Internet-Firma Yahoo
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Internet-Firma Yahoo
Zwischen Microsoft und Google ist ein offener Streit über die geplante Milliarden-Übernahme der Internet-Firma Yahoo entbrannt.
Microsoft wies am Sonntag Vorwürfe von Google zurück, wonach der weltgrößte Software-Konzern durch eine Übernahme von Yahoo seine Monopolstellung ins Internet ausdehnen würde.
Ganz im Gegenteil: Durch einen Zusammenschluss mit Yahoo würde in den Bereichen Internetsuche und Online-Werbung ein ernstzunehmender Wettbewerber für den Marktführer Google entstehen, argumentierte Microsoft. Alle anderen Szenarien hätten dagegen nur weniger Wettbewerb im Internet zur Folge.
Zuvor hatte Google die geplante Yahoo-Übernahme durch Microsoft heftig kritisiert. Bei einer solchen Allianz könnte Microsoft sein Software-Monopol für PCs auf den Bereich der Internet-Dienstleistungen ausweiten, schrieb Google-Vizepräsident David Drummond am Sonntag in einem Blog-Eintrag. Microsoft habe schließlich eine lange Tradition in der Ausnutzung von Monopolen.
Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr unterdessen aus Kreisen, dass sich Yahoo vehement gegen die Microsoft-Offerte von knapp 45 Milliarden Dollar stemmen will. Das Yahoo-Management sei der Ansicht, dass das Angebot zu niedrig sei, erfuhr Reuters aus Yahoo-Kreisen. Bei einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hieß es zudem, Yahoo erwäge in einigen Bereichen eine Zusammenarbeit mit Google, um eine Übernahme durch Microsoft zu verhindern.
Quelle: Reuters
Lesen Sie dazu auch : [” Microhoo “]
Microsoft wies am Sonntag Vorwürfe von Google zurück, wonach der weltgrößte Software-Konzern durch eine Übernahme von Yahoo seine Monopolstellung ins Internet ausdehnen würde.
Ganz im Gegenteil: Durch einen Zusammenschluss mit Yahoo würde in den Bereichen Internetsuche und Online-Werbung ein ernstzunehmender Wettbewerber für den Marktführer Google entstehen, argumentierte Microsoft. Alle anderen Szenarien hätten dagegen nur weniger Wettbewerb im Internet zur Folge.
Zuvor hatte Google die geplante Yahoo-Übernahme durch Microsoft heftig kritisiert. Bei einer solchen Allianz könnte Microsoft sein Software-Monopol für PCs auf den Bereich der Internet-Dienstleistungen ausweiten, schrieb Google-Vizepräsident David Drummond am Sonntag in einem Blog-Eintrag. Microsoft habe schließlich eine lange Tradition in der Ausnutzung von Monopolen.
Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr unterdessen aus Kreisen, dass sich Yahoo vehement gegen die Microsoft-Offerte von knapp 45 Milliarden Dollar stemmen will. Das Yahoo-Management sei der Ansicht, dass das Angebot zu niedrig sei, erfuhr Reuters aus Yahoo-Kreisen. Bei einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hieß es zudem, Yahoo erwäge in einigen Bereichen eine Zusammenarbeit mit Google, um eine Übernahme durch Microsoft zu verhindern.
Quelle: Reuters
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Yahoo vor der Übernahme:
Berichten zufolge erwägen die Finanzinvestoren Blackstone und Bain Capital eine Übernahme des Internetunternehmens Yahoo für mehr als 25 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) gemeinsam mit zwei asiatischen Partnern. Mehrere Medien berichteten am Mittwoch über diese mögliche Art des Vorgehens und bezogen sich dabei auf Aussagen von unbenannten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind
Berichten zufolge erwägen die Finanzinvestoren Blackstone und Bain Capital eine Übernahme des Internetunternehmens Yahoo für mehr als 25 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) gemeinsam mit zwei asiatischen Partnern. Mehrere Medien berichteten am Mittwoch über diese mögliche Art des Vorgehens und bezogen sich dabei auf Aussagen von unbenannten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind
Der kriselnde US-Internetkonzern Yahoo will sich einem Bericht zufolge von Tausenden Beschäftigten trennen. Die Entlassungen könnten schon bis Ende des Monats umgesetzt werden, berichtete die US-Branchenwebsite „All Things Digital” unter Berufung auf mehrere Quellen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Betroffen von den massiven Einschnitten könnten demnach die Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Forschung sein sowie regionale und weitere weniger bedeutsame Geschäftsteile. Die Zahl der Entlassungen werde „wahrscheinlich in die Tausende” gehen, berichtete die Website
Aktionär verlangt Einblick in Interna
Der Großaktionär, der den falschen Uni- Abschluss bei Yahoo- Chef Scott Thompson entdeckt hat, greift das Management des Internetkonzerns weiter scharf an. Der Fondsmanager Dan Loeb verlangte am Montag einen umfassenden Einblick in die Aufzeichnungen der Firma. Loeb will wissen, wie und warum Thompson Chef wurde. Zudem zweifelte der Investor auch die Qualifikationen von mehreren anderen Yahoo- Verwaltungsräten an.
"Den Anteilseigner haben ein Recht auf totale Transparenz", erklärte Loebs Investmentfirma Third Point, die 5,8 Prozent an Yahoo hält. Es könne nicht sein, dass die Untersuchungen im Geheimen abliefen.
Yahoo hatte am Donnerstag zugeben müssen, dass Thompson entgegen bisherigen Angaben keinen Bachelor- Titel in Computerwissenschaften hat. Loeb forderte daraufhin, dass Thompson bis zum Montag gefeuert wird. Sonst drohte er mit rechtlichen Schritten.
"Fehler" seit Jahren im Lebenslauf
Yahoo hatte zunächst von einem "unbeabsichtigter Fehler" gesprochen, später aber angekündigt, der Verwaltungsrat werde sich mit dem Thema befassen. Ziemlich schnell wurde klar, dass die falsche Information auch schon vor Jahren in Thompsons offizieller Biografie zu seiner Zeit bei der Online- Handelsplattform eBay stand. Außerdem tauchte ein Rundfunk- Interview auf, in dem Thompson eine Journalistin nicht korrigierte, nachdem diese seine Titel aufgezählt hatte.
Aktionär verfolgt eigene Ziele
Investor Loeb kommt der Fehler gerade recht, denn er kann Yahoo damit unter Druck setzen. Loeb will schon lange selbst in das Yahoo- Aufsichtsgremium einziehen und den Kurs des Konzerns mitbestimmen. Bisher hat ihn die Yahoo- Führung abgeblockt.
Sechs weitere Yahoo- Obere im Visier
Loeb will neben Thompson sechs weitere Verwaltungsräte hinausdrängen und durch eigene Leute ersetzen. So soll Patti Hart gehen, die für die Chefsuche verantwortlich war. "Yahoo hat nicht erklärt, warum das für die Suche verantwortliche Komitee einen Firmenchef anheuern konnte, ohne die Qualifikationen des Kandidaten auch nur rudimentär zu überprüfen", hieß es in einem öffentlichen Brief an den Yahoo- Verwaltungsrat.
Yahoo gerade erst auf Kurs gebracht
Für Yahoo kommt der Feuersturm des Investors zur Unzeit. Thompson kam erst Anfang des Jahres zu dem mit Umsatz- Rückgängen kämpfenden Internetpionier, dem Rivalen wie Google einen immer größeren Teil der Werbeeinnahmen weggeschnappt haben. Thompson leitete einen Sparkurs ein, baute um und konnte auch schon erste Erfolge vorweisen. Vor Thompson war Yahoo monatelang führungslos, nachdem Vorgängerin Carol Bartz das Unternehmen im Streit verlassen hatte.
* Krone
"Den Anteilseigner haben ein Recht auf totale Transparenz", erklärte Loebs Investmentfirma Third Point, die 5,8 Prozent an Yahoo hält. Es könne nicht sein, dass die Untersuchungen im Geheimen abliefen.
Yahoo hatte am Donnerstag zugeben müssen, dass Thompson entgegen bisherigen Angaben keinen Bachelor- Titel in Computerwissenschaften hat. Loeb forderte daraufhin, dass Thompson bis zum Montag gefeuert wird. Sonst drohte er mit rechtlichen Schritten.
"Fehler" seit Jahren im Lebenslauf
Yahoo hatte zunächst von einem "unbeabsichtigter Fehler" gesprochen, später aber angekündigt, der Verwaltungsrat werde sich mit dem Thema befassen. Ziemlich schnell wurde klar, dass die falsche Information auch schon vor Jahren in Thompsons offizieller Biografie zu seiner Zeit bei der Online- Handelsplattform eBay stand. Außerdem tauchte ein Rundfunk- Interview auf, in dem Thompson eine Journalistin nicht korrigierte, nachdem diese seine Titel aufgezählt hatte.
Aktionär verfolgt eigene Ziele
Investor Loeb kommt der Fehler gerade recht, denn er kann Yahoo damit unter Druck setzen. Loeb will schon lange selbst in das Yahoo- Aufsichtsgremium einziehen und den Kurs des Konzerns mitbestimmen. Bisher hat ihn die Yahoo- Führung abgeblockt.
Sechs weitere Yahoo- Obere im Visier
Loeb will neben Thompson sechs weitere Verwaltungsräte hinausdrängen und durch eigene Leute ersetzen. So soll Patti Hart gehen, die für die Chefsuche verantwortlich war. "Yahoo hat nicht erklärt, warum das für die Suche verantwortliche Komitee einen Firmenchef anheuern konnte, ohne die Qualifikationen des Kandidaten auch nur rudimentär zu überprüfen", hieß es in einem öffentlichen Brief an den Yahoo- Verwaltungsrat.
Yahoo gerade erst auf Kurs gebracht
Für Yahoo kommt der Feuersturm des Investors zur Unzeit. Thompson kam erst Anfang des Jahres zu dem mit Umsatz- Rückgängen kämpfenden Internetpionier, dem Rivalen wie Google einen immer größeren Teil der Werbeeinnahmen weggeschnappt haben. Thompson leitete einen Sparkurs ein, baute um und konnte auch schon erste Erfolge vorweisen. Vor Thompson war Yahoo monatelang führungslos, nachdem Vorgängerin Carol Bartz das Unternehmen im Streit verlassen hatte.
* Krone
Yahoo-Chef Thompson vor dem Abgang
Yahoo -Chef Scott Thompson will offenbar seinen Hut nehmen. Grund dürfte die Affäre um seinen geschönten Lebenslauf sein, heißt es in einem Bericht. Einen Nachfolger gibt es demnach auch schon.
Das schrieb das Blog "All Things Digital" am Sonntag unter Berufung auf mehrere Quellen, die nah am Geschehen dran seien. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Die "All Things Digital"-Autorin Kara Swisher hat jedoch einen guten Draht in den Internetkonzern. In der Vergangenheit war sie mit ihren Informationen äußerst treffsicher.
Thompson werde vermutlich bis auf Weiteres durch den Yahoo-Werbechef Ross Levinsohn ersetzt, berichtete das Blog weiter. Allerdings schränkte "All Things Digital" ein, dass der Verwaltungsrat des Unternehmens dem Chefwechsel noch abschließend zustimmen müsse.
Thompson steht seit Tagen unter Dauerfeuer eines Großaktionärs, weil in seinem offiziellen Lebenslauf ein Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften aufgeführt war, den er gar nicht besitzt.
Es wäre schon der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-Chefs binnen weniger Monate. Thompson war erst zu Jahresbeginn angetreten. Seine Vorgängerin Carol Bartz war gefeuert worden, weil sie es nicht geschafft hatte, den Umsatzschwund zu stoppen. Yahoo steht in scharfer Konkurrenz zu Google und Facebook bei der lukrativen Werbung im Internet. Thompson, ein ehemaliger Ebay -Manager, konnte dagegen erste Erfolge vorweisen. Umso stärker dürfte eine Hängepartie bei der Suche nach einem dauerhaften neuen Chef das Unternehmen treffen.
Das schrieb das Blog "All Things Digital" am Sonntag unter Berufung auf mehrere Quellen, die nah am Geschehen dran seien. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Die "All Things Digital"-Autorin Kara Swisher hat jedoch einen guten Draht in den Internetkonzern. In der Vergangenheit war sie mit ihren Informationen äußerst treffsicher.
Thompson werde vermutlich bis auf Weiteres durch den Yahoo-Werbechef Ross Levinsohn ersetzt, berichtete das Blog weiter. Allerdings schränkte "All Things Digital" ein, dass der Verwaltungsrat des Unternehmens dem Chefwechsel noch abschließend zustimmen müsse.
Thompson steht seit Tagen unter Dauerfeuer eines Großaktionärs, weil in seinem offiziellen Lebenslauf ein Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften aufgeführt war, den er gar nicht besitzt.
Es wäre schon der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-Chefs binnen weniger Monate. Thompson war erst zu Jahresbeginn angetreten. Seine Vorgängerin Carol Bartz war gefeuert worden, weil sie es nicht geschafft hatte, den Umsatzschwund zu stoppen. Yahoo steht in scharfer Konkurrenz zu Google und Facebook bei der lukrativen Werbung im Internet. Thompson, ein ehemaliger Ebay -Manager, konnte dagegen erste Erfolge vorweisen. Umso stärker dürfte eine Hängepartie bei der Suche nach einem dauerhaften neuen Chef das Unternehmen treffen.
Yahoo macht Tabula rasa
Der angeschlagene Yahoo-Konzern lässt keinen Stein auf dem anderen. Nach den personellen Querelen der vergangenen Monate hat das Internet-Urgestein nun einen teilweisen Verkauf seiner Kronjuwelen beschlossen
Bislang hielt Yahoo ein Anteilspaket von insgesamt 40 Prozent an seinem Partner Alibaba. Nun hat der Internetkonzern aber dem Drängen der Chinesen nachgegeben und einen 20-prozentigen Anteil den Hauptanteilseignern überlassen. Der Verkauf spült ordentlich Geld in die leeren Kassen von Yahoo: Der Nasdaq-Konzern streicht rund 7,1 Milliarden ein – davon 6,3 Milliarden Dollar in bar sowie Alibaba-Aktien für rund 800 Millionen Dollar.
Trotz Facebook im Plus
Ein Großteil des Erlöses wird den Yahoo-Aktionären zugute kommen: Der Konzern kündigte einen Aktienrückkauf im Umfang von fünf Milliarden Dollar an. Analysten hatten Yahoo wiederholt zum Ausstieg aus Alibaba aufgefordert. Nach ihrer Einschätzung vereinfache ein Verkauf die Eigentümerstruktur des US-Konzerns und mache den Wert des Unternehmens für Investoren leichter nachzuvollziehen, hieß es an der Wall Street.
Dort machten bereits am Freitagabend die ersten Gerüchte über einen bevorstehenden Alibaba-Verkauf die Runde. Das ließ die Yahoo-Aktie um 3,7 Prozent auf 15,42 Dollar in die Höhe klettern. Damit konnte sie sich dem allgemeinen Trend ganz hervorragend entziehen: Internet-Aktien standen nach dem desaströsen Facebook-IPO ganz oben auf den Verkaufslisten der Investoren
Sinkende Werbeeinnahmen…
Dabei zählt die Yahoo-Aktie klar zu den gefallenen Engeln des "alten" Internet-Hypes. In den 1990er Jahren war Yahoo eines der erfolgreichsten Internet-Unternehmen. Doch diese goldenen Zeiten sind lange vorbei, mittlerweile kämpft der angeschlagene Konzern vor allem mit sinkenden Werbeeinnahmen. Yahoo bricht langsam aber sicher seine Haupteinnahmequelle weg. Im vergangenen Jahr sanken die Erlöse um ein Fünftel.
Das spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider: Auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase zahlten Investoren noch bis zu 125,03 Dollar für den Titel. Doch auch in den vergangenen Jahren kam die Aktie auf keinen grünen Zweig, Kursverluste von mehr als 45 Prozent stehen in der Fünf-Jahres-Perspektive zu Buche.
… dank Google und Facebook
Zu den großen Konkurrenten von Yahoo zählt neben Google auch das soziale Netzwerk Facebook, das sich zu einer großen Werbeplattform gemausert hat. Laut Schätzungen sollen die sozialen Netzwerke 2011 5,5 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen verbucht haben.
Für 2013 prognostizieren Experten, dass die sozialen Netzwerke sogar die Zehn-Mililarden-Dollar-Grenze durchbrechen werden. Das meiste Geld dürfte in die Hände von Facebook und damit in die ohnehin schon prall gefüllten Taschen von Mark Zuckerberg wandern.
Personelle Querelen
Allerdings sehen Branchenkenner auch hier die ersten Probleme am Horizont: So wiesen im Zuge des Facebook-Börsengangs mehrere Experten darauf hin, dass wachsende Werbeeinnahmen bei dem Online-Netzwerk keineswegs ausgemachte Sache sind. Für Aufsehen sorgte General Motors: GM als einer der weltgrößten Werbetreibenden will vorerst keine Anzeigen mehr auf Facebook schalten, weil die Nutzer dadurch kaum erreicht würden.
Ob Yahoo von den aufkeimenden Problemen bei der Konkurrenz wird profitieren können, ist allerdings mehr als zweifelhaft. Zu groß sind die internen Probleme, auch in personeller Hinsicht. Binnen nur zwei Monaten hatte Yahoo zwei Konzernchefs verschlissen. Vor kurzem übernahm nun Ross Levinsohn das Ruder, nachdem sein Vorgänger Scott Thompson wegen eines falschen akademischen Titels in seinem Lebenslauf gefeuert worden war
* Börse/ARD
Bislang hielt Yahoo ein Anteilspaket von insgesamt 40 Prozent an seinem Partner Alibaba. Nun hat der Internetkonzern aber dem Drängen der Chinesen nachgegeben und einen 20-prozentigen Anteil den Hauptanteilseignern überlassen. Der Verkauf spült ordentlich Geld in die leeren Kassen von Yahoo: Der Nasdaq-Konzern streicht rund 7,1 Milliarden ein – davon 6,3 Milliarden Dollar in bar sowie Alibaba-Aktien für rund 800 Millionen Dollar.
Trotz Facebook im Plus
Ein Großteil des Erlöses wird den Yahoo-Aktionären zugute kommen: Der Konzern kündigte einen Aktienrückkauf im Umfang von fünf Milliarden Dollar an. Analysten hatten Yahoo wiederholt zum Ausstieg aus Alibaba aufgefordert. Nach ihrer Einschätzung vereinfache ein Verkauf die Eigentümerstruktur des US-Konzerns und mache den Wert des Unternehmens für Investoren leichter nachzuvollziehen, hieß es an der Wall Street.
Dort machten bereits am Freitagabend die ersten Gerüchte über einen bevorstehenden Alibaba-Verkauf die Runde. Das ließ die Yahoo-Aktie um 3,7 Prozent auf 15,42 Dollar in die Höhe klettern. Damit konnte sie sich dem allgemeinen Trend ganz hervorragend entziehen: Internet-Aktien standen nach dem desaströsen Facebook-IPO ganz oben auf den Verkaufslisten der Investoren
Sinkende Werbeeinnahmen…
Dabei zählt die Yahoo-Aktie klar zu den gefallenen Engeln des "alten" Internet-Hypes. In den 1990er Jahren war Yahoo eines der erfolgreichsten Internet-Unternehmen. Doch diese goldenen Zeiten sind lange vorbei, mittlerweile kämpft der angeschlagene Konzern vor allem mit sinkenden Werbeeinnahmen. Yahoo bricht langsam aber sicher seine Haupteinnahmequelle weg. Im vergangenen Jahr sanken die Erlöse um ein Fünftel.
Das spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider: Auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase zahlten Investoren noch bis zu 125,03 Dollar für den Titel. Doch auch in den vergangenen Jahren kam die Aktie auf keinen grünen Zweig, Kursverluste von mehr als 45 Prozent stehen in der Fünf-Jahres-Perspektive zu Buche.
… dank Google und Facebook
Zu den großen Konkurrenten von Yahoo zählt neben Google auch das soziale Netzwerk Facebook, das sich zu einer großen Werbeplattform gemausert hat. Laut Schätzungen sollen die sozialen Netzwerke 2011 5,5 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen verbucht haben.
Für 2013 prognostizieren Experten, dass die sozialen Netzwerke sogar die Zehn-Mililarden-Dollar-Grenze durchbrechen werden. Das meiste Geld dürfte in die Hände von Facebook und damit in die ohnehin schon prall gefüllten Taschen von Mark Zuckerberg wandern.
Personelle Querelen
Allerdings sehen Branchenkenner auch hier die ersten Probleme am Horizont: So wiesen im Zuge des Facebook-Börsengangs mehrere Experten darauf hin, dass wachsende Werbeeinnahmen bei dem Online-Netzwerk keineswegs ausgemachte Sache sind. Für Aufsehen sorgte General Motors: GM als einer der weltgrößten Werbetreibenden will vorerst keine Anzeigen mehr auf Facebook schalten, weil die Nutzer dadurch kaum erreicht würden.
Ob Yahoo von den aufkeimenden Problemen bei der Konkurrenz wird profitieren können, ist allerdings mehr als zweifelhaft. Zu groß sind die internen Probleme, auch in personeller Hinsicht. Binnen nur zwei Monaten hatte Yahoo zwei Konzernchefs verschlissen. Vor kurzem übernahm nun Ross Levinsohn das Ruder, nachdem sein Vorgänger Scott Thompson wegen eines falschen akademischen Titels in seinem Lebenslauf gefeuert worden war
* Börse/ARD
Yahoo kassiert 7,1 Milliarden Dollar für Alibaba-Anteile
Der US-Internetkonzern Yahoo verkauft die Hälfte seiner Beteiligung an der chinesischen Internethandelsplattform Alibaba. Die Einnahmen von rund 7,1 Milliarden Dollar will der angeschlagene Internetpionier in Rückkäufe eigener Aktien stecken.
Yahoo macht Kasse. Der angeschlagene US-Internetkonzern hat die Hälfte seiner 40-prozentigen Beteiligung an der größten chinesischen Internethandelsplattform Alibaba für rund 7,1 Milliarden Dollar verkauft. Käufer der Aktien ist das chinesische Unternehmen selbst. Der US-Konzern erhalte mindestens 6,3 Milliarden Dollar in bar sowie neu geschaffene Vorzugsaktien des chinesischen Unternehmens, teilten die beiden Unternehmen mit. Deren Gegenwert wurde mit 800 Millionen Dollar beziffert.
Yahoo kämpft seit Jahren mit zahlreichen Problemen und will den Großteil des von Alibaba erhaltenen Geldes in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Bis zu fünf Milliarden Dollar sollen dafür ausgegeben werden. Das chinesische Unternehmen selbst könnte jetzt einen Börsengang vorbereiten - gemessen an dem von Yahoo erhaltenen Preis wird Alibaba derzeit mit 35 Milliarden Dollar (rund 27,4 Milliarden Euro) bewertet und damit fast doppelt so hoch wie das US-Unternehmen selbst.
Yahoo macht Kasse. Der angeschlagene US-Internetkonzern hat die Hälfte seiner 40-prozentigen Beteiligung an der größten chinesischen Internethandelsplattform Alibaba für rund 7,1 Milliarden Dollar verkauft. Käufer der Aktien ist das chinesische Unternehmen selbst. Der US-Konzern erhalte mindestens 6,3 Milliarden Dollar in bar sowie neu geschaffene Vorzugsaktien des chinesischen Unternehmens, teilten die beiden Unternehmen mit. Deren Gegenwert wurde mit 800 Millionen Dollar beziffert.
Yahoo kämpft seit Jahren mit zahlreichen Problemen und will den Großteil des von Alibaba erhaltenen Geldes in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Bis zu fünf Milliarden Dollar sollen dafür ausgegeben werden. Das chinesische Unternehmen selbst könnte jetzt einen Börsengang vorbereiten - gemessen an dem von Yahoo erhaltenen Preis wird Alibaba derzeit mit 35 Milliarden Dollar (rund 27,4 Milliarden Euro) bewertet und damit fast doppelt so hoch wie das US-Unternehmen selbst.


