Karabunar,Tanju alias Dr. Rosiak, RA Dr. Wolfgang Horn, Kon.
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OHO!!!!!
Ist ja klasse, dass sich Dr.Horn äußert. Dabei sagt er jedoch einen Satz zu wenig. Wenn ich mal zitieren darf:
Da fehlt ganz klar eine Stellungnahme zur Vorwurf der Veruntreuung von Mandantengeldern. Und das lässt auf etwas schließen, das möge aber jeder für sich tun....
Übrigens : Siegfried Kauder ist einer der renommiertesten süddeutschen Strafrechtler - knallhart in der Sache, wenn auch leider etwas schlecht erzogen und dadurch manchmal unhöflich und etwas rücksichtslos wirkend (was er ja ist!), aber ein excellenter Fachmann! Im Bundestag sitzt er danben auch noch und vertritt die Interessen unseres Volkes, ich weiß zwar nicht, wann er das macht, aber als MdB ist ja vieles möglich:
http://www.bundestag.de/mdb/bio/K/kaudesi0.html
Sein Bruder Volker Kauder, ebenfalls Rechtsanwalt, ebenfalls MdB.
Zitat
GoMoPa: Sie sollen Geschäfte auf eigene Faust entwickelt haben und dafür Mandantengelder verwendet haben?
Dr. Horn: Es ist unzutreffend, dass ich auf eigene Faust Projekte entwickelte. Ich bin Anwalt und kein Immobilienmakler.
Da fehlt ganz klar eine Stellungnahme zur Vorwurf der Veruntreuung von Mandantengeldern. Und das lässt auf etwas schließen, das möge aber jeder für sich tun....
Übrigens : Siegfried Kauder ist einer der renommiertesten süddeutschen Strafrechtler - knallhart in der Sache, wenn auch leider etwas schlecht erzogen und dadurch manchmal unhöflich und etwas rücksichtslos wirkend (was er ja ist!), aber ein excellenter Fachmann! Im Bundestag sitzt er danben auch noch und vertritt die Interessen unseres Volkes, ich weiß zwar nicht, wann er das macht, aber als MdB ist ja vieles möglich:
http://www.bundestag.de/mdb/bio/K/kaudesi0.html
Sein Bruder Volker Kauder, ebenfalls Rechtsanwalt, ebenfalls MdB.
Auch Tanju Karabunar ist nicht untätig. In seiner ganz speziellen Interpretation der Deutschen Rechtschreibreform lässt er verlautbaren:
Quelle: Almanax
Zitat
Internet Abzocker Bande wieder aktiv . Diesmal gegen einen türkischen Geschäftsmann.
Der Entrepreneur Tanju Karabunar bekam es hautnah zu spüren und beschliesst mit aller Kraft gegen die Bande vorzugehen.
Tanju Karabunar zu Amaya Press : "es wird mir ein Vergnügen sein diese Bande auszulöschen. Mit aller Wucht bekommen Sie zu spüren dass sie diesmal den falschen erwischt haben. Ich bitte jeden, sich zu melden und mitzuteilen wer, was, wie die Bande agiert. Ich zahle alle Anwaltsgebühren und biete Ihnen meine Anwälte in Deutschland kostenlos zur Verfügung" Kontakt : info@law-konstanz.de
Obwohl Gomopa und Klaus Maurischat eine Bewährungsstrafe offen haben, machen sie genau so weiter wie bis jetzt ...
Einen weiteren, höchst interessanten Beitrag zum Thema finden Sie auf der Internetseite Dornröschen welche von dem Konstanzer Journalisten Erich Gropper betrieben wird.
Eine weitere GoMoPa Recherche finden Sie hier!
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Dr. Horn und die Schüttelschecks
Wieder einmal schüttelte der Banker den Kopf. Auch dieser Scheck des renommierten Rechtsanwalts Dr. Wolfgang Horn (53) aus Konstanz am Bodensee (Baden-Württemberg) kam von einer Scheinbank oder war nicht gedeckt.
Zwei Mal blamierte sich der Ex-Bauunternehmer Rolf Dittus (68) aus Konstanz bei seiner Volksbank und ein Mal auch bei der Baden-Württembergischen Bank, weil die Schecks seines Rechtsanwalts wie Seifenblasen platzten.

Dr. Wolfgang Horn war nicht nur mein Anwalt, sagte Dittus zu GoMoPa, er war zehn Jahre lang mein Freund. Horn stammt aus Albstadt. Ich kannte seinen Vater, einen Arbeiter. Horn kommt aus einfachen und ehrlichen Verhältnissen. Seine Familie war stolz, dass er studieren konnte. Meine Frau buk ihm zu Weihnachten Hilda-Kekse mit Erdbeermarmeladenfüllung. Ich vertraute ihm blind und borgte ihm kurzfritsig 250.000 Euro. Er gab mir schließlich nach elf Monaten einen Scheck über 270.000 Euro (Exklusiv-Foto©www.gomopa.net), ausgestellt von einer Londonder Bank, die gar nicht existierte. Er hat mich vorsätzlich reingelegt.
Voller Zorn spricht der Ex-Bauunternehmer Rolf Dittus (68) heute von seinem einstigen Anwalt, dem er mehr vertraute als dem Banker seiner Hausbank, der Volksbank Konstanz. %u201EMein Herr Köhler hat mich vor der Überweisung des Geldes an Dr. Horn gewarnt, aber ich wollte es nicht hören.%u201C
Auch ein zweiter Scheck von Dr. Horn über 20.000 Euro platzte, weil der Scheck bei der Bezirkssparkasse Reichenau gar nicht gedeckt war. Dem geprellten Mandanten blieb schließlich nur der Gang zur Staatsanwaltschaft. Dittus: Am 1. Dezember 2008 erstattete ich Strafanzeige wegen vorsätzlichen Darlehensbetruges und Scheckbetruges.
Zuvor hatte Dittus beim Langericht Konstanz einen zivilen Haftbefehl gegen Dr. Horn beantragt, um den Anwalt zu zwingen, seine Vermögensverhältnisse offen zu legen und möglicherweise eine Eidesstattliche Versicherung abzugeben. Doch Dr. Horn hat dagegen Widerspruch eingelegt, diesen Widerspruch aber nicht ausreichend begründet. Dittus: Ich warte jeden Tag auf die Ausstellung des Haftbefehls für Dr. Horn, dann lasse ich vollstrecken.
Auch der Rechtsanwaltskammer Dresden, bei der Dr. Horn zugelassen ist, schrieb Dittus am 18. Dezember 2008 und beantragte, dem Anwalt die Ausübung seines Berufes zu untersagen, weil der Anwalt eine Gefährdung der Rechtssicherheit darstellt. Dittus: Ich habe der Kammer mitgeteilt, dass Dr. Horn ein notorischer Lügner ist, der einen reinen glatten vorsätzlichen Darlehensbetrug begangen hat und versuchte, die Schuld mit Betrugsschecks zu tilgen. Ihm gehört das Handwerk gelegt. Ich warte noch auf die Entscheidung der Kammer.
GoMoPa: Wie konnte Dr. Wolfgang Horn überhaupt wissen, dass Sie über 250.000 Euro verfügen?
Dittus: Er war doch mein Anwalt. Er wusste, wieviel Geld ich beim Verkauf meines ehemaligen Firmengrundstücks bekam. Auch von der Erbschaft wusste er, als vor drei Jahren mein Bruder nach einem chirurgischen Eingriff starb. Dr. Horn hat in Kenntnis meiner Vermögensverhältnisse mein Testament entworfen. Er wusste auch, dass ich herzkrank bin.
GoMoPa: Aber wie kamen Sie dazu, Ihrem Anwalt einen Kredit zu geben?
Dittus: Das wollte ich auch zuerst gar nicht. Denn Dr. Horn wollte die 250.000 Euro für eine florierende Raketenantriebsfirma aus Markdorf im Bodenseekreis haben. Sein Mandant, diese Firma, so sagte er, bräuchte eine private Kapitalspritze, da die Firma nicht mit Bankkrediten arbeiten würde. Sie habe eine verzögerte Bilanzierung und würde ein Überbrückungsgeld benötigen, bis der Gewinn ausgewiesen sei. Das war mir viel zu windig. Ich habe gesagt, dass ich nicht in solche Geschäfte investiere.
GoMoPa: Aber dann haben Sie das Geld am 1. Februar 2007 doch an Dr. Horn überwiesen, warum?
Dittus: Dr. Horn sagte zu mir, Du gibst das Geld nicht der Firma, sondern mir persönlich. Ich bürge dafür, mit meinem Namen und meiner Bonität, dass Du es pünktlich zurückbekommst. Ich bin über jegliche Bonität erhaben. Wie sollte ich denn wissen, dass Dr. Horn da längst insolvent war, dass es die Raketenfirma in Markdorf offenbar nicht gab und Dr. Horn mich nur benutzte, um seinen Hintern zu retten? Das war Betrug.
GoMoPa: Wie waren denn die Kreditbedingungen?
Dittus: Ich sollte das Geld nach drei Monaten mit einem Zinssatz von zehn Prozent zurückerhalten und zwar von Dr. Horn persönlich.
GoMoPa: Und hat Dr. Horn Anstalten gemacht, das Geld zurückzuzahlen?
Dittus: Wenn ich daran denke, steigt mir die Galle auf. Bis zum 30. Juni 2007 passierte gar nichts. Einige Tage später erklärte Dr. Horn völlig überraschend, er werde sich mit der Firma in Verbindung setzen. Er selbst machte keine Anstalten zu zahlen. Er sagte, die Firma sei von einer USA-Heuschrecke übernommen worden. Eine Scheckzahlung an ihn sei zwar erfolgt, aber es sei keine Deckung bei der Firma vorhanden. Er habe Strafanzeige gegen die Firma gestellt.
GoMoPa: Wie reagierten Sie?
Dittus: Ich schickte ihm am 9. Juli 2007 die erste Mahnung und am 24. Juli 2007 eine zweite Mahnung. Dr. Horn schickte mir am 13. Und 25. September 2007 je eine Zusicherung, dass er zahlen werde. Doch ich sah keinen Cent.
GoMoPa: Aber dann kam Dr. Horn doch mit dem dicken Scheck?
Dittus: Ja, das war zwei Tage vor Heiligabend 2007. Der Scheck war auf 270.000 Euro ausgestellt, obwohl mir Dr. Horn samt Zinsen nur 268.000 Euro schuldete. Die 2000 Euro extra seien dafür, dass ich so lange auf mein Geld warten musste.
GoMoPa: Haben Sie geahnt, dass mit dem Scheck irgendetwas nicht stimmt?
Dittus: Nein. Dr. Horn erklärte mir, dass es sich um einen Cashier Scheck handeln würde. Er war ausgestellt auf eine First Mutual Creditbank in London. Allerdings war als Einlösedatum der 10. Juli 2008 vermerkt. Dr. Horn meinte, wenn man einen PIN eingibt, kann man das Geld sofort einlösen. Er werde das Geld gleich morgen freigeben. Wir haben das Geschäft noch begossen und meine Frau schenkte ihm die selbst gemachten Kekse. Doch am nächsten Tag meinte Dr. Horn, er könne Weihnachten nichts machen, er erreiche keinen Verantwortlichen.
GoMoPa: Was machten Sie mit dem Scheck?
Dittus: Am 18. Januar 2008 brachte ich ihn zu meiner Hausbank, der Volksbank in Konstanz. Die Banker sagten, so einen Scheck hätten sie noch nie gesehen. Zur Sicherheit legte ich den Scheck auch noch der Baden-Württemberg-Bank vor. Die Leute dort schüttelten ebenfalls den Kopf.
GoMoPa: Was hatte es denn mit der First Mutual Bank in London auf sich?
Dittus: Die Nachforschungen meiner Hausbank ergaben, der Name der Bank auf dem Scheck sei in Großbritannien zwar bekannt, könne aber lediglich einer US-Bank zugeordnet werden. Diese Bank wiederum sei nach einem Verkauf an einen türkischen Investor, vermutlich ein Tanju Karabunar, inzwischen in den Besitz einer chinesischen Investmentgesellschaft gelangt. Der Scheck sei völlig wertlos.
GoMoPa: Wie reagierten Sie?
Dittus: Ich suchte mir einen Anwalt, der die Schulden einzutreiben versuchte?
GoMoPa: Mit Erfolg?
Dittus: Ich bekam kleckerweise 115.000 Euro zurück. Um einen gerichtlichen Mahnbescheid zu vermeiden, bot mir Dr. Horn ein notarielles Schuldanerkenntnis an. Das erste war gefälscht, Dr. Horn gab einen Schweizer Notar an. Mein Anwalt erkannte das und erwirkte dann ein zweites, echtes Schuldanerkenntnis in Deutschland. Schließlich übergab mir Dr. Horn im Sommer 2008 noch einmal einen Scheck über 20.000 Euro, der wieder nicht gedeckt war, diesmal bei seiner Hausbank. Gerichtsvollziehern schickte er als Terminausreden ärztliche Atteste zu. Mal war sein Bein gebrochen, mal war er psychisch krank.
GoMoPa: Wieviel schuldet Ihnen Dr. Horn im Augenblick noch?
Dittus: Ohne Anwaltskosten und Zinsen noch 135.000 Euro netto.
GoMoPa: Hegen Sie Hoffnung, Ihr restliches Geld wiederzusehen?

Dittus: Das wird das Verkehrsgutachten seines Immoblienanteils am Schloss Seeheim (Westflügel links vom Turm, Foto©schloss seeheim) am Bodensee zeigen. Am 17. Februar 2009, also heute, kam auf Betreiben der Bezirkssparkasse Reichenau ein Gutachterausschuss ins Schloss, um den Wert des Hornschen Besitzes zu taxieren. Dr. Horn, der dort auf dem Schloss, ein Apartement über der Garage bewohnt, ist für den Westflügel des Schlosses im Grundbuch als Besitzer eingetragen. Der Westflügel ist an die berühmte Maria-Callas-Stiftung vermietet. Ich habe für mich eine Zwangsvormerkung ins Grundbuch erwirkt.
GoMoPa: Wie hoch ist denn der geschätzte Verkehrswert des Schloss-Anteils von Dr. Horn?
Dittus: Im Grundbuch steht die Bezirkssparkasse Reichenau mit 1,25 Millionen Euro, an zweiter Stelle steht die Volksbank Konstanz mit rund 900.000 Euro, gefolgt von der Sparkasse Meissen mit 200.000 Euro und ich. Auch wenn die Darlehen inzwischen teilweise abbezahlt sind, gehen seriöse Schätzungen davon aus, dass auf der Immobilie noch knapp zwei Millionen Euro lasten. Sie wäre demnach um mindestens 900.000 Euro zu hoch belastet. Der vom Gutachterausschuss amtlich ermittelte Verkehrswert könnte dann eine Grundlage für die Zwangsversteigerung sein, die von der Bezirkssparkasse Reichenau initiiert worden sein soll und noch in diesem Monat über die Bühne gehen soll.
GoMoPa: Und was ist mit dem Partner von Dr. Horn, dem Scheinbanker Tanju Karabuna, der sich auch mit gefälschtem polnischen Paß Dr. Stan Rosiak nennt?
Dittus: Der Herr hat zumindest mir nichts getan? Er hat sich ebenfalls im Schloss Seeheim eingemietet und die Miete für eine ganze Etage gleich für fünf Monate im voraus in bar bezahlt.

An die Einmietung von Dr. Horns neuem Mandanten Tanu Karabunar, 41, alias Dr. Stan Rosiak (Foto©privat), der als Direktor verschiedener Banken auftrat und im Schloss Seeberg am Bodensee angeblich eine Bank Union Privee und ein Bankhaus Konstanz betreigen wollte, erinnert sich der Berliner Unternehmensberater Eberhard Teufel noch sehr gut. Teufel: %u201EDer elegante Direktor fuhr in einem VW Touareg vor. Als ich seinen Ausweis für den Mietvertrag kopierte, stellte ich fest, dass der Herr Dr. Stan Rosiak an diesem Tag Geburtstag hatte. Als ich ihm dann zum Geburtstag gratulierte, schaute er mich ganz verdutzt an. Ich wusste ja nicht, dass das gar nicht sein echter Ausweis war.
Und was macht Dr. Horn?
Dittus: Er zog aus seinem 400 Quadratmeter Luxusbüro in der Seestraße mit seiner noch existierenden Kanzlei in ein kleines Büro unter Dach in die nicht mehr so feine Lohnerhofstraße.
Und weil seine Frau Margot mit Horns 12jährigem asthmakranken Stiefsohn zur Kur nach Teneriffa fuhr, sah man bei der Staatsanwaltschaft Konstanz und Radebeul Gefahr im Verzuge, dass Horn sich möglicherweise nach Südspanien absetzen könnte.
Am 6. Februar durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft vier Privaträume und Büros von Dr. Horn in Konstanz und im sächsischen Radebeul, wo Horn ebenfalls in einem Schloss, der Villa Falkenstein, lebt. Auch diese Villa soll von den Banken zwangsversteigert werden. Nachdem das Apartement von Horn auf Schloss Seeheim von der Feuerwehr aufgebrochen wurde, weil kein Schlüssel zur Verfügung stand, und die Polizei die Unterlagen in der Wohnung inspiziert hatte, sagte ein Kommissar zum Schlossherrn: Wir haben gefunden, wonach wir gesucht haben.
Dr. Horn - Mandant des Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder.
Wolfgang Horn lässt sich von einem prominenten Juristen vertreten: von Siegfried Kauder, dem Villinger Anwalt und CDU-Bundestagsabgeordneten, einem Bruder des CDU-Fraktionsvorsitzenden und Merkel-Vertrauten Volker Kauder. Nach Informationen des Konstanzer Nachrichtendienstes www.dornroeschen.nu spekulieren Insider, dass Siegfried Kauder von seinem Bruder als Anwalt für Horn auf Bitten von Eberhard Teufel aktiviert wurde. Teufel, Inhaber eines Berliner Steuerberatungsbüros, stammt aus Tuttlingen, dem politischen Heimatumfeld der Kauders, und dürfte ein lebhaftes Interesse daran haben, den Horn'schen Anteil von Schloss Seeheim am Konstanzer Hörnle zu erwerben.
Und Rechtsanwalt Siegfried Kauder beißt trotz seiner Prominenz bei der Staatsanwaltschaft Konstanz auf Granit. Anwalt Kauder zu GoMoPa: Obwohl gegen meinen Mandanten öffentliche Anschuldigungen im Raum stehen, gewährt uns die Staatsanwaltschaft keine Akteneinsicht. Immer seien Sie gerade unterwegs oder müssten erst noch selbst gelesen werden. Ein unerträglicher Zustand.
Pressemitteilung: Banker Karabunar mit neuer Masche - Windenergie
Pressemitteilung: Dr. Horn und die Schüttelschecks
Pressemitteilung: Karabunar - jetzt spricht sein Ex-Anwalt Dr. Horn
Pressemitteilung: Karabunar auf der Flucht
Zwei Mal blamierte sich der Ex-Bauunternehmer Rolf Dittus (68) aus Konstanz bei seiner Volksbank und ein Mal auch bei der Baden-Württembergischen Bank, weil die Schecks seines Rechtsanwalts wie Seifenblasen platzten.

Dr. Wolfgang Horn war nicht nur mein Anwalt, sagte Dittus zu GoMoPa, er war zehn Jahre lang mein Freund. Horn stammt aus Albstadt. Ich kannte seinen Vater, einen Arbeiter. Horn kommt aus einfachen und ehrlichen Verhältnissen. Seine Familie war stolz, dass er studieren konnte. Meine Frau buk ihm zu Weihnachten Hilda-Kekse mit Erdbeermarmeladenfüllung. Ich vertraute ihm blind und borgte ihm kurzfritsig 250.000 Euro. Er gab mir schließlich nach elf Monaten einen Scheck über 270.000 Euro (Exklusiv-Foto©www.gomopa.net), ausgestellt von einer Londonder Bank, die gar nicht existierte. Er hat mich vorsätzlich reingelegt.
Voller Zorn spricht der Ex-Bauunternehmer Rolf Dittus (68) heute von seinem einstigen Anwalt, dem er mehr vertraute als dem Banker seiner Hausbank, der Volksbank Konstanz. %u201EMein Herr Köhler hat mich vor der Überweisung des Geldes an Dr. Horn gewarnt, aber ich wollte es nicht hören.%u201C
Auch ein zweiter Scheck von Dr. Horn über 20.000 Euro platzte, weil der Scheck bei der Bezirkssparkasse Reichenau gar nicht gedeckt war. Dem geprellten Mandanten blieb schließlich nur der Gang zur Staatsanwaltschaft. Dittus: Am 1. Dezember 2008 erstattete ich Strafanzeige wegen vorsätzlichen Darlehensbetruges und Scheckbetruges.
Zuvor hatte Dittus beim Langericht Konstanz einen zivilen Haftbefehl gegen Dr. Horn beantragt, um den Anwalt zu zwingen, seine Vermögensverhältnisse offen zu legen und möglicherweise eine Eidesstattliche Versicherung abzugeben. Doch Dr. Horn hat dagegen Widerspruch eingelegt, diesen Widerspruch aber nicht ausreichend begründet. Dittus: Ich warte jeden Tag auf die Ausstellung des Haftbefehls für Dr. Horn, dann lasse ich vollstrecken.
Auch der Rechtsanwaltskammer Dresden, bei der Dr. Horn zugelassen ist, schrieb Dittus am 18. Dezember 2008 und beantragte, dem Anwalt die Ausübung seines Berufes zu untersagen, weil der Anwalt eine Gefährdung der Rechtssicherheit darstellt. Dittus: Ich habe der Kammer mitgeteilt, dass Dr. Horn ein notorischer Lügner ist, der einen reinen glatten vorsätzlichen Darlehensbetrug begangen hat und versuchte, die Schuld mit Betrugsschecks zu tilgen. Ihm gehört das Handwerk gelegt. Ich warte noch auf die Entscheidung der Kammer.
GoMoPa: Wie konnte Dr. Wolfgang Horn überhaupt wissen, dass Sie über 250.000 Euro verfügen?
Dittus: Er war doch mein Anwalt. Er wusste, wieviel Geld ich beim Verkauf meines ehemaligen Firmengrundstücks bekam. Auch von der Erbschaft wusste er, als vor drei Jahren mein Bruder nach einem chirurgischen Eingriff starb. Dr. Horn hat in Kenntnis meiner Vermögensverhältnisse mein Testament entworfen. Er wusste auch, dass ich herzkrank bin.
GoMoPa: Aber wie kamen Sie dazu, Ihrem Anwalt einen Kredit zu geben?
Dittus: Das wollte ich auch zuerst gar nicht. Denn Dr. Horn wollte die 250.000 Euro für eine florierende Raketenantriebsfirma aus Markdorf im Bodenseekreis haben. Sein Mandant, diese Firma, so sagte er, bräuchte eine private Kapitalspritze, da die Firma nicht mit Bankkrediten arbeiten würde. Sie habe eine verzögerte Bilanzierung und würde ein Überbrückungsgeld benötigen, bis der Gewinn ausgewiesen sei. Das war mir viel zu windig. Ich habe gesagt, dass ich nicht in solche Geschäfte investiere.
GoMoPa: Aber dann haben Sie das Geld am 1. Februar 2007 doch an Dr. Horn überwiesen, warum?
Dittus: Dr. Horn sagte zu mir, Du gibst das Geld nicht der Firma, sondern mir persönlich. Ich bürge dafür, mit meinem Namen und meiner Bonität, dass Du es pünktlich zurückbekommst. Ich bin über jegliche Bonität erhaben. Wie sollte ich denn wissen, dass Dr. Horn da längst insolvent war, dass es die Raketenfirma in Markdorf offenbar nicht gab und Dr. Horn mich nur benutzte, um seinen Hintern zu retten? Das war Betrug.
GoMoPa: Wie waren denn die Kreditbedingungen?
Dittus: Ich sollte das Geld nach drei Monaten mit einem Zinssatz von zehn Prozent zurückerhalten und zwar von Dr. Horn persönlich.
GoMoPa: Und hat Dr. Horn Anstalten gemacht, das Geld zurückzuzahlen?
Dittus: Wenn ich daran denke, steigt mir die Galle auf. Bis zum 30. Juni 2007 passierte gar nichts. Einige Tage später erklärte Dr. Horn völlig überraschend, er werde sich mit der Firma in Verbindung setzen. Er selbst machte keine Anstalten zu zahlen. Er sagte, die Firma sei von einer USA-Heuschrecke übernommen worden. Eine Scheckzahlung an ihn sei zwar erfolgt, aber es sei keine Deckung bei der Firma vorhanden. Er habe Strafanzeige gegen die Firma gestellt.
GoMoPa: Wie reagierten Sie?
Dittus: Ich schickte ihm am 9. Juli 2007 die erste Mahnung und am 24. Juli 2007 eine zweite Mahnung. Dr. Horn schickte mir am 13. Und 25. September 2007 je eine Zusicherung, dass er zahlen werde. Doch ich sah keinen Cent.
GoMoPa: Aber dann kam Dr. Horn doch mit dem dicken Scheck?
Dittus: Ja, das war zwei Tage vor Heiligabend 2007. Der Scheck war auf 270.000 Euro ausgestellt, obwohl mir Dr. Horn samt Zinsen nur 268.000 Euro schuldete. Die 2000 Euro extra seien dafür, dass ich so lange auf mein Geld warten musste.
GoMoPa: Haben Sie geahnt, dass mit dem Scheck irgendetwas nicht stimmt?
Dittus: Nein. Dr. Horn erklärte mir, dass es sich um einen Cashier Scheck handeln würde. Er war ausgestellt auf eine First Mutual Creditbank in London. Allerdings war als Einlösedatum der 10. Juli 2008 vermerkt. Dr. Horn meinte, wenn man einen PIN eingibt, kann man das Geld sofort einlösen. Er werde das Geld gleich morgen freigeben. Wir haben das Geschäft noch begossen und meine Frau schenkte ihm die selbst gemachten Kekse. Doch am nächsten Tag meinte Dr. Horn, er könne Weihnachten nichts machen, er erreiche keinen Verantwortlichen.
GoMoPa: Was machten Sie mit dem Scheck?
Dittus: Am 18. Januar 2008 brachte ich ihn zu meiner Hausbank, der Volksbank in Konstanz. Die Banker sagten, so einen Scheck hätten sie noch nie gesehen. Zur Sicherheit legte ich den Scheck auch noch der Baden-Württemberg-Bank vor. Die Leute dort schüttelten ebenfalls den Kopf.
GoMoPa: Was hatte es denn mit der First Mutual Bank in London auf sich?
Dittus: Die Nachforschungen meiner Hausbank ergaben, der Name der Bank auf dem Scheck sei in Großbritannien zwar bekannt, könne aber lediglich einer US-Bank zugeordnet werden. Diese Bank wiederum sei nach einem Verkauf an einen türkischen Investor, vermutlich ein Tanju Karabunar, inzwischen in den Besitz einer chinesischen Investmentgesellschaft gelangt. Der Scheck sei völlig wertlos.
GoMoPa: Wie reagierten Sie?
Dittus: Ich suchte mir einen Anwalt, der die Schulden einzutreiben versuchte?
GoMoPa: Mit Erfolg?
Dittus: Ich bekam kleckerweise 115.000 Euro zurück. Um einen gerichtlichen Mahnbescheid zu vermeiden, bot mir Dr. Horn ein notarielles Schuldanerkenntnis an. Das erste war gefälscht, Dr. Horn gab einen Schweizer Notar an. Mein Anwalt erkannte das und erwirkte dann ein zweites, echtes Schuldanerkenntnis in Deutschland. Schließlich übergab mir Dr. Horn im Sommer 2008 noch einmal einen Scheck über 20.000 Euro, der wieder nicht gedeckt war, diesmal bei seiner Hausbank. Gerichtsvollziehern schickte er als Terminausreden ärztliche Atteste zu. Mal war sein Bein gebrochen, mal war er psychisch krank.
GoMoPa: Wieviel schuldet Ihnen Dr. Horn im Augenblick noch?
Dittus: Ohne Anwaltskosten und Zinsen noch 135.000 Euro netto.
GoMoPa: Hegen Sie Hoffnung, Ihr restliches Geld wiederzusehen?

Dittus: Das wird das Verkehrsgutachten seines Immoblienanteils am Schloss Seeheim (Westflügel links vom Turm, Foto©schloss seeheim) am Bodensee zeigen. Am 17. Februar 2009, also heute, kam auf Betreiben der Bezirkssparkasse Reichenau ein Gutachterausschuss ins Schloss, um den Wert des Hornschen Besitzes zu taxieren. Dr. Horn, der dort auf dem Schloss, ein Apartement über der Garage bewohnt, ist für den Westflügel des Schlosses im Grundbuch als Besitzer eingetragen. Der Westflügel ist an die berühmte Maria-Callas-Stiftung vermietet. Ich habe für mich eine Zwangsvormerkung ins Grundbuch erwirkt.
GoMoPa: Wie hoch ist denn der geschätzte Verkehrswert des Schloss-Anteils von Dr. Horn?
Dittus: Im Grundbuch steht die Bezirkssparkasse Reichenau mit 1,25 Millionen Euro, an zweiter Stelle steht die Volksbank Konstanz mit rund 900.000 Euro, gefolgt von der Sparkasse Meissen mit 200.000 Euro und ich. Auch wenn die Darlehen inzwischen teilweise abbezahlt sind, gehen seriöse Schätzungen davon aus, dass auf der Immobilie noch knapp zwei Millionen Euro lasten. Sie wäre demnach um mindestens 900.000 Euro zu hoch belastet. Der vom Gutachterausschuss amtlich ermittelte Verkehrswert könnte dann eine Grundlage für die Zwangsversteigerung sein, die von der Bezirkssparkasse Reichenau initiiert worden sein soll und noch in diesem Monat über die Bühne gehen soll.
GoMoPa: Und was ist mit dem Partner von Dr. Horn, dem Scheinbanker Tanju Karabuna, der sich auch mit gefälschtem polnischen Paß Dr. Stan Rosiak nennt?
Dittus: Der Herr hat zumindest mir nichts getan? Er hat sich ebenfalls im Schloss Seeheim eingemietet und die Miete für eine ganze Etage gleich für fünf Monate im voraus in bar bezahlt.

An die Einmietung von Dr. Horns neuem Mandanten Tanu Karabunar, 41, alias Dr. Stan Rosiak (Foto©privat), der als Direktor verschiedener Banken auftrat und im Schloss Seeberg am Bodensee angeblich eine Bank Union Privee und ein Bankhaus Konstanz betreigen wollte, erinnert sich der Berliner Unternehmensberater Eberhard Teufel noch sehr gut. Teufel: %u201EDer elegante Direktor fuhr in einem VW Touareg vor. Als ich seinen Ausweis für den Mietvertrag kopierte, stellte ich fest, dass der Herr Dr. Stan Rosiak an diesem Tag Geburtstag hatte. Als ich ihm dann zum Geburtstag gratulierte, schaute er mich ganz verdutzt an. Ich wusste ja nicht, dass das gar nicht sein echter Ausweis war.
Und was macht Dr. Horn?
Dittus: Er zog aus seinem 400 Quadratmeter Luxusbüro in der Seestraße mit seiner noch existierenden Kanzlei in ein kleines Büro unter Dach in die nicht mehr so feine Lohnerhofstraße.
Und weil seine Frau Margot mit Horns 12jährigem asthmakranken Stiefsohn zur Kur nach Teneriffa fuhr, sah man bei der Staatsanwaltschaft Konstanz und Radebeul Gefahr im Verzuge, dass Horn sich möglicherweise nach Südspanien absetzen könnte.
Am 6. Februar durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft vier Privaträume und Büros von Dr. Horn in Konstanz und im sächsischen Radebeul, wo Horn ebenfalls in einem Schloss, der Villa Falkenstein, lebt. Auch diese Villa soll von den Banken zwangsversteigert werden. Nachdem das Apartement von Horn auf Schloss Seeheim von der Feuerwehr aufgebrochen wurde, weil kein Schlüssel zur Verfügung stand, und die Polizei die Unterlagen in der Wohnung inspiziert hatte, sagte ein Kommissar zum Schlossherrn: Wir haben gefunden, wonach wir gesucht haben.
Dr. Horn - Mandant des Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder.
Wolfgang Horn lässt sich von einem prominenten Juristen vertreten: von Siegfried Kauder, dem Villinger Anwalt und CDU-Bundestagsabgeordneten, einem Bruder des CDU-Fraktionsvorsitzenden und Merkel-Vertrauten Volker Kauder. Nach Informationen des Konstanzer Nachrichtendienstes www.dornroeschen.nu spekulieren Insider, dass Siegfried Kauder von seinem Bruder als Anwalt für Horn auf Bitten von Eberhard Teufel aktiviert wurde. Teufel, Inhaber eines Berliner Steuerberatungsbüros, stammt aus Tuttlingen, dem politischen Heimatumfeld der Kauders, und dürfte ein lebhaftes Interesse daran haben, den Horn'schen Anteil von Schloss Seeheim am Konstanzer Hörnle zu erwerben.
Und Rechtsanwalt Siegfried Kauder beißt trotz seiner Prominenz bei der Staatsanwaltschaft Konstanz auf Granit. Anwalt Kauder zu GoMoPa: Obwohl gegen meinen Mandanten öffentliche Anschuldigungen im Raum stehen, gewährt uns die Staatsanwaltschaft keine Akteneinsicht. Immer seien Sie gerade unterwegs oder müssten erst noch selbst gelesen werden. Ein unerträglicher Zustand.
Pressemitteilung: Banker Karabunar mit neuer Masche - Windenergie
Pressemitteilung: Dr. Horn und die Schüttelschecks
Pressemitteilung: Karabunar - jetzt spricht sein Ex-Anwalt Dr. Horn
Pressemitteilung: Karabunar auf der Flucht
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Korrespondent« (16.03.2009, 14:44)
Banker Karabunar mit neuer Masche: Windenergie
Nach dem Scheitern seiner Internet-Großbank in Konstanz am Bodensee im letzten Jahr, über die alle Türken aus Deutschland Geld in die Türkei überweisen sollten, ohne an einem deutschen Bankschalter anstehen zu müssen, meldet sich der in Izmir geborene Globalbanker Tanju Karabunar (41, Foto) diese Woche mit einem neuen Projekt zurück:

Strom für jedermann heißt seine neue Firma, schreibt Karabunar in einer Pressemitteilung. Den Strom könne jeder in Deutschland ganz einfach per Handy aus dem Auto oder von zu Hause übers Telefon bei ihm bestellen. Bezahlt werde mit Kreditkarte.
Der Strom komme aus Windkraftanlagen, die Karabunar in Bodrum (Türkei) bauen lassen wolle. Seine Windräder seien völlig neuartig und patentiert. Sie hätten zwar auch drei Flügel wie die herkömmlichen Windräder, aber sie hätten keinen Steuerschwanz mehr, was sie sehr viel billiger mache. Die Karabunar-Windräder würden mikroprozessorgesteuert, seien sehr leise und korrosionsfrei und funktionierten zu Lande und zur See.
Für dieses Projekt habe der Banker bereits die renommierte Firma EcoWind Energy zu 83 Prozent gekauft. Jetzt würde er auch noch eine zweite Firma, die Altema aus Bodrum, kaufen. Beide Firmen wolle er dann in Kürze zu seiner Firma Strom für jedermann zusammenlegen.
Allerdings bräuchte der selbsternannte Präsident der Scheinbank Banque Internationale (nur eine Telefonservicenummer in London) und Ex-Knacki (saß drei Jahre in Holland wegen Geiselnahme) dafür noch etwas Geld. Deshalb gibt er für 18 Millionen Euro Partizipationsscheine aus, die die Anleger und künftigen Aktionäre ab sofort bei ihm erwerben könnten.
Aber was ist wirklich dran an Karabunars neuem Windkraftprojekt?

Der Internetauftritt der türkischen Firma Altema ist wie bei allen bisherigen Projekten des Entrepreneur, wie sich Karabunar gern selbst nennt, dilletantisch und ohne echte Beschreibungen der Windturbinen (Foto). Karabunar hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, für den Firmensitz eine Adresse anzugeben.
Aber schließlich habe er ja die renommierte EcoWind Energy zu 83 Prozent erworben. Der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net klingelte heute früh Raul E. Verastegui in Florida aus dem Bett. Der Peruaner und einstige Lufthansa-Pilot (13.000 Flugstunden) ist Besitzer des Windkraftanlagenherstellers EcoWind Energy Concepts. Verastegui lässt sich mit der Antwort auf unsere Frage nach Karabunar viel Zeit. Schließlich sagt Verastegui: Nein, einen Tanju Karabunar kenne ich nicht, ich habe auch mit keinem türkischen Banker verhandelt und meine Firma habe ich auch nicht verkauft. Aber es gibt ja nicht nur meine Firma EcoWind.
Stimmt. GoMoPa fragt deshalb auch bei der in Wien und Kilb in Österreich ansässigen EcoWind nach, die seit kurzem auch Filialen in Rumänien, Bulgarien, Polen und Kroatien eröffnet hat. EcoWind-Sprecherin Monika Strasser aus Österreich war völlig überrascht: Von einem Tanju Karabunar oder überhaupt von einem türkischen Banker haben wir nie gehört.
GoMoPa wollte von der Fachfrau wissen, was sie denn von Windkraftanlagen ohne Lenkungsschwänze halte. Monika Strasser: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals funktioniert.
Schließlich gibt es noch die Firma EcoWind und Water Power GmbH in Gründung in Lappendorf im Freistaat Bayern. Der Firmeneintrag im Internet ist jedoch irreführend.
Ingenieursgattin Gerlinde Beck sagte GoMoPa: Mein Mann ist 70, er hat die Firma vor zwei Monaten beim Gericht in Regensburg abgemeldet und auch aus dem Handelsregister gelöscht. Aber wir haben die Firma nicht verkauft, bei uns war kein Banker. Einen Tanju Karabunar kennen wir nicht.
GoMoPa: Ist Ihnen das Patent für Windkrafträder ohne Schwanz bekannt?
Gerlinde Beck: Oh ja, das wurde uns schon vor acht Jahren von einem Dr. Schenk aus Österreich angeboten. Statt eines Schwanzes sollten die Windkrafträder einen Kasten haben. Es sei so eine Sache gewesen, die in der ehemaligen DDR entwickelt worden sei und die er aufgekauft hätte. Mein Mann sagte zu ihm, wenn Sie einen Prototypen entwickelt haben, dann können Sie sich wieder melden. Dr. Schenk hat sich nie wieder gemeldet. Die Sache blieb eine Idee auf dem Papier und geistert immer mal wieder durch die Fachwelt. Herausgekommen ist dabei noch nie etwas.
Tanju Karabunar musste im Herbst 2008 untertauchen. Die Staatsanwaltschaft Konstanz sucht den Möchtegernbanker, weil er mit dem Konstanzer Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Horn per Zeitungsanzeigen billige Kredite ohne Bonität versprach. Die Kredite wurden nie gezahlt, aber die Kunden mussten vorab einen Eigenanteil von 15 Prozent einzahlen.
Das Geld sollten die Kunden in vielversprechende Projekte mit hohen Gewinnchancen stecken. Zum Beispiel 7 Millionen Dollar für den Schutz der Pflanzen vor Salzwasser auf den künstlichen Inseln Dubais mit einem Profit von 20 Prozent auf 7 Jahre. Oder 4,9 Millionen Euro für mobile Energiegewinnungsmaschinen aus dem Rohstoff Holz mit 89 Prozent in zehn Jahren. Oder drei Millionen Euro am Golf für die Umwandlung von Salz- in Süßwasser mit 84,1 Prozent Profit ohne zeitliche Angaben. Als die ersten Geprellten Anzeige erstatteten, suchte Karabunar das Weite.
Gegen seinen Ex-Anwalt Dr. Horn besteht inzwischen ein ziviler Haftbefehl. Der Obergerichtsvollzieher der Stadt in Baden Württemberg sucht den Anwalt, um eine Rückzahlungsforderung des Konstanzer Ex-Bauunternehmers Rolf Dittus (68) über 135.000 Euro zu vollstrecken. Der Anwalt hatte sich von seinem Mandanten Dittus insgesamt 250.000 Euro für eine Firma geborgt, die Raketenantriebe in Markdorf in Baden-Württemberg bauen sollte. Der Anwalt brauchte das Geld jedoch zur Bezahlung eigener Schulden, die Firma gab es nicht.
Tanju Karabunar mietete sich im Januar 2008 im Schloss Seeheim am Bodensee nicht unter seinem türkischen Namen ein. Er kam mit einem gefälschtem polnischen Pass unter dem Namen Dr. Stan Rosiak nach Deutschland.
Tanju Karabunar war 1999 auf Lebenszeit aus Deutschland ausgewiesen worden. Auch in die Schweiz darf Karabunar nicht mehr. Der Hochstapler hatte versucht, mit einem Brief von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Anlagegelder für ein wertloses Millenium-Computer-Umstellungsprogramm von seiner damaligen Firma in Düsseldorf einzusammeln. Die Staatsanwaltschaft unterband den Betrug.
Pressemitteilung: Banker Karabunar mit neuer Masche - Windenergie
Pressemitteilung: Dr. Horn und die Schüttelschecks
Pressemitteilung: Karabunar - jetzt spricht sein Ex-Anwalt Dr. Horn
Pressemitteilung: Karabunar auf der Flucht

Strom für jedermann heißt seine neue Firma, schreibt Karabunar in einer Pressemitteilung. Den Strom könne jeder in Deutschland ganz einfach per Handy aus dem Auto oder von zu Hause übers Telefon bei ihm bestellen. Bezahlt werde mit Kreditkarte.
Der Strom komme aus Windkraftanlagen, die Karabunar in Bodrum (Türkei) bauen lassen wolle. Seine Windräder seien völlig neuartig und patentiert. Sie hätten zwar auch drei Flügel wie die herkömmlichen Windräder, aber sie hätten keinen Steuerschwanz mehr, was sie sehr viel billiger mache. Die Karabunar-Windräder würden mikroprozessorgesteuert, seien sehr leise und korrosionsfrei und funktionierten zu Lande und zur See.
Für dieses Projekt habe der Banker bereits die renommierte Firma EcoWind Energy zu 83 Prozent gekauft. Jetzt würde er auch noch eine zweite Firma, die Altema aus Bodrum, kaufen. Beide Firmen wolle er dann in Kürze zu seiner Firma Strom für jedermann zusammenlegen.
Allerdings bräuchte der selbsternannte Präsident der Scheinbank Banque Internationale (nur eine Telefonservicenummer in London) und Ex-Knacki (saß drei Jahre in Holland wegen Geiselnahme) dafür noch etwas Geld. Deshalb gibt er für 18 Millionen Euro Partizipationsscheine aus, die die Anleger und künftigen Aktionäre ab sofort bei ihm erwerben könnten.
Aber was ist wirklich dran an Karabunars neuem Windkraftprojekt?

Der Internetauftritt der türkischen Firma Altema ist wie bei allen bisherigen Projekten des Entrepreneur, wie sich Karabunar gern selbst nennt, dilletantisch und ohne echte Beschreibungen der Windturbinen (Foto). Karabunar hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, für den Firmensitz eine Adresse anzugeben.
Aber schließlich habe er ja die renommierte EcoWind Energy zu 83 Prozent erworben. Der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net klingelte heute früh Raul E. Verastegui in Florida aus dem Bett. Der Peruaner und einstige Lufthansa-Pilot (13.000 Flugstunden) ist Besitzer des Windkraftanlagenherstellers EcoWind Energy Concepts. Verastegui lässt sich mit der Antwort auf unsere Frage nach Karabunar viel Zeit. Schließlich sagt Verastegui: Nein, einen Tanju Karabunar kenne ich nicht, ich habe auch mit keinem türkischen Banker verhandelt und meine Firma habe ich auch nicht verkauft. Aber es gibt ja nicht nur meine Firma EcoWind.
Stimmt. GoMoPa fragt deshalb auch bei der in Wien und Kilb in Österreich ansässigen EcoWind nach, die seit kurzem auch Filialen in Rumänien, Bulgarien, Polen und Kroatien eröffnet hat. EcoWind-Sprecherin Monika Strasser aus Österreich war völlig überrascht: Von einem Tanju Karabunar oder überhaupt von einem türkischen Banker haben wir nie gehört.
GoMoPa wollte von der Fachfrau wissen, was sie denn von Windkraftanlagen ohne Lenkungsschwänze halte. Monika Strasser: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals funktioniert.
Schließlich gibt es noch die Firma EcoWind und Water Power GmbH in Gründung in Lappendorf im Freistaat Bayern. Der Firmeneintrag im Internet ist jedoch irreführend.
Ingenieursgattin Gerlinde Beck sagte GoMoPa: Mein Mann ist 70, er hat die Firma vor zwei Monaten beim Gericht in Regensburg abgemeldet und auch aus dem Handelsregister gelöscht. Aber wir haben die Firma nicht verkauft, bei uns war kein Banker. Einen Tanju Karabunar kennen wir nicht.
GoMoPa: Ist Ihnen das Patent für Windkrafträder ohne Schwanz bekannt?
Gerlinde Beck: Oh ja, das wurde uns schon vor acht Jahren von einem Dr. Schenk aus Österreich angeboten. Statt eines Schwanzes sollten die Windkrafträder einen Kasten haben. Es sei so eine Sache gewesen, die in der ehemaligen DDR entwickelt worden sei und die er aufgekauft hätte. Mein Mann sagte zu ihm, wenn Sie einen Prototypen entwickelt haben, dann können Sie sich wieder melden. Dr. Schenk hat sich nie wieder gemeldet. Die Sache blieb eine Idee auf dem Papier und geistert immer mal wieder durch die Fachwelt. Herausgekommen ist dabei noch nie etwas.
Tanju Karabunar musste im Herbst 2008 untertauchen. Die Staatsanwaltschaft Konstanz sucht den Möchtegernbanker, weil er mit dem Konstanzer Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Horn per Zeitungsanzeigen billige Kredite ohne Bonität versprach. Die Kredite wurden nie gezahlt, aber die Kunden mussten vorab einen Eigenanteil von 15 Prozent einzahlen.
Das Geld sollten die Kunden in vielversprechende Projekte mit hohen Gewinnchancen stecken. Zum Beispiel 7 Millionen Dollar für den Schutz der Pflanzen vor Salzwasser auf den künstlichen Inseln Dubais mit einem Profit von 20 Prozent auf 7 Jahre. Oder 4,9 Millionen Euro für mobile Energiegewinnungsmaschinen aus dem Rohstoff Holz mit 89 Prozent in zehn Jahren. Oder drei Millionen Euro am Golf für die Umwandlung von Salz- in Süßwasser mit 84,1 Prozent Profit ohne zeitliche Angaben. Als die ersten Geprellten Anzeige erstatteten, suchte Karabunar das Weite.
Gegen seinen Ex-Anwalt Dr. Horn besteht inzwischen ein ziviler Haftbefehl. Der Obergerichtsvollzieher der Stadt in Baden Württemberg sucht den Anwalt, um eine Rückzahlungsforderung des Konstanzer Ex-Bauunternehmers Rolf Dittus (68) über 135.000 Euro zu vollstrecken. Der Anwalt hatte sich von seinem Mandanten Dittus insgesamt 250.000 Euro für eine Firma geborgt, die Raketenantriebe in Markdorf in Baden-Württemberg bauen sollte. Der Anwalt brauchte das Geld jedoch zur Bezahlung eigener Schulden, die Firma gab es nicht.
Tanju Karabunar mietete sich im Januar 2008 im Schloss Seeheim am Bodensee nicht unter seinem türkischen Namen ein. Er kam mit einem gefälschtem polnischen Pass unter dem Namen Dr. Stan Rosiak nach Deutschland.
Tanju Karabunar war 1999 auf Lebenszeit aus Deutschland ausgewiesen worden. Auch in die Schweiz darf Karabunar nicht mehr. Der Hochstapler hatte versucht, mit einem Brief von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Anlagegelder für ein wertloses Millenium-Computer-Umstellungsprogramm von seiner damaligen Firma in Düsseldorf einzusammeln. Die Staatsanwaltschaft unterband den Betrug.
Pressemitteilung: Banker Karabunar mit neuer Masche - Windenergie
Pressemitteilung: Dr. Horn und die Schüttelschecks
Pressemitteilung: Karabunar - jetzt spricht sein Ex-Anwalt Dr. Horn
Pressemitteilung: Karabunar auf der Flucht
Pleitier darf weiter Anwalt sein

Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Horn, copyright: Tanju Karabunar
Vier Monate hat es gedauert, bis Anwalt Dr. Wolfgang Horn (53) aus Konstanz am Bodensee in Baden-Württemberg endlich seine Vermögensverhältnisse offengelegt hat. Horn ist pleite und hat jetzt darüber eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben.
Sein ehemaliger Mandant und Ex-Bauunternumer Rolf Dittus (68) aus Konstanz verfolgte Horn mit einem zivilen Haftbefehl, weil der Anwalt sich von dem Unternehmer 250.000 Euro für eine nicht existierende Raketenantriebsfirma in Markdorf (Baden-Württembert) geliehen hatte und das Geld selbst behielt. Horn zahlte zunächst mit falschen Schecks und dann nur nur zum Teil seine Schulden zurück.
Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Konstanz seit Ende letzten Jahres gegen Horn und seinen Ex-Mandanten, den türkischen Scheinbanker Tanju Karbanuar alias Dr. Stan Rosiak, wegen Betruges in mehreren Fällen. Horn und Karabunar sollen Vorkosten für Kredite eingesammelt haben, aber keine Kredite ausgereicht oder vermittelt haben. Geld sei auch für windige Projekte von Anlegern eingesammelt worden.
Der Gerichtsvollzieher in Konstanz protokollierte nun bei Dr. Horn eine Barschaft von 70 Euro und als Besitz "1 Armbanduhr, wertlos". Das berichtet die Konstanzer Nachrichtenseite www.dornroeschen.nu am heutigen 4. Mai 2009.
Der Skandal: Normalerweise darf ein Anwalt mit Eidesstattlicher Versicherung nicht weiter praktizieren. Aber Keiner fühlt sich zuständig, dem Pleitier die Anwaltslizenz zu entziehen. Zuständig wäre die Anwaltskammer im sächsischen Meißen, da Horn im dort gelegenen Radebeul eine Kanzlei hat. Die sächsische Kammer wisse von der Eidesstattlichen Versicherung offiziell noch nichts und habe deshalb keinen Handlungsbedarf. Auch die Konstanzer Anwaltskammer müsse nicht handeln, da die Kanzlei in Konstanz nur eine Nebenstelle vom sächsischen Radebeul sei.
Was meinen Sie: Darf der Anwalt auch als Pleitjer weiter praktizieren?
Unsere ausführliche Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier:
Pressemitteilung: Anwalt trotz Offenbarungseides
Weitere Artikel zu Dr. Wolfgang Horn und Scheinbanker Tanju Karabunar:
Banker Karabunar mit neuer Masche: Windenergie
Dr. Horn un die Schüttelschecks
Karabunar: Jetzt spricht sein Ex-Anwalt Dr. Horn
Karabunar auf der Flucht
Nochmals 400.000 Euro vergeigt
Konstanz (gro) Ein Rheinländer sieht sich von dem Konstanzer Rechtsanwalt Wolfgang Horn um 250.000 Euro betrogen, ein Hotelier aus dem Harz um 150.000 Euro erleichtert. Beide Betrugsopfer haben über ihre Anwälte bei der Staatsanwalt Konstanz Strafanzeige erstattet. Zusammen mit den 250.000 Euro, die Horn einem ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer in offensichtlich betrügerischer Absicht abgeluchst hat, erhöht sich damit die Summe des von Horn angerichteten Schadens auf 650.000 Euro. Der gesamte Umfang des betrügerischen Geschäfts dürfte noch wesentlich höher liegen. Bei den Betrugsopfern herrscht Empörung über die Justizbehörden, die es bis jetzt nicht geschafft haben, Horn das Handwerk zu legen.
Sehr spezielle Kreditangebote
Die zuletzt bekannt gewordenen Betrugsfälle wurden 2008 über sehr spezielle Kreditangebote eingefädelt. Dabei offerierte ein angebliches „Bankhaus Konstanz“, unterstützt vom Rechtsanwaltsbüro Horn, Darlehen in unbegrenzter Höhe, wenn zuvor 15 Prozent des erwünschten Kreditsumme als „Eigenkapital“ einbezahlt würden. Und zwar auf ein Konto der Bezirkssparkasse Reichenau.
250.000 und 150.000 Euro aufs Konto der Inselbank
Der Geschäftsmann aus dem Raum Köln überwies auf dieses Konto 250.000 Euro, und zwar für einen in Aussicht gestellten Kredit in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Der Rheinländer wollte damit ein Pilotprojekt zur Erzeugung von Solarstrom finanzieren. Der Hotelier aus Goslar benötigte Geld für die Sanierung eines Gästehauses im Harz und durfte nach der Einzahlung von 150.000 Euro auf das Konto der Reichenauer Bezirkssparkasse mit einem Kredit in Höhe von 1 Million Euro rechnen.
Das Geld ist inzwischen verschwunden
In beiden Fällen blieb es bei der Einzahlung auf das Konto des Reichenauer Geldinstituts. Darauf folgende, mehr oder weniger bürokratische Nachforderungen des „Treuhänders“ aus dem Büro Horn dienten offensichtlich dazu Zeit zu gewinnen. Die Kredite flossen nicht und das eingezahlte Geld – insgesamt waren es die oben erwähnten 400.000 Euro - ist längst verschwunden.
Angeblich für Atomwaffentechnik
Den ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf D. erleichterte Horn um 250.000 Euro, indem er ihm vorschwindelte, ein befreundeter Industrieller, der sich in der Atomwaffentechnik engagiert habe, benötige das Geld für ein neues Projekt. Horn wusste, dass Rolf D. über das Geld verfügen konnte, denn er war von diesem Jahre zuvor als Anwalt und Vermögensverwalter engagiert worden. In Rolf D., der Wolfgang Horn „eiskalte Berechnung und enorme kriminelle Energie“ attestiert, ist dem Betrüger ein unerbittlicher Widersacher erwachsen.
Rolf D.: „Horn muss endlich das Handwerk gelegt werden“
Rolf D. bleibt dem fehlbaren Anwalt auf den Fersen, auch dadurch, dass er die Justizbehörden bei jeder sich bietenden Gelegenheit antreibt, Horn „endlich das Handwerk zu legen“, ihn endlich vor Gericht zu stellen und hinter Schloss und Riegel zu bringen, was angesichts der Beweislage kein Problem sein dürfte. Dass Horn weiter unbelangt bleibt, erbittert auch den Rheinländer. Er will Anzeichen entdeckt haben, die für einen „Konstanzer Klüngel“ im Bereich der Justiz sprechen. Ein Indiz dafür sei die Tatsache, dass Horn trotz einer eidesstattlichen Versicherung über seine Vermögenslosigkeit in der Lohnerhofstrasse 13 weiterhin als Anwalt tätig sei, was von Rolf D. bestätigt wird.
Sehr spezielle Kreditangebote
Die zuletzt bekannt gewordenen Betrugsfälle wurden 2008 über sehr spezielle Kreditangebote eingefädelt. Dabei offerierte ein angebliches „Bankhaus Konstanz“, unterstützt vom Rechtsanwaltsbüro Horn, Darlehen in unbegrenzter Höhe, wenn zuvor 15 Prozent des erwünschten Kreditsumme als „Eigenkapital“ einbezahlt würden. Und zwar auf ein Konto der Bezirkssparkasse Reichenau.
250.000 und 150.000 Euro aufs Konto der Inselbank
Der Geschäftsmann aus dem Raum Köln überwies auf dieses Konto 250.000 Euro, und zwar für einen in Aussicht gestellten Kredit in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Der Rheinländer wollte damit ein Pilotprojekt zur Erzeugung von Solarstrom finanzieren. Der Hotelier aus Goslar benötigte Geld für die Sanierung eines Gästehauses im Harz und durfte nach der Einzahlung von 150.000 Euro auf das Konto der Reichenauer Bezirkssparkasse mit einem Kredit in Höhe von 1 Million Euro rechnen.
Das Geld ist inzwischen verschwunden
In beiden Fällen blieb es bei der Einzahlung auf das Konto des Reichenauer Geldinstituts. Darauf folgende, mehr oder weniger bürokratische Nachforderungen des „Treuhänders“ aus dem Büro Horn dienten offensichtlich dazu Zeit zu gewinnen. Die Kredite flossen nicht und das eingezahlte Geld – insgesamt waren es die oben erwähnten 400.000 Euro - ist längst verschwunden.
Angeblich für Atomwaffentechnik
Den ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf D. erleichterte Horn um 250.000 Euro, indem er ihm vorschwindelte, ein befreundeter Industrieller, der sich in der Atomwaffentechnik engagiert habe, benötige das Geld für ein neues Projekt. Horn wusste, dass Rolf D. über das Geld verfügen konnte, denn er war von diesem Jahre zuvor als Anwalt und Vermögensverwalter engagiert worden. In Rolf D., der Wolfgang Horn „eiskalte Berechnung und enorme kriminelle Energie“ attestiert, ist dem Betrüger ein unerbittlicher Widersacher erwachsen.
Rolf D.: „Horn muss endlich das Handwerk gelegt werden“
Rolf D. bleibt dem fehlbaren Anwalt auf den Fersen, auch dadurch, dass er die Justizbehörden bei jeder sich bietenden Gelegenheit antreibt, Horn „endlich das Handwerk zu legen“, ihn endlich vor Gericht zu stellen und hinter Schloss und Riegel zu bringen, was angesichts der Beweislage kein Problem sein dürfte. Dass Horn weiter unbelangt bleibt, erbittert auch den Rheinländer. Er will Anzeichen entdeckt haben, die für einen „Konstanzer Klüngel“ im Bereich der Justiz sprechen. Ein Indiz dafür sei die Tatsache, dass Horn trotz einer eidesstattlichen Versicherung über seine Vermögenslosigkeit in der Lohnerhofstrasse 13 weiterhin als Anwalt tätig sei, was von Rolf D. bestätigt wird.
Quelle: Dornröschen
Anwaltsbetrug Horn
Siehe auch das Betrugsverhalten des RA Ulrich Schlink! Dieser RA bekam nun auch noch Unterstützung vom LG - Wiesbaden in Verbindung mit der Staatsanwaltschaft/Hessen. Schlink hat sich erlaubt die Firma TSI in Rodgau, Herrn Schlag geb. Renner eine excellente Bonität zu bestätigen mit dem Ergebnis, dass er sich für eine extrem sichere Zivilprozessführung die notwendigen Gerichtskosten auf sein Konto hat zahlen lassen, um es WIDERRECHTLICH für eigene Zwecke zu verwenden! Vorher hat dieser RA Ulrich Schlink die Geschädigten in Schriftsätzen informiert, dass den Auftraggebern von ihm ein besonderes Bonbon in der Form gewährt würde, welches er nur eine geringe Honorarsumme bekäme, da ja extrem viel Masse bei der Schuldnerpartei zu holen wäre, und somit würde er sich an der Masse bei TSI/Schlag bedienen. Die Werthaltigkeit der angeblichen Masse bei der TSI/Schlag - Rodgau sah dann wie folgt aus: Nichts war auch zu dem Zeitpunkt der Mandatserschleichung tatsächlich vorhanden, und die Person Mark Schlag geb. Renner bekam mehr als dreizehn Jahre Haft!!! Dieses ist alles geschehen obwohl der/die Staatsanwaltschaft/Rote Ring eV hier mit eingeschaltet war, und immer noch ist! Beweisdetails liegen uns auch vor. mfg-info1a
Erste Zwangsversteigerung in Sachen Wolfgang Horn
Zitat
Sparkasse Reichenau übt sich in Resteverwertung
Konstanz/Radebeul (gro) Drohende Verluste zwingen die Bezirkssparkasse Reichenau zu besonderen Massnahmen: Auf Veranlassung des Geldinstituts wurde im sächsischen Radebeul vor wenigen Tagen eine Immobilie zwangsversteigert, die als Sicherheit für Kredite diente, die an den Konstanzer Anwalt Wolfgang Horn ausbezahlt worden waren. Gegen Horn wird von der Staatsanwaltschaft seit Monaten wegen Betrugs, Veruntreuung von Mandantengeldern und Urkundenfälschung ermittelt. Ersteigert hat die Radebeuler Immobilie die Ehefrau des zahlungsunfähigen Anwalts. Die Sparkasse Reichenau soll bei der Finanzierung der Transaktion offensichtlich behilflich sein.
535.000 Euro von Horns Ehefrau geboten
Not macht erfinderisch, die Erinnerung an diesen Lehrsatz drängt sich angesichts der Vorgänge in Radebeul auf. Um über die Zwangsversteigerung möglichst viel von den an Horn weggegebenen Geldern zurückzubekommen, musste vermieden werden, dass der erste Versteigerungstermin erfolglos blieb. Erfolgreich konnte er nur sein, wenn wenigstens sieben Zehntel des amtlich ermittelten Schätzwertes in Höhe von rund 670.000 Euro geboten würden. Margot Horn bot mit etwa 535.000 Euro die erforderlich sieben Zehntel, und dieses Gebot war gültig, weil sie über 10 Prozent dieser Summe als Sicherheitsleistung beim Amtgericht Radebeul hinterlegt hatte.
Sparkasse bei der Finanzierung behilflich
All das ergibt nur dann einen Sinn, wenn es Margot Horn gelingt, in den kommenden 6 Wochen die gesamte Gebotssumme aufzutreiben. Beobachter gehen davon aus, dass bereits ein neuer Eigentümer für das Anwesen ausgemacht ist und dass die Bezirkssparkasse vom Bodensee bei der Finanzierung der Angelegenheit behilflich sein könnte. Über das Reichenauer Geldinstitut, so heisst es, sei auch schon die erwähnte Sicherheitsleistung bereit gestellt worden.
Das Interesse des Geldinstituts
Von Sparkassendirektor Günter Weber wird der Vorgang im fernen Radebeul, der öffentlich abgelaufen und protokolliert sei, eingeräumt. Im Grundsatz gehe es darum, dass ausgeliehene Finanzmittel wieder zurückflössen. Genau darauf sei das Interesse des Geldinstituts ausgerichtet. Wenn ein Geschäftspartner in Schwierigkeiten geraten und zahlungsunfähig geworden sei, beginne zwangsläufig irgendwann die Phase, in der die Sicherheiten verwertet werden müssten, sagte Weber.
Betrugsopfer fordern Schadensersatz
Weitere Gläubiger Horns sehen das Gebaren der Bezirkssparkasse mit gemischten Gefühlen, vor allem jene Gläubiger, die sich als Betrugsopfer des Anwalts sehen, Sie glauben in den leitenden Männern des Geldinstituts Helfershelfer des Anwalts zu erkennen, der sie um sechsstellige Summen betrogen habe. Die Bezirkssparkasse Reichenau muss sich deshalb auf mehrere Schadensersatzprozesse einstellen. Allein der Potsdamer Anwalt Matthias Schillo fordert im Namen zweier Mandanten eine Wiedergutmachung in Höhe von über einer halben Million Euro. Schillo hege, wie man weiter hört, auch den Verdacht, die Bezirkssparkasse habe gegen Bestimmungen zur Eindämmung von Geldwäsche verstossen.
Krumme Geschäfte übers Treuhandkonto
Von dem Reichenauer Geldinstitut sind solche Vorwürfe immer zurückgewiesen worden. Tatsache aber ist wohl, dass über ein Konto Horns bei der Bezirkssparkasse Reichenau etliche krumme Geschäfte abgewickelt wurden. Auf dieses Konto flossen hohe Summen von Kreditsuchenden, die mit der Aussicht auf niedrige Zinsen und noch niedrigere Sicherheitsanforderungen geködert worden waren. Hauptbedingung für die Gewährung eines solchen Kredits war ein so genannter „Eigenkapitalnachweis“ in Höhe von 15 Prozent der gewünschten Kreditsumme. Dieses Eigenkapital musste auf ein von Wolfgang Horn geführtes „Treuhandkonto“ bei der Sparkasse Reichenau eingezahlt werden. Das „Eigenkapital“ verschwand, die Kredite wurden nicht ausbezahlt. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.
Mindestens zwei Strafanzeigen gegen Horn
Auf das angebliche Treuhandkonto bei der Sparkasse Reichenau überwies vor zwei Jahren auch der ehemalige Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus 250.000 Euro. Das Geld hatte sich Horn für eine kurzfristige Industriebeteiligung erbeten – „eine infame Lüge“, wie Dittus wenige Monte später feststellen musste. Er ging im Dezember des vergangenen Jahres mit einer Strafanzeige gegen Horn vor. Es war die zweite Strafanzeige gegen Wolfgang Horn, der bis zum vergangenen März in der Seestrasse 1 residierte. Mitte August hatte den Anwalt schon Matthias Schillo angezeigt, nachdem er, Schillo, von zwei offensichtlichen Betrugsfällen erfahren hatte. „Als Anwalt bin ich Bestandteil der Rechtspflege“, sagt Schillo, „und deshalb verpflichtet, Straftaten anzuzeigen.“
Als Anwalt weiter zugelassen
Die Konstanzer Strafermittler haben den Fall Horn, in den auch ein vorbestrafter Betrüger aus der Türkei verwickelt ist, wegen seiner Komplexität inzwischen nach Mannheim abgegeben: an die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität. Innerhalb der Standesvereinigung der Anwaltschaft sieht man die Causa Wolfgang Horn trotzdem nach wie vor recht locker. Die Anwaltskammer Sachsen führte den Anwalt Dr. Wolfgang jedenfalls auch gestern noch als Mitglied und damit als zugelassenen Rechtsanwalt mit einer Filiale in Konstanz am Bodensee.
Quelle: Dornröschen
Und heute folgende Neuigkeit
Zitat
Konstanz - Betrugsfall zieht weitere Kreise
In den Ermittlungen gegen den Konstanzer Rechtsanwalt Wolfgang Horn ist inzwischen von einem Schaden in Millionenhöhe die Rede. Die Verluste des ehemaligen Bauunternehmers Rolf Dittus sind offenbar nur die Spitze des Eisbergs, wie eine laufende Zivilklage am Landgericht Konstanz beweist.
Firmengeflecht gerät ins Visier
Verdacht auf Anlagebetrug in Millionenhöhe
Konstanz – Rolf Dittus, der dem Anwalt Wolfgang Horn eine sechsstellige Summe für eine angebliche Industriebeteiligung geliehen und nur zum Teil zurückbekommen hatte, ist offenbar nur einer von mehreren Geschädigten. Wie eine Zivilklage vor dem Konstanzer Landgericht belegt, zahlten mehrere Geschäftspartner des Juristen mit zeitweiliger Nobel-Adresse Seestraße 1 Summen von mehreren hunderttausend Euro auf ein Treuhandkonto ein. Das Geld sollte als 15-prozentiger „Eigenkapitalanteil“ ein Kreditgeschäft in Millionenhöhe ermöglichen. Doch nachdem die Summe auf dem Konto einer Bank im Bodenseeraum eingegangen war, wurde der Kredit der Klageschrift zufolge nicht ausgereicht.
Im Fall eines Ehepaars aus der Nähe von Frankfurt soll es sich demnach um 225 000 Euro handeln. Ein Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen hinterlegte bei einer regionalen Bank, so der Schriftsatz weiter, 240 000 Euro, auf deren Rückzahlung er bis heute wartet. Der mutmaßlich Geschädigte aus der Nähe von Köln wird von dem Potsdamer Anwalt Matthias Schillo vertreten, der auch die Klage am Landgericht Konstanz eingereicht hat.
Wer den Schaden am Ende bezahlen wird, ist nach Auskunft von Thomas Pfeiffer von der Staatsanwaltschaft Mannheim noch ungewiss. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde, die sich landesweit auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert hat, verwies darauf, dass die Untersuchungen noch laufen – vermutlich bis September. Der Horns Strafverteidiger, der Trossinger Anwalt und Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder, wollte zum Stand des Verfahrens nichts sagen und verwies darauf, dass er noch keine Akteneinsicht gehabt habe. Horn selbst war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Der einst stattliche Immobilienbesitz Horns scheint unterdessen weiter zusammengeschmolzen zu sein. In Radebeul (Sachsen) wurde nach Angaben des Amtsgerichts Dresden das Haus zwangsversteigert, in dem Horn seine Kanzlei unterhält. Die Büroräume, die Horn zusammen mit seiner ehemaligen Kanzlei in der Seestraße 1 in Konstanz innehatte, sind ebenfalls nicht mehr in seinem Besitz. Und auch für Horns Anteil an Schloss Seeheim nahe dem Hörnle steht ein Zwangsverkauf bevor: Ein Schriftsatz des Vollstreckungsgerichts belegt, dass der Gutachterausschuss den Wert des kleineren Teils der Top-Immobilie auf 960 000 Euro festgelegt hat. Dies ist nach übereinstimmender Meinung von Markt- und Branchenkennern zwar mehr als erwartet, dürfte aber kaum ausreichen, um die Belastungen auf der Immobilie zu decken. Im Grundbuch sind Hypotheken über mehr als zwei Millionen Euro eingetragen, die aus Kreditvergaben mehrerer Banken herrühren.
Ein Interessent für den Anteil an der ehemals von dem Dichter Wilhelm von Scholz genutzten Villa dürfte der Berliner Wirtschaftsprüfer Eberhard Teufel sein. Ihm gehört bereits der größere Teil der Immobilie. Wenn er Interesse hat und kein anderer Bieter auftritt, bekommt er nach den Regeln einer Zwangsversteigerung den Zuschlag, wenn er sieben Zehntel des vom Gutachterausschuss festgelegten Werts zahlt. 670 000 Euro könnte der verbleibende Noch-Besitz Horns erlösen – für die meisten von Horns Gläubigern bleibt vermutlich nichts übrig.
Quelle Südkurier
Was lange währt.....
Anwalt erhält Berufsverbot

Blitzmeldung
Die sächsische Rechtsanwaltskammer hat einen harten Schritt gegen einen Konstanzer Anwalt mit Haupt-Kanzleisitz in Dresden vollzogen: Der unter Betrugsverdacht stehende Jurist wurde mit einem Berufsverbot belegt.
ZUM THEMA
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Verdacht auf Anlagebetrug in Millionenhöhe
Ein unter Betrugsverbot stehender Konstanzer Rechtsanwalt hat ein Berufsverbot erhalten. Dies bestätigte die Rechtsanwaltskammer Sachsen in Dresden, bei der der Jurist aber nach wie vor Mitglied sei. Eine Kammersprecherin konnte nicht sagen, ob der Schritt der berufsständischen Vertretung mit Sofortvollzug belegt ist und ob der Jurist Rechtsmittel gegen das Berufsverbot eingelegt hat. Gegen den Anwalt, der seine Hauptkanzlei zuletzt im sächsischen Radebeul und eine Zweigstelle in Konstanz hatte, ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim zusammen mit der Kripo Konstanz. Die Anklagebehörde ist auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert. Im Zentrum steht die mögliche Veruntreuung von Mandantengeldern
Quelle: Südkurier

Blitzmeldung
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Verdacht auf Anlagebetrug in Millionenhöhe
Ein unter Betrugsverbot stehender Konstanzer Rechtsanwalt hat ein Berufsverbot erhalten. Dies bestätigte die Rechtsanwaltskammer Sachsen in Dresden, bei der der Jurist aber nach wie vor Mitglied sei. Eine Kammersprecherin konnte nicht sagen, ob der Schritt der berufsständischen Vertretung mit Sofortvollzug belegt ist und ob der Jurist Rechtsmittel gegen das Berufsverbot eingelegt hat. Gegen den Anwalt, der seine Hauptkanzlei zuletzt im sächsischen Radebeul und eine Zweigstelle in Konstanz hatte, ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim zusammen mit der Kripo Konstanz. Die Anklagebehörde ist auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert. Im Zentrum steht die mögliche Veruntreuung von Mandantengeldern
Quelle: Südkurier
Versteigerung in Radebeul gescheitert - Horn räumt das Feld
Konstanz (gro) Wolfgang Horn gibt am heutigen Mittwoch sein Büro in der Lohnerhofstrasse 13 auf. Damit räumt der Jurist, der bis Februar dieses Jahres in der Seestrasse 1 residierte, wohl endgültig das Feld als Anwalt am Bodensee. Gegen Horn, 53, läuft ein umfangreiches Ermittlungsverfahren. Die Staatsanwaltschaft legt ihm verschiedene Betrügereien zur Last. Die Zulassung als Anwalt wurde Horn inzwischen entzogen. Der Versuch, hohe Bankschulden bei der Bezirkssparkasse Reichenau durch den Einstieg seiner Frau in eine Zwangsversteigerung im sächsischen Radebeul abzutragen, ist gescheitert. Die dafür erforderliche Finanzierung kam nicht zustande. Hohe Schulden hat Horn – abgesehen von den Forderungen betrogener Privatleute - auch bei der Volksbank Konstanz und bei der Sparkasse Meissen.
Bezirkssparkasse gibt sich gelassen
Bei der Zwangsversteigerung Anfang Juli ging es um ein Mietshaus im sächsischen Radebeul, das Horn der Bezirkssparkasse Reichenau gewissermassen als Pfand für Kredite in Höhe von über einer halben Million Euro überlassen hatte. Laut einem amtlichen Gutachten ist das Mietshaus rund 670.000 Euro wert. Mieteinnahmen und weitere Nutzungsmöglichkeiten erlauben die Annahme, dass der ermittelte Verkehrswert mit rund 6 Prozent im Jahr verzinst wird. Mit anderen Worten: Die Bezirkssparkasse kann, wie es im Umfeld des Vorstands heisst, „gelassen“ eine weitere Runde der Versteigerungsprozedur abwarten.
Das Büro Seestrasse 1 ist längst weiter verkauft
Einen stattlichen Teil ihrer Kredite an Horn und dessen damalige Anwaltskollegen hat die Bezirkssparkasse Reichenau schon zuvor zurück geholt. Es waren Gelder, für die das 400 Quadratmeter grosse Büro im 2. Obergeschoss des Hauses Seestrasse 1 als Sicherheit gedient hatte. Die attraktive Immobilie wurde bereits weiter verkauft.
Westflügel der Villa Scholz vor Versteigerung
Um wenigstens an einen Teil ihrer an Horn ausgeliehenen Gelder zu kommen, muss die Volksbank Konstanz demnächst den Westflügel der Villa Scholz versteigern lassen. Diese Teilimmobilie aus dem Besitz von Horn ist zwar von verschiedenen Gläubigern mit weit über 2 Millionen Euro belastet. Doch die Volksbank, die gut 1 Million beansprucht, ist im Grundbuch vorrangig vermerkt. Der städtische Gutachterausschuss hat für die Immobilie, wie man hört, einen Verkehrswert etwas unter 900.000 Euro ermittelt.
1,5 Millionen für die Villa Falkenstein
Ansprüche macht auch die Sparkasse Meissen geltend, für die Horn eine Zeitlang als Hausanwalt tätig war. Sie erhofft sich einen Rückfluss ihrer Darlehen an Horn durch die Zwangsversteigerung der Villa Falkenstein, eines herrschaftlichen Anwesens in Radebeul. Erwartet wird ein Versteigerungserlös in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Horn hatte etliche Jahre lang je eine Kanzlei im sächsischen Radebeul und in Konstanz.
Aus dem Mandanten wurde der erbittertste Gegener
Wesentlich kleiner, aber mit 250.000 Euro immer noch recht stattlich, war der Betrag, den Horn im Jahre 2007 dem ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus abluchste. Doch daraus erwuchs dem offensichtlich betrügerischen Anwalt ein erbitterter Gegner, der kaum etwas unversucht liess, den fehlbaren Juristen zur Rechenschaft zu ziehen. Kein Wunder: Horn war zuvor fünf Jahre lang der Hausanwalt und Rechtsvertraute von Dittus gewesen.
Quelle: Dornröschen
Bezirkssparkasse gibt sich gelassen
Bei der Zwangsversteigerung Anfang Juli ging es um ein Mietshaus im sächsischen Radebeul, das Horn der Bezirkssparkasse Reichenau gewissermassen als Pfand für Kredite in Höhe von über einer halben Million Euro überlassen hatte. Laut einem amtlichen Gutachten ist das Mietshaus rund 670.000 Euro wert. Mieteinnahmen und weitere Nutzungsmöglichkeiten erlauben die Annahme, dass der ermittelte Verkehrswert mit rund 6 Prozent im Jahr verzinst wird. Mit anderen Worten: Die Bezirkssparkasse kann, wie es im Umfeld des Vorstands heisst, „gelassen“ eine weitere Runde der Versteigerungsprozedur abwarten.
Das Büro Seestrasse 1 ist längst weiter verkauft
Einen stattlichen Teil ihrer Kredite an Horn und dessen damalige Anwaltskollegen hat die Bezirkssparkasse Reichenau schon zuvor zurück geholt. Es waren Gelder, für die das 400 Quadratmeter grosse Büro im 2. Obergeschoss des Hauses Seestrasse 1 als Sicherheit gedient hatte. Die attraktive Immobilie wurde bereits weiter verkauft.
Westflügel der Villa Scholz vor Versteigerung
Um wenigstens an einen Teil ihrer an Horn ausgeliehenen Gelder zu kommen, muss die Volksbank Konstanz demnächst den Westflügel der Villa Scholz versteigern lassen. Diese Teilimmobilie aus dem Besitz von Horn ist zwar von verschiedenen Gläubigern mit weit über 2 Millionen Euro belastet. Doch die Volksbank, die gut 1 Million beansprucht, ist im Grundbuch vorrangig vermerkt. Der städtische Gutachterausschuss hat für die Immobilie, wie man hört, einen Verkehrswert etwas unter 900.000 Euro ermittelt.
1,5 Millionen für die Villa Falkenstein
Ansprüche macht auch die Sparkasse Meissen geltend, für die Horn eine Zeitlang als Hausanwalt tätig war. Sie erhofft sich einen Rückfluss ihrer Darlehen an Horn durch die Zwangsversteigerung der Villa Falkenstein, eines herrschaftlichen Anwesens in Radebeul. Erwartet wird ein Versteigerungserlös in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Horn hatte etliche Jahre lang je eine Kanzlei im sächsischen Radebeul und in Konstanz.
Aus dem Mandanten wurde der erbittertste Gegener
Wesentlich kleiner, aber mit 250.000 Euro immer noch recht stattlich, war der Betrag, den Horn im Jahre 2007 dem ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus abluchste. Doch daraus erwuchs dem offensichtlich betrügerischen Anwalt ein erbitterter Gegner, der kaum etwas unversucht liess, den fehlbaren Juristen zur Rechenschaft zu ziehen. Kein Wunder: Horn war zuvor fünf Jahre lang der Hausanwalt und Rechtsvertraute von Dittus gewesen.
Quelle: Dornröschen
Zwangsversteigerung: Schlossflügel zu haben
Anwalt Horns Immobilien unterm Hammer
Konstanz (gro) Der Grundbesitz von Wolfgang Horn kommt demnächst unter den Hammer. Für den ehemaligen Konstanzer Anwalt, der bis Februar dieses Jahres in der prächtigen Seestrasse 1 residierte, geht es bei den nun amtlich angekündigten Zwangsversteigerungen um die Ablöse von Bankkrediten in Millionenhöhe, die etliche Jahre zuvor von der Volksbank Konstanz-Radolfzell gewährt worden waren. Gegen Horn wird seit Mitte 2008 unter anderem wegen des Verdachts von breit angelegten Betrügereien ermittelt. Im vergangenen August verlor Horn seine Zulassung als Rechtsanwalt.
Zwischen Todesanzeigen und Bebauungsplänen
Die Amtliche Bekanntmachung vom 6. Oktober 2009 im Lokalteil des „Südkurier“ ist eingerahmt von Todesanzeigen und einem amtlichen Hinweis auf einen Bebauungsplan. Die Adressen verraten Weiteres: Das Anwesen Eichhornstrasse 88/88a ist Horns hochbelasteter Besitz an der immobilie namens Schloss Seeheim. Auch im Hinblick auf die Adresse in der Zollernstrasse wissen Eingeweihte, dass es sich bei dem auf 175.000 Euro geschätzten Teilbesitz nur um eine Immobilie handeln kann, die Wolfgang Horn (noch) gehört. Versteigert wird am 12. November im Amtsgericht.
Die wahre Belastung bleibt vorerst im Dunkeln
Auf 960.000 Euro haben städtische Gutachter Horns Anteil an Schloss Seeheim im vergangenen Februar taxiert. Die im Grundbuch notierten Belastungen liegen über dem Doppelten. Nicht auf dem Tisch gelegt sind bislang die tatsächlichen Schulden Horns und seiner allfälligen Geschäftspartner, soweit sie in illegale Geschäfte verwickelt sind. Es wird ferner abzuwarten sein, wie mit welchen Summen Horns Beteiligung am Anwesen in der Zollernstrasse letztendlich belastet ist.
Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim ermittelt
Horn hatte mit dem aus der Türkei stammenden Tanju Karabunar Anfang 2008 das „Bankhaus Konstanz“ gegründet. Das Anwesen Schloss Seeheim sollte als Sitz dieses Unternehmens dienen, trat als Geldinstitut allerdings nie besonders in Erscheinung und entwickelte nie eine typische Banktätigkeit. Andererseits wurden dem Haupteigentümer des malerisch gelegenen Schlosses damals 120.000 Euro Miete im Voraus überwiesen. Die Angelegenheit ist so komplex, dass die Konstanzer Staatsanwaltschaft den Fall inzwischen an die Spezialisten der Staatsanwaltschaft Mannheim abgegeben haben.
Karabunar – International gesuchter Verbrecher
Wolfgang Horn („Mein Ansprechpartner ist die Staatsanwaltschaft.“) äussert sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen bislang nicht. Auch nicht zu den Klagen ursprünglich hoffnungsvoller Kreditnehmer, denen weiss gemacht worden war, durch die vorherige Zahlung von einem 15-prozentigem „Eigenkapital“ den 100-prozentigen Kreditbetrag ergattern zu können: Der Kredit kam nie an, das „Eigenkapital“ blieb verschwunden. Im Übrigen schiebt Horn so viel wie möglich ab auf Tanju Karabunar, einen heute in Izmir lebenden, türkischen Geschäftsmann, der auch schon mal wegen Geiselnahme im Zusammenhang mit einem Bankraub in Amsterdam in Haft sass.
Quelle: Dornröschen
Konstanz (gro) Der Grundbesitz von Wolfgang Horn kommt demnächst unter den Hammer. Für den ehemaligen Konstanzer Anwalt, der bis Februar dieses Jahres in der prächtigen Seestrasse 1 residierte, geht es bei den nun amtlich angekündigten Zwangsversteigerungen um die Ablöse von Bankkrediten in Millionenhöhe, die etliche Jahre zuvor von der Volksbank Konstanz-Radolfzell gewährt worden waren. Gegen Horn wird seit Mitte 2008 unter anderem wegen des Verdachts von breit angelegten Betrügereien ermittelt. Im vergangenen August verlor Horn seine Zulassung als Rechtsanwalt.
Zwischen Todesanzeigen und Bebauungsplänen
Die Amtliche Bekanntmachung vom 6. Oktober 2009 im Lokalteil des „Südkurier“ ist eingerahmt von Todesanzeigen und einem amtlichen Hinweis auf einen Bebauungsplan. Die Adressen verraten Weiteres: Das Anwesen Eichhornstrasse 88/88a ist Horns hochbelasteter Besitz an der immobilie namens Schloss Seeheim. Auch im Hinblick auf die Adresse in der Zollernstrasse wissen Eingeweihte, dass es sich bei dem auf 175.000 Euro geschätzten Teilbesitz nur um eine Immobilie handeln kann, die Wolfgang Horn (noch) gehört. Versteigert wird am 12. November im Amtsgericht.
Die wahre Belastung bleibt vorerst im Dunkeln
Auf 960.000 Euro haben städtische Gutachter Horns Anteil an Schloss Seeheim im vergangenen Februar taxiert. Die im Grundbuch notierten Belastungen liegen über dem Doppelten. Nicht auf dem Tisch gelegt sind bislang die tatsächlichen Schulden Horns und seiner allfälligen Geschäftspartner, soweit sie in illegale Geschäfte verwickelt sind. Es wird ferner abzuwarten sein, wie mit welchen Summen Horns Beteiligung am Anwesen in der Zollernstrasse letztendlich belastet ist.
Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim ermittelt
Horn hatte mit dem aus der Türkei stammenden Tanju Karabunar Anfang 2008 das „Bankhaus Konstanz“ gegründet. Das Anwesen Schloss Seeheim sollte als Sitz dieses Unternehmens dienen, trat als Geldinstitut allerdings nie besonders in Erscheinung und entwickelte nie eine typische Banktätigkeit. Andererseits wurden dem Haupteigentümer des malerisch gelegenen Schlosses damals 120.000 Euro Miete im Voraus überwiesen. Die Angelegenheit ist so komplex, dass die Konstanzer Staatsanwaltschaft den Fall inzwischen an die Spezialisten der Staatsanwaltschaft Mannheim abgegeben haben.
Karabunar – International gesuchter Verbrecher
Wolfgang Horn („Mein Ansprechpartner ist die Staatsanwaltschaft.“) äussert sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen bislang nicht. Auch nicht zu den Klagen ursprünglich hoffnungsvoller Kreditnehmer, denen weiss gemacht worden war, durch die vorherige Zahlung von einem 15-prozentigem „Eigenkapital“ den 100-prozentigen Kreditbetrag ergattern zu können: Der Kredit kam nie an, das „Eigenkapital“ blieb verschwunden. Im Übrigen schiebt Horn so viel wie möglich ab auf Tanju Karabunar, einen heute in Izmir lebenden, türkischen Geschäftsmann, der auch schon mal wegen Geiselnahme im Zusammenhang mit einem Bankraub in Amsterdam in Haft sass.
Quelle: Dornröschen
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Wolfgang Horn und die Royal Bank of Scotland
Eine passendere Bankverbindung hätte sich Wolfgang Horn schwerlich aussuchen können: Ausgerechnet ein Papier mit dem Briefkopf der Royal Bank of Scotland (RBS) muss herhalten, die Gültigkeit einer Zwangsversteigerung zweier Immobilien um ein paar Tage hinauszuschieben. Die zweitgrösste Bank Grossbritanniens ist mindestens so pleite wie der wegen dringenden Betrugsverdachts gestrauchelte Konstanzer Anwalt, der noch bis Februar 2009 prominent in der Seestrasse 1 residiert hatte. Horn, gegen den von der Staatsanwaltschaft seit Mitte des vergangenen Jahres ermittelt wird, muss mit einem Verfahren vor der Mannheimer Strafkammer für Wirtschaftsdelikte rechnen. Bei der Versteigerung ging es um ein Anwesen in der Zollernstrasse und um dem Westflügel der Villa Scholz am Hörnle.
Mit dem Briefkopf der königlichen Bank
Am gestrigen Montag wurde bekannt, dass Brüssel nach Monate langem Tauziehen zugestimmt hat, den britischen Steuerzahler die bis weit über die Hutschnur verschuldete RBS zu 84 Prozent übernehmen zu lassen. Rund 100 Milliarden Euro Staats- oder Steuergelder werden dafür fällig; es ist Europas grösste Rettungsaktion für eine Bank. Für eine Bank, die seit 1827 den Stolz des Vereinigten Königreichs mit getragen hat. Doch selbst eine noch so glorreiche Vergangenheit kann nicht darüber hinweg helfen, dass eine vergleichsweise winzige Volksbank im deutschen Südwesten, die Volksbank Radolfzell-Konstanz, einem Papier mit dem Briefkopf der königlichen Bank in Edinburgh eine bestenfalls beiläufige Beachtung schenkt.
Nicht mehr als eine Kopie auf geduldigem Papier
Die Geringschätzung des Papiers gilt allerdings weniger der Royal Bank of Scotland als dem Absender Wolfgang Horn. Er hat es versäumt, der vierfach unterschriebenen Bankgarantie die notwendige Glaubwürdigkeit zu verleihen. Die „Garantie“ ist, so urteilte neben anderen Beteiligten der Syndikus der Volksbank, eben nicht mehr als eine Kopie auf geduldigem Papier. Sie war dem dem Amtsgericht Konstanz übersandt worden und sollte ein Schreiben bekräftigen, in dem eine unmittelbar bevorstehende Zahlung Horns in Millionenhöhe an seine Konstanzer Gläubigerbank angekündigt wird. Die Zwangsversteigerung seiner sicherheitsübereigneten Konstanzer Immobilien sei also nicht notwendig, heisst es in dem Schreiben des fehlbaren Juristen, der diesen Dezember 54 Jahre alt wird.
Lebhafter Andrang im Auktionslokal
Rechtspflegerin Monika Schönbucher schloss sich am Auktionstag der allgemeinen Skepsis an, zog die Zwangsversteigerung durch und sorgte damit für ein weiteres, spannendes Kapitel im Finanzkrimi um den ehemaligen Staranwalt, dem inzwischen die Zulassung entzogen worden ist. Schon der Andrang im Hoferschen Haus am Kuhgässle war ungewöhnlich. Und es waren nicht nur interessierte Zuschauer, die für einen übervollen Saal sorgten, sondern überraschend viele, solvente Bieter mit lebhaftem Interesse an den zur Disposition gestellten Konstanzer Immobilien.
Deutlich über dem Verkehrswert
Im ersten Abschnitt ging es um das Erdgeschoss des Hauses Zollernstrasse 23, wo ein gut gehendes Ladenschäft, das „Dolce Vita“ untergebracht ist. Der amtlich ermittelte Verkehrswert wurde mit 175.000 Euro angegeben, und am Ende sah es so aus, als müssten sich die amtlichen bestellten Schätzer des städtischen Gutachterausschusses demnächst nach oben korrigieren. Die auf 175.000 taxierte Immobilie ging für 231.00 Euro an Frank Albert Walter aus Balingen. Der Zuschlagsbetrag lag damit um satte 32 Prozent über dem Verkehrswert (und sogar 62 Prozent über dem niedrigstmöglichen Zuschlag). Genugtuung bei der Volksbank: Man hatte einen überraschend guten Preis erzielt.
Im Nu standen 800.000 Euro im Raum
Und es kam noch viel besser, als es um den Westflügel der Villa Scholz ging, Ausgangspunkt auch hier der amtlich ermittelte Verkehrswert, der in diesem Falle bei 960.000 Euro lag. Das bedeutete, wie Monika Schönbucher darlegte, dass mindestens 672.000 Euro (oder 70 Prozent des Verkehrswerts) geboten werden müssten, um das Objekt zugesprochen zu bekommen. Doch auch hier wurde der amtliche Schätzwert schnell übertroffen. Schon der resolute Einstieg von Peter Lang liess aufhorchen: Im Handumdrehen standen runde 800.000 Euro im Raum. Das unmittelbar zuvor abgegebene Statement von Eberhard Teufel hatte seine sicherlich wohl kalkulierte Wirkung verfehlt.
Bieterschlacht geht bis 1,21 Millionen Euro
Teufel, dem der grösste Teil der Villa Scholz samt dem umfangreichen Grundstück seit über 20 Jahren gehört, trachtete sozusagen naturgemäss danach, seine Eigentumsrechte am ebenso idyllisch wie malerisch gelegenen Schloss nach etlichen vergeblichen Bemühungen endlich abzurunden. Er machte die versammelte Bieterschaft freimütig darauf aufmerksam, dass der nun zur Disposition stehende Westflügel, der nicht einmal ein Drittel des Anwesens ausmacht, eine ganze Reihe gemeinsamer Nutzungen mit den übrigen Teilen der Immobilie zu bestreiten habe. Doch die übrigen Interessenten schlugen die Warnungen vor allfälligen Einschränkungen in den Wind und trieben den Preis munter nach oben. Eberhard Teufel behielt die Nerven – und hielt durch. Bei 1.210.000 Euro gaben die Konkurrenten nach einer über 40-minütigen Bieterschlacht schliesslich auf.
Roberto Villas hielt bis 1.09 Millionen Euro mit
Als hartnäckigste Mitbieter hatten sich der sportlich auftretende Michael Stehle aus Überlingen und Uwe Grünwald (Konstanz/Reichenau) entpuppt. Stehle, der im Einvernehmen mit Roberto Villas, dem Sänger, Musikpädagogen und derzeitigen Mieter des Westflügels, mitsteigerte, stieg erst bei 1,09 Millionen Euro aus, Grünwald kurz darauf bei 1,1 Millionen. Der von Ulrike Fecker assistierte Peter Lang hatte sich zuvor mit dem Radolfzeller Hotelier und Grosshändler Winfried Kountz zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen und war bis knapp 900.000 Euro mitgegangen. Ein türkischer Geschäftsmann bot 870.000, und Patrick Margraf versuchte es mit genau 900.000 Euro. Auch zwei Schweizer Interessenten waren unter den Bietern für den Schlossanteil in der Eichhornstrasse.
Freude bei Volksbank und Bezirkssparkasse
Wieder konnte sich die Volksbank freuen, und auch die Vertreter der Bezirkssparkasse Reichenau wirkten sehr zufrieden. Die Verbindlichkeiten Wolfgang Horns bei der Volksbank in einer geschätzten Höhe von 1,2 Millionen Euro dürften durch die Versteigerungserlöse in Höhe von insgesamt 1,44 komplett zurückerstattet sein. Der Rest in Höhe von gut 240.000 Euro tilgt einen Kredit, der Horn vor Jahren in etwa dieser Höhe gewährt worden war.
Das Verhängnis namens Dittus
Aus dem Schneider ist Wolfgang Horn trotzdem nicht. Die Staatsanwalt ermittelt schliesslich nicht, weil der ehemalige Konstanzer Anwalt Schulden gemacht hat, sondern weil er anscheinend versucht hat, seinen Vermögensverfall durch Betrügereien aufzuhalten oder umzudrehen. Horns Verteidigungsstrategie zielt unter anderem darauf ab, Unterschlagungen im Rahmen dubioser Kreditgeschäfte auf einen polizeilich gesuchten türkischen Geschäftspartner abzuwälzen. Zum Verhängnis dürfte ihm vor allem werden, dass er den ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus in offenbar betrügerischer Absicht nicht nur um einen sechsstelligen Geldbetrag erleichterte, sondern ihm auch noch den gefälschten Scheck einer gar nicht mehr existierenden Londoner Bank unterjubelte, und das nur, um Zeit zu gewinnen.
Wolfgang Horn im Fernen Osten?
Horn soll in den vergangenen Wochen in China gewesen sein, in Peking, wegen der Anbahnung von Geschäften. Vielleicht ist er da im Fernen Osten auf die Royal Bank of Scotland gestossen. Als wohl einzige europäische Bank kaufte sie sich 2005 bei der Bank of China (BOC) ein. Ist Horn da wegen einer Garantieerklärung ins Geschäft gekommen? Es könnte schwer werden, wenn man versuchte, die Unterschriften auf der fotokopierten Bankgarantie zu verifizieren. Allein seit Anfang Dezember haben über 1000 Manager die Royal Bank of Scotland verlassen, weil sie, die Bank, angesichts des immensen Sanierungsbedarfs erklärt hatte, keine Boni mehr zu zahlen.
Sind die Manager auf und davon?
Es kann gut sein, dass auch die, die da auf jener schottischen Bankgarantie unterschrieben haben sollen, gar nicht mehr zur RBS gehören. Nächste Woche, zwei Tage vor Heiligabend, werden wir alle mehr wissen: Bis kommenden Dienstag, noch genau eine Woche hat Wolfgang Horn Zeit, Geld aufzutreiben, um Schulden in Höhe von mindestens 1,4 Millionen Euro zu begleichen. Dann, und nur dann wäre die Zwangsversteigerung nachträglich doch noch hinfällig.
Bei erneuter Fälschung droht Verhaftung
Rolf Dittus und und andere Zeitgenossen, die sich von Horn betrogen sehen, bleiben Horn jedoch auf jeden Fall erhalten. Im Übrigen dürfte das königlich-schottische Papier auch ein Fall für die Ermittler sein. Sollte sich die „Bankgarantie“ als Fälschung entpuppen, müsste sich die Staatsanwaltschaft, so sehen es juristische Beobachter, erneut mit der Frage befassen, ob Horn bis zum Beginn seines Gerichtsverfahrens nicht doch hinter Schloss und Riegel gehört. Um ihn vor sich selber und die Gesellschaft vor ihm zu beschützen.
Mit dem Briefkopf der königlichen Bank
Am gestrigen Montag wurde bekannt, dass Brüssel nach Monate langem Tauziehen zugestimmt hat, den britischen Steuerzahler die bis weit über die Hutschnur verschuldete RBS zu 84 Prozent übernehmen zu lassen. Rund 100 Milliarden Euro Staats- oder Steuergelder werden dafür fällig; es ist Europas grösste Rettungsaktion für eine Bank. Für eine Bank, die seit 1827 den Stolz des Vereinigten Königreichs mit getragen hat. Doch selbst eine noch so glorreiche Vergangenheit kann nicht darüber hinweg helfen, dass eine vergleichsweise winzige Volksbank im deutschen Südwesten, die Volksbank Radolfzell-Konstanz, einem Papier mit dem Briefkopf der königlichen Bank in Edinburgh eine bestenfalls beiläufige Beachtung schenkt.
Nicht mehr als eine Kopie auf geduldigem Papier
Die Geringschätzung des Papiers gilt allerdings weniger der Royal Bank of Scotland als dem Absender Wolfgang Horn. Er hat es versäumt, der vierfach unterschriebenen Bankgarantie die notwendige Glaubwürdigkeit zu verleihen. Die „Garantie“ ist, so urteilte neben anderen Beteiligten der Syndikus der Volksbank, eben nicht mehr als eine Kopie auf geduldigem Papier. Sie war dem dem Amtsgericht Konstanz übersandt worden und sollte ein Schreiben bekräftigen, in dem eine unmittelbar bevorstehende Zahlung Horns in Millionenhöhe an seine Konstanzer Gläubigerbank angekündigt wird. Die Zwangsversteigerung seiner sicherheitsübereigneten Konstanzer Immobilien sei also nicht notwendig, heisst es in dem Schreiben des fehlbaren Juristen, der diesen Dezember 54 Jahre alt wird.
Lebhafter Andrang im Auktionslokal
Rechtspflegerin Monika Schönbucher schloss sich am Auktionstag der allgemeinen Skepsis an, zog die Zwangsversteigerung durch und sorgte damit für ein weiteres, spannendes Kapitel im Finanzkrimi um den ehemaligen Staranwalt, dem inzwischen die Zulassung entzogen worden ist. Schon der Andrang im Hoferschen Haus am Kuhgässle war ungewöhnlich. Und es waren nicht nur interessierte Zuschauer, die für einen übervollen Saal sorgten, sondern überraschend viele, solvente Bieter mit lebhaftem Interesse an den zur Disposition gestellten Konstanzer Immobilien.
Deutlich über dem Verkehrswert
Im ersten Abschnitt ging es um das Erdgeschoss des Hauses Zollernstrasse 23, wo ein gut gehendes Ladenschäft, das „Dolce Vita“ untergebracht ist. Der amtlich ermittelte Verkehrswert wurde mit 175.000 Euro angegeben, und am Ende sah es so aus, als müssten sich die amtlichen bestellten Schätzer des städtischen Gutachterausschusses demnächst nach oben korrigieren. Die auf 175.000 taxierte Immobilie ging für 231.00 Euro an Frank Albert Walter aus Balingen. Der Zuschlagsbetrag lag damit um satte 32 Prozent über dem Verkehrswert (und sogar 62 Prozent über dem niedrigstmöglichen Zuschlag). Genugtuung bei der Volksbank: Man hatte einen überraschend guten Preis erzielt.
Im Nu standen 800.000 Euro im Raum
Und es kam noch viel besser, als es um den Westflügel der Villa Scholz ging, Ausgangspunkt auch hier der amtlich ermittelte Verkehrswert, der in diesem Falle bei 960.000 Euro lag. Das bedeutete, wie Monika Schönbucher darlegte, dass mindestens 672.000 Euro (oder 70 Prozent des Verkehrswerts) geboten werden müssten, um das Objekt zugesprochen zu bekommen. Doch auch hier wurde der amtliche Schätzwert schnell übertroffen. Schon der resolute Einstieg von Peter Lang liess aufhorchen: Im Handumdrehen standen runde 800.000 Euro im Raum. Das unmittelbar zuvor abgegebene Statement von Eberhard Teufel hatte seine sicherlich wohl kalkulierte Wirkung verfehlt.
Bieterschlacht geht bis 1,21 Millionen Euro
Teufel, dem der grösste Teil der Villa Scholz samt dem umfangreichen Grundstück seit über 20 Jahren gehört, trachtete sozusagen naturgemäss danach, seine Eigentumsrechte am ebenso idyllisch wie malerisch gelegenen Schloss nach etlichen vergeblichen Bemühungen endlich abzurunden. Er machte die versammelte Bieterschaft freimütig darauf aufmerksam, dass der nun zur Disposition stehende Westflügel, der nicht einmal ein Drittel des Anwesens ausmacht, eine ganze Reihe gemeinsamer Nutzungen mit den übrigen Teilen der Immobilie zu bestreiten habe. Doch die übrigen Interessenten schlugen die Warnungen vor allfälligen Einschränkungen in den Wind und trieben den Preis munter nach oben. Eberhard Teufel behielt die Nerven – und hielt durch. Bei 1.210.000 Euro gaben die Konkurrenten nach einer über 40-minütigen Bieterschlacht schliesslich auf.
Roberto Villas hielt bis 1.09 Millionen Euro mit
Als hartnäckigste Mitbieter hatten sich der sportlich auftretende Michael Stehle aus Überlingen und Uwe Grünwald (Konstanz/Reichenau) entpuppt. Stehle, der im Einvernehmen mit Roberto Villas, dem Sänger, Musikpädagogen und derzeitigen Mieter des Westflügels, mitsteigerte, stieg erst bei 1,09 Millionen Euro aus, Grünwald kurz darauf bei 1,1 Millionen. Der von Ulrike Fecker assistierte Peter Lang hatte sich zuvor mit dem Radolfzeller Hotelier und Grosshändler Winfried Kountz zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen und war bis knapp 900.000 Euro mitgegangen. Ein türkischer Geschäftsmann bot 870.000, und Patrick Margraf versuchte es mit genau 900.000 Euro. Auch zwei Schweizer Interessenten waren unter den Bietern für den Schlossanteil in der Eichhornstrasse.
Freude bei Volksbank und Bezirkssparkasse
Wieder konnte sich die Volksbank freuen, und auch die Vertreter der Bezirkssparkasse Reichenau wirkten sehr zufrieden. Die Verbindlichkeiten Wolfgang Horns bei der Volksbank in einer geschätzten Höhe von 1,2 Millionen Euro dürften durch die Versteigerungserlöse in Höhe von insgesamt 1,44 komplett zurückerstattet sein. Der Rest in Höhe von gut 240.000 Euro tilgt einen Kredit, der Horn vor Jahren in etwa dieser Höhe gewährt worden war.
Das Verhängnis namens Dittus
Aus dem Schneider ist Wolfgang Horn trotzdem nicht. Die Staatsanwalt ermittelt schliesslich nicht, weil der ehemalige Konstanzer Anwalt Schulden gemacht hat, sondern weil er anscheinend versucht hat, seinen Vermögensverfall durch Betrügereien aufzuhalten oder umzudrehen. Horns Verteidigungsstrategie zielt unter anderem darauf ab, Unterschlagungen im Rahmen dubioser Kreditgeschäfte auf einen polizeilich gesuchten türkischen Geschäftspartner abzuwälzen. Zum Verhängnis dürfte ihm vor allem werden, dass er den ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus in offenbar betrügerischer Absicht nicht nur um einen sechsstelligen Geldbetrag erleichterte, sondern ihm auch noch den gefälschten Scheck einer gar nicht mehr existierenden Londoner Bank unterjubelte, und das nur, um Zeit zu gewinnen.
Wolfgang Horn im Fernen Osten?
Horn soll in den vergangenen Wochen in China gewesen sein, in Peking, wegen der Anbahnung von Geschäften. Vielleicht ist er da im Fernen Osten auf die Royal Bank of Scotland gestossen. Als wohl einzige europäische Bank kaufte sie sich 2005 bei der Bank of China (BOC) ein. Ist Horn da wegen einer Garantieerklärung ins Geschäft gekommen? Es könnte schwer werden, wenn man versuchte, die Unterschriften auf der fotokopierten Bankgarantie zu verifizieren. Allein seit Anfang Dezember haben über 1000 Manager die Royal Bank of Scotland verlassen, weil sie, die Bank, angesichts des immensen Sanierungsbedarfs erklärt hatte, keine Boni mehr zu zahlen.
Sind die Manager auf und davon?
Es kann gut sein, dass auch die, die da auf jener schottischen Bankgarantie unterschrieben haben sollen, gar nicht mehr zur RBS gehören. Nächste Woche, zwei Tage vor Heiligabend, werden wir alle mehr wissen: Bis kommenden Dienstag, noch genau eine Woche hat Wolfgang Horn Zeit, Geld aufzutreiben, um Schulden in Höhe von mindestens 1,4 Millionen Euro zu begleichen. Dann, und nur dann wäre die Zwangsversteigerung nachträglich doch noch hinfällig.
Bei erneuter Fälschung droht Verhaftung
Rolf Dittus und und andere Zeitgenossen, die sich von Horn betrogen sehen, bleiben Horn jedoch auf jeden Fall erhalten. Im Übrigen dürfte das königlich-schottische Papier auch ein Fall für die Ermittler sein. Sollte sich die „Bankgarantie“ als Fälschung entpuppen, müsste sich die Staatsanwaltschaft, so sehen es juristische Beobachter, erneut mit der Frage befassen, ob Horn bis zum Beginn seines Gerichtsverfahrens nicht doch hinter Schloss und Riegel gehört. Um ihn vor sich selber und die Gesellschaft vor ihm zu beschützen.
Quelle: Dornröschen
Wolfgang Horn darf wieder als Anwalt tätig sein
Kein Aprilscherz! Auf der wirklich sehr informativen Seite Dornröschen wird heute verkündet
Zitat
1. April 2010 | Dittus: „Siegfried Kauder will den Betrüger in die Verjährung retten“
Konstanz/Dresden (gro) Wer hätte das gedacht: Wolfgang Horn, wegen Betrugsverdacht in die Schlagzeilen geraten, darf wieder als Anwalt tätig sein. Schon seit Beginn des Jahres ist der Jurist erneut als Mitglied aufgenommen in die Anwaltskammer des Freistaates Sachsen. Fröhliche Ostern sind Horn, gegen den seit 2007 von verschiedenen Staatsanwaltschaften ermittelt wird, trotzdem nicht vergönnt. Die Zwangsversteigerung seiner herrschaftlichen Villa in Radebeul brachte herzlich wenig, und inzwischen mehren sich skeptische Stimmen gegenüber seinem Anwalt, dem Villinger CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder. Dessen Einfluss wird zugeschrieben, dass Horn bis auf weiteres nicht mit einer Anklage rechnen muss. „Anscheinend will Kauder seinen betrügerischen Mandanten in die Verjährung retten“, mutmasst Rolf Dittus, der ehemalige Konstanzer Bauunternehmer, den Horn vor drei Jahren um 250.000 Euro „erleichtert“ hat. Dittus will nun bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe Beschwerde einlegen.
Angeblich 250.000 Euro für einen befreundeten Unternehmer
Obwohl der inzwischen über zwei Jahre zurück liegende Sachverhalt im Fall Dittus auf der Hand liegt und gut dokumentiert ist, ist ein Abschluss der Ermittlungen nicht in Sicht. „Es handelt sich um einen auch für Laien ohne weiteres nachvollziehbaren Betrug“, sagt Dittus, „aber es tut sich einfach nichts“. Wolfgang Horn, der seinerzeit mehrfach und über Jahre hinweg für Dittus anwaltlich tätig gewesen war, hatte sich ein „kurzfristiges Darlehen “ in Höhe von 250.000 Euro erbeten, angeblich für einen befreundeten Unternehmer in Markdorf. Doch Horn zahlte zum vereinbarten Termin nicht zurück, und beglich nach Monaten und nach erheblichem Druck nur gut die Hälfte seiner Schulden. Zwischendurch hatte sich Horn, so geht es aus den Akten hervor, unter anderem mit Hilfe eines gefälschten Schecks einen mehrmonatigen Zahlungsaufschub erschlichen.
Zu Gunsten von Mister Abdulrashid Butakaev
Rechtlich absolut unzureichend war auch die Kopie eines Briefes, den Horn über einen kurzfristig engagierten Konstanzer Anwalt Mitte Dezember beim Amtsgericht Konstanz vorlegen liess, als es um die Zwangsversteigerung zweier Immobilien aus Horns Besitz ging. Das Schreiben auf dem Briefbogen der Trafalgar Bank Ltd (in Devon, EX141PD, UK), einer Tochter der Bank of Scottland, solllte im Namen einer Severo-Zapadnaya Energotoplivnaya Company Ltd zu Gunsten eines gewissen Mr. Abdulrashid Butakaev für die Wolfgang Horn GbR einen Betrag in Höhe von sagenhaften 5 Millionen Euro bescheinigen. Das Amtsgericht Konstanz weigerte sich, den Inhalt des Schreibens anzuerkennen und die Zwangsversteigerung auszusetzen, unter anderem deswegen, weil die betreffende Bank von der Europäischen Kommission „nicht empfohlen“ wird.
In Konstanz 306.000 Euro über dem Verkehrswert
Horns Anteil am Konstanzer Schloss Seeheim war vom Gutacherausschuss der Stadt mit 960.000 Euro, der Anteil an einem Geschäftshaus in der Zollernstrasse auf 175.000 Euro veranschlagt worden. Auch wenn sich die Zwangsversteigerung nicht verhindern liess - das Versteigerungsergebnis dürfte für Horn einigermassen erfreulich gewesen sein: Er bekam insgesamt 306.000 Euro mehr zugesprochen als veranschlagt. Doch in Radebeul, der zweiten Heimat des ehemaligen Konstanzer Prominentenanwalts, lief es nun ganz anders.
In Radebeul 750.000 unter dem Verkehrswert
Als in Radebeul vorvergangene Woche die Zwangsversteigerung der Villa Falkenstein samt grosszügigem Umschwung anstand, konnte Horn erwarten, seinen Schuldenberg um mindestens weitere 1,5 Milionen Euro verringert zu bekommen. So hoch war der Verkehrswert der Villa Falkenstein vom dortigen Gutachterausschuss veranschlagt worden. Doch es gab nur einziges Gebot, und das belief sich auf gerade einmal die Hälfte, also auf 750.000 Euro. Und weil die Gläubigerin, in diesem Falle die Kreissparlasse Meissen (für die Horn eine Zeitlang als Rechtsberater tätig gewesen war) damit einverstanden war, ging die Immobilie auch zu diesem Preis weg an einen Immobilienhändler - unangenehm für Horn und seine Familie, die zur Zeit in eben dieser Villa Falkenstein ihren herrschaftlichen Wohnsitz hat.
Erneut muss sich ein Ermittler erst mal einarbeiten
Neben Dittus und etlichen anderen sich als Betrugsopfer fühlenden Zeitgenossen, sind auch ehemalige Kollegen Horns „stocksauer“, und zwar auch deswegen, weil sich das Ermittlungsverfahren gegen Horn derart hinzieht. Dies dürfte daran liegen, dass das Verfahren zunächst, ab 2007, bei der Staatsanwaltschaft Konstanz lag und dann abgegeben wurde an die Mannheimer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen. Hinzu kommt, dass sich dort zunächst Thomas Pfeiffer mit dem Fall befasste. Der aber wurde zu Beginn des Jahres, um seiner Karriere nachgehen zu können, abgeordnet an die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft. Und nun muss sich Staatsanwalt Peter Lintz, mit Arbeit, wie man hört, ohnehin bis über die Hutschnur eingedeckt, erst einmal in den Fall einarbeiten.
Unverständnis und allerlei missmutige Mutmassungen
Rolf Dittus und andere Geschädigte sind angesichts dieser Entwicklung so aufgebracht, dass sie sich an offizielle Beschwerden denken. Auf besonders grosses Unverständnis stösst die Tatsache, dass Wolfgang Horn trotz seines des nachgewiesenen und vom ihm an Eides statt eingestandenen Vermögensverfalls weiter anwaltlich tätig sein darf. Dittus bereitet deswegen zusammen mit anderen Geschädigten eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Justizbehörden vor. Daneben soll dem aufkeimenden Verdacht nachgegangen werden, wonach Horns Anwalt mit seinen Beziehungen womöglich dafür gesorgt hat, den zuerst ermittelnden Mannheimer Staatsanwalt Pfeiffer zur Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe wegzulocken, um eine weitere Verzögerung im Falle Horn zu verursachen – und um den mutmasslichen Betrüger „letzten Endes in eine Art Verjährung zu retten“, wie inzwischen nicht nur Rolf Dittus missmutig mutmasst.
Quelle: Dornröschen
der Südkurier berichtet:
Zitat
Der Fall des laut amtlichen Rechtsanwaltsregister weiterhin unter Berufsverbot stehenden Anwalts Wolfgang Horn liegt seit fast einem Jahr bei der Staatsanwalt Mannheim. Horn soll Darlehen angeboten und eine Art Vorab-Zahlung kassiert, dann den versprochenen Betrag nicht ausgereicht haben. Einem Konstanzer wollte er einen Privatkredit mit einem gefälschten Scheck zurückzahlen. Horn ist laut Amtsgericht Dresden (Aktenzeichen 530 IN 648/10) insolvent, ob seine Gläubiger jemals ihr Geld zurückerhalten, ist ungewiss. Bisher hat die Staatsanwaltschaft Mannheim, spezialisiert auf Wirtschaftskriminalität, weder Anklage erhoben noch Haftbefehl erlassen.
Wolfgang Horn hat eine weitere Anzeige am Hals
Zitat
Wolfgang Horn kann es anscheinend nicht lassen. Der seit nunmehr fast vier Jahren unter Betrugsverdacht stehende Konstanzer Jurist hat eine weitere Anzeige am Hals. Darin wird Horn beschuldigt, 15.000 Euro unterschlagen zu haben. Das Geld soll Horn als Anwalt im Namen einer Gesellschaft namens Seneca GmbH kassiert haben, und zwar von der Eigentümerin eines direkt an der Elbe liegenden Grundstücks in Dresden. Horn, der vermutlich unter chronischer Geldnot leide, habe dabei vorgegeben, das Grundstück im Auftrag von Seneca erwerben zu wollen und dabei das Kunststück fertig gebracht, erst einmal 15.000 Euro zu kassieren. Der angekündigte Grundstückkauf ist dann nicht zustande gekommen.
Die Frist für den Kauf verstrich ergebnislos
Hinter der Angelegenheit steht eine an sich gute Geschäftsidee. Es geht dabei um den Erwerb und die Vermarktung von Grundstücken an der Elbe mit Bootsliegeplatz. Nach dem Erwerb sollen die Grundstücke parzelliert, mit zusätzlichen Liegeplätzen bestückt und weiterverkauft werden. Mindestens in einem Fall ist Horn offensichtlich mit einer Grundstückseignerin vor etwa 10 Monaten handelseinig geworden. Horn, der zunächst in Konstanz, dann aber auch in den neuen Bundesländern, vor allem in Sachsen tätig war, wusste anscheinend, dass für den vorhandenen Liegeplatz an der Elbe von einem Bootseigner bereits die Jahresgebühr kassiert worden war. Er forderte die Eigentümerin auf, die 15.000 Euro schon einmal an ihn, beziehungsweise die Seneca GmbH, zu überweisen, da das Grundstück ja nun an eben diese Gesellschaft übereignet werde. Die Frau überwies das Geld. Doch dann verstrich die vereinbarte Frist für den Kauf des Grundstücks ergebnislos.
Ein Anwalt ist „entsetzt“
Christoph Sobek, der in Meissen ansässige Rechtsanwalt, der die Anzeige im Auftrag der Grundstückeigentümerin einreichte, erhielt mehr oder weniger zwangsläufig Kenntnis von den gegen Horn bereits laufenden Verfahren – und ist nun „entsetzt“ über den Schlendrian, den die zuständigen Staatsanwaltschaften an den Tag legten. Sobeks Empörung speist sich auch aus der Tatsache, dass sich Horn gegenüber der sich betrogen fühlenden Dresdner Grundstückeigentümerin ausdrücklich als Anwalt ausgegeben habe. Dabei sei Horn jegliche anwaltliche Tätigkeit von der Rechtsanwaltskammer des Freistaates Sachsen ausdrücklich untersagt worden, und dies verbunden mit einer „sofortigen Anordnung“. Horn, so sagt Sobek, habe gegen den Ausschluss aus der Anwaltskammer zwar Rechtsmittel eingelegt. Die Beschwerde sei jedoch, zuletzt vom Bundesgerichtshof (BGH), abgewiesen worden. Sobek: „Wolfgang Horn darf definitiv nicht mehr als Anwalt tätig sein.“
Anwaltstätigkeit endlich und endgültig zu Ende
Das sah zunächst anders aus: Horn, gegen den seit 2007 unter anderem wegen schweren Betrugs und Untreue ermittelt wird, wurde 2009 nach längerem Hin und Her die Zulassung als Anwalt aberkannt, dann aber zu Beginn des vergangenen Jahres wieder zugestanden. Daran änderte zunächst auch die Beschwerde des ehemaligen Konstanzer Bauunternehmers Rolf Dittus nichts. Ihm hatte Horn im Februar 2007 immerhin 250.000 Euro abgeluchst, und dieser Fall ist so gut dokumentiert, dass die bis heute fehlenden Konsequenzen jeden halbwegs rechtsempfindenden Mitbürger irritieren. Dittus‘ Beschwerde könnte aber dazu beigetragen haben, die Anwaltstätigkeit Horns endlich und endgültig zu unterbinden.
Auch ein Schweizer aus dem thurgauischen Weinfelden
Wolfgang Horn, einst denkbar prominent residierend in der Konstanzer Seestrasse 1 und in Schlosss Seeheim, hat einen erstaunlichen Niedergang inszeniert. Die inkriminierten Vorfälle reichen vom ordinären Betrug über die Überredung zu nicht abgesicherten Kreditinanspruchnahmen, fantasievollen Scheckfälschungen und anderen „betrügerischen Spielchen“ bis hin zur finanziellen Schädigung von Arbeitskollegen. Nebenher liess sich Wolfgang Horn offenbar auch ein mit international gesuchten Grossbetrügern. Rätselhaft mutet momentan noch der Name der Gesellschaft an, der Seneca GmbH, für die Horn in Sachsen als Anwalt auftrat. Geschäftsführer ist dem Vernehmen nach ein Schweizer Geschäftsmann aus Weinfelden, mit dem Horn schon vor Jahren zusammenspannte, offenbar, um im deutschen Osten Geschäfte zu machen. Andererseits gibt es Vermutungen, dass der Name der Gesellschaft niemand anderem als Horn selber zuzuordnen sei: Als „Seneca“ surfte Wolfgang Horn, wie gegenüber dornroeschen.nu belegt wurde, schon während seiner Konstanzer Zeit gerne auf so genannten Kontaktseiten im Internet herum.
Quelle: Dornröschen
In der Dresdner Villa Elysium heisst Horn längst Homm
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Konstanz/Dresden (gro) Während die Staatsanwaltschaft trotz erdrückender Beweise nicht dazu kommt, im Fall Wolfgang Horn voran zu machen, haben private Ermittlungen erboster Gläubiger neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Danach residiert der unter anderem des Betrugs und der Urkundenfälschung verdächtigte, bis 2010 auch in Konstanz tätige Anwalt Wolfgang Horn seit etwa einem Jahr unter falschem Namen in einer denkmalgeschützten Villa am Dresdner Elbufer. Horn nennt sich dort Homm. Auf einem Hörfehler beruht die Umfirmierung nicht: Horn ist als Homm auch schriftlich festgehalten. Dies gilt genau so für seine Frau. Sie firmiert als Mitmieterin einer Wohnung in der Villa Elysium nicht als Margot Mayr-Horn, sondern als Margot Mayr-Homm. Mit vor der vernebelten Partie ist ein Weinfelder Geschäftsmann.
Aus Horn mach‘ Homm und Mayr-Homm
Die Villa Elysium liegt inmitten eines wunderschönen Parks an der Bautzener Strasse 110, etwa 150 Meter von der Stelle entfernt, wo die umstrittene Waldschlösschenbrücke dereinst die Silhouette von Elbflorenz so empfindlich stören dürfte, dass der Stadt das Prädikat Weltkulturerbe wieder aberkannt wird. Die Horns oder Homms sind Mieter einer etwa 140 Quadratmeter grossen Wohnung. Darüber hinaus hat Wolfgang Homm alias Horn im Auftrag einer gewissen Seneca GmbH den Kaufvertrag zum Erwerb einer weiteren Wohneinheit innerhalb der Villa Elysium abgeschlossen. Der Vertrag ist zwar notariell beglaubigt. Doch bis jetzt ist vom vereinbarten, längst fälligen Kaufpreis offenbar nichts bezahlt worden. Die Dresdner Vertragspartner Horns/Homms prüfen jetzt, ob der der Vertrag nicht besser aufzulösen ist.
Weinfelder Treuhandfirma mit im Spiel
Für zusätzliche Skepsis hat bei der zuständigen Dresdner Immobiliengesellschaft der Anruf einer Grundstückseigentümerin gesorgt, die sich von der erwähnten Seneca GmbH ebenfalls betrogen fühlt. Horn/Homm hatte im Auftrag der Seneca GmbH vor Jahresfrist den Ankauf des direkt an der Elbe gelegenen Grundstücks annonciert, und deswegen von der Grundstückeigentümerin bereits gezahlte Liegeplatzgebühren eines Bootseigners eingefordert. Horn/Homm kassierte so 15.000 Euro. Doch zum Verkauf des Grundstücks kam es bislang nicht, und Horn/Homm hat nun eine weitere Betrugsanzeige am Hals. Als alleiniger Geschäftsführer der Seneca GmbH ist ein Weinfelder Geschäftsmann namens Johann Habegger eingetragen, Inhaber einer Thurgauer Treuhandfirma.
Der Fall Horn/Homm ist “nicht so dringend”
Der ehemalige Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus, 70, dem Wolfgang Horn vor vier Jahren 250.000 Euro abgeluchst hatte, gehört zu den erbittertsten Verfolgern Wolfgang Horns. Kein Wunder, Horn war seit 2001 der Anwalt seines Vertrauens und missbrauchte eben dieses vor vier Jahren „aufs Schändlichste“ (Dittus). Mindestens ebenso erbost ist Dittus über die staatlichen Strafverfolger. Obwohl zumindest sein Fall klar und eindeutig dokumentiert ist, seien auch über zwei Jahre nach der Strafanzeige weder Verhaftung noch Anklage in Sicht, und dies, obwohl der ehemalige Konstanzer Anwalt laut Dittus „sein Unwesen weiter treibt“. Zwei Beschwerden bei der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Mannheim waren erfolglos. Es gäbe wichtigere, dringendere Fälle, habe es dort geheissen, berichtet Dittus. Bis sein Fall Horn vor Gericht komme, könnten leicht noch einmal ein paar Jahre vergehen.
Den staatlichen Ermittlern sei ein zusätzlicher Hinweis der Gläubiger weiter gegeben: Die Horns/Homms fahren trotz amtlich festgestellter Vermögenslosigkeit des Hauptakteurs und trotz eines laufenden Insolvenzverfahrens recht dicke Autos. Wolfgang Horn/Homm einen 5-er BMW mit dem Kennzeichen R-OT-1567, Margot Mayr-Horn/Homm einen BMW Z3 mit dem Kennzeichen MEI-R-404.
Quelle: Dornröschen
Staatsanwalt: Anklage wahrscheinlich noch dieses Jahr
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Betrugsfall Horn – einerseits klein, andererseits zu gross
Konstanz/Mannheim (gro) Seit über vier Jahren wird gegen den ehemals Konstanzer Anwalt Wolfgang Horn, 55, wegen Betrugs, Scheckfälschung und Veruntreuung ermittelt. Obwohl der Sachverhalt weitgehend ausermiittelt sein dürfte, ist es bislang nicht zu einer Anklage gekommen. Der Fall Horn, so erklärte der zuständige Staatsanwalt, sei einerseits nicht so wichtig, es gebe dringendere Fälle. Anderseits sei der Fall Horn auch wieder zu umfangreich, um ihn gewissermassen nebenher aufzuarbeiten. Es solle aber „voraussichtlich noch dieses Jahr“ zu einer Anklage kommen.
Jurist mit anhaltender Geldnot
Erstmals angezeigt wurde Horn 2007 von dem ehemaligen Konstanzer Bauunternehmer Rolf Dittus. Horn war über Jahre hinweg Dittus‘ Vertrauensmann und Vermögensverwalter gewesen. Am Ende hatte er Dittus 250.000 Euro abgeluchst, die vertraglich vereinbarte Rückzahlung aber nicht eingehalten, mit einem gefälschten Scheck Zeit geschunden und sich dann abgesetzt, zuletzt unter einem falschen Namen (Wolfgang Homm) nach Dresden. Der offensichtlich unter anhaltender Geldnot leidende Jurist Horn, der zwischenzeitlich seine Zulassung verloren hat (aber trotzdem immer wieder als Anwalt aufgetreten sein soll), geriet vergangenes Jahr erneut in Ermittlungen, nachdem er die Eigentümerin eines am Dresdner Elbufer gelegenen Grundstücks um 15.000 Euro erleichtert hatte.
Der Zeuge Horn war einfach nicht zu finden
Als es am 14. Juli dieses Jahres vor einer Zivilkammer des Landgerichts Konstanz um einen Schaden von weit über 100.000 Euro ging, den ein Unternehmer aus einem Nachbarkreis einklagte, wurde die Verhandlung abgebrochen und auf unbestimmte Zeit vertagt. Denn Horn, als Zeuge geladen, war nicht erschienen. Die Ladung dazu, verkündete das Gericht, sei nicht zuzustellen gewesen; man habe Horn nicht finden können. Horn wäre ein massgeblicher Zeuge gewesen. Horn hatte den Kläger dazu gebracht, über 100.000 Euro für einen in Aussicht gestellten Millionenkredit auf sein (Horns) Anwaltskonto bei der Bezirkssparkasse Reichenau vorab als „Eigenkapital“ des Kreditnehmers einzuzahlen. Das Geld verschwand genau so wie andere „Eigenkapital“-Einzahlungen in ähnlichen Fällen. Der bestohlene Unternehmer will Wolfgang Horns damalige Partner, mit denen dieser seinerzeit in der Seestrasse 1 eine Anwaltskanzlei betrieb, für den Schaden mit haftbar machen (AZ 30384/09D). Die damaligen Partner Horns versichern, nichts von den Betrügereien gewusst zu haben.
Anwaltstätigkeit endlich und endgültig zu Ende
Horn, gegen den seit 2007 ermittelt wird, wurde 2009 nach längerem Hin und Her die Zulassung als Anwalt aberkannt, dann aber zu Beginn des vergangenen Jahres wieder zugestanden. Daran änderte zunächst auch die Beschwerde des ehemaligen Konstanzer Bauunternehmers Rolf Dittus nichts. Dabei ist der Betrugs Horns gegenüber Dittus so gut dokumentiert, dass die bis heute fehlenden Konsequenzen jeden halbwegs rechtsempfindenden Mitbürger irritieren. Dittus‘ hat sich deswegen, wie erwähnt, offiziell beschwert, und diese Beschwerde könnte dazu beigetragen haben, die Anwaltstätigkeit Horns endlich und endgültig zu unterbinden.
Kontakt mit international gesuchten Grossbetrügern
Wolfgang Horn, einst denkbar prominent residierend in der Konstanzer Seestrasse und in Schlosss Seeheim, hat einen erstaunlichen Niedergang inszeniert. Die Vorwürfe reichen vom ordinären Betrug über die Überredung zu nicht abgesicherten Kreditinanspruchnahmen, über Scheckfälschungen und anderen „betrügerischen Spielchen“ (Dittus) bis hin zur finanziellen Schädigung von Arbeitskollegen. Nebenher liess sich Wolfgang Horn offenbar auch ein mit international gesuchten Grossbetrügern.
Der Fall Horn wird mehrfach weiter gereicht
Nach etwa 12 Monate dauernden Ermittlungen am Bodensee hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz den Fall nach Mannheim an die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität überwiesen. Der zuständige Sachbearbeiter, der einige Monate später abberufen wurde zur Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, gab den Fall weiter an seinen Nachfolger. Der jedoch kam ebenfalls monatelang nicht dazu, den Fall weiter zu bearbeiten. Er reichte die Akte Horn nach 12 Monaten unbearbeitet zurück an den inzwischen aus Karlsruhe zurückgekehrten Staatsanwalt. Und der kam bis jetzt noch nicht dazu, den Fall weiter zu verfolgen.
Anklageschrift soll in den kommenden Monaten verfasst werden
Es gebe „eine ganze Reihe wesentlich dringenderer Fälle“ als die Sache mit Wolfgang Horn, versicherte der jetzt wieder zuständige Mannheimer Staatsanwalt. Etwa Fälle, bei denen die Hauptverdächtigten in Untersuchungshaft sitzen; oder Fälle, in denen die Schadenssummen „mehrstellige Millionensummen“ betrügen. Doch der Fall Horn sei andererseits zu komplex, um ihn „sozusagen nebenher“ mit einer fundierten Anklageschrift abzuschliessen. Es sei jedoch „davon auszugehen“, hiess es in Mannheim, dass dies im Laufe des Jahres 2011 trotz der anhaltenden Personalnot noch geschehen könne.
RE: Staatsanwalt: Anklage wahrscheinlich noch dieses Jahr
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Der Fall Horn, so erklärte der zuständige Staatsanwalt, sei einerseits nicht so wichtig, es gebe dringendere Fälle. Anderseits sei der Fall Horn auch wieder zu umfangreich, um ihn gewissermassen nebenher aufzuarbeiten. Es solle aber „voraussichtlich noch dieses Jahr“ zu einer Anklage kommen.
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Das Verfahren gegen den Betrüger Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Horn ist dort schon seit fast 4 Jahren anhängig, und bis heute ist immer noch kein Verfahren eröffnet.
Versprechen seitens des O-Staatsanwaltes, dass dies demnächt geschieht, wurden nicht eingehalten, auch lder etzte Termi, Frühjar 2012, ist verstrichen und nix passiert. Währenddessen spaziert der Betrüger Horn immer noch durch Radebeul und wird sicherlich zwischenzeitlich versucht haben mit kriminellen Methoden an Geld zu kommen.




