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23.06.2013
Verhaftet: Schrottimmobilien-Händler Thomas Bleier - am liebsten alleinerziehende Krankenschwestern

Convent
Kameruner Straße 7 im afrikanischen Viertel in Berlin Wedding © SgK e.V.
Bei dem am Montag letzter Woche in Berlin Kreuzberg verhafteten Schrottimmobilienhändler handelt es sich um Thomas Bleier (41), den Geschäftsführer der im Jahre 2006 gegründeten Atlantis Zehn Verwaltungs GmbH aus der Königsallee 36 in Berlin Grunewald. Das bestätigte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Oberstaatsanwalt Martin Steltner, auf Nachfrage dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

In der Grunewald-Villa logiert bereits seit 2004 der Bauträger K+B Grundbesitz Berlin AG von seinem Geschäftspartner Frank Kretzschmar (57) aus Ahrensfelde Ortsteil Mehrow im Landkreis Barnim (nördlich von Berlin) - mit Dependancen in Nauen (Landkreis Havelland, Graf-Arco-Straße 36), Berlin Mitte (Oranienburger Sraße 4), Berlin Charlottenburg (Lise-Meitner-Straße 7-8) und Berlin Kreuzberg (Lindenstraße 76).

Beuteschema Krankenschwestern

"Die beiden traten meist als Frauenversteher-Duo auf", erinnert sich Rechtsanwalt Christian Heinrich Röhlke aus Berlin Prenzlauer Berg.

"Bleier war der Muskelprotz, sein Kumpel kam als Typ Jürgen Drews daher, braungebraunt mit gebleachten Zähnen. Ihr Beuteschema waren vor allem alleinstehende Krankenschwestern mit Kind. Aus verschiedenen Fällen weiß ich, dass Bleier den Käufern von vermieteten Eigentumswohnungen immer dieselben Exposes von zwei Referenzobjekten in Charlottenburg und Wedding zeigte, egal, welche Wohnung sie tatsächlich verkauften.

Im afrikanischen Viertel in der Kameruner Straße 7 in Berlin Wedding (siehe Foto oben) verkaufte Bleier zwei alleinerziehenden Krankenschwestern zwei sehr stark sanierungsbedürftige Wohnungen als voll saniert."

Das bestätigt auch Anlegeschutzanwalt Manfred Resch aus Berlin Charlottenburg.

Manfred Resch, Berlin<br /> © Resch Rechtsanwälte
Manfred Resch, Berlin
© Resch Rechtsanwälte
Seine Kanzlei hat sich auf die Schrottimmobilien-Szene spezialisiert. "Es dürfte keinen Schrottimmobilienvermittler geben, den wir nicht auf dem Radar haben", sagte Manfred Resch. Daher war er auch der erste, der bei GoMoPa.net anrief, als die Berliner Polizeipressestelle die Nachricht von der Vollstreckung des Haftbefehls des Amtsgerichts Tiergarten auf den Ticker gab.

Resch: "Bei Bleier passt alles zusammen, Alter, Tatzeit und vor allem die Masche. Er hat Wohnungen nicht 100 Prozent, sondern gleich 1.000 Prozent über den Preis verkauft. In der Kameruner Straße 7 hatte Bleier Wohnungen aus einer Zwangsversteigerung gekauft. Er verkaufte die heruntergekommenen Wohnungen im afrikanischen Viertel an Ahnungslose zum Vielfachen, als wären es Luxusapartments."

Die Schutzgemeinschaft für geschädigte Anleger e.V. (SgK e.V.) aus Berlin Schöneberg hat dieses Objekt Kameruner Straße 7 im Jahre 2009 fotografiert und beschreibt den Bauzustand des Mietshauses im Oktober 2009 wie folgt:

Zitat:


Es ist in einem erbärmlichen Zustand. Die Eingangstür war kaputt und nicht abschließbar. Die Briefkastenanlage im Vorderhaus war demoliert. An den Balkons war in größeren Flächen der Putz abgeplatzt. Deutlich sichtbar sind verrostete Eisenträger. Im ersten Stock ist eine zerbrochene Fensterscheibe erkennbar.

Die sichtbaren Zeichen deuten darauf hin, dass es große Probleme mit dem Objekt und damit auch innerhalb der Eigentümergemeinschaft geben wird.


Rechtsanwalt Manfred Resch erinnert sich gegenüber GoMoPa.net an folgenden Fall in der Kameruner Straße 7:

Zitat:


Ein Mandant kaufte von der Atlantis Zehn Verwaltungs GmbH im Jahre 2006 in der Kameruner Straße 7 zwei fremdvermietete Eigentumswohnungen, die ihm als Steuersparmodell und Altersvorsorge schmackhaft gemacht worden war. Für jede Wohung bezahlte er 58.700 Euro. Die Deutsche Kreditbank Berlin (DKB) finanzierte über 118.000 Euro.

Im Jahre 2010 merkte mein Mandant, dass er betrogen worden war. Ein Sachverständigengutachter kam zu dem Ergebnis, dass die eine Wohnung einen Verkehrswert von 5.400 Euro und die andere Wohnung einen Verkehrswert von 6.600 Euro hat.

Die Atlantis Zehn Verwaltungs GmbH konnte die Wohnungen nicht zurückkaufen, sie war inzwischen insolvent. Mein Mandant wollte nur noch raus aus dem sinnlosen Darlehen. Er musste zunächst gegen die DKB vors Berliner Landgericht ziehen. Die Richter baten die Bank, die eigenen Bewertungen für die Wohnungen auf den Tisch zu legen.

Die DKB legte eine standardisierte HVB-Analayse vor. Das waren 3 Blätter mit einer Beleihungswert-Ermittlung pro Quadratmeter Wohnfläche für ein bis zu zehn Jahre altes Haus mit einer Preisspanne, die zwischen 400 Euro pro Quadratmeter und 1.500 Euro pro Quadratmeter schwankt. Der finanzierte Preis von rund 1.400 Euro lag zwar noch innerhalb der Spanne, aber für ein zehn Jahre altes Haus.

Das Haus in der Kameruner Straße war aber 100 Jahre alt und sehr heruntergewirtschaftet. Realistisch wäre also ein Wert an der untersten Grenze der Spanne gewesen, die die bankinterne HVB-Analyse vorgab.

Mir klappte regelrecht der Mund auf, denn so schnell hatte ich die DKB noch nie zu einem Vergleich bereit gesehen. Die DKB wollte sich um keinen Preis ein Urteil fangen, das man dann auf andere ähnliche Fälle hätte anwenden können. Mein Mandant wurde aus dem Kreditvertrag ohne Schaden entlassen.


Auch Rechtsanwalt Dr. Thomas Storch aus Berlin Kaulsdorf bestätigt die wahnsinnige Überteuerungs-Masche von Bleier, wie folgt:

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Jupp Anders am 24.06.2013 11:27
Nachdem der Bundesgerichtshof die Haftung von Kreditinstituten in einer Reihe von Urteilen verschärft hat, nehmen nun auch die Instanzgerichte das Treiben so mancher Banken kritischer unter die Lupe. Dies hat kürzlich auch die frühere GMAC? RFC Bank GmbH (umbenannt in: Paratus AMC GmbH) zu spüren bekommen. In einem von Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Thomas Storch - Mitglied der Anlegerschutzanwälte e.v. - erstrittenen Urteil vom 22.03.2011 ist die frühere GMAC-RFC Bank GmbH zur Rückabwicklung der Immobilienanlage verurteilt worden.

Die betroffenen Anleger erwarben 2006 von der Atlantis Zehn Verwaltungs GmbH unter der Geschäftsführung von Herrn Thomas Bleier für 80.600,00 ? eine Eigentumswohnung in Berlin-Wedding. Finanziert wurde der Kauf mit einem Kredit der GMAC-RFC Bank GmbH aus Wiesbaden, der von der Atlantis vermittelt wurde. Der als Altersvorsorge gedachte Wohnungserwerb erwies sich als Fass ohne Boden, denn die Wohnung hatte einem gerichtlichen Gutachten zufolge nur einen Verkehrswert von sage und schreibe 9.600,00 ?, also weniger als 12 % des Kaufpreises. Zudem wies die Wohnung laut Gutachten einen stark sanierungsbedürftigen Zustand auf. Die GMAC hatte die Wohnung vor der endgültigen Kreditvergabe besichtigen lassen, wies die Käufer aber nicht auf den völlig überhöhten Kaufpreis und den maroden Zustand der Wohnung hin.

Die Berliner Bankenkammer fand unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes deutliche Worte: ?Der Beklagten (die GMAC Servicing GmbH ? früher: GMAC RFC Bank GmbH, Anm. RA Dr. Storch) war auch aufgrund dieser Besichtigung durch die XY GmbH die sittenwidrige Überteuerung des Kaufpreises positiv bekannt, zumindest hat sie vor dieser Erkenntnis bewusst die Augen verschlossen?.

Die GMAC wurde vom LG Berlin dazu verurteilt, die Kreditraten von rund 21.000,00 ? zurückzuzahlen, keine Forderungen mehr zu stellen und die finanzierte Wohnung zu übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach unserer Kenntnis ist die Entscheidung das erste gegen die GMAC ergangene Urteil im Zusammenhang mit Schrottimmobilien. Die Verurteilte bzw. ihre Rechtsvorgängerin hat eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Trat sie zunächst als ehrgeizige Baufinanziererin in Erscheinung, die die vergebenen Kredite bündeln und als Anleihen auf dem internationalen Kapitalmarkt platzieren wollte, gab sie am 30.09.2008 ihre Bankzulassung zurück. Ihre Strategie war gescheitert. Nach zwei Umbenennungen firmiert die einst so selbstbewusste GMAC nun als Paratus AMC GmbH.

Autor: Dr. Thomas Storch, Berlin

Kanzlei Storch
Alt-Kaulsdorf 107
D-12621 Berlin-Kaulsdorf
Telefon: 030-50508770
Fax: 030-50508772
Mail: storch@anlegerschutzanwalt.de

www.anlegerschutzanwalt.de

#1 - Kommentar von Ulf Neynbitter am 23.06.2014 20:50
Diese Schrottimmobilienhändler gehören hinter Gitter!
Ich hatte selbst in jungen Jahren einmal einen ähnlichen Fall, sie können mir nicht glauben wie sehr das an den Nerven zerren kann.
Mein Vermieter hat mich den Vertrag nicht kündigen lassen und ich musste weiter für eine einzige Baustelle zahlen.


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