Solarwirtschaft will EU Klage gegen chinesische Billiganbieter prüfen
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Solarwirtschaft will EU Klage gegen chinesische Billiganbieter prüfen
Die krisengeschüttelte deutsche Solarwirtschaft will zusammen mit europäischen Konzernen bei der Europäischen Union gegen Billigkonkurrenz aus China klagen. Spätestens Ende März soll die Entscheidung über ein gemeinsames Vorgehen fallen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung"
Deutschlands Marktführer Solarworld aus Bonn bestätigte auf dapd-Anfrage, dass aktuell "die Option einer Klage in Brüssel" geprüft werde. Die EU verfüge über die rechtlichen Möglichkeiten, "um kompensatorische Maßnahmen, insbesondere Zölle, gegen unzulässige Handelspraktiken einzuführen", teilte Solarworld mit.
Deutsche Anbieter leiden unter Billigkonkurrenz
Die deutsche Solarenergie Branche, die bereits mit Subventionskürzungen zu kämpfen hat, hält den Chinesen unfairen Wettbewerb vor. "Chinesische Hersteller werfen mit massiver staatlicher materieller und finanzieller Unterstützung ihre Produkte zu Dumping-Preisen vor allem auf westliche Märkte", sagte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck im aktuellen Pressedienst des Unternehmens.
Ziel der Chinesen sei, aus strategischen Gründen Marktanteile zu sichern. Der Wettbewerb in der Branche "ist nun in Gefahr, weil einige Unternehmen foul spielen", sagte Asbeck. Solarworld hatte schon im Oktober über eine amerikanische Tochter zusammen mit anderen US-Anbietern in den USA Klage gegen China eingereicht.
Branchenkrise forderte bereits erste Opfer
Der Bundesverband Solarwirtschaft äußerte sich nicht konkret zu der geplanten Klage in Brüssel. Er rief alle Wettbewerber dazu auf, den "Grundsätzen eines freien und fairen Welthandels" zu folgen. Der Verband vertritt mehr als 800 Solarfirmen und dabei auch solche, die eventuell auf chinesische Geschäftspartner hoffen.
Die schwierige Lage auf dem deutschen Markt für Solarenergie forderte bereits Opfer. Mitte Dezember meldete das Berliner Unternehmen Solon, ein Pionier in der Branche, Insolvenz an. Solon sucht nun neue Investoren. Die 1999 gegründete Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt kämpft ebenfalls ums Überleben.
Solarworld-Chef Asbeck warnte, dass in der Solarindustrie in den kommenden Jahren "einige der Player auf der Strecke bleiben" werden. "2012 und 2013 werden die entscheidenden Jahre - jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen", sagte er.
Die Bundesregierung hat das Vorgehen der Chinesen ebenfalls als Gefahr für die heimische Solarindustrie ausgemacht. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) warf in der vergangenen Woche China eine "Politik des Verdrängungswettbewerbes gegen deutsche Unternehmen" vor. "Ich möchte aber ein Überleben unserer Industrie, sonst hätte sich die Förderung nicht gelohnt", sagte Röttgen.
strom-magazin.de
Deutschlands Marktführer Solarworld aus Bonn bestätigte auf dapd-Anfrage, dass aktuell "die Option einer Klage in Brüssel" geprüft werde. Die EU verfüge über die rechtlichen Möglichkeiten, "um kompensatorische Maßnahmen, insbesondere Zölle, gegen unzulässige Handelspraktiken einzuführen", teilte Solarworld mit.
Deutsche Anbieter leiden unter Billigkonkurrenz
Die deutsche Solarenergie Branche, die bereits mit Subventionskürzungen zu kämpfen hat, hält den Chinesen unfairen Wettbewerb vor. "Chinesische Hersteller werfen mit massiver staatlicher materieller und finanzieller Unterstützung ihre Produkte zu Dumping-Preisen vor allem auf westliche Märkte", sagte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck im aktuellen Pressedienst des Unternehmens.
Ziel der Chinesen sei, aus strategischen Gründen Marktanteile zu sichern. Der Wettbewerb in der Branche "ist nun in Gefahr, weil einige Unternehmen foul spielen", sagte Asbeck. Solarworld hatte schon im Oktober über eine amerikanische Tochter zusammen mit anderen US-Anbietern in den USA Klage gegen China eingereicht.
Branchenkrise forderte bereits erste Opfer
Der Bundesverband Solarwirtschaft äußerte sich nicht konkret zu der geplanten Klage in Brüssel. Er rief alle Wettbewerber dazu auf, den "Grundsätzen eines freien und fairen Welthandels" zu folgen. Der Verband vertritt mehr als 800 Solarfirmen und dabei auch solche, die eventuell auf chinesische Geschäftspartner hoffen.
Die schwierige Lage auf dem deutschen Markt für Solarenergie forderte bereits Opfer. Mitte Dezember meldete das Berliner Unternehmen Solon, ein Pionier in der Branche, Insolvenz an. Solon sucht nun neue Investoren. Die 1999 gegründete Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt kämpft ebenfalls ums Überleben.
Solarworld-Chef Asbeck warnte, dass in der Solarindustrie in den kommenden Jahren "einige der Player auf der Strecke bleiben" werden. "2012 und 2013 werden die entscheidenden Jahre - jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen", sagte er.
Die Bundesregierung hat das Vorgehen der Chinesen ebenfalls als Gefahr für die heimische Solarindustrie ausgemacht. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) warf in der vergangenen Woche China eine "Politik des Verdrängungswettbewerbes gegen deutsche Unternehmen" vor. "Ich möchte aber ein Überleben unserer Industrie, sonst hätte sich die Förderung nicht gelohnt", sagte Röttgen.
strom-magazin.de
Wie China den Solarmarkt kaputt macht...
Zitat
Armin Brack - Chefredakteur Geldanlage-Report
Lesen Sie nachfolgend, warum Besserung nicht in Sicht ist und wie China mit seiner staatlichen Planwirtschaft die Gesetze von Angebot und Nachfrage komplett außer Kraft zu setzen droht - mit verheerenden Folgen für Solar-Aktionäre
Hintergründe zum Solarhybrid-Desaster.
Nur fürs Protokoll: Ich halte die Kürzung der Solarförderungen im Prinzip für richtig: Der deutsche Staat fördert die Solarindustrie über die kommenden 20 Jahre mit 7,2 Milliarden Euro jährlich. Die in Deutschland installierte Kapazität ist in 2011 mit dem Rekordwert von 7,5 Gigawatt völlig aus dem Ruder gelaufen. Das war mehr als doppelt so viel wie von der Regierung geplant. Damit schossen natürlich auch die Kosten für die Förderung in die Höhe.
Bei gleichzeitig massiv fallenden Modulpreisen haben damit am Ende eigentlich nur noch die Solarprojektierer und chinesische Produzenten Geld verdient. Der deutsche Staat hat damit das Wachstum der chinesischen Solarbranche mitfinanziert, während hierzulande die Produktion nicht mehr rentabel war bzw. ist, was zu Massenentlassungen führt. Das Argument, die Solarindustrie würde hierzulande Arbeitsplätze schaffen, lief damit zunehmend ins Leere.
Eine drastische Kehrtwende war dringend notwendig und scheint nun auch vollzogen zu werden. Durch die geplante Kürzung der Einspeisevergütung um bis zu 30 Prozent quasi ab sofort wird die Nachfrage in Deutschland massiv zurückgehen.
Für private Betreiber lohnen sich die Großprojekte damit - trotz der rapide fallenden Modulpreise - nicht mehr. Stellvertretend für viele aktuelle, zwei Fälle von kommunalen Investoren, meldete zuletzt die Stadt Jever und das zwischen Bochum und Wuppertal gelegene Sprockhövel eine Zurückstellung ihrer Projekte.
Bei den börsennotierten Unternehmen ist der Solarprojektierer Solarhybrid das neueste Opfer. Mehr dazu im zweiten Teil des heutigen Updates.
Chinesische Solarfirmen produzieren auf Teufel komm raus
Hintergrund für den Fall der Solarmodul-Preise sind massive Überkapazitäten, ausgelöst vor allem durch chinesische Produzenten, die weiter auf Teufel komm raus produzieren.
Das setzt einen gefährlichen Selbstzerstörungsmechanismus in Gang. Denn die chinesische Zentralregierung ermutigt ihre Poly-Silizium und Solarzellenhersteller, die Produktion weiter nach oben zu fahren. Ein neuer Fünf-Jahres-Plan sieht vor, dass die führenden Produzenten des Landes bis 2015 eine Kapazität von 50.000 Tonnen Silizium pro Jahr aufbauen bzw. das Equivalent von fünf Gigawatt an Solarmodulen haben.
Das macht aus rein strategischer Sicht durchaus Sinn, weil China mit seinem ungeheuren Energiehunger den eigenen Solarmarkt weiter extrem pushen möchte (7,5 Gigawatt für 2012 geplant) und weitere Emerging Markets in den nächsten Jahren folgen werden.
So soll beispielsweise der aktuell noch in den Kinderschuhen steckende indische Markt bis 2022 auf ein Niveau von 33 Gigawatt klettern. Zum Vergleich: Der deutsche Markt dürfte sich in diesem Jahr auf 2,5 bis 3,5 Gigawatt mehr als halbieren.
China versucht also durch den massiven Ausbau der Kapazitäten seinen Weltmarktanteil drastisch zu erhöhen, was bisher auch eindrucksvoll gelingt.
Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Ganze jedoch eine absolute Katastrophe. Denn der Zentralregierung ist es dabei vollkommen egal, ob die Firmen Gewinne erzielen oder nicht. Der chinesische Modulhersteller Suntech Power meldete am Donnerstag einen Jahresverlust für 2011 von rekordverdächtigen 3,15 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von einer Milliarde US-Dollar
Bei den Mitbewerbern wie Yingli (Nettoverlust 600 Millionen US-Dollar in 2011) und Trina Solar ("nur" 37,8 Millionen US-Dollar Verlust) sieht es nicht viel besser aus
Entsprechend katastrophal ist die Kursentwicklung auch bei den chinesischen Werten. Viele Experten empfehlen schon seit langem den Kauf von chinesischen Solar-Aktien, weil diese im letzten Jahr auf KGV- und KUV-Basis so billig waren. Zumindest das niedrige KGV hat sich nach dem Abrutschen in die Verlustzone von selber erledigt. Gestiegen sind die Aktien dabei mitnichten. Suntech Power beispielsweise ist im letzten Jahr von knapp zehn auf aktuell unter drei Euro gefallen.
Wie geht es nun bei diesen Aktien weiter? Sind die niedrigen Kurse nicht glänzende Einstiegschancen? Ich meine, nein! Anleger sollten eines beachten: Zwar lässt die chinesische Regierung die großen Anbieter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Pleite gehen
Das heißt aber noch lange nicht, dass die Aktienkurse der betreffenden Firmen wieder steigen.
Der chinesischen Regierung ist nämlich die Kursentwicklung von in den USA notierten China-Solaraktien vollkommen egal. Es sind ja vorwiegend ausländische Investoren, die dort ihr Geld verzocken. Staatsnahe Großbanken werden den Herstellern immer neue Kredite gewähren, um diese am Leben zu erhalten. Doch um einer Überschuldung vorzubeugen wird dies wohl auch dazu führen, dass neue Kapitalerhöhungen fällig werden, die den Aktienkurs verwässern.
So wird meiner Ansicht nach zwar irgendwann die Marktkapitalisierung der betreffenden Firmen wieder deutlich steigen, gleichzeitig aber die Zahl der ausstehenden Aktien noch stärker zulegen. Unter dem Strich bedeutet das aber maximal stagnierende, wenn nicht gar weiter fallende Kurse.
Welche chinesischen Solarfirmen noch am ehesten die Chance auf Kursgewinne haben, lesen Sie übrigens in der neuen Studie des Emerging-Markets-Trader.
Gleichzeitig verschärft sich der Margendruck auf die europäischen Anbieter, wie beispielsweise die deutschen Solarworld, Conergy und Q-Cells, durch die Preispolitik der Chinesen immer mehr. Wie die Citigroup berichtet wurden vor wenigen Tagen in China erstmals Solarmodule zu 0,81 US-Dollar je Watt verkauft. Das ist ein historisches Tief. Bis dato wurde die magische Grenze zur Netzparität immer bei einem US-Dollar gezogen.
Von daher ist zu befürchten, dass das Ende der Talfahrt noch nicht erreicht ist.
MEIN FAZIT:
- Meiden Sie die im Artikel genannten Aktien und die Solarbranche im Allgemeinen weiterhin.
- Die Branchenkonsolidierung wird sich durch die starke Kapazitätsausweitung in China ohne Rücksicht auf die globale Nachfragesituation weiter beschleunigen.
- Speziell bei deutschen Solar-Aktien dürfte das Ende der Talfahrt noch nicht erreicht sein.
EU-Solarindustrie klagt gegen Billigkonkurrenz aus China
25 Solaranlagen-Hersteller aus mehreren EU-Länder wollen den „desaströsen Preiskampf“ stoppen. Sie reichten bei der EU-Kommission Klage ein
Europas Solarindustrie hat bei der Europäischen Kommission Klage gegen die Billigkonkurrenz aus China eingereicht. "Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt", sagte der Sprecher der Initiative EU ProSun, Milan Nitzschke, dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Insgesamt 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern hätten sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Aus Deutschland zählen demnach die Firmen Solarworld und Sovello dazu. Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte dem "Handelsblatt", die Klage in Brüssel ziele nicht darauf, Preise für Solarmodule zu erhöhen. "Sondern der desaströse Preiskampf muss gestoppt werden", führte er aus.
USA hat Strafzölle verhängt
Die US-Regierung geht bereits mit Strafzöllen gegen billige Solartechnologie aus China vor. Nach Beschwerden von US-Unternehmen über Subventionen des chinesischen Staats an seine Solarindustrie hatte das Handelsministerium im Frühjahr Strafzölle auf chinesische Importe verhängt.
In Deutschland meldeten in den vergangenen Monaten gleich mehrere Solarunternehmen Insolvenz an. Betroffen waren Q-Cells aus Bitterfeld, der Solarmodulhersteller Sovello aus Thalheim, Solon aus Berlin und First Solar aus Frankfurt (Oder). Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) teilte in der vergangenen Woche mit, die nun eingereichte Klage bei der EU unterstützen zu wollen
* Die Presse
Europas Solarindustrie hat bei der Europäischen Kommission Klage gegen die Billigkonkurrenz aus China eingereicht. "Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt", sagte der Sprecher der Initiative EU ProSun, Milan Nitzschke, dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Insgesamt 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern hätten sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Aus Deutschland zählen demnach die Firmen Solarworld und Sovello dazu. Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte dem "Handelsblatt", die Klage in Brüssel ziele nicht darauf, Preise für Solarmodule zu erhöhen. "Sondern der desaströse Preiskampf muss gestoppt werden", führte er aus.
USA hat Strafzölle verhängt
Die US-Regierung geht bereits mit Strafzöllen gegen billige Solartechnologie aus China vor. Nach Beschwerden von US-Unternehmen über Subventionen des chinesischen Staats an seine Solarindustrie hatte das Handelsministerium im Frühjahr Strafzölle auf chinesische Importe verhängt.
In Deutschland meldeten in den vergangenen Monaten gleich mehrere Solarunternehmen Insolvenz an. Betroffen waren Q-Cells aus Bitterfeld, der Solarmodulhersteller Sovello aus Thalheim, Solon aus Berlin und First Solar aus Frankfurt (Oder). Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) teilte in der vergangenen Woche mit, die nun eingereichte Klage bei der EU unterstützen zu wollen
* Die Presse
China droht Europa mit heftigem Solar-Krieg
Der Kampf der europäischen und der chinesischen Solarindustrie droht zu eskalieren. Etliche Unternehmen haben vor der Europäischen Kommission Klage gegen die Billigkonkurrenz aus China erhoben. Die droht ihrerseits nun mit einem Handelskrieg.
Europas Solarindustrie hat bei der Europäischen Kommission Klage gegen die Billigkonkurrenz aus China eingereicht. "Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt", sagte der Sprecher der Initiative EU ProSun, Milan Nitzschke, dem "Handelsblatt". Insgesamt 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern hätten sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Aus Deutschland zählen demnach die Firmen Solarworld und Sovello dazu
Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte dem "Handelsblatt", die Klage in Brüssel ziele nicht darauf, Preise für Solarmodule zu erhöhen. "Sondern der desaströse Preiskampf muss gestoppt werden", führte er aus. Die US-Regierung geht bereits mit Strafzöllen gegen billige Solartechnologie aus China vor. Nach Beschwerden von US-Unternehmen über Subventionen des chinesischen Staats an seine Solarindustrie hatte das Handelsministerium im Frühjahr Strafzölle auf chinesische Solarimporte verhängt.
Neben den staatlichen Förderkürzungen macht der weltweiten Solarbranche vor allem der Preisverfall zu schaffen - rote Zahlen sind inzwischen auch bei den chinesischen Branchengrößen an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass hiesige Unternehmen nach jahrelangen Investitionen in den Produktionsausbau unter einer hohen Schuldenlast ächzen und die Banken ihnen immer öfter den Geldhahn zudrehen. Pleiten sind dann unausweichlich. In Deutschland meldeten in den vergangenen Monaten gleich mehrere Solarunternehmen Insolvenz an. Betroffen waren Q-Cells aus Bitterfeld, der Solarmodulhersteller Sovello aus Thalheim und Solon aus Berlin. Der US-Konzern First Solar will seinen Standort in Frankfurt/Oder schließen.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) teilte in der vergangenen Woche mit, die nun eingereichte Klage bei der EU unterstützen zu wollen. In China sei das anders - so der Vorwurf. Dort erhielten Solarkonzerne zinslose Krediten und würden so am Leben gehalten. Medienberichten zufolge erhält etwa die mit über drei Milliarden Euro verschuldete LDK Solar, Mehrheitsaktionär bei der Konstanzer Sunways , Unterstützung von der Stadt Xinyu, Firmensitz des Konzerns. Die Stadt will demnach einen Teil der Schulden übernehmen und so den Weiterbetrieb sichern.
Chinesen auf den Barrikaden
Die Anti-Dumping-Klage europäischer Solarfirmen treibt daher die chinesischen Wettbewerber auf die Barrikaden. Firmenbosse der Branchengrößen Yingli, Suntech, Trina und Canadian Solar drohten am Donnerstag mit einem Handelskrieg. "Wir werden bei der chinesische Regierung vorsprechen und fordern, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die legitimen Interessen der chinesischen Solarindustrie zu schützen", sagte Yingli-Chef Wang Yiyu bei einer Pressekonferenz mit den drei anderen Firmenmanagern. Mögliche Strafzölle auf Solarimporte aus China würden "einen umfassenden Handelskrieg zwischen der EU und China auslösen, der auf beiden Seiten nur zu enormen Verluste führen wird."
Nicht nur bei den Chinesen stößt die Klage auf Kritik. Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Bundesstag, nannte den drohenden Handelskrieg mit China in Zeiten der Euro-Krise für die exportorientierte europäische Wirtschaft ein "Harakiriprogramm". Er fügte hinzu: "Anti-Dumping-Klagen behindern die Energiewende, weil sie einen weiteren Preisrutsch der Module ausbremsen, womit auch die schnelle Entwicklung sich selbsttragender Märkte behindert wird."
Eine schnelle Verhängung von Strafzöllen ist nicht zu erwarten: Zunächst hat die EU-Kommission 45 Tage Zeit, um über eine Annahme der Klage zu entscheiden. Eine Entscheidung über Strafzölle würde dann im nächsten Jahr fallen. Nach der US-Entscheidung für Sonderzölle auf Solarimporte aus der Volksrepublik hatte Solarworld-Chef Asbeck im März angekündigt, auch in Europa Schritte gegen die ungeliebte Niedrigpreis-Konkurrenz anzustreben. Dafür musste eine Unterstützergruppe organisiert werden, die 25 Prozent der Jahresproduktion in Europa repräsentiert
Europas Solarindustrie hat bei der Europäischen Kommission Klage gegen die Billigkonkurrenz aus China eingereicht. "Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt", sagte der Sprecher der Initiative EU ProSun, Milan Nitzschke, dem "Handelsblatt". Insgesamt 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern hätten sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Aus Deutschland zählen demnach die Firmen Solarworld und Sovello dazu
Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte dem "Handelsblatt", die Klage in Brüssel ziele nicht darauf, Preise für Solarmodule zu erhöhen. "Sondern der desaströse Preiskampf muss gestoppt werden", führte er aus. Die US-Regierung geht bereits mit Strafzöllen gegen billige Solartechnologie aus China vor. Nach Beschwerden von US-Unternehmen über Subventionen des chinesischen Staats an seine Solarindustrie hatte das Handelsministerium im Frühjahr Strafzölle auf chinesische Solarimporte verhängt.
Neben den staatlichen Förderkürzungen macht der weltweiten Solarbranche vor allem der Preisverfall zu schaffen - rote Zahlen sind inzwischen auch bei den chinesischen Branchengrößen an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass hiesige Unternehmen nach jahrelangen Investitionen in den Produktionsausbau unter einer hohen Schuldenlast ächzen und die Banken ihnen immer öfter den Geldhahn zudrehen. Pleiten sind dann unausweichlich. In Deutschland meldeten in den vergangenen Monaten gleich mehrere Solarunternehmen Insolvenz an. Betroffen waren Q-Cells aus Bitterfeld, der Solarmodulhersteller Sovello aus Thalheim und Solon aus Berlin. Der US-Konzern First Solar will seinen Standort in Frankfurt/Oder schließen.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) teilte in der vergangenen Woche mit, die nun eingereichte Klage bei der EU unterstützen zu wollen. In China sei das anders - so der Vorwurf. Dort erhielten Solarkonzerne zinslose Krediten und würden so am Leben gehalten. Medienberichten zufolge erhält etwa die mit über drei Milliarden Euro verschuldete LDK Solar, Mehrheitsaktionär bei der Konstanzer Sunways , Unterstützung von der Stadt Xinyu, Firmensitz des Konzerns. Die Stadt will demnach einen Teil der Schulden übernehmen und so den Weiterbetrieb sichern.
Chinesen auf den Barrikaden
Die Anti-Dumping-Klage europäischer Solarfirmen treibt daher die chinesischen Wettbewerber auf die Barrikaden. Firmenbosse der Branchengrößen Yingli, Suntech, Trina und Canadian Solar drohten am Donnerstag mit einem Handelskrieg. "Wir werden bei der chinesische Regierung vorsprechen und fordern, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die legitimen Interessen der chinesischen Solarindustrie zu schützen", sagte Yingli-Chef Wang Yiyu bei einer Pressekonferenz mit den drei anderen Firmenmanagern. Mögliche Strafzölle auf Solarimporte aus China würden "einen umfassenden Handelskrieg zwischen der EU und China auslösen, der auf beiden Seiten nur zu enormen Verluste führen wird."
Nicht nur bei den Chinesen stößt die Klage auf Kritik. Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Bundesstag, nannte den drohenden Handelskrieg mit China in Zeiten der Euro-Krise für die exportorientierte europäische Wirtschaft ein "Harakiriprogramm". Er fügte hinzu: "Anti-Dumping-Klagen behindern die Energiewende, weil sie einen weiteren Preisrutsch der Module ausbremsen, womit auch die schnelle Entwicklung sich selbsttragender Märkte behindert wird."
Eine schnelle Verhängung von Strafzöllen ist nicht zu erwarten: Zunächst hat die EU-Kommission 45 Tage Zeit, um über eine Annahme der Klage zu entscheiden. Eine Entscheidung über Strafzölle würde dann im nächsten Jahr fallen. Nach der US-Entscheidung für Sonderzölle auf Solarimporte aus der Volksrepublik hatte Solarworld-Chef Asbeck im März angekündigt, auch in Europa Schritte gegen die ungeliebte Niedrigpreis-Konkurrenz anzustreben. Dafür musste eine Unterstützergruppe organisiert werden, die 25 Prozent der Jahresproduktion in Europa repräsentiert
Anti-Dumpingklagen aus Teilen der Solarbranche sind der falsche Weg
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Am Donnerstag haben verschiedene europäische Solarhersteller eine Anti-Dumpingklage bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Dies ist jedoch der falsche Weg, denn solche Klagen behindern die Energiewende, weil sie einen weiteren Preisrutsch der Module ausbremsen, womit auch die schnelle Entwicklung sich selbsttragender Märkte behindert wird.
Die EU-Kommission wäre gut beraten, die Anti-Dumpingklagen abzuwehren und statt dessen aktiv für offene Marktzugänge europäischer Solarfirmen in China, Indien, USA und anderswo zu sorgen. Europäische Strafzölle aber werden die Zugänge für europäische Solarfirmen auf den stürmisch wachsenden chinesischen Märkten weiter erschweren und dies nicht nur in der Solarwirtschaft.
Die Chinesen reagierten prompt auf die Klage. So drohen die Firmenbosse von Yingli, Suntech, Trina und Canadian Solar der Europäischen Union auf einer Pressekonferenz mit einem Handelskrieg. Ausgerechnet in der Eurokrise einen Handelskrieg mit China anzuzetteln ist für die exportorientierte europäische Wirtschaft eher ein Harakiriprogramm.
Hier geht es zur Stellungnahme zu der Anti-Dumpingklage in den USA
Am Donnerstag haben verschiedene europäische Solarhersteller eine Anti-Dumpingklage bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Dies ist jedoch der falsche Weg, denn solche Klagen behindern die Energiewende, weil sie einen weiteren Preisrutsch der Module ausbremsen, womit auch die schnelle Entwicklung sich selbsttragender Märkte behindert wird.
Die EU-Kommission wäre gut beraten, die Anti-Dumpingklagen abzuwehren und statt dessen aktiv für offene Marktzugänge europäischer Solarfirmen in China, Indien, USA und anderswo zu sorgen. Europäische Strafzölle aber werden die Zugänge für europäische Solarfirmen auf den stürmisch wachsenden chinesischen Märkten weiter erschweren und dies nicht nur in der Solarwirtschaft.
Die Chinesen reagierten prompt auf die Klage. So drohen die Firmenbosse von Yingli, Suntech, Trina und Canadian Solar der Europäischen Union auf einer Pressekonferenz mit einem Handelskrieg. Ausgerechnet in der Eurokrise einen Handelskrieg mit China anzuzetteln ist für die exportorientierte europäische Wirtschaft eher ein Harakiriprogramm.
Hier geht es zur Stellungnahme zu der Anti-Dumpingklage in den USA
Angela Merkel schlägt im Solarstreit mit China vorsichtige Töne an. Anstelle einer Anti-Dumping-Klage der EU solle es Verhandlungen geben. Offenbar will die Bundesregierung einen Handelskrieg vermeiden, der deutsche Exporte ins Reich der Mitte gefährden könnte.
Kanzlerin Angela Merkel will den Solar-Streit zwischen Europa und China friedlich regeln und eine Anti-Dumping-Klage verhindern. "Wir haben dafür noch Zeit, und es wäre besser, wenn wir das auf dem Gesprächswege lösen", sagte die CDU-Vorsitzende bei ihrem China-Besuch in Peking. Sie sei dagegen "immer gleich zur Waffe gerichtlicher Auseinandersetzungen zu greifen". EU-Kommission und chinesische Stellen müssten gemeinsam nach einem Ausweg suchen.
Merkel, Altmaier sowie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler möchten bei der chinesischen Führung erreichen, dass diese ihre Subventionspraxis eindämmt, um eine Klage noch abzuwenden. Dies sei der chinesischen Seite nahe gebracht worden, hieß es aus Delegationskreisen. Schon am Dienstag hatte Rösler vor einer Spirale aus protektionistischen Maßnahmen und Vergeltungsschritten gewarnt, die den freien Welthandel gefährden könnte.
Teile der europäischen Solarindustrie wehren sich gegen Billigimporte aus China und will den ruinösen Preiskampf mit einer Anti-Dumping-Klage stoppen. Eine entsprechende Beschwerde liegt der EU-Kommission vor.
Hinter dem Bündnis der Klagewilligen stehen Medienberichten zufolge 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern. Sie kritisieren, die chinesischen Hersteller würden staatlich subventioniert.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat bereits eine Anti-Dumping-Klage ins Spiel gebracht. In den USA werden chinesische Solarimporte seit Mai mit Strafzöllen von bis zu 250 Prozent belegt.
Kanzlerin Angela Merkel will den Solar-Streit zwischen Europa und China friedlich regeln und eine Anti-Dumping-Klage verhindern. "Wir haben dafür noch Zeit, und es wäre besser, wenn wir das auf dem Gesprächswege lösen", sagte die CDU-Vorsitzende bei ihrem China-Besuch in Peking. Sie sei dagegen "immer gleich zur Waffe gerichtlicher Auseinandersetzungen zu greifen". EU-Kommission und chinesische Stellen müssten gemeinsam nach einem Ausweg suchen.
Merkel, Altmaier sowie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler möchten bei der chinesischen Führung erreichen, dass diese ihre Subventionspraxis eindämmt, um eine Klage noch abzuwenden. Dies sei der chinesischen Seite nahe gebracht worden, hieß es aus Delegationskreisen. Schon am Dienstag hatte Rösler vor einer Spirale aus protektionistischen Maßnahmen und Vergeltungsschritten gewarnt, die den freien Welthandel gefährden könnte.
Teile der europäischen Solarindustrie wehren sich gegen Billigimporte aus China und will den ruinösen Preiskampf mit einer Anti-Dumping-Klage stoppen. Eine entsprechende Beschwerde liegt der EU-Kommission vor.
Hinter dem Bündnis der Klagewilligen stehen Medienberichten zufolge 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern. Sie kritisieren, die chinesischen Hersteller würden staatlich subventioniert.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat bereits eine Anti-Dumping-Klage ins Spiel gebracht. In den USA werden chinesische Solarimporte seit Mai mit Strafzöllen von bis zu 250 Prozent belegt.
Die EU droht chinesischen Solarkonzernen mit Anti-Dumping-Zöllen - doch ob diese tatsächlich kommen, ist höchst fraglich. Für viele europäische Modulhersteller käme der Schutz ohnehin zu spät. Dem Rest der Sonnenbranche würden sie zudem massiv schaden.
Anleger des Bonner Sonnenkonzerns Solarworld haben schon am Montag dieser Woche frohlockt. Um etwa 10 Prozent schoss der Aktienkurs in die Höhe, bald darauf brachen die Notierungen der Konkurrenz aus China ein. Offenbar war bereits etwas durchgesickert von der Entscheidung der EU-Kommission, ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Solarkonzerne einzuleiten.
Heute bestätigten die Brüsseler Bürokraten nun, dass sie tätig werden. Bis Ende des kommenden Jahres wollen sie untersuchen, ob Konzerne wie Suntech , LDK Solar oder Yingli tatsächlich vom chinesischen Staat auf unlautere Weise gefördert werden und so die Marktchancen europäischer Firmen wie Solarworld mit Billigprodukten zerstören. Das hatten mehr als 20 Firmen geltend gemacht.
Es ist jedoch höchst fraglich, ob die darbende Solarindustrie Europas angesichts der Nachricht aus Brüssel wirklich Grund zum Jubeln hat: Das nun eingeleitete Verfahren birgt einige Tücken, die Lage ist bei manchem Unternehmen bereits aussichtslos, und zu allem Überfluss ist die europäische Solarbranche selbst zerstritten über Nutzen und Schaden von Anti-Dumping-Maßnahmen.
Zu spät, um noch Weichen zu stellen
Der Grund: Die Unternehmen sind zwiegespalten. Zum einen in die Gruppe der darbenden Zellen- und Modulhersteller, die unter den billigen Konkurrenzprodukten leiden. Zum anderen in die heterogene Gruppe von Installateuren, Projektierern und Maschinenbauern, die von den Chinesen als Zulieferer oder Abnehmer profitieren.
Die Mehrheit der europäischen Solardienstleister kalkuliert in der eigenen Kostenrechnung längst mit den Billigpreisen chinesischer Zell- und Modullieferanten - allen voran Projektierer wie IBC Solar, Juwi, Phoenix Solar oder Wirsol. Letzterer hat in den vergangenen Jahren stark aufgebaut.
Allein die Tatsache, dass die EU-Kommission 15 Monate lang prüfen will, ob es Zölle gibt, dürfte den Zweck des Verfahren für viele Firmen obsolet machen. Anbieter wie Q-Cells oder Sovello sind bereits in der Insolvenz und können nicht mehr so lange warten.
"Die Frage ist, wie viele europäische Hersteller die nächsten 15 Monate überhaupt überleben werden", sagt Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg dann auch. Zumal sich der Preisverfall in der Zwischenzeit munter fortsetze: Chinesische Hersteller bieten Aycicek zufolge Module Großhändlern zum Preis 55 Cent pro Watt Spitzenleistung an, die deutschen kommen mit 70 bis 80 Cent kaum noch hinterher. Vor wenigen Jahren lag der Preis noch bei über drei Euro.
Selbst wenn die Chinesen dank billiger Kredite in der Heimat einen Wettbewerbsvorteil hätten, ändere das nichts an der Tatsache, dass es heute niemanden mehr gebe, der so billig Module verkaufen könne, sagt eine Branchenkennerin. "Es ist jetzt einfach zu spät, um noch Weichen zu stellen." Inzwischen hätten sich die Chinesen am Markt etabliert und viele europäische Hersteller verdrängt. "Zölle hätten vor fünf Jahren kommen müssen."
Immerhin will die EU-Kommission bereits nach neun Monaten über vorläufige Zölle entscheiden, wenn sie Beweise für unfaire Subventionen gefunden hat. Dabei könnte es um zinslose Kredite, kostenlos überlassene Grundstücke oder Exportbeihilfen für die Chinesen gehen.
Chinas Solarkonzerne stellen sich bereits um
Tatsächlich könnte ein solches Vorgehen beispielsweise dem deutschen Branchenprimus kurzfristig helfen. "Solarworld sollte einen gewissen Nutzen von Zöllen haben", sagt LBBW-Analyst Aycicek. Greifen die Maßnahmen, könnten sich die Preise von chinesischen und europäischen Modulen angleichen. Dann könnte etwa Solarworld zwar nicht mehr Geld für seine Produkte verlangen, aber aufgrund der Preisgleichheit wieder auf mehr Kunden hoffen, vor allem im Kerngeschäft mit Dachanlagen.
Ein höherer Absatz in diesem Segment würde die Probleme von Solarworld aber womöglich nicht vollständig lösen. "Das Unternehmen muss seine Kostenbasis deutlich senken", sagt Aycicek.
Auch der sachsen-anhaltinische Zellenhersteller Q-Cells könnte zu den Profiteuren einer Verteuerung von Importen aus China zählen. Das jüngst aus der Insolvenz heraus vom südkoreanischen Hanwha-Konzern übernommene Unternehmen hatte in der Vergangenheit wegen der vergleichsweise hohen Produktionskosten in Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Die Hanwha-Gruppe indes, die bislang Zellen über die Solartochter SolarOne in China produziert, könnte je nach Höhe potenzieller Strafzölle einen Teil der Produktion für das Europageschäft auf die deutschen Standorte verlagern
Deutsche Firmen fürchten Handelskrieg
Ihre Flexibilität haben chinesische Firmen bereits in den Vereinigten Staaten unter Beweis gestellt - allerdings nicht im Sinne der dortigen Solarindustrie. In den USA werden - forciert - inzwischen Zölle auf Module mit chinesischen Zellen von bis zu 250 Prozent erhoben. Die Folge: "Statt aus China kommen die Zellen und Module dann eben aus Korea oder werden von China über Taiwan in die USA verschifft", sagt Matthias Fawer, der die Solarbranche für die Sarasin Bank analysiert.
Dass Zölle in Europa überhaupt kommen, ist zudem keineswegs sicher. Einerseits wird es vermutlich sehr schwer für die EU-Kommission, Dumping in China nachzuweisen. Ein entscheidendes Kriterium für Dumping ist, dass die Produkte auf dem Heimatmarkt (China) teurer sind als auf dem Exportmarkt (Europa). "Die Preise innerhalb des chinesischen Marktes sind teilweise noch niedriger als die Exportpreise", sagt jedoch Analyst Leonard Herbig vom Berliner Zentrum für Solarmarktforschung.
Zudem kann es nur zu Zöllen kommen, wenn die EU-Staaten mehrheitlich der Auffassung sind, dass sie der Gemeinschaft mehr nutzen als schaden. Nicht zuletzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem China-Besuch vergangene Woche jedoch schon deutlich gemacht, dass sie Zölle verhindern will. Stattdessen setzt sie auf Verhandlungen.
Ähnliches war am Donnerstag aus dem Bundeswirtschaftsministerium zu hören: "Grundsätzlich ist und bleibt es das Ziel des Ministeriums, parallel zum Verfahren der EU-Kommission den Dialog mit China über Lösungsansätze für fairen Wettbewerbs bei Solarproduktimporten aus China - auch auf EU-Ebene - fortzusetzen", teilte eine Sprecherin der Behörde gegenüber manager magazin online mit. "Konfliktträchtige handelspolitische Auseinandersetzungen sind für beide Seiten wenig zielführend und sollten daher vermieden werden."
Solarzellen sind nur noch austauschbare Massenware
Die Kanzlerin wie auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) werden dabei im Hinterkopf haben, dass die europäische Solarbranche inzwischen zum Großteil aus Kraftwerksprojektierern, Zulieferern und nicht zuletzt Handwerkern besteht. Zell- und Modulproduzenten machen dagegen einen schrumpfenden Anteil aus.
"Das ist ja ein großer Verdrängungswettbewerb", sagt Sarasin-Analyst Fawer. Ähnlich sei es in der Textilbranche, der Halbleiterindustrie oder bei Flachbildfernsehern gewesen. Solarzellen und Module seien zu austauschbarer Massenware geworden, sagt Fawer. "Diese können wir nicht zurückholen."
Statt einer künstlichen Verteuerung von Zellen- und Modulpreisen, sieht er für die verbliebenen europäischen Hersteller die Chancen eher darin, auf der Systemebene zu punkten. "Da sprechen wir beispielsweise von in die Anlage integrierten Speichern und Software", sagt Fawer.
Ob europäische Firmen solche Systemlösungen allerdings auch in China absetzen können, scheint gerade angesichts des möglichen Handelskrieges noch nicht ausgemacht zu sein. "Sollte der chinesische Markt boomen", sagt Fawer, "muss eine Solarworld nicht mehr damit rechnen, dass sie dort große Absatzchancen hat."
Anleger des Bonner Sonnenkonzerns Solarworld haben schon am Montag dieser Woche frohlockt. Um etwa 10 Prozent schoss der Aktienkurs in die Höhe, bald darauf brachen die Notierungen der Konkurrenz aus China ein. Offenbar war bereits etwas durchgesickert von der Entscheidung der EU-Kommission, ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Solarkonzerne einzuleiten.
Heute bestätigten die Brüsseler Bürokraten nun, dass sie tätig werden. Bis Ende des kommenden Jahres wollen sie untersuchen, ob Konzerne wie Suntech , LDK Solar oder Yingli tatsächlich vom chinesischen Staat auf unlautere Weise gefördert werden und so die Marktchancen europäischer Firmen wie Solarworld mit Billigprodukten zerstören. Das hatten mehr als 20 Firmen geltend gemacht.
Es ist jedoch höchst fraglich, ob die darbende Solarindustrie Europas angesichts der Nachricht aus Brüssel wirklich Grund zum Jubeln hat: Das nun eingeleitete Verfahren birgt einige Tücken, die Lage ist bei manchem Unternehmen bereits aussichtslos, und zu allem Überfluss ist die europäische Solarbranche selbst zerstritten über Nutzen und Schaden von Anti-Dumping-Maßnahmen.
Zu spät, um noch Weichen zu stellen
Der Grund: Die Unternehmen sind zwiegespalten. Zum einen in die Gruppe der darbenden Zellen- und Modulhersteller, die unter den billigen Konkurrenzprodukten leiden. Zum anderen in die heterogene Gruppe von Installateuren, Projektierern und Maschinenbauern, die von den Chinesen als Zulieferer oder Abnehmer profitieren.
Die Mehrheit der europäischen Solardienstleister kalkuliert in der eigenen Kostenrechnung längst mit den Billigpreisen chinesischer Zell- und Modullieferanten - allen voran Projektierer wie IBC Solar, Juwi, Phoenix Solar oder Wirsol. Letzterer hat in den vergangenen Jahren stark aufgebaut.
Allein die Tatsache, dass die EU-Kommission 15 Monate lang prüfen will, ob es Zölle gibt, dürfte den Zweck des Verfahren für viele Firmen obsolet machen. Anbieter wie Q-Cells oder Sovello sind bereits in der Insolvenz und können nicht mehr so lange warten.
"Die Frage ist, wie viele europäische Hersteller die nächsten 15 Monate überhaupt überleben werden", sagt Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg dann auch. Zumal sich der Preisverfall in der Zwischenzeit munter fortsetze: Chinesische Hersteller bieten Aycicek zufolge Module Großhändlern zum Preis 55 Cent pro Watt Spitzenleistung an, die deutschen kommen mit 70 bis 80 Cent kaum noch hinterher. Vor wenigen Jahren lag der Preis noch bei über drei Euro.
Selbst wenn die Chinesen dank billiger Kredite in der Heimat einen Wettbewerbsvorteil hätten, ändere das nichts an der Tatsache, dass es heute niemanden mehr gebe, der so billig Module verkaufen könne, sagt eine Branchenkennerin. "Es ist jetzt einfach zu spät, um noch Weichen zu stellen." Inzwischen hätten sich die Chinesen am Markt etabliert und viele europäische Hersteller verdrängt. "Zölle hätten vor fünf Jahren kommen müssen."
Immerhin will die EU-Kommission bereits nach neun Monaten über vorläufige Zölle entscheiden, wenn sie Beweise für unfaire Subventionen gefunden hat. Dabei könnte es um zinslose Kredite, kostenlos überlassene Grundstücke oder Exportbeihilfen für die Chinesen gehen.
Chinas Solarkonzerne stellen sich bereits um
Tatsächlich könnte ein solches Vorgehen beispielsweise dem deutschen Branchenprimus kurzfristig helfen. "Solarworld sollte einen gewissen Nutzen von Zöllen haben", sagt LBBW-Analyst Aycicek. Greifen die Maßnahmen, könnten sich die Preise von chinesischen und europäischen Modulen angleichen. Dann könnte etwa Solarworld zwar nicht mehr Geld für seine Produkte verlangen, aber aufgrund der Preisgleichheit wieder auf mehr Kunden hoffen, vor allem im Kerngeschäft mit Dachanlagen.
Ein höherer Absatz in diesem Segment würde die Probleme von Solarworld aber womöglich nicht vollständig lösen. "Das Unternehmen muss seine Kostenbasis deutlich senken", sagt Aycicek.
Auch der sachsen-anhaltinische Zellenhersteller Q-Cells könnte zu den Profiteuren einer Verteuerung von Importen aus China zählen. Das jüngst aus der Insolvenz heraus vom südkoreanischen Hanwha-Konzern übernommene Unternehmen hatte in der Vergangenheit wegen der vergleichsweise hohen Produktionskosten in Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Die Hanwha-Gruppe indes, die bislang Zellen über die Solartochter SolarOne in China produziert, könnte je nach Höhe potenzieller Strafzölle einen Teil der Produktion für das Europageschäft auf die deutschen Standorte verlagern
Deutsche Firmen fürchten Handelskrieg
Ihre Flexibilität haben chinesische Firmen bereits in den Vereinigten Staaten unter Beweis gestellt - allerdings nicht im Sinne der dortigen Solarindustrie. In den USA werden - forciert - inzwischen Zölle auf Module mit chinesischen Zellen von bis zu 250 Prozent erhoben. Die Folge: "Statt aus China kommen die Zellen und Module dann eben aus Korea oder werden von China über Taiwan in die USA verschifft", sagt Matthias Fawer, der die Solarbranche für die Sarasin Bank analysiert.
Dass Zölle in Europa überhaupt kommen, ist zudem keineswegs sicher. Einerseits wird es vermutlich sehr schwer für die EU-Kommission, Dumping in China nachzuweisen. Ein entscheidendes Kriterium für Dumping ist, dass die Produkte auf dem Heimatmarkt (China) teurer sind als auf dem Exportmarkt (Europa). "Die Preise innerhalb des chinesischen Marktes sind teilweise noch niedriger als die Exportpreise", sagt jedoch Analyst Leonard Herbig vom Berliner Zentrum für Solarmarktforschung.
Zudem kann es nur zu Zöllen kommen, wenn die EU-Staaten mehrheitlich der Auffassung sind, dass sie der Gemeinschaft mehr nutzen als schaden. Nicht zuletzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem China-Besuch vergangene Woche jedoch schon deutlich gemacht, dass sie Zölle verhindern will. Stattdessen setzt sie auf Verhandlungen.
Ähnliches war am Donnerstag aus dem Bundeswirtschaftsministerium zu hören: "Grundsätzlich ist und bleibt es das Ziel des Ministeriums, parallel zum Verfahren der EU-Kommission den Dialog mit China über Lösungsansätze für fairen Wettbewerbs bei Solarproduktimporten aus China - auch auf EU-Ebene - fortzusetzen", teilte eine Sprecherin der Behörde gegenüber manager magazin online mit. "Konfliktträchtige handelspolitische Auseinandersetzungen sind für beide Seiten wenig zielführend und sollten daher vermieden werden."
Solarzellen sind nur noch austauschbare Massenware
Die Kanzlerin wie auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) werden dabei im Hinterkopf haben, dass die europäische Solarbranche inzwischen zum Großteil aus Kraftwerksprojektierern, Zulieferern und nicht zuletzt Handwerkern besteht. Zell- und Modulproduzenten machen dagegen einen schrumpfenden Anteil aus.
"Das ist ja ein großer Verdrängungswettbewerb", sagt Sarasin-Analyst Fawer. Ähnlich sei es in der Textilbranche, der Halbleiterindustrie oder bei Flachbildfernsehern gewesen. Solarzellen und Module seien zu austauschbarer Massenware geworden, sagt Fawer. "Diese können wir nicht zurückholen."
Statt einer künstlichen Verteuerung von Zellen- und Modulpreisen, sieht er für die verbliebenen europäischen Hersteller die Chancen eher darin, auf der Systemebene zu punkten. "Da sprechen wir beispielsweise von in die Anlage integrierten Speichern und Software", sagt Fawer.
Ob europäische Firmen solche Systemlösungen allerdings auch in China absetzen können, scheint gerade angesichts des möglichen Handelskrieges noch nicht ausgemacht zu sein. "Sollte der chinesische Markt boomen", sagt Fawer, "muss eine Solarworld nicht mehr damit rechnen, dass sie dort große Absatzchancen hat."
China schlägt im Solar-Subventionsstreit zurück
Im Kampf gegen Dumping-Preise wollte Europa die chinesische Solarindustrie drankriegen– doch der Rote Riese bläst zum Gegenangriff: China hat selbst Ermittlungen gegen die EU-Solarindustrie eingeleitet. Gute Konjunkturdaten geben der Volksrepublik Rückenwind
Die chinesische Regierung schaltet im Streit um Subventionen für die Solarbranche auf Gegenangriff. Peking habe seinerseits Untersuchungen zu Importen von Solarprodukten aus der EU eingeleitet, kündigte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag auf seiner Internetseite an. Es würden Vorwürfe geprüft, dass das aus Europa importierte wichtige Vorprodukt Polysilizium zu ungerechtfertigt niedrigen Preisen verkauft werde und die europäische Solarindustrie unfaire Subventionen erhalte.
Angeführt wird die Beschwerde von vier chinesischen Herstellern, darunter die angeschlagene LDK, die zusammen die Hälfte der Rohstoffe für Solarzellen in den letzten vier Jahren geliefert haben. „Die Untersuchungen sind eine Antwort auf das Vorgehen der EU“, sagte ein chinesischer Analyst. Die Überprüfung von Einfuhren aus den USA und Südkorea laufen in China bereits.
Ermittlungen Chinas belasten Solarwerte
Die EU hatte im September auf Initiative europäischer Unternehmen eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Preisdumping gegen chinesische Solarunternehmen angekündigt. Die Kommission prüft Vorwürfe, wonach die Chinesen zu unfairen Mitteln gegriffen haben, um den Markt in Europa gleichsam zu überrennen. 2011 importierte die Volksrepublik laut EU-Zahlen Solarpaneele im Wert von 21 Milliarden Euro. Nach europäischen Branchenzahlen beträgt ihr Marktanteil in der EU schon über 80 Prozent. Europäische Hersteller meinen, dass China dies nur durch Dumping erreichen konnte.
Die Preise für Solarstrommodule aus China liegen demnach weit unter den Herstellungskosten; die Hersteller würden von der Regierung unbegrenzten Zugang zu Krediten bekommen. Am Ende der Prüfung durch die EU-Kommission könnten Handelsmaßnahmen stehen, die die EU-Industrie gegen die Konkurrenz schützen.
Die chinesische Regierung protestierte scharf gegen die Ermittlungen.
An den deutschen Börsen wurde die Ankündigung Chinas beunruhigt aufgenommen: SMA Solar notierten 2,1 Prozent schwächer und waren damit größter TecDax -Verlierer. Solarworld starteten 0,4 Prozent niedriger.
Chinas Konjunktur zieht wieder an
Neues Selbstbewusstsein zieht China, dessen Wirtschaft zuletzt schwächelte, auch aus seinen neuesten Konjunkturdaten: Im Land verdichten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung. Im Oktober stieg der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für die Industrie wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Im Monatsvergleich legte er um 0,4 Punkte auf 50,2 Zähler zu, wie die Handelsvereinigung China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) am Donnerstag in Peking mitteilte. Damit deutet die Kennzahl erstmals seit drei Monaten wieder auf ein Wachstum in der Industrie hin.
Die chinesische Regierung schaltet im Streit um Subventionen für die Solarbranche auf Gegenangriff. Peking habe seinerseits Untersuchungen zu Importen von Solarprodukten aus der EU eingeleitet, kündigte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag auf seiner Internetseite an. Es würden Vorwürfe geprüft, dass das aus Europa importierte wichtige Vorprodukt Polysilizium zu ungerechtfertigt niedrigen Preisen verkauft werde und die europäische Solarindustrie unfaire Subventionen erhalte.
Angeführt wird die Beschwerde von vier chinesischen Herstellern, darunter die angeschlagene LDK, die zusammen die Hälfte der Rohstoffe für Solarzellen in den letzten vier Jahren geliefert haben. „Die Untersuchungen sind eine Antwort auf das Vorgehen der EU“, sagte ein chinesischer Analyst. Die Überprüfung von Einfuhren aus den USA und Südkorea laufen in China bereits.
Ermittlungen Chinas belasten Solarwerte
Die EU hatte im September auf Initiative europäischer Unternehmen eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Preisdumping gegen chinesische Solarunternehmen angekündigt. Die Kommission prüft Vorwürfe, wonach die Chinesen zu unfairen Mitteln gegriffen haben, um den Markt in Europa gleichsam zu überrennen. 2011 importierte die Volksrepublik laut EU-Zahlen Solarpaneele im Wert von 21 Milliarden Euro. Nach europäischen Branchenzahlen beträgt ihr Marktanteil in der EU schon über 80 Prozent. Europäische Hersteller meinen, dass China dies nur durch Dumping erreichen konnte.
Die Preise für Solarstrommodule aus China liegen demnach weit unter den Herstellungskosten; die Hersteller würden von der Regierung unbegrenzten Zugang zu Krediten bekommen. Am Ende der Prüfung durch die EU-Kommission könnten Handelsmaßnahmen stehen, die die EU-Industrie gegen die Konkurrenz schützen.
Die chinesische Regierung protestierte scharf gegen die Ermittlungen.
An den deutschen Börsen wurde die Ankündigung Chinas beunruhigt aufgenommen: SMA Solar notierten 2,1 Prozent schwächer und waren damit größter TecDax -Verlierer. Solarworld starteten 0,4 Prozent niedriger.
Chinas Konjunktur zieht wieder an
Neues Selbstbewusstsein zieht China, dessen Wirtschaft zuletzt schwächelte, auch aus seinen neuesten Konjunkturdaten: Im Land verdichten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung. Im Oktober stieg der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für die Industrie wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Im Monatsvergleich legte er um 0,4 Punkte auf 50,2 Zähler zu, wie die Handelsvereinigung China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) am Donnerstag in Peking mitteilte. Damit deutet die Kennzahl erstmals seit drei Monaten wieder auf ein Wachstum in der Industrie hin.

