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30. Juni 2016
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26.10.2012
Staatsanwalt stellt Wirecard-Ermittlung gegen GoMoPa-Chefs ein

Convent Die Staatsanwaltschaft München I stellte am 12. Oktober 2012 das Ermittlungsverfahren gegen die Chefs des Finanznachrichtendienstes GoMoPa.net, Klaus Maurischat (56) und Mark Vornkahl (39), wegen des Verdachts auf ein Vergehen nach dem Wertpapierhandelsgesetz (Marktmanipulation) in der so genannten Wirecard-Affäre ein (Geschäftsnummer 306 Js 169800/11).

"Mangels Nachweis, so steht es im Computer", sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft München I, Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch, auf Nachfrage gegenüber GoMoPa.net.

Damit steht nach zwei Jahren intensiver staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen nun auch offiziell fest, dass GoMoPa.net für seine kritische Berichterstattung über den Online-Bezahldienstleister Wirecard AG aus Grasbrunn bei München im Jahre 2010 weder von irgendjemanden beauftragt wurde, noch Geld dafür erhalten hatte oder sonst einen Vorteil daraus zog, dass der Aktienkurs am 30. März 2010 für kurze Zeit um rund 30 Prozent eingebrochen war.

Einen Tag zuvor hatte GoMoPa.net berichtet, dass es neben dem Geldwäscheverfahren gegen die Wirecard AG bei der Staatsanwaltschaft München I (Geschäftszeichen 324 4 Js 7110085/10) auch ein belastendes Geständnis vor einem USA-Gericht gegeben habe. Das Geständnis hat es aber so nicht gegeben, weshalb GoMoPa.net am nächsten Tag die Meldung korrigieren musste.

GoMoPa.net hatte sich dabei von dem ehemaligen Sprecher der SdK (Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.) aus München und Herausgeber des Börsenbriefes DerBoersendienst.de, Tobias Bosler (41), aus München ins Boxhorn jagen lassen.

Der hatte sehr wohl ein persönliches Interesse, den Aktienkurs der Wirecard AG auf Talfahrt zu schicken. Bosler, auch das hat die Staatsanwaltschaft ermittelt, habe mit so genannten Put Optionen auf den Fall der Aktien gewettet. Als der Kurs dann aufgrund lancierter Informationen tatsächlich einbrach, habe Bosler einen schnellen Gewinn von 436.377,20 Euro erzielt.

Bosler wurde deswegen und wegen weiterer 20 Firmen, deren Aktienkurse er mit Hilfe eines bezahlten Netzwerkes aus Börsenjournalisten bejubeln oder zerreißen ließ, am 21. September 2010 verhaftet und saß 16 Monate in Untersuchungshaft.

Am 20. März 2012 wurde er in einem ersten Prozess um eine Wirecard-Aktien-Manipulation aus dem Jahre 2008 nach einem Geständnis vor dem Landgericht München zu 3 Jahren Gefängnis und zu einer Zahlung von 127.000 Euro verurteilt. Da ihm die lange U-Haft bis zur Urteilsverkündung angerechnet wurde, durfte er den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der Prozess wegen der mutmaßlichen Wirecard-Marktmanipulation vom März 2010 steht noch aus.

Bei der zweiten aufgedeckten Manipulation gegen die Wirecard im Jahre 2010 stand die Staatsanwaltschaft München I nun wegen der erstmaligen GoMoPa.net-Berichterstattung über Wirecard vor der Frage, inwieweit die GoMoPa.net-Chefs Maurischat und Vornkahl mit Bosler und seiner Helfersclique aus verschiedensten Börsenjournalisten in Verbindung stehen.

Die Antwort fiel eindeutig aus: gar nicht. Staatsanwalt Dr. Michael Nunner stellte bereits am Anfang seiner Ermittlungen fest, eine Verbindung "ist derzeit noch nicht nachvollziehbar, insoweit besteht nur der Verdacht einer Verbindung."

Dennoch wurde GoMoPa.net in verschiedenen Medien mit dem Beiwort "umstritten" bedacht.

Am stärksten stellte ausgerechnet der Gruner+Jahr Verlag die journalistische Unabhängigkeit von GoMoPa.net infrage. Das verwundert sehr.

Denn die Staatsanwaltschaft München I enttarnte bei ihren Ermittlungen ebenfalls schon recht frühzeitig zwei ehemalige Börse Online-Ressortleiter, Georg Breu (Chef Deutsche Aktien) und Günter Pollersbeck (Chef Internationale Aktien) aus München, als mutmaßliche Kumpane und Nutznießer von Bosler.

Laut Staatsanwaltschaft hätten Breu und Pollersbeck über eine von ihnen gegründete Firma namens ZwanzigZehn GmbH (früher Investor Press GmbH) über den Wertpapier-Vermittler Cortal Consors S.A. aus Paris mit deutscher Zweigniederlassung in Nürnberg vom 1. bis 17. März 2010 bei der BNP Paribas Emissions- und Handelsgesellschaft mbH in Frankfurt am Main ein Wertpapierdepot "BNP Paribas Em.-u.Handelsg.mbHTurboS O.End Wirecard" mit 11.7866 Aktien der Wirecard aufgebaut und hierfür knapp 70.000 Euro aufgewandt.

Breu habe außerdem vom 15. Bis 17. März 2010 für sich allein ebenfalls bei BNP Paribas eine Wirecard-Aktienposition mit 11.788 Aktien aufgebaut und diese am 30. März 2010, dem Wirecard-Aktiencrash, zunächst mit einem Gewinn von 4.462 Euro aufgelöst. Er habe sodann erneut für rund 4.500 Euro eine Position aufgebaut."

Wie viel Gewinn Bosler, Breu und Pollersbeck am Ende aus ihrem mutmaßlichen Spekulationsangriff gegen die Wirecard AG im Frühjahr 2010 tatsächlich gezogen haben, wird in einem kommenden Prozess zu klären sein. Nun denn ...

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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#1 - Kommentar von Hein Napf am 29.10.2012
Das Gomopa nichts mit diesem unsäglichen Börsenmanipulationen zutun hatte, das war mir völlig klar. Trotzdem Glückwunsch Gomopa - und macht weiter so!

Heinrich

#2 - Kommentar von Sybille H. am 29.10.2012
Super Gomopa!!!! Am End siegt immer die Gerechtigkeit. Was mag Renate Daum denn jetzt sagen? Die kommt doch von den berühmten Qualitätsmedien, sagt sie. :-)))

#3 - Kommentar von Dirk Schuster am 29.10.2012
Für mich ist das ein innerer Reichsparteitag! Schön das ihr nie aufgegeben habt und wirklich super das es solch eine Plattform wie die eure gibt. HAltet weiter eure Schädel hin, lasst euch nicht vom richtigen Weg abbringen! Gomopa ist für mich der der Fels in der Brandung, der Leuchturm am Horizont und ohne euch wäre auf dem grauen Finanzmarkt bestimmt schon Anarchie! Wo Polizei und Staatsanwaltschaftz aufgeben, fängt Gomopa an! Herzlichen Glückwunsch zu diesem grandiosen Erfolg! Euer Dirk Schuster

#4 - Kommentar von dtw212 am 29.10.2012
Wenn Recht = Recht in Deutschland wäre, würde auch die Einstellung der Ermittlungen eine Selbstverständlichkeit sein. Man weiß, dass Recht haben nicht gleich Recht bekommen ist, deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, wie steinig der Weg bis zu diesem Erfolg war. Herzlichen Glückwunsch und noch ein Wunsch: Möge GoMoPa den Kampf gegen Abzocker, Parasiten und andere Verbraucherschädlinge niemals aufgeben

#5 - Kommentar von Gustav Gans am 11.12.2012
Na bitte! Hinten werden Schweine fett und am Ende kommt das raus, was es auch ist: Panikmache der ach so seriösen Print Medien, die es anscheinend nötig haben selbst kleine Plattformen wie Gomopa zu attackieren! Glückwunsch an das Team von Gomopa!

#6 - Kommentar von Alfred Wohlers am 12.12.2012
War mir klar, dass das alles nur Panikmache war. Sie/Gomopa machen einen Spitzenjob und man kann Sie gar nicht hoch genug loben! Das Sie sich von solchen Versuchen Sie aus dem Rennen zu nehmen nicht beeinträchtigen lassen finde ich Weltklasse. Weiter so, immer weiter! Ihr ALfred Wohlers


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