Um teure Parkgebühren in Manhattan zu sparen, füttern Autofahrer die Parkuhren mit ausländischen Münzen "von allen Kontinenten". Nun hofft die Stadt, mit einer Versteigerung der exotischen Zahlmittel die Einnahmeausfälle wettzumachen.
Die Verkehrsbehörden in New York versteigern mehr als 200 Kilogramm ausländische Münzen. Das Geld hat sich in den vergangenen Monaten in den 62.000 Parkuhren der Stadt angesammelt.
"Wir haben so ungefähr jede Währung von allen Kontinenten. Die beliebtesten sind die griechischen Drachmen“, sagte der stellvertretende Parkuhrenchef Anthony Alfano der New York Daily News.
Parkwillige verwenden ausländische Münzen geringen Wertes statt "harter Dollar“, um die Parkuhren zu überlisten und Geld zu sparen.
Die ungewöhnliche Sammlung soll nun an den Meistbietenden abgegeben werden.
Bedingung: Der Käufer muss alle Münzen nehmen - und die füllen achteinhalb Geldsäcke. Die Stadt hofft, mit der Versteigerung wenigstens einen Teil der Einnahmeausfälle von schätzungsweise 8500 Dollar (rund 6000 Euro) wieder hereinzubekommen.
Insgesamt nimmt New York durch die Parkuhren etwa 90 Millionen Dollar Münzgeld im Jahr ein. Dabei ist das Parken an einem der "Muni-Meter“ mit zwei Dollar pro Stunde noch ausgesprochen billig. In einem Innenstadt-Parkhaus kann die Stunde schon mal 20 Dollar kosten.
Und ein Bauunternehmer bietet derzeit in seinem Appartement-Neubau in Chelsea Stellplätze für 225.000 Dollar zum Verkauf an - andernorts in den USA ist das der Preis für ein Einfamilienhaus. Quelle: SZ
Moderatortipp: Wenn der Betrag, den man für die Münzen zahlt geringer ist als der Wert, den die Münzen scheinbar in Dollar darstellen, kann man die Parkuhren wieder über Jahre günstig nutzen.