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07.06.2013
Gibraltar - die legale EU-Steuerfluchtinsel

Convent
Ein Berberaffe thront über der Straße von Gibraltar © GoMoPa.net
Auf der sechseinhalb Quadratkilometer großen Mittelmeer-Halbinsel Gibraltar mit 300 Sonnentagen im Jahr am Ende des spanischen Festlandes kurz vor Afrika fühlt sich nicht nur die einzige frei lebende Affenherde Europas wohl.

Das seit dem Vertrag von Utrecht im Jahre 1713 völlig selbständige Überseegebiet der englischen Königin ist auch ein ganz legales Steuerparadies für Millionäre, Fondsgründer, anonyme Firmen mit Stellvertreter-Direktoren und einer großen Online-Casino-Industrie. Die Straße von Gibraltar ist zugleich ein steuersparender Umschlagplatz von Schiffsladungen aller Art. Die großen Reedereien der Tank- und Containerschiffe lassen ihre Besatzungen extra nach Gibraltar einfliegen und betanken dort günstiger als anderswo ihre Schiffe, weil das Schweröl gegenüber Amsterdam und Rotterdam steuerlich begünstigt ist.

Als Antwort auf einen bösen Mahnbrief des britischen Premierministers David Cameron (46) vor ein paar Wochen an Gibraltar mit der Aufforderung, das fiskalisch autonome Territorium (Britannien befehligt nur Armee und Polizei und vertritt Gibraltar lediglich außenpolitisch) möge sich doch gefälligst an einer Aktion aller Gebiete der Krone beteiligen und "erschütternde" Steuerverluste "in unserem Haus" nicht mehr zulassen, lud Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo (40) vergangene Woche ein paar superreiche Hedgefondsmanager aus dem feinen Londoner Stadtbezirken Mayfair und Knightsbridge zu einer Promotion-Party in die Merchant Taylors Hall auf Gibraltar ein, um ihnen einen Umzug in sein ganz legales Steuerparadies erst Recht schmackhaft zu machen.

Gibraltars Regierungschef<br /> Fabian Picardo (40)<br /> © commonwealthofnations.org
Gibraltars Regierungschef
Fabian Picardo (40)
© commonwealthofnations.org
Bei Schwarztee und Lunch stellte der Mann aus dem prunkvollen Governor House 6 Convent Place auf Gibraltar, dem Gegenstück zur 10 Downing Street in London, klar: Gibraltar ist das einzige Überseegebiet der englischen Krone mit einer EU-Mitgliedschaft. Das heißt: Trotz drastischer Steuervorteile unterwirft sich Gibraltar zugleich allen EU-Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Mit Deutschland existiert seit 2009 ein Steuerauskunftsabkommen, das schon bei Verdacht auf einfache Steuerhinterziehung Gibraltar zur Auskunft über Konten gegenüber deutschen Steuerfahndern verpflichtet.

Picardo sagte, Gibraltar erfülle alle EU-Verordnungen und "will nicht mit Geld, das aus Steuerhinterziehung, Betrug, Geldwäsche oder aus einer anderen Quelle, die nicht absolut akzeptabel ist, stammt, zugeordnet werden".

Den Begriff Steueroase lehnt Picardo ab. Bei ihm könne man doch schließlich ganz legal Steuern sparen und allein schon deshalb viel billiger arbeiten als anderswo in der EU, weil auf Gibraltar auf Waren und Dienstleistungen gar keine Mehrwertsteuern erhoben werden.

Grenze von Spanien nach Gibraltar © Eike Mrugalla
Grenze von Spanien nach Gibraltar © Eike Mrugalla
Diese Null-Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) bedeutet zum Beispiel, dass die Hedgefonds Anwälte und Wirtschaftsprüfer für mindestens 20 Prozent weniger engagieren können, als sie in London belastet werden würden. Oder in Deutschland mit 19 Prozent Mehrwertsteuer. Auf Gibraltar nennt man das Low-Cost-Effizienz.

Picardo: "Am Ende des Tages ist es im Interesse der Aktionäre, dass Hedge-Fonds ihre Einnahmen maximieren."

Keine Steuern auf Gewinne außerhalb Gibraltars

Picardo: "Die Gewinne von jeder Filiale oder Betriebsstätte der Investment-Manager sind nicht steuerpflichtig auf Gibraltar, in dem Maße, dass diese Tätigkeiten außerhalb Gibraltars durchgeführt werden."

Nur auf Aktivitäten, die auf dem Felsen unternommen werden, wird eine Körperschaftssteuer von 10 Prozent erhoben. Zum Vergleich: Großbritannien erhebt eine Körperschaftssteuer von 24 Prozent, Deutschland 15 Prozent plus Gewerbesteuer nach lokalen Hebesätzen. Somit beträgt die Unternehmenssteuer (auch für Beteiligungserlöse) in Deutschland rund 30 Prozent.

Privat-Millionäre mit Sonderstatus zahlen nur eine jährliche Steuerpauschale von 35.300 Euro.

Den Hedgefonds-Managern wurde zusätzlich gesagt, dass sie auch als Privatpersonen ihre Einkommensteuer-Rechnung noch weiter reduzieren können, wenn sie sich auf Gibraltar als "High Exekutive mit besonderen Fähigkeiten" anmelden. Dann werde ihnen ein steuerlicher Sonderstatus gewährt.

Die individuelle Steuerschuld werde mit einer jährlichen Steuerpauschale von 30.000 Britischen Pfund (35.300 Euro) abgegolten, egal, wie viel sie tatsächlich verdienen.

Convent
Der Marktplatz von Gibraltar © Eike Mrugalla
Alles, was dafür nötig ist, ist der Gesamtnachweis des Vermögens (Assets im Wert von mindestens 2 Millionen Pfund, rund 2,4 Millionen Euro), eines Wohnsitzes auf Gibraltar (Miete oder Kauf) und ein Aufenthalt von 30 Tagen jährlich.

Philip van den Berg, Geschäftsführer der Taler Asset Management, sagte, dass er beschloss, den Sitz nach 13 Jahren von London an den Felsen zu verlegen, weil "Gibraltar das Beste für Steuer und Compliance mit Vorschriften ist. Ich werde in den Urlaub nach Spanien gehen. Und eines Tages, denke ich, könnte ich auch hier leben. Ich mag es. Und es ist billiger."

Alle Einwohner auf Gibraltar zahlen als Sozialabgabe pro Familie...

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Lauren Kanpare am 29.06.2014 22:56
Ob man auf einer sechs quadratkilometer Insel wirklich glücklich sein kann ?

Meiner Ansicht nach ist nicht die Insel dafür verantwortlich die Steuergelder anderer zu bewahren.


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