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27.03.2013
Sinnvestments: Geschäftsführer unter Betrugsverdacht

Sophia Zwiebel

Statt von Anlegergeldern Energiesparbirnen für Straßenlampen zu kaufen, die man an Kommunen vermieten könnte, stopften sich die Manager wohl nur die Taschen voll, was nun die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief.

Als im Oktober 2011 mit Sinnvestments Management GmbH in Berlin ein Emissionshaus gegründet wurde, das in erneuerbare Energien und die Sanierung von kommunalen Beleuchtungsanlagen investieren wollte, war noch nicht absehbar, dass kaum eineinhalb Jahre später die Deutsche Energie Finanz aus Hamburg die Zeche zahlen muss. Die Sinnvestments-Geschäftsführung zeichnete sich vor allem durch Naivität und Selbstbedienungsfreude aus.

Die Sinnvestments Management GmbH sowie die Sinnvestments Verwaltungs GmbH wurden am 18. November 2011 in Berlin mit Sitz in der Katharinenstraße 9 gegründet. Muttergesellschaft von beiden ist die Profi Consulting Limited mit Sitz in Großbritannien, augenscheinlich eine Briefkastenfirma. Die Sinnvestments Management wurde als Komplementärfirma der aufgelegten Fonds eingesetzt, die Fonds sollten in erneuerbare Energien und in bis dato neues Geschäftsmodell investieren: in die Sanierung von Beleuchtungselementen in Straßen und in öffentlichen Gebäuden in Kommunen. Die Idee bestand darin, mithilfe der Anlegergelder die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf unter anderem kostensparende, umweltfreundliche und langlebige LED-Technik vorzunehmen. Die Kommunen "mieten" diese neu eingebaute Technik und bezahlen die Miete aus den eingesparten Energiekosten.

Die Kommunen sollten sich so die EU-geforderte Umrüstung auf stromsparende Technik ohne finanziellen Mehraufwand leisten können und die versprochene Rendite für Anleger aus den Mieteinnahmen ausgeschüttet werden. Dafür wurden etwa 2 Dutzend Anleger gefunden, die insgesamt rund 800.000 Euro investierten. Die Prospekte wurden von der Münchner Anwaltskanzlei BLLW (das Kürzel steht als Akronym für die Anwaltskanzlei Braun, Leberfinger, Ludwig und die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Partnergesellschaft Weidinger, Thiele, Wenninger) aufgelegt. Soweit der Plan.

Unzulässig hohe Barabhebungen

Jochen S. (39, aus Blaustein bei Ulm in Baden-Württemberg), Geschäftsführer der Profi Consulting Limited, wurde als Gesellschafter zum Initiator der Fonds und der promovierte Rechtsanwalt Dr. Kai-Udo W. (45, Ulm) von der Kanzlei BLLW wurde zum Geschäftsführer der Sinnvestments Management und Sinnvestments Verwaltungs GmbHs bestellt. Den Vertrieb der Produkte übernahm Frank H. (49, Oberursel im Tanus in Hessen) von der Okeanos Vertriebs GmbH aus Oberursel. Damit war das Gründungspersonal bestimmt, alle notwendigen Unterlagen waren im Aufbau und die ersten Anleger waren gefunden. Eigentlich stand den Fonds nichts mehr im Weg, bis die Kanzlei BLLW auf einem auf den anderen Tag die Arbeit unbegründet einstellte, die Prospektunterlagen halbfertig zurück ließ und die Umweltbank, bei der die Firmenkonten eröffnet wurden, Anzeige erstattete. Grund: unzulässig hohe Barabhebungen.

Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch von Staatsanwaltschaft München I bestätigte auf Anfrage des Finanznachrichtendienstes GoMoPa, dass gegen Kai-Udo W. und Jochen S. ermittelt wird:

Zitat:


Es trifft zu, dass die Staatsanwaltschaft München I gegen die von Ihnen genannten beiden Personen (Kai-Udo W. und Jochen S. - Anmerkung der Redaktion) ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges im Zusammenhang mit Investoren für die Unternehmen Sinnvestments seit 2011 führt. Es geht hier um die Frage, ob potentielle Anleger durch unzutreffende Angaben über die Verwendung des investierten Geldes getäuscht wurden.


Anscheinend erfreute sich W. in seiner Tätigkeit als Sinnvestments-Geschäftsführer allzu großer Freiheiten und wurde nicht durch Kontrollinstanzen überwacht, so dass er sich durch mehrere Barhebungen vom Firmenkonto bereichert konnte. W. befand sich in der Privatinsolvenz und alle größeren Einnahmen wären ihm weggepfändet worden, weswegen ihm die "Barbezahlung" lieber war. Jochen S., der als Fondsinitiator eigentlich die Bewegungen auf dem Firmenkonto überwachen sollte, war auf diesem Auge wohl blind.

Die Sinnvestments-Gruppe hat ebenfalls Anzeige erstattet. Wiedenmann ist seit Ende März 2012 offiziell nicht mehr Geschäftsführer, faktisch war bereits ab Januar 2012, also nur wenige Monate nach der Fondsgründung, bereits ein kurzzeitiger Interimsgeschäftsführer eingesetzt worden. Wo sich W. momentan aufhält, ist nicht bekannt. Den Geschäftsführerposten bei der Sinnvestments bekam er wohl über die Freundschaft zu BLLW-Anwalt Jörg W. (52, München), der seinen angeblichen Kollegen W. empfahl. Problematisch an dieser Geschäftsbeziehung dürfte für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aber sein, dass kein einziges Schriftstück existiert, auf denen W. als Mitarbeiter der BLLW-Kanzlei auftaucht.

Die Verflechtung von Sinnvestments und der Deutschen Energie Finanz



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