Oldtimer als Kapitalanlage
In diesem Thema wurden schon 0 Auszeichnungen vergeben!
Dieses Thema wurde 3308 mal besucht und hat 9 Antworten.

Oldtimer als Kapitalanlage
Zitat
Oldtimer als Kapitalanlage
Pressemitteilung von: AKL Wirtschaftsdienstleistungen
Eine Investition muss keine trockene Sache sein. Es gibt tatsächlich auch Kapitalanlagen, die Spaß machen, täglich zu nutzen sind, Gewinn erwirtschaften und positive Aufmerksamkeit erregen: Oldtimer, die schönsten Zeitzeugen einer untrennbaren Einheit von Stilwandel und technologischer Entwicklung.
Oft motiviert durch ein gewisses nostalgisches Empfinden, suchen immer mehr Interessenten im Oldtimermarkt eine neue und lukrative Investition. So ein Schritt muss allerdings gut überlegt sein: Soll es ein Fahrzeug sein, das auch den eigenen Tagesbedarf erfüllt? Sollte es vielleicht nur zu besonderen Ereignissen genutzt werden? Dient so ein Kraftfahrzeug kleinen Touren oder Urlaubsfahrten, oder ist es nur ein Prestigeobjekt zum Vorzeigen? All diese Überlegungen zeigen, dass der Schritt zu einer solchen Investition nicht ganz alltäglich und einfach ist. Es gibt eine große Anzahl von Marken und Modellen. Es gibt aber vor allem große Unterschiede in der Zustandsbewertung, in der Kostenanalyse und in der Instandhaltung und Pflege. Hier ist der Insider gefragt.
Das Rheinbacher Wirtschafts- und Finanzdienstleistungsunternehmen AKL ist seit vielen Jahren Liebhaber dieser Anlageform und hilft bei Investitionsvorhaben auf diesem Gebiet. Wer also ernsthaft mit dem Gedanken spielt, in ein Stück motorisierte Zeitgeschichte zu investieren, findet hier einen erfahrenen Partner.
Zitat
***
AKL Wirtschaftsdienstleistungen schauen zurück auf mehr als zwanzig Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit in einem eingespielten Team unabhängiger Spezialisten, langjährige, aktive Bankerfahrung und das Know-How aus zahlreichen Abwicklungen und Abwendungen von Insolvenzen aus dem Bank- und Privatbereich. Die Schaffung neuer Existenzen durch Firmenvermittlung gehört ebenso zum Programm des Unternehmens wie die Vermittlung von Firmenbeteiligungen und Kapitalanlagen unterschiedlichster Art.
***
AKL Wirtschaftsdienstleistungen
Frager
inaktiv
Zitat
Die Klassiker-Szene boomt, weltweit und in Deutschland. Dies lockt sogar Investoren an. Spieth weiß von Plänen in Deutschland, wonach Finanzspezialisten und Oldtimer-Fachleute einen geschlossenen Fonds planen, dessen Gelder in 200 bis 250 Oldtimer investiert werden sollen.
Das erhoffte Renditeziel betrage zwölf Prozent. Sicher eine sehr spezielle Anlage, aber angesichts der steigenden Preise in den USA und in Asien möglicherweise realistisch, sagen Szene-Kenner.
http://www.geldfinden.de/t523f31-Altes-Eisen-bietet-hohes-Renditepotenzial.html[/quote]
Da habe ich was gefunden, den einen oder anderen interessiert es sicher.
Mit diesen Wagen kann man täglich fahren, das sind keine Sammlerstücke, die man nur zweimal im Jahr für eine Oldtimer-Rallye aus der Garage fährt. www.alltagsklassiker.de
Ganz sicher für Freunde der alten Kisten, ein Blick wert.
Zitat
Da ein Volvo Amazon aus dem Jahre 1966, dort ein Jaguar, der über dreißig Jahre auf dem Buckel hat, da ein Mercedes SL vom Baujahr 1969, ihm zur Seite steht ein Ford Taunus, 36 Jahre alt. In der unscheinbaren Lagerhalle am Rande Bonns strahlt der Glanz vergangener Automobilzeiten
Mit diesen Wagen kann man täglich fahren, das sind keine Sammlerstücke, die man nur zweimal im Jahr für eine Oldtimer-Rallye aus der Garage fährt. www.alltagsklassiker.de
Ganz sicher für Freunde der alten Kisten, ein Blick wert.
Zitat
Oldtimer als Kapitalanlage
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) veröffentlicht erstmals einen Deutschen Oldtimer Index (DOX), der die Wertentwicklung von klassischen Fahrzeugen in Deutschland darstellt. Dabei wird auf die Datenbank von Classic Data aus Castrop-Rauxel zurückgegriffen, die sich in den letzten 25 Jahren eine führende Position als Marktbeobachter für dieses spezielle Fahrzeugsegment erarbeitet haben.
Er berücksichtigt 88 unterschiedliche Oldtimer-Modelle aus sieben Herstellerländern, ausgewählt aus rund 200.000 über die Classic Data-Bewertungskette erstellten Gutachten und Bewertungen. Um eine Verfälschung durch einzelne besonders wertvolle Sammlerstücke auszuschließen, wurden ausnahmslos Nachkriegsfahrzeuge berücksichtigt. Der Anfangswert wurde auf 1.000 Punkte festgelegt.
Seit 1999 hat sich demnach der Wert von Oldtimern in Deutschland jährlich im Durchschnitt um 5,7 Prozent gesteigert, was zu einem aktuellen Index von 1.732 Punkten führt. Den höchsten Wertzuwachs weisen Fahrzeuge deutscher Marken auf, deren Index heute 2.116 Punkte beträgt. Dagegen haben englische Fahrzeuge offensichtlich den Zenit der Wertsteigerung mit 1.486 Punkten annähernd erreicht, und italienische Oldtimer liegen mit einem Index von 1.740 etwa im Durchschnitt.
Der VDA rät möglichen Investoren, vor dem Erwerb eines historischen Fahrzeugs unbedingt einen oldtimererfahrenen Sachverständigen einzuschalten, der den technischen Zustand des Wagens überprüft. Außerdem sind neben dem Kaufpreis die laufenden Unterhaltskosten sowie die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Der Kauf einer der automobilen Pretiosen macht, so der VDA, besonders dann Sinn, wenn neben Markenaffinität, gelungenem Design oder bevorzugtem Fahrverhalten auch positive Emotionen mit im Spiel sind. Dann kann aus der vermeintlich guten Investition ein dauerhaftes Hobby entstehen.
* Auszug / Von Jörg Enger
Alte Autos sind oft nicht nur schön anzusehen, sondern eignen sich auch als Investmentidee. Das findet zumindest das „Count of Custoza Family Office", das einen entsprechenden Fonds aufgelegt hat: den „Classic Car Fund". Der Fonds hat sein Domizil in Liechtenstein und soll in Kürze an der Deutschen Börse gelistet werden, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilt.
Der „Classic Car Fund" – eigenen Angaben zufolge der weltweit erste und bisher einzige seiner Art – investiert gezielt in alte Automobile. Das Produkt wurde vor dem Hintergrund des beachtlichen Wertzuwachses lanciert, den so genannte „Vintage Cars" in den vergangenen Jahren erzielen konnten.
Der Fonds wird von Filippo Pignatti betreut, der selbst ein ausgeprägtes Faible für Oldtimer und deren Historien hat und das neue Investment-Vehikel als einen „non-elitären Ansatz" betrachtet, um in diesen Boom-Sektor zu investieren. „Wir möchten komplett transparent sein, weshalb wir uns für ein Listing an der Börse entschieden haben", erklärt Pignatti. „Es herrscht eine große Ungewissheit in diesem Sektor, deshalb schaffen es viele Investments nicht, im derzeit volatilen Umfeld nachhaltig zu performen." Der Classic Car Fund biete eine Plattform für jene, die ihr Portfolio diversifizieren möchten, preist Pignatti sein Produkt an.
Im Investmentteam finden sich unter anderem Experten aus den renommierten Auktionshäusern Sotheby’s und Christie’s, aber auch erfahrene Privatsammler, die selbst im Finanzsektor gearbeitet haben. Um das Produkt einer breiten Öfffentlichkeit bekannt zu machen, plant das Unternehmen eine Pressekonferenz, die am kommenden Freitag in Paris stattfinden soll.
Quelle: FONDS professionell
Der „Classic Car Fund" – eigenen Angaben zufolge der weltweit erste und bisher einzige seiner Art – investiert gezielt in alte Automobile. Das Produkt wurde vor dem Hintergrund des beachtlichen Wertzuwachses lanciert, den so genannte „Vintage Cars" in den vergangenen Jahren erzielen konnten.
Der Fonds wird von Filippo Pignatti betreut, der selbst ein ausgeprägtes Faible für Oldtimer und deren Historien hat und das neue Investment-Vehikel als einen „non-elitären Ansatz" betrachtet, um in diesen Boom-Sektor zu investieren. „Wir möchten komplett transparent sein, weshalb wir uns für ein Listing an der Börse entschieden haben", erklärt Pignatti. „Es herrscht eine große Ungewissheit in diesem Sektor, deshalb schaffen es viele Investments nicht, im derzeit volatilen Umfeld nachhaltig zu performen." Der Classic Car Fund biete eine Plattform für jene, die ihr Portfolio diversifizieren möchten, preist Pignatti sein Produkt an.
Im Investmentteam finden sich unter anderem Experten aus den renommierten Auktionshäusern Sotheby’s und Christie’s, aber auch erfahrene Privatsammler, die selbst im Finanzsektor gearbeitet haben. Um das Produkt einer breiten Öfffentlichkeit bekannt zu machen, plant das Unternehmen eine Pressekonferenz, die am kommenden Freitag in Paris stattfinden soll.
Quelle: FONDS professionell
Geld anlegen mit Spaßfaktor:
Vortragsreihe informiert über ersten deutschen Oldtimer-Fonds
"Oldtimer sind eine völlig neuartige Anlageklasse mit ausgeprägtem Sachwertcharakter", erläutern Georg Fritz und Jürgen Meister, Gründer des ersten deutschen Oldtimer-Fonds, ihre Geschäftsidee. Das Handelsblatt spricht von: "Alten Werten - Oldtimer gehören zu den schönsten Geldanlagen". Werthaltig auch in Krisenzeiten zeigt sich die Anlage in Oldtimern. So verzeichnet der von der Südwestbank kreierte Oldtimerindex (OTX) seit 2005 eine durchschnittliche Wertsteigerung von 12,2 Prozent pro Jahr.
Interessierte können sich anlässlich der Vortragsreihe zu alternativen Investments der bankenunabhängigen Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner über das Thema informieren. Der Vortrag "Oldtimer als Sachwert" findet am 26. Juli 2011 um 19.00 Uhr im Forsthaus Wörnbrunn in Grünwald statt.
Ingo Weiß, Prokurist von Dr. Lux & Präuner, betont: "Es handelt sich um ein vielversprechendes Investment zum Anfassen. Die Nicht-Reproduzierbarkeit eines klassischen Oldtimers und ein somit immer knapper werdendes Angebot trifft auf eine anhaltend hohe Nachfrage - ein ideales Anlageszenario."
Das Fonds-Management bietet die Teilnahme an Events, damit die Gesellschafter auch in den Genuss ihres Investments kommen. Die Referenten Georg Fritz und Jürgen Meister sind ausgewiesene Oldtimer- und Kapitalmarktexperten und werden vor dem Forsthaus eine kleine Auswahl ihrer Schätze zeigen
Pressemitteilung von: Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG
Vortragsreihe informiert über ersten deutschen Oldtimer-Fonds
"Oldtimer sind eine völlig neuartige Anlageklasse mit ausgeprägtem Sachwertcharakter", erläutern Georg Fritz und Jürgen Meister, Gründer des ersten deutschen Oldtimer-Fonds, ihre Geschäftsidee. Das Handelsblatt spricht von: "Alten Werten - Oldtimer gehören zu den schönsten Geldanlagen". Werthaltig auch in Krisenzeiten zeigt sich die Anlage in Oldtimern. So verzeichnet der von der Südwestbank kreierte Oldtimerindex (OTX) seit 2005 eine durchschnittliche Wertsteigerung von 12,2 Prozent pro Jahr.
Interessierte können sich anlässlich der Vortragsreihe zu alternativen Investments der bankenunabhängigen Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner über das Thema informieren. Der Vortrag "Oldtimer als Sachwert" findet am 26. Juli 2011 um 19.00 Uhr im Forsthaus Wörnbrunn in Grünwald statt.
Ingo Weiß, Prokurist von Dr. Lux & Präuner, betont: "Es handelt sich um ein vielversprechendes Investment zum Anfassen. Die Nicht-Reproduzierbarkeit eines klassischen Oldtimers und ein somit immer knapper werdendes Angebot trifft auf eine anhaltend hohe Nachfrage - ein ideales Anlageszenario."
Das Fonds-Management bietet die Teilnahme an Events, damit die Gesellschafter auch in den Genuss ihres Investments kommen. Die Referenten Georg Fritz und Jürgen Meister sind ausgewiesene Oldtimer- und Kapitalmarktexperten und werden vor dem Forsthaus eine kleine Auswahl ihrer Schätze zeigen
Pressemitteilung von: Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG
Sind .. Oldtimer .. eine Investmentalternative?
Die Zeiten für Kapitalanleger sind und bleiben nicht einfach. Begonnen mit der Bankenkrise 2008 sorgen nun die derzeitigen Länderrisiken für Besorgnis und lassen die Anleger nach neuen Anlagealternativen suchen. Dabei sind vor allem Anlagen in Sachwerte in den Vordergrund gerückt, wie die Experten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachtet haben. Und zwar jene, die zwar nicht neu sind, aber insbesondere in den letzten Jahren einen hohen Werterhalt gewähren. "Gefragt sind in diesem Zusammenhang vor allem Immobilien, Diamanten, Oldtimer und zeitgenössische Kunst", erklärt Arnim Kogge, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.
Bei diesen unterschiedlichen Alternativen müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden:
..."
Entscheidet man sich für den Kauf eines Oldtimers, muss mit mehr Aufwand gerechnet werden. Um die Echtheit und Qualität einschätzen zu können, benötigt der Investor technisches Know-how und muss die Geschichte des ausgewählten Fahrzeugs genau analysieren. Darüber hinaus entstehen Kosten für die Versicherungsprämie und ein hoher Aufwand für den Unterhalt. "Auf der anderen Seite können bei dieser Anlageklasse durchaus Preissteigerungen erzielt werden, wenn die Auswahl stimmt", berichtet Kogge.
Die Zeiten für Kapitalanleger sind und bleiben nicht einfach. Begonnen mit der Bankenkrise 2008 sorgen nun die derzeitigen Länderrisiken für Besorgnis und lassen die Anleger nach neuen Anlagealternativen suchen. Dabei sind vor allem Anlagen in Sachwerte in den Vordergrund gerückt, wie die Experten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachtet haben. Und zwar jene, die zwar nicht neu sind, aber insbesondere in den letzten Jahren einen hohen Werterhalt gewähren. "Gefragt sind in diesem Zusammenhang vor allem Immobilien, Diamanten, Oldtimer und zeitgenössische Kunst", erklärt Arnim Kogge, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.
Bei diesen unterschiedlichen Alternativen müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden:
..."
Entscheidet man sich für den Kauf eines Oldtimers, muss mit mehr Aufwand gerechnet werden. Um die Echtheit und Qualität einschätzen zu können, benötigt der Investor technisches Know-how und muss die Geschichte des ausgewählten Fahrzeugs genau analysieren. Darüber hinaus entstehen Kosten für die Versicherungsprämie und ein hoher Aufwand für den Unterhalt. "Auf der anderen Seite können bei dieser Anlageklasse durchaus Preissteigerungen erzielt werden, wenn die Auswahl stimmt", berichtet Kogge.
Sachwerte gelten derzeit als besonders interessante Anlagen für Investoren, die sich in stürmischen Zeiten von den internationalen Finanzmärkten fernhalten wollen. Nicht selten fällt die Wahl auf Oldtimer. Anleger müssen in diesem Martksegment allerdings vielen Fallstricken aus dem Weg gehen. Und wer nur aus der Renditeperspektive heraus investiert, ist auf dem falschen Spielplatz unterwegs. Ohne Passion führt der Oldtimer-Markt zu häufig zu Enttäuschungen.
Quelle: Börse Online
Zitat
Oldtimer als Geldanlage zu nutzen, das sollten Privatanleger sich besser zweimal überlegen, sagt Peter Mullin. Die Warnung kommt aus berufenem Munde: Immerhin hat der Sammler Mullin vor zwei Jahren selbst mehr als 30 Mio. Dollar (22,4 Mio. Euro) für einen Bugatti ausgegeben. Das 1936 gebaute graublaue Luxuscoupé 57SC Atlantic aus der elsässischen Edelwagenschmiede ist das teuerste Auto der Welt. „Jemand, der nicht mit Autos vertraut ist, sollte sich nicht einen Oldtimer kaufen und denken, er habe sein Geld an einem sicheren Ort geparkt“, warnt der 71-jährige Mullin. „Die Wahrscheinlichkeit, das falsche Modell zu wählen oder einer Fälschung aufzusitzen, ist hoch. Ein Auto sollte man kaufen, weil man es liebt.“ Zwar bestünden Chancen, dass gute, rare Autos ihren Wert mit der Zeit steigern. Aber das allein sei kein ausreichend guter Grund für einen Kauf.
Die Nachfrage von Sammlern wie Mullin hat die Preise für besonders seltene Oldtimer über die Jahre in die Höhe getrieben. Zwischen 1980 und 2011 verzeichnete der Index der Historic Automobile Group International (HAGI) für außergewöhnliche Autos ein jährliches Wachstum von 12,5 Prozent. Für einige Investoren sind die Raritäten eine Alternative zu den schwankungsanfälligen Finanzmärkten. Bei privaten Transaktionen, die meist unter Verschluss gehalten werden, zahlen Käufer für die Oldtimer oft höhere Summen als bei öffentlichen Auktionen. Allerdings bleiben mittelmäßige Modelle oft unverkauft oder erzielen niedrigere Preise, wie es im aktuellen Bericht der HAGI heißt.
Für Mullin sind französische Autos aus der Mitte des 20. Jahrhunderts die besten Sammelobjekte. „Französische Wagen von Ende der 20er und aus den 30er-Jahren sind der absolute Höhepunkt“, sagt er.
Aus Investorenperspektive ist er vor allem an Modellen interessiert, die seiner Auffassung nach vernachlässigt oder unterbewertet sind. „Es gibt keine echten Geheimtipps“, betont er. „Ich denke, dass einige Jaguar XK120 und Porsche Speedster ein bisschen unterbewertet sind. Das gilt auch für Citroën-Modelle der Vorkriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Traction Avant war ein fantastisches Auto.“
Originalzustand bringt mehr Rendite
Er warnt Käufer allerdings vor ausgiebig restaurierten Wagen. Man könne leicht 300 000 Dollar für ein Auto ausgeben und dann feststellen, dass es im Originalzustand mehr wert gewesen wäre, erläutert er. „Die Europäer haben das viel früher verstanden als die Amerikaner“, so Mullins. „Sie lieben den Originalzustand.“
Über den genauen Preis für den Stolz seiner Sammlung, den Bugatti, redet Mullin dagegen nicht gern. Erworben hat er den Wagen, von dem nur noch zwei Exemplare weltweit existieren, privat von der Familie des 2008 verstorbenen Oldtimersammlers Peter Williamson. „Als ich das Auto gekauft habe, habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt“, sagt er. Das Auktionshaus Gooding, das die Transaktion seinerzeit vermittelte, bezifferte den offiziellen Preis auf 30 Mio. bis 40 Mio. Dollar. Die von Händlern häufig genannte Zahl von 34 Mio. bis 36 Mio. Dollar will Mullin nicht bestätigen.
Quelle: Börse Online
Wenn Oldtimer im Wert steigen
Im Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Oldtimer. Das sind oft Schmuckstücke auf Rädern. Und das können sogar fahrbare Geldanlagen sein, die im Wert steigen. Hier kommt dann der Versicherer ins Spiel. Er muss den Wert des Fahrzeugs kennen, um bei einem Schaden angemessen regulieren zu können. Ohne fachmännisches Gutachten geht das nicht. Bei Wertsteigerungen, vor allem aber Neubesitzern eines Oldtimers ist daher immer eine aktuelle Bewertung des Zustands und Marktwerts des Fahrzeugs zu empfehlen, so Holger Nauß von der Honawu Versicherungsmakler GmbH & Co. KG, Pressesprecher des Maklerverbundes CHARTA Börse für Versicherungen AG, in Wuppertal.
Oldtimer sind ein gefragtes Investment, gerade in Krisenzeiten. Worauf Käufer achten müssen
Ende Juni in Goodwood, Südengland. Im großen Festival-Zelt drängen sich die Gäste vorbei an auf Hochglanz polierten Boliden aus Stahl. Ingenieurskunst früherer Jahrzehnte, teilweise aus der Vorkriegszeit. Alle Augen sind auf das Podium gerichtet, wo eine der exklusivsten Automobilversteigerungen der Welt gerade ihren Höhepunkt erreicht.
Beim traditionsreichen Goodwood Festival of Speed steht das Objekt 204 zum Verkauf: der knallrote Bentley Blower No. 1. Ein Rennwagen mit großer Geschichte, entworfen von Sir Henry "Tim" Birkin, Mitglied der legendären "Bentley Boys" und einer der berühmtesten britischen Rennfahrer. Für den über vier Meter langen Flitzer - der mit seinem 4,5 Liter Motor plus Kompressor 1931 den Geschwindigkeitsrekord von 220,03 km/h aufstellte - liegt das Ausgangsgebot bei zwei Millionen Pfund.
Schnell treiben sich die Bieter gegenseitig nach oben, teilweise in aggressiven 500.000-Pfund-Schritten, die klar machen sollen: Ich will dieses Unikat, egal zu welchem Preis. Bei 5 Millionen Pfund, umgerechnet 6,4 Millionen Euro, fällt der Hammer. Die Menge staunt und flüstert. Denn so viel Geld, wie der anonyme Käufer am Telefon geboten hat, wurde noch nie für ein britisches Auto auf einer Auktion gezahlt.
Nur wenig später wechselt ein 100 Jahre alter Rolls-Royce für 4,7 Millionen Pfund den Besitzer und ein Alfa Romeo aus dem Jahr 1932 kommt für 2,6 Millionen Pfund unter den Hammer. Die Begeisterung für historische Wagen - und damit auch die Zahlungsbereitschaft - scheint an diesem Tag keinen Grenzen zu kennen.
Der teuerste Oldtimer der Welt
Die Auktion beim Goodwood Festival of Speed ist ein Pflichttermin im Kalender der Oldtimernarren. Und der nächste Höhepunkt ist bereits in Sicht: der "Pebble Beach Concours d'Elegance" Mitte August in Kalifornien. Im vergangenen Jahr wurde dort ein Ferrari 250 Testa Rossa für 16,4 Millionen Dollar (12,8 Millionen Euro) versteigert. Damit gilt der Rennwagen von 1957 als teuerster Oldtimer der Welt. Nicht ausgeschlossen, dass in diesem Jahr der Rekord noch übertroffen wird.
Denn unter die Liebhaber und Sammler mischen sich immer häufiger auch Investoren, die in den historischen Wagen ganz emotionslos eine krisensichere Geldanlage sehen. "Wir registrieren zunehmend ein internationales und sehr zahlungskräftiges Publikum", sagt Marius Brune, Leiter der Marktbeobachtung beim Oldtimer-Datendienst Classic Data. Vermögende aus Asien, Russland, den Golfstaaten, aber auch aus Lateinamerika drängen auf den Markt. "Die spielen ganz oben mit", so Brune.
Auf der Suche nach einem sicheren Hafen sind die Reiche aus aller Welt längst auch auf historische Fahrzeuge gestoßen. Allein in Deutschland stieg die Zahl der Oldtimer-Kennzeichen im vergangenen Jahr um rund 11 Prozent. 259.000 Fahrzeuge tragen das "H" auf der Stoßstange. Dabei sind die über 30 jährigen Autos, die mit normalem Kennzeichen angemeldet sind oder ohne Anmeldung in Garagen gehortet werden, noch gar nicht mitgezählt.
5,5 Milliarden Euro investieren die Deutschen pro Jahr in historische Fahrzeuge, schätzt der Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge. Auf Europas Straßen rollen mehr als zwei Millionen Klassiker. Auch hier ist die Tendenz steigend.
"Auslöser des Booms ist der anhaltende Anlagenotstand", sagt Manfred Mühlheim, Leiter des Asset Managements bei der Südwestbank. "Oldtimer zeigen dagegen eine sehr beständige Wertentwicklung. Sie schlagen Aktien und Renten um Längen."
Eine gewagte Behauptung. Zur Begründung schiebt der Banker Zahlenkolonnen hinterher: Das Geldhaus aus Stuttgart veröffentlicht einmal pro Jahr einen eigenen Oldtimerindex, den OTX. Dieser stieg allein 2011 um ein Viertel. Seit dem Basisjahr 2005 bis Ende 2011 legte der Index im Durchschnitt 16,4 Prozent per anno zu, ein Plus von insgesamt 115 Prozent. Der Dax kam im gleichen Zeitraum auf 38,6 Prozent, der Index Rex-P für deutsche Staatsanleihen auf 39,3 Prozent.
Spitzenreiter unter den Oldtimern ist demnach der Mercedes W 108/W 109 mit einem Wertzuwachs von knapp 170 Prozent in sieben Jahren. Der OTX der Südwestbank erfasst allerdings nur die Preisentwicklung von 20 Modellen süddeutscher Hersteller. Dazu zählen Daimler, Opel, Porsche und BMW.
Etwas breiter aufgestellt ist der Deutsche Oldtimer Index (Dox), den der Verband der Automobilindustrie (VDA) veröffentlicht. Darin fließen 88 Modelle aus sieben Herstellernationen ein - jedoch keine Vorkriegsfahrzeuge, die mit Preisen von mehreren Millionen den Index verzerren würden. Seit dem Start der Berechnung 1999 hat sich der Dox nahezu verdoppelt. Nach einer Stagnationsphase von 2008 bis 2010 - die auch durch die Finanzkrise verursacht wurde - stand im vergangenen Jahr Stand ein Plus von 9,3 Prozent zu Buche. "Für 2012 rechne ich mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich", sagt Stefan Röhrig, Leiter des Fachbereichs Historische Fahrzeuge beim VDA.
Vom hässlichen Entlein zum Topinvestment?
Spitzenreiter im Dox ist ausgerechnet der Citroen 2 CV, besser bekannt als die "Ente". Das wegen seiner ursprünglich niedrigen Anschaffungskosten bei Studenten sehr beliebte Massenmodell aus den Baujahren 1969 bis 1976 kostete 1999 im Schnitt 2000 Euro, 2011 musste man schon 8300 Euro für ein Exemplar im Topzustand auf den Tisch legen. Wertzuwachs: stolze 315 Prozent.
Der Hauptgrund für den Wertanstieg dürfte darin begründet sein, dass das Angebot stark zurückgegangen ist. Innerhalb eines Jahrzehnts stürzte die Zahl der zugelassenen Citroen 2 CV nach den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts von 300.000 auf knapp 13.000 ab.
Hat sich das hässliche Entlein zum Topinvestment gemausert? Leider nein. Denn anders als bei einer Aktie, für die Anleger lediglich ein Depot benötigen, müssen Oldtimerbesitzer hohe laufende Kosten tragen: Garage, Versicherungen, Steuern, Instandhaltungskosten und natürlich auch Benzin. Schließlich sollten Oldtimer regelmäßig gefahren werden, um Standschäden zu vermeiden. "Wer mit Beträgen unter 100.000 Euro in die Oldtimerwelt einsteigen will, darf nicht auf große Gewinnen hoffen", sagt Frank Wilke vom Informationsdienst Classic Car Tax, der auch die Daten für den Dox sammelt. Bei günstigeren Oldtimern könne man in der Regel bestenfalls ein finanzielles Nullsummenspiel erwarten, so der Experte. Hobbysammlern bleibt dafür der Spaß am historischen Fahrzeug.
In den niedrigeren Preisklassen ist der Zustand des Fahrzeugs das wichtigste Kriterium. Sachverständige vergeben dafür Noten von 1 für "makellos" bis 5 für "restaurierungsbedürftig". Daneben spielt natürlich auch der Seltenheitswert des Fahrzeugs eine Rolle. Rare Sondereditionen sorgen eher für einen höheren Wiederverkaufswert als ein vergleichbares Massenmodell. "Sammler suchen immer das Topmodell eines Typs, also die Speerspitze der damaligen Technik", erklärt Wilke. Und ein Original sollte der Oldtimer ohnehin sein. Der Nachweis erfolgt meist über die Fahrzeuggestellnummer. Im oberen Preissegment werden nicht selten metallurgische Gutachten in Auftrag gegeben, um Fälschungen zu entlarven.
Ohnehin gelten bei Preisen jenseits der Millionengrenze andere Spielregeln. Ein Topzustand ist kein Muss - im Gegenteil: Bei Rennwagen beispielsweise zeugen Beulen und Schrammen von glorreichen Siegen. Überhaupt ist bei diesen klassischen Fahrzeugen die Historie entscheidend. Welche Rennen wurden damit gefahren? Gibt es berühmte Vorbesitzer? Ist es ein Filmauto? Oder ist der Wagen ein Prototyp? "Besonders ein lückenloser Besitznachweis und der passende Kilometerstand sind wichtige Kriterien", sagt Classic-Data-Experte Brune. All das trifft auf das 6,4-Millionen-Auto Bentley Blower No. 1 zu.
Oldtimerblase in den 1990er Jahren
Wer die Entwicklung im Topsegment verfolgen möchte, sollte die Indices der Historic Automobil Group International (HAGI) im Blick behalten. Der HAGI Top Index erfasst die Wertentwicklung von 50 Oldtimern von insgesamt 19 Herstellern. Der Mindestpreis liegt bei 100.000 Pfund, von den meisten Modellen existieren nur noch 1000 Exemplare weltweit. Im Durchschnitt kosteten die Fahrzeuge 2010 rund 285.000 Pfund. Im Juni legte der HAGI Top um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu. Besonders die Marken Mercedes-Benz, Bentley und AC/Shelby haben laut der aktuellsten Auswertung an Wert gewonnen.
Seit der Jahrtausendwende zeigt die monatlich aktualisierte Kurve des HAGI Top steil nach oben. Ein Beweis, dass die Preise auch in Zukunft konstant zulegen, ist das indes nicht. Denn es ging auch schon einmal bergab für die Boliden, nämlich in den 1990er Jahren. Nach dem Tod von Enzo Ferrari, Namensgeber des italienischen Sportwagenherstellers, im Jahr 1988 schossen die Preise für Wagen aus Maranello in die Höhe, die unter der Ägide des Unternehmensgründers gebaut wurden. "Im Zuge dessen verselbstständigte sich der Oldtimermarkt", sagt sagt Marktbeobachter Wilke. Finanzinvestoren spekulierten auf hohe Renditen. Nach zwölf Monaten platzte die Blase. "Es dauerte Jahre, bis sich die Branche wieder erholt hatte."
Ende Juni in Goodwood, Südengland. Im großen Festival-Zelt drängen sich die Gäste vorbei an auf Hochglanz polierten Boliden aus Stahl. Ingenieurskunst früherer Jahrzehnte, teilweise aus der Vorkriegszeit. Alle Augen sind auf das Podium gerichtet, wo eine der exklusivsten Automobilversteigerungen der Welt gerade ihren Höhepunkt erreicht.
Beim traditionsreichen Goodwood Festival of Speed steht das Objekt 204 zum Verkauf: der knallrote Bentley Blower No. 1. Ein Rennwagen mit großer Geschichte, entworfen von Sir Henry "Tim" Birkin, Mitglied der legendären "Bentley Boys" und einer der berühmtesten britischen Rennfahrer. Für den über vier Meter langen Flitzer - der mit seinem 4,5 Liter Motor plus Kompressor 1931 den Geschwindigkeitsrekord von 220,03 km/h aufstellte - liegt das Ausgangsgebot bei zwei Millionen Pfund.
Schnell treiben sich die Bieter gegenseitig nach oben, teilweise in aggressiven 500.000-Pfund-Schritten, die klar machen sollen: Ich will dieses Unikat, egal zu welchem Preis. Bei 5 Millionen Pfund, umgerechnet 6,4 Millionen Euro, fällt der Hammer. Die Menge staunt und flüstert. Denn so viel Geld, wie der anonyme Käufer am Telefon geboten hat, wurde noch nie für ein britisches Auto auf einer Auktion gezahlt.
Nur wenig später wechselt ein 100 Jahre alter Rolls-Royce für 4,7 Millionen Pfund den Besitzer und ein Alfa Romeo aus dem Jahr 1932 kommt für 2,6 Millionen Pfund unter den Hammer. Die Begeisterung für historische Wagen - und damit auch die Zahlungsbereitschaft - scheint an diesem Tag keinen Grenzen zu kennen.
Der teuerste Oldtimer der Welt
Die Auktion beim Goodwood Festival of Speed ist ein Pflichttermin im Kalender der Oldtimernarren. Und der nächste Höhepunkt ist bereits in Sicht: der "Pebble Beach Concours d'Elegance" Mitte August in Kalifornien. Im vergangenen Jahr wurde dort ein Ferrari 250 Testa Rossa für 16,4 Millionen Dollar (12,8 Millionen Euro) versteigert. Damit gilt der Rennwagen von 1957 als teuerster Oldtimer der Welt. Nicht ausgeschlossen, dass in diesem Jahr der Rekord noch übertroffen wird.
Denn unter die Liebhaber und Sammler mischen sich immer häufiger auch Investoren, die in den historischen Wagen ganz emotionslos eine krisensichere Geldanlage sehen. "Wir registrieren zunehmend ein internationales und sehr zahlungskräftiges Publikum", sagt Marius Brune, Leiter der Marktbeobachtung beim Oldtimer-Datendienst Classic Data. Vermögende aus Asien, Russland, den Golfstaaten, aber auch aus Lateinamerika drängen auf den Markt. "Die spielen ganz oben mit", so Brune.
Auf der Suche nach einem sicheren Hafen sind die Reiche aus aller Welt längst auch auf historische Fahrzeuge gestoßen. Allein in Deutschland stieg die Zahl der Oldtimer-Kennzeichen im vergangenen Jahr um rund 11 Prozent. 259.000 Fahrzeuge tragen das "H" auf der Stoßstange. Dabei sind die über 30 jährigen Autos, die mit normalem Kennzeichen angemeldet sind oder ohne Anmeldung in Garagen gehortet werden, noch gar nicht mitgezählt.
5,5 Milliarden Euro investieren die Deutschen pro Jahr in historische Fahrzeuge, schätzt der Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge. Auf Europas Straßen rollen mehr als zwei Millionen Klassiker. Auch hier ist die Tendenz steigend.
"Auslöser des Booms ist der anhaltende Anlagenotstand", sagt Manfred Mühlheim, Leiter des Asset Managements bei der Südwestbank. "Oldtimer zeigen dagegen eine sehr beständige Wertentwicklung. Sie schlagen Aktien und Renten um Längen."
Eine gewagte Behauptung. Zur Begründung schiebt der Banker Zahlenkolonnen hinterher: Das Geldhaus aus Stuttgart veröffentlicht einmal pro Jahr einen eigenen Oldtimerindex, den OTX. Dieser stieg allein 2011 um ein Viertel. Seit dem Basisjahr 2005 bis Ende 2011 legte der Index im Durchschnitt 16,4 Prozent per anno zu, ein Plus von insgesamt 115 Prozent. Der Dax kam im gleichen Zeitraum auf 38,6 Prozent, der Index Rex-P für deutsche Staatsanleihen auf 39,3 Prozent.
Spitzenreiter unter den Oldtimern ist demnach der Mercedes W 108/W 109 mit einem Wertzuwachs von knapp 170 Prozent in sieben Jahren. Der OTX der Südwestbank erfasst allerdings nur die Preisentwicklung von 20 Modellen süddeutscher Hersteller. Dazu zählen Daimler, Opel, Porsche und BMW.
Etwas breiter aufgestellt ist der Deutsche Oldtimer Index (Dox), den der Verband der Automobilindustrie (VDA) veröffentlicht. Darin fließen 88 Modelle aus sieben Herstellernationen ein - jedoch keine Vorkriegsfahrzeuge, die mit Preisen von mehreren Millionen den Index verzerren würden. Seit dem Start der Berechnung 1999 hat sich der Dox nahezu verdoppelt. Nach einer Stagnationsphase von 2008 bis 2010 - die auch durch die Finanzkrise verursacht wurde - stand im vergangenen Jahr Stand ein Plus von 9,3 Prozent zu Buche. "Für 2012 rechne ich mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich", sagt Stefan Röhrig, Leiter des Fachbereichs Historische Fahrzeuge beim VDA.
Vom hässlichen Entlein zum Topinvestment?
Spitzenreiter im Dox ist ausgerechnet der Citroen 2 CV, besser bekannt als die "Ente". Das wegen seiner ursprünglich niedrigen Anschaffungskosten bei Studenten sehr beliebte Massenmodell aus den Baujahren 1969 bis 1976 kostete 1999 im Schnitt 2000 Euro, 2011 musste man schon 8300 Euro für ein Exemplar im Topzustand auf den Tisch legen. Wertzuwachs: stolze 315 Prozent.
Der Hauptgrund für den Wertanstieg dürfte darin begründet sein, dass das Angebot stark zurückgegangen ist. Innerhalb eines Jahrzehnts stürzte die Zahl der zugelassenen Citroen 2 CV nach den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts von 300.000 auf knapp 13.000 ab.
Hat sich das hässliche Entlein zum Topinvestment gemausert? Leider nein. Denn anders als bei einer Aktie, für die Anleger lediglich ein Depot benötigen, müssen Oldtimerbesitzer hohe laufende Kosten tragen: Garage, Versicherungen, Steuern, Instandhaltungskosten und natürlich auch Benzin. Schließlich sollten Oldtimer regelmäßig gefahren werden, um Standschäden zu vermeiden. "Wer mit Beträgen unter 100.000 Euro in die Oldtimerwelt einsteigen will, darf nicht auf große Gewinnen hoffen", sagt Frank Wilke vom Informationsdienst Classic Car Tax, der auch die Daten für den Dox sammelt. Bei günstigeren Oldtimern könne man in der Regel bestenfalls ein finanzielles Nullsummenspiel erwarten, so der Experte. Hobbysammlern bleibt dafür der Spaß am historischen Fahrzeug.
In den niedrigeren Preisklassen ist der Zustand des Fahrzeugs das wichtigste Kriterium. Sachverständige vergeben dafür Noten von 1 für "makellos" bis 5 für "restaurierungsbedürftig". Daneben spielt natürlich auch der Seltenheitswert des Fahrzeugs eine Rolle. Rare Sondereditionen sorgen eher für einen höheren Wiederverkaufswert als ein vergleichbares Massenmodell. "Sammler suchen immer das Topmodell eines Typs, also die Speerspitze der damaligen Technik", erklärt Wilke. Und ein Original sollte der Oldtimer ohnehin sein. Der Nachweis erfolgt meist über die Fahrzeuggestellnummer. Im oberen Preissegment werden nicht selten metallurgische Gutachten in Auftrag gegeben, um Fälschungen zu entlarven.
Ohnehin gelten bei Preisen jenseits der Millionengrenze andere Spielregeln. Ein Topzustand ist kein Muss - im Gegenteil: Bei Rennwagen beispielsweise zeugen Beulen und Schrammen von glorreichen Siegen. Überhaupt ist bei diesen klassischen Fahrzeugen die Historie entscheidend. Welche Rennen wurden damit gefahren? Gibt es berühmte Vorbesitzer? Ist es ein Filmauto? Oder ist der Wagen ein Prototyp? "Besonders ein lückenloser Besitznachweis und der passende Kilometerstand sind wichtige Kriterien", sagt Classic-Data-Experte Brune. All das trifft auf das 6,4-Millionen-Auto Bentley Blower No. 1 zu.
Oldtimerblase in den 1990er Jahren
Wer die Entwicklung im Topsegment verfolgen möchte, sollte die Indices der Historic Automobil Group International (HAGI) im Blick behalten. Der HAGI Top Index erfasst die Wertentwicklung von 50 Oldtimern von insgesamt 19 Herstellern. Der Mindestpreis liegt bei 100.000 Pfund, von den meisten Modellen existieren nur noch 1000 Exemplare weltweit. Im Durchschnitt kosteten die Fahrzeuge 2010 rund 285.000 Pfund. Im Juni legte der HAGI Top um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu. Besonders die Marken Mercedes-Benz, Bentley und AC/Shelby haben laut der aktuellsten Auswertung an Wert gewonnen.
Seit der Jahrtausendwende zeigt die monatlich aktualisierte Kurve des HAGI Top steil nach oben. Ein Beweis, dass die Preise auch in Zukunft konstant zulegen, ist das indes nicht. Denn es ging auch schon einmal bergab für die Boliden, nämlich in den 1990er Jahren. Nach dem Tod von Enzo Ferrari, Namensgeber des italienischen Sportwagenherstellers, im Jahr 1988 schossen die Preise für Wagen aus Maranello in die Höhe, die unter der Ägide des Unternehmensgründers gebaut wurden. "Im Zuge dessen verselbstständigte sich der Oldtimermarkt", sagt sagt Marktbeobachter Wilke. Finanzinvestoren spekulierten auf hohe Renditen. Nach zwölf Monaten platzte die Blase. "Es dauerte Jahre, bis sich die Branche wieder erholt hatte."


