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31.08.2012
AXA Immoselect: Verluste bei Immobilien-Verkäufen

Seit dem 17. November 2009 kann kein Anleger mehr seinen Anteilschein am rund 2,3 Milliarden Euro schweren offenen Immobilienfonds AXA Immoselect aus Köln in Bargeld verwandeln. Der Fonds war an diesem Tag nach sieben Jahren geschlossen worden, weil das Barvermögen unter 5 Prozent gesunken war, und wird seit dem 19. November 2011 für immer abgewickelt.

Dr. Ralf Stoll<br /> © Dr. Stoll & Kollegen
Dr. Ralf Stoll
© Dr. Stoll & Kollegen
Das bedeutet, dass auch in Zukunft kein Anteilschein mehr bei der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, die bis zum 20. Oktober 2014 zuständig ist, oder anschließend bei der Depotbank Sal Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA in Köln zurückgegeben werden kann.

Die Anleger müssen nun warten, bis eines der 62 noch vorhandenen Büroimmobilien in elf Ländern nach dem anderen verkauft wird, um dann in Halbjahresschritten das eingezahlte Kapital zurückzuerhalten.

Die erste geplante Rückzahlungsrate zum April 2012 fiel aus, weil sich die Objekte wegen Leerständen, kurzer Mietlaufzeiten, fehlender Anschlussmieter auf der einen Seite und wegen vorsichtig gewordener Banken, die neue Käufe nur mit erhöhtem Eigenkapital finanzieren, nicht so einfach losschlagen ließen.

Wenigstens konnte der AXA Immoselect die jährliche Ausschüttung, die überwiegend aus den Mieteinnahmen erwirtschaftet wird, am 27. Juli 2012 genauso hoch halten, wie im vergangenen Jahr. Es gab 1,85 Euro pro Anteilschein. Insgesamt wurden 89,1 Millionen Euro ausgeschüttet.

Mit 20,68 Millionen Euro<br /> Verlust verkauft: Bürohaus in Paris © AXA IM
Mit 20,68 Millionen Euro
Verlust verkauft: Bürohaus in Paris © AXA IM
Wer dringend Geld braucht und seine Anteilscheine versilbern will, dem bleibt nur der Gang zur Zweitmarktbörse. "Aktuell bewegt sich der Börsenkurs bei etwa der Hälfte des Werts eines Anteils", teilte Anlegeranwalt Dr. Ralf Stoll aus Lahr in Baden-Württemberg mit. "Da auch Verkaufsgebühren fällig werden, ist ein Börsenverkauf momentan nicht für jeden Anleger des AXA Immoselect die erste Wahl."

Wer dabei bleibt, muss zusehen, wie der Wert seiner Anteilscheine schwindet. Die Immobilienverkehrswerte im Sondervermögen AXA Immoselect reduzierten sich innerhalb eines Jahres um 3,9 Prozent, der Wert des Fonds schrumpfte um 2,2 Prozent.

Die beiden im Juli und August 2012 geglückten Verkäufe zweier Büroimmobilien in Paris und Brüssel sind mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten.

Einerseits wurden am 30. Juli 2012 für die größte Einzelimmobilie des AXA Immoselect, das 46.478 Quadratmeter große Bürohaus in Paris/Charenton-le-Pont 5, avenue de la Liberte, 239,77 Millionen Euro überwiesen.

Bezahlt hatte die Fondsgesellschaft beim Kauf des Objektes im September 2005 allerdings 260,45 Millionen Euro. Ein Verlust von 20,68 Millionen Euro.

Am 8. August 2012 glückte dann zwar der Verkauf der 5.662 Quadratmeter großen Büroimmobilie in der Avenue del la Couronne 159 im Stadtteil Ixelles in Brüssel (Belgien). Doch der ...

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