Anno August Jagdfeld ist ein Phänomen
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Anno August Jagdfeld ist ein Phänomen
Obwohl er mit den geschlossenen Immobilienfonds seiner Fundus-Gruppe seit einiger Zeit eher negative denn positive Schlagzeilen produziert, kaufen ihm immer mehr Anleger seine Visionen ab.
Nach wie vor schafft es der Endfünfziger aus Düren auf Podien großer Immobilienkonferenzen. Dort erzählt der Liebhaber klassischer Literatur dem Auditorium mit freundlichem Lächeln und sanfter Stimme von seinem Spezialgebiet: Er erzählt, wie die deutsche Luxushotellerie funktioniert.
Er erzählt von einem „Premium-Immobilienmarkt“, auf dem er und seine Anleger mit den Fünf-Sterne-Häusern Adlon in Berlin und Heiligendamm an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns angeblich ganz vorn mitspielen.
Doch immer weniger Anleger kaufen dem seriös wirkenden Immobilienkaufmann mit dem silber-grauen Haar seine Visionen ab. Fondsexperte Stefan Loipfinger schätzt, dass Fundus im vergangenen Jahr gerade mal 25 Millionen Euro Eigenkapital, also Anlegergeld, eingeworben hat - 1999 waren es noch knapp 200 Millionen Euro gewesen.
Dabei benötigen gerade die beiden Fundus-Fonds Nr. 31 (Adlon) und Nr. 34 (Heiligendamm) frisches Geld, weil Kapitalerhöhungen nach Jahren nicht komplett platziert sind.
Wer die Ergebnisse der Fundus-Fonds studiert, hat auch eher das Gefühl, dass Jagdfeld lieber dem schönen Schein frönt, als sich mit unerfüllten Renditeversprechen herumzuquälen.
So hadert Fundus nicht mit den eigenen Leistungen, sondern damit, dass sich „Qualität und Einmaligkeit“ der Fundus-Immobilien bei den Anlegern nicht mehr durchsetze.
Prestige- statt Renditeobjekt? Der Widerstand gegen Jagdfelds Fondsmanagement wächst. Jüngstes Beispiel: Einzelne Anleger machen gegen seine Pläne mobil, die Finanzierung des Adlons neu zu strukturieren.
Die Anleger sollen bis zum 24. Juni einem Konzept zustimmen, das auslaufende Kredite von mehreren Banken in einem Darlehen zusammenfasst und gleich auch noch bisher nicht platziertes Eigenkapital durch Fremdkapital, sprich Kredite, ersetzt.
Ergebnis: Der Fonds würde riskanter, weil die Eigenkapitalquote von 70 auf 58 Prozent sänke.
Dabei weiß Jagdfeld sehr wohl, was es bedeutet, wenn Eigenkapital durch Fremdkapital ersetzt wird.
Im Handelsblatt schreibt er am 18. Juli 1987 zu einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs: „Die Fondskonstruktion ist daran gescheitert, dass nur circa 40 Prozent des erforderlichen Eigenkapitals des Fonds platziert werden konnten und aus diesem Grunde die Initiatoren bei der Fondsdurchführung durch die Aufnahme von zusätzlichen Fremdmitteln die finanziellen Grundlagen des Beteiligungsangebots außer Kraft setzten.“
So wenig Eigenkapital wird der Adlon-Fonds zwar nicht haben, aber für Anleger, die das Adlon als reine Eigenkapital-Anlage gezeichnet haben, verändert sich die „finanzielle Grundlage“ doch sehr.
Stimmen die Anleger zu, braucht Jagdfeld die erst im vergangenen Jahr bis Ende 2010 verlängerte Garantie, nicht bei Anlegern eingeworbenes Eigenkapital aus eigener Tasche zu ersetzen (Platzierungsgarantie), nicht mehr zu erfüllen.
Und was für ihn noch schöner ist: Die kassierten Vergütungen für die Garantie darf er behalten. Als Gegenleistung will er auf eine „marktübliche Provision“ für die Vermittlung der Umfinanzierung verzichten.
Kommentar eines Anlegers in einem Internetforum: „Die Abwicklung der Finanzierung gehört für mich zur Ausübung der Geschäftsführung.
Wieso sollte Fundus hierfür eine Vermittlungsprovision zustehen?“
Doch Jagdfeld wäre nicht Jagdfeld, wüsste er die Aktion nicht noch ausdrücklich als Wohltat für die Anleger zu verkaufen. Schließlich verzichte seine Jagdfeld & Partner Steuerberatungsgesellschaft als Treuhänderin des Anlegergeldes auf Einnahmen.
Mehr: Handelsblatt
Nach wie vor schafft es der Endfünfziger aus Düren auf Podien großer Immobilienkonferenzen. Dort erzählt der Liebhaber klassischer Literatur dem Auditorium mit freundlichem Lächeln und sanfter Stimme von seinem Spezialgebiet: Er erzählt, wie die deutsche Luxushotellerie funktioniert.
Er erzählt von einem „Premium-Immobilienmarkt“, auf dem er und seine Anleger mit den Fünf-Sterne-Häusern Adlon in Berlin und Heiligendamm an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns angeblich ganz vorn mitspielen.
Doch immer weniger Anleger kaufen dem seriös wirkenden Immobilienkaufmann mit dem silber-grauen Haar seine Visionen ab. Fondsexperte Stefan Loipfinger schätzt, dass Fundus im vergangenen Jahr gerade mal 25 Millionen Euro Eigenkapital, also Anlegergeld, eingeworben hat - 1999 waren es noch knapp 200 Millionen Euro gewesen.
Dabei benötigen gerade die beiden Fundus-Fonds Nr. 31 (Adlon) und Nr. 34 (Heiligendamm) frisches Geld, weil Kapitalerhöhungen nach Jahren nicht komplett platziert sind.
Wer die Ergebnisse der Fundus-Fonds studiert, hat auch eher das Gefühl, dass Jagdfeld lieber dem schönen Schein frönt, als sich mit unerfüllten Renditeversprechen herumzuquälen.
So hadert Fundus nicht mit den eigenen Leistungen, sondern damit, dass sich „Qualität und Einmaligkeit“ der Fundus-Immobilien bei den Anlegern nicht mehr durchsetze.
Prestige- statt Renditeobjekt? Der Widerstand gegen Jagdfelds Fondsmanagement wächst. Jüngstes Beispiel: Einzelne Anleger machen gegen seine Pläne mobil, die Finanzierung des Adlons neu zu strukturieren.
Die Anleger sollen bis zum 24. Juni einem Konzept zustimmen, das auslaufende Kredite von mehreren Banken in einem Darlehen zusammenfasst und gleich auch noch bisher nicht platziertes Eigenkapital durch Fremdkapital, sprich Kredite, ersetzt.
Ergebnis: Der Fonds würde riskanter, weil die Eigenkapitalquote von 70 auf 58 Prozent sänke.
Dabei weiß Jagdfeld sehr wohl, was es bedeutet, wenn Eigenkapital durch Fremdkapital ersetzt wird.
Im Handelsblatt schreibt er am 18. Juli 1987 zu einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs: „Die Fondskonstruktion ist daran gescheitert, dass nur circa 40 Prozent des erforderlichen Eigenkapitals des Fonds platziert werden konnten und aus diesem Grunde die Initiatoren bei der Fondsdurchführung durch die Aufnahme von zusätzlichen Fremdmitteln die finanziellen Grundlagen des Beteiligungsangebots außer Kraft setzten.“
So wenig Eigenkapital wird der Adlon-Fonds zwar nicht haben, aber für Anleger, die das Adlon als reine Eigenkapital-Anlage gezeichnet haben, verändert sich die „finanzielle Grundlage“ doch sehr.
Stimmen die Anleger zu, braucht Jagdfeld die erst im vergangenen Jahr bis Ende 2010 verlängerte Garantie, nicht bei Anlegern eingeworbenes Eigenkapital aus eigener Tasche zu ersetzen (Platzierungsgarantie), nicht mehr zu erfüllen.
Und was für ihn noch schöner ist: Die kassierten Vergütungen für die Garantie darf er behalten. Als Gegenleistung will er auf eine „marktübliche Provision“ für die Vermittlung der Umfinanzierung verzichten.
Kommentar eines Anlegers in einem Internetforum: „Die Abwicklung der Finanzierung gehört für mich zur Ausübung der Geschäftsführung.
Wieso sollte Fundus hierfür eine Vermittlungsprovision zustehen?“
Doch Jagdfeld wäre nicht Jagdfeld, wüsste er die Aktion nicht noch ausdrücklich als Wohltat für die Anleger zu verkaufen. Schließlich verzichte seine Jagdfeld & Partner Steuerberatungsgesellschaft als Treuhänderin des Anlegergeldes auf Einnahmen.
Mehr: Handelsblatt
FTD
Zitat
Anno August Jagdfeld versteht es seit Jahren, die Anleger seiner Fonds zu vertrösten - auf bessere Zeiten. Nun hat es all jene seiner Klienten erwischt, die in das Grand Hotel Heiligendamm investiert haben.
Heutzutage gilt oft als Schöngeist, wer in einer Welt der Künste schwelgt und nur über einen unzureichenden Sinn für die Realität verfügt. Nein, dass er über einen unzureichenden Sinn für die Realität verfügt, können selbst seine größten Kritiker Anno August Jagdfeld nicht vorwerfen. Denn der Chef des Dürener Immobilienunternehmens Fundus versteht es wie kein anderer, die Anleger seiner geschlossenen Fonds nach immer neuen Negativmeldungen mit philosophischen Worten zu vertrösten.
Ob ihm dies aber nun bei dem Fonds 34 auch gelingt? >> FTD
volle bandbreite
...eher negative denn positive Schlagzeilen produziert, kaufen ihm immer mehr Anleger seine Visionen ab.
Doch immer weniger Anleger kaufen dem seriös wirkenden Immobilienkaufmann mit dem silber-grauen Haar seine Visionen ab
äh, fassen wir zusammen, immer mehr kaufen immer weniger ab...oder so.....
preusse
ohne schreibfunktionen, alle weg
Doch immer weniger Anleger kaufen dem seriös wirkenden Immobilienkaufmann mit dem silber-grauen Haar seine Visionen ab
äh, fassen wir zusammen, immer mehr kaufen immer weniger ab...oder so.....
preusse
ohne schreibfunktionen, alle weg
Schon seit Jahren leidet das "Grand Hotel" im Ostseebad Heiligendamm unter schwacher Auslastung.
Jetzt kann es nur noch mit einer Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern weitergeführt werden.
Vor vier Monaten hatte sich der Pächter, die Kempinski-Gruppe, im Streit mit dem Fondsinitiator und Geldgeber Anno August Jagdfeld zurückgezogen. Verluste und Schulden werden täglich größer. Die 300 Arbeitsplätze in Heiligendamm, in einer strukturschwachen Region, wo gerade die Wadan-Werften in Rostock und Wismar Insolvenz anmelden mussten, waren für die Schweriner Landesregierung ein Argument, mit vier Millionen Euro zu bürgen.
In dem Hotel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer 2007 die Regierungschefs der G-8-Staaten zu Gast. Die Bilder der "Weißen Stadt am Meer" gingen um die Welt, was die Auslastung aber nur kurzzeitig verbesserte.
Die Landeshilfe ist in der deutschen Hotellerie ohne Beispiel.
Im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern hat derzeit auch kein anderes Hotelunternehmen in Schwerin um Staatshilfe nachgesucht. "Sie ist für die Branche untypisch", sagt Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Eine Bürgschaft sei bei Hotelimmobilien völlig unüblich, ergänzt ein Branchenanalyst einer Großbank.
Wer dem Fondsinitiator Anno August Jagdfeld Kapital überlässt, muss Nerven haben.
Die Liste der Misserfolge wird zusehends länger: Der Berliner Bürokomplex Pyramide erwies sich als schwer vermietbar, und kürzlich musste eine Immobilie in Leipzig versteigert werden. Jetzt sollen sich Fondszeichner für das Nobelhotel in Heiligendamm und auch das Berliner "Adlon" in Geduld üben.
Die Luxushotellerie hat in der weltweiten Wirtschaftskrise überall Probleme, doch bei den letzten Projekten hatte Jagdfeld eben keine glückliche Hand. Er ist verliebt in seine architektonisch durchaus gelungenen, aber sehr teuren Projekte. Wirtschaftlich sind manche ein Abenteuer. Noch bis Mitte 2008 sei ein Gewinn von eineinhalb Millionen Euro für das "Grand Hotel" Heiligendamm prognostiziert worden, stattdessen habe das Haus in dem Jahr einen Verlust von zwei Millionen Euro eingefahren, räumt Jagdfeld ein. Dem Haus seien "erhebliche Einnahmen" durch den Ausstieg Kempinskis entgangen. So seien beispielsweise von einem auf den anderen Tag das Buchungssystem und der Internetauftritt abgeschaltet worden.
Die Bankkredite für Heiligendamm über 22 Millionen Euro machen zwar nur elf Prozent des gesamten Investitionsvolumens aus, sind aber ein harter Brocken, wenn die Gäste ausbleiben. Jagdfeld war durch den Ausstieg Kempinskis in Verzug gekommen, bei seinen Anlegern neues Kapital zu besorgen. So fehlen geplante 40 Millionen Euro, die je zur Hälfte für die Schuldentilgung und für Investitionen verwendet werden sollen.
Jagdfeld soll für die Bürgschaft jetzt sofort die Orangerie des Hotelensembles verkaufen, um fällige Kredite zu bedienen.
Die härteste Auflage ist aber die Suche nach einem neuen Hotelbetreiber. "Für Jagdfeld wird es sehr schwer werden, einen passenden Betreiber zu finden", sagt Stephan Gerhard, Chef der Consultinggesellschaft Treugast. "Im Inland gibt es kaum Spezialisten, die Luxusresorts betreiben."
Von Renditen könnten auch Anleger vorerst nichts sehen, die bei Jagdfelds Fundus-Gruppe Kapital für das Berliner Hotel "Adlon" eingezahlt haben. Dort haben Umbauten für Pachtausfälle gesorgt, und der Umsatz ist 2009 in den ersten Monaten um 20 Prozent eingebrochen. 2008 betrug die Auslastung noch 55 Prozent, im April sank sie unter 40 Prozent. Jagdfeld schlägt in einem Schreiben an seine Anleger vor, nach "dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht" die Ausschüttungen bis auf Weiteres auszusetzen.
(WamS)
.
Lesen Sie auch:
? wieder ein Immobilienfonds pleite?
? Bei Schenkung und Erbe verdient der Fiskus - oder?
.
Jetzt kann es nur noch mit einer Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern weitergeführt werden.
Vor vier Monaten hatte sich der Pächter, die Kempinski-Gruppe, im Streit mit dem Fondsinitiator und Geldgeber Anno August Jagdfeld zurückgezogen. Verluste und Schulden werden täglich größer. Die 300 Arbeitsplätze in Heiligendamm, in einer strukturschwachen Region, wo gerade die Wadan-Werften in Rostock und Wismar Insolvenz anmelden mussten, waren für die Schweriner Landesregierung ein Argument, mit vier Millionen Euro zu bürgen.
In dem Hotel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer 2007 die Regierungschefs der G-8-Staaten zu Gast. Die Bilder der "Weißen Stadt am Meer" gingen um die Welt, was die Auslastung aber nur kurzzeitig verbesserte.
Die Landeshilfe ist in der deutschen Hotellerie ohne Beispiel.
Im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern hat derzeit auch kein anderes Hotelunternehmen in Schwerin um Staatshilfe nachgesucht. "Sie ist für die Branche untypisch", sagt Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Eine Bürgschaft sei bei Hotelimmobilien völlig unüblich, ergänzt ein Branchenanalyst einer Großbank.
Wer dem Fondsinitiator Anno August Jagdfeld Kapital überlässt, muss Nerven haben.
Die Liste der Misserfolge wird zusehends länger: Der Berliner Bürokomplex Pyramide erwies sich als schwer vermietbar, und kürzlich musste eine Immobilie in Leipzig versteigert werden. Jetzt sollen sich Fondszeichner für das Nobelhotel in Heiligendamm und auch das Berliner "Adlon" in Geduld üben.
Die Luxushotellerie hat in der weltweiten Wirtschaftskrise überall Probleme, doch bei den letzten Projekten hatte Jagdfeld eben keine glückliche Hand. Er ist verliebt in seine architektonisch durchaus gelungenen, aber sehr teuren Projekte. Wirtschaftlich sind manche ein Abenteuer. Noch bis Mitte 2008 sei ein Gewinn von eineinhalb Millionen Euro für das "Grand Hotel" Heiligendamm prognostiziert worden, stattdessen habe das Haus in dem Jahr einen Verlust von zwei Millionen Euro eingefahren, räumt Jagdfeld ein. Dem Haus seien "erhebliche Einnahmen" durch den Ausstieg Kempinskis entgangen. So seien beispielsweise von einem auf den anderen Tag das Buchungssystem und der Internetauftritt abgeschaltet worden.
Die Bankkredite für Heiligendamm über 22 Millionen Euro machen zwar nur elf Prozent des gesamten Investitionsvolumens aus, sind aber ein harter Brocken, wenn die Gäste ausbleiben. Jagdfeld war durch den Ausstieg Kempinskis in Verzug gekommen, bei seinen Anlegern neues Kapital zu besorgen. So fehlen geplante 40 Millionen Euro, die je zur Hälfte für die Schuldentilgung und für Investitionen verwendet werden sollen.
Jagdfeld soll für die Bürgschaft jetzt sofort die Orangerie des Hotelensembles verkaufen, um fällige Kredite zu bedienen.
Die härteste Auflage ist aber die Suche nach einem neuen Hotelbetreiber. "Für Jagdfeld wird es sehr schwer werden, einen passenden Betreiber zu finden", sagt Stephan Gerhard, Chef der Consultinggesellschaft Treugast. "Im Inland gibt es kaum Spezialisten, die Luxusresorts betreiben."
Von Renditen könnten auch Anleger vorerst nichts sehen, die bei Jagdfelds Fundus-Gruppe Kapital für das Berliner Hotel "Adlon" eingezahlt haben. Dort haben Umbauten für Pachtausfälle gesorgt, und der Umsatz ist 2009 in den ersten Monaten um 20 Prozent eingebrochen. 2008 betrug die Auslastung noch 55 Prozent, im April sank sie unter 40 Prozent. Jagdfeld schlägt in einem Schreiben an seine Anleger vor, nach "dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht" die Ausschüttungen bis auf Weiteres auszusetzen.
(WamS)
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Adlon-Anleger sollen auf Pacht verzichten
Zitat
Der Streit um das Berliner Luxushotel Adlon geht in die nächste Runde. Nachdem Anleger bereits 2009 protestiert hatten, dass sich Fondsinitiator und Adlon Holding Chef Anno August Jagdfeld in einem Interessenkonflikt befindet, beginnt ein erneuter Sturmlauf. Grund hierfür: Jagdfeld möchte die Anleger in einer anberaumten Mitgliederversammlung am 17. März darum bitten, 2010 und 2011 auf Pacht in Millionenhöhe zu verzichten. Im vergangenen Jahr hat die Adlon Holding, welche diverse Geschäfte im Hotel betreibt, einen Verlust von zwei Millionen Euro eingefahren und konnte „nur durch Unterstützungsmaßnahmen ihrer Gesellschafter“ überleben, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet. Die Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger will eine Herausgabe der Anleger-Liste einklagen, um so gegen Jagdfeld zu mobilisieren.
Quelle: Property Maganzine
Schieflage in Jagdfelds Immobilien-Imperium
Hotel-Investor Anno August Jagdfeld kämpft mit mehreren Pleiteprojekten. Von den Investitionen profitiert haben oft Jagdfelds Unternehmen, seltener die Anleger seiner Fonds. Das Hotel Heiligendamm ist insolvent, Geschäfte im Umfeld des Berliner Adlon beschäftigen die Staatsanwaltschaft Köln
Der Immobilieninvestor soll mit der von ihm gegründeten Fundus-Gruppe an die 800 Bauvorhaben in Deutschland realisiert haben. Das Geld dafür sammelte Jagdfeld meist über geschlossene Fonds ein, die er Anlegern und Investoren anbot. Aber nicht immer war das Geld gut investiert – zumindest nicht aus Sicht der Geldgeber. Das Grand Hotel Heiligendamm sollte sein Wirken krönen – und musste nun Insolvenz anmelden.
Luxusimmobilien sind die Leidenschaft von Anno August Jagdfeld, Chef des Immobilien-Unternehmens Fundus. Mit Allerweltsobjekten gibt er sich kaum zufrieden, vieles ist eine Nummer größer. Das gilt für das Hotel Adlon am Brandenburger Tor und erst recht für das Nobelhotel Heiligendamm an der mecklenburgischen Küste. Der glänzende Kommunikator hat es immer wieder geschafft, Investoren für seine Projekte zu begeistern, obwohl Fundus-Immobilien mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten. Zuletzt erwischte es das Hotel Heiligendamm, das der geschlossene Fundus-Fonds 34 finanzierte. Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum sucht derzeit nach einem Käufer für das Hotel.
Jetzt geht es auch um das persönliche Vermögen der Jagdfeld-Familie. Der Berliner Konsumtempel „Friedrichstadtpassagen Quartier 206“, in den Jagdfeld und seine Familie eigenes Geld gesteckt haben, macht Probleme. Derzeit läuft am Amtsgericht Berlin-Mitte ein Verfahren zur Zwangsversteigerung. Noch stehe kein Termin für die Versteigerung fest, so das Gericht. Im Luxuskaufhaus liefen die Geschäfte nicht immer wie gewünscht. Die AMJ Holding – Geschäftsführerin Anne Maria Jagdfeld – mietete die Verkaufsflächen an. Sie lässt dazu ausrichten, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Engagement der AMJ und der Vermietungssituation im Quartier 206, und bestreitet, dass das Objekt zwangsversteigert werden soll. Es drohten keine wirtschaftlichen Nachteile für die Jagdfeld-Gruppe, es gebe lediglich Differenzen zwischen den Kreditgebern. Die Credit Suisse, die die Immobilie finanziert hatte, hat das Darlehen an einen Kreditaufkäufer abgestoßen.
Kunst als weiteres Standbein
Während Anno August Jagdfeld den Anlegern Sachwerte als Investment ans Herz legt, macht seine Familie Kunst zu Geld. In Hongkong ließ Anne Maria Jagdfeld chinesische Gemälde versteigern. Christie’s weist auf seiner Internet-Seite neun verkaufte Kunstwerke im Wert von 2,9 Millionen Dollar aus. Anne Maria Jagdfeld will bei Christie’s lediglich Gemälde angeboten, aber nicht verkauft haben. Sie sei seit Jahren bei allen großen Auktionshäusern gelistet und aktive Kundin im internationalen Kunstmarkt, teilt Jagdfelds Büro mit.
Anno August Jagdfeld selbst will in Heiligendamm Kasse machen und die klassizistischen Villen der „Perlenkette“, die in unmittelbarer Nähe des Hotels Heiligendamm stehen, verkaufen. Die Villen gehören Jagdfeld privat, sie zählen nicht zur Insolvenzmasse des Fondsobjekts Grand Hotel Heiligendamm. Für einen Käufer des Hotels könnten die benachbarten Villen und Grundstücke aber attraktiv sein, im Paket mit ihnen wäre das Hotel womöglich besser zu verkaufen. „Einige Interessenten haben bereits klar signalisiert, dass sie nicht nur das Hotel, sondern auch die Perlenkette kaufen wollen“, sagt Insolvenzverwalter Zumbaum. Jagdfeld habe zwar seine Verkaufsbereitschaft erklärt. „Aber die Stunde der Wahrheit kommt, wenn wir erfahren, welchen Preis er fordert.“ Jagdfeld sagt dazu, die Objekte der „Perlenkette“ würden von der Jagdfeld-Gruppe saniert und wohnungsweise an Einzelkäufer veräußert.
Derzeit, so Zumbaum, gebe es sechs „ernsthafte Interessenten“ für das Hotel Heiligendamm, mit denen er verhandle. Sie kämen sowohl aus der Hotel- als auch aus der Projektentwicklungsbranche. Dass er zur Gläubigerversammlung am 27. Juni bereits einen Käufer präsentieren könne, sei jedoch fraglich. „Gerade die Interessenten aus den USA wollen die wirtschaftliche Entwicklung noch einige Monate beobachten.“ Schließlich habe es nach der Bekanntgabe der Insolvenz im Frühjahr erst einmal einen „deutlichen Einbruch“ bei den Buchungen des Hotels gegeben.
Dass Heiligendamm erst im Februar dieses Jahres in die Insolvenz gegangen ist, ist nicht für jedermann nachvollziehbar. Bei der Staatsanwaltschaft Aachen ging eine Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung ein. Inzwischen liegt sie bei der Staatsanwaltschaft in Köln. Deren Staatsanwälte sind auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert, sie ermitteln bereits gegen Jagdfeld, weil der bei der Gastronomie rund um das Adlon, das ebenfalls einem Fonds der Fundus-Gruppe gehört, auf Pachteinnahmen verzichtete. „Wir prüfen derzeit, ob die Zuständigkeit auf die Staatsanwaltschaft Köln übergeht“, sagt eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Köln. Jagdfeld sagt, er habe bei Heiligendamm rechtzeitig Insolvenz angemeldet. Eine Verschleppung liege nicht vor.
Kein Geld für Investoren
Sollte bei einem Verkauf von Heiligendamm nach Abzug der Bankschulden noch Geld übrig bleiben, dann könnte die Jagdfeld-Gruppe von einem Beschluss der Gesellschafter-Versammlung des Fundus-Fonds 34 vom 2. Dezember 2008 profitieren. Danach werden allen Gesellschaftern, die 2007 und 2008 Vorzugskapital gezeichnet haben, Sonderkonditionen eingeräumt.
Unter diesen bevorzugten Anlegern ist auch die Jagdfeld-Gruppe. Den Vorzugskapitalgebern wird eine Verzinsung von sieben Prozent pro Jahr eingeräumt und „eine bevorrechtige Kapitalrückführung bei Beendigung der Gesellschaftsbeteiligung“, heißt es in der Beschlussvorlage, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Ob diese Klausel auch bei einer Insolvenz greift, ist unklar. Wenn ja, hätten vorrangig Vorzugskapitalgeber, unter ihnen die Jagdfeld-Gruppe, Zugriff auf Verkaufserlöse. Jagdfeld sieht sein Unternehmen nicht gegenüber anderen Anlegern bevorzugt
Insolvenzverwalter Zumbaum geht davon aus, dass nach einem Verkauf von Heiligendamm kein Geld für die Anleger übrig bleiben wird, egal, ob mit oder ohne Vorzugskapital. Zu hoch seien die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken. Schlimmer noch: Vielen Gesellschaftern des Heiligendamm-Fonds drohen sogar Nachforderungen. „Die Anleger haben zwar keine Ausschüttungen erhalten, durften aber gratis im Hotel übernachten“, erklärt Zumbaum. Diese Gratisnächte seien juristisch Entnahmen, die er als Insolvenzverwalter zurückfordern müsse.
Wie viele Freiübernachtungen Anlegern zustanden, hing von der Höhe ihrer Beteiligung ab – pro 25.000 Euro gab’s eine Nacht pro Jahr. Über zehn Jahre seien bei einzelnen Anlegern Übernachtungen im Wert von bis zu 17.000 Euro zusammengekommen, sagt Zumbaum.
In den nächsten Wochen will er die Betroffenen anschreiben. Nach dem Totalverlust durch die Insolvenz kommt damit eine weitere Hiobsbotschaft auf sie zu. „Glauben Sie mir, das macht mir keinen Spaß, aber so ist nun einmal die Rechtslage“, sagt Zumbaum.
Alles aus einer Hand
Bei Fundus-Fonds haben Unternehmen der Familie Jagdfeld von Aufträgen profitiert. Deutlich wird dies beim Hotel Adlon. Jagdfeld ist nach wie vor persönlich haftender Gesellschafter der Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG. Der Fundus-Fonds 31, der den Bau der Luxusherberge finanzierte, lief nicht so gut, wie sich viele Anleger erhofft hatten.
Ein Grund dafür war: Die Gesellschafter des Fonds hatten sich entschlossen, weitere Gebäude auf dem Adlon-Gelände zu sanieren. „Jagdfeld hat uns zusätzliche Einnahmen versprochen, daher haben wir uns überzeugen lassen“, sagt Adlon-Anleger Günther Werdin, 75, aus Hamburg. Die im Anbau entstandenen Räume wurden von einem Unternehmen, das der Jagdfeld-Familie gehört, an Bars, Clubs und Restaurants verpachtet. Weil diese die Pacht nicht mehr zahlten, mussten die Anleger 2009 bis 2011 auf die versprochenen Ausschüttungen verzichten. Aufgrund von Behinderungen durch Baustellen und der Wirtschaftskrise hätten die Pächter die Miete nicht erbringen können, sagt Jagdfeld.
Werdin glaubt nicht, dass der Adlon-Fonds noch mal die Kurve kriegen wird. Er habe seine 200.000 Euro längst abgeschrieben. „Jammerschade, denn das Adlon an sich ist ein wirklich tolles Hotel“, sagt er
Heute argwöhnen Anleger, dass das zusätzliche Gastronomieprojekt vor allem dazu diente, dem Bauträger Bredero, ebenfalls ein Unternehmen der Fundus-Gruppe, Aufträge zu verschaffen. Bredero wiederum beauftragte das Design-Büro von Anne Maria Jagdfeld mit der Innenausstattung der Räume. So blieb auch die in der Familie
Der Immobilieninvestor soll mit der von ihm gegründeten Fundus-Gruppe an die 800 Bauvorhaben in Deutschland realisiert haben. Das Geld dafür sammelte Jagdfeld meist über geschlossene Fonds ein, die er Anlegern und Investoren anbot. Aber nicht immer war das Geld gut investiert – zumindest nicht aus Sicht der Geldgeber. Das Grand Hotel Heiligendamm sollte sein Wirken krönen – und musste nun Insolvenz anmelden.
Luxusimmobilien sind die Leidenschaft von Anno August Jagdfeld, Chef des Immobilien-Unternehmens Fundus. Mit Allerweltsobjekten gibt er sich kaum zufrieden, vieles ist eine Nummer größer. Das gilt für das Hotel Adlon am Brandenburger Tor und erst recht für das Nobelhotel Heiligendamm an der mecklenburgischen Küste. Der glänzende Kommunikator hat es immer wieder geschafft, Investoren für seine Projekte zu begeistern, obwohl Fundus-Immobilien mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten. Zuletzt erwischte es das Hotel Heiligendamm, das der geschlossene Fundus-Fonds 34 finanzierte. Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum sucht derzeit nach einem Käufer für das Hotel.
Jetzt geht es auch um das persönliche Vermögen der Jagdfeld-Familie. Der Berliner Konsumtempel „Friedrichstadtpassagen Quartier 206“, in den Jagdfeld und seine Familie eigenes Geld gesteckt haben, macht Probleme. Derzeit läuft am Amtsgericht Berlin-Mitte ein Verfahren zur Zwangsversteigerung. Noch stehe kein Termin für die Versteigerung fest, so das Gericht. Im Luxuskaufhaus liefen die Geschäfte nicht immer wie gewünscht. Die AMJ Holding – Geschäftsführerin Anne Maria Jagdfeld – mietete die Verkaufsflächen an. Sie lässt dazu ausrichten, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Engagement der AMJ und der Vermietungssituation im Quartier 206, und bestreitet, dass das Objekt zwangsversteigert werden soll. Es drohten keine wirtschaftlichen Nachteile für die Jagdfeld-Gruppe, es gebe lediglich Differenzen zwischen den Kreditgebern. Die Credit Suisse, die die Immobilie finanziert hatte, hat das Darlehen an einen Kreditaufkäufer abgestoßen.
Kunst als weiteres Standbein
Während Anno August Jagdfeld den Anlegern Sachwerte als Investment ans Herz legt, macht seine Familie Kunst zu Geld. In Hongkong ließ Anne Maria Jagdfeld chinesische Gemälde versteigern. Christie’s weist auf seiner Internet-Seite neun verkaufte Kunstwerke im Wert von 2,9 Millionen Dollar aus. Anne Maria Jagdfeld will bei Christie’s lediglich Gemälde angeboten, aber nicht verkauft haben. Sie sei seit Jahren bei allen großen Auktionshäusern gelistet und aktive Kundin im internationalen Kunstmarkt, teilt Jagdfelds Büro mit.
Anno August Jagdfeld selbst will in Heiligendamm Kasse machen und die klassizistischen Villen der „Perlenkette“, die in unmittelbarer Nähe des Hotels Heiligendamm stehen, verkaufen. Die Villen gehören Jagdfeld privat, sie zählen nicht zur Insolvenzmasse des Fondsobjekts Grand Hotel Heiligendamm. Für einen Käufer des Hotels könnten die benachbarten Villen und Grundstücke aber attraktiv sein, im Paket mit ihnen wäre das Hotel womöglich besser zu verkaufen. „Einige Interessenten haben bereits klar signalisiert, dass sie nicht nur das Hotel, sondern auch die Perlenkette kaufen wollen“, sagt Insolvenzverwalter Zumbaum. Jagdfeld habe zwar seine Verkaufsbereitschaft erklärt. „Aber die Stunde der Wahrheit kommt, wenn wir erfahren, welchen Preis er fordert.“ Jagdfeld sagt dazu, die Objekte der „Perlenkette“ würden von der Jagdfeld-Gruppe saniert und wohnungsweise an Einzelkäufer veräußert.
Derzeit, so Zumbaum, gebe es sechs „ernsthafte Interessenten“ für das Hotel Heiligendamm, mit denen er verhandle. Sie kämen sowohl aus der Hotel- als auch aus der Projektentwicklungsbranche. Dass er zur Gläubigerversammlung am 27. Juni bereits einen Käufer präsentieren könne, sei jedoch fraglich. „Gerade die Interessenten aus den USA wollen die wirtschaftliche Entwicklung noch einige Monate beobachten.“ Schließlich habe es nach der Bekanntgabe der Insolvenz im Frühjahr erst einmal einen „deutlichen Einbruch“ bei den Buchungen des Hotels gegeben.
Dass Heiligendamm erst im Februar dieses Jahres in die Insolvenz gegangen ist, ist nicht für jedermann nachvollziehbar. Bei der Staatsanwaltschaft Aachen ging eine Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung ein. Inzwischen liegt sie bei der Staatsanwaltschaft in Köln. Deren Staatsanwälte sind auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert, sie ermitteln bereits gegen Jagdfeld, weil der bei der Gastronomie rund um das Adlon, das ebenfalls einem Fonds der Fundus-Gruppe gehört, auf Pachteinnahmen verzichtete. „Wir prüfen derzeit, ob die Zuständigkeit auf die Staatsanwaltschaft Köln übergeht“, sagt eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Köln. Jagdfeld sagt, er habe bei Heiligendamm rechtzeitig Insolvenz angemeldet. Eine Verschleppung liege nicht vor.
Kein Geld für Investoren
Sollte bei einem Verkauf von Heiligendamm nach Abzug der Bankschulden noch Geld übrig bleiben, dann könnte die Jagdfeld-Gruppe von einem Beschluss der Gesellschafter-Versammlung des Fundus-Fonds 34 vom 2. Dezember 2008 profitieren. Danach werden allen Gesellschaftern, die 2007 und 2008 Vorzugskapital gezeichnet haben, Sonderkonditionen eingeräumt.
Unter diesen bevorzugten Anlegern ist auch die Jagdfeld-Gruppe. Den Vorzugskapitalgebern wird eine Verzinsung von sieben Prozent pro Jahr eingeräumt und „eine bevorrechtige Kapitalrückführung bei Beendigung der Gesellschaftsbeteiligung“, heißt es in der Beschlussvorlage, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Ob diese Klausel auch bei einer Insolvenz greift, ist unklar. Wenn ja, hätten vorrangig Vorzugskapitalgeber, unter ihnen die Jagdfeld-Gruppe, Zugriff auf Verkaufserlöse. Jagdfeld sieht sein Unternehmen nicht gegenüber anderen Anlegern bevorzugt
Insolvenzverwalter Zumbaum geht davon aus, dass nach einem Verkauf von Heiligendamm kein Geld für die Anleger übrig bleiben wird, egal, ob mit oder ohne Vorzugskapital. Zu hoch seien die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken. Schlimmer noch: Vielen Gesellschaftern des Heiligendamm-Fonds drohen sogar Nachforderungen. „Die Anleger haben zwar keine Ausschüttungen erhalten, durften aber gratis im Hotel übernachten“, erklärt Zumbaum. Diese Gratisnächte seien juristisch Entnahmen, die er als Insolvenzverwalter zurückfordern müsse.
Wie viele Freiübernachtungen Anlegern zustanden, hing von der Höhe ihrer Beteiligung ab – pro 25.000 Euro gab’s eine Nacht pro Jahr. Über zehn Jahre seien bei einzelnen Anlegern Übernachtungen im Wert von bis zu 17.000 Euro zusammengekommen, sagt Zumbaum.
In den nächsten Wochen will er die Betroffenen anschreiben. Nach dem Totalverlust durch die Insolvenz kommt damit eine weitere Hiobsbotschaft auf sie zu. „Glauben Sie mir, das macht mir keinen Spaß, aber so ist nun einmal die Rechtslage“, sagt Zumbaum.
Alles aus einer Hand
Bei Fundus-Fonds haben Unternehmen der Familie Jagdfeld von Aufträgen profitiert. Deutlich wird dies beim Hotel Adlon. Jagdfeld ist nach wie vor persönlich haftender Gesellschafter der Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG. Der Fundus-Fonds 31, der den Bau der Luxusherberge finanzierte, lief nicht so gut, wie sich viele Anleger erhofft hatten.
Ein Grund dafür war: Die Gesellschafter des Fonds hatten sich entschlossen, weitere Gebäude auf dem Adlon-Gelände zu sanieren. „Jagdfeld hat uns zusätzliche Einnahmen versprochen, daher haben wir uns überzeugen lassen“, sagt Adlon-Anleger Günther Werdin, 75, aus Hamburg. Die im Anbau entstandenen Räume wurden von einem Unternehmen, das der Jagdfeld-Familie gehört, an Bars, Clubs und Restaurants verpachtet. Weil diese die Pacht nicht mehr zahlten, mussten die Anleger 2009 bis 2011 auf die versprochenen Ausschüttungen verzichten. Aufgrund von Behinderungen durch Baustellen und der Wirtschaftskrise hätten die Pächter die Miete nicht erbringen können, sagt Jagdfeld.
Werdin glaubt nicht, dass der Adlon-Fonds noch mal die Kurve kriegen wird. Er habe seine 200.000 Euro längst abgeschrieben. „Jammerschade, denn das Adlon an sich ist ein wirklich tolles Hotel“, sagt er
Heute argwöhnen Anleger, dass das zusätzliche Gastronomieprojekt vor allem dazu diente, dem Bauträger Bredero, ebenfalls ein Unternehmen der Fundus-Gruppe, Aufträge zu verschaffen. Bredero wiederum beauftragte das Design-Büro von Anne Maria Jagdfeld mit der Innenausstattung der Räume. So blieb auch die in der Familie
Adlon-Fonds-Chef Jagdfeld wegen Untreue angeklagt
Die Staatsanwaltschaft Köln hat gegen Anno August Jagdfeld, Gründer und Geschäftsführer der Fundus Gruppe, und fünf seiner Mitarbeiter beim Landgericht Aachen Anklage wegen des Verdachts der Untreue erhoben
Wie die "Aachener Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, droht den Angeklagten – darunter auch einer von Jagdfelds Söhnen – eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft. Laut der Zeitung hat das Aachener Landgericht die Anklage bestätigt.
Jagdfeld ist Geschäftsführer des Fundus Fonds 31, der 1994 das Hotel Adlon in Berlin für 380 Millionen Euro gekauft, renoviert und ausgebaut hat. Der 65-jährige soll als Fondsgeschäftsführer entgegen der Anlegerinteressen auf Pachteinnahmen gegenüber der Adlon Holding GmbH verzichtet haben, weil diese kaum Umsatz machte. Die Holding wird von seinem Sohn Julius geleitet und betreibt im Hotel Restaurants, eine Weinhandlung, eine Bar und den China Club Berlin. Durch den Verzicht seien dem Immobilienfonds und seinen 4.300 Anlegern zwischen 2009 und 2011 7,7 Millionen Euro Pacht entgangen.
Außerdem soll Jagdfeld senior der Adlon Holding 2008 in zwei Fällen zu Unrecht Schadenersatz gewährt haben. Angeblich hätte die Holding durch Bauarbeiten Umsatzausfälle erlitten, weshalb Jagdfeld aus dem Vermögen des Fundus Fonds 31 insgesamt 1,3 Millionen Euro an die Holding seines Sohnes zahlte. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt jedoch, dass überhaupt Schadenersatzansprüche bestanden haben, so dass Jagdfeld auch in diesen Fällen das Geld seiner Anleger veruntreut hätte.
Weiters wird Jagdfeld zur Last gelegt, für einen Zinsschaden in Höhe von 14 Millionen Euro verantwortlich zu sein, der seinen Anlegern entstanden ist. Nach Informationen der "Aachener Zeitung" umfasst die Anklageschrift mehr als 200 Seiten. Jagdfeld bestreitet bisher alle Vorwürfe. Zur Fundus Gruppe gehört auch das berühmte Grand Hotel Heiligendamm an der deutschen Ostsee. Eigentümer ist der Funds Fonds 34, der im Februar 2012 Insolvenz anmelden musste.
Wie die "Aachener Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, droht den Angeklagten – darunter auch einer von Jagdfelds Söhnen – eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft. Laut der Zeitung hat das Aachener Landgericht die Anklage bestätigt.
Jagdfeld ist Geschäftsführer des Fundus Fonds 31, der 1994 das Hotel Adlon in Berlin für 380 Millionen Euro gekauft, renoviert und ausgebaut hat. Der 65-jährige soll als Fondsgeschäftsführer entgegen der Anlegerinteressen auf Pachteinnahmen gegenüber der Adlon Holding GmbH verzichtet haben, weil diese kaum Umsatz machte. Die Holding wird von seinem Sohn Julius geleitet und betreibt im Hotel Restaurants, eine Weinhandlung, eine Bar und den China Club Berlin. Durch den Verzicht seien dem Immobilienfonds und seinen 4.300 Anlegern zwischen 2009 und 2011 7,7 Millionen Euro Pacht entgangen.
Außerdem soll Jagdfeld senior der Adlon Holding 2008 in zwei Fällen zu Unrecht Schadenersatz gewährt haben. Angeblich hätte die Holding durch Bauarbeiten Umsatzausfälle erlitten, weshalb Jagdfeld aus dem Vermögen des Fundus Fonds 31 insgesamt 1,3 Millionen Euro an die Holding seines Sohnes zahlte. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt jedoch, dass überhaupt Schadenersatzansprüche bestanden haben, so dass Jagdfeld auch in diesen Fällen das Geld seiner Anleger veruntreut hätte.
Weiters wird Jagdfeld zur Last gelegt, für einen Zinsschaden in Höhe von 14 Millionen Euro verantwortlich zu sein, der seinen Anlegern entstanden ist. Nach Informationen der "Aachener Zeitung" umfasst die Anklageschrift mehr als 200 Seiten. Jagdfeld bestreitet bisher alle Vorwürfe. Zur Fundus Gruppe gehört auch das berühmte Grand Hotel Heiligendamm an der deutschen Ostsee. Eigentümer ist der Funds Fonds 34, der im Februar 2012 Insolvenz anmelden musste.
Neuer Ärger für Anno August Jagdfeld: Dem Immobilienunternehmer droht ein Prozess wegen Untreue. Es geht um einen Schaden von 22 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Berliner Hotel Adlon. Jagdfeld weist die Anschuldigungen zurück.
Dem Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld droht ein Prozess wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Berliner Luxushotel Adlon. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen besonders schwerer Untreue in fünf Fällen am Landgericht Aachen erhoben. Demnach soll ein Schaden von 22 Millionen Euro entstanden sein, teilte eine Sprecherin des Landgerichts mit.
Jagdfeld, Geschäftsführer der Fundus Gruppe und des Adlon Fonds, wies die Anschuldigungen zurück. "Die Vorwürfe sind vollkommen unzutreffend, was das weitere Verfahren zeigen wird", stellte der Unternehmer in einer Mitteilung fest. Wann der Prozess beginnt, ist derzeit noch unklar. Über die Eröffnung der Hauptverhandlung werde noch entschieden, betonte die Sprecherin des Gerichts.
Gerichtssprecherin Daniela Krey sagte, Jagdfeld werde in der Anklage der Verzicht auf Garantien vorgeworfen, die ein mit der Kapitalerhöhung beauftragtes Unternehmen gegeben habe. Dieses soll eine Ausfall- und Zinsgarantie gegeben haben. Als es das Kapitalziel nicht erreicht habe, soll Jagdfeld zum Schaden der Gesellschafter auf die Garantien verzichtet haben. Dadurch sei dem Fonds ein Schaden von mehr als 14 Millionen Euro entstanden.
Auch Jagdfeld-Mitarbeiter angeklagt
Außerdem solle Jagdfeld diesen Angaben zufolge zwischen 2008 und 2012 zugunsten der Adlon Holding auf Mietzahlungen verzichtet haben. Des weiteren habe er zu Unrecht Schadenersatz unter anderem für angebliche Umsatzausfälle durch Bauarbeiten gezahlt. Die Holding betreibt Restaurants, Bars, eine Weinhandlung und das Luxusbad im Adlon. Sie war finanziell in Bedrängnis geraten. Mitangeklagt sind nach Angaben des Gerichts fünf Mitarbeiter Jagdfelds.
Der Sprecher der Jagdfeld-Gruppe, Christian Plöger, warf der Staatsanwaltschaft vor, sie habe Anklage erhoben, ohne Jagdfeld persönlich zu den Vorwürfen zu hören. Jagdfeld habe ausdrücklich eine Anhörung beantragt. Die Vorwürfe bezögen sich auf Gesellschafterbeschlüsse, die von der "übergroßen" Mehrheit der Anleger getroffen und mehrfach bestätigt worden seien. Von den 4400 Anlegern hätten "ganze zwei" Anzeige wegen Untreue erstattet.
Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, haben sich zuletzt die Aussichten für Fundus-Anleger verbessert, Schadenersatzanforderungen durchzusetzen.
Dem Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld droht ein Prozess wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Berliner Luxushotel Adlon. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen besonders schwerer Untreue in fünf Fällen am Landgericht Aachen erhoben. Demnach soll ein Schaden von 22 Millionen Euro entstanden sein, teilte eine Sprecherin des Landgerichts mit.
Jagdfeld, Geschäftsführer der Fundus Gruppe und des Adlon Fonds, wies die Anschuldigungen zurück. "Die Vorwürfe sind vollkommen unzutreffend, was das weitere Verfahren zeigen wird", stellte der Unternehmer in einer Mitteilung fest. Wann der Prozess beginnt, ist derzeit noch unklar. Über die Eröffnung der Hauptverhandlung werde noch entschieden, betonte die Sprecherin des Gerichts.
Gerichtssprecherin Daniela Krey sagte, Jagdfeld werde in der Anklage der Verzicht auf Garantien vorgeworfen, die ein mit der Kapitalerhöhung beauftragtes Unternehmen gegeben habe. Dieses soll eine Ausfall- und Zinsgarantie gegeben haben. Als es das Kapitalziel nicht erreicht habe, soll Jagdfeld zum Schaden der Gesellschafter auf die Garantien verzichtet haben. Dadurch sei dem Fonds ein Schaden von mehr als 14 Millionen Euro entstanden.
Auch Jagdfeld-Mitarbeiter angeklagt
Außerdem solle Jagdfeld diesen Angaben zufolge zwischen 2008 und 2012 zugunsten der Adlon Holding auf Mietzahlungen verzichtet haben. Des weiteren habe er zu Unrecht Schadenersatz unter anderem für angebliche Umsatzausfälle durch Bauarbeiten gezahlt. Die Holding betreibt Restaurants, Bars, eine Weinhandlung und das Luxusbad im Adlon. Sie war finanziell in Bedrängnis geraten. Mitangeklagt sind nach Angaben des Gerichts fünf Mitarbeiter Jagdfelds.
Der Sprecher der Jagdfeld-Gruppe, Christian Plöger, warf der Staatsanwaltschaft vor, sie habe Anklage erhoben, ohne Jagdfeld persönlich zu den Vorwürfen zu hören. Jagdfeld habe ausdrücklich eine Anhörung beantragt. Die Vorwürfe bezögen sich auf Gesellschafterbeschlüsse, die von der "übergroßen" Mehrheit der Anleger getroffen und mehrfach bestätigt worden seien. Von den 4400 Anlegern hätten "ganze zwei" Anzeige wegen Untreue erstattet.
Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, haben sich zuletzt die Aussichten für Fundus-Anleger verbessert, Schadenersatzanforderungen durchzusetzen.
Adlon-Fonds: Genie oder Gauner Anno August Jagdfeld
Lesen Sie bitte auch unseren Bericht
Adlon-Fonds: Genie oder Gauner Anno August Jagdfeld
Adlon-Fonds: Genie oder Gauner Anno August Jagdfeld
Neue Ermittlung gegen Anno August Jagdfeld
Der Adlon- und Heiligendamm-Investor Anno August Jagdfeld bekommt weiteren Ärger mit der Justiz. Die Rostocker Staatsanwälte ermitteln gegen ihn wegen Verdachts auf Subventionsbetrug. Allerdings wurden die betroffenen Projekte gestoppt, ohne dass Staatsgeld floss.
Die Rostocker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs. Ende Januar seien Geschäftsräume verschiedener Projektentwicklungsgesellschaften in Bad Doberan (Landkreis Rostock) durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL. Jagdfeld wies die Vorwürfe zurück.
Er betonte zugleich, dass sie sich auch nicht gegen die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm richteten. Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG hatte vor einem Jahr Insolvenz angemeldet. Zuletzt meldete der Insolvenzverwalter erste geschäftliche Erfolge.
Jagdfeld ist mit mehreren Renommierprojekten wie dem Berliner Luxushotel Adlon oder dem Einkaufstempel "Quartier 206" an der Berliner Friedrichstraße in finanzielle Turbulenzen geraten und liegt im Streit mit Anlegern, die sich geprellt fühlen.
Laut Staatsanwaltschaft wird gegen mehrere Beschuldigte ermittelt. Bei Förderanträgen für Gesundheits- und Tourismusprojekte in Bad Doberan seien falsche Angaben gemacht worden. Die Projekte seien allerdings nicht verwirklicht und die Anträge zurückgezogen worden. "Es sind keine öffentlichen Mittel geflossen, gleichwohl besteht der Verdacht auf Subventionsbetrug, weil der Tatbestand erfüllt ist", sagte Behördensprecher Holger Schütt.
Jagdfeld erklärte dagegen: "Die Vorwürfe der Rostocker Staatsanwaltschaft sind gänzlich unbegründet. Das wird das weitere Verfahren klar erweisen."
Die Rostocker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs. Ende Januar seien Geschäftsräume verschiedener Projektentwicklungsgesellschaften in Bad Doberan (Landkreis Rostock) durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL. Jagdfeld wies die Vorwürfe zurück.
Er betonte zugleich, dass sie sich auch nicht gegen die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm richteten. Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG hatte vor einem Jahr Insolvenz angemeldet. Zuletzt meldete der Insolvenzverwalter erste geschäftliche Erfolge.
Jagdfeld ist mit mehreren Renommierprojekten wie dem Berliner Luxushotel Adlon oder dem Einkaufstempel "Quartier 206" an der Berliner Friedrichstraße in finanzielle Turbulenzen geraten und liegt im Streit mit Anlegern, die sich geprellt fühlen.
Laut Staatsanwaltschaft wird gegen mehrere Beschuldigte ermittelt. Bei Förderanträgen für Gesundheits- und Tourismusprojekte in Bad Doberan seien falsche Angaben gemacht worden. Die Projekte seien allerdings nicht verwirklicht und die Anträge zurückgezogen worden. "Es sind keine öffentlichen Mittel geflossen, gleichwohl besteht der Verdacht auf Subventionsbetrug, weil der Tatbestand erfüllt ist", sagte Behördensprecher Holger Schütt.
Jagdfeld erklärte dagegen: "Die Vorwürfe der Rostocker Staatsanwaltschaft sind gänzlich unbegründet. Das wird das weitere Verfahren klar erweisen."
Die Herren in den noblen Büros tragen teure Anzüge, ihr Besuch war jedoch weniger fein bekleidet. Kripo-Leute durchsuchten mehrere Firmen von Immobilien-Magnat Anno August Jagdfeld (66). Es geht um den Verdacht des Subventionsbetrugs.
Razzia bei Berlins Lieblings-Investor, die schlechten Nachrichten für Jagdfeld scheinen nicht mehr abzureißen. Ob die Pyramide in Marzahn, das Rathaus Center in Pankow, Spreebogen Plaza in Charlottenburg, Plaza Frankfurter Allee (Friedrichshain) oder das Forum Köpenick – überall hatte und hat Jagdfeld seine Finger im Spiel. Mitte der 90er Jahre wurde sein Vermögen auf eine Milliarde Mark geschätzt. 1999 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
Doch das Imperium bröckelt. Immer häufiger macht das Wort „Pleitier“ die Runde, seit er für das Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee im Februar 2012 Insolvenz anmeldete. 2007 hatte dort der G-8-Gipfel getagt, dennoch war die Nobel-Herberge (5 Sterne) im Sommer nur zu 44 Prozent ausgelastet, im Winter gar nur zu 12 Prozent. Mindestens 25000 Euro Einlage pro Kopf hatten 1900 Anleger in einen Fond für den mondänen Hotelkomplex eingezahlt. Geld, das komplett futsch sein dürfte.
Vor Gericht droht in diesem Jahr weiterer Ärger. Die Staatsanwaltschaft hat Jagdfeld wegen Untreue angeklagt. Fünf Fälle, 22 Millionen Euro Schaden. Diesmal geht es ums Hotel Adlon, das Jagdfeld mit Mitteln von 4400 Anlegern wieder aufbaute. Einer der Vorwürfe ist, dass er zwischen 2008 und 2012 auf Mietzahlungen einer Holding verzichtete, die im Hotel Restaurants, Bars, Weinhandlung und Luxusbad betreibt. Jagdfelds Sohn Julius (35) leitet die Holding. Er und sein Vater bestreiten: „Die Vorwürfe sind vollkommen unzutreffend, das wird das Verfahren zeigen.“
Razzia bei Berlins Lieblings-Investor, die schlechten Nachrichten für Jagdfeld scheinen nicht mehr abzureißen. Ob die Pyramide in Marzahn, das Rathaus Center in Pankow, Spreebogen Plaza in Charlottenburg, Plaza Frankfurter Allee (Friedrichshain) oder das Forum Köpenick – überall hatte und hat Jagdfeld seine Finger im Spiel. Mitte der 90er Jahre wurde sein Vermögen auf eine Milliarde Mark geschätzt. 1999 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
Doch das Imperium bröckelt. Immer häufiger macht das Wort „Pleitier“ die Runde, seit er für das Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee im Februar 2012 Insolvenz anmeldete. 2007 hatte dort der G-8-Gipfel getagt, dennoch war die Nobel-Herberge (5 Sterne) im Sommer nur zu 44 Prozent ausgelastet, im Winter gar nur zu 12 Prozent. Mindestens 25000 Euro Einlage pro Kopf hatten 1900 Anleger in einen Fond für den mondänen Hotelkomplex eingezahlt. Geld, das komplett futsch sein dürfte.
Vor Gericht droht in diesem Jahr weiterer Ärger. Die Staatsanwaltschaft hat Jagdfeld wegen Untreue angeklagt. Fünf Fälle, 22 Millionen Euro Schaden. Diesmal geht es ums Hotel Adlon, das Jagdfeld mit Mitteln von 4400 Anlegern wieder aufbaute. Einer der Vorwürfe ist, dass er zwischen 2008 und 2012 auf Mietzahlungen einer Holding verzichtete, die im Hotel Restaurants, Bars, Weinhandlung und Luxusbad betreibt. Jagdfelds Sohn Julius (35) leitet die Holding. Er und sein Vater bestreiten: „Die Vorwürfe sind vollkommen unzutreffend, das wird das Verfahren zeigen.“


