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Was die öffentliche Verschuldung angeht, schauen die Europäer neidisch auf den riesigen Nachbarn im Osten: Das öffentliche Defizit Russlands lag in den letzten fünf Jahren stets unter 10 Prozent des BIP. Als weltweit größter Gas-Exporteur, zweitgrößter Ölexporteur und drittgrößter Exporteur von Stahl und Primäraluminium (Daten von 2009) ist die russische Wirtschaft extrem von der Weltkonjunktur abhängig. Bemühungen, diese Abhängigkeit zu reduzieren, waren bisher nicht besonders erfolgreich. Dementsprechend hart traf die Wirtschaftskrise die Föderation. Regierung und Zentralbank setzten jeweils 200 Milliarden US-Dollar zur Stabilisierung der Lage ein. Das BIP, das seit den 1990er-Jahren im Schnitt um sieben Prozent jährlich gestiegen war, sank 2009 um fast acht Prozent. 2010 legte es um vier Prozent zu.
Die politische Unruhe im Riesenreich hat am Kapitalmarkt ihre Spuren hinterlassen. Von Kapitalflucht ist die Rede. Das ließ auch die Kurse der Staatsanleihen sinken. Jetzt sind die Wahlen durch, und die Inflation ist offiziell moderat. Das könnte auch den Anleihen helfen.
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Rendite: 7,89 Prozent
CDS: 206 Basispunkte
Rating Standard & Poor’s (S&P): BBB+
Inflationsrate: 3,7 Prozent (Februar 2012)
Russland-Staatsanleihe: Relativ sichere Rendite auch ohne Anleihe-Rating
Die Anleihe, emittiert vom osteuropäischen Staat Russland, sei mit einem Kupon von 11,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 24.07.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 US-Dollar auf. Bei einem aktuellen Kurs von 138,25 US-Dollar biete sie eine jährliche Rendite von 4,17%. Während die Anleihe über kein Rating verfüge, sei der Emittent von der Ratingagentur Moody's mit "Baa1" bewertet, was einem Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Russland sei stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig. So verfüge das Land über fast ein Viertel der weltweiten Gasreserven und über fast ein Fünftel der weltweiten Kohlevorräte. Aber auch die Ölindustrie sei für das Land von hoher Bedeutung und es stehe für etwa 12% der weltweiten Ölförderung. Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sei es in 2009 zu einem herben Einbruch Russlands Wirtschaft um rund 8% gekommen. Doch so schnell wie der Einbruch gekommen sei, so schnell habe sich das Land wieder erholt und wachse seither um solide 4%. Die Analysten von db research würden für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 4,6% und für 2013 von 4,9% prognostizieren.
Die Regierung habe die Inflation im Griff. So sei diese in 2011 mit 6,1% auf den tiefsten Wert seit dem Fall der Sowjetunion gesenkt worden. Für die Jahre 2012 und 2013 erwarte die russische Regierung einen Wert zwischen 5% und 6%.
Für Unruhe habe zuletzt die Ankündigung gesorgt, Wladimir Putin wolle sich erneut zur Wahl des Präsidenten stellen. Es stehe außer Zweifel, dass Putin im Frühjahr erneut zum Präsidenten Russlands gewählt werde. Ein Wahlsieg Putins sollte Russlands Wirtschaft weiter beflügeln und auch einen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr sehr wahrscheinlich werden lassen.
Zwar sei das Land stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig, doch da die Analysten von Anleihencheck Research hier mit keinen starken Preisrückgängen rechnen, sollte Russland auch in Zukunft über einen stabilen Haushalt und eine solide Zahlungsfähigkeit verfügen. Zumal Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft zu erkennen seien.
Die Landeswährung, der Russische Rubel (RUB), sei an einem Korb, bestehend aus dem US-Dollar (55%) und dem Euro (45%), gekoppelt. Der Rubel werte also auf, wenn Euro und USD gegenüber anderen Währungen wie GBP, CHF und JPY an Wert gewännen. Zudem steige der RUB, wenn der USD gegenüber dem EUR aufwerte, da dem US-Dollar eine höhere Gewichtung zukomme. Zuletzt habe der RUB gegenüber dem Währungskorb (EUR und USD) aufgewertet. Somit könnten Anleger mit der o.a. Anleihe zusätzlich Währungsgewinne aber auch -verluste erzielen.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Russland für eine durchaus interessante Anlagealternative für risikofreudigere Anleger. Der attraktive Kupon von 11,00% gleiche mögliche Währungsrisiken, zumindest teilweise, aus. (Analyse vom 15.02.2012)
Russland lockt ausländische Investoren mit seinen Staatsanleihen
Russland möchte verstärkt den heimischen Kapitalmarkt anzapfen. Zumindest bis zum Jahr 2014 sollen Rubel-Anleihen im Wert von bis zu 50 Milliarden US-Dollar (ca. 40 Mrd. Euro) jährlich ausgegeben werden. Damit sich daran auch vermehrt ausländische Anleger beteiligen, wurde eine Gesetzesänderung beschlossen, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).
Dabei sollen auch im Inland emittierte russische Staatsanleihen durch internationale Clearingstellen verrechnet werden können. Investmentbanken erwarten sich von diesem Schritt ein starkes Interesse an Staatsbonds in Rubel. Schon Ende März testete Moskau dabei erfolgreich das Marktinteresse für russische Obligationen. So konnte Russland mit der umfangreichsten Emission von Staatsanleihen seit dem Jahr 2000 Eurobonds in der Höhe von sieben Milliarden US-Dollar (5,4 Mrd. Euro) an den Mann bringen, berichtet die NZZ. Der Risikoaufschlag der russischen 30-Jahres-Anleihe zu den US-Bonds betrug dabei 250 Basispunkte.
Solide wirtschaftliche Daten
Im vergangenen Jahr legte Moskau mit einem Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent, einer Inflation von 6,1 Prozent (geringster Wert seit dem Ende der UdSSR) und einem Haushaltsüberschuss von 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eine solide Bilanz hin. Im Februar lag die Inflation gar nur noch bei 3,7 Prozent.
Verantwortlich für die erfreuliche Wirtschaftsentwicklung waren vor allem die hohen Ölpreise. So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die russische Wirtschaft deutlich erhöht. Der IWF erwartet jetzt für Russland ein Wachstum von vier Prozent. Die alte Prognose vom Januar lag noch bei 3,3 Prozent.
Mit der Vereidigung Vladimir Putins zum neuen Präsident hoffen viele Marktexperten mit einer Phase politischer Stabilität. Denn durch die Ausweitung der Amtsperiode von vier auf sechs Jahre, könnte Putin der bereits von 2000-2008 russischer Staatspräsident war, bis 2024 die Geschicke seines Landes leiten. Putin gilt zwar als Nationalist, aber auch als klarer Befürworter marktwirtschaftlicher Reformen.
.. keine Auswirkungen auf andere Länder oder Börsen
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BEKANNTMACHUNG
In den letzten Tagen sind im Markt zirkulierende russische Staatsanleihen oder Anleihen russischen Banken im Umlauf. Die Börsen von Ecuador warnen ausrücklich vor diesen Papieren, weil sie in Ecuador nicht zum Handel zugelassen sind, sie sind nicht in der Registrierung von Wertpapieren noch bei den Börsen (Quito und Guayaquil) registriert.
AVISO
En base a consultas que hemos recibido en los últimos días, ha llegado a nuestro conocimiento que están circulando en el mercado bonos soberanos rusos o bonos de bancos rusos. Al respecto debemos manifestar que estos valores no son susceptibles de ser negociados en el mercado de valores ecuatoriano en consideración a que los mismos no se encuentran inscritos en el Registro de Mercado de Valores ni en las Bolsas de Valores del país.
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