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16.08.2013
Commerzbank-Lehrling soll mit Passfälscher-Bande Konten geplündert haben

Convent
Commerzbank Potsdamer Straße 125 in Berlin Schöneberg. Hier fischte der Lehrling und ein Mitarbeiter die Kundendaten für den türkischstämmigen Bandenboss heraus. ©googlestreetview
Die beiden jungen Mitarbeiter der Commerzbank in Berlin Schöneberg dachten wohl, es käme nie heraus, wenn sie die Daten von ein paar vermögenden Bankkunden einfach an einen türkischstämmigen Bandenboss gaben, der dann mit gefälschten Ausweisen deutschlandweit von diesen Kundenkonten innerhalb eines Jahres 580.000 Euro von gedungenen Helfern abheben ließ.

Natürlich war den Bankmitarbeitern klar, dass die Bankkunden Alarm schlagen und zur Polizei gehen würden, wenn jemand an ihrer statt einfach am Schalter 5.000 Euro oder 40.000 Euro abhebt und sie somit bestiehlt.

Aber wie sollte man ausgerechnet auf den Lehrling Daniel M. und seinen italienischstämmigen Kumpel, den ebenfalls erst 23 Jahre jungen Bankmitarbeiter Mario de A. kommen? Die beiden in Berlin lebenden Jungbanker suchten sich extra Daten von Kunden heraus, die sie nicht selbst betreuten.

Die Commerzbank-Filiale, in der sie arbeiteten, ist nicht irgendeine Filiale. Die Commerzbank Potsdamer Straße 125 betreut das Privatkundengeschäft der Region Nord-Ost. Die Auswahl für das Daten-Fischen war groß.

Dennoch kam ihnen die Kripo auf die Schliche. Am 12. Februar 2012 flogen die beiden Commerzbank-Jungbanker und ihre Geldabheber-Komplizen auf. Ein auf den türkischstämmigen Bandenboss Ferdi K. (33) aus Berlin ausgestellter Haftbefehl brauchte gar nicht mehr vollstreckt werden, da Ferdi K. bereits wegen einer anderen Straftat in U-Haft saß.

Ein zweiter Haftbefehl war auf den italienischstämmigen Komplizen Antonio V. (24) ausgestellt. Antonio V. wurde am 12. Februar 2013 verhaftet, durfte aber am 6. März 2013 das Untersuchungsgefängnis wieder verlassen.

Den beiden Datenlieferanten aus der Commerzbank blieb eine U-Haft erspart, sie wurden aber sofort von der Commerzbank vor die Tür gesetzt. Daniel M. brach seine Bankerlehre ab.

Gegen alle vier beginnt am kommenden Donnerstag, dem 22. August 2013, um 9 Uhr im Saal 736 der 12. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts in Berlin Moabit ein auf acht Verhandlungstage angesetzter öffentlicher Strafprozess. Die Anklage lautet auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug und andere Straftaten.

Die Commerzbank wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern. Stefan Zech, Commerzbank-Pressesprecher Privatkunden Region Nord-Ost, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit:

Zitat:


Leider kann ich zu Ihren Fragen aufgrund des laufenden Verfahrens keine Stellung nehmen.


Nach Angaben der Pressestelle der Berliner Strafgerichte soll die mutmaßliche Bande folgendermaßen arbeitsteilig gearbeitet haben:

Zitat:


Die Angeklagten K (Ferdi K. - Anmerkung der Redaktion) und V (Antonio V. - Anmerkung der Redaktion) sollen sich Ende 2011 oder Anfang 2012 zusammen mit vier gesondert verfolgten Personen zu einer Bande zusammengeschlossen und in der Folge bis Herbst 2012 durch die wiederholte Vorlage gefälschter Ausweispapiere von Kontoinhabern bei unterschiedlichen Filialen der Commerzbank AG bundesweit jeweils Barauszahlungen zwischen 5.000 und 40.000 Euro erlangt haben.

Dabei sollen die Angeklagten D (Commerzbankangestellter Mario de A. - Anmerkung der Redaktion) und M (Bankerlehrling Daniel M. - Anmerkung der Redaktion) als Mitarbeiter der Commerzbank der Bande zuvor die entsprechenden ausgespähten Personal- und Kontodaten der Bankkunden verschafft haben, welche sodann in gestohlene blanko Personalausweise und Reisepässe mit Lichtbildern der gesondert Verfolgten übertragen worden seien.

Weiterhin habe der Angeklagte K mit Hilfe der so erlangten Kontodaten gefälschte Überweisungsträger der tatsächlichen Kontoinhaber hergestellt, welche anschließend eine gesondert verfolgte Person zwischen dem 4. März und dem 16. Juli 2012 in jeweils unterschiedlichen Filialen der Commerzbank AG bundesweit als vermeintlicher Zahlungsempfänger vorgelegt habe.

Insgesamt sei der Commerzbank AG infolge der täuschungsbedingt getätigten Auszahlungen und Überweisungen ein Gesamtschaden in Höhe von zirka 580.000 Euro entstanden.


Wie erwartet hatten die Bankkunden Anzeige erstattet, als sie das fehlende Geld auf ihren Konten bemerkten. Aber wie kam die Polizei den beiden Commerzbank-Mitarbeitern auf die Schliche? Die Antwortet lautet:

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Axel T am 21.08.2013 18:06
Wie peinlich für denn Datenschutzbeauftragten. Das solche lücken von Auszubildenden genutzt werden können.

#1 - Kommentar von Ralf V. am 09.06.2014 17:59
Das war wohl eine sehr unangenehme Überraschung für die Commerzbank. Ich hoffe so etwas kommt nicht wieder vor. Vielleicht sollten sie sich ihre Lehrlinge besser "anschauen".


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