Windkraft? Nein - Danke!
In diesem Thema wurden schon 0 Auszeichnungen vergeben!
Dieses Thema wurde 6346 mal besucht und hat 43 Antworten.

Der Energiekonzern E.on setzt die deutsche Regierung beim Thema Windkraft unter Druck. E.on fordert mehr politische Klarheit beim Bau von Windkrafträdern und der Energiewende allgemein.
*Handelszeitung
Interview mit Eon-Vorstand Mike Winkel:
*Berliner Zeitung
Zitat
Deutschland will den Anteil von Ökostrom bis ins Jahr 2020 von derzeit 20 auf mindestens 35 Prozent erhöhen. Diese Pläne zur Energiewende sind allerdings zunehmend gefährdet. Im Streit um eine Offshore-Windkraftanlage schlägt der Energiekonzern E.on nun scharfe Töne an. Bessert sich die politisch Lage nicht umgehend, werde kein Konzern mehr neue Anlagen bauen.
«Niemand wird weiter investieren, wenn der Netzanschluss so unsicher ist wie derzeit», sagt E.on-Manager Mike Winkel in einem Interview mit der «Berliner Zeitung». Generell sei die Energiewende in Deutschland gefährdet. Das zeigt sich am Beispiel des Offshore-Windparks Amrumbank, der nach heutigem Stand erst mit 15-monatiger Verspätung ans Netz gehen soll - als Datum wird derzeit März 2015 genannt. Für die Verspätung verantwortlich ist der Netzbetreiber Tennet.
Einerseits hätten sich die Netzbetreiber in den Augen von Winkel schlicht überschätzt, anderseits seien die finanziellen Anreize seitens der Politik ungenügend. Winkel redet zudem von einem «grossen Durcheinander an Zuständigkeiten» bei den Behörden.
Die Windkraftparks in der Nord- und Ostsee sahen sich in jüngster Vergangenheit immer wieder der Kritik ausgesetzt.
*Handelszeitung
Interview mit Eon-Vorstand Mike Winkel:
Zitat
Herr Winkel, EU-Kommissar Günther Oettinger hält Eon, einen der größten Stromkonzerne der Welt, für zu klein und hat eine Fusion mit der deutschen Nummer zwei, RWE angeregt. Was halten Sie davon?
In der Vergangenheit hat man uns eher für zu groß gehalten. Ich rate dazu, diese Frage dem Markt zu überlassen.
Eon schrumpft gerade. Sie bauen insgesamt 11.000 Stellen ab, 6000 davon in Deutschland. Warum?
Wir müssen unsere Kosten senken, um Spielraum für Zukunftsinvestitionen zu gewinnen. Und wir müssen insgesamt effizienter werden, vor allem in der Verwaltung. Die Energiewirtschaft ist in einer Transformationsphase. Auf der einen Seite sehen wir neue Wachstumschancen, besonders bei den erneuerbaren Energien und im Ausland. Auf der anderen Seite schrumpft das konventionelle Geschäft in Deutschland. Deshalb müssen wir umsteuern.
Wie steht es denn in Ihrer Sparte, den erneuerbaren Energien?
Die erneuerbaren Energien sind bei Eon ein wesentlicher Wachstumsbereich. Dort schaffen wir Arbeitsplätze und wachsen weiter.
Wird Eon jetzt grün statt grau?
Ja, aber nicht erst seit Kurzem! Wir haben immer auf einen breiten Energiemix gesetzt, und seit 2007 – so lange gibt es Eon Climate & Renewables ja schon – wird dieser Mix noch klimafreundlicher. Die Erneuerbaren sind Teil des Kerngeschäfts, und sie gewinnen weiter an Bedeutung. Wir betreiben das Geschäft nicht mehr als Boutique, sondern sind im großindustriellen Bereich angelangt. Das sehen Sie schon an den riesigen Summen, die wir ausgeben: Eon Climate & Renewables hat in den vergangenen fünf Jahren sieben Milliarden Euro investiert, und wir wollen in den kommenden fünf Jahren nochmals sieben Milliarden investieren. Das ist kein Klein-Klein. Dadurch gelingt es uns auch, die Kosten für Erneuerbare deutlich zu senken.
Nennen Sie bitte Beispiele!
In den nächsten Jahren werden wir überall billiger, das können wir auch deshalb, weil wir ein großer Konzern sind und so zum Beispiel Mengenvorteile in der Materialbeschaffung nutzen können. Mittelständler würden das nicht schaffen. So wollen wir die Kosten für unsere Windparks auf See zum Beispiel zwischen 2010 und 2015 um 40 Prozent senken.
Offshore-Windkraft soll auch in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen. Was tut sich dort?
Wir sind Vorreiter. Für unseren Offshore-Windpark Amrumbank West in der Nordsee wollen wir die Kosten ebenfalls nach unten treiben. Dieses Jahr ist Baubeginn. Der Park wird etwa eine Milliarde Euro kosten. Das ist viel Geld, aber schon eine deutliche Kostenreduktion. Zum Beispiel ist die Logistik aufgrund neuer Schiffe viel besser. Sie können mehr Windparkteile transportieren und sie schneller und auch bei schlechterem Wetter aufbauen. Zweitens kaufen wir für mehrere Windparks die Turbinen gleichzeitig ein, das verschafft uns sozusagen Mengenrabatt. Und auch bei der Windrad-Technik tut sich viel: Sie wird immer leistungsstärker und effizienter.
Ist ja prima. Dann kann die Bundesregierung die zuletzt enorm erhöhten Subventionen, die für neue Offshore-Anlagen gezahlt werden, drastisch senken. Und auch die fünf Milliarden Euro zusätzliche Förderkredite streichen.
Bloß nicht. Dann gäbe es einen sofortigen Stillstand beim Ausbau. Denn die Renditen wachsen wirklich nicht in den Himmel. Wir erwarten bei Amrumbank eine angemessene Verzinsung, die 2,5 Prozentpunkte über den Kapitalkosten liegt. Mehr nicht. Fragen Sie mal, ob eine andere Branche damit auskommen würde! Aber, ganz unrecht haben Sie auch nicht: Unser Interesse ist, dass die Subventionen gesenkt werden, sobald das möglich ist.
Nobel, nobel. Sie nehmen nicht alles, was Sie kriegen?
Nein, weil das nicht nachhaltig ist. Wenn der Politik dann irgendwann der Kragen platzt, kommt es zum abrupten Zusammenstreichen der Förderung – so wie derzeit in Spanien. Wir gucken uns nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sehr genau an, ob die Subventionen für Erneuerbare politisch nachhaltig sind. Wenn wir daran zweifeln, lassen wir die Finger davon.
Der Ausbau der Offshore-Windkraft in Deutschland stockt trotz der hohen Förderung. Das Hauptproblem ist der Netzanschluss, oder?
Die Situation ist katastrophal. Die Netzbetreiber kommen nicht hinterher. Amrumbank wird vom zuständigen Stromnetzbetreiber Tennet nach dem derzeitigen Stand erst mit rund 15 Monaten Verspätung angeschlossen – geplant ist der März 2015.
Welche Gründe hat die Verzögerung?
Übertriebener Optimismus spielt eine Rolle. Die Netzbetreiber haben sich selbst über- und die Probleme unterschätzt. Zweitens haben sie nicht ausreichend finanzielle Anreize. Sie bekommen die Investitionen nicht besonders hoch vergütet von der Regulierungsbehörde. Drittens schaffen die Lieferanten es nicht, die benötigten Kabel herzustellen. Und zuletzt: Die Behörden verursachen ein großes Durcheinander an Zuständigkeiten und stimmen sich nicht ab.
Machen die Netzprobleme Offshore in Deutschland unmöglich? Bis 2020 will die Regierung zehn Gigawatt Offshore am Netz haben, das wäre 30 Mal soviel wie Amrumbank leisten soll.
Wir haben da in der Tat ein sehr großes Problem. Für die Zeit nach 2015 bin ich pessimistisch, wenn sich nichts ändert. Niemand wird weiter investieren, wenn der Netzanschluss so unsicher ist wie derzeit, weder Eon noch andere. Nach Amrumbank haben wir eigentlich zwei weitere Großprojekte in Planung, das eine ist Delta Nordsee und das andere, Arkonabecken, befindet sich in der Ostsee. Wir untersuchen gerade den Meeresboden, um dann zu entscheiden, was wir nach Amrumbank machen. Aber angesichts des unsicheren Netzanschlusses können wir derzeit keine Investitionsentscheidung treffen. Das Problem beim Anschluss von Offshore-Windkraft gefährdet also die Energiewende in Deutschland ganz akut.
Welche grünen Techniken halten Sie generell für geeignet, um die Energiewende zu schaffen?
Die Windkraft ist erprobt, billig und bleibt eine wichtige Technik. Die dramatisch fallenden Kosten der Photovoltaik haben mich positiv überrascht. Noch vor kurzem haben wir damit gerechnet, dass Solarstrom von 2010 bis 2015 etwa ein Drittel günstiger wird. Nun haben mir meine Techniker vor einigen Tagen gesagt: Da sind wir jetzt schon. In Südeuropa hat Sonnenstrom enormes Potenzial, wir investieren in Spanien und Italien und planen für die USA. Wir finden nach wie vor auch solarthermische Kraftwerke interessant, kürzlich haben wir ein neues in Spanien errichtet. Sie erzeugen nicht nur bei Sonnenschein Strom, sondern durch Speichermöglichkeiten auch in der Nacht. Spannend ist deshalb nicht nur die Stromerzeugung, sondern vor allem auch die Entwicklung der Speicher.
Warum?
Weil wir da noch überhaupt nicht sagen können, wohin die Reise geht. Gibt es in zehn Jahren preisgünstige Speichermöglichkeiten für Strom? Wie billig werden Batterien durch den Massenmarkt Elektromobilität? Das ist ein ganz entscheidender Punkt für die Energiewende. Photovoltaik zum Beispiel, die tagsüber und hauptsächlich im Sommer Strom produziert, stößt ohne Speichermöglichkeiten schnell an Grenzen.
Das Gespräch führte Jakob Schlandt.
*Berliner Zeitung
Windräder müssen immer häufiger abgeschaltet werden
Der nordostdeutsche Stromnetzbetreiber 50Hertz Transmission rechnet damit, dass immer häufiger Windräder zeitweise abgeschaltet werden müssen. Bereits im vergangenen Jahr seien an 45 Tagen Windräder vom Netz genommen worden, weil es sonst zusammengebrochen wäre. Andere Betreiber berichten Ähnliches
Das sagte der Vorstandsvorsitzende Boris Schucht am Donnerstag in Berlin. "Wir sind an der Grenze dessen, was wir an erneuerbaren Energien integrieren können," sagte Schucht.
Windräder überlasten immer häufiger das Stromnetz
Das schlug sich auch in der Geschäftsbilanz des Jahres 2011 nieder. Zwar konnte 50Hertz seine Umsatzerlöse um rund 1,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro steigern, musste aber viel davon als Umlage an Produzenten erneuerbarer Energien weitergeben. Nach Steuern bleiben so mit 44,5 Millionen Euro rund 13 Millionen Euro weniger in der Kasse.
Auch andere Betreiber klagen über Auslastung bis zur Kapazitätsgrenze
Die Netze seien an der Grenze ihrer Kapazität angekommen, teilte kürzlich auch der Netzbetreiber Mitnetz Strom mit. Es werde deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als in Mitteldeutschland verbraucht werde. Im Jahr 2011 habe das Unternehmen, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Energieversorgers enviaM, 50-mal die Stromeinspeisung drosseln müssen. Das sei eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr.
Um die Stromeinspeisung nicht drosseln zu müssen, will Mitnetz Strom nach eigenen Angaben gut 300 Millionen Euro in den Netzausbau investieren. So kann der in Mitteldeutschland erzeugte, aber nicht verbrauchte Ökostrom in andere Regionen Deutschlands exportiert werden
* strom-magazin.de
Das sagte der Vorstandsvorsitzende Boris Schucht am Donnerstag in Berlin. "Wir sind an der Grenze dessen, was wir an erneuerbaren Energien integrieren können," sagte Schucht.
Windräder überlasten immer häufiger das Stromnetz
Das schlug sich auch in der Geschäftsbilanz des Jahres 2011 nieder. Zwar konnte 50Hertz seine Umsatzerlöse um rund 1,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro steigern, musste aber viel davon als Umlage an Produzenten erneuerbarer Energien weitergeben. Nach Steuern bleiben so mit 44,5 Millionen Euro rund 13 Millionen Euro weniger in der Kasse.
Auch andere Betreiber klagen über Auslastung bis zur Kapazitätsgrenze
Die Netze seien an der Grenze ihrer Kapazität angekommen, teilte kürzlich auch der Netzbetreiber Mitnetz Strom mit. Es werde deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als in Mitteldeutschland verbraucht werde. Im Jahr 2011 habe das Unternehmen, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Energieversorgers enviaM, 50-mal die Stromeinspeisung drosseln müssen. Das sei eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr.
Um die Stromeinspeisung nicht drosseln zu müssen, will Mitnetz Strom nach eigenen Angaben gut 300 Millionen Euro in den Netzausbau investieren. So kann der in Mitteldeutschland erzeugte, aber nicht verbrauchte Ökostrom in andere Regionen Deutschlands exportiert werden
* strom-magazin.de
.. und wer zahlt dafür?
.. Windrad sucht Anschluss
Viele Windräder in der Nordsee liefern keinen Strom, da Siemens die Anbindung ans Land nicht pünktlich geschafft hat.
Stetig drehen sich die Windräder vor der deutschen Nordseeküste. Mehr als gigantische Vogelscheuchen aus Stahl sind manche von ihnen bis jetzt aber nicht. Denn noch hat Siemens die versprochenen Steckdosen für das Meer nicht geliefert, die nötig sind, um den Strom auch ans Festland zu bringen.
„Wir haben einfach alles unterschätzt“, sagt Tim Dawidowsky. Der 45-jährige Siemens-Ingenieur steht inmitten der Konverterplattform „Helwin 1“ in der Nordic-Yard-Werft in Wismar. Stahlkolosse wie dieser sollen helfen, den Wechselstrom, den die Windmühlen auf hoher See erzeugen, in Gleichstrom umwandeln, damit dieser mit geringen Verlusten an Land geliefert werden kann. Dieser Tage hätte mit „Helwin 1“ die erste solche Meeres-Steckdose 85 Kilometer vor der Küste von Helgoland in den Meeresboden gerammt werden sollen. Stattdessen sitzt das Ungetüm immer noch im Trockendock und wird von 700 Werftarbeitern bearbeitet. Mindestens ein Jahr verspätet wird Siemens den Schlüssel für die Anbindung ans deutsche Stromnetz liefern. Eine halbe Milliarde Euro Verlust hat das Unternehmen im ersten Halbjahr dafür bereits verbucht.
Projekt-Profi. Dawidowsky soll nun die Scherben aufräumen. Erst vor vier Tagen hat er die Leitung der neu geschaffenen Siemens-Geschäftseinheit Übertragungslösungen übernommen. Und Lösungen sind vom Projekt-Profi, der zuletzt für die Linzer Siemens-Tochter VAI Stahlwerke in der ganzen Welt baute, auch gefragt. Er ist schließlich verantwortlich dafür, dass das Geschäft mit der Offshore-Windkraft für Siemens nicht zum Debakel wird – und die deutsche Energiewende am Leben bleibt.
Der Ausbau der Windräder in der Nord- und Ostsee ist das Herzstück des Plans der deutschen Regierung, sich künftig mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der stete Wind auf hoher See lässt die Windräder bis zu 4000 Stunden im Jahr auf vollen Touren arbeiten. An Land schaffen sie die Hälfte, ein Atomkraftwerk auch nur knapp doppelt so viel. In acht Jahren sollen 8000 Windräder vor der deutschen Küste stehen. Heute sind es gerade erst 152. Und diese drehen sich mangels Netzanschluss bisweilen umsonst.
Er habe seinen Ingenieuren zu viel zugetraut, räumte Siemens-Chef Peter Löscher zuletzt ein. In der Sorge, ein Riesengeschäft zu verpassen, riss der Münchener Konzern gleich die Aufträge für vier der fußballfeldgroßen Würfel an sich. Zu viel auf einmal, wie sich herausstellen sollte. Denn Siemens beherrscht zwar die HGÜ-Technik, mit der die 15.000 Tonnen schweren Ungetüme Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln – und so den Transport über hundert Kilometer lange Seekabel erst möglich machen.
Aber das Unternehmen hat sich im Vorfeld ziemlich verrechnet. „Am Anfang eines Projekts merkt man oft gar nicht, wenn etwas schief läuft“, sagt Dawidowsky. Erst als der Bau beginnen sollte, wurden die Fehlkalkulationen langsam sichtbar: Die Plattformen erforderten mehr Material, mehr und anders geschulte Mitarbeiter, mehr Stunden in den deutschen Amtsstuben als anfangs gedacht.
Zu laut für Schweinswale. Dabei ist Siemens kein Neuling auf hoher See. Das Unternehmen hat bereits Konverter für Offshore-Windparks gebaut. Doch dieser Auftrag sprengt alle Dimensionen: Wo die Meeres-Steckdosen stehen sollen, ist das Wasser doppelt so tief wie bei bisherigen Projekten. Sie müssen die doppelte Leistung schaffen und wiegen fünfmal mehr als ihre Vorgänger.
Ein Teil des Problems rührt daher, dass sich Deutschland entschieden hat, die Offshore-Windparks aus der Sichtweite der Bürger zu verbannen. Anders als in Großbritannien stehen die Windmühlen meist über 80 Kilometer von der Küste entfernt. Dafür erspart sich der Konzern im Gegenzug Probleme mit Anrainern, könnte man meinen. Doch weit gefehlt.
Die rund 50.000 Schweinswale, die hier leben, bestimmen weitgehend, wann und wie Siemens die Konverterplattformen installieren darf. Zur Paarungszeit der zwei Meter langen Meeressäuger geht gar nichts. Und beim Verankern der Plattformen darf ein Geräuschpegel von 165 Dezibel auf 750 Meter Entfernung nicht überschritten werden, um die Schweinswale nicht zu stören. Damit das gewährleistet ist, setzt Siemens um jeden Pfahl am Meeresboden noch ein Stahlrohr und pumpt das Wasser aus dem Zwischenraum, bevor es den Pfahl in den Boden rammt. Jeder dieser „Schalldämpfer aus Luft“ kostet etliche Millionen Euro. „Verwenden können Sie so ein Ding genau einmal“, klagt Dawidowsky. Zumindest solange es noch keine Industriestandards für Konverter gibt. Jede der vier Plattformen, die Siemens baut, ist ein Einzelstück. Keine von ihnen wird Gewinn abwerfen. Ein Drittel des Auftragswerts von 1,4 Milliarden Euro hat das Unternehmen schon in den Wind geschrieben.
Kabel und Arbeiter fehlen. Das ist nicht nur ein Rückschlag für Siemens. Der gesamte Umbau der Energielandschaft wird dadurch gebremst. Es fehlt an Erfahrung, an Tiefseekabeln und nicht zuletzt an Ingenieuren, die richtig ausgebildet sind. Siemens verdoppelte seine Mannschaft für diese Projekte zuletzt zwar auf 300 Mitarbeiter. Wie knapp Fachkräfte in der Branche aber gesät sind, zeigt das Schicksal von Wilfried Breuer. Der Deutsche war bei Siemens bis vor Kurzem verantwortlich für den Stromanschluss der Offshore-Windparks. Nach dem Debakel musste er gehen. Lange war der erfahrene Manager aber nicht auf Jobsuche. Breuer wechselte einfach die Seiten und heuerte beim Netzbetreiber Tennet an, der die Konverter bei Siemens bestellt hat.
Die Energiewende stockt. „Ich freue mich, weiter am Projekt arbeiten zu können“, sagt Breuer bei einem Rundgang auf „seiner“ alten Plattform. „Ich bin Überzeugungstäter geblieben.“ Sorgenlos ist er auch bei Tennet nicht. Das dänische Unternehmen hat sich verpflichtet, alle Windparks ans deutsche Netz anzubinden. 30 Monate gibt die Politik den Unternehmen Zeit, um einen Windpark ans Netz anzuschließen. In der Realität dauert es fast doppelt so lang. Wer für die Verzögerung nun geradestehen muss, ist nicht geklärt.
„Man kann die Grenzen der Physik nicht überschreiten“, sagt Dawidowsky, und auch Breuer bremst die Euphorie der Politiker. Es brauche einen koordinierten Ausbau statt zügellosem „Anschluss auf Zuruf“. Es habe keinen Sinn, die Windenergie am Meer weiter auf Hochdruck auszubauen, solange es keine Leitungen gibt, um den Strom aus dem Norden zu den Verbrauchern im Süden zu bringen. Deutschland fehlen aber nicht nur Leitungen, es fehlen Speicher für Tage mit zu viel Strom und Gaskraftwerke im Süden, die einspringen, wenn Wind und Sonne einmal auslassen. Die Energiewende stockt, und das nicht nur auf hoher See.
Nächsten Sommer soll zumindest ein Teil des Problems gelöst werden. Geht alles gut, wird „Helwin 1“ vor Helgoland verankert. Wenn nicht, können sich die Schweinswale noch einmal über einen ruhigen Sommer freuen.
Viele Windräder in der Nordsee liefern keinen Strom, da Siemens die Anbindung ans Land nicht pünktlich geschafft hat.
Stetig drehen sich die Windräder vor der deutschen Nordseeküste. Mehr als gigantische Vogelscheuchen aus Stahl sind manche von ihnen bis jetzt aber nicht. Denn noch hat Siemens die versprochenen Steckdosen für das Meer nicht geliefert, die nötig sind, um den Strom auch ans Festland zu bringen.
„Wir haben einfach alles unterschätzt“, sagt Tim Dawidowsky. Der 45-jährige Siemens-Ingenieur steht inmitten der Konverterplattform „Helwin 1“ in der Nordic-Yard-Werft in Wismar. Stahlkolosse wie dieser sollen helfen, den Wechselstrom, den die Windmühlen auf hoher See erzeugen, in Gleichstrom umwandeln, damit dieser mit geringen Verlusten an Land geliefert werden kann. Dieser Tage hätte mit „Helwin 1“ die erste solche Meeres-Steckdose 85 Kilometer vor der Küste von Helgoland in den Meeresboden gerammt werden sollen. Stattdessen sitzt das Ungetüm immer noch im Trockendock und wird von 700 Werftarbeitern bearbeitet. Mindestens ein Jahr verspätet wird Siemens den Schlüssel für die Anbindung ans deutsche Stromnetz liefern. Eine halbe Milliarde Euro Verlust hat das Unternehmen im ersten Halbjahr dafür bereits verbucht.
Projekt-Profi. Dawidowsky soll nun die Scherben aufräumen. Erst vor vier Tagen hat er die Leitung der neu geschaffenen Siemens-Geschäftseinheit Übertragungslösungen übernommen. Und Lösungen sind vom Projekt-Profi, der zuletzt für die Linzer Siemens-Tochter VAI Stahlwerke in der ganzen Welt baute, auch gefragt. Er ist schließlich verantwortlich dafür, dass das Geschäft mit der Offshore-Windkraft für Siemens nicht zum Debakel wird – und die deutsche Energiewende am Leben bleibt.
Der Ausbau der Windräder in der Nord- und Ostsee ist das Herzstück des Plans der deutschen Regierung, sich künftig mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der stete Wind auf hoher See lässt die Windräder bis zu 4000 Stunden im Jahr auf vollen Touren arbeiten. An Land schaffen sie die Hälfte, ein Atomkraftwerk auch nur knapp doppelt so viel. In acht Jahren sollen 8000 Windräder vor der deutschen Küste stehen. Heute sind es gerade erst 152. Und diese drehen sich mangels Netzanschluss bisweilen umsonst.
Er habe seinen Ingenieuren zu viel zugetraut, räumte Siemens-Chef Peter Löscher zuletzt ein. In der Sorge, ein Riesengeschäft zu verpassen, riss der Münchener Konzern gleich die Aufträge für vier der fußballfeldgroßen Würfel an sich. Zu viel auf einmal, wie sich herausstellen sollte. Denn Siemens beherrscht zwar die HGÜ-Technik, mit der die 15.000 Tonnen schweren Ungetüme Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln – und so den Transport über hundert Kilometer lange Seekabel erst möglich machen.
Aber das Unternehmen hat sich im Vorfeld ziemlich verrechnet. „Am Anfang eines Projekts merkt man oft gar nicht, wenn etwas schief läuft“, sagt Dawidowsky. Erst als der Bau beginnen sollte, wurden die Fehlkalkulationen langsam sichtbar: Die Plattformen erforderten mehr Material, mehr und anders geschulte Mitarbeiter, mehr Stunden in den deutschen Amtsstuben als anfangs gedacht.
Zu laut für Schweinswale. Dabei ist Siemens kein Neuling auf hoher See. Das Unternehmen hat bereits Konverter für Offshore-Windparks gebaut. Doch dieser Auftrag sprengt alle Dimensionen: Wo die Meeres-Steckdosen stehen sollen, ist das Wasser doppelt so tief wie bei bisherigen Projekten. Sie müssen die doppelte Leistung schaffen und wiegen fünfmal mehr als ihre Vorgänger.
Ein Teil des Problems rührt daher, dass sich Deutschland entschieden hat, die Offshore-Windparks aus der Sichtweite der Bürger zu verbannen. Anders als in Großbritannien stehen die Windmühlen meist über 80 Kilometer von der Küste entfernt. Dafür erspart sich der Konzern im Gegenzug Probleme mit Anrainern, könnte man meinen. Doch weit gefehlt.
Die rund 50.000 Schweinswale, die hier leben, bestimmen weitgehend, wann und wie Siemens die Konverterplattformen installieren darf. Zur Paarungszeit der zwei Meter langen Meeressäuger geht gar nichts. Und beim Verankern der Plattformen darf ein Geräuschpegel von 165 Dezibel auf 750 Meter Entfernung nicht überschritten werden, um die Schweinswale nicht zu stören. Damit das gewährleistet ist, setzt Siemens um jeden Pfahl am Meeresboden noch ein Stahlrohr und pumpt das Wasser aus dem Zwischenraum, bevor es den Pfahl in den Boden rammt. Jeder dieser „Schalldämpfer aus Luft“ kostet etliche Millionen Euro. „Verwenden können Sie so ein Ding genau einmal“, klagt Dawidowsky. Zumindest solange es noch keine Industriestandards für Konverter gibt. Jede der vier Plattformen, die Siemens baut, ist ein Einzelstück. Keine von ihnen wird Gewinn abwerfen. Ein Drittel des Auftragswerts von 1,4 Milliarden Euro hat das Unternehmen schon in den Wind geschrieben.
Kabel und Arbeiter fehlen. Das ist nicht nur ein Rückschlag für Siemens. Der gesamte Umbau der Energielandschaft wird dadurch gebremst. Es fehlt an Erfahrung, an Tiefseekabeln und nicht zuletzt an Ingenieuren, die richtig ausgebildet sind. Siemens verdoppelte seine Mannschaft für diese Projekte zuletzt zwar auf 300 Mitarbeiter. Wie knapp Fachkräfte in der Branche aber gesät sind, zeigt das Schicksal von Wilfried Breuer. Der Deutsche war bei Siemens bis vor Kurzem verantwortlich für den Stromanschluss der Offshore-Windparks. Nach dem Debakel musste er gehen. Lange war der erfahrene Manager aber nicht auf Jobsuche. Breuer wechselte einfach die Seiten und heuerte beim Netzbetreiber Tennet an, der die Konverter bei Siemens bestellt hat.
Die Energiewende stockt. „Ich freue mich, weiter am Projekt arbeiten zu können“, sagt Breuer bei einem Rundgang auf „seiner“ alten Plattform. „Ich bin Überzeugungstäter geblieben.“ Sorgenlos ist er auch bei Tennet nicht. Das dänische Unternehmen hat sich verpflichtet, alle Windparks ans deutsche Netz anzubinden. 30 Monate gibt die Politik den Unternehmen Zeit, um einen Windpark ans Netz anzuschließen. In der Realität dauert es fast doppelt so lang. Wer für die Verzögerung nun geradestehen muss, ist nicht geklärt.
„Man kann die Grenzen der Physik nicht überschreiten“, sagt Dawidowsky, und auch Breuer bremst die Euphorie der Politiker. Es brauche einen koordinierten Ausbau statt zügellosem „Anschluss auf Zuruf“. Es habe keinen Sinn, die Windenergie am Meer weiter auf Hochdruck auszubauen, solange es keine Leitungen gibt, um den Strom aus dem Norden zu den Verbrauchern im Süden zu bringen. Deutschland fehlen aber nicht nur Leitungen, es fehlen Speicher für Tage mit zu viel Strom und Gaskraftwerke im Süden, die einspringen, wenn Wind und Sonne einmal auslassen. Die Energiewende stockt, und das nicht nur auf hoher See.
Nächsten Sommer soll zumindest ein Teil des Problems gelöst werden. Geht alles gut, wird „Helwin 1“ vor Helgoland verankert. Wenn nicht, können sich die Schweinswale noch einmal über einen ruhigen Sommer freuen.
.. mehr Windräder in Wäldern
Zitat
Diese "Spargel" stehen bereits auf vielen Feldern, auf dem Meer (auch ohne Stromanschluss) und jetzt noch in den Wäldern .. wer stoppt diesen Blödsinn?
Zitat
Holzt die Wälder ab - wir brauchen mehr Windräder - Wälder voller Windräder!
Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger will sich verstärkt für Windkraftanlagen in Wäldern einsetzen. Seiner Meinung nach ist das Ausbauziel der Landesregierung nur auf diese Weise zu erreichen. Bei der Bevölkerung könnte gerade der Bau von Windrädern im Wald zu mehr Akzeptanz führen, weil die Bäume als "Puffer" zu Wohngebieten wirken.
Das Ziel der Landesregierung, bis 2030 rund 10.500 Megawatt aus Windenergie zu gewinnen, sei sehr ambitioniert und könne nur erreicht werden, wenn auch Waldflächen als Standorte in Betracht gezogen würden, sagte der SPD-Politiker am Montag bei der Besichtigung der Windanlage "Altes Lager" nahe Jüterbog (Teltow-Fläming). Während es in anderen Bundesländern noch keine solchen Überlegungen gebe, sei Brandenburg hier schon einen Schritt weiter.
Erforderliche Rodungen seien vertretbar
Pro Anlage müsse durchschnittlich ein halber Hektar Wald gerodet werden, sagte Vogelsänger. Dies halte er für vertretbar. Außerdem würden die Flächen durch Ersatzaufforstungen ausgeglichen. Vogelsänger verwies zudem darauf, dass nur Flächen infrage kämen, die keine besondere Bedeutung als Schutz- und Erholungswald besitzen. Mischwälder, von denen es in Brandenburg ohnehin zu wenige gebe, schließe er beispielsweise aus.
Windkraftbetreiber räumte Konversionsfläche
Auch auf ehemals militärisch genutzten Flächen gibt es in Brandenburg Windkraftanlagen. Dazu zählt der Windpark "Altes Lager". Das Gelände gehört der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG), die als Treuhänder des Landes unter anderem für die Vermarktung von ehemaligen Militärliegenschaften verantwortlich ist. Die Fläche sei an die Firma Enercon verpachtet worden, sagte BBG-Geschäftsführerin Andrea Magdeburg. Da das Unternehmen die Zufahrt und den Bereich rund um das Windrad von Munition befreit habe, sei dies auch für das Land von Vorteil.
Landwirtschaftliche Flächen könnten verloren gehen
Der Landrat von Teltow-Fläming, Peer Giesecke (SPD), äußerte hingegen Bedenken gegenüber Windrädern im Wald. Wenn als Ausgleich für die Abholzungen andernorts aufgeforstet werde, gingen möglicherweise landwirtschaftliche Flächen verloren, warnte er.
Die Energiestrategie 2030 des Landes sieht eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch vor. Dazu soll beispielsweise die Fläche für Windkraft auf zwei Prozent der Landesfläche erhöht werden. Die Zahl der Windkraftanlagen von derzeit rund 3.000 müsste verdoppelt werden.
*strom-magazin.de
Der neue Umweltminister Peter Altmaier hat bisher viel angekündigt, aber wenig geliefert. So sind die Haftungsbedingungen für die Installation von Windanlagen im Meer nach wie vor unklar. Wenn eine Firma - wie unlängst geschehen - ihre Anlagen in der Nordsee aufstellt, aber der Netzbetreiber den Anschluss an das Stromnetz nicht hinbekommt, wer zahlt dann eigentlich? Im besagten Fall versickern derzeit Millionen in der Nordsee. Deshalb hat RWE nun beschlossen, sein 3-Milliarden-Projekt "Innogy Nordsee 1" auf Eis zu legen. Die Stromleistung eines Kernkraftwerks war geplant - und wird jetzt fehlen.
* Titelgeschichte Handelsblatt vom 25 Juli 2012
* Titelgeschichte Handelsblatt vom 25 Juli 2012
Erneuter Rückschlag für die von der Regierung propagierte Energiewende: Nach dem geplanten RWE-Windpark vor Helgoland dürfte jetzt auch das drei Mal so großen Windkraftprojekt vor der Nordseeinsel Juist mit Verspätung an den Start gehen.
Die Windenergie auf hoher See gerät zunehmend in schweres Fahrwasser. Neben technischen Unwägbarkeiten macht der Energiekonzern RWE nun auch unklare Vorschriften des Bundes für weitere Verzögerungen verantwortlich. Das Unternehmen verschiebe deshalb seine endgültige Entscheidung zum Bau des weltgrößten Windparks auf See, sagte der Chef der Windenergiesparte Innogy, Hans Bünting, dem "Handelsblatt". "Unser nächstes Projekt Innogy Nordsee 1 wollten wir eigentlich in der zweiten Jahreshälfte auf den Weg bringen. Die endgültige Entscheidung wird sich aber mindestens bis Anfang 2013 verzögern", erklärte Bünting.
RWE wolle das geplante Bundesgesetz abwarten, das die Haftung etwa bei einem verspäteten Anschluss ans Stromnetz regeln soll. Allerdings habe das Unternehmen die Aufträge für die Hauptkomponenten des Projekts vor der Insel Juist bereits ausgeschrieben. Das sei ein gewisser Vertrauensvorschuss, den RWE dem Bund entgegenbringe, sagte eine RWE-Sprecherin. Bereits im Bau ist vor der Insel Helgoland der RWE Windpark Nordsee Ost mit 48 Windrädern und einer Kapazität von 300 Megawatt (MW). In diesem Jahr sollen die Fundamente dafür gesetzt werden. Aber auch hier ist noch unklar, wann die Räder ans Netz gehen. "Wir haben noch kein definitives Anschlussdatum", sagte die Sprecherin.
RWE hatte im April vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Genehmigung zum Bau des Offshore-Windparks Innogy Nordsee 1 erhalten. Der Windpark umfasst 54 Turbinen und soll rund 40 Kilometer vor Juist auf 34 Quadratkilometern errichtet werden.
Auch für die geplanten Windparks Nordsee 2 und 3 wird bald eine Erlaubnis erwartet. Insgesamt plant RWE, mit Innogy Nordsee 1 bis 3 in den kommenden Jahren auf 100 Quadratkilometern rund 160 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1000 MW zu errichten, was der Leistung eines Atommeilers entspricht. RWE hat für alle drei Phasen ein Investment von über drei Milliarden Euro veranschlagt.
Der Ausbau der Windenergie auf See ist von erheblicher Bedeutung für die von der Bundesregierung eingeleiteten Energiwende. Die Regierung will bis 2020 den Anteil von Ökostrom am Verbrauch auf mindestens 35 von derzeit 20 Prozent erhöhen. Der vom Atomausstieg in Deutschland gebeutelte Energieriese RWE hat sich ebenfalls den Ausbau seines Ökostromgeschäftes mit Milliarden-Investitionen auf die Fahnen geschrieben. Der neue RWE-Chef Peter Terium will den Anteil der Erneuerbaren an der Erzeugungskapazität des bislang schwer atom- und kohlelastigen Konzerns bis 2020 auf mindestens 20 von derzeit 7,5 Prozent steigern.
RWE wie auch Konkurrent Eon hatten indes immer wieder die Bundesregierung vor einem Scheitern ihrer Ausbaupläne für Windkraft gewarnt. Ihr Vorwurf: Die Stromnetzbetreiber kämen mit dem Anschluss der Windparks nicht hinterher. Die Netzbetreiber hätten sich selbst über- und die Probleme unterschätzt. Zudem seien die finanziellen Anreize für die Netzbetreiber unzureichend, da die Regulierungsbehörde ihnen Investitionen nicht besonders hoch vergüte, hatte der Chef der Eon-Sparte Climate & Renewables, Mike Winkel, zuletzt betont. Inzwischen hat die Bundesregierung eine Arbeitsgruppe aus Industrie und Politik auf den Weg gebracht, die die Netzanbindung beschleunigen soll
Die Windenergie auf hoher See gerät zunehmend in schweres Fahrwasser. Neben technischen Unwägbarkeiten macht der Energiekonzern RWE nun auch unklare Vorschriften des Bundes für weitere Verzögerungen verantwortlich. Das Unternehmen verschiebe deshalb seine endgültige Entscheidung zum Bau des weltgrößten Windparks auf See, sagte der Chef der Windenergiesparte Innogy, Hans Bünting, dem "Handelsblatt". "Unser nächstes Projekt Innogy Nordsee 1 wollten wir eigentlich in der zweiten Jahreshälfte auf den Weg bringen. Die endgültige Entscheidung wird sich aber mindestens bis Anfang 2013 verzögern", erklärte Bünting.
RWE wolle das geplante Bundesgesetz abwarten, das die Haftung etwa bei einem verspäteten Anschluss ans Stromnetz regeln soll. Allerdings habe das Unternehmen die Aufträge für die Hauptkomponenten des Projekts vor der Insel Juist bereits ausgeschrieben. Das sei ein gewisser Vertrauensvorschuss, den RWE dem Bund entgegenbringe, sagte eine RWE-Sprecherin. Bereits im Bau ist vor der Insel Helgoland der RWE Windpark Nordsee Ost mit 48 Windrädern und einer Kapazität von 300 Megawatt (MW). In diesem Jahr sollen die Fundamente dafür gesetzt werden. Aber auch hier ist noch unklar, wann die Räder ans Netz gehen. "Wir haben noch kein definitives Anschlussdatum", sagte die Sprecherin.
RWE hatte im April vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Genehmigung zum Bau des Offshore-Windparks Innogy Nordsee 1 erhalten. Der Windpark umfasst 54 Turbinen und soll rund 40 Kilometer vor Juist auf 34 Quadratkilometern errichtet werden.
Auch für die geplanten Windparks Nordsee 2 und 3 wird bald eine Erlaubnis erwartet. Insgesamt plant RWE, mit Innogy Nordsee 1 bis 3 in den kommenden Jahren auf 100 Quadratkilometern rund 160 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1000 MW zu errichten, was der Leistung eines Atommeilers entspricht. RWE hat für alle drei Phasen ein Investment von über drei Milliarden Euro veranschlagt.
Der Ausbau der Windenergie auf See ist von erheblicher Bedeutung für die von der Bundesregierung eingeleiteten Energiwende. Die Regierung will bis 2020 den Anteil von Ökostrom am Verbrauch auf mindestens 35 von derzeit 20 Prozent erhöhen. Der vom Atomausstieg in Deutschland gebeutelte Energieriese RWE hat sich ebenfalls den Ausbau seines Ökostromgeschäftes mit Milliarden-Investitionen auf die Fahnen geschrieben. Der neue RWE-Chef Peter Terium will den Anteil der Erneuerbaren an der Erzeugungskapazität des bislang schwer atom- und kohlelastigen Konzerns bis 2020 auf mindestens 20 von derzeit 7,5 Prozent steigern.
RWE wie auch Konkurrent Eon hatten indes immer wieder die Bundesregierung vor einem Scheitern ihrer Ausbaupläne für Windkraft gewarnt. Ihr Vorwurf: Die Stromnetzbetreiber kämen mit dem Anschluss der Windparks nicht hinterher. Die Netzbetreiber hätten sich selbst über- und die Probleme unterschätzt. Zudem seien die finanziellen Anreize für die Netzbetreiber unzureichend, da die Regulierungsbehörde ihnen Investitionen nicht besonders hoch vergüte, hatte der Chef der Eon-Sparte Climate & Renewables, Mike Winkel, zuletzt betont. Inzwischen hat die Bundesregierung eine Arbeitsgruppe aus Industrie und Politik auf den Weg gebracht, die die Netzanbindung beschleunigen soll
Die Errichtung von Windparks wird auch dort genehmigt - wo es keine Netzanschlüsse oder Kapazitäten gibt, um den Strom zum Verbraucher zu bringen.
Kassieren können die Windparkbetreiber trotzdem - was für ein Irrsinn!
Wer genehmigt solche Windparks in Gebieten wo die Netzkapazitäten es nicht hergeben den Park an Netz zu bringen?
Windparks kassieren für nicht gelieferten Strom!
Betreiber von Windrädern kassieren laut Bundesnetzagentur Millionen für Strom, den sie gar nicht geliefert haben!
Windmüller müsste man sein: Sie verdienen ihr Geld, ohne dass sich auch nur ein Rad dreht, ohne dass auch nur eine Kilowattstunde Strom geliefert wurde!
In einem Schreiben an den CDU-Haushaltsexperten Norbert Brackmann aus Schleswig-Holstein hat die Bundesnetzagentur eingeräumt, dass an die Betreiber von Windrädern Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe fällig werden. Grund: Sie können wegen fehlender Netzkapazitäten keinen Strom einspeisen, haben aber Anspruch auf Schadensersatz.
In dem Schreiben der Bundesnetzagentur (liegt BILD.de vor) heißt es: "Die betroffenen Anlagen werden weitgehend entschädigt."
Allein 2010, also noch am Beginn der Wind-Euphorie, waren bereits Ausfallzahlungen in Höhe von 10,2 Millionen Euro fällig – 70 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mit weiterhin stark steigender Tendenz! Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor.
Die Bundesnetzagentur warnt: "Hier ergeben sich für einen mittelgroßen Windpark relativ schnell Beträge im dreistelligen Millionenbereich."
Der Dumme ist am Ende mal wieder der Stromverbraucher – er zahlt sogar für Strom, den er gar nicht verbraucht hat!
Kassieren können die Windparkbetreiber trotzdem - was für ein Irrsinn!
Wer genehmigt solche Windparks in Gebieten wo die Netzkapazitäten es nicht hergeben den Park an Netz zu bringen?
Windparks kassieren für nicht gelieferten Strom!
Betreiber von Windrädern kassieren laut Bundesnetzagentur Millionen für Strom, den sie gar nicht geliefert haben!
Windmüller müsste man sein: Sie verdienen ihr Geld, ohne dass sich auch nur ein Rad dreht, ohne dass auch nur eine Kilowattstunde Strom geliefert wurde!
In einem Schreiben an den CDU-Haushaltsexperten Norbert Brackmann aus Schleswig-Holstein hat die Bundesnetzagentur eingeräumt, dass an die Betreiber von Windrädern Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe fällig werden. Grund: Sie können wegen fehlender Netzkapazitäten keinen Strom einspeisen, haben aber Anspruch auf Schadensersatz.
In dem Schreiben der Bundesnetzagentur (liegt BILD.de vor) heißt es: "Die betroffenen Anlagen werden weitgehend entschädigt."
Allein 2010, also noch am Beginn der Wind-Euphorie, waren bereits Ausfallzahlungen in Höhe von 10,2 Millionen Euro fällig – 70 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mit weiterhin stark steigender Tendenz! Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor.
Die Bundesnetzagentur warnt: "Hier ergeben sich für einen mittelgroßen Windpark relativ schnell Beträge im dreistelligen Millionenbereich."
Der Dumme ist am Ende mal wieder der Stromverbraucher – er zahlt sogar für Strom, den er gar nicht verbraucht hat!
Südweststrom steigt aus Nordsee-Windprojekt aus
Eine wachsende Zahl von Investoren sucht bei Offshore-Windprojekten das Weite. So will der Stadtwerkeverbund Südweststrom wegen immer neuer Verzögerungen nichts mehr vom Park "Bard 1" in der Nordsee wissen. Das Geld soll nun in dezentrale Anlagen fließen.
Der Stadtwerkeverbund Südweststrom steigt aus einem milliardenschweren Windkraftprojekt in der Nordsee aus. Die Gesellschafterversammlung habe am Dienstag entschieden, den Kauf des von Pannen begleiteten Windparks "Bard Offshore 1" vorerst nicht weiterzuverfolgen, teilte die Gesellschaft in Tübingen mit.
"Die Verzögerungen beim Bau und die nicht absehbaren Risiken bis zur Fertigstellung waren ausschlaggebend", sagt Geschäftsführerin Bettina Morlok. Der Windpark, der rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum errichtet wird, soll Strom für 400.000 Haushalte liefern. Es galt jahrelang als so gut wie sicher, dass Südweststrom 70 Prozent der fertigen Anlagen kauft und dann betreibt.
Gebaut wird der erste kommerzielle Nordsee-Windpark vom Projektbetreiber Bard aus dem ostfriesischen Emden. Schon 2010 hatte der Stadtwerkeverbund mit Sitz in Tübingen einen Vertrag über den Kauf ausgehandelt - um eine Investition von 1,5 Milliarden Euro ging es damals.
Von da an waren Südweststrom-Vertreter bei allen wichtigen Meilensteinen als Projektpartner vor Ort. Doch die Unterzeichnung des Vertrags zögerte sich immer weiter hinaus, und auch bei den Bauarbeiten gab es immer neue Verzögerungen.
Große Probleme für Unicredit
Zuletzt habe sich nun abgezeichnet, dass die italienische Unicredit-Gruppe , die das Projekt vorfinanziert, den Windpark erst verkaufen wolle, wenn er fertig gebaut sei, sagte Morlok. Doch das werde wohl frühestens Ende 2013 sein.
So lange wollen die Stadtwerke nicht mehr warten. Viele hätten das Geld für die Windpark-Investition seit Jahren beiseitegelegt und wollten es nun anderweitig investieren, argumentierte die Geschäftsführerin. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon 2011 abgeschlossen sein.
Auch die Kosten seien zum Problem geworden. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" kalkulierte die UniCredit-Gruppe schon Anfang 2012 intern mit 2,9 Milliarden Euro Baukosten für den Windpark. Morlok bezeichnete für Südweststrom allerdings schon einen Kaufpreis von zwei Milliarden Euro als unrealistisch. "Das wäre indiskutabel. Da würde man keine vernünftige Eigenkapitalrendite mehr erzielen", betonte sie kürzlich.
Erst vor einer Woche hatte auch der Karlsruher Energiekonzern EnBW angekündigt, seine Pläne für den Nordsee-Windpark "Hohe See" vorerst ruhen zu lassen. Derzeit fehlten verlässliche Rahmenbedingungen für die milliardenschwere Investition, begründete der bundesweit drittgrößte Versorger den Schritt.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) drang deshalb zur Eile bei der Klärung von elementaren Fragen rund um die Offshore-Windkraft. "Da besteht höchste Eisenbahn", sagte er am Dienstag. So seien wichtige Haftungsfragen noch nicht abschließend geklärt, was Betreiber verunsichere.
Für Südweststrom ist es bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass ein milliardenschweres Kraftwerksprojekt in Norddeutschland scheitert. Vor drei Monaten hatte der Stadtwerkeverbund seine Pläne für ein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel an der Elbe aufgegeben.
Dort wollte Südweststrom für 3,2 Milliarden Euro das größte Steinkohlekraftwerk Deutschlands bauen. Doch durch die Energiewende gelten neue Kohlekraftwerke inzwischen als nicht mehr wirtschaftlich, und auch die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein lehnte das Projekt ab.
Südweststrom hatte die beiden großen Projekte in Norddeutschland damit begründet, dass die kleinen Stadtwerke unabhängiger von den Stromlieferungen der Atomkonzerne werden wollten. Jetzt will die Gesellschaft wieder stärker in kleinere Projekte investieren.
Der Stadtwerkeverbund beliefert als Einkaufsgemeinschaft kleinerer Stadtwerke im Moment rund 4,5 Millionen Haushalte mit Strom und 1,1 Million Haushalte mit Gas - vor allem in Baden-Württemberg
Der Stadtwerkeverbund Südweststrom steigt aus einem milliardenschweren Windkraftprojekt in der Nordsee aus. Die Gesellschafterversammlung habe am Dienstag entschieden, den Kauf des von Pannen begleiteten Windparks "Bard Offshore 1" vorerst nicht weiterzuverfolgen, teilte die Gesellschaft in Tübingen mit.
"Die Verzögerungen beim Bau und die nicht absehbaren Risiken bis zur Fertigstellung waren ausschlaggebend", sagt Geschäftsführerin Bettina Morlok. Der Windpark, der rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum errichtet wird, soll Strom für 400.000 Haushalte liefern. Es galt jahrelang als so gut wie sicher, dass Südweststrom 70 Prozent der fertigen Anlagen kauft und dann betreibt.
Gebaut wird der erste kommerzielle Nordsee-Windpark vom Projektbetreiber Bard aus dem ostfriesischen Emden. Schon 2010 hatte der Stadtwerkeverbund mit Sitz in Tübingen einen Vertrag über den Kauf ausgehandelt - um eine Investition von 1,5 Milliarden Euro ging es damals.
Von da an waren Südweststrom-Vertreter bei allen wichtigen Meilensteinen als Projektpartner vor Ort. Doch die Unterzeichnung des Vertrags zögerte sich immer weiter hinaus, und auch bei den Bauarbeiten gab es immer neue Verzögerungen.
Große Probleme für Unicredit
Zuletzt habe sich nun abgezeichnet, dass die italienische Unicredit-Gruppe , die das Projekt vorfinanziert, den Windpark erst verkaufen wolle, wenn er fertig gebaut sei, sagte Morlok. Doch das werde wohl frühestens Ende 2013 sein.
So lange wollen die Stadtwerke nicht mehr warten. Viele hätten das Geld für die Windpark-Investition seit Jahren beiseitegelegt und wollten es nun anderweitig investieren, argumentierte die Geschäftsführerin. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon 2011 abgeschlossen sein.
Auch die Kosten seien zum Problem geworden. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" kalkulierte die UniCredit-Gruppe schon Anfang 2012 intern mit 2,9 Milliarden Euro Baukosten für den Windpark. Morlok bezeichnete für Südweststrom allerdings schon einen Kaufpreis von zwei Milliarden Euro als unrealistisch. "Das wäre indiskutabel. Da würde man keine vernünftige Eigenkapitalrendite mehr erzielen", betonte sie kürzlich.
Erst vor einer Woche hatte auch der Karlsruher Energiekonzern EnBW angekündigt, seine Pläne für den Nordsee-Windpark "Hohe See" vorerst ruhen zu lassen. Derzeit fehlten verlässliche Rahmenbedingungen für die milliardenschwere Investition, begründete der bundesweit drittgrößte Versorger den Schritt.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) drang deshalb zur Eile bei der Klärung von elementaren Fragen rund um die Offshore-Windkraft. "Da besteht höchste Eisenbahn", sagte er am Dienstag. So seien wichtige Haftungsfragen noch nicht abschließend geklärt, was Betreiber verunsichere.
Für Südweststrom ist es bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass ein milliardenschweres Kraftwerksprojekt in Norddeutschland scheitert. Vor drei Monaten hatte der Stadtwerkeverbund seine Pläne für ein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel an der Elbe aufgegeben.
Dort wollte Südweststrom für 3,2 Milliarden Euro das größte Steinkohlekraftwerk Deutschlands bauen. Doch durch die Energiewende gelten neue Kohlekraftwerke inzwischen als nicht mehr wirtschaftlich, und auch die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein lehnte das Projekt ab.
Südweststrom hatte die beiden großen Projekte in Norddeutschland damit begründet, dass die kleinen Stadtwerke unabhängiger von den Stromlieferungen der Atomkonzerne werden wollten. Jetzt will die Gesellschaft wieder stärker in kleinere Projekte investieren.
Der Stadtwerkeverbund beliefert als Einkaufsgemeinschaft kleinerer Stadtwerke im Moment rund 4,5 Millionen Haushalte mit Strom und 1,1 Million Haushalte mit Gas - vor allem in Baden-Württemberg
Bürger sollen noch mehr für Windpark-Probleme zahlen
Union und FDP wollen die Verbraucher bei Zusatzkosten durch Netzprobleme bei See-Windparks stärker zur Kasse bitten als zunächst geplant.
Demnach soll der Netzbetreiber Tennet bei Fahrlässigkeit nur noch mit maximal 17,5 Millionen Euro pro Schaden haften - pro Jahr sollen es insgesamt nicht mehr als 110 Millionen Euro Selbstbeteiligung an Entschädigungen sein. Das geht aus dem überarbeiteten Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den zunächst «Spiegel online» berichtet hatte.
Der Großteil der Entschädigungszahlungen kann auf die Strompreise abgewälzt werden, sofern kein Vorsatz für das Netzproblem vorliegt. Allein für 2013 sind Kosten von einer Milliarde Euro zu erwarten. Experten zweifeln, ob die Obergrenze der Bürger-Umlage von 0,25 Cent je Kilowattstunde und damit pro Durchschnittshaushalt von neun Euro pro Jahr noch einzuhalten ist. Bisher war nach einer Intervention von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) eine Obergrenze von 100 Millionen Euro für Tennet pro Projekt geplant - aber keine jährliche Deckelung der selbst zu tragenden Kosten bei Netzproblemen.
Union und FDP wollen mit der Abwälzung Planungssicherheit im Offshore-Bereich schaffen. Nachdem es zunächst hieß, der Beschluss verschiebe sich auf Mitte Dezember, soll er nun schon in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden. Der Wirtschaftsausschuss gab am Mittwoch grünes Licht. SPD und Grünen kritisierten die Pläne scharf.
Aufgrund fehlender Stromleitungen müssen Windparks notgedrungen abgeschaltet werden. Im vergangenen Jahr blieben deshalb 407 Gigawattstunden Strom ungenutzt. Die Entschädigung für die Betreiber müssen die Stromendkunden schultern - in Millionenhöhe
Im Auftrag des Bundesverbands Windenergie gelangte das Beratungsunternehmen Ecofys zu dem Ergebnis, dass die Zwangsabschaltung von Windparks um 300 Prozent stieg. Aufgrund fehlender Stromleitungen müssen Windparks notgedrungen abgeschaltet werden. Im vergangenen Jahr blieben deshalb 407 Gigawattstunden Strom ungenutzt, im Jahr 2010 gingen „nur“ 150 Gigawattstunden verloren. Die Entschädigung für die Betreiber müssen die Stromendkunden schultern - in Millionenhöhe.
Die Kosten könnten sich zwischen 18 bis 35 Millionen Euro bewegen. Besonders im Norden und Osten der Republik mussten viele Windparks abgeschaltet werden. Hätte man den Strom nutzen können, hätten 116.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. An diesen Zahlen wird deutlich, wie dringend der Netzausbau vorangetrieben werden muss.
Den größten Ausfall musste Eon Edis (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) mit 32 bis 38 Prozent hinnehmen. Eon Netz beklagt 23 bis 27 Prozent (Bayern, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Hessen) der Abschaltungen. Eon Westfalen Wesen (Ostwestfalen-Lippe und Südniedersachsen) musste 9 bis 12 Prozent verkraften und Schleswig-Holstein Netz 8 bis 10 Prozent. In den meisten Fällen reichte das regionale Verteilungsnetz nicht aus.
Plänen zur Folge sollen in der Bundesrepublik 2.800 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen errichtet werden, wovon der überwiegende Teil auf drei neue Stromtrassen vom Norden in den Süden entfällt. Darüber hinaus sollen 2.900 Kilometer im Höchstspannungsnetz eine Optimierung erfahren. Für diese Vorhaben wurden 27,5 bis 42,5 Milliarden Euro einkalkuliert.
Demnach soll der Netzbetreiber Tennet bei Fahrlässigkeit nur noch mit maximal 17,5 Millionen Euro pro Schaden haften - pro Jahr sollen es insgesamt nicht mehr als 110 Millionen Euro Selbstbeteiligung an Entschädigungen sein. Das geht aus dem überarbeiteten Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den zunächst «Spiegel online» berichtet hatte.
Der Großteil der Entschädigungszahlungen kann auf die Strompreise abgewälzt werden, sofern kein Vorsatz für das Netzproblem vorliegt. Allein für 2013 sind Kosten von einer Milliarde Euro zu erwarten. Experten zweifeln, ob die Obergrenze der Bürger-Umlage von 0,25 Cent je Kilowattstunde und damit pro Durchschnittshaushalt von neun Euro pro Jahr noch einzuhalten ist. Bisher war nach einer Intervention von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) eine Obergrenze von 100 Millionen Euro für Tennet pro Projekt geplant - aber keine jährliche Deckelung der selbst zu tragenden Kosten bei Netzproblemen.
Union und FDP wollen mit der Abwälzung Planungssicherheit im Offshore-Bereich schaffen. Nachdem es zunächst hieß, der Beschluss verschiebe sich auf Mitte Dezember, soll er nun schon in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden. Der Wirtschaftsausschuss gab am Mittwoch grünes Licht. SPD und Grünen kritisierten die Pläne scharf.
Aufgrund fehlender Stromleitungen müssen Windparks notgedrungen abgeschaltet werden. Im vergangenen Jahr blieben deshalb 407 Gigawattstunden Strom ungenutzt. Die Entschädigung für die Betreiber müssen die Stromendkunden schultern - in Millionenhöhe
Zitat
Hier sollte man die Politiker und Beamten zur Kasse bitte, die Genehmigungen für Windparks ausstellen, obwohl sie wissen, dass diese Windparks nicht ans Netz angeschlossen werden können, weil die Kapazitäten dafür fehlen. Kassiert wird trotzdem.
Im Auftrag des Bundesverbands Windenergie gelangte das Beratungsunternehmen Ecofys zu dem Ergebnis, dass die Zwangsabschaltung von Windparks um 300 Prozent stieg. Aufgrund fehlender Stromleitungen müssen Windparks notgedrungen abgeschaltet werden. Im vergangenen Jahr blieben deshalb 407 Gigawattstunden Strom ungenutzt, im Jahr 2010 gingen „nur“ 150 Gigawattstunden verloren. Die Entschädigung für die Betreiber müssen die Stromendkunden schultern - in Millionenhöhe.
Die Kosten könnten sich zwischen 18 bis 35 Millionen Euro bewegen. Besonders im Norden und Osten der Republik mussten viele Windparks abgeschaltet werden. Hätte man den Strom nutzen können, hätten 116.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. An diesen Zahlen wird deutlich, wie dringend der Netzausbau vorangetrieben werden muss.
Den größten Ausfall musste Eon Edis (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) mit 32 bis 38 Prozent hinnehmen. Eon Netz beklagt 23 bis 27 Prozent (Bayern, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Hessen) der Abschaltungen. Eon Westfalen Wesen (Ostwestfalen-Lippe und Südniedersachsen) musste 9 bis 12 Prozent verkraften und Schleswig-Holstein Netz 8 bis 10 Prozent. In den meisten Fällen reichte das regionale Verteilungsnetz nicht aus.
Plänen zur Folge sollen in der Bundesrepublik 2.800 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen errichtet werden, wovon der überwiegende Teil auf drei neue Stromtrassen vom Norden in den Süden entfällt. Darüber hinaus sollen 2.900 Kilometer im Höchstspannungsnetz eine Optimierung erfahren. Für diese Vorhaben wurden 27,5 bis 42,5 Milliarden Euro einkalkuliert.
Subventionsirrsinn EEG
aus "DIE WELT":
407 Gigawattstunden Strom lösen sich in Luft auf
Die deutschen Windparkbetreiber konnten vergangenes Jahr einen Rekordwert an Strom nicht einspeisen – wegen fehlender Netze. Die Kosten dafür muss erneut der Verbraucher tragen.
Wegen fehlender Netze ist die Zwangsabschaltung von Windparks in Deutschland um fast 300 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmen Ecofys (Link: http://www.wind-energie.de/sites/default…fys_einsman.pdf) im Auftrag des Bundesverbands Windenergie.
Demnach ging vergangenes Jahr der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh. Da die Betreiber für solche Produktionsdrosselungen entschädigt werden müssen und dies auf die Stromverbraucher abgewälzt wird, entstehen den Bürgern Millionenbelastungen für nicht eingespeisten Strom.
Die Kosten können nach Schätzungen aus der Windbranche 18 bis 35 Millionen Euro für 2011 betragen, genau ist das aber schwer zu ermitteln, das hängt auch von den Begründungen für die Abschaltung ab. Am Dienstag hatte die Bundesnetzagentur bereits mitgeteilt, dass sich 2011 mangels Netzen die Zahl der Eingriffe in das deutsche Netz etwa verdreifacht habe.
Die starke Belastung im Zuge des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien wird durch die ecofys-Zahlen nun noch einmal unterstrichen. Allerdings war der Windertrag auch 2011 wesentlich höher als 2010. Schwerpunkte der sogenannten Abregelungen waren der Norden und der Osten.
Strom hätte für Tausende Haushalte gereicht
Mit dem nicht eingespeisten Strom hätten etwa 116.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. Ein Sprecher des Windenergieverbands betonte: "Das zeigt, wie dringend ein zügiger Netzausbau ist."
Mit 32 bis 38 Prozent der Ausfälle entfiel der größte Teil auf das Gebiet des Verteilnetzbetreibers Eon Edis (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern). 23 bis 27 Prozent betrafen Eon Netz (Bayern, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Hessen), 9 bis 12 Prozent Eon Westfalen Weser (Ostwestfalen-Lippe und Südniedersachsen) und 8 bis 10 Prozent Schleswig-Holstein Netz.
Es handele sich "weiterhin in den meisten Fällen um ein regionales Problem des Verteilungsnetzes", wird in der Studie betont. Dies sind die unteren Netzebenen, quasi die Land- und Gemeindestraßen im Stromnetz. Mit 26 GWh bis 48 GWh an abgeregelter Leistung war erstmals aber auch das Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers Tennet in größerem Maße betroffen.
Nach dem Entwurf des am Montag vorgestellten Netzentwicklungsplan sollen in Deutschland 2800 Kilometer an neuen Höchstspannungsleitungen gebaut werden, der Großteil entfällt auf drei neue Stromautobahnen von Nord nach Süd.
Zudem sollen 2900 Kilometer im Höchstspannungsnetz optimiert werden. Aber das immer öfter vorkommende Abschalten der Windparks zeigt, dass zunehmend auch untere Netzebenen ein Schwachpunkt bei der Energiewende sind.
Hohe Investitionen notwendig
Neben den Investitionen in neue Stromautobahnen sind hier laut eines noch unveröffentlichten Studienentwurfs der Deutschen Energie-Agentur Ausgaben von 27,5 bis 42,5 Milliarden Euro für den Ausbau in Deutschland notwendig. Demnach könnten bis 2030 zwischen 159.200 und 214.000 Kilometer an neuen Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen nötig sein, um den gerade in ländlichen Gebieten dezentral produzierten Wind- oder Solarstrom verteilen zu können.
Zudem will die Bundesregierung auch den Stromverbrauch reglementieren. (Link: http://www.welt.de/111577476) So sollen energieintensiven Betrieben Prämien gezahlt werden, wenn sie ihre Produktion zu Spitzenzeiten drosseln."
Fehlende Stromleitungen sind nur eins der Probleme im planwirtschaftlichen Regulierungschaos mit möglicherweise katastrophalen Folgen für Wirtschaft und Privathaushalte. Je größer die Abhängigkeit vom zwangssubventionierten Zufallsstrom um so größer die Probleme bei dessen Ausbleiben wie bei dessen Überangebot.
Aber wir retten ja die Welt und sind Vorreiter dabei. Nur seltsam, dass uns niemand folgt. Das Ausland schaut interessiert zu, um zu lernen, wie man es nicht machen darf. Nebenbei verkauft man uns gern Atomstrom, wenn's bei uns klemmt.
Irrsinn!
407 Gigawattstunden Strom lösen sich in Luft auf
Die deutschen Windparkbetreiber konnten vergangenes Jahr einen Rekordwert an Strom nicht einspeisen – wegen fehlender Netze. Die Kosten dafür muss erneut der Verbraucher tragen.
Wegen fehlender Netze ist die Zwangsabschaltung von Windparks in Deutschland um fast 300 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmen Ecofys (Link: http://www.wind-energie.de/sites/default…fys_einsman.pdf) im Auftrag des Bundesverbands Windenergie.
Demnach ging vergangenes Jahr der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh. Da die Betreiber für solche Produktionsdrosselungen entschädigt werden müssen und dies auf die Stromverbraucher abgewälzt wird, entstehen den Bürgern Millionenbelastungen für nicht eingespeisten Strom.
Die Kosten können nach Schätzungen aus der Windbranche 18 bis 35 Millionen Euro für 2011 betragen, genau ist das aber schwer zu ermitteln, das hängt auch von den Begründungen für die Abschaltung ab. Am Dienstag hatte die Bundesnetzagentur bereits mitgeteilt, dass sich 2011 mangels Netzen die Zahl der Eingriffe in das deutsche Netz etwa verdreifacht habe.
Die starke Belastung im Zuge des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien wird durch die ecofys-Zahlen nun noch einmal unterstrichen. Allerdings war der Windertrag auch 2011 wesentlich höher als 2010. Schwerpunkte der sogenannten Abregelungen waren der Norden und der Osten.
Strom hätte für Tausende Haushalte gereicht
Mit dem nicht eingespeisten Strom hätten etwa 116.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. Ein Sprecher des Windenergieverbands betonte: "Das zeigt, wie dringend ein zügiger Netzausbau ist."
Mit 32 bis 38 Prozent der Ausfälle entfiel der größte Teil auf das Gebiet des Verteilnetzbetreibers Eon Edis (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern). 23 bis 27 Prozent betrafen Eon Netz (Bayern, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Hessen), 9 bis 12 Prozent Eon Westfalen Weser (Ostwestfalen-Lippe und Südniedersachsen) und 8 bis 10 Prozent Schleswig-Holstein Netz.
Es handele sich "weiterhin in den meisten Fällen um ein regionales Problem des Verteilungsnetzes", wird in der Studie betont. Dies sind die unteren Netzebenen, quasi die Land- und Gemeindestraßen im Stromnetz. Mit 26 GWh bis 48 GWh an abgeregelter Leistung war erstmals aber auch das Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers Tennet in größerem Maße betroffen.
Nach dem Entwurf des am Montag vorgestellten Netzentwicklungsplan sollen in Deutschland 2800 Kilometer an neuen Höchstspannungsleitungen gebaut werden, der Großteil entfällt auf drei neue Stromautobahnen von Nord nach Süd.
Zudem sollen 2900 Kilometer im Höchstspannungsnetz optimiert werden. Aber das immer öfter vorkommende Abschalten der Windparks zeigt, dass zunehmend auch untere Netzebenen ein Schwachpunkt bei der Energiewende sind.
Hohe Investitionen notwendig
Neben den Investitionen in neue Stromautobahnen sind hier laut eines noch unveröffentlichten Studienentwurfs der Deutschen Energie-Agentur Ausgaben von 27,5 bis 42,5 Milliarden Euro für den Ausbau in Deutschland notwendig. Demnach könnten bis 2030 zwischen 159.200 und 214.000 Kilometer an neuen Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen nötig sein, um den gerade in ländlichen Gebieten dezentral produzierten Wind- oder Solarstrom verteilen zu können.
Zudem will die Bundesregierung auch den Stromverbrauch reglementieren. (Link: http://www.welt.de/111577476) So sollen energieintensiven Betrieben Prämien gezahlt werden, wenn sie ihre Produktion zu Spitzenzeiten drosseln."
Fehlende Stromleitungen sind nur eins der Probleme im planwirtschaftlichen Regulierungschaos mit möglicherweise katastrophalen Folgen für Wirtschaft und Privathaushalte. Je größer die Abhängigkeit vom zwangssubventionierten Zufallsstrom um so größer die Probleme bei dessen Ausbleiben wie bei dessen Überangebot.
Aber wir retten ja die Welt und sind Vorreiter dabei. Nur seltsam, dass uns niemand folgt. Das Ausland schaut interessiert zu, um zu lernen, wie man es nicht machen darf. Nebenbei verkauft man uns gern Atomstrom, wenn's bei uns klemmt.
Irrsinn!
Zitat
Mann könnte ebendso beschliessen, einen Einkaufsmarkt im Wald zu bauen. Es führen in den nächsten 10 Jahren keine Zuwege dorthin. Der Betreiber bekommt aber eine Erstattung für verlorenen Umsatz. Bezahlen müssen das die Bürger, durch ein Eintrittsgeld an den Einkaufsmärkten, die über normal Wege zu erreichen sind. Wer hält den Irrsinn auf, wer stoppt die bezahlten LobbyPolitiker?
Bundestag beschließt: Bürger müssen für Windpark-Pannen mithaften
Der Bau von Windparks in der Nord- und Ostsee soll durch eine Kostenabwälzung auf die Stromverbraucher beschleunigt werden. Gegen die Stimmen von SPD, Grünen und Linken setzte die schwarz-gelbe Koalition am 29.11.2012 im Bundestag mehrere Neuerungen im Energiewirtschaftsgesetz durch. Ab 2013 soll ein Großteil der milliardenschweren Entschädigungen für Anschlussprobleme bei Meer-Windparks umgelegt werden. Zusammen mit weiteren Belastungen durch Maßnahmen gegen Blackouts muss ein durchschnittlicher Haushalt damit etwa 13 Euro zusätzlich pro Jahr über den Strompreis zahlen.
Opposition: Bundesregierung hat Herausforderungen unterschätzt
Die Opposition kritisierte, die Stromverbraucher müssten nun ausbaden, dass die Bundesregierung die Herausforderungen bei der Installation von Windparks in Nord- und Ostsee völlig unterschätzt habe. Schon ohne die neuen Umlagen steigen die Strompreise Anfang 2013 mit durchschnittlich 12 Prozent so stark wie selten zuvor. Gründe sind höhere Ausgaben für die Förderung erneuerbarer Energien, Rabatte für die Industrie und die Kosten des Netzausbaus. Durch die nun beschlossene Minderung der finanziellen Risiken für die Netzbetreiber sollen Investoren angelockt werden, die fehlendes Kapital für den Anschluss der Meer-Windparks beisteuern könnten.
«Winterreserve» bei Kraftwerken beschlossen
Zudem beschloss das Parlament eine «Winterreserve» bei Kraftwerken. Um Blackouts zu verhindern, sollen unrentabel gewordene Gaskraftwerke notfalls zum Weiterbetrieb gezwungen werden. Ferner erhalten energieintensive Unternehmen – zum Beispiel Aluhütten oder Stahlwerke – Geld, wenn sie bei Engpässen auf eine bestimmte Menge Strom verzichten. Quasi auf Zuruf kann ihnen dann innerhalb von maximal 15 Minuten eine bestimmte Strommenge gekappt werden. Pro Megawatt «Abschaltleistung» sollen sie 20.000 Euro pro Jahr bekommen.
Neuregelung möglicherweise schon ab Januar 2013
Auch diese Kosten werden, ebenso wie Entschädigungen für das Abschaltverbot, auf die Strompreise umgelegt. Stimmt der Bundesrat in seiner Sitzung am 14.12 zu, können die Regelungen von Januar an in Kraft treten. Bisher zeichnet sich keine Blockade ab - gerade die norddeutschen Länder hoffen, dass es nun rascher vorangeht bei der Offshore-Windkraft, viele Firmen leiden unter den Verzögerungen.
Heil: Strompreise werden angeheizt
SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil warf dem federführend für die Reformen zuständigen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Bundestag vor, die Strompreise anzuheizen. «Sie sollten keine Krokodilstränen über höhere Strompreise vergießen.» Indem Zusatzkosten für Windparks abgewälzt würden, treibe Rösler selbst die Energiekosten in die Höhe. Rösler verteidigte die Belastungen durch die Haftungsumlage. Die Kosten für die Verbraucher würden gedeckelt auf ein Prozent des Strompreises, die Ausgaben dienten der Versorgungssicherheit. Ein Netzbetreiber soll pro Jahr bei verspäteten Anschlüssen oder Störungen maximal 110 Millionen Euro selbst bezahlen. Der Rest kann über die Netzentgelte auf die Verbraucher abgewälzt werden. Schon jetzt ist mit Entschädigungen von einer Milliarde Euro zu rechnen.
Probleme bei Anschlüssen der Windparks in Nordsee
Der Netzbetreiber Tennet hat bisher erhebliche Probleme bei den Anschlüssen der Windparks in der Nordsee. Tennet ist nach eigenen Angaben für den Anschluss von zehn Offshore-Projekten mit einer Kapazität von 5.500 Megawatt und Kosten von rund sechs Milliarden Euro zuständig. Geschäftsführer Lex Hartmann begrüßte den Beschluss: Das Gesetz bringe mehr Rechtssicherheit für Windenergie auf See.
Weltrettungsphantasten
Zitat
Zitat
Mann könnte ebendso beschliessen, einen Einkaufsmarkt im Wald zu bauen. Es führen in den nächsten 10 Jahren keine Zuwege dorthin. Der Betreiber bekommt aber eine Erstattung für verlorenen Umsatz. Bezahlen müssen das die Bürger, durch ein Eintrittsgeld an den Einkaufsmärkten, die über normal Wege zu erreichen sind. Wer hält den Irrsinn auf, wer stoppt die bezahlten LobbyPolitiker?
Schönes Beispiel - aber wenn Prallelen gezogen werden sollen, dann bitteschön komplett und nicht Ursache und Wirkung verwechseln:
Wer käme denn als Betreiber auf die bescheuerte Idee, einen Einkaufsmarkt im Wald zu bauen? Niemand - es sei denn, Irgendjemand bietet dafür mehr Geld als die Chose kostet.
Ja - und dieser Irgendjemand sind unsere Politiker, denen grün-ökologistische Weltrettungsphantasten das Hirn vernebelt haben. Lobbyarbeit und Schmiergeld ist dann nicht mehr nötig.
Die dreckigen Tricks der Windkraftbetreiber
Windkraftbetreiber bekämpfen Widerstand der Bürger offenbar mit unlauteren Methoden. Ein Referent hat in einem Seminar des Bundesverbands Windenergie (BWE) „Dirty Tricks" empfohlen. Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.
Windkraftbetreiber diskutieren offenbar, den Widerstand von Bürgerinitiativen gegen Windräder mit zweifelhaften Methoden zu überwinden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins FOCUS soll ein Referent in einem Seminar des Bundesverbands Windenergie (BWE) „Dirty Tricks" empfohlen haben.
Die BWE-Veranstaltung mit dem Titel „Wen muss ich mir zum Freund machen?“ schulte Unternehmen im Umgang mit Gegnern. Im Krieg und in der Liebe sei „alles erlaubt“, so der PR-Mann aus der Branche. „Wenn Sie einen Wahlkampf führen, wenn Sie um Akzeptanz kämpfen gegen eine Bürgerinitiative, dann ist das ein Krieg, und da müssen Sie auch keine Scheu davor haben, dass Sie zu unlauteren Mitteln greifen“, sagte der Referent angeblich den 20 Zuhörern. Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.
FOCUS hatte bereits über ein anderes BWE-Seminar berichtet, das darüber aufklärte, wie Naturschutz ausgetrickst werden könne und Kommunen in Schach gehalten werden sollten.
Dass unter dem Dach des BWE offenbar zu schmutzigen Tricks aufgerufen wird, kommentierte der Verband auf FOCUS-Nachfrage nicht. Stattdessen beteuerte ein Sprecher auf FOCUS-Nachfrage, der BWE stehe für einen offenen, konstruktiven und transparenten Dialog mit Bürgern und auch Bürgerinitiativen. Akzeptanz sei ein zentrales Thema, „da die Energiewende nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort machbar ist“. Der Vortrag habe sich genau in diesem Rahmen bewegt. Der Referent stritt die Zitate ab.
Windkraftbetreiber diskutieren offenbar, den Widerstand von Bürgerinitiativen gegen Windräder mit zweifelhaften Methoden zu überwinden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins FOCUS soll ein Referent in einem Seminar des Bundesverbands Windenergie (BWE) „Dirty Tricks" empfohlen haben.
Die BWE-Veranstaltung mit dem Titel „Wen muss ich mir zum Freund machen?“ schulte Unternehmen im Umgang mit Gegnern. Im Krieg und in der Liebe sei „alles erlaubt“, so der PR-Mann aus der Branche. „Wenn Sie einen Wahlkampf führen, wenn Sie um Akzeptanz kämpfen gegen eine Bürgerinitiative, dann ist das ein Krieg, und da müssen Sie auch keine Scheu davor haben, dass Sie zu unlauteren Mitteln greifen“, sagte der Referent angeblich den 20 Zuhörern. Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.
FOCUS hatte bereits über ein anderes BWE-Seminar berichtet, das darüber aufklärte, wie Naturschutz ausgetrickst werden könne und Kommunen in Schach gehalten werden sollten.
Dass unter dem Dach des BWE offenbar zu schmutzigen Tricks aufgerufen wird, kommentierte der Verband auf FOCUS-Nachfrage nicht. Stattdessen beteuerte ein Sprecher auf FOCUS-Nachfrage, der BWE stehe für einen offenen, konstruktiven und transparenten Dialog mit Bürgern und auch Bürgerinitiativen. Akzeptanz sei ein zentrales Thema, „da die Energiewende nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort machbar ist“. Der Vortrag habe sich genau in diesem Rahmen bewegt. Der Referent stritt die Zitate ab.
Europas Zukunft in Sachen Windenergie
Geschäftsführer, Energieminister, internationale Journalisten und Energiefachleute aus aller Welt kommen vom 4. bis zum 7. Februar 2013 auf die EWEA 2013 nach Wien, um sich über die europäische Energiepolitik und die Zukunft der Windenergie auszutauschen. Letztes Jahr nahmen 150 Journalisten, 10.600 Besucher und 523 Aussteller aus 83 Ländern an der EWEA 2012 teil.
Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung, die vom Europäischen Verband für Windenergie (European Wind Energy Association, EWEA) organisiert wird, werden folgende Kernfragen debattiert:
- Stellen "grüne Subventionen" eine wirtschaftliche Belastung dar oder
sorgen diese effizient für das Wachstum unserer Volkswirtschaften, die Förderung
eines nachhaltigen Wachstums und das Erreichen der Ziele für erneuerbare Energien
für 2020, die für alle 27 EU-Mitgliedsstaaten rechtsverbindlich sind?
- Sorgt Windenergie für niedrigere Stromrechnungen oder könnten private
Haushalte in Europa unter der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien leiden?
- Bergen mittel- und südosteuropäische Länder ein neues Potenzial für eine
zunehmende Nutzung der Windenergie?
Zu den Rednern gehören u. a.:
- Der irische Energieminister Pat Rabbitte, Präsident des Rats der Minister
für Energiefragen der EU im ersten Halbjahr 2013
- Der türkische Energieminister Taner Yildiz
- Der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
- Francesco Starace, CEO von Enel Green Power
- Über 150 Experten in 40 Sitzungen zu den Themen Energiepolitik, Finanzen,
Wissenschaft, Technologie, Märkte und Ressourcenabschätzung.
Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung, die vom Europäischen Verband für Windenergie (European Wind Energy Association, EWEA) organisiert wird, werden folgende Kernfragen debattiert:
- Stellen "grüne Subventionen" eine wirtschaftliche Belastung dar oder
sorgen diese effizient für das Wachstum unserer Volkswirtschaften, die Förderung
eines nachhaltigen Wachstums und das Erreichen der Ziele für erneuerbare Energien
für 2020, die für alle 27 EU-Mitgliedsstaaten rechtsverbindlich sind?
- Sorgt Windenergie für niedrigere Stromrechnungen oder könnten private
Haushalte in Europa unter der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien leiden?
- Bergen mittel- und südosteuropäische Länder ein neues Potenzial für eine
zunehmende Nutzung der Windenergie?
Zu den Rednern gehören u. a.:
- Der irische Energieminister Pat Rabbitte, Präsident des Rats der Minister
für Energiefragen der EU im ersten Halbjahr 2013
- Der türkische Energieminister Taner Yildiz
- Der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
- Francesco Starace, CEO von Enel Green Power
- Über 150 Experten in 40 Sitzungen zu den Themen Energiepolitik, Finanzen,
Wissenschaft, Technologie, Märkte und Ressourcenabschätzung.
Vergeblicher Kampf gegen Windstrom
Der große Aufwand der zahlreichen Initiativen gegen störende Windgeneratoren und stinkende Biogasanlagen geht ins Leere, solange das EEG den Betreibern hohe Gewinne garantiert. Gelingt es, einen Windpark vor der Haustür zu verhindern, wird ein noch größerer hinter dem Haus genehmigt.
Planwirtschaft pur
Die Bundesregierung und auch alle Parteien im Bundestag fordern und fördern den Ausbau der regenerativen Energien mit der unbewiesenen Begründung des Klimaschutzes.
Dazu wurde das EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz erlassen, das die bevorzugte Einspeisung von Windstrom, Biostrom und Solarstrom in das deutsche Netz für 20 Jahre garantiert. Und dies zu Preisen, die im Mittel laut Wikipedia fünf- bis siebenmal höher sind als die Erlöse an der Strombörse. Die Differenz dürfen alle mit immer höheren Strompreisen bezahlen. Kassierer sind die Betreiber der Anlagen, die Grundbesitzer mit hohen Pachteinnahmen, die Banken mit sicheren Zinseinnahmen und der Staat durch zusätzliche Einnahmen durch die Mehrwertsteuer. Die Kommunen werden mit der Aussicht auf künftige Gewerbesteuern geködert.
Lobbyismus
Diese unheilige Allianz wird gestützt durch die meisten Medien und durch eine wirkungsvolle Lobbyarbeit der Abkassierer. Lobbyisten sollen maßgeblich an den meisten Energiegesetzen mitgearbeitet haben, die inzwischen auf über 1000 Seiten angewachsen sind. Die 'Gehirnwäsche' durch die Medien wird sicher auch manchen Richter beeinflussen, Klagen von Bürgerinitiativen gegen Windparks oder Biogasanlagen abzuweisen.
Knackpunkt EEG
Die Bürgerinitiativen müssen sich daher gegen das planwirtschaftliche und unsoziale EEG wenden. Sonst werden sie keinen dauerhaften Erfolg erzielen. Regenerative Energieanlagen in ihrer Nachbarschaft werden ihre Lebensqualität weiter mindern und den Wert ihrer Häuser herabsetzen. Nur die Abschaffung der planwirtschaftlichen Energiegesetze setzt dem teuren Spuk ein Ende.
Umweltzerstörung durch das EEG
Nur durch die Abschaffung des unsozialen EEG und der anderen Energiegesetze wird der Weg frei zu einer wirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energien zum Wohle der gesamten Volkswirtschaft. Das EEG ist eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben.
Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. www.naeb.info wurde bundesweit von kritischen Fachleuten aus der Energiewirtschaft, den Naturwissenschaften, den Medien und der Medizin ins Leben gerufen, damit die Umweltzerstörung durch das EEG aufhört und bezahlbare Strompreise wieder möglich sind. Die NAEB unterstützt die zahlreichen Bürgerinitiativen gegen Windstromanlagen, Biostromanlagen und Solarstromanlagen und liefert Argumente gegen das EEG.
Prof. Dr. Hans-Günter Appel
Beiratsvorsitzender NAEB e.V.
Planwirtschaft pur
Die Bundesregierung und auch alle Parteien im Bundestag fordern und fördern den Ausbau der regenerativen Energien mit der unbewiesenen Begründung des Klimaschutzes.
Dazu wurde das EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz erlassen, das die bevorzugte Einspeisung von Windstrom, Biostrom und Solarstrom in das deutsche Netz für 20 Jahre garantiert. Und dies zu Preisen, die im Mittel laut Wikipedia fünf- bis siebenmal höher sind als die Erlöse an der Strombörse. Die Differenz dürfen alle mit immer höheren Strompreisen bezahlen. Kassierer sind die Betreiber der Anlagen, die Grundbesitzer mit hohen Pachteinnahmen, die Banken mit sicheren Zinseinnahmen und der Staat durch zusätzliche Einnahmen durch die Mehrwertsteuer. Die Kommunen werden mit der Aussicht auf künftige Gewerbesteuern geködert.
Lobbyismus
Diese unheilige Allianz wird gestützt durch die meisten Medien und durch eine wirkungsvolle Lobbyarbeit der Abkassierer. Lobbyisten sollen maßgeblich an den meisten Energiegesetzen mitgearbeitet haben, die inzwischen auf über 1000 Seiten angewachsen sind. Die 'Gehirnwäsche' durch die Medien wird sicher auch manchen Richter beeinflussen, Klagen von Bürgerinitiativen gegen Windparks oder Biogasanlagen abzuweisen.
Knackpunkt EEG
Die Bürgerinitiativen müssen sich daher gegen das planwirtschaftliche und unsoziale EEG wenden. Sonst werden sie keinen dauerhaften Erfolg erzielen. Regenerative Energieanlagen in ihrer Nachbarschaft werden ihre Lebensqualität weiter mindern und den Wert ihrer Häuser herabsetzen. Nur die Abschaffung der planwirtschaftlichen Energiegesetze setzt dem teuren Spuk ein Ende.
Umweltzerstörung durch das EEG
Nur durch die Abschaffung des unsozialen EEG und der anderen Energiegesetze wird der Weg frei zu einer wirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energien zum Wohle der gesamten Volkswirtschaft. Das EEG ist eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben.
Die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. www.naeb.info wurde bundesweit von kritischen Fachleuten aus der Energiewirtschaft, den Naturwissenschaften, den Medien und der Medizin ins Leben gerufen, damit die Umweltzerstörung durch das EEG aufhört und bezahlbare Strompreise wieder möglich sind. Die NAEB unterstützt die zahlreichen Bürgerinitiativen gegen Windstromanlagen, Biostromanlagen und Solarstromanlagen und liefert Argumente gegen das EEG.
Prof. Dr. Hans-Günter Appel
Beiratsvorsitzender NAEB e.V.
Na Herr Appel, dann zeigen Sie doch mal nach Peak Oil die Alternativen auf. Leider habe ich hier auf dem Lande die mit dem Gestank von Pellet Heizungen und Kaminöfen die Luft verpesten. Gut für die Nachbarn, sparen Geld - schlecht für uns weil man kann kein Fenster mehr aufmachen. Da ist mir eine Solaranlage auf dem Dach, ein Wasserkraftwerk oder eine Windkraftanlage auf dem Meer dann doch lieber. Ihr leidender Maxim
Peak Oil?
Och...Dann kann sich der Herr Professor ja noch ganz viel Zeit lassen! (oder seine Nachfolger)
Zitat
Na Herr Appel, dann zeigen Sie doch mal nach Peak Oil die Alternativen auf.
"Peak Oil" ist Geschichte! Schauen Sie mal hier
Die waren leider auch bei Ihnen erfolgreich, lieber Maxim.
Zitat
Prof. Appel: Diese unheilige Allianz wird gestützt durch die meisten Medien und durch eine wirkungsvolle Lobbyarbeit der Abkassierer.
Lassen Sie sich keinen Bären (Eisbären) aufbinden!
Übrigens: Die USA werden voraussichtlich in ca. 10 Jahren vom Ölimporteur zum Exporteur. Shale-Oil und -Gas sei Dank. Siehe Link.
Nur in Deutschland glaubt man immer noch fest an die Grünen Märchen, macht sich wieder von den Launen der Natur abhängig, fürchtet sich vor der bösen Klimakatastrophe und leistet Ablaßzahlungen für ineffiziente Solaranlagen und launische Windkraft.
Und die ganze Welt lacht uns aus, während wir davon träumen, dass am deutschen Wesen wieder mal die Welt genesen wird. Irrsinn!
Wohl wahr! Schlimmer ist nur noch, wenn man das Tropetenstück anderswo auch noch selbst rausposaunt. Am Schlimmsten ist es jedoch, wenn man von den Lobbyisten abgezockt wird, unter ihnen leidet und es trompetend nicht mitbekommt.
Zitat
man sollte wirklich nicht alles glauben was Lobbyisten in die Welt Trompeten.
Aber nun mal konkret:
Wo steht das?
Zitat
Im ersten Beispiel wächst das Öl nach
Keine Lust, so lange Texte zu lesen oder beim Stichwort "Öl" gleich die Schublade der Ökolobby aufgemacht?
Es ist immer sinnvoll, sich zuerst ganz unvoreingenommen mit einem Text zu beschäftigen und erst danach in der Vorurteilsschublade nachzusehen. Gelegentlich hat sich dann der Inhalt schon verflüchtigt.

