Private Kredite - Smava: „Kredite von Mensch zu Mensch.“
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Private Kredite - Smava: „Kredite von Mensch zu Mensch.“
Glaubt man Alexander Artopé und Jörg Rheinboldt, dann soll an diesem Wochenende in Berlin eine Art soziale Bewegung des Bankgewerbes ins Leben gerufen werden.
Die beiden Internet-Unternehmer gehen mit Smava online, Deutschlands erstem Marktplatz für private Kredite.
Die Idee: Jeder Nutzer kann sein eigener Banker sein und Geld verleihen oder Kredite aufnehmen. Nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Zins. Eine Bank, die als Vermittler mitkassiert, kommt in dem Projekt nicht vor. Wer will, kann darüber hinaus eine „soziale Rendite“ erzielen, indem er selbst entscheidet, welches Kreditprojekt er finanziert. Damit will sich Smava von Vorbildern wie Zopa und Prosper abheben, die ähnliche Dienste seit mehreren Jahren in Großbritannien und den USA betreiben.
„Smava wird für Geldanlagen und Kredite das, was Ebay für Gebrauchs- und Konsumgüter ist“, zieht Smava-Gesellschafter Rheinboldt einen für ihn naheliegenden Vergleich. „Wir wollen unseren Nutzern die persönliche Freiheit über ihre Finanzen zurückgeben“, sagt Artopé. Und seinen Gründern langfristig einen schönen Gewinn.
Das geht so: Kreditnehmer geben nach der Prüfung ihrer finanziellen Verhältnisse (Schufa, Lohnsteuerkarte, Haushaltsrechnung) auf dem Smava-Marktplatz an, wie viel Geld zwischen 500 und 10 000 Euro sie für ihr Kreditprojekt benötigen und wie hoch der Zins sein darf, den sie zahlen wollen. Anhand eines Schufa-Rankings werden sie in Bonitätsklassen eingeteilt, die dem Kreditgeber Hinweise auf das Risiko geben, dass er sein Geld nicht wiedersieht.
Anleger können bei Smava zwischen 500 und 25 000 Euro verleihen und auswählen, wie hoch Risiko und Rendite sein sollen. Ihr Kapitaleinsatz wird in einem Pool gesammelt und an Kreditnehmer der gleichen Bonitätsklasse ausgereicht. So soll das System gegen Ausfälle schützen: Platzt der Kredit eines Anlegers, springen die restlichen mit einem Beitrag ein. Muss Geld eingetrieben werden, beauftragt Smava eine Inkassofirma.
Kreditnehmern wird – je nach Bonität – ein Zinsvorteil von 1,5 bis zwei Prozent gegenüber herkömmlichen Bankdarlehen versprochen. Ab fünf Prozent, so glaubt Alexander Artopé, sei ein Kredit bei Smava zu haben. Im Schnitt rechnet er mit Beträgen von 4000 bis 5000 Euro. Zur Höhe des Vorteils für Anleger wagt er keine Prognose. „Der Kreditnehmer ist bei uns kein Bittsteller“, sagt Artopé. „Für den Geldgeber ist transparent, wohin sein Kredit fließt.“ Smava verdient mit einer Gebühr in Höhe von einem Prozent des (vermittelten) Kreditbetrages. Für Anleger ist der Dienst vorerst kostenlos.
„Smava ist keine Bank“, betont Artopé. Da das Start-up keine Banklizenz hat, kooperiert man bei der Abwicklung mit der Bank für Investments und Wertpapiere (BIW), einem auf Online-Finanztransaktionen spezialisierten Institut. Mit dieser Konstruktion vermeiden die Berliner Ärger mit der deutschen Finanzaufsicht. Laut Kreditwesengesetz darf eine Nicht-Bank nämlich nicht gewerbsmäßig Kredite verleihen. Die von der BIW verwalteten Guthaben sind zudem vom Einlagensicherungsfonds abgesichert. Die BIW-Inhaber sind neben Jörg Rheinboldts M10 GmbH zugleich Gesellschafter bei Smava; ebenso wie das Smava-Management und die Berliner Beteiligungsgesellschaft Econa.
Quelle: tagesspiegel
Die beiden Internet-Unternehmer gehen mit Smava online, Deutschlands erstem Marktplatz für private Kredite.
Die Idee: Jeder Nutzer kann sein eigener Banker sein und Geld verleihen oder Kredite aufnehmen. Nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Zins. Eine Bank, die als Vermittler mitkassiert, kommt in dem Projekt nicht vor. Wer will, kann darüber hinaus eine „soziale Rendite“ erzielen, indem er selbst entscheidet, welches Kreditprojekt er finanziert. Damit will sich Smava von Vorbildern wie Zopa und Prosper abheben, die ähnliche Dienste seit mehreren Jahren in Großbritannien und den USA betreiben.
„Smava wird für Geldanlagen und Kredite das, was Ebay für Gebrauchs- und Konsumgüter ist“, zieht Smava-Gesellschafter Rheinboldt einen für ihn naheliegenden Vergleich. „Wir wollen unseren Nutzern die persönliche Freiheit über ihre Finanzen zurückgeben“, sagt Artopé. Und seinen Gründern langfristig einen schönen Gewinn.
Das geht so: Kreditnehmer geben nach der Prüfung ihrer finanziellen Verhältnisse (Schufa, Lohnsteuerkarte, Haushaltsrechnung) auf dem Smava-Marktplatz an, wie viel Geld zwischen 500 und 10 000 Euro sie für ihr Kreditprojekt benötigen und wie hoch der Zins sein darf, den sie zahlen wollen. Anhand eines Schufa-Rankings werden sie in Bonitätsklassen eingeteilt, die dem Kreditgeber Hinweise auf das Risiko geben, dass er sein Geld nicht wiedersieht.
Anleger können bei Smava zwischen 500 und 25 000 Euro verleihen und auswählen, wie hoch Risiko und Rendite sein sollen. Ihr Kapitaleinsatz wird in einem Pool gesammelt und an Kreditnehmer der gleichen Bonitätsklasse ausgereicht. So soll das System gegen Ausfälle schützen: Platzt der Kredit eines Anlegers, springen die restlichen mit einem Beitrag ein. Muss Geld eingetrieben werden, beauftragt Smava eine Inkassofirma.
Kreditnehmern wird – je nach Bonität – ein Zinsvorteil von 1,5 bis zwei Prozent gegenüber herkömmlichen Bankdarlehen versprochen. Ab fünf Prozent, so glaubt Alexander Artopé, sei ein Kredit bei Smava zu haben. Im Schnitt rechnet er mit Beträgen von 4000 bis 5000 Euro. Zur Höhe des Vorteils für Anleger wagt er keine Prognose. „Der Kreditnehmer ist bei uns kein Bittsteller“, sagt Artopé. „Für den Geldgeber ist transparent, wohin sein Kredit fließt.“ Smava verdient mit einer Gebühr in Höhe von einem Prozent des (vermittelten) Kreditbetrages. Für Anleger ist der Dienst vorerst kostenlos.
„Smava ist keine Bank“, betont Artopé. Da das Start-up keine Banklizenz hat, kooperiert man bei der Abwicklung mit der Bank für Investments und Wertpapiere (BIW), einem auf Online-Finanztransaktionen spezialisierten Institut. Mit dieser Konstruktion vermeiden die Berliner Ärger mit der deutschen Finanzaufsicht. Laut Kreditwesengesetz darf eine Nicht-Bank nämlich nicht gewerbsmäßig Kredite verleihen. Die von der BIW verwalteten Guthaben sind zudem vom Einlagensicherungsfonds abgesichert. Die BIW-Inhaber sind neben Jörg Rheinboldts M10 GmbH zugleich Gesellschafter bei Smava; ebenso wie das Smava-Management und die Berliner Beteiligungsgesellschaft Econa.
Quelle: tagesspiegel
Re: Private Kredite - Smava: „Kredite von Mensch zu Mensch.“
Zitat von »"Moderator GM&P"«
Anleger können bei Smava zwischen 500 und 25 000 Euro verleihen und auswählen, wie hoch Risiko und Rendite sein sollen. Ihr Kapitaleinsatz wird in einem Pool gesammelt und an Kreditnehmer der gleichen Bonitätsklasse ausgereicht. So soll das System gegen Ausfälle schützen: Platzt der Kredit eines Anlegers, springen die restlichen mit einem Beitrag ein. Muss Geld eingetrieben werden, beauftragt Smava eine Inkassofirma.
Kreditnehmern wird – je nach Bonität – ein Zinsvorteil von 1,5 bis zwei Prozent gegenüber herkömmlichen Bankdarlehen versprochen. Ab fünf Prozent, so glaubt Alexander Artopé, sei ein Kredit bei Smava zu haben. Im Schnitt rechnet er mit Beträgen von 4000 bis 5000 Euro. Zur Höhe des Vorteils für Anleger wagt er keine Prognose. „Der Kreditnehmer ist bei uns kein Bittsteller“, sagt Artopé. „Für den Geldgeber ist transparent, wohin sein Kredit fließt.“ Smava verdient mit einer Gebühr in Höhe von einem Prozent des (vermittelten) Kreditbetrages. Für Anleger ist der Dienst vorerst kostenlos.
@all,
grundsätzlich finde ich die Idee sehr lobenswert.
Allerdings glaube ich nicht, dass Darlehen für Kreditnehmer günstiger werden. Im Gegenteil. Man muss doch davon ausgehen, dass Kreditnachfragen überwiegend von schlechten Risiken, wegen Schufatot oder mangelnder Bonität erfolgen. Wer eine gute Bonität hat, geht üblicherweise zu seiner Bank.
Da hier vermutlich eine stark negative Risikoselektion einsetzen wird, müssen die Zinsen für solche Privatkredite deutlich über den Bankkondititonen liegen, allenfalls vermindert durch einen Abschlag, der sich aus der Bündelung gleichartiger Kredite ergibt.
Struckischreck
Zitat
Anders als bei „Elolly“ ist hier zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber eine Bank (biw, Bank für Investments und Wertpapiere, Willich) geschaltet, wodurch der Kreditnehmer gesetzlichen Schutz erhält (den sogenannten Verbraucher-Darlehensschutz), jedoch keine Kreditvergabe von Mensch zu Mensch stattfindet. Der Kreditgeber profitiert von der Bonitätsprüfung der Personen, die Geld leihen wollen.
Stefanie Laag, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:
„Interessierte Anleger oder kreditwürdige Personen, die Geld leihen wollen, sollten sich auf der Suche nach guten Angeboten ruhig bei ,Smava' umschauen. Im Fall späterer Zahlungsprobleme müssen sie jedoch mit einem Inkassobüro als Gegenüber rechnen. Wie hoch das Risiko für Geldanleger ist, ist im Moment nicht absehbar.“
Zitat von »"Spiritus Rector"«
Und was sagt die berühmt berüchtigte Bankenaufsicht (BaFin) zu diesem lobenswerten und forschem Tun? :cool: SR
Zitat
„Smava ist keine Bank“, betont Artopé. Da das Start-up keine Banklizenz hat, kooperiert man bei der Abwicklung mit der Bank für Investments und Wertpapiere (BIW), einem auf Online-Finanztransaktionen spezialisierten Institut. Mit dieser Konstruktion vermeiden die Berliner Ärger mit der deutschen Finanzaufsicht. Laut Kreditwesengesetz darf eine Nicht-Bank nämlich nicht gewerbsmäßig Kredite verleihen.
Diese Konstruktion ist in Abstimmung mit der BaFin entstanden und von dort abgesegnet.
Grüße
Gerd
???
Für mich schlecht vorstellbar: In GB gibt es ja schon ein ähnliches Modell. Und genau das ist in Deutschland nicht umsetzbar, da keine Lizenz nach KwG vorliegt.
Es sei dem Unternehmen gegönnt, dass es funktioniert. ABER: Wenn jemand mit halbwegs guter Bonität über einen Online-Kreditgeber im Augenblick rund 6 % Zinsen bezahlt und hier günstiger fährt, würde dies ja in etwa 5 % bedeuten. Nun ziehen wir noch ein paar Kosten ab, bleiben für den Kreditgeber noch rund 4,5 % übrig. Dafür beteiligt er sich an einem Kreditgeschäft mit Ausfallrisiko. Würde ich das machen? Nö, denn wenn ich ein Ausfallrisiko in Kauf nehme, habe ich die Chance auf 8 % und mehr. Ich sehe also auf der Anbieterseite keinen Anlass, diesem Geschäft beizutreten.
Gerne lasse ich mich aber eines besseren belehren.
Grüße
Thomas
Es sei dem Unternehmen gegönnt, dass es funktioniert. ABER: Wenn jemand mit halbwegs guter Bonität über einen Online-Kreditgeber im Augenblick rund 6 % Zinsen bezahlt und hier günstiger fährt, würde dies ja in etwa 5 % bedeuten. Nun ziehen wir noch ein paar Kosten ab, bleiben für den Kreditgeber noch rund 4,5 % übrig. Dafür beteiligt er sich an einem Kreditgeschäft mit Ausfallrisiko. Würde ich das machen? Nö, denn wenn ich ein Ausfallrisiko in Kauf nehme, habe ich die Chance auf 8 % und mehr. Ich sehe also auf der Anbieterseite keinen Anlass, diesem Geschäft beizutreten.
Gerne lasse ich mich aber eines besseren belehren.
Grüße
Thomas
Zitat
Auf dem Online-Kreditmarktplatz smava.de ist ab sofort die Vergabe von Krediten für gewerbliche Verwendungszwecke möglich.
Mit der Möglichkeit der Mittelstandsfinanzierung reagiert smava auf die Nachfrage nach gewerblichen Krediten. So kann beispielsweise ein selbständiger Werbegrafiker über smava einen Laptop für sein Büro oder ein Ingenieur seine Patentanmeldung finanzieren.
Um den hierbei auftretenden höheren Finanzierungsbedarf bedienen zu können, hebt smava auch die Kredit- und Anlageobergrenzen an. So können sich Kreditnehmer Beträge von 500 EUR bis zu 25.000 EUR statt bisher maximal 10.000 EUR von privaten Anlegern leihen. Ebenso wird die Auswahl der Kreditlaufzeit erweitert: Neben den bisherigen 36 Monaten (3 Jahren) kann nun auch eine Laufzeit von 60 Monaten (5 Jahre) gewählt werden. Damit fällt für Kreditnehmer die monatliche Ratenbelastung niedriger aus. Zudem können Anleger ab sofort bis zu 100.000 EUR statt bisher maximal 25.000 EUR in Kreditprojekte investieren.
Zitat
Auszug: FOCUS / Michael Marth
Einzig die Berliner Firma Smava, die seit Kurzem auch gewerbliche Kredite vermittelt, gilt als seriös. „Wir haben eine Bank als Partner und prüfen unter anderem Identität und Schufa-Einträge der Kreditnehmer“, erklärt Firmenchef Alexander Artopé. Smava selbst erhält ein Prozent der Kreditsumme von den Schuldnern. Diese sortiert der Finanzdienstleister je nach Bonität in verschiedene Risikokategorien ein. Fällt eine Rückzahlung aus, verteilt sich der Verlust auf alle Geldgeber in einem Pool. Von Privat an privatTrotz dieser Sicherheiten bleiben deutsche Kunden skeptisch: Seit März 2006 vermittelte Smava nur etwa zwei Millionen Euro. Der magere Gewinn fürs Unternehmen: 20 000 Euro.
Im Internet kann jeder Bank spielen und Geld an Privatleute verleihen, die er nie zuvor gesehen hat.
Möglich machen das Internet-Kreditbörsen wie Smava. Doch auch Privat-Kreditgeber müssen sich mit dem Ausfallrisiko auseinandersetzen. Nicht jede Börse ist seriös.
Heiko G.verleiht Geld an Menschen, die er nicht kennt. Einem jungen Mann gibt er Geld für ein neues Auto. Anderen finanziert er das Bett, den Kleiderschrank oder neue Fenster. Aber einen Gönner, der nur Gutes im Sinn hätte, kann man G. nicht nennen. Er ist nicht übermäßig großzügig. Er vergibt schlicht Kredite und hofft auf eine gute Rendite.
Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es die Internet-Kreditbörse Smava.
Bisher sind dort 700 Kredite und mehr als drei Millionen Euro vermittelt worden. Smava hat mittlerweile 20 000 Mitglieder, davon sind etwa 3 000 ständig aktiv. Untereinander kennen sie sich nur mit dem jeweiligen Spitznamen. Sie nennen sich „needhelp66“, „prettyhappy“ oder „nordseefan“.
Das Prinzip ähnelt einer Auktion. Wer Geld sucht, stellt seinen Wunsch auf die Seite. Er beschreibt, wofür er das Geld braucht und wie viel Zinsen er zahlen will. Allerdings muss der Zinssatz hoch genug liegen. Sonst würde kein Geldgeber anbeißen.
Heiko G. will wieder Geld anlegen. Er muss nur noch den passenden Partner finden, klickt sich von einer Seite zur nächsten. „Neue Möbel“, „Steuernachzahlung“, „Wir heiraten“. Die Wünsche potenzieller Kreditnehmer sind vielfältig. Dann hat es ihm eine Frau aus Bayern angetan. Sie ist 60 Jahre alt, wohnt in der Nähe von München und braucht 3 500 Euro. Mit dem Geld will sie ein Kinderzimmer für ihre beiden Enkel einrichten. Wenn das nicht ans Herz geht. Aber auch der Verstand will überzeugt sein. Und bitte, die Oma schreibt: „Ich bin die ideale Kreditnehmerin.“
Zum Beweis fügt sie hinzu, dass sie als Bankkauffrau arbeitet, gut verdient und in unkündbarer Stellung beschäftigt ist. Gute Argumente. Das findet G. jedenfalls. Die Bonitätsnote ist laut Schufa-Auskunft in Ordnung, und die Frau bietet einen Zinssatz von neun Prozent – für sie ist das immerhin billiger, als das Konto zu überziehen. G. will ihr 250 Euro leihen. Den Rest geben andere – meist wird ein Betrag von mehreren Geldgebern geteilt.
G. weiß, was er tut. Er hat eine Bankausbildung hinter sich, dann Mathematik studiert. Für eine der großen Banken in Frankfurt hat er gearbeitet, von dort ist der heute 41-Jährige zu einer Fondsgesellschaft gewechselt. Wenn er seinen Kollegen von Smava erzählt, schütteln sie den Kopf, sind aber gleichwohl interessiert. Aber ihr Geld wollen sie erst einmal nicht über das Internet verleihen. „Niemand weiß, ob das Zukunft hat“, sagen sie. Das Ganze sei noch zu neu, und es gebe noch nicht genügend statistische Daten. Die Fondsbranche tickt traditionell. Heiko G. nicht: „Ich habe immer schon gerne Neues ausprobiert.“ Die Idee, dass es keine Bank als Zwischenhändler gebe, habe ihm gefallen.
Aber ganz ohne Bank kommt auch Smava nicht aus. Zur Abwicklung der Transaktionen ist die Bank für Investments und Wertpapiere (BIW) zwischengeschaltet. Das funktioniert so: Der Kreditgeber zahlt sein Geld auf ein kostenfreies Konto der Bank ein, diese überweist es weiter an den Kreditnehmer. Rein rechtlich vergibt die Bank also den Kredit; dann verkauft sie den Vertrag ohne Aufpreis an den Geldgeber. Dadurch machen sich Anleger nicht der gewerblichen Kreditvergabe verdächtig.
Die Finanzaufsicht BaFin schaut bei den Kreditplattformen genau hin.
Neben Smava gibt es bereits eine Reihe weiterer Anbieter. Neue Seiten entstehen schnell, verschwinden manchmal aber ebenso schnell wieder.
Wer etwa die Internetseite der Kreditbörse Elolly ansteuert, bekommt derzeit eine Fehlermeldung: „Service Temporary Unavailable“, Dienst derzeit nicht verfügbar.
Nicht alle Anbieter gelten als seriös.
„Angebote wie Elolly sind riskant, sie bieten keinerlei Schutz“, sagt Birgit Höltgen von der Verbraucherzentrale NRW. Manche Kreditbörsen würden verzweifelte Schuldner verleiten, sich auf abenteuerliche Konditionen einzulassen. So warnen die Verbraucherschützer vor Angeboten, bei denen schon vorab ohne jede Gegenleistung eine Registrierungsgebühr bezahlt werden muss.
Was aber passiert, wenn ein Schuldner nicht bezahlt?
„Ganz vermeiden lässt sich das nicht“, sagt Alexander Artopé, der Gründer von Smava. Die Ausfallrate der Kredite liegt immerhin bei drei Prozent, obwohl vorab Einkommensnachweise und Schufa-Bonität geprüft werden. Für den Fall der Fälle gibt es den sogenannten Anlegerpool. Jeder Anleger zahlt monatlich einen Betrag in den Pool. Aus diesem gemeinsamen Topf bekommt man sein eingesetztes Kapital zurück, wenn ein Kreditnehmer nicht zahlt. So soll sichergestellt werden, dass kein Geldgeber leer ausgeht.
Zudem wird dann der Kreditvertrag an ein Inkassounternehmen verkauft.
Nicht allen Anlegern gefällt der Pool. In Internetforen wird lebhaft diskutiert, ob nicht jeder sein Risiko selbst tragen und der Anlegerpool abgeschafft werden sollte. Bei Heiko G. hat noch jeder Schuldner die Raten beglichen. Nur einmal, sagt er, habe einer nicht gleich, sondern etwas verspätet gezahlt. Wenn er alles zusammenrechnet, dann hat er bisher 2 500 Euro angelegt – bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 7,2 Prozent. Durch die Zahlungen in den Anlegerpool bleibt ihm aber nur eine Nettorendite von 4,9 Prozent. Nicht gerade üppig.
Mehr als ein Jahr hat Smava seit dem Start durchgehalten. Ob sich das Modell durchsetzen wird, ist noch offen. Verbraucherschützerin Höltgen hat zwar „noch nichts Negatives“ über diesen Kreditmarktplatz gehört. Allerdings habe Smava zuletzt die Konditionen gelockert; auch mit einer schlechten Schufa-Note sei es mittlerweile möglich, an Kredite zu kommen. „Möglicherweise will man sich für neue Kunden öffnen“, sagt Höltgen.
Auch Heiko G. sagt, dass sich auf der Plattform in letzter Zeit fragwürdige Wünsche häuften.
Leute mit schlechter Bonitätsbewertung, die gleichzeitig äußerst hohe Zinsen versprächen – 14, 17, 18 Prozent. „Ich frage mich, warum solche Leute nicht zur Bank gehen“, sagt er und überlegt nicht lange: „Die bekommen dort wahrscheinlich keinen Kredit. Aber warum soll ich ihnen dann einen geben?“ Seine anfängliche Begeisterung für Privatkredite hat nachgelassen. Künftig will er wieder mehr Geld in Aktien stecken.
Quelle: J.Hackhausen
Lesen Sie dazu auch:
(Eine Auswahl)
→ Vermittlungsplätze für private Darlehen- Smava, Elolly & Co
→ Privater Geldverleih - Peter Schneider
→ UCS AG - UNIVERSAL CREDIT SERVICE AG
→ Super Kredite aus der Schweiz für Immobilen, für NULL! ?
→ Seriösen Geldgeber Kredit ohne Schufa!
→ Privatkapital - Vermittlung
→ Private Geldgeberorganisation - vermittelt Ulrich Szittke
→ Symatek Finanz GmbH
→ Privat Kredit aus UkrainePrivatkredit
→ Habe Kontakt zu Privaten Geldgebern
→ Volker Theiss und seine Kreditversprechungen
→ Kredite ab 1 Million - 15% Provison nach Auszahlung!
→ Finanzvermittlung Siegurd Schröter
→ GARANT- Frank M. Hundsdorff
→ Kapitalgeber finanzieren die Patentnutzung
→ Kleinkredit ohne Schufa, aber nicht für jeden
→ Geschichte einer typischen Vorkostenabzocke
Nur für Secret-Club-Mitglieder
(Eine Auswahl)
■ Schulden weg durch EU Trick
■ Ungewöhnliche Inkasso-Tricks
■ Schattenleute
■ Arabische Banken und Finanzierungsquellen
■ US Kreditprogramme und Sicherungsmöglichkeiten
Möglich machen das Internet-Kreditbörsen wie Smava. Doch auch Privat-Kreditgeber müssen sich mit dem Ausfallrisiko auseinandersetzen. Nicht jede Börse ist seriös.
Heiko G.verleiht Geld an Menschen, die er nicht kennt. Einem jungen Mann gibt er Geld für ein neues Auto. Anderen finanziert er das Bett, den Kleiderschrank oder neue Fenster. Aber einen Gönner, der nur Gutes im Sinn hätte, kann man G. nicht nennen. Er ist nicht übermäßig großzügig. Er vergibt schlicht Kredite und hofft auf eine gute Rendite.
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Bisher sind dort 700 Kredite und mehr als drei Millionen Euro vermittelt worden. Smava hat mittlerweile 20 000 Mitglieder, davon sind etwa 3 000 ständig aktiv. Untereinander kennen sie sich nur mit dem jeweiligen Spitznamen. Sie nennen sich „needhelp66“, „prettyhappy“ oder „nordseefan“.
Das Prinzip ähnelt einer Auktion. Wer Geld sucht, stellt seinen Wunsch auf die Seite. Er beschreibt, wofür er das Geld braucht und wie viel Zinsen er zahlen will. Allerdings muss der Zinssatz hoch genug liegen. Sonst würde kein Geldgeber anbeißen.
Heiko G. will wieder Geld anlegen. Er muss nur noch den passenden Partner finden, klickt sich von einer Seite zur nächsten. „Neue Möbel“, „Steuernachzahlung“, „Wir heiraten“. Die Wünsche potenzieller Kreditnehmer sind vielfältig. Dann hat es ihm eine Frau aus Bayern angetan. Sie ist 60 Jahre alt, wohnt in der Nähe von München und braucht 3 500 Euro. Mit dem Geld will sie ein Kinderzimmer für ihre beiden Enkel einrichten. Wenn das nicht ans Herz geht. Aber auch der Verstand will überzeugt sein. Und bitte, die Oma schreibt: „Ich bin die ideale Kreditnehmerin.“
Zum Beweis fügt sie hinzu, dass sie als Bankkauffrau arbeitet, gut verdient und in unkündbarer Stellung beschäftigt ist. Gute Argumente. Das findet G. jedenfalls. Die Bonitätsnote ist laut Schufa-Auskunft in Ordnung, und die Frau bietet einen Zinssatz von neun Prozent – für sie ist das immerhin billiger, als das Konto zu überziehen. G. will ihr 250 Euro leihen. Den Rest geben andere – meist wird ein Betrag von mehreren Geldgebern geteilt.
G. weiß, was er tut. Er hat eine Bankausbildung hinter sich, dann Mathematik studiert. Für eine der großen Banken in Frankfurt hat er gearbeitet, von dort ist der heute 41-Jährige zu einer Fondsgesellschaft gewechselt. Wenn er seinen Kollegen von Smava erzählt, schütteln sie den Kopf, sind aber gleichwohl interessiert. Aber ihr Geld wollen sie erst einmal nicht über das Internet verleihen. „Niemand weiß, ob das Zukunft hat“, sagen sie. Das Ganze sei noch zu neu, und es gebe noch nicht genügend statistische Daten. Die Fondsbranche tickt traditionell. Heiko G. nicht: „Ich habe immer schon gerne Neues ausprobiert.“ Die Idee, dass es keine Bank als Zwischenhändler gebe, habe ihm gefallen.
Aber ganz ohne Bank kommt auch Smava nicht aus. Zur Abwicklung der Transaktionen ist die Bank für Investments und Wertpapiere (BIW) zwischengeschaltet. Das funktioniert so: Der Kreditgeber zahlt sein Geld auf ein kostenfreies Konto der Bank ein, diese überweist es weiter an den Kreditnehmer. Rein rechtlich vergibt die Bank also den Kredit; dann verkauft sie den Vertrag ohne Aufpreis an den Geldgeber. Dadurch machen sich Anleger nicht der gewerblichen Kreditvergabe verdächtig.
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Zudem wird dann der Kreditvertrag an ein Inkassounternehmen verkauft.
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Mehr als ein Jahr hat Smava seit dem Start durchgehalten. Ob sich das Modell durchsetzen wird, ist noch offen. Verbraucherschützerin Höltgen hat zwar „noch nichts Negatives“ über diesen Kreditmarktplatz gehört. Allerdings habe Smava zuletzt die Konditionen gelockert; auch mit einer schlechten Schufa-Note sei es mittlerweile möglich, an Kredite zu kommen. „Möglicherweise will man sich für neue Kunden öffnen“, sagt Höltgen.
Auch Heiko G. sagt, dass sich auf der Plattform in letzter Zeit fragwürdige Wünsche häuften.
Leute mit schlechter Bonitätsbewertung, die gleichzeitig äußerst hohe Zinsen versprächen – 14, 17, 18 Prozent. „Ich frage mich, warum solche Leute nicht zur Bank gehen“, sagt er und überlegt nicht lange: „Die bekommen dort wahrscheinlich keinen Kredit. Aber warum soll ich ihnen dann einen geben?“ Seine anfängliche Begeisterung für Privatkredite hat nachgelassen. Künftig will er wieder mehr Geld in Aktien stecken.
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■ Schattenleute
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Zitat
Stiftung Warentest - Kreditmarktplatz smava erste Wahl
Finanztest bescheinigt hohe Sicherheit und niedrige Gebühren
- smava.de bereits zum zweiten Mal positiv von Stiftung Warentest bewertet
- Finanzkrise fördert starkes Wachstum bei smava
Die Stiftung Warentest hat deutsche Online-Kreditmarktplätze unter dem Motto „Die Bank sind Sie“ unter die Lupe genommen. Als bester Anbieter ist dabei www.smava.de hervorgegangen. Die Stiftung Warentest bestätigte smava in mindestens zwei entscheidenden Punkten die Nase vorn zu haben. Im Vergleich zur Konkurrenz biete smava sowohl eine größere Sicherheit für Anleger als auch niedrigere Gebühren für Kreditnehmer. Positiv hervorgehoben wird auch die Möglichkeit, sich in der smava-Community informieren zu können. Deshalb empfiehlt die Stiftung Warentest in „Finanztest“ (Ausgabe 11/2008) allen, die einen Kredit von privat aufnehmen wollen: „Erste Wahl ist die Plattform smava.“
Alexander Artopé, Geschäftsführer der smava GmbH, freut sich über das Ergebnis: „Wir fühlen uns in unserer Arbeit und unseren Qualitätsansprüchen bestätigt – und das zum zweiten Mal.“ Der Kreditmarktplatz smava wurde bereits 2007 von der Stiftung Warentest als „einziger Anbieter mit Hand und Fuß“ bewertet.
Pressemitteilung von: smava GmbH







