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06.08.2013
InfraTrust Fonds wehren sich standhaft gegen Ex-BAC-Chef Oliver Schulz

Oliver Schulz (43) aus<br /> Berlin Schlachtensee
Oliver Schulz (43) aus
Berlin Schlachtensee
Der Berliner Geschäftsmann Oliver Schulz (43) soll gleich mehrfach versucht haben, Unternehmen zu kapern. Die von der Berlin Atlantic Capital (BAC) Gruppe aus Berlin initiierten InfraTrust Fonds wehren sich jedoch bislang standhaft gegen jeden Versuch ihres Ex-Chefs.

Auch zweieinhalb Jahre nach seinem Rauswurf bei dem Berliner Emissionshaus BAC, das im Dezember 2012 von der id Immobilien in Deutschland AG aus Berlin gekauft wurde, behauptet der einstige BAC-Finanzvorstand Oliver Schulz gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net über sich felsenfest: "Im Übrigen gab es nie den Versuch einer feindlichen Übernahme".

Doch warum baute dann Schulz auf dem Gipfel seiner Macht in den Jahren 2009 und 2010 parallel zu den BAC-Firmen eine eigene Funkmastfirma mit dem Namen Sworn Group (Verschwörungs-Gruppe) auf?

Und beschuldigte im Jahre 2010 die BAC-Gruppe (nunmehr Konkurrent der Sworn-Gruppe), sie betreibe ein Schneeballsystem. Das müsste Oliver Schulz dann aber als BAC-Finanzchef und Mitgesellschafter selbst aufgebaut haben.

Nach seiner Entlassung am 7. Dezember 2010 rächte sich Schulz mit einer schmutzigen Schlacht gegen seine einstigen Vorstandsmitstreiter und BAC-Gründer Nikolaus Weil, Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl.

Aus einem geplanten Umzug der BAC-Zentrale in eine günstigere Immobilie innerhalb von Berlin Mitte wurde 2011 plötzlich eine vermeintliche Flucht des Vorstands konstruiert. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft und der Anlegerkanzlei Nittel aus Heidelberg ging eine anonyme Anzeige gegen die BAC-Führung ein.

Am 14. März 2013 gründete Schulz, dessen Sworn Gruppe inzwischen bilanziell überschuldet ist und nur durch Bürgschaften Dritter am Leben gehalten wird, einen Internetblog SWORN HILFT ANLEGERN. Anleger der InfraTrust Fonds sollen zu Oliver Schulz wechseln. Eigenes Kapital hatte Oliver Schulz zu diesem Zeitpunkt offenbar schon lange nicht mehr.

Wie GoMoPa.net über eine heutige Anfrage bei der Creditreform herausfand, hat Oliver Schulz am 21. Januar 2013 vor dem Amtsgericht Itzehoe eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben, Aktenzeichen: 24 M 102/13 (nachfolgendes Update beachten). Zwei Monate vor Start seines Blogs leistete der Sworn-Gründer also einen Offenbarungseid. Eine Maßnahme, die Schuldner immer dann vollziehen, wenn sie bankrott sind und ihren Gläubigern entgehen wollen.

Update am 13. August 2013: Doch kein Offenbarungseid

Erst am 13. August 2013 hat GoMoPa.net davon erfahren, dass Oliver Schulz doch keine Eidesstattliche Versicherung abgegeben haben soll. "Aus datentechnischen Gründen", teilte die Creditreform mit, seien in der bisherigen Creditreform-Auskunft über Oliver Schulz "einige nicht korrekte Angaben dargestellt" gewesen. Die Creditreform-Auskunft über Oliver Schulz sei korrigiert worden. Creditreform bedauere "eventuell entstandene Unannehmlichkeiten".

Alle Diskredititierungsversuche von Oliver Schulz gegenüber der BAC-Führung und auch alle Abwerbeversuche der InfraTrust-Fonds-Anleger schlugen fehl.

Oliver Schulz war dennoch so frech, über seinen Anwalt Juri Schleicher am 25. Juni 2013 für die InfraTrust Fonds 6 und 8 eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einzuberufen, obwohl das Landgericht Berlin dieses zuvor per Einstweiliger Verfügung untersagt hatte (AZ: 21 O 191/13). Denn nur der rechtmäßige InfraTrust-Manager Stephan Bückl darf so etwas und hat eine solche auch zeitnah bestellt.

Schulz wollte nun am 25. Juni 2013 auf der illegalen Gesellschafterversammlung die alte Fondsgeschäftsführung gegen eine von ihm kontrollierte Firma austauschen lassen. Die Versammlung konnte nur die Beschlussunfähigkeit feststellen. Und selbst wenn sie rechtmäßig gewesen wäre, hätte Schulz nur maximal ein Drittel der Anleger hinter sich gehabt.

Dem Fondstelegramm wurde jüngst ein Urteil des Landgerichts Berlin vom 12. August 2012 zugespielt (37 O 1/12), wonach zwei Anlegern des LifeTrust 11 je 20.000 Euro plus Agio zurückzuzahlen seien, weil der LifTrust 11 Policen des Life Trust 1 über Firmen der BAC-Gruppe gekauft hätte, was einem Schneeballsystem gleichen würde. Bei dem Kauf und der Initiierung von Lebensversicherungspolicen handelt es sich um ein weiteres Geschäftsfeld der BAC-Gruppe auf dem US-Markt.

Leider soll es das Fondstelegramm versäumt haben, vorher bei den BAC-Gründern nachzufragen. Dann hätte die Fondstelegramm-Redaktion unter Tilmann Welther erfahren, dass die BAC-Gründer schon im letzten Jahr gegen dieses nicht rechtskräftige Urteil in Berufung gegangen und die beauftragten führenden Rechtsgutachter zu einem klaren Ergebnis gekommen sind.

Diese haben das Urteil schlicht als unhaltbar bezeichnet. Die BAC-Gründer sind sich daher sicher, dass dieses Urteil wieder kassiert wird. In dieser Meinung werden sie auch dadurch bestärkt,dass in einem parallelen Fall das höchste Zivilgericht Berlins, das Kammergericht, festgestellt hat, dass Ansprüche gegen die BAC ausgeschlossen sind. Das Kammergericht hatte in dem anderen Fall das bereits in der ersten Instanz abweisende Urteil gegen den Kläger im November 2012 durch Beschluss bestätigt (Aktenzeichen: 24 U 47/12).

BAC-Mitgründer Franz-Philippe Przybyl stellte in einer offiziellen Stellungnahme zur Fondstelegramm-Berichterstattung über das zitierte nicht rechtskräftige Urteil "BAC-Manager wegen Kapitalanlagebetrugs verurteilt, Landgericht Berlin bestätigt eine Art Schneeballsystem" fest:

Zitat:


Zu betonen ist, dass es sich bei diesem Urteil um einen Ausnahmefall handelt, da es der klaren Grundsatzrechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofes widerspricht.

Darüber hinaus hat eine andere Kammer des Landgerichts Berlin entsprechend dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung eine Haftung der BAC-Gründer wegen Kapitalanlagebetruges mit deutlichen Worten abgewiesen (Aktenzeichen: 14 O 2/2012). Auch dies vergaß das Fondstelegramm zu erwähnen.


Mittlerweile ist die BAC-Gruppe restrukturiert worden, so dass BAC-Gründer Franz-Philippe Przybyl den Geschäftsbereich der US-Lebensversicherungen im Rahmen eines Management Buy-Outs übernommen hat und mit der ILMG Management GmbH erfolgreich fortführt.

Franz-Philippe Przybyl stellte nicht nur gegenüber der Staatsanwaltschaft, sondern auch öffentlich in einem Interview mit dem GoMoPa.net klar, dass es geradezu gewollt gewesen sei und zur "Grundlage des Geschäftsmodells" gehört habe, dass ein Fonds selbst US-Lebensversicherungen initiierte.

Das sei in einer Zeit, wo es auf dem US-Markt an werthaltigen Lebensversicherungspolicen mangelte, überlebenswichtig gewesen, um ein Handelsportfolio aufbauen zu können, das man einem Dritten mit Gewinn verkaufen könne. Andere deutsche Lebensversicherungsfonds hätten nicht das Glück gehabt, auf werthaltige Policen zugreifen zu können.

Przybyl: "Genau dieser Sachverhalt wird in den Life-Trust-Prospekten beschrieben und wurde von uns wiederholt in der Presse, bei Konferenzen und Anlegern kommuniziert. Die marktgerechte Bewertung und Übertragung zwischen Fonds vor Schaffung des Life Trust Asset Pools zur Portfolio-Optimierung ist prospektgemäß. So konnte auch bei überhitzten Märkten der Zugriff auf werthaltige Policen gewährleistet werden."

Seit Monaten tobt nun eine Schlacht um die InfraTrust Fonds der ehemaligen Berlin Atlantic Capital (BAC) Gruppe. Anleger und Vermittler sind verunsichert und fürchten um das von ihnen investierte beziehungsweise vermittelte Kapital.

"Das, was hier vorgefallen ist, ist ein Wirtschaftskrimi erster Güte", sagte ein in Berlin ansässiger Rechtsanwalt, der das zweifelhafte Treiben des ehemaligen BAC- und heutigen Sworn-Managers Oliver Schulz schon länger beobachtet und sich im Auftrag von InfraTrust-Fondsanlegern aktuell auch eingehend mit dem Fall BAC auseinandersetzt. Der Anwalt, der aber seinen Namen lieber nicht öffentlich ins Spiel bringen möchte, schätzte in Bezug auf Oliver Schulz ein: "Sein Vorgehen ist an krimineller Energie, Hinterlist und Heimtücke kaum zu überbieten."

Um das zu verstehen, muss man sich den Aufstieg der BAC-Gruppe und die verhängnisvolle Bekanntschaft mit dem mutmaßlichen "Corporate Raider" (Firmenplünderer) Oliver Schulz ansehen. Nach GoMoPa.net-Recherchen ergab sich folgendes Bild:

Die InfraTrust Fonds, ursprünglich von der inzwischen umfirmierten BAC-Gruppe emittiert, investieren in Telekommunikations-Infrastrukur in den USA. Konkret bezahlen die Anleger mit ihren Investment Bau und Betrieb von Sendemasten und profitieren von deren Betrieb. Ein lukratives und zukunftsträchtiges Konzept, steigt doch die Zahl der mobilen Internetnutzer rasant und damit auch der mobile Datentransfer.

Das wusste auch Oliver Schulz. Der Berliner heuerte 2008 bei der BAC-Gruppe an - ausgestattet mit den angeblich besten Referenzen. Er kam vom Bestattungsunternehmen Ahorn AG, für das er als Vorstandsvorsitzender die Geschäfte in Görlitz, Dresden und Berlin geführt hatte. Dies allerdings nur kurze Zeit (eineinhalb Jahre). Denn, nachdem er dort durch ein in der Branche als aggressiv und pietätlos wahrgenommenes Marketing aufgefallen war, verhandelte er eine Übernahme des Bestattungsunternehmens durch den britischen Finanzinvestor 3i Group PLC - offenbar ohne Wissen von Aufsichtsrat und Gesellschaftern.

Die kamen ihm spät, aber gerade noch rechtzeitig auf die Schliche - im Januar 2008 wurde Schulz fristlos entlassen. Der erste Versuch von Oliver Schulz, sich als "Corporate Raider" eine vorhandene Substanz einzuverleiben und so zu Firmenkapital und eigenem Reichtum zu kommen, war also gescheitert.

Hätten die Initiatoren der damals prosperierenden BAC-Gruppe, die Rechtsanwälte Stefan Beiten und Nikolaus Weil sowie Franz-Philippe Przybyl, seinerzeit von Schulz unrühmlichen Abgang gewusst, hätten sie ihn wohl nicht in den Vorstand ihres Unternehmens berufen und ihm die Geschäftsführung für das einträgliche Geschäft mit den Mobilfunkmasten am BAC-Firmensitz in Atlanta (USA) übertragen.

Die Referenzen allerdings, die Oliver Schulz im Sommer 2008 vorlegte, lasen sich glänzend - von Selbstdarstellung scheint der stets selbstbewusst auftretende Diplom-Volkswirt wirklich etwas zu verstehen.

Von Selbstkontrolle offenbar weniger. Ähnlich wie schon bei seinem vorherigen Arbeitgeber soll Oliver Schulz in seiner neuen Position schon bald wieder das für sich begehrt haben, was eigentlich anderen gehörte und ihm anvertraut worden war. Anfangs lediglich Finanzvorstand stieg Oliver Schulz Anfang 2009 auch zum Mitgesellschafter der BAC-Gruppe auf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die BAC-Gruppe in einer Wachstumsphase. Das Management hatte gerade eine Kreditvereinbarung über eine halbe Milliarde US-Dollar mit der US-Großbank Wachovia abgeschlossen, das Geschäft mit den US-Lebensversicherungen am Zweitmarkt hatte sich zwischenzeitlich etabliert, die ersten Infrastruktur Fonds waren platziert worden. Oliver Schulz sollte das Unternehmen durch Optimierung im Bereich Management Informationssystem für die nächste Wachstumsstufe vorbereiten.

Doch stattdessen schlug er nach seinen ersten Besuchen in den USA vor, samt Familie komplett nach Amerika überzusiedeln, um - wie er es seinerzeit gegenüber seinen Partnern formulierte - das "operative Kerngeschäft" zu optimieren. Nach dem Ausscheiden des ehemaligen CEO des US-Geschäftes, James Sinnott, den Schulz beerben würde, war zu diesem Zeitpunkt als Partner ausschließlich Dan Ryan vor Ort für den Bereich Infrastruktur zuständig. Insofern war den BAC-Gründern dieses Angebot nur allzu willkommen.

Aus heutiger Sicht hat es den Anschein, dass Oliver Schulz schon zu dieser Zeit kalkuliert auf eigene Interessen ausgerichtet handelte. Nachdem er das Vertrauen der Gründungsgesellschafter der BAC-Gruppe gewonnen hatte und sich zum Junior Partner und CEO/CFO der Gruppe sowie der InfraTrust Fonds hatte krönen lassen, hatte er Zugang zu allen notwendigen Internas und Daten. Sämtliche wesentlichen operativen und kaufmännischen Kommunikationslinien und Reportings liefen fortan über Oliver Schulz. So schuf sich der Kaufmann ein eigenes System: Während er selbst über alle Informationen verfügte, wurden die einzelnen Mitarbeiter nur mit den jeweils nötigsten Informationen versorgt. Das "System Schulz" hatte Fahrt aufgenommen.

Mit den Mitteln und Kontakten, die ihm als Geschäftsführer von der BAC zur Verfügung gestellt wurden, soll er nun darangegangen sein, ein eigenes Geschäft mit Mobilfunkmasten aufzubauen - angeblich an seinen Partnern und Investoren vorbei.

Und das soll so vonstattengegangen sein: Bald nach seiner Ankunft in den USA erklärte Oliver Schulz seinen ahnungslosen Partnern, dass zur Optimierung des Geschäfts "Umstrukturierungsmaßnahmen" notwendig seien. Dazu wurde zunächst ein Cash Pool innerhalb der BAC-Gruppe eingerichtet. Künftig wurden zwischen den Unternehmen innerhalb der Gruppe nicht mehr Leistungen abgerechnet, sondern Darlehen untereinander vergeben. Diese Verfahrensweise, so erklärte Oliver Schulz seinen Partnern damals, biete bis zum Abschluss der Restrukturierung und den einzelnen Bilanzen, die beste Arbeitsbasis.

Tatsächlich aber begann Oliver Schulz auf Basis dieser neu geschaffenen grenz- und unternehmensübergreifenden Vertragsstrukturen, ein Eigenleben zu führen. Immer öfter und immer mehr soll Oliver Schulz der BAC-Gruppe Kapital entnommen haben, um private Ausgaben wie etwa den Ausbau einer privaten Villa in Berlin Dahlem, Fahrzeuge, Kreditkartenabrechnungen, die Schulausbildung seiner Kinder, Rechtsanwaltsleistungen für ihn persönlich und sogar Ausgaben für seine Frau zu finanzieren. In den Akten sind sogar Kostenbelege für einen Besuch seines Bruders in den USA enthalten. Nachweislich insgesamt 1,2 Millionen Euro habe Oliver Schulz auf diese Weise veruntreut.

Durch das reguläre Buchhaltungssystem wurden diese Vorgänge seinerzeit nicht erfasst beziehungsweise fielen im Rahmen der herkömmlichen Prüfungen nicht auf. Sie "verschwanden" quasi auf Allgemeinposten. Eben, weil Mitarbeiter aus der Finanzbuchhaltung zu diesem Zeitpunkt verstärkt dazu angehalten worden waren, konzerninterne Zahlungen als Darlehen und nicht - wie es korrekt gewesen wäre - über Leistungsbeziehungen zu buchen.

Wie GoMoPa.net aufgrund von Recherchen in ähnlich gelagerten Fällen weiß, ist ein derartiges Vorgehen verhaltenstypisch für "Corporate Raider" mit krimineller Gesinnung, da Zahlungen kaum noch nachvollzogen oder zugeordnet werden können.

So auch scheinbar innerhalb der BAC-Gruppe: Ab 2009 soll Oliver Schulz erhebliche Summen vom profitablen Lebensversicherungs-Dienstleister SLG in den damals defizitären Bereich der CIG-Infrastruktur umgeschichtet haben - stets als Darlehen deklariert. Gleichzeitig soll Oliver Schulz den gesamten Kaufmännischen Bereich einschließlich Buchhaltung und Controlling entgegen des ursprünglichen Auftrags nicht etwa weiterentwickelt haben, sondern soll diesen im Zuge seines Missmanagements so weit vernachlässigt haben, dass schließlich selbst bis dato vorhandene Strukturen kaum noch existent waren. Das Gesamtvolumen von Zahlungen an die CIG betrug am Ende über 12 Millionen US-Dollar.

Dieses Missmanagement mag anfangs noch Teil der Schulzschen Strategie gewesen sein. Als er aber Ende 2009 Julian von Hardenberg als BAC-Vertriebschef für Deutschland nachfolgte und zudem noch zum Geschäftsführer der Holding ernannt worden war, muss Oliver Schulz den Überblick verloren haben. In der E-Mail-Korrespondenz, die sich in den Ermittlungsakten der Berliner Staatsanwaltschaft, die gegen Oliver Schulz unter dem Aktenzeichen 241 Js 398/12 ermittelt, findet, wird deutlich, dass vermutlich Überforderung und Inkompetenz zu gravierenden Fehlern führten: Zu diesem Zeitpunkt hatte Oliver Schulz offenkundig jeden Überblick über die wesentlichen Finanzstrukturen und Zahlungsströme verloren.

Die hierfür notwendige Energie investierte Oliver Schulz augenscheinlich lieber in seine eigenen Angelegenheiten. Mit dem US-Amerikaner Daniel Ryan, der seinerzeit das BAC-Tochterunternehmen CIG in Atlanta leitete, gründete der Berliner die Sworn Gruppe. Diese erhielt auch gleich ein gutes Startkapital - angeblich von Schulz und Ryan entnommen aus der Kasse der BAC - ebenso wie alle Daten, Unterlagen, Firmen Know-How und Geschäftsgeheimnisse des zehnjährigen Unternehmensaufbaus der BAC-Gründer. Unterstützung erfuhr Oliver Schulz dabei durch seine jetzigen Sworn-Partner Stefan Winter, Chloe Kohlhoff und Wilm-Peter Post - alle zu dieser Zeit noch vorgeblich loyale BAC-Mitarbeiter. Es scheint eben leichter zu sein, sich ein komplettes Unternehmen unter den Nagel zu reißen, als selbst eines aufzubauen.

Und weil er schon dabei gewesen sei, soll Oliver Schulz auch noch die Funkmasten und Bargelder der InfraTrust Fonds von über 30 Millionen US-Dollar auf eine von ihm kontrollierte Firma übertragen haben, nach Aussagen der BAC-Gründer Beiten, Weil und Przybyl ohne deren Wissen. Die rund 12 Millionen US-Dollar, die die BAC bis dahin in den Aufbau ihres Geschäftes mit Mobilfunkmasten investiert hatte, wären damit verloren gewesen - Oliver Schulz und Dan Ryan wollten sich diese Investition allem Anschein nach wohl zum Nulltarif gleich mit einverleiben.

Doch dazu kam es dann doch nicht, weil Oliver Schulz in seiner scheinbar unermesslichen Gier einen Schritt zu weit gegangen sein soll. Welchen Fehler er beging und wie ihm seine bis dahin ahnungslosen Partner auf die Schliche kamen, lesen Sie im nächsten Teil der GoMoPa.net-Recherche über die BAC und Oliver Schulz. Nun denn...

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