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06.05.2013
Alfred Wieder AG ab Juni mit eigener Vermögensverwaltung

Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach<br /> bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,<br /> Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach
bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,
Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Wie geht es bei der Fondsvertriebs-gesellschaft Alfred Wieder AG (AWAG) aus Pullach bei München weiter?

Wegen eines Gewerbesteuer-verfahrens gegen sich und einige seiner Firmen trat Alfred Wieder (51) am 8. Februar 2013 als Vorstands-vorsitzender der Alfred Wieder AG zurück und gab auch den Großteil seines Aktienpakets auf.

Die HMW Emissionshaus AG aus Pullach übernahm im März im Rahmen einer Kapitalerhöhung 76 Prozent Aktienanteil an dem AWAG-Vertrieb, so dass Wieder, der die AWAG vor mehr als zehn Jahren gründete, jetzt nur noch 24 Prozent hält.

Alleiniger Vorstand ist damit der bisherige AWAG-Finanzvorstand und Syndicus Dr. Matthias Hallweger (44).

Dr. Hallweger ist zugleich auch Alleinvorstand des im Jahre 2007 gegründeten HMW Emissionshaus AG, dass ihm zu 70 Prozent gehört. Die restlichen 30 Prozent gehören dem Investitionsscout für Beteiligungsfirmen Michael Motschmann und dessen Bruder Cecil Motschmann. Beide sind im Vorstand der MIG Verwaltungs AG, dem dritten Standbein der Unternehmensgruppe aus Pullach.

Die MIG Verwaltungs AG kümmert sich um das Portfoliomanagement in mittlerweile 13 aufgelegten geschlossenen Wagniskapital-Beteiligungsfonds an mittelständischen deutschen Unternehmen Made in Germany (MIG Fonds), die die HMW Emissionshaus AG auflegte und die die Alfred Wieder AG in Deutschland und Österreich vertrieb und vertreibt.

In der Platzierung befinden sich bis 2014 Fonds Nummer 12 (Einstieg ab 1.000 Euro einmalig und 50 Euro monatlich) und bis Ende diesen Jahres Nummer 13 (ab 6.000 Euro einmalig) mit geplanten Volumen von 100 Millionen Euro (Nummer 12) und 60 Millionen Euro (Nummer 13).

Doch was ändert sich nun genau nach Alfred Wieders offiziellem Abgang?

Alfred Wieder stand schon vor der Steueraffäre in der Kritik, weil die Fonds aus dem eigenen Firmenverbund fast immer in dieselben Firmen investierten. Daraus ergab sich ein großes Klumpenrisiko.

Wieder galt zudem als Meister des Blendens. Er schmückte sich mit Zertifikaten einer Europäischen Wirtschaftskammer, der vom Oberlandesgericht Dresden verboten worden war, sich weiter irreführend Kammer zu nennen (OLG Dresden, Urteil vom 29. Februar 2000, Aktenzeichen 14 U 3716/99.) So ein Zertifikat bot die falsche Wirtschaftskammer für 25.000 Euro an.

Oder Alfred Wieder verkaufte auch schon mal eine Pleite-Beteiligung (Firma Engine) mit Neuanlegergeldern an sich selbst, nämlich an die German Austrian Beteiligungs GmbH & Co. KG in Pullach, um den Verkauf gegenüber den Altanlegern als Erfolg vermelden zu können.

Was wird sich also mit Wieders Abgang ändern? Eine Antwort darauf zu bekommen, erforderte etwas Geduld.

Denn trotz eines fest vereinbarten Interviewtermins musste der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net anderthalb Stunden warten, ehe zu Dr. Hallweger durchgestellt werden konnte. Doch es sollte sich lohnen.

Der Grund war eine Telefonkonferenz von Dr. Hallweger mit Vertrieben, in der es um die Zukunft der AWAG ging. Ein glücklicher Umstand. Denn so erfuhr GoMoPa.net brühwarm, was es bei der AWAG Neues gibt.

GoMoPa.net: Herr Dr. Hallweger, wird es eine Umfirmierung geben?

Dr. Hallweger: "Nein, eine Umfirmierung haben wir zum heutigen Tage nicht vorgesehen. Wir sind mit dem Namen AWAG oder ausgeschrieben der Alfred Wieder AG draußen am Markt aktiv tätig und werden diese prägende Marke beibehalten."

GoMoPa.net: Was gibt es Neues im Mai 2013?

Dr. Hallweger: "Im Mai 2013 stellen wir uns noch breiter auf. Zum Beispiel in der Thematik, dass die HMW Emissionshaus AG als Fondsinitiator eine HMW-Vermögensverwaltung anbieten wird. Das wird eine fondsgebundene Vermögensverwaltung werden, die den AWAG-Vertrieb tatsächlich an die Hand gibt, ihren Kunden diese Themen, die sie in der MIG-Kategorie abdecken, nämlich die Industrieentwicklungen, neue Werkstoffe, Energieeffizienz, Umwelttechnologie, Biotechnologie, dass sie die auch im Rahmen einer Vermögensverwaltung mit einem Absicherungsmodus für die Anleger fondsgebunden abbilden können. Das ist eine Ergänzung. Das ist ein Add-on für unseren Vertrieb, für unsere Anleger. Das ist eine Neuigkeit, die wir jetzt anbieten.

Und wir rüsten uns natürlich für die Umsetzung der AIFM-Richtlinie ( für Verwalter alternativer Investmentfonds - Anmerkung der Redaktion) und des Kapitalanlagegesetzbuches, das kommt ja mit schnellen Schritten.

Zudem sind wir mitten in der Konzeptionsphase für einen MIG 14 und 15, die wir noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wollen."

GoMoPa.net: Ab wann kann man bei der neuen HMW-Vermögensverwaltung anlegen?

Dr. Hallweger: "'Für die HMW-Vermögensverwaltung gehen wir davon aus, dass wir den Startschuß am 1. Juni 2013 geben dürfen. Und da sind Sie solitär die ersten, die darüber berichten werden. Neue Produkte braucht das Land. Und ein neues Produkt ist die HMW-Vermögensverwaltung."

GoMoPa.net: Wer leitet die HMW-Vermögensverwaltung?

Dr. Hallweger: "Meine Wenigkeit."

GoMoPa.net: Sie hätten auch noch den Superscout Michael Motschmann gehabt.

Dr. Hallweger: "Michael Motschmann ist tatsächlich unser Superscout. Aber genau das soll er in der MIG AG bleiben. Wir wollen die Leute dort belassen, wo sie am effektivsten für das Gesamtkonstrukt sind. Michael Motschmann leistet hervorragende Arbeit, aber auch seine Woche hat nur sieben Tage, er hat genug zu tun."

GoMoPa.net: Ab wie viel Geld kann man bei der HMW Vermögensverwaltung einsteigen? Dürfen nur institutionelle Anleger mitmachen, oder haben auch Kleinanleger eine Chance?

Dr. Hallweger: "Also, wir wollen bei der Vermögensverwaltung für unsere treuen MIG-Anleger dies schon ab 10.000 Euro anbieten. Da haben wir tatsächlich einen gewissen Marktvorsprung, den wollen wir auch nutzen. 10.000 Euro ist hier bei der HMW die Einstiegsgröße."

GoMoPa.net: Sie sprachen von einer Vermögensverwaltung mit Absicherungsmodus, was meinen Sie damit?

Dr. Hallweger: "Es ist eben eine fondsgebundene Vermögensverwaltung, die mit einem Absicherungsmechanismus agiert und dann eben in unruhigen Zeiten mehr das Thema mit anderen, sichereren Häfen als dem Aktienfondsbereich adressiert, aber natürlich in aktienfreundlichen Zeiten eben dort investiert. Die täglich aktiv gemanagt wird. Und natürlich, die unserem Anleger eine gewisse Flexibilität überlässt. Ab 10.000 Euro Einstieg sehen wir aber schon bei unseren Kalkulationen, dass ein durchschnittlicher Anleger in der Vermögensverwaltung sich eher im Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Euro befinden wird. Aber ich möchte unseren langjährigen und treuen MIG-Anlegern einen ersten Einstieg ermöglichen. Und auch das Thema kennenlernen lassen."

GoMoPa.net: Wo investiert die Vermögensverwaltung?

Dr. Hallweger: "Es wird ausschließlich in Fonds investiert. Da kann ich eben auch das Thema über unseren AWAG-Vertrieb anbieten. Ein Thema im Vertrieb ist ja auch, welche Lizenzen benötigt man hierfür? Da die Vermögensverwaltung fondsgebunden ist, wird es über ein Trendfolgesystem, das sich im Markt seit vielen Jahren bewährt hat, abgesichert. Wir werden je nach Stand der Indizes und Vorgaben durch ein aktives Management den Anteil an Aktienfonds erhöhen oder uns in Rentenpapieren, Staatsanleihen, Rohstofffonds oder Währungsfonds wiederfinden, wenn wir eben auf dem Aktienfondsbereich nicht so aktiv sind."

GoMoPa.net: Holen Sie sich da Banker zur Unterstützung?

Dr. Hallweger: "Das haben wir gemacht für den Start. Wir haben zwei sehr namhafte Produktpartner, die ich heute noch nicht nennen darf, weil wir den offiziellen Start erst in paar Tagen machen. Aber es sind zwei namhafte Produktpartner, die am Markt bereits sehr aktiv sind. Die als Vermögensverwaltung und als Bankhaus über eine sehr hohe positive Reputation verfügen. Die bilden für uns diese Leistungen an der Stelle in Zusammenarbeit mit uns ab. Das wird auch hier wieder eine Kooperation sein."

GoMoPa.net: Zwei deutsche Banken?

Dr. Hallweger lacht: "Eine deutsche Bank und ein deutscher Vermögensverwalter. Es ist alles in deutscher Hand, keine Bank auf Zypern dabei."

GoMoPa.net: Nehmen Sie für den Aufbau der HMW-Vermögensverwaltung Kredite auf?

Dr. Hallweger: "Um Gottes Willen! Natürlich ohne Kredite. Wir machen bisher alles aus dem Eigenkapital. Und da bleiben wir auch dabei. Das verleiht uns eine Stabilität, die uns auch in unruhigen Zeiten zupass kommt. Wir werden aus den eigenen Reihen in die Vermögensverwaltung investieren, wollen das auch unseren Anlegern anbieten. Aber bis unsere Anleger ab 1. Juni 2013 dort investieren dürfen, wird es aus dem eigenen Beritt eine anständige Summe geben, um die Vermögensverwaltung auf die Beine zu stellen."

GoMoPa.net: Wird es so sein, dass die neuen MIG-Fonds 14 und 15 dort eine Rolle spielen?

Dr. Hallweger: "Nein, die sind völlig unabhängig von der Vermögensverwaltung. Wir wollen keine Vermengung der Produkte haben. Jedes Produkt ist für sich alleine aufgestellt. Wenn es Vermischungen geben soll, dann soll das der Anleger für sich machen."

GoMoPa.net: War der Hintergrund für die Gründung der HMW-Vermögensverwaltung, den ausbezahlten MIG-Fonds-Anlegern eine hauseigene Anlagealternative zu bieten?

Dr. Hallweger: "Da haben Sie völlig Recht. Da hat der Anleger definitiv eine Alternative für das Festgeldkonto bei der Bank mit 0,75 Prozent Zins im Jahr. Da kann ich das Geld in ein Vermögensverwaltungsdepot reinpacken, aktiv gemanagt. Da kann ich jederzeit rankommen. Ich habe hohe Liquidität, kann es jederzeit abziehen. Insofern ist das sicherlich eine Alternative gerade für die Ausschüttungen."

GoMoPa.net: Eine Vermögensverwaltung hätten ja AWAG und HMW schon viel eher anbieten können, warum erst jetzt? Liegt es tatsächlich an den anstehenden größeren Ausschüttungen aus den Beteiligungs-Verkäufen? Und der Frage der Anleger: Wohin mit dem ganzen Geld?

Dr. Hallweger: "Genau, da merkt man den Profi. Wir haben zwei große Motivationslagen. Ich glaube aus den Erfahrungen unseres Vertriebs, ich habe auch mit vielen Anlegern Kontakt, zu lernen, dass Anleger eigentlich auf der Suche sind nach einer Vermögensanlage, wo sie sagen, da können sie schon die Chancen ein bisschen mitnehmen, die eben an den Märkten gegeben sind, aber sie wollen eine Liquidität, sie wollen eine gewisse Absicherung. Es muss nicht die höchste Rendite sein. Aber ein bisschen Zins muss schon sein, damit im gesamten Depot der Weg nach oben führt. Bei 0,75 Prozent Festgeldverzinsung und 2 Prozent Inflation, da habe ich eine Negativverzinsung. Das kann dauerhaft nicht die Lösung sein. So wollen wir dort eine Alternative anbieten, weil wir heute den Wunsch vieler Anleger sehen. Aber diese Situation haben alle.

Und jetzt kommt das zweite Motiv. Wir haben eine Spezialsituation. Wir werden heute schon und die nächsten Jahre nicht nur ein paar Millionen Euro, sondern, ich wage zu prognostizieren, ein paar Hundert Millionen Euro an unsere Anleger ausschütten. Dafür ist die Wertentwicklung unserer Unternehmen einfach stabil und gut. Ja, und da möchte ich, wenn die Anleger fragen sollten, wie sie sich mit ihren Ausschüttungen verhalten sollen, Antworten parat haben. Und die für mich gängigste Antwort ist die aktiv gemanagte Vermögensverwaltung. Und die haben wir bis dahin etabliert."

GoMoPa.net: Welche Ausschüttungen stehen denn als nächstes an?

Dr. Hallweger: "Die Ausschüttungen werden mit dem Jahresabschluss festgestellt. Das wird in der zweiten Jahreshälfte sein. Dort werden die Anleger das beschließen. Das muss ja immer der Gewinn sein. Bei uns geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Nicht das wir vor lauter Schnelligkeit irgendetwas übersehen."

GoMoPa.net: Was wurde im letzten Jahr beschlossen?

Dr. Hallweger: "Wir haben im vergangenen Jahr insgesamt knappe zehn Millionen Euro ausgeschüttet. Wir erwarten in diesem Jahr wieder eine ähnliche Summe. Und werden die Summen während der nächsten Jahre massiv erhöhen können. Nach Stand heute."

GoMoPa.net: Sie wollen ja mit der HMW-Vermögensverwaltung besser sein als das Festgeldkonto. Wie viel Rendite darf man trotz des Sicherheitsmechanismus erwarten?

Dr. Hallweger: "Die Vermögensanlage ist so konzipiert, dass sie eigentlich relativ stabil, wenn man einen gewissen größeren Zeitraum von mindestens 3 Jahren annimmt, einen Zins von 7 Prozent Zins pro Jahr erwirtschaften können müsste."

GoMoPa.net: Nun sitzt ja Alfred Wieder gar nicht mehr im Chefsessel, wo ist er eigentlich, was macht er?

Dr. Hallweger lacht: "Alfred Wieder, danke der Nachfrage, geht es zum einen gut. Zum anderen ist er höchstaktiv. Ich habe gerade eine längere Telefonkonferenz mit ihm gehabt, mit vielen Vertriebspartnern. Er ist bei uns weiterhin operativ im Vertriebsaufbau tätig. Er ist ein wichtiger Ansprechpartner natürlich für mich, aber auch für viele unserer Vertriebspartner. Er ist in unserem Konstrukt weiterhin ganz ganz aktiv fleißig tätig. Er ist nicht raus, sondern er hat sein Amt als Vorstand aufgegeben, das ist der wichtigste Punkt. Aber die Tätigkeit ist immer noch eine von viel Vertriebsnähe geprägte bei ihm."

Die AWAG sucht einen bis zwei neue Vertriebsvorstände.

GoMoPa.net: Aber für den Vorstandsposten suchen Sie schon einen Nachfolger für Alfred Wieder, oder?

Dr. Hallweger: "Meine Funktion ist es, die AWAG über die nächsten Jahre weiterhin zu beleiten. Ja, und dazu wird auch das Thema gehören, einen Vertriebsvorstand zu implementieren. Die AWAG ist ein Vertriebsunternehmen. Und das soll sie auch bleiben. Und dazu brauchen wir aber auch Menschen, die das aus eigener Erfahrung gut mitlenken und leiten können. Und wir sind ganz aktiv in der Suche nach tatsächlich einem, wenn nicht zwei Vertriebsvorständen, die wir eigentlich noch in diesem Jahr oder zum Jahreswechsel, das wird man sehen, noch implementieren wollen."

Wer auf der AWAG-eigenen Akademie war, hat den Sachkundenachweis für den 34f in der Tasche.

GoMoPa.net: Gibt es noch die Ausbildung zum "European Financial Planner", die Alfred Otto Wieder mal für 8.000 Euro eingeführt hat?

Dr. Hallweger: "Also wir hatten, Sie sprechen es völlig richtig an, mit der European Financial Academy, EFA, eine Ausbildungseinheit, die auf vielen Achsen tätig war. Den Preis kann ich Ihnen, offen gesagt, jetzt nicht bestätigen. Den kenne ich nicht. Aber es ist so, dass wir in unterschiedlichen Breiten die unterschiedlichen Anforderungen für die Finanzdienstleister mit begleitet haben. Nun, wie Sie mindestens genauso gut wissen wie ich, haben wir mit dem neuen Paragraphen 34f der Gewerbeordnung ein Thema der sogenannten Sachkundeprüfung. Da haben wir jetzt zum Beispiel die schöne Situation, dass ein Ausbildungsgang der European Financial Academy, EFA, tatsächlich als Nachweis für die Sachkundeprüfung akzeptiert wird. Das heißt, Menschen, die dort die bestimmte Ausbildung gemacht hatten, können sich jetzt dafür den Sachkundenachweis attestieren lassen. Insofern hat sich das gelohnt, es hat eine hohe Weihe damit bekommen."

GoMoPa.net: Nun, in der Vergangenheit ging die Weihe mit Zertifikaten einer falschen Europäischen Wirtschaftskammer wohl eher nach hinten los.

Dr. Hallweger: "Wir haben im Lauf der Jahre natürlich auch bei uns Lernkurven durchlaufen. Haben uns auf vielen Ecken und Enden professionalisiert. Der Ausbildungslehrgang ist sicherlich auch einer, der eine Professionalisierung erfahren hat. Wir waren dann über viele Jahre mit der Hochschule in München zugange und haben zum Schluss einen International Financial Consultant angeboten, der sogar zu einer Hochschulzugangsberechtigung geführt hat. Also, Sie sehen, das hat schon eine ganz ordentliche Entwicklung genommen. Eben weil, und das ist ein ganz wichtiger Punkt und auch ein Thema, das wir bei GoMoPa immer wieder finden, völlig zurecht, da bin ich froh, dass es Ihr Haus gibt, eben weil die Qualität der Beratung ein ganz wesentliches Thema für die gesamte Glaubwürdigkeit des Finanzmarktes ist."

GoMoPa.net: Wie viele Vertriebspartner kooperieren mit der AWAG?

Dr. Hallweger: "Das sind natürlich sehr viele, weil wir ja in einem freien Finanzvertrieb tätig sind und wir viele Menschen haben, die die eine oder andere Anbindung unterhalten. Die Frage der Aktivität ist eine, auf welcher Höhe man zu messen beginnt. Im Jahre 2012 waren es 800 Finanzdienstleister/Vermögensberater in Deutschland und Österreich, die zumindest irgendeinen Umsatzbeitrag für die AWAG geleistet haben. Und natürlich gilt wie immer das Pareto-Prinzip (80 Prozent der Wirkung werden von 20 Prozent einer Gruppe verursacht - Anmerkung der Redaktion), dass es ein deutlich geringerer Teil ist, der für uns dauerhaft, stabil und nachhaltig Umsätze tätigt."

GoMoPa.net: Ihre besondere Stellung im Markt ergibt sich durch den Vertrieb eigener Fonds, den MIG-Fonds, die in innovative deutsche Unternehmen investieren, die wegen der Innovationen aber auch ein großes Risiko in sich bergen. Dennoch rechnen Sie damit, wie Sie letztes Jahr im Interview mit dem Immobilienbrief sagten, in einer künftigen Rückschau mit Renditen im zweistelligen Bereich pro Jahr für alle 13 MIG-Fonds. Oder stimmt das nicht?

Dr. Hallweger: "Wir haben, wenn wir die MIG-Fonds uns anschauen, sicherlich eine der ganz großen Besonderheiten im Markt. Die AWAG ist eines von drei Unternehmen, die in einer ganz festen Partnerschaft das Gesamtkonstrukt darstellen. Die AWAG ist der ausschließliche Vertriebsarm. Die HMW Emissionshaus AG ist der Fondsinitiator, der die Fonds initiiert, anbietet und auch das Controlling leitet. Und dann haben wir die MIG Verwaltung AG, die als Portfoliomanagement die Fonds mit entsprechenden Investitionen befüllt.

Das ist ein Dreigestirn, das in der Verantwortung steht. Ja, wir haben mit unseren MIG-Fonds da schon einige schöne Erfolge zeigen können. Dass das Investitionen in interessante Unternehmen mit sehr namhaften Ko-Investoren sind. So, dass wir also nicht alleine von der Werthaltigkeit der Investition der Überzeugung sind. Und durchaus auch andere zu der Überzeugung gelangen.

Aber am Ende zählt das Geld beim Anleger. Darum geht es. Wir müssen für unseren Anleger Rendite erwirtschaften. Und das wollen wir auch, und da sind wir auf einem sehr sehr guten Wege. Wir haben einige Exits schon vollzogen, die durchaus zu erheblichen Ausschüttungen an die Anleger geführt haben. Alleine letztes Jahr zum Beispiel die CorImmun GmbH (eine Ausgründung der Uni Würzburg und Tübingen, die Medikamente gegen Herzinsuffizienz und Arteriosklerose entwickelt und herstellt - Anmerkung der Redaktion). Da haben wir aus einer Beteiligung rund das Siebenfache in der ersten Runde geholt und werden diese Quote in einigen Jahren noch einmal holen. Das sind natürlich tolle Meldungen und die auch schlicht und ergreifend beim Anleger auf dem Konto klingeln, denn wir schütten aus. Wir haben letztes Jahr ausgeschüttet, wir schütten dieses Jahr aus, und es zeichnet sich ab, dass wir auch im nächsten Jahr ausschütten werden."

GoMoPa.net: Dennoch warnte auch Finanztest bei Ihnen vor einem Klumpenrisiko, weil man ja immer sozusagen im eigenen Saft bleibt. Und es geht darum, dass die Kosten immer zu hoch seien. Das sind eigentlich die beiden Hauptkritikpunkte gegen die Alfred Wieder AG. Was erwidern Sie dem Finanztest?

Dr. Hallweger: "Na ja, der Finanztest, wenn man sich den mal etwas genauer betrachtet, stammt die Kritik aus dem Jahre 2005/2006 und betrachtet einen Fonds, der eine lange Laufzeit von 25 Jahren hat. Und Finanztest hat den zusammengeschrumpft auf zehn Jahre, um tatsächlich zu schauen, wie funktioniert der. Ich meine, ich kann das natürlich auch mit einem Fahrzeug machen. Ich kann den Airbag nicht aktivieren und mich nicht anschnallen und kann sagen, so jetzt ist es aber nicht mehr sicher. Bei aller Liebe und hohem Respekt vor der Zeitschrift Finanztest, aber da war ein wenig das Äpfel-Birnen-System die Vorlage für den Test. Insgesamt, um es aber wieder zu relativieren, meine ich, ist Kritik aber immer richtig. Man muss an dieser Stelle immer gucken, wo liegen denn die Risiken in der Investition?

Punkt 1, wie viel landet von meinem Anlegergeld in der Investition? Ja, wir haben Kosten in unseren Fonds, die dadurch bedingt sind, das wir einen guten Vertrieb bezahlen. Die sind bedingt dadurch, dass wir ein gutes Management bezahlen. Wenn wir Höchstleistungen auch im Management haben wollen, müssen wir dieses bezahlen. Und ich weiß nicht, wer sich dazu imstande fühlt, Unternehmen nicht nur auszuwählen, in die investiert wird, sondern auch zu begleiten und zu einem Verkauf zu führen. Da brauche ich einfach gute Leute. Nur dann funktioniert die Geschichte, mit Amateuren brauche ich hier nicht anzutreten. Also kostet das ein bisschen Geld. Und damit habe ich die Kostenthematik schon drin.

Übrigens, die wir kompensieren durch einen Nebenkostenfreibetrag. Das heißt, wir schütten an die Anleger erst alles aus, bis Kosten entsprechend des Nebenkostenfreibetrages tatsächlich gedeckt sind. Erst dann gibt es Gewinnbeteiligungen für andere.

Punkt 2, Klumpenrisiken oder Cross Over Investments zwischen mehreren Fonds. Das ist vorneweg eine gewisse Philosophiefrage. Es gibt die grundsätzlich richtige Ansicht, man darf nur mit einem Fonds in ein Unternehmen investieren, um dann nicht in einem anderen Fonds dieses Unternehmen noch mal wiederzufinden, sondern man sollte möglichst breit diversifizieren.

Wenn Sie unser Konstrukt betrachten, so sind wir in keinem einzigen Investment beteiligt, in dem wir nicht über die Beteiligungsverträge in der Satzung des jeweiligen Unternehmens verankert eine Vielzahl an Mitspracherechten absichern. In keinem unserer Beteiligungsunternehmen, egal, wie viel Prozent wir darin halten, kann eine Änderung von wesentlicher Natur stattfinden, die wir nicht mitgetragen haben. Das kann es nicht geben. Sie dürfen sich vorstellen, wenn wir in einem Unternehmen mit der Familie Hopp (Dietmar Hopp, 72, ist Mitbegründer der SAP AG und Mäzen des Profifußballvereins TSG 1899 Hoffenheim - Anmerkung der Redaktion) und der Familie der Brüder Andreas und Thomas Strüngmann, den ehemaligen Inhabern des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern, investiert sind, dann ist das einerseits ein gewisser Adelsschlag, aber im gleichen Atemzug muss man darauf achten, dass man möglicherweise zum Beispiel nicht die gleichen Zeitachsen mitbringt.

Eine Familie Hopp oder Strüngmann denkt dann in dem einen oder anderen Investment möglicherweise in Dekaden, wohingegen wir für unseren Fonds möglicherweise in sechs, sieben, acht Jahresabständen denken. Und deshalb müssen wir uns Rechte sichern. Und nochmal, ich wiederhole es gerne, in jedem unserer Beteiligungen haben wir die Hand am Ruder. In jedem unserer Beteiligungsunternehmen haben wir uns eine Vielzahl an Rechten gesichert. Jedes unserer Beteiligungsunternehmen könnten wir zu bestimmten Konstellationen vollständig alleine verkaufen, natürlich immer nach einer gewissen Kaskade an einzelnen Rechten wie zum Beispiel dem Vorkaufsrecht andere Gesellschafter, aber, dann soll es uns ja auch Recht sein, wenn sie das ausüben.

Die Investition in eine tolle Erfindung, eine neue Technologie, ein wunderbares Produkt, das ist das eine. Aber die Werthaltigkeit, die Wertsteigerung schaffen wir nur, wenn ein Unternehmen drumherum entsteht. Und das ist genau unser Aspekt, wo wir Ärmel hoch reinfassen und mitarbeiten. Wenn Sie ein Unternehmen um so eine Erfindung aufbauen, bekommen sie dafür von einem großen Industrieteilnehmer auch Geld. Wenn Sie Innvovationen herumzuliegen haben in Form einer Patentschrift in einem Labor, da bekommen Sie kein Geld für. Das ist ein wichtiger Punkt. Da müssen wir die Hand dran haben. Und das haben wir auch durch unser Portfoliomanagement der MIG Verwaltungs AG. Sonst würden wir nicht investieren."

GoMoPa.net: Herr Dr. Hallweger, wir danken für das Interview.

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Sabine Weber am 06.09.2014 05:22
Es ist sehr traurig das so einer wie Wieder noch nicht im Knast ist. Seine Lakaien betrügen besonders im Osten Anleger.Früher war es nur der Mittelstand,Heute sind das vorwiegend Rentner. Wir hatten Damals auch Geld angelegt,war dann angeblich weg. Als wir mit der Öffentlichkeit drohten, überwies im Auftrag der AWAG der Chefredakteur der Finanzwelt Herr Oehme uns das Geld. Und das innerhalb 2 Stunden. Den sollten Sie mal fragen,der weiß bestimmt noch mehr. Noch besser ist das Leute für den Wieder arbeiten,die mehrfach wegen Betrug vorbestraft sind,z.B. ein gewisser Herr Michael Fiedler oder EV.Abgeber Herr Hestermann. In Cemnitz soll ein Herr Tauscher das Bankgeheimnis der Volks
bank verraten haben. Mein Mann dürfte den Wieder nicht erwischen, da käme die Zahnfee. So nun sollten Sie mal über wahren Herrn Wieder schreiben und wie Er zu dem ganzen Geld gekommen ist.

LG S, Weber

#1 - Kommentar von Trifft der Schlag am 18.01.2015 13:42
Zu Michael Oehme, dem angeblichen "Chefredakteur der Finanzwelt" habe ich auf dieser wunderbaren Plattform noch zwei andere Meldungen entdeckt. Schön das es Gomi gibt! http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1366 und hier: http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1452


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