Diskussion zum Newsletter vom 04.10.2006 - Lottoansturm
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Diskussion zum Newsletter vom 04.10.2006 - Lottoansturm
Zitat
Ein noch nie da gewesener Ansturm auf die Annahmestellen wird für heute, angesichts des höchsten Jackpots in der deutschen Lottogeschichte, erwartet. Die unvorstellbare Höhe eines möglichen Gewinns von 29 Millionen Euro lässt bei vielen Menschen den Traum vom ganz großen Glück wach werden. Einmal gewinnen - und sämtliche Probleme sind gelöst!?
Die Chance beim Lottospiel von Fortuna geküsst zu werden ist, neben dem Nervenkitzel, die wesentliche Motivation einen Lottoschein abzugeben - Gewinnchance 1:14 Millionen! Die meisten Menschen vergessen, dass Geld nur glücklich macht, wenn jemand zuvor auch wirklich arm war, oder aber mit dem Gewinn etwas Gutes macht. Die Gefahr, mit dem Geldsegen überfordert zu sein, ist mehr als groß.
Lotto-Millionäre sind nach kurzer Zeit nicht seliger als zuvor und es wäre falsch den Begriff "Millionär“ mit "Lebensglück" zu assoziieren! Gesunde Kinder, eine harmonische Ehe, Erfolg im Beruf, der Sieg über eine schwere Krankheit oder einfach nur Zufriedenheit, dass alles ist viel erstrebenswerter, als der berühmte Sechser im Lotto! Denken Sie mal drüber nach …
GoMoPa Net
Hallo,
richtig, Geld macht nicht glücklich.... aber es beruhigt enorm.
Wenn man am Existenzminimum herumkrebst, die Schulden einem über den Kopf wachsen, usw. dann tut so ein Gewinn doch sicher gut.
Klar, es sind viele die mit Geld nicht umgehen können. Aber die können auch nicht damit umgehen, wenn es "nur" 10.000 € sind, die sie evtl. gewinnen.
Einer der Gründe, warum in der Krankenversicherung die Privaten direkt mit den Krankenhäusern abrechnen sind genau diese Menschen. Stellen Sie sich vor, so einer muss ins KH und bekommt eine Rechnung über 30.000 €. Er sendet die an seine KV und erhält das Geld ausbezahlt (wie es ja bei ambulant und dental üblich ist). Was passiert nun? Er sieht nur noch 30.000 €!! Er rennt zum nächsten Autohändler und kauft sich einen BMWMercedesporsche. Und das KH? Sieht nie mehr wieder sein Geld.
Kurz: es gibit Menschen, die vernünftig mit dem Geld umgehen und solche, die es mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen. Aber auch das hat Vorteile: es kommt in den Kreislauf des Geldes. Daran verdient dann der Handel. Und wenn der verdient, dann haben einige wieder Arbeit.
Wo also liegt das Problem?
Nur eines sollte so ein Supergewinner sich vornehmen: einen Teil davon anonym wirklich Hilfsbedürftigen zu spenden. Meine Vorstellung: 10 % der Summe.
Doch auch hier scheiden sich die Geister: für viele ist es unvorstellbar, dass man etwas spendet. Gerade wenn sie nie viel Geld in den Fingern hatten. Dabei gibt es so viel Not... auch in D!
Grüße
Brendle
richtig, Geld macht nicht glücklich.... aber es beruhigt enorm.
Wenn man am Existenzminimum herumkrebst, die Schulden einem über den Kopf wachsen, usw. dann tut so ein Gewinn doch sicher gut.
Klar, es sind viele die mit Geld nicht umgehen können. Aber die können auch nicht damit umgehen, wenn es "nur" 10.000 € sind, die sie evtl. gewinnen.
Einer der Gründe, warum in der Krankenversicherung die Privaten direkt mit den Krankenhäusern abrechnen sind genau diese Menschen. Stellen Sie sich vor, so einer muss ins KH und bekommt eine Rechnung über 30.000 €. Er sendet die an seine KV und erhält das Geld ausbezahlt (wie es ja bei ambulant und dental üblich ist). Was passiert nun? Er sieht nur noch 30.000 €!! Er rennt zum nächsten Autohändler und kauft sich einen BMWMercedesporsche. Und das KH? Sieht nie mehr wieder sein Geld.
Kurz: es gibit Menschen, die vernünftig mit dem Geld umgehen und solche, die es mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen. Aber auch das hat Vorteile: es kommt in den Kreislauf des Geldes. Daran verdient dann der Handel. Und wenn der verdient, dann haben einige wieder Arbeit.
Wo also liegt das Problem?
Nur eines sollte so ein Supergewinner sich vornehmen: einen Teil davon anonym wirklich Hilfsbedürftigen zu spenden. Meine Vorstellung: 10 % der Summe.
Doch auch hier scheiden sich die Geister: für viele ist es unvorstellbar, dass man etwas spendet. Gerade wenn sie nie viel Geld in den Fingern hatten. Dabei gibt es so viel Not... auch in D!
Grüße
Brendle
Übereinstimmung
Mit dieser Aussage stimme ich völlig überein, doch wenn auf der finanziellen Seite nicht genug bzw. zuwenig da ist, kann auch keiner vollends glücklich sein. Der Mensch braucht ebenso, wie ideelle Werte auch materielle Versorgung. Wann werden wir Menschen endlich Wege finden, wie wir das was die Natur uns "schenkt", zusammen mit dem was wir selber herstellen, so zu verteilen, dass Jeder (ohne Ausnahme jeder Mensch) genug von Allem bekommt? In einem Zeitalter wie dem unseren, nach all den Revolutionen und Umwälzungen, sollte es das eigentlich nicht mehr geben, das auf der einen Seite einer zu viel hat und der Andere zuwenig oder gar Nichts.
Könnte die Ursache sein, dass die meisten von uns mit zuwenig Liebe genährt wurden/werden?
Könnte die Ursache sein, dass die meisten von uns mit zuwenig Liebe genährt wurden/werden?
Hallo PayAway,
dieser Zustand wird nie kommen. Dazu ist der Mensch nicht programmiert.
In der Beziehung sind wir immer noch in der Anfangszeit unserer Vorfahren, so um die 2 Millionen Jahre zurück.
sieht man sich die Globalisierung und die heutige Wirtschaft an, dann stellt man fest, dass immer noch das Übervorteilen, totschlagen, über Leichen gehen die Regel ist. Nur die Methoden wurden feiner.
Doch ob ich meinen Nachbarn wirtschaftlich vernichte um an sein Vermögen zu kommen oder mit der Keule, das ist Jacke wie Hose.
Und ob ich ihm nur so viel verdienen lasse, dass er gerade noch leben kann oder ob ich ihn als Sklaven halte und ihm Essen, Trinken und Kleidung schenke ist ebenfalls identisch.
Der Mensch vernichtet sich selbst. Für Geld hackt er sich selbst die Hand ab.
Ich bezweifele, dass die Menschheit bei der Entwicklung noch länger als 500 Jahre existiert.
Die Zukunft wird so sein, dass ein kleiner Teil alles hat und über volle Freiheit verfügt, der 90 % Anteil wird als willenlose Sklaven leben. Die Erlaubnis Kinder zu zeugen wird nur noch für die Oberen gegeben und einige wenige um für den Nachschub an Sklaven zu sorgen. Den Anfang haben wir gerade gemacht: es wird gerade diskutiert, wer Kinder bekommen darf und wer nicht. Ein Erziehungs"führerschein" soll über die Berechtigung Kinder zu bekommen entscheiden, also eine Behörde.
Wohin das führt brauche ich nicht zu erklären.
Doch diese Versklavung wird der Untergang der Menschheit sein. Sie wird degenerieren und irgend wann nicht mehr fortpflanzungs- und lebensfähig sein. Und ab da hat die Natur wieder eine Chance einen neuen Versuch zu starten (und die gleichen Fehler wieder zu machen).
Grüße
Brendle
dieser Zustand wird nie kommen. Dazu ist der Mensch nicht programmiert.
In der Beziehung sind wir immer noch in der Anfangszeit unserer Vorfahren, so um die 2 Millionen Jahre zurück.
sieht man sich die Globalisierung und die heutige Wirtschaft an, dann stellt man fest, dass immer noch das Übervorteilen, totschlagen, über Leichen gehen die Regel ist. Nur die Methoden wurden feiner.
Doch ob ich meinen Nachbarn wirtschaftlich vernichte um an sein Vermögen zu kommen oder mit der Keule, das ist Jacke wie Hose.
Und ob ich ihm nur so viel verdienen lasse, dass er gerade noch leben kann oder ob ich ihn als Sklaven halte und ihm Essen, Trinken und Kleidung schenke ist ebenfalls identisch.
Der Mensch vernichtet sich selbst. Für Geld hackt er sich selbst die Hand ab.
Ich bezweifele, dass die Menschheit bei der Entwicklung noch länger als 500 Jahre existiert.
Die Zukunft wird so sein, dass ein kleiner Teil alles hat und über volle Freiheit verfügt, der 90 % Anteil wird als willenlose Sklaven leben. Die Erlaubnis Kinder zu zeugen wird nur noch für die Oberen gegeben und einige wenige um für den Nachschub an Sklaven zu sorgen. Den Anfang haben wir gerade gemacht: es wird gerade diskutiert, wer Kinder bekommen darf und wer nicht. Ein Erziehungs"führerschein" soll über die Berechtigung Kinder zu bekommen entscheiden, also eine Behörde.
Wohin das führt brauche ich nicht zu erklären.
Doch diese Versklavung wird der Untergang der Menschheit sein. Sie wird degenerieren und irgend wann nicht mehr fortpflanzungs- und lebensfähig sein. Und ab da hat die Natur wieder eine Chance einen neuen Versuch zu starten (und die gleichen Fehler wieder zu machen).
Grüße
Brendle
Zitat
Jagd auf den Jackpot geht weiter
Die Jagd auf den bisher höchsten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte geht in eine weitere Runde: Auch bei der Mittwochsziehung hatte bundesweit kein Spieler alle sechs richtigen Zahlen angekreuzt sowie die korrekte Superzahl auf seinem Schein. Damit stehe der Jackpot jetzt nach ersten Schätzungen am Samstag bei rund 35 Millionen Euro, teilte die derzeit federführende Land Brandenburg Lotto GmbH in Potsdam mit.
Was soll ein "Ottonormalverbraucher" mit 35 Millionen anfangen?
Es ist anzunehmen, dass er durchdrehen wird.
Die Lottogesellschaften sollten besser den Jackpot auf 5 Mio begrenzen
und dann den Jackpot mehrmals verlosen, durch das Ziehen mehrerer
Super-Sechs-Zahlen, oder einfach den Gewinn bei 6 Richtigen erhöhen.
Kann mir kaum vorstellen, dass ein ON mit 35 Mio glücklich wird...
Es ist anzunehmen, dass er durchdrehen wird.
Die Lottogesellschaften sollten besser den Jackpot auf 5 Mio begrenzen
und dann den Jackpot mehrmals verlosen, durch das Ziehen mehrerer
Super-Sechs-Zahlen, oder einfach den Gewinn bei 6 Richtigen erhöhen.
Kann mir kaum vorstellen, dass ein ON mit 35 Mio glücklich wird...
Hallo werner callies
also ich weiß was damit anzufangen!
Ich habe damit keine Berührungsängste.
Ich würde auch nicht durchdrehen. Das würde außer meiner Frau niemand erfahren. Und wie man daraus noch mehr macht, weiß ich auch.
Mein leben würde fast genauso weiter gehen. Nur mit dem Unterschied, dass ich dann hobbyhalber arbeite. Ok, ein paar bisher unerfüllte Wünsche würde ich mir gönnen. Doch keine größenwahnsinnigen. Keinen Lamborghini... ob wohl der mit irre gefällt. Kein Schloss.
Der einzige Luxus wäre ein nettes vernünftiges relativ kleines Haus in Crikvice (Kroatien) und dazu ein Boot, das aber nur zum Angeln und zum Einkaufen verwendet wird. Also keine Luxusschleuder, kein Puppenfänger.
Und, wie ich schon sagte, 10 % als Spende. Und zwar so, dass niemand weiß, woher das Geld ist. Keine Steuerbelege dafür! Hier würde ich genauso handeln, wie der Koran es befiehlt: den zehnten für die abgeben, die es nötig haben. Um es gleich zu erwähnen: ich bin kein Muslim, ich bin eigentlich auch kein Christ. Doch erkenne ich die positiven Seiten dieser Religionen an.
Grüße
Brendle
Empfehlung an alle, die zuviel Geld haben: bringt es mir. Ich weiß wie ich es für mich anlege! :-)
also ich weiß was damit anzufangen!
Ich habe damit keine Berührungsängste.
Ich würde auch nicht durchdrehen. Das würde außer meiner Frau niemand erfahren. Und wie man daraus noch mehr macht, weiß ich auch.
Mein leben würde fast genauso weiter gehen. Nur mit dem Unterschied, dass ich dann hobbyhalber arbeite. Ok, ein paar bisher unerfüllte Wünsche würde ich mir gönnen. Doch keine größenwahnsinnigen. Keinen Lamborghini... ob wohl der mit irre gefällt. Kein Schloss.
Der einzige Luxus wäre ein nettes vernünftiges relativ kleines Haus in Crikvice (Kroatien) und dazu ein Boot, das aber nur zum Angeln und zum Einkaufen verwendet wird. Also keine Luxusschleuder, kein Puppenfänger.
Und, wie ich schon sagte, 10 % als Spende. Und zwar so, dass niemand weiß, woher das Geld ist. Keine Steuerbelege dafür! Hier würde ich genauso handeln, wie der Koran es befiehlt: den zehnten für die abgeben, die es nötig haben. Um es gleich zu erwähnen: ich bin kein Muslim, ich bin eigentlich auch kein Christ. Doch erkenne ich die positiven Seiten dieser Religionen an.
Grüße
Brendle
Empfehlung an alle, die zuviel Geld haben: bringt es mir. Ich weiß wie ich es für mich anlege! :-)
Hallo zusammen,
einerseits lese ich hier gewisse Statements mit Erstaunen, andererseits und
eher mit Erschrecken. Was manche Zeitgenossen unter „reich sein“ verste-
hen, wird augenscheinlich mit „wohlhabend“ verwechselt, denn reich kann
in der Tat auch der (für unsere Begriffe) ärmste Mann der Welt sein.
Vielleicht sollte man zunächst einigen Gedanken auf den Grund gehen, um
mit der Materie „reich“ besser umgehen zu können. Einer fernöstlichen Phi-
losophie nach, kann niemand das sein/werden, was er nicht schon vorher ist/
war.
Man kann jahrelang ein Konservatorium besuchen und Klavierspielen erler-
nen, doch es hört sich nie gut an, weil kein Klavierspieler in einem steckt.
Ein anderer hat es nie erlernt, spielt jedoch begnadet ein Instrument, wie sei-
nerzeit J. Hendrix, der überdies noch nicht einmal Noten lesen konnte. Man
kann also nichts werden, was man nicht schon ist. Kann man denn reich wer-
den?
Nein. Man kann viel Geld besitzen und somit über eine gewaltige Kauf- bzw.
Tauschkraft verfügen, doch reich ist man dadurch keineswegs. Geld scheint
für viele Menschen der Schlüssel zum Glück zu sein und genau an der Stelle
scheiden sich die Geister.
Millionen von Jahre der Evolution kam der Mensch ohne Geld (Muscheln,
etc.) aus und wie uns unser eigenes Dasein beweist, hat er überlebt, der Geld-
lose. Es kann also nicht das vermisste Glück sein, welchem wir unbesonnen
hinterher zu eilen Willens sind. Rastlos und von Neid betrieben mehr zu be-
sitzen, sieht man heutzutage den Menschen. Er vergleicht sich und seine Ha-
be mit der vorhandenen Quantität seines Nächsten; seines Nachbarn und ist
entsprechend gelaunt.
Besäße er nun den „Jackpot“ in Höhe von XY-MIO-Euro, wäre er ebenso
arm wie reich, weil er sich als Person nicht reziprok dazu ändert. Ein Maß-
anzug plus dicker Goldketten lassen nicht auf Reichtum, denn eher auf De-
kadenz schließen. Erinnere ich mich doch so gar nicht, Bill Gates jemals
mit Goldkette im Ferrari gesehen zu haben, dennoch er sich die jeweiligen
Werke kaufen könnte, nicht nur die Schaufensterauslage.
Man wird wirklich nie (zu) etwas, was man nicht vorher schon war.
Eine fast schon stehende Frage bei Herrn Jauch bezieht sich bei Erlangen
eines gewissen Betrages auf gewisse, respektive diverse Anschaffungen,
welche im Falle eines Gewinnes anstehen. Da kommt das Pferd für die
Tochter, der PC für den Papa, die neue Schrankwand und und und.
Seltsamerweise stehen doch all die Dinge als Kaufwunsch, also als Be-
Sitzwunsch erst dann an, wenn man sie sich auch finanziell leisten kann.
Kann die Tochter eigentlich reiten und lohnt sich Paps neuer PC wirklich,
oder will man es nur haben!? Besitzen, darüber verfügen können? Ist
das reich? Nein. Das ist Unsinn. Entweder kann die Tochter reiten oder sie
kann es nicht. Das Pferd macht nicht den Unterschied. Und das Talent ei-
nes Kindes vom Gewinn eines Quiz abhängig zu machen ist noch größerer
Unsinn.
In einem M. Schumacher steckte schon der 7 ( oder 8-)fache Weltmeister,
als er noch Go-Cart fuhr. Man kann nur werden, was man schon ist und
er war es schon.
Manche Menschen stehen morgens auf und freuen sich auf ein opulentes
Frühstück. Warum? Weil sie Hunger haben? Nein. Weil sie es sich leisten
können. Manche Menschen stehen morgens auf und machen sich zuerst be-
wusst, dass sie sehen können, riechen und schmecken, fühlen und hören.
Sie besitzen kein Geld, aber sie sind reich, denn mit XY-Mio auf dem Konto
würden sie nicht besser riechen, fühlen, sehen oder schmecken. Der mit dem
opulenten mahl am Morgen ist evtl.. schlechter dran und glaubt nur an sein
Geld, aber reich ist er nicht.
Spätestens in seinen letzten Lebenszügen wird ihm klar, wie arm er ist. Er
nimmt nämlich ebenso viel mit, wie der „Ärmste“.
einerseits lese ich hier gewisse Statements mit Erstaunen, andererseits und
eher mit Erschrecken. Was manche Zeitgenossen unter „reich sein“ verste-
hen, wird augenscheinlich mit „wohlhabend“ verwechselt, denn reich kann
in der Tat auch der (für unsere Begriffe) ärmste Mann der Welt sein.
Vielleicht sollte man zunächst einigen Gedanken auf den Grund gehen, um
mit der Materie „reich“ besser umgehen zu können. Einer fernöstlichen Phi-
losophie nach, kann niemand das sein/werden, was er nicht schon vorher ist/
war.
Man kann jahrelang ein Konservatorium besuchen und Klavierspielen erler-
nen, doch es hört sich nie gut an, weil kein Klavierspieler in einem steckt.
Ein anderer hat es nie erlernt, spielt jedoch begnadet ein Instrument, wie sei-
nerzeit J. Hendrix, der überdies noch nicht einmal Noten lesen konnte. Man
kann also nichts werden, was man nicht schon ist. Kann man denn reich wer-
den?
Nein. Man kann viel Geld besitzen und somit über eine gewaltige Kauf- bzw.
Tauschkraft verfügen, doch reich ist man dadurch keineswegs. Geld scheint
für viele Menschen der Schlüssel zum Glück zu sein und genau an der Stelle
scheiden sich die Geister.
Millionen von Jahre der Evolution kam der Mensch ohne Geld (Muscheln,
etc.) aus und wie uns unser eigenes Dasein beweist, hat er überlebt, der Geld-
lose. Es kann also nicht das vermisste Glück sein, welchem wir unbesonnen
hinterher zu eilen Willens sind. Rastlos und von Neid betrieben mehr zu be-
sitzen, sieht man heutzutage den Menschen. Er vergleicht sich und seine Ha-
be mit der vorhandenen Quantität seines Nächsten; seines Nachbarn und ist
entsprechend gelaunt.
Besäße er nun den „Jackpot“ in Höhe von XY-MIO-Euro, wäre er ebenso
arm wie reich, weil er sich als Person nicht reziprok dazu ändert. Ein Maß-
anzug plus dicker Goldketten lassen nicht auf Reichtum, denn eher auf De-
kadenz schließen. Erinnere ich mich doch so gar nicht, Bill Gates jemals
mit Goldkette im Ferrari gesehen zu haben, dennoch er sich die jeweiligen
Werke kaufen könnte, nicht nur die Schaufensterauslage.
Man wird wirklich nie (zu) etwas, was man nicht vorher schon war.
Eine fast schon stehende Frage bei Herrn Jauch bezieht sich bei Erlangen
eines gewissen Betrages auf gewisse, respektive diverse Anschaffungen,
welche im Falle eines Gewinnes anstehen. Da kommt das Pferd für die
Tochter, der PC für den Papa, die neue Schrankwand und und und.
Seltsamerweise stehen doch all die Dinge als Kaufwunsch, also als Be-
Sitzwunsch erst dann an, wenn man sie sich auch finanziell leisten kann.
Kann die Tochter eigentlich reiten und lohnt sich Paps neuer PC wirklich,
oder will man es nur haben!? Besitzen, darüber verfügen können? Ist
das reich? Nein. Das ist Unsinn. Entweder kann die Tochter reiten oder sie
kann es nicht. Das Pferd macht nicht den Unterschied. Und das Talent ei-
nes Kindes vom Gewinn eines Quiz abhängig zu machen ist noch größerer
Unsinn.
In einem M. Schumacher steckte schon der 7 ( oder 8-)fache Weltmeister,
als er noch Go-Cart fuhr. Man kann nur werden, was man schon ist und
er war es schon.
Manche Menschen stehen morgens auf und freuen sich auf ein opulentes
Frühstück. Warum? Weil sie Hunger haben? Nein. Weil sie es sich leisten
können. Manche Menschen stehen morgens auf und machen sich zuerst be-
wusst, dass sie sehen können, riechen und schmecken, fühlen und hören.
Sie besitzen kein Geld, aber sie sind reich, denn mit XY-Mio auf dem Konto
würden sie nicht besser riechen, fühlen, sehen oder schmecken. Der mit dem
opulenten mahl am Morgen ist evtl.. schlechter dran und glaubt nur an sein
Geld, aber reich ist er nicht.
Spätestens in seinen letzten Lebenszügen wird ihm klar, wie arm er ist. Er
nimmt nämlich ebenso viel mit, wie der „Ärmste“.

