Dieseltreibstoff aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen
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eagleflight
inaktiv
Hierzu mein Kommentar:
Die Pyrolyse ist ja ein alter Hut.
Selbstverständlich zersetzen sich Kunststoffe bei solchen Temperaturen in ihre Bestandteile und bilden kondensierbare Gase.
Selbst Siemens hat schon bei dem, nach wenigen Betriebsstunden stillgelegten, Müllkraftwerk in Fürth (es wurden nur 600 Mill. DM öffentliche Mittel verbraten) versucht mittels Verschwelung Müll zu verarbeiten.
Die kritische Temepartur liegt bei 450°C+, denn dann entstehen Dioxine und Furane, die jedes Verfahren problematisch machen. Hier hilft nur die Katalyse, die eben eine frühere Reaktion bewirkt. Von den Schwermetalle, PCB und anderen Halogenen, die im Kunststoff enthalten sind und bei solchen Temeparturen bösartigste Verbindungen bilden erst gar nicht zu reden.
Das zweite Problem ist der sogen. "Diesel". Diesel ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffketten mit einer bestimmten Länge und einem ziemlich genauen Siedepunkt von 270°C. Dazu bestimmten Eigenschaften wie z.B. Heizwert, Schmierfähigkeit, Wassergehalt usw. Es leuchtet sicher jedem ein, daß bei Temperaturen weit über dem Dieselsiedepunkt alle möglichen Ketten entstehen, aber selten genau solche, die den Diesel (s.o.) mit seinen Eigenschaften ausmachen. Daraus folgendernd gibt es ja die Fischer-Tropsch Synthese, die nämlich aus den verschieden langen CH Ketten den Kraftstoff synthetisiert, also die Ketten wieder so zusammenbaut, wie man sie benötigt. (siehe Choren, Clyvia et all.) Msn schaltet also einen zweiten Prozess nach, der exacte Verfahrensschritte benötigt und stellt so den Diesel her. Das ist gängige und Energieaufwendige Technik.
Der Charme an der Niederdruckthermokatalyse (Verfahren Prof. Bayer und Alphakat) liegt daran, daß man den zweiten Schritt nicht benötigt, da bereits durch den Katalysator die Temperatur so niedrig gehalten werden kann, das eben nur die Kohlenwasserstoffe abgeschieden werden, die bei ca. 270°C sieden. Dioxine und Furane können da gar nicht entstehen.
Man sollte also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Das NTK Verfahren ist mit Abstand das eleganteste und effektivste Verfahren.....
Wenn es denn mal Grosstechnisch geht.
Allen eifrigen Lesern wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch.
Eagle
Die Pyrolyse ist ja ein alter Hut.
Selbstverständlich zersetzen sich Kunststoffe bei solchen Temperaturen in ihre Bestandteile und bilden kondensierbare Gase.
Selbst Siemens hat schon bei dem, nach wenigen Betriebsstunden stillgelegten, Müllkraftwerk in Fürth (es wurden nur 600 Mill. DM öffentliche Mittel verbraten) versucht mittels Verschwelung Müll zu verarbeiten.
Zitat
Unerwünschter Prototyp in Fürth
Ein solches Verfahren wurde in einer Schwelbrennanlage im bayerischen Fürth erprobt, die 1997 ihren Betrieb aufnahm. Bei dem von der Firma Siemens entwickelten Verfahren wurden die giftigen Schwermetalle der Schlacke in einem glasartigen Granulat unlöslich und für die Umwelt unschädlich eingebunden. Nach heftigen Protesten der Anwohner und nach mehreren Störfällen - während eines Giftgasaustritts wurden 60 Menschen verletzt - wurde die Anlage aber bereits nach zwei Jahren wieder still gelegt.
Die kritische Temepartur liegt bei 450°C+, denn dann entstehen Dioxine und Furane, die jedes Verfahren problematisch machen. Hier hilft nur die Katalyse, die eben eine frühere Reaktion bewirkt. Von den Schwermetalle, PCB und anderen Halogenen, die im Kunststoff enthalten sind und bei solchen Temeparturen bösartigste Verbindungen bilden erst gar nicht zu reden.
Das zweite Problem ist der sogen. "Diesel". Diesel ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffketten mit einer bestimmten Länge und einem ziemlich genauen Siedepunkt von 270°C. Dazu bestimmten Eigenschaften wie z.B. Heizwert, Schmierfähigkeit, Wassergehalt usw. Es leuchtet sicher jedem ein, daß bei Temperaturen weit über dem Dieselsiedepunkt alle möglichen Ketten entstehen, aber selten genau solche, die den Diesel (s.o.) mit seinen Eigenschaften ausmachen. Daraus folgendernd gibt es ja die Fischer-Tropsch Synthese, die nämlich aus den verschieden langen CH Ketten den Kraftstoff synthetisiert, also die Ketten wieder so zusammenbaut, wie man sie benötigt. (siehe Choren, Clyvia et all.) Msn schaltet also einen zweiten Prozess nach, der exacte Verfahrensschritte benötigt und stellt so den Diesel her. Das ist gängige und Energieaufwendige Technik.
Der Charme an der Niederdruckthermokatalyse (Verfahren Prof. Bayer und Alphakat) liegt daran, daß man den zweiten Schritt nicht benötigt, da bereits durch den Katalysator die Temperatur so niedrig gehalten werden kann, das eben nur die Kohlenwasserstoffe abgeschieden werden, die bei ca. 270°C sieden. Dioxine und Furane können da gar nicht entstehen.
Man sollte also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Das NTK Verfahren ist mit Abstand das eleganteste und effektivste Verfahren.....
Wenn es denn mal Grosstechnisch geht.
Allen eifrigen Lesern wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch.
Eagle
Borealis
inaktiv
Vor kurzem befand sich auf der Clyvia-Homepage unter Markt / Wettbewerbsvorteil noch folgende, die Anleger irreführende Falschmeldung: " Das Alleinstellungsmerkmal von Clyvia ist durch drei erteilte und ein angemeldetes Patent bestmöglich abgesichert." Die gleiche Behauptung stand in einem zwanzigseitigen Webeheft eines Börsenverlages, das für Clyvia-Aktien werben wollte und an zahlreiche Haushalte verschickt worden ist.
Mittlerweile befindet sich diese Formulierung nicht mehr auf der Homepage. Jetzt ist dort nur noch die Rede von drei Patenten, die sich im Prüfungsverfahren befinden würden, und mit deren Patenterteilung im März 2006 gerechnet wird, sowie von einer Patentanmeldung.
Ich nehme für mich in Anspruch, diese Formulierungsänderung durch die Ankündigung von Maßnahmen zur strafrechtlichen Verfolgung herbeigeführt zu haben. Gleichzeitig werte ich diese Änderung als Eingeständnis der Unwahrheit der ursprünglichen Behauptung, im Besitz von drei erteilten Patenten zu sein.
Um welche Patente handelt es sich?
Im Quartalsbericht zum 31.7.2005 finden wir im Anhang 10.6 eine Lizenzvereinbarung zwischen der ECO Impact GmbH und der Clyvia Technology GmbH, in der ECO Impakt für seine Patentanmeldungen DE 19708384, DE 19837276 und DE 19837277 Clyvia ein Nutzungsrecht und ein Recht zur Vergabe von Unterlizenzen einräumt.
Auf meine Anfrage an Clyvia, welches die auf der Homepage genannten drei erteilten Patente seien, antwortete mir Herr Sappok mit der Angabe obiger drei Nummern jeweils mit dem Zusatz A1.
Genau dieser Zusatz A1 bedeutet aber, daß es im Gegensatz zu der Behaupttung auf der Homepage keine erteilten Patente sind, die einen umfassenden Patentschutz gewährt hätten, sondern lediglich die Offenlegungsschriften von Patentanmeldungen sind. Diese gewähren, solange sie noch nicht als Patent bestätigt sind, fast keinen Schutz. Die einzige Wirkung wäre, daß jeder, der danach versucht, die in den Offenlegungsschriften beschriebenen Sachen als Patent anzumelden, mit einer Ablehnung zu rechnen hat.
Es ist also zweierlei festzuhalten:
- Clyvia hat keine erteilten Patente!
- die angegebenen Patentanmeldungen sind nicht von Clyvia erarbeitet worden, sondern von der ECO Impakt GmbH!
Aber was nicht ist, könnte ja noch etwas werden, und Clyvia behauptet ja in der neuen Formulierung auf der Homepage, es sei mit der Patenterteilung im März 2006 zu rechnen.
Also schauen wir mal nach, wie es diesbezüglich tatsächlich bestellt ist:
Für die Patentanmeldung DE 19837276 A1 wird es definitiv keine Patenterteilung geben!
Diese Patentanmeldung ist am 18.8.1998 beim Patentamt eingereicht worden. Ein Patent kann nur nach erfolgreichem Bestehen eines Prüfungsverfahrens erteilt werden. Der Antrag auf diese Prüfung muß spätestens sieben Jahre nach der Anmeldung gestellt werden. Diese Prüfung ist aber weder von ECO Impakt noch von Clyvia beantragt worden. Nach Ablauf der sieben Jahre ist diese Anmeldung deshalb am 19.8.2005 vom Patentamt wegen Nichtstellung des Prüfungsantrages als zurückgenommen eingestuft worden und ist damit erloschen.
Nicht viel besser sieht es bei der Patentanmeldung DE 19837277 aus. Diese ist ebenfalls am 18.8.1998 angemeldet worden und nach sieben Jahren vom Patentamt wegen Nichtstellung des Prüfungsantrages als zurückgezogen eingestuft worden.
Gegen diese Entscheidung des Patentamtes ist Widerspruch eingelegt worden und die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt worden. Die Erfolgsaussichten sind ungewiß.
Es müßte dazu glaubhaft nachgewiesen werden, daß man unverschuldet verhindert war, den Prüfungsantrag innerhalb von sieben Jahren noch vor dem 19.8.2005 zu stellen. (Allein die Vorstellung halte ich für abwegig.) Sobald das Patentamt darüber entschieden hat, werde ich das Ergebnis hier mitteilen.
Schlecht stehen auch die Chancen für eine Patenterteilung zur Anmeldung DE 19708384 A1.
Diese ist am 1.3.1997 angemeldet worden. Die Prüfung wurde am 1.3.2004 (am letzten Tag ) beantragt.
Am 16.9.2005 hat das Patentamt einen ablehnenden Bescheid erlassen.
Entgegengehalten wurden folgende drei bereits vorliegende ältere Anmeldungen:
DE 3814146 C2,
DE 576210 C (aus dem Jahre 1931!) und
DE 4128180 A1 .
Gegen diese Entscheidung des Patentamtes besteht noch die Möglichkeit zur Erwiderung.
Ob es bei dieser Sachlage gerechtfertigt ist, von drei erteilten Patenten, oder von einer im März 2006 erwarteten Patenterteilung für die drei Anmeldungen zu sprechen, und wie es um die Glaubwürdigkeit der Autoren solcher Behauptungen bestellt ist, möge jeder selber beurteilen.
Mittlerweile befindet sich diese Formulierung nicht mehr auf der Homepage. Jetzt ist dort nur noch die Rede von drei Patenten, die sich im Prüfungsverfahren befinden würden, und mit deren Patenterteilung im März 2006 gerechnet wird, sowie von einer Patentanmeldung.
Ich nehme für mich in Anspruch, diese Formulierungsänderung durch die Ankündigung von Maßnahmen zur strafrechtlichen Verfolgung herbeigeführt zu haben. Gleichzeitig werte ich diese Änderung als Eingeständnis der Unwahrheit der ursprünglichen Behauptung, im Besitz von drei erteilten Patenten zu sein.
Um welche Patente handelt es sich?
Im Quartalsbericht zum 31.7.2005 finden wir im Anhang 10.6 eine Lizenzvereinbarung zwischen der ECO Impact GmbH und der Clyvia Technology GmbH, in der ECO Impakt für seine Patentanmeldungen DE 19708384, DE 19837276 und DE 19837277 Clyvia ein Nutzungsrecht und ein Recht zur Vergabe von Unterlizenzen einräumt.
Auf meine Anfrage an Clyvia, welches die auf der Homepage genannten drei erteilten Patente seien, antwortete mir Herr Sappok mit der Angabe obiger drei Nummern jeweils mit dem Zusatz A1.
Genau dieser Zusatz A1 bedeutet aber, daß es im Gegensatz zu der Behaupttung auf der Homepage keine erteilten Patente sind, die einen umfassenden Patentschutz gewährt hätten, sondern lediglich die Offenlegungsschriften von Patentanmeldungen sind. Diese gewähren, solange sie noch nicht als Patent bestätigt sind, fast keinen Schutz. Die einzige Wirkung wäre, daß jeder, der danach versucht, die in den Offenlegungsschriften beschriebenen Sachen als Patent anzumelden, mit einer Ablehnung zu rechnen hat.
Es ist also zweierlei festzuhalten:
- Clyvia hat keine erteilten Patente!
- die angegebenen Patentanmeldungen sind nicht von Clyvia erarbeitet worden, sondern von der ECO Impakt GmbH!
Aber was nicht ist, könnte ja noch etwas werden, und Clyvia behauptet ja in der neuen Formulierung auf der Homepage, es sei mit der Patenterteilung im März 2006 zu rechnen.
Also schauen wir mal nach, wie es diesbezüglich tatsächlich bestellt ist:
Für die Patentanmeldung DE 19837276 A1 wird es definitiv keine Patenterteilung geben!
Diese Patentanmeldung ist am 18.8.1998 beim Patentamt eingereicht worden. Ein Patent kann nur nach erfolgreichem Bestehen eines Prüfungsverfahrens erteilt werden. Der Antrag auf diese Prüfung muß spätestens sieben Jahre nach der Anmeldung gestellt werden. Diese Prüfung ist aber weder von ECO Impakt noch von Clyvia beantragt worden. Nach Ablauf der sieben Jahre ist diese Anmeldung deshalb am 19.8.2005 vom Patentamt wegen Nichtstellung des Prüfungsantrages als zurückgenommen eingestuft worden und ist damit erloschen.
Nicht viel besser sieht es bei der Patentanmeldung DE 19837277 aus. Diese ist ebenfalls am 18.8.1998 angemeldet worden und nach sieben Jahren vom Patentamt wegen Nichtstellung des Prüfungsantrages als zurückgezogen eingestuft worden.
Gegen diese Entscheidung des Patentamtes ist Widerspruch eingelegt worden und die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt worden. Die Erfolgsaussichten sind ungewiß.
Es müßte dazu glaubhaft nachgewiesen werden, daß man unverschuldet verhindert war, den Prüfungsantrag innerhalb von sieben Jahren noch vor dem 19.8.2005 zu stellen. (Allein die Vorstellung halte ich für abwegig.) Sobald das Patentamt darüber entschieden hat, werde ich das Ergebnis hier mitteilen.
Schlecht stehen auch die Chancen für eine Patenterteilung zur Anmeldung DE 19708384 A1.
Diese ist am 1.3.1997 angemeldet worden. Die Prüfung wurde am 1.3.2004 (am letzten Tag ) beantragt.
Am 16.9.2005 hat das Patentamt einen ablehnenden Bescheid erlassen.
Entgegengehalten wurden folgende drei bereits vorliegende ältere Anmeldungen:
DE 3814146 C2,
DE 576210 C (aus dem Jahre 1931!) und
DE 4128180 A1 .
Gegen diese Entscheidung des Patentamtes besteht noch die Möglichkeit zur Erwiderung.
Ob es bei dieser Sachlage gerechtfertigt ist, von drei erteilten Patenten, oder von einer im März 2006 erwarteten Patenterteilung für die drei Anmeldungen zu sprechen, und wie es um die Glaubwürdigkeit der Autoren solcher Behauptungen bestellt ist, möge jeder selber beurteilen.
eagleflight
inaktiv
@Borealis
Tja das untermauert ja die diversen Vermutungen........
Interessant wäre auch zu wissen wer den diese ECO Impakt Firma ist.
Wenn man im Google schaut findet man:
Allerdings stehen auf der Webseite keinerlei weitere Informationen sondern nur der Vermerk, daß die Seite gerade überarbeitet wird und im Januar neu aufgelegt werden soll. - irgendwie komisch im Zusammenhang. Worum geht es eigentlich in den genannten Patentanmeldungen ? Gibt es einen link dazu beim Patentamt ? Kann man den Börsenbrief irgendwo downloaden ? Noch etwas. Jede Firma, die an der Börse gelistet ist, egal ob in den USA oder in der BRD oder sonstwo muß den Prospekt, mit dem Anleger geworben werden offen legen und bei der Börsenaufsicht einreichen. Das ist Bestandteil der Corporate Governance Regelungen und zum Anlegerschutz wichtig. Der Anleger muß auf den Prospekt vertrauen können und das wird, zumindest in Deutschland und den USA gar nicht gerne gesehene, wenn im Propekt gemogelt wird. Selbt die Herausgeber von Börsenbriefen haben eine Sorgfalltspflicht und müssen prüfen, was sie an Informationen verbreiten. Vielleicht sollte man mal beim BaFin (Bundesamt für Finanzaufsicht) danach fragen. Die Behauptung Patente zu besitzen ist ja eine eindeutige Sache und leicht online zu überprüfen. Dumm, wenn sich dann herausstellt, das dem nicht so ist. Dann müsste eine öffentliche Korrekturmeldung herausgegeben werden und den Anlegern reiner Wein eingeschenkt werden, diese könnten aussteigen oder Schadenersatz verlangen, wobei die Konsequenzen für die Gesellschaft nicht absehbar wären. Upps......... ------------------------------------------------------------------------ Ach so, hab ich vergessen. Allen Gomap's ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr. Gruß Eagle
Zitat
www.ecoimpact.de ECO IMPACT Gesellschaft für Umwelttechnik mbH Bergische Str. 21 42781 Haan Tel: +49 (0) 2129 / 37 48 27 Fax: +49 (0) 2129 / 37 89 99 (Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) Geschäftsführer: Wilhelm Brüske Amtsgericht Wuppertal HRB Nr. 17014 Ust-Ident-Nr. DE 186624571 Ust.-Nr. 135/5721/0990
Borealis
inaktiv
Clyvia-"Patente"
Kann sein, daß das mit der Überarbeitung der Homepage von ECO Impakt auch auf meine Kappe geht.
Bis vor kurzem befand sich dort noch der Hinweis, Inhaber der dei Patente zu sein, die an Clyvia "lizensiert" worden sind.
Ich hatte Clyvia wegen der Behauptung, im Besitz von drei erteilten Patenten zu sein, meinen dringenden Verdacht auf Anlegertäuschung und beabsichtigte Strafanzeige mitgeteilt.
Clyvia hat sich daraufhin wahrscheinlich auch an ECO Impakt gewandt, daß deren Aussagen auf der Homepage nicht haltbar sind.
Der Inhalt von Patenten oder Patentanmeldungen kann beim Patentinformationsservice des Deutschen Patentamtes
www.depatisnet.de
eingesehen werden.
Dort 'Recherche' anklicken und 'Einsteiger' wählen.
In der dann erscheinenden Eingabemaske kann dann z.B. nach bestimmten Patentnummern, nach Patentanmeldungen bestimmter Personen oder Firmen (Erfinder, Anmelder) oder nach bestimmten Inhalten gesucht werden.
Der Rechststand einer Patentanmeldung kann bei
https://dpinfo.dpma.de abgefragt werden.
Die wollen, daß der Nutzer sich dort vorher anmeldet. Ist aber unproblematisch und kostenlos.
Das von Clyvia angegebene "Patent" DE 19837277 beinhaltet die thermische Behandlung der Ausgangsstoffe in einer waagerechten oder bevorzugt schräg gestellten Crack- und Destillationskammer. In diesem Raum sorgen ein oder zwei Schnecken für die Durchmischung und den Transport des Materials. Die Schnecken sollen auch sich bildende Ablagerungen von der Wandung abkratzen. Auf dem Crack- bzw. Destillationsraum ist eine Destillationskolonne aufgesetzt.
In "Patent" 19837276 können auch mehrere solcher Einheiten (z.B. drei) hintereinander geschaltet werden.
"Patent" 19708384 sieht mehrere Destillationskolonnen vor, die auf einer durchgehenden Crack- und Destillationskammer aufgesetzt sind.
Diese Patentanmeldung hat bereits das Prüfungsverfahren durchlaufen und ist in einem (noch anfechtbaren) Bescheid vom Patentamt abgelehnt worden.
Entgegengehalten wurden unter anderem DE 3814146 und DE 4128180.
In diesen Anmeldungen ist bereits die Vervendung von Schnecken zur Vermischung, zum Transport und zur Reinigung der Wandungen und die Verwendung von Destillationskolonnen beschrieben. Die "Clyvia-Anmeldung" kann demgegenüber nichts wesentlich neues bieten.
Das ist auch der Grund, warum in der Clyvia-Pilotanlage auch nicht das in den drei Patentanmeldungen beschriebene Verfahren (mit dem die Clyvia-Technologie angeblich bestmöglich abgesichert sein sollte) zum Einsatz kommt. Dies wäre nämlich eine Verletzung des bereits an einen anderen erteilten Patents DE 3814146.
Deswegen kommt jetzt als Crack- und Destillationskammer ein Rührkessel zum Einsatz, in dem der Rührer gleichzeitig die Ablagerungen von der Wandung abkratzen soll. Diese Methode ist wahrscheinlich auch Inhalt einer neuen Patentanmeldung (vorläufige Nummer 102005 010 151.
, die aber noch nicht veröffentlicht worden ist.
Ob das, was die Hausfrau im Kochtopf macht (beim Umrühren die Ablagerungen von der Topfwandung zu entfernen) patentierbar ist, erscheint fraglich.
Bis vor kurzem befand sich dort noch der Hinweis, Inhaber der dei Patente zu sein, die an Clyvia "lizensiert" worden sind.
Ich hatte Clyvia wegen der Behauptung, im Besitz von drei erteilten Patenten zu sein, meinen dringenden Verdacht auf Anlegertäuschung und beabsichtigte Strafanzeige mitgeteilt.
Clyvia hat sich daraufhin wahrscheinlich auch an ECO Impakt gewandt, daß deren Aussagen auf der Homepage nicht haltbar sind.
Der Inhalt von Patenten oder Patentanmeldungen kann beim Patentinformationsservice des Deutschen Patentamtes
www.depatisnet.de
eingesehen werden.
Dort 'Recherche' anklicken und 'Einsteiger' wählen.
In der dann erscheinenden Eingabemaske kann dann z.B. nach bestimmten Patentnummern, nach Patentanmeldungen bestimmter Personen oder Firmen (Erfinder, Anmelder) oder nach bestimmten Inhalten gesucht werden.
Der Rechststand einer Patentanmeldung kann bei
https://dpinfo.dpma.de abgefragt werden.
Die wollen, daß der Nutzer sich dort vorher anmeldet. Ist aber unproblematisch und kostenlos.
Das von Clyvia angegebene "Patent" DE 19837277 beinhaltet die thermische Behandlung der Ausgangsstoffe in einer waagerechten oder bevorzugt schräg gestellten Crack- und Destillationskammer. In diesem Raum sorgen ein oder zwei Schnecken für die Durchmischung und den Transport des Materials. Die Schnecken sollen auch sich bildende Ablagerungen von der Wandung abkratzen. Auf dem Crack- bzw. Destillationsraum ist eine Destillationskolonne aufgesetzt.
In "Patent" 19837276 können auch mehrere solcher Einheiten (z.B. drei) hintereinander geschaltet werden.
"Patent" 19708384 sieht mehrere Destillationskolonnen vor, die auf einer durchgehenden Crack- und Destillationskammer aufgesetzt sind.
Diese Patentanmeldung hat bereits das Prüfungsverfahren durchlaufen und ist in einem (noch anfechtbaren) Bescheid vom Patentamt abgelehnt worden.
Entgegengehalten wurden unter anderem DE 3814146 und DE 4128180.
In diesen Anmeldungen ist bereits die Vervendung von Schnecken zur Vermischung, zum Transport und zur Reinigung der Wandungen und die Verwendung von Destillationskolonnen beschrieben. Die "Clyvia-Anmeldung" kann demgegenüber nichts wesentlich neues bieten.
Das ist auch der Grund, warum in der Clyvia-Pilotanlage auch nicht das in den drei Patentanmeldungen beschriebene Verfahren (mit dem die Clyvia-Technologie angeblich bestmöglich abgesichert sein sollte) zum Einsatz kommt. Dies wäre nämlich eine Verletzung des bereits an einen anderen erteilten Patents DE 3814146.
Deswegen kommt jetzt als Crack- und Destillationskammer ein Rührkessel zum Einsatz, in dem der Rührer gleichzeitig die Ablagerungen von der Wandung abkratzen soll. Diese Methode ist wahrscheinlich auch Inhalt einer neuen Patentanmeldung (vorläufige Nummer 102005 010 151.
, die aber noch nicht veröffentlicht worden ist.Ob das, was die Hausfrau im Kochtopf macht (beim Umrühren die Ablagerungen von der Topfwandung zu entfernen) patentierbar ist, erscheint fraglich.
eagleflight
inaktiv
Wenn ja das Abkratzen des Kohlenstoffs an den Wandungen alles wäre, wäre die Technik schon längst auf dem Markt.
Man muss sich einmal vor Augen führen, warum sich an den Wandungen Kohlenstoff absetzt und welche Konsequenzen das für die Reaktion hat.
Die Reaktoren sind normelerweise Behälter die von Aussen geheizt werden.
Biomasse hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit, deshalb benötigt man eine hohe Temperaturdifferenz an den Wandungen der Kessel um genügend Wärme in die Masse zu transportieren. Das bedeutet die Wandungen (bzw. die Heizung der Wandungen) der Behälter sind auf mind. 600-700°C aufzuheizen damit im Innern eine Temperatur von ca. 500°C für die flash-pyrolyse entsteht. Damit verkohlt die Biomasse unmittelbar an den Wandungen bevor der Innenraum entsprechend heiß ist. Dumm ist, daß bei diesen Temperaturen bereits die gefürchteten Dioxine entstehen und man ziemlich nahe an den Flammpunkt der Masse heran kommt.
Die Uni Gießen hat das mit einem vertikalen Schneckenreaktor gelöst, Alphakat mit dem hydraulischen Energieeintrag. Clyvia schabt den Kohlenstoff von den Wandungen ab.
Nur wem gelingt, die Energie so einzutragen, daß keine Überhitzungen entstehen und wer den Kohlenstoffausfall extrem minimiert, der ist in der Lage wirtschaftlich zu arbeiten, da die Zersetzung zu Kohlenstoff den Wirkungsgrad dramatisch reduziert und viel zu viel Energie verbraucht.
Man muss sich einmal vor Augen führen, warum sich an den Wandungen Kohlenstoff absetzt und welche Konsequenzen das für die Reaktion hat.
Die Reaktoren sind normelerweise Behälter die von Aussen geheizt werden.
Biomasse hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit, deshalb benötigt man eine hohe Temperaturdifferenz an den Wandungen der Kessel um genügend Wärme in die Masse zu transportieren. Das bedeutet die Wandungen (bzw. die Heizung der Wandungen) der Behälter sind auf mind. 600-700°C aufzuheizen damit im Innern eine Temperatur von ca. 500°C für die flash-pyrolyse entsteht. Damit verkohlt die Biomasse unmittelbar an den Wandungen bevor der Innenraum entsprechend heiß ist. Dumm ist, daß bei diesen Temperaturen bereits die gefürchteten Dioxine entstehen und man ziemlich nahe an den Flammpunkt der Masse heran kommt.
Die Uni Gießen hat das mit einem vertikalen Schneckenreaktor gelöst, Alphakat mit dem hydraulischen Energieeintrag. Clyvia schabt den Kohlenstoff von den Wandungen ab.
Nur wem gelingt, die Energie so einzutragen, daß keine Überhitzungen entstehen und wer den Kohlenstoffausfall extrem minimiert, der ist in der Lage wirtschaftlich zu arbeiten, da die Zersetzung zu Kohlenstoff den Wirkungsgrad dramatisch reduziert und viel zu viel Energie verbraucht.
Borealis
inaktiv
ThermoFuel
Kennt ihr schon die Firma Ozmo Energy?
Die bauen Anlagen für die katalytische Depolymerisation von Kunststoffen zur Gewinnung von Diesel ("ThermoFuel") und machen eigentlich einen sehr kompetenten Eindruck, nicht marktschreierisch, sondern sachlich.
Und haben bereits eine ganze Reihe von Anlagen verkauft, von denen einige in Japan bereits seit mehr als 10 Jahren laufen. Voriges Jahr sind etliche nach Großbritannien, Irland und Spanien verkauft worden.
Besonders informativ sind die umfangreichen Angaben auf der Homepage zu den FAQ. Während die meisten Konkurrenten sich als Alleskönner präsentieren, die vorgeben, fast alles verarbeiten zu können, weist Ozmo Energy auf beträchtliche Unterschiede im Verhalten der Kunststoffe hin, die zu größeren Problemen führen können, wenn sie nicht beachtet werden. Um diese Infos abrufen zu können, muß man sich aber vorher noch anmelden. Ist aber kein Problem.
www.ozmoenergy.de
Die bauen Anlagen für die katalytische Depolymerisation von Kunststoffen zur Gewinnung von Diesel ("ThermoFuel") und machen eigentlich einen sehr kompetenten Eindruck, nicht marktschreierisch, sondern sachlich.
Und haben bereits eine ganze Reihe von Anlagen verkauft, von denen einige in Japan bereits seit mehr als 10 Jahren laufen. Voriges Jahr sind etliche nach Großbritannien, Irland und Spanien verkauft worden.
Besonders informativ sind die umfangreichen Angaben auf der Homepage zu den FAQ. Während die meisten Konkurrenten sich als Alleskönner präsentieren, die vorgeben, fast alles verarbeiten zu können, weist Ozmo Energy auf beträchtliche Unterschiede im Verhalten der Kunststoffe hin, die zu größeren Problemen führen können, wenn sie nicht beachtet werden. Um diese Infos abrufen zu können, muß man sich aber vorher noch anmelden. Ist aber kein Problem.
www.ozmoenergy.de
eagleflight
inaktiv
Ozmotec geht den Weg über das katalytische Cracken in der Gasphase.
Wer die vorherigen Postings aufmerksam liest, findet die Unterschiede in den Verfahren.
Hier wird Plastic aufgeheizt, verdampft und dann katalytisch behandelt.
Das Verfahren funktioniert bei allen angegebenen Stoffen. Problematisch wird es erst, wenn Halogenhaltige Stoffe dazukommen, denn dann entstehen die gefährlichen Dioxine, die auch durch waschen oder verbrennen nicht vollständig zerstört werden können.
Ich habe leider nicht gehört, ob die angekündigten Anlagen zwischenzeitlich gebaut sind und funktionieren, kann mir aber gut vorstellen, daß, sofern die Eingangsstoffe "sauber" sind es ganz gut funktioniert.
Ein ähnliches Verfahren bietet die Firma Changing wolrd Technologies http://www.changingworldtech.com/ .
Wie schon gesagt, die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es nicht und man muss die geeigneten Verfahren für die einzelnen Stoffe finden.
Gruß
Eagle
Wer die vorherigen Postings aufmerksam liest, findet die Unterschiede in den Verfahren.
Hier wird Plastic aufgeheizt, verdampft und dann katalytisch behandelt.
Das Verfahren funktioniert bei allen angegebenen Stoffen. Problematisch wird es erst, wenn Halogenhaltige Stoffe dazukommen, denn dann entstehen die gefährlichen Dioxine, die auch durch waschen oder verbrennen nicht vollständig zerstört werden können.
Ich habe leider nicht gehört, ob die angekündigten Anlagen zwischenzeitlich gebaut sind und funktionieren, kann mir aber gut vorstellen, daß, sofern die Eingangsstoffe "sauber" sind es ganz gut funktioniert.
Ein ähnliches Verfahren bietet die Firma Changing wolrd Technologies http://www.changingworldtech.com/ .
Wie schon gesagt, die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es nicht und man muss die geeigneten Verfahren für die einzelnen Stoffe finden.
Gruß
Eagle
ulev
inaktiv
Ich habe mir heute mal die Zeit genommen, alle Beiträge zu diesem Thema vollständig zu lesen. Ich beschäftige mich seit ca. 6 Monaten aus dem Blickwinkel Betreiber/Investor mit den hier behandelten Technologien. Insbesondere die Beträge bezüglich des Geschäftsgebarens von Alphakat und Clyvia haben mich immer wieder zu schmunzelnder Zustimmung gebracht.
Meine persönliche Einschätzung zur Technologie finde ich hier bestätigt: Wenn der von Dr. Koch/Alphakat eingeschlagene Weg eines Tages anlagentechnisch machbar ist, dann ist dies wohl das aussichtsreichste Verfahren.
Etwas unterbelichtet ist in der bisherigen Diskussion nach meiner Meinung die Auseinandersetzung mit der Wirtschaftlichkeit. Hier spielen nach unseren Kalkulationen sowohl Standortfaktoren als auch das gewählte Inputmaterial die entscheidende Rolle.
Die Verwertung von Kunststoffabfällen innerhalb der EU am Ort Ihrer Entstehung bringt zum Beispiel auch in worst case Szenarien einen so hohen Deckungsbeitrag, daß die Kosten erheblich unter 0,50 EUR gedrückt werden können, selbst bei der erforderlichen aufwendigen Vorbehandlung des Materials. Vorausgesetzt natürlich, daß endlich mal eine geeignete Anlage mit einer Produktionskapazität zwischen 500 und 2000 Ltr. Output bereit steht und eine Verfügbarkeit der Anlage von 90% erreicht ist.
Andere Standorte, wie Asien oder Südamerika, verändern den Faktor Personalkosten ganz grundlegend. Ebenfalls von hoher Relevanz ist die geplante Verwendung des Outputs. Es muß ja nicht gleich tankstellenfähiger Dieseltreibstoff sein!
Und nicht zuletzt ist das Verhandlungsgeschick beim Einkaufspreis der Anlage und dem Preis des Katalysators natürlich ein ganz wesentlicher Faktor, der die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens mitbestimmt. Man kann insofern nur hoffen, daß es auf dem Weltmarkt bald mehr als einen qualifizierten Anbieter geben wird, damit eine gesunde Konkrrenzsituation entsteht.
Meine persönliche Einschätzung zur Technologie finde ich hier bestätigt: Wenn der von Dr. Koch/Alphakat eingeschlagene Weg eines Tages anlagentechnisch machbar ist, dann ist dies wohl das aussichtsreichste Verfahren.
Etwas unterbelichtet ist in der bisherigen Diskussion nach meiner Meinung die Auseinandersetzung mit der Wirtschaftlichkeit. Hier spielen nach unseren Kalkulationen sowohl Standortfaktoren als auch das gewählte Inputmaterial die entscheidende Rolle.
Die Verwertung von Kunststoffabfällen innerhalb der EU am Ort Ihrer Entstehung bringt zum Beispiel auch in worst case Szenarien einen so hohen Deckungsbeitrag, daß die Kosten erheblich unter 0,50 EUR gedrückt werden können, selbst bei der erforderlichen aufwendigen Vorbehandlung des Materials. Vorausgesetzt natürlich, daß endlich mal eine geeignete Anlage mit einer Produktionskapazität zwischen 500 und 2000 Ltr. Output bereit steht und eine Verfügbarkeit der Anlage von 90% erreicht ist.
Andere Standorte, wie Asien oder Südamerika, verändern den Faktor Personalkosten ganz grundlegend. Ebenfalls von hoher Relevanz ist die geplante Verwendung des Outputs. Es muß ja nicht gleich tankstellenfähiger Dieseltreibstoff sein!
Und nicht zuletzt ist das Verhandlungsgeschick beim Einkaufspreis der Anlage und dem Preis des Katalysators natürlich ein ganz wesentlicher Faktor, der die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens mitbestimmt. Man kann insofern nur hoffen, daß es auf dem Weltmarkt bald mehr als einen qualifizierten Anbieter geben wird, damit eine gesunde Konkrrenzsituation entsteht.
Dieseltreibstoff aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen
Natürlich verfolge ich diese Diskussion mit grossem Interesse, auch wenn ich nicht oft kommentiere. Zum Beitrag von @ulev möchte ich etwas ergänzen.
Anlagentechnisch ist vieles umsetzbar; zuerst muss das verfahrenstechnische Konzept stimmig sein.
Zustimmung, - das ist wohl fast immer das Gebot der Stunde. Und im konkreten Fall muss man im Vergleich nicht nur mit einer grosstechnischen Raffinerie unter Einsatz von Rohöl kalkulieren, sondern insbesondere auch völlig andere und zudem ausgereifte Verwertungsmöglichkeiten für Abfälle wie Kunststoffe u.a.m. in Betracht ziehen. Es wäre ja ein totaler Unsinn, wenn man mit aller Gewalt verwertbare Abfälle und nachwachsende Rohstoffe unbedingt zu Diesel verarbeiten wollte. - Dennoch, das differenzierte Verwertungsziel weist dem Ingenieur den Weg!
Das gilt für jede Verwertungsstrategie, wobei hier dem speziellen Aufbereitungsgrad des Inputmaterials m.E. eine besondere Bedeutung zukommt.
Ihren übrigen Ausführungen stimme ich zu, auch dem
Es gibt genügend Möglichkeiten zur weiteren Verwertung des o.a. Inputs und zur Nutzung des kalorischen Inhalts.
Ja, - das würde die Entwicklung inspirieren und man könnte die Flopps besser verkraften. Ich erinnere an die vielen Alternativ-Entwicklungen contra Müllverbrennungsanlage vor 10-15 Jahren. Die "zumutbare" technische Lösung ist das Problem, nicht das nachfolgende Genehmigungsverfahren für den Dauerbetrieb. - (Hier muss ich abbrechen; es sollte nur ein Kurzbeitrag sein.)
Abschliessende Bemerkung:
Zwei ganz wesentliche Entwicklungsziele sind für den späteren Betreiber absolut vorrangig, und zwar
1. die Dauerverfügbarkeit der Produktionsanlage und
2. die Verwertungssicherheit des Inputs, der in der Regel aus Abfällen und nachwachsenden Rogstoffen bestehen soll.
Ich freue mich auf weitere Beiträge; viele waren bisher sehr lesenswert.
Allen Recyclern und Umweltfreaks für den Rest des Jahre 2006 Gesundheit und gutes Gelingen.
WC.Hofmann
Zitat
... Meine persönliche Einschätzung zur Technologie finde ich hier bestätigt: Wenn der von Dr. Koch/Alphakat eingeschlagene Weg eines Tages anlagentechnisch machbar ist, dann ist dies wohl das aussichtsreichste Verfahren.
Anlagentechnisch ist vieles umsetzbar; zuerst muss das verfahrenstechnische Konzept stimmig sein.
Zitat
... Etwas unterbelichtet ist in der bisherigen Diskussion nach meiner Meinung die Auseinandersetzung mit der Wirtschaftlichkeit. ...
Zustimmung, - das ist wohl fast immer das Gebot der Stunde. Und im konkreten Fall muss man im Vergleich nicht nur mit einer grosstechnischen Raffinerie unter Einsatz von Rohöl kalkulieren, sondern insbesondere auch völlig andere und zudem ausgereifte Verwertungsmöglichkeiten für Abfälle wie Kunststoffe u.a.m. in Betracht ziehen. Es wäre ja ein totaler Unsinn, wenn man mit aller Gewalt verwertbare Abfälle und nachwachsende Rohstoffe unbedingt zu Diesel verarbeiten wollte. - Dennoch, das differenzierte Verwertungsziel weist dem Ingenieur den Weg!
Zitat
... Hier spielen nach unseren Kalkulationen sowohl Standortfaktoren als auch das gewählte Inputmaterial die entscheidende Rolle.
Das gilt für jede Verwertungsstrategie, wobei hier dem speziellen Aufbereitungsgrad des Inputmaterials m.E. eine besondere Bedeutung zukommt.
Ihren übrigen Ausführungen stimme ich zu, auch dem
Zitat
... Es muß ja nicht gleich tankstellenfähiger Dieseltreibstoff sein!
Es gibt genügend Möglichkeiten zur weiteren Verwertung des o.a. Inputs und zur Nutzung des kalorischen Inhalts.
Zitat
... Man kann insofern nur hoffen, daß es auf dem Weltmarkt bald mehr als einen qualifizierten Anbieter geben wird, damit eine gesunde Konkurenzsituation entsteht.
Ja, - das würde die Entwicklung inspirieren und man könnte die Flopps besser verkraften. Ich erinnere an die vielen Alternativ-Entwicklungen contra Müllverbrennungsanlage vor 10-15 Jahren. Die "zumutbare" technische Lösung ist das Problem, nicht das nachfolgende Genehmigungsverfahren für den Dauerbetrieb. - (Hier muss ich abbrechen; es sollte nur ein Kurzbeitrag sein.)
Abschliessende Bemerkung:
Zwei ganz wesentliche Entwicklungsziele sind für den späteren Betreiber absolut vorrangig, und zwar
1. die Dauerverfügbarkeit der Produktionsanlage und
2. die Verwertungssicherheit des Inputs, der in der Regel aus Abfällen und nachwachsenden Rogstoffen bestehen soll.
Ich freue mich auf weitere Beiträge; viele waren bisher sehr lesenswert.
Allen Recyclern und Umweltfreaks für den Rest des Jahre 2006 Gesundheit und gutes Gelingen.
WC.Hofmann
ulev
inaktiv
@WC.Hofmann:
Ich glaube unsere Einschätzung der Situation deckt sich bis ins Detail. Allerdings sind unsere Blickwinkel auf diese Situation wohl etwas unterschiedlich.
Ich sehe enorme unternehmerische Potentiale in der nahen Zukunft entstehen. Mich interessiert die beste Anlage, am besten Standort mit der besten Input-Output-Relation, um so die optimale Rentabilität zu erreichen. Ich hoffe, daß es nur noch kurze Zeit dauert, bis meine Vorstellungen umsetzbar werden.
Ob wir nun bestehende Hindernisse verfahrenstechnischen oder anlagentechnischen Fragen zuordnen müssen ist für mich dabei nicht wirklich erheblich. Nach meinem Eindruck ist der Weg zum Erfolg im vorliegenden Fall auch eher eine Frage der verfügbaren finanziellen Mittel und vor allem der Managementkapazitäten und -fähigkeiten.
Die konsequente strategisch-unternehmerische Antwort auf das bestehende Dilemma ist sicherlich das Vorgehen, das Herr Neuendorf beschreibt. Wir dagegen haben uns erstmal für abwarten und beobachten entschieden.
Ich glaube unsere Einschätzung der Situation deckt sich bis ins Detail. Allerdings sind unsere Blickwinkel auf diese Situation wohl etwas unterschiedlich.
Ich sehe enorme unternehmerische Potentiale in der nahen Zukunft entstehen. Mich interessiert die beste Anlage, am besten Standort mit der besten Input-Output-Relation, um so die optimale Rentabilität zu erreichen. Ich hoffe, daß es nur noch kurze Zeit dauert, bis meine Vorstellungen umsetzbar werden.
Ob wir nun bestehende Hindernisse verfahrenstechnischen oder anlagentechnischen Fragen zuordnen müssen ist für mich dabei nicht wirklich erheblich. Nach meinem Eindruck ist der Weg zum Erfolg im vorliegenden Fall auch eher eine Frage der verfügbaren finanziellen Mittel und vor allem der Managementkapazitäten und -fähigkeiten.
Die konsequente strategisch-unternehmerische Antwort auf das bestehende Dilemma ist sicherlich das Vorgehen, das Herr Neuendorf beschreibt. Wir dagegen haben uns erstmal für abwarten und beobachten entschieden.
Dieseltreibstoff aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen
@ulev, Ihr Schlusssatz fordert mich heraus! Hier meine Antwort mit entsprechenden Kommentaren:
Zitat von »"ulev"«
... Wir dagegen haben uns erstmal für abwarten und beobachten entschieden.
Rolf Neumann schrieb am 13.Dez.2005
Zitat
Ich glaube unsere Einschätzung der Situation deckt sich bis ins Detail [erst einmal Zustimmung]. Allerdings sind unsere Blickwinkel auf diese Situation wohl etwas unterschiedlich. [wieso?] Ich sehe enorme unternehmerische Potentiale in der nahen Zukunft entstehen. [Zustimmung, weil die Verwertungsverpflichtung im Gesetz steht.] Mich interessiert die beste Anlage [die noch fehlt], am besten Standort [deren gibt es viele] mit der besten Input-Output-Relation [hängt u.a. vom Verwertungsziel ab], um so die optimale Rentabilität zu erreichen [das hängt auch von den „politischen“ Rahmenbedingungen ab]. Ich hoffe, daß es nur noch kurze Zeit dauert, bis meine Vorstellungen umsetzbar werden. [ich drücke Ihnen den Daumen] Ob wir nun bestehende Hindernisse verfahrenstechnischen oder anlagentechnischen Fragen zuordnen müssen ist für mich dabei nicht wirklich erheblich [ … , ist für mich als beratender Ingenieur von erheblicher Bedeutung, da ein „verfahrenstechnische Schnapsidee“ ggf. nur mit erheblichen Zusatzmitteln umgesetzt werden können. Wenn ich mit einem sehr guten VW-Passat zielsicher von A nach B komme, dann investiere ich nicht in einen Maybach]. Nach meinem Eindruck ist der Weg zum Erfolg im vorliegenden Fall auch eher eine Frage der verfügbaren finanziellen Mittel [vor allem] und vor allem der Managementkapazitäten [die sind ausreichend vorhanden] und –fähigkeiten [die sind schon weniger vorhanden]. Die konsequente strategisch-unternehmerische Antwort auf das bestehende Dilemma ist sicherlich das Vorgehen, das Herr Neuendorf beschreibt [siehe Kommentar unten]. Wir dagegen haben uns erstmal für Abwarten und Beobachten entschieden [Für einen agilen Betreiber eher etwas allzu zurückhaltend, denn wer zu spät kommt, den … ].
[Das ist auch ein vernünftiger Parallelweg, sofern der in Konkurrenz stehende Entwicklungsträger bzw. die Firma, die das Entwicklungspaket (Blaupausen) letztlich realisiert, auch die Gewährleistungsgarantie für einen zeitlich befristeten Betrieb und das Finalprodukt übernimmt.] @ulev, ich bitte um Nachsicht, dass ich den Text von Ihnen als Vorlage „genutzt“ habe. Dies geschah nicht in schlechter Absicht; ich wollte nur kurz und bündig auf das Wesentliche in Ihrem Text antworten, da Sie dankenswerter Weise gestern prompt reagierten. @ulev, eine Anmerkung zu Ihrer o.a. Einführung: Sie sind offensichtlich Unternehmer, der auf diesem Feld „unternehmerische Möglichkeiten“ entwickeln möchte. Ich bin in erster Linie beratender Ingenieur; ich werde meine früheren unternehmerischen Aktivitäten im Recyclingbereich aber nicht vergessen. Vielleicht sollten wir einmal miteinander telefonieren. Meine Kommunikationsdaten sind über google.de einfach zu finden oder Sie schicken mir ein eMail an (Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.). Gruss WC.Hofmann
Zitat
Und noch ein kleiner Nachsatz: Wenn es Dr. Koch, B&B, Spinner & Co. oder anderen wirklich vor uns gelingen sollte, einen Dauerbetrieb einer KDV-Anlage wirtschaftlich rentabel darzustellen: Klasse! Dann sparen wir Entwicklungskosten und kaufen dort ...
eagleflight
inaktiv
@W.C. Hofmann
Ihren Ausführungen kann ich nur zustimmen.
Wie Sie wissen entwickelt auch unsere Gruppe an einer ähnlichen Maschine, wobei wir jedoch beim Weg des Energieeintrages völlig andere Wege gehen und der Schwerpunkt auf Biomasse liegt. Der katalytische Crack Prozess ist nahezu identisch und nur an unseren Reaktor angepasst und optimiert.
Ich sehe das Problem nicht in der Absicherung der Investsumme sondern viel mehr in der fehlenden Risiko-, Entwicklungs- und Forschermentalität.
Es war relativ einfach eine namhafte Grossbank zu finden, die das eingesetzte Kapital zu 100% + 3% Zins für bis zu 3 Jahre abdeckt bis die Anlage die Produktions- und Qualitätsziele erfüllt. Funktioniert es in dieser Zeit nicht so wie erwartet, erhält der Kunde sein Kapital zu 100% + Zins bankgarantiert zurück. Besser geht eine Absicherung glaube ich nicht.
Auch ein renommierter deutscher Anlagenhersteller, der die Fertigungsqualität und den Service sicherstellt und überdies zu einem fairen Preis arbeitet war schnell selektiert und vertraglich gebunden.
Viel schwieriger ist es die Kunden zu überzeugen, die benötigten Rohmaterialien zur Verfügung zu stellen (man braucht ja immerhin gut 3 Tonnen Rohstoff/ Stunde bei 1200 Ltr Output/Std). Der Kunde muss die benötigte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und das komplexe Genehmigungsverfahren durchlaufen. Das schreckt ab und da liegen die Hürden.
Sicher gehört ein gewisses Zutrauen in die Technik dazu, da der Kunde ja eine Maschine bekommt, die sich im 0 Serienzustand befindet aber ich habe den Eindruck, daß viele Kunden erst auf den Zug aufspringen wollen, wenn das Produkt ausgereift ist und man es quasi "von der Stange" kaufen kann.
Im Anlagenbau ist es normal, daß Maschinen entwickelt und dann eingesetzt werden, ohne daß man sie vorher testen kann. Kein Kraftwerk wird als Serie xy produziert sondern die Besteller vertrauen auf die Kompetenz der Anlagenbauer. (na ja ab und zu geht das auch in die Hose - siehe Postings weiter vorne). Selbst beim Häuserbau vertraut man auf die fachliche Kompetenz des Architekten und der Baufirma. (Einwand wie vor - trotzdem wird immer noch gebaut)
Nur bei den katalytischen Depolymerisationsanlagen ist es anders.
Hier wartet jeder daruf, das eine Anlage mit voller Kapazität zur Besichtigung freigegeben wird und am besten noch jeder Kunde mit einem Beutel voll Rohstoff ausprobieren kann ob es auch funktioniert.
Kein Wunder, daß in Deutschland die Innovationen auf dem Rückzug sind und nur mit enormen staatlichen Mitteln der Niedergang gebremst werden kann.
Wo sind die Unternehmer, die innovativ und risikobewusst in die Zukunft schauen ?
Eagle
Ihren Ausführungen kann ich nur zustimmen.
Wie Sie wissen entwickelt auch unsere Gruppe an einer ähnlichen Maschine, wobei wir jedoch beim Weg des Energieeintrages völlig andere Wege gehen und der Schwerpunkt auf Biomasse liegt. Der katalytische Crack Prozess ist nahezu identisch und nur an unseren Reaktor angepasst und optimiert.
Ich sehe das Problem nicht in der Absicherung der Investsumme sondern viel mehr in der fehlenden Risiko-, Entwicklungs- und Forschermentalität.
Es war relativ einfach eine namhafte Grossbank zu finden, die das eingesetzte Kapital zu 100% + 3% Zins für bis zu 3 Jahre abdeckt bis die Anlage die Produktions- und Qualitätsziele erfüllt. Funktioniert es in dieser Zeit nicht so wie erwartet, erhält der Kunde sein Kapital zu 100% + Zins bankgarantiert zurück. Besser geht eine Absicherung glaube ich nicht.
Auch ein renommierter deutscher Anlagenhersteller, der die Fertigungsqualität und den Service sicherstellt und überdies zu einem fairen Preis arbeitet war schnell selektiert und vertraglich gebunden.
Viel schwieriger ist es die Kunden zu überzeugen, die benötigten Rohmaterialien zur Verfügung zu stellen (man braucht ja immerhin gut 3 Tonnen Rohstoff/ Stunde bei 1200 Ltr Output/Std). Der Kunde muss die benötigte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und das komplexe Genehmigungsverfahren durchlaufen. Das schreckt ab und da liegen die Hürden.
Sicher gehört ein gewisses Zutrauen in die Technik dazu, da der Kunde ja eine Maschine bekommt, die sich im 0 Serienzustand befindet aber ich habe den Eindruck, daß viele Kunden erst auf den Zug aufspringen wollen, wenn das Produkt ausgereift ist und man es quasi "von der Stange" kaufen kann.
Im Anlagenbau ist es normal, daß Maschinen entwickelt und dann eingesetzt werden, ohne daß man sie vorher testen kann. Kein Kraftwerk wird als Serie xy produziert sondern die Besteller vertrauen auf die Kompetenz der Anlagenbauer. (na ja ab und zu geht das auch in die Hose - siehe Postings weiter vorne). Selbst beim Häuserbau vertraut man auf die fachliche Kompetenz des Architekten und der Baufirma. (Einwand wie vor - trotzdem wird immer noch gebaut)
Nur bei den katalytischen Depolymerisationsanlagen ist es anders.
Hier wartet jeder daruf, das eine Anlage mit voller Kapazität zur Besichtigung freigegeben wird und am besten noch jeder Kunde mit einem Beutel voll Rohstoff ausprobieren kann ob es auch funktioniert.
Kein Wunder, daß in Deutschland die Innovationen auf dem Rückzug sind und nur mit enormen staatlichen Mitteln der Niedergang gebremst werden kann.
Wo sind die Unternehmer, die innovativ und risikobewusst in die Zukunft schauen ?
Eagle
Dieseltreibstoff aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen
Zitat von »"eagleflight"«
@W.C. Hofmann
Ihren Ausführungen kann ich nur zustimmen.
...
Kein Wunder, daß in Deutschland die Innovationen auf dem Rückzug sind und nur mit enormen staatlichen Mitteln der Niedergang gebremst werden kann.
Wo sind die Unternehmer, die innovativ und risikobewusst in die Zukunft schauen ?
Eagle
Hallo @eagleflight, ich danke für Ihren Beitrag, der im letzten Satz in einer Frage gipfelt, die man besser auf den Tagungskränzchen bestimmter Unternehmerverbände laut rausbrüllen sollte. Der Vorplatz vor dem Reichstagsgebäude wäre für diesbezügliche Erinnerungen eher weniger geeignet. - Ja, Sie schätzen es richtig ein, was ich mir diesem Hinweis meine. - Wir hatten uns im Oktober 2005 schon per eMail gedanklich ausgetauscht; ich berichtete Ihnen damals von meinem Telefonat mit Dr. K., der mir etwas von seiner "mexikanischen Genehmigung" nebulös andeutete.
Ich kann aus Zeitgründen heute nicht mehr fachlich antworten; ich warte noch zu, bis "etwas mehr Fleisch an den Knochen kommt". Ich will auch mal festhalten, dass ich nicht der entwickelnde Verfahrensingenieur, sondern eher der Ansprechpartner für Genehmigungsverfahren, Abwicklung und Inbetriebnahme bin; dazu gehört auch immer "die Linderung von Wehwehchen" und das Abstellen der Kinderkrankheiten, bis der Betreiber zufrieden ist. Dies ist natürlich ohne verfahrenstechnisches Hintergrundwissen zum Projekt nicht möglich. Wie Sie wissen, ist der Investor bzw. der Betreiber erst zufrieden, wenn der Rubel rollt und eine traumhafte Rendite möglichst über die prognostizierte Lebensdauer der Anlage im voraus festgeschrieben wird. Auch das bleibt z.B. ohne ein gründliches und vertraglich abgesichertes Rohstoffmanagement etc. nur ein Traum; aber das wollen manche nicht immer ernsthaft wahrhaben. - u.s.w.u.s.f.
Gruss, WC.Hofmann
eagleflight
inaktiv
@tupa
Danke für den Link. Der FTD Artikel war mir neu.
Changing World Technologies benutzt ein kombiniertes Verfahren.
Zum Einen wird der Rohstoff bei über 300°C und mehr als 50bar Druck überkritisch aufgeheizt und dann spontan durch Druckabfall zerlegt.
Hierbei handelt es sich fast um eine rein mechanische Zerlegeung der CH-Ketten mit anschließender Destillation. Ein besonderer Nebeneffekt macht das Ganze für Truthähne effektiv. In den Truhahnknochen sind nämlich zeolithische Stoffe (sprich Katalysatoren) enthalten. (Ich nehme an weil die Viecher die Körner immer vom Boden aufpicken :-) ) und diese Katalysatoren wirken genauso wie beim Thermokatalyse Verfahren und beschleunigen das Cracken.
Gegenüber den rein katalytischen Verfahren ist natürlich ein höherer Energieaufwand notwendig, da 50bar Druck ja Energie kosten und die Anlage muss 'Hochdruck' fest gebaut werden, das kostet auch noch.
Wir kennen über einen unserer US Freunde, der bei Changing World im Aufsichtsrat sitzt, das Verfahren ziemlich gut. In Deutschland würde es aber nicht so ohne weiteres genehmigt werden, da die Bestimmungen für derartige Hochdruckanlagen härter sind als in den USA. (Man denke an eine plötzliche Undichtheit, dadurch bedingt einem Wärmesprung durch Druckabfall und dann entstehendes Dioxin). Die Anlage müsste nach den Raffineriebestimmungen für gefährliche Stoffe gebaut werden und das ist ziemlich kompliziert und teuer. In den USA ist da erheblich einfacher.
Der Charme der Thermokatalyse, nämlich drucklos, mit niedrigen Temperaturen und trotzdem dem höchsten Wirkungsgrad bleibt unerreicht. Der besondere Effekt durch den Einsatz von 99% reinen Katalysatoren macht das Ganze so efficient und der wirklich einfache technische Aufbau preiswert und dezentral einsetztbar.
Gruß´
Eagle
Danke für den Link. Der FTD Artikel war mir neu.
Changing World Technologies benutzt ein kombiniertes Verfahren.
Zum Einen wird der Rohstoff bei über 300°C und mehr als 50bar Druck überkritisch aufgeheizt und dann spontan durch Druckabfall zerlegt.
Hierbei handelt es sich fast um eine rein mechanische Zerlegeung der CH-Ketten mit anschließender Destillation. Ein besonderer Nebeneffekt macht das Ganze für Truthähne effektiv. In den Truhahnknochen sind nämlich zeolithische Stoffe (sprich Katalysatoren) enthalten. (Ich nehme an weil die Viecher die Körner immer vom Boden aufpicken :-) ) und diese Katalysatoren wirken genauso wie beim Thermokatalyse Verfahren und beschleunigen das Cracken.
Gegenüber den rein katalytischen Verfahren ist natürlich ein höherer Energieaufwand notwendig, da 50bar Druck ja Energie kosten und die Anlage muss 'Hochdruck' fest gebaut werden, das kostet auch noch.
Wir kennen über einen unserer US Freunde, der bei Changing World im Aufsichtsrat sitzt, das Verfahren ziemlich gut. In Deutschland würde es aber nicht so ohne weiteres genehmigt werden, da die Bestimmungen für derartige Hochdruckanlagen härter sind als in den USA. (Man denke an eine plötzliche Undichtheit, dadurch bedingt einem Wärmesprung durch Druckabfall und dann entstehendes Dioxin). Die Anlage müsste nach den Raffineriebestimmungen für gefährliche Stoffe gebaut werden und das ist ziemlich kompliziert und teuer. In den USA ist da erheblich einfacher.
Der Charme der Thermokatalyse, nämlich drucklos, mit niedrigen Temperaturen und trotzdem dem höchsten Wirkungsgrad bleibt unerreicht. Der besondere Effekt durch den Einsatz von 99% reinen Katalysatoren macht das Ganze so efficient und der wirklich einfache technische Aufbau preiswert und dezentral einsetztbar.
Gruß´
Eagle
Es kommt wie es kommen muss, das normale der Regierung.
Zitat
Die von der Bundesregierung geplante Mineralölsteuer von zehn Cent je Liter Biodiesel würde nach Ansicht des ADAC «das Aus für Biodiesel in Deutschland» bedeuten. In einem Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitagausgabe) betonte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, derzeit betrage der Preisunterschied zwischen fossilem Diesel und Biodiesel genau diese zehn Cent. Niemand werde aber künftig bei gleichem Preis noch Biodiesel tanken, weil der einen Mehrverbrauch von rund acht Prozent verursache und damit deutlich teurer als normaler Diesel werden würde.
Der ADAC lehne auch die ebenfalls geplante Mineralölsteuer von 15 Cent auf den beigemischten Biodiesel strikt ab, fügte Mauer hinzu. Mit der geltenden Zwangsbeimischung des bisher mineralölsteuerfreien Biodiesels hätte sich Diesel seinerzeit an den Tankstellen eigentlich verbilligen müssen. Dieser Preisvorteil sei aber an die Verbraucher nicht weitergegeben worden. Wenn jetzt der Biodieselanteil besteuert werde, dürfte sich Dieselkraftstoff - auch wegen der anteiligen Mehrwertsteuer - deutlich verteuern. Das aber wäre weder gerechtfertigt noch den Autofahrern zumutbar.

