Vatikan Bank
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Selbst mit copernic lässt sich nicht allzuviel über die Vatikanbank finden.
Was man jedoch findet, sind hinweise auf etliche krumme Geschäfte,
die da abgehen.
Da ist von Mafiageldern, Morden, Verbindungen zu dem Attentat vom
11.9.2001 und mehr die Rede, von Finanzgeschäften allerdings sehr wenig.
Die Bank selbst findet man gar nicht, haben anscheinend keinen Web-
Auftritt, heutzutage für eine Bank schon eher peinlich.
Übrigens, die Domain www.vatikanbank.com ist zu verkaufen!
Also falls grad jemand vor hat, ne Bank zu gründen, der hat wenigstens
schon mal einen prima Namen...
Gruß Werner Callies
Was man jedoch findet, sind hinweise auf etliche krumme Geschäfte,
die da abgehen.
Da ist von Mafiageldern, Morden, Verbindungen zu dem Attentat vom
11.9.2001 und mehr die Rede, von Finanzgeschäften allerdings sehr wenig.
Die Bank selbst findet man gar nicht, haben anscheinend keinen Web-
Auftritt, heutzutage für eine Bank schon eher peinlich.
Übrigens, die Domain www.vatikanbank.com ist zu verkaufen!
Also falls grad jemand vor hat, ne Bank zu gründen, der hat wenigstens
schon mal einen prima Namen...
Gruß Werner Callies
Nur mal so zur Info
die Vatikan Bank heit eigentlich
Instituto per e Opere di Religione (IOR)
den Begriff kennt nur kaum einer und deswegen wird sie allgemein Vatikan Vabk gennant oder Banca di Vaticano, das geht jetzt schon so lange das selbst die "Banco di Vaticano" sich selbst so nennt und dahinter den Zusatz IOR führt. Im übrigen das ganze heist übersetzt in etwa soviel wie; Institut für Religiöse Werke.
Mit schmunzelnden Grüssen
Instituto per e Opere di Religione (IOR)
den Begriff kennt nur kaum einer und deswegen wird sie allgemein Vatikan Vabk gennant oder Banca di Vaticano, das geht jetzt schon so lange das selbst die "Banco di Vaticano" sich selbst so nennt und dahinter den Zusatz IOR führt. Im übrigen das ganze heist übersetzt in etwa soviel wie; Institut für Religiöse Werke.
Mit schmunzelnden Grüssen
Was mir noch so gerade einfällt
Das IOR (Vatikan Bank) ist gar keine Staatsbank auch wenn sie sich so verhält.
Das Institut wurde übrigens 1942 von Pius XII gegründet und ist eine juristisch autonome Einrichtug auf dem Gebiet des Vatikanstaates die nur zu dem Zweck geründet wurde die Finanzen des Vatikans Respektive der Kath. Kirch zu verwalten.
Ihre Aussengeschäfte machte sie bis 1982 mit der Ambrosiano Bank.
Die brach dann ein wenig an den Spekulationsgeschäten des Instituts zusammen, man redete von 1,5 Milliarden Dollar. Aussergerichtlich einigte man sich dann auf 240 Mio als Entschädigung.
Am 31. März 1992 gab das IOR das liquide Vermögen mit rund 3,2 Milliarden Dollar an, das Immobilienvermögen mit 2 Milliarden Dollar. Im Jahr 2000 konnte sich der Papst über einen Gewinn von 155,1 Milliarden Lire freuen, danach habe ich keine erkenntnise mehr.
Das Institut soll jetzt aber irgendwie mit der Banca di Roma (dem bösen neu duce seine) verbandelt sein.
Das Institut wurde übrigens 1942 von Pius XII gegründet und ist eine juristisch autonome Einrichtug auf dem Gebiet des Vatikanstaates die nur zu dem Zweck geründet wurde die Finanzen des Vatikans Respektive der Kath. Kirch zu verwalten.
Ihre Aussengeschäfte machte sie bis 1982 mit der Ambrosiano Bank.
Die brach dann ein wenig an den Spekulationsgeschäten des Instituts zusammen, man redete von 1,5 Milliarden Dollar. Aussergerichtlich einigte man sich dann auf 240 Mio als Entschädigung.
Am 31. März 1992 gab das IOR das liquide Vermögen mit rund 3,2 Milliarden Dollar an, das Immobilienvermögen mit 2 Milliarden Dollar. Im Jahr 2000 konnte sich der Papst über einen Gewinn von 155,1 Milliarden Lire freuen, danach habe ich keine erkenntnise mehr.
Das Institut soll jetzt aber irgendwie mit der Banca di Roma (dem bösen neu duce seine) verbandelt sein.
Re: Was mir noch so gerade einfällt
Wobei sich der damalige Verantwortliche, bezeichnet als "Bankier Gottes" erhängt hat oder eben im Zuge dieses Zusammenbruchs möglicherweise auch erhängt wurde. Seine Leiche baumelte an einer Brücke über der Themse in London.
Ein außerordentlich gutes Buch "Im Namen Gottes" beschreibt die ganze Geschichte
Ein außerordentlich gutes Buch "Im Namen Gottes" beschreibt die ganze Geschichte
Zitat von »"Starskies2000"«
....Ihre Aussengeschäfte machte sie bis 1982 mit der Ambrosiano Bank.
Die brach dann ein wenig an den Spekulationsgeschäten des Instituts zusammen, man redete von 1,5 Milliarden Dollar...
Browser
inaktiv
..............
Hallo Vander
Zu der von Ihnen eingestellten Url zitiere ich den letzten Satz:
Tatsache ist einmal, daß Macinkus mit einer gewissen Einfalt gesegnet war und von Bankgeschäften außerhalb der üblichen Art, wie zu dieser Zeit der ganze Vatikan überhaupt, nichts verstand. So wurde er ein leichtes Opfer von Bankdirektoren, die ihrerseits von mafiösen Umtrieben geplagt, versuchten, die Vatikanbank für ihre Geschäfte zu nutzen.
Wie gesagt, die Verantwortlichen in der Führung der Vatikanbank, hatten mit der profanen Welt des Gewinnstrebens nichts gemein, wollten aber zusätzliche Gewinne in der Wirtschaft realisieren. Umso leichter war es Calvi, sie zu mißbrauchen.
Macinkus hatte noch nicht mal Ahnung davon, wie die Gelder arbeiteteten und was die Unternehmen produzierten, in denen Vatikangelder arbeiteten. Abgesehen davon war ihm nicht bekannt, wohin überall Vatikangelder liefen und welche Gelder auf Vatikan-Konten ruhten.
Macinkus hatte sich einen guten Ruf erworben als der Mann für alle Fälle und nicht zuletzt als Leibwächter des Papstes. Als er sich für die Leitung der Vatikanbank anbot, hat man ihn akzeptiert.
Die Mitarbeit seitens des Klerus bestand in der Duldung infolge Unkenntnis, Unerfahrenheit, Nichtwissens. Die gleichen Voraussetzungen also, die Betrüger und Abzocker bei ihren Kunden voraussetzen dürfen.
Erst nach den unangenehmen Ereignissen ist man zur Ansicht gelangt, die Führung des Instituts Bankprofis anzuvertrauen.
Lieber Werner Callies. Für diese Hypothesen werden Sie nirgendwo glaubwürdige Quellen auftreiben können. :-)
Sollte die Vatikanbank in Geschäfte involviert sein, die hier schon verschiedentlich unter dem Begriff "Trading" genannt wurden, so denke ich, daß es sich um Geschäfte handelt, die aufgrund einer vernünftigen und sehr hohen Finanzbasis auch zu den Geschäften gehören, die von Erfolg gekrönt sind.
Mit den besten Wünschen, Browser
Zu der von Ihnen eingestellten Url zitiere ich den letzten Satz:
Zitat
Jedoch dürfte die Aufklärung der bis heute ungelösten Todesfälle und Finanzskandale ohne Mitarbeit des Klerus kaum möglich sein.
Tatsache ist einmal, daß Macinkus mit einer gewissen Einfalt gesegnet war und von Bankgeschäften außerhalb der üblichen Art, wie zu dieser Zeit der ganze Vatikan überhaupt, nichts verstand. So wurde er ein leichtes Opfer von Bankdirektoren, die ihrerseits von mafiösen Umtrieben geplagt, versuchten, die Vatikanbank für ihre Geschäfte zu nutzen.
Wie gesagt, die Verantwortlichen in der Führung der Vatikanbank, hatten mit der profanen Welt des Gewinnstrebens nichts gemein, wollten aber zusätzliche Gewinne in der Wirtschaft realisieren. Umso leichter war es Calvi, sie zu mißbrauchen.
Macinkus hatte noch nicht mal Ahnung davon, wie die Gelder arbeiteteten und was die Unternehmen produzierten, in denen Vatikangelder arbeiteten. Abgesehen davon war ihm nicht bekannt, wohin überall Vatikangelder liefen und welche Gelder auf Vatikan-Konten ruhten.
Macinkus hatte sich einen guten Ruf erworben als der Mann für alle Fälle und nicht zuletzt als Leibwächter des Papstes. Als er sich für die Leitung der Vatikanbank anbot, hat man ihn akzeptiert.
Die Mitarbeit seitens des Klerus bestand in der Duldung infolge Unkenntnis, Unerfahrenheit, Nichtwissens. Die gleichen Voraussetzungen also, die Betrüger und Abzocker bei ihren Kunden voraussetzen dürfen.
Erst nach den unangenehmen Ereignissen ist man zur Ansicht gelangt, die Führung des Instituts Bankprofis anzuvertrauen.
Zitat
Da ist von Mafiageldern, Morden, Verbindungen zu dem Attentat vom 11.9.2001 und mehr die Rede, von Finanzgeschäften allerdings sehr wenig.
Lieber Werner Callies. Für diese Hypothesen werden Sie nirgendwo glaubwürdige Quellen auftreiben können. :-)
Sollte die Vatikanbank in Geschäfte involviert sein, die hier schon verschiedentlich unter dem Begriff "Trading" genannt wurden, so denke ich, daß es sich um Geschäfte handelt, die aufgrund einer vernünftigen und sehr hohen Finanzbasis auch zu den Geschäften gehören, die von Erfolg gekrönt sind.
Mit den besten Wünschen, Browser
Na auf jedenfall macht
mich nichts mehr an, als wenn irgendeiner von der "Vatikan Bank" spricht und von Papieren etc. "der Vatikan Bank".
Dann fragt man mal nach ob da denn auch Vatikan Bank oder "Banco del Vaticano" drauf steht.
Das ist dann besonders witzig da es noch nicht mal Italienisch ist.
Lange Rede kurzer Sinn, bietet Ihnen irgendjemand etwas an wo Banca di Vaticano draufsteht; Hauen Sie ihm oder ihr eine rein, denn er will Sie gerade bescheissen. Oder einfach die Kripo anrufen und gleich einkerkern lassen.
Das die frommen Brüder nicht unbedingt immer saubere Geschäfte gemacht haben ist ja bekannt, aber das meiste was verbreitet wird, gehört entweder in den Bereich der Legende und kruden Verschwörungstheorien oder kommt bei anderen Banken genauso vor.
Nur ist das eben die "Vatikan Bank".
Insofern weiter schmunzelnde Grüsse.
Dann fragt man mal nach ob da denn auch Vatikan Bank oder "Banco del Vaticano" drauf steht.
Das ist dann besonders witzig da es noch nicht mal Italienisch ist.
Lange Rede kurzer Sinn, bietet Ihnen irgendjemand etwas an wo Banca di Vaticano draufsteht; Hauen Sie ihm oder ihr eine rein, denn er will Sie gerade bescheissen. Oder einfach die Kripo anrufen und gleich einkerkern lassen.
Das die frommen Brüder nicht unbedingt immer saubere Geschäfte gemacht haben ist ja bekannt, aber das meiste was verbreitet wird, gehört entweder in den Bereich der Legende und kruden Verschwörungstheorien oder kommt bei anderen Banken genauso vor.
Nur ist das eben die "Vatikan Bank".
Insofern weiter schmunzelnde Grüsse.
Browser
inaktiv
Und damit, lieber Starskies2000, bin ich absolut Ihrer Meinung.
Zitat
Das die frommen Brüder nicht unbedingt immer saubere Geschäfte gemacht haben ist ja bekannt, aber das meiste was verbreitet wird, gehört entweder in den Bereich der Legende und kruden Verschwörungstheorien oder kommt bei anderen Banken genauso vor.
Mit den besten Wünschen, Browser
Man sollte mal Friedel Neuber fragen - ob er sich noch an diverse Geschäfte mit den Frommen Brüdern erinnern kann.
Zumindest haben die wertlosen Wertpapiere, die sich die WestLB andrehen ließ auf Kosten Roms keinen Eigenschaden angerichtet.
Na - und das Goldbarren nur aus Gold bestehen müssen - wer behauptet das? Ist zumindest noch nicht nach der päpstlichen Unfehlbarkeit festgestellt worden.
Zumindest haben die wertlosen Wertpapiere, die sich die WestLB andrehen ließ auf Kosten Roms keinen Eigenschaden angerichtet.
Na - und das Goldbarren nur aus Gold bestehen müssen - wer behauptet das? Ist zumindest noch nicht nach der päpstlichen Unfehlbarkeit festgestellt worden.
Die miesen Geschäfte finden überall statt
nur gehen die dann nicht in die Analen der öffentlichen Meinung ein.
Wer erninnert sich noch an die Junk Bond Hysterie Ende der 80er?
Alle haben mitgemacht und so manche amerikanische saving and loan (Spar und Darlehnskassen) gab es danach nicht mehr.
War das eine Verschwörung oder war das gier?
Wer erinnert sich noch an die Tigerstaaten.
Tausende von Funds wurden aufgelegt und Geld in die Staaten Asiens gepumpt. Dann kamen ein paar Abgefahren Arbitragehändler wie Sorro mit seinem Hege-funds und fing an gegen die Asiatischen Währungen zu zocken.
Millionen sprangen drauf an und legten ebenfalls los, schön den schnellen Dollar machen. Das sie dabei die Staaten hinrichten und das Vermögen ihrer eigenen Kundenfunds hinrichten hat sie wenig interessiert.
So manchen Kleinanleger mit Asienfunds auch nicht die zockten fleissig mit ohne daran zu denken das ihre Fundskohle gerade baden geht.
Alle und zwar ausnahmslos alle Banken Invest-häuser, Putzfrauen machten mit. Sehen sie sich doch den Oelpreis an, das gleiche.
Alle machen mit und schneiden sich ins eigene Fleisch, die Kohle die hier verdient wird, klauen sie sich auf der anderen Seite selbst.
Verschwörungen? Quatsch die Gier nach Geld, und zwar von allen.
Die Welt hat eine Macke und weil das so ist brauch sie ne klasse Verschwörung und ein paar Schuldige.
Wenn dann noch der Vatikan mitspielt dann wird es erst Richtig spannend.
Wer erninnert sich noch an die Junk Bond Hysterie Ende der 80er?
Alle haben mitgemacht und so manche amerikanische saving and loan (Spar und Darlehnskassen) gab es danach nicht mehr.
War das eine Verschwörung oder war das gier?
Wer erinnert sich noch an die Tigerstaaten.
Tausende von Funds wurden aufgelegt und Geld in die Staaten Asiens gepumpt. Dann kamen ein paar Abgefahren Arbitragehändler wie Sorro mit seinem Hege-funds und fing an gegen die Asiatischen Währungen zu zocken.
Millionen sprangen drauf an und legten ebenfalls los, schön den schnellen Dollar machen. Das sie dabei die Staaten hinrichten und das Vermögen ihrer eigenen Kundenfunds hinrichten hat sie wenig interessiert.
So manchen Kleinanleger mit Asienfunds auch nicht die zockten fleissig mit ohne daran zu denken das ihre Fundskohle gerade baden geht.
Alle und zwar ausnahmslos alle Banken Invest-häuser, Putzfrauen machten mit. Sehen sie sich doch den Oelpreis an, das gleiche.
Alle machen mit und schneiden sich ins eigene Fleisch, die Kohle die hier verdient wird, klauen sie sich auf der anderen Seite selbst.
Verschwörungen? Quatsch die Gier nach Geld, und zwar von allen.
Die Welt hat eine Macke und weil das so ist brauch sie ne klasse Verschwörung und ein paar Schuldige.
Wenn dann noch der Vatikan mitspielt dann wird es erst Richtig spannend.
Zitat von »"mhmoeller"«
Man sollte mal Friedel Neuber fragen - ob er sich noch an diverse Geschäfte mit den Frommen Brüdern erinnern kann.
@
Oder mal die Frankfurter Hyp, wer denn so gut war, das etliche Eroscenter reefinanziert wurden. Waren ja nur Appartment Häuser, die viele Einzelzimmer hatten.*g*
Lag aber nicht an der Bank im Vatikan, denn die hatten ja nur Appartments reefinanziert.
Oder wie war das mit den Krupp Werken? Kann man im Buch Der alte Fritz gut nachlesen.
Grüße
Heinrich
Baltic-Rail
inaktiv
Vatikan Bank
Das ist eine ganz dubiose Geschichte. Diese "Bank" hatte Bekannten über einen deutschen Mittelsmann der dort registriert ist, eine Finanzierung angeboten. Vorabzahlung, festgelegt im eigenen Namen auf ein dort befindliches Konto in Höhe von 9 Punkten(?)
Dann nach Erhalt eines Diplomatenpasses erfolgt die Abwicklung. Registriernummer, Code etc. gibt es sofort und das Geld soll von "links nach rechts" bewegt werden. Laufzeiten unterschiedlichster Art.
Nach diesem telefonischen Angeboten wurde sofort jeglicher Kontakt abgebrochen.
Dann nach Erhalt eines Diplomatenpasses erfolgt die Abwicklung. Registriernummer, Code etc. gibt es sofort und das Geld soll von "links nach rechts" bewegt werden. Laufzeiten unterschiedlichster Art.
Nach diesem telefonischen Angeboten wurde sofort jeglicher Kontakt abgebrochen.
Kirchenstaat tauscht krisenbedingt Finanzchef aus.
Zwanzig Jahre lang hat Monsignore Angelo Caloia die Vatikan-Finanzen, besser gesagt: die Vatikan-Bank IOR (Istituto per le Opere di Religione), geleitet.
In der vergangenen Woche hat die zuständige Kommission für die Vatikan-Finanzen das Ende der Epoche Caloia beschlossen.
Die Finanzen des Vatikans soll künftig der 64-jährige Nationalökonom Ettore Gotti Tedeschi leiten. Damit könnte erstmals mehr Transparenz in die IOR- und Vatikan-Bilanz gebracht werden, schreibt die Turiner Tageszeitung La Stampa. Für den Kirchenstaat mit seiner undurchschaubaren Kontenführung würde dies eine Art Revolution bedeuten.
Auf der italienischen Bestsellerliste steht seit längerem das Skandalbuch Vaticano Spa über die geheimen Finanzierungen des Kirchenstaates.
Die IOR steht seit Jahren wegen unsauberer Finanzgeschäfte, Geldwäsche, Betrügereien und mafiösen Verstrickungen im Kreuzfeuer der Kritik. IOR verwaltet rund fünf Milliarden Euro und beschäftigt 130 Mitarbeiter.
Der mächtige Vatikan-Staatssekretär, Tarcisio Bertone, unterstützt die Ernennung Tedeschis zum IOR-Chef. Dieser lehrt an der Mailänder Cattolica-Universität Volkswirtschaftslehre und steht angeblich bei Opus Dei und dem Unternehmerverband Compagnia delle Opere hoch im Kurs.
Auch wenn er das kapitalistische System in der Vatikan-Zeitung Osservatore Romano kritisierte, ist er ein klarer Anhänger der Marktwirtschaft. Er tritt vor allem für eine bessere Ressourcenverteilung und mehr Entwicklungs- und Finanzhilfe für Afrika ein. Tedeschi stehe dem spanischen Banker Don Emilio Botin (Banco Santander) sowie dem Topmanagement der Mailänder Bank Intesa-Sanpaolo nahe. Beide Banken seien laut La Stampa im Einflussbreich von Opus Dei. Seine Karriere hat Tedeschi beim US-Beratungsunternehmen McKinsey gestartet. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Bankensektor ist er seit 2008 Berater der Regierung Berlusconi und sitzt im Aufsichtsrat der halbstaatlichen Cassa depositi e prestiti. Er ist auch Vertrauter von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti.
In den roten Zahlen
Im Vorjahr schrieb der Vatikan zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen. Der Heilige Stuhl machte einen Verlust von einer Million Euro, während der gesamte Vatikan-Staat mit 15 Mio. Euro in die roten Zahlen geriet. Diesmal ist der Verlust nicht einfach auf die Dollarabwertung zurückzuführen, sondern laut italienischen Zeitungen auch auf die falsche Anlagestrategie der Kirchenbank und auf Spekulationen in Wertpapieranlagen.
Verringert haben sich auch die Einnahmen aus den Spenden. Der "Peterspfennig" aus aller Welt brachte dem Vatikan zuletzt knapp 54 Mio. Euro ein, die größtenteils aus den USA, Italien und Deutschland kamen. Zusätzliche 21 Mio. Euro stammten von den Diözesen, wobei sich die deutschen Bistümer als die spendabelsten erwiesen.
(standard)
Zwanzig Jahre lang hat Monsignore Angelo Caloia die Vatikan-Finanzen, besser gesagt: die Vatikan-Bank IOR (Istituto per le Opere di Religione), geleitet.
In der vergangenen Woche hat die zuständige Kommission für die Vatikan-Finanzen das Ende der Epoche Caloia beschlossen.
Die Finanzen des Vatikans soll künftig der 64-jährige Nationalökonom Ettore Gotti Tedeschi leiten. Damit könnte erstmals mehr Transparenz in die IOR- und Vatikan-Bilanz gebracht werden, schreibt die Turiner Tageszeitung La Stampa. Für den Kirchenstaat mit seiner undurchschaubaren Kontenführung würde dies eine Art Revolution bedeuten.
Auf der italienischen Bestsellerliste steht seit längerem das Skandalbuch Vaticano Spa über die geheimen Finanzierungen des Kirchenstaates.
Die IOR steht seit Jahren wegen unsauberer Finanzgeschäfte, Geldwäsche, Betrügereien und mafiösen Verstrickungen im Kreuzfeuer der Kritik. IOR verwaltet rund fünf Milliarden Euro und beschäftigt 130 Mitarbeiter.
Der mächtige Vatikan-Staatssekretär, Tarcisio Bertone, unterstützt die Ernennung Tedeschis zum IOR-Chef. Dieser lehrt an der Mailänder Cattolica-Universität Volkswirtschaftslehre und steht angeblich bei Opus Dei und dem Unternehmerverband Compagnia delle Opere hoch im Kurs.
Auch wenn er das kapitalistische System in der Vatikan-Zeitung Osservatore Romano kritisierte, ist er ein klarer Anhänger der Marktwirtschaft. Er tritt vor allem für eine bessere Ressourcenverteilung und mehr Entwicklungs- und Finanzhilfe für Afrika ein. Tedeschi stehe dem spanischen Banker Don Emilio Botin (Banco Santander) sowie dem Topmanagement der Mailänder Bank Intesa-Sanpaolo nahe. Beide Banken seien laut La Stampa im Einflussbreich von Opus Dei. Seine Karriere hat Tedeschi beim US-Beratungsunternehmen McKinsey gestartet. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Bankensektor ist er seit 2008 Berater der Regierung Berlusconi und sitzt im Aufsichtsrat der halbstaatlichen Cassa depositi e prestiti. Er ist auch Vertrauter von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti.
In den roten Zahlen
Im Vorjahr schrieb der Vatikan zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen. Der Heilige Stuhl machte einen Verlust von einer Million Euro, während der gesamte Vatikan-Staat mit 15 Mio. Euro in die roten Zahlen geriet. Diesmal ist der Verlust nicht einfach auf die Dollarabwertung zurückzuführen, sondern laut italienischen Zeitungen auch auf die falsche Anlagestrategie der Kirchenbank und auf Spekulationen in Wertpapieranlagen.
Verringert haben sich auch die Einnahmen aus den Spenden. Der "Peterspfennig" aus aller Welt brachte dem Vatikan zuletzt knapp 54 Mio. Euro ein, die größtenteils aus den USA, Italien und Deutschland kamen. Zusätzliche 21 Mio. Euro stammten von den Diözesen, wobei sich die deutschen Bistümer als die spendabelsten erwiesen.
(standard)

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