US-Justiz plant Klage gegen Großbanken
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US-Justiz plant Klage gegen Großbanken
Als Konsequenz der Finanzkrise droht mehr als einem Dutzend Großbanken Ärger mit der US-Justiz. Den Instituten wird vorgeworfen durch den Handel mit faulen Immobilienkrediten die Krise angeheizt zu haben. Die Klagen sollen am Freitag eingereicht werden und richten sich unter anderem gegen die Deutsche Bank, die Bank of America, JP Morgan Chase und Golmann Sachs.
Einem Bericht der NY Times zufolge wird den Geldhäuser vorgeworfen Kredite finanzschwacher Schuldner gebündelt und an Investoren verkauft zu haben. Durch den Handel mit den Giftpapieren hätten die Banken die Krise bestärkt und angeheizt. Ziel der US-Justiz ist nicht der Rückkauf der Ausfallpapiere, sondern die Durchsetzung von Entschädigungszahlungen.
Von einer erfolgreichen Klage könnten vor allem die staatlich kontrollierten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac profitieren, die gemeinsam mit zwei Agenturen rund 90 Prozent aller Baudarlehen in den USA besichern. In der Finanzkrise häuften die beiden Institute Verluste von über 30 Milliarden US-Dollar an und mussten vom Staat gerettet werden.
Einem Bericht der NY Times zufolge wird den Geldhäuser vorgeworfen Kredite finanzschwacher Schuldner gebündelt und an Investoren verkauft zu haben. Durch den Handel mit den Giftpapieren hätten die Banken die Krise bestärkt und angeheizt. Ziel der US-Justiz ist nicht der Rückkauf der Ausfallpapiere, sondern die Durchsetzung von Entschädigungszahlungen.
Von einer erfolgreichen Klage könnten vor allem die staatlich kontrollierten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac profitieren, die gemeinsam mit zwei Agenturen rund 90 Prozent aller Baudarlehen in den USA besichern. In der Finanzkrise häuften die beiden Institute Verluste von über 30 Milliarden US-Dollar an und mussten vom Staat gerettet werden.
US-Aufseher ermitteln gegen Deutsche Bank
Der Deutschen Bank droht in den USA massiv Ärger. Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen die Bank wegen ihrer Immobilien-Wertpapiergeschäfte vor der Finanzkrise. Goldman Sachs hatte in einem ähnlichen Fall 500 Millionen Dollar gezahlt. Die KfW befürwortet indes eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank.
Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen die Deutsche Bank . Bei einem Wertpapiergeschäft hatte die Bank offenbar dem Hedgefonds des Spekulanten John Paulson die Möglichkeit eingeräumt, schrottige Hypothekenpapiere auszusuchen, gegen die er dann wetten konnte - ohne dass es die anderen Investoren wussten.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag vorab. Wegen eines ähnlichen Geschäfts die US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs einen Vergleich mit der SEC geschlossen - und dabei mehr als eine halbe Milliarde Dollar gezahlt.
"Die Deutsche Bank hat wie viele andere Banken von verschiedenen Behörden Auskunftsersuchen zu ihrem Geschäft mit Wohnungsbaukrediten erhalten. Die Bank kooperiert voll hinsichtlich der Anfragen. Die Deutsche Bank ist in diesem Zusammenhang nicht angeklagt worden", kommentiert die Deutsche Bank den Vorgang.
Das Geldinstitut rückt damit erneut in den Fokus der US-Behörden. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte ein Bericht des US-Senats die Rolle der Deutschen Bank in der Finanzkrise kritisiert. Dabei war das größte deutsche Geldhaus als "Fallbeispiel" für seine Geldgeschäfte gebrandmarkt worden, die mit zum Kollaps des Finanzsystems geführt hatte.
KfW befürwortet Klage gegen die Deutsche Bank
Nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins unterstützt die Staatsbank KfW eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank. Auch hier handelt es sich um Immobilien-Wertpapiergeschäfte, sogenannte CDOs, in den USA.
Die Deutsche Bank hatte in den Jahren vor der Finanzkrise in großem Stil Wertpapiere aus US-Immobilienkrediten fabriziert, die rasant an Wert verloren und in der Folge zahlreiche Investoren in existentielle Schwierigkeiten brachten. Darunter auch die Düsseldorfer IKB Deutsche Industriebank, die schließlich mit mehr als acht Milliarden Euro von der KfW vor dem Bankrott gerettet werden musste.
Ehemalige Zweckgesellschaften der IKB - rechtlich die Käufer der Papiere - mit dem Namen Loreley Financing hatten deshalb bereits im Oktober in den USA eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank eingereicht und fordern 439 Millionen Dollar Schadensersatz plus Strafzahlungen. Im Erfolgsfall würde das Geld vor allem an die KfW fließen: "Wir sind sehr an Maßnahmen interessiert, die zu einer Verringerung unserer hieraus entstandenen Verluste führen können", heißt es in einer Stellungnahme.
Deutsche-Bank-Chef wird an diesem Donnerstag (2. Februrar) die Geschäftszahlen für das Jahr 2011 vorlegen - es ist seine letzte Bilanz. Eigentlich wollte sich der 63-Jährige nach zehn Jahren an der Spitze des Instituts mit einem Rekordgewinn verabschieden. Doch das Gewinnziel von zehn Milliarden Euro vor Steuern hatte das Institut wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten infolge der Euro-Schuldenkrise bereits Anfang Oktober kassiert
* MM
Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen die Deutsche Bank . Bei einem Wertpapiergeschäft hatte die Bank offenbar dem Hedgefonds des Spekulanten John Paulson die Möglichkeit eingeräumt, schrottige Hypothekenpapiere auszusuchen, gegen die er dann wetten konnte - ohne dass es die anderen Investoren wussten.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag vorab. Wegen eines ähnlichen Geschäfts die US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs einen Vergleich mit der SEC geschlossen - und dabei mehr als eine halbe Milliarde Dollar gezahlt.
"Die Deutsche Bank hat wie viele andere Banken von verschiedenen Behörden Auskunftsersuchen zu ihrem Geschäft mit Wohnungsbaukrediten erhalten. Die Bank kooperiert voll hinsichtlich der Anfragen. Die Deutsche Bank ist in diesem Zusammenhang nicht angeklagt worden", kommentiert die Deutsche Bank den Vorgang.
Das Geldinstitut rückt damit erneut in den Fokus der US-Behörden. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte ein Bericht des US-Senats die Rolle der Deutschen Bank in der Finanzkrise kritisiert. Dabei war das größte deutsche Geldhaus als "Fallbeispiel" für seine Geldgeschäfte gebrandmarkt worden, die mit zum Kollaps des Finanzsystems geführt hatte.
KfW befürwortet Klage gegen die Deutsche Bank
Nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins unterstützt die Staatsbank KfW eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank. Auch hier handelt es sich um Immobilien-Wertpapiergeschäfte, sogenannte CDOs, in den USA.
Die Deutsche Bank hatte in den Jahren vor der Finanzkrise in großem Stil Wertpapiere aus US-Immobilienkrediten fabriziert, die rasant an Wert verloren und in der Folge zahlreiche Investoren in existentielle Schwierigkeiten brachten. Darunter auch die Düsseldorfer IKB Deutsche Industriebank, die schließlich mit mehr als acht Milliarden Euro von der KfW vor dem Bankrott gerettet werden musste.
Ehemalige Zweckgesellschaften der IKB - rechtlich die Käufer der Papiere - mit dem Namen Loreley Financing hatten deshalb bereits im Oktober in den USA eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank eingereicht und fordern 439 Millionen Dollar Schadensersatz plus Strafzahlungen. Im Erfolgsfall würde das Geld vor allem an die KfW fließen: "Wir sind sehr an Maßnahmen interessiert, die zu einer Verringerung unserer hieraus entstandenen Verluste führen können", heißt es in einer Stellungnahme.
Deutsche-Bank-Chef wird an diesem Donnerstag (2. Februrar) die Geschäftszahlen für das Jahr 2011 vorlegen - es ist seine letzte Bilanz. Eigentlich wollte sich der 63-Jährige nach zehn Jahren an der Spitze des Instituts mit einem Rekordgewinn verabschieden. Doch das Gewinnziel von zehn Milliarden Euro vor Steuern hatte das Institut wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten infolge der Euro-Schuldenkrise bereits Anfang Oktober kassiert
* MM
Die deutsche Bank hat zwei Sorgen weniger. In den USA hat ein Gericht die Klagen zweier institutioneller Anleger gegen das Bankhaus abgewiesen. Der New Yorker Richter urteilte, dass sowohl die französisch-belgische Finanzgruppe Dexia Banque als auch die US-Pensionskasse TIAA ihre Vorwürfe “in mehreren Kernpunkten” nicht ausreichend belegen können.
Quelle: moneycab
Die Klageabweisung ist allerdings nicht das Ende der juristischen Sorgen der Deutschen Bank.
Süddeutsche
Quelle: Nettribune
Quelle: Tagesanzeiger
Die Schwierigkeiten der Deutschen Bank trübten auch den Abschied des ehemaligen Vorstandsvorsitzende Joseph Ackermann. Sein Erbe treten der ehemalige Chef des Investmentsektors Anshu Jain sowie der Deutsche Jürgen Fitschen an.
Mehr zur missglückten Übergabe des Betriebs lesen Sie hier
Zitat
Die Deutsche Bank wollte das Thema am Mittwoch auf Anfrage nicht weiter kommentieren. Die beiden Investoren hatten ihre Klagen im Sommer eingereicht. Sie warfen der Deutschen Bank vor, ihnen minderwertige Hypothekenpapiere verkauft zu haben. Die Bank habe gewusst, dass die darin enthaltenen Hauskredite von schlechter Qualität gewesen seien. Anschliessend habe die Deutsche Bank gegen den US-Häusermarkt gewettet und sogar noch davon profitiert, dass die Hypothekenpapiere floppten.
Vorwürfe von Beginn weg zurückgewiesen
US-Rivalen wie Goldman Sachs, JPMorgan Chase und die Bank of America hatten wegen ähnlich gelagerter Fälle teils tief in die Tasche greifen müssen, um Investoren zu entschädigen. Ein Senatsausschuss hatte in einem Bericht zur Finanzkrise auch die Deutsche Bank unter Feuer genommen und ihr eine Mitschuld an dem Desaster gegeben. Auf diesen Bericht hatten sich die Anwälte gestützt. Die Deutsche Bank hatte die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen.
Quelle: moneycab
Die Klageabweisung ist allerdings nicht das Ende der juristischen Sorgen der Deutschen Bank.
Zitat
Wegen ähnlicher Geschäfte schloss Deutsche-Bank-Konkurrent Goldman Sachs einen Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC, die auch gegen die Deutsche Bank ermittelt. Goldman verpflichtete sich 2010 zur Zahlung von rund 550 Millionen Dollar - 150 Millionen davon sollten übrigens an die IKB gehen.
Süddeutsche
Zitat
Die staatliche Förderbank KfW unterstützt eine Klage gegen die Deutsche Bank auf 439 Millionen Euro Schadenersatz. Ehemalige Zweckgesellschaften der von KfW geretteten Mittelstandsbank IKB hätten in den USA eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank eingereicht, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Grund der Klage seien kaum werthaltige Papiere, die die Deutsche Bank aus Immobilienkrediten kreiert habe.
Quelle: Nettribune
Zitat
Allein die US-Regierung fordert 1000 Millionen Dollar
Gemäss dem «Spiegel» drohen der Deutschen Bank in den USA peinliche Prozesse und milliardenschwere Schadenersatzzahlungen. Hängig ist zum Beispiel eine Klage der amerikanischen Regierung. So soll sich die Deutsche Bank staatliche Zuschüsse für Geschäfte mit US-Immobilien erschlichen haben. In diesem Zusammenhang fordert die Klägerin 1000 Millionen Dollar.
Um eine Forderung von 439 Millionen Dollar geht es im Zusammenhang mit Geschäften, die die Deutsche Bank mit Tochtergesellschaften der zusammengebrochenen deutschen Bank IKB in den USA tätigte. Grund der Klage sind kaum werthaltige Papiere, die die Deutsche Bank aus Immobilienkrediten kreiert haben soll. Die deutsche Bankengruppe KfW, die die IKB mit Milliardenzahlungen retten musste, unterstützt die in den USA eingereichte Klage, wie der «Spiegel» berichtet.
Zwei weitere Klagen stammen von der US-Hausfinanzierungsbehörde sowie vom US-Lehrer-Pensionsfonds. Diese werfen der Deutschen Bank Betrug beim Verkauf verbriefter Hypotheken vor. Die Höhe der Schadenersatzforderungen ist in diesen beiden Fällen nicht bekannt.
Quelle: Tagesanzeiger
Die Schwierigkeiten der Deutschen Bank trübten auch den Abschied des ehemaligen Vorstandsvorsitzende Joseph Ackermann. Sein Erbe treten der ehemalige Chef des Investmentsektors Anshu Jain sowie der Deutsche Jürgen Fitschen an.
Mehr zur missglückten Übergabe des Betriebs lesen Sie hier
Goldman Sachs: Ermittlungen wegen Insiderhandels
Henry King, seines Zeichens Leiter der Taiwan-Research-Abteilung bei der Investmentbank Goldman Sachs, steht im Verdacht Insiderinformationen an Hedgefonds weitergegeben zu haben. Medienberichten zufolge durchleuchten Ermittler derzeit das Geschäftsgebahren des Bankers.
Quelle: Handelsblatt
Zitat
Rajaratnams Hedge–Fonds Galleon und Goldman sollen lange enge Geschäftsbeziehungen gepflegt haben. Sowohl die Investmentbank Goldman als auch die Behörden wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Im Zentrum der Ermittlungen wegen Insidergeschäften an der Wall Street stehen sogenannte Expertennetzwerke. Diese bestehen aus Einzelpersonen oder kleinen Agenturen, die versuchen, durch Direktkontakte im Umfeld von Firmen, etwa bei den Zulieferern, Informationen zu sammeln und an Investoren zu verkaufen.
Illegale Recherchen
Das ist nicht illegal, solange es sich dabei um öffentlich zugängliche Daten handelt. Menschen innerhalb einer Firma für Geheimnisverrat zu bezahlen und dann damit am Kapitalmarkt Geld zu verdienen ist dagegen illegal. King gilt als exzellenter Kenner der asiatischen Zulieferindustrie für westliche IT-Firmen. Goldman-Kunden wurde zuletzt mitgeteilt, er befinde sich derzeit in einer Art Sabbatical, einer beruflichen Pause, berichtet das „Wall Street Journal“.
Goldman ist nicht das erste Mal von den Ermittlungen betroffen. Die Behörden werfen dem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied und Ex-McKinsey-Chef Rajat Gupta vor, Informationen aus Sitzungen des Goldman-Kontrollgremiums an Rajaratnam verkauft zu haben. Goldman-Chef Lloyd Blankfein hatte ihm vor Gericht vorgeworfen, die internen Regeln der Bank verletzt zu haben. Gupta selbst bestreitet die Vorwürfe bislang. Die US-Behörden sind in ihren Ermittlungen sehr erfolgreich. Seit Ende 2009 sind 56 von 64 Angeklagten verurteilt worden, teilweise haben sie sich schuldig bekannt. Rajaratnam verbüßt eine Gefängnisstrafe von elf Jahren.
Quelle: Handelsblatt

