der Totalverlust ihrer Einlage.
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Im Auftrag von Mandanten, die an dem Fonds beteiligt sind, haben wir den Prospekt des MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG geprüft und dabei nach unserer Auffassung sowohl Prospektmängel, als auch fehlerhafte Anlageberatungen festgestellt. Beides begründet Schadenersatzansprüche.
Nur 73,6% der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition: Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.
Der Prospekt enthält solche Aussage nicht. Erst durch die Addition der auf der Ebene des Dachfonds, als auch auf der Ebene der Einschiffsgesellschaften anfallenden Kosten lässt sich dies ermitteln. Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 26,4% des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 73,6% flossen in den Kauf der Schiffe.
24% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen: Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen die Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen dies ab einem Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital von über 15 % tun. Vorliegend belief sich die für die Beschaffung des Kommanditkapitals, also für den Vertrieb des Fonds gezahlte Provision auf 24,2 % des von den Anlegern investierten Geldes. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen: Da ein Teil der vom Fonds aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen. Die mit der finanzierenden Bank vereinbarte 105%-Klausel wurde den uns bekannten Anlegern des Fonds im Rahmen der Beratung nicht erläutert.
Agio verschwiegen, Vertriebskosten "schöngerechnet": Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird. Der Prospekt weist infolgedessen die für die Kapitalbeschaffung vorgesehenen Kosten zu niedrig aus, da das Agio einfach in einer Fußnote als zusätzliche Kosten "versteckt" wird. Zutreffend wäre es gewesen, die Kosten für die Eigenkapitalbeschaffung in voller Höhe von knapp 30,5 Mio. € auszuweisen. Dies ist nicht geschehen.
Es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer Beratungsfehler, die wir in den Gesprächen mit Anlegern festgestellt haben. So wurden Anleger insbesondere regelmäßig nicht informiert über:
- das eigene Provisionsinteresse des Beraters - Stichwort kickbacks -
- die fehlende Veräußerbarkeit der Anteile (fehlender Zweitmarkt),
- den Charakter als hochspekulative Anlage mit Totalverlustrisiko,
- die fehlende Eignung als Altersvorsorge
- die fünfjährige Nachhaftung bei Übertragung der Fondsanteile.
Dies sind nur einige wenige Punkte, über die nach unserer Erfahrung fast regelmäßig falsch beraten wurde. Zahlreiche weitere Punkte, über die Sie auch hätten beraten werden müssen, können wir mit Ihnen gerne im persönlichen Kontakt klären.
Für Anleger der MPC Reefer Flottenfonds 1 sehen wir vor diesem Hintergrund grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds, die nach einer aktuellen BGH-Entscheidung ebenfalls für die Falschberatung haften -
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Zum Ende des Jahres 2012 drohen viele Schadenersatzansprüche von Schiffsfondsanlegern zu verjähren. Hintergrund ist, dass in zahlreichen Schiffsfonds im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert wurden. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, als die sie ihnen im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicher Weise den lauf von dreijährigen Verjährungsfristen in Gang, die die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach 2012 erschweren oder unmöglich machen.
Pressemitteilung Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Im Auftrag von Mandanten, die an dem Fonds beteiligt sind, haben wir den Prospekt des MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG geprüft und dabei nach unserer Auffassung sowohl Prospektmängel, als auch fehlerhafte Anlageberatungen festgestellt. Beides begründet Schadenersatzansprüche.
Nur 73,6% der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition: Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.
Der Prospekt enthält solche Aussage nicht. Erst durch die Addition der auf der Ebene des Dachfonds, als auch auf der Ebene der Einschiffsgesellschaften anfallenden Kosten lässt sich dies ermitteln. Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 26,4% des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 73,6% flossen in den Kauf der Schiffe.
24% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen: Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen die Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen dies ab einem Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital von über 15 % tun. Vorliegend belief sich die für die Beschaffung des Kommanditkapitals, also für den Vertrieb des Fonds gezahlte Provision auf 24,2 % des von den Anlegern investierten Geldes. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen: Da ein Teil der vom Fonds aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen. Die mit der finanzierenden Bank vereinbarte 105%-Klausel wurde den uns bekannten Anlegern des Fonds im Rahmen der Beratung nicht erläutert.
Agio verschwiegen, Vertriebskosten "schöngerechnet": Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird. Der Prospekt weist infolgedessen die für die Kapitalbeschaffung vorgesehenen Kosten zu niedrig aus, da das Agio einfach in einer Fußnote als zusätzliche Kosten "versteckt" wird. Zutreffend wäre es gewesen, die Kosten für die Eigenkapitalbeschaffung in voller Höhe von knapp 30,5 Mio. € auszuweisen. Dies ist nicht geschehen.
Es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer Beratungsfehler, die wir in den Gesprächen mit Anlegern festgestellt haben. So wurden Anleger insbesondere regelmäßig nicht informiert über:
- das eigene Provisionsinteresse des Beraters - Stichwort kickbacks -
- die fehlende Veräußerbarkeit der Anteile (fehlender Zweitmarkt),
- den Charakter als hochspekulative Anlage mit Totalverlustrisiko,
- die fehlende Eignung als Altersvorsorge
- die fünfjährige Nachhaftung bei Übertragung der Fondsanteile.
Dies sind nur einige wenige Punkte, über die nach unserer Erfahrung fast regelmäßig falsch beraten wurde. Zahlreiche weitere Punkte, über die Sie auch hätten beraten werden müssen, können wir mit Ihnen gerne im persönlichen Kontakt klären.
Für Anleger der MPC Reefer Flottenfonds 1 sehen wir vor diesem Hintergrund grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds, die nach einer aktuellen BGH-Entscheidung ebenfalls für die Falschberatung haften -
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Zum Ende des Jahres 2012 drohen viele Schadenersatzansprüche von Schiffsfondsanlegern zu verjähren. Hintergrund ist, dass in zahlreichen Schiffsfonds im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert wurden. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, als die sie ihnen im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicher Weise den lauf von dreijährigen Verjährungsfristen in Gang, die die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach 2012 erschweren oder unmöglich machen.
Pressemitteilung Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
MPC Reefer-Flottenfonds 2 – Hinweise um Prospektfehler verdichten sich
Bei der zweiten Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG (MPC Reefer-Flotte 2) handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Kühlschiffe (reefer) als sogenannte Einschiffsgesellschaften investiert hat.
Anleger haben sich an dem Fonds mit insgesamt rund EUR 120.000.000,00 beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2007 platziert. Seit 2009 werden keinerlei Ausschüttungen mehr an die Anleger geleistet, weshalb angesichts der fehlenden Aussichten auf einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicherweise sogar der Totalverlust der Einlage droht. Ob das vorgeschlagene Sanierungskonzept zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lage führt, dürfte zweifelhaft sein.
Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Deren Vorstand, Frau Bettina Wittmann, hierzu:
„Nach der Rechtssprechung muss im Fondsprospekt eindeutig und unmissverständlich dargestellt werden, ob möglicherweise die aktuelle bzw. prognostizierte Marktsituation sich auf den Erfolg des Engagements niederschlägt. In diesem Zusammenhang muss im Fondsprospekt jeder Anleger auch unmissverständlich darauf hingewiesen werden, inwieweit Umstände einem Erfolg der Investition entgegenstehen. Nach unserem Dafürhalten war indes schon zum Zeitpunkt der Platzierung des Fonds bekannt, dass die Flotte spezialisierter Reefer-Schiffe über die nächsten Jahre stagnieren wird und Marktanteile verlieren werden, der Marktanteil für spezialisierte Kühlschiffe daher weiter schrumpfen wird. Hierauf hatten zudem Marktbeobachter hinweisen lassen“.
Nach den Grundsätzen der sogenannten „Prospekthaftung im weiteren Sinne“ haften die Prospektverantwortlichen, also vornehmlich die Gründungsgesellschafter für die Fehlerhaftigkeit des von ihnen zu verantwortenden Prospektmaterials. Darüber hinausgehend haben sich auch die Berater schadensersatzpflichtig gemacht, wenn über die in das Fondsvolumen einkalkulierten Weichkosten, welche vorliegend die 15%-ige Grenze, die die Rechtssprechung hieran stellt, eindeutig überschreiten, nichts gesagt wird.
Betroffenen Anlegern lässt der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. eine kostenfreie Erstbewertung zuteil, möglicherweise auch Verjährungsproblematiken im Raum stehen.
Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:
„Vorliegend wurden – wie in anderen Schiffsfonds auch – im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, wie es in aller Regel im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicherweise den Lauf der dreijährigen Verjährungsfrist in Gang, die die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen nach dem 31.12.2012 erschweren oder sogar unmöglich machen.
Pressemitteilung von: Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.
Anleger haben sich an dem Fonds mit insgesamt rund EUR 120.000.000,00 beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2007 platziert. Seit 2009 werden keinerlei Ausschüttungen mehr an die Anleger geleistet, weshalb angesichts der fehlenden Aussichten auf einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicherweise sogar der Totalverlust der Einlage droht. Ob das vorgeschlagene Sanierungskonzept zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lage führt, dürfte zweifelhaft sein.
Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Deren Vorstand, Frau Bettina Wittmann, hierzu:
„Nach der Rechtssprechung muss im Fondsprospekt eindeutig und unmissverständlich dargestellt werden, ob möglicherweise die aktuelle bzw. prognostizierte Marktsituation sich auf den Erfolg des Engagements niederschlägt. In diesem Zusammenhang muss im Fondsprospekt jeder Anleger auch unmissverständlich darauf hingewiesen werden, inwieweit Umstände einem Erfolg der Investition entgegenstehen. Nach unserem Dafürhalten war indes schon zum Zeitpunkt der Platzierung des Fonds bekannt, dass die Flotte spezialisierter Reefer-Schiffe über die nächsten Jahre stagnieren wird und Marktanteile verlieren werden, der Marktanteil für spezialisierte Kühlschiffe daher weiter schrumpfen wird. Hierauf hatten zudem Marktbeobachter hinweisen lassen“.
Nach den Grundsätzen der sogenannten „Prospekthaftung im weiteren Sinne“ haften die Prospektverantwortlichen, also vornehmlich die Gründungsgesellschafter für die Fehlerhaftigkeit des von ihnen zu verantwortenden Prospektmaterials. Darüber hinausgehend haben sich auch die Berater schadensersatzpflichtig gemacht, wenn über die in das Fondsvolumen einkalkulierten Weichkosten, welche vorliegend die 15%-ige Grenze, die die Rechtssprechung hieran stellt, eindeutig überschreiten, nichts gesagt wird.
Betroffenen Anlegern lässt der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. eine kostenfreie Erstbewertung zuteil, möglicherweise auch Verjährungsproblematiken im Raum stehen.
Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:
„Vorliegend wurden – wie in anderen Schiffsfonds auch – im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, wie es in aller Regel im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicherweise den Lauf der dreijährigen Verjährungsfrist in Gang, die die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen nach dem 31.12.2012 erschweren oder sogar unmöglich machen.
Pressemitteilung von: Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.
MPC Offen Flotte Santa B-Schiffe: Gibt es für die Schiffe eine realistische Fortführungsprognose?
Mit dem MPC Fonds Offen Flotte - MPC Santa B Schiffe ist ein weiterer Schiffsfonds zum Sanierungsfall geworden. Der in der Boomphase im Jahr 2006 aufgelegte Fonds umfasst 14 Containerschiffe. Bei allen Schiffen laufen spätestens in diesem Jahr die anfänglichen Festcharterverträge aus.
Die aktuell erzielbaren Charterraten liegen mit 6.000 - 7.000 USD/Tag zum Teil bei nur noch 1/3 der im Prospekt kalkulierten Anschlussraten von 18.450 Dollar für die neun 1.819-TEU-Frachter und 21.750 Dollar für die fünf 2.824-TEU-Frachter. Wie Reeder Claus-Peter Offen bereits in einem Rundschreiben vom Mai 2012 mitteilte, "decken die momentan vereinnahmten Charterraten im Wesentlichen die Betriebskosten der Schiffe, nicht jedoch die Zinsen und Tilgungen auf die Schiffshypothekendarlehen". Selbst bei einer vollständigen Aussetzung der Tilgungen für die Jahre 2012 und 2013 entstünden Verlusten und finanzielle Engpässe.
Von den Anlegern wird nun eine Kapitalerhöhung von 12 Prozent des Kommanditkapitals und die Rückzahlung der erhaltenen Auszahlungen in Höhe von 4,41% gefordert. Die Banken, die die 14 Schiffe finanziert haben, seien im Gegenzug bereit, Tilgungen in Höhe von insgesamt rund 60 Mio. € zu stunden (nicht zu erlassen), berichtet die Fondszeitung.
Gibt es für die Schiffe eine realistische Fortführungsprognose?
Eine Beteiligung an dem Sanierungskonzept macht für die Anleger nur dann Sinn, wenn sie mit hoher Sicherheit davon ausgehen können, mit dem Einsatz zusätzlichen Geldes ihre ursprüngliche Investition zumindest zu einem überwiegenden Teil zu retten. Grundvoraussetzung dafür wäre, dass die von MPC und Offen aufgestellten Prognosen zur Entwicklung der Charterraten und damit der Einnahmen der Fondsschiffe mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgehen. MPC geht in der Prognose von 2013 bis 2016 von stetig steigenden Charterraten aus. Ab 2014 soll mindestens der Durchschnitt aus den Jahren 2002 bis 2011 erreicht werden.
Doch selbst Reeder Offen scheint von dem Konzept nicht sonderlich überzeugt zu sein. Die Fondszeitung (18/2012) zitiert ihn mit den Worten: "Die getroffenen Annahmen über Charterraten ab 2013 sind … mit Blick auf die 1.800 TEU Schiffe sehr optimistisch." Selbst wenn die Prognosewerte erreicht würden, wäre erst ab 2015 ein kostendeckender Betrieb der Schiffe möglich. Die Fondszeitung hat selbst daran erhebliche Zweifel. Eine rasche Kehrtwende bei den Charterraten für Containerschiffen mit der Größe der Schiffe des MPC Fonds Offen Flotte (1.500 - 3.000 TEU) sei derzeit nicht in Sicht. Reeder würden angesichts steigender Treibstoffkosten zunehmend auf größere und sparsamere Schiffe ausweichen und so die Kosten senken. Von einer eventuellen Markterholung würden daher eher größere Schiffe profitieren, nicht aber Schiffe unter 4.000 TEU.
Weiterhin steigende Überkapazitäten, moderne Schiffe drängen auf den Markt
Erschwert wird die Sanierung der angeschlagenen Schiffsfonds auch durch weiter massiv steigende Schiffskapazitäten. In den Orderbüchern der Werften stehen laut Fondszeitung rund 500 Containerschiffe mit einer kumulierten Transportkapazität von 3,6 Millionen TEU. Das entspräche etwa 23 Prozent der derzeitigen Flotte. Zwei Drittel davon stünden bereits 2013 zur Ablieferung an.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum sowie in China haben darüber hinaus nach Meinung der HSH Nordbank, einem der maßgeblichen Schiffsfinanzierer, die Unsicherheiten bezüglich der Aussichten für die Schifffahrt weiter erhöht. Infolge der Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite bewegten sich die Fracht- und Zeitcharterraten in allen drei Märkten (Containerschiffe, Massenguttransport und Öltanker) auf sehr niedrigem und nur zum Teil kostendeckendem Niveau. Daran werde sich in allernächster Zeit nichts ändern, so HSH in ihrem Halbjahresbericht 2012. Die Bank erwartet den Tiefpunkt im Zyklus der Branche in den kommenden zwölf bis 18 Monaten und rechnet nicht vor Ende 2013 mit dem Beginn einer langsamen Erholung bei Fracht- und Charterraten.
Es sieht also so aus, als bestünde wenig realistische Hoffnung dafür, dass die von MPC und Offen angekündigte und für die erfolgreiche Sanierung der Santa B-Schiffe deutliche Erholung auf den Chartermärkten tatsächlich eintritt. Vielmehr erscheint der Totalverlust für Anleger auch bei der Umsetzung des vorgeschlagenen Konzepts angesichts der "gewagten Annahmen" (Fondszeitung) noch immer das wahrscheinlichste Szenario. Das Fazit der Fondszeitung: "Angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten erscheint das Sanierungsszenario für die Anleger in der gewählten Form nicht interessant."
Schadenersatz für Anleger des MPC Fonds Offen Flotte (Santa B-Schiffe)
Vor dem Hintergrund der wenig realistischen Aussichten für eine Rettung des Fonds sollten Anleger die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen ernsthaft ins Auge fassen - die Chancen hierfür stehen nicht schlecht.
Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken
Aus Gesprächen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese über die Risiken, die sich in der gegenwärtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Geschlossene Fonds sind, wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil zu Az. III ZR 249/09 formuliert, unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollständig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden müssen.
- Nur 70% der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition: Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.Der Prospekt des Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG enthält solche Aussage nicht. Erst durch gesonderte Berechnungen lässt sich dies ermitteln.
Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 30% des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 70% flossen tatsächlich in den Kauf der Schiffe.
- 26,5% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen: Bankberater müssen nach der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs immer darauf hinweisen, welche Provisionen ihre Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung eines Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ausdrücklich darauf hinweisen, wenn der Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital mehr als 15% beträgt. Beim Fonds MPC Offen Flotte belief sich die Vertriebsprovision auf sagenhafte 26,5% des von den Anlegern investierten Kapitals. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
- Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen: Da ein Teil der vom Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG aufzunehmenden Kreditmittel in Japanischen Yen (JPY) aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko. Steigt der Wert des Yen gegenüber dem US-$, was in den zurückliegenden Jahren der Fall war, muss der Fonds deutlich mehr US-$ für Zinsen und eventuelle Tilgungen aufwenden, als geplant.Im Ergebnis wurde der gesamten Kalkulation des Fonds der Boden entzogen. Steigt beispielsweise der Wert des Yen gegenüber dem US-$ um 35% und hat der Fonds 50% seiner Kredite in Yen aufgenommen, steigt die Belastung für Zins und Tilgung um 17,5%. Sollte sich die Situation des Fonds nicht drastisch verbessern, könnte bei einigen Einschiffgesellschaften aufgrund der ungünstigen Wechselkursentwicklung und der fehlenden Einnahmen im Jahr 2012 sogar die Kreditkündigung drohen. Auf diese Risiken hätten die Berater die Anleger des Fonds MPC Offen Flotte - Santa B Schiffe ausdrücklich hinweisen müssen.
- Kein Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen - Anleger kommen bis 2023 nicht mehr an ihr Geld: Die Anlegern des Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG können die Beteiligung nicht vor dem 31.12.2023 kündigen. Vorher besteht keine Chance, an ihr Geld zu kommen. Da es keinen geregelten Zweitmarkt für gebrauchte Fondsbeteiligungen gibt ist eine Veräußerung nahezu ausgeschlossen. Außerdem ist äußerst unwahrscheinlich, dass sie, sollte ein Käufer gefunden werden, das investierte Kapital als Preis erhalten. Hier sind regelmäßig erhebliche Abstriche hinzunehmen. Zurzeit werden für einen Anteil nur 5% des ursprünglich investierten Betrages geboten. (Stand 23.07.2012)
- Keine Informationen über Kickbacks: Banken und Sparkassen haben die Fondsbeteiligungen nicht aus purer Nächstenliebe empfohlen. Dem Rat, eine Beteiligung am Atlantic Flottenfonds zu zeichnen lagen ganz handfeste wirtschaftliche Interessen zu Grunde: Die Banken und Sparkassen haben Vertriebsprovisionen in Höhe von 10-15% erhalten. Haben sie die Anleger über dieses Provisionsinteresse nicht aufgeklärt, sind Sie nach der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Schadenersatz verpflichtet.
Dies sind nur einige wenige Punkte, über die nach unserer Erfahrung falsch beraten wurde.
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Zum Ende des Jahres 2012 drohen viele Schadenersatzansprüche von Schiffsfondsanlegern zu verjähren. Hintergrund ist, dass in zahlreichen Schiffsfonds im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert wurden. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, als die sie ihnen im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicher Weise den lauf von dreijährigen Verjährungsfristen in Gang, die die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach 2012 erschweren oder unmöglich machen.
* RA Nittel
Die aktuell erzielbaren Charterraten liegen mit 6.000 - 7.000 USD/Tag zum Teil bei nur noch 1/3 der im Prospekt kalkulierten Anschlussraten von 18.450 Dollar für die neun 1.819-TEU-Frachter und 21.750 Dollar für die fünf 2.824-TEU-Frachter. Wie Reeder Claus-Peter Offen bereits in einem Rundschreiben vom Mai 2012 mitteilte, "decken die momentan vereinnahmten Charterraten im Wesentlichen die Betriebskosten der Schiffe, nicht jedoch die Zinsen und Tilgungen auf die Schiffshypothekendarlehen". Selbst bei einer vollständigen Aussetzung der Tilgungen für die Jahre 2012 und 2013 entstünden Verlusten und finanzielle Engpässe.
Von den Anlegern wird nun eine Kapitalerhöhung von 12 Prozent des Kommanditkapitals und die Rückzahlung der erhaltenen Auszahlungen in Höhe von 4,41% gefordert. Die Banken, die die 14 Schiffe finanziert haben, seien im Gegenzug bereit, Tilgungen in Höhe von insgesamt rund 60 Mio. € zu stunden (nicht zu erlassen), berichtet die Fondszeitung.
Gibt es für die Schiffe eine realistische Fortführungsprognose?
Eine Beteiligung an dem Sanierungskonzept macht für die Anleger nur dann Sinn, wenn sie mit hoher Sicherheit davon ausgehen können, mit dem Einsatz zusätzlichen Geldes ihre ursprüngliche Investition zumindest zu einem überwiegenden Teil zu retten. Grundvoraussetzung dafür wäre, dass die von MPC und Offen aufgestellten Prognosen zur Entwicklung der Charterraten und damit der Einnahmen der Fondsschiffe mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgehen. MPC geht in der Prognose von 2013 bis 2016 von stetig steigenden Charterraten aus. Ab 2014 soll mindestens der Durchschnitt aus den Jahren 2002 bis 2011 erreicht werden.
Doch selbst Reeder Offen scheint von dem Konzept nicht sonderlich überzeugt zu sein. Die Fondszeitung (18/2012) zitiert ihn mit den Worten: "Die getroffenen Annahmen über Charterraten ab 2013 sind … mit Blick auf die 1.800 TEU Schiffe sehr optimistisch." Selbst wenn die Prognosewerte erreicht würden, wäre erst ab 2015 ein kostendeckender Betrieb der Schiffe möglich. Die Fondszeitung hat selbst daran erhebliche Zweifel. Eine rasche Kehrtwende bei den Charterraten für Containerschiffen mit der Größe der Schiffe des MPC Fonds Offen Flotte (1.500 - 3.000 TEU) sei derzeit nicht in Sicht. Reeder würden angesichts steigender Treibstoffkosten zunehmend auf größere und sparsamere Schiffe ausweichen und so die Kosten senken. Von einer eventuellen Markterholung würden daher eher größere Schiffe profitieren, nicht aber Schiffe unter 4.000 TEU.
Weiterhin steigende Überkapazitäten, moderne Schiffe drängen auf den Markt
Erschwert wird die Sanierung der angeschlagenen Schiffsfonds auch durch weiter massiv steigende Schiffskapazitäten. In den Orderbüchern der Werften stehen laut Fondszeitung rund 500 Containerschiffe mit einer kumulierten Transportkapazität von 3,6 Millionen TEU. Das entspräche etwa 23 Prozent der derzeitigen Flotte. Zwei Drittel davon stünden bereits 2013 zur Ablieferung an.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum sowie in China haben darüber hinaus nach Meinung der HSH Nordbank, einem der maßgeblichen Schiffsfinanzierer, die Unsicherheiten bezüglich der Aussichten für die Schifffahrt weiter erhöht. Infolge der Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite bewegten sich die Fracht- und Zeitcharterraten in allen drei Märkten (Containerschiffe, Massenguttransport und Öltanker) auf sehr niedrigem und nur zum Teil kostendeckendem Niveau. Daran werde sich in allernächster Zeit nichts ändern, so HSH in ihrem Halbjahresbericht 2012. Die Bank erwartet den Tiefpunkt im Zyklus der Branche in den kommenden zwölf bis 18 Monaten und rechnet nicht vor Ende 2013 mit dem Beginn einer langsamen Erholung bei Fracht- und Charterraten.
Es sieht also so aus, als bestünde wenig realistische Hoffnung dafür, dass die von MPC und Offen angekündigte und für die erfolgreiche Sanierung der Santa B-Schiffe deutliche Erholung auf den Chartermärkten tatsächlich eintritt. Vielmehr erscheint der Totalverlust für Anleger auch bei der Umsetzung des vorgeschlagenen Konzepts angesichts der "gewagten Annahmen" (Fondszeitung) noch immer das wahrscheinlichste Szenario. Das Fazit der Fondszeitung: "Angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten erscheint das Sanierungsszenario für die Anleger in der gewählten Form nicht interessant."
Schadenersatz für Anleger des MPC Fonds Offen Flotte (Santa B-Schiffe)
Vor dem Hintergrund der wenig realistischen Aussichten für eine Rettung des Fonds sollten Anleger die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen ernsthaft ins Auge fassen - die Chancen hierfür stehen nicht schlecht.
Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken
Aus Gesprächen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese über die Risiken, die sich in der gegenwärtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Geschlossene Fonds sind, wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil zu Az. III ZR 249/09 formuliert, unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollständig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden müssen.
- Nur 70% der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition: Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen.Der Prospekt des Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG enthält solche Aussage nicht. Erst durch gesonderte Berechnungen lässt sich dies ermitteln.
Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 30% des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 70% flossen tatsächlich in den Kauf der Schiffe.
- 26,5% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen: Bankberater müssen nach der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs immer darauf hinweisen, welche Provisionen ihre Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung eines Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ausdrücklich darauf hinweisen, wenn der Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital mehr als 15% beträgt. Beim Fonds MPC Offen Flotte belief sich die Vertriebsprovision auf sagenhafte 26,5% des von den Anlegern investierten Kapitals. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
- Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen: Da ein Teil der vom Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG aufzunehmenden Kreditmittel in Japanischen Yen (JPY) aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko. Steigt der Wert des Yen gegenüber dem US-$, was in den zurückliegenden Jahren der Fall war, muss der Fonds deutlich mehr US-$ für Zinsen und eventuelle Tilgungen aufwenden, als geplant.Im Ergebnis wurde der gesamten Kalkulation des Fonds der Boden entzogen. Steigt beispielsweise der Wert des Yen gegenüber dem US-$ um 35% und hat der Fonds 50% seiner Kredite in Yen aufgenommen, steigt die Belastung für Zins und Tilgung um 17,5%. Sollte sich die Situation des Fonds nicht drastisch verbessern, könnte bei einigen Einschiffgesellschaften aufgrund der ungünstigen Wechselkursentwicklung und der fehlenden Einnahmen im Jahr 2012 sogar die Kreditkündigung drohen. Auf diese Risiken hätten die Berater die Anleger des Fonds MPC Offen Flotte - Santa B Schiffe ausdrücklich hinweisen müssen.
- Kein Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen - Anleger kommen bis 2023 nicht mehr an ihr Geld: Die Anlegern des Fonds MPC Offen Flotte - MS Santa B Schiffe GmbH & Co. KG können die Beteiligung nicht vor dem 31.12.2023 kündigen. Vorher besteht keine Chance, an ihr Geld zu kommen. Da es keinen geregelten Zweitmarkt für gebrauchte Fondsbeteiligungen gibt ist eine Veräußerung nahezu ausgeschlossen. Außerdem ist äußerst unwahrscheinlich, dass sie, sollte ein Käufer gefunden werden, das investierte Kapital als Preis erhalten. Hier sind regelmäßig erhebliche Abstriche hinzunehmen. Zurzeit werden für einen Anteil nur 5% des ursprünglich investierten Betrages geboten. (Stand 23.07.2012)
- Keine Informationen über Kickbacks: Banken und Sparkassen haben die Fondsbeteiligungen nicht aus purer Nächstenliebe empfohlen. Dem Rat, eine Beteiligung am Atlantic Flottenfonds zu zeichnen lagen ganz handfeste wirtschaftliche Interessen zu Grunde: Die Banken und Sparkassen haben Vertriebsprovisionen in Höhe von 10-15% erhalten. Haben sie die Anleger über dieses Provisionsinteresse nicht aufgeklärt, sind Sie nach der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Schadenersatz verpflichtet.
Dies sind nur einige wenige Punkte, über die nach unserer Erfahrung falsch beraten wurde.
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Zum Ende des Jahres 2012 drohen viele Schadenersatzansprüche von Schiffsfondsanlegern zu verjähren. Hintergrund ist, dass in zahlreichen Schiffsfonds im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert wurden. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, als die sie ihnen im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicher Weise den lauf von dreijährigen Verjährungsfristen in Gang, die die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach 2012 erschweren oder unmöglich machen.
* RA Nittel
MPC 185 Schiffsbeteiligung Rio Teslin/Thelon - Sanierung gescheitert
Rund 29 Mio. € haben Anleger in den Jahren 2003 und 2004 in den MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" investiert. Als sichere und renditestarke Geldanlage war ihnen die Beteiligung an den beiden 2.500 TEU Vollcontainerschiffen empfohlen worden. Jetzt droht den Anlegern der Totalverlust ihres investierten Kapitals.
Sanierungskonzept gescheitert
Der Versuch der Sanierung der beiden notleidenden Fondsschiffe ist offenkundig gescheitert. Wie die Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH (TVP) am 16. Oktober 2012 informierte, seien von dem für eine Sanierung benötigten Neukapital in Höhe von 3,7 Mio. € nur 1,2 Mio. € zugesagt worden. Damit sind die Voraussetzungen zur Freigabe des gezeichneten Neukapitals nicht erfüllt. Die finanzierenden Banken werden nun den Verkauf der Fondsschiffe betreiben. Angesichts der desaströsen Bedingungen auf den Schifffahrtsmärkten werden die Kauferlöse kaum zur Deckung der Darlehensverbindlichkeiten reichen. Die Anleger des MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" müssen daher damit rechnen, dass sie die erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen müssen und einen Totalverlust erleiden.
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Wir vertreten zahlreiche Anleger, die an dem MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" beteiligt sind. Wir haben für diese die jeweilige Anlageberatung sowie den Fondsprospekt geprüft. Nach unserer Auffassung bestehen erhebliche Anhaltspunkte für eine regelmäßig fehlerhafte Anlageberatung sowie Prospektmängel. Sehr viele Beratungsfehler wiederholen sich dabei bei der überwiegenden Anzahl der Anleger. Dementsprechend machen wir Schadenersatzansprüche gegen die Anlageberater unserer Mandanten geltend.
Regelmäßige Beratungsfehler
- Schiffsfonds als Altersvorsorge nicht geeignet, die Bankberater hätten den Fonds meist gar nicht empfehlen dürfen
- Nur 71% flossen tatsächlich in den Kauf der Schiffe
- 26,7% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen, hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
- Prognostizierte Ausschüttungen wurden als Rendite dargestellt
- Kein Hinweis auf fehlende Einnahmesicherheit infolge schwankender Charterraten
- Abhängigkeit des Wertes der Schiffe von der Situation auf den Chartermärkten
- Keine Information über Risiken der loan-to-value Klauseln in den Kreditverträgen
- Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen
- Kein Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen - Anleger kommen bis 2023 nicht mehr an ihr Geld
Prospektfehler als weitere Grundlage von Schadenersatzansprüchen
Der Prospekt weist darüber hinaus nach unserer Ansicht einige weitere Mängel auf, über die der Berater hätte aufklären müssen.
- Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird.
Die Ausführungen zur fehlenden Veräußerbarkeit entsprechen nicht den Anforderungen, die der BGH an die ordnungsgemäße Aufklärung von Anlegern stellt.
- Anleger des MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" haben daher grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds durchzusetzen.
Pressemitteilung von: Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Rund 29 Mio. € haben Anleger in den Jahren 2003 und 2004 in den MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" investiert. Als sichere und renditestarke Geldanlage war ihnen die Beteiligung an den beiden 2.500 TEU Vollcontainerschiffen empfohlen worden. Jetzt droht den Anlegern der Totalverlust ihres investierten Kapitals.
Sanierungskonzept gescheitert
Der Versuch der Sanierung der beiden notleidenden Fondsschiffe ist offenkundig gescheitert. Wie die Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH (TVP) am 16. Oktober 2012 informierte, seien von dem für eine Sanierung benötigten Neukapital in Höhe von 3,7 Mio. € nur 1,2 Mio. € zugesagt worden. Damit sind die Voraussetzungen zur Freigabe des gezeichneten Neukapitals nicht erfüllt. Die finanzierenden Banken werden nun den Verkauf der Fondsschiffe betreiben. Angesichts der desaströsen Bedingungen auf den Schifffahrtsmärkten werden die Kauferlöse kaum zur Deckung der Darlehensverbindlichkeiten reichen. Die Anleger des MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" müssen daher damit rechnen, dass sie die erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen müssen und einen Totalverlust erleiden.
Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
Wir vertreten zahlreiche Anleger, die an dem MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" beteiligt sind. Wir haben für diese die jeweilige Anlageberatung sowie den Fondsprospekt geprüft. Nach unserer Auffassung bestehen erhebliche Anhaltspunkte für eine regelmäßig fehlerhafte Anlageberatung sowie Prospektmängel. Sehr viele Beratungsfehler wiederholen sich dabei bei der überwiegenden Anzahl der Anleger. Dementsprechend machen wir Schadenersatzansprüche gegen die Anlageberater unserer Mandanten geltend.
Regelmäßige Beratungsfehler
- Schiffsfonds als Altersvorsorge nicht geeignet, die Bankberater hätten den Fonds meist gar nicht empfehlen dürfen
- Nur 71% flossen tatsächlich in den Kauf der Schiffe
- 26,7% der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen, hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert.
- Prognostizierte Ausschüttungen wurden als Rendite dargestellt
- Kein Hinweis auf fehlende Einnahmesicherheit infolge schwankender Charterraten
- Abhängigkeit des Wertes der Schiffe von der Situation auf den Chartermärkten
- Keine Information über Risiken der loan-to-value Klauseln in den Kreditverträgen
- Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen
- Kein Zweitmarkt für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen - Anleger kommen bis 2023 nicht mehr an ihr Geld
Prospektfehler als weitere Grundlage von Schadenersatzansprüchen
Der Prospekt weist darüber hinaus nach unserer Ansicht einige weitere Mängel auf, über die der Berater hätte aufklären müssen.
- Der Prospekt weist das Agio weder als Einnahmen, noch als Ausgabenposition aus, obwohl der Betrag der Gesellschaft zufließt und für die Eigenkapitalvermittlung aufgewendet wird.
Die Ausführungen zur fehlenden Veräußerbarkeit entsprechen nicht den Anforderungen, die der BGH an die ordnungsgemäße Aufklärung von Anlegern stellt.
- Anleger des MPC Schiffsfonds 185 MS "Rio Teslin" MS "Rio Thelon" haben daher grundsätzlich gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die Gründungsgesellschafter des Fonds durchzusetzen.
Pressemitteilung von: Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
MPC fordert für "Reefer-Flotte 2" mehr als 17 Millionen Euro
Der Reefer-Flottenfonds 2 des Emissionshauses MPC Capital braucht wie angekündigt eine Kapitalerhöhung. Der Initiator will 17,3 Millionen Euro frisches Kapital einwerben. Das sind 15 Prozent des bereits investierten Eigenkapitals. 12,1 Millionen Euro werden unmittelbar benötigt, der Rest soll als Puffer dienen. "Um die Sicherheit innerhalb der Fondsgesellschaften deutlich zu erhöhen und den Weiterbetrieb auch in einem vorübergehend schlechter als erwarteten Marktumfeld gewährleisten zu können, ist es sinnvoll ein höheres Neukapital als Sicherheitspuffer einzuwerben", erklärt MPC in einem Anlegerschreiben vom 26. Oktober dieses Jahres.
Bereits vor dem Sommer wurde bekannt, dass die beiden Kühlschiff-Flotten ohne finanzielle Unterstützung in diesem Jahr in Existenznot geraten. Aufgrund der schlechten Einnahmesituation können die Fonds die Schiffskredite nicht planmäßig bedienen. Deshalb will MPC die Tilgungsraten stunden. Der Initiator kündigt im Anlegerschreiben an: "Die finanzierenden Banken haben sich grundsätzlich bereit erklärt, diesem Wunsch zu entsprechen, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, dass ein solches Entgegenkommen von der Bereitschaft der Gesellschafter abhängig ist, neues Kapital zur Verfügung zu stellen."
Für eine positive Fortführungprognose muss MPC von deutlich steigenden Einnahmen der Kühlschiffe ausgehen. Im Sanierungskonzept nimmt das Emissionshaus an, dass die Poolraten ab dem Jahr 2014 mindestens 0,71 US-Dollar (brutto) pro Kubikfuß und Monat betragen. Das ist optimistisch, das MPC für 2012 selbst nur 0,40 US-Dollar angesetzt hat. 2011 und im ersten Quartals 2012 lagen die Spotmarkt-Raten teilweise darunter.
Waghalsig sind schließlich auch die Kapitalrückflusspropnosen. MPC stellt den Teilnehmern der Kapitalerhöhung einen Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 247 Prozent in Aussicht. Darin enthalten sind die Rückzahlung des Alt- und Neukapitals sowie ein jährlicher Vorabgewinn auf das Neukapital in Höhe von 12 Prozent und eine einmalige Bonuszahlung von 20 Prozent auf das Neukapital. Den Anlegern, die nicht in die Kapitalerhöhung einzahlen, droht MPC mit dem Verlust von mehr als der Hälfte des bei Fondsauflage eingezahlten Eigenkapitals. Das Altkapital soll erstmals 2019 wieder bei Auszahlungen berücksichtigt werden und am Ende 42 Prozent zurückerhalten.
MPC hat die Anleger aufgerufen, bis 26. November 2012 über das Rettungsprogramm abzustimmen und die Teilnahme an der Kapitalerhöhung zur erklären. Am 13. November 2012 veranstaltet das Emissionshaus eine Informationsveranstaltung in Hamburg. Sollte das Sanierungskapital nur teilweise oder gar nicht zustande kommen, müssen nach MPC-Angaben einzelne oder alle Schiffe verkauft werden. Der aktuelle Marktwert für ein Fondsschiff soll vier Millionen US-Dollar betragen. MPC dazu: "Dieser würde zwar die Ablösung der Bankdarlehen, voraussichtlich jedoch keinen zusätzlichen Rückfluss auf das Kommanditkapital ermöglichen".
Das Sanierungskonzept für den ersten Reefer-Flottenfonds steht noch aus.
Bereits vor dem Sommer wurde bekannt, dass die beiden Kühlschiff-Flotten ohne finanzielle Unterstützung in diesem Jahr in Existenznot geraten. Aufgrund der schlechten Einnahmesituation können die Fonds die Schiffskredite nicht planmäßig bedienen. Deshalb will MPC die Tilgungsraten stunden. Der Initiator kündigt im Anlegerschreiben an: "Die finanzierenden Banken haben sich grundsätzlich bereit erklärt, diesem Wunsch zu entsprechen, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, dass ein solches Entgegenkommen von der Bereitschaft der Gesellschafter abhängig ist, neues Kapital zur Verfügung zu stellen."
Für eine positive Fortführungprognose muss MPC von deutlich steigenden Einnahmen der Kühlschiffe ausgehen. Im Sanierungskonzept nimmt das Emissionshaus an, dass die Poolraten ab dem Jahr 2014 mindestens 0,71 US-Dollar (brutto) pro Kubikfuß und Monat betragen. Das ist optimistisch, das MPC für 2012 selbst nur 0,40 US-Dollar angesetzt hat. 2011 und im ersten Quartals 2012 lagen die Spotmarkt-Raten teilweise darunter.
Waghalsig sind schließlich auch die Kapitalrückflusspropnosen. MPC stellt den Teilnehmern der Kapitalerhöhung einen Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 247 Prozent in Aussicht. Darin enthalten sind die Rückzahlung des Alt- und Neukapitals sowie ein jährlicher Vorabgewinn auf das Neukapital in Höhe von 12 Prozent und eine einmalige Bonuszahlung von 20 Prozent auf das Neukapital. Den Anlegern, die nicht in die Kapitalerhöhung einzahlen, droht MPC mit dem Verlust von mehr als der Hälfte des bei Fondsauflage eingezahlten Eigenkapitals. Das Altkapital soll erstmals 2019 wieder bei Auszahlungen berücksichtigt werden und am Ende 42 Prozent zurückerhalten.
MPC hat die Anleger aufgerufen, bis 26. November 2012 über das Rettungsprogramm abzustimmen und die Teilnahme an der Kapitalerhöhung zur erklären. Am 13. November 2012 veranstaltet das Emissionshaus eine Informationsveranstaltung in Hamburg. Sollte das Sanierungskapital nur teilweise oder gar nicht zustande kommen, müssen nach MPC-Angaben einzelne oder alle Schiffe verkauft werden. Der aktuelle Marktwert für ein Fondsschiff soll vier Millionen US-Dollar betragen. MPC dazu: "Dieser würde zwar die Ablösung der Bankdarlehen, voraussichtlich jedoch keinen zusätzlichen Rückfluss auf das Kommanditkapital ermöglichen".
Das Sanierungskonzept für den ersten Reefer-Flottenfonds steht noch aus.
MPC Reefer-Flottenfonds 1 und 2 - wurden langfristig unrentable Schiffe an Anleger verkauft?
In den Jahren 2006 und 2007 verkauften Unternehmen, die zum niederländischen Kühlschiff-Konzern Seahold N.V. gehörten, insgesamt 28 Kühlschiffe (Reefer) mittelbar an zwei vom Emissionshaus MPC aufgelegte geschlossene Fonds. 265 Mio. € investierten Privatanleger in die die Fondsgesellschaften MPC Reefer-Flottenfonds und MPC Reefer-Flottenfonds 2. Jetzt erhielten die Anleger Nachricht von wirtschaftlichen Schwierigkeiten der beiden Fonds, die auf sinkende Charterraten infolge des Wettbewerbs mit Containerschiffen zurückzuführen seien. Anleger werden aufgefordert, zusätzliches Kapital nachzuschießen, um den Betrieb der Schiffe – einstweilen - aufrecht zu erhalten.
Doch überraschend kommt diese Nachricht eigentlich nicht. Bereits 2006 und 2007 sprach viel dafür, dass die Kühlcontainer gegenüber den Kühlschiffen weitere Marktanteile gewinnen werden. Dies wirft die Frage auf, ob die Prospektdarstellung des Marktes für Kühltransporte auf See wirklich der tatsächlichen Situation entsprach. Oder wurden die Anleger über die Marktsituation und damit über die Chancen und Risiken der Fondsbeteiligung getäuscht?
Kühlcontainer jagen Reefern Marktanteile ab
Heute wird vom Fondsmanagement eingeräumt, dass Reefer im Wettbewerb mit Kühlcontainern weiter an Boden verloren haben. Im Prospekt wurde davon gesprochen, dass sowohl Kühlcontainer als auch Reefer ihren Teilmarkt beim schiffsbasierten Transport von Kühlgütern hätten. Davon, dass der Vormarsch der Kühlcontainer weiter anhalten, diese auch in die Domäne der Reefer vordringen könnten und diese Entwicklung bereits in vollem Gang war, findet sich in dem der "Markteinschätzung" gewidmeten Teil des Prospekts kein Hinweis.
War der Vormarsch der Kühlcontainer absehbar?
Dabei sprechen viele Indizien dafür, dass der Markt den Niedergang der spezialisierten Reefer-Schiffe und den "Sieg" der Kühlcontainer zum Zeitpunkt der Fondsplatzierung längst akzeptiert hatte. Gerade die geringe Zahl an Neubestellungen von Kühlschiffen, die auch der Prospekt erwähnt, trotz einer zunehmend überalternden Flotte, spricht dafür, dass der Markt für die Kühlschiffe keine realistische Überlebenschance mehr sah und auf Kühlcontainer setze. Denn diese weisen, wie bei Fachleuten unbestritten ist, offensichtliche Vorteile auf. Die britische Financial Times zitiert einen Marktkenner: Container seien so viel leichter und billiger zu laden, entladen und zwischen LKWs, Zügen und Schiffen zu verladen. Dies gelte für normale Waren genauso wie für Kühlwaren.
Im Januar 2007 schrieb der Branchendienst Cargonews Asia, dass die Flotte spezialisierter Reefer-Schiffe über die nächsten Jahre stagnieren und Marktanteile verlieren werde, während Kühlcontainer weitere Kapazitäten hinzugewinnen würden. Der Marktanteil für spezialisierte Kühlschiffe werde weiter schrumpfen. Die Annahme, dass die Kühlschiffe ganz verschwinden würden, wird in diesem Artikel, der sich auf den annual reefer shipping market review and forecast 2006/07 der Drewry Shipping Consultants bezieht, als "vorschnell" verworfen. Trotzdem ist im Prospekt des MPC Reefer Flottenfonds 1 (Seite 6) von einem steigenden Bedarf für Kühlschiffe und deren - zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr in dem Maße wie früher gegebenen - technischen Vorteilen gegenüber Kühlcontainern die Rede.
Haben die Prospekte die Marktverhältnisse falsch dargestellt?
Das im Prospekt benannte "Nebeneinander beider Transportbereiche" (Kühlschiffe und Kühlcontainer) gab es in der dort beschriebenen Form offensichtlich schon nicht mehr. Das Vordringen der Kühlcontainer auch in die ehemalige Domäne der Kühlschiffe, den Fruchttransport, war erkennbar.
- So war beispielsweise die Umstellung der südafrikanischen Fruchtexporte von Reffer-Schiffen auf Kühlcontainer zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Gange. Schon im Jahr 1972 begann die Firma United Fruit (Chiquita) bekannt, Bananen in Kühlcontainern zu befördern. Dole setzt spezielle Kühlcontainerschiffe ein. "Die Kühlcontainer haben inzwischen die Kühlräume der Linien-Frachter ersetzt und seit dem Bananenkrieg zwischen der EU und der USA 1993 wird auch die Konkurrenz mit den Kühlschiffen immer deutlicher wahrgenommen. Seit 1966 wurden mehrere Innovationsschritte in der Kälte- und Automationstechnik absolviert, die vom Isolier-Container (Porthole-Container) ohne eigenes Kälteaggregat bis zum heutigen automatischen Integral-Container mit eigenem Kälte- und Kaltluftsystem geführt haben.
Damit wurde der 2005 abgeschlossene Übergang der Nord-Süd-Fahrtgebiete vom Porthole- zum Integralcontainer möglich. Der Kühlcontainer beinhaltet jedoch den Vorteil einer geschlossenen Kühlkette und ermöglicht den preiswerten Transport und Verteilung kleiner Mengen an Kühlladung im intermodalen Verkehr." (Quelle: Wikipedia)
- Auch andere Marktbeobachter sahen schwierige Zeiten auf die Reefer-Flotte zukommen. Bereits im März 2007 schrieb die Norddeutsche Vermögen in einem Newsletter:
Kühlschifffahrt
Im Jahr 2006 haben sich die Kühlschiffraten wie im vorherigen Berichtszeitraum langsam weiter gefestigt. Mitte Oktober wurden die Zahlen aus der aktuellen Studie "Annual reefer shipping market review and forecast 2006/07" von Drewry in der Fachzeitung "Tradewinds" veröffentlicht. Den Angaben ist zu entnehmen, dass die Raten bei langfristigen Verträgen durchschnittlich mit 0,86 USD pro Kubikfuß höher liegen als die Spotmarktpreise. Der Großteil (70 Prozent) der Kühlschiffstonnage ist über 15 Jahre alt, so dass es in den kommenden Jahren verstärkt zu Verschrottungen kommt.
Dem stehen lediglich 13 Neubaubestellungen gegenüber. Als Folge wird sich die Transportkapazität von Kühlschiffen reduzieren. Im Gegensatz dazu wird die Kühlcontainerkapazität drastisch zunehmen, da die Containerflotte durch die vielen Neuzugänge rapide ansteigen wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Trend zur Großtonnage mit einem technisch möglichen Anteil an Kühlcontainern von 15 bis 20 Prozent. Dieses stellt eine wachsende Konkurrenz für den Transport von Kühlladungen dar. Derzeit teilen sich die Kühl- und Containerschiffe jeweils zur Hälfte die Ladungen. Die durchschnittlich jährlichen Wachstumsraten von Kühlladung im Seeverkehr liegen 2005 bis 2015 laut Drewry bei 3,5 Prozent.
- Dass diese Entwicklung auch MPC nicht verborgen geblieben ist, dokumentiert beispielsweise der Prospekt des nur wenige Monate zuvor emittierten MPC Fonds Nr. 283 "Offen Flotte Santa B Schiffe", bei dem mit der gegenüber vergleichbaren Schiffen höheren Anzahl an Kühlcontainerstellplätzen, dem steigenden Containerisierungsgrad und den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteilen der in dem Fonds zusammengefassten Containerschiffen geworben wurde.
Dass angesichts dieser Indizien der Verdacht entsteht, die Verkäufer wollten zu einem Zeitpunkt vergleichsweise hoher Charterraten und damit hoher Kaufpreise für gebrauchte Schiffe noch einmal Kasse machen und das Risiko loswerden (Charterpool statt Festcharter) liegt auf der Hand. Dass das Emissionshaus MPC, das nicht schlecht daran verdient hat, hier den Weg bereitete, ebenso.
Die Zeche werden jedenfalls - wie immer - die Anleger zahlen müssen, die ihr Eigenkapital gänzlich oder zum überwiegenden Teil verlieren werden.
* Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Doch überraschend kommt diese Nachricht eigentlich nicht. Bereits 2006 und 2007 sprach viel dafür, dass die Kühlcontainer gegenüber den Kühlschiffen weitere Marktanteile gewinnen werden. Dies wirft die Frage auf, ob die Prospektdarstellung des Marktes für Kühltransporte auf See wirklich der tatsächlichen Situation entsprach. Oder wurden die Anleger über die Marktsituation und damit über die Chancen und Risiken der Fondsbeteiligung getäuscht?
Kühlcontainer jagen Reefern Marktanteile ab
Heute wird vom Fondsmanagement eingeräumt, dass Reefer im Wettbewerb mit Kühlcontainern weiter an Boden verloren haben. Im Prospekt wurde davon gesprochen, dass sowohl Kühlcontainer als auch Reefer ihren Teilmarkt beim schiffsbasierten Transport von Kühlgütern hätten. Davon, dass der Vormarsch der Kühlcontainer weiter anhalten, diese auch in die Domäne der Reefer vordringen könnten und diese Entwicklung bereits in vollem Gang war, findet sich in dem der "Markteinschätzung" gewidmeten Teil des Prospekts kein Hinweis.
War der Vormarsch der Kühlcontainer absehbar?
Dabei sprechen viele Indizien dafür, dass der Markt den Niedergang der spezialisierten Reefer-Schiffe und den "Sieg" der Kühlcontainer zum Zeitpunkt der Fondsplatzierung längst akzeptiert hatte. Gerade die geringe Zahl an Neubestellungen von Kühlschiffen, die auch der Prospekt erwähnt, trotz einer zunehmend überalternden Flotte, spricht dafür, dass der Markt für die Kühlschiffe keine realistische Überlebenschance mehr sah und auf Kühlcontainer setze. Denn diese weisen, wie bei Fachleuten unbestritten ist, offensichtliche Vorteile auf. Die britische Financial Times zitiert einen Marktkenner: Container seien so viel leichter und billiger zu laden, entladen und zwischen LKWs, Zügen und Schiffen zu verladen. Dies gelte für normale Waren genauso wie für Kühlwaren.
Im Januar 2007 schrieb der Branchendienst Cargonews Asia, dass die Flotte spezialisierter Reefer-Schiffe über die nächsten Jahre stagnieren und Marktanteile verlieren werde, während Kühlcontainer weitere Kapazitäten hinzugewinnen würden. Der Marktanteil für spezialisierte Kühlschiffe werde weiter schrumpfen. Die Annahme, dass die Kühlschiffe ganz verschwinden würden, wird in diesem Artikel, der sich auf den annual reefer shipping market review and forecast 2006/07 der Drewry Shipping Consultants bezieht, als "vorschnell" verworfen. Trotzdem ist im Prospekt des MPC Reefer Flottenfonds 1 (Seite 6) von einem steigenden Bedarf für Kühlschiffe und deren - zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr in dem Maße wie früher gegebenen - technischen Vorteilen gegenüber Kühlcontainern die Rede.
Haben die Prospekte die Marktverhältnisse falsch dargestellt?
Das im Prospekt benannte "Nebeneinander beider Transportbereiche" (Kühlschiffe und Kühlcontainer) gab es in der dort beschriebenen Form offensichtlich schon nicht mehr. Das Vordringen der Kühlcontainer auch in die ehemalige Domäne der Kühlschiffe, den Fruchttransport, war erkennbar.
- So war beispielsweise die Umstellung der südafrikanischen Fruchtexporte von Reffer-Schiffen auf Kühlcontainer zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Gange. Schon im Jahr 1972 begann die Firma United Fruit (Chiquita) bekannt, Bananen in Kühlcontainern zu befördern. Dole setzt spezielle Kühlcontainerschiffe ein. "Die Kühlcontainer haben inzwischen die Kühlräume der Linien-Frachter ersetzt und seit dem Bananenkrieg zwischen der EU und der USA 1993 wird auch die Konkurrenz mit den Kühlschiffen immer deutlicher wahrgenommen. Seit 1966 wurden mehrere Innovationsschritte in der Kälte- und Automationstechnik absolviert, die vom Isolier-Container (Porthole-Container) ohne eigenes Kälteaggregat bis zum heutigen automatischen Integral-Container mit eigenem Kälte- und Kaltluftsystem geführt haben.
Damit wurde der 2005 abgeschlossene Übergang der Nord-Süd-Fahrtgebiete vom Porthole- zum Integralcontainer möglich. Der Kühlcontainer beinhaltet jedoch den Vorteil einer geschlossenen Kühlkette und ermöglicht den preiswerten Transport und Verteilung kleiner Mengen an Kühlladung im intermodalen Verkehr." (Quelle: Wikipedia)
- Auch andere Marktbeobachter sahen schwierige Zeiten auf die Reefer-Flotte zukommen. Bereits im März 2007 schrieb die Norddeutsche Vermögen in einem Newsletter:
Kühlschifffahrt
Im Jahr 2006 haben sich die Kühlschiffraten wie im vorherigen Berichtszeitraum langsam weiter gefestigt. Mitte Oktober wurden die Zahlen aus der aktuellen Studie "Annual reefer shipping market review and forecast 2006/07" von Drewry in der Fachzeitung "Tradewinds" veröffentlicht. Den Angaben ist zu entnehmen, dass die Raten bei langfristigen Verträgen durchschnittlich mit 0,86 USD pro Kubikfuß höher liegen als die Spotmarktpreise. Der Großteil (70 Prozent) der Kühlschiffstonnage ist über 15 Jahre alt, so dass es in den kommenden Jahren verstärkt zu Verschrottungen kommt.
Dem stehen lediglich 13 Neubaubestellungen gegenüber. Als Folge wird sich die Transportkapazität von Kühlschiffen reduzieren. Im Gegensatz dazu wird die Kühlcontainerkapazität drastisch zunehmen, da die Containerflotte durch die vielen Neuzugänge rapide ansteigen wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Trend zur Großtonnage mit einem technisch möglichen Anteil an Kühlcontainern von 15 bis 20 Prozent. Dieses stellt eine wachsende Konkurrenz für den Transport von Kühlladungen dar. Derzeit teilen sich die Kühl- und Containerschiffe jeweils zur Hälfte die Ladungen. Die durchschnittlich jährlichen Wachstumsraten von Kühlladung im Seeverkehr liegen 2005 bis 2015 laut Drewry bei 3,5 Prozent.
- Dass diese Entwicklung auch MPC nicht verborgen geblieben ist, dokumentiert beispielsweise der Prospekt des nur wenige Monate zuvor emittierten MPC Fonds Nr. 283 "Offen Flotte Santa B Schiffe", bei dem mit der gegenüber vergleichbaren Schiffen höheren Anzahl an Kühlcontainerstellplätzen, dem steigenden Containerisierungsgrad und den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteilen der in dem Fonds zusammengefassten Containerschiffen geworben wurde.
Dass angesichts dieser Indizien der Verdacht entsteht, die Verkäufer wollten zu einem Zeitpunkt vergleichsweise hoher Charterraten und damit hoher Kaufpreise für gebrauchte Schiffe noch einmal Kasse machen und das Risiko loswerden (Charterpool statt Festcharter) liegt auf der Hand. Dass das Emissionshaus MPC, das nicht schlecht daran verdient hat, hier den Weg bereitete, ebenso.
Die Zeche werden jedenfalls - wie immer - die Anleger zahlen müssen, die ihr Eigenkapital gänzlich oder zum überwiegenden Teil verlieren werden.
* Nittel / Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
2. Beteiligungsgesellschaft Reefer Flottenfonds – Anleger werden zur Kapitalerhöhung aufgefordert
Die Anleger des 2. Beteiligungsgesellschaft Reefer Flottenfonds GmbH & Co. KG wurden nun von der Gesellschaft aufgefordert, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Prozent des Nominalkapitals zu leisten. Wie die Treuhandgesellschaft mitteilt, sei dies aufgrund des nicht berechenbaren Markteinbruchs im letzten Quartal des Jahres 2011 und zu Beginn des Jahres 2012 mit einem erneut dramatischen Ratenverfall erforderlich. Sollten die Anleger der Zahlungsaufforderung nicht in ausreichendem Maße folge leisten, würden die Schiffsgesellschaften voraussichtlich in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Ein dann notwendiger Verkauf der Schiffe auf aktuell äußerst niedrigem Preisniveau würde nur ausreichen, um die Bankverbindlichkeiten zurückzuführen. Eine weitere Rückzahlung an die Anleger könne aber nicht erfolgen.
„Betroffene Anleger befinden sich in einer schwierigen Situation. Wenn sie die im Raum stehende Zahlung nicht leisten, besteht das Risiko, dass sie auch das bereits investierte Kapital verlieren. Andererseits haben Anleger aber auch keine Garantie, dass eine Nachzahlung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Fonds führt“, so Rechtsanwalt Christian Luber, LL.M., M.A., von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich, die bereits zahlreiche Schiffsfonds-geschädigte vertritt. „Die Betroffenen sollten daher alle Handlungsalternativen prüfen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, gegen Anlageberater vorzugehen, wenn diese nicht auf die bestehenden Risiken hingewiesen haben.“
Denn Anlageberatern kommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes erhebliche Informations- und Aufklärungspflichten zu. Dies bedeutet, dass Berater, die den betroffenen Anlegern die Beteiligung an den jeweiligen Fonds empfohlen haben, ausführlich und verständlich über die für die Anleger bestehenden Risiken aufklären müssen. Kommen sie dieser Pflicht nicht oder nur eingeschränkt nach, machen sie sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich schadensersatzpflichtig. In diesem Fall können die betroffenen Anleger nicht nur die Rückabwicklung ihrer Beteiligung und Auszahlung ihres Investitionsbetrages geltend machen, sondern darüber hinaus die Zinsen für eine ansonsten getätigte Alternativanlage beanspruchen.
Ferner kann man auch auf die kick-back Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zurück greifen. Demnach müssen für Banken tätige Anlageberater ihre Kunden grundsätzlich auf den Erhalt von Innenprovisionen, die sie für den Vertrieb der Beteiligungen von den Fondsgesellschaften erhalten, hinweisen. Diese Aufklärungspflicht wurde in der Vergangenheit allerdings in der Regel nur selten erfüllt, sodass allein diese Nichtaufklärung für die Geltendmachung von Schadensersatz ausreichen kann.
Rechtsanwalt Luber rät daher den betroffenen Anlegern, ihre Ansprüche von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen.
Christian Luber
CLLB Rechtsanwälte
Liebigstr. 21
80538 München
Fon: 089/ 552 999 50
Fax: 089/552 999 90
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.)
Web: www.cllb.de
Die Anleger des 2. Beteiligungsgesellschaft Reefer Flottenfonds GmbH & Co. KG wurden nun von der Gesellschaft aufgefordert, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Prozent des Nominalkapitals zu leisten. Wie die Treuhandgesellschaft mitteilt, sei dies aufgrund des nicht berechenbaren Markteinbruchs im letzten Quartal des Jahres 2011 und zu Beginn des Jahres 2012 mit einem erneut dramatischen Ratenverfall erforderlich. Sollten die Anleger der Zahlungsaufforderung nicht in ausreichendem Maße folge leisten, würden die Schiffsgesellschaften voraussichtlich in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Ein dann notwendiger Verkauf der Schiffe auf aktuell äußerst niedrigem Preisniveau würde nur ausreichen, um die Bankverbindlichkeiten zurückzuführen. Eine weitere Rückzahlung an die Anleger könne aber nicht erfolgen.
„Betroffene Anleger befinden sich in einer schwierigen Situation. Wenn sie die im Raum stehende Zahlung nicht leisten, besteht das Risiko, dass sie auch das bereits investierte Kapital verlieren. Andererseits haben Anleger aber auch keine Garantie, dass eine Nachzahlung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Fonds führt“, so Rechtsanwalt Christian Luber, LL.M., M.A., von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich, die bereits zahlreiche Schiffsfonds-geschädigte vertritt. „Die Betroffenen sollten daher alle Handlungsalternativen prüfen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, gegen Anlageberater vorzugehen, wenn diese nicht auf die bestehenden Risiken hingewiesen haben.“
Denn Anlageberatern kommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes erhebliche Informations- und Aufklärungspflichten zu. Dies bedeutet, dass Berater, die den betroffenen Anlegern die Beteiligung an den jeweiligen Fonds empfohlen haben, ausführlich und verständlich über die für die Anleger bestehenden Risiken aufklären müssen. Kommen sie dieser Pflicht nicht oder nur eingeschränkt nach, machen sie sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich schadensersatzpflichtig. In diesem Fall können die betroffenen Anleger nicht nur die Rückabwicklung ihrer Beteiligung und Auszahlung ihres Investitionsbetrages geltend machen, sondern darüber hinaus die Zinsen für eine ansonsten getätigte Alternativanlage beanspruchen.
Ferner kann man auch auf die kick-back Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zurück greifen. Demnach müssen für Banken tätige Anlageberater ihre Kunden grundsätzlich auf den Erhalt von Innenprovisionen, die sie für den Vertrieb der Beteiligungen von den Fondsgesellschaften erhalten, hinweisen. Diese Aufklärungspflicht wurde in der Vergangenheit allerdings in der Regel nur selten erfüllt, sodass allein diese Nichtaufklärung für die Geltendmachung von Schadensersatz ausreichen kann.
Rechtsanwalt Luber rät daher den betroffenen Anlegern, ihre Ansprüche von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen.
Christian Luber
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MPC-Kühlschiffe: Waghalsige Sanierung der Flotte 1 nicht gesichert
Der Kühlschiff-Flottenfonds 1 (Reefer 1) von MPC Capital kämpft weiter um seine Rettung. Bis 14. Januar 2013 konnten deutsche und österreichische Anleger über das im vergangenen Dezember vorgestellte Sanierungskonzept abstimmen. Außerdem sollen die Investoren eine Kapitalerhöhung tragen. Mindestens 4,77 Millionen Euro sind nach MPC-Angaben notwendig, um die Insolvenz des Flottenfonds und den Notverkauf von Schiffen zu verhindern. Bis Anfang dieser Woche haben die Gesellschafter jedoch die Einzahlung von "nur" 4,67 Millionen Euro zugesagt.
In einem aktuellen Schreiben, das FONDS professionell ONLINE vorliegt, ruft Fondsinitiator MPC die Investoren auf, zumindest die Lücke von 103.129 Euro zu schließen und weitere Einzahlungen bis zum veranschlagten maximalen Neukapital in Höhe von 21,67 Millionen Euro zu tätigen. Inzwischen habe die Fondsgeschäftsführung mit der HSH Nordbank vereinbart, die bereits fällige Rückzahlung eines 6,2 Millionen US-Dollar großen Überbrückungsdarlehens auf Ende Februar zu verschieben.
Im Januar und Februar 2011 sind die Garantien für die Mindestpoolrate ausgelaufen. Seither partizipieren die Schiffe nur noch an den Poolerlösen, die vom niederländischen Reeder Seatrade auf dem freien Markt erzielt werden können. 2011 waren das 0,54 US-Dollar pro Kubikfuß und Monat. Im dritten Quartal 2012 erzielte der Seatrade-Pool gerade einmal 0,41 US-Dollar. Für das Jahr 2013 erwartet MPC 0,63 US-Dollar. Im aktuellen Anlegerschreiben berichtet MPC von einer weiteren Konsolidierung des Reefers-Marktes und von positiven Marktentwicklungen. Zur Begründung werden eine hohe Zahl im Jahr 2012 verschrotteter Schiffe und steigende Schiffsmieten in der kurzfristigen Beschäftigung (Spotmarkt-Raten) angeführt. "Die durchschnittlichen Spotraten betrugen im Dezember 2012 0,59 US-Dollar (Vorjahr: 0,23 US-Dollar) und stiegen im Januar auf 0,65 US-Dollar (Vorjahr: 0,27 US-Dollar) an", teilt das Emissionshaus mit.
Dennoch dürfte die Stimmung der Investoren weiter unterkühlt bleiben. Denn die weltweiten Spotmarktraten sind nicht identisch mit den tatsächlichen Einnahmen der Schiffe aus dem Seatrade-Pool, in dem sie beschäftigt sind. Stattdessen müssen die Anleger mitansehen, wie die negativen Abweichungen von den Planzahlen bei den Einnahmen und Schiffsbetriebskosten und darüber hinaus die YEN-Fremdfinanzierung den Flottenfonds erheblich belasten. Die Auszahlungen des Fonds an die Anleger belaufen sich nur auf bis zu 14 Prozent, die aus der Fondsliquidität geleistet wurden. Geplant waren allerdings 48 Prozent bis Ende 2011.
Nebenbei erfuhren Anleger und deren Berater bei der Vorstellung des Sanierungskonzepts, dass die 14 Fondsschiffe in wenigen Monaten ohne Beschäftigung sein könnten. "Anzumerken ist, dass alle 14 Schifffahrtsgesellschaften am 31. August 2012 die Mitgliedschaft im Seatrade Reefer-Pool mit Wirkung zum 30. Juni 2013 gekündigt haben", heißt es mittendrin. MPC will mit größerer "Flexibilität alternative Beschäftigungsmöglichkeiten prüfen" und so externe Investoren für die Kapitalerhöhung gewinnen. Das ist nicht mutig, sondern ein gefährliches Spiel. Sollte MPC die Schiffe wieder in den Seatrade-Pool einbringen wollen, wird der Charterer die Konditionen diktieren – und nicht MPC beziehungsweise der Vertragsreeder MPC Steamship. Andernfalls müssten die beschäftigungslosen Schiffe in der Not und unter Druck zu günstigen Konditionen an Dritte vergeben werden. So oder so spielt das der kreditfinanzierenden HSH Nordbank in die Karten. Sie könnte spätestens dann die Daumenschrauben massiv anziehen.
Im Übrigen ist selbst der Gutachter des Sanierungskonzepts, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TPW in Hamburg, sehr zurückhaltend bei der Beurteilung des Rettungsplans. MPC geht davon aus, dass die Nettopoolraten ab 2014 von 0,70 US-Dollar auf 0,80 US-Dollar im Jahr 2020 steigen. "Der Anstieg ist unseres Erachtens im Wesentlichen von der Erholung des Containermarktes abhängig. Sollten dort ab 2014 wieder auskömmliche Raten erzielt werden, würde sich dies auf den Kühlschiffsmarkt aufgrund größerer Nachfrage positiv auswirken. Ob die Erholung aber im notwendigen Umfang und rechtzeitig zum Jahr 2014 eintritt bleibt abzuwarten", kommentiert TPW äußerst vorsichtig in der Möglichkeitsform. Interpretationsspielraum lässt auch die folgende Aussage zu: "Insgesamt beurteilen wir die geplante Steigerung für die Raten ab dem Jahr 2014 in einem normalen Marktumfeld als erzielbar, da sie noch leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2011 liegen." Bleibt die Frage, was TPW und auch MPC unter einem "normalen" Markt verstehen.
Vielleicht schon früher im Desaster endet der Flottenfonds Reefer 2, da das Sanierungskonzept gescheitert ist. "Das bisher gezeichnete Neukapital reicht nicht für die erfolgreiche Umsetzung des mit großer Mehrheit beschlossenen Sanierungskonzeptes aus, die Fondsgeschäftsführung wird jedoch noch im Februar eine Alternative vorstellen", teilte das Emissionshaus auf Anfrage von FONDS professionell mit.
Der Kühlschiff-Flottenfonds 1 (Reefer 1) von MPC Capital kämpft weiter um seine Rettung. Bis 14. Januar 2013 konnten deutsche und österreichische Anleger über das im vergangenen Dezember vorgestellte Sanierungskonzept abstimmen. Außerdem sollen die Investoren eine Kapitalerhöhung tragen. Mindestens 4,77 Millionen Euro sind nach MPC-Angaben notwendig, um die Insolvenz des Flottenfonds und den Notverkauf von Schiffen zu verhindern. Bis Anfang dieser Woche haben die Gesellschafter jedoch die Einzahlung von "nur" 4,67 Millionen Euro zugesagt.
In einem aktuellen Schreiben, das FONDS professionell ONLINE vorliegt, ruft Fondsinitiator MPC die Investoren auf, zumindest die Lücke von 103.129 Euro zu schließen und weitere Einzahlungen bis zum veranschlagten maximalen Neukapital in Höhe von 21,67 Millionen Euro zu tätigen. Inzwischen habe die Fondsgeschäftsführung mit der HSH Nordbank vereinbart, die bereits fällige Rückzahlung eines 6,2 Millionen US-Dollar großen Überbrückungsdarlehens auf Ende Februar zu verschieben.
Im Januar und Februar 2011 sind die Garantien für die Mindestpoolrate ausgelaufen. Seither partizipieren die Schiffe nur noch an den Poolerlösen, die vom niederländischen Reeder Seatrade auf dem freien Markt erzielt werden können. 2011 waren das 0,54 US-Dollar pro Kubikfuß und Monat. Im dritten Quartal 2012 erzielte der Seatrade-Pool gerade einmal 0,41 US-Dollar. Für das Jahr 2013 erwartet MPC 0,63 US-Dollar. Im aktuellen Anlegerschreiben berichtet MPC von einer weiteren Konsolidierung des Reefers-Marktes und von positiven Marktentwicklungen. Zur Begründung werden eine hohe Zahl im Jahr 2012 verschrotteter Schiffe und steigende Schiffsmieten in der kurzfristigen Beschäftigung (Spotmarkt-Raten) angeführt. "Die durchschnittlichen Spotraten betrugen im Dezember 2012 0,59 US-Dollar (Vorjahr: 0,23 US-Dollar) und stiegen im Januar auf 0,65 US-Dollar (Vorjahr: 0,27 US-Dollar) an", teilt das Emissionshaus mit.
Dennoch dürfte die Stimmung der Investoren weiter unterkühlt bleiben. Denn die weltweiten Spotmarktraten sind nicht identisch mit den tatsächlichen Einnahmen der Schiffe aus dem Seatrade-Pool, in dem sie beschäftigt sind. Stattdessen müssen die Anleger mitansehen, wie die negativen Abweichungen von den Planzahlen bei den Einnahmen und Schiffsbetriebskosten und darüber hinaus die YEN-Fremdfinanzierung den Flottenfonds erheblich belasten. Die Auszahlungen des Fonds an die Anleger belaufen sich nur auf bis zu 14 Prozent, die aus der Fondsliquidität geleistet wurden. Geplant waren allerdings 48 Prozent bis Ende 2011.
Nebenbei erfuhren Anleger und deren Berater bei der Vorstellung des Sanierungskonzepts, dass die 14 Fondsschiffe in wenigen Monaten ohne Beschäftigung sein könnten. "Anzumerken ist, dass alle 14 Schifffahrtsgesellschaften am 31. August 2012 die Mitgliedschaft im Seatrade Reefer-Pool mit Wirkung zum 30. Juni 2013 gekündigt haben", heißt es mittendrin. MPC will mit größerer "Flexibilität alternative Beschäftigungsmöglichkeiten prüfen" und so externe Investoren für die Kapitalerhöhung gewinnen. Das ist nicht mutig, sondern ein gefährliches Spiel. Sollte MPC die Schiffe wieder in den Seatrade-Pool einbringen wollen, wird der Charterer die Konditionen diktieren – und nicht MPC beziehungsweise der Vertragsreeder MPC Steamship. Andernfalls müssten die beschäftigungslosen Schiffe in der Not und unter Druck zu günstigen Konditionen an Dritte vergeben werden. So oder so spielt das der kreditfinanzierenden HSH Nordbank in die Karten. Sie könnte spätestens dann die Daumenschrauben massiv anziehen.
Im Übrigen ist selbst der Gutachter des Sanierungskonzepts, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TPW in Hamburg, sehr zurückhaltend bei der Beurteilung des Rettungsplans. MPC geht davon aus, dass die Nettopoolraten ab 2014 von 0,70 US-Dollar auf 0,80 US-Dollar im Jahr 2020 steigen. "Der Anstieg ist unseres Erachtens im Wesentlichen von der Erholung des Containermarktes abhängig. Sollten dort ab 2014 wieder auskömmliche Raten erzielt werden, würde sich dies auf den Kühlschiffsmarkt aufgrund größerer Nachfrage positiv auswirken. Ob die Erholung aber im notwendigen Umfang und rechtzeitig zum Jahr 2014 eintritt bleibt abzuwarten", kommentiert TPW äußerst vorsichtig in der Möglichkeitsform. Interpretationsspielraum lässt auch die folgende Aussage zu: "Insgesamt beurteilen wir die geplante Steigerung für die Raten ab dem Jahr 2014 in einem normalen Marktumfeld als erzielbar, da sie noch leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2011 liegen." Bleibt die Frage, was TPW und auch MPC unter einem "normalen" Markt verstehen.
Vielleicht schon früher im Desaster endet der Flottenfonds Reefer 2, da das Sanierungskonzept gescheitert ist. "Das bisher gezeichnete Neukapital reicht nicht für die erfolgreiche Umsetzung des mit großer Mehrheit beschlossenen Sanierungskonzeptes aus, die Fondsgeschäftsführung wird jedoch noch im Februar eine Alternative vorstellen", teilte das Emissionshaus auf Anfrage von FONDS professionell mit.
MPC Reefer Flottenfonds 2 weiter in der Krise
Verkauft wurde der von der MPC Capital 2007 platzierte Reefer Flottenfonds 2 als krisensicheres Finanzprodukt. Die Nachfrage auf dem Markt der Kühlschiffe werde immer stabil bleiben. Denn reine Kühlschiffe, umgangssprachlich auch „Bananendampfer“ genannt, würden schließlich immer benötigt. Die Charterraten blieben deshalb auf lange Zeit in diesem Segment der Frachtschifffahrt stabil und versprächen für den einzelnen Anleger hohe Renditen. So jedenfalls vernahmen wir es immer wieder aus unserem Mandantenkreis.
Was die Verkäufer dieses in 14 Kühlschiffen investierenden Dachfonds allerdings hierbei oftmals verschwiegen hatten, ist, dass das Ende der reine Kühlschifffahrt durch die wesentlich flexibler und günstiger handhabbaren Kühlcontainer, die bereits 2007 immer mehr auf den Markt drängten und heute bereits mehr als 50 % der Kühlfrachtgüter transportieren, absehbar war. So zeigte sich bald, dass die vermeintlich so sichere Nische der Kühlschifffahrt in Wahrheit eine Sackgasse war, da immer mehr Kühltransporte durch die Benutzung von Kühlcontainern, die auf normalen Containerschiffen transportiert werden können, durchgeführt wurden und werden.
Der MPC Reefer Flottenfonds 2 befindet sich jetzt in größter Not. Anlegern, denen der Fonds als vermeintlich vollkommen sichere Anlage verkauft wurde, bangen jetzt um ihre Einlagen. Ihnen drohen Totalverlust und sogar die Rückzahlung der an sie bereits geleisteten Ausschüttungen.
Doch die Anleger sind nicht rechtlos gestellt, insbesondere dann nicht, wenn sie die Beteiligung auf Beratung hin erworben haben. Oftmals stellt sich heraus, dass Anleger von Anlageberatern oder von Ihren Banken nicht umfassend über die Risiken einer solchen Beteiligung aufgeklärt worden sind. Sie haben dann die Möglichkeit, Schadensersatz zu fordern und auf diesem Wege ihre Investition rückgängig zu machen.
So hatten es neben der unzutreffenden Schilderung der Marktsituation auch viele Berater versäumt, darüber aufzuklären, dass der MPC Reefer Flottenfonds 2 eine auffallend hohe Fremdfinanzierungsrate von 53,3 % der Gesamtinvestition aufwies. Bevor der Fonds überhaupt für sich Gewinne verbuchen kann, müssen die entsprechenden Schiffshypotheken bedient werden. Diese von Anfang an bestehenden finanziellen Belastungen führten schließlich auch nach kurzer Zeit in die massive Schieflage des Fonds.
Vielen Anlegern wurde auch verschwiegen, dass neben dem in der Beitrittserklärung ausgewiesenen Agio von 5 % wesentlich höhere Provisionen gezahlt wurden. Mittlerweile ist bekannt, dass von dem eingesammelten Kommanditkapital nur 72,8 % in die Schiffsflotte investiert wurde. Die restlichen 27,2 % inkl. Agio flossen in Weichkosten, wobei hiervon alleine über 26 % des eingeworbenen Kapitals für Vertriebsprovisionen verwendet worden ist. Hierüber wurde weder im Prospekt aufgeklärt noch wurden die uns bekannten Investoren hierüber in den Beratungsgesprächen informiert.
Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen das Geldinstitut für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Freie Anlageberater müssen nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann über die an sie fließenden Provisionen aufklären, wenn diese einen Anteil von über 15 % des aufgebrachten Kapitals ausmachen.
Es bestehen daher für Anleger, denen die Anteile an diesem Fonds von einem Anlageberater oder einer Bank empfohlen wurden, nach wie vor Chancen, den erlittenen Schaden vollständig ersetzt zu bekommen. Hat die Bank oder der Anlageberater versäumt, vollständig aufzuklären, was wir bei den uns bekannten Anlegern regelmäßig konstatieren mussten, kann der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht gezeichnet.
Anleger, die sich durch ihren Anlageberater oder ihrer Bank falsch beraten fühlen, können sich gerne an unsere Kanzlei wenden.
SH Rechtsanwälte ist eine auf das Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei. Das Team aus Rechtsanwälten und Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht vertritt bereits bundesweit zahlreiche geschädigte Schiffsfonds-Investoren.
Gerne beraten wir auch Sie über den Stand Ihrer Rechtsposition. Wir fertigen mit Ihnen ausführliche Bestandsanalysen an und erarbeiten mit Ihnen die für Ihren Einzelfall erforderliche Strategie zur Wahrung Ihrer Rechtsposition und damit zur Sicherung Ihres Kapitals.
SH Rechtsanwälte
Vladimir Stamenkovic, LL.M. - Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Was die Verkäufer dieses in 14 Kühlschiffen investierenden Dachfonds allerdings hierbei oftmals verschwiegen hatten, ist, dass das Ende der reine Kühlschifffahrt durch die wesentlich flexibler und günstiger handhabbaren Kühlcontainer, die bereits 2007 immer mehr auf den Markt drängten und heute bereits mehr als 50 % der Kühlfrachtgüter transportieren, absehbar war. So zeigte sich bald, dass die vermeintlich so sichere Nische der Kühlschifffahrt in Wahrheit eine Sackgasse war, da immer mehr Kühltransporte durch die Benutzung von Kühlcontainern, die auf normalen Containerschiffen transportiert werden können, durchgeführt wurden und werden.
Der MPC Reefer Flottenfonds 2 befindet sich jetzt in größter Not. Anlegern, denen der Fonds als vermeintlich vollkommen sichere Anlage verkauft wurde, bangen jetzt um ihre Einlagen. Ihnen drohen Totalverlust und sogar die Rückzahlung der an sie bereits geleisteten Ausschüttungen.
Doch die Anleger sind nicht rechtlos gestellt, insbesondere dann nicht, wenn sie die Beteiligung auf Beratung hin erworben haben. Oftmals stellt sich heraus, dass Anleger von Anlageberatern oder von Ihren Banken nicht umfassend über die Risiken einer solchen Beteiligung aufgeklärt worden sind. Sie haben dann die Möglichkeit, Schadensersatz zu fordern und auf diesem Wege ihre Investition rückgängig zu machen.
So hatten es neben der unzutreffenden Schilderung der Marktsituation auch viele Berater versäumt, darüber aufzuklären, dass der MPC Reefer Flottenfonds 2 eine auffallend hohe Fremdfinanzierungsrate von 53,3 % der Gesamtinvestition aufwies. Bevor der Fonds überhaupt für sich Gewinne verbuchen kann, müssen die entsprechenden Schiffshypotheken bedient werden. Diese von Anfang an bestehenden finanziellen Belastungen führten schließlich auch nach kurzer Zeit in die massive Schieflage des Fonds.
Vielen Anlegern wurde auch verschwiegen, dass neben dem in der Beitrittserklärung ausgewiesenen Agio von 5 % wesentlich höhere Provisionen gezahlt wurden. Mittlerweile ist bekannt, dass von dem eingesammelten Kommanditkapital nur 72,8 % in die Schiffsflotte investiert wurde. Die restlichen 27,2 % inkl. Agio flossen in Weichkosten, wobei hiervon alleine über 26 % des eingeworbenen Kapitals für Vertriebsprovisionen verwendet worden ist. Hierüber wurde weder im Prospekt aufgeklärt noch wurden die uns bekannten Investoren hierüber in den Beratungsgesprächen informiert.
Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen das Geldinstitut für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Freie Anlageberater müssen nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann über die an sie fließenden Provisionen aufklären, wenn diese einen Anteil von über 15 % des aufgebrachten Kapitals ausmachen.
Es bestehen daher für Anleger, denen die Anteile an diesem Fonds von einem Anlageberater oder einer Bank empfohlen wurden, nach wie vor Chancen, den erlittenen Schaden vollständig ersetzt zu bekommen. Hat die Bank oder der Anlageberater versäumt, vollständig aufzuklären, was wir bei den uns bekannten Anlegern regelmäßig konstatieren mussten, kann der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht gezeichnet.
Anleger, die sich durch ihren Anlageberater oder ihrer Bank falsch beraten fühlen, können sich gerne an unsere Kanzlei wenden.
SH Rechtsanwälte ist eine auf das Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei. Das Team aus Rechtsanwälten und Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht vertritt bereits bundesweit zahlreiche geschädigte Schiffsfonds-Investoren.
Gerne beraten wir auch Sie über den Stand Ihrer Rechtsposition. Wir fertigen mit Ihnen ausführliche Bestandsanalysen an und erarbeiten mit Ihnen die für Ihren Einzelfall erforderliche Strategie zur Wahrung Ihrer Rechtsposition und damit zur Sicherung Ihres Kapitals.
SH Rechtsanwälte
Vladimir Stamenkovic, LL.M. - Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Fondsinitiator MPC hat für den in Schieflage befindlichen Flottenfonds Reefer II einen weiteren Rettungsplan vorgelegt.
Der MPC-Flottenfonds Reefer II steht schon wieder vor dem Untergang, nachdem das im vergangenen Herbst beschlossene Sanierungskonzept gescheitert ist. Weil die Anleger nur einen geringen Teil der geforderten 17,3 Millionen Euro aufbracht haben, hat Fondsinitiator MPC Ende April einen Rettungsplan vorgelegt, der keine Einzahlungen durch die Investoren erfordert. Die Anleger sind bis zum 29. Mai zur Abstimmung aufgerufen.
Kern des "Restrukturierungskonzept 2013" ist für alle 14 Kühlschiffe die fünfjährige Festcharter bei der Ulysses Reeferflotte II N.V, die der Seatrade-Gruppe gehört. Sie gilt rückwirkend von Januar 2013 bis Ende Dezember 2017. Die Charterverpflichtungen der Seatrade-Tochter sind laut MPC durch "eine Performance-Garantie eines weiteren Unternehmens der Seatrade-Gruppe" abgesichert. Deren Verpflichtungen wiederum seien für einen Zeitraum von 24 Monaten von einer anderen Seatrade-Tochter garantiert worden. Vorsorglich betont MPC im aktuellen Anlegerschreiben, das FONDS professionell vorliegt, dass die Garantien "aus heutiger Sicht werthaltig" seien.
Anleger erhalten bis auf weiteres keine Auszahlungen
Die Chartereinnahmen sollen ausreichen, um den Fremdkapitaldienst zu erfüllen und die laufenden Kosten zu decken. Die Anleger erhalten bis auf weiteres keine Auszahlungen. Mit den finanzierenden Banken wurden die langfristigen Kredite neu strukturiert. Die kumulierten Verbindlichkeiten in Höhe von 55,1 Millionen Dollar müssen bis Ende 2017 getilgt werden. Sollten die Einnahmen der Schiffe nicht alle Ausgaben decken, übernimmt eine weitere Seatrade-Tochter (Logistics Finance N.V.) die Differenz. Die Beträge werden zu zinslosen nachrangigen Darlehen zwischen Seatrade und den Schiffsgesellschaften zusammengefasst. Diese "Revolving Loans" genannten Kredite sind laut MPC ebenfalls durch die Seatrae-Gruppe garantiert. Höhere Fremdkapitalkosten für die langfristigen Darlehen können auf diese Weise allerdings nicht querfinanziert werden.
Der Charterer erhält ein Vorkaufsrecht für die Schiffe während der Charterlaufzeit und nach Ablauf der Charter. Sobald ein Dritter für einen Frachter ein Kaufangebot vorlegt, muss die Schiffsgesellschaft dem Charterer den Kauf für denselben Preis anbieten. Außerdem hat sich Seatrade feste Kaufoptionen, die im Mai 2018 gezogen werden können, einräumen lassen. Die Reederei besaß bereits bei Auflage des Fonds Kaufoptionen.
Rettungsplan für Anleger nur schwer zu durchschauen
Die genannten Eckdaten des Rettungsplans sind mit zahlreichen zusätzlichen Vereinbarungen gespickt; die Konstruktion ist komplex und für den durchschnittlichen Privatanleger nur schwer zu überblicken. Beispielsweise hat sich Seatrade in Zusammenhang mit den "Revolving Loans" das Recht einräumen lassen, unter bestimmten Umständen, die von der Reederei teilweise selbst beeinflusst werden können, den Verkauf von Schiffen zu verlangen. Außerdem müssen die Fondsschiffe auch nach Ende der Festcharter Mitglied im Reefer-Pool von Seatrade bleiben. Wenn die vereinbarten Charterraten über den Seatrade-Poolraten lagen, müssen die Schiffe am Ende die Differenz an Seatrade erstatten. Im umgekehrten Fall darf der Reeder den Betrag behalten.
Anleger müssen verstehen, dass ihre Schiffe an das Wohl und den Willen von Seatrade gekettet sind. Auch am Ende kassiert Seatrade noch einmal an: Bleibt nach dem Verkauf der Schiffe und der Tilgung aller Verbindlichkeiten ein Gewinn, erhält davon 30 Prozent die Reederei. Ein kleines Upside-Potenzial zugunsten der Anleger besteht für den Fall, dass die Poolraten über den Charterraten lagen. Diese Differenz stünde aus dem Verkaufsgewinn dem Reefer-Fonds zu.
MPC stellt Fondsanlegern die Rute ins Fenster
Nun ist guter Rat teuer. MPC will die Anleger beschließen lassen, dass bis zu vier Schiffe kurzfristig verkauft werden können, um die Bankverbindlichkeiten schneller abzubauen. Die Verpflichtungen von Seatrade würden sich daduch ebenfalls reduzieren, ohne dass die Konditionen angepasst werden. MPC stellt den Fondsanlegern die Rute ins Fenster: "Ohne das Restrukturierungskonzept 2013 wäre ein kurzfristiger Verkauf aller Schiffe unvermeidbar. Da hieraus kein weiterer Rückfluss zu erwarten wäre, käme es voraussichtlich zu einem Verlust von rund 90 Prozent des Kommanditkapitals." Ob und in welcher Höhe Auszahlungen an die Anleger je wieder möglich sein werden, lässt MPC in dem Anlegerschreiben offen. Mit anderen Worten: Wie hoch der Kapitalverlust nach Umsetzung des Restrukturierungskonzepts sein wird, bleibt abzuwarten
Der MPC-Flottenfonds Reefer II steht schon wieder vor dem Untergang, nachdem das im vergangenen Herbst beschlossene Sanierungskonzept gescheitert ist. Weil die Anleger nur einen geringen Teil der geforderten 17,3 Millionen Euro aufbracht haben, hat Fondsinitiator MPC Ende April einen Rettungsplan vorgelegt, der keine Einzahlungen durch die Investoren erfordert. Die Anleger sind bis zum 29. Mai zur Abstimmung aufgerufen.
Kern des "Restrukturierungskonzept 2013" ist für alle 14 Kühlschiffe die fünfjährige Festcharter bei der Ulysses Reeferflotte II N.V, die der Seatrade-Gruppe gehört. Sie gilt rückwirkend von Januar 2013 bis Ende Dezember 2017. Die Charterverpflichtungen der Seatrade-Tochter sind laut MPC durch "eine Performance-Garantie eines weiteren Unternehmens der Seatrade-Gruppe" abgesichert. Deren Verpflichtungen wiederum seien für einen Zeitraum von 24 Monaten von einer anderen Seatrade-Tochter garantiert worden. Vorsorglich betont MPC im aktuellen Anlegerschreiben, das FONDS professionell vorliegt, dass die Garantien "aus heutiger Sicht werthaltig" seien.
Anleger erhalten bis auf weiteres keine Auszahlungen
Die Chartereinnahmen sollen ausreichen, um den Fremdkapitaldienst zu erfüllen und die laufenden Kosten zu decken. Die Anleger erhalten bis auf weiteres keine Auszahlungen. Mit den finanzierenden Banken wurden die langfristigen Kredite neu strukturiert. Die kumulierten Verbindlichkeiten in Höhe von 55,1 Millionen Dollar müssen bis Ende 2017 getilgt werden. Sollten die Einnahmen der Schiffe nicht alle Ausgaben decken, übernimmt eine weitere Seatrade-Tochter (Logistics Finance N.V.) die Differenz. Die Beträge werden zu zinslosen nachrangigen Darlehen zwischen Seatrade und den Schiffsgesellschaften zusammengefasst. Diese "Revolving Loans" genannten Kredite sind laut MPC ebenfalls durch die Seatrae-Gruppe garantiert. Höhere Fremdkapitalkosten für die langfristigen Darlehen können auf diese Weise allerdings nicht querfinanziert werden.
Der Charterer erhält ein Vorkaufsrecht für die Schiffe während der Charterlaufzeit und nach Ablauf der Charter. Sobald ein Dritter für einen Frachter ein Kaufangebot vorlegt, muss die Schiffsgesellschaft dem Charterer den Kauf für denselben Preis anbieten. Außerdem hat sich Seatrade feste Kaufoptionen, die im Mai 2018 gezogen werden können, einräumen lassen. Die Reederei besaß bereits bei Auflage des Fonds Kaufoptionen.
Rettungsplan für Anleger nur schwer zu durchschauen
Die genannten Eckdaten des Rettungsplans sind mit zahlreichen zusätzlichen Vereinbarungen gespickt; die Konstruktion ist komplex und für den durchschnittlichen Privatanleger nur schwer zu überblicken. Beispielsweise hat sich Seatrade in Zusammenhang mit den "Revolving Loans" das Recht einräumen lassen, unter bestimmten Umständen, die von der Reederei teilweise selbst beeinflusst werden können, den Verkauf von Schiffen zu verlangen. Außerdem müssen die Fondsschiffe auch nach Ende der Festcharter Mitglied im Reefer-Pool von Seatrade bleiben. Wenn die vereinbarten Charterraten über den Seatrade-Poolraten lagen, müssen die Schiffe am Ende die Differenz an Seatrade erstatten. Im umgekehrten Fall darf der Reeder den Betrag behalten.
Anleger müssen verstehen, dass ihre Schiffe an das Wohl und den Willen von Seatrade gekettet sind. Auch am Ende kassiert Seatrade noch einmal an: Bleibt nach dem Verkauf der Schiffe und der Tilgung aller Verbindlichkeiten ein Gewinn, erhält davon 30 Prozent die Reederei. Ein kleines Upside-Potenzial zugunsten der Anleger besteht für den Fall, dass die Poolraten über den Charterraten lagen. Diese Differenz stünde aus dem Verkaufsgewinn dem Reefer-Fonds zu.
MPC stellt Fondsanlegern die Rute ins Fenster
Nun ist guter Rat teuer. MPC will die Anleger beschließen lassen, dass bis zu vier Schiffe kurzfristig verkauft werden können, um die Bankverbindlichkeiten schneller abzubauen. Die Verpflichtungen von Seatrade würden sich daduch ebenfalls reduzieren, ohne dass die Konditionen angepasst werden. MPC stellt den Fondsanlegern die Rute ins Fenster: "Ohne das Restrukturierungskonzept 2013 wäre ein kurzfristiger Verkauf aller Schiffe unvermeidbar. Da hieraus kein weiterer Rückfluss zu erwarten wäre, käme es voraussichtlich zu einem Verlust von rund 90 Prozent des Kommanditkapitals." Ob und in welcher Höhe Auszahlungen an die Anleger je wieder möglich sein werden, lässt MPC in dem Anlegerschreiben offen. Mit anderen Worten: Wie hoch der Kapitalverlust nach Umsetzung des Restrukturierungskonzepts sein wird, bleibt abzuwarten




