Seltene Erden
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Seltene Erden
Es herrscht derzeit ein Hype um Seltene Erden. Ein echtes Boom-Thema. Das Interesse an Seltenen Erden entsteht durch ihre vielseitige Verwendung in zahlreichen Schlüsseltechnologien.
Die Volksrepublik China als weltgrößter Produzent beherrscht den Markt
Beispielsweise bewirkt Neodym, dass Eisen seine magnetische Wirkung nicht verliert. Diese Eigenschaft wird für Generatoren in Windenergieanlagen und für Hybridmotoren benötigt.
Europium wird in Röhren für die Darstellung der Farbe Rot verwendet. Lanthan kommt bei der Legierung von Batterien zum Einsatz. Des Weiteren werden die Hightech-Rohstoffe in der Produktion von Mobiltelefonen, Spezialgläsern, LCD- und Plasma-Bildschirmen, Energiesparlampen, Katalysatoren oder Radargeräten eingesetzt. Ihr Anteil liegt zwar nur bei einem Bruchteil der insgesamt verwendeten Rohstoffe. Wegen ihrer Bedeutung gelten sie aber als unersetzbar.
Knappheit noch bis 2015?
Wegen geringerer Umweltauflagen und niedrigerer Kosten verlagerte sich die Förderung nach China. Heute beherrscht die Volksrepublik als weltgrößter Produzent den Markt und verfügt über ein Vorkommen von 36 Mio. Tonnen. Bis 2009 förderte der gelbe Riese pro Jahr rund 120.000 Tonnen – das entsprach 97 Prozent der Weltproduktion. Seit 2010 belegt Peking aber den Export mit restriktiven Quoten und teuren Zöllen. Langfristig dürfte sich der gegenwärtige Engpass aber von selbst beseitigen. Bergbaukonzerne kündigten bereits an, neue Förderstätten außerhalb Chinas einzurichten. Weil aber von der Entdeckung über die Erschließung bis zur Ausbeutung einer Lagerstätte mindestens fünf Jahre vergehen, könnte die Knappheit bei Seltenen Erden noch bis 2015 anhalten
* Auszug PM Zertifikate-Investor
Die Volksrepublik China als weltgrößter Produzent beherrscht den Markt
Zitat
Beispielsweise bewirkt Neodym, dass Eisen seine magnetische Wirkung nicht verliert. Diese Eigenschaft wird für Generatoren in Windenergieanlagen und für Hybridmotoren benötigt.
Zitat
Europium wird in Röhren für die Darstellung der Farbe Rot verwendet. Lanthan kommt bei der Legierung von Batterien zum Einsatz. Des Weiteren werden die Hightech-Rohstoffe in der Produktion von Mobiltelefonen, Spezialgläsern, LCD- und Plasma-Bildschirmen, Energiesparlampen, Katalysatoren oder Radargeräten eingesetzt. Ihr Anteil liegt zwar nur bei einem Bruchteil der insgesamt verwendeten Rohstoffe. Wegen ihrer Bedeutung gelten sie aber als unersetzbar.
Knappheit noch bis 2015?
Wegen geringerer Umweltauflagen und niedrigerer Kosten verlagerte sich die Förderung nach China. Heute beherrscht die Volksrepublik als weltgrößter Produzent den Markt und verfügt über ein Vorkommen von 36 Mio. Tonnen. Bis 2009 förderte der gelbe Riese pro Jahr rund 120.000 Tonnen – das entsprach 97 Prozent der Weltproduktion. Seit 2010 belegt Peking aber den Export mit restriktiven Quoten und teuren Zöllen. Langfristig dürfte sich der gegenwärtige Engpass aber von selbst beseitigen. Bergbaukonzerne kündigten bereits an, neue Förderstätten außerhalb Chinas einzurichten. Weil aber von der Entdeckung über die Erschließung bis zur Ausbeutung einer Lagerstätte mindestens fünf Jahre vergehen, könnte die Knappheit bei Seltenen Erden noch bis 2015 anhalten
* Auszug PM Zertifikate-Investor
Die Hersteller von Windturbinen, Elektromotoren und effizienten Batterien brauchen für ihre Produkte spezielle Metalle. Die werden aber immer knapper
Wind- und Wasserkraftwerke, Motoren für Elektroautos, effiziente Energiesparlampen: Die Hersteller grüner Technologien können sich freuen, denn der beschleunigte Ausstieg aus der Atomkraft hat einen regelrechten Nachfrage-Boom nach ihren Produkten ausgelöst.
Doch der Aufschwung stellt die Unternehmen vor ein Problem. Dringend benötigte Rohstoffe für ihre Hightech-Produkte werden knapp: die sogenannten seltenen Erden. Dabei handelt es sich um 17 spezielle Industriemetalle, zum Beispiel Neodym und Dysprosium, ohne die sich moderne Windräder nicht drehen.
Oder Yttrium, ohne das hocheffiziente Strom-Supraleiter, wie sie etwa für das Desertec-Solarprojekt gebraucht werden, nicht hergestellt werden können. Die Industriemetalle sind Schlüsselrohstoffe für viele Zukunftstechnologien - und deshalb heiß begehrt, auch wenn sie bei Weitem nicht so selten sind, wie ihr Name suggeriert.
In jedem Hybridauto stecken rund 20 Kilogramm der seltenen Erden, in Windrädern für Offshore-Windparks werden bis zu 300 Kilogramm der Hightech-Rohstoffe verbaut. Die Hersteller grüner Technologien verbrauchen weltweit derzeit rund 9000 Tonnen seltene Erden pro Jahr. Bis 2017 wird die Nachfrage auf 13.000 Tonnen steigen, hat das amerikanische Marktforschungsinstitut Pike Research berechnet.
Experten prognostizieren Versorgungsengpässe
Die Branche stöhnt schon jetzt unter dem Druck steigender Preise. Experten warnen, dass sich die Versorgungslage mit seltenen Erden in absehbarer Zeit nicht entspannen wird. "Der Preisanstieg bei nahezu allen seltenen Erden setzt sich fort und beschleunigt sich sogar", sagt Harald Elsner, Rohstoffexperte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). "Und einige seltene Erden werden nicht einfach nur teurer. Es wird echte Versorgungsengpässe geben."
Das gelte besonders für jene Untergruppe, die vor allem in grünen Technologien zum Einsatz kommt: die sogenannten schweren seltenen Erden. Diese sind in den Abbaugebieten nur in sehr geringen Konzentrationen vertreten und daher besonders wertvoll und knapp.
"Die aktuelle Rohstoffsituation könnte dazu führen, dass die Entwicklung von Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Ausbreitung der Elektromobilität gefährdet ist", sagt Elsner. Spätestens im Jahr 2012 könnten nicht mehr genug seltene Erden zur Verfügung stehen
* FTD
Wind- und Wasserkraftwerke, Motoren für Elektroautos, effiziente Energiesparlampen: Die Hersteller grüner Technologien können sich freuen, denn der beschleunigte Ausstieg aus der Atomkraft hat einen regelrechten Nachfrage-Boom nach ihren Produkten ausgelöst.
Doch der Aufschwung stellt die Unternehmen vor ein Problem. Dringend benötigte Rohstoffe für ihre Hightech-Produkte werden knapp: die sogenannten seltenen Erden. Dabei handelt es sich um 17 spezielle Industriemetalle, zum Beispiel Neodym und Dysprosium, ohne die sich moderne Windräder nicht drehen.
Oder Yttrium, ohne das hocheffiziente Strom-Supraleiter, wie sie etwa für das Desertec-Solarprojekt gebraucht werden, nicht hergestellt werden können. Die Industriemetalle sind Schlüsselrohstoffe für viele Zukunftstechnologien - und deshalb heiß begehrt, auch wenn sie bei Weitem nicht so selten sind, wie ihr Name suggeriert.
In jedem Hybridauto stecken rund 20 Kilogramm der seltenen Erden, in Windrädern für Offshore-Windparks werden bis zu 300 Kilogramm der Hightech-Rohstoffe verbaut. Die Hersteller grüner Technologien verbrauchen weltweit derzeit rund 9000 Tonnen seltene Erden pro Jahr. Bis 2017 wird die Nachfrage auf 13.000 Tonnen steigen, hat das amerikanische Marktforschungsinstitut Pike Research berechnet.
Experten prognostizieren Versorgungsengpässe
Die Branche stöhnt schon jetzt unter dem Druck steigender Preise. Experten warnen, dass sich die Versorgungslage mit seltenen Erden in absehbarer Zeit nicht entspannen wird. "Der Preisanstieg bei nahezu allen seltenen Erden setzt sich fort und beschleunigt sich sogar", sagt Harald Elsner, Rohstoffexperte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). "Und einige seltene Erden werden nicht einfach nur teurer. Es wird echte Versorgungsengpässe geben."
Das gelte besonders für jene Untergruppe, die vor allem in grünen Technologien zum Einsatz kommt: die sogenannten schweren seltenen Erden. Diese sind in den Abbaugebieten nur in sehr geringen Konzentrationen vertreten und daher besonders wertvoll und knapp.
"Die aktuelle Rohstoffsituation könnte dazu führen, dass die Entwicklung von Wind- und Wasserkraftwerken sowie die Ausbreitung der Elektromobilität gefährdet ist", sagt Elsner. Spätestens im Jahr 2012 könnten nicht mehr genug seltene Erden zur Verfügung stehen
Zitat
Der Grund für die angespannte Versorgungslage mit seltenen Erden ist nämlich nicht, dass die Hightech-Rohstoffe besonders selten sind. Im Gegenteil: Fast 100 Millionen Tonnen der seltenen Erden lagern in der Erdkruste. Das ist mehr als genug, um die weltweite Nachfrage nach den Industriemetallen auf Jahrhunderte zu bedienen
.. über 90 Prozent der weltweiten Produktion kontrolliert China. Bei den schweren seltenen Erden sind es sogar 100 Prozent. "Die gesamte Produktion der schweren seltenen Erden stammt derzeit aus Lagerstätten in Südchina", sagt Elsner.
Die Abhängigkeit der Industriestaaten von China ist selbst verschuldet: "Die USA, Kanada oder Australien haben eigene große Vorkommen seltener Erden", erklärt Elsner. "Doch sie haben diese über Jahrzehnte brachliegen lassen." Denn der Abbau ist aufwendig und oft mit hohen Umweltschäden verbunden, weil giftige oder radioaktive Stoffe freigesetzt werden.
* FTD
Entdeckung riesiger Lagerstätten von seltenen Erden bedroht Chinas Monopol
Riesige Lagerstätten von seltenen Erden, die für die Produktion von High-Tech Produkten benötigt werden, sind von japanischen Forschern entdeckt worden. Dies könnte die Quasi-Monopolstellung Chinas in diesem Bereich beenden.
Die japanische Zeitung "Nikkei" berichtet unter Berufung auf eine Studie japanischer Forscher, dass die Lagerstätte auf rund 100 Milliarden Tonnen geschätzt wird. Die begehrten Metalle sollen sich in einer Tiefe von 3500 bis 6000 Meter befinden und ein Gebiet von mehr als elf Millionen Quadratmeter umfassen. Sie befinden sich in internationalen Gewässern, östlich und westlich von Hawaii und östlich von Tahiti.
Die High-Tech-Industrie benötigt die Rohstoffe zur Herstellung von Handys, Elektroautos oder auch Solarzellen. Allerdings sind die Vorkommen knapp. China dominiert derzeit den Markt mit den begehrten Rohstoffen. Das Land besitzt zwar nur rund 30 Prozent der weltweiten Reserven. Aber nach einem Preisverfall Anfang der 90er-Jahre ist es Monopolist. Damals gaben viele Produzenten die Förderung wegen mangelnder Gewinnaussichten auf.
Die schwierige Situation rund um die Monopolstellung Chinas in der Produktion seltener Erde wird durch die Exportbeschränkungen nochmals verschärft. Im vergangenen Jahr lag die genehmigte Exportmenge bei 30.300 Tonnen. Chinas Gesamtproduktion liegt bei ca. 130.000 Tonnen jährlich. Zu einem Eklat kam es als ein chinesischer Fischer im Zusammenhang mit einem Konflikt um eine umstrittene Inselgruppe in Japan inhaftiert wurde. China blockierte daraufhin den Export Seltener Erden nach Japan, und die Preise zogen stark an.
Die Preise für leichte seltene Erden haben sich seit Beginn des Jahres im Schnitt verdreifacht, die für schwere verfünffacht, berichtet die Financial Times Deutschland.
Quelle: FONDS professionell
Riesige Lagerstätten von seltenen Erden, die für die Produktion von High-Tech Produkten benötigt werden, sind von japanischen Forschern entdeckt worden. Dies könnte die Quasi-Monopolstellung Chinas in diesem Bereich beenden.
Die japanische Zeitung "Nikkei" berichtet unter Berufung auf eine Studie japanischer Forscher, dass die Lagerstätte auf rund 100 Milliarden Tonnen geschätzt wird. Die begehrten Metalle sollen sich in einer Tiefe von 3500 bis 6000 Meter befinden und ein Gebiet von mehr als elf Millionen Quadratmeter umfassen. Sie befinden sich in internationalen Gewässern, östlich und westlich von Hawaii und östlich von Tahiti.
Die High-Tech-Industrie benötigt die Rohstoffe zur Herstellung von Handys, Elektroautos oder auch Solarzellen. Allerdings sind die Vorkommen knapp. China dominiert derzeit den Markt mit den begehrten Rohstoffen. Das Land besitzt zwar nur rund 30 Prozent der weltweiten Reserven. Aber nach einem Preisverfall Anfang der 90er-Jahre ist es Monopolist. Damals gaben viele Produzenten die Förderung wegen mangelnder Gewinnaussichten auf.
Die schwierige Situation rund um die Monopolstellung Chinas in der Produktion seltener Erde wird durch die Exportbeschränkungen nochmals verschärft. Im vergangenen Jahr lag die genehmigte Exportmenge bei 30.300 Tonnen. Chinas Gesamtproduktion liegt bei ca. 130.000 Tonnen jährlich. Zu einem Eklat kam es als ein chinesischer Fischer im Zusammenhang mit einem Konflikt um eine umstrittene Inselgruppe in Japan inhaftiert wurde. China blockierte daraufhin den Export Seltener Erden nach Japan, und die Preise zogen stark an.
Die Preise für leichte seltene Erden haben sich seit Beginn des Jahres im Schnitt verdreifacht, die für schwere verfünffacht, berichtet die Financial Times Deutschland.
Quelle: FONDS professionell
Seltene Erden aus China:
Siemens benötigt die Rohstoffe zur Herstellung von Hochleistungsmagneten
Seit China den Export von seltenen Erden eingeschränkt hat, sind Deutschlands Firmen auf der Suche nach Alternativen. Siemens will sich nun mithilfe eines Joint Ventures die Versorgung mit den begehrten Rohstoffe sichern, die der Konzern unter anderem für die Herstellung von Windrädern benötigt.
Mit der australischen Firma Lynas sei eine Absichtserklärung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet worden, teilte Siemens mit. Die gemeinsame Firma soll Siemens den Rohstoff Neodym liefern, der zur Gruppe der seltenen Erden gehört. Benötigt wird das Metall für die Produktion von Magneten für Motoren und die Turbinen in Windrädern.
Siemens wolle sich an dem Unternehmen zur Magnetproduktion mit 55, Lynas mit 45 Prozent beteiligen, erklärten die Münchener. Die Details würden derzeit erarbeitet. "Das geplante Gemeinschaftsunternehmen ist für uns strategisch von Bedeutung, um eine langfristige und stabile Versorgung mit Hochleistungsmagneten zu sichern", begründete Ralf-Michael Franke, Chef der Siemens-Division Drive Technologies, den Schritt.
* Auszug MM
Siemens benötigt die Rohstoffe zur Herstellung von Hochleistungsmagneten
Seit China den Export von seltenen Erden eingeschränkt hat, sind Deutschlands Firmen auf der Suche nach Alternativen. Siemens will sich nun mithilfe eines Joint Ventures die Versorgung mit den begehrten Rohstoffe sichern, die der Konzern unter anderem für die Herstellung von Windrädern benötigt.
Mit der australischen Firma Lynas sei eine Absichtserklärung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet worden, teilte Siemens mit. Die gemeinsame Firma soll Siemens den Rohstoff Neodym liefern, der zur Gruppe der seltenen Erden gehört. Benötigt wird das Metall für die Produktion von Magneten für Motoren und die Turbinen in Windrädern.
Siemens wolle sich an dem Unternehmen zur Magnetproduktion mit 55, Lynas mit 45 Prozent beteiligen, erklärten die Münchener. Die Details würden derzeit erarbeitet. "Das geplante Gemeinschaftsunternehmen ist für uns strategisch von Bedeutung, um eine langfristige und stabile Versorgung mit Hochleistungsmagneten zu sichern", begründete Ralf-Michael Franke, Chef der Siemens-Division Drive Technologies, den Schritt.
* Auszug MM
Preisexplosion bei Seltenen Erden
Die für die Industrie wichtigen Metalle der sogenannten Seltene Erden haben sich drastisch verteuert. Innerhalb von drei Jahren haben sich die Preise verzehnfacht. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. In diesem Jahr wird das weltweite Handelsvolumen demnach auf 27 Milliarden Euro ansteigen. Noch vor drei Jahren betrug der globale Marktwert dieser Metalle noch 2,4 Milliarden Euro. Grund für die Preisexplosion sei neben der erhöhten Nachfrage der Industrie in erster Linie die Monopolstellung von China als weltweiter Lieferant, Die Volksrepublik liefert derzeit 97 Prozent der Seltenen Erden
Seltene Erden werden immer teurer
Chinas Führung hat früh erkannt, welche überragende Bedeutung seltene Erden einmal für die globale Industrie bekommen könnten. „Der Mittlere Osten hat sein Öl, China hat seine Seltenen Erden“, sagte 1992 der damalige Staatschef Deng Xiaoping über die 17 Metalle, die unter dem Namen seltene Erden zusammengefasst werden. Seither hat China den Markt fast völlig unter Kontrolle gebracht. Besonders klar drückte es der chinesische Premier Wen Jiabao aus: „Anfang der achtziger Jahre haben wir Seltene Erden zum Preis von Salz verkauft. Sie verdienen es jedoch, zum Preis von Gold verkauft zu werden. Wir beginnen gerade erst, unsere natürlichen Interessen zu schützen.“
Ganz ist Wen Jiabaos Prophezeiung nicht eingetreten, aber doch beinahe: Die Preise für seltene Erden schnellen immer weiter in die Höhe. 2008 hatte der weltweite Markt für die Metalle noch ein Volumen von 2,4 Milliarden Euro; für 2011 wird ein Anstieg auf 27 Milliarden Euro erwartet. Ursache dafür ist nicht so sehr die Nachfrage, sondern vor allem eine regelrechte Preisexplosion aufgrund chinesischer Exportbeschränkungen.
Das geht aus einer neuen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. Von der Verzehnfachung der Preise sind vor allem Unternehmen der Hochtechnologie betroffen: In der Autoindustrie werden seltene Erden unter anderem für die Produktion von Nickel-Metallhydrid-Akkus benötigt; im Sektor der erneuerbaren Energien kommen sie in Windturbinen zum Einsatz. Der Endverbraucher wird den Preisanstieg am direktesten bei Energiesparlampen zu spüren bekommen. „Die Profitabilität und sogar die Existenz vieler Unternehmen können durch die stark steigenden Preise der seltenen Erden in Frage gestellt werden“, sagen Sebastian Durst und Thomas Schlick von Roland Berger, die Autoren der Studie. Inzwischen beschäftige sich in vielen Unternehmen das Topmanagement damit. Am stärksten seien Produzenten am Anfang der Wertschöpfungskette betroffen - etwa die Hersteller von Permanent-Magneten für Elektromotoren.
Diese kommen nicht nur in den Antrieben für Elektroautos vor, sondern werden auch für Fensterheber, Heckklappen und Sitzversteller ganz normaler Autos benötigt. Dementsprechend alarmiert ist der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA): „Die Preis- und Angebotsentwicklung bei seltenen Erden sehen wir aktuell mit Sorge“, sagt ein Sprecher. China habe die Exporte stark eingeschränkt. Durch Verhandlungen in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrieländer G 20 und der Welthandelsorganisation WTO sollten Vereinbarungen gefunden werden, um den freien und unbehinderten Marktzugang zu gewährleisten, fordert der VDA. Eine erste Entlastung kommt gerade in Sicht: Ein Rohstoffabkommen mit der Mongolei soll deutschen Unternehmen den Zugang zu seltenen Erden des Landes ermöglichen. Ein entsprechender Rahmenvertrag werde beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag unterzeichnet, heißt es in Berlin.
Die Suche nach Auswegen läuft
Einzelne Unternehmen aus der deutschen Industrie haben längst reagiert, Um sich Lieferungen zu sichern, hat sich Siemens an einer Mine in Australien beteiligt. Konkurrent Toshiba investierte in eine Lagerstätte in Kasachstan. Der japanische Hitachi-Konzern verlegt sogar einen Teil seiner Produktion von Magneten nach China, weil dort die Preise für seltene Erden um die Hälfte niedriger sind. Auch der deutsche Autozulieferer Bosch ist betroffen - obwohl der Stuttgarter Konzern selbst nicht direkt seltene Erden einkauft. „Wir bekommen den Preisanstieg aber über unsere Zulieferer, etwa von Magneten, zu spüren“, sagt ein Bosch-Sprecher. Es werde deshalb über den Umstieg auf alternative Produkte ohne seltene Erden nachgedacht. Ähnlich äußern sich die Autohersteller Daimler und BMW, wo die Metalle zudem sparsam eingesetzt und möglichst recycelt werden. Schon hat der Coburger Zulieferer Brose Elektromotoren entwickelt, die ohne seltene Erden auskommen.
Überall in der Autoindustrie läuft die Suche nach Auswegen: ein niedrigerer Verbrauch, der Umstieg auf andere Lieferanten mit besseren Preisen und die Verschiebung der Produktion nach China sind einige der Strategien. Seltene Erden sind zwar nicht wirklich selten, sondern in großen Mengen vorhanden. Aber selten sind sie zu vertretbaren Kosten abbaubar. Sie sind so gleichmäßig über die Erdkruste verteilt, dass ihre Gewinnung aufwendig ist und lange Zeit anderen Ländern als China zu mühsam erschien. Jetzt bekommen westliche Technologiekonzerne das Quasimonopol Chinas zu spüren. Obwohl fieberhaft an der Erschließung neuer Vorkommen in anderen Ländern gearbeitet wird, gibt es bis 2013 keinen Grund für Entwarnung: Laut Roland Berger wird zwar der Preis für die weniger knappen „leichten“ Seltenen Erden auch aufgrund steigender Fördermengen aus Minen außerhalb Chinas tendenziell fallen. Vom Preis für die selteneren „schweren“ Seltenen Erden wird jedoch erwartet, dass er noch weiter steigt und dann hoch bleibt
„Seltene Erden“ ist der Sammelbegriff für 17 Elemente - darunter etwa Neodymium oder Dysprosium. Diese Metalle sind in zahllosen Industrieprodukten enthalten, die künftig noch an Bedeutung gewinnen werden. Neben Elektromotoren und Windturbinen werden sie auch für Leuchtdioden und Flüssigkristallbildschirme benötigt. Außerdem kommen sie in Katalysatoren für Autos und in den Batterien für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Im Jahr 2011 werden diverse Industriezweige laut Roland Berger fast 140.000 Tonnen an seltenen Erden nachfragen.
Der größte Teil entfällt mit jeweils etwa einem Viertel auf die Glasproduktion, die Herstellung von Magneten in Autos, Elektrogeräten und Turbinen sowie auf Katalysatoren für Autos. Um die wachsende Nachfrage zu decken, steht zwar eine Vielzahl von Minen rund um den Globus zur Verfügung. Aber aus den wenigsten Lagerstätten könnte noch vor Ablauf des Jahres 2015 wirklich gefördert werden. Über die größten Reserven verfügt China mit 55 Millionen Tonnen. Ebenfalls größere Bestände finden sich in Russland, Amerika und Indien. Zwar sind fast dreihundert Projekte in 30 Ländern zur Erschließung seltener Erden bekannt. Doch nicht einmal jedes zehnte dieser Projekte dürfte letztendlich erfolgreich verlaufen.
Deshalb hat sich der Preis für aus China exportiertes Neodymium, das für Magnete benötigt wird, allein 2011 auf 500 Dollar je Kilogramm verdoppelt. Der Preis für Dysprosium hat sich seit 2008 verdoppelt auf 3000 Dollar je Kilogramm. Auch der Anteil der seltenen Erden am Preis eines Magneten hat sich verdoppelt auf 90 Prozent. Vom Preis eines Elektromotors entfällt inzwischen fast die Hälfte auf Kosten für die seltenen Erden. Bei einer Lenkung für Autos sind es immerhin noch 5 Prozent, bei einem Hybridauto 1 Prozent. Fast scheint es schon, als könnte der Plan des früheren chinesischen Präsidenten Jiang Zemin aufgehen: „Die Idee ist es, aus unserem Vorteil bei den Ressourcen eine ökonomische Überlegenheit zu entwickeln“, sagte Zemin 1999 beim Besuch einer Abbaustätte für seltene Erden in der Inneren Mongolei.
*FAZ
Ganz ist Wen Jiabaos Prophezeiung nicht eingetreten, aber doch beinahe: Die Preise für seltene Erden schnellen immer weiter in die Höhe. 2008 hatte der weltweite Markt für die Metalle noch ein Volumen von 2,4 Milliarden Euro; für 2011 wird ein Anstieg auf 27 Milliarden Euro erwartet. Ursache dafür ist nicht so sehr die Nachfrage, sondern vor allem eine regelrechte Preisexplosion aufgrund chinesischer Exportbeschränkungen.
Das geht aus einer neuen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. Von der Verzehnfachung der Preise sind vor allem Unternehmen der Hochtechnologie betroffen: In der Autoindustrie werden seltene Erden unter anderem für die Produktion von Nickel-Metallhydrid-Akkus benötigt; im Sektor der erneuerbaren Energien kommen sie in Windturbinen zum Einsatz. Der Endverbraucher wird den Preisanstieg am direktesten bei Energiesparlampen zu spüren bekommen. „Die Profitabilität und sogar die Existenz vieler Unternehmen können durch die stark steigenden Preise der seltenen Erden in Frage gestellt werden“, sagen Sebastian Durst und Thomas Schlick von Roland Berger, die Autoren der Studie. Inzwischen beschäftige sich in vielen Unternehmen das Topmanagement damit. Am stärksten seien Produzenten am Anfang der Wertschöpfungskette betroffen - etwa die Hersteller von Permanent-Magneten für Elektromotoren.
Diese kommen nicht nur in den Antrieben für Elektroautos vor, sondern werden auch für Fensterheber, Heckklappen und Sitzversteller ganz normaler Autos benötigt. Dementsprechend alarmiert ist der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA): „Die Preis- und Angebotsentwicklung bei seltenen Erden sehen wir aktuell mit Sorge“, sagt ein Sprecher. China habe die Exporte stark eingeschränkt. Durch Verhandlungen in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrieländer G 20 und der Welthandelsorganisation WTO sollten Vereinbarungen gefunden werden, um den freien und unbehinderten Marktzugang zu gewährleisten, fordert der VDA. Eine erste Entlastung kommt gerade in Sicht: Ein Rohstoffabkommen mit der Mongolei soll deutschen Unternehmen den Zugang zu seltenen Erden des Landes ermöglichen. Ein entsprechender Rahmenvertrag werde beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag unterzeichnet, heißt es in Berlin.
Die Suche nach Auswegen läuft
Einzelne Unternehmen aus der deutschen Industrie haben längst reagiert, Um sich Lieferungen zu sichern, hat sich Siemens an einer Mine in Australien beteiligt. Konkurrent Toshiba investierte in eine Lagerstätte in Kasachstan. Der japanische Hitachi-Konzern verlegt sogar einen Teil seiner Produktion von Magneten nach China, weil dort die Preise für seltene Erden um die Hälfte niedriger sind. Auch der deutsche Autozulieferer Bosch ist betroffen - obwohl der Stuttgarter Konzern selbst nicht direkt seltene Erden einkauft. „Wir bekommen den Preisanstieg aber über unsere Zulieferer, etwa von Magneten, zu spüren“, sagt ein Bosch-Sprecher. Es werde deshalb über den Umstieg auf alternative Produkte ohne seltene Erden nachgedacht. Ähnlich äußern sich die Autohersteller Daimler und BMW, wo die Metalle zudem sparsam eingesetzt und möglichst recycelt werden. Schon hat der Coburger Zulieferer Brose Elektromotoren entwickelt, die ohne seltene Erden auskommen.
Überall in der Autoindustrie läuft die Suche nach Auswegen: ein niedrigerer Verbrauch, der Umstieg auf andere Lieferanten mit besseren Preisen und die Verschiebung der Produktion nach China sind einige der Strategien. Seltene Erden sind zwar nicht wirklich selten, sondern in großen Mengen vorhanden. Aber selten sind sie zu vertretbaren Kosten abbaubar. Sie sind so gleichmäßig über die Erdkruste verteilt, dass ihre Gewinnung aufwendig ist und lange Zeit anderen Ländern als China zu mühsam erschien. Jetzt bekommen westliche Technologiekonzerne das Quasimonopol Chinas zu spüren. Obwohl fieberhaft an der Erschließung neuer Vorkommen in anderen Ländern gearbeitet wird, gibt es bis 2013 keinen Grund für Entwarnung: Laut Roland Berger wird zwar der Preis für die weniger knappen „leichten“ Seltenen Erden auch aufgrund steigender Fördermengen aus Minen außerhalb Chinas tendenziell fallen. Vom Preis für die selteneren „schweren“ Seltenen Erden wird jedoch erwartet, dass er noch weiter steigt und dann hoch bleibt
„Seltene Erden“ ist der Sammelbegriff für 17 Elemente - darunter etwa Neodymium oder Dysprosium. Diese Metalle sind in zahllosen Industrieprodukten enthalten, die künftig noch an Bedeutung gewinnen werden. Neben Elektromotoren und Windturbinen werden sie auch für Leuchtdioden und Flüssigkristallbildschirme benötigt. Außerdem kommen sie in Katalysatoren für Autos und in den Batterien für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Im Jahr 2011 werden diverse Industriezweige laut Roland Berger fast 140.000 Tonnen an seltenen Erden nachfragen.
Der größte Teil entfällt mit jeweils etwa einem Viertel auf die Glasproduktion, die Herstellung von Magneten in Autos, Elektrogeräten und Turbinen sowie auf Katalysatoren für Autos. Um die wachsende Nachfrage zu decken, steht zwar eine Vielzahl von Minen rund um den Globus zur Verfügung. Aber aus den wenigsten Lagerstätten könnte noch vor Ablauf des Jahres 2015 wirklich gefördert werden. Über die größten Reserven verfügt China mit 55 Millionen Tonnen. Ebenfalls größere Bestände finden sich in Russland, Amerika und Indien. Zwar sind fast dreihundert Projekte in 30 Ländern zur Erschließung seltener Erden bekannt. Doch nicht einmal jedes zehnte dieser Projekte dürfte letztendlich erfolgreich verlaufen.
Deshalb hat sich der Preis für aus China exportiertes Neodymium, das für Magnete benötigt wird, allein 2011 auf 500 Dollar je Kilogramm verdoppelt. Der Preis für Dysprosium hat sich seit 2008 verdoppelt auf 3000 Dollar je Kilogramm. Auch der Anteil der seltenen Erden am Preis eines Magneten hat sich verdoppelt auf 90 Prozent. Vom Preis eines Elektromotors entfällt inzwischen fast die Hälfte auf Kosten für die seltenen Erden. Bei einer Lenkung für Autos sind es immerhin noch 5 Prozent, bei einem Hybridauto 1 Prozent. Fast scheint es schon, als könnte der Plan des früheren chinesischen Präsidenten Jiang Zemin aufgehen: „Die Idee ist es, aus unserem Vorteil bei den Ressourcen eine ökonomische Überlegenheit zu entwickeln“, sagte Zemin 1999 beim Besuch einer Abbaustätte für seltene Erden in der Inneren Mongolei.
*FAZ
Eine Niobium-Mine steht zum Verkauf
Eine Niobium-Mine im Kongo kann von der Gesellschaft für Elektrometallurgie (GfE) mit Sitz in Nürnberg gekauft werden, man muss allerdings an die Bundesrepublik Deutschland 4 Millionen Euro Ausfallbürgschaft zurückzahlen.
Die deutsche Lueshe Mine im Kongo
Die deutsche Lueshe Mine im Kongo
China plant erneut Veränderungen bei den Exportquoten für Seltene Erden
Thomas Grob ist Commercial Manager bei der TRADIUM GmbH aus Frankfurt am Main, wo er für den gesamten Bereich der Seltenen Erden verantwortlich ist. Laut Grob will China bei der Zuteilung für die restliche Welt zwischen den Leichten Seltenen Erden sowie den Mittleren und Schweren Seltenen Erden differenzieren.
Noch tappen wir im Dunkeln, welche Elemente letztendlich den Leichten Seltenen Erden zugeordnet werden, sagt Grob. Brancheninsider gehen jedoch davon aus, dass es sich ausschließlich um die Seltenen Erden Cer, Lanthan, Praseodym und Neodym handelt. Wer Gewissheit haben will, muss sich noch ein wenig gedulden. Mit einer offiziellen Bestätigung rechnet Grob erst nach den chinesischen Neujahrs-Feiertagen Anfang Februar.
Fakt ist, das wie in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 30.000 t an Seltenen Erden ausgeliefert werden. Soweit bleibt alles beim Alten. Doch der Teufel steckt im Detail. Aufgrund des höheren Renditepotenzials von Schweren Seltenen Erden hatten die chinesischen Exportunternehmen in der Vergangenheit ein großes Interesse daran, möglichst viel davon an ausländische Abnehmer zu verkaufen. Dem schiebt die chinesische Regierung jetzt einen Riegel vor und erlaubt den Export von maximal 4.000 t. Dies entspricht in etwa dem tatsächlich gelieferten Vorjahresniveau.
Doch diese Obergrenze kann nur erreicht werden, wenn alle Produzenten die erforderlichen Umweltauflagen erfüllen. Und ein höheres „chinesisches Umweltbewusstsein“ ist ja zunächst einmal für alle eine positive Nachricht. Bisher hat jedoch nur etwa die Hälfte der Anbieter diese neuen Hürden gemeistert. Sollte die andere Hälfte dies bis Mitte 2012 nicht schaffen, gehen deren Anteile höchstwahrscheinlich verloren. Thomas Grob ist sich sicher, dass diese abermalige Verknappung für den Westen Konsequenzen haben wird.
Thomas Grob ist Commercial Manager bei der TRADIUM GmbH aus Frankfurt am Main, wo er für den gesamten Bereich der Seltenen Erden verantwortlich ist. Laut Grob will China bei der Zuteilung für die restliche Welt zwischen den Leichten Seltenen Erden sowie den Mittleren und Schweren Seltenen Erden differenzieren.
Noch tappen wir im Dunkeln, welche Elemente letztendlich den Leichten Seltenen Erden zugeordnet werden, sagt Grob. Brancheninsider gehen jedoch davon aus, dass es sich ausschließlich um die Seltenen Erden Cer, Lanthan, Praseodym und Neodym handelt. Wer Gewissheit haben will, muss sich noch ein wenig gedulden. Mit einer offiziellen Bestätigung rechnet Grob erst nach den chinesischen Neujahrs-Feiertagen Anfang Februar.
Fakt ist, das wie in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 30.000 t an Seltenen Erden ausgeliefert werden. Soweit bleibt alles beim Alten. Doch der Teufel steckt im Detail. Aufgrund des höheren Renditepotenzials von Schweren Seltenen Erden hatten die chinesischen Exportunternehmen in der Vergangenheit ein großes Interesse daran, möglichst viel davon an ausländische Abnehmer zu verkaufen. Dem schiebt die chinesische Regierung jetzt einen Riegel vor und erlaubt den Export von maximal 4.000 t. Dies entspricht in etwa dem tatsächlich gelieferten Vorjahresniveau.
Doch diese Obergrenze kann nur erreicht werden, wenn alle Produzenten die erforderlichen Umweltauflagen erfüllen. Und ein höheres „chinesisches Umweltbewusstsein“ ist ja zunächst einmal für alle eine positive Nachricht. Bisher hat jedoch nur etwa die Hälfte der Anbieter diese neuen Hürden gemeistert. Sollte die andere Hälfte dies bis Mitte 2012 nicht schaffen, gehen deren Anteile höchstwahrscheinlich verloren. Thomas Grob ist sich sicher, dass diese abermalige Verknappung für den Westen Konsequenzen haben wird.
Die Europäische Union will China laut einem Pressebericht wegen der Exportbeschränkungen für seltene Erden vor der Welthandelsorganisation (WTO) verklagen. Es sei damit zu rechnen, dass es in absehbarer Zeit einen neuen Streitfall geben werde, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Reinhard Bütikofer, laut der „Financial Times Deutschland“ vom Montag. China steht seit längerem wegen Exportbeschränkungen für sogenannte seltene Erden in der Kritik. Das Land liefert 95 Prozent dieser wirtschaftlich wichtigen Metalle für den Weltmarkt.
Exploration seltener Erden in Deutschland
Die Heidelberger Deutsche Rohstoff AG will in Sachsen wertvolle Vorkommen an Seltenen Erden ausbeuten. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, hierfür sei eigens eine Firma gegründet worden, die bereits 2,2 Millionen Euro Kapital von deutschen Investoren zur Entwicklung der Förderung eingesammelt habe. Dieses neue Unternehmen - die Seltenerden Storkwitz AG - ist nach dem sächsischen Ort bei Delitzsch benannt, in dem bereits zu DDR-Zeiten der wertvolle Fund gemacht wurde - bei Bohrungen nach Uran in den 1970er-Jahren und eher zufällig. Seither schlummern die rund 38.000 Tonnen Seltenen Erden unbeachtet im Boden. Es ist das einzige bekannte Vorkommen dieses Rohstoffs in Mitteleuropa.
Das Bohrprogramm soll im Frühjahr beginnen. Bei den Seltenen Erden handelt es sich um eine Gruppe von 17 Metallen, die für die Herstellung zahlreicher High-Tech-Produkte wie Smartphones, Computer und Hybrid-Autos unersetzlich sind und die auch in der Rüstungsindustrie gebraucht werden. Allerdings gibt es sie nur in wenigen Ländern. China hat in dem Bereich eine Vormachtstellung, von dort kommen rund 95 Prozent der Seltenen Erden. Bereits vor einem Jahr hatte die Volksrepublik Exportbeschränkungen erlassen.
Die 2006 gegründete Rohstoff AG hält mit 63 Prozent die Mehrheit der in Chemnitz ansässigen Seltenerden Storkwitz AG. Für die deutsche Industrie dürfte die Aussicht auf die Förderung von Seltenen Erden hierzulande eine gute Nachricht sein. Die Industrie hatte bereits im Dezember nach jahrelangen Überlegungen ein Bündnis zur Sicherung von Rohstoffen geschmiedet. Die Branche will sich so einen besseren Zugang zu Rohstoffen sichern, vor allem bei Eisenerz oder Seltenen Erden.
Die Rohstoff AG erkundet von Chemnitz aus auch Zinnlagerstätten im erzgebirgischen Geyer sowie im vogtländischen Gottesberg
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Ziel der Seltenerden Storkwitz AG ist es, die Entwicklung der in Sachsen gelegenen Lagerstätte Storkwitz voranzutreiben. Unsere Gesellschaft ist Inhaber des Lizenzgebietes “Delitzsch”, in dem sich mit Storkwitz das einzig bekannte Vorkommen für Seltene Erden Elemente (SEE) in Mitteleuropa befindet. In wenigen Wochen soll ein Bohrprogramm beginnen, um das Vorkommen in eine international anerkannte Ressource nach dem australischen JORC Standard umzuwandeln. Anschließend sind weitere Explorationsarbeiten geplant, insbesondere um die Ausdehnung der Lagerstätte zur Tiefe hin zu untersuchen. Bereits die früheren Untersuchungen gingen davon aus, dass ein erhebliches Erweiterungspotential besteht. Entdecker der Lagerstätte ist die ehemalige deutsch-sowjetische Urangesellschaft SDAG Wismut. Neben der Umwandlung der DDR Klassifikation in den JORC Standard ist der Materialgewinn aus dem Bohrprogramm von großer Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit industrieller und universitärer Forschung ist die Seltenerden Storkwitz AG bestrebt, völlig neue effiziente und umweltfreundliche Methoden zur Herstellung und Raffinierung Seltenererden zu entwickeln. Auch zu diesem Zweck werden neben dem Vorkommen Storkwitz auch andere Seltenerden Projekte geprüft.
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Eine Hauptstraße, drei Duzend Häuser, umgeben von Äckern, auf denen riesige Windräder stehen: Das ist Storkwitz. In dem kleinen Ort am Rande von Delitzsch (Sachsen) ist nicht sonderlich viel los. Bis jetzt. Die Anwohner können in der nächsten Zeit jedoch einem ungewöhnlichen technischen Spektakel beiwohnen. Das Rohstoff-Unternehmen Seltenerden Storkwitz AG rückt mit schwerem Bohrgerät an. "Wir wollen die derzeit einzige bekannte Seltenen-Erden-Lagerstätten in Mitteleuropa erkunden", sagt Vorstand Bernhard Giessel.
Unter dem Begriff Seltene Erden werden 17 verschiedene Metalle zusammengefasst. Sie werden zum Beispiel für starke Magneten in Generatoren und Motoren, für Laser und Katalysatoren gebraucht. Etwa 95 Prozent der weltweiten Produktion kommt aus China. Durch derzeitige chinesische Exportbeschränkungen werden die Seltenen Erden knapp - und die Preise schießen in die Höhe.Die Seltenerden Storkwitz AG, eine Tochter der börsennotierten Deutschen Rohstoff AG aus Heidelberg (Baden-Württemberg), hat bereits 2,2 Millionen Euro von Anlegern eingesammelt, um die sächsischen Vorkommen zu erkunden. Bereits zu DDR-Zeiten wurde die Lagerstätte entdeckt - wenn auch eher zufällig. Die SDAG Wismut war auf der Suche nach Uran und stieß auf die Seltenen Erden. Das Vorkommen wurde auf 38 000 Tonnen geschätzt, die Urangesellschaft Wismut hielt damals aber bis zu 136 000 Tonnen für möglich. Nun wird in Storkwitz neu untersucht. Giessel und sein Team wollen analysieren, ob sich ein Abbau lohnt.
Nach Ansicht von Jens Gutzmer, Professor für Lagerstättenlehre und Petrologie an der TU Bergakademie Freiberg, reichen die bisher bekannten Vorkommen nicht für einen Bergbau aus. "Es ist dennoch richtig, dass neu erkundet wird", sagt der Wissenschaftler. Deutschland sei ein rohstoffreiches Land. Viele Lagerstätten seien noch nicht oder kaum erkundet.
Nach Angaben der Seltenerden Storkwitz AG befinden sich die edlen Metalle in einer Tiefe von 170 bis 700 Meter Tiefe. Ein Abbau wäre daher nur im Untertagebau möglich. "Dies ist natürlich teurer als in etwa in China, wo Seltene Erden im Tagebau gefördert werden", erklärt Gutzmer. Der Vorteil: Bei einem möglichen Abbau wäre der Eingriff in die Landschaft überschaubar. Ob in Sachsen jemals gefördert wird, hängt auch von dem Gehalt der Elemente im Gestein ab. Im Falle des in Storkwitz gefundenen Minerals Bastnäsit könnte laut eines "Spiegel"-Berichtes die Konzentration insgesamt bei 0,48 Prozent liegen - auf die einzelnen Elemente entfallen dann jeweils Bruchteile davon. Zum Vergleich: Am australischen Mount Weid, wo die Produktion bald starten soll, liegt der Selten-Erden-Gehalt im Gestein bei rund zehn Prozent.
Die Verantwortlichen der Muttergesellschaft Deutschen Rohstoff AG sind dennoch zuversichtlich: "Wenn man der Meinung wäre, es lohne sich überhaupt nicht, würde man es nicht machen", sagte Vorstand Thomas Gutschlag zuletzt der Leipziger Volkszeitung.
Finanziert werden soll das Projekt über die Börse. Wenn die Pläne aufgehen, wird die Seltenerden Storkwitz AG auf das Frankfurter Parkett gehen. Mit Einschätzungen zum Wert des Vorkommens hält sich die Deutsche Rohstoff AG allerdings noch zurück. Nur so viel: "Es liege wohl im Milliardenbereich", so ein Sprecher.
Doch nicht nur in Deutschland wird eifrig gesucht, um die Vormachtstellung Chinas zu brechen. "Es gibt derzeit auch eine große Erkundung in Schweden", sagt Rohstoffexperte Gutzmer, der zugleich Direktor des neugegründeten Helmholtz-Instituts für Ressourcentechnologie in Freiberg ist. Die sächsischen Wissenschaftler sind dabei Kooperationspartner.
Der Name Seltene Erden stammt nach Worten von Gutzmer daher, dass die Metalle schwer aufspürbar seien. Weltweit gebe es aber reichliche Vorkommen. Auch in Russland und Australien liefen große Aussuchungen. Von der Erkundung bis zur Produktion vergingen etwa sieben bis 15 Jahre.
Das heißt, selbst wenn die Rohstoffsucher in Sachsen fündig werden, dürfte ein Abbau frühestens 2020 beginnen.
Das Bohrprogramm soll im Frühjahr beginnen. Bei den Seltenen Erden handelt es sich um eine Gruppe von 17 Metallen, die für die Herstellung zahlreicher High-Tech-Produkte wie Smartphones, Computer und Hybrid-Autos unersetzlich sind und die auch in der Rüstungsindustrie gebraucht werden. Allerdings gibt es sie nur in wenigen Ländern. China hat in dem Bereich eine Vormachtstellung, von dort kommen rund 95 Prozent der Seltenen Erden. Bereits vor einem Jahr hatte die Volksrepublik Exportbeschränkungen erlassen.
Die 2006 gegründete Rohstoff AG hält mit 63 Prozent die Mehrheit der in Chemnitz ansässigen Seltenerden Storkwitz AG. Für die deutsche Industrie dürfte die Aussicht auf die Förderung von Seltenen Erden hierzulande eine gute Nachricht sein. Die Industrie hatte bereits im Dezember nach jahrelangen Überlegungen ein Bündnis zur Sicherung von Rohstoffen geschmiedet. Die Branche will sich so einen besseren Zugang zu Rohstoffen sichern, vor allem bei Eisenerz oder Seltenen Erden.
Die Rohstoff AG erkundet von Chemnitz aus auch Zinnlagerstätten im erzgebirgischen Geyer sowie im vogtländischen Gottesberg
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Ziel der Seltenerden Storkwitz AG ist es, die Entwicklung der in Sachsen gelegenen Lagerstätte Storkwitz voranzutreiben. Unsere Gesellschaft ist Inhaber des Lizenzgebietes “Delitzsch”, in dem sich mit Storkwitz das einzig bekannte Vorkommen für Seltene Erden Elemente (SEE) in Mitteleuropa befindet. In wenigen Wochen soll ein Bohrprogramm beginnen, um das Vorkommen in eine international anerkannte Ressource nach dem australischen JORC Standard umzuwandeln. Anschließend sind weitere Explorationsarbeiten geplant, insbesondere um die Ausdehnung der Lagerstätte zur Tiefe hin zu untersuchen. Bereits die früheren Untersuchungen gingen davon aus, dass ein erhebliches Erweiterungspotential besteht. Entdecker der Lagerstätte ist die ehemalige deutsch-sowjetische Urangesellschaft SDAG Wismut. Neben der Umwandlung der DDR Klassifikation in den JORC Standard ist der Materialgewinn aus dem Bohrprogramm von großer Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit industrieller und universitärer Forschung ist die Seltenerden Storkwitz AG bestrebt, völlig neue effiziente und umweltfreundliche Methoden zur Herstellung und Raffinierung Seltenererden zu entwickeln. Auch zu diesem Zweck werden neben dem Vorkommen Storkwitz auch andere Seltenerden Projekte geprüft.
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Eine Hauptstraße, drei Duzend Häuser, umgeben von Äckern, auf denen riesige Windräder stehen: Das ist Storkwitz. In dem kleinen Ort am Rande von Delitzsch (Sachsen) ist nicht sonderlich viel los. Bis jetzt. Die Anwohner können in der nächsten Zeit jedoch einem ungewöhnlichen technischen Spektakel beiwohnen. Das Rohstoff-Unternehmen Seltenerden Storkwitz AG rückt mit schwerem Bohrgerät an. "Wir wollen die derzeit einzige bekannte Seltenen-Erden-Lagerstätten in Mitteleuropa erkunden", sagt Vorstand Bernhard Giessel.
Unter dem Begriff Seltene Erden werden 17 verschiedene Metalle zusammengefasst. Sie werden zum Beispiel für starke Magneten in Generatoren und Motoren, für Laser und Katalysatoren gebraucht. Etwa 95 Prozent der weltweiten Produktion kommt aus China. Durch derzeitige chinesische Exportbeschränkungen werden die Seltenen Erden knapp - und die Preise schießen in die Höhe.Die Seltenerden Storkwitz AG, eine Tochter der börsennotierten Deutschen Rohstoff AG aus Heidelberg (Baden-Württemberg), hat bereits 2,2 Millionen Euro von Anlegern eingesammelt, um die sächsischen Vorkommen zu erkunden. Bereits zu DDR-Zeiten wurde die Lagerstätte entdeckt - wenn auch eher zufällig. Die SDAG Wismut war auf der Suche nach Uran und stieß auf die Seltenen Erden. Das Vorkommen wurde auf 38 000 Tonnen geschätzt, die Urangesellschaft Wismut hielt damals aber bis zu 136 000 Tonnen für möglich. Nun wird in Storkwitz neu untersucht. Giessel und sein Team wollen analysieren, ob sich ein Abbau lohnt.
Nach Ansicht von Jens Gutzmer, Professor für Lagerstättenlehre und Petrologie an der TU Bergakademie Freiberg, reichen die bisher bekannten Vorkommen nicht für einen Bergbau aus. "Es ist dennoch richtig, dass neu erkundet wird", sagt der Wissenschaftler. Deutschland sei ein rohstoffreiches Land. Viele Lagerstätten seien noch nicht oder kaum erkundet.
Nach Angaben der Seltenerden Storkwitz AG befinden sich die edlen Metalle in einer Tiefe von 170 bis 700 Meter Tiefe. Ein Abbau wäre daher nur im Untertagebau möglich. "Dies ist natürlich teurer als in etwa in China, wo Seltene Erden im Tagebau gefördert werden", erklärt Gutzmer. Der Vorteil: Bei einem möglichen Abbau wäre der Eingriff in die Landschaft überschaubar. Ob in Sachsen jemals gefördert wird, hängt auch von dem Gehalt der Elemente im Gestein ab. Im Falle des in Storkwitz gefundenen Minerals Bastnäsit könnte laut eines "Spiegel"-Berichtes die Konzentration insgesamt bei 0,48 Prozent liegen - auf die einzelnen Elemente entfallen dann jeweils Bruchteile davon. Zum Vergleich: Am australischen Mount Weid, wo die Produktion bald starten soll, liegt der Selten-Erden-Gehalt im Gestein bei rund zehn Prozent.
Die Verantwortlichen der Muttergesellschaft Deutschen Rohstoff AG sind dennoch zuversichtlich: "Wenn man der Meinung wäre, es lohne sich überhaupt nicht, würde man es nicht machen", sagte Vorstand Thomas Gutschlag zuletzt der Leipziger Volkszeitung.
Finanziert werden soll das Projekt über die Börse. Wenn die Pläne aufgehen, wird die Seltenerden Storkwitz AG auf das Frankfurter Parkett gehen. Mit Einschätzungen zum Wert des Vorkommens hält sich die Deutsche Rohstoff AG allerdings noch zurück. Nur so viel: "Es liege wohl im Milliardenbereich", so ein Sprecher.
Doch nicht nur in Deutschland wird eifrig gesucht, um die Vormachtstellung Chinas zu brechen. "Es gibt derzeit auch eine große Erkundung in Schweden", sagt Rohstoffexperte Gutzmer, der zugleich Direktor des neugegründeten Helmholtz-Instituts für Ressourcentechnologie in Freiberg ist. Die sächsischen Wissenschaftler sind dabei Kooperationspartner.
Der Name Seltene Erden stammt nach Worten von Gutzmer daher, dass die Metalle schwer aufspürbar seien. Weltweit gebe es aber reichliche Vorkommen. Auch in Russland und Australien liefen große Aussuchungen. Von der Erkundung bis zur Produktion vergingen etwa sieben bis 15 Jahre.
Das heißt, selbst wenn die Rohstoffsucher in Sachsen fündig werden, dürfte ein Abbau frühestens 2020 beginnen.
Mit japanischer Hilfe will Vietnam das chinesische Monopol auf seltene Erden brechen. Ein Bergwerk im Norden des Landes soll ab dem kommenden Jahr Tausende Tonnen der begehrten Rohstoffe liefern. China hält seinen Exportstopp trotz Klagen vor der Welthandelsorganisation aufrecht.
Japan und Vietnam wollen Chinas Dominanz bei den begehrten seltenen Erden brechen. "Japan und Vietnam haben sich darauf geeinigt, ihre Kooperation zu stärken, um 2013 mit der Produktion zu starten", sagte Japans Außenminister Koichiro Gemba am Samstag nach einem Treffen mit seinem vietnamesischen Amtskollegen Pham Binh Minh in Hanoi.
Japan wolle bei Forschung, Abbau und Verarbeitung der metallischen Grundstoffe rund um das Dong-Pao-Projekt im Norden Vietnams mitwirken. Geplant sei die Produktion von 3000 Tonnen im kommenden Jahr und 7000 Tonnen im Jahr 2014.
China hat ein Fastmonopol auf die Förderung der metallischen Grundstoffe. Dort werden mit über 100.000 Tonnen jährlich mehr als 90 Prozent dieser Bodenschätze aus der Erde geholt. Auch die industriellen Abnehmer sitzen vorwiegend in China. Allerdings hat das Land nur ein gutes Drittel der weltweiten Vorkommen. Anderswo waren Bergbauprojekte jedoch wegen wirtschaftlicher Probleme in Zeiten niedriger Rohstoffpreise beendet worden.
Die kalifornische Mine Mountain Pass, die lange Zeit den Großteil der Weltproduktion seltener Erden lieferte, wird von der Firma Molycorp bis Jahresende wieder in Betrieb genommen. Ein weiteres viel versprechendes Projekt ist das von der Firma Lynas betriebene Bergwerk Mount Weld in Westaustralien. Die australische Regierung hatte 2009 die Mehrheitsbeteiligung eines staatlichen chinesischen Unternehmens an Lynas verhindert. Die Metalle aus Mount Weld werden künftig in einer neu errichteten Hütte im malaysischen Kuantan weiterverarbeitet, Japan zählt zu den Hauptabnehmern.
Seltene Erden wie Neodym oder Lanthan gelten als Schlüsselrohstoffe für moderne Technologien. Sie werden in der Hightech-Industrie, zum Bau von Hybridfahrzeugen oder bei Solar- und Windkraftanlagen eingesetzt.
Peking hatte 2010 angekündigt, den Export der Rohstoffe zu beschränken. Deshalb haben die EU, USA und Japan das Land bei der Welthandelsorganisation (WTO) verklagt. Die Quoten verstoßen aus ihrer Sicht gegen die Regeln für freien Handel
Japan und Vietnam wollen Chinas Dominanz bei den begehrten seltenen Erden brechen. "Japan und Vietnam haben sich darauf geeinigt, ihre Kooperation zu stärken, um 2013 mit der Produktion zu starten", sagte Japans Außenminister Koichiro Gemba am Samstag nach einem Treffen mit seinem vietnamesischen Amtskollegen Pham Binh Minh in Hanoi.
Japan wolle bei Forschung, Abbau und Verarbeitung der metallischen Grundstoffe rund um das Dong-Pao-Projekt im Norden Vietnams mitwirken. Geplant sei die Produktion von 3000 Tonnen im kommenden Jahr und 7000 Tonnen im Jahr 2014.
China hat ein Fastmonopol auf die Förderung der metallischen Grundstoffe. Dort werden mit über 100.000 Tonnen jährlich mehr als 90 Prozent dieser Bodenschätze aus der Erde geholt. Auch die industriellen Abnehmer sitzen vorwiegend in China. Allerdings hat das Land nur ein gutes Drittel der weltweiten Vorkommen. Anderswo waren Bergbauprojekte jedoch wegen wirtschaftlicher Probleme in Zeiten niedriger Rohstoffpreise beendet worden.
Die kalifornische Mine Mountain Pass, die lange Zeit den Großteil der Weltproduktion seltener Erden lieferte, wird von der Firma Molycorp bis Jahresende wieder in Betrieb genommen. Ein weiteres viel versprechendes Projekt ist das von der Firma Lynas betriebene Bergwerk Mount Weld in Westaustralien. Die australische Regierung hatte 2009 die Mehrheitsbeteiligung eines staatlichen chinesischen Unternehmens an Lynas verhindert. Die Metalle aus Mount Weld werden künftig in einer neu errichteten Hütte im malaysischen Kuantan weiterverarbeitet, Japan zählt zu den Hauptabnehmern.
Seltene Erden wie Neodym oder Lanthan gelten als Schlüsselrohstoffe für moderne Technologien. Sie werden in der Hightech-Industrie, zum Bau von Hybridfahrzeugen oder bei Solar- und Windkraftanlagen eingesetzt.
Peking hatte 2010 angekündigt, den Export der Rohstoffe zu beschränken. Deshalb haben die EU, USA und Japan das Land bei der Welthandelsorganisation (WTO) verklagt. Die Quoten verstoßen aus ihrer Sicht gegen die Regeln für freien Handel
Seltenen Erden brachten Anlegern bislang vor allem Verluste
Der Hunger der Weltwirtschaft auf Seltene Erden wird immer größer und das Ringen der Nationen um die globalen Vorräte heftiger. Nach einem starken Preisrutsch könnten jetzt auch Geldanleger mitmischen. Marktaufschwung oder -abschwung - beides kann Rendite bringen.
Hamburg - Ölpreisrekord, Knappheit bei Agrarprodukten - viele Rohstoffe machen zurzeit wegen Marktenge und starker Verteuerung von sich reden. Zumindest letzteres trifft jedoch nicht auf die Seltenen Erden zu. Im Gegenteil: Seit MItte 2011 sind die Preise dieser wichtigen Industrierohstoffe, die Namen wie Europium, Cerium oder Neodym tragen, um teilweise weit mehr als 50 Prozent gesunken.
Aus Sicht vieler Unternehmen bedeutet das eine willkommene Entspannung. Erst kürzlich machte ein Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants deutlich, wie wichtig Seltene Erden für die deutsche Industrie sind - und wie sehr die Manager durch hohe Preise herausgefordert werden.
Vom Autobau bis zur Chemie, von der Herstellung moderner Windkraftanlagen bis zur Keramik, Medizintechnik und Hightech oder gar nuklearen Anwendungen - kaum eine Branche kommt ohne eine oder mehrere der insgesamt 17 bekannten Seltenen Erden aus (siehe Kasten links). Einer der größten Abnehmer hierzulande ist beispielsweise der Chemieriese BASF .
Anleger dagegen könnte die Preisentwicklung in Habachtstellung bringen: Bietet sich da eine Chance zum Einstieg? Stehen Preissteigerungen bevor, verbunden vielleicht mit Renditechancen?
Die letzte Preisexplosion gab es vor zwei Jahren
Es wäre nicht das erste Mal. Zuletzt explodierten die Preise auf diesem Markt 2010/2011. Ein Beispiel: Ein Kilogramm Dysprosium, das in der Keramik sowie im nuklearen Bereich zur Anwendung kommt, kostete Ende 2009 noch weniger als 200 US-Dollar. Mitte 2011 überschritt der Preis nach Angaben der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) die Marke von 3000 Dollar je Kilo.
Hintergrund der starken Volatilität ist die Lage auf dem Weltmarkt für Seltene Erden, der vor allem von China dominiert wird. Die Volksrepublik verfügt letzten Daten zufolge zwar nur über rund 26 Prozent der bekannten weltweiten Vorkommen. Sie förderte aber zuletzt rund 97 Prozent der global verbrauchten Menge an Seltenen Erden zu Tage. Zudem entfielen nach Angaben des renommierten australischen Marktexperten Dudley Kingsworth von der Industrial Minerals Company of Australia (IMCOA) 60 bis 70 Prozent des Weltverbrauchs auf chinesische Firmen.
Andere potenzielle Förderländer wie die USA, Kanada oder Australien haben trotz bestehender Vorkommen die Produktion in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem Bedenken wegen Umweltbelastungen, die beim Abbau entstehen können.
Das soll sich aber nun ändern. Die chinesische Dominanz ist vielen Ländern längst ein Dorn im Auge. Und die Führung in Peking tut vieles, um den Rest der Welt weiter zu verärgern. Seit Jahren versucht sie die Preise durch künstliche Verknappung des Angebots in die Höhe zu treiben. So sinken beispielsweise die staatlich verordneten Exportquoten des Landes kontinuierlich. Durften 2004 nach Angaben der DERA noch mehr als 65.000 Tonnen ausgeführt werden, so werden es im laufenden Jahr nur knapp 31.000 Tonnen sein, ein wenig mehr als 2011 also, wie das Handelsministerium in Peking am gestrigen Mittwoch bekanntgab.
Auch die Tatsache, dass die Welthandelsorganisation (WTO) die Markteingriffe Chinas auf Drängen der EU, der USA sowie Japans nun unter die Lupe nehmen wird, beirrt die Machthaber in Peking offenbar nicht. Erst jüngst gaben sie weitere Produktionsbeschränkungen bekannt - wohl, um den anhaltenden Preisverfall zu stoppen.
Zudem gibt es offenbar Bestrebungen, über die bloße Produktion der Rohstoffe hinaus die gesamte Wertschöpfungskette der Seltenen-Erden-Industrie im Reich der Mitte aufzubauen. Vor allem im Bereich der besonders wertvollen schweren Seltenen Erden könnte das zu einer zusätzlichen Verknappung auf dem Weltmarkt führen, schreibt die Commerzbank in einer aktuellen Studie. Die Analysten glauben sogar, dass China in diesem Segment von der Export- auf die Importseite wechseln könnte.
Soweit, so aussichtsreich für Geldanleger. Jedenfalls scheinbar. Der Rest der Welt schaut dem Treiben in Fernost allerdings längst nicht mehr tatenlos zu. Schließlich gilt es auch weltweit eine immer weiter steigende Nachfrage nach Seltenen Erden zu befriedigen. IMCOA-Zahlen zufolge wird sich der globale Verbrauch bis 2020 auf 200.000 bis 240.000 Tonnen pro Jahr aus heutiger Sicht beinahe verdoppeln. 70.000 bis 90.000 Tonnen davon werden voraussichtlich auf den nicht-chinesischen Teil der Welt entfallen, so die Experten.
Kein Wunder also, dass bedeutende Wirtschaftsnationen wie die USA die Abhängigkeit von China nicht länger hinnehmen wollen. Rund um den Globus wird derzeit daran gearbeitet, neue Abbaustellen zu erschließen sowie stillgelegte Projekte zu reanimieren.
Zwei Großprojekte im Fokus
Zwei Großvorhaben stehen besonders im Fokus: Die geplante Wiederaufnahme der Produktion in der 2002 stillgelegten kalifornischen Mine Mountain Pass sowie die Erschließung der Vorkommen am australischen Mount Weld. Mit etwa 60.000 Tonnen könnten beide zusammen rund die Hälfte des gegenwärtigen Weltverbrauchs an Seltenen Erden pro Jahr auf den Markt werfen, erwarten Fachleute - wenn die Minen denn endlich produzieren würden. An beiden Projekten wird schon seit langem gearbeitet, mehrfach wurde der Start verschoben. Derzeit rechnen Experten frühestens 2013 damit, falls den Betreiberfirmen bis dahin nicht das Geld ausgeht.
Für die Preise der Seltenen Erden ist der Termin entscheidend, denn Fachleuten zufolge ist die erwartete Zusatzkapazität neben der nachlassenden Konjunktur und der bereits begonnenen Substitution der Seltenen Erden Seitens der Industrie einer der Hauptgründe für die jüngsten Preisstürze. "Die Märkte nehmen das steigende Angebot bereits vorweg", sagt Harald Elsner, Geologe und Experte für Seltene Erden bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. "Wir erwarten auch, dass beide Großprojekte, sowohl Mount Weld als auch Mountain Pass also, kommen werden. Sollte sich das nicht bewahrheiten, könnten die Preise allerdings wieder Auftrieb bekommen."
Damit ist der Knackpunkt benannt: Gelingt es, die nicht-chinesischen Abbaukapazitäten im erforderlichen Maße auszubauen und die fernöstliche Marktmacht dadurch zu mindern? Nur dann dürfte es der westlichen Welt möglich sein, das Preisniveau dauerhaft auf einem erträglichen Niveau zu halten.
Rohstofffachleute verweisen zwar auf derzeit noch fallende Preise. In der Geldanlageindustrie jedoch überwiegt offenbar - vermutlich nicht ganz ohne Eigennutz - der Optimismus. "Der Markt ist wieder interessant geworden", sagt etwa Kemal Bagci von der Royal Bank of Scotland (RBS) . "Aus den USA kommen erfreuliche Konjunkturdaten, die Nachfrage nach Seltenen Erden könnte in diesem Jahr wieder anziehen, was für wieder steigende Preise sprechen würde."
Die Commerzbank sieht es ähnlich: Die Korrekturphase bei den Preisen Seltener Erden dürfte bald zu Ende sein, lautet das Fazit ihrer Studie. Die Inbetriebnahme neuer Minen außerhalb Chinas reiche nicht aus, um dessen Monopolstellung aufzubrechen.
Für Geldanleger hat die Sache allerdings einen Haken: Sie können an der Preisentwicklung der Seltenen Erden gar nicht direkt partizipieren. Denn der physische Erwerb der Rohstoffe ist Privatleuten zumindest auf seriösem Wege nicht möglich. Und der spätere Wiederverkauf erst recht nicht.
Investitionsmöglichkeiten bestehen lediglich auf indirektem Wege, beispielsweise über Aktien von Unternehmen, die mit der Gewinnung, dem Transport oder der Verarbeitung der Rohstoffe ihr Geld verdienen. Und da kommen neben den Markteinflüssen immer auch die Besonderheiten des Aktienmarktes sowie die individuellen Probleme der Firmen mit ins Spiel.
Die Auswahl der richtigen Aktie erscheint daher höchst schwierig. Hinzu kommt: Hunderte Projekte für neue Abbaustellen werden rund um den Globus zurzeit verfolgt (siehe Tabelle). Hunderte Firmen könnten also bei Erfolg künftig zu regelrechten Kursraketen werden. Experten erwarten jedoch, dass höchstens 5 Prozent der Projekte tatsächlich Realität werden. Der Rest scheitert - ebenso wie die Firmen, die dahinterstehen.
Auch die Konzentration auf die Branchengrößen scheint kein Allheilmittel zu sein, wie schon ein Blick auf die Kurshistorie zeigt. Mit dem Papier der US-Gesellschaft Molycorp., die die Wiedereröffnung der Mountain Pass Mine in den USA vorantreibt, ging es in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 75 Prozent nach unten. Beim australischen Konkurrenten Lynas, verantwortlich für das Projekt Mount Weld, betrug das Minus über 50 Prozent.
Marktkenner halten beide Aktien ohnehin für riskant. Molycorp., so ist zu hören, werde von Hedgefonds kontrolliert und habe einen immensen Kapitalbedarf. Und auch bei Lynas sei fraglich, wie lange die Liquidität noch ausreiche.
Mehr Erfolg verspricht wohl die Streuung eines Investments auf mehrere Firmen. Banken wie die RBS, die UBS oder die Société Générale (SG) haben Zertifikate im Angebot, deren Wertentwicklung sich an den Aktienkursen von Branchenfirmen aus verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette orientiert. Darüber hinaus offeriert die UBS den soweit bekannt europaweit einzigen börsennotierten Indexfonds (ETF) zu diesem Thema (siehe Tabellen unten).
Short-Zertifikat bringt die beste Performance
Die Hauptunterschiede der Zertifikate liegen in der Laufzeit, in der Zusammensetzung des Basiskorbs an Aktien sowie in der Frage, inwieweit die Gewichtung der Aktien im Laufe der Zeit wieder angeglichen wird. Die Produkte von UBS und SG beispielsweise sind bis 2015 begrenzt. Die UBS hat zudem darauf verzichtet, chinesische Firmen in die Benchmark aufzunehmen. Und während die UBS die Gewichtung während der Laufzeit nicht angleicht, geschieht dies bei der RBS alle drei Monate sowie bei der SG einmal im Jahr.
"Auf eine Angleichung der Gewichtung zu verzichten, macht sich vor allem bei einzelnen Aktien mit klarem Trend bemerkbar", erläutert Steffen Kapraun, Zertifikate-Experte von der UBS. "Starke Aktien treiben dann die Performance des Zertifikats umso stärker, während allerdings stark fallende Aktien sie auch stärker nach unten ziehen."
Bisher trat vor allem letzteres auf. Sowohl die meisten Zertifikate auf Seltene Erden als auch der UBS-ETF brachten Anlegern seit der Emission vornehmlich Verluste.
Für die Zukunft ist dagegen klar: Wer an den Marktumschwung glaubt, kann einsteigen. Und auch wer einen weiteren Abwärtstrend erwartet, kann damit Geld verdienen. Die UBS offeriert seit Anfang 2011 auch ein Short-Zertifikat auf Seltene Erden - von allen Produkten am Markt erzielte es bis heute die beste Performance.
Anlagemöglichkeiten zum Thema Seltene Erden >> klick
Hamburg - Ölpreisrekord, Knappheit bei Agrarprodukten - viele Rohstoffe machen zurzeit wegen Marktenge und starker Verteuerung von sich reden. Zumindest letzteres trifft jedoch nicht auf die Seltenen Erden zu. Im Gegenteil: Seit MItte 2011 sind die Preise dieser wichtigen Industrierohstoffe, die Namen wie Europium, Cerium oder Neodym tragen, um teilweise weit mehr als 50 Prozent gesunken.
Aus Sicht vieler Unternehmen bedeutet das eine willkommene Entspannung. Erst kürzlich machte ein Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants deutlich, wie wichtig Seltene Erden für die deutsche Industrie sind - und wie sehr die Manager durch hohe Preise herausgefordert werden.
Vom Autobau bis zur Chemie, von der Herstellung moderner Windkraftanlagen bis zur Keramik, Medizintechnik und Hightech oder gar nuklearen Anwendungen - kaum eine Branche kommt ohne eine oder mehrere der insgesamt 17 bekannten Seltenen Erden aus (siehe Kasten links). Einer der größten Abnehmer hierzulande ist beispielsweise der Chemieriese BASF .
Anleger dagegen könnte die Preisentwicklung in Habachtstellung bringen: Bietet sich da eine Chance zum Einstieg? Stehen Preissteigerungen bevor, verbunden vielleicht mit Renditechancen?
Die letzte Preisexplosion gab es vor zwei Jahren
Es wäre nicht das erste Mal. Zuletzt explodierten die Preise auf diesem Markt 2010/2011. Ein Beispiel: Ein Kilogramm Dysprosium, das in der Keramik sowie im nuklearen Bereich zur Anwendung kommt, kostete Ende 2009 noch weniger als 200 US-Dollar. Mitte 2011 überschritt der Preis nach Angaben der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) die Marke von 3000 Dollar je Kilo.
Hintergrund der starken Volatilität ist die Lage auf dem Weltmarkt für Seltene Erden, der vor allem von China dominiert wird. Die Volksrepublik verfügt letzten Daten zufolge zwar nur über rund 26 Prozent der bekannten weltweiten Vorkommen. Sie förderte aber zuletzt rund 97 Prozent der global verbrauchten Menge an Seltenen Erden zu Tage. Zudem entfielen nach Angaben des renommierten australischen Marktexperten Dudley Kingsworth von der Industrial Minerals Company of Australia (IMCOA) 60 bis 70 Prozent des Weltverbrauchs auf chinesische Firmen.
Andere potenzielle Förderländer wie die USA, Kanada oder Australien haben trotz bestehender Vorkommen die Produktion in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem Bedenken wegen Umweltbelastungen, die beim Abbau entstehen können.
Das soll sich aber nun ändern. Die chinesische Dominanz ist vielen Ländern längst ein Dorn im Auge. Und die Führung in Peking tut vieles, um den Rest der Welt weiter zu verärgern. Seit Jahren versucht sie die Preise durch künstliche Verknappung des Angebots in die Höhe zu treiben. So sinken beispielsweise die staatlich verordneten Exportquoten des Landes kontinuierlich. Durften 2004 nach Angaben der DERA noch mehr als 65.000 Tonnen ausgeführt werden, so werden es im laufenden Jahr nur knapp 31.000 Tonnen sein, ein wenig mehr als 2011 also, wie das Handelsministerium in Peking am gestrigen Mittwoch bekanntgab.
Auch die Tatsache, dass die Welthandelsorganisation (WTO) die Markteingriffe Chinas auf Drängen der EU, der USA sowie Japans nun unter die Lupe nehmen wird, beirrt die Machthaber in Peking offenbar nicht. Erst jüngst gaben sie weitere Produktionsbeschränkungen bekannt - wohl, um den anhaltenden Preisverfall zu stoppen.
Zudem gibt es offenbar Bestrebungen, über die bloße Produktion der Rohstoffe hinaus die gesamte Wertschöpfungskette der Seltenen-Erden-Industrie im Reich der Mitte aufzubauen. Vor allem im Bereich der besonders wertvollen schweren Seltenen Erden könnte das zu einer zusätzlichen Verknappung auf dem Weltmarkt führen, schreibt die Commerzbank in einer aktuellen Studie. Die Analysten glauben sogar, dass China in diesem Segment von der Export- auf die Importseite wechseln könnte.
Soweit, so aussichtsreich für Geldanleger. Jedenfalls scheinbar. Der Rest der Welt schaut dem Treiben in Fernost allerdings längst nicht mehr tatenlos zu. Schließlich gilt es auch weltweit eine immer weiter steigende Nachfrage nach Seltenen Erden zu befriedigen. IMCOA-Zahlen zufolge wird sich der globale Verbrauch bis 2020 auf 200.000 bis 240.000 Tonnen pro Jahr aus heutiger Sicht beinahe verdoppeln. 70.000 bis 90.000 Tonnen davon werden voraussichtlich auf den nicht-chinesischen Teil der Welt entfallen, so die Experten.
Kein Wunder also, dass bedeutende Wirtschaftsnationen wie die USA die Abhängigkeit von China nicht länger hinnehmen wollen. Rund um den Globus wird derzeit daran gearbeitet, neue Abbaustellen zu erschließen sowie stillgelegte Projekte zu reanimieren.
Zwei Großprojekte im Fokus
Zwei Großvorhaben stehen besonders im Fokus: Die geplante Wiederaufnahme der Produktion in der 2002 stillgelegten kalifornischen Mine Mountain Pass sowie die Erschließung der Vorkommen am australischen Mount Weld. Mit etwa 60.000 Tonnen könnten beide zusammen rund die Hälfte des gegenwärtigen Weltverbrauchs an Seltenen Erden pro Jahr auf den Markt werfen, erwarten Fachleute - wenn die Minen denn endlich produzieren würden. An beiden Projekten wird schon seit langem gearbeitet, mehrfach wurde der Start verschoben. Derzeit rechnen Experten frühestens 2013 damit, falls den Betreiberfirmen bis dahin nicht das Geld ausgeht.
Für die Preise der Seltenen Erden ist der Termin entscheidend, denn Fachleuten zufolge ist die erwartete Zusatzkapazität neben der nachlassenden Konjunktur und der bereits begonnenen Substitution der Seltenen Erden Seitens der Industrie einer der Hauptgründe für die jüngsten Preisstürze. "Die Märkte nehmen das steigende Angebot bereits vorweg", sagt Harald Elsner, Geologe und Experte für Seltene Erden bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. "Wir erwarten auch, dass beide Großprojekte, sowohl Mount Weld als auch Mountain Pass also, kommen werden. Sollte sich das nicht bewahrheiten, könnten die Preise allerdings wieder Auftrieb bekommen."
Damit ist der Knackpunkt benannt: Gelingt es, die nicht-chinesischen Abbaukapazitäten im erforderlichen Maße auszubauen und die fernöstliche Marktmacht dadurch zu mindern? Nur dann dürfte es der westlichen Welt möglich sein, das Preisniveau dauerhaft auf einem erträglichen Niveau zu halten.
Rohstofffachleute verweisen zwar auf derzeit noch fallende Preise. In der Geldanlageindustrie jedoch überwiegt offenbar - vermutlich nicht ganz ohne Eigennutz - der Optimismus. "Der Markt ist wieder interessant geworden", sagt etwa Kemal Bagci von der Royal Bank of Scotland (RBS) . "Aus den USA kommen erfreuliche Konjunkturdaten, die Nachfrage nach Seltenen Erden könnte in diesem Jahr wieder anziehen, was für wieder steigende Preise sprechen würde."
Die Commerzbank sieht es ähnlich: Die Korrekturphase bei den Preisen Seltener Erden dürfte bald zu Ende sein, lautet das Fazit ihrer Studie. Die Inbetriebnahme neuer Minen außerhalb Chinas reiche nicht aus, um dessen Monopolstellung aufzubrechen.
Für Geldanleger hat die Sache allerdings einen Haken: Sie können an der Preisentwicklung der Seltenen Erden gar nicht direkt partizipieren. Denn der physische Erwerb der Rohstoffe ist Privatleuten zumindest auf seriösem Wege nicht möglich. Und der spätere Wiederverkauf erst recht nicht.
Investitionsmöglichkeiten bestehen lediglich auf indirektem Wege, beispielsweise über Aktien von Unternehmen, die mit der Gewinnung, dem Transport oder der Verarbeitung der Rohstoffe ihr Geld verdienen. Und da kommen neben den Markteinflüssen immer auch die Besonderheiten des Aktienmarktes sowie die individuellen Probleme der Firmen mit ins Spiel.
Die Auswahl der richtigen Aktie erscheint daher höchst schwierig. Hinzu kommt: Hunderte Projekte für neue Abbaustellen werden rund um den Globus zurzeit verfolgt (siehe Tabelle). Hunderte Firmen könnten also bei Erfolg künftig zu regelrechten Kursraketen werden. Experten erwarten jedoch, dass höchstens 5 Prozent der Projekte tatsächlich Realität werden. Der Rest scheitert - ebenso wie die Firmen, die dahinterstehen.
Auch die Konzentration auf die Branchengrößen scheint kein Allheilmittel zu sein, wie schon ein Blick auf die Kurshistorie zeigt. Mit dem Papier der US-Gesellschaft Molycorp., die die Wiedereröffnung der Mountain Pass Mine in den USA vorantreibt, ging es in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 75 Prozent nach unten. Beim australischen Konkurrenten Lynas, verantwortlich für das Projekt Mount Weld, betrug das Minus über 50 Prozent.
Marktkenner halten beide Aktien ohnehin für riskant. Molycorp., so ist zu hören, werde von Hedgefonds kontrolliert und habe einen immensen Kapitalbedarf. Und auch bei Lynas sei fraglich, wie lange die Liquidität noch ausreiche.
Mehr Erfolg verspricht wohl die Streuung eines Investments auf mehrere Firmen. Banken wie die RBS, die UBS oder die Société Générale (SG) haben Zertifikate im Angebot, deren Wertentwicklung sich an den Aktienkursen von Branchenfirmen aus verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette orientiert. Darüber hinaus offeriert die UBS den soweit bekannt europaweit einzigen börsennotierten Indexfonds (ETF) zu diesem Thema (siehe Tabellen unten).
Short-Zertifikat bringt die beste Performance
Die Hauptunterschiede der Zertifikate liegen in der Laufzeit, in der Zusammensetzung des Basiskorbs an Aktien sowie in der Frage, inwieweit die Gewichtung der Aktien im Laufe der Zeit wieder angeglichen wird. Die Produkte von UBS und SG beispielsweise sind bis 2015 begrenzt. Die UBS hat zudem darauf verzichtet, chinesische Firmen in die Benchmark aufzunehmen. Und während die UBS die Gewichtung während der Laufzeit nicht angleicht, geschieht dies bei der RBS alle drei Monate sowie bei der SG einmal im Jahr.
"Auf eine Angleichung der Gewichtung zu verzichten, macht sich vor allem bei einzelnen Aktien mit klarem Trend bemerkbar", erläutert Steffen Kapraun, Zertifikate-Experte von der UBS. "Starke Aktien treiben dann die Performance des Zertifikats umso stärker, während allerdings stark fallende Aktien sie auch stärker nach unten ziehen."
Bisher trat vor allem letzteres auf. Sowohl die meisten Zertifikate auf Seltene Erden als auch der UBS-ETF brachten Anlegern seit der Emission vornehmlich Verluste.
Für die Zukunft ist dagegen klar: Wer an den Marktumschwung glaubt, kann einsteigen. Und auch wer einen weiteren Abwärtstrend erwartet, kann damit Geld verdienen. Die UBS offeriert seit Anfang 2011 auch ein Short-Zertifikat auf Seltene Erden - von allen Produkten am Markt erzielte es bis heute die beste Performance.
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Dass es in Deutschland Seltene Erden gibt, war bereits zu Zeiten der DDR bekannt
In Sachsen lagert offenbar ein großes Vorkommen an Seltenen Erden – DEM Rohstoff der Zukunft!
Ein neues Gutachten nährt die Hoffnung auf die Ausbeutung der einzigen bekannten Lagerstätte von Seltenen Erden in Mitteleuropa! Die begehrten Metalle lagern tief unter der Erde von Storkwitz in Nordsachsen.
Das ist schon seit DDR-Zeiten bekannt. Ein modernes Gutachten habe jetzt aber die historischen Schätzungen bestätigt, teilte die Seltenerden Storkwitz AG (SES) mit. Das Gutachten eines australischen Experten, dass die SES in Auftrag gegeben hatte, bestätige eine Ressource von 4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent.
Ein unschätzbar wertvoller Schatz!
Ob Solaranlagen, Windräder, Flachbildschirme oder Internet-Handys: Technologien der Zukunft haben eines gemeinsam, sie alle benötigen seltene Hightech-Metalle für die Herstellung: Seltene Erden. Weltweit entbrennt seit Jahren ein erbitterter Kampf um die seltenen Ressourcen!
Neodym wird für Magnete in Hybrid-Motoren und Windkraftanlagen gebraucht. Indium ist ein entscheidender Rohstoff für Solaranlagen oder Großbildschirme. Die Liste der Technologien lässt sich mit Produkten von Leuchtdioden bis Glasfaserkabel fortsetzen.
4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent sollen in Sachsens Erde lagern
Bislang ist Deutschland auf Exporte aus China – 97 Prozent der seltene Rohstoffe stammen von dort – angewiesen und das Land der Mitte nutzt seine Macht aus. Deutschland ist bei Seltenen Erden nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu 100 Prozent vom Import abhängig, hieß es noch 2012.
SES-Vorstand Bernhard Giessel sagte, derzeit laufe eine Wirtschaftlichkeitsprüfung zur Ausbeutung der Lagerstätte in Storkwitz. Je nach Ausgang der Prüfungen könnte in zwei Jahren eine Pilotproduktion beginnen, dann seien noch einmal zwei Jahre zur Errichtung weiterer Infrastruktur nötig. „2017 könnte wirklich mit dem Abbau und der Produktion begonnen werden”, sagte Giessel.
Das Vorkommen war schon in den 1970er-Jahren entdeckt worden, als in der DDR intensiv nach Uran gesucht wurde. Die historischen Berechnungen gingen von rund 40 000 Tonnen Seltene Erden im Boden unter Storkwitz aus. Die SES glaubt nach dem aktuellen Gutachten, dass man in größerer Tiefe auf eine noch größere Menge stoßen könnte. Man hoffe, 80 000 Tonnen nachweisen zu können, sagte Giessel.
Der Fund ist für deutschland ein wahrer Segen.
DENN: Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass es in absehbarer Zeit in vielen Bereichen zu ernsthaften Engpässen kommen wird. Vielleicht ist der Fund in Sachsen, die Lösung eines sehr großen Problems
Ein neues Gutachten nährt die Hoffnung auf die Ausbeutung der einzigen bekannten Lagerstätte von Seltenen Erden in Mitteleuropa! Die begehrten Metalle lagern tief unter der Erde von Storkwitz in Nordsachsen.
Das ist schon seit DDR-Zeiten bekannt. Ein modernes Gutachten habe jetzt aber die historischen Schätzungen bestätigt, teilte die Seltenerden Storkwitz AG (SES) mit. Das Gutachten eines australischen Experten, dass die SES in Auftrag gegeben hatte, bestätige eine Ressource von 4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent.
Ein unschätzbar wertvoller Schatz!
Ob Solaranlagen, Windräder, Flachbildschirme oder Internet-Handys: Technologien der Zukunft haben eines gemeinsam, sie alle benötigen seltene Hightech-Metalle für die Herstellung: Seltene Erden. Weltweit entbrennt seit Jahren ein erbitterter Kampf um die seltenen Ressourcen!
Neodym wird für Magnete in Hybrid-Motoren und Windkraftanlagen gebraucht. Indium ist ein entscheidender Rohstoff für Solaranlagen oder Großbildschirme. Die Liste der Technologien lässt sich mit Produkten von Leuchtdioden bis Glasfaserkabel fortsetzen.
4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent sollen in Sachsens Erde lagern
Bislang ist Deutschland auf Exporte aus China – 97 Prozent der seltene Rohstoffe stammen von dort – angewiesen und das Land der Mitte nutzt seine Macht aus. Deutschland ist bei Seltenen Erden nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu 100 Prozent vom Import abhängig, hieß es noch 2012.
SES-Vorstand Bernhard Giessel sagte, derzeit laufe eine Wirtschaftlichkeitsprüfung zur Ausbeutung der Lagerstätte in Storkwitz. Je nach Ausgang der Prüfungen könnte in zwei Jahren eine Pilotproduktion beginnen, dann seien noch einmal zwei Jahre zur Errichtung weiterer Infrastruktur nötig. „2017 könnte wirklich mit dem Abbau und der Produktion begonnen werden”, sagte Giessel.
Das Vorkommen war schon in den 1970er-Jahren entdeckt worden, als in der DDR intensiv nach Uran gesucht wurde. Die historischen Berechnungen gingen von rund 40 000 Tonnen Seltene Erden im Boden unter Storkwitz aus. Die SES glaubt nach dem aktuellen Gutachten, dass man in größerer Tiefe auf eine noch größere Menge stoßen könnte. Man hoffe, 80 000 Tonnen nachweisen zu können, sagte Giessel.
Der Fund ist für deutschland ein wahrer Segen.
DENN: Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass es in absehbarer Zeit in vielen Bereichen zu ernsthaften Engpässen kommen wird. Vielleicht ist der Fund in Sachsen, die Lösung eines sehr großen Problems
Dass es in Deutschland Seltene Erden gibt, war bereits zu Zeiten der DDR bekannt
Es stimmt wohl, dass in Deutschland seltene Erden lagern. aber die erschließung dauert zwischen 5-10 Jahre. Ich denke, dass in D niemals gefördert wird. Beim Abbau und Reinigung werden starke Gifte eingesetzt. Solange wir noch Grüne im Bundestag haben, die auch Autobahnbauen wegen eines seltenen Pflänzchen oder einen Brückenbau wegen brütender Vögel stoppen können, werden weder seltene Erden noch Uran im Erzgebirge gefördert.



