Vom Klimawandel zur Klimapanik
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Vom Klimawandel zur Klimapanik
Gestern abend in "Kontraste", ARD:
Großer Auftritt von Klaus Töpfer, Großmeister des Klimapanikerordens, voll unterstützt vom gläubigen Redaktionsteam.
Seine Botschaft: Die Klimakatastrophe ist nicht mehr aufzuhalten, wenn wir nicht umkehren, um sie zu begrenzen, sind wir verloren.
Zum Beweis präsentierte man mit dramatischen Bildern und unheilschwangerem Sound unterlegt die üblichen Klimamythen wie ewige Wahrheiten:
Der Mythos von den schmelzenden Polkappen. In Wahrheit schmilzt nur die nördliche, die südliche nimmt zu.
Der Mythos von der sich ausdehnenden Sahara. In Wahrheit verschiebt sich deren südlicher Rand nach Norden.
Der Mythos von den an Stärke und Zahl zunehmenden Wirbelstürmen. In Wahrheit läßt die Statistik höchstens periodische Schwankungen erkennen.
Der Mythos vom extremen Anstieg des Meeresspiegels. In Wahrheit ist ein Anstieg im Zentimeterbereich zu erwarten.
Die Lüge von der bewiesenen Wissenschaftlichkeit der Katastrophenprognosen und der angeblichen Zustimmung der Fachwissenschaft. In Wahrheit gibt es heftige Diskussionen unter den Wissenschaftlern, mit nachgewiesener Datenmanipulation und Kungelei bei den Galionsfiguren der Katastrophenprediger.
Fazit: Der Katastrophenmythos ist in den Mainstream-medien allgemein akzeptiert, Reflexionen finden nicht mehr statt.
Dazu passt der folgende Eintrag in dem Blog "Politically incorrect":
Vom Klimawandel zur Klimapanik
Traumwetter: Bis zu 17 Grad im Dezember. T-Shirts statt Wintermantel, doch so richtige Freude will nicht aufkommen, obwohl man bei dem warmen Wetter die Heizung aus lassen kann. Das spart Geld und schützt das Klima. Klimaschutz dank Klimawandel, so positiv darf man das nicht sehen. Lust an der Apokalypse, Schuldkomplexe und die deutsche Neigung zum moralischen Musterschüler deuten auf überhitztes Klima in den Köpfen. Meteorologisch ausgedrückt steigert sich die Klimastimmung im Wolkenbild von Cumulus zu Cumulonimbus. Geistige Unwetterschäden sind garantiert.
Es ist immer das Gleiche: Man muß den Leuten nur lange genug etwas vorplappern, und irgendwann wird es geglaubt. Die Klimakatastrophe naht, und kollektiv schaltet man den Verstand ab. Als wäre gesichert, daß Klimaerwärmung eine Katastrophe nach sich zieht, was bei einer Abkühlung gewiß wäre. Als gäbe es generell ein „gutes“ natürliches Klima, und ein „böses“ menschengemachtes. Als wären nicht kalte nasse Sommer in vergangenen Epochen konstante Bedrohungsfaktoren und wiederkehrende Auslöser von Hungersnöten gewesen. Nur dank der Industrialisierung und der Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Ernährungslage so sicher, und der Wohnkomfort so hoch, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Und das bei über 6 Milliarden Homo Sapiens, die fast alle satt werden bis auf Gebiete in denen Kriege toben. Ein paradiesischer Zustand, erkauft für den vergleichsweise äußerst bescheidenen Preis erhöhter CO2-Emission. Sowohl die Vorteile als auch die Notwendigkeit der Nutzung fossiler Brennstoffe sind aus dem Blick geraten. Welchen Stellenwert hat die CO2-Emission, angesichts der Tatsache daß wir zu viele geworden sind. Zu viele, als daß uns das „gute“, vorindustrielle Klima, zusammen mit vorindustrieller Agrarwirtschaft überhaupt noch ernähren könnte. Wir sollten eher dankbar sein anstatt in Klimapanik zu verfallen.
Rückschau: Am 7. Dezember 1979 wurden in Stuttgart stolze 18 Grad gemessen. Es war ein herrlicher Tag, den damals noch jeder genoss ohne schlechtes Gewissen und klimatische Untergangsängste.
Umschau: Der böse Klimawandel wird sogar dann noch für böse erklärt, wenn er uns heute hilft klimafreundlich Heizkosten zu sparen, oder es in der Sahara unverhofft regnen lässt, wie hier am 19 Oktober dieses Jahres.
Konditionierung Klimagewissen:
Den Klimawandel empfinden immer mehr als bedrohlich für sich und die Familie. Die Mehrheit will, dass Deutschland eine Vorreiterrolle im Klimaschutz spielt und plädiert für eine Kerosinsteuer.
Woher stammt denn diese Expertise der Bundesbürger, daß sich der Klimawandel ausgerechnet mit einer Kerosinsteuer aufhalten ließe. Als würde eine Kerosinsteuer automatisch einen reduzierten Verbrauch nach sich ziehen. Erst Recht wenn die vorbildlichen deutschen Klimaapokalyptiker wider erwarten, doch gemäß Erfahrung, keine Nachahmer finden, speziell in China und Indien.
Der Chef des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, sprach von "einem kleinen Wunder", dass sich diese Problematik so schnell ins Bewusstsein der Menschen geschoben habe.
Mit einem Wunder hat dieses „Bewusstsein“ wenig zu tun, eher ununterbrochenem medial vermarktetem Klimakollaps. Und am Deutschen Wesen soll die Welt genesen:
Zwei von drei Bundesbürgern wünschen sich laut der Studie eine Vorreiterrolle Deutschlands beim internationalen Klimaschutz. Das seien 20 Prozent mehr als 2002.
Die Bevölkerung ist der ursprünglich aus der Grünen Ecke kommenden Darstellung von Umweltproblematik inzwischen vollkommen auf den Leim gegangen. Glaubensbekenntnisse und kindliches Wunschdenken ersetzen jeden Blick auf die Realität und das Machbare. Und lassen entscheidende Kosten- Nutzenaspekte außer Acht. Es geht nur noch um die unreflektierte Befriedigung der eigenen, fremdinduzierten Emotion:
Auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stießen der Ausbau erneuerbarer Energien, das Bemühen um mehr Energieeffizienz und der Verzicht auf die Atomenergie. 87 Prozent plädierten für einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien. Zugleich sprachen sich zwei Drittel der Befragten dafür aus, am Atomausstieg festzuhalten oder ihn sogar zu beschleunigen. Eine nahezu hundertprozentige Zustimmung fand die Forderung an die Industrie, mehr energiesparende Produkte anzubieten.
Von der bösen Industrie energiesparende Produkte zu verlangen ist einfach. Und ist zugleich Beleg für die Umweltheuchelei der Umweltmoralapostel. Denn im Supermarkt kauft man das, was man für das beste Preis-Leistungsverhältnis hält, und das ist immer öfter Made in China, wo Umweltstandards allenfalls als Witz bekannt sind.
Sündenbockmentalität:
Da man selbst keineswegs bereit ist die umweltmoralischen Standards zu erfüllen, die man anderen so gerne auferlegt, beruhigt man sein Umweltgewissen und erhöht sein Selbstwertgefühl, indem man den bösen Flugverkehr auf´s Korn nimmt. Eine Kerosinsteuer muß her. Das hat die Politik vorgeplappert, das Umweltvolk plappert es nach. Und die Politik beruft sich dann wieder darauf.
Gewissensberuhigung:
Es spielt keine Rolle, ob man mit einer Maßnahme CO2-Emissionen reduziert. Der Klimaablasshandel hat schon mit dem Kyoto-Protokoll keinerlei Sinn gemacht. Das falsche Medikament will man nun in der Dosis erhöhen und auf den Flugverkehr ausdehnen. Ganz vorne mit dabei. Natürlich die EU und deren Vasallenregierung in Berlin:
Bisher gilt der Emissionshandel nur für Kraftwerke und energieintensive Industrieanlagen.
EU-Komissar Dimas Pläne sehen vor, dass alle Airlines ab 2011 für Flüge innerhalb Europas sowie für Interkontinentalflüge, die in der EU starten oder landen, Verschmutzungsrechte, so genannte CO2-Zertifikate, vorlegen müssen. Jedes Unternehmen wird mit einer bestimmten Zahl von Rechten ausgestattet, reichen diese nicht aus, muss es Zertifikate zukaufen. Bei der Erstzuteilung will sich die EU-Behörde am Kohlendioxidausstoß der Jahre 2004 bis 2006 orientieren. Dies dürfte angesichts der starken Zunahme des Luftverkehrs bedeuten, dass viele Airlines zusätzliche CO2-Rechte erwerben müssen. Dadurch könnten die Ticketpreise steigen. Die EU-Kommission rechnet damit, dass ein Langstreckenflug um rund neun Euro teurer wird.
Um Himmelswillen. Gleich 9 Euro wird ein Langstreckenflug teurer. Gemäß dem Motto „wasch mich, aber mach mich nicht naß“. Oder um die sonst so geliebte Diskussion der sozialen Gerechtigkeit einzubringen: Sollen sich nur noch Reiche einen Winterurlaub in der Karibik leisten können, wenn bei uns der Frost klirrt ? Das wäre gesellschaftsklimatisch sturmfrontträchtig.
Was die Vielflieger von der EU nicht sagen: Die Zunahme des Flugverkehrs findet hauptsächlich in China und Indien statt. Da bewirkt die EU-Kerosinsteuer natürlich besonders viel.
Daß es auch die Möglichkeit gibt, Kosten und CO2-Emission zu senken, wird schon fast außer Acht gelassen:
Die Deutsche Lufthansa lehnt den Emissionshandel zwar nicht kategorisch ab, bezweifelt aber dessen effektiven Nutzen. "Es gibt aus unserer Sicht sehr viel wirksamere Möglichkeiten für mehr Klimaschutz, an erster Stelle einen einheitlichen europäischen Luftraum", sagte Sprecher Stefan Schaffrath.
Dieser hätte kürzere Flugzeiten, weniger Verspätungen und weniger Warteschleifen zur Folge und ein Einsparpotential von bis zu zwölf Prozent der Kohlendioxid-Emissionen.
Man kann also auch ohne Steuererhöhungen etwas für die Umwelt tun. Allerdings beinhaltet eine Kerosinsteuer das emotionale Bedürfnisse nach „Bestrafung“ der Umweltsünder, und stellen eine Art Ablasshandel dar, um sein Gewissen zu beruhigen. Was effektiv für die Umwelt dabei herauskommt, interessiert nicht. Leider.
Großer Auftritt von Klaus Töpfer, Großmeister des Klimapanikerordens, voll unterstützt vom gläubigen Redaktionsteam.
Seine Botschaft: Die Klimakatastrophe ist nicht mehr aufzuhalten, wenn wir nicht umkehren, um sie zu begrenzen, sind wir verloren.
Zum Beweis präsentierte man mit dramatischen Bildern und unheilschwangerem Sound unterlegt die üblichen Klimamythen wie ewige Wahrheiten:
Der Mythos von den schmelzenden Polkappen. In Wahrheit schmilzt nur die nördliche, die südliche nimmt zu.
Der Mythos von der sich ausdehnenden Sahara. In Wahrheit verschiebt sich deren südlicher Rand nach Norden.
Der Mythos von den an Stärke und Zahl zunehmenden Wirbelstürmen. In Wahrheit läßt die Statistik höchstens periodische Schwankungen erkennen.
Der Mythos vom extremen Anstieg des Meeresspiegels. In Wahrheit ist ein Anstieg im Zentimeterbereich zu erwarten.
Die Lüge von der bewiesenen Wissenschaftlichkeit der Katastrophenprognosen und der angeblichen Zustimmung der Fachwissenschaft. In Wahrheit gibt es heftige Diskussionen unter den Wissenschaftlern, mit nachgewiesener Datenmanipulation und Kungelei bei den Galionsfiguren der Katastrophenprediger.
Fazit: Der Katastrophenmythos ist in den Mainstream-medien allgemein akzeptiert, Reflexionen finden nicht mehr statt.
Dazu passt der folgende Eintrag in dem Blog "Politically incorrect":
Vom Klimawandel zur Klimapanik
Traumwetter: Bis zu 17 Grad im Dezember. T-Shirts statt Wintermantel, doch so richtige Freude will nicht aufkommen, obwohl man bei dem warmen Wetter die Heizung aus lassen kann. Das spart Geld und schützt das Klima. Klimaschutz dank Klimawandel, so positiv darf man das nicht sehen. Lust an der Apokalypse, Schuldkomplexe und die deutsche Neigung zum moralischen Musterschüler deuten auf überhitztes Klima in den Köpfen. Meteorologisch ausgedrückt steigert sich die Klimastimmung im Wolkenbild von Cumulus zu Cumulonimbus. Geistige Unwetterschäden sind garantiert.
Es ist immer das Gleiche: Man muß den Leuten nur lange genug etwas vorplappern, und irgendwann wird es geglaubt. Die Klimakatastrophe naht, und kollektiv schaltet man den Verstand ab. Als wäre gesichert, daß Klimaerwärmung eine Katastrophe nach sich zieht, was bei einer Abkühlung gewiß wäre. Als gäbe es generell ein „gutes“ natürliches Klima, und ein „böses“ menschengemachtes. Als wären nicht kalte nasse Sommer in vergangenen Epochen konstante Bedrohungsfaktoren und wiederkehrende Auslöser von Hungersnöten gewesen. Nur dank der Industrialisierung und der Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Ernährungslage so sicher, und der Wohnkomfort so hoch, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Und das bei über 6 Milliarden Homo Sapiens, die fast alle satt werden bis auf Gebiete in denen Kriege toben. Ein paradiesischer Zustand, erkauft für den vergleichsweise äußerst bescheidenen Preis erhöhter CO2-Emission. Sowohl die Vorteile als auch die Notwendigkeit der Nutzung fossiler Brennstoffe sind aus dem Blick geraten. Welchen Stellenwert hat die CO2-Emission, angesichts der Tatsache daß wir zu viele geworden sind. Zu viele, als daß uns das „gute“, vorindustrielle Klima, zusammen mit vorindustrieller Agrarwirtschaft überhaupt noch ernähren könnte. Wir sollten eher dankbar sein anstatt in Klimapanik zu verfallen.
Rückschau: Am 7. Dezember 1979 wurden in Stuttgart stolze 18 Grad gemessen. Es war ein herrlicher Tag, den damals noch jeder genoss ohne schlechtes Gewissen und klimatische Untergangsängste.
Umschau: Der böse Klimawandel wird sogar dann noch für böse erklärt, wenn er uns heute hilft klimafreundlich Heizkosten zu sparen, oder es in der Sahara unverhofft regnen lässt, wie hier am 19 Oktober dieses Jahres.
Konditionierung Klimagewissen:
Den Klimawandel empfinden immer mehr als bedrohlich für sich und die Familie. Die Mehrheit will, dass Deutschland eine Vorreiterrolle im Klimaschutz spielt und plädiert für eine Kerosinsteuer.
Woher stammt denn diese Expertise der Bundesbürger, daß sich der Klimawandel ausgerechnet mit einer Kerosinsteuer aufhalten ließe. Als würde eine Kerosinsteuer automatisch einen reduzierten Verbrauch nach sich ziehen. Erst Recht wenn die vorbildlichen deutschen Klimaapokalyptiker wider erwarten, doch gemäß Erfahrung, keine Nachahmer finden, speziell in China und Indien.
Der Chef des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, sprach von "einem kleinen Wunder", dass sich diese Problematik so schnell ins Bewusstsein der Menschen geschoben habe.
Mit einem Wunder hat dieses „Bewusstsein“ wenig zu tun, eher ununterbrochenem medial vermarktetem Klimakollaps. Und am Deutschen Wesen soll die Welt genesen:
Zwei von drei Bundesbürgern wünschen sich laut der Studie eine Vorreiterrolle Deutschlands beim internationalen Klimaschutz. Das seien 20 Prozent mehr als 2002.
Die Bevölkerung ist der ursprünglich aus der Grünen Ecke kommenden Darstellung von Umweltproblematik inzwischen vollkommen auf den Leim gegangen. Glaubensbekenntnisse und kindliches Wunschdenken ersetzen jeden Blick auf die Realität und das Machbare. Und lassen entscheidende Kosten- Nutzenaspekte außer Acht. Es geht nur noch um die unreflektierte Befriedigung der eigenen, fremdinduzierten Emotion:
Auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stießen der Ausbau erneuerbarer Energien, das Bemühen um mehr Energieeffizienz und der Verzicht auf die Atomenergie. 87 Prozent plädierten für einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien. Zugleich sprachen sich zwei Drittel der Befragten dafür aus, am Atomausstieg festzuhalten oder ihn sogar zu beschleunigen. Eine nahezu hundertprozentige Zustimmung fand die Forderung an die Industrie, mehr energiesparende Produkte anzubieten.
Von der bösen Industrie energiesparende Produkte zu verlangen ist einfach. Und ist zugleich Beleg für die Umweltheuchelei der Umweltmoralapostel. Denn im Supermarkt kauft man das, was man für das beste Preis-Leistungsverhältnis hält, und das ist immer öfter Made in China, wo Umweltstandards allenfalls als Witz bekannt sind.
Sündenbockmentalität:
Da man selbst keineswegs bereit ist die umweltmoralischen Standards zu erfüllen, die man anderen so gerne auferlegt, beruhigt man sein Umweltgewissen und erhöht sein Selbstwertgefühl, indem man den bösen Flugverkehr auf´s Korn nimmt. Eine Kerosinsteuer muß her. Das hat die Politik vorgeplappert, das Umweltvolk plappert es nach. Und die Politik beruft sich dann wieder darauf.
Gewissensberuhigung:
Es spielt keine Rolle, ob man mit einer Maßnahme CO2-Emissionen reduziert. Der Klimaablasshandel hat schon mit dem Kyoto-Protokoll keinerlei Sinn gemacht. Das falsche Medikament will man nun in der Dosis erhöhen und auf den Flugverkehr ausdehnen. Ganz vorne mit dabei. Natürlich die EU und deren Vasallenregierung in Berlin:
Bisher gilt der Emissionshandel nur für Kraftwerke und energieintensive Industrieanlagen.
EU-Komissar Dimas Pläne sehen vor, dass alle Airlines ab 2011 für Flüge innerhalb Europas sowie für Interkontinentalflüge, die in der EU starten oder landen, Verschmutzungsrechte, so genannte CO2-Zertifikate, vorlegen müssen. Jedes Unternehmen wird mit einer bestimmten Zahl von Rechten ausgestattet, reichen diese nicht aus, muss es Zertifikate zukaufen. Bei der Erstzuteilung will sich die EU-Behörde am Kohlendioxidausstoß der Jahre 2004 bis 2006 orientieren. Dies dürfte angesichts der starken Zunahme des Luftverkehrs bedeuten, dass viele Airlines zusätzliche CO2-Rechte erwerben müssen. Dadurch könnten die Ticketpreise steigen. Die EU-Kommission rechnet damit, dass ein Langstreckenflug um rund neun Euro teurer wird.
Um Himmelswillen. Gleich 9 Euro wird ein Langstreckenflug teurer. Gemäß dem Motto „wasch mich, aber mach mich nicht naß“. Oder um die sonst so geliebte Diskussion der sozialen Gerechtigkeit einzubringen: Sollen sich nur noch Reiche einen Winterurlaub in der Karibik leisten können, wenn bei uns der Frost klirrt ? Das wäre gesellschaftsklimatisch sturmfrontträchtig.
Was die Vielflieger von der EU nicht sagen: Die Zunahme des Flugverkehrs findet hauptsächlich in China und Indien statt. Da bewirkt die EU-Kerosinsteuer natürlich besonders viel.
Daß es auch die Möglichkeit gibt, Kosten und CO2-Emission zu senken, wird schon fast außer Acht gelassen:
Die Deutsche Lufthansa lehnt den Emissionshandel zwar nicht kategorisch ab, bezweifelt aber dessen effektiven Nutzen. "Es gibt aus unserer Sicht sehr viel wirksamere Möglichkeiten für mehr Klimaschutz, an erster Stelle einen einheitlichen europäischen Luftraum", sagte Sprecher Stefan Schaffrath.
Dieser hätte kürzere Flugzeiten, weniger Verspätungen und weniger Warteschleifen zur Folge und ein Einsparpotential von bis zu zwölf Prozent der Kohlendioxid-Emissionen.
Man kann also auch ohne Steuererhöhungen etwas für die Umwelt tun. Allerdings beinhaltet eine Kerosinsteuer das emotionale Bedürfnisse nach „Bestrafung“ der Umweltsünder, und stellen eine Art Ablasshandel dar, um sein Gewissen zu beruhigen. Was effektiv für die Umwelt dabei herauskommt, interessiert nicht. Leider.
Bild-Zeitung, Spiegel, Focus - und natürlich die Fernsehanstalten - fleißig wird die Klimapanik verbreitet. Wer hat die Nase vorn beim Wettlauf um die Verkündigung der kürzesten Zeitspanne bis zum Untergang der Menschheit?
Gibt uns heute der Spiegel noch 15 Jahre, kontert morgen die Bild-Zeitung mit nur noch 13 und denkt schon mal laut über eine Bestrafung für "Klimaleugner" nach.
Sind die alle meschugge?
Nicht alle, der Chefredakteur von "Cicero" das sich selbst "Magazin für politische Kultur" nennt, macht eine wohltuende Ausnahme:
Achtung, Achtung!
Wenn Sie diesen Artikel lesen, bitte benutzen Sie nur eine kleine Leselampe – denken Sie an den CO2-Ausstoß! Lesen Sie außerdem schnell, schließlich naht der klimatische Weltuntergang, und es könnte sein, dass schon während der Lektüre das Nordseewasser an die Beine ihres Sessels schwappt – der Meeresspiegel, Sie wissen schon. Und noch etwas: Glauben Sie mir kein Wort, denn das könnte dazu verleiten, auch künftig fröhlich Auto zu fahren, und das wollen wir auf gar keinen Fall. Nie mehr.
Folgen Sie lieber der Schickeria-Großkoalition von Holly-wood (wo schon ganz, ganz brenzlige Buschbrände lodern) über Davos (dessen Gletscher traurig tropfen) bis Sylt (versinkt ja schließlich nächste Woche im Meer). Die hat sich zur ökologischen Internationale zusammengeschlossen, denn das Erdklima steuert weder in die kleine noch in die große, sondern in die „totale Katastrophe“. Und schuld daran ist nicht vielleicht oder teilweise, sondern ganz und gar das Kohlendioxid. Das böse. Es ist schlimmer als Massenvernichtungswaffen. Sagt Hans Blix. Der Uno-Waffeninspekteur muss es wissen. Wahrscheinlich untertreibt er noch. Kohlendioxid ist bestimmt noch schlimmer als schlimm. Schlimmschlimm. Luzifers Gasgestalt, des Teufels Fußpilz. Und deswegen hat der IPCC-Chef Rajendra Pachauri auch recht, dass er die methodischen Ungereimtheiten und tendenziösen Fehler seines überdramatischen Uno-Klimaberichts damit verteidigt, es gehe jetzt vor allem darum „zu schockieren“.
War nicht irgendwo ein Wintersturm? Regen in Djakarta? Hitze in Australien? Na bitte, alles Vorboten. Hören Sie hin: Unsere apokalyptischen Reiter trappeln bereits durch die Wettervorhersage der Tagesschau. Glauben Sie darum den Sonnenforschern und Ozeanologen kein Wort, die aktuelle Erderwärmung könne ganz andere Gründe haben als die von Menschen verursachten. Und vergessen Sie das MIT in Boston, diese üble Ballung naturwissenschaftlicher Weltintelligenz. Die wollen nur verwirren mit ihrem Hinweis, dass derlei Klimawandel der erdgeschichtliche Normalfall sei und dass zum Beispiel vor 20000 Jahren große Teile Nordeuropas von turmhohen Eisschichten bedeckt und der Meeresspiegel 150 Meter tiefer war.
Überlesen Sie es, wenn zweifelnde Klimaforscher fragen: Wieso passierten ähnliche Temperaturanstiege schon mehrfach in der Erdgeschichte, zuletzt im warmen Mittelalter, wo vor den Ritterburgen doch gar keine Geländewagen im Berufsverkehr standen? In den Geröllhalden der schmelzenden Gletscher finden sich Zeugnisse früherer Vegetationen und Zivilisationen, weil es in den Alpen der vergangenen 10 000 Jahre bereits acht solcher Rückzugsphasen gab – wie aber, wenn doch das böse Kohlendioxid an allem schuld ist? Wie kommt es, dass die Zahl der bei Naturkatastrophen umgekommenen Menschen seit 100 Jahren rückläufig ist, wir aber doch alle den Eindruck gewinnen, es sei genau umgekehrt?
Wer Relativierung zulässt, der verrät die gute Sache der grünen Apokalypse. Denken Sie nur an die wohltuenden Mahnungen des Club of Rome, die endzeitsicheren Prognosen über das Waldsterben und das Ozonloch – alle grundfalsch, aber hätten wir sie nicht verkündet, wären wir vielleicht schon tot. Wir Panikmacher sind Weltverbesserer! Umwelt schonen, Luft sauber halten, Energie effizient nutzen – dazu reicht den dummen Menschen ihre praktische Vernunft nicht. Dazu brauchen sie unsere Öko-Horrorshow. Die Kernkraftlobby und der ökologisch-industrielle Komplex sind auf unserer Seite. Auch die enttäuschte Altlinke, die endlich mal wieder – es lebe die Sublimation – Kapitalismuskritik üben darf, und ebenso die Altrechten, die ihren Modernisierungszweifel bestätigt sehen. Vor allem aber alle, die billige PR brauchen. Bush, Blair & Co – grüne Mäntelchen leuchten mit Apokalypse-Design am herrlichsten.
Im Übrigen geht es ums Prinzip. Mit der Öko-Apokalypse können wir uns als Spezies richtig groß fühlen, da nicht mehr die Natur uns beherrscht, sondern umgekehrt wir zu Bewegern des Klimas werden. Lasst uns die Ehrfurcht vor der Schöpfung überwinden, wir haben selber alles im Griff. Wir können mit Kohlendioxid das Klima verhunzen oder es so fixieren, dass es in seinem jetzigen Zustand für immer und ewig stillhält. Mensch Nietzsche, wir sind auf dem Weg zum grünen Übermenschen!
Und bitte verraten Sie niemandem, dass die ansteigenden Temperaturkurven – ein praktischer statistischer Trick – just am Ende der letzten „kleinen Eiszeit“ von 1400 bis 1800 beginnen. Damals waren zwei Drittel des Nordmeeres von Packeis bedeckt, der Fischfang kam zum Erliegen, Missernten mit Hungersnöten suchten immer wieder das europäische Festland heim. Wenn die Deutschen erführen, dass die natürliche Erwärmung geradezu eine Voraussetzung für ihren Wohlstand war, sie würden weiter Autos erfinden, bauen, verkaufen, fahren, glücklich sein und reich bleiben. Wie furchtbar.
Wolfram Weimer ist Chefredakteur von Cicero
Gibt uns heute der Spiegel noch 15 Jahre, kontert morgen die Bild-Zeitung mit nur noch 13 und denkt schon mal laut über eine Bestrafung für "Klimaleugner" nach.
Sind die alle meschugge?
Nicht alle, der Chefredakteur von "Cicero" das sich selbst "Magazin für politische Kultur" nennt, macht eine wohltuende Ausnahme:
Achtung, Achtung!
Wenn Sie diesen Artikel lesen, bitte benutzen Sie nur eine kleine Leselampe – denken Sie an den CO2-Ausstoß! Lesen Sie außerdem schnell, schließlich naht der klimatische Weltuntergang, und es könnte sein, dass schon während der Lektüre das Nordseewasser an die Beine ihres Sessels schwappt – der Meeresspiegel, Sie wissen schon. Und noch etwas: Glauben Sie mir kein Wort, denn das könnte dazu verleiten, auch künftig fröhlich Auto zu fahren, und das wollen wir auf gar keinen Fall. Nie mehr.
Folgen Sie lieber der Schickeria-Großkoalition von Holly-wood (wo schon ganz, ganz brenzlige Buschbrände lodern) über Davos (dessen Gletscher traurig tropfen) bis Sylt (versinkt ja schließlich nächste Woche im Meer). Die hat sich zur ökologischen Internationale zusammengeschlossen, denn das Erdklima steuert weder in die kleine noch in die große, sondern in die „totale Katastrophe“. Und schuld daran ist nicht vielleicht oder teilweise, sondern ganz und gar das Kohlendioxid. Das böse. Es ist schlimmer als Massenvernichtungswaffen. Sagt Hans Blix. Der Uno-Waffeninspekteur muss es wissen. Wahrscheinlich untertreibt er noch. Kohlendioxid ist bestimmt noch schlimmer als schlimm. Schlimmschlimm. Luzifers Gasgestalt, des Teufels Fußpilz. Und deswegen hat der IPCC-Chef Rajendra Pachauri auch recht, dass er die methodischen Ungereimtheiten und tendenziösen Fehler seines überdramatischen Uno-Klimaberichts damit verteidigt, es gehe jetzt vor allem darum „zu schockieren“.
War nicht irgendwo ein Wintersturm? Regen in Djakarta? Hitze in Australien? Na bitte, alles Vorboten. Hören Sie hin: Unsere apokalyptischen Reiter trappeln bereits durch die Wettervorhersage der Tagesschau. Glauben Sie darum den Sonnenforschern und Ozeanologen kein Wort, die aktuelle Erderwärmung könne ganz andere Gründe haben als die von Menschen verursachten. Und vergessen Sie das MIT in Boston, diese üble Ballung naturwissenschaftlicher Weltintelligenz. Die wollen nur verwirren mit ihrem Hinweis, dass derlei Klimawandel der erdgeschichtliche Normalfall sei und dass zum Beispiel vor 20000 Jahren große Teile Nordeuropas von turmhohen Eisschichten bedeckt und der Meeresspiegel 150 Meter tiefer war.
Überlesen Sie es, wenn zweifelnde Klimaforscher fragen: Wieso passierten ähnliche Temperaturanstiege schon mehrfach in der Erdgeschichte, zuletzt im warmen Mittelalter, wo vor den Ritterburgen doch gar keine Geländewagen im Berufsverkehr standen? In den Geröllhalden der schmelzenden Gletscher finden sich Zeugnisse früherer Vegetationen und Zivilisationen, weil es in den Alpen der vergangenen 10 000 Jahre bereits acht solcher Rückzugsphasen gab – wie aber, wenn doch das böse Kohlendioxid an allem schuld ist? Wie kommt es, dass die Zahl der bei Naturkatastrophen umgekommenen Menschen seit 100 Jahren rückläufig ist, wir aber doch alle den Eindruck gewinnen, es sei genau umgekehrt?
Wer Relativierung zulässt, der verrät die gute Sache der grünen Apokalypse. Denken Sie nur an die wohltuenden Mahnungen des Club of Rome, die endzeitsicheren Prognosen über das Waldsterben und das Ozonloch – alle grundfalsch, aber hätten wir sie nicht verkündet, wären wir vielleicht schon tot. Wir Panikmacher sind Weltverbesserer! Umwelt schonen, Luft sauber halten, Energie effizient nutzen – dazu reicht den dummen Menschen ihre praktische Vernunft nicht. Dazu brauchen sie unsere Öko-Horrorshow. Die Kernkraftlobby und der ökologisch-industrielle Komplex sind auf unserer Seite. Auch die enttäuschte Altlinke, die endlich mal wieder – es lebe die Sublimation – Kapitalismuskritik üben darf, und ebenso die Altrechten, die ihren Modernisierungszweifel bestätigt sehen. Vor allem aber alle, die billige PR brauchen. Bush, Blair & Co – grüne Mäntelchen leuchten mit Apokalypse-Design am herrlichsten.
Im Übrigen geht es ums Prinzip. Mit der Öko-Apokalypse können wir uns als Spezies richtig groß fühlen, da nicht mehr die Natur uns beherrscht, sondern umgekehrt wir zu Bewegern des Klimas werden. Lasst uns die Ehrfurcht vor der Schöpfung überwinden, wir haben selber alles im Griff. Wir können mit Kohlendioxid das Klima verhunzen oder es so fixieren, dass es in seinem jetzigen Zustand für immer und ewig stillhält. Mensch Nietzsche, wir sind auf dem Weg zum grünen Übermenschen!
Und bitte verraten Sie niemandem, dass die ansteigenden Temperaturkurven – ein praktischer statistischer Trick – just am Ende der letzten „kleinen Eiszeit“ von 1400 bis 1800 beginnen. Damals waren zwei Drittel des Nordmeeres von Packeis bedeckt, der Fischfang kam zum Erliegen, Missernten mit Hungersnöten suchten immer wieder das europäische Festland heim. Wenn die Deutschen erführen, dass die natürliche Erwärmung geradezu eine Voraussetzung für ihren Wohlstand war, sie würden weiter Autos erfinden, bauen, verkaufen, fahren, glücklich sein und reich bleiben. Wie furchtbar.
Wolfram Weimer ist Chefredakteur von Cicero
Verliebt in den Untergang
Verliebt in den Untergang
In der Hamburger Spiegelredaktion wird es kürzlich nicht anders zugegangen sein als an anderen Stammtischen der Nation auch: Die Edelfedern dürften sich gestritten haben wie die Kesselflicker. Denn den Titel des Nachrichtenmagazins schmückte eine schwitzende blonde Comic-Heldin vor zerfließendem Globus, „Hilfe ... Die Erde schmilzt!“ seufzen. Untertitel: Die große Klimahysterie.
Was denn? Doch keine Klimakatastrophe? Die Käufer und Aktionäre im Energiesparlampenbereich und die Betreiber von Kernkraftwerken werden sich bedanken: Eben noch ging es so schön abwärts und deshalb aufwärts mit den Kursen und Gewinnen! Und jetzt das!
Aber keine Bange. Wer glaubt schon einer Entwarnung? Doch nicht wir! Und ausgerechnet bei unserem Lieblingsgrößenwahn. Nein, die Hamburger haben nur ein bißchen gefummelt an einem unerschütterlichen Tabu, das sie selbst mitfabriziert haben und das mit keinem noch so sorgfältig recherchierten und wissenschaftlich grundierten Zwischenruf mehr aus der Welt geschafft werden kann. Die Welt geht unter und wir sind schuld daran, basta. Das kann uns niemand nehmen.
Und wenn die Wirklichkeit widerspricht? Pech für die Wirklichkeit. Noch vor wenigen Jahrzehnten fürchteten wir uns vor der drohenden Übervölkerung. Heute erspähen wir hinter der Trendumkehr das Aussterben der Menschheit. Vor einigen Jahren noch schien eine neue Eiszeit denkbar. Heute droht die Versteppung Deutschlands. Was immer auch passiert: wir machen das schlimmste daraus. Unter Garantie.
Denn nur frivole Menschen bringen es fertig, gar noch einen Segen in den genannten Entwicklungen zu erblicken: wer sonst außer verharmlosenden Narren wäre in der Lage, die Tatsache einer immer länger werdenden Lebensspanne zu preisen? Einen Vorteil in der abnehmenden Gewalt in einer älter werdenden Gesellschaft zu sehen? Die Segnungen wärmeren Wetters oder der Industrialisierung und des technischen Fortschritts zu rühmen? Gar noch von der Freude, auf der Welt zu sein und vom Zutrauen in eine gute Zukunft zu sprechen? Eben. So naiv ist man nicht hierzulande: auch nichtreligiöse Menschen halten es für weitaus plausibler, daß sich ein Leben in Hülle und Fülle rächt und daß die Strafe fürs Wohlleben nicht lange auf sich warten läßt. Sehet das Zeichen an der Wand.
Der „Spiegel“ hat recht – die Debatte ums Klima offenbart in der Tat hysterische Züge. Weil unsere Medien ein schlagzeilenträchtiges Thema entdeckt haben, das in Verbindung mit dem possierlichen Knut – „jetzt müssen auch noch unsere niedlichen Eisbären sterben!“ – an tiefste emotionale Schichten rührt? Auch, aber nicht nur. Denn die bewährte Medientechnik des Aufdeckens und Zuspitzens trifft auf eine tiefsitzende Bereitschaft, das Schlimmste auch zu glauben.
Übrigens ist das Phänomen einer durch Medien angeheizten und deshalb weit verbreiteten Hysterie nicht neu. Der dreißigjährige Krieg hat sich nicht allein deshalb ins Bewußtsein der Deutschen als schlimmste nationale Katastrophe eingegraben, weil er tatsächlich schrecklich war. Schon damals verbreiteten die zahlreichen Flugschriften und Zeitungen jedes örtlich begrenzte Ereignis und rechneten jedes einzelne zur umfassenden Katastrophe hoch – und das auch noch auf dem Hintergrund eines Religionskriegs, in dem jede Seite großzügig mit Sündenfall und Verdammnis operierte.
An der menschlichen Bereitschaft, den Weltuntergang und die ewige Verdammnis als Strafe für unsere Sünden zu erwarten und nachgerade sehnsüchtig herbeizubeten, ist indes einmal nicht die Religion schuld, denn die Angst vorm Weltuntergang scheint dem Gattungsgedächtnis seit jeher eingeschrieben zu sein. Sie dürfte die verfeinerte Form jener Urangst sein, die einst wichtigster Überlebensfaktor unserer im Vergleich zu ihren Widersachern ungeschützten und schwachen Vorfahren war. Nur wer Angst hatte, war wachsam, spürte die drohende Gefahr und konnte rechtzeitig fliehen.
Heute aber sind Angst und einst lebenswichtiger Stress so dysfunktional wie jener Mechanismus, der Menschen zu guten Futterverwertern macht: prima bei knapper Versorgung und in Krisenzeiten, aber wenig hilfreich bei leicht verfügbarer Fülle. Wir haben mehr Angst, als wir benötigen, weshalb wir uns die Welt schlimmer ausmalen, als sie ist. Zu dieser Bereitschaft, alle Hiobsbotschaften auch zu glauben, mit denen uns die Medien füttern, gesellt sich in Deutschland überdies eine Art historisch bedingter Schuldstolz: Insbesondere der deutsche Mensch läßt ungern ab von jenem Größenwahn, daß er zu allem fähig ist, selbst dazu, den Weltuntergang herbeizuführen.
Und deshalb wird uns nichts vom Gegenteil unseres festen Glaubens überzeugen, keine historische Analyse des Weltklimas, die zeigt, daß fast alles schon mal da war, keine Statistik, die von abnehmender Gewalt in den westlichen Gesellschaften zeugt, keine frohe Botschaft aus dem Reich des medizinischen Fortschritts, der Demographie und der Weltwirtschaft.
Wir mögen keine guten Nachrichen. Und das hat womöglich einen sehr simplen Grund. Wahrscheinlich ertragen wir die Vorstellung nicht, daß wir in einem Paradies leben. Denn – sind Adam und Eva nicht einst daraus vertrieben worden?
von Dr. Cora Stephan
für DeutschlandRadio, Signale, 10. Mai 2007
In der Hamburger Spiegelredaktion wird es kürzlich nicht anders zugegangen sein als an anderen Stammtischen der Nation auch: Die Edelfedern dürften sich gestritten haben wie die Kesselflicker. Denn den Titel des Nachrichtenmagazins schmückte eine schwitzende blonde Comic-Heldin vor zerfließendem Globus, „Hilfe ... Die Erde schmilzt!“ seufzen. Untertitel: Die große Klimahysterie.
Was denn? Doch keine Klimakatastrophe? Die Käufer und Aktionäre im Energiesparlampenbereich und die Betreiber von Kernkraftwerken werden sich bedanken: Eben noch ging es so schön abwärts und deshalb aufwärts mit den Kursen und Gewinnen! Und jetzt das!
Aber keine Bange. Wer glaubt schon einer Entwarnung? Doch nicht wir! Und ausgerechnet bei unserem Lieblingsgrößenwahn. Nein, die Hamburger haben nur ein bißchen gefummelt an einem unerschütterlichen Tabu, das sie selbst mitfabriziert haben und das mit keinem noch so sorgfältig recherchierten und wissenschaftlich grundierten Zwischenruf mehr aus der Welt geschafft werden kann. Die Welt geht unter und wir sind schuld daran, basta. Das kann uns niemand nehmen.
Und wenn die Wirklichkeit widerspricht? Pech für die Wirklichkeit. Noch vor wenigen Jahrzehnten fürchteten wir uns vor der drohenden Übervölkerung. Heute erspähen wir hinter der Trendumkehr das Aussterben der Menschheit. Vor einigen Jahren noch schien eine neue Eiszeit denkbar. Heute droht die Versteppung Deutschlands. Was immer auch passiert: wir machen das schlimmste daraus. Unter Garantie.
Denn nur frivole Menschen bringen es fertig, gar noch einen Segen in den genannten Entwicklungen zu erblicken: wer sonst außer verharmlosenden Narren wäre in der Lage, die Tatsache einer immer länger werdenden Lebensspanne zu preisen? Einen Vorteil in der abnehmenden Gewalt in einer älter werdenden Gesellschaft zu sehen? Die Segnungen wärmeren Wetters oder der Industrialisierung und des technischen Fortschritts zu rühmen? Gar noch von der Freude, auf der Welt zu sein und vom Zutrauen in eine gute Zukunft zu sprechen? Eben. So naiv ist man nicht hierzulande: auch nichtreligiöse Menschen halten es für weitaus plausibler, daß sich ein Leben in Hülle und Fülle rächt und daß die Strafe fürs Wohlleben nicht lange auf sich warten läßt. Sehet das Zeichen an der Wand.
Der „Spiegel“ hat recht – die Debatte ums Klima offenbart in der Tat hysterische Züge. Weil unsere Medien ein schlagzeilenträchtiges Thema entdeckt haben, das in Verbindung mit dem possierlichen Knut – „jetzt müssen auch noch unsere niedlichen Eisbären sterben!“ – an tiefste emotionale Schichten rührt? Auch, aber nicht nur. Denn die bewährte Medientechnik des Aufdeckens und Zuspitzens trifft auf eine tiefsitzende Bereitschaft, das Schlimmste auch zu glauben.
Übrigens ist das Phänomen einer durch Medien angeheizten und deshalb weit verbreiteten Hysterie nicht neu. Der dreißigjährige Krieg hat sich nicht allein deshalb ins Bewußtsein der Deutschen als schlimmste nationale Katastrophe eingegraben, weil er tatsächlich schrecklich war. Schon damals verbreiteten die zahlreichen Flugschriften und Zeitungen jedes örtlich begrenzte Ereignis und rechneten jedes einzelne zur umfassenden Katastrophe hoch – und das auch noch auf dem Hintergrund eines Religionskriegs, in dem jede Seite großzügig mit Sündenfall und Verdammnis operierte.
An der menschlichen Bereitschaft, den Weltuntergang und die ewige Verdammnis als Strafe für unsere Sünden zu erwarten und nachgerade sehnsüchtig herbeizubeten, ist indes einmal nicht die Religion schuld, denn die Angst vorm Weltuntergang scheint dem Gattungsgedächtnis seit jeher eingeschrieben zu sein. Sie dürfte die verfeinerte Form jener Urangst sein, die einst wichtigster Überlebensfaktor unserer im Vergleich zu ihren Widersachern ungeschützten und schwachen Vorfahren war. Nur wer Angst hatte, war wachsam, spürte die drohende Gefahr und konnte rechtzeitig fliehen.
Heute aber sind Angst und einst lebenswichtiger Stress so dysfunktional wie jener Mechanismus, der Menschen zu guten Futterverwertern macht: prima bei knapper Versorgung und in Krisenzeiten, aber wenig hilfreich bei leicht verfügbarer Fülle. Wir haben mehr Angst, als wir benötigen, weshalb wir uns die Welt schlimmer ausmalen, als sie ist. Zu dieser Bereitschaft, alle Hiobsbotschaften auch zu glauben, mit denen uns die Medien füttern, gesellt sich in Deutschland überdies eine Art historisch bedingter Schuldstolz: Insbesondere der deutsche Mensch läßt ungern ab von jenem Größenwahn, daß er zu allem fähig ist, selbst dazu, den Weltuntergang herbeizuführen.
Und deshalb wird uns nichts vom Gegenteil unseres festen Glaubens überzeugen, keine historische Analyse des Weltklimas, die zeigt, daß fast alles schon mal da war, keine Statistik, die von abnehmender Gewalt in den westlichen Gesellschaften zeugt, keine frohe Botschaft aus dem Reich des medizinischen Fortschritts, der Demographie und der Weltwirtschaft.
Wir mögen keine guten Nachrichen. Und das hat womöglich einen sehr simplen Grund. Wahrscheinlich ertragen wir die Vorstellung nicht, daß wir in einem Paradies leben. Denn – sind Adam und Eva nicht einst daraus vertrieben worden?
von Dr. Cora Stephan
für DeutschlandRadio, Signale, 10. Mai 2007
Umweltforscher schlagen Alarm: Im hohen Norden Alaskas verdunsten durch den Klimawandel Jahrtausende alte Seen und Teiche. Dieser Verlust könnte schwerwiegende Folgen für das gesamte Ökosystem der arktischen Landstriche haben, warnen kanadische Forscher.
Die kleinen Gewässer stellten in einigen Polarregionen die wichtigste Wasserquelle dar. Die Forscher, die am Kap Herschel auf Ellsmere Island seit 24 Jahren Dutzende von Seen studieren, fanden etliche davon im vergangenen Sommer ausgetrocknet und andere dramatisch geschrumpft vor. Die neuen Erkenntnisse wurden jetzt in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (online veröffentlicht) vorgestellt.
In früheren Artikeln, unter anderem im US-Fachjournal „Science“, hatten John P. Smol von der Queen's University in Kingston (Provinz Ontario) und Marianne S.V. Douglas von der University of Alberta in Edmonton das Team das Alter dieser Gewässer auf Tausende von Jahren bestimmt. In ihrer aktuellen Untersuchung heißt es nun, dass etliche Seen wegen der Verdunstung in den Sommermonaten ökologisch am Boden und nicht mehr zu retten seien.
Die über Alaskas hohen Norden verstreuten Seen sind den Forschern zufolge Brennpunkte des Artenreichtums. Sie böten Vögeln, Insekten und vielen anderen Tieren den nötigen Lebensraum. Ihr Rückgang oder sogar Verlust werde sich auf das gesamte Ökosystem der arktischen Landstriche auswirken, schreiben Smol und Douglas. Betroffen sind ihren Angaben nach auch benachbarte Sümpfe. Hätten sie in den 1980er Jahren noch hüfthohen Wasserschutz zum Durchwaten erfordert, seien sie heute teilweise so trocken, dass man sie mit einem einzigen Streichholz anzünden könnte.
„In der Vergangenheit sind Forscher wie wir mit unserer Warnung vor der globalen Erwärmung häufig als Panikmacher verurteilt worden“, sagte Smol. „Heute glauben wir, dass wir noch viel zu optimistisch waren. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit denen sich die Umwelt verändert, sind dramatischer, als wir es uns vorgestellt haben.“
Quelle: Welt
Welt: Menschen verbrauchen ein Viertel aller Pflanzen
Welt: Scheiterhaufen in Indien jetzt umweltfreundlicher
Die kleinen Gewässer stellten in einigen Polarregionen die wichtigste Wasserquelle dar. Die Forscher, die am Kap Herschel auf Ellsmere Island seit 24 Jahren Dutzende von Seen studieren, fanden etliche davon im vergangenen Sommer ausgetrocknet und andere dramatisch geschrumpft vor. Die neuen Erkenntnisse wurden jetzt in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (online veröffentlicht) vorgestellt.
In früheren Artikeln, unter anderem im US-Fachjournal „Science“, hatten John P. Smol von der Queen's University in Kingston (Provinz Ontario) und Marianne S.V. Douglas von der University of Alberta in Edmonton das Team das Alter dieser Gewässer auf Tausende von Jahren bestimmt. In ihrer aktuellen Untersuchung heißt es nun, dass etliche Seen wegen der Verdunstung in den Sommermonaten ökologisch am Boden und nicht mehr zu retten seien.
Die über Alaskas hohen Norden verstreuten Seen sind den Forschern zufolge Brennpunkte des Artenreichtums. Sie böten Vögeln, Insekten und vielen anderen Tieren den nötigen Lebensraum. Ihr Rückgang oder sogar Verlust werde sich auf das gesamte Ökosystem der arktischen Landstriche auswirken, schreiben Smol und Douglas. Betroffen sind ihren Angaben nach auch benachbarte Sümpfe. Hätten sie in den 1980er Jahren noch hüfthohen Wasserschutz zum Durchwaten erfordert, seien sie heute teilweise so trocken, dass man sie mit einem einzigen Streichholz anzünden könnte.
„In der Vergangenheit sind Forscher wie wir mit unserer Warnung vor der globalen Erwärmung häufig als Panikmacher verurteilt worden“, sagte Smol. „Heute glauben wir, dass wir noch viel zu optimistisch waren. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit denen sich die Umwelt verändert, sind dramatischer, als wir es uns vorgestellt haben.“
Quelle: Welt
Welt: Menschen verbrauchen ein Viertel aller Pflanzen
Welt: Scheiterhaufen in Indien jetzt umweltfreundlicher
Zitat von »"Moderator GM&P"«
Im hohen Norden Alaskas verdunsten durch den Klimawandel Jahrtausende alte Seen und Teiche. Dieser Verlust könnte schwerwiegende Folgen für das gesamte Ökosystem der arktischen Landstriche haben, warnen kanadische Forscher.
Können die Forscher auch erklären, warum die Seen zur Zeit Eriks des Roten nicht ausgetrocknet waren, als dieser und seine Nachfolger während der Zeit des mittelalterlichen Klimaoptimums von ca. 1000 bis 1300 im benachbarten Grönland Ackerbau und Viehzucht betrieben und es mindestens ebenso warm war wie heute ?
In den nächsten Tagen wird wieder fließig die Klimahysterie geschürt werden. Die sechstägige Weltklimakonferenz in Valencia hat begonnen und die Politiker benötigen Schützenhilfe in Form von Katastrophenschlagzeilen in den Medien, damit sie den geschockten Untertanen solchen Unsinn wie "Kyoto II" verkaufen können.
Das ARD-Hörfunkstudio Madridmacht da schon mal einen prima Anfang - das liest sich dann so:
"Geschätzte 90 Prozent aller Naturkatastrophen hängen mit dem Klimawandel zusammen."
Aha - damit soll also suggeriert werden, dass der Mensch für 90% der Naturkatastrophen verantwortlich sei, schließlich ist er doch als Verursacher des Klimawandels via CO2-Ausstoß bekannt.
Aber wie war das eigentlich früher, als die Menschheit noch kein CO2 in die Atmosphäre blies? Wer war da für Naturkatastrophen verantwortlich oder gab es da etwa keine (oder nur 10% der aktuellen Zahlen)?
Aus allen Untersuchungen zu Zahl und Ausmaß von Naturkatastrophen über längere Zeiträume geht hervor, dass kein signifikanter Trend, allenfalls periodische Schwankungen erkennbar sind.
Ursache von Naturkatastrophen waren früher wie heute Klimaveränderungen und Wetterkapriolen.
Was sagt uns also die Schlagzeile? Nichts!
Nicht mehr, als hätte man berichtet, dass in China ein Sack Reis umgefallen sei.
Das ARD-Hörfunkstudio Madridmacht da schon mal einen prima Anfang - das liest sich dann so:
"Geschätzte 90 Prozent aller Naturkatastrophen hängen mit dem Klimawandel zusammen."
Aha - damit soll also suggeriert werden, dass der Mensch für 90% der Naturkatastrophen verantwortlich sei, schließlich ist er doch als Verursacher des Klimawandels via CO2-Ausstoß bekannt.
Aber wie war das eigentlich früher, als die Menschheit noch kein CO2 in die Atmosphäre blies? Wer war da für Naturkatastrophen verantwortlich oder gab es da etwa keine (oder nur 10% der aktuellen Zahlen)?
Aus allen Untersuchungen zu Zahl und Ausmaß von Naturkatastrophen über längere Zeiträume geht hervor, dass kein signifikanter Trend, allenfalls periodische Schwankungen erkennbar sind.
Ursache von Naturkatastrophen waren früher wie heute Klimaveränderungen und Wetterkapriolen.
Was sagt uns also die Schlagzeile? Nichts!
Nicht mehr, als hätte man berichtet, dass in China ein Sack Reis umgefallen sei.
War nicht erst kürzlich die Rede von ein paar neuen Steinkohle-Kraftwerken?
Macht nix, ist ja durch die Regierung verordnet.
Die selbe, die dann zur Kompensation alle Autos stilllegt und vorschreibt, dass alle Häuser bis zum Ersticken gedämmt werden müssen -
und sich wundert, dass der CO2 Ausstoß trotz aller Anstrengungen immer noch nicht sinkt!
Macht nix, ist ja durch die Regierung verordnet.
Die selbe, die dann zur Kompensation alle Autos stilllegt und vorschreibt, dass alle Häuser bis zum Ersticken gedämmt werden müssen -
und sich wundert, dass der CO2 Ausstoß trotz aller Anstrengungen immer noch nicht sinkt!
Aus der Zürcher Weltwocheein Kommentar zum Thema:
Chinesische Wasserfolter
Von Dirk Maxeiner
Der Weltklimarat hat einen apokalyptischen Überbietungswettbewerb der Massenmedien ausgelöst. Aber die wissenschaftlichen Zahlen geben keinen Anlass zur Panik.
Die chinesische Wasserfolter ist eine bekannte Methode, Menschen zu martern. Dabei wird dem Opfer kaltes Wasser so lange Tropfen für Tropfen aufs Haupt getröpfelt, bis es wahnsinnig wird oder seinen Widerstand aufgibt. Politik und Medien haben sich offenbar entschlossen, diese Methode auch in Sachen Klima anzuwenden. Begleitet von einem steten Strom apokalyptischer Bilder und Parolen, trommeln seit einem Jahr die Erkenntnisse des Weltklimarates IPCC auf die Köpfe ein. Der Ton wird immer schriller und dramatischer – obwohl sich an den wissenschaftlichen Aussagen des Weltklimaberichtes in den letzten zwölf Monaten nichts geändert hat.
Erinnern wir uns kurz: Im November vergangenen Jahres trafen sich einige tausend Vertreter der internationalen Klimabürokratie zu einer Weltklimakonferenz in Nairobi. Zeitlich gut platziert, machten im Vorfeld die ersten noch nicht autorisierten Entwürfe des IPCC-Berichts die Runde. «Unsere Erde hat Fieber», verkündete daraufhin beispielsweise Deutschlands Boulevardblatt Bild und fragte seine Leser: «Spüren Sie’s auch?» Es sollte aber nicht beim Fieber bleiben, denn als der Klimabericht drei Monate später (praktisch unverändert) offiziell vorgestellt wurde, las die gleiche Zeitung heraus: «Unser Planet stirbt!» Dies war der Auftakt zu einem apokalyptischen Überbietungs-Wettbewerb der Massenmedien, denn der Weltklimarat hatte seinen Bericht in drei Teile unterteilt (wissenschaftliche Grundlagen, Folgen, Massnahmen) und die Veröffentlichung scheibchenweise über das Jahr 2007 gestreckt. Zusätzlich wurde die Pressevorstellung auf verschiedene Weltmetropolen verteilt. Im Blickpunkt stand dabei jeweils nur die «politische Zusammenfassung» – die umfangreichen wissenschaftlichen Grundlagenstudien mit den vielen Fragezeichen und Konjunktiven wurden erst viel später nachgereicht.
Längst bekannte Zahlen und Fakten
Anfang Dezember steht nun wieder eine grosse Klimakonferenz auf der Agenda. Diesmal schwebt der Klima-Jetset auf Bali ein, um der Menschheit unter anderem billige Urlaubsflüge auszutreiben. Höchste Zeit also für eine Zusammenfassung der Zusammenfassungen, auch Abschlussbericht genannt. Darin finden sich die längst bekannte Zahlen und Fakten. Die sind nüchtern und seien hier noch einmal wiederholt: Der Kohlendioxidgehalt der Luft ist seit der vorindustriellen Zeit von 0,029 Prozent auf 0,038 Prozent angestiegen, die Temperatur hat sich in diesem Zeitraum um etwa 0,7 Grad erhöht. Die Mehrheit der Klimaforscher hält den Menschen als Ursache zumindest für die Erwärmung der letzten 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit für dominierend. In dieser Zeit lag die Erwärmung im Schnitt bei etwa 0,2 Grad pro Jahrzehnt. Diese Entwicklung verläuft bis dato relativ konstant und ergäbe in 100 Jahren eine Erwärmung von 2 Grad. Die tatsächliche Temperaturentwicklung liegt damit am unteren Rand der Zukunftsszenarien, deren Spanne beim IPCC zwischen 1,1 und 6,4 Grad liegt.
Der Meeresspiegel steigt zwischen 1 und 3 Millimeter pro Jahr an, für die Zukunft rechnet das IPCC mit 18 bis 59 Zentimetern bis 2100, das bedeutet eine Rücknahme gegenüber dem vorherigen Bericht. Zum Vergleich: An der deutschen Nordseeküste kalkulieren die Deichbauer traditionell mit 25 Zentimetern pro Jahrhundert. Die Arktis hat sich laut IPCC überdurchschnittlich schnell erwärmt, die Antarktis aber überhaupt nicht. Und auch für die Arktis weist das IPCC darauf hin, dass von 1925 bis 1945 eine ähnlich warme Periode beobachtet wurde. Die Möglichkeit eines plötzlichen Kollapses der Eisschilde hält das IPCC für sehr unwahrscheinlich, das Abbrechen des Golfstromes für praktisch ausgeschlossen. Szenarien wie in dem Katastrophenfilm «The Day After Tomorrow» sind demnach Unsinn. An dieser Einschätzung hat sich auch nichts geändert.
Da eine Zusammenfassung der Zusammenfassungen naturgemäss auch keine neuen Katastrophenszenarien hergibt, griffen die Uno-Granden nun zur Selbsthilfe. Schliesslich soll Druck für eine Nachfolgeregelung des Kioto-Protokolls aufgebaut werden. Ban Ki Moon, der Uno-Generalsekretär, empfand die Lektüre prompt als «furchterregend wie einen Science-Fiction-Film», allerdings handele es sich bedauerlicherweise «um die Realität». Um diese zu erleben, hatte er sich vor der Präsentation des Abschlussberichtes auf einen «fact-finding trip» in die Antarktis und nach Südamerika begeben. Von dort kehrte er äusserst bedrückt zurück, denn er habe gesehen, «wie einige der wertvollsten Schätze des Planeten von Menschenhand bedroht werden».
Das gibt Rätsel auf. Die antarktische Eiskappe zeigte in diesem Jahr nämlich eine absolute Rekordausdehnung. Mit 16,17 Millionen Quadratkilometern bedeckte das Schelfeis die grösste Fläche, seit es Satellitendaten gibt (1979). Auch Südamerika erlebte den kältesten November seit über 100 Jahren. Die Medien nahmen davon keine Notiz. Das erfreut den Leiter der Uno-Klima-Rahmenkonvention Yvo de Boer. Der befand bei der Vorstellung des Abschlussberichtes, den Klimawandel zu leugnen, sei fortan «kriminell».
Chinesische Wasserfolter
Von Dirk Maxeiner
Der Weltklimarat hat einen apokalyptischen Überbietungswettbewerb der Massenmedien ausgelöst. Aber die wissenschaftlichen Zahlen geben keinen Anlass zur Panik.
Die chinesische Wasserfolter ist eine bekannte Methode, Menschen zu martern. Dabei wird dem Opfer kaltes Wasser so lange Tropfen für Tropfen aufs Haupt getröpfelt, bis es wahnsinnig wird oder seinen Widerstand aufgibt. Politik und Medien haben sich offenbar entschlossen, diese Methode auch in Sachen Klima anzuwenden. Begleitet von einem steten Strom apokalyptischer Bilder und Parolen, trommeln seit einem Jahr die Erkenntnisse des Weltklimarates IPCC auf die Köpfe ein. Der Ton wird immer schriller und dramatischer – obwohl sich an den wissenschaftlichen Aussagen des Weltklimaberichtes in den letzten zwölf Monaten nichts geändert hat.
Erinnern wir uns kurz: Im November vergangenen Jahres trafen sich einige tausend Vertreter der internationalen Klimabürokratie zu einer Weltklimakonferenz in Nairobi. Zeitlich gut platziert, machten im Vorfeld die ersten noch nicht autorisierten Entwürfe des IPCC-Berichts die Runde. «Unsere Erde hat Fieber», verkündete daraufhin beispielsweise Deutschlands Boulevardblatt Bild und fragte seine Leser: «Spüren Sie’s auch?» Es sollte aber nicht beim Fieber bleiben, denn als der Klimabericht drei Monate später (praktisch unverändert) offiziell vorgestellt wurde, las die gleiche Zeitung heraus: «Unser Planet stirbt!» Dies war der Auftakt zu einem apokalyptischen Überbietungs-Wettbewerb der Massenmedien, denn der Weltklimarat hatte seinen Bericht in drei Teile unterteilt (wissenschaftliche Grundlagen, Folgen, Massnahmen) und die Veröffentlichung scheibchenweise über das Jahr 2007 gestreckt. Zusätzlich wurde die Pressevorstellung auf verschiedene Weltmetropolen verteilt. Im Blickpunkt stand dabei jeweils nur die «politische Zusammenfassung» – die umfangreichen wissenschaftlichen Grundlagenstudien mit den vielen Fragezeichen und Konjunktiven wurden erst viel später nachgereicht.
Längst bekannte Zahlen und Fakten
Anfang Dezember steht nun wieder eine grosse Klimakonferenz auf der Agenda. Diesmal schwebt der Klima-Jetset auf Bali ein, um der Menschheit unter anderem billige Urlaubsflüge auszutreiben. Höchste Zeit also für eine Zusammenfassung der Zusammenfassungen, auch Abschlussbericht genannt. Darin finden sich die längst bekannte Zahlen und Fakten. Die sind nüchtern und seien hier noch einmal wiederholt: Der Kohlendioxidgehalt der Luft ist seit der vorindustriellen Zeit von 0,029 Prozent auf 0,038 Prozent angestiegen, die Temperatur hat sich in diesem Zeitraum um etwa 0,7 Grad erhöht. Die Mehrheit der Klimaforscher hält den Menschen als Ursache zumindest für die Erwärmung der letzten 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit für dominierend. In dieser Zeit lag die Erwärmung im Schnitt bei etwa 0,2 Grad pro Jahrzehnt. Diese Entwicklung verläuft bis dato relativ konstant und ergäbe in 100 Jahren eine Erwärmung von 2 Grad. Die tatsächliche Temperaturentwicklung liegt damit am unteren Rand der Zukunftsszenarien, deren Spanne beim IPCC zwischen 1,1 und 6,4 Grad liegt.
Der Meeresspiegel steigt zwischen 1 und 3 Millimeter pro Jahr an, für die Zukunft rechnet das IPCC mit 18 bis 59 Zentimetern bis 2100, das bedeutet eine Rücknahme gegenüber dem vorherigen Bericht. Zum Vergleich: An der deutschen Nordseeküste kalkulieren die Deichbauer traditionell mit 25 Zentimetern pro Jahrhundert. Die Arktis hat sich laut IPCC überdurchschnittlich schnell erwärmt, die Antarktis aber überhaupt nicht. Und auch für die Arktis weist das IPCC darauf hin, dass von 1925 bis 1945 eine ähnlich warme Periode beobachtet wurde. Die Möglichkeit eines plötzlichen Kollapses der Eisschilde hält das IPCC für sehr unwahrscheinlich, das Abbrechen des Golfstromes für praktisch ausgeschlossen. Szenarien wie in dem Katastrophenfilm «The Day After Tomorrow» sind demnach Unsinn. An dieser Einschätzung hat sich auch nichts geändert.
Da eine Zusammenfassung der Zusammenfassungen naturgemäss auch keine neuen Katastrophenszenarien hergibt, griffen die Uno-Granden nun zur Selbsthilfe. Schliesslich soll Druck für eine Nachfolgeregelung des Kioto-Protokolls aufgebaut werden. Ban Ki Moon, der Uno-Generalsekretär, empfand die Lektüre prompt als «furchterregend wie einen Science-Fiction-Film», allerdings handele es sich bedauerlicherweise «um die Realität». Um diese zu erleben, hatte er sich vor der Präsentation des Abschlussberichtes auf einen «fact-finding trip» in die Antarktis und nach Südamerika begeben. Von dort kehrte er äusserst bedrückt zurück, denn er habe gesehen, «wie einige der wertvollsten Schätze des Planeten von Menschenhand bedroht werden».
Das gibt Rätsel auf. Die antarktische Eiskappe zeigte in diesem Jahr nämlich eine absolute Rekordausdehnung. Mit 16,17 Millionen Quadratkilometern bedeckte das Schelfeis die grösste Fläche, seit es Satellitendaten gibt (1979). Auch Südamerika erlebte den kältesten November seit über 100 Jahren. Die Medien nahmen davon keine Notiz. Das erfreut den Leiter der Uno-Klima-Rahmenkonvention Yvo de Boer. Der befand bei der Vorstellung des Abschlussberichtes, den Klimawandel zu leugnen, sei fortan «kriminell».
Die jüngste Panikattacke bezüglich "Klimawandel" war in den letzten Tagen zu beobachten und durchlief wellenförmig so gut wie alle Medien.
Den Vogel abgeschossen hat dabei mal wieder die Blöd-Zeitung mit der Frage: "Bricht nun der Südpol auseinander?"
Die unermüdlichen Propheten der Klima-Katastrophe haben eines erreicht:
Mit einem seit Jahrtausenden normalen Ereignis wie dem Abbrechen eines Eisberges vom polaren Eisschelf versetzen sie mit Hilfe der Medien eine mittlerweile hoch-sensibilisierte und hysterie-bereite Weltbevölkerung jederzeit mühelos in Panik.
Dass die Durchschnittstemperaturen in der Antarktis seit Jahrzehnten fallen (siehe hier) und das Schelfeins der Antarktis eine Rekordausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 30 Jahren erreicht hat, (siehe hier), interessiert niemanden. Genauso wenig wie man darüber nachdenkt, dass das viele Gletschereis, welches sich ständig aus dem Scheefall in der Antarktis bildet, ja schließlich irgendwo hinfließen muß.
Siehe auch hier
Den Vogel abgeschossen hat dabei mal wieder die Blöd-Zeitung mit der Frage: "Bricht nun der Südpol auseinander?"
Die unermüdlichen Propheten der Klima-Katastrophe haben eines erreicht:
Mit einem seit Jahrtausenden normalen Ereignis wie dem Abbrechen eines Eisberges vom polaren Eisschelf versetzen sie mit Hilfe der Medien eine mittlerweile hoch-sensibilisierte und hysterie-bereite Weltbevölkerung jederzeit mühelos in Panik.
Dass die Durchschnittstemperaturen in der Antarktis seit Jahrzehnten fallen (siehe hier) und das Schelfeins der Antarktis eine Rekordausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 30 Jahren erreicht hat, (siehe hier), interessiert niemanden. Genauso wenig wie man darüber nachdenkt, dass das viele Gletschereis, welches sich ständig aus dem Scheefall in der Antarktis bildet, ja schließlich irgendwo hinfließen muß.
Siehe auch hier
Enten am Südpol
Letzte Woche berichteten die Medien breit über das Abbrechen eines Eisbergs in der Antarktis. Schuld sei die globalen Erwärmung. Wahr ist:
die Eisfläche wächst stetig.
Das liebste Forschungsobjekt des Mediziners Iwan Petrowitsch Pawlow waren Hunde. Bei seinen Experimenten stellte er fest, dass ein Hund nicht erst beim Fressen Speichel produziert, sondern bereits beim Anblick der Nahrung. Auch ein anderer Reiz, etwa ein Klingelton, kann die Erzeugung von Verdauungssäften auslösen, wenn er regelmässig der Fütterung vorausgeht. Das nennt sich Konditionierung.
Und die funktioniert nicht nur bei Vierbeinern, sondern auch bei Zweibeinern, besonders wenn sie beim Fernsehen oder Boulevard angestellt sind. Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt ein Gletscher kalbt oder ein Eisberg abbricht, klingelt es bei ihnen. Allerdings produzieren sie dann keinen Speichel, sondern heisse Blähungen. Letzte Woche wehten diese uns wieder ins Gesicht: «Riesen-Eisberg in der Antarktis zerbrochen!», vermeldeten die Nachrichtensprecher, «Südpol zerfällt», wusste die Zeitung Bild und fragte: «Sterben jetzt die Pinguine?» Keinesfalls durfte das Ceterum censeo des 21. Jahrhunderts fehlen: «Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel schuld ist.» Das meldete auch der deutsche Kinderkanal und forderte die Kleinen auf, die Gummistiefel anzuziehen:
«Dadurch steigt der Meeresspiegel, was an den Küsten zu Überflutungen führen kann.»
Für die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens war der Einfluss des Klimawandels «offensichtlich», für die Redaktion von Heute ebenfalls. Zwei rasch vor die ZDF-Kamera zitierte Klimaexperten lieferten in gewundener Form jene Sprüche, die das irgendwie bestätigen sollten, aber bei genauem Hinhören nicht taten. Man sah ihnen ihr Unbehagen förmlich an. Der Grund liess sich bereits am nächsten Tag auf der Internetseite von Heute nachlesen. «Eisabbruch nicht so dramatisch», hiess es dort. Es könne sogar sein, dass die Eismasse zunehme und der Abbruch eine Art «Kalbungsprozess» sei. Der gemeine Fernsehzuschauer erfuhr von alledem nichts.
Und nun zu den Fakten. Bei der Region, von der die Rede ist, handelt es sich um die westantarktische Halbinsel, die nur etwa sieben Prozent der antarktischen Landmasse ausmacht. Sie ragt wie ein Finger ins Meer, ist 2000 Kilometer vom Südpol entfernt und in vieler Hinsicht ein Sonderfall.
Anfang März 2008 brach dort ein grosser Block vom Wilkins-Schelfeis ab. Da das Eis bereits auf dem Wasser schwimmt, hat das keine Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Der Eisblock ist etwa 400 Quadratkilometer gross. Das entspricht etwa der Fläche des Kantons Baselland – so rechnete das Schweizer Fernsehen richtig vor.
Eine zusätzliche Information ist allerdings hilfreich: «Die von Eis bedeckte Meeresfläche in der Antarktis hat sich in den vergangenen Jahren ausgedehnt und weist derzeit eine Grösse auf, die gut eine Million Quadratkilometer über dem für diese Jahreszeit üblichen Durchschnitt liegt», beschreibt der amerikanische Klimaforscher Roger Pielke senior die Datenlage zur Zeit des Abbruches.
Einfach gesagt: Baselland fehlt. Dafür sind Frankreich und Deutschland hinzugekommen. Und Österreich und die Schweiz noch obendrauf.
Wie sich die Eisfläche weiterentwickelt, weiss kein Mensch so recht, und über die Ursachen wird weiter gerätselt. Der Weltklimabericht 2007 erkennt für den Südpol keinen Trend, sondern spricht von «jährlichen Variationen» und «lokalen Veränderungen». Vor allem wird darauf hingewiesen, dass die Durchschnittstemperatur in der Antarktis in den letzten Jahrzehnten nicht gestiegen ist. Der Kinderkanal umschiffte diese Klippe mit der gekonnten
Formulierung: «Auf der Erde wird es immer wärmer.» Pawlow hätte seine Freude daran.
(aus der Züricher "Weltwoche")
Letzte Woche berichteten die Medien breit über das Abbrechen eines Eisbergs in der Antarktis. Schuld sei die globalen Erwärmung. Wahr ist:
die Eisfläche wächst stetig.
Das liebste Forschungsobjekt des Mediziners Iwan Petrowitsch Pawlow waren Hunde. Bei seinen Experimenten stellte er fest, dass ein Hund nicht erst beim Fressen Speichel produziert, sondern bereits beim Anblick der Nahrung. Auch ein anderer Reiz, etwa ein Klingelton, kann die Erzeugung von Verdauungssäften auslösen, wenn er regelmässig der Fütterung vorausgeht. Das nennt sich Konditionierung.
Und die funktioniert nicht nur bei Vierbeinern, sondern auch bei Zweibeinern, besonders wenn sie beim Fernsehen oder Boulevard angestellt sind. Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt ein Gletscher kalbt oder ein Eisberg abbricht, klingelt es bei ihnen. Allerdings produzieren sie dann keinen Speichel, sondern heisse Blähungen. Letzte Woche wehten diese uns wieder ins Gesicht: «Riesen-Eisberg in der Antarktis zerbrochen!», vermeldeten die Nachrichtensprecher, «Südpol zerfällt», wusste die Zeitung Bild und fragte: «Sterben jetzt die Pinguine?» Keinesfalls durfte das Ceterum censeo des 21. Jahrhunderts fehlen: «Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel schuld ist.» Das meldete auch der deutsche Kinderkanal und forderte die Kleinen auf, die Gummistiefel anzuziehen:
«Dadurch steigt der Meeresspiegel, was an den Küsten zu Überflutungen führen kann.»
Für die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens war der Einfluss des Klimawandels «offensichtlich», für die Redaktion von Heute ebenfalls. Zwei rasch vor die ZDF-Kamera zitierte Klimaexperten lieferten in gewundener Form jene Sprüche, die das irgendwie bestätigen sollten, aber bei genauem Hinhören nicht taten. Man sah ihnen ihr Unbehagen förmlich an. Der Grund liess sich bereits am nächsten Tag auf der Internetseite von Heute nachlesen. «Eisabbruch nicht so dramatisch», hiess es dort. Es könne sogar sein, dass die Eismasse zunehme und der Abbruch eine Art «Kalbungsprozess» sei. Der gemeine Fernsehzuschauer erfuhr von alledem nichts.
Und nun zu den Fakten. Bei der Region, von der die Rede ist, handelt es sich um die westantarktische Halbinsel, die nur etwa sieben Prozent der antarktischen Landmasse ausmacht. Sie ragt wie ein Finger ins Meer, ist 2000 Kilometer vom Südpol entfernt und in vieler Hinsicht ein Sonderfall.
Anfang März 2008 brach dort ein grosser Block vom Wilkins-Schelfeis ab. Da das Eis bereits auf dem Wasser schwimmt, hat das keine Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Der Eisblock ist etwa 400 Quadratkilometer gross. Das entspricht etwa der Fläche des Kantons Baselland – so rechnete das Schweizer Fernsehen richtig vor.
Eine zusätzliche Information ist allerdings hilfreich: «Die von Eis bedeckte Meeresfläche in der Antarktis hat sich in den vergangenen Jahren ausgedehnt und weist derzeit eine Grösse auf, die gut eine Million Quadratkilometer über dem für diese Jahreszeit üblichen Durchschnitt liegt», beschreibt der amerikanische Klimaforscher Roger Pielke senior die Datenlage zur Zeit des Abbruches.
Einfach gesagt: Baselland fehlt. Dafür sind Frankreich und Deutschland hinzugekommen. Und Österreich und die Schweiz noch obendrauf.
Wie sich die Eisfläche weiterentwickelt, weiss kein Mensch so recht, und über die Ursachen wird weiter gerätselt. Der Weltklimabericht 2007 erkennt für den Südpol keinen Trend, sondern spricht von «jährlichen Variationen» und «lokalen Veränderungen». Vor allem wird darauf hingewiesen, dass die Durchschnittstemperatur in der Antarktis in den letzten Jahrzehnten nicht gestiegen ist. Der Kinderkanal umschiffte diese Klippe mit der gekonnten
Formulierung: «Auf der Erde wird es immer wärmer.» Pawlow hätte seine Freude daran.
(aus der Züricher "Weltwoche")
Die Klimakatastrophenprediger sind in letzter Zeit etwas ruhiger geworden, kein Wunder, seit ca. 10 Jahren will die Erde nicht so, wie sie das prophezeien. Siehe hier: Grafik
Dabei ist die violette Linie die Global-Temperaturenwicklung in der unteren Troposphäre (Satellitenmessung) und die blaue die CO2-Konzentration. (jahreszeitlich geglättet) Es sieht nicht mehr so aus, als hätten die direkt miteinander zu tun.
Nun kommt es aber ganz knüppeldick: Einer ihrer eifrigsten Prediger kommt zu dem Schluss, dass die Erderwärmung auch in den nächsten 20 Jahren wahrscheinlich nicht messbar sein wird. Das wird eine harte Zeit für alle Gläubigen! 30 Jahre nur glauben und nicht messen - wer dann noch bei der Stange bleibt, bezeugt den Sieg der Religion über die Wissenschaft!!
Die Erderwärmung macht, wie Prof. Dr. Mojib Latif im Fachmagazin Nature berichtet, erst mal Pause. Maxeiner & Mierschhaben diese Art der Umwidmung der Erderwärmungsprognosen schon vorher vorausgesagt, und damit ein Vorhersage getroffen, die auch eintraf; der Winkelzug war aber auch zu erwarten.
Die Berechnungen der “deutschen Forscher” kann man zurecht als sensationell bezeichnen. Es ist wie beim Waldsterben, auch das ist noch da, es ist nur nicht zu sehen. Auch die Erderwärmung durch C02 bleibt gleichermaßen gefährlich, sie ist nur nicht mehr messbar. Das ist natürlich die letzte Weihe zur religiösen Glaubensfrage, die hier von der Naturmystik beschritten wird. Schon die Kirche glaubt fast 2000 Jahre an die Wiederkunft Christi, und die Kommunisten glauben an das kommende kommunistische Paradies.
Und es ist immer das gleiche, was den Predigern als Ausrede einfällt: Die Zeit ist noch nicht reif. Wenn nicht Morgen, dann eben Übermorgen, Übermorgen aber dann bestimmt.
Die Realität sieht aber anders aus und Wissenschaft sollte an der Leistung ihrer Prognosen gemessen werden. Wenn diese Prognosen sich als falsch herausstellen, und das haben sie eindeutig getan, dann muss man den Irrtum eingestehen und nicht weiterhin Milliarden an Geldern für eine CO2 Politik ausgeben die sich angesichts der wirklichen Klimaentwicklung als völlig irreal herausgestellt hat.
Interessant an der Meldung ist aber auch, daß die Erderwärmungskatastrophiker um Latif eine weitere Kapriole eingebaut haben, die dem Laien der die Diskussion nur oberflächlich verfolgt, sicher entgeht. Denn Schuld daran, daß es kalt wird, soll die Sonne sein. Und das steht im Widerspruch zum Treibhaus-Ideengebäude der Erderwärmung, in dem die Sonneneinstrahlung eben keinen, oder besser kaum einen Einfluss auf die Temperatur auf der Erde haben soll.
Und etwas ist in dem Zusammenhang noch wichtig: Die Erderwärmungs-Katastrophiker sind nun jeglicher Kritik entzogen. Wenn es kalt wird, wird es wärmer. Und wenn es wärmer wird, wird es auch wärmer. Sie haben in jedem Fall alles vorausgesagt: Es kann kalt werden, aber es kann auch wärmer werden. Oder: Nach dem Regen folgt Sonnenschein. Und das in den nächsten 20 Jahren.
Es wird also keiner dieser Überzeugungstäter für den Blödsinn, den sie in ihrer aktiven Zeit auf gut dotierten Posten verbreitet haben, je zur Verantwortung gezogen werden. Denn bis sie in Rente sind ist eines sicher: Es wird wärmer oder auch kälter geworden sein. So stehlen sich Leute aus der Verantwortung, die wahrscheinlich einen unglaublichen Schaden an der Zukunftsfähigkeit der westlichen Industrienationen zu verantworten haben, und die Millionen von Menschen mit einer Panik infiziert haben, die von den wirklichen Problemen der Zeit nur ablenkt.
Hier viel Hintergrund bei Ökologismus.de.
(Modifiziert nach "Luclog")
Dabei ist die violette Linie die Global-Temperaturenwicklung in der unteren Troposphäre (Satellitenmessung) und die blaue die CO2-Konzentration. (jahreszeitlich geglättet) Es sieht nicht mehr so aus, als hätten die direkt miteinander zu tun.
Nun kommt es aber ganz knüppeldick: Einer ihrer eifrigsten Prediger kommt zu dem Schluss, dass die Erderwärmung auch in den nächsten 20 Jahren wahrscheinlich nicht messbar sein wird. Das wird eine harte Zeit für alle Gläubigen! 30 Jahre nur glauben und nicht messen - wer dann noch bei der Stange bleibt, bezeugt den Sieg der Religion über die Wissenschaft!!
Die Erderwärmung macht, wie Prof. Dr. Mojib Latif im Fachmagazin Nature berichtet, erst mal Pause. Maxeiner & Mierschhaben diese Art der Umwidmung der Erderwärmungsprognosen schon vorher vorausgesagt, und damit ein Vorhersage getroffen, die auch eintraf; der Winkelzug war aber auch zu erwarten.
Die Berechnungen der “deutschen Forscher” kann man zurecht als sensationell bezeichnen. Es ist wie beim Waldsterben, auch das ist noch da, es ist nur nicht zu sehen. Auch die Erderwärmung durch C02 bleibt gleichermaßen gefährlich, sie ist nur nicht mehr messbar. Das ist natürlich die letzte Weihe zur religiösen Glaubensfrage, die hier von der Naturmystik beschritten wird. Schon die Kirche glaubt fast 2000 Jahre an die Wiederkunft Christi, und die Kommunisten glauben an das kommende kommunistische Paradies.
Und es ist immer das gleiche, was den Predigern als Ausrede einfällt: Die Zeit ist noch nicht reif. Wenn nicht Morgen, dann eben Übermorgen, Übermorgen aber dann bestimmt.
Die Realität sieht aber anders aus und Wissenschaft sollte an der Leistung ihrer Prognosen gemessen werden. Wenn diese Prognosen sich als falsch herausstellen, und das haben sie eindeutig getan, dann muss man den Irrtum eingestehen und nicht weiterhin Milliarden an Geldern für eine CO2 Politik ausgeben die sich angesichts der wirklichen Klimaentwicklung als völlig irreal herausgestellt hat.
Interessant an der Meldung ist aber auch, daß die Erderwärmungskatastrophiker um Latif eine weitere Kapriole eingebaut haben, die dem Laien der die Diskussion nur oberflächlich verfolgt, sicher entgeht. Denn Schuld daran, daß es kalt wird, soll die Sonne sein. Und das steht im Widerspruch zum Treibhaus-Ideengebäude der Erderwärmung, in dem die Sonneneinstrahlung eben keinen, oder besser kaum einen Einfluss auf die Temperatur auf der Erde haben soll.
Und etwas ist in dem Zusammenhang noch wichtig: Die Erderwärmungs-Katastrophiker sind nun jeglicher Kritik entzogen. Wenn es kalt wird, wird es wärmer. Und wenn es wärmer wird, wird es auch wärmer. Sie haben in jedem Fall alles vorausgesagt: Es kann kalt werden, aber es kann auch wärmer werden. Oder: Nach dem Regen folgt Sonnenschein. Und das in den nächsten 20 Jahren.
Es wird also keiner dieser Überzeugungstäter für den Blödsinn, den sie in ihrer aktiven Zeit auf gut dotierten Posten verbreitet haben, je zur Verantwortung gezogen werden. Denn bis sie in Rente sind ist eines sicher: Es wird wärmer oder auch kälter geworden sein. So stehlen sich Leute aus der Verantwortung, die wahrscheinlich einen unglaublichen Schaden an der Zukunftsfähigkeit der westlichen Industrienationen zu verantworten haben, und die Millionen von Menschen mit einer Panik infiziert haben, die von den wirklichen Problemen der Zeit nur ablenkt.
Hier viel Hintergrund bei Ökologismus.de.
(Modifiziert nach "Luclog")
Nun wird das auch nichts mehr mit dem Anstieg der Hurricanaktivitäten, den doch Al Gore in seinem nobelpreisgewürdigten Machwerk so medienwirksam beschworen hat.
Eine [url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,554058,00.html]neue Simulation [/url]kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Stürme in den USA um bis zu 30 Prozent zurückgehen könnte - die Katastrophenprediger können einem fast leid tun.
Die Nachricht lief heute auch in der Tagesschau, danach ein Bericht über den aktuellen Kongress zum Schutz der Artenvielfalt in Bonn - natürlich war auch hier der Klimawandel wieder mit schuld.
Mal sehen, wann die Journalisten mitbekommen, dass die Artenvielfalt in wärmeren Gebieten größer ist als in kälteren.
Eine [url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,554058,00.html]neue Simulation [/url]kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Stürme in den USA um bis zu 30 Prozent zurückgehen könnte - die Katastrophenprediger können einem fast leid tun.
Die Nachricht lief heute auch in der Tagesschau, danach ein Bericht über den aktuellen Kongress zum Schutz der Artenvielfalt in Bonn - natürlich war auch hier der Klimawandel wieder mit schuld.
Mal sehen, wann die Journalisten mitbekommen, dass die Artenvielfalt in wärmeren Gebieten größer ist als in kälteren.
Das wurde aber auch Zeit: Wachsende Zweifel an der Klima-Planwirtschaft
Der Versuch der Politik, mit langfristigen Mengenzielen für Kohlendioxid (CO2) und mit Quoten für bestimmte Energieformen den Klimawandel zu beeinflussen, stößt auf große Skepsis bei den Ökonomen der liberalen Hayek-Gesellschaft. Auf ihrer Jahrestagung in Freiburg gab es Warnungen vor einer “Klima-Planwirtschaft” und einer Einschränkung der Freiheitsräume der Bürger, wenn die Politik immer engere Vorgaben und immer mehr Verbote beschließe. Oft genug sei der ökologische Nutzen der Maßnahmen gar nicht erwiesen. Dagegen seien hohe Kosten und steigende Steuern zu befürchten.
In einer Diskussion zum Thema “Umwelt und Freiheit” betonte der Biologe und Klimaforscher Josef Reichholf von der Universität München, dass es seit der letzten Eiszeit mehrere stark ausgeprägte Warmzeiten gegeben habe. Diese seien stets günstig für die Entwicklung der Zivilisation und auch der Natur gewesen. So fielen in diese warmen Perioden das Aufkommen des Ackerbaus, die Entstehung der frühen Hochkulturen, die Blüte der Römerzeit und der Aufschwung im Hochmittelalter. Der Beginn der kleinen Eiszeit in der Neuzeit brachte härtere Wetterbedingungen in Europa und mehr Naturkatastrophen, etwa Stürme und Hochwasser. Angesichts des Ausmaßes der klimatischen Schwankungen in der Vergangenheit ohne jedes Zutun der Menschen, das Reichholf in seinem Bestseller “Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends” beschrieben hat, bezweifelt er die These von einer allein vom Menschen verursachten Erderwärmung der jüngsten Zeit. Es werde aber Druck auf Wissenschaftler ausgeübt, keine kritischen Meinungen zu äußern.
Auch in der Politik gebe es Zweifler, ergänzte der Ökonom und frühere Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Karlheinz Paqué (FDP), der nun an der Universität Magdeburg lehrt. “Aber wer sich öffentlich gegen die derzeitige Klimapolitik stellt, der begeht politischen Selbstmord, so aufgeladen ist das politische Klima.” Im Jahr 2030 verursache Deutschland nur knapp 2 Prozent der weltweiten CO2- Emissionen, China dagegen gut ein Viertel, rechnete der Umweltpublizist Edgar Gärtner vor. Europa werde klimapolitisch immer unwichtiger. Die Beschlüsse der Bundesregierung von Meseberg und die EU-Pläne zur Reduktion des Kohlendioxids kosteten die Verbraucher und die Steuerzahler viele hundert Milliarden, wenn nicht gar Billionen Euro. “Ihr messbarer Effekt ist aber gleich null”, meinte Gärtner. “Wenn Deutschland aufhören würde zu existieren, dann würde das Weltklima es nicht einmal merken”, sagte Reichholf. Seiner Ansicht nach wird der zu erwartende Bevölkerungsrückgang in Deutschland von 20 Prozent bis zum Jahr 2050 die CO2-Reduktion von selbst erledigen.
Der Umweltjournalist Michael Miersch kritisierte, dass es in Umweltfragen zu viel Symbolpolitik gebe, die teuer und zuweilen sogar kontraproduktiv sei. Die hochsubventionierte Windkraft habe in Deutschland “bis heute kein einziges konventionelles Kraftwerk eingespart, weil der Wind nicht die konstante Grundlast garantieren kann”, unterstrich er. Als weiteres Beispiel führte Miersch die Produktion von Biosprit an, die zunächst bejubelt wurde, nun aber verteufelt werde. Der Journalist Günter Ederer erinnerte daran, dass jeder einzelne Arbeitsplatz in der deutschen Solarindustrie jährlich mit 153000 Euro subventioniert werde - weit mehr als die 78000 Euro Subvention für jeden Kohlearbeiter.
Allgemein herrschte auf der Tagung Skepsis bezüglich der Aussagekraft von Prognosen. Der Ökonom Klaus-Werner Schatz vom Institut der deutschen Wirtschaft erinnerte daran, dass Umwelt-Apokalyptiker sich bereits in früheren Großprognosen schwer geirrt hätten. “Der weitbeachtete Bericht über ,Die Grenzen des Wachstums’ des Club of Rome von 1972 hat völlig falsch eine Zukunft von Chaos und Elend vorausgesagt.” Das Modell sei damals auch mit den modernsten Computern durchgerechnet worden. Doch sei etwa der technologische Fortschritt unterschätzt worden. Weit in die Zukunft gerichtete Makroplanungen beruhten auf einer “Anmaßung von Wissen”, kritisierte auch der Berliner Wirtschaftshistoriker Gerd Habermann. So war der allgemeine Tenor der Vorträge, dass die Zukunft des Klimawandels eher unsicher, die zunehmende Ausbeutung der Steuerzahler hingegen sicher sei.
faz-net
Der Versuch der Politik, mit langfristigen Mengenzielen für Kohlendioxid (CO2) und mit Quoten für bestimmte Energieformen den Klimawandel zu beeinflussen, stößt auf große Skepsis bei den Ökonomen der liberalen Hayek-Gesellschaft. Auf ihrer Jahrestagung in Freiburg gab es Warnungen vor einer “Klima-Planwirtschaft” und einer Einschränkung der Freiheitsräume der Bürger, wenn die Politik immer engere Vorgaben und immer mehr Verbote beschließe. Oft genug sei der ökologische Nutzen der Maßnahmen gar nicht erwiesen. Dagegen seien hohe Kosten und steigende Steuern zu befürchten.
In einer Diskussion zum Thema “Umwelt und Freiheit” betonte der Biologe und Klimaforscher Josef Reichholf von der Universität München, dass es seit der letzten Eiszeit mehrere stark ausgeprägte Warmzeiten gegeben habe. Diese seien stets günstig für die Entwicklung der Zivilisation und auch der Natur gewesen. So fielen in diese warmen Perioden das Aufkommen des Ackerbaus, die Entstehung der frühen Hochkulturen, die Blüte der Römerzeit und der Aufschwung im Hochmittelalter. Der Beginn der kleinen Eiszeit in der Neuzeit brachte härtere Wetterbedingungen in Europa und mehr Naturkatastrophen, etwa Stürme und Hochwasser. Angesichts des Ausmaßes der klimatischen Schwankungen in der Vergangenheit ohne jedes Zutun der Menschen, das Reichholf in seinem Bestseller “Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends” beschrieben hat, bezweifelt er die These von einer allein vom Menschen verursachten Erderwärmung der jüngsten Zeit. Es werde aber Druck auf Wissenschaftler ausgeübt, keine kritischen Meinungen zu äußern.
Auch in der Politik gebe es Zweifler, ergänzte der Ökonom und frühere Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Karlheinz Paqué (FDP), der nun an der Universität Magdeburg lehrt. “Aber wer sich öffentlich gegen die derzeitige Klimapolitik stellt, der begeht politischen Selbstmord, so aufgeladen ist das politische Klima.” Im Jahr 2030 verursache Deutschland nur knapp 2 Prozent der weltweiten CO2- Emissionen, China dagegen gut ein Viertel, rechnete der Umweltpublizist Edgar Gärtner vor. Europa werde klimapolitisch immer unwichtiger. Die Beschlüsse der Bundesregierung von Meseberg und die EU-Pläne zur Reduktion des Kohlendioxids kosteten die Verbraucher und die Steuerzahler viele hundert Milliarden, wenn nicht gar Billionen Euro. “Ihr messbarer Effekt ist aber gleich null”, meinte Gärtner. “Wenn Deutschland aufhören würde zu existieren, dann würde das Weltklima es nicht einmal merken”, sagte Reichholf. Seiner Ansicht nach wird der zu erwartende Bevölkerungsrückgang in Deutschland von 20 Prozent bis zum Jahr 2050 die CO2-Reduktion von selbst erledigen.
Der Umweltjournalist Michael Miersch kritisierte, dass es in Umweltfragen zu viel Symbolpolitik gebe, die teuer und zuweilen sogar kontraproduktiv sei. Die hochsubventionierte Windkraft habe in Deutschland “bis heute kein einziges konventionelles Kraftwerk eingespart, weil der Wind nicht die konstante Grundlast garantieren kann”, unterstrich er. Als weiteres Beispiel führte Miersch die Produktion von Biosprit an, die zunächst bejubelt wurde, nun aber verteufelt werde. Der Journalist Günter Ederer erinnerte daran, dass jeder einzelne Arbeitsplatz in der deutschen Solarindustrie jährlich mit 153000 Euro subventioniert werde - weit mehr als die 78000 Euro Subvention für jeden Kohlearbeiter.
Allgemein herrschte auf der Tagung Skepsis bezüglich der Aussagekraft von Prognosen. Der Ökonom Klaus-Werner Schatz vom Institut der deutschen Wirtschaft erinnerte daran, dass Umwelt-Apokalyptiker sich bereits in früheren Großprognosen schwer geirrt hätten. “Der weitbeachtete Bericht über ,Die Grenzen des Wachstums’ des Club of Rome von 1972 hat völlig falsch eine Zukunft von Chaos und Elend vorausgesagt.” Das Modell sei damals auch mit den modernsten Computern durchgerechnet worden. Doch sei etwa der technologische Fortschritt unterschätzt worden. Weit in die Zukunft gerichtete Makroplanungen beruhten auf einer “Anmaßung von Wissen”, kritisierte auch der Berliner Wirtschaftshistoriker Gerd Habermann. So war der allgemeine Tenor der Vorträge, dass die Zukunft des Klimawandels eher unsicher, die zunehmende Ausbeutung der Steuerzahler hingegen sicher sei.
faz-net
Langsam wachen auch die Medien auf: Die Klimahysterie der grün-ideologischen Weltretter, die den Meinungs-Mainstream bestimmen, kommt uns teuer zu stehen:
Klimawahn: Unternehmen drohen mit Abzug von Industrien aus Deutschland
Langsam spricht es sich selbst beim Spiegel herum: Die Klimahysterie ist dabei, den Industriestandort Deutschland zu unterminieren und z.T. zu ruinieren.
Dazu beigetragen haben Massenmedien und Parteien, die die rücksichtslose Panikmache seit Jahren geschürt haben.
Ob die Politik noch in der Lage ist, die Bremse rechtzeitig zu finden (ganz zu schweigen vom Rückwärtsgang), steht derzeit völlig offen.
Nur eines scheint mir sicher: Die apokalyptische Klima-Angst hat die deutsche und europäische Wirtschaft in eine fundamentale Krise manövriert, aus der es jetzt nur sehr schwer und sehr teuer sein wird, zu entrinnen:
The price of European emission permits is rising so rapidly that German companies are threatening to leave the country. Thousands of jobs could be lost. And the environment may, in the end, be no better off. http://www.spiegel.de/international/business/0,1518,566441,00.html
(gefunden bei Dr. Benny Peiser in achgut.de)
Klimawahn: Unternehmen drohen mit Abzug von Industrien aus Deutschland
Langsam spricht es sich selbst beim Spiegel herum: Die Klimahysterie ist dabei, den Industriestandort Deutschland zu unterminieren und z.T. zu ruinieren.
Dazu beigetragen haben Massenmedien und Parteien, die die rücksichtslose Panikmache seit Jahren geschürt haben.
Ob die Politik noch in der Lage ist, die Bremse rechtzeitig zu finden (ganz zu schweigen vom Rückwärtsgang), steht derzeit völlig offen.
Nur eines scheint mir sicher: Die apokalyptische Klima-Angst hat die deutsche und europäische Wirtschaft in eine fundamentale Krise manövriert, aus der es jetzt nur sehr schwer und sehr teuer sein wird, zu entrinnen:
The price of European emission permits is rising so rapidly that German companies are threatening to leave the country. Thousands of jobs could be lost. And the environment may, in the end, be no better off. http://www.spiegel.de/international/business/0,1518,566441,00.html
(gefunden bei Dr. Benny Peiser in achgut.de)
Die Autoren des empfohlenen Bändchens sind die bekanntesten deutschen Vertreter der Ersatzreligion "Ökologismus", Sektion Klimakatastrophe.
Sie geben offen zu, dass ihre Motivation und Zielsetzung eine moralisch-politische und keine wissenschaftliche ist.
Da sie es offensichtlich für berechtigt halten, wissenschaftliches Arbeiten einem "höheren Ziel" unterzuordnen, (in diesem Fall der Rettung der Menschheit) handelt es sich bei dem vorliegenden Elaborat nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um eine Propagandaschrift.
Folgerichtig werden die zu erwartenden "Folgen des Klimawandels" losgelöst von belastbaren wissenschaftlichen Fakten einseitig aufgebauscht und verfälscht.
Welche Geisteshaltung hinter solchem Vorgehen steckt, hat Hanna Thiele in "Novo" unter dem Titel "Die deformierte Gesellschaft"beschrieben. Sehr zur Lektüre empfohlen! Die € 7,90 für "Der Klimawandel" kann man sich sparen.
Sie geben offen zu, dass ihre Motivation und Zielsetzung eine moralisch-politische und keine wissenschaftliche ist.
Da sie es offensichtlich für berechtigt halten, wissenschaftliches Arbeiten einem "höheren Ziel" unterzuordnen, (in diesem Fall der Rettung der Menschheit) handelt es sich bei dem vorliegenden Elaborat nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um eine Propagandaschrift.
Folgerichtig werden die zu erwartenden "Folgen des Klimawandels" losgelöst von belastbaren wissenschaftlichen Fakten einseitig aufgebauscht und verfälscht.
Welche Geisteshaltung hinter solchem Vorgehen steckt, hat Hanna Thiele in "Novo" unter dem Titel "Die deformierte Gesellschaft"beschrieben. Sehr zur Lektüre empfohlen! Die € 7,90 für "Der Klimawandel" kann man sich sparen.
Die "Gegenposition“ zum "Klimawandel“
Dieses Buch betrachtet die moderne Ökologie (und dort besonders die Klimaforschung) aus naturwissenschaftlicher, wirtschaftswissenschaftlicher, politischer und philosophischer Sicht.
Der Untertitel macht klar, worum es in diesem mit Fakten gespickten Buch wirklich geht.
----------------------
------------------------Öko-Nihilismus
-------------Eine Kritik der Politischen Ökologie
Über den Autor:
Als früherer Akteur der grünen" Bewegung gehört Gärtner heute zu den selteneren kritischen Geistern in der Umweltdiskussion. Sein Buch ist deshalb auch nicht nur eine distanzierte Würdigung aktueller umweltpolitischer Daten und Fakten, sondern mehr eine engagierte, mit vielen historischen Bezügen und philosophischen Argumenten gespickte Abrechnung mit der politischen Ökologie.
Klima-Horror auf allen Kanälen und aus allen Rohren. Seit Anfang 2008 wachsen jedoch die Polarkappen wieder, die Heizperiode wird intensiver.
Der auch auf diesem Forum oft zitierte Dirk Maxeiner untermauert seine These, wonach vor allem das Theater ums Klima menschgemacht ist; die Katastrophenvordenker sind in eine Rezessionsphase gefallen, die Erderwärmung macht erst einmal Pause, die Agonie des Planeten ist vorerst abgeblasen.
----------------------
-----------------Hurra, wir retten die Welt!
-Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen
Dirk Maxeiner hält es mit der Skepsis. Sein Buch - er sagt es selbst im Vorwort - ist keine Abrechnung à la "Die Klimalüge" oder "Der Klimaschwindel". Denn auch das wäre eine falsche Gewissheit. Ein Skeptiker hingegen ist jemand, der den Mut hat, den Satz "Ich weiß es nicht" auszusprechen.
Dieses Buch betrachtet die moderne Ökologie (und dort besonders die Klimaforschung) aus naturwissenschaftlicher, wirtschaftswissenschaftlicher, politischer und philosophischer Sicht.
Der Untertitel macht klar, worum es in diesem mit Fakten gespickten Buch wirklich geht.
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------------------------Öko-Nihilismus
-------------Eine Kritik der Politischen Ökologie
Über den Autor:
Als früherer Akteur der grünen" Bewegung gehört Gärtner heute zu den selteneren kritischen Geistern in der Umweltdiskussion. Sein Buch ist deshalb auch nicht nur eine distanzierte Würdigung aktueller umweltpolitischer Daten und Fakten, sondern mehr eine engagierte, mit vielen historischen Bezügen und philosophischen Argumenten gespickte Abrechnung mit der politischen Ökologie.
Klima-Horror auf allen Kanälen und aus allen Rohren. Seit Anfang 2008 wachsen jedoch die Polarkappen wieder, die Heizperiode wird intensiver.
Der auch auf diesem Forum oft zitierte Dirk Maxeiner untermauert seine These, wonach vor allem das Theater ums Klima menschgemacht ist; die Katastrophenvordenker sind in eine Rezessionsphase gefallen, die Erderwärmung macht erst einmal Pause, die Agonie des Planeten ist vorerst abgeblasen.
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-----------------Hurra, wir retten die Welt!
-Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen
Dirk Maxeiner hält es mit der Skepsis. Sein Buch - er sagt es selbst im Vorwort - ist keine Abrechnung à la "Die Klimalüge" oder "Der Klimaschwindel". Denn auch das wäre eine falsche Gewissheit. Ein Skeptiker hingegen ist jemand, der den Mut hat, den Satz "Ich weiß es nicht" auszusprechen.
Zitat von »"Moderator GM&P"«
...die Erderwärmung macht erst einmal Pause,...
Stimmt - das Jahr 2008 ist bisher das kälteste in diesem Jahrtausend ;-), siehe hier
Ganz allmählich kippt die Stimmung: Der Klimakatastrophenpropaganda gehen die Argumente aus - die Finanzkrise beschleunigt den Wandel.
Dirk Maxeiner hat das in der Züricher "Weltwoche" so kommentiert:
Grenzen der Hysterie
Die Wirtschaftskrise bringt den Klimakonsens ins Wanken. Die Alarmisten geraten in die Defensive.
Einspruch in Sachen Klimakatastrophe wagen gemeinhin nur Leute, die sich nichts mehr beweisen müssen - oder nichts mehr zu verlieren haben. Etwa der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt, der die Klimahysterie „ein bisschen übertrieben“ findet. Zwischen zwei Menthol-Zigaretten tritt er schon mal Al Gore auf die Füße: „Zu glauben, der Mensch könne das Klima insgesamt verändern, dazu muss man Amerikaner sein.“ Vom gleichen Kaliber ist der tschechische Präsident Václav Klaus. Nach dessen Ansicht dürften kommende Generationen sich fragen: „Wie war das damals möglich, dass die Leute im Jahr 2007 so kuriose Dinge dachten?“ Klaus hat sogar ein kritisches Buch zum Thema geschrieben. Soeben wurde die spanische Ausgabe vorgestellt. Selbstverständlich von jemandem, der seine Karriere hinter sich hat: Jose Maria Aznar. Der ehemalige spanische Ministerpräsident sprach dabei von einer „neuen Religion“, die jeden Zweifler „auf den Scheiterhaufen“ befördere.
Doch das könnte sich ändern. Die öffentliche Meinung in Sachen Klima ist ins Rutschen geraten. Und das ging sogar schon vor der Finanzkrise los. So schickten die Londoner Bürger den bekennenden Klimaschützer Ken Livingstone in die Wüste und wählten statt dessen den bekennenden Klimaskeptiker Borris Johnson zum Bürgermeister. Auch in Kanada verloren die oppositionellen Liberalen mit dem Klimathema die Wahl. Vaclav Klaus wurde hingegen wiedergewählt, obwohl von den Medien als „Ignorant“ und „Klimaleugner“ gegeißelt. Klimapolitischer Beifall von Umweltverbänden und Journalisten wird plötzlich zum Risiko: Die weitgehende Abwesenheit des Themas im US-Wahlkampf spricht Bände. Und John McCaine ist es nicht aus Versehen unterlaufen, dass er mit Sarah Palin eine Frau an seine Seite stellte, die Zweifel am vom Menschen verursachten Klimawandel hegt. In Irland hat sich derweil das erste amtierende Regierungsmitglied Europas aus dem Treibhaus gelehnt: Umweltminister Sammy Wilson spricht von einer „hysterischen Pseudo-Religion.“ Immer öfter testen Politiker - einstweilen meist aus der zweiten Reihe - das bislang verbotene Terrain. Klimaskepsis könnte künftig der Karriere durchaus förderlich sein.
In Australien meldete sogar der katholische Erzbischof von Sydney, George Pell, Zweifel an der kommenden Klimahölle an und geißelte die „Uniformität des Denkens.“ In Deutschland kam es bei einer öffentlichen Präsentation der EU-Pläne zum Emissionshandel zu einem regelrechten Aufstand von Managern und Unternehmern im Saal. Die verdutzten Beamten des Umweltministeriums hatten so etwas noch nicht erlebt. Lautstark wurde vor „wirtschaftlichem Selbstmord“ und einer „Deindustrialisierung“ gewarnt: Die Emissionen würden schlichtweg woanders hin exportiert und mit ihnen die Arbeitsplätze. Leiser, aber immer hörbarer wird in diesen Kreisen auch die Frage gestellt: Stimmen die Prämissen der Klimapolitik überhaupt? Steht es wirklich so schlimm wie behauptet?
Und da wächst den Skeptikern zumindest im Augenblick ein bedrohliches Argument zu: Es wird seit nun fast zehn Jahren nicht mehr wärmer auf der Erde. Das zeigen die Temperaturkurven aller Institutionen, die eine globale Durchschnittstemperatur ermitteln. Die Weltmeere haben seit 2004 sogar an Wärme verloren. In den vergangenen beiden Jahren konnte sich nicht einmal der Meeresspiegel dazu aufraffen, weiter zu steigen. „Es wird nicht wärmer“ - der Satz ist äußerst Talkshow-kompatibel und bestens geeignet für Soundbites in Radio und Fernsehen. Und die derzeitige Nibelungentreue der Medien dürfte erfahrungsgemäß nicht grenzenlos sein. Die Entwicklung der Globaltemperatur in der laufenden Dekade widerspricht allem, was vorhergesagt wurde. Und keiner weiß, wie es weitergeht. Anstatt dies zuzugestehen, übt sich die Riege der Klimawarner in immer komplizierteren Erklärungsversuchen: Die Erwärmung werde lediglich von natürlichen Einflüssen „maskiert“ heißt es, sie lege nur eine Pause ein. Merke: Es wird wärmer, obwohl es nicht wärmer wird. Das führt einstweilen zu einem interessanten rhetorischen Effekt: Die Leugner sind plötzlich die anderen.
Die Gurus der Klimaforschung müssen zu allem Überfluss mit ansehen, wie die Politik sich einem anderen Weltrettungs-Projekt zuwendet. Sie werfen deshalb umso heftiger die Menetekel-Maschine an. Auf dem ersten Höhepunkt der Finanzkrise legte der Klimaberater der deutschen Bundeskanzlerin einen bizarren Auftritt hin, während dem er die verdutzten Medienvertreter darauf hinwies, dass bei der Finanzkrise ja nur virtuelle Werte vernichtet würden, während das Abschmelzen des Grönlandeises real und unumkehrbar sei. Angela Merkel mied die Pressekonferenz und schickte lieber ihren Umweltminister Sigmar Gabriel, der durch die Adoption des Eisbären Knut auffällig geworden ist.
Die Kanzlerin, die sich ein Jahr zuvor noch als heilige Johanna der kalbenden Gletscher profiliert hatte, macht sich inzwischen eher um die wachsenden Halden der Autoindustrie sorgen: „Ich bin für Klimaschutz… aber was ich nicht unterstütze, ist, dass wir uns durch eine unkluge Klimapolitik Arbeitsplätze in Deutschland zerstören.“ So etwas nennt man eine Exit-Strategie. Altgediente Klimaforscher geben jüngeren Kollegen ganz gerne folgenden väterlichen Rat: „Kaum glaubst Du einen Trend entdeckt zu haben, kehrt er sich um.“ Es sieht danach aus, als könne sich diese Erfahrung erneut bewahrheiten. Wissenschaftlich und politisch.
Erschienen in DIE WELTWOCHE vom 30.10.2008
Dirk Maxeiner hat das in der Züricher "Weltwoche" so kommentiert:
Grenzen der Hysterie
Die Wirtschaftskrise bringt den Klimakonsens ins Wanken. Die Alarmisten geraten in die Defensive.
Einspruch in Sachen Klimakatastrophe wagen gemeinhin nur Leute, die sich nichts mehr beweisen müssen - oder nichts mehr zu verlieren haben. Etwa der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt, der die Klimahysterie „ein bisschen übertrieben“ findet. Zwischen zwei Menthol-Zigaretten tritt er schon mal Al Gore auf die Füße: „Zu glauben, der Mensch könne das Klima insgesamt verändern, dazu muss man Amerikaner sein.“ Vom gleichen Kaliber ist der tschechische Präsident Václav Klaus. Nach dessen Ansicht dürften kommende Generationen sich fragen: „Wie war das damals möglich, dass die Leute im Jahr 2007 so kuriose Dinge dachten?“ Klaus hat sogar ein kritisches Buch zum Thema geschrieben. Soeben wurde die spanische Ausgabe vorgestellt. Selbstverständlich von jemandem, der seine Karriere hinter sich hat: Jose Maria Aznar. Der ehemalige spanische Ministerpräsident sprach dabei von einer „neuen Religion“, die jeden Zweifler „auf den Scheiterhaufen“ befördere.
Doch das könnte sich ändern. Die öffentliche Meinung in Sachen Klima ist ins Rutschen geraten. Und das ging sogar schon vor der Finanzkrise los. So schickten die Londoner Bürger den bekennenden Klimaschützer Ken Livingstone in die Wüste und wählten statt dessen den bekennenden Klimaskeptiker Borris Johnson zum Bürgermeister. Auch in Kanada verloren die oppositionellen Liberalen mit dem Klimathema die Wahl. Vaclav Klaus wurde hingegen wiedergewählt, obwohl von den Medien als „Ignorant“ und „Klimaleugner“ gegeißelt. Klimapolitischer Beifall von Umweltverbänden und Journalisten wird plötzlich zum Risiko: Die weitgehende Abwesenheit des Themas im US-Wahlkampf spricht Bände. Und John McCaine ist es nicht aus Versehen unterlaufen, dass er mit Sarah Palin eine Frau an seine Seite stellte, die Zweifel am vom Menschen verursachten Klimawandel hegt. In Irland hat sich derweil das erste amtierende Regierungsmitglied Europas aus dem Treibhaus gelehnt: Umweltminister Sammy Wilson spricht von einer „hysterischen Pseudo-Religion.“ Immer öfter testen Politiker - einstweilen meist aus der zweiten Reihe - das bislang verbotene Terrain. Klimaskepsis könnte künftig der Karriere durchaus förderlich sein.
In Australien meldete sogar der katholische Erzbischof von Sydney, George Pell, Zweifel an der kommenden Klimahölle an und geißelte die „Uniformität des Denkens.“ In Deutschland kam es bei einer öffentlichen Präsentation der EU-Pläne zum Emissionshandel zu einem regelrechten Aufstand von Managern und Unternehmern im Saal. Die verdutzten Beamten des Umweltministeriums hatten so etwas noch nicht erlebt. Lautstark wurde vor „wirtschaftlichem Selbstmord“ und einer „Deindustrialisierung“ gewarnt: Die Emissionen würden schlichtweg woanders hin exportiert und mit ihnen die Arbeitsplätze. Leiser, aber immer hörbarer wird in diesen Kreisen auch die Frage gestellt: Stimmen die Prämissen der Klimapolitik überhaupt? Steht es wirklich so schlimm wie behauptet?
Und da wächst den Skeptikern zumindest im Augenblick ein bedrohliches Argument zu: Es wird seit nun fast zehn Jahren nicht mehr wärmer auf der Erde. Das zeigen die Temperaturkurven aller Institutionen, die eine globale Durchschnittstemperatur ermitteln. Die Weltmeere haben seit 2004 sogar an Wärme verloren. In den vergangenen beiden Jahren konnte sich nicht einmal der Meeresspiegel dazu aufraffen, weiter zu steigen. „Es wird nicht wärmer“ - der Satz ist äußerst Talkshow-kompatibel und bestens geeignet für Soundbites in Radio und Fernsehen. Und die derzeitige Nibelungentreue der Medien dürfte erfahrungsgemäß nicht grenzenlos sein. Die Entwicklung der Globaltemperatur in der laufenden Dekade widerspricht allem, was vorhergesagt wurde. Und keiner weiß, wie es weitergeht. Anstatt dies zuzugestehen, übt sich die Riege der Klimawarner in immer komplizierteren Erklärungsversuchen: Die Erwärmung werde lediglich von natürlichen Einflüssen „maskiert“ heißt es, sie lege nur eine Pause ein. Merke: Es wird wärmer, obwohl es nicht wärmer wird. Das führt einstweilen zu einem interessanten rhetorischen Effekt: Die Leugner sind plötzlich die anderen.
Die Gurus der Klimaforschung müssen zu allem Überfluss mit ansehen, wie die Politik sich einem anderen Weltrettungs-Projekt zuwendet. Sie werfen deshalb umso heftiger die Menetekel-Maschine an. Auf dem ersten Höhepunkt der Finanzkrise legte der Klimaberater der deutschen Bundeskanzlerin einen bizarren Auftritt hin, während dem er die verdutzten Medienvertreter darauf hinwies, dass bei der Finanzkrise ja nur virtuelle Werte vernichtet würden, während das Abschmelzen des Grönlandeises real und unumkehrbar sei. Angela Merkel mied die Pressekonferenz und schickte lieber ihren Umweltminister Sigmar Gabriel, der durch die Adoption des Eisbären Knut auffällig geworden ist.
Die Kanzlerin, die sich ein Jahr zuvor noch als heilige Johanna der kalbenden Gletscher profiliert hatte, macht sich inzwischen eher um die wachsenden Halden der Autoindustrie sorgen: „Ich bin für Klimaschutz… aber was ich nicht unterstütze, ist, dass wir uns durch eine unkluge Klimapolitik Arbeitsplätze in Deutschland zerstören.“ So etwas nennt man eine Exit-Strategie. Altgediente Klimaforscher geben jüngeren Kollegen ganz gerne folgenden väterlichen Rat: „Kaum glaubst Du einen Trend entdeckt zu haben, kehrt er sich um.“ Es sieht danach aus, als könne sich diese Erfahrung erneut bewahrheiten. Wissenschaftlich und politisch.
Erschienen in DIE WELTWOCHE vom 30.10.2008
Auch die Ökonomen hinterfragen nun zunehmend die Grundlagen der grünen Ideologie, hier z.B. Hans-Werner Sinn:
Eine Provokation für Klimaschützer
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik
Rezensiert von Dirk Maxeiner
Der Direktor des Münchner ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, stellt der deutschen Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis aus: In seinem Buch "Das grüne Paradoxon" stellt er fest, den Bundesbürgern würden jährlich 50 Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, ohne dass dies auch nur den geringsten Effekt auf das Klima hätte.
Das schöne an diesem Buch ist, dass man es nicht ignorieren kann. Autor Hans-Werner Sinn, Direktor des Münchner ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung, ist ein Mann von großer öffentlicher Präsenz und häufiger Gast in Deutschlands Talkshows. Er hat die Gabe, ökonomische Zusammenhänge nicht nur zuzuspitzen, sondern auch für jedermann verständlich zu erklären. Diese Qualifikation macht ihm zum natürlichen Feind aktionistischer Politiker, die sich gern als Weltretter aufspielen. Sinn ist ein Unruhestifter und diesem Ruf macht er auch mit seinem Buch "Das grüne Paradoxon" alle Ehre. Darin nimmt er sich die deutsche Klimapolitik vor:
"Wissen wir eigentlich, was wir tun? Oder ist das alles nur blinder Aktionismus zur Befriedigung einer neuen grünen Religiosität? Der Klimaschutz absorbiert mittlerweile so viel Kraft, und er drückt durch die horrenden Kosten den Lebensstandard der Deutschen in einem solchen Ausmaß, dass eine nüchterne ökonomische Nutzen-Kosten-Rechnung des Geschehens vonnöten ist, die über die gefühlsbetonte Semantik der öffentlichen Debatte hinausgeht. Es stellen sich viele Fragen."
Besonders beliebt macht er sich mit solchen Fragen allerdings nicht. Eine Politik, die sich allzu oft von der neusten Hysterie oder dem aktuellsten Medien-Hype treiben lässt, fragt nämlich nicht nach dem Verhältnis von Kosten und Nutzen, egal ob es nun um Rinderwahnsinn, Feinstaub oder Klimawandel geht. Weil alles und jedes zur Welt- oder Menschheitsrettung hochstilisiert wird, gilt alleine die Frage nach der wirtschaftlichen Vernunft als Sakrileg. Und dies öffnet für teure Symbolpolitik Tür und Tor. Hans-Werner Sinn stellt der Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis aus:
"Wenn in Deutschland Kraftwerke ausgeschaltet werden, werden sie anderswo in Betrieb genommen, und zwar in einem Umfang, dass dort exakt so viel zusätzliches Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, wie wir einsparen. Nicht eine Tonne Kohlendioxid wird wegen der deutschen Windflügel und photovoltaischen Dächer weniger in die Luft geblasen. Ein Paradoxon, an dem sich die Politiker die Zähne ausbeißen werden ... Ob wir das Klima retten, wird nicht von Angela Merkel, der EU-Kommission oder uns Verbrauchern bestimmt, sondern von den Eigentümern der fossilen Kohlenstoffvorräte der Erde ... Mit unserer Energiepolitik können wir das weltweite Angebot an Kohlenstoff nicht aushebeln. Wir mindern lediglich partiell die Nachfrage und verringern dadurch den Anstieg der Weltmarktpreise, mehr nicht. Damit verschlimmern wir das Problem vermutlich noch."
Wer so etwas schreibt, könnte genauso gut in einem katholischen Gottesdienst ein Präservativ aufblasen, die Entrüstung wäre in etwa die gleiche. Umweltminister Sigmar Gabriel, als Klimaretter unter anderem durch die Adoption des Eisbären Knut auffällig geworden, wird auf der Stelle von Beißreflexen heimgesucht: Sinn habe seine marktradikale Ideologie jahrelang als Wissenschaft verkauft und nun versuche Sinn sich auf einem Gebiet, von dem er ganz offensichtlich noch weniger verstehe als von Finanzmärkten.
Wenn es so schön unsachlich wird, kann man davon ausgehen, dass Hans-Werner Sinn einen wunden Punkt getroffen hat. Seine These ist im Grunde ganz einfach: Wie viel Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, hängt schlicht davon ab, wie viel Öl, Kohle oder Gas gefördert wird - und keineswegs davon, dass einzelne Länder oder Regionen ihren Verbrauch drosseln. Das senke nur die Preise, woraufhin die anderen den Tank umso ungenierter auffüllen. Die Rechnung werde ohne den Wirt gemacht. Die Kosten-Nutzen-Analyse der deutschen Klimapolitik lässt ratlos staunen: Den Bundesbürgern werden jährlich 50 Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, ohne dass dies auch nur den geringsten Effekt auf das Klima hat. Jetzt stelle man sich mal vor, wie viel Elend auf der Welt man mit dieser Summe beseitigen könnte.
Sinn argumentiert rein ökonomisch, bei den naturwissenschaftlichen Grundlagen macht er sich die Position des Welt-Klimarates IPCC zu eigen. Er zweifelt nicht am vom Menschen gemachten Klimawandel und hält ihn für eines der größten Probleme der Menschheit. Der gegenwärtige Klima-Aktionismus ist seiner Meinung nach allerdings nicht dazu angetan, diese Problematik zu lösen, sondern zu verschärfen. Vom Atomausstieg bis zum Biosprit, vom Kyoto-Protokoll bis zum Erneuerbare-Energien-Gesetz dekonstruiert er akribisch ein Geflecht von oft wirkungslosen, sich widersprechenden oder kontraproduktiven Vorschriften und Maßnahmen. Er zeigt, wie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes längst Industrie-, Klientel- und Interessenpolitik betrieben wird.
Die Vermeidung einer Tonne Kohlendioxid kostet mit Hilfe von Solarzellen rund zehnmal soviel wie mit Atomkraft. Und was tun die Deutschen? Sie schalten die Atomkraftwerke ab und fördern die Photovoltaik mit über 100 Milliarden Euro. Wenn wir wollten, könnten wir damit also zehnmal soviel Kohlendioxid einsparen. Aber wir wollen nicht.
Selbst den Mythos vom Jobwunder durch grüne Technologien lässt Sinn nicht gelten. Das Geld, dass den Bürgern für Wind- oder Solarstrom aus der Tasche gezogen werde, fehle eben an anderer Stelle und koste dort Jobs. Außerdem bedeute die Förderung regenerativer Energien nicht gleichzeitig die Förderung deutscher Arbeitsplätze:
"Der größte Hersteller von photovoltaischen Anlagen ist die Firma Suntech aus China, die Chinesen nutzen die Anlagen selbst nur zu einem verschwindend geringen Anteil. Stattdessen liefern die Chinesen den Löwenanteil nach Deutschland. Deutsche Steuergelder haben, wenn überhaupt, in großem Umfang in China Arbeitsplätze geschaffen."
So wird aus einer vermeintlichen Win-Win-Strategie eine Lose-Lose-Strategie. Und so geht das oft: Erst kratzt Hans Werner Sinn ganz zart an der Tapete und kurz danach kommt dem Leser die ganze Wand entgegen. Dennoch muss man ihm nicht bei jedem Argument folgen. So sollte man dem Klimaschutz zumindest einen Kollateralnutzen einräumen: Beispielsweise bedeutet weniger Verbrauch eine größere Sicherheit vor Erpressungen durch zweifelhafte Regime, die auf reichen Öl- oder Gasvorkommen sitzen.
Wer Hans-Werner Sinns Buch durchgelesen hat, ist nicht unbedingt um eine Perspektive reicher, aber mit Sicherheit um ein paar Illusionen ärmer. Und er hat eine Lektion gelernt, die Politikern und Klima-Aktivisten äußerst schwer fällt: Nichtstun kann besser sein als das Falsche tun.
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik
Econ Verlag, Berlin/2008
Eine Provokation für Klimaschützer
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik
Rezensiert von Dirk Maxeiner
Der Direktor des Münchner ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, stellt der deutschen Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis aus: In seinem Buch "Das grüne Paradoxon" stellt er fest, den Bundesbürgern würden jährlich 50 Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, ohne dass dies auch nur den geringsten Effekt auf das Klima hätte.
Das schöne an diesem Buch ist, dass man es nicht ignorieren kann. Autor Hans-Werner Sinn, Direktor des Münchner ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung, ist ein Mann von großer öffentlicher Präsenz und häufiger Gast in Deutschlands Talkshows. Er hat die Gabe, ökonomische Zusammenhänge nicht nur zuzuspitzen, sondern auch für jedermann verständlich zu erklären. Diese Qualifikation macht ihm zum natürlichen Feind aktionistischer Politiker, die sich gern als Weltretter aufspielen. Sinn ist ein Unruhestifter und diesem Ruf macht er auch mit seinem Buch "Das grüne Paradoxon" alle Ehre. Darin nimmt er sich die deutsche Klimapolitik vor:
"Wissen wir eigentlich, was wir tun? Oder ist das alles nur blinder Aktionismus zur Befriedigung einer neuen grünen Religiosität? Der Klimaschutz absorbiert mittlerweile so viel Kraft, und er drückt durch die horrenden Kosten den Lebensstandard der Deutschen in einem solchen Ausmaß, dass eine nüchterne ökonomische Nutzen-Kosten-Rechnung des Geschehens vonnöten ist, die über die gefühlsbetonte Semantik der öffentlichen Debatte hinausgeht. Es stellen sich viele Fragen."
Besonders beliebt macht er sich mit solchen Fragen allerdings nicht. Eine Politik, die sich allzu oft von der neusten Hysterie oder dem aktuellsten Medien-Hype treiben lässt, fragt nämlich nicht nach dem Verhältnis von Kosten und Nutzen, egal ob es nun um Rinderwahnsinn, Feinstaub oder Klimawandel geht. Weil alles und jedes zur Welt- oder Menschheitsrettung hochstilisiert wird, gilt alleine die Frage nach der wirtschaftlichen Vernunft als Sakrileg. Und dies öffnet für teure Symbolpolitik Tür und Tor. Hans-Werner Sinn stellt der Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis aus:
"Wenn in Deutschland Kraftwerke ausgeschaltet werden, werden sie anderswo in Betrieb genommen, und zwar in einem Umfang, dass dort exakt so viel zusätzliches Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, wie wir einsparen. Nicht eine Tonne Kohlendioxid wird wegen der deutschen Windflügel und photovoltaischen Dächer weniger in die Luft geblasen. Ein Paradoxon, an dem sich die Politiker die Zähne ausbeißen werden ... Ob wir das Klima retten, wird nicht von Angela Merkel, der EU-Kommission oder uns Verbrauchern bestimmt, sondern von den Eigentümern der fossilen Kohlenstoffvorräte der Erde ... Mit unserer Energiepolitik können wir das weltweite Angebot an Kohlenstoff nicht aushebeln. Wir mindern lediglich partiell die Nachfrage und verringern dadurch den Anstieg der Weltmarktpreise, mehr nicht. Damit verschlimmern wir das Problem vermutlich noch."
Wer so etwas schreibt, könnte genauso gut in einem katholischen Gottesdienst ein Präservativ aufblasen, die Entrüstung wäre in etwa die gleiche. Umweltminister Sigmar Gabriel, als Klimaretter unter anderem durch die Adoption des Eisbären Knut auffällig geworden, wird auf der Stelle von Beißreflexen heimgesucht: Sinn habe seine marktradikale Ideologie jahrelang als Wissenschaft verkauft und nun versuche Sinn sich auf einem Gebiet, von dem er ganz offensichtlich noch weniger verstehe als von Finanzmärkten.
Wenn es so schön unsachlich wird, kann man davon ausgehen, dass Hans-Werner Sinn einen wunden Punkt getroffen hat. Seine These ist im Grunde ganz einfach: Wie viel Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, hängt schlicht davon ab, wie viel Öl, Kohle oder Gas gefördert wird - und keineswegs davon, dass einzelne Länder oder Regionen ihren Verbrauch drosseln. Das senke nur die Preise, woraufhin die anderen den Tank umso ungenierter auffüllen. Die Rechnung werde ohne den Wirt gemacht. Die Kosten-Nutzen-Analyse der deutschen Klimapolitik lässt ratlos staunen: Den Bundesbürgern werden jährlich 50 Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, ohne dass dies auch nur den geringsten Effekt auf das Klima hat. Jetzt stelle man sich mal vor, wie viel Elend auf der Welt man mit dieser Summe beseitigen könnte.
Sinn argumentiert rein ökonomisch, bei den naturwissenschaftlichen Grundlagen macht er sich die Position des Welt-Klimarates IPCC zu eigen. Er zweifelt nicht am vom Menschen gemachten Klimawandel und hält ihn für eines der größten Probleme der Menschheit. Der gegenwärtige Klima-Aktionismus ist seiner Meinung nach allerdings nicht dazu angetan, diese Problematik zu lösen, sondern zu verschärfen. Vom Atomausstieg bis zum Biosprit, vom Kyoto-Protokoll bis zum Erneuerbare-Energien-Gesetz dekonstruiert er akribisch ein Geflecht von oft wirkungslosen, sich widersprechenden oder kontraproduktiven Vorschriften und Maßnahmen. Er zeigt, wie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes längst Industrie-, Klientel- und Interessenpolitik betrieben wird.
Die Vermeidung einer Tonne Kohlendioxid kostet mit Hilfe von Solarzellen rund zehnmal soviel wie mit Atomkraft. Und was tun die Deutschen? Sie schalten die Atomkraftwerke ab und fördern die Photovoltaik mit über 100 Milliarden Euro. Wenn wir wollten, könnten wir damit also zehnmal soviel Kohlendioxid einsparen. Aber wir wollen nicht.
Selbst den Mythos vom Jobwunder durch grüne Technologien lässt Sinn nicht gelten. Das Geld, dass den Bürgern für Wind- oder Solarstrom aus der Tasche gezogen werde, fehle eben an anderer Stelle und koste dort Jobs. Außerdem bedeute die Förderung regenerativer Energien nicht gleichzeitig die Förderung deutscher Arbeitsplätze:
"Der größte Hersteller von photovoltaischen Anlagen ist die Firma Suntech aus China, die Chinesen nutzen die Anlagen selbst nur zu einem verschwindend geringen Anteil. Stattdessen liefern die Chinesen den Löwenanteil nach Deutschland. Deutsche Steuergelder haben, wenn überhaupt, in großem Umfang in China Arbeitsplätze geschaffen."
So wird aus einer vermeintlichen Win-Win-Strategie eine Lose-Lose-Strategie. Und so geht das oft: Erst kratzt Hans Werner Sinn ganz zart an der Tapete und kurz danach kommt dem Leser die ganze Wand entgegen. Dennoch muss man ihm nicht bei jedem Argument folgen. So sollte man dem Klimaschutz zumindest einen Kollateralnutzen einräumen: Beispielsweise bedeutet weniger Verbrauch eine größere Sicherheit vor Erpressungen durch zweifelhafte Regime, die auf reichen Öl- oder Gasvorkommen sitzen.
Wer Hans-Werner Sinns Buch durchgelesen hat, ist nicht unbedingt um eine Perspektive reicher, aber mit Sicherheit um ein paar Illusionen ärmer. Und er hat eine Lektion gelernt, die Politikern und Klima-Aktivisten äußerst schwer fällt: Nichtstun kann besser sein als das Falsche tun.
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik
Econ Verlag, Berlin/2008


