SolarWorld AG
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SolarWorld AG
ftd.de; 03.05.2005
Solarworld verfünffacht Gewinn
Hersteller bleibt trotz guten Auftaktquartals vorsichtig. Der Bonner Solartechnik-Hersteller Solarworld hat den Gewinn im ersten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verfünffacht. Der Überschuss stieg auf 7,43 Mio. Euro, nach 1,47 Mio. Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von 3 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro zu.
Solarworld ist das größte deutsche Unternehmen der Branche. Das Auftaktquartal fällt in der Solartechnik traditionell eher schwach aus. Solarworld hält aber trotz des guten Starts 2005 an der Jahresprognose fest. Der Umsatz soll von 200 Mio. Euro 2004 auf 280 Mio. Euro steigen, der Überschuss von 18,1 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro. "Unsere Schätzungen sind immer konservativ. Daher werden wir sie auch nicht anheben", sagte Vorstandschef Frank Asbeck der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Börse honorierte das Ergebnis gestern im frühen Handel mit einem Kursanstieg der Aktie um 3,3 Prozent auf 111 Euro. Im Tagesverlauf bröckelten die Gewinne aber wieder ab.
Solarworld profitiert von der hohen Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im In- und Ausland sowie von einem integrierten Geschäftsmodell. Das Unternehmen stellt alle Komponenten der Anlagen selbst her. Die Fotovoltaikanlagen von Solarworld wandeln Sonnenlicht in Strom. Weltweit entfallen derzeit 2,3 Prozent des Fotovoltaik-Marktes auf Solarworld.
Hier zu Lande wurde der aktuelle Boom beim Verkauf von Solarstromanlagen ausgelöst durch die gesetzlich festgelegte Vergütung von 45 bis 60 Cent je Kilowattstunde, die Betreiber von Solaranlagen für die Einspeisung ihres Stroms in das Netz erhalten. Zugleich floriert das Exportgeschäft in sonnenreiche Staaten, wo Fotovoltaik-Systeme bevorzugt in Gebieten abseits der Stromnetze installiert werden. Laut Firmenchef Asbeck ist die Solarworld-Produktion für das laufende Jahr bereits komplett verkauft, für 2006 weitgehend. Einen Engpass befürchtet die Branche derzeit wegen knapper Bestände des Halbleiters Silizium, der als Rohstoff für den Bau von Solarzellen dient.
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Solarworld verfünffacht Gewinn
Hersteller bleibt trotz guten Auftaktquartals vorsichtig. Der Bonner Solartechnik-Hersteller Solarworld hat den Gewinn im ersten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verfünffacht. Der Überschuss stieg auf 7,43 Mio. Euro, nach 1,47 Mio. Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von 3 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro zu.
Solarworld ist das größte deutsche Unternehmen der Branche. Das Auftaktquartal fällt in der Solartechnik traditionell eher schwach aus. Solarworld hält aber trotz des guten Starts 2005 an der Jahresprognose fest. Der Umsatz soll von 200 Mio. Euro 2004 auf 280 Mio. Euro steigen, der Überschuss von 18,1 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro. "Unsere Schätzungen sind immer konservativ. Daher werden wir sie auch nicht anheben", sagte Vorstandschef Frank Asbeck der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Börse honorierte das Ergebnis gestern im frühen Handel mit einem Kursanstieg der Aktie um 3,3 Prozent auf 111 Euro. Im Tagesverlauf bröckelten die Gewinne aber wieder ab.
Solarworld profitiert von der hohen Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im In- und Ausland sowie von einem integrierten Geschäftsmodell. Das Unternehmen stellt alle Komponenten der Anlagen selbst her. Die Fotovoltaikanlagen von Solarworld wandeln Sonnenlicht in Strom. Weltweit entfallen derzeit 2,3 Prozent des Fotovoltaik-Marktes auf Solarworld.
Hier zu Lande wurde der aktuelle Boom beim Verkauf von Solarstromanlagen ausgelöst durch die gesetzlich festgelegte Vergütung von 45 bis 60 Cent je Kilowattstunde, die Betreiber von Solaranlagen für die Einspeisung ihres Stroms in das Netz erhalten. Zugleich floriert das Exportgeschäft in sonnenreiche Staaten, wo Fotovoltaik-Systeme bevorzugt in Gebieten abseits der Stromnetze installiert werden. Laut Firmenchef Asbeck ist die Solarworld-Produktion für das laufende Jahr bereits komplett verkauft, für 2006 weitgehend. Einen Engpass befürchtet die Branche derzeit wegen knapper Bestände des Halbleiters Silizium, der als Rohstoff für den Bau von Solarzellen dient.
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Re: Solarworld verfünffacht Gewinn
Zitat
ftd.de; 03.05.2005
Solarworld verfünffacht Gewinn
... Der Überschuss stieg auf 7,43 Mio. Euro, nach 1,47 Mio. Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von 3 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro zu.
Solarworld ist das größte deutsche Unternehmen der Branche. ...
Die Börse honorierte das Ergebnis ...
Solarworld profitiert von der hohen Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im In- und Ausland ...
Diese Branche hat langfristig gute Chancen ...
Zitat
Hier zu Lande wurde der aktuelle Boom beim Verkauf von Solarstromanlagen ausgelöst durch die gesetzlich festgelegte Vergütung von 45 bis 60 Cent je Kilowattstunde, die Betreiber von Solaranlagen für die Einspeisung ihres Stroms in das Netz erhalten. ...
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... auch wenn die gemäss EEG heute festgeschriebenen Subventionen zukünftig kräftig sinken werden!
(Ich gebe es zu: Ich habe noch keine Solaranlage, aber ich werde mich bessern.)
Handelsblatt
Solaranlagen sind bis 2006 ausverkauft
Höhere Vergütungen für Strom aus Sonnenenergie heizen die Nachfrage kräftig an. Der erfolgreiche Börsengang und die guten Zahlen von Conergy haben es gezeigt: Solarunternehmen sind gefragt. Die Ausgabe von 4,5 Millionen Aktien des Hamburger Herstellers von Solaranlagen war Mitte März 29fach überzeichnet.
Für 2005 will der Börsenneuling sein Ergebnis mehr als verdoppeln. Die gesamte Solarbranche sonnt sich in einer Hochkonjunktur. Aktien von Unternehmen wie Solarworld, Sunways, Solarfabrik oder Solon verbuchten 2004 Kurssteigerungen bis zu 700 Prozent.
Grund für den Boom ist eine vor allem in Deutschland sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Solaranlagen zur Stromgewinnung. Seit die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom kräftig erhöht hat, können die Hersteller die Nachfrage nicht mehr befriedigen, obwohl ihre Kapazitäten steigen. "Die inländischen Fotovoltaikhersteller haben im vergangenen Jahr ihre Produktionskapazitäten verdoppelt", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft in Berlin. In Deutschland wurden rund 25 000 Solaranlagen zur Stromgewinnung mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt in Betrieb genommen gegenüber 150 Megawatt 2003. Dies waren erstmals mehr als in Japan, dem bisherigen Spitzenreiter in der Solarenergie.
"Die Hersteller sind bis 2006 praktisch ausverkauft", erläutert Patrick Hummel, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Lieferzeiten von 14 Wochen sind an der Tagesordnung. Flaschenhals ist vor allem das Silizium, aus dem die Kollektoren für die Solaranlagen geschnitten werden. Die großen Hersteller wie Wacker oder Degussa investieren kräftig in neue Kapazitäten, Analyst Hummel erwartet eine Entspannung aber nicht vor 2006.
Rund 3 500 Unternehmen sind in Deutschland in der Solarindustrie tätig, der größte Teil davon Handwerksbetriebe. Knapp 50 stellen Wafer, Module oder ganze Solaranlagen her. Etwa zehn sind bereits an der Börse notiert. Doch nur Solarworld fertigt die ganze Palette von der Waferproduktion bis zur kompletten Solaranlage. Das Bonner Unternehmen ist mit dieser Strategie sehr erfolgreich. 2004 verdoppelte sich der Umsatz auf knapp 200 Mill. Euro, der Jahresüberschuss stieg auf 18 Mill. Euro nach einem Verlust von 5,4 Mill. Euro im Jahr zuvor.
Die Attraktivität der Sonnenenergie haben auch die Energiekonzerne entdeckt. BP, Shell oder RWE steigen direkt oder über Töchter in die Produktion von Solarzellen oder Modulen ein. Shell Solar hat im Herbst als Generalunternehmer das weltweit größte Solarstrom-Kraftwerk in Espenhain bei Leipzig in Betrieb genommen und alle 33 500 Module geliefert. BP hat in den vergangenen fünf Jahren weltweit 500 Mill. Dollar in Solaraktivitäten investiert und schrieb 2004 erstmalig schwarze Zahlen im internationalen Solargeschäft. RWE Schott Solar nennt sich selbst Europas größter Solarhersteller und will seine Standorte im bayerischen Alzenau und in Tschechien kräftig ausbauen. Als weltweiter Marktführer bei Photovoltaikmodulen gilt Sharp. Der japanische Konzern verfügt in Japan über zehn Fertigungslinien mit einer Kapazität von 400 Megawatt.
Nicht nur in Deutschland wächst der Markt rasant. Japan und die USA fördern die Solarenergie seit längerem. Jüngst hat auch Spanien eine Einspeisevergütung verabschiedet und schreibt vor, dass neue Gebäude Vorrichtungen zur Gewinnung von Solarenergie haben müssen.
Analyst Hummel erwartet, dass Solaranlagen in Ländern wie Spanien bald ohne Subventionen rentabel sein werden. "Die Kostensenkungen aus den jetzt gebauten großen Fabriken und die Lerneffekte mit der Technologie werden die Anlagen rentabel machen", schätzt er. Zudem sinkt die Vergütung für Neuanlagen in Deutschland jedes Jahr um fünf Prozent. Verbandsgeschäftsführer Körnig erwartet, dass Fotovoltaikanlagen in zehn Jahren in Mittelmeerländern mit dem Preis für Spitzenlaststrom zum Betreiben von Klimaanlagen konkurrieren können.
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Solaranlagen sind bis 2006 ausverkauft
Höhere Vergütungen für Strom aus Sonnenenergie heizen die Nachfrage kräftig an. Der erfolgreiche Börsengang und die guten Zahlen von Conergy haben es gezeigt: Solarunternehmen sind gefragt. Die Ausgabe von 4,5 Millionen Aktien des Hamburger Herstellers von Solaranlagen war Mitte März 29fach überzeichnet.
Für 2005 will der Börsenneuling sein Ergebnis mehr als verdoppeln. Die gesamte Solarbranche sonnt sich in einer Hochkonjunktur. Aktien von Unternehmen wie Solarworld, Sunways, Solarfabrik oder Solon verbuchten 2004 Kurssteigerungen bis zu 700 Prozent.
Grund für den Boom ist eine vor allem in Deutschland sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Solaranlagen zur Stromgewinnung. Seit die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom kräftig erhöht hat, können die Hersteller die Nachfrage nicht mehr befriedigen, obwohl ihre Kapazitäten steigen. "Die inländischen Fotovoltaikhersteller haben im vergangenen Jahr ihre Produktionskapazitäten verdoppelt", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft in Berlin. In Deutschland wurden rund 25 000 Solaranlagen zur Stromgewinnung mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt in Betrieb genommen gegenüber 150 Megawatt 2003. Dies waren erstmals mehr als in Japan, dem bisherigen Spitzenreiter in der Solarenergie.
"Die Hersteller sind bis 2006 praktisch ausverkauft", erläutert Patrick Hummel, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Lieferzeiten von 14 Wochen sind an der Tagesordnung. Flaschenhals ist vor allem das Silizium, aus dem die Kollektoren für die Solaranlagen geschnitten werden. Die großen Hersteller wie Wacker oder Degussa investieren kräftig in neue Kapazitäten, Analyst Hummel erwartet eine Entspannung aber nicht vor 2006.
Rund 3 500 Unternehmen sind in Deutschland in der Solarindustrie tätig, der größte Teil davon Handwerksbetriebe. Knapp 50 stellen Wafer, Module oder ganze Solaranlagen her. Etwa zehn sind bereits an der Börse notiert. Doch nur Solarworld fertigt die ganze Palette von der Waferproduktion bis zur kompletten Solaranlage. Das Bonner Unternehmen ist mit dieser Strategie sehr erfolgreich. 2004 verdoppelte sich der Umsatz auf knapp 200 Mill. Euro, der Jahresüberschuss stieg auf 18 Mill. Euro nach einem Verlust von 5,4 Mill. Euro im Jahr zuvor.
Die Attraktivität der Sonnenenergie haben auch die Energiekonzerne entdeckt. BP, Shell oder RWE steigen direkt oder über Töchter in die Produktion von Solarzellen oder Modulen ein. Shell Solar hat im Herbst als Generalunternehmer das weltweit größte Solarstrom-Kraftwerk in Espenhain bei Leipzig in Betrieb genommen und alle 33 500 Module geliefert. BP hat in den vergangenen fünf Jahren weltweit 500 Mill. Dollar in Solaraktivitäten investiert und schrieb 2004 erstmalig schwarze Zahlen im internationalen Solargeschäft. RWE Schott Solar nennt sich selbst Europas größter Solarhersteller und will seine Standorte im bayerischen Alzenau und in Tschechien kräftig ausbauen. Als weltweiter Marktführer bei Photovoltaikmodulen gilt Sharp. Der japanische Konzern verfügt in Japan über zehn Fertigungslinien mit einer Kapazität von 400 Megawatt.
Nicht nur in Deutschland wächst der Markt rasant. Japan und die USA fördern die Solarenergie seit längerem. Jüngst hat auch Spanien eine Einspeisevergütung verabschiedet und schreibt vor, dass neue Gebäude Vorrichtungen zur Gewinnung von Solarenergie haben müssen.
Analyst Hummel erwartet, dass Solaranlagen in Ländern wie Spanien bald ohne Subventionen rentabel sein werden. "Die Kostensenkungen aus den jetzt gebauten großen Fabriken und die Lerneffekte mit der Technologie werden die Anlagen rentabel machen", schätzt er. Zudem sinkt die Vergütung für Neuanlagen in Deutschland jedes Jahr um fünf Prozent. Verbandsgeschäftsführer Körnig erwartet, dass Fotovoltaikanlagen in zehn Jahren in Mittelmeerländern mit dem Preis für Spitzenlaststrom zum Betreiben von Klimaanlagen konkurrieren können.
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Solar wird boomen!
Zur Erinnerung!
Klaus Maurischat hatte hier folgendes aus dem "Handelsblatt" zitiert:
Die in den vorgenannten Berichten aufgeführten Rahmendaten beweisen, dass die Sonne auch wirtschaftliche Begehrlichkeiten weckt, - und das ist auch gut so! - Dennoch: Gelegentlich mögen wir uns auch an die grossen Vorkämpfer für das kommende Solarzeitalter erinnern, - besonders des Respektes wegen. Der beigefügte Bericht würdigt den Zeit Lebens unermütlich mahnenden Carl Amery!
:: ARTIKEL :: Carl Amery lebt weiter
Am 26. Mai hat Carl Amery die Augen geschlossen. Carl Amery lebt weiter mit den Gedanken, die er in die Welt gesetzt hat. Sie haben einen ebenso elementaren wie bleibenden Stellenwert. Sie sind aufruettelnde Mahnrufe an die Gesellschaft, besonders an diejenigen, die hervorgehobene politische und wirtschaftliche Verantwortung zum Handeln haben: Mahnrufe, die es nicht bei Warnungen belassen, sondern solche mit klarer Perspektive. Gastkommentar von Hermann Scheer aus "Solarzeitalter" 1/2005.
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Art-Zukunft/6639.php
Am Schluss des Beitrags ist ein Quellenhinweis auf EUROSOLAR zu finden:
http://www.eurosolar.org/new/willkommen.php
Auch die "kritischen" Energiefreaks unter uns finden hier viele nützliche Informationen.
Klaus Maurischat hatte hier folgendes aus dem "Handelsblatt" zitiert:
Zitat
...
Die Attraktivität der Sonnenenergie haben auch die Energiekonzerne entdeckt. BP, Shell oder RWE steigen direkt oder über Töchter in die Produktion von Solarzellen oder Modulen ein. Shell Solar hat im Herbst als Generalunternehmer das weltweit größte Solarstrom-Kraftwerk in Espenhain bei Leipzig in Betrieb genommen und alle 33 500 Module geliefert. BP hat in den vergangenen fünf Jahren weltweit 500 Mill. Dollar in Solaraktivitäten investiert und schrieb 2004 erstmalig schwarze Zahlen im internationalen Solargeschäft. RWE Schott Solar nennt sich selbst Europas größter Solarhersteller und will seine Standorte im bayerischen Alzenau und in Tschechien kräftig ausbauen. Als weltweiter Marktführer bei Photovoltaikmodulen gilt Sharp. Der japanische Konzern verfügt in Japan über zehn Fertigungslinien mit einer Kapazität von 400 Megawatt.
...
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Die in den vorgenannten Berichten aufgeführten Rahmendaten beweisen, dass die Sonne auch wirtschaftliche Begehrlichkeiten weckt, - und das ist auch gut so! - Dennoch: Gelegentlich mögen wir uns auch an die grossen Vorkämpfer für das kommende Solarzeitalter erinnern, - besonders des Respektes wegen. Der beigefügte Bericht würdigt den Zeit Lebens unermütlich mahnenden Carl Amery!
:: ARTIKEL :: Carl Amery lebt weiter
Am 26. Mai hat Carl Amery die Augen geschlossen. Carl Amery lebt weiter mit den Gedanken, die er in die Welt gesetzt hat. Sie haben einen ebenso elementaren wie bleibenden Stellenwert. Sie sind aufruettelnde Mahnrufe an die Gesellschaft, besonders an diejenigen, die hervorgehobene politische und wirtschaftliche Verantwortung zum Handeln haben: Mahnrufe, die es nicht bei Warnungen belassen, sondern solche mit klarer Perspektive. Gastkommentar von Hermann Scheer aus "Solarzeitalter" 1/2005.
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Art-Zukunft/6639.php
Am Schluss des Beitrags ist ein Quellenhinweis auf EUROSOLAR zu finden:
http://www.eurosolar.org/new/willkommen.php
Auch die "kritischen" Energiefreaks unter uns finden hier viele nützliche Informationen.
Re: Solar wird boomen!
Eine Studie, die die Schlüsselrolle für solarthermische Kraftwerke in der MENA-Region unterstreicht, macht deutlich, dass es sich hier um ein ökonomisches Potenzial erster Ordnung handelt.
Die 300 Seiten starke MED-CSP-Studie ist in englischer Sprache abrufbar unter: www.dlr.de/tt/MED-CSP
Eine deutschsprachige Zusammenfassung von 18 Seiten liegt ebenfalls vor.
WC.H
Die 300 Seiten starke MED-CSP-Studie ist in englischer Sprache abrufbar unter: www.dlr.de/tt/MED-CSP
Eine deutschsprachige Zusammenfassung von 18 Seiten liegt ebenfalls vor.
WC.H
Zitat
Mögliche "Jamaika-Koalition" gibt Aktie des Sonnenstrom-Konzerns Schub
Solarworld-Chef Frank Asbeck besitzt offenbar prophetische Fähigkeiten: Am Dienstag vor der Bundestagswahl traf sich der Chef des größten integrierten Solar-Konzerns Deutschlands mit Volker Schlegel, dem deutschen Botschafter in Kingston, Jamaika. Ziel des Treffens war es, die Vertriebsmöglichkeiten für Photovoltaik-Anlagen in der Karibik auszuloten.
Als hätte er was geahnt. Eine Woche später flatterte erneut die Jamaika-Fahne segensreich über dem Haupte des Solarworld-Chefs: Denn kaum zwei Tage nach der Bundestagswahl gewann die Möglichkeit einer schwarz-gelb-grünen "Jamaika-Koalition" in Berlin enorm an Popularität. Die Aussicht einer Regierungsbeteiligung der Grünen trieb den Aktienkurs der Solarworld auf den Rekordwert von 126 Euro.
Die Aktien des Bonner Unternehmens, das als einziger Anbieter von der Silizium-Gewinnung bis hin zur Photovoltaik-Fabrik alle Stufen solarer Wertschöpfung abdeckt, sind innerhalb eines Jahres um 700 Prozent gestiegen.
vollständig unter > Welt / von Daniel Wetzel
Heute gewinnt die Solarworld-Aktie deutlich an Wert. Doch eine neue Aussage des Solarzellen-Herstellers Motech dürfte für weitere Verunsicherung sorgen. Die Anleihenkurse haben bereits deutlich nachgegeben.
Eine Aussage, die für Zündstoff sorgen dürfte. Q-Cells -Konkurrent Motech attackiert Solarworld offentlich und zweifelt die Überlebensfähigkeit des deutschen Herstellers an. Gegenüber dem Solarexperten Wolfgang Hummel, der sich gerade in Asien befindet, sagte Motech-Vorstand Dr. Chang: "Der Ausleseprozess startete im Westen. Nach Solyndra und Evergreen in den USA folgen Solon und Solarworld in Deutschland. Als nächstes ist dann der Ausleseprozess bei den chinesischen Wettbewerbern zu beobachten
Eine Aussage, die für Zündstoff sorgen dürfte. Q-Cells -Konkurrent Motech attackiert Solarworld offentlich und zweifelt die Überlebensfähigkeit des deutschen Herstellers an. Gegenüber dem Solarexperten Wolfgang Hummel, der sich gerade in Asien befindet, sagte Motech-Vorstand Dr. Chang: "Der Ausleseprozess startete im Westen. Nach Solyndra und Evergreen in den USA folgen Solon und Solarworld in Deutschland. Als nächstes ist dann der Ausleseprozess bei den chinesischen Wettbewerbern zu beobachten
Solarworld-Chef gibt Griechen Rückendeckung
Solarstrom ist der große Hoffnungsträger der griechischen Wirtschaft. Ein massiver Ausbau könnte das Land zum Stromexporteur machen. Solarworld-Chef Asbeck glaubt an das Potenzial – und lobt die Griechen.
Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland kann nach Einschätzung des Chefs des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, in der Photovoltaik bis 2020 einen Sprung nach vorne schaffen. „Das sind keine Fantasien“, sagte Asbeck in einem Interview am Rande des Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Athen.
Asbeck forderte die griechische Regierung auf, durch die Freigabe von Flächen für Solaranlagen – etwa ausgeschöpfte Braunkohlegebiete – Investoren zu unterstützen. Die EU-Kommission könne bei der Finanzierung helfen. Brüssel sollte nicht genutzte Strukturmittel in Milliardenhöhe für erneuerbare Energien im sonnenreichen Griechenland zur Verfügung stellen.
Solarstrom für Deutschland
Im Rahmen des Projekt „Helios“ will die griechische Regierung die Photovoltaik in dem Land massiv ausbauen und zu einem Exporteur von Solarstrom werden. Ziel ist, dass bis 2020 die Leistung auf 2,2 Gigawatt und bis 2050 sogar auf zehn Gigawatt gesteigert wird. Bei einer Sonnenstrom-Produktion von derzeit gerade einmal 270 Megawatt wäre das ein gigantisches Plus.
Außerdem gab die griechische Regierung 1,1 Milliarden Euro für den Aufbau von großen Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des „Helios“-Projekts frei. Ein Solarpark solle in der Region Kozani im Nordwesten des Landes entstehen und 200 Megawatt Strom liefern. Bei passenden Rahmenbedingungen könne sich auch Solarworld vorstellen, vor Ort eine Produktion von Solarmodulen aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen, so Asbeck.
Der Solarworld-Chef glaubt, dass es bis 2020 möglich ist, dass die Griechen einen Drittel ihres Stromverbrauchs aus Photovoltaik decken. Allerdings sei die Einspeisevergütung – mit der griechische Verbraucher wie in Deutschland über den Strompreis den Ausbau der Öko-Energien bezahlen – zu hoch. „Sie müsste um ein Drittel reduziert werden, damit es wirtschaftlich wird.“
* Focus
Solarstrom ist der große Hoffnungsträger der griechischen Wirtschaft. Ein massiver Ausbau könnte das Land zum Stromexporteur machen. Solarworld-Chef Asbeck glaubt an das Potenzial – und lobt die Griechen.
Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland kann nach Einschätzung des Chefs des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld, Frank Asbeck, in der Photovoltaik bis 2020 einen Sprung nach vorne schaffen. „Das sind keine Fantasien“, sagte Asbeck in einem Interview am Rande des Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Athen.
Asbeck forderte die griechische Regierung auf, durch die Freigabe von Flächen für Solaranlagen – etwa ausgeschöpfte Braunkohlegebiete – Investoren zu unterstützen. Die EU-Kommission könne bei der Finanzierung helfen. Brüssel sollte nicht genutzte Strukturmittel in Milliardenhöhe für erneuerbare Energien im sonnenreichen Griechenland zur Verfügung stellen.
Solarstrom für Deutschland
Im Rahmen des Projekt „Helios“ will die griechische Regierung die Photovoltaik in dem Land massiv ausbauen und zu einem Exporteur von Solarstrom werden. Ziel ist, dass bis 2020 die Leistung auf 2,2 Gigawatt und bis 2050 sogar auf zehn Gigawatt gesteigert wird. Bei einer Sonnenstrom-Produktion von derzeit gerade einmal 270 Megawatt wäre das ein gigantisches Plus.
Außerdem gab die griechische Regierung 1,1 Milliarden Euro für den Aufbau von großen Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des „Helios“-Projekts frei. Ein Solarpark solle in der Region Kozani im Nordwesten des Landes entstehen und 200 Megawatt Strom liefern. Bei passenden Rahmenbedingungen könne sich auch Solarworld vorstellen, vor Ort eine Produktion von Solarmodulen aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen, so Asbeck.
Der Solarworld-Chef glaubt, dass es bis 2020 möglich ist, dass die Griechen einen Drittel ihres Stromverbrauchs aus Photovoltaik decken. Allerdings sei die Einspeisevergütung – mit der griechische Verbraucher wie in Deutschland über den Strompreis den Ausbau der Öko-Energien bezahlen – zu hoch. „Sie müsste um ein Drittel reduziert werden, damit es wirtschaftlich wird.“
* Focus
Solarworld: Rote Zahlen, volle Lager, fallende Aktie – wie geht es weiter?
Autor: Alfred Maydorn
Jetzt hat es auch Solarworld erwischt. Der deutsche Branchenprimus ist im dritten Quartal 2011 in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich musste ein Verlust von neun Millionen Euro ausgewiesen werden. Der Umsatz brach um 30 Prozent auf 238 Millionen Euro ein. Die Aktie verliert rund sechs Prozent an Wert. Und jetzt?
Mit einem herausragenden Ergebnis hatte bei Solarworld niemand gerechnet. Allerdings war der Umsatzeinbruch von 30 Prozent auf nur noch 238 Millionen Euro dann doch eine herbe Enttäuschung. Die Analysten waren durchschnittlich von 309 Millionen Euro ausgegangen. Es wurde darüber hinaus ein Gewinn von 0,11 Euro pro Aktie prognostiziert, tatsächlich musste der Bonner Solarkonzern einen Verlust von neun Millionen Euro oder 0,08 Euro je Anteilschein ausweisen.
Schwache Nachfrage
Die Gründe für das schwache Ergebnis sieht Firmenchef Frank Asbeck in erster Linie im schwachen Umfeld für Solarprodukte: „Im gesamten Markt hat sich die Nachfrage auch im dritten Quartal 2011 schlechter entwickelt als erwartet. Auch wir blieben von den Preisrückgängen durch das starke Überangebot vor allem von staatlich subventionierten Billiganbietern nicht unberührt."
Die Folge der schwachen Nachfrage ist, dass sich die Lager bei Solarworld weiter füllen. Der Vorratsbestand hat sich seit Jahresbeginn um weitere 198 auf nunmehr 536 Millionen Euro erhöht. Besonders hoch war die Erhöhung der fertigen Erzeugnisse um 175 auf 237 Millionen Euro. Anders ausgedrückt, große Teile der Produktion wandern ins Lager.
Schwacher Ausblick, hohe Schulden
Eine Besserung der Lage ist kaum in Sicht. Beim Ausblick auf das vierte Quartal blieb Solarworld-Chef Asbeck sehr unpräzise. Er rechnet mit „einem leichten aber stetigen Anziehen der Nachfrage sowohl in Deutschland als auch in den USA", konkrete Zahlen nannte er nicht. Konkret sind hingegen die langfristigen Finanzschulden Solarworlds, die sich um weitere 157 Millionen auf nunmehr 1,169 Milliarden Euro erhöht haben. Demgegenüber stehen flüssige Mittel in Höhe von 516 Millionen Euro.
Erholung nicht in Sicht
In Anbetracht des in jeder Hinsicht enttäuschenden Quartalsergebnisses halten sich die Abschläge der Aktie mit rund sechs Prozent in Grenzen. Anleger sollten die Aktie weiterhin meiden - eine nachhaltige Erholung ist aufgrund des schwachen operativen Geschäfts, der vollen Lager und der hohen Schulden nicht zu erwarten
* deraktionaer.de
Jetzt hat es auch Solarworld erwischt. Der deutsche Branchenprimus ist im dritten Quartal 2011 in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich musste ein Verlust von neun Millionen Euro ausgewiesen werden. Der Umsatz brach um 30 Prozent auf 238 Millionen Euro ein. Die Aktie verliert rund sechs Prozent an Wert. Und jetzt?
Mit einem herausragenden Ergebnis hatte bei Solarworld niemand gerechnet. Allerdings war der Umsatzeinbruch von 30 Prozent auf nur noch 238 Millionen Euro dann doch eine herbe Enttäuschung. Die Analysten waren durchschnittlich von 309 Millionen Euro ausgegangen. Es wurde darüber hinaus ein Gewinn von 0,11 Euro pro Aktie prognostiziert, tatsächlich musste der Bonner Solarkonzern einen Verlust von neun Millionen Euro oder 0,08 Euro je Anteilschein ausweisen.
Schwache Nachfrage
Die Gründe für das schwache Ergebnis sieht Firmenchef Frank Asbeck in erster Linie im schwachen Umfeld für Solarprodukte: „Im gesamten Markt hat sich die Nachfrage auch im dritten Quartal 2011 schlechter entwickelt als erwartet. Auch wir blieben von den Preisrückgängen durch das starke Überangebot vor allem von staatlich subventionierten Billiganbietern nicht unberührt."
Die Folge der schwachen Nachfrage ist, dass sich die Lager bei Solarworld weiter füllen. Der Vorratsbestand hat sich seit Jahresbeginn um weitere 198 auf nunmehr 536 Millionen Euro erhöht. Besonders hoch war die Erhöhung der fertigen Erzeugnisse um 175 auf 237 Millionen Euro. Anders ausgedrückt, große Teile der Produktion wandern ins Lager.
Schwacher Ausblick, hohe Schulden
Eine Besserung der Lage ist kaum in Sicht. Beim Ausblick auf das vierte Quartal blieb Solarworld-Chef Asbeck sehr unpräzise. Er rechnet mit „einem leichten aber stetigen Anziehen der Nachfrage sowohl in Deutschland als auch in den USA", konkrete Zahlen nannte er nicht. Konkret sind hingegen die langfristigen Finanzschulden Solarworlds, die sich um weitere 157 Millionen auf nunmehr 1,169 Milliarden Euro erhöht haben. Demgegenüber stehen flüssige Mittel in Höhe von 516 Millionen Euro.
Erholung nicht in Sicht
In Anbetracht des in jeder Hinsicht enttäuschenden Quartalsergebnisses halten sich die Abschläge der Aktie mit rund sechs Prozent in Grenzen. Anleger sollten die Aktie weiterhin meiden - eine nachhaltige Erholung ist aufgrund des schwachen operativen Geschäfts, der vollen Lager und der hohen Schulden nicht zu erwarten
* deraktionaer.de
Solarworld schockt mit schlechten Zahlen
Der Hersteller von Solarmodulen Solarworld schockt seine Investoren mit mieserablen Zahlen. Umsatz und Margen sind eingebrochen, zudem drücken Abschreibungen auf die Bilanz. Der Konzern kämpft mit massiven Überkapazitäten, hohem Konkurrenzdruck und einem langanhaltenden Preiskampf. Das Resultat sind Millionenverluste.
Quelle: Capital/FTD
Zitat
In der Solarbranche tobt infolge massiver Überkapazitäten ein Preiskampf. Verluste sind selbst bei den chinesischen Billiganbietern nicht mehr ungewöhnlich. Nach einigen Pleiten in den USA mussten in Deutschland Solarpionier Solon und der Kraftwerksentwickler Solar Millennium Insolvenz anmelden. Q-Cells ringt ebenso wie Conergy seit längerem ums Überleben. Angesichts der nun angekündigten drastischen Förderkürzungen fürchten
Wegen der anstehenden Einschnitte bei der Solarförderung sind die Aussichten nach Einschätzung von Experten aber auch weiterhin düster. Asbeck will daher künftig sein Heil noch stärker jenseits des Heimatmarkts zu suchen. "Nach einem Auslandsanteil von 68 Prozent im vergangenen Jahr peilen wir nun 75 Prozent als Ziel an", kündigte er am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters an.
LBBW-Analyst Erkan Aycicek rechnet nicht damit, dass Solarworld rasch aus den roten Zahlen kommt. "Wir sehen die Solarkürzungen als so dramatisch an, dass wir bezweifeln, dass es der Solarworld gelingen kann auf der EBIT-Ebene in 2012-2013 profitabel zu arbeiten", sagte er.
Solarworld hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, bei einem Umsatzrückgang von 19 Prozent auf 1,066 Mrd. Euro 2011 operativ einen Verlust von 233 Mio. Euro verbucht zu haben. Dabei schlugen Wertberichtigungen und Abschreibungen auf veraltete Produktionsanlagen von 313 Mio. Euro zu Buche. Ohne diese wäre ein kleiner operativer Gewinn von 24 Mio. Euro angefallen. Im Vorjahr war es noch ein Plus von 193 Mio. Euro. Die Aktionäre werden die schwache Entwicklung zu spüren bekommen: Die Dividende soll von 19 auf neun Cent gekappt werden.
Anleger waren von dem Zahlenwerk geschockt
Die Aktie, die bereits am Vortag mit einem Abschlag von über 7 Prozent aus dem Handel gegangen war, gab erneut 9 Prozent auf 3,35 Euro ab. "Das sind sehr schwache Zahlen", kommentierte ein Händler. Sie seien symptomatisch für die Branchenkrise. Die Zahlen seien ein Desaster, urteilte auch DZ-Bank-Analyst Sven Kürten und erneuerte seine Verkaufsempfehlung.
Quelle: Capital/FTD
Dass eine renommierte und bei Privatanlegern beliebte Aktie auch noch weiter fallen kann, wenn Sie bereits über 90 Prozent vom Hoch verloren hat, zeigt das Beispiel Solarworld
Alle Anleger, die bisher in fallende Kurse hineingekauft und bis jetzt gehalten haben, sitzen nun auf mehr oder minder hohen Verlusten. Die Aktie fällt einfach immer weiter. Der einstige Konkurrent Q-Cells hat es ja schon vorgemacht und ist zuletzt nur hauchdünn an der sofortigen Insolvenz vorbeigeschrammt. Den Aktionären hilft dies freilich wenig: Die Aktie dümpelt bei ca. 0.25 Euro nur knapp oberhalb der Nulllinie.
In einer neuen Analyse von Merrill Lynch wird nun Klartext gesprochen: Die Solarbranche stehe am Anfang einer Konsolidierung, der Solarworld zum Opfer fallen könnte, schreibt Analyst Matthew Yates. Er rechnet für 2012 und 2013 mit Verlusten. Die Kapitalstruktur sei zudem unzureichend. Die beste Überlebenschance böten Einfuhrzölle der EU auf die chinesische Billigkonkurrenz, was aber unwahrscheinlich sei. Das Kursziel senkt er auf einen Euro.
Das dürfte für viele verbleibende hartgesottene Solarworld-Aktionäre so etwas wie ein "Hallo Wach"-Ruf sein. Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Das hier soll kein Abgesang auf Solarworld sein. Ich persönlich hoffe, dass das Unternehmen um den Solarpionier und Visionär Frank Asbeck nochmal die Kurve kriegt. Aber Hoffnung hat nun mal an der Börse nichts verloren und Trends neigen dazu, sich fortzusetzen.
Im Falle Solarworld heißt das: Die Billigkonkurrenz aus China macht die Produktion von Solarzellen/Solarmodulen schlicht unrentabel. Damit wird Solarworld die Grundlage des ursprünglichen Geschäfts entzogen. Natürlich versucht das TecDAX-Unternehmen mit aller Macht andere Schwerpunkte zu setzen: Die Fokussierung des Geschäfts auf die USA, die Forcierung des Projektgeschäfts etc.
Aber auch im Projektgeschäft wird es schwierig. Durch die drastischen Kürzungen der Einspeisevergütungen könnten künftig auch große Solarparks unrentabel werden bzw. erst gar nicht mehr gebaut werden.
Zudem scheint sich nun zu rächen, dass Solarworld bis zuletzt an einer Dividende festgehalten hat. Nun fehlt dringend benötigtes Kapital zur Umstrukturierung, weil es bereits an die Aktionäre ausgeschüttet worden ist. Nicht immer ist die Ausschüttung einer Dividende aktionärsfreundlich, insbesondere dann, wenn es sich ein Unternehmen eigentlich gar nicht leisten kann.
* Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
Alle Anleger, die bisher in fallende Kurse hineingekauft und bis jetzt gehalten haben, sitzen nun auf mehr oder minder hohen Verlusten. Die Aktie fällt einfach immer weiter. Der einstige Konkurrent Q-Cells hat es ja schon vorgemacht und ist zuletzt nur hauchdünn an der sofortigen Insolvenz vorbeigeschrammt. Den Aktionären hilft dies freilich wenig: Die Aktie dümpelt bei ca. 0.25 Euro nur knapp oberhalb der Nulllinie.
In einer neuen Analyse von Merrill Lynch wird nun Klartext gesprochen: Die Solarbranche stehe am Anfang einer Konsolidierung, der Solarworld zum Opfer fallen könnte, schreibt Analyst Matthew Yates. Er rechnet für 2012 und 2013 mit Verlusten. Die Kapitalstruktur sei zudem unzureichend. Die beste Überlebenschance böten Einfuhrzölle der EU auf die chinesische Billigkonkurrenz, was aber unwahrscheinlich sei. Das Kursziel senkt er auf einen Euro.
Zitat
WKN / Kürzel 510840 / SWV
Börsenwert 264 Mio. EUR
KGV 12e/13e 14 / 11
52 Wochen
Hoch / Tief 11,96 EUR /
2,36 EUR
Akt. Kurs 2,37 EUR
Das dürfte für viele verbleibende hartgesottene Solarworld-Aktionäre so etwas wie ein "Hallo Wach"-Ruf sein. Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Das hier soll kein Abgesang auf Solarworld sein. Ich persönlich hoffe, dass das Unternehmen um den Solarpionier und Visionär Frank Asbeck nochmal die Kurve kriegt. Aber Hoffnung hat nun mal an der Börse nichts verloren und Trends neigen dazu, sich fortzusetzen.
Im Falle Solarworld heißt das: Die Billigkonkurrenz aus China macht die Produktion von Solarzellen/Solarmodulen schlicht unrentabel. Damit wird Solarworld die Grundlage des ursprünglichen Geschäfts entzogen. Natürlich versucht das TecDAX-Unternehmen mit aller Macht andere Schwerpunkte zu setzen: Die Fokussierung des Geschäfts auf die USA, die Forcierung des Projektgeschäfts etc.
Aber auch im Projektgeschäft wird es schwierig. Durch die drastischen Kürzungen der Einspeisevergütungen könnten künftig auch große Solarparks unrentabel werden bzw. erst gar nicht mehr gebaut werden.
Zudem scheint sich nun zu rächen, dass Solarworld bis zuletzt an einer Dividende festgehalten hat. Nun fehlt dringend benötigtes Kapital zur Umstrukturierung, weil es bereits an die Aktionäre ausgeschüttet worden ist. Nicht immer ist die Ausschüttung einer Dividende aktionärsfreundlich, insbesondere dann, wenn es sich ein Unternehmen eigentlich gar nicht leisten kann.
* Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
.. die Krise im Solarbereich greift weiter um sich. Beim ehemaligen Vorzeige-Solarunternehmen Solarworld sollen nun 250 Mitarbeiter gehen. Insgesamt sollen am Standort Freiburg 250 Stellen abgebaut werden, was einer Stellenstreichung von 14 Prozent entspricht. Als Grund für die Entlassungen nannte Unternehmenssprecher Milan Nitzschke laut Handelsblatt die Konkurrenz aus China und die Kürzungen bei der Solarförderung.
Betroffen sind weniger Festangestellte, als vielmehr Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen und Leiharbeiter. Dennoch soll der Standort in Freiburg weiterhin erhalten bleiben, wie Solarworld weiterhin bekannt gab. Quelle: IT TIMES
Schritt für Schritt nähert sich Solarworld der 1-Euro-Marke und die Gefahr, dass Solarworld noch zum Pennystock wird ist weiterhin gegeben. Von daher braucht man weiterhin nicht in Solarworld investieren.
* Aktienalarm MoneyMoney
Betroffen sind weniger Festangestellte, als vielmehr Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen und Leiharbeiter. Dennoch soll der Standort in Freiburg weiterhin erhalten bleiben, wie Solarworld weiterhin bekannt gab. Quelle: IT TIMES
Schritt für Schritt nähert sich Solarworld der 1-Euro-Marke und die Gefahr, dass Solarworld noch zum Pennystock wird ist weiterhin gegeben. Von daher braucht man weiterhin nicht in Solarworld investieren.
* Aktienalarm MoneyMoney
Das ewige Sorgenkind
Immer alarmierender wird die Situation in der angeschlagenen Solarbranche.
Eine konsensfähige Meinung gibt hier User "Assetpfleger" zum Besten: Während in Deutschland politisch mit dem EEG die Nachfrage nach Solartechnik gefördert wurde, haben die Chinesen mit Umsonstkrediten und Bauhilfen die Produktion von Solartechnik gefördert. Folge: Der Weltmarktanteil Deutschlands an der globalen Solarzellenproduktion ist von 2007 bis 2011 von 20 auf unter 7 Prozent gesunken. Chinas Marktanteil explodierte im gleichen Zeitraum von 15 auf mehr als 57 Prozent.
Das fatalistische Fazit: "Machen wir uns nichts vor, die Chinesen haben durch clevere Energiepolitik und niedrige Löhne den Kampf um den Solarmarkt gewonnen. Allein einige Spezialfirmen aus D werden überleben, Solarworld dagegen wird den Weg der anderen deutschen Solarfirmen in die Insolvenz gehen, denn den Preiskampf können sie nicht gewinnen. Letzter Hoffnungsstrohhalm bleiben Strafzölle auf die Chinesischen Solarhersteller europaweit. Dies scheint aber nicht so leicht umzusetzen."
Etwas überrascht war ich darüber, dass selbst in einschlägigen Börsenforen ein Unternehmen wie Solarworld und die Solarbranche insgesamt kaum mehr eine Lobby haben.
Das fatalistische Fazit: "Machen wir uns nichts vor, die Chinesen haben durch clevere Energiepolitik und niedrige Löhne den Kampf um den Solarmarkt gewonnen. Allein einige Spezialfirmen aus D werden überleben, Solarworld dagegen wird den Weg der anderen deutschen Solarfirmen in die Insolvenz gehen, denn den Preiskampf können sie nicht gewinnen. Letzter Hoffnungsstrohhalm bleiben Strafzölle auf die Chinesischen Solarhersteller europaweit. Dies scheint aber nicht so leicht umzusetzen."
Etwas überrascht war ich darüber, dass selbst in einschlägigen Börsenforen ein Unternehmen wie Solarworld und die Solarbranche insgesamt kaum mehr eine Lobby haben.
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
Eine konsensfähige Meinung gibt hier User "Assetpfleger" zum Besten: Während in Deutschland politisch mit dem EEG die Nachfrage nach Solartechnik gefördert wurde, haben die Chinesen mit Umsonstkrediten und Bauhilfen die Produktion von Solartechnik gefördert. Folge: Der Weltmarktanteil Deutschlands an der globalen Solarzellenproduktion ist von 2007 bis 2011 von 20 auf unter 7 Prozent gesunken. Chinas Marktanteil explodierte im gleichen Zeitraum von 15 auf mehr als 57 Prozent.
Das fatalistische Fazit: "Machen wir uns nichts vor, die Chinesen haben durch clevere Energiepolitik und niedrige Löhne den Kampf um den Solarmarkt gewonnen. Allein einige Spezialfirmen aus D werden überleben, Solarworld dagegen wird den Weg der anderen deutschen Solarfirmen in die Insolvenz gehen, denn den Preiskampf können sie nicht gewinnen. Letzter Hoffnungsstrohhalm bleiben Strafzölle auf die Chinesischen Solarhersteller europaweit. Dies scheint aber nicht so leicht umzusetzen."
Etwas überrascht war ich darüber, dass selbst in einschlägigen Börsenforen ein Unternehmen wie Solarworld und die Solarbranche insgesamt kaum mehr eine Lobby haben.
Das fatalistische Fazit: "Machen wir uns nichts vor, die Chinesen haben durch clevere Energiepolitik und niedrige Löhne den Kampf um den Solarmarkt gewonnen. Allein einige Spezialfirmen aus D werden überleben, Solarworld dagegen wird den Weg der anderen deutschen Solarfirmen in die Insolvenz gehen, denn den Preiskampf können sie nicht gewinnen. Letzter Hoffnungsstrohhalm bleiben Strafzölle auf die Chinesischen Solarhersteller europaweit. Dies scheint aber nicht so leicht umzusetzen."
Etwas überrascht war ich darüber, dass selbst in einschlägigen Börsenforen ein Unternehmen wie Solarworld und die Solarbranche insgesamt kaum mehr eine Lobby haben.
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
Hallo .. selbst produzierter Solarstrom vom eigenen Dach ist heute schon günstiger als Strom vom Energieversorger und macht unabhängig von steigenden Strompreisen – und das 20 Jahre lang durch die staatlich garantierte Vergütung für Solarstrom.
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Ihr Customer Service - SolarWorld
*ab 1 kWp Anlagengröße und Registrierung bis 31.08.2012
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Der angeschlagene Solarkonzern Solarworld hat eine drohende Kündigung seiner Kredite durch die Banken abgewendet. Über die Konditionen hüllte sich das Unternehmen in Stillschweigen. Die Aktie schießt dennoch nach oben.
Der Solarkonzern Solarworld hat mitten in der tiefen Branchenkrise seine Finanzierung gesichert.Wegen der schlechten Geschäftslage war der Bonner Konzern in Gefahr geraten, seine Kreditauflagen zu verletzen. Die Kündigung der Darlehen wäre die Folge gewesen. Ob die Einigung mit den Banken mit schlechteren Konditionen für Solarworld verbunden ist, ließ der einstige Börsenstar indes offen. An der Börse sorgte die Nachricht am Montag für Erleichterung: Die Aktie schoss um bis zu 13,3 Prozent auf 1,31 Euro in die Höhe.
Im zweiten Quartal habe die schwierige Marktsituation das Risiko erhöht, "kreditrelevante Finanzkennzahlen nicht zu erreichen", teilte Solarworld mit. Daher habe der Vorstand bestehende Kreditvereinbarungen über 375 Millionen Euro neu verhandelt. Die relevanten Kennzahlen seien angepasst worden.
Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen Marktlage hatten Experten zuletzt bei Solarworld wegen des Schuldenstandes von über einer Milliarde Euro ein erhöhtes Risiko für den Konzern ausgemacht. Banken können Kredite kündigen, wenn ihre Schuldner vereinbarte Auflagen wie das Erreichen von festgelegten Geschäftszielen verfehlen. So mussten Solon und Q-Cells etwa nach monatelangem Ringen mit Kreditgebern oder Anleihegläubigern Insolvenz anmelden.
Chef übt Verzicht
"Mit diesen Vereinbarungen hat die Solarworld ihre finanzielle Stabilität weiter gefestigt", betonte Finanzvorstand Philipp Koecke. Solarworld verfüge zum Ende des 2. Quartals über eine Liquidität von 320 Millionen Euro und habe zusätzlich über 130 Millionen an Kreditverbindlichkeiten getilgt.
Vorstandschef Frank Asbeck will zur Genesung des Konzerns sein Scherflein beisteuern. Er kündigte an, so lange auf Gehalt und Dividende zu verzichten, bis der Konzern wieder profitabel ist. Der Firmengründer hält 27,84 Prozent der Solarworld-Aktien. Für 2011 hatte Solarworld trotz eines Verlustes von knapp 300 Millionen Euro einen Dividende von neun Cent je Aktie gezahlt
Der Solarkonzern Solarworld hat mitten in der tiefen Branchenkrise seine Finanzierung gesichert.Wegen der schlechten Geschäftslage war der Bonner Konzern in Gefahr geraten, seine Kreditauflagen zu verletzen. Die Kündigung der Darlehen wäre die Folge gewesen. Ob die Einigung mit den Banken mit schlechteren Konditionen für Solarworld verbunden ist, ließ der einstige Börsenstar indes offen. An der Börse sorgte die Nachricht am Montag für Erleichterung: Die Aktie schoss um bis zu 13,3 Prozent auf 1,31 Euro in die Höhe.
Im zweiten Quartal habe die schwierige Marktsituation das Risiko erhöht, "kreditrelevante Finanzkennzahlen nicht zu erreichen", teilte Solarworld mit. Daher habe der Vorstand bestehende Kreditvereinbarungen über 375 Millionen Euro neu verhandelt. Die relevanten Kennzahlen seien angepasst worden.
Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen Marktlage hatten Experten zuletzt bei Solarworld wegen des Schuldenstandes von über einer Milliarde Euro ein erhöhtes Risiko für den Konzern ausgemacht. Banken können Kredite kündigen, wenn ihre Schuldner vereinbarte Auflagen wie das Erreichen von festgelegten Geschäftszielen verfehlen. So mussten Solon und Q-Cells etwa nach monatelangem Ringen mit Kreditgebern oder Anleihegläubigern Insolvenz anmelden.
Chef übt Verzicht
"Mit diesen Vereinbarungen hat die Solarworld ihre finanzielle Stabilität weiter gefestigt", betonte Finanzvorstand Philipp Koecke. Solarworld verfüge zum Ende des 2. Quartals über eine Liquidität von 320 Millionen Euro und habe zusätzlich über 130 Millionen an Kreditverbindlichkeiten getilgt.
Vorstandschef Frank Asbeck will zur Genesung des Konzerns sein Scherflein beisteuern. Er kündigte an, so lange auf Gehalt und Dividende zu verzichten, bis der Konzern wieder profitabel ist. Der Firmengründer hält 27,84 Prozent der Solarworld-Aktien. Für 2011 hatte Solarworld trotz eines Verlustes von knapp 300 Millionen Euro einen Dividende von neun Cent je Aktie gezahlt
Solarworld steht noch schlechter da als erwartet. Mit Kostensenkungen und Stellenabbau will Chef Asbeck gegensteuern. Für das Bonner Unternehmen wird es eng
Für Solarworld sieht es angesichts des Preisverfalls in der Branche düster aus: Der Solarkonzern steckt tiefer in den roten Zahlen als von Experten erwartet. Solarworld-Chef Frank Asbeck machte am Mittwoch wenig Hoffnung auf rasche Besserung. Nach einem Umsatzeinbruch und unerwartet hohen Verlusten im dritten Quartal kündigte er für das Gesamtjahr nicht nur einen deutlichen Rückgang der Erlöse sondern auch einen deutlichen operativen Verlust an.
Er will mit weiteren Kostensenkungen und Stellenabbau gegensteuern. Zudem warnte Asbeck vor einem weiteren Rückgang der liquiden Mittel, falls es zu Projektverzögerungen komme. Bis Ende September waren sie um 60 Prozent auf 232,2 Millionen Euro gefallenen.
Chinesische Konkurrenz schnappte Aufträge weg
Asbeck beklagte neben dem anhaltenden Preisverfall, dass sich das Dachanlagengeschäft im dritten Quartal nicht belebt habe. Das Angebot habe die Nachfrage bei weitem überstiegen, die Produktion in Deutschland und den USA sei nicht ausgelastet gewesen. Von Januar bis September wurden in Deutschland eine Solarleistung von 6,22 Gigawatt zugebaut. Solarworld konnte von diesen hohen Zubauzahlen jedoch nur unterdurchschnittlich profitieren.
Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin: "Das Geschäft bei Solarparks und großen Freiflächen in Deutschland musste Solarworld der chinesischen Konkurrenz überlassen.” Der Experte hält das Geschäftsmodell von Solarworld nicht für zukunftsfähig. Die Fertigung am deutschen Standort sei, auch bei einem hohen Automatisierungsgrad zu teuer.
Da die Silizium- und Waferherstellung energieintensiv ist, nimmt Solarworld - ähnlich wie ein Stahlwerk oder eine Eisengießerei - bereits die Ausnahmeregelungen des EEG für stromintensive Unternehmen in Anspruch. "Die Wertschöpfungskette bei Solarworld ist jedoch zu lang und der Eigenanteil zu hoch", urteilt Hummel, "Solarworld kann bei seinem Geschäftsmodell die Vorteile des kostengünstigen Einkaufs nicht nutzen, die heute der Silizium-, Wafer- und Zellenmarkt bietet.”
Mit dem sich abzeichnenden Fehlbetrag im laufenden Jahr würde der einstige Branchenprimus bereits das zweite Mal in Folge einen Jahresverlust ausweisen. 2011 hatte der Konzern bereits bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro einen operativen Verlust (Ebit) von 233 Millionen Euro verbucht. Im Aktionärsbrief versprach er den Anteilseignern aber: "Wir werden alles dafür tun, dass Solarworld die schwierige Konsolidierungsphase übersteht."
Asbeck hatte dabei auch immer wieder auf den US-Markt gehofft, der weltweit als einer der aussichtsreichsten für die Solarbranche gilt. Eine Hoffnung, die Hummel nicht teilt: “Umsatzsteigerungen in den USA sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Solarprojekte ihre Unterstützung dem Wahlkampf verdankten. Schon deshalb wird sich das Wachstum des US-Solarmarktes in 2013 nicht in gleichem Maße fortsetzen."
Er rechne damit, dass die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Kongress nach der Wiederwahl Obamas entschlossen seien, bei bundestaatlichen Förderprogrammen für Erneuerbare Energien Kürzungen vorzunehmen. Die größte Gefahr für die Photovoltaik drohe jedoch von Schiefergas: "Gas gilt in den USA als umweltfreundlich, wird dank neuer Vorkommen und Erschließungsmethoden immer preiswerter und entwickelt sich daher immer mehr zur Konkurrenz für Solarenergie und Windkraft.”
Die zweite große Bedrohung für alle Hersteller von Solarzellen und Modulen bleibt die Billig-Konkurrenz aus Asien. Um zu prüfen, ob und in welchem Umfang die chinesische Regierung mit ihrer Subventionspolitik der europäischen Solarindustrie schadet, hat die EU-Kommission kürzlich Ermittlungen eingeleitet. Mit ihren Schritten folgt sie Beschwerden des europäischen Branchenverbandes Pro Sun. Die Vereinigung, die der Solarworld-Chef ins Leben gerufen hat, beklagt, dass milliardenschwere Beihilfen für Solarzellen und Solarpanele die Dumpingpreise der chinesischen Anbieter ermöglichen.
Nach vorläufiger Prüfung gebe es "ausreichend Hinweis" für die Eröffnung der Ermittlungen gegen Subventionen, so die Kommission. Es handelt es sich um das bislang größte Antisubventionsverfahren der EU. Im vergangenen Jahr hatte China Solar-Elemente im Wert von 21 Milliarden Euro in die EU importiert. 13 Monate lang werden die EU-Wettbewerbshüter nun ermitteln. Allerdings könnten als Gegenmaßnahme schon binnen neun Monaten Strafzölle auf chinesische Produkte erhoben werden, heißt es bei der Kommission. Mit dieser Maßnahme wehren sich bereits die USA gegen Billigimporte aus dem Reich der Mitte - Washington hat Zölle von bis zu 250 Prozent eingeführt.
An eine konkrete Verbesserung der Geschäftslage von Solarworld glaubt Hummel selbst dann, wenn europäische Anti-Dumping-Zölle erlassen werden nicht: “Auch bei einem möglichen Erfolg der Anti-Dumping und Anti-Subventionsbeschwerde ist nicht zu erwarten, dass Solarworld von den Chinesen Marktanteile zurückgewinnen wird.”
Für Solarworld sieht es angesichts des Preisverfalls in der Branche düster aus: Der Solarkonzern steckt tiefer in den roten Zahlen als von Experten erwartet. Solarworld-Chef Frank Asbeck machte am Mittwoch wenig Hoffnung auf rasche Besserung. Nach einem Umsatzeinbruch und unerwartet hohen Verlusten im dritten Quartal kündigte er für das Gesamtjahr nicht nur einen deutlichen Rückgang der Erlöse sondern auch einen deutlichen operativen Verlust an.
Er will mit weiteren Kostensenkungen und Stellenabbau gegensteuern. Zudem warnte Asbeck vor einem weiteren Rückgang der liquiden Mittel, falls es zu Projektverzögerungen komme. Bis Ende September waren sie um 60 Prozent auf 232,2 Millionen Euro gefallenen.
Chinesische Konkurrenz schnappte Aufträge weg
Asbeck beklagte neben dem anhaltenden Preisverfall, dass sich das Dachanlagengeschäft im dritten Quartal nicht belebt habe. Das Angebot habe die Nachfrage bei weitem überstiegen, die Produktion in Deutschland und den USA sei nicht ausgelastet gewesen. Von Januar bis September wurden in Deutschland eine Solarleistung von 6,22 Gigawatt zugebaut. Solarworld konnte von diesen hohen Zubauzahlen jedoch nur unterdurchschnittlich profitieren.
Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin: "Das Geschäft bei Solarparks und großen Freiflächen in Deutschland musste Solarworld der chinesischen Konkurrenz überlassen.” Der Experte hält das Geschäftsmodell von Solarworld nicht für zukunftsfähig. Die Fertigung am deutschen Standort sei, auch bei einem hohen Automatisierungsgrad zu teuer.
Da die Silizium- und Waferherstellung energieintensiv ist, nimmt Solarworld - ähnlich wie ein Stahlwerk oder eine Eisengießerei - bereits die Ausnahmeregelungen des EEG für stromintensive Unternehmen in Anspruch. "Die Wertschöpfungskette bei Solarworld ist jedoch zu lang und der Eigenanteil zu hoch", urteilt Hummel, "Solarworld kann bei seinem Geschäftsmodell die Vorteile des kostengünstigen Einkaufs nicht nutzen, die heute der Silizium-, Wafer- und Zellenmarkt bietet.”
Mit dem sich abzeichnenden Fehlbetrag im laufenden Jahr würde der einstige Branchenprimus bereits das zweite Mal in Folge einen Jahresverlust ausweisen. 2011 hatte der Konzern bereits bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro einen operativen Verlust (Ebit) von 233 Millionen Euro verbucht. Im Aktionärsbrief versprach er den Anteilseignern aber: "Wir werden alles dafür tun, dass Solarworld die schwierige Konsolidierungsphase übersteht."
Asbeck hatte dabei auch immer wieder auf den US-Markt gehofft, der weltweit als einer der aussichtsreichsten für die Solarbranche gilt. Eine Hoffnung, die Hummel nicht teilt: “Umsatzsteigerungen in den USA sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Solarprojekte ihre Unterstützung dem Wahlkampf verdankten. Schon deshalb wird sich das Wachstum des US-Solarmarktes in 2013 nicht in gleichem Maße fortsetzen."
Er rechne damit, dass die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Kongress nach der Wiederwahl Obamas entschlossen seien, bei bundestaatlichen Förderprogrammen für Erneuerbare Energien Kürzungen vorzunehmen. Die größte Gefahr für die Photovoltaik drohe jedoch von Schiefergas: "Gas gilt in den USA als umweltfreundlich, wird dank neuer Vorkommen und Erschließungsmethoden immer preiswerter und entwickelt sich daher immer mehr zur Konkurrenz für Solarenergie und Windkraft.”
Die zweite große Bedrohung für alle Hersteller von Solarzellen und Modulen bleibt die Billig-Konkurrenz aus Asien. Um zu prüfen, ob und in welchem Umfang die chinesische Regierung mit ihrer Subventionspolitik der europäischen Solarindustrie schadet, hat die EU-Kommission kürzlich Ermittlungen eingeleitet. Mit ihren Schritten folgt sie Beschwerden des europäischen Branchenverbandes Pro Sun. Die Vereinigung, die der Solarworld-Chef ins Leben gerufen hat, beklagt, dass milliardenschwere Beihilfen für Solarzellen und Solarpanele die Dumpingpreise der chinesischen Anbieter ermöglichen.
Nach vorläufiger Prüfung gebe es "ausreichend Hinweis" für die Eröffnung der Ermittlungen gegen Subventionen, so die Kommission. Es handelt es sich um das bislang größte Antisubventionsverfahren der EU. Im vergangenen Jahr hatte China Solar-Elemente im Wert von 21 Milliarden Euro in die EU importiert. 13 Monate lang werden die EU-Wettbewerbshüter nun ermitteln. Allerdings könnten als Gegenmaßnahme schon binnen neun Monaten Strafzölle auf chinesische Produkte erhoben werden, heißt es bei der Kommission. Mit dieser Maßnahme wehren sich bereits die USA gegen Billigimporte aus dem Reich der Mitte - Washington hat Zölle von bis zu 250 Prozent eingeführt.
An eine konkrete Verbesserung der Geschäftslage von Solarworld glaubt Hummel selbst dann, wenn europäische Anti-Dumping-Zölle erlassen werden nicht: “Auch bei einem möglichen Erfolg der Anti-Dumping und Anti-Subventionsbeschwerde ist nicht zu erwarten, dass Solarworld von den Chinesen Marktanteile zurückgewinnen wird.”
70 Prozent Kursplus - Zocker spielen mit Solarworld
Keine Aktie für schwache Nerven: Die Titel von Solarworld haben unter extrem starken Schwankungen erneut zugelegt. Der Aktienumsatz ist viermal so hoch wie der von Deutscher Telekom und Eon zusammen. Händler haben nur eine Erklärung für die drastischen Kursausschläge.
Mit kräftigen Kursausschlägen haben die Aktien von Solarworld am Dienstag erneut für Aufsehen gesorgt. Die im TecDax notierten Titel setzten ihre Kursrally fort und stiegen bis zum Xetra-Handelsschluss um weitere 8,7 Prozent auf 1,80 Euro.
Damit haben Solarworld-Aktien seit Jahresbeginn 2013 gut 70 Prozent an Wert gewonnen. In den zwei Jahren zuvor waren die Titel jedoch auch eingebrochen.
Erneut waren die Kursschwankungen enorm, da spekulative Daytrader die Aktie längst für sich entdeckt haben. Die Aktie der Solarfirma stieg am Dienstag Vormittag zunächst um bis zu 11 Prozent auf ein Achtmonatshoch von 1,84 Euro, drehten dann kurzzeitig 6 Prozent ins Minus und notierten wenige Minuten später wieder im Plus, das sie bis Handelsschluss auf knapp 9 Prozent ausbauten.
Dabei wechselten innerhalb der ersten halben Handelsstunde fast vier Mal so viele Solarworld-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag. Der Aktienumsatz war auch fast vier Mal so hoch wie derjenige der beiden Dax-Werte Deutsche Telekom und Eon zusammengerechnet.
Handel von Zockern dominiert
Der Handel mit Solarworld-Titeln werde von sehr spekulativ orientierten Anlegern dominiert, sagte ein Händler. DZ Bank-Analyst Sven Kürten warnte, die Rally der vergangenen Tage sei nicht nachhaltig. Die Milliardeninvestitionen des Starinvestors Warren Buffett in die US-Solarbranche hätten keinen direkten Auswirkungen auf Solarworld.
Außerdem seien weitere Subventionskürzungen wahrscheinlich, meinte Kürten. Er bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die Aktie.
Im Jahr 2012 war der Kurs war der Kurs von Solarworld um knapp 70 Prozent eingebrochen, so stark wie zuletzt im Jahr 2002
Mit kräftigen Kursausschlägen haben die Aktien von Solarworld am Dienstag erneut für Aufsehen gesorgt. Die im TecDax notierten Titel setzten ihre Kursrally fort und stiegen bis zum Xetra-Handelsschluss um weitere 8,7 Prozent auf 1,80 Euro.
Damit haben Solarworld-Aktien seit Jahresbeginn 2013 gut 70 Prozent an Wert gewonnen. In den zwei Jahren zuvor waren die Titel jedoch auch eingebrochen.
Erneut waren die Kursschwankungen enorm, da spekulative Daytrader die Aktie längst für sich entdeckt haben. Die Aktie der Solarfirma stieg am Dienstag Vormittag zunächst um bis zu 11 Prozent auf ein Achtmonatshoch von 1,84 Euro, drehten dann kurzzeitig 6 Prozent ins Minus und notierten wenige Minuten später wieder im Plus, das sie bis Handelsschluss auf knapp 9 Prozent ausbauten.
Dabei wechselten innerhalb der ersten halben Handelsstunde fast vier Mal so viele Solarworld-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag. Der Aktienumsatz war auch fast vier Mal so hoch wie derjenige der beiden Dax-Werte Deutsche Telekom und Eon zusammengerechnet.
Handel von Zockern dominiert
Der Handel mit Solarworld-Titeln werde von sehr spekulativ orientierten Anlegern dominiert, sagte ein Händler. DZ Bank-Analyst Sven Kürten warnte, die Rally der vergangenen Tage sei nicht nachhaltig. Die Milliardeninvestitionen des Starinvestors Warren Buffett in die US-Solarbranche hätten keinen direkten Auswirkungen auf Solarworld.
Außerdem seien weitere Subventionskürzungen wahrscheinlich, meinte Kürten. Er bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die Aktie.
Im Jahr 2012 war der Kurs war der Kurs von Solarworld um knapp 70 Prozent eingebrochen, so stark wie zuletzt im Jahr 2002
Der einstige Vorzeige-Konzern in der Solarbranche gerät ins Wanken. Eine Pleite steht noch nicht ins Haus, beteuert Solarworld-Chef Frank Asbeck. Aber das Unternehmen muss wohl einen Schuldenschnitt durchführen.
Darüber wolle man mit den Gläubigern sprechen, hatte das Bonner Unternehmen bereits am Donnerstagabend angekündigt. "Wir haben den Schritt proaktiv gemacht, weil wir auf der Passivseite eine Entlastung brauchen", liefert Asbeck nun eine Erklärung hinterher. Die Gespräche mit Banken und Anleihegläubigern könnten Wochen und Monate dauern.
Im Kern hält Asbeck Solarworld weiterhin für gesund. Das Unternehmen verfüge über ausreichend Liquidität, betont der Chef des TecDax-Unternehmens: "Wir müssen operativ einige Anpassungen machen, die werden nun kommen."
Der einstige Vorzeige-Konzern in der Solarbranche gerät ins Wanken. Eine Pleite steht noch nicht ins Haus, beteuert Solarworld-Chef Frank Asbeck. Aber das Unternehmen muss wohl einen Schuldenschnitt durchführen.
Darüber wolle man mit den Gläubigern sprechen, hatte das Bonner Unternehmen bereits am Donnerstagabend angekündigt. "Wir haben den Schritt proaktiv gemacht, weil wir auf der Passivseite eine Entlastung brauchen", liefert Asbeck nun eine Erklärung hinterher. Die Gespräche mit Banken und Anleihegläubigern könnten Wochen und Monate dauern.
Im Kern hält Asbeck Solarworld weiterhin für gesund. Das Unternehmen verfüge über ausreichend Liquidität, betont der Chef des TecDax-Unternehmens: "Wir müssen operativ einige Anpassungen machen, die werden nun kommen."
Aktie im freien Fall
Trotzdem droht der Aktie von Solarworld ein Pennystock-Dasein. Bis zum Xetra-Schluss verlor sie 30,4 Prozent auf 1,11 Euro.
Auslöser für die Massenflucht aus der Aktie war eine Ad-hoc-Mitteilung von Solarworld vom Donnerstagabend. Dort hieß es, es würden "gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegebenen Anleihen und Schuldscheinen" anstehen. Solarworld sprach zudem zunächst von einer "positiven Fortführungsprognose", war am selben Abend aber für weitere Stellungnahmen zunächst nicht zu erreichen.
Ist der Geldhahn zu?
Aus Expertensicht sollen diese Formulierungen andeuten, dass die Schuldenlast das Unternehmen zu erdrücken droht. Laut Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin steht der Konzern vor einem Dilemma: "Eigentlich müssten die bereits begebenen Anleihen durch eine neue Anleihe finanziert werden", dies sei aber angesichts des Marktumfelds für die Branche und die wohl deutlich höheren Finanzierungskosten für die Schuldverschreibung kaum möglich.
Solarworld hatte bereits Ende September vergangenen Jahres langfristige Schulden von 1,04 Milliarden Euro. Davon sind 543 Millionen Euro in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen enthalten. Die Anleihen, die von einem Schuldenschnitt betroffen sein könnten, rutschten am Freitagmorgen ebenfalls dramatisch ab - sie notieren derzeit nur noch bei einem Fünftel ihres Nennwertes.
Fast Total-Verlust für Aktionäre
Sollte eine Umschuldung durchgeführt werden, dürfte dies aber auch zu Lasten der Aktionäre gehen, ist sich DZ-Bank-Analyst Sven Kürten sicher, dies habe man auch bei anderen Insolvenzen in der Branche, wie der von Q-Cells, verfolgen können. Anteilseigner bei Solarworld haben ohnehin in den vergangenen Jahren verheerende Verluste aufgetürmt. Vor rund einem Jahr hat die Aktie noch bei mehr als neun Euro notiert, vor fünf Jahren über 30 Euro.
Der Preisverfall in der Solarbranche, verbunden mit der harten internationalen Konkurrenz vornehmlich aus China und der Kürzung der Solarsubventionen in vielen Staaten, hat viele Unternehmen an den Rand der Katastrophe geführt. In den vergangenen Wochen hatte sich die Aktie zwar kurzzeitig erholt, dies war aber von vielen Experten als Strohfeuer identifiziert worden
Darüber wolle man mit den Gläubigern sprechen, hatte das Bonner Unternehmen bereits am Donnerstagabend angekündigt. "Wir haben den Schritt proaktiv gemacht, weil wir auf der Passivseite eine Entlastung brauchen", liefert Asbeck nun eine Erklärung hinterher. Die Gespräche mit Banken und Anleihegläubigern könnten Wochen und Monate dauern.
Im Kern hält Asbeck Solarworld weiterhin für gesund. Das Unternehmen verfüge über ausreichend Liquidität, betont der Chef des TecDax-Unternehmens: "Wir müssen operativ einige Anpassungen machen, die werden nun kommen."
Zitat
Solarworld-Chef Asbeck: "Eine Insolvenz droht nicht"
Der einstige Vorzeige-Konzern in der Solarbranche gerät ins Wanken. Eine Pleite steht noch nicht ins Haus, beteuert Solarworld-Chef Frank Asbeck. Aber das Unternehmen muss wohl einen Schuldenschnitt durchführen.
Darüber wolle man mit den Gläubigern sprechen, hatte das Bonner Unternehmen bereits am Donnerstagabend angekündigt. "Wir haben den Schritt proaktiv gemacht, weil wir auf der Passivseite eine Entlastung brauchen", liefert Asbeck nun eine Erklärung hinterher. Die Gespräche mit Banken und Anleihegläubigern könnten Wochen und Monate dauern.
Im Kern hält Asbeck Solarworld weiterhin für gesund. Das Unternehmen verfüge über ausreichend Liquidität, betont der Chef des TecDax-Unternehmens: "Wir müssen operativ einige Anpassungen machen, die werden nun kommen."
Aktie im freien Fall
Trotzdem droht der Aktie von Solarworld ein Pennystock-Dasein. Bis zum Xetra-Schluss verlor sie 30,4 Prozent auf 1,11 Euro.
Auslöser für die Massenflucht aus der Aktie war eine Ad-hoc-Mitteilung von Solarworld vom Donnerstagabend. Dort hieß es, es würden "gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegebenen Anleihen und Schuldscheinen" anstehen. Solarworld sprach zudem zunächst von einer "positiven Fortführungsprognose", war am selben Abend aber für weitere Stellungnahmen zunächst nicht zu erreichen.
Ist der Geldhahn zu?
Aus Expertensicht sollen diese Formulierungen andeuten, dass die Schuldenlast das Unternehmen zu erdrücken droht. Laut Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin steht der Konzern vor einem Dilemma: "Eigentlich müssten die bereits begebenen Anleihen durch eine neue Anleihe finanziert werden", dies sei aber angesichts des Marktumfelds für die Branche und die wohl deutlich höheren Finanzierungskosten für die Schuldverschreibung kaum möglich.
Solarworld hatte bereits Ende September vergangenen Jahres langfristige Schulden von 1,04 Milliarden Euro. Davon sind 543 Millionen Euro in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen enthalten. Die Anleihen, die von einem Schuldenschnitt betroffen sein könnten, rutschten am Freitagmorgen ebenfalls dramatisch ab - sie notieren derzeit nur noch bei einem Fünftel ihres Nennwertes.
Fast Total-Verlust für Aktionäre
Sollte eine Umschuldung durchgeführt werden, dürfte dies aber auch zu Lasten der Aktionäre gehen, ist sich DZ-Bank-Analyst Sven Kürten sicher, dies habe man auch bei anderen Insolvenzen in der Branche, wie der von Q-Cells, verfolgen können. Anteilseigner bei Solarworld haben ohnehin in den vergangenen Jahren verheerende Verluste aufgetürmt. Vor rund einem Jahr hat die Aktie noch bei mehr als neun Euro notiert, vor fünf Jahren über 30 Euro.
Der Preisverfall in der Solarbranche, verbunden mit der harten internationalen Konkurrenz vornehmlich aus China und der Kürzung der Solarsubventionen in vielen Staaten, hat viele Unternehmen an den Rand der Katastrophe geführt. In den vergangenen Wochen hatte sich die Aktie zwar kurzzeitig erholt, dies war aber von vielen Experten als Strohfeuer identifiziert worden
Zitat
14 Zimmer, 800 Quadratmeter Wohnfläche, Pool mit Fresken, 100 000 Quadratmeter Wald – das Schloss Marienfels am Mittelrhein ist wow! Bisher gehörte es Moderator Thomas Gottschalk, 62, jetzt hat er es für fünf Millionen Euro verkauft.
Käufer ist Frank Asbeck, 53, Chef der Firma Solarworld, die am Freitag einen empfindlichen Kurssturz hinnehmen musste. Asbeck dürfte Gottschalk nicht unbekannt sein: Das Unternehmen war Kooperationspartner bei „Wetten, dass..?“. In einem Artikel über dortige Schleichwerbung sagte Asbeck: „Man zahlt für die Sendesekunden.“
Das Geld fürs Schloss dürfte gut angelegt sein: Es soll Sitz einer gemeinnützigen Stiftung werden.
Solarworld: Der Anfang vom Ende!?
Lieber Geldanleger,
der freitägliche Kursverfall von Solarworld ist ein gutes Beispiel dafür, warum Sie als Aktionär Unternehmen mit hoher Verschuldung aus Krisenbranchen dringend meiden sollten. Die Überlebenschancen des deutschen Solarpioniers schwinden weiter.
Das angekündigte Maßnahmenpaket könnte der Anfang vom Ende für die Bonner sein. Lesen Sie, warum Sie als Aktionäre den Titel auch nach dem heutigen Kursverfall unbedingt meiden sollten.
In den letzten Wochen war nochmal Hoffnung bei den Aktionären aufgekeimt. Angetrieben durch spekulative Kurszuwächse chinesischer Solar-Aktien, die in den USA notiert sind, zog auch die Notierung von Solarworld an. Die Aktie kletterte in der Spitze um rund 50 Prozent auf über 1,50 Euro. Eine klassische Bullenfalle, wie sich jetzt herausstellt.
Während bei einigen chinesischen Herstellern auf Grund deren niedriger Kostenstruktur und quasi unendlicher staatlicher Subventionen tatsächlich (Solar)-Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist, ist das bei Solarworld leider nicht der Fall.
Das Unternehmen ist trotz der Expansion in die USA weiter stark vom deutschen Markt abhängig und Vorstand und Gründer Frank Asbeck hat im November selbst resigniert festgestellt: „Derzeit können auch diejenigen Solarhersteller nicht profitabel sein, die ihre Kosten im Griff haben."
Natürlich versucht Asbeck nun im Rahmen der angekündigten Umschuldung optimistisch zu klingen. Eine Insolvenz sei kein Thema und die Refinanzierungsmaßnahmen würden von Solarworld proaktiv in die Wege geleitet werden. Soll heißen: Auf eigene Initiative und eher vorbeugend. Die Realität sieht indes anders aus. Analysten sprechen von einer überfälligen Maßnahme.
Lauren Licuanan von der Commerzbank kommentiert: „Angesichts der hohen Verschuldung muss die Bilanz dringend restrukturiert werden. Ich weiß nicht, wie Solarworld die Zinsen auf die Schulden bezahlen soll."
Konkret meint sie damit unter anderem die ausstehenden Anleihen, die ein Volumen von 543 Millionen Euro umfassen. Das ginge auf herkömmlichem Wege angesichts der Finanzlage von Solarworld nur über die Begebung einer neuen, länger laufenden Anleihe.
Doch die Nachfrage für eine solche Anleihe ist nicht vorhanden bzw. nur zu einem extrem hohen Zinssatz, der Solarworld weiter in den Wald hinein, statt hinaus führen würde.
Es bleibt nur der Schuldenschnitt
Was dann noch bleibt ist nur ein so genannter Schuldenschnitt. Das heißt nichts anderes, als dass die Anleihegläubiger einen Teil ihres investierten Geldes freiwillig abschreiben, um einen Totalverlust, der im Falle einer Solarworld-Insolvenz droht, zu vermeiden. Die Solarworld-Anleihen sind heute bereits bis auf 25 Prozent ihres Nennwerts abgestürzt, woraus sich gut ablesen lässt, wie heftig der Schuldenschnitt ausfallen könnte.
Als Solarworld-Aktionär sollten Sie wissen, dass in einem solchen Fall immer zuerst die Aktionäre bluten und dann erst die Gläubiger. Wenn aber schon die Anleihe-Inhaber geschätzte 75 Prozent ihres Kapitals verlieren werden, dürfte es bei den Aktionären wohl 90 Prozent oder noch mehr werden. In der Praxis läuft das dann meistens so ab, dass die Gläubiger im Gegenzug für ihren Verzicht Solarworld-Aktien erhalten, und zwar so viele Aktien, dass ihnen danach das Unternehmen mehrheitlich gehört.
Im von mir oben angenommenen Szenario würde das dann aber bedeuten, dass sich der Anteil, der Ihnen als Aktionär an Solarworld gehört, um den Faktor zehn verringern wird. Das ist es, was Equinet-Analyst Stefan Freudenreich meint, wenn er von einem hohen Verwässerungsrisiko für die Aktionäre spricht.
Übrigens: Gründer und Solarworld-Chef Frank Asbeck wird genauso wie die freien Aktionäre von der Verwässerung betroffen sein. Ihm gehören immer noch 27,8 Prozent an Solarworld. Dieser Anteil ist beim aktuellen Kurs rund 34 Millionen Euro Wert. Asbeck wird also bei den Verhandlungen sicher sein Bestes geben und im Sinne der Aktionäre handeln.
Die Frage ist nur, ob das zum jetzigen Zeitpunkt noch viel bringt. Vorwerfen kann man dem Solarworld-Lenker aber, dass sein Unternehmen die kritische Lage zu lange unterschätzt hat und auch in der Krise noch Millionen-Euro-Beträge für Werbekampagnen mit Larry Hagman und Lukas Podolski locker gemacht hat.
Zitat
MEIN FAZIT:
- Die angekündigten Umschuldungsverhandlungen sind nur bedingt „proaktiv“ sondern vielmehr überfällig. Zu lange hat Solarworld auf großem Fuß gelebt und auf eine Trendwende im schon lange darbenden operativen Geschäft gehofft.
- Der nun drohende Schuldenschnitt wird angesichts der immens hohen Verschuldung von über einer Milliarde Euro für die freien Aktionäre zu einer sehr starken Verwässerung führen. Wir rechnen damit, dass sie bei ca. 90 Prozent liegen wird.
- Der Aktienkurs dürfte in den kommenden Wochen weiter nach unten tendieren
Armin Brack - Chefredakteur Geldanlage-Report
Müssen Anleger den Totalverlust ihrer Anleihen befürchten?
Die SolarWorld AG hat in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 24. Januar 2013 mitgeteilt, dass die Anleger möglicherweise mit gravierenden Einschnitten bei den Anleihen und Schuldscheindarlehen rechnen müssten.
Der Vorstand der Solar-World AG teilt in der Pressemitteilung mit, dass man im Rahmen der Unternehmensplanung für das laufende und kommende Jahr davon ausgehe, dass man mit gravierenden Einschnitten zu rechnen habe. Diese würden sich auf die Verbindlichkeiten der Gesellschaft beziehen. Insbesondere seien hiervon die ausgegebenen Anleihen (ISIN XS0478864225 und ISIN XS0641270045) ebenso wie die Schuldscheindarlehen betroffen. Die Gesellschaft teilt gleichwohl mit, dass man davon ausgehe, dass insgesamt eine positive Fortführungsprognose besteht.
Leidgeprüften Anlegern ist das gewählte Vokabular bestens bekannt. Von einer Fortführungsprognose wird regelmäßig dann geredet, wenn eine Gesellschaft in ihrer finanziellen Situation so beschaffen ist, dass überprüft werden muss, ob die Gesellschaft überhaupt noch solvent ist. Von Gesetzes wegen ist der Vorstand gehalten, zu prüfen, ob die Gesellschaft weiter existieren kann oder ob sie insolvent ist. Dabei wird eine sogenannte Fortführungsprognose erstellt. Wenn also bereits von einer Fortführungsprognose geredet wird, kann dieses ein Hinweis auf ganz erhebliche existentielle Probleme der Gesellschaft sein.
Wenn weitergehend in der Ad-hoc-Mitteilung ausgeführt wird, dass Gläubiger der Gesellschaft, insbesondere die Zeichner von Unternehmensanleihen und Inhaber von Schuldscheindarlehen mit Einschnitten zu rechnen hätten, so kann dieses so verstanden werden, dass Gläubiger hier erhebliche Nachlässe ihrer eigenen Forderung kalkulieren könnten.
Oftmals wird der Zustand der Gesellschaft als Anlass dafür genommen, mit Gläubigern in Verhandlungen zu treten, dass diese freiwillig auf ihre Forderungen verzichten. So soll das Risiko eines Totalverlustes verringert werden. Mit dem Argument, dass es vernünftiger sei, dass man aus einer Anleihe lieber weniger Geld erhalten solle, als überhaupt kein Geld, sollen Gläubiger zu einem freiwilligen Verzicht ihrer Forderung motiviert werden.
Bei derartigen Verhandlungen ist zu beachten, dass hier häufig einzelne Kleinanleger genauso von diesem Forderungsverzicht betroffen sein können wie institutionelle größere Anleger. Damit Anleger in Abstimmungen genauso stark vertreten sein können, wie größere Anleger, ist es notwendig, dass Kleinanleger sich in einer gemeinsamen Vorgehensweise abstimmen.
Zeichner der Anleihe sind ebenso wenig schutzlos wie Aktionäre. Vielen ist gemeinsam, dass die Anleihe oder die Aktie auf Grund von Empfehlungen zu einem Zeitpunkt erworben wurde, als die Beteiligung an Solar-Unternehmen noch als gutes Investment angeraten wurde. Hier kann es sein, dass der jeweilige Anleger von dem Institut nicht korrekt über den Zustand der Solarbranche informiert wurde. So gab es hinsichtlich der Solarbranche bereits spätestens ab dem Jahr 2009 Hinweise darauf, dass hier durchaus Probleme eintreten könnten.
Zeichner von Solar-Anleihen sowie Aktionäre von Solar-Unternehmen sollten sich daher von einer Rechtsanwaltskanzlei beraten lassen, welche sich auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechtes spezialisiert hat.
* Pressemitteilung von: MAACK Rechtsanwälte
Der Vorstand der Solar-World AG teilt in der Pressemitteilung mit, dass man im Rahmen der Unternehmensplanung für das laufende und kommende Jahr davon ausgehe, dass man mit gravierenden Einschnitten zu rechnen habe. Diese würden sich auf die Verbindlichkeiten der Gesellschaft beziehen. Insbesondere seien hiervon die ausgegebenen Anleihen (ISIN XS0478864225 und ISIN XS0641270045) ebenso wie die Schuldscheindarlehen betroffen. Die Gesellschaft teilt gleichwohl mit, dass man davon ausgehe, dass insgesamt eine positive Fortführungsprognose besteht.
Leidgeprüften Anlegern ist das gewählte Vokabular bestens bekannt. Von einer Fortführungsprognose wird regelmäßig dann geredet, wenn eine Gesellschaft in ihrer finanziellen Situation so beschaffen ist, dass überprüft werden muss, ob die Gesellschaft überhaupt noch solvent ist. Von Gesetzes wegen ist der Vorstand gehalten, zu prüfen, ob die Gesellschaft weiter existieren kann oder ob sie insolvent ist. Dabei wird eine sogenannte Fortführungsprognose erstellt. Wenn also bereits von einer Fortführungsprognose geredet wird, kann dieses ein Hinweis auf ganz erhebliche existentielle Probleme der Gesellschaft sein.
Wenn weitergehend in der Ad-hoc-Mitteilung ausgeführt wird, dass Gläubiger der Gesellschaft, insbesondere die Zeichner von Unternehmensanleihen und Inhaber von Schuldscheindarlehen mit Einschnitten zu rechnen hätten, so kann dieses so verstanden werden, dass Gläubiger hier erhebliche Nachlässe ihrer eigenen Forderung kalkulieren könnten.
Oftmals wird der Zustand der Gesellschaft als Anlass dafür genommen, mit Gläubigern in Verhandlungen zu treten, dass diese freiwillig auf ihre Forderungen verzichten. So soll das Risiko eines Totalverlustes verringert werden. Mit dem Argument, dass es vernünftiger sei, dass man aus einer Anleihe lieber weniger Geld erhalten solle, als überhaupt kein Geld, sollen Gläubiger zu einem freiwilligen Verzicht ihrer Forderung motiviert werden.
Bei derartigen Verhandlungen ist zu beachten, dass hier häufig einzelne Kleinanleger genauso von diesem Forderungsverzicht betroffen sein können wie institutionelle größere Anleger. Damit Anleger in Abstimmungen genauso stark vertreten sein können, wie größere Anleger, ist es notwendig, dass Kleinanleger sich in einer gemeinsamen Vorgehensweise abstimmen.
Zeichner der Anleihe sind ebenso wenig schutzlos wie Aktionäre. Vielen ist gemeinsam, dass die Anleihe oder die Aktie auf Grund von Empfehlungen zu einem Zeitpunkt erworben wurde, als die Beteiligung an Solar-Unternehmen noch als gutes Investment angeraten wurde. Hier kann es sein, dass der jeweilige Anleger von dem Institut nicht korrekt über den Zustand der Solarbranche informiert wurde. So gab es hinsichtlich der Solarbranche bereits spätestens ab dem Jahr 2009 Hinweise darauf, dass hier durchaus Probleme eintreten könnten.
Zeichner von Solar-Anleihen sowie Aktionäre von Solar-Unternehmen sollten sich daher von einer Rechtsanwaltskanzlei beraten lassen, welche sich auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechtes spezialisiert hat.
* Pressemitteilung von: MAACK Rechtsanwälte

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