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18.10.2012
Kanzlei Dr. Schulte verklagt SAM AG-Inhaber Michael Oberle

Seine 6 Anwälte seien schuld, sie hätten ihn nicht auf den Formfehler hingewiesen, dass er in der Schweiz für ein hochrentables Investmentgeschäft mit gekündigten Lebensversicherungen eine Banklizenz gebraucht hätte. Am liebsten würde er die Anwälte wegen Falschberatung verklagen.

Convent Aber jetzt könne er, Michael Frank Oberle (48), der am 5. Februar 2009 in Luzern das Schweizer Investitionshaus für erneuerbare Energien SAM Finanz AG gründete und am 15. September 2010 in die heutige SAM Management Group AG (kurz SAM AG) umfirmierte und nach Hergiswil verlegte, nichts mehr machen. Obwohl Oberle alleiniger Aktionär und einziger Verwaltungsrat ist.

Die Ereignisse an diesem denkwürdigen Montagmorgen, dem 5. März 2012, hätten Oberle überrascht. Das Büro der SAM AG in der Sonnenbergstraße 9 in Hergiswil war noch verschlossen, als plötzlich unangemeldet zwei Untersuchungs-Rechtsanwälte der Eidgenössischen Finanzmarktsicht FINMA aus Zürich in Begleitung zweier Kantonpolizisten in Zivil und ein Team von EDV-Spezialisten der Firma Axept AG, die zur Spiegelung aller Rechnerdaten eigens aus Glattbrugg angefordert wurden, Einlass begehrten.

Oberle und dessen Frau, die ebenfalls in der SAM AG arbeitet, wurden aus dem Bett geklingelt. Oberle eilte von daheim in der Büelstraße 25 zum Büro, um die FINMA-Untersuchungstruppe reinzulassen. Es war seine letzte offizielle Amtshandlung als SAM AG-Chef.

Er und seine drei Mitarbeiter mussten den Untersuchungsrechtsanwälten alle Büroschlüssel aushändigen. Oberle durfte nicht mehr innerhalb der SAM AG und nach außen auch nicht mehr im Namen der SAM AG auftreten. Das Büro war bis zum 26. März 2012 geschlossen. Danach durfte Oberle nur noch unter Auflagen hinein.

Die Untersuchung kam am 11. Juni 2012 nach Auswertung aller Unterlagen und Zeugenbefragungen zu dem Schluss, dass Oberle mit seiner SAM AG eine genehmigungspflichtige Tätigkeit ausgeübt habe, wofür er eine Banklizenz gebraucht habe, die er aber nicht bekommen würde, weil er die Voraussetzungen und Mittel dafür nicht mitbringe. Die FINMA forderte Oberle anschließend auf, persönlich dazu Stellung zu nehmen. Doch Oberle gab keine persönliche Erklärung ab.

Am 24. August 2012 beauftragte die FINMA schließlich die bisherigen Untersuchungs-Rechtsanwälte Dr. Daniel Hunkeler und Salvatore Petralia von der Kanzlei Baur Hürlimann AG in Zürich, die SAM AG aufzulösen und zu liquidieren.

Am 3. Mai 2012 gab Oberle, der von der SAM AG ein monatliches Salär von 6.600 Euro plus 4.130 Euro für seine mitarbeitende Ehefrau bezogen hatte, seine Wohnung in Hergiswil auf und zog in den Rossbergweg 28 nach Würzburg in Bayern.

Zum Unternehmensverbund der Schweizer SAM AG gehörten in Deutschland die Vertriebstöchter Bestlife Select AG und Capital Solutions AG mit dem Produkt CASHLIFE und dem gemeinsamen Nachfolger LEO ONE mit dem Produkt GreenUP, allesamt in der Elsenheimerstraße 53 in München, mit 1.000 freien Vertrieblern, die für jeden eingeworbenen Rückkaufswert eine 14- bis 15prozentige Provision kassierten.

Weiter gehörten zur SAM AG Gruppe die Regensburger Firmen der Fröschl Gruppe FG Geothermie GmbH und FROGRESS GmbH, beide in der Bruderwöhrdstraße 15a, an denen sich die SAM AG zu 47,5 Prozent und zu 50 Prozent beteiligte. Als einziges bekannte Projekt sollten die Regensburger mit dem Geld der SAM AG ein Geothermiewerk in Kirchweidach in Bayern bauen, das nun ohne weitere Überweisungen oder einen neuen Investor nicht, wie geplant, im Jahre 2013 ans Netz gehen und somit auch nicht die Kredite der SAM AG-Anleger zurückzahlen kann.

Auf seine ehemaligen Partner innerhalb der SAM AG-Gruppe ist Oberle nicht sehr gut zu sprechen.

"Tatsächlich suchte man in mir wohl eine Art gute Adresse in der Schweiz", resümmierte er am 10. Oktober 2012 gegenüber dem hessischen Finanzmarkt-Infodienst NAWITO. "Aber ich habe sicher auch eigene Fehler zugetan. Insbesondere muss ich mir heute vorwerfen, dass ich bestimmten Investitionsmodellen einer Unternehmensgruppe aus Regensburg zu sehr vertraut habe."

Und weiter: "Wir haben Florian Fritsch, dem Kopf der FG.de-Gruppe, vormals Fröschl/Frogress et cetera, vertraut. Seine Projekte erschienen uns absolut sicher, nachvollziehbar und gewinnbringend. Wahrscheinlich haben wir uns sehr in ihm und seinen Unternehmungen getäuscht."

Anwalt Christian M. Schulter<br /> von der Kanzlei Dr. Schulte<br /> und Partner Rechtsanwälte<br /> Berlin © Kanzlei Dr. Schulte
Anwalt Christian M. Schulter
von der Kanzlei Dr. Schulte
und Partner Rechtsanwälte
Berlin © Kanzlei Dr. Schulte
Doch den Schwarzen Peter nun seinen Ex-Beratern oder Ex-Geschäfts-Partnern zuzuschieben, hilft Oberle nicht viel. Auch wenn er gegenüber NAWITO betonte, seine Wege hätten sich von denen der anderen Personen im früheren SAM AG-Management bereits zum Jahresbeginn 2012 getrennt.

"Das entlässt ihn aber nicht aus seiner persönlichen Haftung als Alleinaktionär der SAM AG gegenüber den Anlegern", sagte nun Rechtsanwalt Christian M. Schulter von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte aus Berlin Mitte gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. "Wir haben am 19. September 2012 für eine Mandantin Klage auf Schadensersatz am Landgericht Berlin eingereicht."

Sie wird als Musterverfahren geführt. Denn die Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte gründete am 14. September 2012 in Berlin eine "Geschädigtengemeinschaft SAM AG", der sich bereits zur Gründungsversammlung 180 Geschädigte anschlossen.

Jeder Anleger muss sich nämlich selbst kümmern und seine Ansprüche auf Rückzahlung seiner Gelder anmelden. Weil sich aber nur ganz wenige Anleger bei der Liquidationskanzlei gemeldet hätten, da die Anleger nicht per E-Mail oder Brief informiert wurden, hat diese nun die Anmeldefrist vom 10. Oktober 2012 auf den 30. November 2012 verlängert.

Die Liquidatoren meinen: Titel gegen die SAM AG würden nichts bringen. Bezüglich der Rangrücktritte muss man allerdings wissen ....

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Es liegen 5 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Thomas Bremer am 19.10.2012 10:19
Jammerlappen Oberle?

Natürlich sind immer die Anderen Schuld, klar wie könnte man dann auf den Gedanken kommen das Oberle und Hollenbach irgendetwas auch nur die aller geringste Schuld am Desaster der SAM AG haben könnten.

Wo kämen wir denn dahin? Das wäre ja schier unglaublich. Netürlich hat Michael Oberle alle Sorgfaltspflichten erfüllt und sicherlich nur für ein ganz geringes Gehalt gearbeitet. Natürlich hat er sicherlich jede Investition mit einer Due Dilligence unterlegt und kann das auch nachweisen.

Prima, dann wissen wir doch wer Schuld ist???..irgendwann die böse Schweizer Finanzmarktaufsicht. Sorry Herr Oberle so einen Bullshit wie in dem Interview auf GOMOPA habe ich noch niemals gelesen. das ist Oberles Märchenstunde, zumindest kann man zu diesem Ergebnis kommen.

Tom Rohrböck hat doch, unseren Informationen nach, einige Zeit für die SAM AG die PR Arbeit gemacht.Haben Sie dem auch solch einen Mist erzählt? Also jeder der die Geschichte des armen Michael Oberle lesen will, sollte den Artikel einmal auf Gomopa lesen. Gut das da ein Anwalt wie Schulte dran ist.

Menschen wie Michael Hollenbach und Michael Oberle sollten erstmal ?ganz ruhig sein, und erstmal dafür sorge, das alles was gerettet werden kann für die Anleger auch gerettet wird?. Wir wünschen und Menschen wie Josef Geltinger die dann nicht anderen die Schuld geben, sondern aktiv an der Sicherung und Suche von Vermögen für die Anleger an vorderster Front arbeiten.

#1 - Kommentar von dtw212 am 19.10.2012 10:33
Excellent geschrieben und auf den Punkt recherchierter Artikel. Hoffe das Beste für die Anleger.

#2 - Kommentar von Denksport am 19.10.2012 10:56
Jaup! Der Beitrag wurde von Herrn Bremer auf www.diebewertung geschrieben. Der Thomas Bremer greift in letzter Zeit im Übrigen genauso ruppig an, wie Gomopa in besten Zeiten. Finde ich klasse. Nur die dämlichen Allerwelts Nachrichten stören mich etwas und die katastropfale Rechtschreibung!!!

Das dazu. Der Michael Oberle ist natürlich ein Quatscher, wie auch Thomas Bremer das richtig schreibt. Wo hat er wohl die Millionen gebunkert?

Denksport

#3 - Kommentar von Dirk Schuster am 19.10.2012 11:00
Dr. Thomas Schulte ist ein Spitzenanwalt! Kann ich bedingungslos empfehlen !

Gruß Dirk

#4 - Kommentar von Klaus Harke am 19.01.2013 19:16
Nun versuchen die Regensburger/Fritsch in Deutschland Geld (50 Mio) über Namensschuldverschreibungen für Geothermieprojekte einzusammeln. Von diesem Investment ist wohl abzuraten?!


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