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20. August 2017
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29.10.2012
Dieter Bohlen auf der Finanzleitmesse DKM: Ich wäre auch als Vermittler erfolgreich

Den Autos nach scheint es der Finanz- und Versicherungsbranche ja richtig gut zu gehen. Ich gehörte mit meinem gemieteten Mercedes SLK zu den bescheidensten Besuchern unter den Leitwölfen der Finanz- und Versicherungsbranche Deutschlands vorige Woche in vier gerammelt vollen Dortmunder Westfalenhallen.

Auch diese 16. Deutsche Kontakt Messe (DKM, 65 Euro Eintritt) vom 23. bis 25. Oktober 2012 wollte wohl kein Makler und Vermittler verpassen, um mit einem Initiator von Finanzprodukten über Inhalte, Provisionen und Neukundengewinnung zu fachsimpeln, und umgekehrt. Mit rund 20.000 Besuchern, 314 Ausstellern, 73 Workshops, 9 Kongressen und 5 Foren auf 23.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde das Niveau der letzten Leitmesse aus dem Jahre 2011 noch ein kleines Stück nach oben geschraubt.


Dieter Bohlen auf der Bühne mit VHV-Privatkunden-<br />Vorstand Dr. Per-Johan Horgby (links) © GoMoPa.net
Dieter Bohlen auf der Bühne mit VHV-Privatkunden-
Vorstand Dr. Per-Johan Horgby (links) © GoMoPa.net
Deutschlands größter Auto- und Haftpflichtversicherer, die VHV Allgemeine Versicherung AG aus Hannover (Partner von 12.000 freien Vermittlern), machte folgende Frage zum Brennpunktthema: Wie kann sich ein Makler glaubwürdig positionieren?

Der etwas griesgrämige, aber dafür mit auffallend gelben Socken, gelbem Hemd und gelber Krawatte auf dem Diskussions-Podium in der Messehalle 3A platz nehmende VHV-Privatkundenvorstand Dr. Per-Johan Horgby wurde dann auch gleich für seinen schrillen Auftritt von seinem mitgebrachten Stargast, Dieter Bohlen (58) aus Tötensen (Niedersachsen), nach Dieter-Art abgewatscht. Die Antwort des Poptitans und studierten Diplomkaufmannes Bohlen auf die Frage "Dieter, wie präsentiert sich denn nun ein Makler erfolgreich auf dem Markt?" lautete: "Also, schon mal nicht im gelben Hemd. Thomas Gottschalk würde ich vielleicht eine Tüte Gummibärchen abkaufen, sonst nichts. Auf jeden Fall und zuerst durch GLAUBWÜRDIGKEIT!"

Dieter Bohlen hatte die Lacher sofort auf seiner Seite, obwohl er als Millionär im Augenblick nicht viel zu Lachen hat. Um kein Geld zu verlieren, sucht Bohlen nach Anlagen, die sicher sind und dennoch eine Rendite von mindestens 4,5 Prozent erzielen. Aber er habe eine solche sichere Anlage noch nicht gefunden.

Dieter Bohlen als Pappauf-<br />steller oder Kühlschrankmagnet
Dieter Bohlen als Pappauf-
steller oder Kühlschrankmagnet
Seit 2009 ist Dieter Bohlen bei der VHV als Pechvogel der Nation unter Vertrag. Die Hamburger Werbeagentur Scholz & Friends lässt Bohlen in Fernsehspots mal ein Brett vor den Kopf knallen, durch ein Gemälde sausen oder seit Mai diesen Jahres dessen vermeintliches Toupet von einem Angler herunterreißen. Nur gut, dass Dieter Bohlen von Experten versichert ist, soll die Botschaft lauten. Jeder VHV-Vermittler kann in der VHV-Zentrale einen Pappaufsteller für das Büro oder Magnete für den Kühlschrank bestellen: Darauf lässt Dieter Bohlen beispielsweise die Wanne überlaufen. Die VHV-Hausrat zahlt schließlich auch bei grober Fahrlässigkeit.

Dieter Bohlen ist offenbar für jeden (bezahlten) Gag zu haben. Er weiß aber auch ganz gut über den Grauen Kapitalmarkt Bescheid. Zumindest als Opfer. Habe er doch, so schrieb er in seiner Biographie,  Anfang der 90er Jahre dem Hamburger Schneeballbetrüger Jürgen Harksen (51, Sohn eines Gartenmöbelvertreters und einer dänischen Krankenschwester), umgerechnet anderthalb Millionen Euro für Beteiligungen an Investmentunternehmen anvertraut, die nur in Harksens Phantasie existierten. Harksen versprach eine Rendite von 1.300 Prozent. Er bestreitet, Dieter Bohlen betrogen zu haben, er habe Bohlen das Geld nebst einer Abfindung von umgerechnet 300.000 Euro zurückgegeben. Bohlen stellte nie einen Strafantrag gegen Harksen.  Aber das ist längst Schnee von gestern.

Eine Stunde sollte Bohlen am letzten Messetag (25. Oktober 2012) auf dem Podium der VHV Rede und Antwort stehen, was er dann auch tat. Das Thema (Positionierung als glaubwürdiger Makler) war so angesagt oder war es nur Dieter Bohlen selbst, der von sich behauptet: "Ich wäre auch als Vermittler erfolgreich", dass man auf jeden Fall, um an diesem Morgen noch einen Platz in den vorderen Reihen zu ergattern, auf sein Cateringfrühstück verzichten musste, auch wenn es im Messeeintrittspreis inbegriffen war.

Für Sie, liebe Leser, saß ich selbstverständlich (mit knurrendem Magen) in der 1. Reihe, um ja nichts zu verpassen.

Echt oder frech - wie positioniert sich ein Makler erfolgreich am Markt?

Ich hatte Dieter Bohlen im ersten Augenblick gar nicht erkannt. Er erschien ganz ungewohnt ungeschminkt und wirkte so ernsthaft. Erst, als Dieter Bohlen zu sprechen anfing, war ich mir sicher, auf der richtigen Veranstaltung gelandet zu sein. Pünktlich um 9.30 Uhr ging es los.

Bohlen wurde vom Versicherer euphorisch angekündigt. "Begrüßen Sie mit uns einen der erfolgreichsten Musikproduzenten Deutschlands." Und riss sofort dominierend das Gespräch an sich. "Ihr habt schon in der Ankündigung Mist erzählt, ich bin nicht einer der erfolgreichsten Musikproduzenten Deutschlands, ich bin DER erfolgreichste Produzent Deutschlands." 

Zu seinem Aussehen sagte er, er stehe zu seinem Alter, und man sehe es ihm an. Bohlen ärgert sich darüber, dass ihn der Privatfernsehsender RTL (Deutschland sucht den Superstar) immer so jugendlich aufmotzt. Bohlen: "Ich werde zu stark retuschiert, bin 58 und stehe dazu." Bohlen wirkt an diesem Morgen - und das ist wohl auch eine Botschaft für eine erfolgreiche Maklerpositionierung - erfrischend natürlich - so ganz anders, als man ihn aus der Glamourwelt des Showbusiness kennt.

Was Dieter Bohlen sagt, sitzt.

Und er hat viel zu sagen, sonst wäre er nicht Bohlen. Sticheleien gegen seine Mitmenschen sind wohl sein Muss: "Lanz ist mir zu schleimig, Raab zu link, zu hinterhältig, zu fies. Merkel macht einen guten Job in einer schwierigen Zeit. Steinbrück ist sympathisch, aber der Plan der Vermögenssteuer macht alles kaputt."

Zu Fußball-Bundestrainer Löw meint er: "Gegen die ...

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Thomas S. am 31.10.2012 11:20
Hab ja gar nicht gewusst das Bohlen sich mit dem Graumarkt auskennt, sind ja ganz neue Erkenntnise.

#1 - Kommentar von Claudia M. am 01.11.2012 14:13
Bohlen hat wohl genügend Vermögen um derzeit schlaflose Nächte zu verbringen. Kann seine Ansichten durchaus nachvollziehen.


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