Die japanische Reederei Sanko Steamship hat am heutigen Montag Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen droht am rund zwei Milliarden US-Dollar hohen Schuldenberg zu zerschellen. Sanko hatte seit März versucht, eine außergerichtliche Sanierung der Reederei zu bewerkstelligen. Am 16. März 2012 fand eine Konferenz mit Gläubigern und Geschäftspartnern in London statt. Die Reederei wurde bereits 1985 unter Gläubigerschutz restrukturiert.
Sanko ist neuerlich ins Strudeln geraten, weil die Märkte für Tanker und Bulker in der jüngsten maritimen Krise massiv eingebrochen sind. Die erhoffte nennenswerte Erholung blieb bis dato aus. Ende des ersten Quartals bestand die Flotte aus 185 Schiffen, darunter 70 Bulker und 46 Tanker. Von der Pleite sind auch Anbieter deutscher Schiffsfonds betroffen, zumal Sanko den Großteil der Flottenschiffe gemietet hat.
Dazu gehören Schiffe unter anderem von König & Cie., HCI Capital und MPC Capital, berichtete FONDS professionell Anfang April