Rendite mit Rembrandt
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Rendite mit Rembrandt
Auf der Art Basel treffen sich momentan die Vertreter der 300 weltweit führenden Kunst-Galerien und präsentieren die Werke von 2000 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei geht es vor allem um Geld – denn Kunst als Geldanlage boomt.
(...)
War das Kaufen und Sammeln von Kunst lange Zeit eine Liebhaberei vermögender Kunstkenner, hat es sich in den verganenen Jahren auch zu einer Form der Geldanlage entwickelt.
Weltweit werden nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Galerien jährlich rund 25 Mrd. Euro im Kunsthandel umgesetzt - davon entfallen 60 Prozent auf die bildene Kunst. Rund 2,2 Mrd. Euro werden davon wiederum für zeitgenössische Kunst ausgegeben.
Die enormen Preissteigerungen, die einzelne Werke inzwischen erzielen, machen den Kunsthandel auch für professionelle Anleger interessant. Schon vor längerer Zeit haben deshalb Investmentfonds angefangen, Kunst in ihr Portfolio aufzunehmen.
Auch reine Kunstfonds wie etwa der Londoner "Fine Art Fund" oder die in Genf und New York ansässige "ArtVest" existieren inzwischen.
Nach Schätzungen sind allein in den letzten zwei Jahren mehr als ein Dutzend solcher Unternehmen entstanden. Der Hamburger Kunsthandel Art Estate plant in den nächsten zwölf Monate sogar den Gang an die Börse.
Art Estate hat sich auf den Handel mit hochwertigen Gemälden spezialisiert. Der Bestand hat einen Wert in zweistelliger Millionenhöhe, darunter sind Werke von Picasso, Lichtenstein und Baselitz.
Zwar ist immer noch umstritten, ob Kunst als verlässliche Anlageprojekte tatsächlich Sinn ergeben. Branchenexperten gehen inzwischen aber davon aus, dass mit den Kunstwerken jährliche Renditen von rund fünf Prozent zu erzielen sind.
So sagte etwa der Wittener Ökonom Christian Knebel, dass Investitionen in den Top-Kunstmarkt genauso viel Gewinn bringen wie anderweitige Geldanlagen.
Mehr: FTD
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War das Kaufen und Sammeln von Kunst lange Zeit eine Liebhaberei vermögender Kunstkenner, hat es sich in den verganenen Jahren auch zu einer Form der Geldanlage entwickelt.
Weltweit werden nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Galerien jährlich rund 25 Mrd. Euro im Kunsthandel umgesetzt - davon entfallen 60 Prozent auf die bildene Kunst. Rund 2,2 Mrd. Euro werden davon wiederum für zeitgenössische Kunst ausgegeben.
Die enormen Preissteigerungen, die einzelne Werke inzwischen erzielen, machen den Kunsthandel auch für professionelle Anleger interessant. Schon vor längerer Zeit haben deshalb Investmentfonds angefangen, Kunst in ihr Portfolio aufzunehmen.
Auch reine Kunstfonds wie etwa der Londoner "Fine Art Fund" oder die in Genf und New York ansässige "ArtVest" existieren inzwischen.
Nach Schätzungen sind allein in den letzten zwei Jahren mehr als ein Dutzend solcher Unternehmen entstanden. Der Hamburger Kunsthandel Art Estate plant in den nächsten zwölf Monate sogar den Gang an die Börse.
Art Estate hat sich auf den Handel mit hochwertigen Gemälden spezialisiert. Der Bestand hat einen Wert in zweistelliger Millionenhöhe, darunter sind Werke von Picasso, Lichtenstein und Baselitz.
Zwar ist immer noch umstritten, ob Kunst als verlässliche Anlageprojekte tatsächlich Sinn ergeben. Branchenexperten gehen inzwischen aber davon aus, dass mit den Kunstwerken jährliche Renditen von rund fünf Prozent zu erzielen sind.
So sagte etwa der Wittener Ökonom Christian Knebel, dass Investitionen in den Top-Kunstmarkt genauso viel Gewinn bringen wie anderweitige Geldanlagen.
Mehr: FTD
Nach einer langen Phase der Katerstimmung bei den Anlegern erfreuen sich nun immer mehr Kunst-Investmentfonds wachsender Beliebtheit.
Diese Anlageprodukte bieten auch zukünftig den Vorteil, dass sie das Vermögen vor Inflation schützen und zugleich eine lukrative Rendite in Aussicht stellen. Dabei orientieren sich die Finanzprodukte, die in Deutschland bislang nur wenig verbreitet sind, an dem Grundsatz, dass in Zeiten fallender Währungen Sachwerte wie Kunst und Gold im Wert steigen. Dennoch gibt es auch schwarze Schafe unter den Anbietern.
Einstieg schon ab 10.000 Dollar
Wie am Beispiel des Finanzdienstleisters Castlestone Management und dessen im Frühjahr dieses Jahres aufgelegten Kunstfonds deutlich wird, sind die Anleger schon mit einer im Vergleich zu anderen Anbietern niedrigen Summe von 10.000 Dollar mit dabei. Castlestone Management-Chef Angus Murray erwartet einen Run auf Kunstfonds, da Notenbanken in der Krise massiv Geld in die Märkte gepumpt haben und in den nächsten Jahren mit steigender Inflation zu rechnen ist.
Insider schätzen, dass Kunst zu einer Vermögensklasse wie Immobilien werden könnte.
Ganz risikolos sind Anlagen dieser Art aber nicht.
Liquiditätsprobleme, geringe Transparenz und hohe Transaktionskosten haben die Versuche erschwert, den Kunstkauf zu kollektivieren. Zwar wurden in den letzten Jahren neue Kunst- und zuletzt auch Pferdefonds angekündigt, in den Markt gebracht wurden diese dann aber doch nicht. Unterdessen ermittelt die japanische Finanzaufsicht SESC wegen Marktmanipulationen bei Fonds, die Kapital in Kunst und Pferde investiert haben. Neun Fonds will man überprüfen, die wenig liquide Privatprodukte anbieten.
Kunst, Fotos und Geigen bringen bis zu 34 Prozent Rendite
Das Spektrum, in das Kunstfonds investieren, ist groß. Der Anbieter Emotional Assets will mit dem "Emotional Assets Fund I" in 15 Segmente - angefangen bei Kunst über Fotografie bis hin zu Meistergeigen - mit einer niedrigen Schwankungsanfälligkeit Renditen von rund 15 Prozent pro Jahr erzielen.
Bei Mindesteinlagen von 100.000 Pfund wird eine Kapitalisierung von 50 bis 75 Mio. Pfund angestrebt. Der geschlossene Fonds mit einer Laufzeit von fünf Jahren will 40 Prozent direkt in Kunst sowie 60 Prozent in andere Kunstfonds investieren.
Fonds, in die Gesellschaften investieren können, gibt es viele. Dazu zählt unter anderem der renommierte "Art Photography Fund" der Investmentgesellschaft Merit. "Auch wir verspüren den verstärkten Trend der Anleger zu solchen Nischeninvestments", erklärt Friedrich Kiradi, Geschäftsführer der Merit Alternative Investments.
Angesichts der finanziellen Volatilität auf den Finanzmärkten ein lohnendes Geschäft. Der Merit-Fonds erzielte seit seinem Start im März 2008 rund 18 Prozent Gewinn.
Eine andere Option ist unter anderem auch der "Fine Violins Fund", der 100 Mio. Dollar in Stradivaris stecken will. Zu den etablierten Branchenplayern zählt zudem die Fine Art Group, die mit ihrem "Fund I" seit 2005 rund 34 Prozent Jahresrendite erzielt hat.
(pressetext)
Diese Anlageprodukte bieten auch zukünftig den Vorteil, dass sie das Vermögen vor Inflation schützen und zugleich eine lukrative Rendite in Aussicht stellen. Dabei orientieren sich die Finanzprodukte, die in Deutschland bislang nur wenig verbreitet sind, an dem Grundsatz, dass in Zeiten fallender Währungen Sachwerte wie Kunst und Gold im Wert steigen. Dennoch gibt es auch schwarze Schafe unter den Anbietern.
Einstieg schon ab 10.000 Dollar
Wie am Beispiel des Finanzdienstleisters Castlestone Management und dessen im Frühjahr dieses Jahres aufgelegten Kunstfonds deutlich wird, sind die Anleger schon mit einer im Vergleich zu anderen Anbietern niedrigen Summe von 10.000 Dollar mit dabei. Castlestone Management-Chef Angus Murray erwartet einen Run auf Kunstfonds, da Notenbanken in der Krise massiv Geld in die Märkte gepumpt haben und in den nächsten Jahren mit steigender Inflation zu rechnen ist.
Insider schätzen, dass Kunst zu einer Vermögensklasse wie Immobilien werden könnte.
Ganz risikolos sind Anlagen dieser Art aber nicht.
Liquiditätsprobleme, geringe Transparenz und hohe Transaktionskosten haben die Versuche erschwert, den Kunstkauf zu kollektivieren. Zwar wurden in den letzten Jahren neue Kunst- und zuletzt auch Pferdefonds angekündigt, in den Markt gebracht wurden diese dann aber doch nicht. Unterdessen ermittelt die japanische Finanzaufsicht SESC wegen Marktmanipulationen bei Fonds, die Kapital in Kunst und Pferde investiert haben. Neun Fonds will man überprüfen, die wenig liquide Privatprodukte anbieten.
Kunst, Fotos und Geigen bringen bis zu 34 Prozent Rendite
Das Spektrum, in das Kunstfonds investieren, ist groß. Der Anbieter Emotional Assets will mit dem "Emotional Assets Fund I" in 15 Segmente - angefangen bei Kunst über Fotografie bis hin zu Meistergeigen - mit einer niedrigen Schwankungsanfälligkeit Renditen von rund 15 Prozent pro Jahr erzielen.
Bei Mindesteinlagen von 100.000 Pfund wird eine Kapitalisierung von 50 bis 75 Mio. Pfund angestrebt. Der geschlossene Fonds mit einer Laufzeit von fünf Jahren will 40 Prozent direkt in Kunst sowie 60 Prozent in andere Kunstfonds investieren.
Fonds, in die Gesellschaften investieren können, gibt es viele. Dazu zählt unter anderem der renommierte "Art Photography Fund" der Investmentgesellschaft Merit. "Auch wir verspüren den verstärkten Trend der Anleger zu solchen Nischeninvestments", erklärt Friedrich Kiradi, Geschäftsführer der Merit Alternative Investments.
Angesichts der finanziellen Volatilität auf den Finanzmärkten ein lohnendes Geschäft. Der Merit-Fonds erzielte seit seinem Start im März 2008 rund 18 Prozent Gewinn.
Eine andere Option ist unter anderem auch der "Fine Violins Fund", der 100 Mio. Dollar in Stradivaris stecken will. Zu den etablierten Branchenplayern zählt zudem die Fine Art Group, die mit ihrem "Fund I" seit 2005 rund 34 Prozent Jahresrendite erzielt hat.
(pressetext)


