- Allgemeines
- Erfahrung mit
- Betrug
- Private - Zugang
- Kapital, Kredite und Finanzierungen
- Kapitalanlagen
- Immobilien
- Forderungen, Inkasso, Insolvenz, Doktor & Adelstitel
- Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts
- Steuern, Gesetze, Wirtschaft, Urteile & Recht
- Aktien Fonds & Wertpapiere
- Edelmetalle
- Versicherungen
- Kontakte und Verbindungen
- Multi Level Marketing & Network
- Sonstiges
- Technische Hilfe und Support
Abgezockt
In diesem Thema wurden schon 0 Auszeichnungen vergeben!
Dieses Thema wurde 5067 mal besucht und hat 2 Antworten.
Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: GoMoPa®. Falls dies Ihr erster Besuch bei GoMoPa ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Wählen Sie aus unseren User Angeboten aus. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Abgezockt
Prominente Steuersparer fühlen sich betrogen: Wegen fragwürdiger Finanzierungen in Berlin liefern sich TV-Größen nun eine juristische Schlacht mit der Commerzbank.
Bei Finanzfragen vertraut der "König von Mallorca" auf sachkundige Blondinen. "Schatzi, wie viel haben wir da drin?", fragt Barde Jürgen Drews seine Gattin Ramona zuckersüß, wenn es um die Investition in einen Berliner Immobilienfonds geht. "340 000 Euro", antwortet seine heimische Finanzministerin prompt.
Der Anteil an der Rathenower Straße 61 in Tiergarten macht dem Oberclown der Ballermänner aber schon lange keinen Spaß mehr. Um "Steuern zu sparen und fürs Alter vorzusorgen", hatte Drews sich Anfang der neunziger Jahre dort eingekauft. Jetzt entpuppt sich der Altbau als finanzielles Desaster. Die Commerzbank kündigte dem Fonds die Darlehen und droht mit Zwangsvollstreckung.
Der "debile Schlagersänger" (Drews über Drews) steht nicht allein da. Quer durch die Republik haben 260 Anleger der Oberschicht rund 40 Millionen Euro in verschiedene Objekte des Berliner Fondsinitiators Multi Consult gepumpt. Rund zehn Jahre später scheint das Geld weitgehend versickert. Viele Gesellschafter verweigern seit zwei Jahren Nachschuss-Zahlungen. Darum will die Commerzbank nun von allen ihr Geld zurück.
Doch das wollen sich die illustren Investoren nicht bieten lassen. 30 von ihnen klagen seit kurzem beim Berliner Landgericht gegen die Forderungen der kreditgebenden Commerzbank und verlangen gleichzeitig Schadensersatz. Weitere 100 Betroffene sollen für eine juristische Attacke auf den Finanzkonzern bereitstehen.
"Das ganze Geschäft war von Anfang an ein Betrugsmodell", ist der Münchner Anwalt Volker Thieler überzeugt. Mit Wissen der Bank seien die Gesellschafter ausgeplündert und "über die verheerenden Haftungsrisiken bei derartigen Fonds nicht aufgeklärt" worden. Pro Gesellschafter drohen laut Thieler Verluste zwischen 150 000 und 500 000 Euro.
Zu den Verlierern gehören neben Mitarbeitern von Siemens und dem Handelskonzern Metro vor allem etliche Großverdiener: Adlige, Rechtsanwälte, Richter, Schönheitschirurgen und viele Prominente zeichneten fleißig Anteile an den geschlossenen Immobilienfonds.
Ob Drews, der Ex-Moderator und derzeitige FDP-Hoffnungsträger Peter Bond, "Derrick"-Veteran Fritz Wepper, Schauspielerin Katerina Jacob oder Borussia-Dortmund-Kapitän Stefan Reuter - alle ließen sich von der einstigen Hauptstadt-Euphorie anstecken und wollten legal den Fiskus melken. Die enormen Steuervorteile für Anlagen an der Spree passten zur blinden Gier nach Renditen ohne Risiko.
So wie Tausende anderer Anleger, die in der Vergangenheit Milliarden in solch vermeintlich perfekte Steuersparmodelle investierten, geht nun auch die Startruppe um Drews & Co. damit baden. Überteuerte Immobilien, oberflächliche Bausanierungen, falsch budgetierte Mieteinnahmen und undurchsichtige Finanzierungen sollen für das Desaster verantwortlich sein.
Dabei hatte alles so entspannt angefangen - wahlweise in der Sauna, bei Partys oder in der Loge des FC Bayern. In ungezwungener Atmosphäre brachte ein provisionsgesteuertes Netzwerk von Steuerberatern und Privatleuten die Anteile an die Kunden, Freunde oder Arbeitskollegen.
An den Schalthebeln der Verkaufsmaschinerie operierte damals der Starnberger Immobilienmakler Joachim Kress als Vertriebspartner der Multi Consult. In der Branche galt er als knallhartes Verkaufsgenie - bekannt für beste Beziehungen zu den Stars.
Kress war eng mit der Fußballszene verdrahtet und damals noch verheiratet mit Angelika Camm, der Chanteuse und heutigen Freundin von Fußballtrainer Christoph Daum. Der eloquente Makler, der jüngst eine Haftstrafe wegen Kreditbetrugs absitzen musste, machte von seinen Beziehungen ausgiebig Gebrauch.
Bei Drews nahm die Abzocke am Ammersee ihren Lauf. Der Sänger war 1992 zu einer Party von Frank Fleschenberg geladen. Der Ex-Kicker von 1860 München feierte an einem lauen Juli-Abend in einem Lokal am Ufer des bayerischen Gewässers seinen 44. Geburtstag. "Am Nebentisch hörte ich was von Steuersparmodellen", erinnert sich Drews. Da habe er mal nachgehakt. Partygast Kress war gleich zur Stelle.
Auch Peter Bond ließ sich in feuchtfröhlicher Umgebung elektrisieren. "Beim Oktoberfest in München saß ich mit Kress an einem Tisch", erzählt Bond. Nach mehreren Einladungen zum Abendessen machte Bond "den größten Fehler meines Lebens" und wechselte zu einem Münchner Steuerberater, der gleichzeitig als Treuhänder eines Multi-Consult-Fonds tätig war. Dort unterschrieb er für fünf Fonds in Höhe von insgesamt 750 000 Euro.
Die frisch gebackenen Großinvestoren glaubten damals alle an das Märchen von der sich selbst befeuernden Geldmaschine. Die Zins- und Tilgungszahlungen für die von der Commerzbank kreditfinanzierten Altimmobilien würden durch die Steuervergünstigungen und Mieteinnahmen gedeckt, versprachen die Verkäufer. "Wie alle anderen wurde auch ich betrogen", beteuert Makler Kress heute. Er habe niemanden bewusst getäuscht.
Trotzdem lebten seine Kunden erstaunlich lange in dem Irrglauben, einen laut Prospekt klar definierten Anteil an einem Haus erworben zu haben. "Man hat den Leuten Eigentumswohnungen versprochen, aber wertlose Fondsanteile in Form von BGB-Gesellschaften verkauft", behauptet Anwalt Thieler. Dass man bei solchen Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR) nicht nur mit dem gezeichneten Anteil, sondern unbegrenzt mit dem persönlichen Vermögen haftet, hatten seine blauäugigen Mandanten bei der Unterschrift der Verträge nicht durchschaut.
Die komplexe Konstruktion flog lange Jahre nicht auf. Erst als einige Gesellschafter ihre vermeintlichen Eigentumswohnungen verkaufen wollten, kamen Zweifel auf. "Mein Steuerberater hat sich plötzlich gewunden und laberte etwas von schwieriger Aufteilung", sagt Bond.
1999 schalteten etliche Geprellte Anwalt Thieler ein und entdeckten unter seiner Anleitung plötzlich, dass ihre Mieteinnahmen, die durch grundlegende Sanierungen der Häuser massiv gesteigert werden sollten, weit von den versprochenen Prospektzahlen entfernt waren. Massive Unterdeckungen waren die Folge. Die Zuzahlungen stiegen dramatisch an.
Die Immobilienkrise in Berlin wirkte zusätzlich als Katalysator. Zudem hatten die ahnungslosen Anleger offenbar jahrelang über ein Sammelkonto für zahlungsunfähige Gesellschafter mitgezahlt.
Seither kann oder will ein Teil der Anteilseigner keine Zins- und Tilgungszahlungen mehr an die Commerzbank leisten. Die hat deshalb in den vergangenen Monaten alle Darlehen fällig gestellt und verlangt nun die sofortige Rückzahlung der gesamten Kreditsumme. Damit liegen die Verluste der Anleger oft über ihren Anteilssummen - für einige existenzbedrohend.
"Die Commerzbank hat völlig überteuerte Altimmobilien finanziert und wusste von den falschen Mietprognosen", glaubt Anwalt Thieler. Zudem habe sie Darlehen freigegeben, obwohl noch keine Bauverträge für die Sanierung abgeschlossen waren. Die Gelder seien in den Kassen der Multi-Consult-Firmen versickert.
Statt der versprochenen Totalrenovierungen habe man lediglich "Pinselstrich-sanierungen" durchgeführt, womit Mieterhöhungen nicht durchsetzbar waren. Weitere Kreditmittel seien in die Mietgarantie geflossen.
Im Vorfeld der Fondsgründungen war es laut Thielers Klageschrift zu fragwürdigen Immobiliengeschäften gekommen, mit denen die Kaufpreise in die Höhe getrieben wurden. So wechselte etwa der Altbau an der Erasmusstraße 1, an dem auch TV-Altstar Wepper beteiligt ist, 1991 gleich zweimal den Besitzer: Der ursprüngliche Eigentümer erhielt Ende Februar 2,08 Millionen Mark, neun Monate später ging das Haus ohne
Substanzveränderung für 2,9 Millionen Mark an den Fonds.
Bei Multi Consult schweigt man zu den Vorwürfen. Entsprechende Untreue-Ermittlungen gegen den Geschäftsführer Dietmar W. Guder wurden von der Berliner Staatsanwaltschaft schon im April 2001 mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.
Die angeschossene Commerzbank, der bis jetzt "lediglich fünf Klagen" bekannt sind, weist alle Vorwürfe zurück und sieht sich mit ihren Darlehenskündigungen im Recht. Am Vertrieb des Produkts sei sie nicht beteiligt gewesen. "Da nahezu alle Gesellschafter durch Steuerberater beraten wurden", schreiben die Bankjuristen, "ist es unwahrscheinlich, dass jemand von dem Erwerb einer Eigentumswohnung ausging." Den Unterlagen sei "deutlich" zu entnehmen, dass es sich um den Kauf von Anteilen an einer GbR handelte.
Trotz solcher Beteuerungen scheinen die Banker nervös zu werden. Nach dem Scheitern "langwieriger Verhandlungen" boten sie den Gesellschaftern in den vergangenen Monaten erstaunlich großzügige Vergleiche an. 50 Betroffene haben bereits unterschrieben. Für den Verzicht auf rechtliche Schritte werden bis zu 30 Prozent Nachlass auf die Forderungen gewährt - ein ungewöhnlicher Schritt für eine Bank, die angeblich nichts falsch gemacht hat.
Drews und sein Schatzi wollen indes weiterkämpfen. Wegen eines umstrittenen Immobiliengeschäfts in Köln rüstet sich der selbst ernannte "Master of Desaster" gerade für den nächsten Feldzug gegen eine deutsche Großbank.
(Quelle
piegel)
Bei Finanzfragen vertraut der "König von Mallorca" auf sachkundige Blondinen. "Schatzi, wie viel haben wir da drin?", fragt Barde Jürgen Drews seine Gattin Ramona zuckersüß, wenn es um die Investition in einen Berliner Immobilienfonds geht. "340 000 Euro", antwortet seine heimische Finanzministerin prompt.
Der Anteil an der Rathenower Straße 61 in Tiergarten macht dem Oberclown der Ballermänner aber schon lange keinen Spaß mehr. Um "Steuern zu sparen und fürs Alter vorzusorgen", hatte Drews sich Anfang der neunziger Jahre dort eingekauft. Jetzt entpuppt sich der Altbau als finanzielles Desaster. Die Commerzbank kündigte dem Fonds die Darlehen und droht mit Zwangsvollstreckung.
Der "debile Schlagersänger" (Drews über Drews) steht nicht allein da. Quer durch die Republik haben 260 Anleger der Oberschicht rund 40 Millionen Euro in verschiedene Objekte des Berliner Fondsinitiators Multi Consult gepumpt. Rund zehn Jahre später scheint das Geld weitgehend versickert. Viele Gesellschafter verweigern seit zwei Jahren Nachschuss-Zahlungen. Darum will die Commerzbank nun von allen ihr Geld zurück.
Doch das wollen sich die illustren Investoren nicht bieten lassen. 30 von ihnen klagen seit kurzem beim Berliner Landgericht gegen die Forderungen der kreditgebenden Commerzbank und verlangen gleichzeitig Schadensersatz. Weitere 100 Betroffene sollen für eine juristische Attacke auf den Finanzkonzern bereitstehen.
"Das ganze Geschäft war von Anfang an ein Betrugsmodell", ist der Münchner Anwalt Volker Thieler überzeugt. Mit Wissen der Bank seien die Gesellschafter ausgeplündert und "über die verheerenden Haftungsrisiken bei derartigen Fonds nicht aufgeklärt" worden. Pro Gesellschafter drohen laut Thieler Verluste zwischen 150 000 und 500 000 Euro.
Zu den Verlierern gehören neben Mitarbeitern von Siemens und dem Handelskonzern Metro vor allem etliche Großverdiener: Adlige, Rechtsanwälte, Richter, Schönheitschirurgen und viele Prominente zeichneten fleißig Anteile an den geschlossenen Immobilienfonds.
Ob Drews, der Ex-Moderator und derzeitige FDP-Hoffnungsträger Peter Bond, "Derrick"-Veteran Fritz Wepper, Schauspielerin Katerina Jacob oder Borussia-Dortmund-Kapitän Stefan Reuter - alle ließen sich von der einstigen Hauptstadt-Euphorie anstecken und wollten legal den Fiskus melken. Die enormen Steuervorteile für Anlagen an der Spree passten zur blinden Gier nach Renditen ohne Risiko.
So wie Tausende anderer Anleger, die in der Vergangenheit Milliarden in solch vermeintlich perfekte Steuersparmodelle investierten, geht nun auch die Startruppe um Drews & Co. damit baden. Überteuerte Immobilien, oberflächliche Bausanierungen, falsch budgetierte Mieteinnahmen und undurchsichtige Finanzierungen sollen für das Desaster verantwortlich sein.
Dabei hatte alles so entspannt angefangen - wahlweise in der Sauna, bei Partys oder in der Loge des FC Bayern. In ungezwungener Atmosphäre brachte ein provisionsgesteuertes Netzwerk von Steuerberatern und Privatleuten die Anteile an die Kunden, Freunde oder Arbeitskollegen.
An den Schalthebeln der Verkaufsmaschinerie operierte damals der Starnberger Immobilienmakler Joachim Kress als Vertriebspartner der Multi Consult. In der Branche galt er als knallhartes Verkaufsgenie - bekannt für beste Beziehungen zu den Stars.
Kress war eng mit der Fußballszene verdrahtet und damals noch verheiratet mit Angelika Camm, der Chanteuse und heutigen Freundin von Fußballtrainer Christoph Daum. Der eloquente Makler, der jüngst eine Haftstrafe wegen Kreditbetrugs absitzen musste, machte von seinen Beziehungen ausgiebig Gebrauch.
Bei Drews nahm die Abzocke am Ammersee ihren Lauf. Der Sänger war 1992 zu einer Party von Frank Fleschenberg geladen. Der Ex-Kicker von 1860 München feierte an einem lauen Juli-Abend in einem Lokal am Ufer des bayerischen Gewässers seinen 44. Geburtstag. "Am Nebentisch hörte ich was von Steuersparmodellen", erinnert sich Drews. Da habe er mal nachgehakt. Partygast Kress war gleich zur Stelle.
Auch Peter Bond ließ sich in feuchtfröhlicher Umgebung elektrisieren. "Beim Oktoberfest in München saß ich mit Kress an einem Tisch", erzählt Bond. Nach mehreren Einladungen zum Abendessen machte Bond "den größten Fehler meines Lebens" und wechselte zu einem Münchner Steuerberater, der gleichzeitig als Treuhänder eines Multi-Consult-Fonds tätig war. Dort unterschrieb er für fünf Fonds in Höhe von insgesamt 750 000 Euro.
Die frisch gebackenen Großinvestoren glaubten damals alle an das Märchen von der sich selbst befeuernden Geldmaschine. Die Zins- und Tilgungszahlungen für die von der Commerzbank kreditfinanzierten Altimmobilien würden durch die Steuervergünstigungen und Mieteinnahmen gedeckt, versprachen die Verkäufer. "Wie alle anderen wurde auch ich betrogen", beteuert Makler Kress heute. Er habe niemanden bewusst getäuscht.
Trotzdem lebten seine Kunden erstaunlich lange in dem Irrglauben, einen laut Prospekt klar definierten Anteil an einem Haus erworben zu haben. "Man hat den Leuten Eigentumswohnungen versprochen, aber wertlose Fondsanteile in Form von BGB-Gesellschaften verkauft", behauptet Anwalt Thieler. Dass man bei solchen Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR) nicht nur mit dem gezeichneten Anteil, sondern unbegrenzt mit dem persönlichen Vermögen haftet, hatten seine blauäugigen Mandanten bei der Unterschrift der Verträge nicht durchschaut.
Die komplexe Konstruktion flog lange Jahre nicht auf. Erst als einige Gesellschafter ihre vermeintlichen Eigentumswohnungen verkaufen wollten, kamen Zweifel auf. "Mein Steuerberater hat sich plötzlich gewunden und laberte etwas von schwieriger Aufteilung", sagt Bond.
1999 schalteten etliche Geprellte Anwalt Thieler ein und entdeckten unter seiner Anleitung plötzlich, dass ihre Mieteinnahmen, die durch grundlegende Sanierungen der Häuser massiv gesteigert werden sollten, weit von den versprochenen Prospektzahlen entfernt waren. Massive Unterdeckungen waren die Folge. Die Zuzahlungen stiegen dramatisch an.
Die Immobilienkrise in Berlin wirkte zusätzlich als Katalysator. Zudem hatten die ahnungslosen Anleger offenbar jahrelang über ein Sammelkonto für zahlungsunfähige Gesellschafter mitgezahlt.
Seither kann oder will ein Teil der Anteilseigner keine Zins- und Tilgungszahlungen mehr an die Commerzbank leisten. Die hat deshalb in den vergangenen Monaten alle Darlehen fällig gestellt und verlangt nun die sofortige Rückzahlung der gesamten Kreditsumme. Damit liegen die Verluste der Anleger oft über ihren Anteilssummen - für einige existenzbedrohend.
"Die Commerzbank hat völlig überteuerte Altimmobilien finanziert und wusste von den falschen Mietprognosen", glaubt Anwalt Thieler. Zudem habe sie Darlehen freigegeben, obwohl noch keine Bauverträge für die Sanierung abgeschlossen waren. Die Gelder seien in den Kassen der Multi-Consult-Firmen versickert.
Statt der versprochenen Totalrenovierungen habe man lediglich "Pinselstrich-sanierungen" durchgeführt, womit Mieterhöhungen nicht durchsetzbar waren. Weitere Kreditmittel seien in die Mietgarantie geflossen.
Im Vorfeld der Fondsgründungen war es laut Thielers Klageschrift zu fragwürdigen Immobiliengeschäften gekommen, mit denen die Kaufpreise in die Höhe getrieben wurden. So wechselte etwa der Altbau an der Erasmusstraße 1, an dem auch TV-Altstar Wepper beteiligt ist, 1991 gleich zweimal den Besitzer: Der ursprüngliche Eigentümer erhielt Ende Februar 2,08 Millionen Mark, neun Monate später ging das Haus ohne
Substanzveränderung für 2,9 Millionen Mark an den Fonds.
Bei Multi Consult schweigt man zu den Vorwürfen. Entsprechende Untreue-Ermittlungen gegen den Geschäftsführer Dietmar W. Guder wurden von der Berliner Staatsanwaltschaft schon im April 2001 mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.
Die angeschossene Commerzbank, der bis jetzt "lediglich fünf Klagen" bekannt sind, weist alle Vorwürfe zurück und sieht sich mit ihren Darlehenskündigungen im Recht. Am Vertrieb des Produkts sei sie nicht beteiligt gewesen. "Da nahezu alle Gesellschafter durch Steuerberater beraten wurden", schreiben die Bankjuristen, "ist es unwahrscheinlich, dass jemand von dem Erwerb einer Eigentumswohnung ausging." Den Unterlagen sei "deutlich" zu entnehmen, dass es sich um den Kauf von Anteilen an einer GbR handelte.
Trotz solcher Beteuerungen scheinen die Banker nervös zu werden. Nach dem Scheitern "langwieriger Verhandlungen" boten sie den Gesellschaftern in den vergangenen Monaten erstaunlich großzügige Vergleiche an. 50 Betroffene haben bereits unterschrieben. Für den Verzicht auf rechtliche Schritte werden bis zu 30 Prozent Nachlass auf die Forderungen gewährt - ein ungewöhnlicher Schritt für eine Bank, die angeblich nichts falsch gemacht hat.
Drews und sein Schatzi wollen indes weiterkämpfen. Wegen eines umstrittenen Immobiliengeschäfts in Köln rüstet sich der selbst ernannte "Master of Desaster" gerade für den nächsten Feldzug gegen eine deutsche Großbank.
(Quelle
piegel) Die zehn häufigsten Tricks unseriöser Immobilienverkäufer
Die zehn häufigsten Tricks der Verkäufer
1. Zeit-Trick
(»Ein anderer Kunde hat quasi schon zugeschlagen. Nur schnelles Handeln hilft...«)
2. Referenz-Trick
(»Welch ein Zufall! Darf ich Ihnen Herrn Sowieso vorstellen? Er hat auch bei uns gekauft...«)
3. Foto-Trick
(»Liegt die Immobilie nicht wunderbar? Sehen Sie sich nur die Umgebung an! Einfach traumhaft. Eine bessere Lage werden Sie so schnell nicht finden!«)
4. Info-Trick
(»Ich lasse Ihnen die Unterlagen gern da. Hier ist der Ordner mit den Plänen, hier die Baubeschreibung und hier der Ordner mit dem gesamten Vertragswerk und den ausführlichen Berechnungen... Nur ein bißchen schwierig zu lesen. Aber das ist halt so mit den Experten. Vieles verstehe ich ja auch nicht. Aber kurz zusammengefaßt heißt das...«)
5. Vertrauens-Trick
(»Viel zu viele werden von schlechten Verkäufern reingelegt. Ich könnte Ihnen da Geschichten erzählen. Ich sage meinen Kunden immer, ohne Vertrauen geht gar nichts. Das muß einfach vorhanden sein...«)
6. Finanz-Trick
(»Die Finanzierung ist gar kein Problem. Wenn Sie wollen, besorge ich Ihnen eine Vollfinanzierung.. .
7. Steuer-Trick
(»Steuerlich bringt Ihnen diese Immobilie einiges: Mit den Abschreibungen und den Werbungskosten sparen Sie in diesem Jahr Ihre gesamten Steuern...«)
8. Flächen-Trick
(»Wie kommen Sie darauf, daß die Immobilie zu teuer ist? Vom Kaufpreis können Sie nicht ausgehen. Sie müssen ihn umrechnen auf die Quadratmeter. Sehen Sie, wenn Sie jetzt den Preis vergleichen, dann müssen Sie doch zugestehen, daß wir viel günstiger liegen als unsere Konkurrenz.«)
9. Rechen-Trick
(»Rechnen Sie selbst einmal: Das kostet die Immobilie, das müssen Sie für die Finanzierung ausgeben, das für die laufenden Kosten. Auf der anderen Seite haben Sie die Einnahmen und die Steuervorteile. Da bleibt selbst nach der Tilgung noch etwas übrig.«)
10. Risiko-Trick
(»Es gibt keine Investition ohne Risiko. Die Immobilie ist zwar ziemlich neu, aber über die Zeit könnten natürlich noch Ausgaben auf Sie zukommen, etwa ein neuer Fassadenanstrich. Da müssen Sie halt am Anfang etwas zurücklegen. Oder später in den sauren Apfel beißen.«)
1. Zeit-Trick
(»Ein anderer Kunde hat quasi schon zugeschlagen. Nur schnelles Handeln hilft...«)
2. Referenz-Trick
(»Welch ein Zufall! Darf ich Ihnen Herrn Sowieso vorstellen? Er hat auch bei uns gekauft...«)
3. Foto-Trick
(»Liegt die Immobilie nicht wunderbar? Sehen Sie sich nur die Umgebung an! Einfach traumhaft. Eine bessere Lage werden Sie so schnell nicht finden!«)
4. Info-Trick
(»Ich lasse Ihnen die Unterlagen gern da. Hier ist der Ordner mit den Plänen, hier die Baubeschreibung und hier der Ordner mit dem gesamten Vertragswerk und den ausführlichen Berechnungen... Nur ein bißchen schwierig zu lesen. Aber das ist halt so mit den Experten. Vieles verstehe ich ja auch nicht. Aber kurz zusammengefaßt heißt das...«)
5. Vertrauens-Trick
(»Viel zu viele werden von schlechten Verkäufern reingelegt. Ich könnte Ihnen da Geschichten erzählen. Ich sage meinen Kunden immer, ohne Vertrauen geht gar nichts. Das muß einfach vorhanden sein...«)
6. Finanz-Trick
(»Die Finanzierung ist gar kein Problem. Wenn Sie wollen, besorge ich Ihnen eine Vollfinanzierung.. .
7. Steuer-Trick
(»Steuerlich bringt Ihnen diese Immobilie einiges: Mit den Abschreibungen und den Werbungskosten sparen Sie in diesem Jahr Ihre gesamten Steuern...«)
8. Flächen-Trick
(»Wie kommen Sie darauf, daß die Immobilie zu teuer ist? Vom Kaufpreis können Sie nicht ausgehen. Sie müssen ihn umrechnen auf die Quadratmeter. Sehen Sie, wenn Sie jetzt den Preis vergleichen, dann müssen Sie doch zugestehen, daß wir viel günstiger liegen als unsere Konkurrenz.«)
9. Rechen-Trick
(»Rechnen Sie selbst einmal: Das kostet die Immobilie, das müssen Sie für die Finanzierung ausgeben, das für die laufenden Kosten. Auf der anderen Seite haben Sie die Einnahmen und die Steuervorteile. Da bleibt selbst nach der Tilgung noch etwas übrig.«)
10. Risiko-Trick
(»Es gibt keine Investition ohne Risiko. Die Immobilie ist zwar ziemlich neu, aber über die Zeit könnten natürlich noch Ausgaben auf Sie zukommen, etwa ein neuer Fassadenanstrich. Da müssen Sie halt am Anfang etwas zurücklegen. Oder später in den sauren Apfel beißen.«)








