Private Investoren erhalten vermehrt Zugang
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Private Investoren erhalten vermehrt Zugang
Der Markt für Private Equity sorgt nicht nur durch spektakuläre globale Übernahmetransaktionen, sondern auch durch überdurchschnittliche Anlageresultate immer wieder für Schlagzeilen. Zu dieser bislang vor allem dem „großen Geld“ vorbehaltenen Anlageklasse erhalten jetzt auch private Investoren vermehrt Zugang.
Sie können zum einen in Aktien börsennotierter Private-Equity-Unternehmen investieren oder aber Produkte auf Indizes erwerben, die die Kursentwicklung dieser Gesellschaften reflektieren.
Die Liste der börsennotierten Unternehmen dieses Wachstumsmarktes – die meist in nichtbörsennotierte Firmen investieren – wird jetzt zum Beispiel durch die an die New York Stock Exchange (Nyse) strebende Blackstone Group verlängert. Andere Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs stehen ebenfalls davor, sich dem Anlegerpublikum zu öffnen. Darüber hinaus emittieren die europäischen Banken immer neue so genannte strukturierte Produkte wie Exchange Traded Funds (Indexfonds) oder Zertifikate auf Indizes, die die Kursentwicklung börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften abbilden.
Dieser Trend wird von den Akteuren an den internationalen Finanzmärkten auf der einen Seite begrüßt. Auf der anderen Seite treibt er jedoch auch die Mahner in die Offensive, die darin ein eindeutiges Signal für eine möglicherweise bevorstehende Überhitzung der von einer hohen Liquiditätswelle getragenen Finanzmärkte sehen. Die Warnung von David Rubenstein, einem der Mitgründer des amerikanischen Marktführers Carlyle Group, nehmen Marktbeobachter sehr ernst. Rubenstein hatte zuletzt in Frankfurt mit seiner Bemerkung, die Branche könne nicht für alle Zeiten auf dem derzeit hohen Niveau weiterlaufen, für nachdenkliche Mienen gesorgt.
Ungeachtet dessen hat die Zahl der auf Privatanleger zugeschnittenen PE-Investmentprodukte in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Neu an den Markt kam zum Beispiel das US-Finanzhaus Lehman Brothers mit einer kapitalgarantierten Anleihe und einem Airbag-Zertifikat auf den S&P Listed Private Equity Index. Das Besondere an diesem Index sehen die Experten darin, dass es sich angeblich um den ersten Maßstab im Private-Equity-Bereich mit täglicher Liquidität handelt. Der Index hat in den vergangenen sechs Jahren eine Wertentwicklung von durchschnittlich plus 23 Prozent pro Jahr erreicht. Er bildet die Kurse der 25 am besten bewerteten Aktien der PE-Branche ab. Die Mindestanlage wurde auf 1 000 Euro festgesetzt.
Zuvor hatte ABN Amro ein spezialisiertes Indexzertifikat auf fünf an der Börse in Bukarest gelistete rumänische Private-Equity-Fonds emittiert. Diese regionalen Investmentfonds sind aus ehemaligen Privatisierungsfonds entstanden, die im Jahr 1990 als regionale Private Property Funds gestartet waren. Das Geschäftsfeld der Fonds habe sich indes gewandelt, sagt Funda Tarhan von ABN Amro. Heute hätten sie sich als eigene Investmentgesellschaften aufgestellt, die im Wesentlichen als Private-Equity-Fonds in nicht an der Börse notierte rumänische Unternehmen investierten.
Als Pioniere im Bereich Listed Private Equity haben sich andere einen Namen gemacht. So vor allem die Partners Group, die mit Castle Private Equity bereits im Jahr 1997 einen PE-Fonds an der Börse eingeführt hat. Auch der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Heinz Zimmermann, der an der Universität in Basel lehrt, ist einer der treibenden Kräfte. Als führender Kopf der LPX GmbH hat er bereits 2005 eine Familie so genannter LPX-Indizes kreiert, mit denen seither die Anlageklasse Private Equity durch börsennotierte Gesellschaften und Fonds dieses Wachstumsbereich abgebildet wird.
Auf diese LPX-Indizes haben Finanzhäuser wie ABN Amro, Deutsche Bank, Kepler, Société Générale, UBS und Partners Group Finanzprodukte (Zertifikate, Investmentfonds, Tracker und ETF-Indexfonds) strukturiert und emittiert. Die LPX-Indizes waren die weltweit ersten transparenten und replizierbaren Benchmarks für die Anlageklasse Private Equity.
Das Interesse an PE-Investments dürfte weiter zunehmen, sagen Optimisten mit Hinweis darauf, dass das von PE-Fonds weltweit aufgenommene Kapital zuletzt neue Rekordbeträge erreicht hat. Aufmerksam registrieren die Finanzmärkte in diesem Zusammenhang, dass acht der zehn größten Buy-out-Transaktionen (also Firmenkäufe) von Private-Equity-Unternehmen seit Anfang 2006 über die Bühne gingen. In diesem Kontext ist auch festzustellen, dass sich die teils aggressiven Finanzinvestoren in ihren geschäftlichen Aktivitäten schon längst nicht mehr nur auf kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren, sondern sie inzwischen auch in größere Aktiengesellschaften einsteigen.
Die Experten der auf globale Finanzmärkte spezialisierten Wirtschaftsprüfungs- und Consulting-Sozietät Walkers Group sehen die Private-Equity-Branche zwar weiter im Aufwind, doch werde „das Wachstum vor allem in Emerging Markets wie Indien, China und Ländern des Mittleren Ostens stattfinden“. Im Jahr 2006 sei das Volumen der PE-Investments in den Schwellenländern um 29 Prozent auf 33,2 Mrd. Dollar gestiegen, wobei der größte Anteil von 19,4 Mrd. Dollar auf die asiatische Region entfallen sei.
Quelle: HB
Ein Markt im Wandel
Definition: Nach der Definition der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) diente Private Equity (PE) ursprünglich zur mittel- bis langfristigen Finanzierung von nicht an der Börse notierten potenziellen Wachstumsunternehmen. Die Aktivitäten der PE-Branche erstrecken sich inzwischen jedoch längst auch auf börsennotierte Unternehmen.
Nachteile: Einer der Nachteile von PE ist die geringe Liquidität und die nur begrenzte Verfügbarkeit für private Anleger. Wer in den vergangenen Jahren investierte, musste langfristig denken und einen langen Atem mitbringen. Täglich handelbare PE-Indexzertifikate lösen jedoch dieses Problem.
Vorteile: Private Equity wirft überdurchschnittliche Renditen ab. Repräsentative Indizes wie LPX und S&P Listed PE-Index stiegen in den vergangenen drei Jahren um rund 20 Prozent jährlich.
Sie können zum einen in Aktien börsennotierter Private-Equity-Unternehmen investieren oder aber Produkte auf Indizes erwerben, die die Kursentwicklung dieser Gesellschaften reflektieren.
Die Liste der börsennotierten Unternehmen dieses Wachstumsmarktes – die meist in nichtbörsennotierte Firmen investieren – wird jetzt zum Beispiel durch die an die New York Stock Exchange (Nyse) strebende Blackstone Group verlängert. Andere Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs stehen ebenfalls davor, sich dem Anlegerpublikum zu öffnen. Darüber hinaus emittieren die europäischen Banken immer neue so genannte strukturierte Produkte wie Exchange Traded Funds (Indexfonds) oder Zertifikate auf Indizes, die die Kursentwicklung börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften abbilden.
Dieser Trend wird von den Akteuren an den internationalen Finanzmärkten auf der einen Seite begrüßt. Auf der anderen Seite treibt er jedoch auch die Mahner in die Offensive, die darin ein eindeutiges Signal für eine möglicherweise bevorstehende Überhitzung der von einer hohen Liquiditätswelle getragenen Finanzmärkte sehen. Die Warnung von David Rubenstein, einem der Mitgründer des amerikanischen Marktführers Carlyle Group, nehmen Marktbeobachter sehr ernst. Rubenstein hatte zuletzt in Frankfurt mit seiner Bemerkung, die Branche könne nicht für alle Zeiten auf dem derzeit hohen Niveau weiterlaufen, für nachdenkliche Mienen gesorgt.
Ungeachtet dessen hat die Zahl der auf Privatanleger zugeschnittenen PE-Investmentprodukte in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Neu an den Markt kam zum Beispiel das US-Finanzhaus Lehman Brothers mit einer kapitalgarantierten Anleihe und einem Airbag-Zertifikat auf den S&P Listed Private Equity Index. Das Besondere an diesem Index sehen die Experten darin, dass es sich angeblich um den ersten Maßstab im Private-Equity-Bereich mit täglicher Liquidität handelt. Der Index hat in den vergangenen sechs Jahren eine Wertentwicklung von durchschnittlich plus 23 Prozent pro Jahr erreicht. Er bildet die Kurse der 25 am besten bewerteten Aktien der PE-Branche ab. Die Mindestanlage wurde auf 1 000 Euro festgesetzt.
Zuvor hatte ABN Amro ein spezialisiertes Indexzertifikat auf fünf an der Börse in Bukarest gelistete rumänische Private-Equity-Fonds emittiert. Diese regionalen Investmentfonds sind aus ehemaligen Privatisierungsfonds entstanden, die im Jahr 1990 als regionale Private Property Funds gestartet waren. Das Geschäftsfeld der Fonds habe sich indes gewandelt, sagt Funda Tarhan von ABN Amro. Heute hätten sie sich als eigene Investmentgesellschaften aufgestellt, die im Wesentlichen als Private-Equity-Fonds in nicht an der Börse notierte rumänische Unternehmen investierten.
Als Pioniere im Bereich Listed Private Equity haben sich andere einen Namen gemacht. So vor allem die Partners Group, die mit Castle Private Equity bereits im Jahr 1997 einen PE-Fonds an der Börse eingeführt hat. Auch der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Heinz Zimmermann, der an der Universität in Basel lehrt, ist einer der treibenden Kräfte. Als führender Kopf der LPX GmbH hat er bereits 2005 eine Familie so genannter LPX-Indizes kreiert, mit denen seither die Anlageklasse Private Equity durch börsennotierte Gesellschaften und Fonds dieses Wachstumsbereich abgebildet wird.
Auf diese LPX-Indizes haben Finanzhäuser wie ABN Amro, Deutsche Bank, Kepler, Société Générale, UBS und Partners Group Finanzprodukte (Zertifikate, Investmentfonds, Tracker und ETF-Indexfonds) strukturiert und emittiert. Die LPX-Indizes waren die weltweit ersten transparenten und replizierbaren Benchmarks für die Anlageklasse Private Equity.
Das Interesse an PE-Investments dürfte weiter zunehmen, sagen Optimisten mit Hinweis darauf, dass das von PE-Fonds weltweit aufgenommene Kapital zuletzt neue Rekordbeträge erreicht hat. Aufmerksam registrieren die Finanzmärkte in diesem Zusammenhang, dass acht der zehn größten Buy-out-Transaktionen (also Firmenkäufe) von Private-Equity-Unternehmen seit Anfang 2006 über die Bühne gingen. In diesem Kontext ist auch festzustellen, dass sich die teils aggressiven Finanzinvestoren in ihren geschäftlichen Aktivitäten schon längst nicht mehr nur auf kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren, sondern sie inzwischen auch in größere Aktiengesellschaften einsteigen.
Die Experten der auf globale Finanzmärkte spezialisierten Wirtschaftsprüfungs- und Consulting-Sozietät Walkers Group sehen die Private-Equity-Branche zwar weiter im Aufwind, doch werde „das Wachstum vor allem in Emerging Markets wie Indien, China und Ländern des Mittleren Ostens stattfinden“. Im Jahr 2006 sei das Volumen der PE-Investments in den Schwellenländern um 29 Prozent auf 33,2 Mrd. Dollar gestiegen, wobei der größte Anteil von 19,4 Mrd. Dollar auf die asiatische Region entfallen sei.
Quelle: HB
Ein Markt im Wandel
Definition: Nach der Definition der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) diente Private Equity (PE) ursprünglich zur mittel- bis langfristigen Finanzierung von nicht an der Börse notierten potenziellen Wachstumsunternehmen. Die Aktivitäten der PE-Branche erstrecken sich inzwischen jedoch längst auch auf börsennotierte Unternehmen.
Nachteile: Einer der Nachteile von PE ist die geringe Liquidität und die nur begrenzte Verfügbarkeit für private Anleger. Wer in den vergangenen Jahren investierte, musste langfristig denken und einen langen Atem mitbringen. Täglich handelbare PE-Indexzertifikate lösen jedoch dieses Problem.
Vorteile: Private Equity wirft überdurchschnittliche Renditen ab. Repräsentative Indizes wie LPX und S&P Listed PE-Index stiegen in den vergangenen drei Jahren um rund 20 Prozent jährlich.


