GoMoPa: Dubai - Jeder Depp wurde Spekulant
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20.01.2009
Dubai - Jeder Depp wurde Spekulant

(GoMoPa) - Fonds platzten nur im Luxusbereich, es fehlt an Gewerbeflächen und bezahlbaren Wohnungen.

Seit fünf Jahren analysiert Kirsten Kraeter, Geschäftsführerin der KLP GROUP in den Vereinigten Arabischen Emiraten, am Persischen Golf den Markt.

Im Interview mit dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net erklärt die Managerin und Beraterin, warum das schöne Geld der deutschen Anleger im Wüstensand verbrennen musste und welche neuen Chancen seriöse Projekte bieten.

Dubai - 1000 deutsche Anleger des Dubai 1000 Fonds mussten Ende 2008 in einem Schreiben von der Staatsanwaltschaft Dortmund erfahren, dass ihr Fondsinitiator, der Ex-Finanzbeamte Georg Recker aus Hamm in Westfalen, wegen Kapitalanlagebetruges gesucht wird. Die eingezahlten 24,8 Millionen Euro der Anleger aus Deutschland hatte Recker nicht, wie versprochen, in ein 1000-Zimmer-Luxushotel in Dubai investiert. Auch der von ihm benannte Großinvestor, eine Losna Limited aus der Karibikinsel Commonwealth of Dominica, hat sich nicht, wie den Anlegern zugesagt, mit 107 Millionen Euro am Projekt beteiligt. Zu sehen ist heute an Stelle des Hotels Maritim Dubailand lediglich eine verwaiste Baugrube (Foto) auf einem Grundstück im Gebiet des geplanten Mega-Freizeitparks DUBAILAND. Recker ist mit dem Geld der Anleger irgendwo in Dubai abgetaucht.

Es war Reckers allererster geschlossener Fonds überhaupt.

GoMoPa: Wie ist das möglich, dass sich ein Fonds-Neuling wie Recker im fernen Orient an so ein Großvorhaben im Wert von 143 Millionen Euro wagen konnte?

Kirsten Kraeter (Foto): In Dubai herrschte in den letzten fünf Jahren Goldgräberstimmung. Hier konnte neben vielen seriösen Investoren auch jeder Depp über Nacht vom Handy-Verkäufer zum wohlhabenden Immobilienspekulanten aufsteigen.

GoMoPa: Wie ging das denn?

Kirsten Kraeter: Alles, was Sie brauchten, war ein Schlafsack und ein Scheckbuch.

GoMoPa: Was musste man damit tun?

Kirsten Kraeter: Sie mussten sich am Vorabend eines sogenannten Tower-Launch in Business Bay am Verkaufsbüro der Immobilienfirmen Nakheel oder Emaar in die Schlange einreihen. Am nächsten Morgen waren Sie einer der ersten im Büro und konnten den Vertrag für eine ganze Etage möglichst weit oben in einem der geplanten Tower abschließen. Der Gesamtkaufpreis für die Etage betrug zum Beispiel 16,2 Millionen Arabische-Emirate-Dirhams. Das Down Payment, also Ihre Anzahlung, betrug 810.000 Arabische-Emirate-Dirhams. Sie zahlten mit Barscheck. Das Geld hatten Sie sich vorher von europäischen Anlegern geben lassen, denen Sie vom Wirtschaftswunder erzählten. Für den Restpreis in Raten stellten sie vordatierte Schecks aus.

GoMoPa: Also musste man ja doch genügend Bargeld für die gesamte Kaufsumme auf dem Konto haben.

Kirsten Kraeter: Nein, brauchten Sie überhaupt nicht. Sie verkauften Ihren gerade mit Schlafsack erbeuteten Anteil am Turm an den nächsten Möchtegern-Immobilieninvestor, der nicht die Zeit hatte, vor dem Verkaufsbüro zu kampieren. Der wusste und glaubte fest daran, auch noch mit dem Kaufvertrag aus zweiter Hand gutes Geld zu verdienen. Sie machten einen Sofortgewinn von 30 Prozent Aufschlag auf Ihren Einstiegspreis für die Nacht im Schlafsack.

GoMoPa: Aber dafür hätte ich doch erst einmal einen Käufer mit Geld finden müsen oder nicht?

Kirsten Kraeter: Nein, der Zweite-Hand-Käufer musste auch kein Geld haben. Er musste eigentlich nur einen guten Kumpel bei der Bank finden, zum Beispiel einen Vertriebsmitarbeiter der Dubai Islamic Bank oder einer anderen Bank. Der Vertriebler war für die Bank nicht mehr und nicht weniger als ein provisionsabhängiger Streetworker. Er fingerte für den Neu-Käufer sehr gerne einen Immoblienkredit ein. Der Zweite-Hand-Käufer musste nur die Anträge blanko unterschreiben, der Kumpel füllte den Rest dann schon selbst aus, so dass der Antrag durch das Compliance flutschte. Gold-Credit-Card gab es natürlich free for live noch dazu, der Zweite-Hand-Käuferr wollte ja den Schlafsack-Käufer nach Abschluss in ein 5-Sterne Hotel zum Essen einladen.

GoMoPa: Sie erzählen Märchen.



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