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23. Juli 2017
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15.01.2009
Staatsanwalt Frank Erdt macht weiter

Schlechte Nachricht für kriminelle Firmenbestatter:

Staatsanwalt Frank Erdt (47) aus Gera darf weiter machen


Gera - Staatsanwalt Frank Erdt (47, Foto) aus Gera arbeitet schon wieder mit Hochdruck an einem neuen Fall von illegalen Firmenbestattern. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel?"(Ausgabe 1/2009) sei Erdt versetzt worden, weil er mit seinem hohen Arbeitseifer bei Kollegen und Vorgesetzten angeeckt sei, und dürfe nur noch Kleinkriminelle, Umwelt- und Verkehrssünder jagen.

"Dem ist nicht so", sagte der Behördenchef, der Leitende Oberstaatsanwalt Rolf Mundt, dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net. Mundt: "Da hat der Spiegel-Redakteur wohl etwas nicht richtig verstanden."

Richtig sei, dass Erdt die kleine Geraer Behörde mit nur vier Wirtschaftsstaatsanwälten ganz schön auf Trab hielt. Immerhin zerschlug der Staatsanwalt das deutschlandweit operierende Firmenbestatter-Kartell "Marbella-Connection" und brachte den Bandenboss Herbert Elders (65, Berufsschullehrer mit Villa in Marbella) zum Geständnis und zur Verurteilung von fünf Jahren Gefängnis. 23 Mitglieder des Kartells, darunter auch Notare, welches insolvente Firmen mit Scheingeschäftsführern vor ihren Gläubigern zu retten versprach und pro Fall bis zu 15.000 Euro kassierte, wurden von 2004 bis 2008 verurteilt.

Auf Anweisung seines Behördenleiters sei Erdt jedoch danach für Wirtschaftsstrafsachen nicht mehr zuständig, schreibt der Spiegel. Rolf Mundt habe zwar Engagement und Fleiß seines Untergebenen gelobt, so der Spiegel weiter. Er habe ihn sogar einen "besessenen Spezialisten" genannt. Aber Mundt habe dann jedoch eingeräumt: "Diese Verfahren sind viel zu groß für uns, sprengen jeden Rahmen. Wir sind überfordert."

Mundt zu GoMoPa: "Das habe ich zwar gesagt, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ich habe nämlich viel mehr gesagt."

GoMoPa: Worum ging es denn wirklich?

Mundt: "Sehen Sie, wir haben in Thürinen vier Staatsanwaltschaften in Erfurt, Meiningen, Mühlhausen und in Gera. Thüringenweit ist für die sogenannte Große Wirtschaft, die Schwerpunktstaatsanwalt, in Mühlhausen zuständig."

GoMoPa: Wo ist das Problem?

Mundt: "Mühlhausen hat für die großen Fälle zehn bis zwölf Staatsanwälte, wir in Gera nur vier. Und jeder Fall braucht Gutachten, Anklagen mit einem Vorspann von Ermittlungen, Schöffen und so weiter. Wir sind in Gera einfach zu klein."

GoMoPa: Und deshalb sollte Staatsanwalt Erdt mit den großen Wirtschaftsfällen aufhören?

Mundt: "Nein, natürlich nicht. Im Marbella-Fall ist er oft die 150 Kilometer von Gera nach Mühlhausen zur Schwerpunktstaatsanwaltschaft gefahren. Das war eine Zumutung. Weil er ein so guter Spezialist ist, wollten wir ihn nach Mühlhausen versetzen. Dorthin haben wir 30 bis 40 Verfahren abgeben müssen, weil wir in Gera keine Kapazitäten hatten. Staatsanwalt Erdt konnte aber aus familiären Gründen nicht aus Gera wegziehen. Er hat hier eine berufstätige Frau, zwei Kinder und ein Haus. Und die Pendelei ist auf Dauer untragbar."

GoMoPa: Also bleibt Staatsanwalt Erdt in Gera und kümmert sich doch um Umweltssünder anstatt um Wirtschaftsverbrechen?

Mundt: "Mitunter, aber nur, solange wir nicht wieder einen großen Fall haben. Und den haben wir im Augenblick wieder. Staatsanwalt Erdt steckt da voll drin."

GoMoPa: Was sind die Fakten zum Fall?

Mundt: "Das ist noch nicht spruchreif. Es geht um sein Spezialgebiet, kriminelle Firmenbestattungen."

GoMoPa: Wann gibt es erste Ermittlungsergebnisse?

Mundt: "In vier Wochen."

GoMoPa: Herr Mundt, wir danken für das Gespräch.

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