Whisky - Whiskey
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Whisky - Whiskey
Whisky (in Irland und in den USA überwiegend Whiskey) ist ein aus Getreide durch Fermentierung und Destillation gewonnenes alkoholisches Getränk. Das Wort Whisky, erstmalig 1736 erwähnt, leitet sich vom Schottisch-Gälischen ab und bedeutet Lebenswasser.
Whiskey aus Irland wird heute nur noch an wenigen Standorten hergestellt, da im Laufe der Zeit eine Zentralisierung durch Aufkäufe kleinerer Brennereien stattgefunden hat. Auch existieren in der Herstellung einige Unterschiede im Vergleich zu den schottischen Whiskys. So wird hier grundsätzlich nicht über Torffeuer getrocknet bzw. geräuchert, was zum gänzlichen Fehlen des für einige namhafte Scotch-Sorten typischen Rauchcharakters führt. Irischer Whisky schmeckt in der Regel also milder.
Darüber hinaus wird er dreifach destilliert und erhält wesentliche Geschmacksmerkmale zum einen durch das hier übliche Verschneiden (Blending) und zum anderen durch unterschiedliche Reifeprozesse in verschiedenartigen Fasstypen (Sherry-, Bourbon-, Portweinfässer). Allerdings beträgt auch in Irland die Mindestreifedauer drei Jahre. Neben dem traditionell verschnittenen Whisky, also den Vatted-Sorten (von engl. vat = Mischfass) produziert man in Irland zunehmend auch Single Malts, ihr Marktanteil ist jedoch nach wie vor vergleichsweise gering. Die USA sind die Heimat des Bourbon – aber auch anderer Whisk(e)y- Arten wie Corn, Rye und Tennessee. Von europäischen Experten oft eher etwas herablassend beurteilt, finden sich auch unter den amerikanischen Whiskys interessante Besonderheiten, die es zu entdecken gilt. Der klassische
Bourbon, der seinen Namen ursprünglich der französischen Königsfamilie verdankt, muss aus einer Maische gebrannt werden, die mit mindestens 51% aus Mais angesetzt wurde, in der Regel ist der Maisanteil jedoch wesentlich höher (65-75%). Ähnliches gilt für den so genannten Rye, also den Roggen-Whiskey, auch er muss zu wenigstens 51% aus Roggen bestehen, um diesen Namen tragen zu dürfen. Rye ist der ursprünglichere Whiskey der USA und wurde erst allmählich vom Bourbon verdrängt. Gemein ist allen amerikanischen Whiskey-Sorten, dass sie mindestens zwei Jahre in frischen Eichenfässern ruhen, deren Innenseiten zuvor mit Feuer behandelt wurden. Dieses Auskohlen bewirkt zum einen das Karamellisieren des vorhandenen Zuckeranteils im Holz, der gemeinsam mit der entstehenden Holzkohle dem Brand sein typisch würziges Aroma verleiht. Tennessee Whiskey wird zu mindestens 51% aus Mais und zu mindestens 20% aus Roggen, Weizen oder Gerste gewonnen. Vor der Fasslagerung wird er über eine drei Meter hohe Schicht aus Holzkohle gefiltert, um unerwünschte Araomastoffe zu entfernen.
Besteht die Maische zu 80% bis 100% aus Mais spricht man von einem Corn-Whiskey. Diese spezielle Art muss ebenfalls mindestens zwei Jahre lagern – dies kann aber auch in gebrauchten, unverkohlten Eichenfässern geschehen.
Auch aus Kanada kommen einige internationale Whiskymarken. In der vormaligen britischen Kronkolonie setzt man beim Maischegrundstoff überwiegend auf Roggen. Allerdings sind hier auch weitere Zusätze gestattet, wie zum Beispiel Sherry, Obstwein oder Fruchtsäfte – 180 Genuss wenn auch nur in geringen Mengen (bis zu 2 %). Im Gegensatz zu den amerikanischen oder schottischen Bränden sind kanadische Whiskys in der Regel blended, also Verschnitte aus mehreren Destillerien. Besonders beliebt sind sie vor allem in Cocktails, was sicherlich darauf schließen lässt, dass sie für Experten keine echte geschmacklichen Herausforderungen darstellen.
Auch in anderen Ländern produziert man inzwischen Whiskys, unter anderem auch in Japan, Österreich, Australien, Frankreich und der Schweiz – dort heißt es dann „Swissky“. Auch in Deutschland versucht man sich schon länger an der Whiskydestillation, der wohl bekannteste Vertreter dürfte die Marke „Racke Rauchzart“ sein, ein Grain Whisky aus Weizen und Gerstenmalz. Etwas ganz Besonderes ist der SLYERS, ein echter Single Malt Whisky aus dem oberbayerischen Schliersee.
Vertrieben von der Destillerie Lantenhammer, entsteht dort seit 1999 ein recht exklusives Tröpfchen, das in einer limitierten Menge von derzeit 6.000 Flaschen auf den Markt kommt und nur über den ausgesuchten Fachhandel erhältlich ist.
Richtig Whisky trinken
Im Gegensatz zum Filmcowboy, der seinen Whisky am liebsten becherweise herunterstürzt, bevorzugt der Gentleman ein spezielles Procedere zum Verkosten der feinen Gerstenbrände. Hierfür werden zunächst einige Zutaten benötigt: etwas Weißbrot oder wahlweise englische Biskuits, einen Krug mit Wasser (natürlich ohne Kohlensäure) und ein passendes Glas. Hier eignet sich keineswegs der so genannte Tumbler, der geschliffene Glasbecher mit großem Durchmesser, den man traditionellerweise aus amerikanischen Filmen kennt. Eher sollte es schon ein spezielles Glas mit einem Stiel und einer engen Öffnung sein, ähnlich wie man es von guten Rotweinkelchen her kennt – allerdings in deutlich kleineren Dimensionen. In ihm soll sich das Aroma sammeln und konzentriert nach oben hin abgegeben werden. Ein Tumbler disqualifiziert sich hier bereits durch seinen dicken Boden, der – in der Hand gehalten – sehr schnell Wärme speichert und den Whiskey übermäßig erhitzt.
Der erste Schritt des Verkostens ist das Eingießen des Whiskys, etwa einen Finger breit. Nun kann in Ruhe die Farbe begutachtet werden, denn nicht zuletzt hier gibt es wesentliche Unterschiede, die jedoch mit steigender End-Segment begeben und Fassabfüllungen von bis zu 70% genießen möchten, muss per Hand verdünnt werden. Denn Alkoholwerte über 50% betäuben die Sinneszellen der Zunge und würden letztlich dazu führen, dass man von dem edlen Getränk nicht einmal die Hälfte schmeckt. Hier muss man als Anfänger unter Umständen ein wenig mit der Wassermenge experimentieren, bis man mit etwas Übung das perfekte Mischungsverhältnis erreicht.
Der Rest der Verkostung dürfte zumindest Weinkennern bereits geläufig sein. Zuerst kommt die Nase ins Glas, um mit den wesentlich feineren Sinneszellen des menschlichen Riechapparates das Aroma zu erschnüffeln.
Dann wird eine keine Menge Whisky aufgenommen und im Mund hin und her bewegt, um eine weitere Erwärmung, und damit die Expansion des Aromas zu ermöglichen. Zugleich sollte etwas Luft eingesaugt werden, die die Ausbreitung der schmeckbaren Moleküle verbessert. Zuletzt lässt man den Whisky nach hinten ablaufen und kann ihn dann schlukken, um den Abgang zu bewerten. Zwischen den einzelnen Proben sollte immer etwas Weißbrot verzehrt werden, um den Geschmack des vorausgegangenen Getränks zu neutralisieren.
Empfehlenswerte Marken
Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, daher lassen sich kaum allgemeingültige Empfehlungen aussprechen, die jedermanns Gusto treffen. Hier dennoch einige Whiskys, die es sich zu versuchen lohnt.
Schottland:
Besonders in Schottland gibt es so viele kleinere Brennereien und eine solch große Auswahl an Whiskys, dass man nur ansatzweise Tipps geben kann. Dennoch hier einige Versuche:
Talisker, Macallan, Bowmore, Lagavulin, Ardbeg, Laphroaig, Highland Park, Balvenie. Bekannt sind auch die Händlerabfüllungen von Gordon & MacPhail oder WM Cadenhead Ltd.. Bei Scotch gilt insgesamt die Losung: Probieren geht über Studieren.
Irland:
Die Blends Midleton Very Rare, Tullamore Dew, Inishowen oder die Single Malts Bushmills, Locke’s 8 Year Old, Red Breast
USA:
Elijah Craig, Wild Turkey, Blanton’s, Buffalo Trace oder Maker’s Mark –ein Kentucky Straight Bourbon Whisky (hier ohne E!), der unter Kennern als "einsame Spitze" gilt.
Kanada:
Black Velvet, Forty Creek Barrel Select, Tangle Ridge 10 Years
Japan:
Yamazaki Suntory (sprich: Santori), Nikka
Bleibt uns nicht mehr zu sagen als: PROST - und bedenken Sie, weniger ist oft mehr!
Whiskey aus Irland wird heute nur noch an wenigen Standorten hergestellt, da im Laufe der Zeit eine Zentralisierung durch Aufkäufe kleinerer Brennereien stattgefunden hat. Auch existieren in der Herstellung einige Unterschiede im Vergleich zu den schottischen Whiskys. So wird hier grundsätzlich nicht über Torffeuer getrocknet bzw. geräuchert, was zum gänzlichen Fehlen des für einige namhafte Scotch-Sorten typischen Rauchcharakters führt. Irischer Whisky schmeckt in der Regel also milder.
Darüber hinaus wird er dreifach destilliert und erhält wesentliche Geschmacksmerkmale zum einen durch das hier übliche Verschneiden (Blending) und zum anderen durch unterschiedliche Reifeprozesse in verschiedenartigen Fasstypen (Sherry-, Bourbon-, Portweinfässer). Allerdings beträgt auch in Irland die Mindestreifedauer drei Jahre. Neben dem traditionell verschnittenen Whisky, also den Vatted-Sorten (von engl. vat = Mischfass) produziert man in Irland zunehmend auch Single Malts, ihr Marktanteil ist jedoch nach wie vor vergleichsweise gering. Die USA sind die Heimat des Bourbon – aber auch anderer Whisk(e)y- Arten wie Corn, Rye und Tennessee. Von europäischen Experten oft eher etwas herablassend beurteilt, finden sich auch unter den amerikanischen Whiskys interessante Besonderheiten, die es zu entdecken gilt. Der klassische
Bourbon, der seinen Namen ursprünglich der französischen Königsfamilie verdankt, muss aus einer Maische gebrannt werden, die mit mindestens 51% aus Mais angesetzt wurde, in der Regel ist der Maisanteil jedoch wesentlich höher (65-75%). Ähnliches gilt für den so genannten Rye, also den Roggen-Whiskey, auch er muss zu wenigstens 51% aus Roggen bestehen, um diesen Namen tragen zu dürfen. Rye ist der ursprünglichere Whiskey der USA und wurde erst allmählich vom Bourbon verdrängt. Gemein ist allen amerikanischen Whiskey-Sorten, dass sie mindestens zwei Jahre in frischen Eichenfässern ruhen, deren Innenseiten zuvor mit Feuer behandelt wurden. Dieses Auskohlen bewirkt zum einen das Karamellisieren des vorhandenen Zuckeranteils im Holz, der gemeinsam mit der entstehenden Holzkohle dem Brand sein typisch würziges Aroma verleiht. Tennessee Whiskey wird zu mindestens 51% aus Mais und zu mindestens 20% aus Roggen, Weizen oder Gerste gewonnen. Vor der Fasslagerung wird er über eine drei Meter hohe Schicht aus Holzkohle gefiltert, um unerwünschte Araomastoffe zu entfernen.
Besteht die Maische zu 80% bis 100% aus Mais spricht man von einem Corn-Whiskey. Diese spezielle Art muss ebenfalls mindestens zwei Jahre lagern – dies kann aber auch in gebrauchten, unverkohlten Eichenfässern geschehen.
Auch aus Kanada kommen einige internationale Whiskymarken. In der vormaligen britischen Kronkolonie setzt man beim Maischegrundstoff überwiegend auf Roggen. Allerdings sind hier auch weitere Zusätze gestattet, wie zum Beispiel Sherry, Obstwein oder Fruchtsäfte – 180 Genuss wenn auch nur in geringen Mengen (bis zu 2 %). Im Gegensatz zu den amerikanischen oder schottischen Bränden sind kanadische Whiskys in der Regel blended, also Verschnitte aus mehreren Destillerien. Besonders beliebt sind sie vor allem in Cocktails, was sicherlich darauf schließen lässt, dass sie für Experten keine echte geschmacklichen Herausforderungen darstellen.
Auch in anderen Ländern produziert man inzwischen Whiskys, unter anderem auch in Japan, Österreich, Australien, Frankreich und der Schweiz – dort heißt es dann „Swissky“. Auch in Deutschland versucht man sich schon länger an der Whiskydestillation, der wohl bekannteste Vertreter dürfte die Marke „Racke Rauchzart“ sein, ein Grain Whisky aus Weizen und Gerstenmalz. Etwas ganz Besonderes ist der SLYERS, ein echter Single Malt Whisky aus dem oberbayerischen Schliersee.
Vertrieben von der Destillerie Lantenhammer, entsteht dort seit 1999 ein recht exklusives Tröpfchen, das in einer limitierten Menge von derzeit 6.000 Flaschen auf den Markt kommt und nur über den ausgesuchten Fachhandel erhältlich ist.
Richtig Whisky trinken
Im Gegensatz zum Filmcowboy, der seinen Whisky am liebsten becherweise herunterstürzt, bevorzugt der Gentleman ein spezielles Procedere zum Verkosten der feinen Gerstenbrände. Hierfür werden zunächst einige Zutaten benötigt: etwas Weißbrot oder wahlweise englische Biskuits, einen Krug mit Wasser (natürlich ohne Kohlensäure) und ein passendes Glas. Hier eignet sich keineswegs der so genannte Tumbler, der geschliffene Glasbecher mit großem Durchmesser, den man traditionellerweise aus amerikanischen Filmen kennt. Eher sollte es schon ein spezielles Glas mit einem Stiel und einer engen Öffnung sein, ähnlich wie man es von guten Rotweinkelchen her kennt – allerdings in deutlich kleineren Dimensionen. In ihm soll sich das Aroma sammeln und konzentriert nach oben hin abgegeben werden. Ein Tumbler disqualifiziert sich hier bereits durch seinen dicken Boden, der – in der Hand gehalten – sehr schnell Wärme speichert und den Whiskey übermäßig erhitzt.
Der erste Schritt des Verkostens ist das Eingießen des Whiskys, etwa einen Finger breit. Nun kann in Ruhe die Farbe begutachtet werden, denn nicht zuletzt hier gibt es wesentliche Unterschiede, die jedoch mit steigender End-Segment begeben und Fassabfüllungen von bis zu 70% genießen möchten, muss per Hand verdünnt werden. Denn Alkoholwerte über 50% betäuben die Sinneszellen der Zunge und würden letztlich dazu führen, dass man von dem edlen Getränk nicht einmal die Hälfte schmeckt. Hier muss man als Anfänger unter Umständen ein wenig mit der Wassermenge experimentieren, bis man mit etwas Übung das perfekte Mischungsverhältnis erreicht.
Der Rest der Verkostung dürfte zumindest Weinkennern bereits geläufig sein. Zuerst kommt die Nase ins Glas, um mit den wesentlich feineren Sinneszellen des menschlichen Riechapparates das Aroma zu erschnüffeln.
Dann wird eine keine Menge Whisky aufgenommen und im Mund hin und her bewegt, um eine weitere Erwärmung, und damit die Expansion des Aromas zu ermöglichen. Zugleich sollte etwas Luft eingesaugt werden, die die Ausbreitung der schmeckbaren Moleküle verbessert. Zuletzt lässt man den Whisky nach hinten ablaufen und kann ihn dann schlukken, um den Abgang zu bewerten. Zwischen den einzelnen Proben sollte immer etwas Weißbrot verzehrt werden, um den Geschmack des vorausgegangenen Getränks zu neutralisieren.
Empfehlenswerte Marken
Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, daher lassen sich kaum allgemeingültige Empfehlungen aussprechen, die jedermanns Gusto treffen. Hier dennoch einige Whiskys, die es sich zu versuchen lohnt.
Schottland:
Besonders in Schottland gibt es so viele kleinere Brennereien und eine solch große Auswahl an Whiskys, dass man nur ansatzweise Tipps geben kann. Dennoch hier einige Versuche:
Talisker, Macallan, Bowmore, Lagavulin, Ardbeg, Laphroaig, Highland Park, Balvenie. Bekannt sind auch die Händlerabfüllungen von Gordon & MacPhail oder WM Cadenhead Ltd.. Bei Scotch gilt insgesamt die Losung: Probieren geht über Studieren.
Irland:
Die Blends Midleton Very Rare, Tullamore Dew, Inishowen oder die Single Malts Bushmills, Locke’s 8 Year Old, Red Breast
USA:
Elijah Craig, Wild Turkey, Blanton’s, Buffalo Trace oder Maker’s Mark –ein Kentucky Straight Bourbon Whisky (hier ohne E!), der unter Kennern als "einsame Spitze" gilt.
Kanada:
Black Velvet, Forty Creek Barrel Select, Tangle Ridge 10 Years
Japan:
Yamazaki Suntory (sprich: Santori), Nikka
Bleibt uns nicht mehr zu sagen als: PROST - und bedenken Sie, weniger ist oft mehr!
Deutsche Whiskytrinker müssen sich auf höhere Preise für ihr Lieblingsgetränk einstellen. «Wir sehen einer Verknappung vor allem bei hochwertigem Whisky entgegen», prognostiziert Christian Rosenberg, Whiskybotschafter in Deutschland, im ddp-Gespräch. Ursache für das schrumpfende Angebot und die damit einhergehende Preissteigerung seien Großeinkäufe von chinesischen und indischen Handelskonzernen.
Nach Rosenbergs Schätzung wird sich Whisky in Deutschland um 10 bis 15 Prozent verteuern
Nach Rosenbergs Schätzung wird sich Whisky in Deutschland um 10 bis 15 Prozent verteuern
Das Geschmackvolle Investment
Geldanlage - Whiskey - Edle Whiskys schlagen Gold um Längen
Whisky. Seit dem Jahr 2009 hat sich der Preis bester Tropfen mehr als verdoppelt
"Wer richtig in Whisky investiert, kann einen regelrechten Rendite-Rausch erleben."
Kenner investieren ausschließlich in Raritäten.
Wer eine Kiste Johnnie Walker Red Label kauft, darf nicht auf eine Superrendite hoffen. Diese Flaschen mit dem "Striding Man" finden sich millionenfach in Supermarktregalen dieser Welt. Am Red Label vermisst der Sammler wie der Anleger das Außergewöhnliche, das Besondere. Dieser Blend, also ein aus Whiskys verschiedener Herkunft komponierter Tropfen, soll immer und überall gleich schmecken. Als Investment taugt er nicht
In jüngerer Zeit mischen die Spekulanten auch den Whiskymarkt auf.
Bei Whiskys sind es in erster Linie Single Malts aus Schottland , die bei Sammlern und Investoren begehrt sind.
Für Whisky-Kenner fängt es beim Single Malt an, interessant zu werden. Im Gegensatz zu Blends ist er kein Verschnitt, sondern stammt von einer einzigen Brennerei. Und hat dadurch einen charakteristischen, unverwechselbaren Geschmack. Das Höchste der Gefühle sind Einzelfassabfüllungen. Von diesen äußerst individuell schmeckenden Destillaten kommen nicht selten weniger als 400 Flaschen unter die Leute.
Manche Namen schillern, ohne dass sie sich besonders durch Geschmack oder Knappheit auszeichneten. Port Ellen , Ardbeg , Strathisla , Brora lassen Sammlerherzen höher schlagen. Von den Brennereien Bruichladdich oder auch Bowmore schaffen es nur wenige Flaschen, aus der Masse hervorzustechen.
Ein Glücksfall für Liebhaber wie Investoren sind Whiskys aus "lost destilleries", aus Brennereien, die längst geschlossen sind oder vorübergehend waren. Dadurch haftet den goldenen Tropfen die Aura der Unwiederbringlichkeit an. Dieser Superlativ der Knappheit führt dazu, dass sich Sammler nach den Raritäten verzehren und bereit sind, nahezu jeden Preis zu zahlen.
Die zwischenzeitlich dichtgemachte Destille Ardbeg setzte kurz vor ihrem ersten Erliegen mit einem Standard-Whisky Maßstäbe. Der "Ardbeg 10" war bis in die Achtzigerjahre für 15 Euro zu haben - heute wechselt der Stoff, längst als Geschmackslegende verehrt, für nicht weniger als 500 Euro den Besitzer. "Auf der schottischen Whisky-Insel Islay füllt der Wirt für 500 Pfund oder knapp 600 Euro das Glas. Realistisch wären in einer Bar 100 Euro", sagt Gregor Haslinger von Whisky Spirits in Frankfurt.
Geldanlage - Whiskey - Edle Whiskys schlagen Gold um Längen
Whisky. Seit dem Jahr 2009 hat sich der Preis bester Tropfen mehr als verdoppelt
"Wer richtig in Whisky investiert, kann einen regelrechten Rendite-Rausch erleben."
Zitat
Händler sehen eine sich intensivierende Nachfrage nach edlen Tropfen als Investitionsgut. "Es kommen Leute in meinen Laden und fragen, was sie kaufen sollen, um ihre Rente abzusichern", sagt Uwe Wagmüller von Finest Whisky in Berlin.
Kenner investieren ausschließlich in Raritäten.
Wer eine Kiste Johnnie Walker Red Label kauft, darf nicht auf eine Superrendite hoffen. Diese Flaschen mit dem "Striding Man" finden sich millionenfach in Supermarktregalen dieser Welt. Am Red Label vermisst der Sammler wie der Anleger das Außergewöhnliche, das Besondere. Dieser Blend, also ein aus Whiskys verschiedener Herkunft komponierter Tropfen, soll immer und überall gleich schmecken. Als Investment taugt er nicht
In jüngerer Zeit mischen die Spekulanten auch den Whiskymarkt auf.
Bei Whiskys sind es in erster Linie Single Malts aus Schottland , die bei Sammlern und Investoren begehrt sind.
Für Whisky-Kenner fängt es beim Single Malt an, interessant zu werden. Im Gegensatz zu Blends ist er kein Verschnitt, sondern stammt von einer einzigen Brennerei. Und hat dadurch einen charakteristischen, unverwechselbaren Geschmack. Das Höchste der Gefühle sind Einzelfassabfüllungen. Von diesen äußerst individuell schmeckenden Destillaten kommen nicht selten weniger als 400 Flaschen unter die Leute.
Manche Namen schillern, ohne dass sie sich besonders durch Geschmack oder Knappheit auszeichneten. Port Ellen , Ardbeg , Strathisla , Brora lassen Sammlerherzen höher schlagen. Von den Brennereien Bruichladdich oder auch Bowmore schaffen es nur wenige Flaschen, aus der Masse hervorzustechen.
Ein Glücksfall für Liebhaber wie Investoren sind Whiskys aus "lost destilleries", aus Brennereien, die längst geschlossen sind oder vorübergehend waren. Dadurch haftet den goldenen Tropfen die Aura der Unwiederbringlichkeit an. Dieser Superlativ der Knappheit führt dazu, dass sich Sammler nach den Raritäten verzehren und bereit sind, nahezu jeden Preis zu zahlen.
Die zwischenzeitlich dichtgemachte Destille Ardbeg setzte kurz vor ihrem ersten Erliegen mit einem Standard-Whisky Maßstäbe. Der "Ardbeg 10" war bis in die Achtzigerjahre für 15 Euro zu haben - heute wechselt der Stoff, längst als Geschmackslegende verehrt, für nicht weniger als 500 Euro den Besitzer. "Auf der schottischen Whisky-Insel Islay füllt der Wirt für 500 Pfund oder knapp 600 Euro das Glas. Realistisch wären in einer Bar 100 Euro", sagt Gregor Haslinger von Whisky Spirits in Frankfurt.
Whisky - Wasser des Lebens
Kennen Sie das Städtchen Kirn an der Nahe? Es liegt zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein am nördlichen Rand vom Hunsrück.
Dort können Sie Horst Kroll treffen, den Whiskysammler - "Master of Malt".
.. und Sie können kosten, aus den Whiskyflaschen. Große und kleine, eckige und runde, bauchige und schmale, allesamt gefüllt mit Whisky - Single Malts und Vatted Malts, aus Schottland und Irland, Single Barrels und Small Batch Bourbans aus den USA. Mehr als 3500 verschiedene Flaschen des edlen Getränks.
Horst Kroll darf in schottischen Destillen Fässer erwerben und als eigene Abfüllung ausschenken. Als "Master of Malt" darf er auch eigene Blends komponieren.
125 schottischen Destillen ausprobieren - Ein Malt pro Brennerei, das kann man in einer überschaubaren Zeit schaffen. Und man könnte sich Maltkenner nennen.
Aber die Schotten spielen nicht mit. Und beschicken den Markt mit immer mehr neuen Abfüllungen. "Es gibt so viele neue Malts, dass es nahezu unmöglich ist, die Übersicht zu behalten", sagt Kroll. Weil sich die magische Zahl von rund 125 Brennereien (inklusive stillgelegter und ruhender Brennereien) nun mal kaum vergrößern lässt, füllen die Eigner nicht nur einen Single Malt von jeder Distillery, sondern mehrere.
Zur neuen Unübersichtlichkeit trägt bei, dass die etablierten Erzeuger Konkurrenz von so genannten "unabhängigen" Abfüllern bekommen haben. Das Vergnügen über den Variantenreichtum hat aber noch kein Ende. Der Markt der "unabhängigen" Abfüller wurde jahrelang von den Firmen Gordon & MacPhail, Cadenhead und Signatory geprägt. Nun drängen neue "unabhängige" Abfüller ins Geschäft: Blackadder, Piper's Preferred, Glenhaven, Scott's MacDavid, um nur einige zu nennen. Auch deutsche Händler bieten mittlerweile eigene Fassabfüllungen an. Der Maltmarkt avanciert also zu einem Fass ohne Boden
Heute werden weltweit 90 Millionen Kisten schottischer Whisky verkauft
* Auszug: MM
Kennen Sie das Städtchen Kirn an der Nahe? Es liegt zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein am nördlichen Rand vom Hunsrück.
Dort können Sie Horst Kroll treffen, den Whiskysammler - "Master of Malt".
.. und Sie können kosten, aus den Whiskyflaschen. Große und kleine, eckige und runde, bauchige und schmale, allesamt gefüllt mit Whisky - Single Malts und Vatted Malts, aus Schottland und Irland, Single Barrels und Small Batch Bourbans aus den USA. Mehr als 3500 verschiedene Flaschen des edlen Getränks.
Horst Kroll darf in schottischen Destillen Fässer erwerben und als eigene Abfüllung ausschenken. Als "Master of Malt" darf er auch eigene Blends komponieren.
125 schottischen Destillen ausprobieren - Ein Malt pro Brennerei, das kann man in einer überschaubaren Zeit schaffen. Und man könnte sich Maltkenner nennen.
Aber die Schotten spielen nicht mit. Und beschicken den Markt mit immer mehr neuen Abfüllungen. "Es gibt so viele neue Malts, dass es nahezu unmöglich ist, die Übersicht zu behalten", sagt Kroll. Weil sich die magische Zahl von rund 125 Brennereien (inklusive stillgelegter und ruhender Brennereien) nun mal kaum vergrößern lässt, füllen die Eigner nicht nur einen Single Malt von jeder Distillery, sondern mehrere.
Zur neuen Unübersichtlichkeit trägt bei, dass die etablierten Erzeuger Konkurrenz von so genannten "unabhängigen" Abfüllern bekommen haben. Das Vergnügen über den Variantenreichtum hat aber noch kein Ende. Der Markt der "unabhängigen" Abfüller wurde jahrelang von den Firmen Gordon & MacPhail, Cadenhead und Signatory geprägt. Nun drängen neue "unabhängige" Abfüller ins Geschäft: Blackadder, Piper's Preferred, Glenhaven, Scott's MacDavid, um nur einige zu nennen. Auch deutsche Händler bieten mittlerweile eigene Fassabfüllungen an. Der Maltmarkt avanciert also zu einem Fass ohne Boden
Heute werden weltweit 90 Millionen Kisten schottischer Whisky verkauft
* Auszug: MM
100-jähriger Whisky gibt sein Geheimnis Preis
Whyte & Mackay hat erfolgreich den unter dem Eis der Antarktis verborgenen, Jahrhunderte alten Whisky des Entdeckers Ernest Shackleton neu erschaffen.
Der Meisterblender des Unternehmens Richard Paterson verbrachte 8 mühsame Wochen damit, verschiedene Whiskys miteinander zu verheiraten und zu kombinieren, um ein exaktes Replikat des 100 Jahre alten Mackinlay-Tropfens herzustellen.
die Multimedia-Pressemitteilung anzusehen
Und laut eines unabhängigen Experten hat er die Kopie genau richtig zusammengestellt.
Der renommierte Whisky-Autor Dave Broom ist die einzige andere Person weltweit, welche sowohl den Original Whisky und den neuen Alkohol von Whyte & Mackay gekostet hat.
Er erklärte: "Der Shackleton Whisky ist nicht das, was ich erwartet habe und auch niemand anderes hätte das erwartet. Er ist so leicht, so frisch, so lecker und immer noch in einem Stück - es ist so ein hinreissender Whisky." "Dies beweist, dass selbst damals sehr viel Aufmerksamkeit, Nachdenken und Sorgfalt in die Herstellung von Whisky einfloss."
"Ich denke, dass die Kopie genau dem Original entspricht. Richard hat eine grossartige Arbeit geleistet und es ist sehr schwierig, von diesem Whisky eine Kopie herzustellen, denn die Zartheit, die Feinheit und die Rauchigkeit stechen einfach hervor." "Die Süsse, der Duft, die Würze und die feine rauchige Note finden sich in der Kopie wieder. Ich bin absolut begeistert."
Die Shackleton-Kopie wird 100 GBP kosten, wobei 5 % von jedem Verkauf für den neuseeländischen Antarctic Heritage Trust (AHT) gespendet werden. Dies ist die Wohltätigkeitsorganisation, welche für den Fund und die Bergung des originalen Whiskys zuständig war. Falls alle 50.000 Flaschen verkauft werden, wird der Trust 250.000 GBP erhalten.
Der Chief Executive des Trusts, Nigel Watson, erklärte: "Vom Beginn bis zum Ende haben wir fast 4 Jahre gebraucht, um die Kiste mit den Whiskyflaschen sicher aus der Fundstelle zu bergen und aus der Antarktis heraus zu befördern, sie unter Museumsbedingungen aufzutauen, Genehmigungen einzuholen und wissenschaftliche Analysen in Schottland durchführen zu lassen. Ich freue mich darüber, dass Whyte & Mackay die fleissige Arbeit und den Wert der Konservierungsmission des Trusts in der Antarktis durch die sehr grosszügige und willkommene Spende anerkennen. Bisher habe ich den Whisky noch nicht gekostet, daher freue ich mich sehr darauf, eine Flasche zu erhalten, sobald der Whisky in die Läden kommt!"
Richard Paterson berichtete, dass das Mischen des Whiskys eine wahre Herausforderung seiner Fähigkeiten war, doch die Arbeit lag ihm sehr am Herzen.
"Es war ein wirkliches Privileg, solch eine seltene und wunderschöne Flasche Whisky in der Hand zu halten, and ihr zu riechen und aus ihr zu kosten. Die Qualität, die Reinheit und der Geschmack dieses 100 Jahre alten Alkohols war sehr beeindruckend. Die grösste Überraschung war der leichte Geschmack und die klare, beinahe leuchtende Farbe der Flüssigkeit. Ich hoffe, dass ich unseren Vorfahren und Ernest Shackleton mit der Kopie alle Ehre erwiesen habe."
"Ich möchte im Besonderen den Menschen von dem Trust für ihre Geduld, ihr Fachwissen und ihre harte Arbeit danken. Sie haben die erheblichen Finanzmittel auf jeden Fall verdient, welche diese spezielle Flasche generieren wird."
Redaktionelle Hinweise
Kontakt:
Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:
RobBruce,Leiter der Abteilung Global PR, Whyte & Mackay
Whyte & Mackay hat erfolgreich den unter dem Eis der Antarktis verborgenen, Jahrhunderte alten Whisky des Entdeckers Ernest Shackleton neu erschaffen.
Der Meisterblender des Unternehmens Richard Paterson verbrachte 8 mühsame Wochen damit, verschiedene Whiskys miteinander zu verheiraten und zu kombinieren, um ein exaktes Replikat des 100 Jahre alten Mackinlay-Tropfens herzustellen.
die Multimedia-Pressemitteilung anzusehen
Und laut eines unabhängigen Experten hat er die Kopie genau richtig zusammengestellt.
Der renommierte Whisky-Autor Dave Broom ist die einzige andere Person weltweit, welche sowohl den Original Whisky und den neuen Alkohol von Whyte & Mackay gekostet hat.
Er erklärte: "Der Shackleton Whisky ist nicht das, was ich erwartet habe und auch niemand anderes hätte das erwartet. Er ist so leicht, so frisch, so lecker und immer noch in einem Stück - es ist so ein hinreissender Whisky." "Dies beweist, dass selbst damals sehr viel Aufmerksamkeit, Nachdenken und Sorgfalt in die Herstellung von Whisky einfloss."
"Ich denke, dass die Kopie genau dem Original entspricht. Richard hat eine grossartige Arbeit geleistet und es ist sehr schwierig, von diesem Whisky eine Kopie herzustellen, denn die Zartheit, die Feinheit und die Rauchigkeit stechen einfach hervor." "Die Süsse, der Duft, die Würze und die feine rauchige Note finden sich in der Kopie wieder. Ich bin absolut begeistert."
Die Shackleton-Kopie wird 100 GBP kosten, wobei 5 % von jedem Verkauf für den neuseeländischen Antarctic Heritage Trust (AHT) gespendet werden. Dies ist die Wohltätigkeitsorganisation, welche für den Fund und die Bergung des originalen Whiskys zuständig war. Falls alle 50.000 Flaschen verkauft werden, wird der Trust 250.000 GBP erhalten.
Der Chief Executive des Trusts, Nigel Watson, erklärte: "Vom Beginn bis zum Ende haben wir fast 4 Jahre gebraucht, um die Kiste mit den Whiskyflaschen sicher aus der Fundstelle zu bergen und aus der Antarktis heraus zu befördern, sie unter Museumsbedingungen aufzutauen, Genehmigungen einzuholen und wissenschaftliche Analysen in Schottland durchführen zu lassen. Ich freue mich darüber, dass Whyte & Mackay die fleissige Arbeit und den Wert der Konservierungsmission des Trusts in der Antarktis durch die sehr grosszügige und willkommene Spende anerkennen. Bisher habe ich den Whisky noch nicht gekostet, daher freue ich mich sehr darauf, eine Flasche zu erhalten, sobald der Whisky in die Läden kommt!"
Richard Paterson berichtete, dass das Mischen des Whiskys eine wahre Herausforderung seiner Fähigkeiten war, doch die Arbeit lag ihm sehr am Herzen.
"Es war ein wirkliches Privileg, solch eine seltene und wunderschöne Flasche Whisky in der Hand zu halten, and ihr zu riechen und aus ihr zu kosten. Die Qualität, die Reinheit und der Geschmack dieses 100 Jahre alten Alkohols war sehr beeindruckend. Die grösste Überraschung war der leichte Geschmack und die klare, beinahe leuchtende Farbe der Flüssigkeit. Ich hoffe, dass ich unseren Vorfahren und Ernest Shackleton mit der Kopie alle Ehre erwiesen habe."
"Ich möchte im Besonderen den Menschen von dem Trust für ihre Geduld, ihr Fachwissen und ihre harte Arbeit danken. Sie haben die erheblichen Finanzmittel auf jeden Fall verdient, welche diese spezielle Flasche generieren wird."
Redaktionelle Hinweise
Zitat
Geschmacksnoten
Das Mackinlay-Replikat enthält Whisky aus einer Reihe von Highland Malts, eingeschlossen solcher aus Glen Mhor, die bis zu ihrer Schliessung im Jahr 1983 die ursprüngliche Mackinlay-Distillerie war.
Der Whisky mit einem Alkoholgehalt von 47,3 % zeichnet sich durch eine Farbe wie heller Honig und Strohgold mit leuchtenden Highlights aus.
Der Geruch ist weich, elegant und wird durch zarte Aromen wie von zerdrücktem Apfel, Pfirsich und frischer Ananas abgerundet. Er verfügt über einen Hauch an Marmelade, Zimt und eine Prise von Rauch, Ingwer und Rohrzucker.
Die grosszügige Stärke von 47,3 %, von der angenommen wurde, dass der Alkohol das Frieren der Flüssigkeit verhindere, hat einen starken Einfluss - doch auf milde und warme Weise. Da ist ein Hauch von sanftem Lagerfeuerrauch, der langsam würzigem schweren Toffee, Melasse und Pekannüssen weicht.
Zitat
Zusätzliche Informationen
Drei Flaschen des originalen Shackleton Whisky wurden per Privatflugzeug vom Besitzer des Unternehmens Dr. Vijay Mallya von Neuseeland zum Sitz von Whyte & Mackay in Glasgow geflogen.
2007 wurden drei Behälter mit Whisky und zwei Behälter mit Brandy in der Antarktis gefunden. Ein Behälter wurde aus dem Eis entnommen und sorgfältig unter Laborbedingungen aufgetaut, um die Flaschen und den Alkohol auf die bestmöglichste Weise zu erhalten.
Dieser eine Behälter enthielt nur 11 Flaschen anstelle der normalerweise 12 Flaschen. Dies führte zu einigen Spekulation darüber, was wohl mit der fehlenden Flasche geschehen sein könnte.
Kontakt:
Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:
RobBruce,Leiter der Abteilung Global PR, Whyte & Mackay
Jede Whisky-Brennerei hat ihre eigene Tradition, ihre eigenen Verfahren und nicht zuletzt eine einzigartige Lage, die sich häufig auf das verwendete Wasser und das Klima, im dem die Fässer lagern auswirkt. Deshalb hat auch der Whisky einer jeden Destillerie seinen eigenen Charakter und seine typischen, vorherrschenden Aromen. Nur Whisky, der einer einzelnen Brennerei entstammt, darf sich Single Malt nennen. Wird Whisky mehrerer Brennereien vermengt und abgefüllt, spricht man von Blended Whisky. Für Sammler und Investoren sind allerdings bis auf wenige Ausnahmen nur Single Malts von Interesse
Dass Whisky auch unter Renditeaspekten lohnt, bewies erstmals der Black Bowmore, dass seltene Whiskys trotz eines anfänglichen Verkaufspreise von 150 bis 250 Euro durchaus in wenigen Jahren einen Wert von mehr als 1000 Euro pro Flasche erreichen können. Inzwischen dürfte der Whisky von 1964, der 1994 und 1995 abgefüllt wurde, pro Flasche Preise um die 3.000 Euro erzielen
Bowmore zählt zu den großen, traditionsreichen und sehr bekannten Brennereien. Gegründet 1779, zählt Bowmore zu den ältesten Destillerien Schottlands, dank des Standorts auf der Insel Islay bekannt für seine torfig-rauchige Note. Das breite Angebot unterschiedlicher Abfüllungen macht die Marke auch für Sammler attraktiv – vorausgesetzt es handelt sich um besondere und limitierte Abfüllungen
Aktuell bietet die Traditionsmarke einen Gold Bowmore im eigenen Shop an: Destilliert 1964, abgefüllte 2008 (44 Jahre alt!), gereift im Bourbon- und Sherry-Oloroso-Fass. Preis 3268,70 Pfund, umgerechnet 3690 Euro
Schon der reguläre 12-jährige Highland Park gilt als Spitzenwhisky, der beim inzwischen verstorbenen Whisky-Papst Michael Jackson nur knapp an die Höchstbewertung von 100 Punkten heranreicht. Auch aus dieser Brennerei stammen zahlreiche Schätze für Sammler und Investoren.
Ebenfalls auf Sammler zielt diese Flasche von Highland Park: Ein Jahrgangswhisky aus dem Jahr 1983, nach 22 Jahren abgefüllt und mit vermerkter Fassnummer. Da jedes Fass ein wenig anders ist und pro Fass ungefähr 300 bis 400 Flaschen abgefüllt werden, ist diese Flasche selten und selbst beim Fachhändler schwer zu bekommen. Interessant für Sammler sind auch Serien, wie etwa die Earl-Serie von Highland Park. In drei aufeinanderfolgenden Jahren erschienen limitierte Abfüllungen mit den Beinamen Earl Magnus, Earl Erikson und Earl Haakon. Wer die Serie komplett hat, steigert den Wert pro Einzelflasche zusätzlich
Glenmorangie wusste den Boom bei den Single Malts geschickt zu bedienen und widmete sich als erste bekannte Brennerei verschiedenen Nachreifungen in ehemaligen Sherry-, Portwein- oder Madeira-Fässern. Für die Anbieter von Single Malt bedeutete dies eine verbreiterte Angebotspalette, für den Whisky-Genießer eine neue Vielfalt an Aromen. Im Bild der streng limitierte Glenmorangie Pride, von dem es weltweit nur 1000 Flaschen zu kaufen gab.Heute liegt das Mindestgebot in den Auktionshäusern bei 2750 Euro
Lagavulin ist ebenfalls eine bekannte Destillerie auf der Insel Islay und wie Bowmore bekannt für seinen rauchigen Charakter. Die Standardabfüllung hat inzwischen ein Alter von 16 Jahren, früher war der 12-jährige Lagavulin vorherrschend. Ein original verschlossener 12-Jähriger ist heute also selten und entsprechend teuer
Noch eine Traditionsmarke, an der eigentlich kein Whisky-Liebhaber vorbeikommt: Macallan. Schon die Standardabfüllungen von Macallan erhalten von Kritikern Höchstnoten. Der 18 Jahre als Whisky wurde 1989 destilliert und reifte ausschließlich in Sherry-Fässern. Eigens für Sammler hat Macallan auch noch den Whisky "Masters of photography" aufgelegt. Macallan gehört zu den Brennereien, von denen viele Sammler möglichst alles in ihren Vitrinen haben wollen
Besonders begehrt bei Sammlern sind Flaschen der Brennerei Port Ellen. Der Grund: Die Destillerie wurde 1983 vom Mutterkonzern Diageo geschlossen. Aber es blieben natürlich die Fässer in den Lagerhallen. 2001 brachte Diageo eine neue Abfüllung auf den Markt, natürlich in limitierter Stückzahl und seinerzeit für 100 Euro zu haben. Jährlich folgte ein weiteres „spezial release“. Inzwischen ist die elfte Abfüllung seit Schließung der Destille erschienen. Sicher ist, dass die verbliebenen Vorräte irgendwann zur Neige gehen. Sammler, die alle neuen Ausgaben des Port Ellen gesammelt haben, besitzen ein kleines Whisky-Vermögen
Liste der schottischen Brennereien
Dass Whisky auch unter Renditeaspekten lohnt, bewies erstmals der Black Bowmore, dass seltene Whiskys trotz eines anfänglichen Verkaufspreise von 150 bis 250 Euro durchaus in wenigen Jahren einen Wert von mehr als 1000 Euro pro Flasche erreichen können. Inzwischen dürfte der Whisky von 1964, der 1994 und 1995 abgefüllt wurde, pro Flasche Preise um die 3.000 Euro erzielen
Bowmore zählt zu den großen, traditionsreichen und sehr bekannten Brennereien. Gegründet 1779, zählt Bowmore zu den ältesten Destillerien Schottlands, dank des Standorts auf der Insel Islay bekannt für seine torfig-rauchige Note. Das breite Angebot unterschiedlicher Abfüllungen macht die Marke auch für Sammler attraktiv – vorausgesetzt es handelt sich um besondere und limitierte Abfüllungen
Aktuell bietet die Traditionsmarke einen Gold Bowmore im eigenen Shop an: Destilliert 1964, abgefüllte 2008 (44 Jahre alt!), gereift im Bourbon- und Sherry-Oloroso-Fass. Preis 3268,70 Pfund, umgerechnet 3690 Euro
Schon der reguläre 12-jährige Highland Park gilt als Spitzenwhisky, der beim inzwischen verstorbenen Whisky-Papst Michael Jackson nur knapp an die Höchstbewertung von 100 Punkten heranreicht. Auch aus dieser Brennerei stammen zahlreiche Schätze für Sammler und Investoren.
Ebenfalls auf Sammler zielt diese Flasche von Highland Park: Ein Jahrgangswhisky aus dem Jahr 1983, nach 22 Jahren abgefüllt und mit vermerkter Fassnummer. Da jedes Fass ein wenig anders ist und pro Fass ungefähr 300 bis 400 Flaschen abgefüllt werden, ist diese Flasche selten und selbst beim Fachhändler schwer zu bekommen. Interessant für Sammler sind auch Serien, wie etwa die Earl-Serie von Highland Park. In drei aufeinanderfolgenden Jahren erschienen limitierte Abfüllungen mit den Beinamen Earl Magnus, Earl Erikson und Earl Haakon. Wer die Serie komplett hat, steigert den Wert pro Einzelflasche zusätzlich
Glenmorangie wusste den Boom bei den Single Malts geschickt zu bedienen und widmete sich als erste bekannte Brennerei verschiedenen Nachreifungen in ehemaligen Sherry-, Portwein- oder Madeira-Fässern. Für die Anbieter von Single Malt bedeutete dies eine verbreiterte Angebotspalette, für den Whisky-Genießer eine neue Vielfalt an Aromen. Im Bild der streng limitierte Glenmorangie Pride, von dem es weltweit nur 1000 Flaschen zu kaufen gab.Heute liegt das Mindestgebot in den Auktionshäusern bei 2750 Euro
Lagavulin ist ebenfalls eine bekannte Destillerie auf der Insel Islay und wie Bowmore bekannt für seinen rauchigen Charakter. Die Standardabfüllung hat inzwischen ein Alter von 16 Jahren, früher war der 12-jährige Lagavulin vorherrschend. Ein original verschlossener 12-Jähriger ist heute also selten und entsprechend teuer
Noch eine Traditionsmarke, an der eigentlich kein Whisky-Liebhaber vorbeikommt: Macallan. Schon die Standardabfüllungen von Macallan erhalten von Kritikern Höchstnoten. Der 18 Jahre als Whisky wurde 1989 destilliert und reifte ausschließlich in Sherry-Fässern. Eigens für Sammler hat Macallan auch noch den Whisky "Masters of photography" aufgelegt. Macallan gehört zu den Brennereien, von denen viele Sammler möglichst alles in ihren Vitrinen haben wollen
Besonders begehrt bei Sammlern sind Flaschen der Brennerei Port Ellen. Der Grund: Die Destillerie wurde 1983 vom Mutterkonzern Diageo geschlossen. Aber es blieben natürlich die Fässer in den Lagerhallen. 2001 brachte Diageo eine neue Abfüllung auf den Markt, natürlich in limitierter Stückzahl und seinerzeit für 100 Euro zu haben. Jährlich folgte ein weiteres „spezial release“. Inzwischen ist die elfte Abfüllung seit Schließung der Destille erschienen. Sicher ist, dass die verbliebenen Vorräte irgendwann zur Neige gehen. Sammler, die alle neuen Ausgaben des Port Ellen gesammelt haben, besitzen ein kleines Whisky-Vermögen
Liste der schottischen Brennereien
Whiskys aus Schottland sind begehrt wie selten zuvor
Nicht nur Genießer greifen zu, auch Investoren begeben sich auf die Suche nach seltenen Getreidebränden - und treiben die Preise in irrwitzige Höhen. Dem Renditedurst kann aber schnell ein Kater folgen.
Whisky wird gern flüssiges Gold genannt. Und dieser Vergleich passt nicht nur wegen seines bernsteinfarbenen Schimmers. Es ist der Drink der Superlative. Keine andere hochprozentige Flüssigkeit ist so gehypt, keine andere rund um den Globus so begehrt
Beispiele gefällig? Zum 60. Thronjubiläum bekam Queen Elisabeth II. in der vergangenen Woche eine Flasche "Diamond Jubilee"-Whisky überreicht, der im Jahr ihrer Thronbesteigung in der Destillerie der Königsfamilie im schottischen Ballater gebrannt wurde. Die restlichen 59 Flaschen gehen in den Verkauf. Stückpreis: 100.000 Pfund.
Für die gleiche Summe kauften zwei aus Indien stammende Whisky-Liebhaber je eine Flasche des 64 Jahre alten "Dalmore Trinitas". Diesen Namen trägt der hochexklusive Tropfen, weil gerade einmal drei Flaschen davon existieren. Die dritte Flasche verkaufte das Londoner Luxuskaufhaus Harrods für 120.000 Pfund. Experten schätzen, dass der "Dalmore Trinitas" in einer Bar schlappe 20.000 Pfund kosten würde, pro Glas versteht sich.
Es geht sogar noch teurer: 2011 kaufte ein Geschäftsmann in einem Duty-Free-Shop auf dem Changi-Flughafen in Singapur quasi im Vorbeigehen eine Flasche "Dalmore 62" für 125.000 Pfund. Den offiziellen Rekord hält jedoch ein 64 Jahre alter Macallan. Im November 2010 versteigerte das Auktionshaus Sotheby's in New York 1,5 Liter des Whiskys im Lalique-Dekanter für 288.000 Pfund.
Der hippe Drink der Neureichen
Die Preise für seltene Whiskys haben inzwischen Höhen erreicht, bei denen Normalsterblichen schwindlig werden kann, ohne auch nur einen Schluck probiert zu haben. Die Käufer stammen immer häufiger aus wirtschaftlich aufstrebenden Nationen wie Indien, China, Taiwan oder Brasilien.
In diesen Ländern wird Whisky zum hippen Getränk der Wohlhabenden: 2011 legten die Exporte nach Singapur, dem wichtigsten Drehkreuz für den asiatischen Markt, um 44 Prozent zu. Brasilien importierte knapp 50 Prozent mehr als im Vorjahr, hat die Scotch Whisky Association (SWA) berechnet. "Schottischer Whisky ist nach wie vor in Industrieländern wie den USA und Frankreich beliebt. Jetzt kommen die Nachwuchsmanager aus Asien und Lateinamerika dazu", erklärt SWA-Chef Gavin Hewitt.
Der Schritt vom beliebten Getränk zum exklusiven Sammlerstück ist klein. Auch in Schwellenländern wird Whisky zum Statussymbol. "Der Auktionsmarkt in Großbritannien und Deutschland ist beinahe leergekauft. Besonders die Nachfrage aus Asien ist immens gewachsen", sagt Whiskyhändler Thomas B. Ide. Seit der Euro-Krise habe sich der Run nochmals verstärkt, beobachtet der Betreiber des Portals The Whisky Chamber.
Für Liebhaber mit kleinem Budget wird die Konkurrenz der Investoren damit immer größer. "Sammler werden aus dem Markt gedrängt", sagt Thomas Krüger, Betreiber der Plattform WhiskyAuction.com
Whisky als Geldanlage. Als Sachwert in unsicheren Zeiten. Als reale Rendite. Das klingt erst einmal verlockend, aber geht die Rechnung auch auf? Beispiele, die Händler aus ihren Datenbanken hervorzaubern, sind eindrucksvoll. So kostete ein zwölf Jahre alter Rosebank der Abfüllung "Flora & Fauna" im Jahr 1999 35 Euro. 2011 wechselte er für 120 Euro den Besitzer. Binnen zwölf Jahren ist der Preis also um 342 Prozent gestiegen, eine Wertsteigerung von knapp 29 Prozent per anno - ein mehr als respektabler Gewinn.
Sogar 50 Prozent Plus pro Jahr erzielte ein 22 Jahre alter Port Ellen. 2002 wurde die Originalabfüllung für 200 Euro gekauft und 2011 für 900 Euro abgegeben - unterm Strich eine stolze Gesamtrendite von 450 Prozent. Welche Aktie kann da schon mithalten?
Doch so gut läuft es nicht immer. Beim welchem Hochprozenter sich der Wert wirklich vervielfacht, ist im Voraus selbst für Experten kaum verlässlich zu bestimmen. Eine offizielle Handelsbörse gibt es nicht - im Unterschied zur Liv-Ex für Weine. Dafür eine Vielzahl an privaten Handelshäusern wie The Whisky Exchange in London oder Whisky Auction in Deutschland. Beim World-Whisky-Index kann man immerhin ein paar Anhaltspunkte zur Preisentwicklung von bestimmten Marken gewinnen.
Wer sich davon nicht abschrecken lässt und in die Welt des flüssigen Goldes eintauchen will, muss sich an ein paar Grundregeln halten. Die einfachste lautet: Je seltener der Whisky, desto höher wird der Preis wahrscheinlich steigen. Dafür wenden die Sammler einen morbiden Kniff an. Sie kaufen Abfüllungen aus längst geschlossenen Brennereien. So ist von vornherein ausgeschlossen, dass neue Fässer nachkommen. Das Angebot ist also gering. "Sammler sollten dabei zu Originalabfüllungen greifen, also zu Abfüllungen direkt von der jeweiligen Brennerei", rät Whisky-Experte Ide.
Auf den Zustand der Flasche achten
Ohnehin handelt es sich bei den edlen Whiskys meist um Single Malts aus Schottland, also um Getreidebrände aus gemälzter Gerste, die in einer einzigen Destillerie hergestellt wurden und oft weit über zehn Jahre in Fässern lagern. Kenner schätzen ihren individuellen Charakter. Bei sogenannten Blends handelt es sich dagegen um Verschnitte aus mehreren Whiskys, um stets den gleichen Geschmack zu reproduzieren. Was im Supermarkt als Whisky verkauft wird, ist zudem oft mit Karamell als Farbstoff versetzt und kühlgefiltert - für Sammler ein rotes Tuch.
Wichtig für den Preis ist neben Destillerie, Alter und Abfüllung auch der Zustand der Flasche. "Verpackung, Etikett, Siegel und Korken müssen unbeschädigt sein. Auch die Füllhöhe ist wichtig", rät Krüger. Sie schwankt mit dem Alter und der Lagerung des Whiskys. Liegt der Pegel bereits in der Schulter der Flasche, müssen Verkäufer mit erheblichen Einbußen rechnen.
Im Gegensatz zu Wein wird Whisky übrigens stehend gelagert. Experten empfehlen einen trockenen Keller. Bei zu warmen Räumen besteht die Gefahr, dass der kostbare Tropfen schneller verdunstet.
An den Grundregeln lässt sich erahnen: Die Wahl eines möglichst renditeträchtigen Whiskys ist komplex. Zum Trost bleibt den Sammlern letztlich immer noch, den Whisky einfach zu genießen. Aber bitteschön ohne Eis und aus einem zierlichen, tulpenförmigen Nosing-Glas - und nicht aus einem dickwandigen Tumbler. Nur so kann der Connaisseur alle Aromen erfahren
Whisky wird gern flüssiges Gold genannt. Und dieser Vergleich passt nicht nur wegen seines bernsteinfarbenen Schimmers. Es ist der Drink der Superlative. Keine andere hochprozentige Flüssigkeit ist so gehypt, keine andere rund um den Globus so begehrt
Beispiele gefällig? Zum 60. Thronjubiläum bekam Queen Elisabeth II. in der vergangenen Woche eine Flasche "Diamond Jubilee"-Whisky überreicht, der im Jahr ihrer Thronbesteigung in der Destillerie der Königsfamilie im schottischen Ballater gebrannt wurde. Die restlichen 59 Flaschen gehen in den Verkauf. Stückpreis: 100.000 Pfund.
Für die gleiche Summe kauften zwei aus Indien stammende Whisky-Liebhaber je eine Flasche des 64 Jahre alten "Dalmore Trinitas". Diesen Namen trägt der hochexklusive Tropfen, weil gerade einmal drei Flaschen davon existieren. Die dritte Flasche verkaufte das Londoner Luxuskaufhaus Harrods für 120.000 Pfund. Experten schätzen, dass der "Dalmore Trinitas" in einer Bar schlappe 20.000 Pfund kosten würde, pro Glas versteht sich.
Es geht sogar noch teurer: 2011 kaufte ein Geschäftsmann in einem Duty-Free-Shop auf dem Changi-Flughafen in Singapur quasi im Vorbeigehen eine Flasche "Dalmore 62" für 125.000 Pfund. Den offiziellen Rekord hält jedoch ein 64 Jahre alter Macallan. Im November 2010 versteigerte das Auktionshaus Sotheby's in New York 1,5 Liter des Whiskys im Lalique-Dekanter für 288.000 Pfund.
Der hippe Drink der Neureichen
Die Preise für seltene Whiskys haben inzwischen Höhen erreicht, bei denen Normalsterblichen schwindlig werden kann, ohne auch nur einen Schluck probiert zu haben. Die Käufer stammen immer häufiger aus wirtschaftlich aufstrebenden Nationen wie Indien, China, Taiwan oder Brasilien.
In diesen Ländern wird Whisky zum hippen Getränk der Wohlhabenden: 2011 legten die Exporte nach Singapur, dem wichtigsten Drehkreuz für den asiatischen Markt, um 44 Prozent zu. Brasilien importierte knapp 50 Prozent mehr als im Vorjahr, hat die Scotch Whisky Association (SWA) berechnet. "Schottischer Whisky ist nach wie vor in Industrieländern wie den USA und Frankreich beliebt. Jetzt kommen die Nachwuchsmanager aus Asien und Lateinamerika dazu", erklärt SWA-Chef Gavin Hewitt.
Der Schritt vom beliebten Getränk zum exklusiven Sammlerstück ist klein. Auch in Schwellenländern wird Whisky zum Statussymbol. "Der Auktionsmarkt in Großbritannien und Deutschland ist beinahe leergekauft. Besonders die Nachfrage aus Asien ist immens gewachsen", sagt Whiskyhändler Thomas B. Ide. Seit der Euro-Krise habe sich der Run nochmals verstärkt, beobachtet der Betreiber des Portals The Whisky Chamber.
Für Liebhaber mit kleinem Budget wird die Konkurrenz der Investoren damit immer größer. "Sammler werden aus dem Markt gedrängt", sagt Thomas Krüger, Betreiber der Plattform WhiskyAuction.com
Whisky als Geldanlage. Als Sachwert in unsicheren Zeiten. Als reale Rendite. Das klingt erst einmal verlockend, aber geht die Rechnung auch auf? Beispiele, die Händler aus ihren Datenbanken hervorzaubern, sind eindrucksvoll. So kostete ein zwölf Jahre alter Rosebank der Abfüllung "Flora & Fauna" im Jahr 1999 35 Euro. 2011 wechselte er für 120 Euro den Besitzer. Binnen zwölf Jahren ist der Preis also um 342 Prozent gestiegen, eine Wertsteigerung von knapp 29 Prozent per anno - ein mehr als respektabler Gewinn.
Sogar 50 Prozent Plus pro Jahr erzielte ein 22 Jahre alter Port Ellen. 2002 wurde die Originalabfüllung für 200 Euro gekauft und 2011 für 900 Euro abgegeben - unterm Strich eine stolze Gesamtrendite von 450 Prozent. Welche Aktie kann da schon mithalten?
Doch so gut läuft es nicht immer. Beim welchem Hochprozenter sich der Wert wirklich vervielfacht, ist im Voraus selbst für Experten kaum verlässlich zu bestimmen. Eine offizielle Handelsbörse gibt es nicht - im Unterschied zur Liv-Ex für Weine. Dafür eine Vielzahl an privaten Handelshäusern wie The Whisky Exchange in London oder Whisky Auction in Deutschland. Beim World-Whisky-Index kann man immerhin ein paar Anhaltspunkte zur Preisentwicklung von bestimmten Marken gewinnen.
Wer sich davon nicht abschrecken lässt und in die Welt des flüssigen Goldes eintauchen will, muss sich an ein paar Grundregeln halten. Die einfachste lautet: Je seltener der Whisky, desto höher wird der Preis wahrscheinlich steigen. Dafür wenden die Sammler einen morbiden Kniff an. Sie kaufen Abfüllungen aus längst geschlossenen Brennereien. So ist von vornherein ausgeschlossen, dass neue Fässer nachkommen. Das Angebot ist also gering. "Sammler sollten dabei zu Originalabfüllungen greifen, also zu Abfüllungen direkt von der jeweiligen Brennerei", rät Whisky-Experte Ide.
Auf den Zustand der Flasche achten
Ohnehin handelt es sich bei den edlen Whiskys meist um Single Malts aus Schottland, also um Getreidebrände aus gemälzter Gerste, die in einer einzigen Destillerie hergestellt wurden und oft weit über zehn Jahre in Fässern lagern. Kenner schätzen ihren individuellen Charakter. Bei sogenannten Blends handelt es sich dagegen um Verschnitte aus mehreren Whiskys, um stets den gleichen Geschmack zu reproduzieren. Was im Supermarkt als Whisky verkauft wird, ist zudem oft mit Karamell als Farbstoff versetzt und kühlgefiltert - für Sammler ein rotes Tuch.
Wichtig für den Preis ist neben Destillerie, Alter und Abfüllung auch der Zustand der Flasche. "Verpackung, Etikett, Siegel und Korken müssen unbeschädigt sein. Auch die Füllhöhe ist wichtig", rät Krüger. Sie schwankt mit dem Alter und der Lagerung des Whiskys. Liegt der Pegel bereits in der Schulter der Flasche, müssen Verkäufer mit erheblichen Einbußen rechnen.
Im Gegensatz zu Wein wird Whisky übrigens stehend gelagert. Experten empfehlen einen trockenen Keller. Bei zu warmen Räumen besteht die Gefahr, dass der kostbare Tropfen schneller verdunstet.
An den Grundregeln lässt sich erahnen: Die Wahl eines möglichst renditeträchtigen Whiskys ist komplex. Zum Trost bleibt den Sammlern letztlich immer noch, den Whisky einfach zu genießen. Aber bitteschön ohne Eis und aus einem zierlichen, tulpenförmigen Nosing-Glas - und nicht aus einem dickwandigen Tumbler. Nur so kann der Connaisseur alle Aromen erfahren

